HERZOG HOLDING GMBH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jennifer Munz seit 6.12.2021 | Vorstandsmitglied |
Jan Dr. Herzog seit 20.12.2006 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Herzog Leasing AGStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Jahresbilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Registergericht: Amtsgericht StuttgartRegisternummer: HRB 721728Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Herzog Leasing AG zum 31.12.2023 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften der §§ 340 ff. HGB in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und unter Beachtung der aktienrechtlichen Vorschriften (AktG) aufgestellt worden. Grund für die Anwendung der RechKredV ist das Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 am 25.12.2008. Damit wurde das Finanzierungsleasing als erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung in § 1 Abs. 1a Nr. 10 KWG aufgenommen. Die Herzog Leasing AG ist als Finanzdienstleistungsunternehmen verpflichtet, den Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den §§ 340 ff. HGB in Verbindung mit der RechKredV aufzustellen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Allgemein erfolgten die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden nach §§ 252 ff. HGB in Verbindung mit den §§ 340 ff. HGB. Forderungen an Kreditinstitute wurden zum Nennwert angesetzt. Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen worden. Darüber hinaus sind Forderungen aus Mietkaufverträgen enthalten. Diese werden zum Nominalwert angesetzt, vermindert um die erhaltenen Mietkaufraten. Gleichzeitig erfolgt im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten die erfolgswirksame Abgrenzung des Zinsanteils am Mietkauferlös. Das Leasingvermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer 3 bis 20 Jahre) angesetzt. Zum Bilanzstichtag dienten Leasingobjekte mit einem Buchwert von TEUR 94.196 als Sicherheiten für verkaufte Leasingforderungen und Refinanzierungsdarlehen. Die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer 3 bis 13 Jahre) angesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Der Abgang wird im Jahr des Zugangs unterstellt. Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurden auf einem Sammelposten gebucht. Die Abschreibung erfolgt jährlich mit 20%. Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen worden. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag entstanden sind und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sämtliche Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Da die Gesellschaft das Finanzierungsleasing betreibt stehen alle Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung in Zusammenhang mit Leasinggeschäften. Die Forderungen an Kreditinstitute betragen TEUR 1.978 (VJ: TEUR 2.229) und beinhalten die laufenden Geschäftskonten ohne Restlaufzeiten (TEUR 1.578), sowie ein Festgeldkonto (TEUR 400) mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten. Die Forderungen an Kunden haben mit TEUR 5.156 eine Laufzeit < 3 Monaten (VJ. TEUR 3.719), mit TEUR 9.712 eine Laufzeit > 3 Monate bis 1 Jahr (VJ: TEUR 6.658), mit TEUR 26.024 eine Laufzeit > 1 Jahr bis 5 Jahre (VJ: TEUR 17.710) und mit TEUR 173 eine Laufzeit > 5 Jahren (VJ: TEUR 30). Sie enthalten Mietkaufforderungen, Forderungen aus rückständigen Leasingraten, sowie Restforderungen aus Refinanzierungsgeschäften. Auf die Kundenforderungen wurden Einzelwertberichtigungen i.H.v. TEUR 84 (VJ: TEUR 55) gebildet. Hinsichtlich des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Das Anlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen das Leasingvermögen i.H.v. TEUR 94.169 (VJ: TEUR 74.537) aus laufenden Leasingverträgen. In den Sachanlagen sind Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von TEUR 276 (VJ: TEUR 236) enthalten. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Vermögensgegenstände i.H.v. TEUR 1.978 (VJ: TEUR 1.239), die kurzfristig zum Verkauf über Mietkaufverträge vorgesehen sind. Ferner enthält der Posten fällige Forderungen/ Erstattungsansprüche gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuern in Höhe von TEUR 1.263 (VJ: TEUR 752). Ferner enthält der Posten Erstattungsansprüche aus Ertragssteuern i.H.v. TEUR 0 (VJ: TEUR 0), geleistete Anzahlungen auf Leasingvermögen i.H.v. TEUR 338 (VJ: TEUR 177) sowie Vorräte i.H.v. TEUR 36 (VJ: TEUR 10). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrug TEUR 1.276 (VJ: TEUR 946). Dem Posten wurden TEUR 1.285 zugeführt (VJ: TEUR 639). Die Zuführungen betreffen Aufwendungen für im Voraus bezahlte Versicherungsprämien, endfällige Zinsen für Restwertdarlehen, sowie Provisionsaufwendungen für Verträge, die erst im Folgejahr abgerechnet werden. Die Zuführungen erfolgen auf Basis des Nennwerts der Forderungen. Aufgelöst wurden TEUR 861 (VJ: TEUR 366). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben mit TEUR 15.360 eine Laufzeit < 3 Monaten (VJ: TEUR 12.841), mit TEUR 21.020 eine Laufzeit > 3 Monate bis 1 Jahr (VJ: TEUR 15.572), mit TEUR 69.934 eine Laufzeit > 1 Jahr bis 5 Jahre (VJ: TEUR 53.647) und mit TEUR 2.209 eine Laufzeit > 5 Jahren (VJ: TEUR 551). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung der Leasingobjekte gesichert. Zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken aus Schwankungen künftiger Zinszahlungen (Zahlungsstromänderungsrisiko) bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Grundgeschäfte) für einen Nominalbetrag i. H. v. TEUR 25.378 bestehen zum Bilanzstichtag Zinsswaps (Sicherungsinstrumente) mit Kreditinstituten (Portfolio-Hedge). Dabei wird wirtschaftlich betrachtet der variable Zinssatz in einen festen Zinssatz getauscht. Da die Änderungen der Zahlungsströme aus dem Grundgeschäft infolge der Änderungen der zugrunde gelegten Marktzinssätze durch gegenläufige Änderungen der Zahlungsströme aus den Zinsswaps kompensiert werden, werden bei der Bewertung die Verbindlichkeiten und die Zinsswaps zu Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst. Zur Feststellung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird die Critical-Terms-Match-Methode angewendet. Die Restlaufzeit der Zinsswaps beträgt zwischen drei Jahren und acht Monaten sowie sieben Jahren und drei Monaten. Die bilanzielle Behandlung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben mit TEUR 411 eine Laufzeit < 3 Monaten (VJ: TEUR 160), mit TEUR 0 eine Laufzeit > 3 Monate bis 1 Jahr (VJ: TEUR 0), mit TEUR 0 eine Laufzeit > 1 Jahr bis 5 Jahre (VJ: TEUR 0) und mit TEUR 0 eine Laufzeit > 5 Jahren (VJ: TEUR 0). Es handelt sich hierbei um Anzahlungen für Mietkaufverträge, die im Folgejahr aktiv werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben mit TEUR 6.970 eine Laufzeit < 3 Monaten (VJ: TEUR 4.447), mit TEUR 0 eine Laufzeit > 3 Monate bis 1 Jahr (VJ: TEUR 0), mit TEUR 619 eine Laufzeit > 1 Jahr bis 5 Jahre (VJ: TEUR 619) und mit TEUR 0 eine Laufzeit > 5 Jahren (VJ: TEUR 0). Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen insbesondere aus noch nicht fälligen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen für angekaufte Leasingobjekte i.H.v. TEUR 6.875 (VJ: TEUR 4.370), sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 619 (VJ: TEUR 619). Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten aus Voraus- und Überzahlungen von Leasingkunden i.H.v. TEUR 51 (VJ: TEUR 37), aus abzuführenden Lohn- und Kirchensteuern, sowie Sozialabgaben für Dezember 2023 i.H.v. TEUR 37 (VJ: TEUR 37), aus abzuführenden Kapitalertragssteuern i.H.v. TEUR 2 (VJ: TEUR 2), sowie aus verauslagten Spesen i.H.v. TEUR 5 (VJ: TEUR 2). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrug TEUR 19.789 (VJ: TEUR 15.860). Dem Posten wurden TEUR 13.196 zugeführt (VJ: TEUR 9.649). Die Zuführungen betreffen Erlöse aus forfaitierten Leasingverträgen, Erlöse aus Mietsonderzahlungen, den Zinsanteil der Erlöse aus Mietkaufverträgen, Restwertforderungen sowie bereits erhaltene Abschlagszahlungen. Die Erlöse aus forfaitierten Leasingverträgen und die Erlöse aus Mietsonderzahlungen werden linear entsprechend der Vertragslaufzeiten aufgelöst. Die Zuführungen erfolgen auf Basis des Nennwerts der Forderungen. Aufgelöst wurden TEUR 9.267 (VJ: TEUR 7.249). Die Zinsanteile aus den Mietkaufverträgen werden über die Laufzeit der Mietkaufverträge gemäß den zugehörigen Zins- und Tilgungsplänen aufgelöst. Die Restwertforderungen und die Abgrenzungsposten für Abschlagszahlungen werden aufgelöst, sobald die entsprechenden Leasingverträge beendet werden. Die Rückstellungen für Steuern bestehen in Höhe von TEUR 243 (VJ: TEUR 188) aus Rückstellungen für abzuführende Körperschaftssteuern, in Höhe von TEUR 189 (VJ: TEUR 145) aus Rückstellungen für Gewerbesteuern. Die sonstigen Rückstellungen bestehen in Höhe von TEUR 24 aus Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (VJ: TEUR 24), sowie in Höhe von TEUR 20 (VJ. TEUR 20) aus Rückstellungen für ausstehende Honorare. Das Grundkapital von TEUR 500 (VJ: TEUR 500) ist eingeteilt in 500.000 Stückaktien. Die Kapitalrücklage enthält zwei nach §19 der Satzung geleistete, disquotale Einlagen der Muttergesellschaft Herzog Holding GmbH i.H.v. TEUR 1.000 (VJ: TEUR 1.000). Die Nachrangigen Verbindlichkeiten enthalten ein partiarisches Darlehen i.H.v. TEUR 2.000 (VJ: TEUR 1.000). Das erste partiarische Darlehen wurde im Dezember 2019 aufgenommen, ein zweites im Dezember 2020. Beide Darlehen wurden im März 2023 zusammengefasst, prolongiert und erweitert. Das zusammengefasste Darlehen valutiert zum Stichtag auf TEUR 2.000, zu 9,99% ohne vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung, fällig am 30.03.2030. Die Darlehensgeberin tritt mit sämtlichen Forderungen aus dem Darlehensvertrag einschließlich Zinsansprüchen gegen das Institut im Rang zurück gegenüber allen sonstigen gegenwärtigen und künftigen Forderungen, soweit diese Forderungen nicht ihrerseits mit einem Nachrang ausgestattet sind. Tilgung, Zinsen und Kosten auf die Forderung sind insoweit lediglich aus dem künftigen Jahresüberschuss oder aus dem die sonstigen Verbindlichkeiten der Herzog Leasing AG übersteigenden Vermögen oder einem Liquidationsüberschuss zu leisten. Die Forderungen der Darlehensgeberin können jedoch vor sämtlichen Forderungen der Gesellschafter und vor Forderungen von verbundenen Unternehmen geltend gemacht werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen im Zusammenhang mit den partiarischen Darlehen TEUR 170 (VJ: TEUR 80). Außerbilanzielle Geschäfte - Es wurden im vergangenen Geschäftsjahr keine außerbilanziellen Geschäfte getätigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen sind, ergeben sich wie folgt:
Diese bestehen aus Verpflichtungen, die aus dem Mietvertrag für die Büroräumlichkeiten in der Hohenheimerstr. 97 bestehen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde Formblatt 3 (Staffelform) gemäß RechKredV verwendet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Leasingerträge i.H.v. TEUR 54.415 (VJ: TEUR 41.105) erzielt. Die Position enthält sämtliche Erträge, die im Zusammenhang mit Finanzierungsleasinggeschäften erwirtschaftet worden sind. Neben den laufenden Erträgen aus Leasingraten sind dies auch dem Geschäftsjahr zuzuordnende Erträge aus Refinanzierungsgeschäften (Forfaitierung mit Objektverkauf und Forfaitierung ohne Objektverkauf) und Verwertungserlöse von Leasingobjekten. Die Leasingaufwendungen betrugen TEUR 34.234 (VJ: TEUR 25.513). Sie enthalten sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasinggeschäft stehen. Dies sind neben den Ratenzahlungen an die refinanzierenden Institute (aus Forfaitierungen mit und ohne Objektverkauf) die Aufwendungen für verkaufte Leasingobjekte des Anlage- und Umlaufvermögens. In den Abschreibungen des Anlagevermögens sind TEUR 13.535 Abschreibungen für Leasingvermögen (VJ: TEUR 10.506). Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen insbesondere aus Versicherungsentschädigungen und Schadensersatzleistungen i.H.v. TEUR 578 (VJ: TEUR 359), sowie aus Erlösen für Verwaltungsentschädigungen im Rahmen des automatischen Versicherungsprogramms der Herzog Leasing AG i.H.v. TEUR 384 (VJ: TEUR 258). Ferner bestehen die sonstigen Erlöse aus Schadenersatzleistungen für das Inkasso bei Rücklastschriften i.H.v. TEUR 12 (VJ: TEUR 13), aus Sachbezügen aus Kfz-Gestellung und sonstigen Leistungen i.H.v. TEUR 25 (VJ: TEUR 20), aus Erträgen aus Erstattungen im Rahmen des Aufwendungsausgleichsgesetzes i.H.v. TEUR 9 (VJ: TEUR 2), aus Erträgen aus der Bewertung von Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 0 (VJ: TEUR 9), sowie aus sonstigen Erlösen i.H.v TEUR 27 (VJ: TEUR 4). Der Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 428 und der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr i.H.v. TEUR 1.600 ergeben einen Bilanzgewinn von TEUR 2.028. D. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. E. Sonstige Angaben Im Durchschnitt wurden 11 Mitarbeiter beschäftigt, wovon durchschnittlich 7 Mitarbeiter Angestellte, 2 Mitarbeiter Teilzeitkräfte, 1 Aushilfe und 1 Auszubildender waren. Nicht zu marktüblichen Bedingungen zu Stande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB liegen nicht vor. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 24 für Abschlussprüfungsleistungen sowie TEUR 0 für sonstige Bestätigungsleistungen. Im Vorjahr wurden TEUR 24 zurückgestellt und TEUR 27 abgerechnet. Die Geschäftsleitung erfolgte durch die Vorstände Dr. Jan Herzog, Unternehmer, Stuttgart (Vorsitzender), und Jennifer Munz, Unternehmerin, Stuttgart. Herr Dr. Herzog ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Frau Munz ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, die Gesellschaft einzeln zu vertreten. Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr wie folgt zusammengesetzt:
Prof. Dr. Kögel nahm Aufsichts- und Beiratsmandate in den folgenden, gesetzlich zu bildenden Aufsichts- und Verwaltungsräten war: Vorsitzender des Verwaltungsrats der PERI SE, Weißenhorn Mitglied des Aufsichtsrats der Uzin Utz SE, Ulm Darüber hinaus nahmen die gesetzlichen Vertreter oder andere Mitarbeiter der Herzog Leasing AG zum Stichtag keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3) wahr. Die Vergütung des Aufsichtsrates betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 39. Die Angaben über die Gesamtbezüge des Vorstands gem. § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Hinsichtlich der Gewinnverwendung schlägt der Vorstand vor, den Jahresgewinn dem Bilanzgewinn hinzuzubuchen und auf neue Rechnung vorzutragen. F. Entwicklung des Anlagevermögens
Stuttgart, 29. Mai 2024 Dr. Jan Herzog, Vorsitzender des Vorstands Jennifer Munz, Vorstand Lagebericht zum 31.12.2023A. Geschäft und Rahmenbedingungen I. Allgemeine und branchenspezifische Wirtschaftslage Konnte im Vorjahr trotz der ökonomischen Auswirkungen der geopolitischen Krisen noch ein ordentliches BIP-Wachstum erreicht werden, war im Jahr 2023 ein Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,3% zu verzeichnen. Die deutsche Wirtschaft befand sich damit in einer Rezession. Nach der Corona-Krise und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Einbruch erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eigentlich eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energie- und Erzeugerpreisen fiel diese Erholungsphase jedoch deutlich geringer aus. Insofern belastet das von militärischen Konflikten und geopolitischen Krisen eingetrübte weltwirtschaftliche Umfeld die traditionell stark exportorientierte deutsche Volkswirtschaft in besonderem Maße. Darüber hinaus hat sich über Materialengpässe und Energiepreisanstiege ein auch im historischen Vergleich sehr hoher Inflationsdruck ergeben, der sich mittlerweile internalisiert hat. Diese Kostenschocks und die Preisentwicklung haben zu einer geldpolitischen Straffung mit stark angestiegenen Zinsen geführt. Die Zentralbankzinsen stiegen im Euroraum ausgehend von der Nullzinsgrenze zur Jahresmitte 2022 steil auf 4,5 Prozent im September 2023 an und liegen seitdem auf diesem Niveau. Dies verteuert die konsumbezogene sowie investitionsrelevante Kreditaufnahme und bremst die gesamtwirtschaftliche Nachfrage spürbar ab. 1 Die zwischenzeitlich einsetzende und sich auch im Jahr 2023 fortsetzende Erholung der Ausrüstungsinvestitionen kam in diesem Umfeld im vierten Quartal wieder zum Erliegen. Zwar legten die realen Ausrüstungen im Jahresverlauf 2023 um 3% zu, sie lagen aber immer noch 2% unter dem Niveau von 2019. Auf die Leasing-Branche wirkten in den vergangenen Jahren grundsätzlich dieselben Schocks wie auf die Gesamtwirtschaft. Dennoch ergab sich im Hinblick auf das gesamte Finanzierungsvolumen der Leasingbranche - mit Leasing und Mietkauf - ein sehr starker Anstieg: es betrug im Jahr 2023 etwa 85,55 Milliarden Euro, nach 69,89 Milliarden Euro im Jahr 2022. Dies entspricht einem Plus von 22,4%. Allerdings muss bei dem beschriebenen Anstieg der Anschaffungswerte unbedingt der starke Inflationsdruck und die damit einhergehenden Preiserhöhungen berücksichtigt werden. Ein nicht geringer Teil des Anstieges der Anschaffungswerte der Leasing- und Mietkaufvolumina ist sicherlich auf diesen Effekt zurückzuführen. 2 Bezogen auf das für die Herzog Leasing AG besonders relevante Mobilien-Leasing stieg der leasingfinanzierte Anteil an der Finanzierung der Ausrüstungsinvestitionen (die sog. "Leasingquote") im Jahr 2023 auf 26,7% (nach 23,0% im Jahr 2022). Der Anstieg der Quote lässt sich mit einem höheren Wachstum des Mobilien-Leasings gegenüber den gesamten Ausrüstungsinvestitionen erklären. Ursächlich hierfür war allerdings vor allem ein gegenüber dem Vorjahr auslieferungsbedingt stärkeres Geschäft im Pkw-Segment, welches zusätzlich bedingt durch die starken Preissteigerungen einen deutlichen Zuwachs von 22,5% erreichen konnte. 3 In den Objektgruppen "Busse, Lkw und Hänger", sowie "Baumaschinen und Agrartechnik" ergaben sich ebenfalls durchgängig sehr hohe Zuwächse. Der Anschaffungswert in diesen Objektgruppen stieg im Jahr 2023 auf 12,36 Milliarden Euro nach 10,88 Milliarden Euro im Jahr 2022. Dies entspricht einem Zuwachs von 13,6%. Ein ordentlicher Zuwachs von 4,3% ergab sich ferner im Bereich der Medizintechnik. Keine nennenswerte Veränderung zeigte sich hingegen bei der Objektklasse der Produktionsmaschinen. Der Anschaffungswert in dieser Gruppe stieg im Jahr 2023 leicht auf 5,63 Milliarden Euro, nach 5,62 Milliarden Euro im Jahr 2022. Dies entspricht einem Zuwachs von lediglich 0,1 Prozent. Unter Berücksichtigung der Preisentwicklung ist dies gleichbedeutend mit einem real rückläufigen Geschäft, das mit dem konjunkturellen Abschwung zusammenhängen dürfte. Die hier genannten Objekte stellen den Kernbereich der Geschäftstätigkeit der Herzog Leasing AG dar. Die Bereiche "IT, Software & Cloud-Anwendungen", "Fahrräder & E-Roller", sowie "Luft-, Schienen- und Wasserfahrzeuge" spielen im Neugeschäft bisher hingegen eine untergeordnete Rolle, weshalb die teilweise dynamische Entwicklung in diesen Bereichen keinen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Herzog Leasing AG hatte. 4 Diese gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen bildeten im vergangenen Geschäftsjahr das konjunkturelle Umfeld für die Geschäftstätigkeit der Herzog Leasing AG. II. Die strategische Positionierung der Herzog Leasing AG Durch ihre Zugehörigkeit zu einer mittelständischen Unternehmensgruppe, die seit über 60 Jahren Investitionskredite für Friseurbetriebe an ein Bankinstitut vermittelt, hat die Herzog Leasing AG Zugriff auf einen langjährigen Erfahrungsschatz im Vertrieb und in der Abwicklung, sowie in der Betreuung von Finanzierungen für kleine und mittlere Handwerksbetriebe. Dazu zählt insbesondere auch die Rücknahme und Verwertung der an die Bank als Kreditsicherheit übereigneten Einrichtungsgegenstände, welche über eine eigene Verwertungsabteilung und den Direktvertrieb wieder an den Endkunden veräußert werden. Ausgehend von dieser Knowhow-Basis hat die Herzog Leasing AG in den vergangenen siebzehn Jahren durch die Vergabe und Abwicklung von zahlreichen Leasing- und Mietkauffinanzierungen an Betriebe der Bauindustrie, des Transportgewerbes, des Agrarwesens, Bäckereibetriebe, Metzgereien, Kosmetikbetriebe und zahlreiche weitere, v.a. kleine Unternehmen viele zusätzliche Branchen-, eigene Objekt und Verwertungskompetenzen aufgebaut, die heute einen breiten Erfahrungsschatz für die Geschäftstätigkeit des Instituts bilden. Abgeleitet von diesem Fundament ist es somit die Basis des Geschäftsmodells der Herzog Leasing AG, kleinen und mittelständischen Betrieben in Deutschland Investitionsgüter- und Betriebsmittelfinanzierungen im Wege einer objektbezogenen Finanzierung ("Asset-based-lending") zur Verfügung zu stellen. Der Restwert der finanzierten Objekte dient hierbei zur Deckung eines möglichen Adressenausfalls, wodurch die Bonität des Kunden im Hinblick auf eine akzeptable Risikoposition nur noch die Differenz zwischen dem offenen Restobligo des Kunden und dem Restwert des Leasingobjekts abdecken muss. Die Herzog Leasing AG versteht sich hierbei als Begleiter und Ermöglicher der Transformation im Hinblick auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise, weil den KMU durch die Eröffnung von Finanzierungoptionen die Möglichkeit zur Investition in nachhaltigere Wirtschaftsgüter eröffnet wird. Gemäß dieser Marktstrategie und der bisher aufgebauten Branchen- und Objektkompetenzen lassen sich die strategischen Geschäftsfelder (SGF) der Herzog Leasing AG anhand von sieben verschiedenen Objektkategorien definieren. Die Abgrenzung erfolgt hierbei anhand der verleasten Wirtschaftsgüter: • Friseureinrichtungen: Verleast werden in diesem Bereich Ladeneinrichtungen, Waschanlagen, Stühle und Elektrogeräte für Friseure und Kosmetiksalons. Der Vertrieb wird hier hauptsächlich über unsere Schwesterfirma aus der eigenen Unternehmensgruppe organisiert. • Maschinen und Werkzeuge: Bei den innerhalb dieses Geschäftsfeldes verleasten Objekten handelt es sich hauptsächlich um Produktionsmaschinen und Produktionswerkzeuge. Die Kunden werden hierbei entweder per Direktakquise oder über Vermittler gewonnen. • Arbeitsbühnen/ Stapler/ Bau- und Agrarmaschinen: Bei den innerhalb dieses Geschäftsfeldes verleasten Objekten handelt es sich um Gabelstapler, landwirtschaftliche Maschinen, verschiedene Baumaschinen und Arbeitsbühnen. Die Kunden werden hierbei entweder per Direktakquise oder über Vermittler gewonnen. • PKW und Nutzfahrzeuge: Verleast werden in diesem Geschäftsfeld hauptsächlich PKW, sowie leichte und schwere Nutzfahrzeuge. Die Kunden werden über Vermittlungspartner gewonnen. • IT, Kassensysteme und Veranstaltungstechnik: Bei den verleasten Objekten in diesem Geschäftsbereich handelt es sich hauptsächlich um EDV-Anlagen, wobei sowohl handelsübliche PC-Systeme und Großrechner, aber auch Kassensysteme, Bezahlautomaten und Veranstaltungstechnik verleast werden. Die Kunden werden per Direktakquise oder über Vermittler gewonnen. • Ladeneinrichtungen und Betriebsmittel für Bäckerei- und Metzgerei- und Gastronomiebetriebe: Verleast werden in diesem Bereich Ladeneinrichtungen, Maschinen und Elektrogeräte für Bäckerei-, und Metzgereibetriebe, sowie teilweise auch für Gastronomiebetriebe. Der Vertrieb wird hier hauptsächlich über Kooperationspartner auf der Herstellerseite oder über Vermittlungspartner gewonnen. • Medizintechnik und Medizingeräte: Bei den innerhalb dieses Geschäftsfeldes verleasten Objekten handelt es sich hauptsächlich um medizinische Geräte aus dem Bereich der ästhetischen Medizin, wodurch eine gewisse Nähe zum Kerngeschäftsfeld "Friseureinrichtungen/ Beauty" besteht. Die Kunden werden hierbei hauptsächlich über Vermittler gewonnen. III. Wichtige Ereignisse im Berichtszeitraum Die Zusammenarbeit mit den Refinanzierungsinstituten verlief auch im vergangenen Jahr ausnahmslos äußerst vertrauensvoll und dynamisch. Zum Bilanzstichtag verfügte die Herzog Leasing AG über 14 aktive Refinanzierungspartner. Darüber hinaus haben drei Institute, mit denen Rahmenvereinbarungen über die Höhe der Refinanzierungsdarlehen bestehen, ihre Rahmen im laufenden Geschäftsjahr weiter ausgeweitet. Weitere, wesentliche Erhöhungen der Finanzierungsrahmen bei zwei weiteren Refinanzierungsbanken waren zum Stichtag beantragt und zum Berichtszeitpunkt bereits genehmigt. Insofern stellten und stellen die verfügbaren Refinanzierungslinien keinerlei Engpass für das von der Geschäftsleitung auch für 2024 geplante Wachstum des Vertragsbestands dar. Die Geschäftsleitung konnte sich auf Grundlage dieser weiter ausgebauten, breiten und stabilen Refinanzierungsbasis auch 2023 auf den weiteren Ausbau der Vertriebsstrukturen des Instituts konzentrieren. Diese konnten vor allem durch den Auf- und Ausbau der Zusammenarbeit mit bestehenden und neuen Leasingvermittlern weiter verbreitert werden. Das Neugeschäft entwickelte sich im gesamten Jahresverlauf äußerst expansiv. Insgesamt wurden trotz des unsicheren und schwierigen ökonomischen Umfelds alle geplanten Wachstumsziele für 2023 voll erreicht. So wurde im Neugeschäft ein Wachstum von 24% erreicht. Zu beachten ist hierbei die nunmehr deutlich größere Wachstumsbasis. Das Neugeschäft erreichte damit im Jahr 2023 mit dem höchsten Wert in der Firmenhistorie wieder eine historische Bestmarke. Der Anteil des über Makler generierten Geschäfts, welches mit einer Wachstumsrate von 21% gegenüber dem Vorjahr seit langem erstmals unterproportional zur Ausweitung des Neugeschäftsvolumens beitrug, war gegenüber dem Vorjahr mit 83% (ggü. 85% im VJ) zwar leicht reduziert, erreichte in absoluten Zahlen aber einen historischen Höchststand. Demgegenüber stieg der Anteil des Vendorgeschäfts zum Vorjahr auf 16% des Gesamtvolumens. Obwohl im Geschäftsjahr eine weitere Steigerung der absoluten Vermittlungszahlen gelang, sank der Anteil des ehemaligen Kerngeschäftsfelds Friseureinrichtungen am Gesamtvolumen von 4,7% auf 4,4%. Ein langjähriger Makler erreichte demgegenüber durch ein Rekordvolumen an Vermittlungen einen Anteil von 33,5% des Gesamtvolumens und war damit mit weitem Abstand der bedeutendste Vertriebspartner des Hauses. Trotz der erfreulichen Entwicklung dieser Partnerschaft und der Steigerung der Granularität der Vertriebspartnerschaften bei den übrigen Vertriebspartnerschaften konnte die Abhängigkeit des Neugeschäfts von den Aktivitäten einzelner Partner im Jahr 2023 somit nicht wie angestrebt weiter reduziert werden. Allerdings bleibt festzuhalten, dass die Einreichungen des wichtigsten Partners Finanzierungsvorhaben aus den unterschiedlichsten Segmenten und Branchen umfasst und die Granularität in dieser Hinsicht weiter forciert werden konnte. Insgesamt ist festzuhalten, dass sich das Geschäftsmodell der Herzog Leasing AG im gesamten Jahresverlauf weiterhin als robust, dynamisch und breit aufgestellt gezeigt hat. Einmal mehr hat die Geschäftsentwicklung im zweiten "Krisenjahr" 2023 verdeutlicht, dass das Geschäft insgesamt weitgehend unabhängig von den Entwicklungen einzelner Branchen und Objektklassen ist. Dies geht mit einer erweiterten Ertragsbasis des Instituts und einer deutlichen Reduktion des Geschäftsrisikos einher. Abgerundet wird dieses Bild dadurch, dass sich die Schadens- und die Ausfallquoten im Jahr 2023 analog zum Vorjahr äußerst erfreulich entwickelten. Bezogen auf das gesamte Kreditportfolio lagen beide Indikatoren unter den gesetzten Risikobarrieren. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass mit dem Jahr 2023 erneut das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte der Herzog Leasing AG abgeschlossen wurde. B. Lage des Unternehmens IV. Ertragslage Im vergangenen Geschäftsjahr konnten Leasingerträge i.H.v. TEUR 54.415 (VJ: TEUR 41.105) erzielt werden. Die Erträge lagen damit um TEUR 13.310 über dem Vorjahr, was einer Steigerung von 32% entspricht. Grund für die Steigerung war das dynamische Neugeschäft im Leasing- und Mietkaufbereich im laufenden Geschäftsjahr und im Vorjahr, was mit einer entsprechenden Ausweitung des Vertragsportfolios einherging. Parallel zum Wachstum der Erträge hat sich der Leasingaufwand mit TEUR 34.234 (VJ: TEUR 25.512) gegenüber dem Vorjahr um TEUR 8.721/ 34% leicht überproportional erhöht. Zugrunde lagen diesem Wachstum des Leasingaufwands gestiegene Aufwendungen aus Mietkaufverträgen. Hinsichtlich der erzielten Barwertmargen der im Geschäftsjahr akquirierten Verträge konnten die im Vorjahr durch schnelle und massive Zinserhöhungen unter Druck geratenen Margen im Jahr 2023 wieder stabilisiert und ausgebaut werden. So gelang es im Jahresverlauf sogar, das geplante Margenniveau deutlich zu übertreffen. Anders als in den Vorjahren ergab sich bei den Personalkosten im Jahr 2023 nur ein geringer Anstieg. Sie betrugen TEUR 1.164 (ggü. TEUR 1.145 im Vorjahr), was einer Steigerung um lediglich 1,7% entspricht. Ursache hierfür war, dass die für das Wachstum notwendigen Personalressourcen aus Flexibilitätsgründen vornehmlich auf Ebene der familieneigenen Unternehmensgruppe aufgebaut wurden. Folgerichtig zeigte sich wegen der deutlich gesteigerten Geschäftsaktivität auch bei sämtlichen Aufwendungen ein hohes Wachstum. Zu nennen sind hier vor allem die Provisionsaufwendungen, die von TEUR 1.577 auf TEUR 1.880 (+19%) gestiegen sind. Auch das Wachstum der anderen Verwaltungsaufwendungen von TEUR 1.949 auf TEUR 2.780 fiel mit 43% deutlich höher aus als im Vorjahr, da hierin auch die variablen Aufwendungen für die von den Gruppenunternehmen erbrachten Fremdleistungen enthalten sind. Bei den übrigen Positionen, denen der starke Anstieg der übrigen Verwaltungsaufwendungen maßgeblich zugrunde lag, handelt es sich ebenfalls um variable Positionen. Zu nennen sind hier vor allem die Aufwendungen für Versicherungen, die sich von TEUR 469 auf TEUR 706 (+51%) erhöht haben. Im Falle der Aufwendungen für Versicherungen ist es dabei wichtig, auf die im Bereich der sonstigen Erlöse ausgewiesenen Erträge aus Verwaltungskostenbeiträgen hinzuweisen, sowie auf die ebenfalls in diesem Bereich verbuchten Schadenersatze aus Versicherungsleistungen. Beide Positionen sind hierbei den Aufwendungen entgegenzustellen. Neben den direkt mit dem wachsenden Neugeschäftsvolumen korrelierten Aufwendungen war 2023 durch das hierfür unabdingbare Wachstum der Unternehmensorganisation allerdings auch ein Anstieg der fixen Aufwendungen zu verzeichnen. Hier verursachten vor allem die Aufwendungen für IT, Reparaturen und Instandhaltungen (+22%) einen massiven Anstieg. Dieser resultierte vornehmlich aus Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Wartung und Instandhaltung der IT-Systeme, sowie mit dem Ausbau und der Weiterentwicklung des ERP-Systems der Herzog Leasing AG anfielen. Ferner fallen unter diese Kostenart auch Aufwendungen für die Reparatur und die Instandhaltung von Leasingobjekten, dem im Bereich der "sonstigen betrieblichen Erträge" stets eine entsprechende Kompensation der Sachversicherung entgegenstand. Ferner fielen im Jahr 2023 auch erhöhte Rechts- und Beratungskosten an, deren Ursache vor allem in Sondereffekten zu suchen waren. So wurden durch die Übertragung von Anteilen erhöhte Aufwendungen für die Rechts- und Steuerberatung erforderlich. Darüber hinaus ergaben sich auch durch einen Beraterwechsel erhöhte Aufwendungen für die Steuerberatung. Die deutlich höheren Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen, die im laufenden Geschäftsjahr um 28% auf TEUR 13.602 (VJ: TEUR 10.611) angestiegen sind, resultieren vornehmlich aus dem weiteren Aufbau des Leasingvermögens. Die Herzog Leasing AG erzielte aus normaler Geschäftstätigkeit einen Gewinn von TEUR 624 gegenüber TEUR 582 im Vorjahr. Die deutliche Erhöhung des Ergebnisses resultiert dabei aus dem starken Anstieg des Neugeschäfts im Vorjahr und im laufenden Geschäftsjahr. Nach Berücksichtigung der zu erwartenden Ertragssteuern i.H.v. TEUR 195 ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr schließlich ein Jahresgewinn von TEUR 428. V. Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens ist als sehr gut zu bezeichnen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen grundsätzlich innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Die Liquidität betrug zum Stichtag 1.978 (VJ: TEUR 2.229). Dies war weniger als zum Ende des Vorjahres, was allerdings der sehr starken Abrechnungstätigkeit zum Jahresende geschuldet ist, die gegenüber dem Vorjahr noch einmal deutlich stärker ausfiel. Ferner stehen für den Ankauf von Leasingobjekten bei neun refinanzierenden Bankinstituten Anfinanzierungslinien i.H.v. TEUR 14.876 zur Verfügung, die zum 31.12.23 mit insgesamt TEUR 8.380 in Anspruch genommen wurden. Unverändert kann im Bedarfsfall auf Mittel der Muttergesellschaft zurückgegriffen werden, so dass die Finanzlage und die Liquidität der Gesellschaft als sehr positiv zu beurteilen sind. VI. Vermögenslage Wie durch das gesteigerte Neugeschäftsvolumen zu erwarten hat sich im Jahr 2023 die Vermögenslage der Herzog Leasing AG gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich verändert. So ist die Bilanzsumme von TEUR 108.226 um 31% auf TEUR 142.366 gestiegen. Wie im Vorjahr resultiert diese Steigerung der Bilanzsumme vor allem aus dem gewachsenen Leasingvermögen, welches nach Abschreibungen i.H.v. TEUR 13.535 um 26,3% von TEUR 74.537 auf TEUR 94.168 gewachsen ist. Das Leasingvermögen stellt wie im Vorjahr mit 66,1% der Bilanzsumme den größten Aktivposten in der Jahresbilanz dar. Daneben weist die Aktivseite als zweitgrößten Posten i.H.v. TEUR 40.981 mit 28,8% der Bilanzsumme die Forderungen an Kunden aus (VJ: 25,9%). Der prozentuale und absolute Anstieg der Forderungen ggü. Kunden resultiert im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem aus dem starken Anstieg von Mietkaufforderungen, was ebenfalls eine unmittelbare Folge des Neugeschäftswachstums ist. Wie im Vorjahr hatten die Mietkauforderungen mit TEUR 40.150 (VJ: TEUR 27.663) den weitaus größten Anteil an dieser Position. Der Anteil der Forderungen gegen Kreditinstitute ist mit 1,4% der Bilanzsumme (VJ: 2,1%) deutlich geringer als im Vorjahr. Hintergrund ist die bereits vormals erwähnte, starke Abrechnungstätigkeit zum Jahresende. Gewachsen ist hingegen der Anteil der sonstigen Vermögensgegenstände, die einen Anteil von 2,5% (VJ: 2,0%) an der Bilanzsumme hatten. Hintergrund hierfür waren vor allem noch nicht abgerechnete Mietkaufverträge, die als schwebende Geschäfte im Bereich der sonstigen vermögensgegenstände verbucht werden. Zum Bilanzstichtag hat sich die wirtschaftliche Eigenkapitalquote der Herzog Leasing AG, berechnet als Quotient des Substanzwerts zum 31.12.2023 zur Bilanzsumme, leicht von 11,0% auf 11,3% erhöht. Der Grund für die Erhöhung der Quote ist einerseits darin zu suchen, dass mit der Ausweitung der Bilanzsumme auch eine entsprechende Ausweitung der Vertragssubstanz und damit eine Erhöhung des Substanzwerts einherging. Ferner haben auch die Ausweitung und Prolongation des eigenkapitalnahen, partiarischen Darlehens und die stetige Thesaurierung der Jahresüberschüsse zum Ausbau des wirtschaftlichen Eigenkapitals beigetragen. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass weitere 0,4% der Bilanzsumme auf der Passivseite aus langfristigen Darlehen unserer Muttergesellschaft Herzog Holding GmbH bestehen. Diese Mittel dienen der Finanzierung des laufenden Working Capitals der Gesellschaft. Die größte Position auf der Passivseite sind mit einem beinahe unveränderten Anteil von 76,2% die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten (VJ. 76,4%), welche zur Refinanzierung des Leasingvermögens aufgenommen wurden. Die Laufzeiten der Darlehen entsprechen dabei in der Regel den Laufzeiten der entsprechenden Leasingverträge, so dass die Refinanzierung immer fristenkongruent erfolgt. Mit 13,9% der Bilanzsumme folgen die passiven Rechnungsabgrenzungsposten (VJ: 14,7%), welche abgegrenzte Erlöse aus dem Verkauf von Leasingforderungen, Mietsonderzahlungen und den Zinsanteil der Mietkaufforderungen enthalten. Der gegenüber dem Vorjahr reduzierte Finanzierungsanteil des Aktivvermögens durch passivisch abgegrenzte Verkaufserlöse von Leasingforderungen spiegelt die in den vergangenen Jahren geringere Forfaitierungsquote im Refinanzierungsmix wider. Die Refinanzierung der Leasingobjekte und Mietkaufforderungen zu Verträgen, die zum Bilanzstichtag noch nicht aktiv waren, erfolgte teilweise über nicht fällige Lieferantenkredite aus Lieferungen und Leistungen, deren Umfang zum Stichtag 4,8% der Bilanzsumme (VJ: 4,0%) betrug. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als sehr gut zu bezeichnen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren verwendet die Herzog Leasing AG nicht. Im Geschäftsjahr 2024 hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bisher nicht wesentlich verändert. C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Auch im Geschäftsjahr 2023 konnte das Geschäftsvolumen trotz des ungünstigen, rezessiven Wirtschaftsumfelds weiter deutlich gesteigert werden. Die neugeschäftsbezogenen Wachstumsziele wurden wie im Vorjahr voll erreicht bzw. leicht übertroffen. Wie schon in der Vergangenheit gelang dies vor allem durch den Auf- und Ausbau der Vermittlerstrukturen, aber auch durch die Pflege und den Ausbau der bereits bestehenden Herstellerkooperationen. Obwohl die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im ersten Quartal 2024 weiter ungünstig war und sich in der deutschen Volkswirtschaft nur ein sehr verhaltenes BIP-Wachstum einstellte, hat sich das Neugeschäft der Herzog Leasing AG in diesem Zeitraum sehr erfreulich entwickelt. Die bestehenden Partnerschaften wurden und werden erfolgreich ausgebaut. Darüber hinaus konnten bereits wieder neue Vertriebspartner hinzugewonnen werden. Auf Basis des Geschäftsverlaufs in den ersten drei Monaten rechnen wir deshalb damit, dass diese Dynamik im Neugeschäft auch im weiteren Jahresverlauf 2024 bestehen bleiben wird. Die Partnerschaften mit sämtlichen Refinanzierungspartnern entwickeln sich weiterhin sehr vertrauensvoll und erfreulich. Im ersten Quartal 2024 wurden mit dem sehr bedeutenden Ausbau der Refinanzierungslinien die refinanzierungsseitigen Voraussetzungen für das weitere Wachstum des Neugeschäfts geschaffen. Insofern wird auch die Refinanzierungsseite zu der weiterhin erfreulichen Geschäftsentwicklung beitragen. Die bisherige Entwicklung in den ersten drei Monaten mit einer erneut sehr dynamischen Neugeschäftsentwicklung lässt für das Jahr 2024 eigentlich auf eine sehr erfreuliche Neugeschäftsentwicklung mit einem Wachstum von mindestens 20% schließen. Allerdings stellen die nach wie vor bestehenden Auswirkungen der geopolitischen Lage und die konjunkturellen Auswirkungen auf die Volkswirtschaften in Deutschland und Europa einen großen Unsicherheitsfaktor für die Prognose des künftigen Geschäftsverlaufs dar. Mit aller Vorsicht kann zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichts allerdings konstatiert werden, dass die direkten Auswirkungen dieser Rahmenbedingungen auf das Geschäft der Herzog Leasing AG bisher marginal sind. Mittelbare Folgewirkungen und Zweitrundeneffekte sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht auszuschließen. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor für die kommende Entwicklung ergibt sich in Form des volatilen Zinsumfeldes. Hier wäre insbesondere eine anziehende Dynamik durch schnell steigende Zinsen ein Problem, weil die von der Herzog Leasing AG eingesetzten Anpassungs- und Sicherungsinstrumente nicht schnell genug ihre Wirkung entfalten könnten, um die negativen Effekte steigender Zinsen vollständig zu nivellieren. Allerdings gelang es in der Vergangenheit trotz der stark steigenden Zinsen, die Auswirkungen der Zinsanstiege durch die vorgenannten Maßnahmen in Grenzen zu halten. Obwohl die Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs grundsätzlich deutlich größer eingeschätzt werden als die Risiken, ergeben sich durch die o.g. Entwicklungen natürlich nicht unerhebliche Risiken. So könnte eine breite Investitionszurückhaltung in unseren Kerngeschäftsfeldern zu einer deutlichen Abschwächung des Neugeschäfts führen, wobei sich gegenüber früheren Jahren die Abhängigkeit des Neugeschäfts von den Entwicklungen in einer einzigen Branche weiter deutlich reduziert hat. Darüber hinaus könnte sich durch eine breite Verschlechterung der Bonitätsnoten anfragender Leasingkunden die Ablehnungsquote erhöhen. Bei einer auf breiter Front verschlechterten Bonität der Neukunden infolge einer Wirtschaftskrise wäre auch mit deutlich steigenden Adressausfällen bei Bestandskunden zu rechnen, was das Geschäftsergebnis natürlich belasten würde. Durch das weiterhin sehr schwache und unsicherere geopolitische und konjunkturelle Umfeld, sowie die damit einhergehenden Unsicherheiten an den Kredit- und Finanzmärkten kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch das politische, gesellschaftliche und makroökonomische Umfeld Störfaktoren für die Geschäftsentwicklung der Herzog Leasing AG darstellen könnten. So könnte die Profitabilität des Neugeschäfts durch schnell und massiv steigende Refinanzierungszinsen unter Druck geraten. Ferner wäre beim Auftreten extremer Verwerfungen auf den Finanzmärkten nicht auszuschließen, dass es zu einem Rückzug von einzelnen Refinanzierungspartnern kommen könnte. Auch der Wegfall eines wesentlichen Refinanzierungspartners könnte mit einem Rückgang des Neugeschäfts verbunden sein, sofern nicht schnell ein Ersatz gefunden werden könnte. Allerdings hat sich die Abhängigkeiten von einzelnen Partnern im Refinanzierungsbereich in den letzten Jahren deutlich reduziert, insbesondere durch die in den Jahren abgeschlossenen Konsortialfinanzierungen im Darlehensbereich. Wie sich die weitere Entwicklung des geopolitischen und makroökonomischen Umfelds auf das Neugeschäft, die Margen und auf die Stabilität der bestehenden Leasingnehmer auswirken wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin nicht abschließend abschätzen. Die skizzierten Risikofaktoren werden vom Vorstand derzeit somit als gegeben, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit aber auf Basis der positiven Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 und im ersten Quartal 2024 als moderat eingeschätzt, sofern es nicht zu einem extremen wirtschaftlichen "Schockszenario" kommen sollte. II. Risikobericht 1. Allgemeiner Risikobericht Risikokultur Die Herzog Leasing AG fördert aktiv eine starke Risikokultur auf allen Ebenen der Organisation. Dabei ist es das Ziel, einen ganzheitlichen Ansatz für die Steuerung von Risiken und Erträgen auf allen Ebenen der Organisation sowie das effektive Management des Risiko-, Kapital- und Reputationsprofils zu fördern. Bei den Geschäftsaktivitäten der Herzog Leasing AG geht das Institut bewusst Risiken ein. Der Risikokultur liegen dabei die Prinzipien zugrunde, dass Risiken nur im Rahmen der definierten Risikotoleranzen eingegangen werden, wie sie im Rahmen der speziellen Risikostrategie definiert werden ("Risikoappetit"), dass jedes Risiko gemäß diesem Rahmenwerk für das Risikomanagement definiert und genehmigt werden muss, dass das Eingehen von Risiken grundsätzlich mit der Aussicht auf einen angemessenen Ertrag verbunden sein muss und dass Risiken fortlaufend überwacht und gesteuert werden sollten. Grundsätzlich sind Mitarbeiter auf allen Ebenen des Instituts für die Steuerung und Überwachung von Risiken verantwortlich. Die Geschäftsleitung und die Führungskräfte im Haus haben im Hinblick auf die Förderung und Entwicklung der Risikokultur eine herausragende Rolle und eine besondere Verantwortung. Die Herzog Leasing AG erwartet von allen Mitarbeitern, dass sie die o.g. Richtlinien befolgen und in der täglichen Praxis leben. Von der Geschäftsleitung und den Führungskräften erwartet das Haus darüber hinaus, dass sie hierbei eine Vorbildfunktion einnehmen und die o.g. Richtlinien aktiv kommunizieren und durch ihr Verhalten eine starke Risikokultur fördern. Dies wird dadurch gestärkt, dass die Vergütungssysteme der Geschäftsleitung und der Führungskräfte eine Risikokomponente beinhalten, die im Falle der Verletzung relevanter Risikobarrieren Kürzungen der Jahresboni vorsieht. Risikomanagement Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Aufgabe des Risikomanagementsystems der Herzog Leasing AG ist es, Risiken für die Gesellschaft systematisch zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offenzulegen. Hierzu gehört auch die Früherkennung von Risiken. Mitarbeiter und Geschäftsleitung sollen so in die Lage versetzt werden, mit Risiken verantwortungsvoll umzugehen sowie Chancen gezielt zu nutzen. Die Funktion des Risikomanagements und das Ergebnis eingeleiteter Maßnahmen werden durch die interne Revision überprüft. Die interne Revision berichtet unmittelbar an den Vorstand, eine Kopie des Revisionsberichts wird dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats übergeben. Flankierend werden insbesondere im Finanz- und Risikocontrolling weitere Instrumente für den Umgang mit Risiken eingesetzt. Hierzu zählen die quartalsweisen Berechnungen der Risikopositionen und ihrer Veränderungen, sowie die regelmäßige Überprüfung der Zinsrisiko- und der Liquiditätsposition. Eine Risikoinventur erfolgt mindestens einmal jährlich im Rahmen der Neufassung des Organisationshandbuchs. Hierfür werden die quartalsweisen Risikoberichte der jüngsten Vergangenheit analysiert. Änderungen bzw. neue Risiken werden umgehend kommuniziert. Beschreibung der risikopolitischen Strategie Die Risikopolitik der Herzog Leasing AG ist darauf ausgerichtet, Risiken des operativen Geschäfts zu erfassen und dadurch aktiv managen zu können. Die Risiken sollen dabei nach Möglichkeit gemessen und quantifiziert werden. Dabei achten wir nicht nur auf Einzelrisiken, sondern insbesondere auch auf mögliche Risikocluster und übergreifende Interdependenzen. Durch die Herstellernähe der Herzog Leasing AG bestand in der Vergangenheit eine gewisse Abhängigkeit von der Geschäftstätigkeit der Olymp GmbH & Co. KG. Zwar ist diese Abhängigkeit heute nicht mehr gegeben. Zur Aufrechterhaltung ihrer Unabhängigkeit ist die Herzog Leasing AG aber weiterhin bestrebt, neben diesem Kerngeschäft auch weitere Geschäftsbereiche in den Bereichen Maschinenleasing, IT-Leasing, PKW/Nutzfahrzeug-Leasing, dem Leasing von Bäckerei- und Metzgereieinrichtungen, dem Leasing von Arbeitsbühnen, Staplern, Agrar- und Baumaschinen, sowie dem Leasing von Medizintechnik auszubauen. Insgesamt soll die nunmehr breite Vertriebsstruktur aufrechterhalten und erweitert werden. Die Herstellernähe versetzt die Herzog Leasing AG allerdings auch in die Lage, Ausfallrisiken unseres Geschäfts sehr präzise zu quantifizieren und vor allem im Ladenbaubereich durch das Rücknahmesysteme von Olymp proaktiv zu managen. Auf der Refinanzierungsseite versuchen wir, mit verschiedenen, voneinander unabhängigen Banken und Finanzierungspartnern zu arbeiten, um in diesem Bereich Klumpenrisiken zu vermeiden. Insgesamt ist es durch die Intensivierung der bestehenden Partnerschaften im Jahr 2023 weiter gelungen, die Abhängigkeit von einzelnen Partnern zu verringern. Vermögens- und Ertragsrisiken, die aus offenen Restwerten resultieren, werden in unserem Leasinggeschäftsmodell vollständig vermieden. Vertragsrisiken werden dadurch begrenzt, dass wir soweit möglich nur wirtschaftliche Vollamortisationsverträge in unserem Leasingportfolio halten und grundsätzlich keine Wartungs- oder Gewährleistungsrisiken übernehmen. Wird in einem Vertrag eine Teilamortisation vereinbart, wird das Restwertrisiko durch entsprechende Zusatzsicherheiten und Andienungsrechte begrenzt. Darüber hinaus wird versucht, zur Begrenzung von Adressenausfallrisiken 15% des Neugeschäfts regresslos zu forfaitieren. Dieses Ziel wurde im Jahr 2023 mit 14% knapp verfehlt. Zur Erhöhung der Forfaitierungsquote wird deshalb eine zusätzliche Partnerschaft mit einem entsprechenden Refinanzierungspartner angestrebt. Einen wesentlichen Bestandteil unseres Risikomanagementsystems stellt ferner ein umfangreiches Qualitätsmanagement dar, das auch zu einem hohen Maß an Zufriedenheit und Servicequalität und bei Kunden und Geschäftspartnern beitragen soll. Es umfasst vor allem unser Scoring-Verfahren, die Bewertung von Bonitätsrisiken aus den Leasingverträgen, eine laufende Bonitätsüberwachung größerer Leasingfinanzierungen, die Dokumentation und kontinuierliche Verbesserung unserer Geschäftsprozesse und die Erstellung eines individuell auf unseren Bedarf ausgerichteten Vertragsverwaltungsprogramms und Händlersystems für die Abwicklung der Vertragsbeziehungen zu unseren Leasingnehmern und Vertriebspartnern. Ferner wird die Korrektheit der Refinanzierung (Vermeidung von Doppelfinanzierung, tatsächlicher Erwerb der Leasingobjekte, Verität der Leasingforderung) durch externe Berater und im Rahmen der internen Revision jährlich überprüft und dokumentiert. Risikotragfähigkeit Die Risikotragfähigkeit wird anhand von Kennzahlen sowohl quartalsweise im Rahmen eines Risikoberichts errechnet als auch im Rahmen einer regelmäßigen Risikotragfähigkeitsrechnung gesondert ermittelt. Die Ergebnisse der Berichte werden quartalsweise an den Aufsichtsrat kommuniziert. Sie ist grundsätzlich gegeben, wenn die aus dem Vertragsbestand resultierenden Risiken nicht höher zu bewerten sind als die in Form von Kreditsicherheiten vorhandene Risikodeckungsmasse. Dies war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keiner Zeit der Fall. 2. Spezieller Risikobericht Adressausfallrisiken Adressausfall-, Bonitäts- und Kreditrisiken werden als mögliche Verluste aus Forderungsansprüchen gegenüber Leasingnehmern definiert. In der Praxis wird versucht, dieses Risiko durch die Durchführung eines Kreditscorings vor Vertragsabschluss zu vermindern. Im Falle größerer Kreditnehmereinheiten mit einem Restobligo über TEUR 1.000 wird eine laufende Kreditüberwachung des Kunden durchgeführt. Im Falle schlechterer Bonitätsnoten, die insgesamt aber noch im "Investment Grade"-Bereich liegen, werden entsprechende Zusatzsicherheiten verlangt. Sofern möglich wird das Adressausfallrisiko in Gänze durch die Refinanzierung über einen regresslosen Forderungsankauf durch den Refinanzierungspartner ausgeschaltet. Klumpenrisiken entstehen durch die Konzentration von Risiken auf wenige Leasingnehmer, Branchen oder einen bestimmten geografischen Schwerpunkt. Sie lassen sich durch den herstellerbedingten Branchenfokus nicht gänzlich vermeiden, es wird aber versucht, diese Form des Risikos durch die Diversifikation des Neugeschäfts in andere Branchen zu reduzieren. Eine weitere Strategie zum Management von Klumpenrisiken ist die regelmäßige Erfassung der Risiken im quartalsweisen Risikobericht. Lassen sich Klumpen-risiken nicht vermeiden, werden diese über eine Refinanzierung über einen regresslosen Forderungsankauf oder durch Zusatzsicherheiten wie Leasingkautionen oder Ankaufsgarantien vermindert. Verwertungsrisiken entstehen durch das Preisrisiko bei der Verwertung eines Leasingobjekts. Da die Herzog Leasing AG ausschließlich Verträge abschließt, bei denen ein wirtschaftlicher Vollamortisationsanspruch besteht, tritt dieses Risiko ausschließlich bei Verträgen auf, die vorzeitig beendet werden. Im Hinblick darauf wird die Verwertbarkeit eines Leasingobjekts grundsätzlich vor Vertragsschluss geprüft. Im Kerngeschäft der Herzog Leasing AG, dem verleasen von Friseureinrichtungen, bestehen Rücknahmevereinbarungen mit den Herstellerfirmen. Erscheint die Verwertbarkeit eines Leasingobjekts schwierig oder zweifelhaft, werden entsprechend höhere Anforderungen an die Bonität des Vertragspartners gestellt. Refinanzierungsbedingte Risiken Unter dem allgemeinen Refinanzierungsrisiko verstehen wir den Verlust von Refinanzierungsmöglichkeiten durch den Wegfall eines entsprechenden Partners. Diesem Risiko wird durch eine Streuung der Refinanzierungspartner Rechnung getragen, die im Laufe der letzten Jahre ausgebaut wurde. Eng verknüpft hiermit ist auch das Zinsänderungsrisiko, welches durch einen Zinsanstieg zwischen Vertragsabschluss und Refinanzierung eines Vertrages auftreten kann. Grundsätzlich sollte zwischen diesen beiden Zeitpunkten nicht länger als drei Monate liegen. Um Zinsänderungsrisiken rechtzeitig erkennen zu können, werden die Zinsmärkte ferner wöchentlich von der Geschäftsleitung beobachtet. Roll-Over-Risiken können im Leasinggeschäft durch die nicht fristenkongruente Refinanzierung von Leasingverträgen entstehen. Diese Risiken werden von der Herzog Leasing AG durch den ausschließlichen Abschluss fristenkongruenter Refinanzierungen ausgeschlossen. Hierzu zählen grundsätzlich auch Risiken aus Zins-Swap-Geschäften. Diese werden allerdings ausschließlich zum Zweck abgeschlossen, den Zinssatz bei Refinanzierungsdarlehen mit variablem Zinssatz bis zum Laufzeitende zu sichern (synthetische Festzinsdarlehen). Diese Geschäfte wiesen zum 31.12.2023 einen Nominalbetrag i. H. v. TEUR 25.378 auf. Da eine Auflösung der Sicherungsgeschäfte vor dem Ende der Laufzeit des Grundgeschäfts nicht vorgesehen ist, trägt die Herzog Leasing dadurch kein nennenswertes Marktpreis/Zinsänderungsrisiko. Zur Feststellung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen zwischen Grundgeschäft und Zinsswap wird monatlich das Portfolio-Hedge-Instrument der Critical-Terms-Match-Methode angewendet. Liquiditäts- und Finanzmarktrisiken Liquiditätsrisiken können im Leasinggeschäft durch kurzfristige Refinanzierungsengpässe, hohe Ausfallquoten oder eine hohe Zahl von auslaufenden Verträgen mit offenen Restwerten entstehen. Letzteres Risiko wird bei der Herzog Leasing AG durch die Sicherung des Vollamortisationsanspruchs bzw. durch Ankaufsgarantien ausgeschaltet. Dem aus Refinanzierungsengpässen entstehenden Risiko wird vor allem durch die breite Refinanzierungsstruktur mit der Einräumung gewisser Eigenkompetenzen für die Herzog Leasing AG Rechnung getragen. Liquiditätsrisiken durch Ausfälle wird kurzfristig durch einen Liquiditätspuffer begegnet. Ferner können kurz und mittelfristig Liquiditätsreserven der Muttergesellschaft mobilisiert werden. Währungsrisiken entstehen, wenn eine Gesellschaft Fremdwährungspositionen oder -kredite eingeht. Durch die ausschließliche Konzentration unseres Geschäfts auf das Inland sind diese Risiken für die Geschäftstätigkeit der Herzog Leasing AG ausgeschlossen. Betrugsrisiken Marktseitige Betrugsrisiken entstehen im Leasinggeschäft durch betrügerische Handlungen eines Leasingnehmers oder Lieferanten, z.B. durch die rechtswidrige Unterschlagung und/ oder Veräußerung des Leasingobjekts, oder durch die Lieferung minderwertiger Leasingobjekte durch den Lieferanten. Die Herzog Leasing AG versucht diesem Risiko durch die Sensibilisierung und Schulung des mit der Vertragsabwicklung befassten Personals Rechnung zu tragen. Bei Verdachtsfällen werden ferner Außenprüfungen durchgeführt, bei denen Vorhandensein und Zustand des Leasingobjekts überprüft werden. Marktseitige Betrugsfälle konnten so bisher größtenteils vermieden werden. Organisatorische Risiken Das Risiko organisatorischen Fehlverhaltens ist in Organisationen grundsätzlich gegeben. Es entsteht aus mangelhaft strukturierten Prozessen oder individuellen Fehlern. Zur Minimierung dieser Risiken unterzieht sich die Herzog Leasing AG im Rahmen der internen Revision regelmäßig auch einer operativen Risikoanalyse, bei der die internen Prozesse auf Schwachstellen hin untersucht, bewertet und zertifiziert werden. Zur weitgehenden Vermeidung individueller Fehler werden die internen Prozesse im Unternehmenshandbuch möglichst weitgehend strukturiert. Ferner wird darauf geachtet, dass in jeder Abteilung mindestens ein Mitarbeiter über einen ausreichenden Erfahrungsschatz und die nötige Berufspraxis im Hinblick auf die Hauptfunktion der Abteilung verfügt. Neben den Risiken aus unabsichtlichem Fehlverhalten gibt es in Organisationen auch ein internes Betrugsrisiko, welches in der Möglichkeit betrügerischer Handlungen einzelner Mitarbeiter besteht. In Leasinggesellschaften könnten dies beispielsweise die Veruntreuung von Geldern oder die Erschleichung einer Leasingfinanzierung sein. Die Herzog Leasing AG versucht dieses Risiko durch eine konsequente Durchführung des Vier-Augen-Prinzips, insbesondere in den Bereichen Kreditgenehmigung und Zahlungsverkehr, zu vermindern. Interne Betrugsfälle konnten so bislang gänzlich vermieden werden. Vertriebsrisiko Das Vertriebsrisiko entsteht in einer Leasinggesellschaft durch den Einbruch des Neugeschäfts in einer oder mehrerer Branchen. Ursächlich hierfür kann die Vertriebsschwäche eines Vertriebspartners oder eine branchenweite Verschlechterung der Bonität in einer Branche sein. Wir versuchen dieses Risiko durch die mittlerweile realisierte und weiter ausgeweitete, oben beschriebene Eröffnung weiterer Geschäftsfelder zu minimieren. Sonstige Risiken Als sonstige Risikobereiche werden Risikofelder angesehen, die nicht unmittelbar mit dem Leistungserstellungsprozess der Herzog Leasing AG zu tun haben. Dazu gehören vor allem Risiken aus IT-Risiken, aus organisatorischen Veränderungen, Risiken aus Auslagerungen, Risiken aus der Vergütungsstruktur der Mitarbeiter und der Geschäftsleitung, sowie Risiken aus der Entwicklung neuer Produkte und der Erschließung neuer Branchen. Auch diese Risiken werden im Rahmen einer Risikoinventur laufend überwacht und durch aktive Maßnahmen gesteuert. Nachhaltigkeitsrisiken Gemäß der aufsichtlichen Definition sind Nachhaltigkeitsrisiken (auch ESG-Risiken genannt) Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines beaufsichtigten Unternehmens haben können. Solche Ereignisse oder Bedingungen können im Bereich Klima und Umwelt einerseits aus direkten oder indirekten physischen Risiken entstehen, andererseits auch aus Transitionsrisiken resultieren, die im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft auftreten. Ferner können Nachhaltigkeitrisiken auch aus den Bereichen Soziales und Unternehmensführung erwachsen. Physischen Nachhaltigkeitsrisiken umfassen direkte oder indirekte Risiken infolge klima- und wetterbedingter Ereignisse. Dazu gehören u.a. Waldbrände, Überflutungen, Stürme, Hagel, Starkregen oder Lawinen. Derartige Risiken sind in der Regel gut beobachtbar und daher auch leicht zu identifizieren. Sie führen bei den betroffenen Unternehmen zu Zusatzkosten bei der Vermeidung bzw. Beseitigung. Sie haben aber auch unmittelbaren Einfluss auf deren operative Geschäftstätigkeit, sei es aufgrund potenzieller Produktionsunterbrechungen oder kompletter Produktionsausfälle, die ihre Ursache auch mittelbar im Zusammenbruch von Lieferketten bzw. auch im Ausfall von Lieferanten/Herstellern haben können, die von derartigen Risiken betroffen sind. Damit schlagen sich physischen Risiken unmittelbar in der Bonität der betreffenden Unternehmen nieder und erhöhen u.a. das Adressenausfallrisiko im Sinne der MaRisk. Darüber hinaus können Zusatzkosten auch in der Absicherung derartige Risiken zum Beispiel in Form erhöhten Versicherungsprämien entstehen, die ebenfalls mittelbar nachhaltig Einfluss auf deren jeweilige Bonität haben können. Physische Risiken können sich aber auch auf die Bewertung bzw. Werthaltigkeit der zum Beispiel zur Produktion genutzten Objekte auswirken, was unmittelbar Einfluss auch auf deren Verwertbarkeit haben kann. Transitorische Nachhaltigkeitsrisiken ergeben sich sowohl durch die Anpassung an den Klimawandel als auch infolge von Maßnahmen zu dessen Milderung. Darunter werden politische Regulierungsmaßnahmen zum Klima- und Umweltschutz aber auch ein verändertes Kundenbewusstsein bzw. -verhalten oder auch die Entwicklung neuer, ggf. sogar disruptiver Technologien, die Konsequenzen für das jeweilige Geschäftsmodell der Unternehmen, aber auch auf die Bewertung bestimmter Objektgruppen haben können, subsumiert. Derartige Risiken sind aufgrund ihrer in der Regel vor allem mittelbaren Wirkung schwieriger zu erkennen, aufgrund ihrer zeitlichen Perspektive aber auch schwerer vorherzusagen bzw. zu berechnen als physische Risiken. So können technische Entwicklungen dazu führen, dass z.B. Objekte, die heute noch als nachhaltig gelten noch vor Ablauf ihres Lebenszyklus, aufgrund neuerer Erkenntnisse neu zu beurteilen sind oder aufgrund neuer Trends oder aktueller Entwicklungen das Kundenverhalten wesentlich verändern. Transitorische Risiken sind insoweit laufend neu zu bewerten und können ebenso wie physische Risiken eine nachhaltige Wirkung auf das Geschäftsmodell und den gesamten Wertschöpfungsprozess von Unternehmen haben. Dies umfasst damit auch die Beurteilung und damit Verwertbarkeit bzw. Wertentwicklung der jeweils im Rahmen des Wertschöpfungsprozesses genutzten Objekte. Bei den genannten ESG-Risiken handelt es sich vornehmlich um spezifische Ausprägungen der vorgenannten, abstrakt formulierten Risikoarten handelt. ESG-Risiken sind also als Risikotreiber zu verstehen und können sich demnach auf alle wesentlichen Risikoarten auswirken. Zur Operationalisierung der kunden- und objektseitigen Nachhaltigkeits/ESG-Risiken, welche die Herzog Leasing AG im Rahmen ihrer Geschäftsaktivitäten eingeht, wurden bei der Herzog Leasing AG im Jahr 2023 erstmalig Kennzahlen für alle Branchen- und Objektklassen eingeführt und ferner seit 2022 die Sensitivität für Nachhaltigkeitsrisiken im Zuge des laufenden Risikomanagements erhöht. Nachhaltigkeitsrisiken sind deshalb auch regelmäßig Gegenstand der turnusgemäß stattfindenden Sitzungen des Führungskreises der Herzog Leasing AG. D. Prognosebericht Zum Ende des letzten Geschäftsjahres befand sich die deutsche Wirtschaft in einer Rezession. Auch im ersten Quartal 2024 ergab sich nur ein marginales Wirtschaftswachstum. Auch im weiteren Jahresverlauf 2024 gehen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute für die Entwicklung der Deutschen Wirtschaft weiterhin von einer weitgehenden Stagnation bzw. einem sehr geringen Wirtschaftswachstum aus. Allerdings lässt der nachlassende Inflationsdruck und der damit auch reduzierte Druck auf die Zinsmärkte auf eine günstigere Entwicklung der Leitzinsen hoffen. In der Eurozone ist deshalb zumindest mit keinen weiteren Erhöhungen der Leitzinsen, perspektivisch sogar eher mit Zinssenkungen zu rechnen. Allerdings besteht hier wegen der zähen Entwicklung der Kerninflation eine hohe Unsicherheit. Trotzdem ist bis zum Jahresende eher mit stabilen bzw. leicht rückläufigen Zinssätzen zu rechnen, sofern sich an den Gütermärkten keine strukturellen Änderungen ergeben sollten. Nach einem verhaltenen Jahresstart 2024 zeigt sich das Klima an den Güter-, Kredit und Finanzmärkten bisher allerdings stabil. Das Umfeld ist aber nach wie vor durch die vielen geopolitischen Unsicherheiten als fragil zu bezeichnen. Eine belastbare Prognose für die Geschäftsentwicklung 2024 ist dadurch sicherlich weiterhin schwierig. Trotz der derzeit anhaltenden Unsicherheiten rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr mit einer Entwicklung unseres Unternehmens hinsichtlich der Entwicklung des Jahresgewinns nach Steuern und des Substanzwertes, welche die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Herzog Leasing AG darstellen, auf Vorjahresniveau. Die Basis für diese Einschätzung bietet die positive Entwicklung des Neugeschäfts, des Zahlungsverhaltens der Leasingnehmer und der Risikolage bis Ende April 2024, sowie die in der Vergangenheit erfolgreichen Anpassungsmaßnahmen an die Zinsentwicklung, was Raum für einen vorsichtigen Optimismus lässt. Insofern erscheint der Geschäftsleitung eine Fortsetzung der günstigen Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte nicht unwahrscheinlich, sofern es nicht zu massiven und abrupten externen Effekten kommt. Für das kommende Geschäftsjahr wird auf dieser Grundlage ebenfalls mit einer positiven Entwicklung unseres Unternehmens gerechnet, zumal sich die makroökonomischen Parameter mittelfristig eher verbessern sollten. Natürlich werden die Entwicklung der bewaffneten Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten, wie auch die politischen Spannungen in Südostasien und die damit verbundenen geopolitischen und makroökonomischen Verwerfungen einen starken Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten Jahre haben. Insofern kann hinsichtlich der Entwicklung im übernächsten Geschäftsjahr derzeit keine gesicherte Aussage getroffen werden. Sollten die wirtschaftlichen Auswirkungen der genannten Krisenherde bis dahin überwunden sein, gehen wir allerdings auch hier von einer eher positiven Entwicklung aus. Damit kann aufgrund der starken Marktposition unserer Vertriebspartner, sowie durch den weiteren Ausbau neuer Geschäftsfelder und Vertriebspartnerschaften nach Einschätzung des Vorstandes auch in den Folgejahren gerechnet werden, sofern die genannten Krisen nicht eskalieren oder sogar überwunden werden können. E. Erklärung des Vorstands nach § 312 Absatz 3 AktG Die Herzog Leasing AG hat als abhängiges Unternehmen der Muttergesellschaft Herzog Holding GmbH einen Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG erstellt. Nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, erhielten die jeweils beteiligten Unternehmen bei jedem in diesem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Andere Maßnahmen gem. § 312 Abs. 1 Satz 2 AktG, über die zu berichten wären, lagen nicht vor.
Stuttgart, den 29. Mai 2024 Der Vorstand "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Herzog Leasing AG, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Herzog Leasing AG, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Herzog Leasing AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Schwalbach am Taunus, den 29. Mai 2024 WPG
Müller GmbH
Stephan Müller, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung gemäß § 171 II AktG für das Geschäftsjahr 2023Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2023 seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Pflichten wahr. Er überwachte die Geschäftsführung des Vorstands und begleitete ihn regelmäßig beratend bei der Leitung des Unternehmens. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat laufend, zeitnah und umfassend durch schriftliche und mündliche Berichte. Sie beinhalteten alle relevanten Informationen zur Unternehmensplanung, Geschäftsentwicklung und über die Lage des Unternehmens, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Der Vorstand der Herzog Leasing AG informierte im Berichtsjahr detailliert und umfassend über die aktuelle Lage und Entwicklung des Instituts, den Stand der Unternehmensplanung, die strategische Weiterentwicklung und aktuelle Ereignisse. In insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen, die am 16. März, am 31. Mai, am 12. Juli, am 12. September, sowie am 10. November 2023 abgehalten wurden, hat der Aufsichtsrat ausführlich über die vom Vorstand vorgelegten wichtigen Geschäftsvorgänge beraten und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Die WPG Müller GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Schwalbach a.T., wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juli 2023 zum Abschlussprüfer bestellt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Gegenstand der Prüfungen war der vom Vorstand vorgelegte und nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der Herzog Leasing AG zum 31. Dezember 2023 samt Lagebericht der Gesellschaft. Der Jahresabschluss der Herzog Leasing AG wurde vom Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 10. Juli 2024 den Jahresabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Neben der Prüfung des Jahresabschlusses wurde die WPG Müller GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Schwalbach a.T., ferner mit der Prüfung des gem. § 313 Abs. 1 zu erstellenden Abhängigkeitsberichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2023 beauftragt. Nach pflichtgemäßer Prüfung und Beurteilung bestätigt der Abschlussprüfer, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und dass bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war (uneingeschränkter Bestätigungsvermerk). Nach eigener Prüfung des Abhängigkeitsberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 10. Juli 2024 den Abhängigkeitsbericht gebilligt. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstandes gem. § 312 Abs. 3 AktG am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren motivierten und engagierten Einsatz.
Stuttgart, im Juli 2024 Der Aufsichtsrat Marc Herzog, Vorsitzender |
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