Hansen Technologies Germany GmbH

Im Unteren Angel 1, 77652 Offenburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 733470
Vorher
CRM Intelligence GmbHpowercloud GmbH
Eingetragen
18.6.2012
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Entwicklung, Vertrieb, Vermietung, Kauf und Verkauf sowie Pflege bzw. Wartung von Softwarelösungen im Bereich des Customer Relationship Management und der Business Intelligence für die Energiewirtschaft, die Versorgungs- und Entsorgungswirtschaft sowie damit verbundene Dienstleistungen. Weiterhin erbringt die Gesellschaft Beratungsleistungen, insbesondere solche Beratungsleistungen, die im Zusammenhang mit den vorgenannten Themen stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
John William May
seit 1.7.2025
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hansen Holdings Europe Ltd.GBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hansen Holdings Europe Ltd.
United Kingdom
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

powercloud GmbH

Achern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die powercloud GmbH bietet mit ihrer gleichnamigen Plattform seit 2012 eine offene SaaS-Lösung für die Energiewirtschaft an und deckt bis dato insbesondere die Anforderungen der Marktrolle Lieferant ab. Für die Marktrolle Netze hat powercloud bereits mit der Lösungsentwicklung begonnen und erwartet erste Endkundenmigrationen für Ende 2022 / Anfang 2023.

powercloud übernimmt heute die Abwicklung und Abrechnung aller gängigen Energiearten, Medien, Dienstleistungen und Produkte für kleine, mittlere und insbesondere große Energieversorgungsunternehmen. Mit durchdachten Prozessen und dem notwendigen "Lean-Thinking" unterstützt powercloud ebenso neue Anbieter beim Aufbau ihrer Marke und der Marktdurchdringung.

Schon heute verwaltet die powercloud GmbH knapp zehn Millionen Vertragsverhältnisse auf ihrer Plattform und weitere mehrere Millionen Vertragsverhältnisse befinden sich bereits in der Migration. Zudem bietet powercloud ihren Kunden ein erweitertes Angebot über den sogenannten powerApp-Store an. Dieser bietet den Partnern der powercloud die Möglichkeit selbständig Applikationen zu entwickeln, um den Kunden eine noch größere Flexibilität bieten zu können.

Zu den Kunden der powercloud in Deutschland gehören neben E.ON, EWE und Lichtblick auch eine Vielzahl an Stadtwerken und unabhängigen Energieanbietern. Bereits im Geschäftsjahr 2020 gewann powercloud den ersten ausländischen Kunden, für den die erste go-live Phase der powercloud-Software in 2021 erfolgreich umgesetzt werden konnte.

Die powercloud GmbH unterhält neben dem Sitz in Achern, weitere Standorte in Leipzig und Berlin, sowie 100%-Tochtergesellschaften in den USA (powercloud Americas Inc.), Frankreich (powercloud France SAS), Italien (powercloud Italy S.R.L.) und Spanien (powercloud Spain SLU), sowie seit 2022 in Australien (powercloud Australia Pty Ltd).

2. Forschung und Entwicklung

Die powercloud GmbH bietet mit ihrer Plattform eine offene SaaS-Lösung für die Energiewirtschaft an. Das Unternehmen will sich langfristig als führendes Softwareunternehmen für den Infrastrukturbereich positionieren.

Für den für die powercloud wichtigen Bereich Entwicklung ("Development") setzten wir im Geschäftsjahr 2021 TEUR 4.000 (ca. 13 % vom Umsatz) ein. Im Bereich Development beschäftigen wir, Stand 31.12.2021, 156 Vollzeit Mitarbeiter (60 % aller Mitarbeiter) sowie 63 Freelancer.

Im Jahr 2021 lag der Fokus der Entwicklung im Wesentlichen auf der strategischen Weiterentwicklung der powercloud Plattform, unter Berücksichtigung der weiteren Internationalisierung. Hierfür wurde die Plattform allgemein und international erweitert sowie Maschine-Leaming-Technologien und neue Software-Komponenten entwickelt, um die Wachstumsziele des Unternehmens weiterhin gewährleisten zu können.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Allgemein

Die Weltwirtschaft erholte sich 2021 nach Auswertung des Internationalen Währungsfonds (IWF) gegenüber dem Vorjahr trotz anhaltender Covid-19 Pandemie deutlich. Die globale Wirtschaftsleistung verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 ein Plus von 5,9%, wobei im Sommer eine ursprünglich noch höhere Dynamik erwartet worden war. Zu Beginn des Jahres 2021 nahm die globale Wirtschaft noch kräftig an Fahrt auf, doch dies änderte sich bereits kurze Zeit später. In der zweiten Jahreshälfte verlangsamte sich das Wachstum, vor allem durch gerissene Lieferketten, Engpässe auf dem Arbeitsmarkt sowie immer wieder neu aufflammende Corona-Wellen.

Nachdem 2020 das BIP im Euroraum um 6,4% eingebrochen ist, zeigte sich 2021 eine deutliche Konjunkturerholung. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) erholte sich die Wirtschaft im Euroraum im Jahr 2021 und wuchs um 5,3%. Das Vorkrisenniveau wurde, entgegen früherer Erwartungen, jedoch noch nicht im Herbstquartal 2021 erreicht. Ursächlich waren die hohen Infektionszahlen in der zweiten Jahreshälfte und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der wirtschaftlicher Aktivität sowie zunehmenden Lieferengpässe. Zudem verharrte der Privatkonsum weiterhin unter dem Vorkrisenniveau.

In Deutschland stieg die Wirtschaftsleistung 2021 nach Angaben der Deutschen Bundesbank um 2,7%. Der starke Rückgang des Jahres 2020 konnte auch in Deutschland nicht ausgeglichen werden, da die erneut hohe Infektionsdynamik und die Lieferengpässe auf der Angebotsseite eine stärkere Erholung dämpften. Zwar erholten sich das verarbeitende Gewerbe und der Dienstleistungssektor besser, aber die von der Pandemie besonders beeinträchtigen Bereiche blieben weiter unter Vorkrisenniveau. Die Konsumausgaben des Staates hatten einen stützenden Effekt auf die Konjunktur, während der private Konsum weiter pandemiebedingt eingeschränkt war.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland 2021 nach dem Corona-bedingten Rückgang im Rezessionsjahr 2020 auf 44,9 Millionen leicht gestiegen.

Im vergangenen Jahr hat sich der Fachkräftemangel in Deutschland deutlich verschärft. Die sogenannte Fachkräftelücke habe sich im Jahresverlauf mehr als verdoppelt, berichtete das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa) des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in seinem Jahresrückblick 2021. Die Zahl der offenen Stellen, für die es rechnerisch bundesweit keine passend qualifizierten Arbeitslosen gab, stieg demnach von rund 213.000 im Januar auf gut 465.000 im Dezember 2021. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,7% im Vergleich zu 5,9% im Jahr 2020. Der private Konsum stieg leicht um 0,3%, während die Inflationsrate auf durchschnittlich 3,1% stark angestiegen ist.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Marktforschungsinstitut Gartner erhöhten sich die weltweiten IT-Ausgaben im Jahr 2021 um 9,0% auf rund 4,2 Billionen USD. Der Bereich Software wies ein Plus von 14,4% auf. Weiterhin dominierender IT-Trend des vergangenen Jahres waren die Cloud-Technologien - durch ihre Flexibilität und Stabilität haben sich Cloud-Lösungen während der Pandemie bewährt, zudem sind die Anwendungen reifer geworden. Insgesamt blieb der mit dem Beginn der Pandemie noch offensichtlicher gewordene Digitalisierungsdruck weiterhin auf einem hohen Niveau.

Trotz eines weiteren, durch die Corona-Pandemie geprägten Geschäftsjahres, erreichte der Bitkom-ifo-Digitalindex mit 40,5 Punkten ein Allzeithoch. "Das Wachstum im Kern der digitalen Wirtschaft ist so stark wie seit 20 Jahren nicht mehr und die Umsätze liegen deutlich über dem Vorkrisenniveau", sagte Bitkom-Präsident Achim Berg mit Blick auf die Entwicklung im letzten Jahr. Nach einer kurzen schwächeren Phase in 2020 war 2021 für die ITK-Branche ein durchaus erfolgreiches Jahr.

So sind die ITK-Umsätze in Deutschland um 3,9% auf 178,4 Milliarden Euro gestiegen. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft entwickelte sich die Bitkom-Branche damit deutlich dynamischer, was nicht zuletzt auch am Trend zum Homeoffice und dem mobilen Arbeiten liegt, der vor allem das IT-Segment beflügelt. Das Geschäft mit Software stieg um 9,0%.

Besonders erfreulich sei die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt. 2021 hat die Bitkom-Branche in Deutschland 39.000 zusätzliche Jobs geschaffen und damit 1,25 Millionen Menschen beschäftigt. Weiterhin problematisch bleibe der Fachkräftemangel. Quer durch alle Branchen seien momentan 96.000 Stellen für IT-Fachkräfte unbesetzt. Dies bedeute weniger Wachstum, weniger Wertschöpfung, weniger Innovation, bremse uns bei der Digitalisierung aus und vergrößere den Abstand zu den Vorreitern, wie den USA, so der Bitkom-Präsident.

Auswirkungen auf powercloud

Die pandemiebedingte Krise hat auch im Jahr 2021 die digitale Transformation in vielen Branchen verstärkt. In dem für powercloud relevanten Zielmarkt, dem Energiedienstleistungssektor schreitet die Digitalisierung von Geschäftsprozessen einerseits, und die Nachfrage nach cloudbasierten, kosteneffizienten Softwärelösungen andererseits voran. Unser seit 2012 bestehendes Unternehmen hat aktuell gemessen am Gesamtmarktvolumen noch einen relativ geringen Marktanteil. Das weltweite SaaS-Marktvolumen 2021 wird nach Angaben von Statista mit ca. 152 Mrd. USD geschätzt. Der für das Unternehmen relevante Markt bezieht sich auf cloudbasierte Softwarelösungen für die Energiebranche, insbesondere im deutschsprachigen Raum und mittel- bis langfristig auch in den bevölkerungsstärksten Ländern Europas, in Australien und USA. Die powercloud GmbH strebt bis 2025 die Marktführerschaft im relevanten deutschen Markt an und möchte zu diesem Zeitpunkt ein relevanter globaler Akteur im Bereich der cloudbasierten Softwarelösungen für den Infrastruktur-Sektor sein.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um ca. TEUR 8.152 gesteigert werden, Gründe für den Anstieg waren gestiegene Migrationen im Bereich der Endkundenverträge sowie die Ausweitung der Serviceumsätze. Dies entspricht einem Anstieg von 37,4 %.

Im Geschäftsjahr 2021 konnten Eigenleistungen iHv. TEUR 4.000 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert werden. Aktiviert wurden unter anderem allgemeine Erweiterungen der Plattform, internationale Erweiterungen, Maschine-Learning-Technologien sowie neue Software-Komponenten.

Das Unternehmen hat im Jahr 2021 sehr stark in das weiterhin angestrebte Wachstum investiert, was sich insbesondere auch im deutlich gestiegenen Personalaufwand widerspiegelt. Dieser wuchs um TEUR 7.699 (+99,7 %). Die bezogenen Fremdleistungen stiegen ebenfalls deutlich um TEUR 10.090 (+145,4 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 1.772 (+55,7%) erhöht. Ursache hierfür waren sowohl die erhöhten Kosten im Bereich der Werbekosten als auch der App-Kosten im Vergleich zum Vorjahr.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Betriebsergebnis -4.939 5.089 -10.028 >-100
Zinsergebnis -14 -16 +2 +14,5
Steuerergebnis -274 -1.479 +1.205 +81,5
Jahresergebnis -5.227 3.594 -8.821 >-100

Das Betriebsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 197 % verringert. Grund für den Rückgang ist die überproportional gestiegene Kostenbasis, die auf das langfristige Wachstum und die Produktentwicklung einzahlt.

Umsatzseitig waren insbesondere die bei den größeren Kundengruppen im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich gestiegenen Investitionsausgaben und IT-Budgets, insbesondere für die beschleunigte Digitalisierung der Geschäftsprozesse, ausschlaggebend. Von den fünf größten Kunden, wuchsen fast alle sehr deutlich gegenüber dem Vorjahresniveau. Auch im Neukundengeschäft konnte powercloud wieder deutlich mehr Zugewinne verzeichnen, wenngleich sich ein substantieller Anteil hiervon erst in den folgenden Geschäftsjahren umsatzseitig niederschlägt. Dies hat insbesondere mit der relativ hohen Investitionsquote für einige spezifische Markt- und Kundenentwicklungen zu tun, bei denen powercloud - wie SaaS-branchentypisch - zunächst sehr stark in die Entwicklungsvorleistung geht, die dann erst in den Folgejahren, insbesondere durch wiederkehrende Lizenzumsätze, vergütet werden.

powercloud hält an den langfristigen, strategischen Wachstumsplänen fest und hat weiterhin den Personalbestand (insbesondere Entwickler) stark erhöht. Aufgrund des am freien Arbeitsmarkt bestehenden Fachkräftemangels, insbesondere bei sehr spezialisierten IT-Entwickler, gelang es powercloud nicht, den Personalbedarf in gewünschtem Maße durch festangestellte Entwickler zu decken, sondern musste stark vermehrt auf externe deutlich teurere Fachkräfte zurückgreifen. Ebenso wurde aufgrund der nach wie vor relativ hohen Entwicklungs- und Projektbeauftragungen ("Time and Materials"-Umsätze) - die mittel- und langfristig auf erhöhte Lizenzumsätze einzahlen - auch auf externe Projektpartner zurückgegriffen, was auch insgesamt den Aufwand für bezogene Fremdleistungen in 2021 erhöhte.

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote ist von 82,7 % auf 52,1% gesunken.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.645 erhöht. Dies entspricht einem Anstieg von 15,6 %.

Neben dem Eigenkapital werden auf der Passivseite Rückstellungen (u.a. Personal), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 8.543 5.017 +3.526 +70
Forderungen aus LuL 11.367 6.261 +5.106 +82
Forderungen gg. vU 1.228 0 +1.228 >+100
Sonstige Vermögenswerte 955 1.424 -469 -33
liquide Mittel 4.455 10.492 -6.037 -58
ARAP 396 106 +290 >+100
Passiva
Eigenkapital 14.033 19.260 -5.227 -27
Rückstellungen 1.454 1.667 -213 -13
Verbindlichkeiten aus LuL 6.477 1.957 4.520 >+100
Verbindlichkeiten gg. vU 2.800 0 2.800 >+100
Erhaltene Anzahlungen und Sonstige Verbindlichkeiten 553 257 295 >+100
PRAP 0 158 -158 -100
Passive latente Steuern 1.627 0 1.627 >+100
Bilanzsumme 26.945 23.299 3.646 16

Das Anlagevermögen ist sowohl aufgrund der Aktivierung von Eigenleistungen iHv. TEUR 4.000 als auch aufgrund von Investitionen in Beteiligungen in Höhe von TEUR 794 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.526 angestiegen.

Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 213 verringert. Grund hierfür ist im Wesentlichen der im Vergleich zum Vorjahr geänderte Ausweis der passiven latenten Steuern.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.520 angestiegen. Dies entspricht einem Anstieg über 100 %. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf das höhere Geschäftsvolumen (TEUR +10.090). Die erhaltenen Anzahlungen und sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 295 erhöht.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf:

Umsatzentwicklung

EBITDA

Bei der Umsatzerzielung wird im Wesentlichen in Lizenzumsätze und aufwandsbezogene Umsätze (Time & Materials) unterschieden. Der relative Anteil der aufwandsbezogenen Umsätze am Gesamtumsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiter reduziert, macht aber auch im Geschäftsjahr 2021 noch einen nennenswerten Anteil an den Gesamtumsätzen aus. Dieser Anteil soll sich in den Folgejahren weiter sukzessive reduzieren.

Zur Bemessung des operativen Ergebnisses liegt das Hauptaugenmerk auf dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Aufgrund des erheblichen weiteren Wachstumspotentials und der damit einhergehenden Investitionen v.a. in den Aufbau von Personal wurde im aktuellen Geschäftsjahr das Margenniveau des Vorjahres nicht mehr gehalten.

4. Gesamtaussage

powercloud setzte im Jahr 2021 sein Wachstum fort, konnte insbesondere im Bereich der Lizenzumsätze hohe zweistellige Wachstumsraten verzeichnen. Die Kundenbasis konnte insgesamt weiter verbreitert werden und gleichzeitig das Geschäftsvolumen mit den Top-Bestandskunden erhöht werden. Darüber hinaus konnte powercloud weiterhin trotz der Covid-19 bedingten Einschränkungen im persönlichen Kundenkontakt, die Neukundengewinnung weiter vorantreiben und insbesondere auch den ersten Kunden-Go-Live außerhalb Deutschlands bzw. Europas erfolgreich umsetzen.

Das Umsatzwachstum insgesamt lag im deutlichen zweistelligen Bereich, jedoch leicht unter den ambitioniert gesteckten Prognosen aus der Vorperiode. Dies lag jedoch fast ausschließlich an anders als erwartet eintretendem Geschäftsverlauf mit einem größeren Bestandskunden. Das EBITDA entwickelte sich aufgrund der hohen Investitionsaufwände wie erwartet negativ im Vergleich zum Vorjahr.

Die Mitarbeiterzahl stieg von 140 zu Jahresanfang auf 260 zum Jahresende.

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir insgesamt als gut ein. Das Unternehmen hat keine Bankverbindlichkeiten.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, die finanzielle Stabilität, Flexibilität und Liquidität des Unternehmens zu sichern und dabei Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind insbesondere durch liquide Mittel gedeckt.

Prognosebericht

1. Erwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) begann im Januar noch seinen aktuellen Ausblick auf das laufende Jahr mit den vielversprechenden Worten "Die globale wirtschaftliche Erholung hält an." Diese gute Botschaft hielt allerdings nicht lange an und wird momentan durch einige weltpolitische Ereignisse überschattet. Im Fokus steht hier vor allem die Invasion Russlands in die Ukraine sowie die geopolitischen Spannungen zwischen Russland und den USA. Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022, haben sich die Vorzeichen für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung massiv eingetrübt. Daher hat der IWF für April eine Korrektur seiner globalen Wachstumsprognose angekündigt. Laut IWF-Chefin Kristalina Georgiewa führe der Krieg in der Ukraine zu massiven humanitären und wirtschaftlichen Verwerfungen, nicht nur für Russland und die Ukraine. Global werde es zu Rohstoffpreiserhöhungen, einem schlechteren Geschäftsklima sowie einem weiteren Anheizen der Inflation kommen. Ein Ende des Konflikts ist im Moment nicht abzusehen.

Als Teil der Sanktionen gegen Russland hat die Bundesregierung im Februar die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 gestoppt. Sollte es zu weiteren Sanktionen bzw. zum Embargo von Energieimporten aus Russland kommen, würde dies mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer immensen Wirtschaftskrise führen. Sofern die Ukraine-Krise noch länger anhalten und somit die Ernten in der sogenannten "Kornkammer Europas ausbleiben sollten, wird es sicherlich auch zu Engpässen bei der Lebensmittelversorgung kommen, da Russland und die Ukraine zusammen beispielsweise ein Drittel der weltweiten Weizenmenge exportieren.

Die Prognosen für 2022 sind weiterhin von hoher Unsicherheit geprägt. Angesichts eines schwächer erwarteten Wachstums in China und den USA und mit Blick auf die weiter andauernde Corona-Pandemie sowie der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine seien außerdem die anhaltenden Unterbrechungen globaler Lieferketten und hohe Inflationsraten verantwortlich dafür, dass die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im März diesen Jahres ihre Konjunkturprognosen für das globale Wirtschaftswachstum 2022 von ursprünglich 4,5% auf nur noch 3,5% senkte.

Laut Chefvolkswirtin des IWF, Gita Gopinath, könnte sich die Corona-Krise durch weitere Varianten verlängern. Im Wesentlichen die Null-Covid-Strategie Chinas, mit strikten lokalen Lockdowns, könnte die Probleme globaler Lieferketten verstärken.

Aber auch die Probleme des Immobiliensektors sowie die Inflation und geringere Kauflust der Verbraucher würden Risiken mit sich bringen.

Die Wirtschaftsaussichten im Euroraum hängen hauptsächlich vom Verlauf des Ukraine-Kriegs und den damit zusammenhängenden Wirtschafts- und Finanzsanktionen ab. Erschwerend kommen die hohen Inflationsraten sowie die Verteuerung von Energie und Rohstoffen hinzu. Die Experten der Europäischen Zentralbank (EZB) rechnen trotz allem mit einer Erholung der europäischen Wirtschaft und einem Wachstum von rund 3,7% in 2022. Die Rahmenbedingungen für diese Projektion seien laut EZB solide, hauptsächlich aufgrund von einer robusten Binnennachfrage, einer stabilen Arbeitsmarktlage sowie der anhaltenden finanz- und geldpolitischen Unterstützungsmaßnahmen.

Auch wenn sich die deutsche Industrie zunächst spürbar erholen konnte, kämpft sie nach wie vor noch mit Materialknappheit und dem Preisanstieg. Vor allem aber wird der Ukrainekrieg massive Auswirkungen auf die Konjunktur in Deutschland haben. So haben zuletzt die meisten Ökonomen ihre Wachstumsprognosen für Deutschland gesenkt. Erwarteten Sie noch zu Beginn des Jahres Wachstumsraten zwischen 3,5 und 4,5%, prognostiziert nun beispielsweise das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) für die deutsche Wirtschaft ein Wachstum von lediglich 2,1%, während sie mit einer Inflationsrate von 5,8% rechnen.

Sämtliche Prognosen sind aber mit einer großen Unsicherheit behaftet und deren Eintreffen maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Ukraine-Krise aber auch vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie abhängig.

2. Branchenbezogene Entwicklung

Das Marktforschungsinstitut Gartner erwartet für das Jahr 2022 einen Anstieg der weltweiten IT-Ausgaben um 5,1%. Innerhalb des IT-Markts gehen die Branchenexpert*innen im Bereich Unternehmenssoftware von deutlichen Wachstumsraten mit einem Plus von 11,0% aus. Garnter zufolge sollen 2022 die weltweiten Ausgaben im Bereich Cloud-Computing um 16,2% weiter steigen. Cloud-Lösungen seien nun reifer geworden und durch ihren Nutzen für viele Unternehmen unverzichtbarer Teil der IT-Strategie - von erhöhter Sicherheit durch zentrale Verwaltung von Daten und Anwendungen bis hin zu größerer Prozessagilität und schließlich zu verbesserter Kundenerfahrung.

Immer mehr Unternehmen werden auf Cloud-native Architektur und Fähigkeiten umstellen und damit werden sich die Vorteile dieser Technologie mehr entfalten. Daher werden Cloud-Lösungen innerhalb der Budgets höher gewichtet.

Die digitale Transformation hat für die Energieversorgungsbranche eine unverändert hohe Priorität, denn sie treibt die Nachhaltigkeitsziele der Energiewirtschaft voran. Viele Energieversorger rücken ihre Nachhaltigkeitsziele in den Fokus. Sie konzentrieren sich darauf, die Energiesicherheit zu gewährleisten, "grüne" Ziele zu erreichen und die Nachfrage der Kundschaft zu befriedigen. Trotzdem müssen sie als Unternehmen auch wirtschaftlich agieren und ihre finanziellen Resultate optimieren. Mehr in die Digitalisierung zu investieren, lohnt sich trotzdem. Denn es muss nicht nur die Kapazität erneuerbarer Energien aufgestockt, sondern auch die bestehende Infrastruktur modernisiert werden.

In den nächsten Jahren wird die digitale Transformation im Energiesektor weiter stark zunehmen. Unternehmen verstehen nun die Dringlichkeit und sind bereit, sie aktiv zu forcieren - auch um die lokalen, nationalen und internationalen Regularien einhalten zu können. In diesem Zuge stellt sie die digitale Transformation vor neue Herausforderungen, beginnend mit der Einführung neuer Tools, Technologien und Arbeitsprozesse. Diese müssen von einer diversen Belegschaft, zu der auch Mitarbeitende gehören, die keine "Digital Natives" sind, akzeptiert und angenommen werden.

Die digitale Transformation ist kein reines Technologieprojekt, auch wenn die richtige Technologie die Basis bildet. Sie ist vielmehr eine Chance zur Veränderung der Arbeitsweise im gesamten Unternehmen, nicht nur der IT-Abteilung. Mit dieser Einstellung können Unternehmen das volle Potenzial ausschöpfen, von reduzierten Kosten und einem Anstieg der Produktivität bis hin zu Verbesserungen im operativen Betrieb.

Manuelle Prozesse durch digitale Prozesse zu ersetzen oder eine digitale Lösung durch eine fortschrittlichere Technologie weiterzuentwickeln, ist der Ausgangspunkt der digitalen Transformation.

3. Unternehmensbezogene Entwicklung

Der anhaltende Trend zur Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen, die erhöhte Kostensensitivität auf der Kundenseite (Stichwort "Cost-to-Serve") und der damit erheblich gestiegenen Nachfrage nach kosteneffizienten Lösungen, wird weiterhin auf die Strategie und das Lösungsangebot der powercloud einzahlen.

Darüber hinaus wird powercloud mit den bestehenden Kunden das Geschäftsvolumen auf Basis langfristig bestehender Verträge sukzessive ausbauen und auch den Anteil der Lizenzumsätze an den Gesamtumsätzen weiterhin deutlich steigern. Es wird insgesamt von einer weiteren Umsatzsteigerung im deutlichen 2-stelligen Prozentbereich ausgegangen, insbesondere durch den stetigen Anstieg der durch Endkundenmigrationen gewachsenen Lizenzumsätze sowie neue Projekte durch ein weiterhin stabil erwartetes Neukundengeschäft im Heimatmarkt DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz). Für das im Vorjahr weiter ausgebaute Auslandsgeschäft werden 1-2 neue Projekte erwartet.

Zur Sicherung des weiteren Wachstums, zum Ausbau der bestehenden Kapazitäten als auch zum Aufbau der Lösung im Bereich Netzbetreiber sind für das laufende Jahr weiterhin stark erhöhte Neueinstellungen geplant, v.a. im Bereich der Softwareentwicklungskapazitäten. Dies wird auch 2022 die EBITDA-Marge weiter merklich reduzieren.

Durch das erwartete Umsatzwachstum und das weiterhin sehr hohe Commitment der Gesellschafter für das weitere Wachstum der Gesellschaft erwarten wir auch weiterhin eine positive Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage. Auf der Ertragsseite ist aufgrund der getätigten Investitionen für das Geschäftsjahr 2022 kein Wachstum zu erwarten.

Chancen- und Risikobericht

1. Chancen- und Risikomanagement

Das unternehmerische Handeln der powercloud ist sowohl mit Chancen als auch mit Risiken verbunden. Um Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und den richtigen Umgang mit ihnen zu gewährleisten, wird bei powercloud ein entsprechendes Management- und Kontrollsystem eingesetzt. Insbesondere mittel- als auch langfristig ist es das Ziel, nachhaltig und profitabel zu wachsen und dadurch den Unternehmenswert zu steigern. Um dies sicherzustellen, sollen Chancen bestmöglich genutzt und Risiken frühestmöglich erkannt werden, um adäquate Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Verantwortung für das frühzeitige Erkennen von Risiken sowie dem Ergreifen geeigneter Gegenmaßnahmen obliegt der Geschäftsführung. Mit Hilfe eines implementierten Risikomanagementsystems werden Risiken konzernweit identifiziert sowie sowohl quantitativ als auch qualitativ nach einheitlichen Kriterien und Kategorien bewertet. Im Rahmen eines Risk-Assessments wird die aktuelle Risikolage regelmäßig aktualisiert, analysiert und dokumentiert.

Das Risikomanagementsystem umfasst im Wesentlichen Finanzrisiken, operative Risiken, strategische Risiken und Compliance-Risiken.

Dabei spielen für die Risikobewertung die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie im Wesentlichen die damit verbundenen finanziellen, vertrauens- und Imagebezogenen, sowie gesetzes- und aufsichtsrechtlichen Auswirkungen eine Rolle.

Um ein funktionierendes Risikomanagementsystem gewährleisten zu können, sind neben der Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips und der Funktionstrennung, die Zuordnung von Verantwortlichkeiten, Kontrollen bei der Abschlusserstellung sowie geeignete Zugriffsregelungen auf EDV-Systeme ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagementsystems.

2. Risikobewertung und -reporting

Wesentlicher Baustein des Systems ist ein detailliertes Planungsvorgehen, eine jährliche Budgetplanung, monatliche Plan-Ist-Berichte sowie die frühzeitige und regelmäßige Kommunikation von Risiken und Chancen. Risiken, die sich aus dem strategischen Geschäftsmodell unter der Ausnutzung von strategischen Chancen ergeben, sind in den strategischen Planungsprozess integriert. Unterstützt wird dieses Risikomanagement durch regelmäßige Sitzungen des Managements, sowie quartalsweise Sitzungen zwischen Management und Beirat, in denen ausführlich Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung analysiert und erörtert werden.

Geschäftsspezifische und Infrastruktur-indizierte Risiken werden systematisch analysiert und bewertet. Dazu werden die Risiken in einzelne Risikokategorien eingeteilt. Die Risikokategorien werden im neu eingeführten Risikomanagement-Tool gepflegt und verwaltet. Das gesamte Risikobewertungsverfahren wird vom Management sowie des CISO (Corporate Information and Security Officer) koordiniert.

Anhand der beiden Dimensionen (1) zu erwartende Eintrittswahrscheinlichkeit und (2) zu erwartende Schadenshöhe werden die Risiken bewertet und in die Auswirkungsklassen sehr gering, gering, mittel, hoch, sehr hoch eingestuft.

Gestützt auf den vorgenommenen Bewertungen wird eine entsprechende Risikomatrix erstellt:

Ein-- 5 5 10 15 20 25
ritts- 4 4 8 12 16 20
wahrschein- 3 3 6 9 12 15
tlich- 2 2 4 6 8 10
keit 1 1 2 3 4 5
1 2 3 4 5
Schadenshöhe

Das Management entscheidet anhand der Matrix welche Risiken als bestandsgefährdend einzustufen sind, ggfs. werden hierzu Risiken zu Gruppen zusammengefasst. Bei der Risikobehandlung geht es um die Formulierung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Behandlung der Risiken mit identifiziertem Handlungsbedarf. Dazu werden im Risikoportfolio den Risiken entsprechende Maßnahmen zugeordnet und dokumentiert.

3. Risikosituation

a) Allgemeines

Aus der Gesamtheit der identifizierten Chancen und Risiken werden nachfolgend jene Bereiche dargestellt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Prognosezeitraum in wesentlichem Umfang positiv oder negativ beeinflussen können.

b) Finanz-, Währungs- und Steuerrisiken

powercloud hat seit Jahren eine hohe Eigenkapitalquote. Zudem besteht von Seiten der Gesellschafter ein stetiges Finanzierungs-Commitment. Es bestehen keine Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten. Ferner werden bei Bedarf zur Bonitätsbeurteilung von Kunden und zur Vermeidung von Zahlungsausfällen Kreditauskünfte eingeholt und historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere zum Zahlungsverhalten, berücksichtigt (aufgrund der Solidität, Größe und der Systemrelevanz der Kunden sowie der hohen Zahlungstreue der Vergangenheit war dies bisher in den seltensten Fällen notwendig). In diesem Zusammenhang ist der Aufbau für ein adäquates Debitorenmanagement bereits erfolgt und wird durch weitere Personalneueinstellungen im entsprechenden Bereich und verstetigten Prozessen (u.a. durch die Implementierung eines neuen ERP-Systems) weiter professionalisiert.

powercloud wickelt Geschäftstransaktionen größtenteils in Landeswährung ab (einzige Ausnahme ist ein Kunde in Australien, der in australische Dollar fakturiert wird). Da den Verkäufen in Landeswährung auch entsprechende Ausgaben in Landeswährung gegenüberstehen, ist das Risiko durch Währungsschwankungen aktuell noch gering.

Die Volatilität an den Devisenmärkten und die daraus resultierende Ungewissheit über die Wechselkursentwicklung haben auch in geringem Ausmaß Einfluss auf powercloud. Die Geschäftstätigkeit generiert unter anderem auch Forderungen in australischen Dollar (AUD). Damit ist powercloud einem gewissen Währungsrisiko ausgesetzt. Aufgrund eines i. d. R. engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen Rechnungsstellung und Zahlung sowie der Durchsetzung von Anzahlungen wird das residuale Währungsrisiko im Rahmen einer wirtschaftlichen Kosten- und Nutzenabwägung beurteilt und im Bedarfsfall auch abgesichert. Im Berichtsjahr 2021 wurden keine Geschäfte zur Absicherung von Währungsrisiken getätigt.

c) Branchen- und Marktrisiken

powercloud sieht sich in den Zielmärkten gut positioniert und verfügt nach eigener Einschätzung bei ihren wesentlichen Kunden über eine solide Marktstellung. Die hohe Bindungswirkung der von powercloud entwickelten Software an ihre Kunden schafft gute Voraussetzungen für eine dauerhafte und langfristige Kundenbeziehung. Die sich hierbei bietenden Chancen beabsichtigt powercloud zukünftig noch konsequenter zu nutzen, um seine Marktstellung zu festigen bzw. weiter auszubauen.

Das Management überwacht fortlaufend die Abhängigkeit von Großkunden, wenngleich die Unternehmensphase von powercloud hier zu berücksichtigen ist. powercloud hat es geschafft, innerhalb sehr kurzer Zeit sehr große Kunden zu gewinnen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben die Top5 Kunden ca. 65% des Gesamtumsatzes ausgemacht. Die langfristig abgeschlossenen Verträge, auch der neu hinzugewonnenen Kunden, erlauben aber bereits eine sehr gute Prognosefähigkeit, sodass jetzt bereits absehbar ist, dass sich die Kundenkonzentration deutlich verringern wird.

Dennoch besteht das Risiko, dass Kundenbeziehungen auslaufen bzw. beendet werden. Im angelaufenen Geschäftsjahr hat sich powercloud mit zwei Kunden aus strategischen Gründen auf eine Trennung verständigt. Durch die Diversifizierung und Fokussierung auf strategische Kernzielgruppen kann powercloud aber weiterhin an seinem zweistelligen Umsatzwachstum für das laufende Geschäftsjahr in seinen Prognosen festhalten.

Die Konzentration auf den Energiesektor ist weiterhin hoch. Der Energiesektor ist generell aufgrund der vorherrschenden Energiekrise und der geopolitischen Auseinandersetzungen (Bsp. Russland/Ukraine) großen Herausforderungen ausgesetzt. Die von powercloud eingesetzte Lösung ist jedoch sehr stark auf den Bereich der Endkundenabrechnung spezialisiert. Zudem hilft die powercloud-Lösung Energieversorgern kosteneffizienter zu arbeiten. Insgesamt haben die sektorspezifischen Ereignisse noch keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Geschäft der powercloud gehabt.

Weitere Maßnahmen zur Minimierung etwaiger Risiken sind unter anderem der Abschluss langfristiger Verträge, eine intensive Kundenbetreuung auf der Ebene des Topmanagements, Verstärkung von strategischen Partnerschaften, sowie der weitere Ausbau als Plattformanbieter, wodurch wiederum ermöglicht wird, weitere komplementäre Lösungsanbieter an die powercloud-Plattform anzubinden und somit weiteren erheblichen Kundennutzen zu schaffen.

d) Legal- & Compliance-Risiken

powercloud schließt mit seinen Kunden und Partnern marktübliche Verträge. Vertragliche Risiken werden hierbei durch Anwendung von standardisierten Vertragsklauseln, umfangreiche Verhandlungsrunden sowie bei Bedarf Hinzunahme von Lokal- bzw. Fachexperten begrenzt. Ferner hat powercloud mittlerweile eine eigene Rechtsabteilung etabliert unter der Leitung eines langjährig erfahrenen General Counsel. Zusätzlich hat powercloud eine ausreichende Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen, um das Risiko weiter zu minimieren.

Vertragliche Regelungen, die über die generellen Vorgaben des Unternehmens hinausgehen, bedürfen der ausdrücklichen Freigabe durch die Geschäftsführung.

Unter Compliance-Risiken werden Strafen, finanzielle oder andere materielle Ausfälle aufgrund von Gesetzesverstößen und der Nichteinhaltung von unternehmensinternen Vorschriften oder Grundsätzen verstanden. Die Compliance-Risiken werden insgesamt als gering eingestuft.

e) Personalrisiken

Im Zusammenhang mit dem bestehenden Fachkräftemangel, insbesondere im Bereich der IT, ist die Einstellung von qualifizierten Mitarbeiter*innen durch die nach wie vor steigende Nachfrage erschwert. Gleiches gilt auch für die Bindung von Mitarbeiter*innen an das Unternehmen. Wenn powercloud nicht in der Lage ist, geeignete Mitarbeiter*innen zu finden oder diese ans Unternehmen zu binden, besteht das Risiko, dass operative Tätigkeiten nicht mehr effektiv und erfolgreich umgesetzt werden, oder dass das Leistungsportfolio und das technologische Know-how nicht wie geplant weiterentwickelt werden können.

powercloud begegnet diesem Risiko, indem das Unternehmen als attraktiver, zukunftsorientierter und international agierender Arbeitgeber positioniert wird, der eine langfristige Bindung von Fach- und Führungskräften anstrebt. Zu den entsprechenden personalpolitischen Maßnahmen gehören ansprechende Arbeitsbedingungen, flexible Arbeitszeitmodelle zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, attraktive Vergütungssysteme, inkl. einer Beteiligung am Unternehmenserfolg für alle Mitarbeiter, sowie eine nahezu frei wählbare Ausgestaltung zwischen Homeoffice und Büro (mit attraktiven Büroflächen).

e) Gesamtbild der Risikolage

Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation hat ergeben, dass im Berichtszeitraum keine existenzgefährdenden Risiken bestanden haben und auch für die Zukunft keine, den Fortbestand des Unternehmens, gefährdenden Risiken erkennbar sind. Alle erkannten Risiken wurden im Jahresabschluss angemessen berücksichtigt und gegebenenfalls Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus sind zum Bilanzstichtag keine weiteren Risiken bekannt, die voraussichtlich einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Das Risikomanagement und Frühwarnsystem erlauben eine transparente Unternehmenssteuerung und Risikofrüherkennung.

4. Chancen

powerclouds vertieftes Marktverständnis sowie der agile und kollaborative Ansatz zur Produkt- bzw. Softwareentwicklung bietet erhebliche Chancen zur weiteren Befriedigung von sich ändernden Kundenbedürfnissen. Nach eigenen Berechnungen ist der von powercloud im Bereich der Abrechnungssoftware für Energieversorgungsunternehmen adressierte globale Markt mehrere Milliarden Euro groß. Bis dato hat powercloud davon nur einen sehr kleinen Bruchteil erschließen können.

Durch die bereits gestartete Erweiterung des Angebotsportfolios (powerApp-Store), neue Produkt-Features im Bereich des Lieferanten, den Ausbau des Leistungsportfolios um den Netzbetreiber, den Gewinn eines substantiell großen Neukunden in Q4 2021, die national wie international nach wie vor sehr hohe "In-bound" Nachfrage nach der powercloud Lösung und einem erfahrenen Vertriebsteam ist powercloud sehr gut positioniert, um weitere Marktanteile zu gewinnen.

Trotz erster Erfolge im Ausland ist das heutige Geschäft der powercloud noch sehr stark auf den deutschsprachigen Raum fokussiert. Durch die Internationalität der bestehenden Kunden (Bsp. E.ON) aber auch durch die Ansprache neuer Kunden im Ausland eröffnen sich weiterhin vermehrt Möglichkeiten, auch internationale Vertriebsaktivitäten zum Erfolg zu bringen. Mittelfristig ergeben sich daraus erhebliche Chancen, die in Deutschland bereits umgesetzte Marktdurchdringung auch auf den europäischen Markt auszurollen, sowie langfristig auch über Europa hinaus.

Anhaltende Megatrends wie "Dekarbonisierung", "Dezentralisierung", "Digitalisierung", gepaart mit gestiegenem Wettbewerbs- sowie Kostendruck sind Faktoren, die insbesondere Energieversorgungsunternehmen zum weiteren Handeln und zur Hinterfragung der bestehenden IT- und Prozesslandschaft führen, die zudem auch immer noch sehr stark "on premise" basiert ist. Durch die Architektur und Flexibilität ihrer cloudbasierten Software hat powercloud eine Lösung, die auf sehr viele aktuelle und künftige Herausforderungen der Energieversorgungsunternehmen einzahlt. Das Management der powercloud ist daher sehr zuversichtlich, dass sich erhebliche Wachstumschancen für das Unternehmen bieten werden.

Durch die aktuell laufenden geopolitischen Ereignisse (z.B. Ukraine-Krieg) ist powercloud aktuell nicht unmittelbar betroffen. Die daraus entstehenden Langfristauswirkungen, insbesondere bzgl. Verknappung bzw. Verteuerung von Energieressourcen ist aktuell nur schwer abschätzbar. Da die Energieversorgung von Privathaushalten sowie von Industriebetrieben aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in jedem Falle sichergestellt sein wird (wenn auch der Energiemix ggfs. künftig anders ausfällt) steht das Grundgeschäftsmodell der powercloud (Abrechnungslösung für die Energiewirtschaft) auf sehr gesichertem Fundament.

 

Achern, den 15. September 2022

Marco Beicht

Zoran Petrovic

Markus Kreitinger

Carsten Johann Dirks

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktivseite

31.12.2021 31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.516.001,34 2.738.747,67
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.502,00 127.223,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.533.503,34 2.865.970,67
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.996,50 152.221,50
Summe Sachanlagen 216.996,50 152.221,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 353.069,31 0,00
2. Beteiligungen 2.439.900,00 1.998.766,97
Summe Finanzanlagen 2.792.969,31 1.998.766,97
Summe Anlagevermögen 8.543.469,15 5.016.959,14
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.228.459,78 0,00
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.322.241,92 7.685.399,08
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.550.701,70 7.685.399,08
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.455.036,99 10.492.131,06
Summe Umlaufvermögen 18.005.738,69 18.177.530,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 395.576,90 105.357,33
SUMME AKTIVA 26.944.784,74 23.299.846,61

Passivseite

31.12.2021 31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 19.210.100,30 15.615.924,99
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss -5.226.770,11 3.594.175,31
Summe Eigenkapital 14.033.330,19 19.260.100,30
B. Rückstellungen 1.454.291,80 1.666.918,46
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 239,99
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.815.071,20 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 7.015.091,55 2.214.291,39
Summe Verbindlichkeiten 9.830.162,75 2.214.531,38
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 158.296,47
E. Passive latente Steuern 1.627.000,00 0,00
SUMME PASSIVA 26.944.784,74 23.299.846,61

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

31.12.2021 31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 16.971.609,48 16.910.665,69
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.364.686,58 -6.737.639,17
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.055.242,76 -983.695,05
Summe Personalaufwand -15.419.929,34 -7.721.334,22
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.537.448,23 -919.442,33
Summe Abschreibungen -1.537.448,23 -919.442,33
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.953.057,54 -3.180.562,03
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.379,44 13,95
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -24.310,19 -16.308,36
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -271.906,73 -1.477.125,39
8. Ergebnis nach Steuern -5.224.663,11 3.595.907,31
9. sonstige Steuern -2.107,00 -1.732,00
10. Jahresfehlbetrag/-überschuss -5.226.770,11 3.594.175,31

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

ALLGEMEINE ANGABEN

Die powercloud GmbH ist im Handelsregister in Mannheim unter HRB 714 770 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist 77855 Achern.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen der §§ 276 und 288 HGB teilweise in Anspruch.

GRUNDSÄTZE ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Die Wertansätze in der Bilanz der Firma powercloud GmbH zum 31.12.2020 wurden unverändert als Bilanzvortrag auf neue Rechnung übernommen.

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Im Kalenderjahr 2021 wurden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände i. H. v. € 4.000.000,00 aktiviert. In den Vorjahren wurden Aufwendungen i. H. v. € 3.601.100,00 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zum Ansatz gebracht.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Angemessene Wertabschläge wurden vorgenommen.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungs-kostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
% in TEUR in TEUR
Inland
chargecloud GmbH, Köln 33,33 3.115 -1.533

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr davon mit Restlaufzeit
mehr als 1 Jahr
Vorjahr davon mit Restlaufzeit
mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.367.017,26 0,00 6.261.138,63 0,00
Forderungen gg. verbundene Unternehmen 1.228.459,78 0,00 0,00 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 955.224,66 0,00 1.424.260,45 0,00

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 0,00 (Vj. € 491,50) enthalten.

Eigenkapital

Das Stammkapital von € 50.000,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Geschäftsjahr 2021 Geschäftsjahr 2020
Euro Euro
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -5.226.770,11 3.594.175,31
Gewinnvortrag 19.210.100,30 15.615.924,99
Gewinnausschüttung 0,00 0,00
Bilanzgewinn/Vortrag auf neue Rechnung 13.983.330,19 19.210.100,30

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den zum 31.12.2021 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 13.983.330,19 auf neue Rechnung vorzutragen.

Es besteht eine Ausschüttungssperre aufgrund der aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände im Anlagevermögen gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von € 3.889.001 (Vj. € 1.960.121,00).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt;

Geschäftsjahr davon mit Restlaufzeit
bis 1 Jahr
davon mit Restlaufzeit
mehr als 5 Jahre
Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
Verbindlichkeiten g. Kreditinstitute 0,00 0,00 0,00 239,99
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.477,352,53 6.477.352,53 0,00 1.956.979,72
Verbindlichkeiten gg verbundene Unternehmen 2.815.071,20 15.071,20 2.800.000,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten Inklusive erhaltene Anzahlungen 522.114,02 552.810,22 0,00 257.311,67

Die Verbindlichkeiten gg. Verbundene Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gg. Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.800.

Latente Steuerverbindlichkeit

Aufgrund der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen wurde die Verbindlichkeit für latente Steuern in Höhe von € 1.627.000,00 (Vj. Rückstellung für latente Steuern in Höhe von € 776.625,00) bilanziert.

Im Vorjahr wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 778 unter den Steuerrückstellungen ausgewiesen. Auf eine Anpassung des Vorjahres wurde verzichtet.

SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen für Büroräume sowie aus Kfz-Leasingverpflichtungen i. H. v. € 2.070.849,48 (Vj. € 1.768.905 bezüglich Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen für Büroräume), jeweils bezogen auf das Laufzeitende der Verträge.

Ebenfalls ist durch die powercloud GmbH eine eingeforderte Kapitalzuführung von TEUR 250 in 2022 zu leisten.

Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer

Im Kalenderjahr 2021 waren durchschnittlich 193 Arbeitnehmer (Vj. 101 Arbeitnehmer) beschäftigt.

Geschäftsführung

Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung lag die Geschäftsführung bei Herrn Marco Beicht, Betriebswirt (MBA), Herrn Zoran Petrovic, Dipl. Wirtschaftsingenieur, Herrn Markus Kreitinger, Dipl. Kaufmann und Herrn Carsten Johann Dirks, Dipl. Kaufmann (seit 1. Februar 2022).

Die Voraussetzungen des § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB liegen hinsichtlich dieses Jahresabschlusses nicht vor.

Von der Schutzklausel des § 286 (4) HGB hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsleitung wurde Gebrauch gemacht.

Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen, bzw. sind im Erläuterungsbericht dargestellt.

NACHTRAGSBERICHTERSTATTUNG

Die powercloud GmbH hat eine Schadensersatzverpflichtung gegenüber einem Kunden in Höhe von € 1,5 Mio.

 

Achern, den 15. September 2022

Marco Beicht

Zoran Petrovic

Markus Kreitinger

Carsten Johann Dirks

ANLAGENSPIEGEL VOM 01.01.2021 BIS 31.12.2021

Anschaffungskosten/ Herstellungskosten
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.601.100,00 4.000.000,00 7.601.100,00
2.entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Warte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Warten 467.948,16 467.948,16
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.069.048,16 4.000.000,00 8.069.048,16
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 228.443,75 269.756,90 160.745,54 337.455,11
Summa Sachanlagen 228.443,75 269.756,90 160.745,54 337.455,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 343.302,34 9.766,97 353.069,31
2. Beteiligungen 1.998.766,97 450.900,00 -9.766,97 2.439.900,00
Summe Finanzanlagen 1.998.766,97 794.202,34 2.792.969,31
Gesamtsumme Anlagevermögen 6.296.258,88 5.063.959,24 160.745,54 11.199.472,58
Abschreibungen
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 862.352,33 1.222.746,33 2.085.098,66
2.entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Warte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Warten 340.725,16 109.721,00 450.446,16
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.203.077,49 1.332.467,33 2.535.544,82
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 76.222,25 204.980,90 160.744,54 120.458,61
Summa Sachanlagen 76.222,25 204.980,90 160.744,54 120.458,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 1.279.299,74 1.537.448,23 160.744,54 2.656.003,43
Buchwerte
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.516.001,34 2.738.747,67
2.entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Warte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Warten 17.502,00 127.223,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.533.503,34 2.865.970,67
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.996,50 152.221,50
Summa Sachanlagen 216.996,50 152.221,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 353.069,31 0,00
2. Beteiligungen 2.439.900,00 1.998.766,97
Summe Finanzanlagen 2.792.969,31 1.998.766,97
Gesamtsumme Anlagevermögen 8.543.469,15 5.016.959,14

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325ff HGB.

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die powercloud GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der powercloud GmbH, Offenburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der powercloud GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg, 19. September 2022

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