Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 39382
Vorher
INOS 22-003 GmbHMila Sakura Beteiligungs GmbH
Eingetragen
18.1.2022
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erwerb, Halten und Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen, sowie Erbringung von Management-, Finanzierungs-, Buchhaltungs-, Controllingund Verwaltungsleistungen sowie sonstiger damit im Zusammenhang stehender Dienstleistungen an die Beteiligungsunternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Georg Török
seit 13.1.2025
Geschäftsführer
Dominik Welz
seit 13.1.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NOBIX Group GmbH (vormals: Mila Sakura Beteiligungs GmbH)

Gundelfingen a.d.Donau (vormals: Kaiserslautern)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

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31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 206.053,81 247.451,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 21.410.933,09 21.616.986,90 17.867.511,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.338,00 33.377,00
2. technische Anlagen und Maschinen 7.949,00 12.364,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 361.370,10 397.657,10 321.583,72
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 18.000,00 4.350,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 331.453,73 3.650.267,83
2. fertige Erzeugnisse und Waren 7.137.241,93 7.468.695,66 3.688.280,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.149.149,88 4.046.244,85
2. sonstige Vermögensgegenstände 886.713,96 4.035.863,84 1.544.462,69
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 ( 5.717,81)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.780.591,06 502.808,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 330.403,35 287.061,64
SUMME AKTIVA 35.648.197,91 32.205.763,94

Passivseite

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31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 7.113.143,00 4.329.000,00
III. Verlustvortrag -919.423,28 0,00
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 512.545,45 -919.423,28
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.086.771,12 671.190,80
2. sonstige Rückstellungen 1.854.642,49 2.941.413,61 1.746.218,97
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.429.184,67 13.341.790,74
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 11.429.184,67 ( 443.915,53)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 (12.897.875,21)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 119.173,97 67.676,01
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 119.173,97 ( 67.676,01)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.398.622,28 1.260.327,73
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.398.622,28 ( 1.260.327,73)
4. sonstige Verbindlichkeiten 12.824.200,21 25.771.181,13 11.404.222,10
- davon aus Steuern: 0,00 ( 827.452,94)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 (14.195,64)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 12.824.200,21 (4.891.774,84)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 ( 6.512.447,26)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 204.338,00 279.760,87
SUMME PASSIVA 35.648.197,91 32.205.763,94

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

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2023 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 35.827.631,59 19.289.131,78
2. sonstige betriebliche Erträge 1.091.149,99 203.432,08
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -19.510.014,67 -8.776.783,60
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -183.333,29 -19.693.347,96 -2.779.353,66
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.671.707,69 -3.473.449,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.338.864,59 -8.010.572,28 -619.931,42
- davon für Altersversorgung: 0,00 ( -1.094,07)
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.533.387,87 -1.453.037,34
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.993.844,61 -1.995.696,52
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 125,62 0,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.682,87 1.325,45
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.242.464,98 -795.776,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -921.190,90 -509.453,09
11. Ergebnis nach Steuern 529.781,47 -909.591,58
12. sonstige Steuern -17.236,02 -9.831,70
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 512.545,45 -919.423,28

BILANZBERICHT zum 31. Dezember 2023

Nobix Group GmbH - Konzern

89423 Gundelfingen a d Donau

Anlagespiegel zum 31.12.2023

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Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Zugänge Konsolidierungskreis kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 466.707,89 34.598,43 -9.768,68 4,00 357.137,03
2. Geschäfts- oder Firmenwert 19.137.630,49 1.870.606,71 3.950.126,93 3.842.412,85
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 19.604.338,38 1.905.205,14 -9.768,68 3.950.130,93 4.199.549,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 271.288,07 0,00 0,00 0,00 242.950,07
2. technische Anlagen und Maschinen 184.131,12 12.035,91 0,00 0,00 188.218,03
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.081.381,98 152.174,39 -97.998,26 99.504,17 1.944.261,46
Summe Sachanlagen 2.536.801,17 164.210,30 -97.998,26 99.504,17 2.375.429,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 4.350,00 0,00 0 13.650,00 € 0,00
Summe Finanzanlagen 4.350,00 0,00 0,00 13.650,00 0,00
Summe Anlagevermögen 22.145.489,55 2.069.415,44 -107.766,94 4.063.285,10 6.574.979,44
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Abschreibungen vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 68.674,42 206.053,81 247.451,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.277.312,26 21.410.933,09 17.867.511,71
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.345.986,68 21.616.986,90 18.114.963,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.039,00 28.338,00 33.377,00
2. technische Anlagen und Maschinen 16.450,91 7.949,00 12.364,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.911,27 361.370,10 321.583,72
Summe Sachanlagen 187.401,18 397.657,10 367.324,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0 18.000,00 4.350,00
Summe Finanzanlagen 0,00 18.000,00 4.350,00
Summe Anlagevermögen 2.533.387,87 22.032.644,00 18.486.638,23

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die NOBIX Group GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Augsburg unter HRB 39382 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Gundelfingen an der Donau.

Die Nobix Group GmbH stellt nach § 290 HGB einen Konzernabschluss auf. Auf die Möglichkeit der Befreiung nach § 293 HGB wurde verzichtet.

Die Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß § 298 Abs. 1 HGB in Verbindung mit §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags / der Satzung aufgestellt.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der Nobix Group GmbH, sowie ihrer Tochterunternehmen, bei denen ihr unmittelbar oder mittelbar mehr als 50% der Stimmrechte zustehen.

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Konsolidierte Tochterunternehmen Beteiligungs-quote %
a) KKS Kemmler Kopier Systeme GmbH, Kaiserslautern 100
b) Systemhaus Bissinger GmbH, Gundelfingen a.d. Donau 100
c) Bissinger Objektdesign GmbH, Gundelfingen a.d. Donau 100
d) Druck-Los GmbH, Stuttgart 100

Die o.g. Tochterunternehmen sind gem. § 264 Abs. 3 HGB von einer Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen.

Konsolidierungsgrundsätze

1. Kapitalkonsolidierung

In der Kapitalkonsolidierung der bis zum 1. Januar 2022 erstmalig vollkonsolidierten Unternehmen wurden die Wertansätze der Beteiligungen an Tochterunternehmen mit dem darauf entfallenden Eigenkapital nach der Neubewertungsmethode verrechnet. Dabei wurde das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der sich nach vollständiger Aufdeckung der zum Konsolidierungszeitpunkt in den Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der Tochterunternehmen ruhenden stillen Reserven und Lasten ergab. Die Verrechnung der Beteiligungsansätze mit dem darauf entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen erfolgte dabei zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Soweit aus der Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode aktivische Unterschiedsbeträge resultieren, werden diese als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig über zehn Jahre abgeschrieben.

Bei der Erstkonsolidierung des Erwerbs von 100 % der Anteile an der Druck-Los GmbH zum 1. August 2023 wurde ein Unterschiedsbetrag i.Hv. 3.938 TEUR aufgedeckt, der ausschließlich als Geschäfts- und Firmenwert bilanziert wird. Auch für diesen Erwerb wird eine planmäßige Abschreibung von zehn Jahren angesetzt. Die planmäßige Abschreibung über zehn Jahre ergibt sich aus einer sorgfältigen Schätzung in Bezug auf Branche und erwartete Entwicklung.

Durch nachträgliche Anschaffungkosten hat sich der Firmenwert aus der in 2022 erstmals konsolidierten Systemhaus Bissinger GmbH um TEUR 1.871 erhöht. Die Firmenwert wird ab 2023 im Rahmen der Restwertabschreibung linear über 9 Jahre und 5 Monate abgeschrieben.

2. Zwischengewinneliminierung

Zum 31.12.2023 ergaben sich keine Zwischengewinne aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr.

3. Schuldenkonsolidierung

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Die Veränderung der Aufrechnungsdifferenz im Vergleich zum Vorjahr wurde grundsätzlich erfolgswirksam behandelt. Da alle Leistungen zwischen den einbezogenen Unternehmen in Euro abgewickelt werden, ergeben sich keine Währungsdifferenzen auf konzerninterne Verrechnungen.

4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Umsatzerlöse, Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden aufgerechnet. Konzerninterne Gewinnausschüttungen wurden eliminiert.

5. Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss, sowie die Einzelabschlüsse sämtlicher einbezogener Unternehmen wurde in Euro aufgestellt. Währungsdifferenzen aus der Konsolidierung sind daher nicht vorhanden.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer (bis zu 15 Jahren) planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die nicht im Rahmen der Kapitalkonsolidierung einbezogenen Beteiligungen und die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten einschließlich aktivierungspflichtiger Anschaffungsnebenkosten bewertet. Möglichen Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB als Herstellungskosten wird kein Gebrauch gemacht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Steuerrückstellungen werden ebenfalls nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. bei Fremdwährungsforderungen mit dem am Bilanzstichtag höheren Stichtagskurs (Briefkurs) mit der Folge eines niedrigeren und bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Stichtagskurs (Geldkurs) mit der Folge eines höheren Stichtagswerts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten passiv abgegrenzt.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern nach § 274 HGB ergab sich ein Aktivüberhang, welcher nicht gebildet wurde. Die Differenzen ergaben sich im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung von Rückstellungen und der unterschiedlichen Abschreibungsdauer für Anlagevermögen. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 27,94% zu Grunde gelegt.

Aus der Vollkonsolidierung ergaben sich keinerlei Wertansätze, die zu einer latenten Steuer im Sinne des § 306 HGB führen.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt.

Die betriebliche Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts beträgt 10 Jahre. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer ergibt sich aus der Art und der voraussichtlichen Bestandsdauer des erworbenen Unternehmens.

Zum zum 31.12.2023 entfallen auf die erstmalig einzubeziehende Druck-Los GmbH das nachfolgende Anlagevermögen (EUR):

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Immaterielle Vermögensgegenstände 11.671
Sachanlagen 90.306
Finanzanlagen 13.650

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Zum zum 31.12.2023 entfallen auf die erstmalig einzubeziehende Druck-Los GmbH das nachfolgende Umlaufvermögen (EUR):

scroll
Vorräte 1.038.199
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 283.729
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.180.597

Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten passiv abgegrenzt.

Zum zum 31.12.2023 entfallen auf die erstmalig einzubeziehende Druck-Los GmbH die nachfolgenden Rechnungsabgrenzungsposten.

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Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 43.322
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 8.250

Eigenkapital

Das Stammkapital von € 25.000 ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Entwicklung der Kapitalrücklage und des Verlustvortrags ist dem Konzern-Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Im Rahmen einer Kapitalerhöhung wurden der Kapitalrücklage € 2.784.143 zugeführt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen, Urlaubsverpflichtungen, Abschluss- und Prüfungskosten, sowie Tantiemen und sonstige Rückstellungen.

Zum zum 31.12.2023 entfallen auf die erstmalig einzubeziehende Druck-Los GmbH folgende Rückstellungen (EUR):

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Steuerrückstellungen 511.064
sonstige Rückstellungen 96.900

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

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Geschäftsjahr 31.12.2023 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.429.184 2.131.651 6.297.533,38 3.000.000
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 119.173 119.173 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.398.622 1.398.622 0 0
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern 7.372.813 122.813 4.000.000 3.250.000
Sonstige Verbindlichkeiten 5.451.388 1.097.388 4.354.000 0

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt € 11.062.500 durch Negativvereinbarungen der KKS Kemmler Kopier Systeme GmbH sowie der Systemhaus Bissinger GmbH besichert.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von € 7.372.812 ausgewiesen sowie ein Verkäuferdarlehen der Siegfried Bissinger GmbH & Co. KG. In Höhe von € 2.500.000,00 und ein Verkäuferdarlehen für den Erwerb der DruckLos GmbH in Höhe von 2.087.695.

Zum zum 31.12.2023 entfallen auf die erstmalig einzubeziehende Druck-Los GmbH folgende Rückstellungen (EUR):

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Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 531.308
sonstige Verbindlichkeiten 52.587

Angaben zur Konzern- GuV

Die Gruppe erzielte im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 35.828.

Auf die erstmals einzubeziehende Druck-Los GmbH entfallen hierbei Umsatze in Höhe von TEUR 2.742.

Die Umsätze gliedern sich wie folgt:

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Umsätze Objektdesign 1.528
Umsatz-Handelsware 16.623
Umsatz Handelsware Großhandel 1.861
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Umsatz-Software 666
Umsatz-Dienstleistung 1.065
Umsatz-Verträge Miete 991
Umsatz-Wartung, Toner, Kopien 11.237
Umsatz-Sonstiges 1.857

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Gewinnen aus Anlageveräußerungen, periodenfremden Erträgen. Die Periodenfremden Erträge resultieren wiederrum im Wesentlichen aus der Anpassung der Warenbewertungsmethoden in den Einzelabschlüssen gegenüber dem Vorjahr.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen enthalten, die im Wesentlichen aus der Anpassung der Warenbestandsmethoden in den Einzelabschlüssen gegenüber dem Vorjahr resultieren.

Vom Personalaufwand von TEUR 8.011 entfallen TEUR 709 auf die erstmalig einzubeziehende Druck-Los GmbH.

Die Abschreibung auf den Firmenwert beläuft sich auf TEUR 2.276. Der Restbetrag entfällt auf andere immaterielle Wirtschaftsgüter und das Sachanlagevermögen, wobei auf die erstmals einzubeziehende Druck-Los GmbH ein Betrag von TEUR 12 entfällt.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum 31.12.2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von € 7.273.152. Diese resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die Anzahl der durchschnittlich im Konzern beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 118,25.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte des Mutterunternehmens bei Herrn Axel Kemmler und Herrn Jörg Radler

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar (§ 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB) von insgesamt 8 TEUR entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Anforderungen des DRS 21 gegliedert. Der Finanzmittelbestand setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten (auch soweit dieses negativ ist) zusammen und unterliegt keiner Verwendungsbeschränkung.

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Die Kapitalrücklagen im Einzelabschluss der Nobix Group GmbH betragen zum Bilanzstichtag TEUR 7.113 (VJ:4.329); Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr beruht auf der im Geschäftsjahr vorgenommenen Einlage durch die Gesellschafter.

Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.

 

Gundelfingen , den 24.05.2024

Geschäftsführer

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023 nach DRS 21

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1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 512.545,45 €
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.533.387,87 €
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen - 110.063,16 €
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 73.642,77 €
5a. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte 694.106,81 €
5b. -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.126.818,50 €
5c. -/+ Zunahme/Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 739.256,54 €
6a. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 331.766,36 €
6b. +/- Zunahme/Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 844.815,70 €
7a. - Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 26.729,24 €
7b. + Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 9,00 €
8a. + Zinsaufwendungen 1.242.464,98 €
8b. - Zinserträge - 5.682,87 €
9. - Sonstige Beteiligungserträge - €
10. +/- Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung - €
11. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 921.190,90 €
12. + Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außerordentlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung - €
13. - Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung - €
14. -/+ Ertragsteuerzahlungen - 1.027.066,96 €
15. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 14) 5.497.298,53 €
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens - €
17. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 1.905.205,14 €
18. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 37.044,04 €
19. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 161.425,32 €
20. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens - €
21. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen - €
22. + Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis - €
23. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis - 1.785.630,32 €
24. + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition - €
25. - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition - €
26. + Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung - €
27. - Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung - €
28. + Erhaltene Zinsen 125,62 €
29. + Erhaltene Dividenden - €
30. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 16 bis 29) - 3.815.091,12 €
31. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 2.784.143,00 €
32. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern - €
33. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens - €
34. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter - €
35. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten - €
36. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten - 1.799.975,80 €
37. + Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung - €
38. - Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung - €
39. - Gezahlte Zinsen - 1.271.756,06 €
40. - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens - €
41. - Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter - €
42. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 31 bis 41) - 287.588,86 €
43. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 15, 30, 42) 1.394.618,55 €
44. +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds - €
45. +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds - €
46. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 58.630,35 €
47. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 43 bis 46) 1.453.248,90 €
tatsächlicher Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.453.248,90 €

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Nobix Group GmbH

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs (vergangenheitsorientiert)

Die Unternehmensgruppe: Struktur und Geschäft

Die NOBIX Group ist eine seit 2022 bestehende, mittelständige Systemhaus-Gruppe im Bereich Büroinfrastruktur, Dokumenten Management Systeme und IT-Dienstleistungen. Aktuell besteht die Gruppe aus der Systemhaus Bissinger GmbH in Gundelfingen an der Donau, der Kemmler Kopier Systeme GmbH in Kaiserslautern, der DRUCK-LOS GmbH in Stuttgart sowie seit 2024 der KUHN IT GmbH1 in Welzheim und beschäftigt ca. 200 Mitarbeiter an sechs Standorten in Süddeutschland. Die Vision von NOBIX ist es, führende Systemhaus-Gruppe in Deutschland zu werden. Im Kern davon steht der Anspruch zuverlässiger Partner für seine über 7.600 Bestandskunden zu sein und Ihnen durch smarte Lösungen zu ermöglichen, sich voll auf Ihre Wertschöpfung zu fokussieren.

1. Branchensituation

a) Wettbewerbs- und Marktverhältnisse

Die Wettbewerbs- und Marktverhältnisse sind nach wie vor von Fusionen, Akquisitionen und Zusammenschlüssen geprägt (ChannelPartner Dezember 2023). Vor allem mittelgroße IT- Dienstleister haben in den letzten Jahren viel akquiriert. „Viele Systemhäuser haben in den vergangenen Monaten den Besitzer gewechselt, darunter bekannte Namen wie AHD, Basys, Bizteam, Cema, Dreger IT, EDV-BV, Eickelschulte, Horn & Cosifan, IF-Tech, Indevis, Netzplan, Rednet, Systemhaus Cramer oder Vintin. Die meisten Häuser wurden von größeren Gruppen oder Private-Equity-Gesellschaften übernommen“ (IT-Business Dezember 2021). Mit der Systemhaus Bissinger GmbH, der KKS Kemmler Kopiersysteme GmbH und der Druck-Los GmbH deckt die NOBIX Group GmbH im Segment Managed Print Services (MPS) die Region Süd- und Westdeutschland ab. Die seit 2024 neu zur Gruppe gestoßene KUHN IT GmbH ist einer von rund 250 DATEV Solution Partnern und einer unter den 50 DATEV Partnern mit allen Zertifizierungen und dem Privileg die Kunden auch im DATEV RZ zu hosten. Sie ist einer von 9 DATEV Corporate Partner in Baden-Württemberg und erhält somit auch direkte Dienstleistungsaufträge der DATEV eG. Die DATEV eG schreibt das Partnerkonzept groß und arbeitet immer enger mit den großen Partnern, zu denen wir uns ebenfalls zählen zusammen.

Die allgemeine Marktsituation ist durch Übernahmen und Konsolidierungen geprägt. Weiterhin ist ein starker Verdrängungswettbewerb am Markt zu beobachten, was aufgrund des Preisdrucks profitable Neukundengeschäfte erschwert. Aktuell ist der Fokus auf Bestandskunden branchenweit zu beobachten.

b) Branchenkonjunktur

Wie im Vorjahr ist im Bereich MPS durch die Digitalisierung mit stagnierenden bis hin zu sinkenden Seitenzahlen zu rechnen. Eigene Prognosen gehen von einem jährlichen Rückgang des Druckvolumens von ca. 2 Prozentpunkten aus. Jedoch wirkt sich der Trend sehr unterschiedlich auf die einzelnen Branchen aus. Im Bereich der öffentlichen Verwaltung und Schulen sind die Auswirkungen sehr gering oder sogar hin zu einem weiteren Wachstum, im Bereich der privatwirtschaftlichen Unternehmen ist der sinkende Trend hingegen stärker spürbar. Durch die sehr breite Kundenstruktur der NOBIX, von sehr kleinen Unternehmen über öffentliche Einrichtungen bis hin zu Konzernen, können die unterschiedlichen Auswirkungen sehr gut kompensiert beziehungsweise auch ein weiteres Wachstum im Bereich MPS generiert werden. Die Wachstumssegmente IT und Dokumentenmanagement führen zu einem weiteren Ausgleich und möglichem Wachstum, obschon leichte Sättigungseffekte im Bereich Dokumentenmanagement erkennbar werden. In den nächsten Jahren wird bei der Digitalisierung weiterhin mit stark steigenden Umsätzen gerechnet. Im Bereich Dokumentenmanagement wächst der Markt deutschlandweit jährlich um 5,3 Prozentpunkte und im Bereich IT um 7,3 Prozentpunkte. Auch das Segment DATEV ist in den letzten Jahren mit Wachstumsraten zwischen 5 und 10 Prozentpunkte pro Jahr nachhaltig auf Wachstumskurs.

1 Kuhn IT GmbH Welzheim wird erstmalig im konsolidierten Konzernabschluss 2024 berücksichtigt

c) Marktwachstum der Branche

Vor allem in der Digitalisierung unterliegt der Markt einer ständigen Innovation und lässt ein stetiges Wachstum in den nächsten Jahren erwarten. Das Segment Dokumentenmanagement tendiert mittlerweile jedoch zu einer gewissen Sättigung. Das Wachstum sinkt von 8% auf ca. 5%.

d) Eigener Marktanteil

Die NOBIX Group GmbH erzielt ca. 36 Mio. EUR Umsatz, davon ca. 30 Mio. EUR im Segment MPS und 4 Mio. im Segment IT. Damit gehören wir zu den größten MPS-Händlern in Deutschland und sind mit rund 35.000 Maschinen im Feld der größte MPS Händler im süddeutschen Raum. Als zertifizierter Canon Partner gehören wir deutschlandweit zu den Top 3 Händlern. Außerdem gehören wir bundesweit zu den Top 5 DATEV Solution Partnern.

2. Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. „Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken“, sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz „Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland“ in Berlin. „Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort“, so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher (Destatis Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15.01.2024).

3. Entwicklung des Unternehmensumfelds

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. (Destatis Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15.01.2024).

4. Umsatz- und Auftragsentwicklung

5.

a) Umsatz im Geschäftsjahr

Die NOBIX Group GmbH, bestehend aus der Systemhaus Bissinger GmbH mit seiner Tochter Bissinger Objektdesign GmbH, der KKS Kemmler Kopiersysteme GmbH und der Druck-Los GmbH konnte im Jahr 2023 einen konsolidierten Umsatz von knapp 36 Mio. EUR bei einem Plan von 40 Mio. EUR erzielen.2 Aufgrund guter Margen lag der Rohertrag bei knapp 17,2 Mio. EUR bei einem Plan von 19 Mio. EUR, was einer Rohertragsmarge von 48 % entspricht. Das EBITDA belief sich auf 5,2 Mio. EUR.

Die NOBIX Group verzeichnet in allen Segmenten einen nachhaltigen und guten Auftragsbestand. Das selbst gesetzte Ziel der Reduktion der Auftragsdurchlaufzeiten konnte in 2023 kontinuierlich verbessert werden. Der bereits gelieferte und noch nicht fakturierte Auftragsbestand konnte, insbesondere im MPS-Segment der Bissinger Unternehmensgruppe, erfolgreich reduziert werden.

b) Entwicklung der Absatzpreise/-mengen

Die Absatzpreise für Hard- und Software haben sich nach starken Anstiegen während und nach der Corona Pandemie im Berichtsjahr 2023 auf konstant hohem Niveau eingependelt. Aktuell ist weiterhin mit einem gleichbleibenden Preisniveau zu rechnen. Trotz voranschreitender Digitalisierung und klarem Fokus auf Vermeidung von Papier ist mit nicht allzu großen Veränderungen der Gerätevolumina im Business Bereich zu rechnen. Lediglich das Druckvolumen der einzelnen Maschinen im Feld ist leicht rückläufig. Aufgrund der gestiegenen Bezugspreise bei Verbrauchstonern werden die Klickpreise im Rahmen der Möglichkeit eine Anpassung erfahren. Die Gesamtauswirkung dieser Entwicklung kann jedoch als nicht signifikant bezeichnet werden.

6. Materialwirtschaft/Beschaffung

a) Entwicklung der Beschaffungspreise

In einem rückläufigen Managed Print Service Markt werden nicht nur immer weniger Drucksysteme benötigt, sondern auch der Bedarf an Verbrauchsmaterial stagniert. Trotz der geringen Abnahme des Druckvolumens von unter 2,5% p.a. hat das zur Folge, dass Hersteller vermehrt unter Druck geraten, was sich negativ auf das Preisniveau auswirkt. Einige Hersteller profitieren jedoch auch von den Veränderungen im Handel und generieren weiteres Wachstum durch Verdrängung. Sie haben damit den Vorteil, dem Preisdruck des Handels nicht nachgeben zu müssen und die seit der Corona Pandemie gestiegenen Preise weiter hoch zu halten.

b) Lagerausstattung und Lagerdauer

Aufgrund relativ guter Versorgungslage und kurzen Lieferzeiten wäre es möglich, die Lagerkapazität weiter zu reduzieren. Dieses Ziel konnte jedoch nur bedingt umgesetzt werden, da erhebliche Preisvorteile bei großen Deals uns wiederholt zu großen Wareneinkäufen auf Lager veranlasst haben. Dies hat die durchschnittliche Lagerdauer etwas verschlechtert.

c) Versorgungslage, Vorratspolitik

Als großer Multibrandhändler haben wir den Vorteil, sich etwas freier im Markt bedienen zu können. So waren wir den branchenüblichen Versorgungsproblemen nicht in vollem Umfang ausgesetzt. Aktuell ist nahezu das gesamte Sortiment, welches die NOBIX Group GmbH anbietet, wieder vollumfänglich verfügbar. Die Bevorratung nimmt ab und die gängigen Maschinen werden innerhalb der Gruppe in großen Mengen zu günstigen Konditionen gekauft und auf die einzelnen Tochterunternehmen nach Bedarf verteilt.

2 Exklusive Kuhn IT GmbH

d) Veränderung der Beschaffungsstruktur

Die Strategie des Vorratskaufs verfügbarer Ware ist zwischenzeitlich überholt. Aktuell kauft die NOBX Group GmbH überwiegend projektbezogen. Lagerkäufe werden bei entsprechendem Preisvorteil in Betracht gezogen und auch aktiv genutzt. Durch Bündelung der Einkaufsmenge kann die NOBIX Group gegenüber ihren Lieferanten bessere Einkaufspreise erzielen.

7. Investitionen

Im Berichtsjahr 2023 wurden auf Ebene der Sachanlagen notwendige Ersatzbeschaffungen im Fuhrpark vorgenommen, welche 67 TEUR betrugen. In die Büro- und Geschäftsausstattung wurden 22 TEUR investiert. Somit lagen die Investitionen etwas unter dem Plan. Weitere Investitionen im Fuhrpark wurden bereits auf den Weg gebracht und werden 2024 realisiert.

8. Finanzierungsmaßnahmen

Die Finanzierung regulärer Investitionen erfolgte aus dem laufenden Cash-Flow. Daneben bestanden zum 31.12.2023 noch Bankverbindlichkeiten in Höhe von 11,5 Mio. EUR, das im Rahmen der Unternehmenstransaktion der Systemhaus Bissinger GmbH und der KKS Kemmler Kopiersysteme GmbH aufgenommen wurde, um Teile des Kaufpreises zu bedienen. Zusätzlich bestehen ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 7,3 Mio. EUR sowie sonstige Darlehen über 2,1 Mio. EUR.

9. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

a) Akquisition der Druck-Los GmbH

Im Zuge der Buy-and-Build Strategie der NOBIX Group GmbH wurde im September 2023 für das Segment MPS die Druck-Los GmbH in Stuttgart akquiriert und somit der Bestand der Maschinen im Feld um knapp 20 % erhöht. Die Präsenz im süddeutschen Raum konnte damit weiter ausgebaut werden.

II. Darstellung der Lage (gegenwartsorientiert) - Wirtschaftsbericht

10. Vermögenslage

a) Vermögens- und Kapitalstruktur anhand von Kennzahlen

Zum 31.12.2023 weist die NOBIX Group GmbH eine Bilanzsumme von 35.648 TEUR aus.

Die Vermögensseite (Aktiva) setzt sich aus dem Anlagevermögen von 22.032 TEUR, dem Umlaufvermögen von 13.285 TEUR und den Rechnungsabgrenzungsposten von 330 TEUR zusammen.

Der größte Anteil des Anlagevermögens entfällt mit 21.411 TEUR auf den Geschäfts- und Firmenwert, der durch die Kapitalkonsolidierung der der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelunternehmen entstanden ist. Darüber hinaus besteht das Sachanlagevermögen überwiegend aus Betriebs- und Geschäftsausstattung, da aufgrund des Asset Light Models der NOBIX Gruppe das Maschinenportfolio an Leasinggesellschaften veräußert wird.

Das Umlaufvermögen beinhaltet Vorräte in Höhe von 7.469 TEUR. Diese setzen sich überwiegend aus Druck- und Kopiersystemen sowie Tonern in Geräten im Feld (ca. 2.500 TEUR) zusammen. Bei den Tonern in Geräten im Feld wurde in 2023 über alle Einzelfirmen hinweg eine einheitliche Bewertungslogik etabliert. Auf Forderungen aus LuL entfallen 3.149 TEUR. Der Kassenbestand liegt mit 1.781 TEUR deutlich über dem Vorjahr (503 TEUR).

Die Kapitalseite (Passiva) weist ein Eigenkapital von 6.731 TEUR, Rückstellungen von 2.941 TEUR, Verbindlichkeiten von 25.771 TEUR und passive Rechnungsabgrenzungsposten von 204 TEUR aus. Somit liegt die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr 2023 bei knapp 20 %. Die Verbindlichkeiten erstrecken sich im Wesentlichen mit 11.429 TEUR auf Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten und 12.824 TEUR überwiegend auf Gesellschafter- bzw. Verkäuferdarlehen.

11. Finanzlage

a) Bestehen von Kreditzusagen, -linien

Wie im Vorjahr besteht im Berichtsjahr 2023 eine KK-Linie von 2 Mio. EUR welche im Unternehmensverbund genutzt werden kann. Im Jahr 2023 wurde von der KK-Line temporär in kleinem Umfang Gebrauch gemacht. Dieser Bedarf begründete sich durch Auszahlungen gegenüber den ehemaligen Gesellschaftern und Tilgungen des Käuferdarlehens.

12. Ertragslage

a) Segmentierung der Umsatzerlöse

Die konsolidierten Umsatzerlöse betrugen im Jahr 2023 35,8 Mio. EUR Sie werden im Wesentlichen in die Segmente Managed Print Service (MPS), IT und Dokumentenmanagement (DMS) unterteilt.

Gerade im größten Segment MPS sind die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr von 19,4 Mio. EUR deutlich auf 29,8 Mio. EUR angewachsen. Gründe hierfür sind die ganzjährige Betrachtung von Systemhaus Bissinger GmbH und KKS Kemmler Kopier Systeme GmbH (in 2022 nur Mai-Dezember), einer generellen Umsatzsteigerung bei Systemhaus Bissinger GmbH sowie der Akquisition der Drucklos GmbH (anteilig September- Dezember 2023).

Im Segment IT sind die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr von 2,6 Mio. EUR auf 2,4 Mio, EUR gesunken. Aufs ganze Jahr betrachtet konnten projektbezogene Hardwareumsätze in 2023 nicht wiederholt werden (minus ca. 1 Mio. EUR)

Im DMS Segment sind die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr von 0,3 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR gestiegen, was bei ganzjähriger Betrachtung einem leichten Wachstum entspricht

b) Erfolgsspaltung

Im Vergleich zum Vorjahr mit einem Konzernjahresfehlbetrag von -919 TEUR konnte im Berichtsjahr 2023 ein Konzernjahresüberschuss von 513 TEUR erzielt werden und das Vorjahresergebnis nahezu kompensieren. Die deutlichen Erlössteigerungen bei moderatem Anstieg des Wareneinsatzes, sowie der nur leichte Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch Synergieeffekte zwischen den Einzelunternehmen erklären das positive Ergebnis. Außerdem wurde diese Entwicklung durch Prozessoptimierungen und damit verbundenen Anpassungen der FTEs, sowie den erwarteten Synergieeffekten auf Holdingebene unterstützt.

c) Struktur- und Rentabilitätskennzahlen

Seit dem 2. Halbjahr 2022 wurden in der NOBIX Group GmbH und den Tochterunternehmen eine ganze Reihe an KPIs (Key Performance Indicators) zur Unternehmenssteuerung eingeführt und gemessen. So wird die monatliche Umsatzentwicklung der letzten 12 Monate, der durchschnittliche Umsatz der letzten 12 Monate, der Deckungsbeitrag nach absoluten Zahlen und die Deckungsbeitragsmarge auf ebendieser Basis, der durchschnittliche Deckungsbeitrag der letzten 12 Monate und dessen Marge, die Personalkosten und Personalkostenmarge, sowie die sonstigen Kosten und deren Marge sowohl im 12-Monats-Verlauf wie im Durchschnitt betrachtet. Außerdem wird der Auftragsbestand und dessen Entwicklung, die Durchlaufzeit, sowie die Anzahl der installierten Maschinen wöchentlich erhoben. Zudem wird wöchentlich der Forderungsbestand ermittelt und in 30-Tagesabschnitten kategorisiert. Aus den erhobenen Daten wird wöchentlich ein Cashflow Forecast über mindestens 13 Wochen erstellt. Aktuell fokussieren wir uns auf die detailliertere Erhebung und Analyse von Lagerkennzahlen vor allem in Hinblick auf die Optimierung des Working Capitals.

Die Umsatzrentabilität nach Steuern betrug im Berichtsjahr 2023 1,9 %, was deutlich unter dem Durchschnitt des deutschen Mittelstands von 7,0 % in 2022 (7,4 % in 2021) liegt (Quelle: OTS: KfW / KfW Mittelstandspanel 2023 - Kleine und mittlere Unternehmen vom 18.10.2023). Ausschlaggebend für diese vermeintlich geringe Umsatzrentabilität sind die sehr hohen Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert von 2.277 TEUR. Diese resultieren aus den Unternehmenszukäufen und liegen im Geschäftsmodell der NOBIX Group GmbH begründet. Die Personalkosten liegen 2023 bei 8.011 TEUR, was einer Personalaufwandsquote von 22,4 % entspricht.

d) Prognose der künftigen Entwicklung

Ziel der NOBIX Group GmbH ist es, weitere Marktanteile im MPS Bereich durch eine transparente und faire Preispolitik speziell im Neukundengeschäft zu generieren. Auch im kommenden Jahr soll im Copy und Print Bereich die Zahl der Maschinen im Feld moderat anwachsen, um sinkende Seitenzahlen auszugleichen. Im Segment IT-Services soll durch Produkterweiterung und der Entwicklung eigener Produkte der Umsatzanteil innerhalb der Gruppe perspektivisch gesteigert werden. Im Bereich DATEV soll durch hohe Verfügbarkeit und Servicequalität die Kundezufriedenheit weiter ausgebaut werden, um stetig den Anteil an Wartungsumsätzen zu erhöhen und mit dem Onboarding neuer Kunden weiter zu wachsen.

Nachdem sich im Jahr 2023 die schwierige Liefersituation entspannt hat und der militärische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine kaum Einfluss auf die Liefersituation hat, gehen wir aufgrund intensiver Bemühungen auf Absatzseite von weiter steigenden Erlösen aus. Auf der anderen Seite erwarteten wir eine moderate Steigerung der Materialkosten. Ein EBITDA im hohen einstelligen Millionenbereich erscheint realistisch.

III. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens - Prognosebericht

13. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Situation

Die Bundesregierung erwartet laut Jahreswirtschaftsbericht 2024 beim BIP ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozentpunkten. Gleichzeitig sollen die Preissteigerungen sich auf 2,8% verringern (Jahreswirtschaftsbericht 2024: Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken vom 22.02.2024). Gemäß Presseinformation der Creditreform hat sich die Stimmungslage der mittelständischen Wirtschaft im Frühjahr 2024 nochmal weiter verschlechtert. Das zeigt die aktuelle Untersuchung der Creditreform Wirtschaftsforschung aus Neuss, für die rund 1.250 kleine und mittlere Unternehmen befragt wurden. Der Creditreform Geschäftsklimaindex (CGK) zur Beurteilung der Wirtschaftslage im Mittelstand sank auf minus 1,4 Punkte. Erstmals seit dem Frühjahr 2009 verzeichnet der Sektor damit ein überwiegend negatives Stimmungsbild (Creditreform: Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand vom 23.04.2024).

Ungeachtet dessen verfolgen wir weiterhin in den IT- und DMS-Segmenten eine Wachstumsstrategie durch Aufbau von Personal mit dem Fokus auf wiederkehrende Umsätze aus Managed Service Verträgen. Vor allem die IT Security soll stärker in den Fokus rücken.

Im Bereich Managed Print Services wird weiterhin eine Neukundenquote von 10 Prozent angestrebt. Um den leichten Rückgang des Druckvolumens zu kompensieren, werden sehr große, teils überregionale Projekte verfolgt.

14. Voraussichtliche Entwicklung im Unternehmensumfeld

Nach wie vor wird ein starker Anstieg der Nachfrage aufgrund von Nachholeffekten bei öffentlichen Auftraggebern erwartet. Noch immer sind viele Verträge in der Verlängerung aufgrund von nicht stattgefundenen Ausschreibungen während der Jahre 2022 und 2023. Hier waren diverse Geräte auf unbestimmte Zeit nicht lieferbar, weshalb viele Kunden ihre Verträge mit alter Hardware verlängert haben. Projekte im Bereich der öffentlichen Auftraggeber sind in punkto Umsatz verhältnismäßig große Projekte (Städte, Gemeinden, Landratsämter, Schulen, o.ä.). Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht mehr von Einschränkungen in der Beschaffung auszugehen. Auch der noch in der Ukraine tobende Krieg hat nur noch wenig Auswirkungen auf die Lieferfähigkeit von Hard- und Software Komponenten.

15. Voraussichtliche Entwicklung im Beschaffungs- und Produktionsbereich

Die Veränderungen im Markt hin zu Zusammenschlüssen einzelner Systemhäuser und der Verdrängungswettbewerb sind stark spürbar. Rückläufige Marktentwicklungen im MPS-Umfeld (- 2% - -4% p.a.), sowie die weiter zunehmende Veränderung bei den digitalen Prozessen und eine häufig fehlende Expertise im IT-Umfeld veranlassen immer mehr Systemhäuser über einen Verkauf nachzudenken. Auch die Nachfolge ist häufig nicht geregelt und fördert die Geschäftsaufgabe oder den Verkauf. Dieser Trend macht auch vor den Herstellern nicht halt. Immer weiter ausufernde gesetzliche Anforderungen im Bereich Daten-, Gesundheits- und Umweltschutz sowie IT-Sicherheit erfordern weitere Investitionen der Hersteller. Nicht alle Konzerne werden zu großen Investitionen in einen schwindenden Markt bereit sein. Die Branche rechnet damit, dass langfristig im MPS Umfeld nur noch 3 Hersteller überleben werden.

16. Voraussichtliche Entwicklung im Absatzbereich

Langfristige Kundenbeziehungen vor allem im Bereich IT, sowie im Copy und Print Bereich lassen eine konstante Entwicklung im Absatzbereich erwarten. Trotz gewisser Risiken in einem sich schnell wandelnden Markt gehen wir weiterhin von einem moderaten Wachstum, vor allem in den Bereichen IT-Lösungen und Dokumentenmanagement aus. Auch das Segment Managed Print Service soll durch Verdrängung und Stellplatz-Zukäufe wachsen. Des weiteren ist nach wie vor anorganisches Wachstum durch Unternehmenszukäufe in allen Segmenten mit klarem Fokus auf IT und DMS geplant.

17. Voraussichtliche Entwicklung im Investitions- und Finanzierungsbereich

Die NOBIX Group GmbH plant weitere Akquisitionen und Zukäufe im Bereich MPS, DMS und IT. Der Fokus liegt hier auf dem Thema Digitalisierung und IT Security. Auch in die Ersatzbeschaffungen und die Modernisierung der Arbeitsplätze und des Equipments für in optimiertes Arbeitsumfeld wird in 2024 wieder investiert.

18. Sonstige Entwicklungen

Durch die NOBIX Group GmbH profitieren die Tochterunternehmen Systemhaus Bissinger GmbH, KKS Kemmler Kopiersysteme GmbH, die Druck-Los GmbH sowie die Kuhn IT GmbH von den übergeordneten Strukturen und den damit verbundenen Einsparungen durch Synergien. So konnte auf Holdingebene ein Director Human Resources eingestellt werden, der sowohl die Mitarbeiterakquise als auch die Weiterentwicklung und die individuelle Förderung proaktiv professionalisiert. Diese Stelle wäre für jedes Einzelunternehmen der Gruppe wirtschaftlich nicht darstellbar. Zum 01.01.2024 hat auch der neue CFO seine Stelle angetreten. Die Abläufe in den Bereiche Accounting und Controlling sollen so noch weiter vereinheitlicht werden und das Reporting soll konzernintern auf denselben Kennzahlen und Datengrundlagen fußen. Auch die Vorteile des Einkaufs im Verbund und die dadurch erzielbaren Rabatte sind nicht außer Acht zu lassen und wirken sich mittlerweile positiv aus. Im Segment MPS Service werden nach Möglichkeit Fremdleistungen durch die Schwesterunternehmen zu vergünstigten Konditionen erbracht.

IV. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

19. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Für das Jahr 2025 liegen die Schätzungen lediglich bei einem Wachstum zwischen 1,0 und 1,6 Prozentpunkten (Konjunkturprognosen für Deutschland vom 24.04.2024). Dem Jahreswirtschaftsbericht 2024 zur Wettbewerbsfähigkeit ist zu entnehmen, dass Wirtschaftsminister Habeck den sich in den nächsten Jahren verschärfenden Arbeitskräftemangel und die zunehmende Bürokratie für die größten Herausforderungen hält.

20. Branchenspezifische Chancen und Risiken

Entgegen des gesamtwirtschaftlichen Trends, ist in der ITK-Branche nach Management Einschätzung nicht von einer negativen Entwicklung seitens der Nachfrage auszugehen. Sowohl im Bereich IT-Lösungen, Hardware, Software sowie Dokumenten-Management ist nicht zuletzt durch den Trend zum Homeoffice, aber auch durch die Sensibilisierung beim Thema IT-Sicherheit und Datenschutz mit weiterem Wachstum zu rechnen. Auch im Bereich Copy und Print deutet sich zumindest auf kurze Sicht keine deutliche Abschwächung an (-1,7 % p.a.). Im DMS- Markt zeigt der Trend ein Wachstumspotential von 5,3 % und im IT-Services Markt sogar ein solches von 7,3 %. Weiterhin ist mit einer Marktkonsolidierung vor allem bei kleinen Systemhäusern zu rechnen. Im Segment DATEV sind wir flexibel und zukunftsorientiert aufgestellt. Durch unsere eigene Softwareentwicklung schaffen wir Mehrwert und „veredeln“ die DATEV Produkte. Zukünftig öffnet sich der Mandantenmarkt, also der Kunde des Steuerberaters noch mehr für die DATEV eG und uns als Partner, was uns klare Wachstumschancen im Bereich Unternehmermarkt erkennen lässt. Auf das Thema Cybersicherheit legen wir immer mehr Fokus, da hier sowohl hohes Gefahrenpotential als auch Wachstumschancen als vertrauenswürdiger IT-Partner besteht.

21. Chancen und Risiken im Unternehmensumfeld

Regulatorische Eingriffe des Staates, welche sich direkt auf die ITK Branche auswirken sind nicht zu erwarten.

22. Chancen und Risiken im Beschaffungsbereich

Die Beschaffung von Hardware im Bereich Managed Print Service lässt aktuell kein Risiko erwarten. Aufgrund vollumfänglicher Produktverfügbarkeit und bereits im Vorjahr angepassten Preisen sind in naher Zukunft keine großen Veränderungen zu erwarten. Durch den aktuell forcierten „Zentralen Einkauf“ in der weiter wachsenden NOBIX Gruppe und der damit verbundenen Bündelung der Einkaufsmengen besteht eher die Chance auf attraktive Einkaufskonditionen bei Herstellern. Außerdem bietet der Gruppenverbund die Möglichkeit der gegenseitigen Unterstützung mit Lagerware bei Knappheit spezieller Produkte in einzelnen Tochterunternehmen. Im Bereich IT und DMS liegen die Chancen eher im Absatzbereich. Die umgesetzten Volumina versetzen uns nicht in die Lage, merkliche Preisnachlässe gegenüber global tätigen Konzernen durchzusetzen.

23. Chancen und Risiken im Absatzbereich

Die NOBIX Group GmbH deckt das Einzugsgebiet Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland- Pfalz ab. Im Gruppenverbund werden wir nun deutlich von Großkunden und Konzernen im Markt wahrgenommen. Durch die bessere Verfügbarkeit des gesamten Produktportfolios und durch eine Personalaufstockung im Innendienst mit Fokus auf öffentliche Ausschreibungen im MPS-Bereich können wir nun auch gruppenweit an Ausschreibungen teilnehmen. Im DMS- Markt erhoffen wir uns Vorteile durch eine Bündelung der Vertriebs-, Consulting- und Support- Ressourcen und damit eine konkurrenzfähigere Preisgestaltung mit überdurchschnittlicher Beratungs- und Serviceleistung. Der IT-Markt wächst beständig um 7-10% pro Jahr. Der zunehmende Trend mittelständischer Unternehmen zum Outsourcing bietet hier großes Potential. Außerdem rückt das Thema IT-Security auch bei klein- und mittelständischen Unternehmen in den Fokus. Im Segment DATEV werden fast ausschließlich Steuerberaterkanzleien betreut, die als sehr treue aber anspruchsvolle Kunden gelten. Durch unsere hohe Verfügbarkeit und Wochenenddienst erreichen wir hier eine hohe Kundenzufriedenheit. Die Systeme unserer Kunden sind 365 Tage im Jahr rund um die Uhr nutzbar und verfügbar. On Premise Kunden werden nur noch nachrangig akquiriert und Bestandkunden in das monatliche Abrechnungsmodell überführt. So wachsen wir stetig mit mindestens eine neuen, ongeboardeten Kunden pro Woche.

Risiken im Segment IT sind die sinkenden Margen im Hardwarebereich und vor allem der anhaltende Fachkräftemangel und der damit verbundene erhöhte Wettbewerb um neue Mitarbeiter. Aufgrund pessimistischer Konjunkturdaten besteht jedoch auch das Risiko, dass nicht sofort notwendige Investitionen kundenseitig auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Das kann sowohl die Bereiche Objektdesign und Konferenzlösungen mit Büroausstattung und Konferenztechnik, als die Bereiche Digitalisierung und IT Infrastruktur betreffen.

24. Chancen und Risiken im Investitions- und Finanzierungsbereich

Neben einem in 2024 durchgeführten Zinshedging besteht zudem weiteres Potential zur Reduzierung der Kapitalkosten, sofern sich der abzeichnende Trend einer möglichen Zinssenkung seitens der EZB in naher Zukunft bewahrheitet. Aktuell besteht auf Holding-Ebene eine KK- Linie in Höhe von 2 Millionen Euro (2 Millionen Euro im Vorjahr), die von allen Unternehmen genutzt werden kann.

V. Risikomanagement

25. Internes Kontroll- und Risikomanagement

Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft ist die Absicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Lieferanten zurück, mit denen wir langfristige Geschäftsbeziehungen unterhalten. Abhängigkeiten bestehen nicht.

Auf der Absatzseite bestehen keine größeren Ausfallrisiken oder wirtschaftliche Abhängigkeit. Die Kundenstruktur ist grundsätzlich breit gestreut. Zu unseren Kunden zählen sowohl große und kleine Unternehmen jeglicher Rechtsformen, sowie Bank und öffentliche Behörden. Alle Kunden werden in Euro fakturiert, es besteht somit kein Währungsrisiko.

26. IT-Risiken

Die Risiken im IT-Bereich umfassen Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit, Angriffe von außen sowie Risiken in Bezug auf den Verlust oder Missbrauch von Daten. Diesen wird durch ein zugeschnittenes IT Security System begegnet.

27. Hinweis auf Risiken

Die NOBIX Group GmbH geht nur Risiken ein, die kalkulierbar und mit der Geschäfts- sowie Risikostrategie in Einklang stehen.

Zu vielen Kunden bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen. Ein Großteil davon sind öffentliche Behörden von Bund und Land, bei denen nicht mit Forderungsausfällen zu rechnen ist. Die NOBIX Group GmbH hat bisher noch keine großen Forderungsausfälle hinnehmen müssen. Rücklastschriften von Kunden werden in der Regel im Folgemonat ausgeglichen.

 

Gundelfingen, den 24.05.2024

Gez. Jörg Radler

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

An die Nobix Group GmbH

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der NOBIX Group GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der NOBIX Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzern-lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kaiserslautern, 19. Juni 2024

Dr. Jan-Christopher Kling, LL.M. Wirtschaftsprüfer

Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023

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Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen Summe
31.12.2022 25.000 0 0 25.000
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.: 0 0 0 0
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag
31.12.2023 25.000 0 0 25.000
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Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe
31.12.2022 0 4.329.000 4.329.000
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 2.784.143 2.784.143
Ausschüttung 0 0
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag
31.12.2023 0 7.113.143 7.113.143
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Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage nach § 272 Abs. 4 HGB satzungsmäßige Rücklagen andere Gewinnrücklagen Summe
31.12.2022 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0 0
31.12.2023 0 0 0 0 0
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Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Summe
31.12.2022 4.329.000 0 -919.423
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 2.784.143 0
Ausschüttung 0 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0
31.12.2023 7.113.143 0 -919.423
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Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag, der dem Summe
Mutterunternehmen zuzurechnen ist
31.12.2022 -919.423
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 512.545 512.545
31.12.2023 512.545 -406.878
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Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe
31.12.2022 0 0 0 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung 0 0 0
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0
31.12.2023 0 0 0 0
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Konzerneigenkapital
Summe
31.12.2022 3.434.577
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.: 0
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 2.784.143
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 512.545
31.12.2023 6.731.265

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