Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 210845
Vorher
Blitz F13-sieben-acht GmbHRice BidCo Germany GmbH
Eingetragen
26.11.2013
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Bergwerksmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Erzeugnissen des Maschinenbaus, insbesondere der Antriebs-, Steuerungsund Regeltechnik, sowie Erwerb und Verwaltung von Unternehmen dieser Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sher Boparai
seit 12.8.2024
Prokura
Reinhard Dr. Baumfalk
seit 12.8.2024
Prokura
Ralf Heinz Dr. Noetzel
seit 13.12.2023
Geschäftsführer
Sebastian Prinzing
seit 7.4.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Aventics Holding S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Aventics Holding S.à r.l.
Luxembourg
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Aventics GmbH

Laatzen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.9.2023 30.9.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.944 2.485
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.285 3.301
3. Geleistete Anzahlungen 102 4.331 49 5.835
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45 50
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.476 1.110
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.554 5.328
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 669 6.744 1.224 7.712
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.871 15.871
2. Sonstige Ausleihungen 11 15.882 11 15.882
26.957 29.429
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.640 7.439
2. Unfertige Erzeugnisse 1.349 1.369
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.730 10.187
4. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte -35 -132
5. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 58 15.742 628 19.491
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.869 19.634
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 36.933 37.171
3. Sonstige Vermögensgegenstände 994 55.796 1.101 57.906
71.538 77.397
C. Rechnungsabgrenzungsposten 742 653
99.237 107.479

Passiva

30.9.2023 30.9.2022
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25 25
II. Kapitalrücklage 26.567 26.567
III. Gewinnvortrag 2.299 2.299
IV. Jahresergebnis 0 0
28.891 28.891
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.947 18.459
2. Sonstige Rückstellungen 21.981 19.085
40.928 37.544
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.842 13.595
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.206 17.109
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.527 9.117
4. Sonstige Verbindlichkeiten 843 1.223
- davon aus Steuern TEUR 477 (i. Vj. TEUR 1.028) - 29.418 41.044
99.237 107.479

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 239.995 254.738
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 17 -538
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 54 47
Gesamtleistung 240.066 254.247
4. Sonstige betriebliche Erträge 8.054 11.651
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -161.098 -167.266
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.799 -162.897 -1.369 -168.635
Rohertrag 85.223 97.263
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -37.176 -36.836
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -8.399 -45.575 -8.513 -45.349
- davon für Altersversorgung TEUR 2.274 (i. Vj. TEUR 2.071) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.056 -4.253
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -33.351 -30.374
Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern 2.241 17.287
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 223 4
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 220 (i. Vj. TEUR 2) -
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -188 -880
Ergebnis vor Steuern 2.276 16.411
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -106 125
12. Ergebnis nach Steuern 2.170 16.536
13. Sonstige Steuern -38 -73
14. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -2.132 -16.463
15. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Aventics GmbH mit Sitz in Laatzen ist beim Amtsgericht Hannover unter der Registernummer HRB 210845 registriert.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 30. September 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wird erstellt nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG).

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet, sodass sich bei Additionen geringfügige Abweichungen ergeben können.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf Basis der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") erstellt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer in Jahren
Software 3 - 5
Technologien 5 - 19
Geschäfts- oder Firmenwert 12

Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter EUR 250; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert bildet im Wesentlichen die im Rahmen der im Jahr 2014 erfolgten Verschmelzung erworbenen Kundenbeziehungen ab. Zur Bestimmung der voraussichtlichen Nutzungsdauer wurden im Wesentlichen die Bestandsdauern dieser Kundenbeziehungen zugrunde gelegt.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen werden gemäß § 255 Abs. 1 und 2 HGB zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Abschreibungen werden linear pro rata temporis unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Bei beweglichen Anlagegütern, die im Mehrschichtbetrieb eingesetzt werden, wird die lineare Abschreibung um entsprechende Schichtzuschläge erhöht. Den planmäßigen Abschreibungen der Sachanlagen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer in Jahren
Bauten auf fremden Grundstücken, Mietereinbauten, Außenanlagen 10 - 33,33
Technische Anlagen und Maschinen 7,5 - 13,5
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15

Soweit eine dauernde Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit eine dauernde Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Für die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren kommt das FiFo-Verfahren (First-in-First-out) zur Anwendung.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Zinsen für Fremdkapital wurden gemäß § 255 Abs. 3 Satz 1 HGB nicht als Herstellungskosten aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Warenkreditversicherung für in- und ausländische Forderungen abgeschlossen. Für nicht versicherte und nicht einzelwertberichtigte Forderungen wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die Nettoforderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit"-Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,81 % (10 Jahre) bzw. 1,66 % (7 Jahre) (Vorjahr 1,77 % (10 Jahre) bzw. 1,40 % (7 Jahre)). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden ein durchschnittlicher Einkommenstrend von 3,25 % (Vorjahr 3,0 %), ein Anstieg der Beitragsbemessungsgrenze in der Sozialversicherung von jährlich 3,0 % (Vorjahr 2,5 %) und Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % bzw. 2,4 % (Vorjahr 1,0 % bzw. 2,2 %) sowie eine Fluktuation in Höhe von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) p.a. unterstellt.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die gemäß IDW RS HFA 3 vorgenommene Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,9 % (Vorjahr 0,42 %) p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurde der durchschnittliche Einkommenstrend von 3,25 % (Vorjahr 3,0 %) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten die bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Aufstockungsbeträge und Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Bei der Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen verwendete Parameter entsprechen grundsätzlich denen, die bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zur Anwendung kommen. Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem (gegenüber der Bewertung der Pensionsrückstellung abweichenden) Rechnungszinsfuß von 1,35 % (Vorjahr 1,10 %). Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden wie im Vorjahr der durchschnittliche Einkommenstrend von 3,25 % (Vorjahr: 3,0 %) und eine durchschnittliche Fluktuationsrate von 3,0 % zugrunde gelegt.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen erwarteten Erfüllungsbetrages ermittelt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Die Umrechnung zum Abschlussstichtag erfolgt zum Devisenkassamittelkurs. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Aventics Services Germany GmbH, Laatzen (Organträgerin), werden latente Steuern entsprechend der Regelung DRS 18 nicht bei der Aventics GmbH als Organgesellschaft, sondern beim Organträger berücksichtigt.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist, dargestellt. Die kumulierten Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres betrugen TEUR 43.907 (Vorjahr TEUR 40.390). Die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres beliefen sich auf TEUR 4.056 (Vorjahr TEUR 4.253). Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen enthalten Mietkautionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 11).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren TEUR 20.329 (Vorjahr TEUR 17.998) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. TEUR 16.604 (Vorjahr TEUR 19.173) stehen im Zusammenhang mit dem Cash Pooling. Im Berichtsjahr werden wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter ausgewiesen. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25 ist zum Bilanzstichtag 30. September 2023 voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt TEUR 26.567 (Vorjahr TEUR 26.567). Diese resultiert vollumfänglich aus der im Jahr 2014 durchgeführten Umwandlung von Gesellschafterdarlehen der früheren Gesellschafterin Aventics Holding S.à r.l., Luxemburg/Luxemburg.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Nach Saldierung mit bestehendem Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB (TEUR 167; Vorjahr TEUR 147) bestehen zum Bilanzstichtag rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 18.947 (Vorjahr TEUR 18.459). Als Deckungsvermögen wurden verpfändete Rückdeckungsversicherungen aus zweckexklusiven, verpfändeten und insolvenzgeschützten Vereinbarungen klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf TEUR 141 und wurden einmalig bei Erteilung der Direktzusage eingezahlt.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 17.297; Vorjahr TEUR 14.196), aus Gewährleistungen (TEUR 2.047; Vorjahr TEUR 2.287) sowie sonstige Verpflichtungen enthalten. Der Anstieg der sonstigen Rückstellung ergibt sich im Wesentlichen aus der Bildung einer Rückstellung für Personalanpassungen (TEUR 7.121).

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ist dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen (in Klammern Vorjahr 30.09.2022):

30.09.2023 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.842 12.842 0
(13.595) (13.595) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.206 5.206 0
(17.109) (17.109) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.527 10.527 0
(9.117) (9.117) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 843 843 0
(1.223) (1.223) (0)
29.418 29.418 0
(41.044) (41.044) (0)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren TEUR 10.527 (Vorjahr TEUR 9.117) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren im Wesentlichen aus der Gewinnabführung.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten Umsätze mit Pneumatikerzeugnissen (EUR 237,3 Mio.; Vorjahr EUR 250,6 Mio.) und Dienstleistungen (EUR 2,7 Mio.; Vorjahr EUR 4,1 Mio.). Der Rückgang der Erlöse aus Pneumatikerzeugnissen ist mit der gesamtwirtschaftlichen konjunkturellen Eintrübung ab dem zweiten Quartal begründet. Von dem Gesamtumsatz an Pneumatikerzeugnissen wurden EUR 102,8 Mio. (Vorjahr EUR 106,1 Mio.) im Inland, EUR 101,3 Mio. (Vorjahr EUR 104,7 Mio.) im europäischen Ausland und EUR 33,2 Mio. (Vorjahr EUR 39,8 Mio.) außerhalb Europas realisiert. Die Dienstleistungen enthalten Weiterbelastungen an Konzerngesellschaften im Ausland (EUR 2,0 Mio.; Vorjahr EUR 2,4 Mio.) sowie Kantinenumsätze im Inland (EUR 0,1 Mio.; Vorjahr EUR 0,1 Mio.).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.030; Vorjahr TEUR 4.664) sowie aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 2, Vorjahr TEUR 76). Wechselkursgewinne sind in Höhe von (TEUR 480; Vorjahr TEUR 559) enthalten. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 915 sind in Bezug auf ihre Größenordnung und Bedeutung als außergewöhnlich im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB zu klassifizieren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen TEUR 19 (Vorjahr TEUR 1) sowie Aufwendungen aus Wechselkursverlusten in Höhe von TEUR 666 (Vorjahr TEUR 497). Im Vorjahr waren periodenfremde Aufwendungen aus der Wertberichtigung einer konzerninternen Forderung für die Erbringung von zentralen Dienstleistungen in Höhe von TEUR 474 enthalten.

Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 187 (Vorjahr TEUR 880).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der seit 1. Januar 2017 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Aventics Services Germany GmbH, Laatzen (Organträgerin), wird der Steueraufwand für das laufende Geschäftsjahr bei der Organträgerin ausgewiesen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres beinhalten im Vergleich zum Vorjahr keine Steuererstattungen (Vorjahr TEUR 205). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 106 (Vorjahr TEUR 80) ergeben sich aus nicht abzugsfähigen ausländischen Quellensteuern.

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 499 Angestellte, 19 leitende Angestellte und 9 Auszubildende beschäftigt.

Aufsichtsrat

Shaun Patrick Taylor, Burgwedel Vorsitzender, President Fluid & Motion Control EMEA & Global Machine Automation, Executive Manager, Business Segment Fluid & Motion Control, Emerson Group
Dirk Schilling, Bad Oldesloe Stellvertretender Vorsitzender, Site Manager Administration & Management Business Segment Fluid & Motion Control, Emerson Group
Michael Brozy, Sehnde Arbeitnehmervertreter, Betriebsratsvorsitzender der Aventics GmbH, Laatzen

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeit keine Bezüge (Vorjahr TEUR 0).

Geschäftsführung

Jörg Brahm, Limburg a.d. Lahn Leitung Marketing, Vertrieb und Einkauf, Produktion, Konstruktion, Finanzen, Qualität, EDV und EHS
Dr. Kathrin Rüschenschmidt, Hannover Produktion, Konstruktion, Finanzen, Qualität, EDV und EHS (bis zum 23. Juni 2023)
Sebastian Prinzing, Salzgitter Leitung Personal und Recht

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhielten zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft. Auf eine Angabe dieser Bezüge wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestehen wie im Vorjahr zum Jahresende nicht.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miete und Leasing für Grundstücke, technische Anlagen, IT-Ausstattung und Kraftfahrzeuge stellen sich wie folgt dar:

gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
11.573 1.922 6.635 3.016

Darin ist der Mietvertrag für das Betriebsgrundstück in Laatzen mit einer Restlaufzeit von 7 Jahren und einer Jahresmiete in Höhe von TEUR 1.573 bis zum 31. August 2030 enthalten.

Das Bestellobligo für Anlagevermögen zum 30. September 2023 beträgt TEUR 1.106.

Weitere finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, liegen nicht vor.

Finanzierung

Die Aventics GmbH finanziert sich grundsätzlich aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit. Außerdem ist die Gesellschaft in die Cashpool-Strukturen der Emerson Electric Co., St. Louis/USA, vollständig eingebunden. Der Cashpool, welcher sowohl für EUR als auch für USD besteht, wird koordiniert durch die europäischen Finanzierungsgesellschaften des Konzerns, die Emersub Treasury Ireland Unlimited Company, London/Großbritannien (für den EUR-Cashpool), sowie die Emerson USD Finance Company Limited, London/Großbritannien (für den USD-Cashpool). Hieraus ergeben sich per Stichtag 30. September 2023 Verbindlichkeiten aus dem USD-Cashpool in Höhe von umgerechnet TEUR 3.246 (Vorjahr TEUR 1.617) sowie Forderungen aus dem EUR-Cashpool in Höhe von TEUR 19.849 (Vorjahr TEUR 20.790), die saldiert (TEUR 16.603 (Vorjahr TEUR 19.173)) als Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden. Insgesamt stehen sowohl kurzfristige als auch mittel- und langfristige Finanzierungsmittel jederzeit ausreichend zur Verfügung.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen zu marktunüblichen Bedingungen liegen im Geschäftsjahr nicht vor.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers KPMG im Geschäftsjahr 2023 angefallenen Aufwendungen (einschließlich Auslagen) enthielten ausschließlich Beträge für Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 261).

Beträge i. S. d. § 253 Abs. 6 HGB

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 30. September 2023 TEUR 398 (Vorjahr TEUR 1.013). Dieser Betrag unterliegt keiner Abführungssperre aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages.

Gesellschafter

Die Aventics Services Germany GmbH mit Sitz in Laatzen ist die unmittelbare alleinige Gesellschafterin der Aventics GmbH. Es liegt ein Gewinnabführungsvertrag mit der Aventics Services Germany GmbH vor.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Aventics GmbH wird über die mittelbare Gesellschafterin, die Emerson Process Management GmbH & Co. OHG, Wessling, die wiederum alleinige Gesellschafterin der Aventics Services Germany GmbH, Laatzen, ist, in den Konzernabschluss der Emerson Electric Co., St. Louis/USA, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss wird bei der Securities and Exchange Commission (SEC), Washington D.C./USA, offengelegt und ist bei der Konzernobergesellschaft erhältlich.

Die deutsche Übersetzung des befreienden Konzernabschlusses von Emerson wird gemäß § 325 HGB im Unternehmensregister unter dem Namen der Emerson Climate Technologies GmbH, Berlin, einer weiteren Konzerngesellschaft von Emerson in Deutschland, veröffentlicht.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Emerson Electric Co. werden nach US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen (US-GAAP) aufgestellt. Wesentlicher Unterschied zu einem Konzernabschluss nach HGB ist die Umsatzrealisierung bei langfristigen Fertigungsaufträgen nach dem Fertigstellungsgrad gemäß der Percentage-of-Completion-Methode. Derartige langfristige Fertigungsaufträge werden von der Gesellschaft jedoch nicht erbracht. Darüber hinaus werden Geschäfts- oder Firmenwerte nach US-GAAP-Recht nicht planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 292 Abs. 1 HGB Gebrauch und verzichtet daher auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts.

Beteiligungsverhältnisse

Mit Geschäftsanteilskaufvertrag vom 12. September 2019 wurden 100% der Anteile an der Aventics AG, Lachen SZ/Schweiz, von der Aventics Holding S.à r.l., Luxemburg/Luxemburg, gekauft. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. September 2022 insgesamt CHF 2.274.419 (TEUR 2.352, Wechselkurs: 1,03416 CHF). Das Aktienkapital beträgt CHF 100.000 (TEUR 103, Wechselkurs: 1,03416 CHF). Das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres zum 30. September 2022 beträgt CHF 106.230 (TEUR 110, Wechselkurs: 1,03416 CHF).

Mit Geschäftsanteilskaufvertrag vom 25. September 2019 wurden 100% der Anteile an der Aventics GmbH, Linz/Österreich, von der Aventics Holding S.à r.l., Luxemburg/Luxemburg, gekauft. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. September 2022 insgesamt TEUR 2.823 und setzt sich aus dem vollständig einbezahlten Stammkapital in Höhe von TEUR 35 und dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 2.788 zusammen. Das darin enthaltene Ergebnis des letzten Geschäftsjahres zum 30. September 2022 beträgt TEUR 382.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Auf Basis des Gewinnabführungsvertrags wird der gesamte handelsrechtliche Gewinn an den ertragsteuerlichen Organträger abgeführt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag 30. September 2023 sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung mit erheblichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage eingetreten.

 

Laatzen, den 24. November 2023

Aventics GmbH

Jörg Brahm, Geschäftsführer

Sebastian Prinzing, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.10.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30.9.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.079 25 49 3 11.150
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.188 0 0 0 12.188
3. Geleistete Anzahlungen 49 102 -49 0 102
23.316 127 0 3 23.440
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 138 0 0 0 138
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.335 423 147 265 4.640
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.441 430 1.031 1.045 28.857
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.224 623 -1.178 0 669
34.138 1.476 0 1.310 34.304
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.871 0 0 0 15.871
2. Sonstige Ausleihungen 11 0 0 0 11
15.882 0 0 0 15.882
73.336 1.603 0 1.313 73.626
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Umbuchungen Abgänge 30.9.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.594 614 0 2 9.206
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.887 1.016 0 0 9.903
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
17.481 1.630 0 2 19.109
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88 5 0 0 93
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.225 204 0 265 3.164
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.113 2.217 0 1.027 24.303
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
26.426 2.426 0 1.292 27.560
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
43.907 4.056 0 1.294 46.669
Buchwerte
30.9.2023 30.9.2022
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.944 2.485
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.285 3.301
3. Geleistete Anzahlungen 102 49
4.331 5.835
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45 50
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.476 1.110
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.554 5.328
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 669 1.224
6.744 7.712
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.871 15.871
2. Sonstige Ausleihungen 11 11
15.882 15.882
26.957 29.429

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell

Gesellschaftszweck ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Erzeugnissen des Maschinenbaus, insbesondere der Antriebs-, Steuerungs- und Regeltechnik. Das Hauptgeschäftsfeld betrifft die Herstellung von pneumatischen Komponenten und Systemen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Laatzen, wo neben verschiedenen Verwaltungsfunktionen für die Gesellschaft und für den Aventics-Konzern (wie Geschäftsbereichsmanagement, Entwicklung, Marketing, Vertrieb, Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Logistik und Personal) auch das Zentrallager angesiedelt ist.

Dienstleistungen von globalen oder strategischen Abteilungen werden zusammen mit der Aventics Services Germany GmbH für Aventics-Gesellschaften weltweit erbracht und im Rahmen von Dienstleistungsverträgen weiterbelastet.

Die Gesellschaft hat vier Vertriebsbüros in Deutschland. Für den Vertrieb der in Laatzen hergestellten bzw. von Schwestergesellschaften oder Dritten bezogenen Produkte wird sich zusätzlich der zur Emerson- Gruppe gehörenden inländischen und ausländischen Vertriebsgesellschaften sowie sonstiger Vertragshändler (Distributoren) bedient.

Die Produkte lassen sich in die Haupterzeugnisklassen Industriepneumatik (Zylinder, Ventile, Zubehör, Systeme), Marine und Truck unterteilen. Sie werden weltweit vertrieben, wobei sich die Mehrzahl der Kunden in Europa befindet.

1.2. Forschung und Entwicklung

Die Schwerpunkte der Entwicklungstätigkeit in der abgelaufenen Periode lagen sowohl in der Entwicklung neuer Produkte zur Abrundung und Erweiterung des Programms für ausgewählte Zielbranchen als auch in der Entwicklung kundenspezifischer Produkte und Applikationen. Nach Einschätzung der Gesellschaft spielen dabei komplette Systemlösungen mit hoher Energieeffizienz, einfachem und sicherem Umgang und der Fähigkeit zur Anbindung an Datenkontroll- und Steuerungssysteme eine zunehmend stärkere Rolle. Insofern bleibt die Erweiterung von Schnittstellen und Feldbus-Schaltsystemen im Fokus der Entwicklung.

Die Entwicklungstätigkeit von Aventics ist auf die Bereiche Factory Automation, Industrial Automation, Marine Applications sowie Automotive/Transportation ausgerichtet.

Im Geschäftsjahr 2023 waren im Bereich Forschung und Entwicklung durchschnittlich 80 Mitarbeiter (Vorjahr 71 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Aufwendungen für diesen Bereich sind dennoch auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums und betrugen insgesamt EUR 12,3 Mio. (Vorjahr EUR 12,3 Mio.). Auftragsforschung und Auftragsentwicklung durch Dritte wurden u.a. von Schwesterfirmen wie Aventics S.A.S., Frankreich, Aventics Corp., USA, und Aventics Hungary Kft., Ungarn, sowie externen Dienstleistern ausgeführt. Für die Nutzung von Patenten innerhalb der Aventics-Gruppe wurden Lizenzverträge abgeschlossen. Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde nicht in Anspruch genommen.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung:

Die allgemeine Prognose des VDMA 1 für 2023 zeigt ein deutliches Minus von 2% im Maschinenbau. Auch der IWF2 sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft derzeit noch schlechter als noch im letzten Gutachten aus dem Juli 2023. Demnach könnte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,5% schrumpfen. Im Juli hatte der IWF für das Jahr 2023 nur einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3% vorausgesagt - ein weiterer Rückgang um 0,2% Punkte innerhalb kürzester Zeit.

Deutschland, als Exportnation, leidet laut IWF 2 stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder - Gründe sehen wir gerade auch im Auftragseingang wichtiger Kundenbranchen (siehe unten). Verschärfen könnte sich die Situation im Herbst und Winter, da die Gaskrise Firmen und Verbraucher weiter belasten dürfte. Zusätzlich trüben die schleppende Konjunktur, ein hartnäckiger Preisdruck sowie die geopolitischen Spannungen den Ausblick.

Entwicklung der Märkte für Erzeugnisse der Industriepneumatik:

Nach einem kleinen Wachstum in 2022 erwartet der VDMA 1 , dass die Produktion in 2023 schrumpft. Für den Maschinenbau erwartet der VDMA 1 für 2023 ein Minus von 2%.

Kostendruck ist neben einem schwächeren Wachstum in China und des anhaltenden Ukraine-Kriegs ein wichtiger Faktor für die Zurückhaltung. Weiterhin drücken eine hohe Inflation und steigende Kosten die Erwartungen - gerade bei den Kosten wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Hier vor allem bei den Kosten für Energie und Strom. Die Umsatzentwicklung für das abgelaufene Kalenderjahr 2022 sowie die Prognosen für das laufende Jahr stellen sich wie folgt dar:

Umsatz 2022 (in EUR Mrd.) Wachstum 2021/2022 Wachstum Prognose 2023 *
Maschinenbau 244.0 11 % -2 %
Fluidtechnik 9.6 13 % 3 %
Hydraulik 6.4 14 % 3 %
Pneumatik 3.2 10 % 3 %

*) Fluidtechnik vom 4.Juli 2023, Maschinenbau vom April 2023 (Produktion), reale Prognose

Emerson ist mit den Produkten der Marke Aventics einer der weltweit führenden Hersteller im Bereich industrieller Pneumatik, neben den beiden führenden Anbietern: SMC Corporation, Tokio/Japan, sowie der Festo AG & Co. KG, Esslingen, die zusammen über einen Marktanteil von circa 50 % verfügen. Das Unternehmen ist ein führender Technologie-Spezialist für pneumatische Komponenten und Systeme, zum Beispiel bei der Integration von Elektronik in pneumatische Komponenten. Insgesamt orientiert sich die Industriepneumatik an den Markttrends in den Bereichen der Automatisierungstechnik.

1 Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.
2 Internationaler Währungsfonds

2.2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft, interne Steuerungsgrößen und wesentliche Geschäftsvorfälle

Der von der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 erzielte Gesamtumsatz stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 +/- +/-
in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR %
Pneumatikerzeugnisse
- Inland (Dritte) 102,8 106,1 -3.3 -3,1%
- Ausland (Dritte) 37,4 40,6 -3,3 -8,1%
- Ausland (Konzern) 97,1 103,9 -6,8 -6,5%
Pneumatikerzeugnisse insgesamt (Nettoumsatz) 237,3 250,6 -13,4 -5,3%
Dienstleistungen
- Inland (Dritte) 0,0 0,3 -0,3 -93,9%
- Ausland (Konzern) 2,7 3,8 -1,1 -28,2%
Dienstleistungen insgesamt 2,7 4,1 -1,4 -33,2%
Umsatzerlöse 240,0 254,7 -14,7 -5,8%

Der Nettoumsatz mit Pneumatikerzeugnissen (kurz "Nettoumsatz") ist im Geschäftsjahr 2023 um 5,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was hauptsächlich an der sich eintrübenden Konjunktur ab dem zweiten Quartal lag. Die Dienstleistungen mit ausländischen Konzerngesellschaften sind weiter leicht gesunken, da sie mit zunehmender Integration direkt durch den Emerson-Konzern erbracht wurden.

Unterstützt wurde das Geschäftsjahr durch eine weiterhin wachsende Nachfrage hinsichtlich erneuerbarer Energien sowie ein steigendes Bewusstsein, Emissionen zu reduzieren und Fertigungsprozesse zu optimieren - z. B. Optimierung von Druckluft, wodurch vermehrt auch bei Aventics technisch anspruchsvolle Produkte zum Einsatz kommen (Digitaltransformation/IIoT/Industrie 4.0).

Von dem Nettoumsatz an Pneumatikerzeugnissen wurden EUR 102,8 Mio. (Vorjahr EUR 106,1 Mio.) im Inland, EUR 101,3 Mio. (Vorjahr EUR 104,7 Mio.) im europäischen Ausland und EUR 33,2 Mio. (Vorjahr EUR 39,8 Mio.) außerhalb Europas realisiert. Dabei wurden ca. 96 % des Umsatzes in EUR und ca. 3 % in USD und ca. 1 % in INR fakturiert.

Die Auftragslage stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
in Mio. EUR in Mio. EUR
Auftragsbestand am 01.Oktober 36,3 38,3
Auftragseingang Geschäftsjahr 2023 bzw. 2022 222,2 248,6
Bruttogesamtumsatz mit Pneumatikerzeugnissen (vor Erlösschmälerungen) Geschäftsjahr 2023 bzw. 2022 (237,3) (250,6)
Auftragsbestand zum 30. September 21,3 36,3

Sowohl der Auftragseingang als auch die die Bruttoumsatzerlöse lagen aufgrund der verschlechterten Marktlage deutlich unter den Vorjahreswerten. Zum Ende des Geschäftsjahres stabilisierte sich die Auftragslage, was in Summe zu einem deutlichen Rückgang des Auftragsbestandes zum 30. September 2023 um EUR 15 Mio. auf EUR 21,3 Mio. führte.

Die interne Steuerung der Gesellschaft erfolgt anhand finanzieller und nichtfinanzieller Leistungsindikatoren. Bedeutende Maßstäbe für nichtfinanzielle Leistungsindikatoren stellen dabei die Lieferperformance (Einhaltung der Liefertermine gegenüber Kunden) und die Anzahl der Arbeitsunfälle dar.

Die Lieferperformance lag mit 85 % knapp unterhalb der Prognose für das Geschäftsjahr 2022/23 (87 %), hat sich gegenüber dem Vorjahr (80 %) aber deutlich verbessert.

In unserem Unternehmen gelten hohe Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutzstandards, um Unfallgefahren zu reduzieren und arbeitsbedingte Erkrankungen zu vermeiden. Unsere Unfallkennzahl TRR (Total Recordable Rate) betrug 0,44 und lag damit leicht über dem Vorjahresniveau (0,31).

Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen insbesondere die folgenden Steuerungsgrößen, die auf US- GAAP-Basis berichtet werden:

Umsatzerlöse

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach US-GAAP

Operating Profit nach US-GAAP (EBIT vor sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen)

Die Abweichung des HGB-Jahresergebnisses zum US-GAAP-Ergebnis basiert hauptsächlich auf Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen, Vorräten und Rückstellungen. In folgender Darstellung wird die Überleitung des HGB-Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf das intern berichtete US-GAAP- Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie auf den Operating Profit nach US-GAAP vorgenommen:

2022/2023 2021/2022 +/-
in Mio. in Mio. in Mio.
EUR EUR EUR
HGB - Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2,2 17,3 -15,1
- Unterschiede bei Abschreibungen -19,7 -20,1 +0,4
- Unterschiede in der Bildung der Restrukturierungsrückstellung +7,1 +/- 0 +7,1
- Abzüglich Aufwendungen aus der Ergebnisabführung -2,1 -16,5 +14,4
- Vorratsbewertung -1,2 -2,6 +1,4
- Aktivierung von Finanzierungsleasing +1,3 +1,4 -0,1
- Übrige Bilanzierungsunterschiede +5,6 +3,2 +2,4
US-GAAP - Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -6,8 -17,3 +10,5
- Abzüglich sonstiger betrieblicher Erträge/zuzüglich sonstiger betrieblicher Aufwendungen 21,9 31,6 -9,7
Operating Profit nach US-GAAP (Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie vor sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen) 15,1 14,3 +0,8

Das HGB-Ergebnis vor Zinsen und Steuern (HGB-EBIT) im Geschäftsjahr 2023 war von Sondereffekten wie der teilweisen Auflösung der bestehenden Restrukturierungsrückstellung (EUR 0,9 Mio. (Vorjahr EUR 4,5 Mio.)) sowie der Bildung einer neuen Restrukturierungsrückstellung (EUR 7,1 Mio.) beeinflusst. Das Vorjahr war neben der oben genannten Auflösung von der Harmonisierung der handelsrechtlichen Reichweitenbewertung an die im Emerson-Konzern verwendete Methodik (EUR 3,0 Mio.) geprägt. Vergleichbare Sondereffekte traten im GJ 2023 nicht auf. Ohne diese Effekte verringert sich das HGB-EBIT um EUR 1,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr.

Die Bewertungsunterschiede im Bereich der Abschreibungen resultieren aus der Neubewertung der immateriellen Vermögensgegenstände nach US-GAAP.

Der Operating Profit nach US-GAAP (Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie vor sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen) lag um EUR 0,8 Mio. über dem Vorjahresergebnis.

Weitere Erläuterungen zur Ertragslage nach HGB erfolgen im folgenden Abschnitt.

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit lag bei EUR 13,6 Mio. (Vorjahr EUR 11,9 Mio.).

Zu weiteren Aussagen zur Liquidität wird an dieser Stelle auf die Finanzlage verwiesen.

Zudem sind in der Berichtsperiode folgende wesentliche Geschäftsereignisse eingetreten:

Die Entwicklung auf dem Weltmarkt für den Maschinenbau hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 deutlich verschlechtert. Entsprechend musste Aventics einen Rückgang des Nettoumsatzes um 5,3 % im Vergleich zum Vorjahr verkraften, was auch die negativen Prognosen des VDMA unterschreitet. Der Auftragseingang ging spürbar um 10,6 % zurück.

Die Betriebsparteien haben in drei Monate andauernden Verhandlungen eine Fortsetzung und Konkretisierung der bereits im Jahre 2020 begonnenen Restrukturierung verhandelt und Ende Oktober 2023 zu einem Abschluss gebracht. Damit reagiert die Firma sowohl auf den weiter bestehenden Kostendruck in der Produktion als auch auf die Notwendigkeit, soweit sachgerecht möglich, Konzernstrukturen in günstigen operierenden Ländern zu nutzen, was vor allem den kaufmännischen Kundendienst als auch die Finanzabteilung betrifft. Basierend hierauf beginnt die Firma im Oktober die Restrukturierung inkl. eines umfangreichen Freiwilligenprogrammes. Mit diesem soll der Umbau sozialverträglich und zugleich zielgerichtet erfolgen. Die Bildung der entsprechenden Rückstellung erfolgte ursprünglich im Geschäftsjahr 2019/20 aufwandswirksam in Höhe von EUR 21,9 Mio. Zum Bilanzstichtag 30. September 2023 beträgt diese nach einer Auflösung auf Grund von Anpassungen an die Restrukturierungspläne im Geschäftsjahr 2023 sowie planmäßigen Verbrauchen noch EUR 0,5 Mio. Auf Grund des neuen Freiwilligenprogrammes wurden weitere EUR 7,1 Mio. zurückgestellt.

2.3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft

2.3.1. Ertragslage

2022/2023 2021/2022 +/in Mio. +/-
in Mio. EUR in Mio. EUR EUR in %
Gesamtleistung 240,1 254,2 -14,1 -5,5
Materialaufwand -162,9 -168,6 5,7 3,4
Sonstige betriebliche Erträge 8,1 11,7 -3,6 -30,8
Rohertrag 85,3 97,3 -12,0 -12,3
Personalaufwand -45,6 -45,3 -0,3 -0,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -33,4 -30,4 -3,0 -9,9
Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) 6,3 21,6 -15,3 -70,8
Abschreibungen -4,1 -4,3 0,2 4,7
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2,2 17,3 -15,1 -87,3
Zinsergebnis 0,1 -0,9 1,0 <100
Steuerertrag (+) /-aufwand (-) -0,2 0,1 -0,3 >100
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 2,1 16,5 -14,4 -87,3
Wesentliche Kennzahlen in % der Gesamtleistung 2023 2022
Materialaufwand 67,8 % 66,3 %
Rohertrag 35,5 % 38,3 %
Personalaufwand 19,0 % 17,8 %
Sonstige betriebliche Erträge 3,4 % 4,6 %
Sonstige betr. Aufwendungen 13,9 % 12,0 %
EBITDA Marge 2,6 % 8,5 %
EBIT Marge 0,9 % 6,8 %

Die Verringerung der Gesamtleistung um 5,5 % wurde im Wesentlichen durch verringerten Absatz für Pneumatikerzeugnisse im Ausland (EUR -10,1 Mio.) als auch die geringere Nachfrage im Inland (EUR -3,3 Mio.) verursacht. Da sich die Bezugspreise, auf Grund der hartnäckigen Inflation, deutlich erhöhten und diese Preiserhöhungen nur begrenzt und mit Verzögerung an Kunden weitergegeben werden konnten, erhöhte sich die Materialaufwandsquote um 1,5 %-Punkte. Zusammen mit verringerten sonstigen betrieblichen Erträgen führte dies in Summe zu einer Reduzierung der Rohertragsquote um 2,8 % auf 35,5 %. Die sonstigen betriebliche Erträge enthalten einen Sondereffekt aus der teilweisen Auflösung der Restrukturierungsrückstellung (EUR 0,9 Mio. (Vorjahr EUR 4,5 Mio.)).

Der Personalaufwand ist um EUR 0,3 Mio. gestiegen. Die Gehaltssteigerungen aus dem Tarifvertrag bzw. jährlichen Gehaltsanpassungen werden teilweise durch den Rückgang der Mitarbeiter-Boni kompensiert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3,0 Mio. Dieser Anstieg ist durch die Bildung einer Restrukturierungsrückstellung (EUR 7,1 Mio.) begründet. Er wird jedoch durch die Anpassung an und Einsparung in der Konzernumlage (EUR -3,3 Mio.) und geringere Garantieaufwendungen (EUR -0,9 Mio.) teilweise kompensiert.

Der leichte Rückgang der Abschreibungen resultiert im Wesentlichen aus dem verringerten Investitionsvolumen des letzten Jahres. Aus diesem Grund werden die durch den Abgang älterer Anlagen wegfallenden Abschreibungen nicht durch Abschreibungen auf Neuinvestitionen kompensiert.

Unter Berücksichtigung dieser Sachverhalte verringert sich das Jahresergebnis vor Ergebnisübernahme um EUR 14,4 Mio. auf EUR 2,1 Mio.

2.3.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um EUR 8,2 Mio. bzw. 7,7 % auf EUR 99,2 Mio. (Vorjahr EUR 107,5 Mio.). Auf der Aktivseite ergibt sich dies aus dem Rückgang des Anlagevermögens um EUR 2,5 Mio., welcher hauptsächlich auf planmäßige Abschreibungen bei den immateriellen Vermögensgegenständen zurückzuführen ist, sowie dem Rückgang des Umlaufvermögens um EUR 5,9 Mio. Letzterer ist hauptsächlich an die rückläufige Auftragslage und ein angepasstes Bestandsmanagement auf Grund der Entspannung am Beschaffungsmarkt nach Ende der Corona Pandemie geknüpft. Daneben kommt es zu einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 1,8 Mio.

Auf der Passivseite ergibt sich die geringere Bilanzsumme aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin um EUR 11,9 Mio. in Verbindung mit dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,8 Mio. Die geringeren Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultieren hauptsächlich aus der gesunkenen Ergebnisabführung. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auf Grund eines erhöhten Einkaufs- und Handelsvolumens um EUR 1,4 Mio. gestiegen. Analog entwickeln sich die sonstigen Rückstellungen mit einem Anstieg von EUR 2,9 Mio. Die erhöhten sonstigen Rückstellungen ergeben sich im Wesentlichen aus der Bildung einer neuen Restrukturierungsrückstellung (EUR 7,1 Mio.). Diesem Anstieg stehen die Nutzung bzw. Auflösung der Rückstellung für ein altes Restrukturierungsprogramm (EUR 2,0 Mio.) sowie der Rückgang der Rückstellung für Mitarbeiter Boni (EUR 1,6 Mio.) gegenüber. Auf Grund des Ergebnisabführungsvertrages wird das Eigenkapital von EUR 28,9 Mio. unverändert zum Vorjahr ausgewiesen.

2.3.3. Finanzlage

Das Gesamtvermögen ist zu 29,1 % (Vorjahr 26,9 %) durch Eigenkapital gedeckt bzw. finanziert. Die im Vergleich zum Vorjahr höhere Eigenkapitalquote resultiert aus der um EUR 8,2 Mio. reduzierten Bilanzsumme. Langfristige Verbindlichkeiten sind nicht vorhanden. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen im Wesentlichen in Euro, sodass kein signifikantes Währungsrisiko besteht.

Der Bestand des Finanzmittelfonds blieb bei EUR 0,0 Mio. zum Bilanzstichtag, da die wesentlichen Bankkonten im Rahmen der Emerson-Finanzierungsstruktur dem täglichen Zero-Balancing zugeführt wurden. Die Salden werden täglich auf die bestehenden Cashpool-Konten umgebucht, die unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug EUR 13,6 Mio. (Vorjahr: EUR 11,9 Mio.). Wesentliche Faktoren dieser Entwicklung sind der Bestandsabbau (EUR -3,8 Mio.) dem die, exklusive der Cashpool Veränderung (siehe CF aus Finanzierungstätigkeit), gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 2,2 Mio.) entgegenstehen. Auch die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, die nicht der Finanzierung zugeordnet werden, sowie die konzerninternen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+EUR 6,3 Mio.) tragen zum Anstieg des operativen Cashflows bei. Gegenläufig entwickeln sich die externen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR -0,8 Mio.) und die sonstigen Verbindlichkeiten (EUR -0,4 Mio.).

Hauptzweck der Zahlungsmittelabflüsse aus Investitionstätigkeit (EUR -1,4 Mio.) waren Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (EUR -1,5 Mio.). Gegenläufig wirkten sich die erhalten Zinsen aus dem Cashpool aus (+EUR 0,2 Mio.).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug EUR -12,2 Mio. (Vorjahr EUR -9,8 Mio.) und resultierte aus der Auszahlung der Ergebnisabführung des Vorjahres (EUR -16,5 Mio.) zuzüglich der Netto-Auszahlungen in den Cashpool des Emerson-Konzerns (EUR +4,3 Mio.).

Die Gesellschaft finanziert sich grundsätzlich aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Aventics GmbH ist wie der wesentliche Teil der Aventics-Unternehmen in die Cashpool-Struktur der Emerson-Gruppe eingebunden. Zum Bilanzstichtag lagen Forderungen aus dem EUR-Cashpool in Höhe von EUR 16,6 Mio. vor. Insgesamt standen Finanzierungsmittel jederzeit ausreichend zur Verfügung. Darüber hinaus bestehen Bürgschaften über EUR 3,0 Mio. Für die Bank, bei der die Bürgschaften bestehen, gibt es eine Risikoübernahme der Emerson Electric Co.

Die konzerninternen Cashpools sind variabel verzinslich. Die Verträge sind in Euro und USD geschlossen. Die Verträge haben eine unbegrenzte Laufzeit.

Die Gesellschaft macht regelmäßig von der Möglichkeit der Skontoziehung Gebrauch. Auf Grund der bestehenden internen Kreditlinien wird auch für die Zukunft erwartet, dass die Gesellschaft jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen wird nachkommen können.

Leasing wird als außerbilanzielles Finanzierungsinstrument bei Firmenfahrzeugen und teilweise bei technischen Büroausstattungen sowie Maschinen und Anlagen genutzt. Darüber hinaus wurde im Jahr 2015 der Mietvertrag für das Betriebsgrundstück in Laatzen mit einer Laufzeit von 15 Jahren und einer Jahresmiete von EUR 1,5 Mio. bis zum 31. August 2030 abgeschlossen.

2.4. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts

Auf Grund der dargelegten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den Absatzmärkten blieb die Umsatzentwicklung (-5,8 %) im Geschäftsjahr 2023 unter den im Vorjahreslagebericht formulierten Erwartungen der Geschäftsführung von +4,4 % deutlich zurück. Erfreulicherweise konnte der Operating Profit entgegen der Umsatzentwicklung (+5,6 %) gesteigert werden, wohingegen das EBIT spürbar hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage wird unter Berücksichtigung der absehbaren Wirtschaftslage als ausreichend betrachtet.

3. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das frühzeitige Erkennen und das Management wesentlicher Risiken erfolgen mittels einer Vielzahl von Komponenten, die ein System von Richtlinien, das Planungswesen, die Berichterstattung sowie Instrumente zur Risikoanalyse und Überwachung betreffen.

Das Risikomanagementsystem basiert hierbei auf dem Ansatz der Emerson-Gruppe, welcher vorsieht, die Risiken in allen Fachbereichen quartalsweise anhand einer Excelvorlage abzufragen. Die Abfrage sieht vor, dass wesentliche Risiken, die zu einem finanziellen Schaden oder einer Beeinträchtigung der Unternehmensreputation führen können, zu benennen sind. Zudem werden der mögliche Schaden, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die Gegenmaßnahmen zur Risikominimierung benannt. Alle Risiken werden der Geschäftsführung vorgelegt und zusätzlich in einer sogenannten "heatmap" visualisiert. Es werden Risiko- Sponsoren als auch "Risk-Owner" benannt, die für die Durchführung der Gegenmaßnahmen und das Überwachen des Risikosachverhalts verantwortlich sind.

Das Risikomanagement umfasst hierbei die Betrachtung von kurz-, mittel- und langfristigen Risiken. Das Controlling überwacht die Wirksamkeit der zur Risikosteuerung ergriffenen Maßnahmen. Die wesentlichen Risiken und Chancen sind nachfolgend in ihrer Wichtigkeit absteigend und grundsätzlich netto (nach getroffenen Maßnahmen) dargestellt.

Durch die Eingliederung des Unternehmens und der anderen Aventics-Gesellschaften in die Emerson-Gruppe im Juli 2018 werden sehr gute Chancen für die zukünftige Entwicklung gesehen. Das Unternehmen wird zukünftig in der Lage sein, seine Produkte auch über die Vertriebsbasis der Emerson- Gruppe zu vertreiben und somit schnell, effektiv und innovativ eine noch breitere Kundenbasis anzusprechen. Die erfolgreiche Einführung der Marke Aventics, die in der Vergangenheit zur positiven Entwicklung beigetragen hat, soll auch im Verbund mit Emerson fortgeführt werden. Zudem werden auch die pneumatischen Produkte anderer Konzerngesellschaften von Emerson teilweise sukzessive mit dem Markennamen Aventics versehen werden, was zu einer breiteren Produktpalette zur Abdeckung der Kundenbedürfnisse führt. Durch die enge Kooperation in der globalen Emerson-Vertriebsbasis und die Ausweitung der Aventics-Produktpalette werden Marktanteile gewonnen und die Kundenzufriedenheit erhöht.

Als international tätiges Industrieunternehmen ist die Aventics GmbH von der konjunkturellen und technologischen Entwicklung ihrer Absatzmärkte abhängig. Die größten Risiken sind hierbei der technologische und strukturelle Wandel insbesondere in der Automobilindustrie in Deutschland als auch der Zollstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China sowie die weltweite Abkühlung des Wirtschaftswachstums, welches die exportabhängige Maschinenbauindustrie in Deutschland trifft.

Diesem Absatzrisiko begegnet die Aventics GmbH mit einer ständigen Beobachtung des Pneumatikmarktes in ihren Absatzregionen und Produktsektoren. Eine forcierte kontinuierliche Weiterentwicklung des spezifischen Produktspektrums für strategische Kernsektoren bildet die Grundlage für die zukünftige Sicherung von weiteren Marktanteilen. Insbesondere werden in diesem Zusammenhang die Entwicklung von Industrie-4.0-Lösungen mittels entsprechender elektronischer und digitaler Komponenten vorangetrieben, und es konnten hierbei bereits erste Aufträge gewonnen werden.

Hinsichtlich der Absatzmärkte wurden und werden neben den zusätzlichen Kunden durch die Integration in die Emerson-Gruppe auch neue Distributorenverträge abgeschlossen, um hiermit zusätzliches Wachstum zu generieren. Aufgrund der derzeitigen Bedeutung des deutschen und des gesamteuropäischen Absatzmarktes für die Entwicklung der Ertragslage der Aventics GmbH stellt diese Abhängigkeit ein bedeutsames Risiko für die Aventics GmbH dar. Daher wird monatlich ein Ausblick der erwarteten Ertragslage für das Geschäftsjahr erstellt, und es werden zeitnah Gegenmaßnahmen initiiert, die sowohl Personal- als auch unternehmensexterne Kosten umfassen. Darüber hinaus werden Programme zur Senkung der Produktionskosten durch Automatisierung der Fertigung, der Überarbeitung des Produktdesigns und der verwendeten Materialien durchgeführt. Des Weiteren werden die indirekten Bereiche und Kosten überprüft und angepasst im Hinblick auf Kostensenkungspotential durch Nutzung bereits vorhandener Ressourcen in der Emerson-Gruppe. Die Gegenmaßnahmen werden als geeignet betrachtet, die Auswirkungen dieses Risikos auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Aventics GmbH zu reduzieren, werden diese aber nicht vollständig kompensieren können.

Dem anhaltenden Preisdruck bei Standardprodukten, der durch die fortschreitende Konzentration in der Branche und den Wettbewerb um Marktanteile verstärkt wird, wird mit Rationalisierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen begegnet. Im Stückzahlgeschäft wird dabei die Automatisierung von Fertigungs- und Logistikprozessen vorangetrieben, einfache manuelle Tätigkeiten werden dagegen zunehmend in die zentralen Emerson Werke in Osteuropa verlagert. Zur Erreichung der Ergebnisprognose werden die definierten Maßnahmen monatlich verfolgt und bewertet. Dennoch stellt die Entwicklung im Bereich der Standardprodukte und Komponenten ein bedeutsames Risiko dar, das priorisierte Gegenmaßnahmen erfordert.

Unter anderem soll diesem Risko auch mit dem Ausbau des Geschäfts mit komplexen, kundenspezifischen Systemlösungen begegnet werden, bei dem die Aventics GmbH Synergien zwischen den verschiedenen Kompetenzbereichen im Unternehmen maximal nutzen kann. Die operativen Voraussetzungen für dieses Geschäft wurden in den letzten Jahren geschaffen, ein entsprechendes Wachstum ist erkennbar und für die nächsten Jahre eingeplant.

Die Risiken auf dem Beschaffungsmarkt, wie genereller Preisdruck, Lieferverknappung und Lieferverzögerung bei einzelnen kritischen Materialien, haben sich zuletzt etwas entspannt. Nach wie vor gibt es aber zahlreiche Spezial-Lieferanten ("Single Source"), deren Ausfallrisiko zwar eher als niedrig bis mittel eingeschätzt wird, die aber über eine schlechte Performance in Pünktlichkeit und Qualität das Geschäft der Aventics GmbH nachteilig beeinflussen können. Dem Risiko wird mit einem stringenten Lieferanten-Entwicklungs- und Managementsystem begegnet mit intensivem Dialog zu den Lieferanten, konsequenter Beobachtung des Lieferumfeldes, Bündelung von Einkaufsvolumen, Rationalisierung und ggf. auch der Umsetzung von Dual-Source Strategien.

Die Aventics GmbH war im abgelaufenen Jahr mittelbar regelmäßig Cybercrime-Angriffen, sog. "Ransomware"-Schemata, ausgesetzt. Es handelt sich hierbei um ein international stark zunehmendes Phänomen der Wirtschaftskriminalität, was wir als hohes Risiko einschätzen. Die Angriffe haben fraudulente Auszahlungen aus Täuschung bzw. durch Erpressung, etwa nach Störung der IT-Infrastruktur, zum Ziel. Alle Angriffe konnten, ohne Schaden zu verursachen, abgewehrt werden. Zur Prävention werden die Mitarbeiter in Risikobereichen laufend hinsichtlich neuer Schemata geschult und technische und prozessuale Verbesserungen am IT-Netzwerk durchgeführt. Mittels sogenannter "Penetration"-Tests wird zudem die Resistenz der IT-Netzwerke gegen Cyber-Angriffe laufend überprüft. Nach den getroffenen Maßnahmen wird das Risiko als mittleres Risiko gesehen.

Im Bereich des Finanz- und Währungsmanagements sind Prozesse wie z. B. laufende Analyse der Finanzströme, Bündelungen von Intercompany-Zahlungen, Cashmanagement, Netting usw. im Einsatz. Seit Übergang an die Emerson Electric Co. wurde zur Reduzierung von Währungsrisiken bei der Aventics- Gruppe ein Großteil von internen Fremdwährungskrediten eliminiert. Eine Absicherung von Währungsrisiken erfolgt grundsätzlich auf Ebene des Gesamtkonzerns der Emerson-Gruppe.

Liquiditätsrisiken werden durch eine Verfolgung der täglichen Liquiditätsentwicklung weitgehend ausgeschlossen. Seit Verkauf an die Emerson Electric Co. bestehen weitreichende interne Kreditlinien sowie Cashpool-Verträge mit den europäischen Finanzierungsgesellschaften des Konzerns, der Emersub Treasury Ireland Unlimited Company, London, und der Emerson USD Finance Company Limited, London. Vor diesem Hintergrund sehen wir die Finanzierung der Gesellschaft als gesichert an und bewerten das entsprechende Risiko als gering Dem Ausfallrisiko bei Kundenforderungen wird durch ein konsequentes Forderungsmanagement, die Überprüfung der Bonität der Kunden, die Festlegung von Kreditlimits und ein umfangreiches Mahnwesen begegnet. Das derzeitige Ausfallrisiko wird auf Grund der bestehenden Kundenstruktur als gering eingeschätzt. Darüber hinaus besteht eine Kreditversicherung über alle Kundenforderungen. Durch die oben beschriebene gute Bonität der Kundenstruktur ist die Quote der versicherten Kunden ebenfalls überproportional hoch. Eine in das ERP-System integrierte Software unterstützt bei der Erfüllung der Erfordernisse der Kreditversicherung.

Für sonstige geschäftsbezogene Risiken ist im Rahmen der handelsrechtlichen Regelungen ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen worden. Finanzinstrumente gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB wurden bei der Aventics GmbH im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht verwendet.

4. Prognosebericht

Der IWF reduzierte seine Prognosen für 2023 für das globale Wachstum um 0,1 % Punkte auf 2,8 %, nachdem es 2022 noch 3,4 % waren.

Für Deutschland erwartet der IWF in diesem Jahr eine noch tiefere Rezession als bei seiner letzten Prognose im Sommer. 2023 sei mit einer um 0,5 % geringeren Wirtschaftsleistung zu rechnen. Im Juli hatte die Organisation noch ein Minus von 0,3 % vorausgesagt.

Die Geschäftsführung der Aventics GmbH geht in ihrer Planung für das Geschäftsjahr 2023/2024 von einem Umsatzwachstum von ca. 2 % gegenüber 2022/2023 aus, welches aus einer Kombination von Preiserhöhungen und Volumensteigerungen bei Emerson-internen sowie -externen Kunden erreicht werden soll.

Die Geschäftsführung plant mit einem deutlich höheren Operating Profit und leicht verbesserten EBIT im Geschäftsjahr 2023/2024 im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr, beeinflusst von einer Umsatzsteigerung sowie Kosteneinsparungen. Obwohl Material- und Energiekosten weiter steigen, sollten diese Effekte durch bereits eingeführte Preiserhöhungen kompensiert werden.

Im Bereich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren erwartet die Geschäftsführung durch konsequentes Management weitere Verbesserungen. Die Lieferperformance zum bestätigten Termin soll im Geschäftsjahr 2023/2024 von 85 % auf 90 % gesteigert werden. Auch die Einhaltung der hohen Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutzstandards ist für uns besonders wichtig. Unsere Unfallkennzahl TRR (Total Recordable Rate) soll auch im Folgejahr auf dem geringen Niveau der Vorjahre liegen, und Arbeitsunfälle sind durch entsprechende vorausschauende Maßnahmen zu vermeiden.

Einige der im Lagebericht gemachten Angaben enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf der Grundlage der Erwartungen und Einschätzungen über künftige, die Aventics GmbH betreffende Ereignisse formuliert. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse abweichen oder schlechter ausfallen als beschrieben.

5. Sonstige Angaben

Emerson als Konzern-Mutter hat sich im Jahr 2022 zum Ziel gesetzt, bis 2030 den Anteil der weiblichen Führungskräfte ab der Ebene Direktor (1. Führungsebene) zu verdoppeln. Für die Geschäftsführung entspricht dies einer Zielquote von 33 %. Bei der Aventics GmbH ist aufgrund einer Veränderung im letzten Geschäftsjahr keine Geschäftsführerin beschäftigt. Dies entspricht einer Quote von 0 % (Vorjahr 33 %), im Vorjahr war die Zielquote bereits erreicht. Abhängig von Fördermöglichkeiten strebt die Organisation an, diesen Anteil wieder zu erhöhen. Es sind aktuell 4 Direktorinnen/Vice President beschäftigt (18,2 %; Vorjahr 14 %). Die Zielquote liegt hier bei 20 %. Für das Management (2. Führungsebene) besteht der Plan, eine Quote von 20 % zu erreichen (Aktuell 13 %; Vorjahr 10 %). Der Aufsichtsrat ist aktuell mit 0 % (Vorjahr: 0 %) Frauen besetzt. Die Zielquote für den AR liegt bei 33 %. Um dieses Ziel zu unterstützen und innerhalb von fünf Jahren zu erreichen, wird auch bei der Aventics GmbH angestrebt, den Anteil von weiblichen Neueinstellungen in den Entgeltgruppen 9 aufwärts ab dem Geschäftsjahr 2023/2024 weiter zu erhöhen. Auf diese Weise soll die Vielfalt (Diversity) gestärkt werden, die sowohl kulturell als auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

 

Laatzen, den 24. November 2023

Jörg Brahm, Geschäftsführer

Sebastian Prinzing, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Aventics GmbH, Laatzen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Aventics GmbH, Laatzen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aventics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 5 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 5 des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 24. November 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Björn Kniese, Wirtschaftsprüfer

Philipp Ziemann, Wirtschaftsprüfer

Niederschrift eines Gesellschafterbeschlusses der Aventics GmbH Minutes of a shareholders' resolution of Aventics GmbH
Die unterzeichnete The undersigned
Aventics Services Germany GmbH, Ulmer Straße 4, 30880 Laatzen,
ist die alleinige Gesellschafterin der Aventics GmbH, Ulmer Straße 4, 30880 Laatzen, die im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter HRB 210845 mit einem Stammkapital von EUR 25.000,00 eingetragen ist (die "Gesellschaft"). is the sole shareholder of Aventics GmbH, Ulmer Straße 4, 30880 Laatzen, which company is registered with the Commercial Register of the Local Court in Hannover under file No. HRB 210845 with a registered share capital in the amount of EUR 25,000.00 (the "Company").
Wir halten hiermit unter Verzicht auf alle Frist- und Formvorschriften für deren Vorbereitung und Einberufung eine Gesellschafterversammlung der Gesellschaft ab und fassen einstimmig die folgenden Beschlüsse: Waiving all time and formal reqmrements for the preparation and the calling thereof we hereby hold a shareholders' meeting of the Company and unanimously pass the following resolutions:
1. Der Jahresabschluss für das am 30 September 2023 abgelaufene Geschäftsjahr, geprüft von KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und diesem Gesellschafterbeschluss als Anlage beigefügt, wird hiermit festgestellt. 1. The annual accounts for the fiscal year that ended 30 September 2023, audited by KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft and attached to this resolution as Annex, are herewith adopted.
2. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft in Höhe von 2. The annual profits of the Company in the amount of
EUR 2.131.989,08 EUR 2,131,989.08
wird auf Grundlage des mit der Aventics Services Germany GmbH geschlossenen Gewinnabführungsvertrags vom 14. Juni 2017 (im Rahmen der bestehenden ertragssteuerlichen Organschaft) an diese abgeführt. will be transferred to Aventics Services Germany GmbH on the basis of a profit transfer agreement concluded with the latter on 14 June 2017 (within the framework of the existing fiscal unity for tax purposes).
3. Den Mitgliedern der Geschäftsführung sowie dem Aufsichtsrat der Gesellschaft wird für das am 30. September 2023 abgelaufene Geschäftsjahr Entlastung erteilt. 3. The members of the management and the supervisory board of the Company are granted discharge for the fiscal year that ended on 30 September 2023.
4. Zum Abschlussprüfer des Jahresabschlusses der Gesellschaft für das am 30. September 2023 endende Geschäftsjahr wird die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gewählt. 4. KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft shall be appointed as auditor of the annual accounts for the fiscal year ending 30 Septemher 2024.
Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. Die Gesellschafterversammlung ist damit beendet. Further resolutions will not be passed. The shareholders' meeting therefore is adjourned.
Bei Widersprüchen zwischen der deutschen und der englischen Fassung dieses Gesellschafterbeschlusses hat die deutsche Fassung Vorrang. In case of any discrepancies between the German and the English version of this shareholders' resolution, the Ger- man version shall prevail.

 

Ort und Date / Place and date

Aventics Services Germany GmbH

vertreten durch / represented by

Jean-Christophe Serkumian, Geschäftsführer / Managing Director

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Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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