Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 171088
Vorher
WSW Admin GmbH
Eingetragen
6.12.2007
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von Software-Systemen sowie sonstige Geschäfte und Tätigkeiten, die der Erreichung und Förderung dieses Hauptzweckes dienen, insbesondere Erwerb von Benutzungs- und Verwertungsrechten, Erstellen und Ändern von Programmen, sowie Erbringen von Beratungs-, Schulungs- und sonstigen Dienstleistungen im Bereich der Informationverarbeitung. Ferner Beteiligung an anderen Unternehmen mit einem verwandten Unternehmenszweck sowie deren Geschäftsführung unter Übernahme der unbeschränkten Haftung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Klaus Müer
seit 7.4.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

85.00% identifiziert15.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Klaus Mür
85.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Name, Vorname Geburtsdatum Wohnort; Firma, Sitz Register
15.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
KM Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WSW Software GmbH

Gauting

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

WSW Software GmbH, Gauting

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und Bericht über die Lage der Gesellschaft

1.1 Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Die WSW Software GmbH ist ein Hersteller von Softwarelösungen für die Bereiche Logistik, Produktion, Zoll/Außenhandel und Business Analytics.

Das Unternehmen gliedert sich in die vier Geschäftsbereiche SAP, Digital Supply Chain, Zoll/Außenhandel sowie Business Analytics und versteht sich als Standardsoftwarelieferant und Beratungsunternehmen und begleitet Kundenprojekte von der Blueprintphase, über die softwaretechnische Lösung bis hin zum 24/7 Support.

Die WSW Software GmbH entwickelt auf Basis des No-Code/Low-Code-Ansatzes insbesondere Softwarelösungen auf Basis von SAP und Microsoft.NET.

Das gesamte Produkt- und Leistungsspektrum sichert den Kunden von WSW Software dauerhaft Wettbewerbsvorteile.

Hinweise:

Low-Code und No-Code sind Entwicklungs-Ansätze in der IT, die mit wenigen beziehungsweise vollständig ohne Programmierkenntnisse auskommen. Damit tragen sie zur deutlichen Vereinfachung in der Entwicklung aufwendiger Anwendungen im Mittelstand bei. Besonders im Hinblick auf die Digitalisierung im Mittelstand nehmen diese Ansätze eine wichtige Rolle ein. Die Herausforderung der digitalen Transformation stellt kleine und mittlere Unternehmen vor die Schwierigkeit mit größeren Konzernen mitzuhalten. Oft mangelt es jedoch im Vergleich zur Konkurrenz an geschultem Fachpersonal oder einer eigenständigen IT-Abteilung. Abhilfe versprechen Low-Code- und No-Code-Plattformen, die auch Nicht-Fachleuten die Teilhabe an der Entwicklung ermöglichen. Auch komplexe Anwendungen, beispielsweise aus dem IoT-Bereich, lassen sich auf dieser Basis entwickeln. In zahlreichen Unternehmen im Mittelstand sind entsprechende Plattformen im Zuge der Digitalisierung bereits im Einsatz.

SAP ist der größte europäische Hersteller von Software für die Steuerung von Unternehmensprozessen. Mit den Lösungen SAP R/2 und SAP R/3 etablierte SAP einen Standard für Unternehmenssoftware (Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System)). Unter dem Namen SAP S/4HANA hat die SAP 2015 die neueste Generation ihrer ERP-Lösung für das digitale Zeitalter auf den Markt gebracht.

Microsoft.Net dient als Sammelbegriff für mehrere von Microsoft herausgegebene Software-Plattformen, die der Entwicklung und Ausführung von Anwendungsprogrammen dienen, Produkte, Frameworks, Programmiersprachen und alles, was mit den Genannten in Verbindung steht, etwa Werkzeuge und Technologien.

Hinweis: Lageberichtsfremder Bestandteil, der nicht Prüfungsgegenstand ist (IDW PS 350 n.F.)

1.2 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

1.2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 expandierte die Weltwirtschaft in moderatem Tempo, sie zeigte sich angesichts vielfältiger Belastungen insgesamt robust. Nachdem sich die internationale Konjunktur im Verlauf des zweiten Halbjahres 2023 abgeschwächt hatte, scheint sie zu Beginn des Jahres 2024 wieder etwas an Schwung zu gewinnen.

Die globale Konjunktur ist sektoral und regional verschieden. Dienstleistungen sind im vergangenen Jahr deutlich stärker expandiert als die Industrie. Der Welthandel mit Waren ging sogar spürbar zurück.

Unter den großen Ländern expandierte die US-Wirtschaft überraschend stark, während die Produktion in der Europäischen Union (EU) und in Großbritannien nur geringfügig zunahm.

Differenziert war die Konjunktur auch innerhalb der Gruppe der Schwellenländer: In China wurde die wirtschaftliche Erholung von der Pandemie durch die dortige Immobilienkrise beeinträchtigt. Rohstoffexportierende Volkswirtschaften, etwa in Südamerika, litten unter Preisrückgängen bei Getreide und Industriemetallen. Dagegen blieb das Expansionstempo der indischen Wirtschaft hoch, und in Russland konnten die nach dem Angriff auf die Ukraine eingetretenen Einbußen im Handel mit Europa zunehmend durch mehr Austausch mit China und anderen Ländern Asiens ersetzt werden.

Alles in allem rechnen die Institute mit einem Zuwachs der Weltproduktion um 2,5% im Jahr 2024 und um 2,6% im Jahr darauf. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verändert sich der Produktionsanstieg im Jahresdurchschnitt mit Raten von 1,6% im laufenden Jahr und 1,7% im kommenden Jahr ebenfalls nur wenig. Während die Zuwachsraten der gesamtwirtschaftlichen Produktion in etwa konstant bleiben, wird das Konjunkturgefälle zwischen den USA und Europa geringer, und die Dynamik im Verhältnis zwischen Dienstleistungen und Industrie dürfte sich wieder zugunsten der Industrie verschieben.

Nach dem deutlichen Rückgang im vergangenen Jahr wird der weltweite Warenhandel im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,3% zunehmen. Im Jahr 2025 dürfte der Welthandel mit 2,2% wieder in etwa so stark steigen wie im längerfristigen Trend. Die Inflation dürfte im Jahresdurchschnitt 2024 von 4,7% auf 2,6% zurückgehen und im Jahr 2025 in die Nähe der 2,0%-Marke sinken.

Die Weltwirtschaft ist gegenwärtig großen geopolitischen Risiken ausgesetzt. Aktuelle Kriege könnten eskalieren und in der Folge neuerliche Energiekrisen oder eine starke Fluchtmigration verursachen. Das Ausbrechen schwelender geopolitischer Konflikte in Asien würde Welthandel und Wertschöpfungsketten empfindlich stören und die Weltwirtschaft stressen.

Zunehmende handelspolitische Spannungen bilden ein weiteres Risiko für die Weltkonjunktur. Nachdem sich das Verhältnis zwischen den USA und China durch neue US-Restriktionen im Hochtechnologiebereich durch die US-Regierung im vergangenen Jahr verschlechtert hat, zeichnet sich nun auch zwischen China und der EU ein handelspolitischer Streit ab, seit in der EU über Strafzölle auf die Einfuhr industriepolitisch sensibler Güter wie E-Autos oder Windanlagen aus China diskutiert wird.

Quellenangabe: Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2024, Kiel Institut für Weltwirtschaft, Kurzfassung

1.2.2 Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Die Wirtschaft in Deutschland ist angeschlagen. Eine bis zuletzt zähe konjunkturelle Schwächephase geht mit schwindenden Wachstumskräften einher.

Die Wirtschaftsleistung liegt im Frühjahr 2024 auf einem Niveau, das kaum über dem vor der Pandemie liegt. Seitdem tritt die Produktivität auf der Stelle, und die inzwischen um über 600.000 höhere Zahl der Erwerbstätigen kompensiert im Wesentlichen nur die niedrigere durchschnittlich geleistete Arbeitszeit.

Das von den Instituten im Herbst 2023 bereits für das Winterhalbjahr 2023/24 erwartete Anziehen der Wirtschaftsleistung ist ausgeblieben, auch wenn sich der private Konsum als leicht stützend erwiesen hat. Außen- wie binnenwirtschaftlich gab es mehr Gegen- als Rückenwind. Die deutschen Ausfuhren sind gesunken, während die weltwirtschaftliche Aktivität bis zuletzt gestiegen ist. Dies liegt vor allem daran, dass die für die deutschen Exportunternehmen bedeutsame Nachfrage nach Investitions- und Vorleistungsgütern schwach blieb. Insbesondere bei energieintensiven Gütern hat auch die preisliche Wettbewerbsfähigkeit gelitten, und Produktion ist ins Ausland abgewandert.

Noch etwas schwächer als erwartet zeigte sich zuletzt die Bauaktivität, insbesondere im Wohnbau.

Der Konsum der privaten Haushalte war in 2023 um -0,1% niedriger als im Jahr davor. Damit wurde die Erholung von der Pandemie unterbrochen. Maßgeblich hierfür war, dass die real verfügbaren Einkommen trotz eines robusten Arbeitsmarktes und kräftiger nominaler Lohnzuwächse inflationsbedingt erneut zurückgingen. Die Konsumzurückhaltung dürfte zudem auf die hohe Unsicherheit zurückzuführen sein, die sich in einem weiterhin eingetrübten Konsumklima sowie einem verstärkten Sparmotiv widerspiegelte. Die Sparquote lag in 2023 bei 11,4% und damit deutlich über dem langjährigen Durchschnitt vor der Pandemie von 10,5%. Seit dem zweiten Quartal 2023 ist der private Konsum in der Tendenz leicht aufwärtsgerichtet. Für das erste Quartal 2024 deuten die Frühindikatoren eine nur schwache Konsumausweitung an. Im GfK-Konsumklima zeichnete sich auch zu Jahresbeginn noch kein deutlicher Umschwung ab. Der Einzelhandel verbuchte im Januar abermals einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vormonat in Höhe von -0,5%, allerdings blicken die konsumnahen Dienstleister, gemessen an den ifo Geschäftserwartungen, deutlich optimistischer auf die kommenden Monate.

Alles in allem erwarten die Institute, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um +1,5% (2023: +0,3%) zulegen wird. Damit revidieren die Institute ihre Prognose für die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr gegenüber ihrem Herbstgutachten deutlich um 1,2 Prozentpunkte nach unten, während die Prognose für das Jahr 2025 nahezu unverändert bleibt, geht aber mit einem um über EUR 30 Mrd. geringeren Volumen der Wirtschaftsleistung einher.

Damit liegen die für Deutschland prognostizierten Wachstumsraten des BIP in den Jahren 2024 unterhalb der Wachstumsraten für die EU-27 Länder insgesamt.

Als wesentliches Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird die Entwicklung des Produktionspotenzials, das ist die bei Normalauslastung mögliche Wirtschaftsleistung, welche durch die Institute seit dem Jahr 2019 mehrfach erheblich zurückgenommen wurde genannt. So liegt nunmehr der für das Jahr 2024 geschätzte Wert um -2,2 % unter dem Niveau, das vor fünf Jahren für dieses Jahr erwartet wurde.

Die Dekarbonisierung der deutschen Wirtschaft ist mit einem Transformationsprozess verbunden in welchem neben der Energieversorgung auch weite Teile der Produktionsstrukturen umgestellt werden müssen. Es besteht das Risiko, dass die neuen Produktionsstrukturen nicht ausschließlich in Deutschland entstehen und teilweise in das Ausland verlagert werden, was die Entwicklung des Produktionspotentials negativ beeinflussen kann.

Als weiteres Risiko für das Produktionskapital resultiert aus der demographischen Entwicklung in Deutschland. So dürfte eine insgesamt ältere Erwerbsbevölkerung den technischen Fortschritt weniger durchgreifend adaptieren als eine jüngere. Auch wandern bislang anteilig weniger Höherqualifizierte zu, als aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Die Suche nach qualifizierten Arbeitskräften soll sich hierdurch weiter verschärfen.

In dem Maße, wie seitens der Politik die Folgen des demografischen Wandels im gesetzlichen Alterssicherungssystem stärker zu Lasten der aktiven Erwerbstätigen abgefangen werden sollen, dürfte zudem der Anreiz für qualifizierte Zuwanderung für sich genommen weiter sinken.

Quellenangabe: Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2024, Kiel Institut für Weltwirtschaft, 2. Lage und Prognose der deutschen Wirtschaft

Ein rückgängiges Produktionspotential kann nach unserer Beurteilung die sich aus der globalen Konjunktur ergebenden Risiken für die deutsche Wirtschaft noch erhöhen.

1.2.3 Branchenentwicklung IT und Telekommunikation

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) berichtet, dass sich Deutschlands digitale Wirtschaft auf einem Wachstumskurs ist.

Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds erwartet der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) für 2024 ein Umsatzplus von +4,4% auf EUR 224,3 Mrd.. Der ITK-Sektor würde damit um den Faktor drei bis vier stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um +2,0% auf EUR 215 Mrd. zugelegt. Das Umsatzwachstum hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche soll laut Bitkom im Jahresverlauf 2024 um +36.000 wachsen, auf 1,368 Mill.. Bereits 2023 sind 28.000 neue Arbeitsplätze entstanden. "Die meisten Unternehmen der Bitkom-Branche präsentieren sich krisenfest. Auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, legen Umsätze und Beschäftigung zu. Insbesondere das Arbeitsplatzwachstum könnte noch deutlich größer ausfallen, der Fachkräftemangel erweist sich hier als Hemmschuh", sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. "Digitalisierung ist die Antwort auf die aktuellen Herausforderungen für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat. Unser Vorsatz für 2024 muss lauten: Mehr Entschlossenheit bei der Digitalisierung und mehr Freiraum für Innovationen."

Das Geschäftsklima in der Digitalwirtschaft entwickelt sich gegen den Trend der Gesamtwirtschaft positiv, wie der von Bitkom und ifo Institut erstellte Digitalindex zeigt. Während der ifo Index für die Gesamtwirtschaft im Dezember von minus -9,4 Punkten noch einmal auf minus - 11,2 zurückging, legte der Digitalindex von 6,0 auf 9,8 Punkte zu. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Investitionsplanungen der ITK-Unternehmen wider. So wollen 22,0% ihre Investitionen 2024 erhöhen und 61,0% die Ausgaben konstant halten, 17,0% müssen auf die Bremse treten. Dabei wird vor allem in Software sowie Forschung und Entwicklung investiert. "Die Bitkom-Branche startet mit Zuversicht ins neue Jahr. Sie bringt mit ihren Lösungen Effizienz- und Produktivitätszuwächse für die Unternehmen und sie macht positive Stimmung. Beides braucht Deutschlands Konjunktur derzeit wohl dringender denn je", so Wintergerst.

Die Informationstechnik ist dabei der wichtigste Wachstumstreiber. Nach einer leichten Wachstumsdelle im vergangenen Jahr (plus +2,2% auf EUR 142,9 Mrd.) werden 2024 nach der aktuellen Prognose EUR 151,5 Mrd. umgesetzt, das entspricht einem Plus von +6,1%. Vor allem das Geschäft mit Software legt stark zu (plus +9,4% auf EUR 45,5 Milliarden). Dabei wachsen die Umsätze mit Plattformen für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung von Software überdurchschnittlich, und zwar um +12,3% auf EUR 12,2 Mrd.. Hier spiegelt sich auch der aktuelle Boom bei Künstlicher Intelligenz wider.

Das Geschäft mit KI-Plattformen wächst um +38,3% auf EUR 1,4 Mrd.. "Künstliche Intelligenz wird 2024 das Top-Thema bleiben. Unternehmen sollten sich jetzt mit KI beschäftigen, entsprechende Projekte aufsetzen und auch in die Technologie investieren", so Wintergerst. "Die Politik muss bei der Umsetzung des AI-Acts Augenmaß beweisen und dafür sorgen, dass KI in Deutschland und Europa sowohl weiter genutzt als auch entwickelt werden kann." Deutlich zulegen kann auch das Geschäft mit Software für die Systeminfrastruktur von Unternehmen. In diesem Segment legen die Umsätze um voraussichtlich +8,1% auf EUR 10,0 Mrd. zu. Sicherheitssoftware hat daran einen Anteil von 3,9 Milliarden Euro, das entspricht einem Anstieg um 12,7%. Stark wachsend sind auch die Umsätze mit sonstigen Software-Anwendungen, sie legen um +8,5% auf EUR 23,2 Mrd. zu. Darin enthalten sind unter anderem Kollaboration-Tools zur Zusammenarbeit und zum mobilen Arbeiten, die überdurchschnittlich um +13,5% auf EUR 1,6 Mrd. wachsen. Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen steigen laut Bitkom 2024 um +4,8% auf EUR 51,7 Mrd.. Besonders kräftig wachsen dabei Dienstleistungen mit Cloud-Bezug, die einen Anteil von EUR 17,7 Mrd. am gesamten IT-Service-Markt haben und um +17,0% zulegen. Wintergerst: "Das insgesamt starke IT-Wachstum zeigt, dass die deutsche Wirtschaft das Thema Digitalisierung ernst nimmt. Die Investitionsbereitschaft bleibt auch unter schwierigen Bedingungen hoch."

Die Umsätze mit IT und Telekommunikation werden weltweit 2024 der Prognose zufolge um +5,6% auf EUR 4,91 Bill. zulegen. Das größte Wachstum verbucht dabei Indien mit einem Plus von +7,9%, dahinter folgen die USA (+6,3%), China (+5,7%), Großbritannien (+5,6%) sowie Japan (+3,5%). Die EU ohne Deutschland kommt auf ein Wachstum von +5,9%. Beim Blick auf die weltweiten Marktanteile können die USA ihre Vormachtstellung ausbauen und kommen nun auf 38,0%. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand China (11,4%), Japan (4,8%) und Großbritannien (4,3%). Deutschland liegt mit 4,0% nur auf Rang 5, Indien kommt auf 2,5% Weltmarktanteil. Auf die EU ohne Deutschland entfallen 10,8% der globalen ITK-Ausgaben. "Damit Deutschland bei der Digitalisierung aufholt, müssen die Unternehmen und Verwaltungen ihre Investitionen entschiedener hochfahren", so Wintergerst. Von der Bundesregierung fordert Wintergerst, dass sie Wirtschaft und Wachstum in den Mittelpunkt ihrer Politik rückt und bei der Digitalisierung aufs Tempo drückt. Wintergerst: "Wirtschaftliche Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit braucht digitale Infrastrukturen, digitalisierte Verwaltungen und digitalisierte Unternehmen. Die Digitalisierung zu treiben, hat sich die Ampelkoalition vorgenommen. Von 334 digitalpolitischen Vorhaben dieser Legislatur hat die Bundesregierung allerdings erst 60 abgeschlossen, 226 sind in Umsetzung, 48 wurden noch nicht begonnen. Macht die Bundesregierung im bisherigen Tempo weiter, wird sie bis zur nächsten Wahl nur jedes zweite Digitalvorhaben abschließen. Das Tempo in der Digitalpolitik muss mehr als verdoppelt werden." Dies sei dringend nötig, auch um die digitale Souveränität Deutschlands zu stärken und den Schutz im Cyberraum zu erhöhen.

Quellenangabe: Bitkom e.V., Berlin, Presseartikel vom 10.01.2024

1.2.4 Branchenentwicklung deutsche Automobilindustrie

Trotz einer wirtschaftlich angespannten Lage konnte die Automobilindustrie ihren Umsatz aus der Inlandsproduktion auch im Jahr 2023 steigern. Im vergangenen Jahr stieg er 10,0% auf knapp EUR 558,1 Mrd.. Ein Teil des Umsatzplus dürfte dabei auch der immer noch erhöhten Inflation geschuldet sein. Das Umsatzplus verteilte sich dabei etwa proportional auf das Inlands- (+11,0%) und Auslandsgeschäft (+10,0%). Knapp 70,0% des Gesamtumsatzes ging dabei auf das Auslandsgeschäft zurück, etwa 30,0% davon entfielen wiederum auf Geschäfte mit Ländern innerhalb der Eurozone. Der Umsatz aus dem Geschäft mit Kunden innerhalb der Eurozone stieg dabei um +21,0% und damit deutlich stärker als der Umsatz mit Kunden außerhalb der Eurozone (+6,0%).

Das Umsatzplus erstreckte sich dabei über alle Herstellergruppen, wobei die Hersteller von Kraftwagen und -motoren ihren Umsatz um +11,0% auf EUR 451,8 Mrd. am stärksten steigern konnten. Damit wurden etwas mehr als vier Fünftel des insgesamt erzielten Umsatzes aus der Inlandsproduktion von den OEMs generiert. Die Hersteller von Karosserien, Aufbauten und Anhängern steigerten ihren Umsatz im vergangenen Jahr um knapp +3,0% auf EUR 14,4 Mrd.. Die Zulieferer verbuchten 2023 ein Umsatzwachstum um +9,0% gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt erzielten die Hersteller von Teilen für Kraftwagen und Kraftwagenmotoren einen Umsatz von EUR 91,9 Mrd.. Damit erwirtschafteten sie knapp 16,0% des Gesamtumsatzes der automobilen Inlandsproduktion.

Quellenangabe: Verband der Automobilindustrie (VDA), Umsatzdaten der Automobilindustrie in Deutschland, Onlineveröffentlichung vom 29.05.2024

2. Geschäftsverlauf und Lage

2.1 Geschäftsverlauf

Bis zum Ende des dritten Quartals 2023 konzentrierten wir uns auf die konsequente Verfolgung unserer langfristigen, strategischen Ziele wie die Sicherung der Marktposition im Bereich SAP Add-on für die Kfz-Industrie, die Erweiterung des Leistungsportfolios zur Gewinnung von Kunden in anderen Branchen als der Kfz-Industrie und des "Active Sourcing" im Bereich Recruting.

Im Vordergrund standen:

Der Auf- und Ausbau der neuen Geschäftsbereiche Zoll/Außenhandel und Business Analytics, um insbesondere Kunden anderer Branchen als der Kfz-Industrie zu gewinnen.

Der Weiterentwicklung unserer Manufactory-Execution-System-Entwicklung (kurz: "ME") VALERIS im Geschäftsbereich Digital Supply Chain, um produzierende Unternehmen unabhängig von Ihrer Branchenzugehörigkeit als Kunden zu gewinnen.

Die Weiterentwicklung unserer S/4HANA-basierten Softwarelösung JUNIQ im Geschäftsbereich SAP, um auch mit S/4HANA die gegebene Marktposition in diesem Segment zu behaupten.

Die Planung für 2023 erfolgte auf Grund einem von der Inflation gestörten Umfeld zurückhaltend.

Bereits Anfang des Jahres 2023 mussten wir auf Grund der anhaltend schlechten Wirtschaftssituation in der Kfz-Industrie feststellen, dass die Investitionsbereitschaft unserer Kunden (überwiegend Automobilzulieferer) in unser Leistungsportfolio deutlich rückläufig ist. Nur wenige große Konzerne haben ihre geplanten Investitionen in S/4HANA ausgeführt und insbesondere in unsere Produkte SPEEDI Transition Package und JUNIQ investiert.

Auf Grund der Marktunsicherheiten und einem anhaltenden bescheidenen Investitionsverhalten unserer kleinen und mittelständischen Kunden sowie dem fortdauernden Fachkräftemangel hat unsere Geschäftsführung auf Basis unseres Risikomanagements Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen, um mittelfristig und langfristig Schäden von unserem Unternehmen und unseren Mitarbeitenden abzuwenden.

Der anhaltende Fachkräftemangel hat zu Engpässen bei der Entwicklung von Softwarelösungen und zu verlängerten Projektlaufzeiten bei unseren Kunden geführt. Wir konnten daher nicht, die zum Auf- und Ausbau erforderlichen Fachkräfte für die SAP-Global-Trade-Service-(GTS-)-Beratung und die Weiterentwicklung der Manufactoring-Execution-Software (ME-Standardsoftware "VALERIS") einstellen.

Die Geschäftsführung hat die bisher gültigen langfristigen, strategischen Wachstumsziele abgesetzt und neue mittelfristige sowie langfristige strategische Unternehmensziele definiert. Als oberstes Ziel wurde die Wirtschaftlichkeit bestimmt, damit die WSW Verluste vermeiden und nachhaltig positive Ergebnisse erwirtschaften kann. Hieraus ergibt sich eine Fokussierung auf die Geschäftsbereiche SAP; Digital Supply Chain und Business Analytics sowie eine Konsolidierung.

Auf Basis dieser neuen Zielsetzungen haben wir bereits im vierten Quartal 2023 beschlossen die Weiterentwicklung unserer ME-Standardlösung VALERIS einzustellen und seit 2024 vertreiben wir dieses Softwareprodukt nicht mehr aktiv im Markt.

Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2023 und dem bisherigen Geschäftsverlauf des Jahres 2024, unter Berücksichtigung der herausfordernden und schwierigen Rahmenbedingungen, zufrieden.

2.2 Ertragslage

Die Gesellschaft konnte im Jahr 2023 trotz des schwierigen Umfeldes den Jahresüberschuss auf TEUR 1.463 steigern. Der Umsatz im Jahr 2023 hat sich um TEUR 2.376 bzw. +16,8% auf TEUR 16.510 erhöht und liegt um TEUR 1.760 bzw.+11,9% über dem Mittelwert des Zielkorridors unserer Planung für das Jahr 2023. Zur Verbesserung hat insbesondere ein Sondereffekt im Geschäftsbereich SAP-Add-on beitragen.

Der Personalaufwand hat sich von TEUR 10.012 um TEUR 611 (bzw. +6,1%) auf TEUR 10.623 erhöht. Zur Beurteilung der Ertragslage wurden Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 76 dem neutralen Ergebnis zugeordnet. Es errechnet sich ein Anstieg um in Höhe von TEUR 534 (bzw. +5,3%). Der Anstieg ist auf Gehaltsanpassungen und dem Erreichen von vereinbarten Zielbereichen zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) liegt mit 63,9% unterhalb des Vorjahreswerts in Höhe von 70,8%. Diese Verbesserung ist auf die Anpassung unserer strategischen Ziele (siehe Oben unter 2.1) zurückzuführen. Die Anzahl der im Jahr 2023 beschäftigten Mitarbeitenden hat sich gegenüber dem Vorjahr um +4,0% auf 130 erhöht.

Zur Beurteilung der Ertragslage haben wir die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 695 (Vorjahr TEUR 312) um neutrale Erträge in Höhe von TEUR 450 (Vorjahr TEUR 73) bereinigt. Weiterhin wurden von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen lt. Gewinn- und Verlustrechnung TEUR 3.943 (Vorjahr TEUR 3.170) insgesamt TEUR 541 (Vorjahr TEUR 41) dem neutralen Ergebnis zugeordnet.

Unter Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen von TEUR 294 (Vorjahr TEUR 295), den um neutrale Effekte bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.402 (Vorjahr TEUR 3.129) sowie den um neutrale Effekte bereinigten sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 245 (im Vorjahr TEUR 239) konnten wir ein Betriebsergebnis bzw. EBIT von TEUR 2.344 (Vorjahr TEUR 926) erwirtschaften.

Die planmäßigen Abschreibungen liegen mit TEUR 294 auf Vorjahresniveau (TEUR 295). Durch effektive Kostenkontrollen konnte der Anstieg der um neutrale Effekte bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 273 bzw. +8,7% begrenzt werden.

Die Erhöhung des EBIT um TEUR 1.418 (bzw. +153,1%) auf TEUR 2.344 sowie die Umsatzrentabilität (EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) liegen mit 14,2% (im Vorjahr 6,7%) im Jahr 2023 oberhalb der von uns definierten Bandbreite von 6,0% bis 8,0%. Die Entwicklung ist im Jahr 2023 auf einen Sondereffekt zurückzuführen, der sich in vermindertem Umfang auch auf das Ergebnis im Jahr 2024 auswirken wird.

Das Finanzergebnis im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr TEUR -37) ist wie im Vorjahr für die Beurteilung der Ertragslage der WSW Software GmbH von untergeordneter Bedeutung.

Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) in Höhe von TEUR 2.237 (im Vorjahr TEUR 921) ist im Jahr 2023 durch das neutrale Ergebnis in Höhe von TEUR -167 belastet, während es im Vorjahr mit einem positiven Saldo in Höhe von TEUR 32 entlastet wurde.

Der Jahresüberschuss ist mit TEUR 1.463 um TEUR 804 (bzw. +122,0%) höher als im Vorjahr. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind um TEUR 512 (bzw. +195,4%) auf TEUR 774 erhöht. Zu dem Anstieg der Steuerquote (Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) hat eine im Jahr 2023 eine Drohverlust-Rückstellung in Höhe von TEUR 527 beigetragen, welche nicht in das zu versteuernde Einkommen einfließt.

2.3 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.903 bzw. +51,3% auf TEUR 8.567 erhöht. Diese Entwicklung ist auf der Aktivseite auf ein um TEUR 2.344 bzw. +59,0% erhöhtes Umlaufvermögen incl. ARAP und ein um TEUR 559 bzw. +33,1% gestiegenes Anlagevermögen gekennzeichnet.

Die Erhöhung ist im Anlagevermögen im Wesentlichen auf die um TEUR 541 bzw. +46,8% gestiegenen Sachanlagen zurückzuführen. Die Anlagenintensität ist aufgrund der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 57 und Sachanlagen in Höhe von TEUR 824 (Vorjahr TEUR 257) denen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 294 (Vorjahr TEUR 295) und außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 72), vermindert um Zuschreibungen in Höhe von TEUR 59 entgegenstehen, mit 26,3% niedriger als im Vorjahr 29,8%. Die Verminderung der Anlagenintensität ist im Jahr 2023 wesentlich durch die Erhöhung der Bilanzsumme als Bemessungsgrundlage beeinflusst.

Im Umlaufvermögen incl. ARAP haben die Erhöhung der Vorräte um TEUR 229, der Liefer- und Leistungsforderungen um TEUR 450 bzw. +23,4%, der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 915 bzw.+256,3%, der sonstigen Vermögensgegenstände und ARAP um TEUR 636 bzw. +38,8% sowie der flüssigen Mittel um TEUR 114 bzw. +285,0% zum Anstieg beigetragen.

Zur Erhöhung der Bilanzsumme haben auf der Passivseite im Wesentlichen das Eigenkapital mit einem Anstieg um TEUR 1.463 (bzw. +59,9%) und die Rückstellungen mit einem Anstieg um TEUR 1.371 (bzw. +95,0%) beigetragen.

Aufgrund des erwirtschafteten Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 1.463 und unter Berücksichtigung der erhöhten Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote von 43,1% auf 45,6% verbessert.

Das mittel- und langfristig gebundene Kapital in Höhe von TEUR 1.343 (Vorjahr TEUR 98) resultiert im Wesentlichen aus Investitionskrediten (TEUR 955; Vorjahr TEUR 90) sowie einer Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 380.

Das kurzfristige Fremdkapital in Höhe von TEUR 3.319 (Vorjahr TEUR 3.124) bzw. 38,7% (Vorjahr 55,2%) der Bilanzsumme wird im Wesentlichen durch kurzfristige Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.426 (Vorjahr TEUR 1.435), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr TEUR 370 und Bankschulden in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr TEUR 732) geprägt. Von den kurzfristigen Rückstellungen entfallen TEUR 472 (Vorjahr TEUR 16) auf Steuerrückstellungen.

Die sonstigen Rückstellungen mit kurzfristiger Laufzeit in Höhe von TEUR 1.954 (Vorjahr TEUR 1.419) betreffen in Höhe von TEUR 1.528 (Vorjahr TEUR 1.018) den Personalbereich. Mit TEUR 1.157 (Vorjahr TEUR 779) der sonstigen Rückstellungen bilden erfolgsabhängige Vergütungen die größte Gruppe. Daneben sind Rückstellungen für Gewährleistung und Kulanz mit TEUR 165 (Vorjahr TEUR 212), Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub und Überstunden mit TEUR 259 (im Vorjahr 219); Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 527 und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr TEUR 93), sowie im Vorjahr Rückstellungen aufgrund der Prüfung der DRV in Höhe von TEUR 96, zu erwähnen.

Zur Verbesserung der Liquidität hatte die Gesellschaft im Vorjahr kurzfristige Bankkredite in Höhe von TEUR 680 im Bestand.

2.4 Finanzlage

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Gesellschaft hat aus laufender Geschäftstätigkeit Finanzmittel in Höhe von TEUR 589 erwirtschaftet, während im Vorjahr TEUR -823 verbraucht wurden.

Neben dem um TEUR +804 auf TEUR 1.463 verbesserten Periodenergebnis resultiert die Veränderung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit im Vorjahresvergleich um TEUR +1.412 im Wesentlichen aus der Zunahme der Rückstellungen um TEUR +915 (Vorjahr Abnahme TEUR -434), den im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Ertragssteuerzahlungen TEUR -298 (Vorjahr TEUR -893) und dem Ertragssteueraufwand in Höhe von TEUR 774 (Vorjahr TEUR 262). Das Netto-Umlaufvermögen, ohne liquide Mittel hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR +1.706 erhöht und Finanzmittel gebunden.

Die übrigen Veränderungen mit einem Saldo in Höhe von TEUR -142 sind für die Beurteilung der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von nachrangiger Bedeutung.

Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 im Rahmen der Investitionstätigkeit Finanzmittel in Höhe von TEUR -731 verbraucht. Im Vorjahr wurde ein positiver Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 3 erwirtschaftet. Den Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von TEUR -57 und in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR -824 (Vorjahr TEUR -257) stehen Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen TEUR +71 (Vorjahr TEUR +217), Zinserträge TEUR +76 (Vorjahr TEUR +41) sowie Beteiligungserträge in Höhe von TEUR +3 (Vorjahr TEUR +2) gegenüber.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit wurden im Jahr 2023 TEUR 936 eingenommen, während im Vorjahr TEUR -210 verwendet wurden. Der Saldo resultiert aus einer Kreditaufnahme in Höhe von TEUR +1.000, der planmäßigen Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von TEUR -52 (im Vorjahr TEUR -202) sowie aus Zinszahlungen in Höhe von TEUR -12 (im Vorjahr TEUR -8).

Zum 31. Dezember 2023 hat sich der Finanzmittelfond, bestehend aus Kassenbeständen in Höhe von TEUR 6 und Bankguthaben in Höhe von TEUR 148 durch zahlungswirksame Veränderungen um TEUR 794 erhöht. Die Liquidität der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres, insbesondere durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien sichergestellt.

2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung des Unternehmens insbesondere:

Umsatzentwicklung;

Betriebsergebnis (EBIT) und

Liquidität (operativer Cashflow)

Daneben verwenden wir den Umsatz pro Mitarbeitenden und die Umsatzrendite als Benchmarks zur Kontrolle und Steuerung der Gesellschaft.

2.6 Gesamtaussage

Der Umsatz der Gesellschaft in Höhe von TEUR 16.510 liegt im Jahr 2023 um TEUR +1.760 bzw.+11,9% über dem Mittelwert des Zielkorridors unserer Planung für das Jahr 2023 in Höhe von TEUR 14.500 bis TEUR 15.000. Das EBIT im Verhältnis zum Umsatz hat bei einer Steigerung der Mitarbeiterzahl um +4,0% auf 130 im Jahr 2023 einen Wert von 14,2% (im Vorjahr 6,7%) erreicht.

Dieser Wert liegt oberhalb unserer Renditeerwartung, welche wir in einer Bandbreite zwischen 6,0% und 8,0% sehen. Die Gesellschaft konnte im Jahr 2023 Finanzmittel erwirtschaften, sowie Kreditlinien nutzen, um alle Investitionen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu finanzieren. Unsere wirtschaftliche und finanzielle Situation beurteilen wir daher positiv.

Die Geschäftsführung ist daher mit dem Geschäftsverlauf 2023, unter der Berücksichtigung der gegenwärtig bestehenden Markt- und Konjunkturrisiken zufrieden.

Wir gehen davon aus, dass wir aufgrund der stabilen Entwicklung des Betriebsergebnisses unsere geplanten Produktinvestitionen auch zukünftig aus dem gewöhnlichen Cashflow finanzieren können.

3. Risiken- und Chancenbericht

3.1 Risikomanagementsystem

Zum sicheren Fortbestand der Gesellschaft kommt einem effektiven Risikomanagementsystem eine bedeutende Rolle zu. Das System soll sicherstellen, dass Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens frühzeitig vom Management erkannt werden und auf systematische, nachvollziehbare Weise Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden können. Ziel ist es, Schäden von der Gesellschaft und den Mitarbeitenden abzuwenden.

Aus diesem Grund hat die Geschäftsführung der Gesellschaft ein effektives Risikofrüherkennungs-, Überwachungs- und Steuerungssystem eingerichtet und als festen Bestandteil der unternehmenseigenen Auf- und Ablauforganisation integriert.

Einzelne Risiken unterliegen in Bezug auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit oder ihre Auswirkungen regelmäßigen Veränderungen. Insgesamt geht das Management davon aus, dass auf Grund der ausgeführten Maßnahmen (siehe Kapitel 2.1 dieses Lageberichts) derzeit keine weiteren nennenswerten Risiken bestehen, die eine Auswirkung auf den Fortbestand der Gesellschaft haben könnten.

Nachfolgend werden aus der Gesamtheit der beobachteten Risiken wesentliche Risikofelder und Einzelrisiken erläutert, die aus aktueller Sicht die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen könnten.

3.2 Markt- und Wettbewerbsrisiken

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2 % gestiegen, nachdem es zum Jahresende 2023 zurückgegangen war (revidiert -0,5 % im 4. Quartal 2023 zum Vorquartal; bisher: -0,3 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde das leichte Wachstum von Anstiegen der Bauinvestitionen und der Exporte getragen. Die privaten Konsumausgaben gingen dagegen zurück.

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 1. Quartal 2024 preisbereinigt um 0,9 % niedriger als im 1. Quartal 2023. Preis- und kalenderbereinigt war der Rückgang geringer (-0,2 %), da 1,6 Arbeitstage weniger zur Verfügung standen als im Vorjahreszeitraum.

Neben der Berechnung des 1. Quartals 2024 hat das Statistische Bundesamt wie üblich auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse des Vorjahres überarbeitet und neu verfügbare statistische Informationen in die Berechnungen der Ergebnisse einbezogen. Dabei ergaben sich für das vierteljährliche preisbereinigte BIP Änderungen der bisherigen Ergebnisse von bis zu 0,2 % Punkten. Die aktuellen Berechnungen zeigen, dass die Wirtschaftsleistung im gesamten Jahr 2023 um preisbereinigt 0,2 % gesunken ist (bisher: -0,3 %), preis- und kalenderbereinigt stagnierte das Wirtschaftswachstum (revidiert 0,0 %, bisher: -0,1 %).

Quellenangabe: DESTATIS Statistische Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 173 vom 30.04.2024

3.3 Konjunkturelle Risiken

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet eine deutlich schlechtere Entwicklung der deutschen Wirtschaft als bislang angenommen. Die Ökonomen gehen für das laufende Jahr nun von einer Schrumpfung der Wirtschaft um -0,1% aus. Das geht aus der neuen Konjunkturprognose hervor, die das Institut am Mittwoch veröffentlicht hat. Im Frühsommer hatte das IfW noch mit einem Wachstum von +0,2% gerechnet.

Noch deutlicher ist die Korrektur nach unten im kommenden Jahr. Waren die Kieler Prognostiker da zuletzt von einem Wachstum in Höhe von +1,1% ausgegangen, rechnen sie nun nur noch mit einem Plus von +0,5%.

"Die deutsche Wirtschaft kommt nicht in die Gänge", konstatieren die Forscher. Die Erholungssignale hätten sich in den vergangenen Monaten nicht verfestigt. Als Gründe führen die IfW-Ökonomen an, dass sich die Industrie in der Rezession befinde.

Außerdem hielten sich die privaten Haushalte trotz steigender Realeinkommen beim Konsum zurück. Weiter führen sie aus: "Die Investitionen leiden weiter unter der hohen Unsicherheit und den restriktiven Finanzierungsbedingungen." Erst im Jahr 2026 rechnet das IfW wieder mit einem stärkeren Wachstum, allerdings mit +1,1% - und damit auch nicht mit einem Ausreißer nach oben.

Sollte es so kommen, wäre es amtlich: Deutschland kommt weiter nicht aus der Stagnation heraus. Das Bruttoinlandsprodukt liegt aktuell nur knapp über dem Niveau von Ende 2019. Aufgrund des schwindenden Wachstumspotenzials durch den demografischen Wandel wird es in den nächsten Jahren immer schwieriger werden, das jetzt ausbleibende Wachstum wieder aufzuholen. Die mangelnde Wirtschaftsleistung dürfte die mittelfristigen Verteilungskämpfe noch anheizen.

Die Bundesregierung hat die schwerwiegenden Probleme der Wachstumsschwäche inzwischen erkannt - nicht nur ökonomisch, sondern auch politisch. Das Gefühl des wirtschaftlichen Abstiegs dürfte die regierenden Parteien auch in Zukunft deutlich Wählerstimmen kosten.

Kanzler Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) hatten sich Anfang Juli auf ein Wachstumspaket geeinigt. Die 49 darin enthaltenen Maßnahmen versprechen der Regierung zufolge, das Wachstum im kommenden Jahr schon um 0,5 Prozentpunkte zu erhöhen.

Das Paket ist grundsätzlich in die Prognose des IfW eingeflossen. Es handelt sich laut den Ökonomen dabei um "grundsätzlich zielführende Vorschläge". Allerdings seien viele der Maßnahmen in der Umsetzung noch unklar. Deswegen sei es auch noch fraglich, ob tatsächlich der errechnete Effekt zustande kommen könnte.

Im ersten Quartal war das deutsche BIP noch um +0,2% gewachsen, was die Hoffnung auf einen nahenden Aufschwung im Sommer schürte. Doch daraus wurde nichts. Bereits im zweiten Quartal stand schon wieder ein Minus von -0,1%.

Das IfW rechnet auch im laufenden dritten Quartal mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in der gleichen Größenordnung. Im Schlussquartal für das Jahr 2024 soll dann bloß ein Wachstum von +0,2% stehen.

Fast alle Wirtschaftssektoren haben derzeit Probleme. Am auffälligsten zeigt sich das an den Ausrüstungsinvestitionen, also Investitionen vor allem in Maschinen und Fahrzeuge. Die werden laut Prognose im laufenden Jahr um -7,2% zurückgehen. Die Geschäftserwartungen der Investitionsgüterhersteller sind abwärtsgerichtet, während die wirtschaftspolitische Unsicherheit in Deutschland weiterhin hoch ist.

Kaum besser sieht es bei neuen Gebäuden aus. Für die Bauinvestitionen erwartet das IfW 2024 einen Rückgang von -3,9%. Die Baugenehmigungen befinden sich in einem Abwärtstrend und liegen rund -35% unter dem Niveau vor der Zinserhöhung im Schlussquartal 2021.

Etwas besser entwickelt sich zwar der Außenhandel, unter anderem wegen der sich aufhellenden Lage von wichtigen Handelspartnern wie den USA. Doch Export und Import bleiben weit davon entfernt, einen Wachstumsbeitrag zu leisten. Die Prognose für die Ausfuhren liegt bei -0,3%, für die Einfuhren bei -1,5%.

Auch die große Aufschwungshoffnung, der private Konsum, erweist sich weiter als schwerfällig. Die Löhne steigen inzwischen deutlich, während die Inflation immer weiter zurückgeht. Die Teuerungsrate werde in diesem Jahr bei +2,0% liegen, erwarten die Kieler Prognostiker. Die verfügbaren Einkommen würden um +4,1% steigen.

Trotzdem liegt die Aussicht für die Expansion des privaten Konsums nur bei +0,4%. Das ist viel zu wenig, um die Einbußen aus dem vergangenen Jahr wieder wettzumachen.

Denn gleichzeitig nimmt die Sparquote weiter zu. Im Durchschnitt dürften die deutschen Haushalte 11,2% ihres verfügbaren Einkommens in diesem Jahr beiseitelegen.

Quellenangabe: Handelsblatt GmbH, "Experten sehe deutsche Wirtschaft auf Schrumpfkurs", handelsblatt.com online, Artikel vom 04.09.2024

3.4 Insolvenzrisiken deutscher Automobilzulieferer

Die Insolvenzen der Automobilzulieferer nehmen zu. Jüngst hat es den schwäbischen Autositz-Produzenten Recaro, den Glasbearbeiter Flabeg Automotive sowie den hessischen Magnesium-Fertiger Castwerk Technologies getroffen. Ein Überblick über eine strauchelnde Branche.

Den Automobilzulieferern geht die Luft aus: Allein im ersten Halbjahr 2024 haben 20 Unternehmen aus der Branche mit mehr als zehn Millionen Euro Umsatz einen Insolvenzantrag gestellt. Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Laut einer Analyse der Unternehmensberatung Falkensteg sind mehr als 10.000 Arbeitsplätze von den Insolvenzen betroffen.

"Ich denke, dass wir hier erst den Start einer Pleitewelle in der Automobilindustrie sehen", zeigt sich GFL-Geschäftsführer Marcus Sarafin wenig optimistisch. "Wenn man sich die Zahlen der verkauften PKW ansieht, geben diese keinen Grund zur Hoffnung. Zudem ist momentan unklar, was der Kunde eigentlich will: Diesel? Benziner? Elektro?"

Dass das Insolvenzgeschehen nicht abbricht, zeigen die beiden jüngsten Insolvenzen: Recaro und Flabeg Automotive.

Noch gibt es Hoffnung für den Autositzhersteller Recaro Automotive. Der traditionsreiche Zulieferer hat Ende Juli die Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Der Sachverwalter, der Stuttgarter Rechtsanwalt Holger Blümle, sieht gute Chancen für das Unternehmen aus Kirchheim unter Teck. Mitarbeitern gegenüber habe er gesagt, Recaro Automotive solle gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Beim schwäbischen Traditionsunternehmen hatte es allerdings schon lange gekriselt. Durch Verzicht und Verschiebung von Gehältern hätten die Mitarbeiter seit Jahren dazu beigetragen, das Unternehmen wirtschaftlich stabil zu halten, berichtet das Handelsblatt.

Marcus Sarafin sieht den Fall exemplarisch für die aktuelle Lage vieler deutscher Unternehmen. "Es zeigt, dass Unternehmen, die seit Jahren in Schieflage sind, gerade jetzt durch die angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stark gefährdet sind, in die Pleite zu geraten."

So sei laut Handelsblatt der Umsatz von Recaro Automotive seit der Corona-Pandemie von 150 Millionen Dollar auf rund 30 Millionen Euro zurückgegangen. Das Unternehmen gehört zur Stuttgarter Recaro Holding. Die rund 523 Millionen Euro umsatzstarke Firmengruppe hat sich auf Flugzeug- und Gamingsitze spezialisiert und ist von der Insolvenz nicht betroffen.

Ebenfalls Ende Juli hat die Flabeg Automotive Germany GmbH, ein Spezialist für Glasbearbeitung und -veredelung, vor allem für Displaygläser im Fahrzeuginnenraum, einen Insolvenzantrag gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter gibt an, dass der Geschäftsbetrieb in Furth im Wald in vollem Umfang weiterlaufe. Die der Gehälter der fast 190 Mitarbeitenden seien bis mindestens Ende September gesichert.

Er sehe gute Chancen für eine Sanierung, schreibt der Verwalter Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun in einer Pressemitteilung. Ziel sei der Erhalt des Unternehmens und möglichst vieler Arbeitsplätze.

Verursacht wurde die Schieflage des Unternehmens demnach durch die allgemeine Lage der Automobilbranche. Zu wenig Bestellungen trafen auf steigende Kosten für die Vorfinanzierung von Projekten und Aufträgen sowie für die Akquise von Neukunden und -aufträgen.

Dass eine Rettung des Unternehmens im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld der Automotive kein Selbstläufer ist, zeigt der Fall Castwerk Technologies. Das im Automobil- und E-Bike-Bereich tätige Unternehmen hatte im März Insolvenz angemeldet.

Jetzt hat der Insolvenzverwalter das endgültige Aus der Firma bekannt gegeben. Alle 140 Mitarbeitenden werden in den nächsten Monaten ihren Job verlieren.

Als tragende Säule der deutschen Wirtschaft könnte eine Krise der Automobilbranche weite Kreise ziehen. "Das Risiko steigt, selbst mit Insolvenzen konfrontiert zu werden", warnt Sarafin. "Die Zahlungsausfälle nehmen zu - und können weitere Unternehmen in Schieflage bringen."

Quellenangabe: GFL Makler - und Beratungsgesellschaft mbH, Geschäftsführer Marcus Sarafin, Experten-Blog "Insolvenzen der Automobil-Zulieferer nehmen weiter zu" vom 16.08.2024

Die Diversifizierung der Kundenstruktur ist daher ein wesentlicher und fortlaufender Prozess der WSW.

3.5 Personalrisiko

Der Verlust von Fach- und Führungskräften oder Engpässe bei der Rekrutierung von Mitarbeitenden stellt ein potenzielles Risiko dar. Durch eine marktgerechte Bezahlung sowie laufende strategische Personalprojekte sollen die Mitarbeitenden qualifiziert, motiviert und langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Um diesem Risiko zu begegnen wurden die Bereiche Human Resources/Personalwesen und Recruiting neu ausgerichtet und in einem Bereich "People & Culture" zusammengefasst. Ziel ist es, sich intensiver den Themen Personalentwicklung und Personalbindung widmen zu können.

3.6 Risiko aufgrund des Dienstleistungsspektrums

Ein wesentlicher Teil des Umsatzes resultiert aus dem Geschäftsbereich SAP Add-on für die Kfz-Industrie, welche derzeit, mit Verweis auf den Geschäftsverlauf, oben im Kapitel 2.1, vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen mit ungewissem Ausgang stehen. Das hieraus resultierende Risiko wird durch unklare Lösungsstrategien der SAP-SE (Cloud-Technologien, Handhabung von SAP-Softwareerweiterungen etc.) sowie die Verlängerung der Wartung von SAP auf ihre bestehenden ERP-Lösungen, verstärkt.

Daher werden kundenseitig Investitionen in die Software S/4 HANA, insbesondere von mittelständischen Kunden, herausgezögert, was sich auf die deren Investitionsbereitschaft negativ auswirkt. Wir gehen daher davon aus, dass wir im Geschäftsbereich SAP im Jahr 2024 kein Wachstum und in den Jahren 2025 bis 2026 nur ein unterdurchschnittliches Wachstum erreichen können. Wir begegnen diesem Risiko mit der Fokussierung auf die Rentabilität und verweisen auf unsere Angaben im Kapitel 2.1.

3.7 Risiko aus der Kundenstruktur

Unsere Kunden sind überwiegend Automobilzulieferer mit Niederlassungen im In- und Ausland. Es besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Kunden oder Kundengruppen. Wir beobachten seit dem Jahr 2023 eine unterschiedliche Investitionsbereitschaft von Kunden mit einer Konzernstruktur und mittelständischen Kunden welche nahezu paritätisch zu unserem Unternehmenserfolg beitragen und verweisen auf das das vorstehend genannte Risiko aus dem Dienstleistungsspektrum. Ferner beobachten wir insbesondere bei unseren mittelständischen Kunden einen sich verschlechterndes Zahlungsverhalten und ein erhöhtes Insolvenz- und Ausfallrisiko. Wir begegnen diesem Risiko mit erweiterten Kontrollen im Debitorenmanagement und der Kontrolle der Liquidität.

3.8 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Aufgrund der herausfordernden wirtschaftlichen Situation, insbesondere von mittelständischen Kunden, hat sich das Risiko von Insolvenzen erhöht.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus dem Cashflow und vereinzelt über die Kreditlinien verschiedener Banken.

Das Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung informieren wir uns stets über die Bonität unserer Kunden.

3.9 Liquiditätsrisiko

Die Gesellschaft ist in großen Teilen eigenfinanziert und nicht in wesentlichem Umfang an Bankkredite gebunden. Die Liquidität wird von der Geschäftsführung permanent kontrolliert, um bei sich abzeichnenden Engpässen kurzfristig zu reagieren.

3.10 Chancenbericht

Insgesamt bescheinigen die Bitkom-Verantwortlichen dem deutschen Informations- und Kommunikationstechnik-Markt (ITK-Markt) eine gute Entwicklung. (siehe Kapitel 1.2.3 dieses Lageberichtes).

Wir sehen daher in der gegenwärtigen Situation auch Wachstumschance in den wirtschaftlich erfolgreichen Kerngeschäften unseres Unternehmens.

Trotz des anhaltenden Fachkräftemangels, welcher auch die WSW belastet, war es uns möglich, für den Geschäftsbereich Business Analytics weiteren Fachkräfte in den Jahren 2023 und 2024 zu gewinnen. Mit diesen Geschäftsbereich werden wir zukünftig Kunden außerhalb des Automotivesektors gewinnen und somit unsere Mission als Lieferant von Softwarelösungen für die "Digitale Transformation" fortsetzen.

Im Geschäftsbereich Digital Supply Chain haben wir die Sequenzierungssoftware LOJISTIX um das Warehouse Management System VERTUDO ergänzt. Diese Softwarelösung wird anhaltend um neue Funktionen erweitert.

Ferner haben wir uns im Geschäftsbereich SAP entschieden, im neuen Produkt JUNIQ (S/4HANA basiertes Add-on) Lösungen prozessorientiert anzubieten, wodurch unsere Bestands- und Neukunden Standardsoftware zur Abbildung in sich geschlossener Logistikprozesse beziehen können.

Darüber hinaus entwickeln wir in allen Geschäftsbereichen cloudbasierte Standardsoftwarelösungen, um unsere Bestandskunden und potenzielle Neukunden bei ihrer Cloud-Transformation, ihrer IT-Modernisierung und ihrer Digitalisierung ihrer Kundenschnittstellen zu unterstützen.

Aufgrund des Umfangs von digitalisierten Prozessen innerhalb der WSW Software, sehen wir es als Chance, die erlangten Kenntnisse in unsere Produkte und Dienstleistungen zu übertragen und unseren Kunden zur Verfügung zu stellen. Hierdurch sehen wir uns in der Lage, bei den vorherrschenden Risiken, weitere Kunden zu gewinnen und den Marktanteil mittelfristig zu steigern.

4. Prognosebericht

4.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft berappelt sich - wenn auch nur langsam. Nach der aktuellen Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) wird die konjunkturelle Entwicklung in diesem Jahr stetig an Dynamik gewinnen, wobei sich der private Konsum zur treibenden Kraft für den Aufschwung entwickelt. Im kommenden Jahr geht es weiter bergauf. Wird das Wachstum für 2024 mit wohl +0,3% noch mager ausfallen - wenngleich besser als noch im Frühjahr erwartet -, dürfte sich der Aufholprozess in der Folge beschleunigen, so dass für 2025 ein solides Plus von +1,3% in Aussicht steht.

Für einen guten wirtschaftlichen Start ins laufende Jahr sorgten starke Exporte und überdurchschnittliche Bauinvestitionen. Der private Konsum erlitt im Auftaktquartal hingegen einen Dämpfer, obwohl die Verbraucher*innen ein Plus im Portemonnaie verzeichneten. Steigende reale Einkommen infolge solider Tarifsteigerungen und höherer Transferzahlungen, ein robuster Arbeitsmarkt und die entschleunigte Inflation stärkten die Kaufkraft. Statt mehr auszugeben, wurde aber wegen anhaltender Unsicherheit über die eigene wirtschaftliche Situation vor allem bei Lebensmitteln, Getränken, Tabak und Kleidung geknapst und Geld - sofern vorhanden - eher auf die hohe Kante gelegt.

"Inzwischen dürften die privaten Haushalte mehr Einkommenssicherheit verspüren", so DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. "Für den privaten Konsum stehen alle Zeichen auf Grün, so dass er zum wichtigsten Treiber des Wachstums werden dürfte." Nach den Einmalzahlungen in vielen Branchen werden auf Dauer Tariferhöhungen wirksam, die die Einkommenssicherheit stärken und mehr Lust auf Konsum machen. Auch einkommensschwache Haushalte dürften höhere Einkommen zur Verfügung haben. Die Inflationsrate sinkt und nähert sich der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von +2,0%. Die Zinswende der EZB könnte zudem mittelfristig der Sparneigung etwas entgegenwirken.

Die Investitionen werden voraussichtlich zunächst keinen größeren Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten. Nach dem starken Jahresbeginn bei den Bauinvestitionen dürfte vor allem der Wohnungsbau erst einmal wieder zurückgehen. Der Wiederaufbau nach dem jüngsten Hochwasser in Süddeutschland wird sich den DIW-Konjunkturforscher*innen zufolge nicht maßgeblich in zusätzlichen Investitionen niederschlagen.

Auch die Ausrüstungsinvestitionen erholen sich derzeit nur langsam. Im weiteren Prognoseverlauf hellen sich die Aussichten für die Industrie auf. Belebend auswirken dürfte sich die wachsende Auslandsnachfrage. Deutsche Exportunternehmen profitieren davon, dass sich die Industrieproduktion rund um den Globus, begünstigt durch die Zinswenden der großen Zentralbanken, erholt. Dies dürfte auch die privaten Ausrüstungsinvestitionen beleben, wenn Unternehmen in Erwartung steigender Umsätze ihre Kapazitäten ausweiten. Impulse dürften aber insbesondere vom Staat ausgehen: So werden im Prognosezeitraum wohl aus dem Sondervermögen für die Bundeswehr vermehrt Mittel für Militärausgaben abgerufen.

Gerade im Dienstleistungssektor, der sich besser entwickelt als die Industrie, dürfte auch die Fußball-Europameisterschaft der Männer für positive Impulse sorgen. Neben dem Gastgewerbe werden vermutlich auch Konsumgüterhersteller profitieren. "Ein konjunkturelles Sommermärchen ist allerdings nicht zu erwarten", erläutert Dany-Knedlik.

Voraussetzung für die von der Bundesregierung versprochene "Wirtschaftswende" wäre ein finanzpolitischer Kurswechsel. "In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen, in denen die deutsche Volkswirtschaft deutlich unter ihrem Potenzial bleibt, wäre eine expansive Finanzpolitik notwendig, um den wirtschaftlichen Aufschwung zu unterstützen und permanenten Schaden zu verhindern", sagt DIW-Präsident Marcel Fratzscher. Dies erfordere finanzielle Entlastungen für Bürger*innen und Unternehmen, genauso wie deutlich stärkere öffentliche Investitionen in Infrastruktur, Klimaschutz und Innovationen. Der Haushalt 2024 bremse jedoch die Wirtschaft. Die massiven Einsparungen im Bundeshaushalt 2025 dürften dies noch verstärken und damit die Wettbewerbsfähigkeit hiesiger Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Deutschland schwächen. "Dies ist einmal mehr ein Beleg, dass die Schuldenbremse zu einem erheblichen wirtschaftlichen Problem für Deutschland geworden ist. Dabei hätte die Bundesregierung mit dem Krieg in der Ukraine eine mehr als legitime Begründung für eine wirtschaftliche Notlage, die eine Ausnahme von der Schuldenbremse rechtfertigen würde", so Fratzscher. Es bleibe zu hoffen, dass die Bundesregierung von ihrem Sparkurs abrücke.

Die Weltwirtschaft entwickelt sich derzeit vor allem dank der wachsenden Binnennachfrage in den meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften besser als erwartet. In den Schwellenländern geht die Dynamik derzeit nur von Indien und China aus. Während der Aufschwung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften vor allem durch die Entwicklung im Euroraum etwas an Fahrt gewinnt, ist in den Schwellenländern im zweiten Quartal dieses Jahres mit einer leichten Abkühlung zu rechnen. Alles in allem dürfte die Weltwirtschaft in diesem Jahr um +3,7% und 2025 um +3,6% wachsen.

Quellenangabe: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin), Pressemitteilung vom 14.06.2024, online: diw.de, "Ende der konjunkturellen Schwächephase: Deutsche Wirtschaft kommt in Gang"

4.2 Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Der Bekanntheitsgrad unserer Software und Dienstleistungen lassen auch weiterhin auf eine positive Entwicklung der Umsatzerlöse der WSW Software GmbH schließen.

Hinweis: Lageberichtsfremder Bestandteil, der nicht Prüfungsgegenstand ist (IDW PS 350 n.F.)

Die Geschäftsführung erwartet eine günstige Gesamtentwicklung. Im Geschäftsbereich Business Analytics werden Produkte und Dienstleistungen entwickelt, die auch Kunden außerhalb der Automotive Sektors ansprechen und damit das Leistungsportfolio der WSW-Software erweitern. Hierdurch sind wir in der Lage unsere Kunden sektorübergreifend bei Ihrem Weg der digitalen Transformation zu unterstützen.

Wir rechnen damit, das Jahr 2024 mit einem positiven Ergebnis abzuschließen, welches durch alle Geschäftsbereiche getragen wird. Auf Basis unserer internen Berechnungen erwarten wir für das Jahr 2024 Umsatzerlöse zwischen TEUR 15.000 und TEUR 16.000. Unsere Renditeerwartung, welche wir in einer Bandbreite zwischen 6,0% und 8,0% festgelegt haben, werden wir voraussichtlich im Jahr 2024 erfüllen. Für das Jahr 2025 erwarten wir insgesamt eine stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

 

Gauting, den 9. Oktober 2024

gez. Klaus Müer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.249.105,48 1.691.410,32
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 89.017,00 64.473,00
II. Sachanlagen 1.697.633,16 1.157.488,44
III. Finanzanlagen 462.455,32 469.448,88
B. Umlaufvermögen 6.084.958,03 3.826.962,49
I. Vorräte 240.095,41 10.800,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.691.266,22 3.776.065,86
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 153.596,40 40.095,91
Summe Aktiva 8.567.407,83 5.663.369,81

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.904.789,03 2.441.919,26
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 1.000.000,00 600.000,00
II. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 0,00 400.000,00
III. Bilanzgewinn 2.904.789,03 1.441.919,26
B. Rückstellungen 2.814.192,69 1.442.959,08
C. Verbindlichkeiten 1.616.281,52 1.554.016,87
D. Rechnungsabgrenzungsposten 232.144,59 224.474,60
Summe Passiva 8.567.407,83 5.663.369,81

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.040.405,51 14.445.848,26
2. Personalaufwand 10.623.144,08 10.012.294,89
a) Löhne und Gehälter 9.179.468,17 8.669.662,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.443.675,91 1.342.632,53
3. Abschreibungen 293.994,37 294.715,82
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.942.787,42 3.169.997,77
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.613,93 2.269,56
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 76.124,58 41.055,12
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 6.981,26 71.819,83
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.073,85 7.953,49
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 774.370,16 262.381,36
10. Ergebnis nach Steuern 1.465.792,88 670.009,78
11. sonstige Steuern 2.923,11 10.208,18
Jahresüberschuss 1.462.869,77 659.801,60

Anhang für das Geschäftsjahr 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:

Firma: WSW Software GmbH
Sitz: Gauting
Registergericht: Amtsgericht München, HRB 171088

Die WSW Software GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden größenabhängigen Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB für die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen (§ 285 Nr. 4 HGB) sowie die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) in Anspruch genommen. Die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9 Buchstaben a) und b) HGB sind mit Hinweis auf die Schutzklausel (§ 286 Abs. 4 HGB) nicht erforderlich.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir Angaben, die in der Bilanz bzw. in der Gewinn- oder Verlustrechnung gemacht werden können, in der Regel im Anhang aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 8 Jahren), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren) bilanziert.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Sofern bei den Anlagegegenständen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Gewährleistungs- und Kulanzverpflichtungen wurden die Erfahrungswerte der ITK- und Beratungsbranche berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode).

Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, gebildet. Die Auflösung des Postens erfolgte linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist im Einzelnen im Anlagenspiegel (Anlage III a) dargestellt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

Aufgrund von voraussichtlich dauernden Wertminderungen (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) wurden die Wertpapiere des Anlagevermögens um außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 6.981,26 (Vorjahr EUR 71.819,83) vermindert. Aufgrund von Wertaufholungen wurden mit Verweis auf § 285 Nr. 31 und Nr. 32 HGB EUR 59.007,70 im Berichtsjahr zugeschrieben.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind binnen Jahresfrist fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 869.431,39 (Vorjahr EUR 356.508,19) .

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen den Geschäftsführer in Höhe von TEUR 1.905 (Vorjahr TEUR 1.340) enthalten. Die Verzinsung erfolgt mit 2,5 %. Weiterhin sind hier kurzfristig fällige Steuerüberzahlungen in Höhe von TEUR 78 (Vorjahr TEUR 98) sowie ein Arbeitnehmerdarlehen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr TEUR 49) mit einer Restlaufzeit von 2-4 Jahren ausgewiesen.

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB. Die Bilanz wurde mit teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Dass Stammkapital wurde aus Gesellschaftsmitteln mit Gesellschafterbeschluss vom 29. Juni 2023 um EUR 400.000,00 auf EUR 1.000.000,00 erhöht.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 472 (im Vorjahr TEUR 16) wurden für erwartete Steuernachzahlungen (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) des Berichtsjahres gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen im Gesamtbetrag von TEUR 2.342 (Vorjahr TEUR 1.427) wurden für den Personalbereich (TEUR 1.528; Vorjahr TEUR 1.018), Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 527); Gewährleistungen und Kulanz (TEUR 165; Vorjahr TEUR 212), Prüfung der Deutschen Rentenversicherung (Vorjahr TEUR 96), ausstehende Rechnungen (TEUR 114; Vorjahr TEUR 93) sowie die Aufbewahrung von Unterlagen (TEUR 8; Vorjahr TEUR 8) gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Gesamtbetrag von TEUR 1.090 (Vorjahr TEUR 822) betreffen Kontokorrent- und Investitionskredite, davon werden TEUR 135 (Vorjahr TEUR 731) innerhalb eines Jahres fällig. Die Restlaufzeiten von 2 bis 5 Jahren betragen TEUR 955 (Vorjahr TEUR 91). Durch Raumsicherungsübereignung (Div. Mobiliar, Fußberstr.1, Gauting) sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr TEUR 562) gesichert.

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 229.696,67 (Vorjahr EUR 121.672,08) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von EUR 26.211,52 (Vorjahr EUR 22.980,12).

Zum Abschlussstichtag bestehen gegenüber dem Vorjahr unveränderte Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 2.103. Diese betreffen Bürgschaften für fremde Verpflichtungen (TEUR 2.000) und Bürgschaften für Mietkautionen (TEUR 103).

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnisse schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des Zahlungsverhaltens der Begünstigten in der Vergangenheit als gering ein; Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns derzeit nicht vor.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte:

Der Nutzung des Fuhrparks liegen am Bilanzstichtag 37 (Vorjahr: 43) Operating Leasingverträge zugrunde. Diese Vorgehensweise trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Sie belastet die Liquidität während der Vertragsdauer. Die Leasingverträge führen zu einem jährlichen Aufwand von TEUR 274 (Gesamtverpflichtung TEUR 823; Restverpflichtung TEUR 473); sie haben noch Restlaufzeiten zwischen 1 und 37 Monaten.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen mit einer Dauer von 20 bis 48 Monaten in Höhe von TEUR 1.589; die innerhalb eines Jahres fälligen Beträge belaufen sich auf TEUR 424.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden vornehmlich zu 85,9% (im Vorjahr 82,7%) im Inland erzielt. Auf Staaten der EU entfallen 8,2% (im Vorjahr 10,4%), auf Drittländer 5,9% (im Vorjahr 6,9%).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 450 (im Vorjahr TEUR 73) enthalten. Diese entfallen im Wesentlichen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 270; im Vorjahr TEUR 31), Erstattungen der DRV (TEUR 116), Erträge aus Zuschreibungen (TEUR 59), auf Erträge aus der Verminderung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von (im Vorjahr TEUR 23), auf Buchgewinne aus Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von (im Vorjahr TEUR 18) sowie auf Erträge aus Versicherungsentschädigungen (TEUR 5; im Vorjahr TEUR 1).

Die Löhne und Gehälter enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 76.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 527 (im Vorjahr TEUR 41) enthalten. Diese entfallen mit TEUR 527 auf die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Daneben sind Verluste aus Anlagenabgängen (TEUR 10; im Vorjahr TEUR 13) sowie Aufwendungen aus der Erhöhung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen TEUR 4; zu erwähnen. Im Vorjahr waren auf Nachzahlungen an die Dt. Rentenversicherung in Höhe von TEUR 28 zu erwähnen.

Bei den Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens handelt es sich um außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB.

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen EUR 18.173,35 (im Vorjahr TEUR 4.405,21) auf verbundene Unternehmen.

Von den sonstigen Steuern entfallen im Vorjahr TEUR 8 auf periodenfremde Steuernachzahlungen.

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

Jahresüberschuss 1.462.869,77 659.801,60
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.441.919,26 982.117,66
Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,00 200.000,00
Bilanzgewinn 2.904.789,03 1.441.919,26

V. Sonstige Angaben

Unternehmensorgane

Als Geschäftsführer ist Herr Diplom-Kaufmann Klaus Müer, München im Handelsregister eingetragen. Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt.

Bezüge der Geschäftsführung

Die Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB unterbleibt mit Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Alle Geschäfte mit verbundenen Unternehmen oder nahestehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB, IAS 24) werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen und unter Beachtung eines Fremdvergleichs (Dealing at Arm`s Length-Prinzip) geschlossen.

Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe wird mit Hinweis auf § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 119 Mitarbeiter (Vorjahr 115), davon 20 (Vorjahr 16) in Teilzeit beschäftigt. Der Geschäftsführer, Auszubildende und Werkstudenten wurden hier nicht einbezogen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Am 9. Februar 2024 wurde eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 3.150 beschlossen und ausgezahlt.

Im August 2024 wurde der Geschäftsbereich Zoll/Außenhandel in den Geschäftsbereich SAP integriert.

Aufgrund von Insolvenzen haben wir im Jahr 2024 bisher Insolvenzforderungen in Höhe von TEUR 280 angemeldet.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.462.869,77 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Gauting, den 9. Oktober 2024

gez. Klaus Müer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 346.568,46 57.030,00 0,00 403.598,46
346.568,46 57.030,00 0,00 403.598,46
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 546.266,03 28.222,13 0,00 574.488,16
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.919.998,24 795.344,96 24.911,28 2.690.431,92
2.466.264,27 823.567,09 24.911,28 3.264.920,08
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 541.268,71 1.413,99 60.433,99 482.248,71
541.268,71 1.413,99 60.433,99 482.248,71
3.354.101,44 882.011,08 85.345,27 4.150.767,25
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 282.095,46 32.684,00 198,00 314.581,46
282.095,46 32.684,00 198,00 314.581,46
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 430.779,03 70.507,13 0,00 501.286,16
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 877.996,80 190.803,24 2.799,28 1.066.000,76
1.308.775,83 261.310,37 2.799,28 1.567.286,92
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 71.819,83 6.981,26 0,00 78.801,09
71.819,83 6.981,26 0,00 78.801,09
1.662.691,12 300.975,63 2.997,28 1.960.669,47
Zuschreibungen Berichtsjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00
0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00
0,00
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 59.007,70
59.007,70
59.007,70
Buchwert
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.017,00 64.473,00
89.017,00 64.473,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 73.202,00 115.487,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.624.431,16 1.042.001,44
1.697.633,16 1.157.488,44
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 462.455,32 469.488,88
462.455,32 469.448,88
2.249.105,49 1.691.410,32

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahhresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen na ch § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WSW Software GmbH, Gauting

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WSW Software GmbH, Gauting - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WSW Software GmbH, Gauting für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die als ungeprüft gekennzeichneten, inhaltlich nicht geprüften Bestandteile des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Offenbach am Main, den 9. Oktober 2024

HaackSchubert GmbH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

gez. Hartmut W. Schubert, Wirtschaftsprüfer

gez. Markus Keiner, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

20 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.