Wärme- und Kältehandel
BÄKO HANSA eG
HamburgStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Ekkenga seit 22.4.2025 | Vorstandsmitglied |
Wolfgang Meyer seit 7.11.2024 | Vorstandsmitglied |
Jens Uwe Ralf Köhler seit 7.11.2024 | Vorstandsmitglied |
Christopher Andreas Jahnke seit 7.6.2023 | Prokura |
Matthias Zieseniß seit 5.1.2023 | Vorstandsmitglied |
Bernhelm Rothe seit 2.2.2022 | Prokura |
Patrick Kuderer seit 10.2.2020 | Prokura |
Frank Henze seit 30.1.2017 | Prokura |
Frank Daube seit 4.7.2014 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
BÄKO NORD-OST GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 13.40% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BÄKO HANSA eGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen der Genossenschaft Die BÄKO HANSA eG ist ein genossenschaftlich organisiertes Großhandels- und Dienstleistungsunternehmen für Bäckerei- und Konditoreibedarf. Der Hauptsitz ist in Hamburg. Weitere Standorte befinden sich in Hildesheim, Grimmen, Michendorf und Thürungen. Das Geschäftsgebiet liegt im nord-/nordostdeutschen Raum. Das Leistungsangebot der BÄKO HANSA eG umfasst die Belieferung von über 900 backenden Betrieben. Unsere angeschlossenen Mitgliedsbetriebe werden mit einem Komplettsortiment einschließlich branchenspezifischer Investitionsgüter beliefert. Zusätzlich bieten wir Beratungs- und Serviceleistungen an. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Unsere Umsatzentwicklung ist eng mit der wirtschaftlichen Lage unserer Kunden - bei denen es sich vor allem um Handwerksbäcker handelt - verbunden. Die Geschäftsentwicklung der Handwerksbäcker ist abhängig vom Absatz der Backwaren an Endverbraucher, wobei der Verkauf von Grundnahrungsmitteln erfahrungsgemäß wenig von der nationalen oder internationalen Konjunkturentwicklung beeinflusst wird. Im Gegensatz dazu wirken sich Veränderungen im Wettbewerbsumfeld (z. B. ein sich vergrößerndes Angebot preisgünstiger industriell hergestellter Backwaren durch Lebensmitteldiscounter) sowie neue Trends im Verbraucherverhalten (z. B. zunehmende Nachfrage nach Snacks und Gastronomieleistungen) erkennbar negativ auf den Geschäftserfolg der Handwerksbäcker und damit auch auf unsere Umsätze aus. Unser Rohertrag hängt neben der Umsatzentwicklung von Veränderungen der Preise an den Beschaffungsmärkten ab. Wesentlichen Einfluss auf unsere Bezugspreise haben beispielsweise Erntemengen, Nachfrageveränderungen auf den Weltmärkten, das Verhalten von Spekulanten auf Warenterminmärkten sowie Veränderungen staatlicher Rahmenbedingungen wie die Entwicklung von Zöllen und Einfuhrkontingenten sowie Umwelt- und Verbrauchervorschriften. Für das Bäckerhandwerk weist das Statistische Bundesamt als vorläufige Zahl für das Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einen Umsatzanstieg von nominal 7,8 % aus (ohne Preisbereinigung). Die Umsatzentwicklung der einzelnen Quartale im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Jahres 2022 ist im Zuge der Verbraucherpreisentwicklungen sehr unterschiedlich: Q. 1: 13,2 %, Q. 2: 8,2 %, Q. 3: 6,9 %, Q. 4: 3,7 %. Bei den Beschäftigten des Bäckerhandwerks wird für das Jahr 2023 ein Rückgang der Anzahl der Beschäftigten um 1,4 % im Vergleich zum Vorjahr ausgewiesen. Für das Konditorenhandwerk weisen die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2023 einen Umsatzanstieg von nominal 8,5 % aus (ohne Preisbereinigung). Auch hier ist die Umsatzentwicklung der einzelnen Quartale im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Jahres 2022 im Zuge der Verbraucherpreisentwicklungen sehr unterschiedlich: Q. 1: 13,7 %, Q. 2: 6,1 %, Q. 3: 10,9 %, Q. 4: 4,5 %. Bei den Beschäftigten des Konditorenhandwerks wird für 2023 von einem Rückgang der Anzahl der Beschäftigten um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Geschäftsentwicklung der BÄKO HANSA eG Wesentliche Leistungsindikatoren für die Planung und Steuerung der BÄKO HANSA eG sind insbesondere die Entwicklung des Umsatzes, des Rohertrags sowie des Jahresergebnisses. Bezugnehmend auf diese Leistungsindikatoren wurde das Geschäftsjahr im Vergleich zur Planung 2023 trotz weniger stark gesunkener Umsätze mit einem um rd. 0,3 Millionen Euro höheren Jahresfehlbetrag abgeschlossen. Umsätze Der Umsatz der BÄKO HANSA lag im Jahr 2023 bei 184,2 Millionen EUR (Vorjahr: 193,8 Millionen EUR). Umsatzverteilung nach Entstehung Der Umsatzrückgang ist insbesondere auf den Verlust weniger Großkunden sowie einer nennenswerten Anzahl von Betriebsschließungen und Insolvenzen bei unserer Kundschaft zurückzuführen. Diese Entwicklung setzt den seit Jahren vorhandenen Trend der rückläufigen Anzahl von Bäckereibetrieben fort. Betriebsschließungen und Insolvenzen haben auch auf unseren Mitgliederbestand unmittelbaren Einfluss. Den 74 Abgängen aufgrund von Kündigung und Ausschluss wegen Insolvenz stehen 26 Beitritte gegenüber, wodurch sich Ende 2023 ein Mitgliederbestand in Höhe von 768 ergab. Beschaffung Die im Jahr 2022 verzeichnete volatile Preisentwicklung hat sich im Jahr 2023 fortgesetzt. Während in dem ersten Quartal ein weiterhin hohes Preisniveau zu verzeichnen war, ist dieses seit dem zweiten Quartal 2023 wieder rückläufig. Beurteilung des Geschäftsverlaufs Der Geschäftsverlauf ist nicht zufriedenstellend. Der Umsatzrückgang, insbesondere ab dem 2. Halbjahr, verbunden mit steigenden betrieblichen Aufwendungen führten in der Summe zu einem Jahresfehlbetrag. Die Handelsspanne (ohne Berücksichtigung der im Jahr 2022 gewährten Warenrückvergütung) wurde planmäßig gegenüber 2022 abgesenkt und verstärkte die negativen Ergebniseffekte. Im Ergebnis dieser Faktoren verminderte sich der Rohertrag um 1,0 Millionen EUR auf 23,2 Millionen EUR. Der im Lagebericht des Vorjahres prognostizierte rückläufige Umsatz und Rohertrag sowie die erwartete deutliche Ergebnisverschlechterung sind im Grundsatz eingetreten. Der Jahresfehlbetrag beträgt 1,8 Millionen EUR und liegt somit um rd. 0,3 Millionen Euro über dem ursprünglich für 2023 geplanten Verlust von 1,5 Millionen EUR. Die Abweichung resultiert vor allem aus den außerordentlich hohen Zuführungen zu Rückstellungen für Personalaufwendungen sowie für drohende Verluste aus Warenkontrakten. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die Ertragslage wurde insbesondere durch weggefallene Großkunden sowie das ab dem 2. Quartal rückläufige Preisniveau stark beeinflusst. So sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Millionen EUR bzw. um 5 % auf nunmehr 184,2 Millionen EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 0,7 Millionen EUR und resultieren insbesondere aus der Auflösung von Wertberichtigungen, Verkäufen aus dem Anlagevermögen und aus Versicherungsentschädigungen. Der Personalaufwand ist um 0,6 Millionen EUR gestiegen. Dies resultiert unter anderem aus der Erhöhung der Anzahl der Beschäftigten. Die Abschreibungen sind weiterhin rückläufig. Diese betragen 1,5 Millionen EUR und sind somit um 0,1 Millionen EUR unter dem Vorjahr. Hauptgründe liegen in der zurückhaltenden Investitionstätigkeit und in der Nutzung von Leasing im Rahmen der Anschaffung von neuen Auslieferungsfahrzeugen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Millionen EUR gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf erhöhte Grundstücks- und Gebäudeaufwendungen, höhere Aufwendungen in der EDV und auf die Forderungsbewertung zurückzuführen. Das verbesserte Finanzergebnis konnte die negative Entwicklung des Betriebsergebnisses nicht kompensieren. Das Jahresergebnis verringerte sich um 2,2 Millionen EUR gegenüber dem Vorjahr. Die Ertragslage wird für das abgelaufene Geschäftsjahr insgesamt als nicht zufriedenstellend bewertet. Finanzlage Die Investitionstätigkeit war aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Situation sowie des Pausierens von Sanierungsmaßnahmen aufgrund Blindgänger-Verdachts am Standort Hamburg erneut sehr zurückhaltend. Der Blindgänger-Verdacht konnte nach umfangreichen Sondierungsarbeiten und damit verbundenen Ausgrabungen nicht bestätigt werden. Das Investitionsvolumen betrug 0,6 Millionen EUR. Dies wurde im Wesentlichen für die Anschaffung von Sattelaufliegern und für den im Jahr 2023 begonnenen Umbau der Geschäftsstelle in Hamburg verwendet. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen 21,0 Millionen EUR und sind rechnerisch vollständig durch das Eigenkapital finanziert. Zusätzlich bestehen Finanzanlagen von 0,5 Millionen EUR. Die Finanzierung des Umlaufvermögens erfolgt rechnerisch in geringem Umfang durch Eigenkapital sowie durch Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Diese betragen 7,2 Millionen EUR. Zum anderen erfolgt die Finanzierung durch lang- und mittelfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von 5,2 Millionen EUR. Darüber hinaus bestehen Kreditlinien bei den Hausbanken in Höhe von 9,0 Millionen EUR. Diese können jederzeit in Anspruch genommen werden. Die Eigenkapitalquote ist trotz des Jahresfehlbetrags aufgrund der rückläufigen Bilanzsumme nur geringfügig von 57,9 % auf 57,6 % zurückgegangen. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die bereitgestellten Kreditlinien von insgesamt 9,0 Millionen EUR wurden im Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen. Die Bankguthaben und Kassenbestände zum Bilanzstichtag haben sich im Vorjahresvergleich auf 3,5 Millionen EUR erhöht. Vermögenslage Beim Anlagevermögen standen den Investitionen von 0,6 Millionen EUR Abschreibungen in Höhe von 1,5 Millionen EUR sowie Abgänge zu Restbuchwerten von 0,2 Millionen EUR gegenüber. Der Rückgang der Vorräte von 12,8 Millionen EUR auf 11,2 Millionen EUR resultiert insbesondere aus den gesunkenen Einkaufspreisen und einem geringeren Warenbestand. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 3,5 Millionen EUR und liegen deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang beruht neben verminderten Umsätzen auf veränderten Lastschrifteinzugsterminen um den Bilanzstichtag. Die Rückstellungen betragen 2,1 Millionen EUR und liegen leicht unter dem Vorjahr. Höheren Drohverlustrückstellungen im Vorjahr stehen gestiegenen Rückstellungen für Personalverpflichtungen im Geschäftsjahr gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich aufgrund der planmäßigen Tilgungen um 1,4 Millionen EUR verringert. Bedingt durch die gegenüber dem Vorjahresbilanzstichtag niedrigeren Preise sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag um 0,6 Millionen EUR gesunken. Die Vermögens- und Finanzlage wird für das Berichtsjahr als geordnet beurteilt. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognose Verschiedene Ökonomen sehen die Entwicklung der deutschen Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 nur geringfügig besser als im Jahr 2023, in dem das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 % abnahm. So geht der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage in seiner Prognose vom November 2023 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,7 % aus. Die Bundesregierung selber korrigierte in ihrer Prognose vom Februar 2024 das BIP-Wachstum auf 0,2 %. Weitere Institute sehen sogar ein negatives Wachstum für 2024 voraus. Die Inflationsrate soll nach den Rekordjahren 2022 und 2023 deutlich auf 2,3 % sinken (Vorjahr: 5,9 %). Die Kaufkraft soll 2024 um 2,8 % steigen und würde somit oberhalb der Inflation liegen. Diese Effekte werden sich auch auf unsere Geschäftstätigkeit auswirken. Insbesondere wird sich jedoch der im Jahr 2023 eingetretene Verlust einiger Großkunden im Jahr 2024 ganzjährig auswirken und zu einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse sowie des Rohertrags führen. Die Kompensation der Verluste an Großkunden wird durch den Ausbau bestehender Kundenverhältnisse und der Neuakquise planmäßig erst in den Folgejahren erreicht. Trotz der vorgesehenen Kosteneinsparungen erwarten wir auch im Jahr 2024 ein deutlich negatives Jahresergebnis, das jedoch im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 moderat besser ausfallen soll. Risiken und Chancen Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat der Vorstand der BÄKO HANSA eG ein System eingerichtet, das im Wesentlichen aus strukturierten Überwachungs- und Kontrollfunktionen des Vorstandes sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besteht. Nachfolgend stellen wir unsere Risiken in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dar: Risiken im Zusammenhang mit einer unzureichenden Ertragslage: Durch den Wegfall mehrerer Großkunden haben sich unsere Umsätze sowie unser Rohertrag deutlich vermindert. Da die Anpassung unserer Kostenstrukturen nur mit zeitlicher Verzögerung möglich ist, war eine deutliche Verschlechterung der Ertragslage im Jahr 2023 nicht zu vermeiden. Es ist erforderlich, unsere Ertragslage mittelfristig deutlich zu verbessern, da sich künftig aus der unbefriedigenden Ertragslage eventuell höhere Liquiditätsrisiken als Folgewirkung ergeben könnten. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass das Kostensenkungspotenzial durch unser sehr großes und inhomogenes Liefergebiet, das mehrere Lagerstandorte erfordert, limitiert wird. Daher streben wir neben Kostenreduzierungen vor allem eine bessere Ausschöpfung unserer Absatzpotenziale an. Der Lagerstandort Hamburg ist derzeit aufgrund seines Alters nicht optimal auf moderne Logistikprozesse ausgerichtet. Hier kann durch Umbaumaßnahmen eine deutliche Effizienzsteigerung erreicht werden, was unsere Fahrzeiten und Transportkosten reduzieren wird. In diesem Zusammenhang rechnen wir mit einem Einsparungspotenzial von 0,5 Millionen EUR. Der Lagerstandort Hildesheim ist derzeit nicht voll ausgelastet. Hier sehen wir durch Ausbau der Filialkommissionierung das Potenzial, neue Kunden hinzuzugewinnen und Umsatzpotenziale zu heben. Hier streben wir einen Umsatzzuwachs von 5,0 Millionen EUR sowie einen Rohertragszuwachs von 0,6 Millionen EUR an. Der Standort Michendorf ist überdimensioniert. Hier besteht die Möglichkeit, nicht genutzte Lagerkapazitäten anderen Logistikunternehmen zur Verfügung zu stellen und Zusatzerträge zu generieren. In diesem Zusammenhang erwarten wir ein Ertragspotenzial von 0,2 Millionen EUR. Darüber hinaus erwarten wir, durch eine ausgeprägte Kundenakquise ein Umsatzpotenzial von 10,0 Millionen EUR mit einem angestrebten Rohertrag von 0,9 Millionen EUR zu heben. Wir gehen davon aus, dass die genannten Maßnahmen im Zusammenwirken spätestens im Jahr 2027 wieder zu einer positiven Ertragslage führen werden und uns die bis zu diesem Zeitpunkt erforderliche Liquidität zur Verfügung stehen wird. Aufgrund unserer aktuellen Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung ist die Existenz unserer Genossenschaft in den nächsten zwölf Monaten gesichert. Perspektivisch hängt der Fortbestand der BÄKO HANSA eG jedoch insbesondere von der erfolgreichen Umsetzung der zuvor beschriebenen Maßnahmen ab. Moderate Risiken bestehen weiterhin in der Bestandsführung des Vorratsbestandes. Hier können sich Risiken aus sich schnell verändernden Rohstoffpreisen ergeben. Einerseits besteht bei rückläufigen Rohstoffpreisen das Risiko einer preisbedingten Abwertung der Lagerbestände. Andererseits können gestiegene Rohstoffpreise im Falle eines starken Preiswettbewerbs nur mit Verzögerung an die Kunden weitergegeben werden. Ein weiteres Risiko von zunehmenden Preissteigerungen könnte ein Absatzrückgang sein, weil unsere Kunden bzw. der Konsument auf andere preisgünstigere Artikel ausweicht. Unerwartete Preissteigerungen begrenzen wir teilweise durch den Abschluss von Warenkontrakten. Der Russland-Ukraine-Krieg sowie die Gefährdung von Schifffahrtsrouten im Roten Meer infolge militärischer Konflikte verstärken Risiken in Bezug auf die Verfügbarkeit von Waren und führen zu Preissteigerungen sowie zu steigenden Energie- und Logistikkosten. Absatzprobleme infolge höherer Preise können auf Seiten unserer Kunden zu einem geringeren Warenbezug, der Überschreitung von Zahlungszielen und einem erhöhten Insolvenzrisiko führen. Entsprechend intensiv überwachen wir das Zahlungsverhalten, um frühzeitig reagieren zu können. Durch vorausschauende Lagerhaltung, kontinuierliche Prüfung und Anpassung unserer Ein- und Verkaufspreise sowie unserer intensiven Überwachung des Kunden-Zahlungsverhaltens wirken wir diesen Risiken entgegen. Darüber hinaus wird das Risiko eines Cyber-Angriffs von Jahr zu Jahr höher. In diesem Segment sehen wir ein erhöhtes Risiko. Diesem Risiko wird durch umfangreiche Sicherungsmaßnahmen der IT-Software und durch eine erhöhte Achtsamkeit der Mitarbeiter begegnet. Eine vollständige Absicherung gegen Cyber-Angriffe ist nicht möglich. Trotz der in diesem Abschnitt geschilderten Risikofaktoren sehen wir im Hinblick auf unsere gute Vermögenslage, die angemessene Liquiditätsausstattung sowie die geschilderten Maßnahmen derzeit keine Bestandsgefährdungspotenziale. Es ist das Ziel der BÄKO HANSA eG, die Risiken zu antizipieren und berechenbar zu gestalten sowie die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen. Nachfolgend stellen wir unsere Chancen in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dar: Chancen sehen wir nach wie vor im weiteren Ausbau der Filialkommissionierung, insbesondere an unserem Standort in Hildesheim und in der Intensivierung der Mitglieder- und Kundenbetreuung, die zu einer Erhöhung der Lieferquote führen kann. Dadurch streben wir eine nachhaltige Stärkung unserer Wettbewerbsposition an. Des Weiteren ergeben sich Chancen durch die Optimierung der Disposition. Dies wirkt sich voraussichtlich positiv auf die Einhaltung der logistischen Prozesse und die damit verbundenen Kosten aus. Durch die Umsetzung von Projekten in der Warenwirtschaft werden Verbesserungspotenziale realisiert. Hieraus ergeben sich Chancen für eine Optimierung der Prozesse. Darüber hinaus bietet die Fortsetzung der Modernisierung des Fuhrparks die Möglichkeit, Kosteneinsparungen bei den Wartungs- und Reparaturaufwendungen zu generieren.
Hamburg, den 23. Mai 2024 BÄKO HANSA eG Ihr, Vorstand Frank Daube Matthias Zieseniß Bilanz zum 31.12.2023Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die BÄKO HANSA eG hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Hamburg (GnR 72). Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Genossenschaftsgesetzes und der Bestimmungen der Satzung. Die Genossenschaft ist ein großes Unternehmen im Sinne von § 267 HGB. Gemäß § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB weisen wir darauf hin, dass die in Vorjahren nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gemäß § 253 Abs. 4 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung gebildeten Wertberichtigungen von insgesamt 4.010 TEUR nach Art. 67 Abs. 4 EGHGB fortgeführt wurden. Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Going-Concern-Annahme aufgestellt. Wir verweisen insoweit und in Bezug auf wesentliche Unsicherheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, auf die Risikoberichterstattung im Lagebericht. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen unter Zugrundelegung von Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren bewertet. Die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen, die linear vorgenommen werden, orientieren sich an den Höchstsätzen der von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen. Die selbständig nutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als 250,00 EUR bis zu 800,00 EUR werden sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet worden. Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten haben wir die FiFo-Methode angewandt. Abschreibungen nach kaufmännischer Beurteilung nach § 253 Abs. 4 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung bestehen in Höhe von 600 TEUR (Vorjahr: 600 TEUR). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bilanziert. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei ausfallgefährdeten Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Abschreibungen nach kaufmännischer Beurteilung nach § 253 Abs. 4 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung bestehen in Höhe von 3.410 TEUR (Vorjahr: 3.410 TEUR). Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert. Aktive und passive latente Steuern wurden verrechnet. Vom Bilanzierungswahlrecht zur Aktivierung von über den Saldierungsbereich hinausgehenden aktiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Die Bilanzierung der sonstigen Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Sonstige Rückstellungen mit einer zu erwartenden Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023 in EUR
D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen sind:
Unter den sonstigen Rückstellungen sind folgende Rückstellungen ausgewiesen, die einen nicht unerheblichen Umfang haben:
Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr, mehr als 1 Jahr bzw. über 5 Jahre:
In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind:
Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:
Aus handels- und steuerrechtlich wesentlich voneinander abweichenden Wertansätzen im Sachanlagevermögen resultieren passive latente Steuern, die mit aktiven latenten Steuern aus handels- und steuerrechtlich wesentlich abweichenden Wertansätzen bei den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Rückstellungen verrechnet wurden. Die bei der Bewertung der latenten Steuern herangezogenen unternehmensindividuellen Steuersätze betragen 15,825% für die Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag und durchschnittlich 14,63 % für die Gewerbesteuer. Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos eines mit dem 3-Monats-Euribor variabel verzinslichen Darlehens in Höhe eines Teilbetrages von 3.000 TEUR (Grundgeschäft) besteht am Abschlussstichtag ein Zinsswap (Sicherungsgeschäft) mit einem Volumen von 3.000 TEUR. Die Laufzeit des Zinsswaps endet am 1.10.2025. Die BÄKO HANSA eG erhält aus dem Zinsswap die variablen Zinsen nach dem 3-Monats-Euribor im Tausch gegen einen Festzinssatz von 0,29 % p. a. Der mittels Barwertvergleich ermittelte Marktwert des Zinsswaps beläuft sich am Abschlussstichtag auf 157 TEUR. II. GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Fuhrparkaufwendungen (3.461 TEUR; Vorjahr: 3.265 TEUR), Grundstücks- und Gebäudeaufwendungen (1.453 TEUR; Vorjahr: 1.145 TEUR) und IT-Aufwendungen (1.377 TEUR; Vorjahr: 992 TEUR). E. Sonstige Angaben Es bestehen folgende nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, deren Risiken und Vorteile wesentlich sind und deren Offenlegung für die Beurteilung der Finanzlage der Genossenschaft erforderlich ist: Es bestehen im wesentlichen Leasingverträge für Kraftfahrzeuge. Der Verbesserung der Bilanzstruktur und den Vorteilen aus der zeitlichen Verteilung des Finanzmittelabflusses stehen Risiken aus den Leasingverpflichtungen in Höhe von 3.008 TEUR über die gesamte Restlaufzeit gegenüber. Es bestehen darüber hinaus folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind: Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen mit einem Jahresbetrag von 384 TEUR und Laufzeiten von 6 Jahren. Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 21 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung der verbleibenden Mitglieder
Eine Haftsummenverpflichtung besteht nicht. Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr um -472.713,30 EUR verändert. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: DGRV - Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. Linkstr. 12 10785 Berlin ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.812.319,16 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Mitglieder des Vorstands:
Mitglieder des Aufsichtsrats:
Im Dezember 2022 hatten alle bisherigen Aufsichtsratsmitglieder, bis auf Klaus Borchers, ihr Amt niedergelegt. Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen gegen
Hamburg, den 23. Mai 2024 BÄKO HANSA eG Der Vorstand Frank Daube Matthias Zieseniß Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BÄKO HANSA eG, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BÄKO HANSA eG, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BÄKO HANSA eG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG i. V. m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt A. im Anhang sowie die Angaben im Prognose-, Chancen- und Risikobericht des Lageberichts, in dem die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass Risiken im Zusammenhang mit einer unzureichenden Ertragslage bestehen, weil sich durch den Wegfall mehrerer Großkunden die Umsatzerlöse sowie der Rohertrag deutlich vermindert haben und eine Anpassung der Kostenstrukturen nur mit zeitlicher Verzögerung möglich ist. Zur Finanzierung der fortgesetzten Verlustsituation benötigt die Genossenschaft gegebenenfalls zusätzliche externe Liquiditätszusagen. Wie in Abschnitt A. im Anhang und im Prognose-, Chancen- und Risikobericht des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG i. V. m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Genossenschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, 23. Mai 2024 DGRV - Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. Guido Höhler, Wirtschaftsprüfer Thorsten Schraer, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsFür das Geschäftsjahr 2023Das zurückliegende Geschäftsjahr 2023 hat die BÄKO HANSA einmal mehr vor besonders große Herausforderungen gestellt, die zum Teil aus der nach wie vor unsicheren geopolitischen Lage, zum Teil aus den immer noch spürbaren Nachwirkungen der Corona Jahre und zum Teil aus negativen Marktereignissen resultierten. Die durch den Krieg in der Ukraine entstandene Verunsicherung und die daraus abzuleitenden negativen Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, dauern nicht nur an, sondern haben sich im vergangenen Jahr ausgeweitet. Heute müssen wir davon ausgehen, dass die deutsche Volkswirtschaft, wenn überhaupt nur in geringem Umfang wachsen wird. Ein Ende der Belastungen infolge des Ukrainekrieges ist nicht abzusehen. Vielmehr ist durch die völlig instabile Lage im Nahen Osten eine weitere massive Unsicherheit hinzugekommen, die sich bereits jetzt spürbar auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auswirkt. Jetzt machen sich auch die Folgen der während der Corona Krise verzögerten Insolvenzanmeldungen durch eine ansteigende Zahl an Insolvenzen bemerkbar. Davon betroffen ist inzwischen auch ein sehr großer Kunde der BÄKO HANSA. Entsprechende Umsatzverluste sind die Folge. Zusammen mit weiteren Insolvenzfällen und Betriebsaufgaben aus anderen Gründen hatte unsere BÄKO HANSA mit deutlichen Umsatz- und Ertragseinbußen zu kämpfen. Die aus der Sicht unserer Kunden positive, rückläufige Entwicklung vieler Rohstoffpreise hat, so erfreulich diese zu bewerten ist, ebenfalls zu Minderungen bei den Roherträgen geführt. Allerdings muss hier erneut auf das sehr verantwortungsvolle und wirksame Agieren des Vorstandes hingewiesen werden. Dadurch konnte die stetige Lieferfähigkeit auch in Zeiten großer Schwierigkeiten an den Rohstoffmärkten zu jeder Zeit gewährleistet werden. Unsere Mitglieder und Kunden waren dadurch stets mit allen Rohstoffen und Betriebsmitteln bestens versorgt. Die Lagerbestände, die um das sicherzustellen aufgebaut werden mussten, werden nun kontinuierlich wieder zurückgefahren. Leider musste dabei auch die Abwertung eines Teils der Bestände hingenommen werden. Dennoch soll an dieser Stelle der gesamten BÄKO HANSA ausdrücklich für die dadurch ganz im Sinne des Förderauftrages geleistete Unterstützung gedankt werden. Seit der außerordentlichen Generalversammlung im Februar des vergangenen Jahres ist der Aufsichtsrat wieder vollständig und damit satzungskonform besetzt. Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und stand diesem beratend zur Seite. Zu diesem Zweck hat er sich in vier turnusmäßigen Sitzungen kontinuierlich über den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Entwicklung (Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage), die Unternehmensplanung und das Risikomanagement der Genossenschaft informiert. Über die dem Aufsichtsrat vorgelegten zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurde entschieden. Der Aufsichtsrat hat sich dabei von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung des Vorstands sowie hinsichtlich der Einhaltung des Förderauftrages überzeugt, indem er insbesondere alle für die Genossenschaft bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis der schriftlichen und mündlichen Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft hat. Die Umsetzung der Beschlüsse wurde vom Aufsichtsrat fortwährend nachgehalten. Die Sitzungen des Aufsichtsrates waren von einem offenen Austausch geprägt. Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit der geschäftlichen Entwicklung der BÄKO HANSA beschäftigt. Dazu hat der Vorstand jeweils umfangreiche Ausarbeitungen, Auswertungen und Analysen einer Vielzahl von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und Daten vorgelegt. Aufgrund dieses aussagekräftigen Zahlen- und Informationsmaterials konnte sich der Aufsichtsrat jederzeit ein aktuelles Bild von der geschäftlichen Entwicklung und den Steuerungsmaßnahmen des Vorstandes machen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand auch in diesem Jahr für die mit großem Aufwand erarbeiteten Informationsmaterialien und die erläuternden Kommentare und Hinweise. Die vom Aufsichtsrat für Teilaufgaben gebildeten Ausschüsse tagten im Geschäftsjahr 2023 zweimal. So kam der Prüfungsausschuss, der sich mit den Forderungen und Krediten, dem Sachstand der Investitionen sowie der Kassenprüfung beschäftigt, zu zwei Sitzungen zusammen. Daneben besteht eine Personalkommission, die im Geschäftsjahr 2023 nicht tagte. Der DGRV - Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V., Berlin, hat die Prüfung gemäß § 53 GenG einschließlich der Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 durchgeführt und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Über das Ergebnis der Prüfung gemäß § 53 GenG einschließlich der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 wird in der 117. ordentlichen Generalversammlung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands für die Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und für in Ordnung befunden. In der gemeinsamen Sitzung des Vorstands und des Aufsichtsrats am 27. März 2024 haben Vorstand und Aufsichtsrat den Bericht des Prüfers über das Ergebnis der Prüfung entgegengenommen. Es ist der vorausschauenden Geschäftspolitik des Vorstandes zu verdanken, dass durch ein sehr stringentes Kostenmanagement noch einmal erhebliche Reserven im betrieblichen Aufwand mobilisiert werden konnten. Das operative Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr aber dennoch deutlich negativ entwickelt. Die vom Vorstand ergriffenen Maßnahmen zur Konsolidierung der Ertragslage werden vom Aufsichtsrat uneingeschränkt mitgetragen. Wir sind uns allerdings auch im Klaren darüber, dass die angespannte Lage in den nächsten Jahren wieder in eine positive Entwicklung gedreht werden muss. Ich danke allen Mitgliedern des Aufsichtsrates für die vertrauensvolle, engagierte Zusammenarbeit. Unser gemeinsamer Dank gilt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer BÄKO HANSA. Sie alle haben auch im Geschäftsjahr 2023 durch ihre motivierte, engagierte Mitarbeit dazu eigetragen, dass die BÄKO HANSA auch in diesem sehr herausfordernden Jahr ihre Kunden und Mitglieder unterstützen und ganz im Sinne des genossenschaftlichen Förderauftrages dazu beitragen konnte, in diesen unsicheren Zeiten dennoch zu bestehen.
Hamburg, den 18. April 2024 Klaus Borchers Aufsichtsratsvorsitzender Feststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über die Verwendung des ErgebnissesDer Jahresabschluss wurde in der Generalversammlung am 12. Juni 2024 festgestellt. Des Weiteren stimmte die Generalversammlung dem Vorschlag des Vorstands zur Ergebnisverwendung einstimmig zu. |
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