Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 28223
Vorher
Blitz F18-748 AGTTP AG
Eingetragen
6.7.2018
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für TragwerksplanungIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen Anlagen
Gegenstand
Anlagenplanung, Beratung und Ingenieurdienstleistungen, im Wesentlichen für die chemische und pharmazeutische Industrie, den Raffineriebereich, die Energiesowie Industrietechnik, sowie Vertrieb, Lieferung und Inbetriebnahme von Anlagenteilen, Maschinen, Maschinenteilen und Lizenzen, außerdem Entwicklung, Erstellung und Vertrieb von Software einschließlich Schulung und Wartung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Manuel Eckel
seit 9.12.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TTP GmbH

Rosenheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Lagebericht

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Steuerungssystem

1.3 Forschung und Entwicklung

2 Wirtschaftsbericht

22.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf des Konzerns (Wirtschaftsbericht)

2.3 Lage des Konzerns

2.4 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der TTP GmbH - Erläuterungen zum handelsrechtlichen Jahresabschluss

2.5 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

3 Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

3.2 Chancenbericht

4 Prognosebericht

1 Grundlagen des Konzerns

Die TTP GmbH erstellt einen zusammengefassten Lagebericht für ihren Konzern- und Jahresabschluss. Die TTP GmbH bündelt als Holdinggesellschaft wesentliche Finanzierungsaufgaben sowie andere unternehmerische Aufgaben, so dass die Chancen und Risiken der TTP GmbH und der Gruppe weitestgehend identisch sind.

1.1 Geschäftsmodell

Die TTP GmbH, mit Sitz in Rosenheim, ist die Muttergesellschaft der TTP-Gruppe. Der Geschäftszweck der Muttergesellschaft ist die Verwaltung und Steuerung der Beteiligungsgesellschaften sowie die Initiierung und Umsetzung von strategischen Maßnahmen. Die Ertragslage der Muttergesellschaft hängt stark von den Gewinnausschüttungen der Tochterunternehmen ab.

Der Konsolidierungskreis umfasst die Muttergesellschaft TTP GmbH, Rosenheim, und die von ihr unmittelbar und mittelbar beherrschten Tochterunternehmen:

Triplan GmbH, Bad Homburg v.d.H., zu 100 %

Triplan Ingenieur AG, Reinach/Schweiz, zu 100 %

Triplan India Pvt. Ltd., Pune/Indien zu 100 %

TTP France SAS, Chartres/Frankreich zu 100%

VenturisIT GmbH, Bad Soden am Taunus, zu 100 %

Venturis GmbH, Reinach/Schweiz, zu 100 %

Planungsbüro Burkart GmbH, Karlsruhe, zu 100 %

Pharmaplan AG, Basel/Schweiz, zu 100%

Pharmaplan GmbH, Bad Homburg, zu 100%

Pharmaplan SAS, Chartres/Frankreich, zu 100%

Pharmaplan SA, Wavre/Belgien, zu 100%

Die ARGE Burkart GmbH/Inplana TEC 3D GmbH, Karlsruhe, wird als Gemeinschaftsunternehmen bilanziert. Die Gesellschaft ist inaktiv.

Das Geschäft der TTP-Gruppe besteht aus den folgenden beiden strategischen Geschäftsbereichen:

Engineering

Software Solutions

Alle gehaltenen Anteile an Unternehmen lassen sich diesen Geschäftsbereichen zuordnen, die nachfolgend beschrieben werden.

Der Geschäftsbereich Engineering umfasst die Betriebsbetreuung (betriebsnahes Engineering für Bestandsanlagen) sowie die Projektabwicklung (Engineering, Beschaffungsleistungen und Montageüberwachung). TTP erbringt in der Projektabwicklung Dienstleistungen als Generalplaner für Neubauprojekte, Umbauprojekte und Projekte zur Anlagenoptimierung. Dabei agiert die TTP im gesamten Lebenszyklus der Planung und des Baus für pharmazeutische, biotechnologische und chemische Anlagen. Diese erstrecken sich von der Konzeptstudie über die Phasen Basis- und Detailengineering bis zur schlüsselfertigen Anlage.

Dabei sind das Projektmanagement sowie die in den Tochtergesellschaften gebundenen Erfahrungen aus der Planung und Abwicklung zahlreicher komplexer Projekte in der Chemie- und Pharmaindustrie ganz wesentliche Faktoren für den Geschäftserfolg. Ergänzt wird das Leistungsspektrum um spezielle technische Beratungsleistungen z.B. zum Umweltschutz, zur Anlagensicherheit, Standardisierung und der Anlagen-Qualifizierung.

Mit ihren Dienstleistungen fokussiert sich die TTP auf die Prozessindustrie mit den Schwerpunkten in den Branchen Chemie/Feinchemie, Life Science/Pharma und Raffinerie/Petrochemie. In diesem Zusammenhang werden die Aktivitäten in der Chemieindustrie durch die Triplan Einheiten abgedeckt, während das Pharmageschäft im Wesentlichen über die Pharmaplan Einheiten bedient wird. Die Engineering Dienstleistungen für Raffinerien werden durch die Triplan GmbH durchgeführt.

Das Geschäftsmodell der TTP ist durch Kundennähe und einen klaren Branchenfokus geprägt. Die Niederlassungen/Projektbüros und Tochterunternehmen als dezentrale operative Einheiten befinden sich an den führenden Standorten der Schlüsselindustrien:

Leverkusen (Pharma und Chemie)

Krefeld (Chemie)

Merseburg (Chemie)

Burghausen (Chemie)

Karlsruhe (Raffinerie / Petrochemie)

Bad Soden (Life Science / Chemie)

Hamburg (Pharma und Chemie)

Bad Homburg (Pharma und Chemie)

Chartres / Frankreich (Pharma)

Entzheim / Frankreich (Pharma)

Lyon und Paris / Frankreich (Pharma)

Basel / Schweiz (Pharma)

Zürich / Schweiz (Pharma)

Clarens-Sur-Montreux / Schweiz (Pharma)

Reinach bei Basel / Schweiz (Chemie / Life Science)

Pune / Indien (Chemie / Life Science)

Wavre / Belgien (Pharma)

Ulm (Pharma)

Für standortübergreifende und internationale Projekte als Generalplaner werden die Kompetenzen und Abwicklungsressourcen der TTP gebündelt, um für die Investitionsvorhaben unserer Kunden das technisch und wirtschaftlich optimale Abwicklungskonzept zu bieten. Diese Serviceleistung wird TTP in den folgenden Jahren weiter konsequent ausbauen. Zudem ist das verfahrenstechnische Know-how in der Raffinerietechnik und insbesondere das Know-how über die Abwicklung von Projekten unter Nutzung der eigenen patentierten Closed Coke Slurry System- (CCSS-) Technologie im Bereich der Delayed Coker Units (DCU) ebenfalls im Bereich Engineering gebündelt.

Der Geschäftsbereich Software Solutions ist auf IT-Lösungen (CAD/CAE, Life Cycle Data Management, Dokumentenmanagement und BIM-Lösungen) spezialisiert. Entwicklung und Vertrieb hochwertiger CAD/CAE-Anwendungen für Zulieferer und Ausrüster des Fabrik- und Anlagenbaus sind die Kernleistungen. Die Experten des Geschäftsbereichs Software Solutions beraten deren Kunden von der Analyse bis hin zur Lösung.

1.2 Steuerungssystem

Die Grundlage unserer Konzernsteuerung basiert auf dem Ziel der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. In diesem Zusammenhang umfassen unsere finanziellen Steuerungsgrößen im Wesentlichen Kennzahlen zum Wachstum und zur Profitabilität.

Dem Management dienen als bedeutsamste Kennzahlen zur Steuerung des Konzerns die Umsatzerlöse, das bereinigte EBITDA.

Neben den bedeutsamsten Kennzahlen werden Kennzahlen wie die Auslastung der operativen Mitarbeiter oder die Anzahl der Mitarbeiter herangezogen.

Für die Muttergesellschaft bildet das bereinigte EBITDA den wesentlichen finanziellen Leistungsindikator.

Die Umsatzerlöse als Messgröße für profitables organisches Umsatzwachstum sind dabei ein wesentliches Element unserer Strategie zur Steigerung des Unternehmenswerts. Deren Planung erfolgt auf Basis von Angebotsbestand/-pipeline, Auftragseingang und Auftragsbestand. Alle drei Kenngrößen stellen Frühindikatoren für die Umsatzerlöse dar. Bei Projekten erfassen wir das gesamte Vertragsvolumen nach Unterzeichnung, bei Rahmenverträgen ohne garantierte Volumina buchen wir nur die tatsächlich kontrahierten Umsatzerlöse in Auftragseingang und -bestand.

Das (bereinigte) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) stellt die Messgröße für das operative Ergebnis der Unternehmenseinheiten des Konzerns sowie der Muttergesellschaft dar. Als finanzieller Leistungsindikator erfolgt für den Konzern und die Muttergesellschaft ein Fokus auf das um Sondereinflüsse korrigierte "bereinigte EBITDA". Hierbei werden zur besseren Vergleichbarkeit der operativen Leistungsfähigkeit über die Zeit Sondereffekte mit Einmalcharakter eliminiert, wie zum Beispiel Akquisitionskosten aus dem Erwerb von Firmenanteilen, Veräußerungsergebnisse, Restrukturierungsmaßnahmen oder auch Integrationskosten von erworbenen Einheiten.

Die Kennzahl der Auslastung der operativ tätigen Mitarbeiter (Utilisation) ist ein weiterer Treiber des Unternehmenserfolgs und wird wöchentlich für jede im Engineering Geschäft tätige Einheit ermittelt. Die Auslastung ist das Verhältnis der verrechneten Stunden zu den Sollstunden. In die Sollstunden gehen dabei sämtliche Stunden ein, die sich auch im Personalaufwand widerspiegeln. D.h. Stunden im Zusammenhang mit Kurzarbeit, Langzeiterkrankungen, Mutterschutz etc., auf die die TTP Gruppe Rückerstattungsansprüche hat, werden von den Sollstunden abgezogen. Weiterhin abgezogen werden Urlaubsansprüche.

Die TTP wird von zwei alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführern in eigener Verantwortung geleitet. Zur Überwachung der Geschäftsleitung existiert ein Beirat, der aus drei Mitgliedern besteht und das Ziel der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes im Fokus hat.

Das Geschäft der TTP wird in einer abgestuften Organisation gesteuert. Dabei existieren die folgenden drei Ebenen, auf denen jeweils die Unternehmenssteuerung erfolgt:

 

1. Konzernebene der TTP mit der Steuerung durch die Geschäftsführung

 

2. Länderebene mit der Steuerung durch die jeweiligen Länderverantwortlichen

 

3. Gesellschaftsebene mit der Steuerung durch die Geschäftsführer der jeweiligen Einzelgesellschaften

Auf jeder Ebene findet die Steuerung des operativen Geschäfts anhand der oben genannten Kennzahlen statt, die für jedes Geschäftsjahr in einer Unternehmensplanung festgelegt werden. Die Unternehmensplanung ist die Grundlage für die Steuerung der Geschäftsaktivitäten auf allen Ebenen. Im Laufe des Jahres kann die Unternehmensplanung durch einen weiteren Forecast ergänzt werden. Das monatliche Reporting enthält unter anderem einen Soll/Ist Vergleich sowie Abweichungsanalysen auch zum Vorjahr. Monatlich findet zwischen der Geschäftsführung und den Länderverantwortlichen ein Global Leadership Meeting (GLT) statt, auf dem der Geschäftsverlauf anhand der Konzernkennzahlen, die Entwicklung des Geschäftsumfelds und des Marktes, die Strategie sowie eventuell erforderliche Maßnahmen besprochen werden. Das Reporting der Geschäftsführung an den Beirat basiert ausgehend von der Unternehmensplanung auf den vorgenannten finanziellen Parametern.

Zur Beherrschung typischer Geschäftsrisiken und zur Förderung des wirtschaftlichen Erfolgs verfügt die Geschäftsführung über differenzierte Steuerungs- und Überwachungsinstrumente. Diese Instrumente erlauben es, Veränderungen im Geschäftsumfeld frühzeitig zu erkennen und zeitnah und angemessen zu reagieren. Sie wird von der operativen Ebene über die Tochtergesellschaften bis zur Geschäftsführung berichtet. Des Weiteren werden regelmäßig interne Vor-Ort-Reviews der Niederlassungen und Tochterunternehmen durchgeführt.

Ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem wird für den Geltungsbereich Engineering regelmäßig durch die Zertifizierung nach ISO 9001 gewährleistet. Die Bescheinigung erfolgt durch die TÜV Rheinland Cert GmbH für die Triplan Gesellschaften und durch die Lloyd`s Register Deutschland GmbH für die Pharmaplan Gesellschaften. Dieses Qualitätsmanagementsystem ist auf die ständige Verbesserung der Leistungen der TTP Gruppe ausgerichtet.

1.3 Forschung und Entwicklung

Da die TTP Gruppe ihren Umsatz überwiegend mit Dienstleistungen aus Eigenleistung erzielt, finden keine regelmäßigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten statt. Eine Ausnahme bildet das von der TTP entwickelte, effiziente und umweltschonende Verfahren zur Petrolkoks- Behandlung beim Delayed Coking Prozess - Closed Coke Slurry System (CCSS) - deren Patentzulassung durch das Europäische Patentamt im Jahre 2013 erfolgte und zwischenzeitlich in 18 weiteren Ländern international zum Patent angemeldet wurde.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der internationale Währungsfonds (IWF) geht für das Berichtsjahr von einer Schrumpfung der Weltwirtschaft von ca. -3,5% aus. Damit entwickelte sich die Weltwirtschaft deutlich schwächer als im Jahr 2019 (+2,8%). 1

Die Weltwirtschaft fiel im Zuge der COVID-19 Pandemie im Frühjahr 2020 - nach temporären Lockdown-Maßnahmen - in eine beispiellose Rezession. Nach dem historischen Einbruch im zweiten Quartal 2020 (-7,8%) erholte sich die globale Konjunktur im dritten und vierten Quartal deutlich. Allerdings bewegten sich zuletzt sowohl die weltweite Industrieproduktion als auch der Weltwarenhandel noch im Schatten der Pandemie. 2

Auch in der Eurozone schrumpfte die Wirtschaft pandemiebedingt im zweiten Quartal stark (-11,8%). Ab dem dritten Quartal trat allerdings auch hier eine Erholung der Wirtschaftsleistung ein und das BIP stieg gegenüber dem zweiten Quartal wieder um (+12,6%) an. 3 Trotz dieser guten Nachrichten wird die Erholung weiterhin vom erstarkten Infektionsgeschehen bedroht.

Im Jahr 2020 ist das preisbereinigte BIP der deutschen Wirtschaft um -4,9% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei +0,5%. Die Reallöhne sind um -1,1% gesunken. 4

Die deutsche chemisch-pharmazeutische Industrie hat nach Auskunft des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) im Berichtszeitraum einen Umsatzrückgang in Höhe von -4,4% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Die Produktion ist um 0,8% gesunken. Der Umsatz- und Produktionsrückgang in der Chemieindustrie ist ebenfalls auf den gesamtwirtschaftlichen Konjunkturabschwung im zweiten Quartal zurückzuführen. Allerdings konnte die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland das Corona-Jahr 2020 mit einem positiven vierten Quartal beenden. Der Umsatz stieg im viertel Quartal um +8,1% im Vergleich zum dritten Quartal. Damit beschleunigte sich die Erholung der Vormonate, reichte aber am Ende nicht aus, um die Jahresbilanz 2020 insgesamt noch ins Positive zu drehen. Für das Jahr 2021 rechnet der VCI mit einem Wachstum der Chemieproduktion um +3% und einem Wachstum des Branchenumsatzes um +5%. 5 Eine aktuelle Analyse von IQVIA zeigt deutliche Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf dem deutschen Pharmamarkt. Im Jahr 2020 stieg der Umsatz im gesamten deutschen Pharmamarkt (d.h. Klinik- und Apothekensegment) um knapp +7% auf EUR 49,5 Mrd. 6

Auch im Bereich der Informations- und Telekommunikationswirtschaft ist nach Angaben des Branchenverbandes BITKOM der Umsatz im Vergleich zu 2019 um -0,6% auf 169,8 Mrd. EUR corona-bedingt zurückgegangen. Allerdings rechnet der Branchenverband für das Jahr 2021 mit einer deutlichen Erholung und einem Umsatzwachstum von +2,7%. Dabei soll v.a. der Bereich der IT-Hardware den wesentlichen Wachstumstreiber darstellen. 7

2.2 Geschäftsverlauf des Konzerns (Wirtschaftsbericht)

Im Bereich Engineering erzielte die TTP-Gruppe Umsätze mit Dritten i.H.v. EUR 120,7 Mio. (Vorjahr: EUR 101,7 Mio.). Hiervon entfallen auf den Bereich Pharma EUR 88,6 Mio. (Vorjahr: EUR 59,2 Mio.) (73,4% des Engineering-Umsatzes) und auf den Bereich Chemicals EUR 32,2 Mio. (Vorjahr: EUR 42,5 Mio.) (26,6% des Engineering-Umsatzes) an Umsatzerlösen. Der verbleibende Umsatzanteil i.H.v. EUR 3,5 Mio. (Vorjahr: EUR 5,0 Mio.) entfällt auf Erlöse bei Software Solutions. 8

Getragen wurde der Umsatzanstieg im Bereich Engineering insb. durch das gestiegene Pharma-Geschäft 9 , im Wesentlichen getrieben durch Auftragseingänge im Projektbereich sowohl bei Bestandskunden als auch bei neuen Kunden.

Der Umsatz im Bereich Chemicals war aufgrund des corona-bedingten schwierigen Marktumfelds seit Beginn der Lockdown-Maßnahmen rückläufig in 2020.

Infolge der corona-bedingten europaweiten Lockdown-Maßnahmen kam es zu Projektverschiebungen in einzelnen Märkten, die Auslastung blieb dennoch gruppenweit in etwa auf Vorjahresniveau.

Trotz der corona-bedingten Rahmenbedingungen und den dadurch verfehlten geplanten deutlichen Umsatzsteigerungen konnte das Geschäftsjahr 2020 aus unserer Sicht erfolgreich abgeschlossen werden.

Im Berichtssegment Software Solutions gingen die Umsätze um ca. EUR -1,5 Mio. auf EUR 3,5 Mio. zurück. Durch den geringeren Umsatz und die gestiegenen Personalaufwendungen sank auch die EBITDA-Marge von 21,3% auf 17,4%.

Das gemäß IFRS berichtete EBITDA der Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 EUR 8,0 Mio. betragen (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.).

Das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2020 leitet sich somit folgendermaßen ab:

In TEUR 2020 2019
EBITDA (berichtet) 7.961 225
EBITDA Pharmaplan (1.1.2019-31.03.2019) 10 - 990
EBITDA (Pro-Forma) 7. 961 1.215
Einmaleffekte durch Restrukturierung 1.081 0
Transaktionsbezogene Einmalaufwendungen 400 6.029
IFRS Abschlussbuchungen -168 2.442
Sonstige Einmalaufwendungen 1.541 0
Bereinigtes EBITDA 10.815 9.686

Einmaleffekte durch Restrukturierung beinhalten ganz überwiegend Abfindungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung der Niederlassung Krefeld der Triplan GmbH. Aufgrund verschiedener gesellschaftsrechtlicher Aktivitäten (bspw. Squeeze-out) und der Akquisition und Integration der Pharmaplan Gesellschaften, entstanden Einmalaufwendungen (Transaktionsbezogene Einmalaufwendungen). Sonstige Einmalaufwendungen enthalten hauptsächlich Aufwendungen aus zwei laufenden Rechtstreitigkeiten, die die TTP GmbH aktiv führt. Das bereinigte EBITDA der TTP-Gruppe hat somit TEUR 10.815 betragen. Die prognostizierte Steigerung des bereinigten EBITDA konnte aufgrund der COVID-19 Pandemie nicht erreicht werden und liegt - trotz der deutlichen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr - hinter den ursprünglichen Erwartungen und Zielen, die wir uns vor Kenntnis der COVID-19 Pandemie gesetzt hatten.

2.3 Lage des Konzerns

2.3.1 Ertragslage des TTP-Konzerns

Nachfolgend ist die Ertragslage des TTP-Konzerns in den Jahren 2020 und 2019 dargestellt, wobei zu beachten ist, dass in 2019 die Pharmaplan Gesellschaften erst ab April konsolidiert wurden:

In TEUR

2020

2019

Erlöse aus Verträgen mit Kunden 124.206 106.645
Sonstige betriebliche Erträge 1.195 2.827
Materialaufwand -27.541 -27.606
Personalaufwand -79.495 -66.556
Sonstige betriebliche Aufwendungen (inkl. sonstiger Steuern) -9.981 -15.054
Wertminderungsaufwendungen -423 -31
EBITDA 7. 961 225
Abschreibungen -4.873 -4.085
Betriebsergebnis 3.088 -3.860
Finanzerträge 23 449
Finanzierungsaufwendungen -1.620 -1.939
Finanzergebnis -1.597 -1.490
Ergebnis aus At-Equity bilanzierten Unternehmen 0 25
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.492 -5.326
Ertragsteuervorteile (-aufwendungen) -1.197 309
Ergebnis 294 -5.017

Die Konzernumsätze der TTP-Gruppe sind im Geschäftsjahr von EUR 106,6 Mio. im Vorjahr auf EUR 124,2 Mio. in 2020 gestiegen. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf die Akquisition der Pharmaplan Gesellschaften in 2019 zurückzuführen, in denen lediglich 9 Monate im Konzernergebnis erfasst wurden, wohingegen sie im Berichtszeitraum mit vollen 12 Monaten erfasst wurden.

Der Auftragsbestand beinhaltet wie im Vorjahr im Wesentlichen Beratungsverträge mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf TEUR 1.195 (Vorjahr: TEUR 2.827). Der Materialaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2020 EUR 27,5 Mio. (Vorjahr: EUR 27,6 Mio.). Die Materialaufwandsquote (im Verhältnis zu den erzielten Umsatzerlösen) lag bei 22% (Vorjahr: 26%) und war aufgrund des verstärkten Einsatzes eigener Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Der Personalaufwand des TTP-Konzerns betrug EUR 79,5 Mio. (Vorjahr: EUR 66,6 Mio.). Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zu den erzielten Umsatzerlösen lag bei 64% (Vorjahr: 62%). Der Anstieg erklärt sich aus dem verstärkten Einsatz eigener Mitarbeiter zulasten von zugekauften Fremdleistungen (Materialaufwand).

Die Abschreibungen erhöhten sich insgesamt im Vorjahresvergleich von TEUR 4.085 auf TEUR 4.873.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. sonstiger Steuern) sind deutlich auf TEUR 9.981 (Vorjahr: TEUR 15.054) gesunken, was im Wesentlichen auf die Unternehmenstransaktionen im Vorjahr (u.a. Verschmelzung und Kauf der Pharmaplan Gruppe) zurückzuführen ist. Damals sind einmalige Aufwendungen in Höhe von EUR 6,0 Mio. entstanden, die im Rahmen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst worden sind.

Das Finanzergebnis des Konzerns ist leicht von TEUR -1.490 auf TEUR -1.597 gesunken.

Insgesamt beträgt das Konzernergebnis TEUR 294 und liegt damit um TEUR 5.311 über dem entsprechenden Vorjahresergebnis von TEUR -5.017.

2.3.2 Vermögenslage und Kapitalstruktur des Konzerns

A K T I V A 31.12.2020 31.12.2019
[in TEUR] [in TEUR]
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 15.987 17.400
Sachanlagen inkl. Nutzungsrechte 10.021 11.061
Latente Steueransprüche 4.899 6.147
Summe langfristige Vermögenswerte 30.908 34. 608
Kurzfristige Vermögenswerte
Vertragsvermögenswerte 4.873 6.845
Forderungen aus Lieferung und Leistung 23.240 25.891
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 416 0
Steuerforderungen 0 615
Kurzfristige Finanzanlagen 1.417 1.268
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.713 1.577
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 18.788 14.309
Summe kurzfristige Vermögenswerte 51. 447 50.506
Summe Aktiva 8 2.355 85.114
PASSIVA
Eigenkapital 2.288 -591
Langfristige Schulden
Leistungen an Arbeitnehmer 31.913 33.431
Langfristige Rückstellungen 629 473
Leasingverbindlichkeiten 5.138 6.021
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 12.421 11.352
Latente Steuerschulden 0 920
Summe langfristige Schulden 50.102 52.198
Kurzfristige Schulden
Vertragsverbindlichkeiten 2.694 2.870
Kurzfristige Rückstellungen 394 -
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 4.192 4.981
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 222 0
Steuerverbindlichkeiten 1.422 1.458
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 5.490 8.683
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 13.117 12.579
Leasingverbindlichkeiten 2.435 2.937
Summe kurzfristige Schulden 29.965 33.508
Summe Schulden 80.067 85.706
Summe Passiva 8 2.355 85.114

Insgesamt veränderte sich die Bilanzsumme von EUR 85,1 Mio. auf EUR 82,4 Mio.

Die immateriellen Vermögenswerte sanken von EUR 17,4 Mio. auf EUR 16,0 Mio. aufgrund von regulären Abschreibungen und bestehen hauptsächlich aus dem Geschäfts- oder Firmenwert im Zusammenhang mit der Akquisition der Pharmaplan-Gesellschaften (EUR 10,0 Mio.) im Jahr 2019 und Patenten bzw. ähnlichen Rechten (EUR 5,7 Mio.).

Die Sachanlagen umfassen im Wesentlichen Nutzungsrechte im Zusammenhang mit abgeschlossenen Leasingverträgen (EUR 7,5 Mio.).

Im Vergleich zum Vorjahr sanken sowohl die Forderungen leicht auf EUR 23,2 Mio. (Vorjahr: EUR 25,9 Mio.) als auch die Vertragsvermögenswerte auf EUR 4,9 Mio. (Vorjahr EUR 6,8 Mio.).

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital der TTP-Gruppe ist zum 31. Dezember 2020 auf TEUR 2.288 (Vorjahr: TEUR -591) gestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf den Konzernjahresüberschuss und Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, zurückzuführen.

Die langfristigen "Leistungen an Arbeitnehmer" beinhalten die Pensionsverpflichtungen der TTP-Gruppe in Höhe von EUR 31,5 Mio. (Vorjahr: EUR 33,4 Mio.).

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten resultieren aus den im Geschäftsjahr 2019 von der TTP-Gruppe neu aufgenommenen Darlehen. In 2020 hat der Konzern EUR 1,3 Mio. weitere Kreditaufnahmen getätigt.

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. EUR 13,1 Mio. bestehen im Wesentlichen gegenüber Arbeitnehmern. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen dadurch zu erklären, dass die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten i.H.v. EUR 5,7 Mio. aus den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten herausgelöst wurden und in 2020 separat dargestellt werden.

2.3.3 Finanzlage des Konzerns

Im Berichtsjahr sind durch drei Konzerngesellschaften TEUR 1.267 Darlehensaufnahmen erfolgt. In Höhe von TEUR 300 und TCHF 500 handelt es sich um zinslose Darlehen, die Corona-bedingt staatlich subventioniert wurden. Weiterhin hat die TTP GmbH den RCF um TEUR 500 gezogen. Der starke Rückgang der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten resultiert aus Umgliederungen in den langfristigen Bereich.

In 2019 hat die TTP GmbH zur Finanzierung der Akquisition der Pharmaplangesellschaften und zur Sicherstellung des Wachstums einen Konsortialkredit, bestehend aus einer Bridge Facility von EUR 10,5 Mio., Senior Secured Facility von EUR 7,0 Mio., Betriebsmittelkredit von EUR 5,0 Mio. sowie einer Avallinie von EUR 5,0 Mio., abgeschlossen. Die Bridge Facility wurde bereits im selben Jahr zurückgeführt.

Zum Abschlussstichtag bestanden die Senior Secured Facility, der Betriebsmittelkredit und die Avallinie, die respektive mit EUR 7,0 Mio., EUR 0,5 Mio. und EUR 2,6 Mio. ausgenutzt waren. Bestehende Bankverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Konsortialvertrag sind über verpfändete Bankkonten, Forderungsabtretungen und Anteile an Konzerngesellschaften besichert. Die Senior Secured Facility wird am 29. Dezember 2023 zur Rückzahlung fällig, während der Betriebsmittelkredit und die Avallinie bis zum 29. September 2023 laufen.

Der nachrangige Vendor Loan, der von der Verkäuferin der Pharmaplangesellschaften begeben wurde, besteht weiterhin in Höhe von nominal EUR 4,0 Mio. (zzgl. aufgelaufener endfälliger Zinsen).

Im Zusammenhang mit der Senior Secured Facility muss der Konzern folgende finanziellen Covenants rollierend einhalten:

Net debt / bereinigtes EBITDA <= 2,5

Die TTP GmbH Covenants im Zusammenhang mit den Darlehen wurden im Berichtsjahr und im Vorjahr stets eingehalten.

Leasingverbindlichkeiten sind faktisch gesichert, da die Rechte an den im Abschluss erfassten Leasinggegenständen bei Zahlungsausfall an den Leasinggeber zurückfallen.

Liquidität

Cash-Flow aus der operativen Tätigkeit

Die TTP-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 entsprechend der positiven Ergebnisentwicklung einen positiven Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit i.H.v. von EUR 8,0 Mio. erzielt (Vorjahr: EUR 6,9 Mio.).

Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit

Die TTP-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 einen negativen Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit i.H.v. EUR -1,3 Mio. erzielt (Vorjahr: EUR -0,2 Mio.). Im Vorjahr waren hier noch Erlöse aus Veräußerung vom langfristigen Vermögen und Effekte von Tochterunternehmen zu verzeichnen.

Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit

Die TTP-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 einen negativen Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR -2,2 Mio. erzielt (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.). Der Rückgang ist insb. durch die im Vorjahr aufgenommene Finanzierung bedingt.

2.4 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der TTP GmbH - Erläuterungen zum handelsrechtlichen Jahresabschluss

Die TTP GmbH (vormals TTP AG) hat im Jahr 2018 ihren Geschäftsbetrieb als Konzernholdinggesellschaft aufgenommen. Zum 22. Januar 2019 haben die Gesellschafter alle an der vormaligen Triplan AG gehaltenen Aktien in die TTP GmbH als sonstige Zuzahlung gem. § 274 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage eingebracht. Zum 1. Januar 2019 fand die Verschmelzung (als Ganzes unter Auflösung ohne Abwicklung) zwischen der TTP AG und der Triplan AG statt. In diesem Zusammenhang fand der Ausschluss der Minderheitsaktionäre gegen Barabfindung (Squeeze out) statt. Des Weiteren hat die TTP AG den operativen Teilbetrieb im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage mit Wirkung zum 6. Juni 2019 in die Triplan GmbH (vormals Triplan Technology GmbH) eingebracht. Abschließend fand ein Rechtsformwechsel von einer Aktiengesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung statt. Daher ist die Vergleichbarkeit der GuV zum Vorjahr stark eingeschränkt, weil die TTP GmbH für den Zeitraum bis zur Ausgliederung am 6. Juni 2019 das operative Geschäft der damaligen Triplan AG in ihren Büchern gezeigt hatte.

In 2020 gab es hingegen keine gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungsmaßnahmen.

Ertragslage der TTP GmbH

Nachfolgend ist die Ertragslage der TTP GmbH in den Jahren 2020 und 2019 dargestellt:

In TEUR 2020 2019
Umsatzerlöse 5.727 18.270
Bestandsveränderung 0 -1.206
Sonstige betriebliche Erträge 347 1.222
Materialaufwand -1.777 -5.894
Personalaufwand -1.992 -7.556
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.986 -7.652
EBITDA -681 -2.815
Abschreibungen -166 -196
Betriebsergebnis -847 -3.011
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 257 1.598
Erträge aus Beteiligungen 2.411 439
Zinserträge 149 120
Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen übernommene Verluste -448 0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -354
Zinsaufwendungen -719 -1.022
Finanzergebnis 1.651 782
Ergebnis vor Ertragssteuern 804 -2.229
Ertragsteuervorteile (-aufwendungen) / sonstige Steuern 25 -371
Ergebnis 829 -2.600

Die Umsatzerlöse der TTP GmbH beinhalten IC-Erlöse (TEUR 5.727). Die Umsatzerlöse der TTP GmbH in 2019 beinhalten überwiegend Erträge aus der ehemaligen Triplan AG (EUR 12,8 Mio.) sowie IC-Erlöse (EUR 5,4 Mio.).

Im Berichtsjahr 2020 ergaben sich keine Bestandsveränderungen. Die Bestandveränderungen des Vorjahres entfielen auf den operativen Geschäftsbetrieb der ehemaligen Triplan AG und resultierten aus Kundenprojekten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 130). Die sonstigen betrieblichen Erträge 2019 beinhalteten i.W. einen Verschmelzungsgewinn i.H.v. EUR 1,1 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten als größte Positionen Rechts- und Beratungskosten (TEUR 1.370), Wartungs- und Reparaturkosten für EDV-Equipment (TEUR 525) sowie Bankgebühren (TEUR 146). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2019 beinhalteten als größte Positionen Rechts- und Beratungskosten (EUR 4,6 Mio.) sowie Fremdprovisionen (EUR 0,5 Mio.).

Das bereinigte EBITDA der TTP GmbH lag mit TEUR -3.221 (Vorjahr: TEUR -2.483) um TEUR -738 unter dem Vorjahr, da die Holding - nach dem Aufbau in 2019 - in 2020 erstmals in ihrer Funktion Aufwendungen und Erträge für ein volles Geschäftsjahr beinhaltet. Bei der Ermittlung des bereinigten EBITDA werden Einmaleffekte und (indirekte) Konzernumlagen nicht berücksichtigt. Für die TTP GmbH wurde für das Jahr 2020 mit einem negativen bereinigten EBITDA etwa auf Niveau des Geschäftsjahres 2019 (auf Basis voller 12 Monate) geplant, was in etwa erreicht wurde.

Das Finanzergebnis resultiert aus Zinsaufwendungen (TEUR 719), denen deutlich gestiegene Beteiligungserträge (TEUR 2.411) gegenüberstehen.

Der Jahresüberschuss der TTP GmbH in 2020 beträgt aufgrund der genannten Effekte, insbesondere aufgrund geringer Einmaleffekte und der gestiegenen Beteiligungserträge, TEUR 829 (Vorjahr: Jahresdefizit i.H.v. TEUR -2.600).

2.4.1 Vermögenslage und Kapitalstruktur der TTP GmbH

In TEUR
A K T I V A 31.12.2020 31.12.2019
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 110 67
Sachanlagen 574 562
Finanzanlagen 18.765 20.165
Summe Anlagevermögen 19.448 20.794
Umlaufvermögen 10.062
Forderungen verbundene Unternehmen 2.977 10.062
Sonstige Vermögensgegenstände 333 290
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.432 279
Summe Umlaufvermögen 5.742 10.631
Rechnungsabgrenzungsposten 259 265
Summe Aktiva 2 5.449 31.689
PASSIVA
Eigenkapital 11.695 10.866
Rückstellungen 1.416 2.046
Verbindlichkeiten 12.338 18.777
Summe Rückstellungen und Verbindlichkeiten 13.754 20.824
Summe Passiva 2 5.449 31.689

Die Bilanzsumme der TTP GmbH sank im Berichtsjahr insb. aufgrund des Ausgleichs der Intercompany Forderungen bzw. Verbindlichkeiten um TEUR 6.240 auf TEUR 25.449 (Vorjahr: TEUR 31.689).

Die Finanzanlagen der Gesellschaft umfassen Ausleihungen an verbundene Unternehmen (TEUR 601) und die Anteile an der Pharmaplan AG (TEUR 6.580), Triplan GmbH (TEUR 5.576), Triplan Ingenieur AG (TEUR 1.442), Venturis IT GmbH (TEUR 2.601), Venturis GmbH (TEUR 1.615), der Pharmaplan SA (TEUR 250) und weiterer Gesellschaften (TEUR 99). Der Rückgang ist durch Tilgungen von Ausleihungen an verbundene Unternehmen bedingt.

Die Sachanlagen der Gesellschaft umfassen Betriebs- und Geschäftsausstattung und PKW.

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen vor allem Umsatzsteuerforderungen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich aus dem Stammkapital (TEUR 51), der Kapitalrücklage (TEUR 13.710) sowie dem Jahresüberschuss zzgl. Verlustvortrag (TEUR -2.067) zusammen.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2020 46% (Vorjahr: 34%).

Die Verbindlichkeiten der TTP GmbH gegenüber Kreditinstituten (TEUR 7.637) haben eine Laufzeit bis Ende 2023. Außerdem sind in den Verbindlichkeiten zum 31.12.2020 der TTP GmbH vor allem Verbindlichkeiten aus Darlehen und Cashpool gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 4.401) enthalten. Weiterhin sind TEUR 278 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten enthalten.

Liquidität

Cash-Flow aus der operativen Tätigkeit

Die TTP GmbH hat im Geschäftsjahr 2020 einen negativen Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit i.H.v. von EUR -1,0 Mio. (Vorjahr EUR -1,0 Mio.) erzielt.

Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit

Die TTP GmbH hat im Geschäftsjahr 2020 einen positiven Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit i.H.v. EUR 3,2 Mio. (Vorjahr EUR -3,7 Mio.) erzielt. Der starke Anstieg resultiert insb. aus konzerninternen Dividendenerträgen sowie Darlehensrückzahlungen von Tochtergesellschaften.

Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit

Die TTP GmbH hat im Geschäftsjahr 2020 einen knapp negativen Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit i.H.v. EUR -0,1 Mio. (Vorjahr EUR 4,6 Mio.) erzielt. Der Rückgang ist insb. durch die im Vorjahr aufgenommene Finanzierung bedingt.

Die TTP GmbH verfügt zum 31.12.2020 über eine freie Betriebsmittel-Kreditlinie von EUR 4,5 Mio. (Vorjahr EUR 5,0 Mio.) sowie über eine freie Avallinie von EUR 2,4 Mio.

2.5 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für die TTP Gruppe stellen die Umsatzerlöse und das bereinigte EBITDA die elementaren Steuerungsgrößen des operativen Geschäfts dar. Um die Geschäftsentwicklung zeitnah beurteilen zu können, werden diese Steuerungsgrößen laufend verfolgt und analysiert. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen zum Steuerungssystem in Kapitel 1.2. Darüber hinaus erfolgt auf monatlicher Basis ein detaillierter Vergleich zwischen geplanten und realisierten Kosten sowie Abweichungsanalysen zum Vorjahr sowie zu den 12 Monatswerten je Geschäftseinheit.

Auf Basis des bereinigten EBITDA wird die Erreichung der geplanten Ergebnisse monatlich verfolgt und analysiert. Zur Sicherstellung einer zeitnahen Kontrolle der Zielerreichung wird ein konzernweit über alle Geschäftseinheiten einheitlich angewandtes Berichtssystem eingesetzt.

In Bezug auf die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren sind unsere Mitarbeiter als wesentlicher Indikator hervorzuheben. Mit ihrem Know-how und ihrer Motivation treiben sie unser Geschäft voran und genießen das Vertrauen unserer Kunden. Um unsere Mitarbeiter langfristig im Unternehmen zu halten und genauso im Wettbewerb um neue Mitarbeiter ist es ein wesentliches Ziel der Unternehmensstrategie, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. In diesem Zusammenhang werden der Mitarbeiterbestand sowie die Fluktuation laufend in strukturierter Form an die Geschäftsführung berichtet.

Die Auslastung der operativ tätigen Mitarbeiter ist ein weiterer nicht finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung des Unternehmens. Hieraus ergibt sich in der Regel eine direkte Auswirkung auf die Umsatzerlöse. Durch die wöchentliche Analyse dieser Kennzahl werden mögliche Probleme frühzeitig erkannt und falls nötig Maßnahmen getroffen.

3 Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

3.1.1 Risikoman a gementsysteme

Die Geschäftsführung hat in ihrer Gesamtverantwortung für den Konzern ein Risikomanagementsystem eingerichtet, damit bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkannt werden können. Die TTP GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Gruppe eingebunden.

Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichtserstattungsprozesses. Der Beirat erhält anlassbezogen Berichte über die Risikoerfassung und Risikoüberwachung. Risiken aus Großprojekten, die eine signifikante Bedrohung der Erfolgsfaktoren des Konzerns darstellen können und potentielle Auswirkungen auf die Ergebnis- oder Liquiditätssituation haben, werden monatlich mit der Geschäftsführung und dem lokalen Management analysiert. Die einzelnen Risiken werden anhand ihres Schadenpotentials untersucht. Das Schadenpotential wird konzernweit einheitlich nach dem "Auftragsvolumen" und der mit dem Auftrag spezifisch verbundenen Risiken bewertet.

Risiken sind so umfassend wie möglich über Versicherungen abgedeckt. Auf eine Kreditausfallversicherung wurde im Hinblick auf die hohe Bonität der Auftraggeber verzichtet und nur im Einzelfall in Erwägung gezogen. Von der TTP Gruppe erbrachte Dienstleistungen werden insb. im Festpreisbereich über Kundenanzahlungen abgesichert. Für andere Risiken, wie Qualitäts-, Standorts- oder Rechtsrisiken wurden, sofern aufgrund der IFRS erforderlich, Rückstellungen gebildet bzw. es wurden - falls erforderlich - Wertberichtigungen auf Vermögenswerte vorgenommen.

Die Geschäftsleitung der TTP GmbH steht regelmäßig mit den Länderverantwortlichen sowie den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften in Kontakt. Die monatliche Berichterstattung mit detaillierten Soll-Ist-Analysen und die ständigen Kontakte mit den Verantwortlichen zeigen der Geschäftsleitung sich abzeichnende Abweichungen zeitnah auf. Vermögensrisiken sowie Veränderungen in der wirtschaftlichen Entwicklung können somit frühzeitig erkannt werden.

3.1.2 Risiken

Im operativen Geschäft sind Risiken in den Projekten zwangsläufig vorhanden. Diese werden durch das Projektmanagement überwacht und gesteuert, welches direkt an die Geschäftsführer der Tochterunternehmen oder Leiter der Niederlassungen berichtet. Für alle wesentlichen Großprojekte im Pharmabereich werden monatliche Steering Committee Meetings durchgeführt und die Projekte mit einer speziellen Kennzahl, dem Project Portfolio Index monatlich bewertet. In diesem Zusammenhang werden Abweichungen zum ursprünglichen Projektplan analysiert und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen zur Verbesserung der Projektabwicklung diskutiert und beschlossen.

Das Eingehen von Risiken bedarf regelmäßig der Zustimmung durch die Kontrollorgane der TTP gemäß aktueller gruppenweiter Approval Policy. Beispielsweise bedürfen Angebotsabgaben - je nach Größe und Vertragstyp - der vorherigen Zustimmung der lokalen Geschäftsführung und/oder der Geschäftsführung der TTP GmbH.

Risiken aus der Coronakrise

Der von China ausgehende Ausbruch und die Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS- CoV-2, durch den die Lungenkrankheit COVID-19 ausgelöst werden kann, hat weltweite Auswirkungen. Die Umsatz- und Wachstumsdaten (vgl. Kapitel 2.1) zeigen, dass es nach dem Abklingen des Infektionsgeschehens zu Nachholeffekten in vielen Branchen gekommen ist, die die Umsatzeinbrüche im zweiten Quartal zum Teil wieder ausgleichen konnten. Infolge der Einführung von Kontaktbeschränkungen im zweiten Quartal 2020 kam es teilweise zu vereinzelten Projektverzögerungen seitens unserer Kunden und zu Zutrittsbeschränkungen auf den Baustellen. Die stärksten negativen Einflüsse erlebten wir bei der Pharmaplan France SAS, deren Mitarbeiter ab dem 23. März 2020 in temporärer Kurzarbeit waren. Nach Einführung der Kurzarbeit stieg die Auslastung um über 10%-Punkte an, so dass wir die Auswirkungen der vereinzelten Projektverschiebungen als mitigiert ansehen können. Ebenso haben einzelne Niederlassungen der Triplan GmbH Kurzarbeit rückwirkend zum März angemeldet als Folge von rückläufigen Abrufen einzelner, weniger Kunden. Unsere Mitarbeiter sind voll einsatzfähig im Home Office. Meetings mit den Kunden finden seitdem vorzugsweise virtuell statt, was sich als praktikabel erwiesen hat. Im Übrigen erleben wir aktuell keine gravierend negativen Einflüsse auf die Auslastung unserer Mitarbeiter mehr. Die Auslastung der Gruppe bewegte sich in 2020 - auch bedingt durch den Einsatz von Kurzarbeit - auf akzeptablem Niveau. Seit dem vierten Quartal 2020 erleben wir eine spürbare Erholung der COVID-19 Krise, die im ersten Quartal 2021 weiter anhält. Positiv sehen wir den Trend in der Pharmaindustrie, die Produktion von Medikamenten von Asien wieder nach Europa zu verlagern sowie die Zulassung mehrerer neuer Impfstoffe in der EU.

Umfeld- und Branchenrisiken

Das wachsende Kunden- und Produktportfolio der TTP Gruppe fördert die Diversifikation nach Branchen und verringert die Abhängigkeit von einzelnen, großen Kunden. Konjunkturelle Schwankungen insbesondere der Chemieindustrie können durch das insgesamt weniger von der Konjunktur abhängige Pharmageschäft ausgeglichen werden. Für die TTP besteht hier kein wesentliches Risiko.

Strategische Risiken

Der weitere Ausbau des Geschäftes mit Life Science/Pharma Kunden und die Erweiterung des Standortnetzwerkes tragen entscheidend dazu bei, das Risiko einer Abhängigkeit von einzelnen Märkten signifikant zu verringern und dient der geografischen Diversifikation. Die klare Zuordnung der Geschäftsleitungsverantwortung für die einzelnen strategischen Bereiche gewährleistet ein effizientes Risiko-Reporting und Risiko-Management.

Der Internationalisierungsgrad verstärkt sich bei Industriekunden. Produktionsstandorte sowie Entwicklungsprojekte wurden in der Vergangenheit mehr und mehr in internationale Standorte verlagert. Dementsprechend kann auch internationale Präsenz an den wichtigen Entwicklungsstandorten der Kunden zu den geforderten Merkmalen für einen strategischen Partner gehören. Die TTP Gruppe hat ausländische Standorte in Indien, Frankreich, Belgien und der Schweiz und sieht sich damit als mittelgroße zentraleuropäische Engineering Gruppe gut aufgestellt.

Die Unternehmen der TTP Gruppe haben einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Viele Kundenunternehmen sehen Anbieter von Technologie-Beratung und Engineering Services mittlerweile als wichtigen Rekrutierungskanal an. Einem Fluktuationsrisiko der Mitarbeiter und dem Risiko des Mangels an qualifiziertem Personal wird durch entsprechende Rekrutierungsmaßnahmen und Personalentwicklungsprogramme begegnet.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die TTP Gruppe verfügt aus unserer Sicht über eine solide Liquiditätsausstattung. Wechselkursrisiken mit fremden Dritten schließt die TTP Gruppe aus. Alle Geschäfte werden in Euro oder Schweizer Franken abgeschlossen, lediglich die indische Tochtergesellschaft wickelt ihr Inlandsgeschäft in indischen Rupien ab.

Da die Geschäfte vorwiegend im Euroraum abgewickelt werden, sind Währungsrisiken für die TTP-Gruppe grundsätzlich von untergeordneter Bedeutung. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter der Ausnutzung von Skontoregelungen gezahlt.

Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken sind abgestimmte Planungs-, Reporting- und Controlling- Systeme installiert und werden regelmäßig aktualisiert. Das Management ist sich sicher, dass das Unternehmen auf diese Herausforderungen gut vorbereitet ist und hat entsprechende Handlungsoptionen entwickelt. Nicht unerwähnt sollte sein, dass wegen des soliden Finanzmittelbestands zudem ausreichend Spielraum für aktives Handeln vorliegt.

Kundenrisiken

Die hohe Qualität der Leistungen der TTP Gruppe trägt zur nachhaltigen Kundenbindung bei. Durch die teils jahrzehntelange Zusammenarbeit und partnerschaftliche Kundenbeziehungen besitzt die TTP bei Technologie- und Innovationsführern der Zielbranchen eine exzellente Reputation und Bonität. Langfristige Rahmenverträge zur Betreuung der Kunden existieren in vielen Fällen. Die Zusammenarbeit mit diesen Kunden wird verstärkt auch außerhalb Deutschlands ausgebaut.

Auslastungsrisiken

Die TTP Gruppe begegnet dem bestehenden Auslastungsrisiko für Ihre Mitarbeiter durch die aktive Förderung der Beziehungen zu Bestandskunden und die Akquise von Neugeschäft. Weiterhin wird die Auslastung wöchentlich (nach Niederlassungen) berichtet und bei negativen Abweichungen frühzeitig gegengesteuert. Um Zeiten hoher Auslastung mit Zeiten geringer Auslastung auszugleichen, nutzen die Gruppen-Gesellschaften das Instrument der Gleitzeit.

IT-Risiken

TTP setzt im Rahmen der Geschäftstätigkeit in vielen Bereichen IT gestützte Systeme und Prozesse ein (u. a. Systeme für Finance & Controlling). Das Unternehmen hat neue IT- Systeme implementiert und bestehende verbessert und erneuert. Derartige Änderungen verursachen insbesondere in der Implementierungsphase eine starke Abhängigkeit mit möglichen negativen Auswirkungen wie Verzögerungen und Ineffizienzen auf den Geschäftsbetrieb. Um diese Risiken zu minimieren werden alle relevanten IT-Systeme fortlaufend überwacht und kontinuierlich weiterentwickelt.

Risiken aus Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Um Risiken für Forderungsausfälle zusätzlich zu minimieren, werden neue Kunden vor Vertragsabschluss hinsichtlich ihrer Bonität beurteilt. Darüber hinaus werden auf Basis einer regelmäßigen Überwachung der Altersstruktur überfälliger Forderungen angemessene Maßnahmen abgeleitet. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Leitungsrisiken

Die personengebundenen Risiken des leitenden Managements der Niederlassungen und Tochterunternehmen werden durch unterstützende Funktionen, Feedback und Input aus der nachgelagerten Führungsebene minimiert.

Gesamtbild der Risikolage

Das Risikomanagement steuert die gesamte Risikosituation der TTP Gruppe. Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht zu erkennen.

3.2 Chancenbericht

Neben der Fortführung der Betriebsbetreuung, die durch höhere geografische Präsenz erweitert wird, soll zusätzlich das Projektgeschäft deutlich ausgebaut werden. Mit gezielten Vertriebsaktivitäten für Projekte bei Neukunden und bestehenden Kunden sowie durch den Ausbau unserer Projekt-Kompetenz sollen die bestehenden Chancen weiter vergrößert werden. Der Life Science Bereich bietet sowohl in der Betriebsbetreuung als auch bei Projekten gute Chancen für die TTP. Die Schlüsselindustrien Chemie, Petrochemie und Pharma haben auch für die Zukunft gute Branchenaussichten und können somit den Ausbau des Geschäftsbereiches Engineering, der Kernkompetenz der TTP Gruppe, weiter fördern.

Die zunehmende Digitalisierung der Industrie bietet dem Geschäftsbereich Software Solutions gewisse Marktchancen im Bereich BIM (Building Information Modeling). Hierzu werden weitere Wachstumsfelder wie Cloud-Lösungen oder ähnliches ausgebaut.

4 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die TTP-Gruppe eine deutliche Erholung bzw. Stabilisierung der Marktsituation angesichts der COVID-19 Pandemie und dementsprechend ein deutliches Wachstum der Umsatzlöse gegenüber dem Jahr 2020 bei einer leicht gestiegenen (bereinigten) EBITDA-Marge und dementsprechend absoluter Steigerung des bereinigten EBITDA. Wesentlicher Treiber werden v.a. Nachholeffekte im Zuge der Coronakrise sowie ein aktuell gutes Marktumfeld mit gestiegenem Auftrags- und Pipelinebestand sein.

Die Prognose geht von einer Erholung des wirtschaftlichen Umfelds durch die COVID-19 Pandemie aus.

Für die TTP GmbH wird für das Jahr 2021 mit einem negativen bereinigten EBITDA etwa auf Niveau des Geschäftsjahres 2020 geplant. Wesentlicher Treiber sind insbesondere die für die TTP GmbH im Rahmen ihrer Holdingfunktion anfallenden Personal- und weiteren Kosten.

 

Rosenheim, den 28. April 2021

Dr. Andreas Bonhoff

Manuel Eckel

1 Vgl. hier und im Folgenden IMF (2021), World Economic Outlook, S.1.
2 Vgl. hier und im Folgenden Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) (2020), Weltwirtschaft, S.1ff.
3 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2020), Weltwirtschaft, S. 66.
4 Vgl. Statistisches Bundesamt (2021), Destatis.
5 Vgl. Verband der Chemischen Industrie e.V. (2021), Quartalsbericht 4.2020, S.1.
6 IQVIA (2021), Flashlight (Vol. 83), S.14.
7 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Bitkom-Branche-wieder-auf-Wachstumskurs, Abrufdatum: (11.03.2021).
8 Vgl. strategische Geschäftsbereiche aus Kap. 1.1.
9 In der Vergeichsperiode wurden die Umsätze des Bereichs Pharma nur für 9 Monate erfasst (Erstkonsolidierung der Pharmaplan-Gesellschaften 01.04.2019), daher sind die Vorjahreswerte nur eingeschränkt vergleichbar bzw. das starke Umsatzwachstum erklärbar.
10 Das EBITDA 2019 enthält das EBITDA des Bereichs Pharma (TEUR 990), als wären sie bereits zum 1.1.2019 in den Konzernabschluss der TTP GmbH einbezogen worden.

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

  31.12.2020 31.12.2019
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und    
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.416,82 33.588,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.407,00 33.513,32
  109.823,82 67.101,32
II. Sachanlagen    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 573.989,00 561.913,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.163.331,50 18.163.331,50
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 601.195,22 2.001.195,22
  18.764.526,72 20.164.526,72
  19.448.339,54 20.793.541,04
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.976.789,98 10.061.817,67
2. Sonstige Vermögensgegenstände 332.751,73 290.381,18
  3.309.541,71 10.352.198,85
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.432.378,01 278.573,71
  5.741.919,72 10.630.772,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 258.879,12 265.095,10
  25.449.138,38 31.689.408,70

Passiva

  31.12.2020 31.12.2019
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 51.283,00 51.283,00
II. Kapitalrücklage 13.710.405,81 13.710.405,81
III. Verlustvortrag -2.895.961,35 -295.725,00
IV. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 829.111,61 -2.600.236,35
  11.694.839,07 10.865.727,46
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 174.906,00 181.223,00
2. Steuerrückstellungen 452.766,94 565.529,40
3. Sonstige Rückstellungen 788.665,79 1.299.706,43
  1.416.338,73 2.046.458,83
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.637.083,33 7.135.625,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 278.066,18 1.129.293,27
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.401.285,47 9.991.683,68
4. Sonstige Verbindlichkeiten 21.525,60 520.620,46
  12.337.960,58 18.777.222,41
  25.449.138,38 31.689.408,70

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

  1.1. bis 31.12.2020 1.1. bis 31.12.2019
 
1. Umsatzerlöse 5.727.075,15 18.269.630,59
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen 0,00 -1.205.545,95
3. Sonstige betriebliche Erträge 347.336,19 1.222.314,70
  6.074.411,34 18.286.399,34
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe    
und für bezogene Waren 0,00 -175.529,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.776.516,91 -5.718.560,91
  -1.776.516,91 -5.894.090,42
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -1.800.482,34 -6.558.154,66
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -191.883,67 -997.626,34
  -1.992.366,01 -7.555.781,00
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände    
des Anlagevermögens und Sachanlagen -165.806,33 -195.909,77
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.986.432,44 -7.651.662,17
  -846.710,35 -3.011.044,02
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 256.699,80 1.598.433,74
9. Erträge aus Beteiligungen 2.411.485,21 438.862,12
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 148.920,05 120.353,86
11. Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen übernommene Verluste -447.583,81 0,00
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -353.569,35
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -718.799,17 -1.021.944,76
  1.650.722,08 782.135,61
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26.514,88 -370.910,94
15. Ergebnis nach Steuern 830.526,61 -2.599.819,35
16. Sonstige Steuern -1.415,00 -417,00
17. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 829.111,61 -2.600.236,35

Anhang
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

I. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der eingetragene Firmensitz und der Hauptsitz der Geschäftstätigkeit der TTP GmbH ist: Bahnhofstr. 15 in 83022 Rosenheim. Sie ist unter der Handelsregisternummer HRB 28223 beim Amtsgericht Traunstein eingetragen.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde nach den Vorschriften des deutschen HGB unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Zur Klarheit der Darstellung wurden Angaben, die wahlweise in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft wurde als Blitz F18-748 AG mit Sitz in Frankfurt am Main mit Datum vom 21. Juni 2018 gegründet und am 6. Juli 2018 im Handelsregister eingetragen. Am 13. Dezember 2018 wurde die Neufassung der Satzung sowie Umfirmierung in TTP AG beschlossen und am 28. Dezember 2018 im Handelsregister eingetragen. Die TTP AG wurde als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrags vom 18. Februar 2019 mit der TRIPLAN Aktiengesellschaft, Bad Soden am Taunus, rückwirkend zum 1. Januar 2019 verschmolzen. Damit wurde auch der mit der TRIPLAN Technology GmbH bestehende Gewinnabführungsvertrag vom 20. Juni 2016 auf die TTP AG übertragen. Mit Einbringungs- und Übertragungsvertrag vom 6. Juni 2019 wurde der Geschäftsbereich Ingenieurdienstleistungen einschliesslich aller Aktiva und Passiva und mit allen Rechten und Pflichten an die TRIPLAN Technology GmbH mit der Maßgabe übertragen, dass diese am 6. Juni 2019 übergehen, im Innenverhältnis zwischen diesen beiden Gesellschaften die Übertragung mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 vollzogen wird. Die TTP AG hat die nachträglichen Anschaffungskosten auf die Beteiligung an der Triplan GmbH nach den allgemeinen Tauschgrundsätzen mit dem Buchreinvermögender eingebrachten Sachgesamtheit erfasst.

Der Geschäftsbereich Ingenieurdienstleistungen umfasste die Niederlassungen in Bad Soden, Burghausen, Leverkusen, Krefeld, Merseburg und Hamburg und dieser wurde in der TTP GmbH (vormals TTP AG) bis zur Übertragung erfasst; die Gewinn- und Verlustrechnung 2019 der TTP GmbH enthält in diesem Zusammenhang folgende Beträge:

1. Umsatzerlöse 12.823.699,72
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.205.545,95
3. Sonstige betrieblichen Erträge 48.462,58
1 1 . 666 . 616 , 35
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.400.258,45
7.266.357,90
5. Personalaufwand -5.900.707,82
6) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -94.282,63
7) Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.191.930,53
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 79.437,02
8) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.069,42
(davon aus verbundenen Unternehmen)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -13.456,00
11. Ergebnis nach Steuern 69 . 0 5 0 , 44
12) Sonstige Steuern 0,00
13. Jahresüberschuss 69 . 0 5 0 , 44

Aus genannten Gründen sind die Angaben mit dem Vorjahr nur eingeschränkt vergleichbar.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden mit Ausnahme der geschäfts- und Firmenwerte planmäßig entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben. Die in den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert e werden über die jeweilige betriebliche Nutzungsdauer aufgrund langjährig bestehender Kundenbeziehungen von drei bis 15 Jahren abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Sie werden planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und 13 Jahren. GWG werden bis 800 EUR im Jahr der Anschaffung sofort vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch die Bildung angemessener Pauschalwertberichtigungen begegnet, die auch das Zins- und Mahnkostenrisiko mit abdecken.

Die Zahlungsmittel umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten und werden zu Nominalwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Sterbetafel Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen sind bei der Ermittlung der Verpflichtung nicht zu berücksichtigen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 2,30 % es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren (Stichtag 31. Dezember 2020). Bis zum Jahr 2015 wurde der Durchschnittszinssatz auf der Basis der letzten sieben Jahre ermittelt. Die Bewertungsänderung ist auf das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilien RL und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften zurückzuführen. Aus der Bewertungsänderung resultiert ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB von € 14.205,00 zum 31. Dezember 2020.

Aufgrund der Art der Zusage werden bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen keine Renten- oder Lohn- und Gehaltssteigerungen unterstellt.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen langfristigen Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

Gemäß § 256a HGB werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Euro werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbe-steuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten Jahre eine Verlustrechnung zu erwarten ist.

III. Bilanzerläuterungen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie unter Punkt V.4. dargestellt zusammen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Gegen verbundene Unternehmen bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 2.976.789,98(VJ € 8.601.819,88) und sonstige Forderungen in Höhe von € 0,00 (VJ € 1.529.048,23). Sie haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagien (Unterschiedsbeträge) in Höhe von € 110.526,31 (Vorjahr € 147.368,42) enthalten.

Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital betrug zum Bilanzstichtag € 51.283,00 (VJ € 51.283,00).

Die Kapitalrücklage beträgt € 13.710.405,81 (VJ € 13.710.405,81).

Der Jahresüberschuss beträgt € 829.111,61 (VJ € -2.600.236,35).

Die per 31. Dezember 2020 mit dem Erfüllungsbetrag bewerteten Pensionsrückstellungen von € 344.458,00 (VJ € 357.115,00) wurden mit dem zum Zeitwert bewertetem Deckungsvermögenin Höhe von € 169.552,00 (VJ €175.892,00) verrechnet, sodass sich eine Nettoverpflichtung von €174.906,00 (VJ € 181.223,00) ergibt. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen € 295.187,30.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 788.665,79 (VJ € 1.299.706,43) betreffen im Wesentlichen Beratungskosten sowie Personalverpflichtungen und Kosten der Abschlusserstellung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen € 7.637.083,33 (VJ € 7.135.625,00).

Diese Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben mit € 137.083,33 (VJ € 135.625,00 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und mit € 7.500.000,00 (VJ € 7.000.000,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Im Rahmen von Aufträgen bestehen Avale in Höhe von € 2.657.979,14 (VJ € 1.548.022,83). Diese Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Anteilsverpfändungen an Anteilen verbundener Unternehmen, durch Verpfändung von Bankguthaben und durch Sicherungsabtretung von Forderungen und Anlagevermögen besichert.

Gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr aus Cashpool und Ergebnisabführung. Diese und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 21.525,60 (VJ € 520.620,46) sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von € 278.066,18 (VJ € 1.129.293,27) haben alle eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Beträge aus Steuern von € 44.773,14 (Vorjahr € 228.101,68) und Beträge, die auf die soziale Sicherung entfallen von € 5.191,26 (Vorjahr € 2.497,89). Sie haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Höhe von € 3.817,28 (VJ € 51.756,15). Außerdem sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 130.182,04 (VJ € 2.543,37) enthalten. Zudem wurde hier im Vorjahr der Verschmelzungsgewinn in Höhe von € 1.096.053,41 erfasst, der einen Ertrag von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung nach § 285 Nr. 31 HGB darstellt.

Der Materialaufwand enthält Aufwendungen bezogene Leistungen Intercompany in Höhe von € 1.776.516,91 (VJ € 1.493.831,97).

Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung von € 14.394,42 (VJ € 12.913,06)

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Höhe von € 47.109,90 (VJ € 25.147,73).

Die Erträge aus Beteiligungen stammen vollständig aus verbundenen Unternehmen.

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen € 148.920,05 (VJ € 117.284,44) verbundene Unternehmen.

Unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus Aufzinsung von € 9.050,00 (VJ € 11.139,00), die mit den Erträgen aus Deckungsvermögen von € 3.606,00 (VJ € 4.097,00) saldiert wurden. Insgesamt sind Zinsaufwendungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von € 87.971,58 (VJ € 43.488,64) enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Rückerstattungen für Vorperioden in Höhe von € 26.597,60 (VJ Nachzahlungen € 142.952,94) enthalten.

V. Sonstige Angaben

V.1. Beschäftigte Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2020 waren durchschnittlich beschäftigt:

2020
Kaufmännische Angestellte 16

V. 2 . Geschäftsführung

Der Geschäftsleitung gehören an:

Dr. Andreas Bonhoff Chieming; Kaufmann, Sprecher der Geschäftsführung
Manuel Eckel Frankfurt am Main, Geschäftsführer Finanzen

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf eine Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

V. 3. Beirat

Dem Beirat gehören an:

Dr. Petra Brenner (Vorsitzende) Frankfurt am Main, Rechtsanwältin bei der EY-Parthenon GmbH
Joachim Grendel Neustadt am Rübenberge, Kaufmann, selbständig
Dr. Wilhelm Otten Münster (Hessen), Dipl.-Ing., selbständig

Die Mitglieder des Beirats erhielten für ihre Tätigkeit eine Vergütung von der Gesellschaft von 60 TEUR.

V.4. Anteilsbesitz

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:

Name des Unternehmens Geschäftssitz Vom Konzern gehaltene Anteile in % 31.12. 2020 Währung Kurs zum 31.12. 20 Durchschnittskurs 20 20
Triplan GmbH Bad Homburg 100% EUR 1,00 1,00
Triplan Ingenieur AG Reinach/Schweiz 100% CHF 1,08 1,07
TRIPLAN India Pvt. Ltd. Pune/Indien 100% INR 89,25 84,64
TTP France SAS Paris / Frankreich 100% EUR 1,00 1,00
VenturisIT GmbH Bad Soden am Taunus 100% EUR 1,00 1,00
Venturis GmbH Reinach/Schweiz 100% CHF 1,08 1,07
Planungsbüro Burkhart GmbH Karlsruhe 100% EUR 1,00 1,00
Pharmaplan AG Basel/Schweiz 100% CHF 1,08 1,07
Pharmaplan GmbH Bad Homburg 100% EUR 1,00 1,00
Pharmaplan SAS Chartres/Frankreich 100% EUR 1,00 1,00
Pharmaplan SA Wavre/Belgien 100% EUR 1,00 1,00
Anmerkung zur Tabelle: Die Zahlen der deutschen Gesellschaften (außer Pharmaplan) beruhen auf den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen (Ergebnis jeweils vor Ergebnisabführung). Die Zahlen der übrigen Gesellschaften beruhen auf den für Zwecke des Konzernabschlusses der TTP GmbH erstellten Handelsbilanzen II.
Name des Unternehmens Geschäftssitz EK in EUR Ergebnis in EUR
Triplan GmbH Bad Homburg 5.390.858,54 -447.583,81
Triplan Ingenieur AG Reinach/Schweiz 380.754,86 50.160,04
TRIPLAN India Pvt. Ltd. Pune/Indien 332.572,55 -33.204,56
TTP France SAS Paris / Frankreich -665.756,2 -420.241,6
VenturisIT GmbH Bad Soden am Taunus 698.967,28 256.699,80
Venturis GmbH Reinach/Schweiz 257.172,28 -386.907,59
Planungsbüro Burkhart GmbH Karlsruhe -602.784,56 -341.200,41
Pharmaplan AG Basel/Schweiz -2.803.112,59 450.524,99
Pharmaplan GmbH Bad Homburg 785.605,84 2.220.045,14
Pharmaplan SAS Chartres/Frankreich 1.086.564,19 -321.591,57
Pharmaplan SA Wavre/Belgien 433.082,29 -143.558,72
Anmerkung zur Tabelle: Die Zahlen der deutschen Gesellschaften (außer Pharmaplan) beruhen auf den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen (Ergebnis jeweils vor Ergebnisabführung). Die Zahlen der übrigen Gesellschaften beruhen auf den für Zwecke des Konzernabschlusses der TTP GmbH erstellten Handelsbilanzen II.
Name des Unternehmens Geschäftssitz Art der Beziehung Vom Konzern gehaltene Anteile in % 31.12. 20 EK in EUR Ergebnis in EUR
ARGE Burkhart GmbH / Inplana Tec 3D GmbH Karlsruhe Gemeinschaftsunternehmen 70% -229.026,86 -1.100,00

V. 5 . Ergebnisverwendungsvorschlag

Die TTP GMBH, Rosenheim, weist für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 einen Jahresüberschuss in Höhe von € 829.111,61 aus, der mit dem aus Vorjahren bestehenden Verlustvortrag auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

V. 6 . Angaben zum Anteilseigner

Anteilseigner zum Stichtag 31.12.2020 waren:

PRIME CAPITAL DEBT SCS, SICAV-Fis Robus recovery Sub-Fund,
Luxemburg 64,67 %
ABAG Aktienmarkt Beteiligungs AG, Köln 32,83 %
Dr. Bonhoff GmbH, Chieming 2,50 %

Die TTP GmbH stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis auf.

V.7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen sind für die Beurteilung der Finanzlage von untergeordneter Bedeutung.

V.8. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr wurden Management-Leistungen in Höhe von 250 TEUR bezogen sowie Beratungsleistungen von Mitgliedern des Beirats in Höhe von 9 TEUR.

V. 9 . Nachtragsbericht

Das zum Stichtag bestehende Vendor Loan mit einem Nominalwert von TEUR 4.000 (zzgl. aufgelaufener Zinsen) wurde im Rahmen einer Vereinbarung vom 16. April 2021 durch die TTP GmbH von dem Gläubiger der TTP France SAS zu einem unter Nominalwert liegenden Kaufpreis erworben. Dies wird entsprechend zu einer Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen im unteren einstelligen Millionenbereich führen.

 

Rosenheim, 28. April 2021

TTP GmbH

Dr. Andreas Bonhoff

Manuel Eckel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

(Anlage zum Anhang)

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte        
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 60.683,00 87.617,84 316,00 147.984,84
2. Geschäfts- oder Firmenwert 53.621,00 0,00 0,00 53.621,00
  114.304,00 87.617,84 316,00 201.605,84
II. Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 623.673,49 133.304,99 3.886,00 753.092,48
  623.673,49 133.304,99 3.886,00 753.092,48
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.163.331,50 0,00 0,00 18.163.331,50
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.354.764,57 0,00 1.400.000,00 954.764,57
  20.518.096,07 0,00 1.400.000,00 19.118.096,07
  21.256.073,56 220.922,83 1.404.202,00 20.072.794,39
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte        
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 27.095,00 24.473,02 0,00 51.568,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.107,68 20.106,32 0,00 40.214,00
  47.202,68 44.579,34 0,00 91.782,02
II. Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.760,49 121.226,99 3.884,00 179.103,48
  61.760,49 121.226,99 3.884,00 179.103,48
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 353.569,35 0,00 0,00 353.569,35
  353.569,35 0,00 0,00 353.569,35
  462.532,52 165.806,33 3.884,00 624.454,85
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte    
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 96.416,82 33.588,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.407,00 33.513,32
  109.823,82 67.101,32
II. Sachanlagen    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 573.989,00 561.913,00
  573.989,00 561.913,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.163.331,50 18.163.331,50
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 601.195,22 2.001.195,22
  18.764.526,72 20.164.526,72
  19.448.339,54 20.793.541,04

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TTP GmbH, Rosenheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TTP GmbH, Rosenheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TTP GmbH, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 28. April 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Daniel Spengemann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Samuel Artzt, Wirtschaftsprüfer



Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 29.4.2021 festgestellt.

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