Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 6767
Eingetragen
9.1.1997
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Fertigung und der Vertrieb von Wälzlagern und zugehörigen Komponenten. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen - insbesondere auch als persönlich haftende Gesellschafterin -, sowie andere Unternehmen zu gründen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Fabian Dr. Bachmann
seit 20.5.2020
Geschäftsführer
Hedi Dr. Bachmann
seit 12.9.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
New Hampshire Ball Bearings, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
New Hampshire Ball Bearings, Inc.
United States
60.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CEROBEAR GmbH

Herzogenrath

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Inhalt

1. Prüfungsauftrag

2. Grundsätzliche Feststellungen

Stellungnahme zur Lagebeurteilung der Geschäftsführung

3. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

4. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

4.1. Gegenstand der Prüfung

4.2. Art und Umfang der Prüfung

5. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

5.1. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

5.1.1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

5.1.2. Jahresabschluss

5.1.3. Lagebericht

5.2. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.1. Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.2. Bewertungsgrundlagen und sachverhaltsgestaltende Maßnahmen

6. Schlussbemerkungen

Anlagenverzeichnis

Bilanz zum 31. März 2024

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017

Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung gerundeter Beträge und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Rundungsdifferenzen auftreten können.

2. Grundsätzliche Feststellungen

Stellungnahme zur Lagebeurteilung der Geschäftsführung

Aus dem von der Geschäftsführung der Gesellschaft aufgestellten Lagebericht heben wir folgende Angaben hervor, die unseres Erachtens für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage sowie der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken von besonderer Bedeutung sind:

Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf:

1.

Der Wälzlagermarkt entwickelte sich im abgelaufenen Jahr 2023/2024 zwar positiv, jedoch wieder deutlich weniger stark als im vorausgegangenen Jahr 2022 mit einem geschätzten Wachstum von 3-5% (2022: 6-9%) (SKF Annual Report 2023, Seite 32).

2.

Für das kommende Jahr 2024/2025 wird erneut erwartet, dass der Wälzlagermarkt der globalen Marktentwicklung folgt und das Wachstum weiter verlangsamt wird. Die Cerobear GmbH als Speziallagerhersteller für qualitativ höchstwertige Hybrid- und Keramikwälzlager zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 abermals gestiegene Umsatzerlöse vor Abzug von Skonto (23,68 MioEUR zu Vorjahr 21,05 MioEUR, plus 12,5%) und lag damit weit über der globalen Marktentwicklung und über der Entwicklung des Wälzlagermarktes.

3.

3.Das Ergebnis vor Steuern betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 3,125 MioEUR (Vorjahr 2,857 MioEUR) und ist damit um 9,4% gestiegen. Geplant waren 3,475 MioEUR. Die Abweichungen rühren aus unplanmäßigen Kostensteigerungen, die in der Zulieferkette weiterhin in starkem Umfang angefallen sind, und nicht vollständig über Preiserhöhungen der Produkte kompensiert werden konnten.

4.

Zusammenfassend stellt die Geschäftsführung fest, dass der Geschäftsverlauf, die Lage und das Ergebnis der Gesellschaft über dem Niveau des vorangegangenen Geschäftsjahres liegen. Die Cerobear GmbH ist über dem Branchendurchschnitt gewachsen und konnte dabei noch mehrere große Entwicklungsprojekte für den Luftfahrtbereich durchführen, die sich in den Folgejahren in den Unternehmenszahlen zeigen werden.

Diese Kernaussagen zur wirtschaftlichen Lage und zum Geschäftsverlauf der Gesellschaft sind im Lagebericht ausreichend erläutert, so dass wir in Bezug auf Einzelheiten auf den als Anlage 4 beigefügten Lagebericht verweisen.

Zukünftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken:

1.

Die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung sind weiterhin, insbesondere aufgrund der unvorhersehbaren weltwirtschaftlichen Lage aufgrund des Russland-Kriegs, des Nahostkonflikts und der andauernden Inflation, für das kommende Geschäftsjahr 2024/2025 weiterhin begrenzt. Es wird allerdings erwartet, dass es leichte Entspannung bei den Rohmateriallieferengpässen geben wird.

2.

Insbesondere in den Bereichen Luftfahrt und Energietechnik erwartet die Cerobear GmbH weiterhin deutlich steigende Auftragseingänge, weil - wie schon im vergangenen Geschäftsjahr 2023/2024 - viele Produkte aus dem Prototyp- und Teststadium in erste Serienlieferungen gelangen. Für das vorletzte Geschäftsjahr 2022/2023 hat sich dies bereits im stark gestiegenen Auftragseingang im Aerospace +46% gezeigt. Auch im Geschäftsjahr 2023/2024 blieb der Auftragseingang weitestgehend auf Vorjahresniveau. Die eingegangenen Aufträge werden im Geschäftsjahr 2024/2025 fakturiert.

3.

Bei allen Vorteilen haben die Cerobear Wälzlager aber auch einen gegenüber konventionellen Wälzlagern höheren Preis. Sie amortisieren sich nur, wenn der Kunde die Kosten über die gesamte Lebensdauer betrachtet, was noch nicht in allen Branchen der Fall ist.

4.

Die Cerobear GmbH plant für das kommende Geschäftsjahr eine Steigerung des Umsatzes auf 30,095 MioEUR sowie eine Steigerung des Ergebnisses auf 4,045 MioEUR vor Steuern.

Diese Kernaussagen zu den Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft sind im Lagebericht ausreichend erläutert, so dass wir in Bezug auf Einzelheiten auf den als Anlage 4 beigefügten Lagebericht verweisen.

Zusammenfassende Beurteilung

Aufgrund der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft, die wir aus den im Rahmen unserer Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts gewonnenen Erkenntnissen abgeleitet haben, sind wir zu der Einschätzung gelangt, dass die Darstellung und Beurteilung der Lage der Gesellschaft insbesondere hinsichtlich des Fortbestands und der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken durch die Geschäftsführung in Jahresabschluss und Lagebericht angemessen ist.

3. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir den nachfolgend wiedergegebenen Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Cerobear GmbH, Herzogenrath

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cerobear GmbH, Herzogenrath, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cerobear GmbH, Herzogenrath, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 2. September 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Sinne, Wirtschaftsprüfer

Fabian Herrgoss, Wirtschaftsprüfer

"

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

4. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

4.1. Gegenstand der Prüfung

Gegenstand unserer Prüfung waren der Jahresabschluss der Cerobear GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - unter Einbeziehung der Buchführung und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024.

Maßgebende Rechnungslegungsgrundsätze für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts waren die deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften einschließlich der einschlägigen Vorschriften des GmbHG unter etwaiger Inanspruchnahme größenabhängiger Erleichterungen.

Zu den Verantwortlichkeiten der Geschäftsführung der Gesellschaft im Zusammenhang mit der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts verweisen wir auf die Ausführungen in unserem Bestätigungsvermerk, der in Abschnitt 3 dieses Berichts wiedergegeben ist. Die Verantwortung der Geschäftsführung umfasst auch die Verantwortung für die Buchführung der Gesellschaft.

Unsere Aufgabe ist es, den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht sowie die gemachten Angaben im Rahmen einer den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung entsprechenden Prüfung zu beurteilen. Unsere diesbezügliche Verantwortung wird in dem Abschnitt "Prüfungsurteile" und in dem Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks beschrieben.

Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder Lagebericht ergeben.

Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich eine Abschlussprüfung auch nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand der Gesellschaft oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

4.2. Art und Umfang der Prüfung

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Zur Zielsetzung unserer Prüfung und zu den wesentlichen Grundzügen unseres prüferischen Vorgehens verweisen wir auf die Ausführungen in dem Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks.

Der Prüfungsplanung und -durchführung lag unser risikoorientierter Prüfungsansatz zugrunde. Dabei üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und wahren eine kritische Grundhaltung, anerkennend, dass Umstände bestehen können, die dazu führen, dass der zu prüfende Jahresabschluss oder Lagebericht wesentliche falsche Darstellungen enthalten.

Im Rahmen unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes haben wir Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und Lagebericht aufgrund von Irrtümern und dolosen Handlungen (= Fehlerrisiko) identifiziert und beurteilt, um Art, zeitliche Einteilung und Umfang weiterer Prüfungshandlungen festzulegen, die notwendig sind, um ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu erlangen. Grundlage hierfür ist ein Verständnis vom Unternehmen und seinem Umfeld, den maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätzen und dem für die Aufstellung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem bzw. den Vorkehrungen und Maßnahmen (Systemen) für die Aufstellung des Lageberichts.

Auf Grundlage der Risikoidentifikation und -beurteilung haben wir folgende Prüfungsschwerpunkte festgelegt:

Existenz der ausgewiesenen Umsatzerlöse;

Existenz und Bewertung der Vorräte.

Auf die vorstehenden Prüfungsschwerpunkte haben wir unser Prüfprogramm ausgerichtet, in dem Art, zeitliche Einteilung und Umfang der weiteren durchzuführenden Prüfungshandlungen festgelegt werden. Dabei kamen - soweit wir uns auf die Wirksamkeit von Kontrollen für Zwecke der Festlegung von aussagebezogenen Prüfungshandlungen gestützt haben oder dies erforderlich war - sowohl Funktionsprüfungen als auch aussagebezogene Prüfungshandlungen bestehend aus Einzelfallprüfungen und analytischen Prüfungshandlungen, im Übrigen nur aussagebezogene Prüfungshandlungen zum Einsatz. Einzelfallprüfungen und - soweit relevant - Funktionsprüfungen erfolgten dabei im Rahmen einer Vollerhebung, einer Auswahl einzelner Elemente oder eines (repräsentativen) Stichprobenverfahrens.

Ausgangspunkt unserer Prüfung bildeten der Jahresabschluss und der Lagebericht des vorangegangenen Geschäftsjahres, die von uns mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen wurden. Der Jahresabschluss wurde am 27. September 2023 festgestellt.

Im Rahmen unserer Einzelfallprüfungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wir Saldenbestätigungen von Kunden eingeholt. Die Festlegung des Umfangs der zu prüfenden Elemente erfolgte in Abhängigkeit von unserer Risikobeurteilung, den Erkenntnissen über das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem sowie von Art und Umfang der jeweils zu beurteilenden Geschäftsvorfälle im Wege einer (repräsentativen) Stichprobenprüfung.

Im Rahmen der von uns durchgeführten Einzelfallprüfung haben wir von Kreditinstituten Bestätigungen über Guthaben, Ansprüche und Verpflichtungen der Gesellschaft eingeholt. Zu Rechtsstreitigkeiten und Ansprüchen, die die Gesellschaft betreffen, haben wir von Rechtsanwälten der Gesellschaft Rechtsanwaltsbestätigungen eingeholt.

An der am 3. April 2024 durchgeführten ausgeweiteten Stichtagsinventur zur körperlichen Bestandsaufnahme der Vorräte haben wir beobachtend teilgenommen.

Unsere Prüfungsarbeiten führten wir mit Unterbrechungen von März 2024 bis zum 2. September 2024 durch.

Die Geschäftsführung und die von ihnen benannten Auskunftspersonen haben alle Aufklärungen und Nachweise erbracht. Die Geschäftsführung haben uns die Vollständigkeit des vorgelegten Jahresabschlusses und Lageberichts schriftlich bestätigt.

5. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

5.1. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

5.1.1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht die Buchführung im gesamten Geschäftsjahr in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften. Die aus den weiteren von uns geprüften Unterlagen entnommenen Informationen sind in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht abgebildet.

5.1.2. Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Cerobear GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften einschließlich der einschlägigen Vorschriften des GmbHG unter zulässiger Inanspruchnahme größenabhängiger Erleichterungen.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

sind die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung ordnungsmäßig aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet,

wurden die gesetzlichen Ausweis-, Ansatz- und Bewertungsvorschriften in allen wesentlichen Belangen beachtet und

sind die im Anhang enthaltenen Angaben in allen wesentlichen Belangen vollständig und zutreffend.

Die Gesellschaft hat unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Organbezüge nach § 285 Nr. 9 a) verzichtet. Wir bestätigen, dass die für das Unterlassen der Angabe erforderlichen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

5.1.3. Lagebericht

Der Lagebericht der Cerobear GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften.

5.2. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.1. Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Cerobear GmbH vermittelt nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024.

5.2.2. Bewertungsgrundlagen und sachverhaltsgestaltende Maßnahmen

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und die weiteren wesentlichen Bewertungsgrundlagen sind in dem als Anlage 3 beigefügten Anhang dargestellt. Gegenüber dem Vorjahr wurden keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses lagen nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse nicht vor.

6. Schlussbemerkungen

Verantwortliche Prüfungspartner im Sinne der Berufssatzung WP/vBP sind Herr WP Fabian Herrgoss - als für die Auftragsdurchführung vorrangig verantwortlich - und Herr WP Stefan Sinne als weiterer verantwortlicher Prüfungspartner.

Diesen Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Cerobear GmbH, Herzogenrath, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)) erstattet.

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt 3 dieses Berichts wiedergegeben.

 

Düsseldorf, den 2. September 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Sinne, Wirtschaftsprüfer

Fabian Herrgoss, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. März 2024

AKTIVA

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.103,00 29.776,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.893.289,00 4.038.820,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.376.976,00 7.612.911,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.237.709,00 1.139.134,00
4. Geleistete Anzahlungen 1.054.500,00 0,00
13.562.474,00 12.790.865,00
13.597.577,00 12.820.641,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.630.136,92 3.732.607,58
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.189.408,35 4.879.085,16
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 267.496,48 190.668,01
4. Erhaltene Anzahlungen -1.601.827,60 -568.413,34
9.485.214,15 8.233.947,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.339.811,53 3.061.195,51
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 131.200,29 154.263,80
3. Sonstige Vermögensgegenstände 411.163,77 315.576,48
4.882.175,59 3.531.035,79
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 439.788,86 1.984.974,73
14.807.178,60 13.749.957,93
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 229.616,31 171.985,49
28.634.371,91 26.742.584,42

PASSIVA

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Kapitalrücklage 7.089.254,16 7.089.254,16
III. Gewinnvortrag 13.181.407,00 11.092.034,09
IV. Jahresüberschuss 2.177.043,45 2.089.372,91
22.507.704,61 20.330.661,16
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 1.946.266,03 1.190.266,65
2. Sonstige Rückstellungen 1.030.390,15 852.391,13
2.976.656,18 2.042.657,78
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 545.353,45 553.795,23
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: EUR 545.353,45 (i.Vj.: EUR 553.795,23)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.512.657,24 3.738.386,95
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: EUR 2.512.657,24 (i.Vj.: EUR 3.738.386,95)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 92.000,43 77.083,30
- davon aus Steuern: EUR 92.000,43 (i.Vj.: EUR 74.888,51)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: EUR 92.000,43 (i.Vj.: EUR 77.083,30)
3.150.011,12 4.369.265,48
28.634.371,91 26.742.584,42

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

1.4.2023 bis 31.3.2024 1.4.2022 bis 31.3.2023
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 23.492.046,24 20.789.930,98
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen 387.151,66 329.435,10
3. Sonstige betriebliche Erträge 634.542,02 582.524,59
- davon aus Währungsdifferenzen: EUR 215.287,66 (i.Vj.: EUR 178.460,59)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.983.964,62 3.539.474,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.486.774,73 2.723.316,57
5.470.739,35 6.262.790,67
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.581.811,80 6.939.750,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.671.544,59 1.260.513,96
- davon für Altersversorgung: EUR 15.169,20 (i.Vj .: EUR 13.920,60)
10.253.356,39 8.200.264,87
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.673.978,63 1.318.128,42
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.821.613,48 2.992.457,17
- davon aus Währungsdifferenzen: EUR 106.063,44 (i.Vj.: EUR 208.374,14)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 168.668,24 71.633,49
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 164.387,49 (i.Vj.: EUR 68.545,83)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 946.365,38 764.000,14
10. Ergebnis nach Steuern 2.179.018,45 2.092.615,91
11. Sonstige Steuern 1.975,00 3.243,00
12. Jahresüberschuss 2.177.043,45 2.089.372,91

ANHANG für das Geschäftsjahr 01. April 2023 bis 31. März 2024

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Cerobear GmbH mit Sitz in Herzogenrath im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter der Nummer HRB 6767 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren unverändert beibehalten.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, insofern dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Auf die Vermögensgegenstände und Schulden werden grundsätzlich die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Vorjahre angewandt.

Die Zugänge zum Anlagevermögen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer wird grundsätzlich ein Zeitraum von fünf Jahren unterstellt.

Bewegliche Sachanlagen werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Als Nutzungsdauer werden dabei für Maschinen zehn Jahre, für andere technische Anlagen und Werkzeuge drei bis zehn Jahre zugrunde gelegt. Die Abschreibungen im Zugangsjahr werden pro rata temporis berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wurden ab dem 01.01.2018, gemäß den steuerlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2a EStG, bis zu einem Wert von EUR 250 vollständig als Betriebsausgaben abgesetzt und bei Anschaffungskosten über EUR 250 und unter EUR 1.000 über 5 Jahre in einem Sammelposten linear abgeschrieben.

Die Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten entsprechend ihrem Fertigungsgrad einzeln bewertet.

Hierbei werden für die Anschaffungskosten ausgehend von den Einstandspreisen, soweit notwendig, Abschläge vorgenommen.

In die Herstellungskosten werden neben den direkten Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der fertigungsbezogene Werteverzehr des Anlagevermögens eingerechnet. Außerdem werden angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von rd. 1,0 % auf alle nicht einzelwertberichtigten Forderungen für Ausfallrisiko, Zahlungsabzüge und Zinsentgang abgesetzt.

Liquide Mittel werden zum Nominalwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristenkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Personalrückstellungen werden gemäß gesetzlichen Vorgaben sowie arbeitsvertraglicher Verpflichtungen gebildet.

Die Gewährleistungsrückstellung wird pauschal unter Verwendung der durchschnittlichen Reklamationsquote der letzten drei Geschäftsjahre gebildet.

Die Grundlage der Berechnung der Rückstellung für ausstehende Rechnungen bilden die getätigten Bestellungen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger, berücksichtigt.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Gesellschaft hat Forderungen gegen ihre Gesellschafterin in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 154), die unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen im Rahmen der Personalkosten für Zielvereinbarungsansprüche (TEUR 461), für Urlaubstage und Urlaubsgeld (TEUR 265), für Jahresleistungsansprüche (TEUR 85) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 97).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten mit 13 TEUR (Vorjahr: TEUR 38) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen alle unter einem Jahr.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten stellt sich wie folgt dar:

TEUR %
Umsatzerlöse Inland 4.227 18
Umsatzerlöse Ausland 19.265 82
23.492 100

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von TEUR 179 (i.Vj. TEUR 225) Fördermittel der öffentlichen Hand zur Entwicklung neuer Fertigungstechnologien und Produkte.

Materialaufwand

Die anhaltende globale Rohstoffknappheit und die daraus resultierenden Lieferengpässe führten zu einem Anstieg für Aufwendungen für Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffen und für bezogene Waren um 445 TEUR auf 3.984 TEUR (i.Vj. 3.539). Demgegenüber sanken die Aufwendungen für bezogene Leistungen im Geschäftsjahr um 1.237 TEUR auf 1.487 TEUR aufgrund der Integration der Bearbeitung von Ring- und Rollenrohlingen in den eigenen Fertigungsprozess.

Personalaufwand

Die gestiegene Mitarbeiterzahl durch die Erweiterung des Fertigungsprozesses führten zu einer Erhöhung der Personalkosten um 2.053 TEUR auf 10.253 TEUR im Berichtszeitraum.

Sonstiger betrieblicher Aufwand

Die Kapazitätserweiterung führte durch den Leasingaufwand für zusätzliche Maschinen und die Anmietung der zusätzlichen Fertigungsstätte im Wesentlichen zu einem Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwandes um 822 TEUR auf 3.822 TEUR.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingverpflichtungen und werden wie folgt fällig:

GJ 2023/24 GJ 2024/25 GJ 2025/26 Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Kraftfahrzeug- und Maschinenleasing 289 284 224 797
Mietverpflichtungen 228 221 119 568
517 505 343 1.365

7. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte ohne die beiden Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023/24 durchschnittlich 159 (i.Vj. 138) Angestellte. Außerdem waren im Durchschnitt 3 (i.Vj. 5) studentische Hilfskräfte beschäftigt.

8. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023/24 bestellt:

 

Frau Dr. Hedi Bachmann, Ingenieurin, Aachen

 

Herr Dr. Fabian Bachmann, Ingenieur, Aachen

Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

9. Mutterunternehmen

Die Cerobear GmbH, Herzogenrath, wird in den Abschluss der amerikanischen Muttergesellschaft New Hampshire Ball Bearings, Inc. (NHBB), Chatsworth, (kleinster Konsolidierungskreis) sowie in den Konzernabschluss des börsennotierten japanischen Unternehmens Minebea Co., Ltd., Tokio, Muttergesellschaft der NHBB USA einbezogen (größter Konsolidierungskreis).

10. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.177.043,45 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Herzogenrath, den 15. August 2024

Dr. Hedi Bachmann

Dr. Fabian Bachmann

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1.4.2023 Zugänge Stand 31.3.2024
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 466.304,39 34.925,00 501.229,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.336.471,00 0,00 5.336.471,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.068.828,71 972.396,28 13.041.224,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.572.244,72 389.093,35 2.961.338,07
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.054.500,00 1.054.500,00
19.977.544,43 2.415.989,63 22.393.534,06
20.443.848,82 2.450.914,63 22.894.763,45
Abschreibungen
Stand 1.4.2023 Zugänge Stand 31.3.2024
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 436.528,39 29.598,00 466.126,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.297.651,00 145.531,00 1.443.182,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.455.917,73 1.208.331,28 5.664.249,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.433.110,72 290.518,35 1.723.629,07
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
7.186.679,45 1.644.380,63 8.831.060,08
7.623.207,84 1.673.978,63 9.297.186,47
Buchwerte
Stand 31.3.2024 Stand 31.3.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.103,00 29.776,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.893.289,00 4.038.820,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.376.976,00 7.612.911,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.237.709,00 1.139.134,00
4. Geleistete Anzahlungen 1.054.500,00 0,00
13.562.474,00 12.790.865,00
13.597.577,00 12.820.641,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. April 2023 bis zum 31. März 2024

1. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in den relevanten Märkten

Für das Jahr 2023 wurde Anfang des Jahres aufgrund anhaltender Einflüsse des Russland-Kriegs und damit einhergehend europäischer Energieprobleme, starker politischer Restriktionen, anhaltender Staatsverschuldungen und steigender Inflation eine drastische Verlangsamung des globalen Wachstums auf zwischen 1,6% und 1,7% gegenüber dem Vorjahr vorhergesagt [Global Economic Prospects - A world bank group flagship report Jan 2023, S. xvii; J.P. Morgan Global Market Outlook 2023]. Schätzungen zum realisierten Wachstum lagen zu Beginn des Jahres 2024 rückwirkend für 2023 bei 2,6% bis 2,8% Wachstum weltweit [Global Economic Prospects - A world bank group flagship report Jan 2024, S. 4; JP Morgan 2024 economic outlook]. Für 2024 wurde Anfang des Jahres ein weiterer Rückgang des weltweiten Wachstums auf 2,1% bis 2,4% erwartet, verstärkt durch den neu entflammten Konflikt im Nahen Osten [Global Economic Prospects - A world bank group flagship report Jan 2024, S. 3-4; JP Morgan 2024 economic outlook].

1.2 Entwicklung des Wälzlagermarktes

Der Wälzlagermarkt entwickelte sich im abgelaufenen Jahr 2023 zwar positiv, jedoch wieder deutlich weniger stark als im vorausgegangenen Jahr 2022 mit einem geschätzten Wachstum von 3-5% (2022: 6-9%) (SKF Annual Report 2023, Seite 32).

Für das kommende Jahr 2024 wird erneut erwartet, dass der Wälzlagermarkt der globalen Marktentwicklung folgt und das Wachstum weiter verlangsamt wird.

1.3 Entwicklung der Cerobear GmbH

Die Cerobear GmbH als Speziallagerhersteller für qualitativ höchstwertige Hybrid- und Keramikwälzlager zeigt im aktuellen Geschäftsjahr 2023/2024 abermals gestiegene Umsatzerlöse vor Abzug von Skonto (23,68 MioEUR zu Vorjahr 21,05 MioEUR, plus 12,5%) und lag damit weit über der globalen Marktentwicklung und über der Entwicklung des Wälzlagermarktes. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 3.125 MioEUR und damit ebenfalls über dem Vorjahresniveau von 2,857 MioEUR.

1.4 Finanzielle Leistungsindikatoren der Cerobear GmbH

Die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellen die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern dar.

2. ERTRAGSLAGE

2.1 Umsatz

Der Umsatz für Wälzlager im laufenden Geschäftsjahr betrug 23,68 MioEUR anstelle der geplanten 25 Mio. €. Damit erfolgte eine Steigerung von 12,5% gegenüber dem Vorjahr (GJ2023: 21,05 Mio. €).

Auf die Branche Motorsport entfielen dabei mit 7,58 MioEUR 32,0% des Umsatzes. Der Anstieg dieses Geschäftszweigs gegenüber dem Vorjahr um 51,4% (GJ2023: 5,01 MioEUR) ist eine branchenübliche Schwankung.

Auf die Branche Aerospace entfielen 7,25 MioEUR, welches ca. 30,6% des Umsatzes entspricht. Dies entspricht in etwa dem Vorjahreswert (GJ2023: 7,44 Mio. €). Dass der im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Auftragseingang im Aerospace sich nicht in einem gestiegenen Umsatz widerspiegelt, liegt vor allem im zeitverzögerten Aufbau von Kapazitäten und damit einhergehend temporär verlängerten Lieferzeiten. Die gesamten übrigen, unter den Industriebereich fallenden Branchen erwirtschafteten 8,85 MioEUR, was 37,4% des Umsatzes ausmacht und einer Steigerung von 3,3% gegenüber dem Vorjahr entspricht (GJ2023: 8,56 MioEUR).

Der Auslandsanteil des Umsatzes lag bei 82,0% und liegt damit knapp unter dem Anteil des vorherigen Geschäftsjahres (83,0%).

2.2 Auftragseingang

Der Auftragsbestand lag zum 31.03.2024 mit 33,39 MioEUR um 11,7% höher als der Vorjahreswert (29,88 MioEUR), was einer theoretischen Auftragsreichweite von 16,9 Monaten für das nächste und übernächste Geschäftsjahr entspricht.

2.3 Ergebnis

Das Ergebnis vor Steuern betrug im laufenden Geschäftsjahr 3,125 MioEUR (Vorjahr 2,857 MioEUR) und ist damit um 9,4% gestiegen. Geplant waren 3,475 MioEUR. Die Abweichungen rühren aus unplanmäßigen Kostensteigerungen, die in der Zulieferkette weiterhin in starkem Umfang angefallen sind, und nicht vollständig über Preiserhöhungen der Produkte kompensiert werden konnten.

Der Personalaufwand betrug 10,253 MioEUR (Vorjahr: 8,200 MioEUR), der Materialaufwand 5.471 MioEUR (Vorjahr: 6,263 MioEUR) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 3,822 MioEUR (Vorjahr: 2,992 MioEUR).

Die Personalaufwandsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht (GJ2022/2023: 39,4% auf GJ2023/2024: 43,6%). Ursache dafür sind notwendige Kapazitätserweiterungen, um die hohen Auftragseingänge der vergangenen zwei Jahre, insbesondere im schwer zu automatisierenden Projektgeschäft, abzuarbeiten.

Die Materialaufwandsquote im Vorjahresvergleich fiel von GJ2022/2023: 30,1% auf GJ2023/2024: 23,3%. Hauptgrund hierfür ist die Integration der Rohlingsfertigung in die Cerobear-Wertschöpfung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr GJ2022/2023: 14,4% wieder leicht gestiegen auf 16,3% im GJ2023/2024. Hierunter fallen Kosten im Rahmen der Kapazitätserweiterung, wie beispielsweise die Anmietung eines neuen Gebäudes, das Leasing weiterer Maschinen wie auch weiterhin hohe Aufwände für Entwicklungs- und Qualifizierungsprojekte in der Luftfahrt.

3. FINANZLAGE

Zum 31. März 2024 gab es keine Verbindlichkeiten gegenüber Banken und sonstigen externen Kreditgebern. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hatten zum 31.03.2024 einen Wert von 2,5 MioEUR und bestanden unverändert aus einer kurzfristigen Kreditlinie.

Die liquiden Mittel fielen von 1.985 kEUR im GJ2024 auf 440 kEUR aufgrund von konsequenter Rückzahlung der Kreditlinie und weiteren Lieferungen von Material für das kommende Seriengeschäft.

4. VERMÖGENSLAGE

Der Wert der Vorräte steigt von 8,234 MioEUR auf 9.485 MioEUR (inklusive erhaltene Anzahlungen). Diese Steigerung resultiert zum einen aus dem mit steigendem Umsatz auch steigenden Work-in-Progress. Zum anderen wurde aufgrund der langen Lieferzeiten ein erhöhter Materialbestand aufgebaut. Auch gestiegene Materialkosten erhöhen den Wert der Vorräte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen bei 4,340 MioEUR. Dies ist eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr (GJ2022/2023: 3.061 MioEUR) um 1,279 MioEUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fielen von 554 TEUR auf 545 TEUR.

Die Bilanzsumme in Höhe von 28,634 MioEUR stieg um 7,1% gegenüber dem Vorjahr (26,743 MioEUR).

Die Eigenkapitalquote (78,6%) stieg leicht gegenüber dem Vorjahr (76,0%).

Zur Sicherstellung des weiteren Wachstums wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 weitere Investitionen vorgenommen. Neben kleineren Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen wurden vor allem Maschinen und Anlagen für die interne Rohlingsfertigung angeschafft. Die Abschreibungen lagen mit 1,674 MioEUR über den Vorjahreswerten (1,318 MioEUR).

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der Geschäftsverlauf, die Lage und das Ergebnis der Gesellschaft über dem Niveau des letzten Geschäftsjahres liegen.

Die Cerobear GmbH ist über dem Branchendurchschnitt gewachsen und konnte dabei noch mehrere große Entwicklungsprojekte für den Luftfahrtbereich durchführen, die sich in den Folgejahren in den Unternehmenszahlen zeigen werden.

Die wirtschaftliche Lage der Cerobear GmbH ist daher als stabil zu bewerten. Der durch den Zusammenschluss mit NHBB/Minebea erwartete Synergieeffekt vor allem im Luftfahrtbereich hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter verstetigt. Die wirtschaftliche Entwicklung wird als sehr zufriedenstellend eingeschätzt.

5. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

5.1 Wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung sind weiterhin, insbesondere aufgrund der unvorhersehbaren weltwirtschaftlichen Lage aufgrund des Russland-Kriegs, des Nahostkonflikts und der andauernden Inflation, für das kommende Geschäftsjahr 2024/2025 weiterhin begrenzt. Es wird allerdings erwartet, dass es leichte Entspannung bei den Rohmateriallieferengpässen geben wird.

Dennoch wird erwartet, dass sich bei der Cerobear GmbH die Wandlung der vergangenen Entwicklungsprojekte ins Seriengeschäft voranschreitet. Insbesondere Entwicklungsprojekte, die verstärkt auf effiziente, nachhaltige Produktlösungen, die einen Beitrag zur Reduktion der Umwelt und Klimabelastung sowie zur Gewichtsreduktion leisten, werden in der Luftfahrt weiterhin verstärkt vorangetrieben. Dies steigert in der Summe weiterhin die Nachfrage nach effizienten Cerobear Wälzlagern mit keramischen Komponenten.

Auch im Industriebereich wird ein fortgeführter Trend zur Energieeinsparung, zum Umwelt- und Klimaschutz und zu reineren Prozessen erwartet, der auch zukünftig für eine steigende Nachfrage nach effizienten Cerobear Wälzlagern mit keramischen Komponenten spricht. Hier wird es weiter eine Verdrängung zu Ungunsten der konventionellen Wälzlager geben.

Im Rennsport wird eine Fortführung des regulären Betriebs im Rahmen der üblichen Schwankungen erwartet.

5.2 Währung

Die Währungsrisiken für die Cerobear GmbH sind weiterhin gering, da in allen europäischen Absatzregionen überwiegend in EUR fakturiert wird. Zwar werden mehr Aufträge in USA auch in USD fakturiert und mit steigenden Lieferzeiten steigt auch das Währungsrisiko. Allerdings sind derzeitige Lieferzeiten von 30-36 Wochen immer noch als überschaubar zu bewerten. Mit zunehmendem Seriengeschäft in den USA und damit zunehmend langen Zeiten zwischen Bestellung und Lieferung, steigen auch die Währungsrisiken. Dies wird weitgehend ausgeglichen durch Rohmaterial- und Komponenteneinkauf in den USA für diese spezifischen Projekte sowie die Führung eines Dollarkontos.

5.3 Chancen und Risiken in den Branchen

Die Cerobear GmbH ist im Bereich Motorsport, in der Luftfahrtindustrie und in diversen Anwendungen im Industriebereich tätig.

Insbesondere in den Bereichen Luftfahrt und Energietechnik erwartet die Cerobear GmbH weiterhin deutlich steigende Auftragseingänge, weil - wie schon im vergangenen Geschäftsjahr 2023/2024 - viele Produkte aus dem Prototyp- und Teststadium in erste Serienlieferungen gelangen. Für das vorletzte Geschäftsjahr 2022/2023 hat sich dies bereits im stark gestiegenen Auftragseingang im Aerospace +46% gezeigt. Auch im Geschäftsjahr 2023/2024 blieb der Auftragseingang weitestgehend auf Vorjahresniveau und muss in diesem Geschäftsjahr fakturiert werden.

Im Bereich Rennsport werden für das kommende Jahr 2023 reguläre Auftragseingänge erwartet.

Im Bereich Industry plant die Cerobear GmbH mit einem konstanten Auftragseingang.

Die starke Spezialisierung auf qualitativ höchstwertige Wälzlager mit geringstmöglichem Energieverbrauch und größtmöglicher Korrosionsbeständigkeit und Haltbarkeit bietet weiterhin - und gerade vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie und dem damit einhergehenden Fokus auf Energie- und Ressourceneffizienz sowie dem zunehmenden Fokus auf klimaneutrales Fliegen - Wachstumschancen in stagnierenden Märkten, wenn konventionelle Produkte ersetzt werden und so zu insgesamt leistungsfähigeren oder ressourcenschonenderen Maschinen führen. Dies zeigte sich seit dem Jahr 2022 durch mehrere, neu begonnene Projekte im Luftfahrtbereiche mit Fokus auf CO 2 -Reduktion.

Der in den vorangegangen Jahren vorangetriebene Zusammenschluss aller Einheiten mit einem Fokus auf die Luftfahrtindustrie innerhalb der MinebeaMitsumi Gruppe ("MinebeaMitsumi Aerospace") trägt weiterhin zur Bekanntheit der Marke Cerobear und damit zu Marktwachstum im Luftfahrtbereich bei.

Bei allen Vorteilen haben die Cerobear Wälzlager aber auch einen gegenüber konventionellen Wälzlagern höheren Preis. Sie amortisieren sich nur, wenn der Kunde die Kosten über die gesamte Lebensdauer betrachtet, was noch nicht in allen Branchen der Fall ist.

Je mehr der Techniktrend zur Energieeinsparung und Klimaschutz, besonders im Luftfahrtbereich, und zu reineren Prozessen ausschlägt, desto besser werden die Chancen für die Cerobear Produkte.

Auch wenn erwartet wird, dass sich die Lieferzeiten für Stahl von einer Verdopplung wieder rückläufig etwas entspannen, muss auch im kommenden Geschäftsjahr noch mit verlängerten Lieferzeiten gerechnet werden.

Die Cerobear GmbH versucht in allen Branchen durch die laufende Analyse des Kundenbestellverhaltens das Risiko eines Nichterkennens von negativen Veränderungen weiter zu verringern.

5.4 Risiken aus Finanzierung

Die Cerobear GmbH nutzt die üblichen Methoden der Fremdfinanzierung mit Kontokorrentlinien.

5.5 Sonstiges

Um das Risiko der Abhängigkeit von Schlüssel-Lieferanten insbesondere vor dem Hintergrund des starken Wachstumsplans der Cerobear GmbH zu kontrollieren, hat die Cerobear GmbH zum 1.4.2023 die Fertigung von Ring- und Rollenrohlingen intern begonnen. Diese Fertigung wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 konsequent integriert und optimiert. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 sind nun erste Erfolge in Form von Lieferzeitverkürzungen und Qualitätsverbesserungen zu erwarten.

Zusätzlich hat die Cerobear GmbH ab dem 1.4.24 ein weiteres Gebäude angemietet, um den Wachstumsplänen gerecht zu werden und zukünftig geplante Investitionen unterbringen zu können.

Für das kommende Geschäftsjahr 2024/2025 wird die Cerobear GmbH die Expansionspläne durch den Kauf eines weiteren Grundstücks und den Beginn eines produktionsbezogenen Erweiterungsbaus vorantreiben.

Insgesamt ist die Zukunftsperspektive der Cerobear GmbH als positiv zu bezeichnen.

6. PROGNOSEBERICHT

Die Cerobear GmbH plant für das kommende Geschäftsjahr eine Steigerung des Umsatzes auf 30,095 MioEUR sowie eine Steigerung des Ergebnisses auf 4,045 MioEUR vor Steuern.

 

Herzogenrath, den 15. August 2024

Dr. Hedi Bachmann

Dr. Fabian Bachmann

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

50 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.