Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 9295
Eingetragen
27.12.2006
Branche
Großhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.
Gegenstand
Der Ein- und Verkauf, der Im- und Export, der Vertrieb, die Produktion von elektronischen Bauelementen aller Art, insbesondere hoch technologischen Produkten und elektronischen Datenverarbeitungskomponenten und die damit verwandten Geschäfte sowie die Erbringung von mit diesen Tätigkeiten im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Karner
seit 12.11.2019
Geschäftsführer
Robert Ihler
seit 1.8.2011
Geschäftsführer
Christian Skala
seit 7.7.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

89.57% identifiziert10.43% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
72.83%
16.74%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SCALTEL Holding GmbHEigenbeteiligung
10.43%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
SCALTEL Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCALCOM GmbH

Waltenhofen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

SCALCOM GmbH

Geschäftsjahr 2023

A) Unternehmen

1. Geschäftstätigkeit

Unsere Kunden finden im SCALCOM-Shop viele gängige IT-Produkte, die in unterschiedlichen Qualitäts- und Verkaufszuständen angeboten werden und für den Betrieb einer IT-Infrastruktur relevant sind.

Das Angebot der SCALCOM GmbH richtet sich an Gewerbetreibende, andere Systemhäuser und an Reseller. Die SCALCOM GmbH sorgt für eine Reduktion der Beschaffungskosten sowie eine Reduzierung des Aufwandes im Bestellprozess. Die SCALCOM GmbH ist spezialisiert auf originale, generalüberholte Herstellerprodukte, sogenannte Renew-Produkte, und somit, was Circular Economy in der IT betrifft, ein Vorreiter, so dass die Kunden ihre Ziele im Bereich Nachhaltigkeit erreichen können.

Vor allem unsere Renew-Produkte führen beim Kunden nicht nur zu einer erheblichen Kostenersparnis, sondern leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zu einer nachhaltigen IT-Infrastruktur.

2. Strategie und Steuerung

Der IT Markt ist technologiebedingt einem ständigen Wandel unterzogen. Aber nicht nur die Technologie treibt den Wandel stetig voran, auch das Thema Nachhaltigkeit rückt immer stärker in den Fokus einer Gesamtbetrachtung. Wir haben uns Leitlinien und Ziele gesteckt, um diesen Wandel aktiv und zielgerichtet mitzugestalten. Durch eine fortlaufende strategische und operative Steuerung werden diese Leitlinien und Ziele kontinuierlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Alle Führungskräfte und Mitarbeiter:innen sind auf unsere Ziele eingeschworen. Individuelle Erfolgsbeteiligungen sind mit jede/r/m einzelnen Mitarbeiter/-in auf unsere Ziele abgestimmt.

3. Menschen bei der SCALCOM GmbH

Im Geschäftsjahr 2023 betrug die durchschnittliche Mitarbeiterzahl 11 (VJ 14). Die Mitarbeiter/innen sind in den folgenden Bereichen beschäftigt:

2023 2022
Produktmanagement 2 3
Verwaltung/Vertrieb 9 11

Zu erwähnen ist, dass die folgenden Funktionen im Rahmen der Gruppe von der SCALTEL GmbH & Co. KG übernommen werden:

- Lager/Logistik

- Öffentlichkeitsarbeit / Marketing

B) Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war gemäß den Berechnungen (Stand Februar 2024) des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 ca. 0,2% niedriger als im Jahr 2022.

2. Branche

Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom (Digitalverband Deutschland) konnte die IT-Branche im gesamten Marktsegment Informationstechnik gegenüber dem Jahr 2022 noch eine Steigerung von 2,2% verzeichnen (Vorjahr 8,7%). Im Marktsegment IT-Services konnte gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 5,1% erreicht werden (Vorjahr 8,5%). Nach Angaben von Bitkom soll der Informationstechnik-Markt im Jahr 2024 insgesamt um ca. 6,1% wachsen.

In dem Bereich "IT-Hardware" errechnete Bitkom für das Jahr 2023 ein Minus von 5,4%. Laut Bitkom soll der Bereich "IT-Hardware" im Jahr 2024 wieder um ca. 4,6 % wachsen, wobei die aktuell erkennbare Wachstumsentwicklung im Produktportfolio (Netzwerk, Rechenzentrum und Clients) der SCALCOM GmbH eher negative Tendenzen aufweist.

3. Gesamteinschätzung

Die Markteintrübung im Geschäftsjahr 2023 für den Bereich "IT-Hardware" führte auch bei der SCALCOM GmbH zu Umsatzrückgängen im Jahr 2023. Das weitere Marktgeschehen wird fortlaufend beobachtet und analysiert. Auf entsprechend absehbare Veränderungen wird stets zeitnah agiert.

C) Wirtschaftliche Entwicklung

1. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verminderte sich der Umsatz aufgrund der genannten Markteintrübung insgesamt um 22,8%. Dies entspricht einer Reduzierung von 5.471 TEUR auf 18.489 TEUR. Somit konnte der Planumsatz von 22.500 TEUR im Jahr 2023 nicht erreicht werden.

Der Jahresüberschuss reduzierte sich aufgrund der verminderten Umsätze und der verminderten Deckungsbeiträge um 74,6% von 1.794 TEUR auf 455 TEUR. Die Kostenstruktur bei den Betriebsaufwendungen (inkl. Personalkosten und ohne Materialaufwand) konnte auf einem effizienten und niedrigen Niveau gehalten bzw. prozentual sogar noch verbessert werden.

Die Umsatzrendite beträgt 2,5% (VJ 7,5%, Plan 5,1%), die Rohertragsquote 12,4% (VJ 17,7%, Plan 15,5%), die Personalquote 4,5% (VJ 4,0%, Plan 4,8%).

Die wesentlichen Aufwandspositionen in der Gesellschaft sind die Materialaufwendungen inkl. Fremdleistungen mit ca. 87,6% (VJ 82,3%) von den Umsatzerlösen.

2. Vermögenslage/Finanzlage

Eine wesentliche Bilanzposition auf der Aktivseite sind die Bestände an Waren. Sie betragen 25,2% der Bilanzsumme. Die Werthaltigkeit wurde auf Artikelebene geprüft und falls notwendig angepasst. Ein weiterer wesentlicher Wert ergibt sich aus den Grundstücken und Bauten mit 18,4% der Bilanzsumme. Diese dienen der Gesellschaft als Grundlage für ihre Geschäftstätigkeit und bieten den Mitarbeiter/n/innen eine motivierende und attraktive Arbeitsumgebung. Die Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprach dem Geschäftsverlauf.

Die Eigenkapitalquote konnte absolut weiter gesteigert werden und beträgt nun prozentual zur Bilanzsumme 86,4% (VJ 82,1%).

Die liquiden Mittel haben sich um insgesamt 1.495 TEUR erhöht. Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt damit per Bilanzstichtag 3.776 TEUR.

Rückstellungen bestehen in Höhe von 249 TEUR (VJ 1.038 TEUR) und betreffen hauptsächlich Garantieverpflichtungen als auch Personalrückstellungen für noch nicht genommene Urlaube, Überstunden und Stundenguthaben sowie für Tantiemen, Mitarbeiterprovisionen und Erfolgsprämien.

Bilanzstruktur
AKTIVA
TEUR %
Anlagevermögen 1.811 19,8%
Umlaufvermögen 7.319 80,2%
9.130 100,0%
PASSIVA
TEUR %
Eigenkapital 7.887 86,4%
Rückstellungen 249 2,7%
Verbindlichkeiten 994 10,9%
9.130 100,0%

3. Investitionen

Die Bruttoinvestitionen an immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagevermögen im Jahr 2023 betrugen 53 TEUR. Ein wesentlicher Teil (32 TEUR) floss in Digitalisierungsprojekte, um das Arbeiten noch weiter zu automatisieren. Die Abschreibungspolitik auf die Sachanlagen, sowie die immateriellen Vermögensgegenstände wurde gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

D) Chancen & Risiken

Die SCALCOM GmbH hat ein bewährtes internes Chancen- und Risikomanagementsystem. Dieses stellt sicher, dass durch eine Festlegung von Betrachtungsfeldern, eine systematische und regelmäßige Erkennung und Analyse, einen definierten Prozess zur Kommunikation, eine entsprechende Zuordnung von Verantwortlichkeiten, sowie eine Dokumentation der getroffenen Maßnahmen die Anforderungen an ein Chancen- und Risikomanagement erfüllt werden.

Das Unternehmen ist bemüht, die Erfahrungen des abgelaufenen Geschäftsjahres im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung in die Fortentwicklung des Systems einfließen zu lassen. Insbesondere beabsichtigen wir, durch regelmäßige moderierte Zusammenkünfte der Führungskräfte auch vorausschauend Probleme und Risiken zu erkennen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen treffen zu können.

1. Chancen

Die SCALCOM GmbH ist auf dem IT-Markt aktiv und unterliegt damit wie alle Marktteilnehmer der Branchenkonjunktur sowie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Bei einer positiven Wirtschaftsentwicklung ergeben sich selbstverständlich Chancen für erfolgreiches Unternehmenswachstum. Darüber hinaus stehen die Branchen- und Technologietrends im Fokus, die unmittelbar Konsequenzen für das profitable Wachstum des Unternehmens haben. Der Trend zur Nachhaltigkeit beinhaltet ebenfalls deutliche Wachstumschancen.

Der IT-Markt unterliegt einer hohen Innovationsgeschwindigkeit und kurzen Produktzyklen. Die Bedeutung der Informationstechnologie nimmt aufgrund der fortschreitenden Technisierung und des Trends zur Digitalisierung stetig zu. IT ist integrativer Bestandteil von Produktionsprozessen und somit ein bestimmender Erfolgsfaktor bei allen Unternehmen. Für die Unternehmen ergeben sich auch in Zukunft Chancen, die Wettbewerbsposition weiter zu festigen - etwa durch Zukäufe und Beteiligungen oder eine Erweiterung des Produkt- und Leistungsspektrums.

2. Risiken

Die nachfolgend beschriebenen Risiken könnten nach Einschätzung der Geschäftsleitung negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens-, und Finanzlage haben. Diese Risiken sind nicht als abschließend zu betrachten. Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die aktuell als unwesentlich eingeschätzt werden, können die Entwicklung ebenfalls beeinträchtigen. Häufig sind Risiken auch mit Chancen verbunden.

Um geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung einzuleiten, werden identifizierte Risiken anhand ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und einem zu erwartenden Schaden bewertet und anschließend Maßnahmen definiert.

Marktrisiko

Das Berichtsjahr 2023 stand vor allem unter dem Einfluss sich veränderten Marktgegebenheiten, einer aufkommenden kurzfristigen Marktsättigung, der angestiegenen Energiepreise sowie der immer noch hohen Inflation, was in ihrer Gesamtheit zu einer Verunsicherung in der Gesamtwirtschaft führte.

Des Weiteren wird der potenzielle Markt der SCALCOM GmbH durch die Hersteller beeinflusst, indem die Hardware "intelligent" wird und vom Kunden selbst nicht mehr konfiguriert und verwaltet werden kann. Hier treten die Systemhäuser in den Markt ein, welche die entsprechenden Services anbieten können.

Die künftige Entwicklung der SCALCOM GmbH wird insbesondere durch die weitere Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise, die immer noch hohen Inflationsraten sowie die weiteren Marktentwicklungen im Hardware-Geschäft beeinflusst.

Diese Faktoren können sich auf das laufende Geschäftsjahr negativ auswirken. Die daraus resultierenden Risiken für die SCALCOM GmbH sind in ihrer Gesamtheit derzeit schwer abschätzbar.

Mitarbeiterrisiken

Der Fachkräftemangel ist derzeit ein branchenunabhängiges Risiko. Ein wichtiger Erfolgsfaktor um den Wachstumskurs fortzusetzen ist genügend qualifiziertes Personal zu beschäftigen. Bestehende Mitarbeiter:innen zu halten sowie neue Mitarbeiter:innen zu finden und diese langfristig an die SCALCOM GmbH zu binden, ist eine elementare Herausforderung. Daher stehen, neben der Weiterentwicklung der Arbeitgebermarke SCALCOM, die Aufrechterhaltung sowie die Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit durch die Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds und die betriebliche Aus- und Weiterbildung im Zentrum unseres Handelns. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass einzelne Positionen mit besonderen fachlichen Fähigkeiten, Qualifikationen und Erfahrungen nicht bzw. nicht zeitgerecht besetzt werden können, was sich unter Umständen auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Gesellschaft auswirken könnte.

IT

Im Rahmen der Digitalisierung sind alle wesentlichen Geschäftsprozesse sehr eng mit IT-Systemen verknüpft. Ein reibungsloser Prozess von Anfrage und Auftrag bis hin zu Logistik und Faktura, hängt im großen Maße von den notwendigen IT-Systemen ab. Ein weiteres Risiko ist in diesem Zusammenhang die Zunahme von Cyberkriminalität. Wahrscheinlichkeit und Ausmaß von Schäden sind sehr schwer abzuschätzen. Trotz hoher Schutzmechanismen und Sicherheitsstandards schätzen wir den Eintritt der IT-Risiken als wahrscheinlich ein.

E) Ausblick

1. Rahmenbedingungen

In ihrer neuesten Prognose geht die Europäische Kommission davon aus, dass die EU-Wirtschaft im Jahr 2023 um 1,0% sowie der Euroraum um 0,8% wachsen wird. Für das Jahr 2025 prognostiziert die Europäische Kommission in Ihrem Bericht ein Wachstum für die EU-Wirtschaft von 1,6% sowie für den Euroraum von 1,5%.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird laut der im März 2024 veröffentlichten Frühjahrs-Prognose des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) mit 0,1% für das Jahr 2024 sowie 1,2% für das Jahr 2025 prognostiziert. Insbesondere die schwächelnde Weltkonjunktur, die Geldpolitik sowie die Sparanstrengungen der Bundesregierung belasten laut IfW die deutsche Wirtschaft.

Hinsichtlich des Informationstechnik-Markt erwartet Bitkom im Jahr 2024 ein Wachstum von 6,1% (2023 2,2%), wobei sich Hardware mit +4,6% (2023 -5,4%), Service + 4,8% (2023 +5,1%) und Software + 9,4% (2023 +9,6%) entwickeln soll (Quelle BITKOM - Stand Januar 2024).

2. Entwicklung

Der Weltweite IT-Markt soll nach der Analyse des Marktforschungsinstituts Gartner vom April 2024 im Jahr 2024 um 8% wachsen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der digitalen Transformationsprozess sowie die Notwendigkeiten zur Digitalisierung unumkehrbar sind. Allerdings muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass die aktuell erkennbare Wachstumsentwicklung im Produktportfolio (Netzwerk, Rechenzentrum und Clients) der SCALCOM GmbH eher negative Tendenzen aufweist.

Um den damit einhergehenden technologischen Trends in der IT, dem Fachpersonalmangel, und weiteren Megatrends (Nachhaltigkeit etc.) gerecht zu werden, arbeitet die SCALCOM GmbH kontinuierlich an der Weiterentwicklung ihres Werteangebotes.

Die Digitalisierung ist nicht nur für unsere Kunden ein Schwerpunktthema, sondern auch für die SCALCOM GmbH selbst. Die Digitalisierung unserer Prozesse ist unabdingbar, um zukünftig erfolgreich zu sein.

Im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung plant die SCALCOM GmbH für das Jahr 2024 mit einem Umsatz von ca. 17,5 Mio., sowie mit einem EBIT von ca. 900 TEUR und einem Jahresüberschuss von ca. 630 TEUR.

 

Waltenhofen, den 21. Mai 2024

Christian Skala, Geschäftsführer

Stefan Karner, Geschäftsführer

Robert Ihler, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.811.095,24 1.867.819,24
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.944,00 20.768,00
II. Sachanlagen 1.788.151,24 1.847.051,24
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.680.244,09 1.747.180,09
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.981,00 81.945,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.926,15 17.926,15
B. Umlaufvermögen 7.318.776,80 7.185.178,18
I. Vorräte 2.299.615,76 3.509.729,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.243.353,90 1.393.959,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.775.807,14 2.281.488,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 332,00 866,00
Summe Aktiva 9.130.204,04 9.053.863,42

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.887.090,12 7.431.973,50
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 7.331.973,50 5.537.899,28
III. Jahresüberschuss 455.116,62 1.794.074,22
B. Rückstellungen 249.180,00 1.037.556,23
C. Verbindlichkeiten 993.933,92 584.333,69
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 417.064,19 222.272,48
2. sonstige Verbindlichkeiten 576.869,73 362.061,21
Summe Passiva 9.130.204,04 9.053.863,42

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.352.295,89 4.361.963,11
2. Personalaufwand 833.318,80 948.484,62
a) Löhne und Gehälter 681.856,78 813.665,41
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 151.462,02 134.819,21
davon für Altersversorgung 11.795,50 1.742,04
3. Abschreibungen 110.118,84 122.522,69
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 110.118,84 122.522,69
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 828.824,35 793.443,94
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 31.153,42 54.572,74
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.216,36 2.936,81
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 330,56 853,50
davon an verbundene Unternehmen 834,75
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 176.610,87 699.270,74
8. Ergebnis nach Steuern 461.308,83 1.800.324,43
9. sonstige Steuern 6.192,21 6.250,21
10. Jahresüberschuss 455.116,62 1.794.074,22

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

1. Die Gesellschaft mit Sitz in 87448 Waltenhofen, Dieselstraße 3, firmiert im Handelsregister des Amtsgerichts Kempten Abteilung B Nr. HRB 9295 unter "SCALCOM GmbH"

2. Es werden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) angewendet.

3. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Es wurden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewendet.

4. Die "Davon"-Vermerke zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten wurden in Form eines Verbindlichkeitenspiegels im Anhang dargestellt.

5. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um lineare Abschreibungen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, vermindert um lineare bzw. degressive Abschreibungen. Bezüglich der geringwertigen Wirtschaftsgüter wurde die Sofortabschreibung bis 800,00 EUR gewählt.

Die Bewertung der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. auf der Basis individueller Bewertung zum Niederstwert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,2 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen sowie in notwendigem Umfang Einzelwertberichtigungen gebildet.

Auf fremde Währung lautende Guthaben bei Kreditinstituten und Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Devisenmittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Bilanzierung auf Euro lautender Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalbetrag.

Passiva

Das Eigenkapital (Stammkapital, Gewinnvortrag und Jahresüberschuss) wurde zum Nennwert angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Die Bilanzierung erfolgte hierbei in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Eine Abzinsung unverzinslicher Verbindlichkeiten war nicht erforderlich.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Bestandsverzeichnis sowie dem beigefügten Anlagenspiegel.

3.2 Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 417 (Vj. TEUR 222) bestehen in Höhe von TEUR 210 (Vj. TEUR 216) gegenüber dem Gesellschafter und betreffen in vollem Umfang Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (nach Saldierung mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Darüber hinaus betreffen TEUR 207 (Vj. TEUR 6) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Schwesterunternehmen (nach Saldierung mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen).

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 441.256,95 (Vj. EUR 11.633,23) und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von EUR 87,35 (Vj. 870,56) enthalten.

4. Sonstige Angaben

4.1. Zukünftige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 HGB)

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von TEUR 32 (Vj. TEUR 21). Diese betreffen hauptsächlich Leasingverträge für Kraftfahrzeuge.

Die Gesellschaft nutzt auch Gegenstände auf Grundlage von Überlassungsverträgen (z.B. Miet- und Leasingverträge) mit dem Zweck einer bilanzneutralen liquiditätsschonenden Finanzierung. Risiken diesbezüglich bestehen lediglich darin, dass bei Nichtbenutzung der Miet- bzw. Leasingobjekte die Leasingraten bis zum Ende der Vertragslaufzeit zu entrichten sind.

4.2. Durchschnittliche Beschäftigungszahl (§ 285 Nr. 7 HGB)

Die Firma beschäftigte entgeltlich während des Geschäftsjahres im Durchschnitt folgende Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer, Auszubildende und Praktikanten):

Angestellte 10 (Vj. 12)

4.3. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans (§ 285 Nr. 10 HGB)

Mitglieder sind:

Geschäftsführer

Herr Christian Skala

Staatl. geprüfter Techniker, Waltenhofen

Herr Robert Ihler Betriebswirt, Weiler-Simmerberg

Herr Stefan Karner

MBA, Wertach

4.4. Angabe Geschäftsführerbezüge (§ 285 Nr. 9a HGB)

Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 wurde Gebrauch gemacht.

4.5. Konzernzugehörigkeit (§ 285 Nr. 14 bzw. 14a HGB)

Die Gesellschaft wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der SCALTEL Holding GmbH (vormals SCALTEL Gruppe GmbH bzw. SCALTEL AG), Waltenhofen, einbezogen, welcher im Laufe des Kalenderjahres 2024 im Unternehmensregister veröffentlicht wird.

 

Waltenhofen, den 21. Mai 2024

Christian Skala

Robert Ihler

Stefan Karner

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.966,90 31.787,04 29.175,20 181.578,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.329.133,31 0,00 0,00 2.329.133,31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und 14.000,00
Geschäftsausstattung 183.966,31 21.609,80 2.118,28 217.457,83
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.926,15 0,00 14.000,00 3.926,15
0,00
2.531.025,77 21.609,80 2.118,28 2.550.517,29
2.709.992,67 53.396,84 31.293,48 2.732.096,03
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres
EUR
Z = Zuschreibung Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 158.198,90 29.609,04 29.173,20 158.634,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 581.953,22 66.936,00 0,00 648.889,22
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.021,31 13.573,80 2.118,28 113.476,83
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
683.974,53 80.509,80 2.118,28 762.366,05
842.173,43 110.118,84 31.291,48 921.000,79
Buchwert
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.944,00 20.768,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.680.244,09 1.747.180,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.981,00 81.945,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.926,15 17.926,15
1.788.151,24 1.847.051,24
1.811.095,24 1.867.819,24

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SCALCOM GmbH, Waltenhofen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SCALCOM GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCALCOM GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Gesellschafterversammlung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kempten (Allgäu), den 23. Mai 2024

Dr. Fritz Städele Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft GmbH (Siegel)

Alexander Murer, Wirtschaftsprüfer

Michael Müller, Wirtschaftsprüfer

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