Elektror K.W. + M. Müller GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Hermann Kraft seit 24.9.2025 | Prokura |
Ralf Karl Rose seit 19.12.2019 | Prokura |
Jan Oellers seit 2.5.2017 | Prokura |
Aleksandra Oellers seit 8.6.2010 | Prokura |
Ulrich Kreher seit 18.4.2006 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Elektror airsystems GmbHOstfildernJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Elektror airsystems gmbh, OstfildernI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Elektror airsystems GmbH (Elektror) ist einer der international führenden Hersteller auf dem Gebiet der Radial-, Axialventilatoren und Seitenkanalverdichtern. Die verarbeiteten Werkstoffe Aluminiumguss, Stahl und Edelstahl sowie der sehr breite Leistungsbereich, ermöglichen den Einsatz von Elektror-Produkten in zahlreichen industriellen lufttechnischen Prozessen. Kundenindividuelle Lösungen und kompetente Beratung verbunden mit hoher Qualität und schnellen Lieferzeiten stellen hierbei die Kernkompetenzen von Elektror dar. Wesentliche Standorte der Gesellschaft sind der Firmen- und Verwaltungssitz in Ostfildern sowie das Produktionswerk in Waghäusel. 2. Forschung und Entwicklung Neben der klassischen Entwicklung und Konstruktion unterstützt der Bereich Forschung maßgeblich bei der Entwicklung der Produktlösungen von morgen. Mit Hilfe modernster Simulationsmethoden und Prüfeinrichtungen werden die Ventilatoren und anwendungsspezifischen Produkte der Zukunft entwickelt. Dies umfasst die Effizienzsteigerung einerseits durch lufttechnische Optimierung des Laufrad-/Gehäuse-Systems sowie andererseits durch Wicklungs- und Materialoptimierung der elektrischen Antriebe. Auch die strömungstechnische Systembetrachtung der Ventilatoren gekoppelt mit kundenspezifischen Anlagenteilen ist Teil der F&E-Arbeit. Darüber hinaus erhält die Produktdigitalisierung besondere Aufmerksamkeit. Die Rückmeldung und Auswertung von Betriebszuständen und Betriebsdaten des Ventilators und des Motors stehen hier im Fokus. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war geprägt von wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen. Ein hohes Preisniveau sowie eine restriktive Geldpolitik wirkten sich dämpfend auf die Konjunktur aus. Der Staat und die privaten Haushalte reduzierten ihre Nachfrage und folglich ging der Auftragseingang in der Industrie und in anderen Branchen deutlich zurück. Gemäß Statistischem Bundesamt stieg die Inflationsrate um insgesamt +5,9 % gegenüber dem Vorjahr. Das kalenderjahrbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war mit -0,1% rückläufig. Dagegen war die globale Entwicklung des BIP positiv. Laut Sachverständigenrat konnte hier ein positives Wachstum von +2,7 % verzeichnet werden. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau konnte gemäß Statistischem Bundesamt seine Exporte im Jahr 2023 um nominal +5,9 % steigern. Nachdem bereits im Jahr 2022 ein Rekordwert bei den Ausfuhren erreicht werden konnte, wurde dieser Wert im Jahr 2023 nochmals übertroffen. Laut VDMA erzielten deutsche Maschinen- und Anlagenbauer Ausfuhren von insgesamt 207 Milliarden EUR, blieben aber preisbereinigt um -0,7 % hinter dem Vorjahr zurück. Wichtigster Einzelmarkt für Deutschland sind unverändert die USA mit 28,0 Milliarden EUR (+12,6 % nominal). Dagegen verringerten sich die Ausfuhren nach China um nominal -1,8 % auf 18,6 Milliarden EUR. Die Exporte in die EU-Partnerländer konnten insgesamt nominal um +4,4% auf 91,2 Milliarden EUR zulegen. Der EU-Markt unterstreicht damit seine Rolle als wichtigster Absatzmarkt deutscher Maschinen- und Anlagenbauer. 2. Geschäftsverlauf Elektror blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Die gesamtwirtschaftliche Lage war herausfordernd, aber dennoch ist es Elektror gelungen ein kräftiges Wachstum im Umsatz und Ergebnis zu generieren. Durch das Umsatzwachstum und durch den hohen Anteil an eigener Wertschöpfung, konnten die negativen Auswirkungen bedingt durch massive Beschaffungspreiserhöhungen abgemildert werden. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Ertragslage Das Rohergebnis von Elektror stieg im Berichtsjahr um +3,9 Mio. EUR auf 33,8 Mio. EUR (VJ. 29,9 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren haben sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rd. +6,1 % erhöht. Dies ist auf einen veränderten Produktmix und Beschaffungspreiserhöhungen zurückzuführen. Das Jahresergebnis beträgt im Geschäftsjahr 4,5 Mio. EUR und konnte im Vergleich zum Vorjahr (2,8 Mio. EUR) deutlich gesteigert werden. b) Finanzlage Die Finanzlage von Elektror ist unverändert gut. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt zum Berichtsjahr 10,1 Mio. EUR (VJ. 3,4 Mio. EUR). Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den vorhandenen Mittelbeständen können die notwendigen Investitionen und sonstige Mittelbedarfe bedient werden. c) Vermögenslage Das Eigenkapital liegt mit 26,8 Mio. EUR über Vorjahr (VJ. 23,3 Mio. EUR). Die gute Kapitalausstattung zeigt sich in einer Eigenkapitalquote von 62,7 % (VJ. 64,9 %). Das Vermögen gliedert sich in 29,5 % Anlagevermögen, 66,2 % Umlaufvermögen und 4,3 % sonstige Aktiva. Die Sachinvestitionen im Berichtsjahr hatten ein Volumen von rd. 2,5 Mio. EUR. Die Schwerpunkte der Investitionen lagen hierbei auf technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Anlagevermögen um +9,9 % auf 12,6 Mio. EUR (VJ. 11,5 Mio. EUR) gesteigert, das Umlaufvermögen erhöhte sich um +24,8 % auf 28,3 Mio. EUR (VJ. 22,7 Mio. EUR). Die Rückstellungen in Höhe von 14,4 Mio. EUR (VJ. 11,4 Mio. EUR) umfassen im Wesentlichen mit 8,4 Mio. EUR (VJ. 8,6 Mio. EUR) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Gesellschaft nimmt keine Fremdfinanzierung in Anspruch. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Umsatz und EBIT (Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragssteuern) herangezogen. Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr um +10,4 % erhöht, beträgt im Berichtsjahr rund 60,1 Mio. EUR und liegt über dem prognostizierten Wert. Dies ist insbesondere auf die durchweg positive Auftragslage und Lieferfähigkeit zurückzuführen. Bedingt durch das Umsatzwachstum beträgt das EBIT im Jahr 2023 rund 6,4 Mio. EUR und liegt damit über der Prognose und deutlich über Vorjahr (+56,4 %). Im Berichtsjahr beschäftigt Elektror an den Standorten im Durchschnitt 219 (VJ. 216) Mitarbeiter. Elektror ermöglicht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine breit gefächerte Aus- und Weiterbildung sowie gute Karrierechancen. Die Belegschaft zeichnet sich durch ihre fachliche und persönliche Kompetenz, ihre Einsatzbereitschaft und Loyalität aus. Sie ist der Schlüssel für die weitere positive, nachhaltige Entwicklung von Elektror. Fluktuation und Krankenstand sind weiterhin ohne nennenswerte Schwankungen. 5. Gesamtaussage Die Gesellschaft weist eine geordnete Vermögens- und Finanzlage auf. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. III. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2024 wird voraussichtlich sehr anspruchsvoll. Zwar wurde die Energiekrise und eine damit einhergehende Gasmangellage offiziell für beendet erklärt, dennoch sind die Energiepreise noch lange nicht auf das Vorkrisenniveau zurückgekehrt. Weiterhin können hohe Inflationsraten und Zinsen sowie der Arbeitskräftemangel das Wirtschaftsgeschehen belasten. Zudem wird die weitere wirtschaftliche Entwicklung nicht zuletzt durch die anhaltenden geopolitischen Konflikte beeinflusst. Der Sachverständigenrat erwartet für die globale Wirtschaftsleistung einen Anstieg von +2,2 % im Jahr 2024, verbindet seine Prognose aber mit erheblichen Abwärtsrisiken. Hier sei die Verschärfung der weltpolitischen Lage, die gedämpfte Nachfrage, aber auch ein erneuter Anstieg der Energiepreise genannt. Für Deutschland prognostiziert der Sachverständigenrat ein geringes positives Wachstum von +0,7 % des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes sowie eine Inflationsrate von +2,6 %. Die gute Vermögenslage, die langfristig ausgerichtete Unternehmensstrategie und vor allem die motivierte Belegschaft stellen eine gute Basis dar, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen und die erfolgreiche Weiterentwicklung von Elektror fortzuführen. Die Geschäftsführung rechnet für das Jahr 2024 nicht damit, das Umsatzniveau und daraus folgend das EBIT des Vorjahres erreichen zu können. Dies ist zum einen bedingt durch das zu erwartende schwache konjunkturelle Marktumfeld, aber auch auf Grund von Aufwendungen für weiteres Wachstum und Innovationen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Das Risikomanagement von Elektror setzt auf Früherkennung und Prävention, um wesentliche Unternehmensrisiken abzuwehren und umfasst die Überwachung sämtlicher Geschäftsvorfälle und Geschäftsprozesse und deren kontinuierliche Verbesserung. Branchenspezifische Risiken Die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung auf dem Absatzmarkt für Prozessluft sind überwiegend von der konjunkturellen Lage beeinflusst. Hier können insbesondere exogene Schocks zu Absatzrisiken führen. Der Eintritt neuer Wettbewerber sowie die Einführung neuer Produkte durch Wettbewerber, können zu einem steigenden Wettbewerbs- und Preisdruck führen, der sich nachteilig auf die Ertragslage auswirken kann. Um den Wettbewerbsrisiken entgegenzuwirken, wird das Produktportfolio ständig optimiert und weiterentwickelt, auch um Marktanteile weiter ausdehnen zu können. Weiterhin besteht das Risiko einer Restriktion der Kapazitäten in Folge von Ausfällen von Lieferanten. Die Produkte von Elektror bestehen zu einem hohen Anteil an börsennotierten Rohstoffen. Die Preisentwicklung und die Verfügbarkeit dieser Rohstoffe sind Risiken und können nicht direkt beeinflusst werden. Risiken in der Beschaffung von Rohstoffen und Waren werden durch eine kontinuierliche Überwachung der geopolitischen Gegebenheiten, der Märkte und der Lieferanten, verbunden mit einer aktiven Steuerung des Lieferantenportfolios und der Vorhaltung von Sicherheitsbeständen begegnet. Die Einkaufsstrategien werden regelmäßig überprüft und den internen und externen Erfordernissen angepasst. Unternehmensspezifische Risiken Als Hersteller von technisch hochwertigen Produkten hat Elektror und seine Kunden höchste Anforderungen an Qualität, Effizienz und Performanz. Um die hohen Anforderungen zu erfüllen, entsprechen die Produkte den gängigen branchenspezifischen Standards. Durch hohe personelle und finanzielle Investitionen sowie einer Qualitätsprüfung, werden die Risiken für mögliche Gewährleistungsfälle minimiert. Die Arbeitsabläufe im Unternehmen werden durch den Einsatz von IT-Hard- und Software unterstützt. Managemententscheidungen sind von Informationen abhängig, die durch diese Systeme erstellt werden. Der Ausfall von IT-Systemen stellt ein mögliches Risiko dar, das durch die in den IT-Richtlinien geregelten Bestimmungen sowie weitere Maßnahmen für Daten- und Infrastrukturschutz so weit als möglich gemindert werden soll. Durch die zunehmende Digitalisierung ergeben sich für Elektror verstärkt Herausforderungen in den Bereichen Datenschutz und Cybersecurity. Ein Ausfall kritischer Systeme oder Datendiebstahl infolge externer Angriffe könnte zu erheblichen Problemen bei der Produktentwicklung und -fertigung sowie bei der administrativen Abwicklung mit daraus resultierenden signifikanten finanziellen Einbußen führen. Diesem Risiko wird durch digitale Systeme wie auch durch Sensibilisierung der Belegschaft begegnet. Ein wesentlicher Teil des unternehmerischen Erfolges von Elektror beruht auf der Erfahrung, den Kontakten und den Kenntnissen des Managements und der Belegschaft. Für den Fall des Ausscheidens von Mitgliedern des Managements oder Mitarbeitern in Schlüsselpositionen ist nicht auszuschließen, dass die Wiederbesetzung zu Zusatzaufwendungen führen wird. Finanzwirtschaftliche Risiken Bei Elektror bestehen im Wesentlichen Finanzinstrumente wie Forderungen, Verbindlichkeiten, Finanzanlagen und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Liquiditätsrisiko umfasst einerseits die Möglichkeit, jederzeit einen ausreichenden Finanzmittelbestand in Form von Geld- bzw. Kreditlinien bereitzuhalten, um fällige Zahlungen zu leisten bzw. erforderliche Garantien und Avale von Banken herauslegen zu lassen. Anderseits soll sichergestellt werden, dass vorhandene liquide Mittel und Geldanlagen bei risikoarmer Anlage bedarfsbedingt zur Verfügung stehen und gleichzeitig Inflationsrisiken minimiert werden. Durch die stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation konnte der Finanzierungsbedarf durchgehend mit eigenen Mitteln gedeckt werden. Eine detaillierte Überwachung der Kundenbeziehungen und ein aktives Forderungsmanagement wirken Risiken in Form von Forderungsausfällen entgegen. Für erkennbare Ausfall- und Bonitätsrisiken aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie aus dem allgemeinen Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Mögliche Ausfallrisiken im Zusammenhang mit der Anlage der überschüssigen Liquidität werden dadurch begrenzt, dass nur ausgewählte Anlagen bei definierten, sicheren Kreditinstituten erfolgen. Es bestehen in geringem Maße Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährungen. Diese stehen in direktem Zusammenhang mit dem international ausgerichteten Geschäftsbetrieb. Um negative Auswirkungen von Währungsschwankungen zu verringern, erfolgt eine laufende Beobachtung. 2. Chancenbericht Durch die kontinuierliche Erweiterung des Produktportfolios, die enge Kundennähe des Vertriebs im In- und Ausland und der hohen kundenindividuellen Beratungskompetenz von Elektror, werden weitere Marktpotentiale erschlossen. Die Grundvoraussetzungen hierfür liegen in der Erfahrung, den Innovationen, der Zuverlässigkeit und dem hohen Anspruch an die Qualität der Produkte von Elektror. Dies stärkt die Position gegenüber den Marktbegleitern. 3. Gesamtaussage Die Einschätzung der Risikosituation ist das Ergebnis der Betrachtung aller wesentlichen zuvor aufgeführten Risiken und Chancen. Nach heutiger Einschätzung bestehen für die Gesellschaft keine bestandsgefährdenden Risiken.
Ostfildern, den 26. April 2024 Elektror airsystems GmbH Ulrich W. Kreher, Geschäftsführer HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Elektror airsystems gmbh, OstfildernGrundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung I. Registerdaten zum Unternehmen Die Elektror airsystems GmbH hat ihren Sitz in 73760 Ostfildern, Hellmuth-Hirth-Str. 2, und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der HRB 210469. II. Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss der Elektror airsystems GmbH, Ostfildern, wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG in Euro aufgestellt. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses wurden für einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung geforderte zusätzliche Angaben im Anhang dargestellt. Gemäß § 267 HGB gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden gemäß § 255 Abs. 1 und 2 HGB zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 HGB).
Die Zugänge der geringwertigen Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich wie folgt angesetzt und bewertet: - Ausleihungen zum Nennwert; - Sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten oder niedrigerem Marktpreis. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung des Anlagevermögens wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Bestehen die Gründe der außerplanmäßigen Abschreibung nicht mehr, so wird diese durch eine Wertaufholung rückgängig gemacht. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden gemäß § 255 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. Abwertungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist (§ 255 Abs. 2 HGB). Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB mit ihrem Nettowert offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Zur Deckung einzelner Risiken und des allgemeinen Ausfallwagnisses werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend § 250 HGB gebildet. Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB für Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansatz von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die Pensionsverpflichtungen werden mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden Marktzinssatz von 1,82 % abgezinst. Der Rechnungszinssatz wurde als Schätzung zum Stichtag 31.12.2023 auf Basis der Zinsinformation per 30.11.2023 und unter Annahme eines gleichbleibenden Zinsniveaus ermittelt. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 155. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Sie werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden Marktzinssatz von 1,72 % abgezinst. Der Rechnungszinssatz wurde als Schätzung zum Stichtag 31.12.2023 auf Basis der Zinsinformation per 30.11.2023 und unter Annahme eines gleichbleibenden Zinsniveaus ermittelt. Die Abweichung des verwendeten Rechnungszinssatzes der vergangen 7 Jahre zu dem von der Deutschen Bundesbank per 31.12.2023 veröffentlichten Abzinsungssatz (1,74 %) hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Rückstellung. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Währungsumrechnung Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet werden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. B. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel zu ersehen.
Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Der aktivierte Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB über seine tatsächliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Forderungen Alle erkennbaren Einzelrisiken sowie das allgemeine Kreditrisiko werden durch entsprechende Wertabschläge berücksichtigt. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 1.838. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Aktive latente Steuern Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen und Schulden bestehen im Wesentlichen bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 1.879 aktiv) sowie bei den immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen (TEUR 196 passiv). Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz i. H. v. 29,8 %. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) sowie den Sterbetafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck berechnet. Bei der Berechnung wird ein Anwartschafts- und Rententrend von 2,00 % zu Grunde gelegt. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB erfolgte die Abzinsung pauschal mit dem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden Marktzinssatz von 1,82 %, basierend auf dem Durchschnitt über die vergangenen zehn Geschäftsjahre. Der Zinsaufwand beträgt TEUR 142 (Vj. TEUR 151). Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen Die Berechnung der Altersteilzeitverpflichtung wird unter Berücksichtigung der geltenden Bewertungsvorschriften für die Bewertung von Altersteilzeitverpflichtungen ermittelt. Bei der Berechnung wird ein Anwartschafts- und Rententrend von 2,00 % zu Grunde gelegt. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB erfolgte die Abzinsung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,72 %, basierend auf dem Durchschnitt über die vergangenen sieben Geschäftsjahre. Zur Abdeckung des Risikos wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die an die Arbeitnehmer verpfändet wurden. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung zum 31.12.2023 beträgt insgesamt TEUR 31. Für die Saldierung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögensgegenständen wurden folgende Werte ermittelt:
Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Sachverhalte aus dem Personalbereich. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 1.004 (Vj. TEUR 823) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten i. H. v. TEUR 565 (Vj. TEUR 365) haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten: - davon aus Steuern: EUR 214.363,18 (Vj. TEUR 232) - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 8.860,98 (Vj. TEUR 0) Haftungsverhältnisse Es besteht eine Mitschuldnerschaft für die Elektror k.w. + m. müller gmbh für deren Bankverbindlichkeiten, die per 31.12.2023 TEUR 1.313 (Vj. TEUR 1.838) beträgt. Die Elektror k.w. + m. müller gmbh hat bisher alle finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Gläubigerbank eingehalten. Es ist daher davon auszugehen, dass sie auch weiterhin ihre Verpflichtungen vertragsgemäß erfüllen wird. Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft ist folglich nicht zu rechnen. Es bestehen Avale i. H. v. TEUR 11 gegenüber Kunden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen i. H. v. rd. TEUR 12.356. Davon sind rd. TEUR 2.416 innerhalb eines Jahres fällig. Die Position ist im Wesentlichen bedingt durch langfristig abgeschlossene Pacht- und Mietverträge. C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar:
Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen TEUR 3 (Vj. TEUR 6). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen TEUR 11 (Vj. TEUR 19). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 51 (Vj. TEUR 54) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 394 (Vj. TEUR 58) enthalten. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 228 (Vj. TEUR 586) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen i. H. v. TEUR 143 (Vj. TEUR 151) enthalten. D. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 219 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 196 in Vollzeit und 23 in Teilzeit. Geschäftsführer war während des abgelaufenen Geschäftsjahres unverändert Herr Ulrich W. Kreher. Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 30 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Ostfildern, den 26. April 2024 Ulrich W. Kreher, Geschäftsführung sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Elektror airsystems GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Elektror airsystems GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elektror airsystems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 29. April 2024 HWS GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Andreas Mayer, Wirtschaftsprüfer Stefan Rapp, Wirtschaftsprüfer |
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