Stammdaten

Register
Amtsgericht Rostock HRB 3951
Vorher
AGRO BALTIC GmbH Agrarbedarf - Befrachtung - Spedition
Eingetragen
6.8.1992
Branche
Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und FuttermittelnGroßhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Gegenstand
An- und Verkauf von Agrarbedarfsartikeln, der Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Rohstoffen, insbesondere Erdgas, sowie Dienstleistungen aller Art in Verbindung mit dem Vertrieb dieser Artikel, Erzeugnisse und Rohstoffe

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Darius Drakšas
seit 15.10.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
UAB Koncernas "ACHEMOS GRUPE"LTU
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

UAB Koncernas "ACHEMOS GRUPE"
Lithuania
2.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Agro Baltic GmbH

Rostock

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist der An- und Verkauf von Agrarbedarfsartikeln, der Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Rohstoffen, sowie Dienstleistungen aller Art in Verbindung mit dem Vertrieb dieser Artikel. Das Unternehmen ist hundertprozentige Tochter des litauischen Konzerns UAB Koncernas Achemos Grupė, Vilnius/Litauen, mit Hauptverkaufsgebiet in Deutschland. Das Kerngeschäft von UAB Koncernas Achemos Grupė ist die Produktion von Düngemitteln und Chemieprodukten. Die Haupttätigkeit der Gesellschaft wird auch in der Zukunft die Vermarktung von Düngemitteln bleiben.

Die Einkaufsmärkte der Gesellschaft befinden sich in den osteuropäischen Ländern, wobei der Schwerpunkt beim Konzernunternehmen in Litauen liegt. Die Absatzmärkte sind im Düngemittelsektor in Deutschland und zum Teil anderen europäischen Ländern zu finden. Bei den Kunden handelt es sich um Groß- und Landhandelsunternehmen und Konzernunternehmen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 wurde durch drei wesentliche Rahmenbedingungen geprägt, unter denen jede einzelne Komponente für sich herausfordernd war:

1. Der anhaltende Invasionskrieg Russlands gegenüber der Ukraine und seine geopolitischen Folgen;

2. Dramatischer Preisrückgang bei den Energie- und damit Düngemittelpreisen im ersten Halbjahr 2023 zurück auf das Niveau von 2021; 3. Umweltpolitische Auflagen für die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland.

Der Russland-Ukraine-Krieg führte zu stark gestiegenen Erdgaspreisen, was die Produktionskosten für Stickstoffdünger erheblich erhöhte. Weil jedoch auch die internationalen Getreidequotierungen durch die Unsicherheiten dieses Krieges drastisch stiegen, gab es bis kurz nach der Ernte 2022 trotzdem ein gesteigertes Kaufverhalten für die neue Frühjahrssaison 2023.

Im September 2022 änderte sich die Situation. Die Energiepreise und auch die Getreidepreise gaben nach, die erste Gabe Stickstoffdünger für die nächste Saison war bereits gut abgedeckt und die Läger in den Seehäfen und auch im Inland waren gefüllt mit Getreide und Dünger. Das Kaufverhalten stagnierte bis in das beginnende Jahr 2023 hinein.

Bild 1: Düngemittelpreisentwicklung im Mittel der ostdeutschen Bundesländer

Im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres 2023 fielen die Stickstoffdüngemittelpreise weiter dramatisch herunter (siehe Bild 1). Die ersten Monate bis April verliefen mit deutlicher Kaufverweigerung sowohl der Landwirtschaft als auch der Händler. Deutlich zeigt sich dies an Statistiken über die Auslieferung von Stickstoffdüngemitteln [1] .

Mitte des Jahres sanken die Energiepreise auf das niedrigste Niveau seit Juli 2021, und parallel dazu fielen auch die Stickstoffdüngerpreise auf ein Rekordtief. Die Agro Baltic GmbH profitierte von diesen günstigen Marktbedingungen und verzeichnete innerhalb kürzester Zeit Verkäufe von Kalkammonsalpeter (KAS), die 50% des gesamten Mengenumsatzes im Jahr 2023 ausmachten.

Später zogen die Gaspreise wieder an, was zu einem spürbaren Anstieg der Produktionskosten führte und unseren Hauptlieferanten in eine herausfordernde Wettbewerbssituation gegenüber den Importen aus Russland und Nordafrika brachte.

Im dritten Quartal traf die saisonbedingt geringe Nachfrage während der Erntezeit auf unsichere und teils widersprüchliche Bedingungen im internationalen Düngemarkt, was die Verkaufsmöglichkeiten für die neue Saison stark einschränkte. Diese Zurückhaltung beim Kauf setzte sich auch im Herbst fort, beeinflusst durch generell niedrige internationale Harnstoffpreise. Zugleich führte der starke Rückgang der Getreidepreise (siehe Bild 2) seit Jahresbeginn 2023 zu verringerten Einnahmen für die Landwirte.

Bild 2: Preisentwicklung für landwirtschaftliche Erzeugnisse im Mittel der ostdeutschen Bundesländer

Neben internationalen und geopolitischen Einflüssen wirken in Deutschland umweltpolitische Vorschriften wie die neue Düngeverordnung, die in "Roten Gebieten" eine Reduzierung der Düngemittelausbringung auf 80% des ermittelten Bedarfs vorschreibt. Diese Regelungen führen dazu, dass in unseren Hauptabsatzgebieten etwa 20% der landwirtschaftlichen Flächen nur mit 80% des benötigten Düngebedarfs versorgt werden dürfen [2] .

Die Agro Baltic GmbH betrachtet es als Erfolg, trotz schwieriger Bedingungen nahezu das Mengenumsatzniveau des Vorjahres (-7% im Vergleich zu 2022) erreicht zu haben. Bei Kalkammonsalpeter (KAS) und Ammoniumharnstofflösung (AHL) wurden Zuwächse von +20% bzw. +7% verzeichnet, während Stickstoffschwefelprodukte und Spezialdüngemittel im P2O5-Bereich aufgrund der Konkurrenz mit günstigeren Importen aus Russland deutliche Umsatzrückgänge hinnehmen mussten (-55% bzw. -90%). Die Importe russischer Düngemittel nach Deutschland haben sich fast verdoppelt, was europäischen Produzenten Wettbewerbsnachteile brachte [3] .

Da unser Hauptaugenmerk auf der Vermarktung der Achema Produkte KAS und AHL nebst Flüssigdüngermischungen auf Basis AHL ex Tanklager liegt, waren diese Rahmenbedingungen für unser Geschäftsjahr erneut schwierig.

Die darüber hinaus von der Agro Baltic GmbH unterhaltenen vielseitigen Lieferantenbeziehungen sowohl im Inland als auch im EU-Ausland hatten ebenfalls mit dem Hereindrängen billiger russischer Importe zu kämpfen, dürfen aber trotzdem als stabil bezeichnet werden. Nichtsdestotrotz ist die Zusammenarbeit mit unserem Gesellschafter und Hauptlieferanten weiterhin das Rückgrat unserer Aktivitäten.

2.2. Ertragslage

Die wesentlichen Kennzahlen, die für die Steuerung der Gesellschaft verwendet werden, sind Umsatzerlöse, Verkaufsmengen und das Ergebnis (EBT). Die Ertragslage zeigt zusammengefasst die folgende Entwicklung (in TEUR):

2023 2022 Diff:
Rohergebnis 2.637 7.097 -4.460
EBIT 1.545 4.920 -3.375
Finanzergebnis -10 -27 +17
Ergebnis vor Steuern 1.145 4.893 -3.748
Jahresergebnis 762 3.320 -2.558

Das überdurchschnittlich hohe Rohergebnis 2022 konnte in diesem Geschäftsjahr wie erwartet nicht wiederholt werden und lag bei TEUR 2.637. In Märkten mit fallenden Preisen gestalten sich auch die Margen im besten Falle durchschnittlich.

Betrachtet man nur die ausgelieferten Mengen Düngemittel und deren Umsatzerlöse, zeigt sich: Das Geschäftsjahr der Agro Baltic GmbH war gekennzeichnet durch einen Rückgang bei den absolut ausgelieferten Mengen in Tonnen auf insgesamt 93% der Vorjahresmengen. Dabei sind die monetären Umsatzerlöse durch die allein seit Januar 2023 um ca. 50% stark gefallenen Preise für Düngemittel im Vergleich zum Vorjahr erheblich reduziert (siehe Bild 1 - Preisentwicklung der stickstoffhaltigen Düngemittel Harnstoff, KAS und DAP).

Trotz des gut dreimonatigen Produktionsstillstands der AB Achema konnte das Unternehmen seine Verkaufsmengen KAS um 20% und AHL um 7% steigern, während Harnstoffmengen von Achema gegen die russischen Importe nicht verkauft werden konnten. Unter den Vorzeichen der neuen Vorschriften der Düngeverordnung zur Reduzierung der Stickstoffdüngemittelausbringung wertet die Agro Baltic GmbH diese Umsatzsteigerungen KAS und AHL als Erfolg.

Der Ausfall in der Vermarktung von phosphatgebundenen Düngemitteln ist mit der Nichtwettbewerbsfähigkeit der europäischen und hier insbesondere der polnischen Produzenten zu erklären.

Unsere Kunden- und Lieferantenbeziehungen sind weiterhin stabil. Dabei bemüht sich die Gesellschaft stetig, neue Bezugs- und Absatzbeziehungen hinzuzugewinnen. Einige Düngemittelproduzenten bemühen sich jedoch verstärkt um Umgehung der großen Handelsgesellschaften. Gleichzeitig bemühen sich Großhändler um Direktkontakte zu Produzenten, insbesondere in den angrenzenden Ländern Polen und Tschechien.

Bei einer konstanten Mitarbeiterzahl von 9 sind die Personalaufwendungen gewinnbedingt gesunken (-39% gegenüber 2022 auf TEUR 969). Die allgemeinen betrieblichen Abschreibungen sind um 7% gestiegen, was auf Investitionen im Tanklager Lübeck zurückzuführen ist.

Das Geschäftsjahr erfüllt mit einem Ergebnis vor Steuern von TEUR 1.145 unsere Erwartungen und stellt uns somit mit dem Geschäftsverlauf zufrieden. Das operative Ergebnis (EBIT) liegt mit TEUR 1.545 auf dem guten Niveau der Jahre 2020 (TEUR 1.444) und 2021 (TEUR 1.945) und war erwartbar deutlich niedriger als im Ausnahmejahr 2022. Unsere Aufstellung und Ausrichtung haben sich bewährt. Das Jahresergebnis wurde von 9 beschäftigten Mitarbeitern inkl. 1 Geschäftsführer erwirtschaftet.

2.3. Finanz- und Vermögenslage

Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft kann als gut bezeichnet werden und ist weiterhin stabil. Aufgrund unserer sehr guten Liquiditätssituation konnten wir alle unsere Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist begleichen. Alle abzugsfähigen Rechnungen konnten skontiert werden. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres gewährleistet. Darüber hinaus stehen zur kurzfristigen Finanzierung entsprechende Kreditlinien zur Verfügung.

Durch die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre wurde das Eigenkapital durch die Einstellungen in die Gewinnrücklagen ständig erhöht, durch den geringeren Jahresüberschuss dieses Jahr sowie einer Ausschüttung an die Gesellschafter in Höhe von EUR 3 Mio. rückläufig und beträgt zum Stichtag TEUR 6.797 (2022 TEUR 9.036). Die Finanzierung der Gesellschaft ist bei einer Eigenkapitalquote von 77% (2002 53%) gesichert. Das Stammkapital der Gesellschaft blieb unverändert.

Das Vermögen unserer Gesellschaft besteht im Wesentlichen aus Vorräten. Dagegen machen die Sach- und Finanzanlagen lediglich 7% der Bilanzsumme aus.

Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 8.121 auf TEUR 7.705 verringert. Dies ist eine Folge der gesunkenen Preise für Düngemittel im Jahr 2023.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich stichtagsbedingt um TEUR 392 auf TEUR 473 erhöht.

Der Rückgang der Rückstellungen um TEUR 1.303 ist vor allem begründet durch gewinnbedingt niedrige Steuerrückstellungen (TEUR -449) und niedrigere Rückstellungen für Personalverpflichtungen.

Stichtagsbedingt weisen wir Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 453 (2022 TEUR 1.501) aus. Unser Bankguthaben von TEUR 57 (2022 TEUR 3.029) besteht aus Devisen. Der Rückgang der liquiden Mittel resultiert aus geleisteten Anzahlungen für Vorratslieferungen und ist stichtagsbedingt.

Stichtagsbedingt auf TEUR 212 gesunken sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2022 TEUR 2.438). Die Sonstigen Verbindlichkeiten haben sich aufgrund von geringeren Steuerverbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert.

Die Wirtschaftlichkeit des Tanklagers hat sich im zurückliegenden Jahr erneut bewiesen und ist auch für die Folgejahre gesichert.

Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung und der Lage der Gesellschaft insgesamt zufrieden.

3. Chancen- und Risikobericht

Ein über das normale Maß der allgemeinen Geschäftsrisiken hinausgehendes Risiko sehen wir für künftige Geschäftsabschlüsse nicht. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Nachfolgend sind die wesentlichen Risiken absteigend nach ihrer Bedeutung aufgelistet:

Eine zuverlässige Einschätzung der zukünftigen Preisentwicklung sowie des Kaufverhaltens der Landwirtschaft ist aufgrund der aktuellen makropolitischen Situation sehr schwierig.

Darüber hinaus wirken bereits weiter verschärfte Regelungen der neuen Düngemittelverordnung in Deutschland. Die Auswirkungen dieser Verordnung stehen im Vordergrund unserer Strategien zur Marktentwicklung. Die Geschäftsführung sieht sowohl eine schrumpfende Nachfrage bei einigen Düngemittelsorten als auch die Möglichkeiten für neue und Spezialprodukte.

Ein möglicherweise vorhandenes Ausfallrisiko für die Gesellschaft wird durch kurzfristige Zahlungsziele begrenzt und zusätzlich durch eine Forderungsausfallversicherung abgesichert. Innerhalb unserer Kundschaft ist über keinerlei Forderungsausfälle oder gar Insolvenzen zu berichten.

Die Sicherungssysteme inklusive der transparenten Bestandsführung sowie der regelmäßige Informationsaustausch mit den Banken geben allen Beteiligten jederzeit Auskunft über die Finanzlage und etwaige Risiken. Geschäfte basierend auf Einkäufen in USD werden zeitgleich durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Monatliche betriebswirtschaftliche Auswertungen zu Beginn des Folgemonats geben der Geschäftsführung und den Gesellschaftern einen zeitnahen Überblick insbesondere über das Rohergebnis sowie die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft. Die Geschäftsführung ist damit in der Lage, die Prozesse ständig zu verfolgen und zu kontrollieren.

Nach Kenntnis der Geschäftsführung sind derzeit keine Gerichts- und Schiedsverfahren anhängig und werden auch nicht erwartet. In rechtlichen Belangen wird auf externe Berater zurückgegriffen.

Für versicherbare Geschäftsrisiken besteht ausreichender Versicherungsschutz.

Nachfolgend sind die wesentlichen Chancen absteigend nach Bedeutung aufgeführt:

Aufgrund der dauerhaften, gefestigten Lieferantenbeziehungen, der langjährigen Markterfahrungen und stabilen Kundenbindungen sieht die Geschäftsführung auch künftig die Chancen der Gesellschaft im Wesentlichen auf dem Düngemittelmarkt.

Gleichzeitig bemühen wir uns, den Prozess der Erweiterung des Lieferantenkreises zu festigen und unseren Kunden neue, an die deutsche Düngemittelverordnung angepasste Produkte anzubieten.

4. Prognosebericht

Zu Beginn des Jahres 2024 verzeichneten die Düngemittelpreise in Deutschland und weltweit einen Rückgang im Vergleich zu den letzten Monaten des Vorjahres. Die Gesellschaft erwartet eine Preisstabilisierung zu Beginn der Düngesaison oder spätestens mit der zweiten Düngerausbringung zwischen April und Juni.

Diese Preisentwicklung wird auch vom Wechselkurs EURO/USD abhängen. Insbesondere die Entwicklung des internationalen Preisniveaus für Harnstoff wird einen erheblichen Einfluss auf die Preisgestaltung für die korrespondierenden Produkte, insbesondere KAS und AHL in Deutschland haben.

Die erneuten Anpassungen der Düngemittelverordnung werden die Düngemittelwahl und das zeitliche Kaufverhalten der Landwirte erheblich beeinflussen. Der Einsatz von umweltfreundlicheren Produkten wird eine neue Stufe erreichen. Die Vorratshaltung des Agrarhandels wird sich daher dem Kaufverhalten der Landwirte und neuen Gesetzen anpassen müssen.

Durch die aktuelle Gesetzgebung sollte sich der Absatz von KAS bzw. KAS mit Schwefel, trotz erheblichem Rückgang immer noch das größte Stickstoffprodukt in Deutschland, wieder stabilisieren und möglicherweise erhöhen. In diesem Zusammenhang erwarten wir auch eine Stabilisierung des Marktes.

Der Finanzierungsbedarf für das neue Geschäftsjahr wird sich ungefähr auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2023 bewegen. Die Bank steht zu ihrem Engagement. Die Möglichkeiten zur Anpassung entsprechend dem Auftragsvolumen sind jederzeit gegeben.

Zu Beginn des Jahres 2024 verzeichnet die Geschäftsentwicklung eine verhaltene Dynamik. Die Gesellschaft konnte bis Anfang April Verkaufsverträge basierend auf Lagerbeständen abschließen. Für den Zeitraum April/Mai wird eine starke Nachfrage erwartet. Zusammen mit den Hauptlieferanten ist die Gesellschaft auf diese gesteigerte Nachfrage gut vorbereitet.

Für 2024 erwarten wir ein um etwa 15% geringeres Ergebnis vor Steuern, jedoch einen höheren Gesamtumsatz und Verkaufsmengen, die um circa 70% über dem Niveau von 2023 liegen.

Die zukunftsgerichteten Aussagen, insbesondere zu Gesamtumsatz und Verkaufsmengen, könnten sich erheblich von den tatsächlichen Ergebnissen unterscheiden, sollten die zugrunde liegenden Annahmen, besonders bezüglich Energie- und Erzeugerpreisen, nicht zutreffen.

1 Infofert Europe Issue 255 vom 05.05.2023
2 Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (2017). Verordnung über die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis beim Düngen (Düngeverordnung - DüV). Zugriff am 01.02.2024 von https://www.gesetze-im-internet.de/d_v_2017/BJNR130510017.html .
3 Fertecon, European Fertilizer Report 19.01.2024

 

Rostock, 5.3.2024

Agro Baltic GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Andrius Zuoza

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 366.254,00 261.056,50
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.221,50 390.475,50 15.157,50 276.214,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 219.633,65 219.633,65
610.110,15 495.848,65
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 5.174.658,46 13.295.942,01
2. Geleistete Anzahlungen 2.530.382,82 7.705.041,28 36.340,00 13.332.282,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 290.489,39 37.954,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.588,42 37.173,58
3. Sonstige Vermögensgegenstände 158.047,93 473.125,74 5.767,50 80.895,08
III. Guthaben bei Kreditinstituten 56.945,86 3.029.444,13
8.235.112,88 16.442.621,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.922,00 9.107,25
8.848.145,03 16.947.577,12

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 4.035.561,39 3.715.771,23
III. Jahresüberschuss 761.687,74 3.319.790,16
6.797.249,13 9.035.561,39
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 773.991,59 1.222.503,78
2. Sonstige Rückstellungen 533.280,72 1.387.999,79
1.307.272,31 2.610.503,57
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 453.261,88 1.501.215,48
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 212.168,35 2.437.836,34
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57.412,12 45.671,96
4. Sonstige Verbindlichkeiten 20.781,24 1.316.788,38
- davon aus Steuern EUR 10.741,24 (i. Vj. EUR 1.286.788,38) -
743.623,59 5.301.512,16
8.848.145,03 16.947.577,12

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 2.636.789,60 7.096.984,75
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 22.738,56 (i. Vj. EUR 37.328,59) -
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -832.671,18 -1.455.076,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -136.217,41 -968.888,59 -128.143,15 -1.583.219,72
- davon Aufwendungen für Altersversorgung EUR 6.535,00 (i. Vj. EUR 5.730,00) -
3. Abschreibungen auf Sachanlagen -106.229,43 -99.312,45
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -406.829,78 -494.311,23
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 28.657,59 (i. Vj. EUR 132.938,93) -
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.896,43 -27.042,16
6. Ergebnis vor Steuern 1.144.945,37 4.893.099,19
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -382.913,63 -1.572.295,37
8. Ergebnis nach Steuern 762.031,74 3.320.803,82
9. Sonstige Steuern -344,00 -1.013,66
10. Jahresüberschuss 761.687,74 3.319.790,16

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 276 Satz 1 HGB sowie des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde um den Posten Ergebnis vor Steuern ergänzt, um einen verbesserten Einblick in die Ertragslage zu gewähren.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Agro Baltic GmbH mit Sitz in Rostock im Handelsregister des Amtsgerichts Rostock unter der Nummer HRB 3951 eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert maßgebend:

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern sind in der folgenden Aufstellung je Anlagengruppe dargestellt:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
in Jahren
Entgeltlich erworbene EDV-Software 3
Technische Anlagen und Maschinen 2-14
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bewertet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Auszahlungen für Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Sämtliche Positionen in fremder Währung haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung
in %
Eigenkapital 31.12.2023
in PLN
Ergebnis 2023
in PLN
AGT Sp. Z O.O., Szczecin, Polen PLN 100,00 1.298.027,45 -560.101,82

Der Umrechnungskurs zum 31. Dezember 2023 beträgt PLN/EUR 0,2299.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 25 (i. Vj. TEUR 37) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Zum 31. Dezember 2023 bestand eine Mietkaution in Höhe von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 2) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen ist. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Hierin enthalten sind TEUR 3 (i. Vj. TEUR 9) gezahlte Versicherungsbeträge.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Tantiemen und sonstige Personalverpflichtungen, Boni für Lieferanten sowie für ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 57 (i. Vj. TEUR 46) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
EUR
ein bis fünf Jahren
EUR
über fünf Jahren
EUR
gegenüber Kreditinstituten 453.261,88 0,00 0,00
(im Vorjahr 1.501.215,48 0,00 0,00)
aus Lieferungen und Leistungen 212.168,35 0,00 0,00
(im Vorjahr 2.437.836,34 0,00 0,00)
gegenüber verbundenen Unternehmen 57.412,12 0,00 0,00
(im Vorjahr 45.671,96 0,00 0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 20.781,24 0,00 0,00
(im Vorjahr 1.306.788,38 10.000,00 0,00)
TOTAL 743.623,59 0,00 0,00
(im Vorjahr 5.291.512,16 10.000,00 0,00)

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinnverwendungsvorschlag

Über die Gewinnverwendung wird die Gesellschafterversammlung abschließend anlässlich der planmäßigen Sitzung im März 2024 entscheiden.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen: TEUR 701 (i. Vj. TEUR 344).

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Zur Sicherung der Marktpreisrisiken und gegenläufigen Wertänderung von Vorratsbeständen sowie schwebenden Warenein- und -verkäufen aus bereits geschlossenen Einkaufs- und Verkaufskontrakten werden Bewertungseinheiten je Produktgruppe gebildet und überprüft, ob aus einer etwaigen offenen Nettoposition ein Drohverlust besteht. In diese Bewertungseinheiten werden auch Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken für in USD bestehende Wareneinkäufe einbezogen, denen in EUR laufende Wareneinkäufe gegenüberstehen. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Term-Match-Methode " verwendet.

Aus den zum Stichtag vorhandenen Warenbeständen von 17.848 mts ergeben sich keine Risiken für zukünftige Zeiträume.

Geschäftsführung

Dr. Andrius Zuoza, (hauptberuflich kaufmännischer Geschäftsführer), Rostock

Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat

Gintaras Balčiūnas, Vorsitzender des Aufsichtsrats (hauptberuflich tätig als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der UAB Koncernas Achemos Grupė)

Ramūnas Miliauskas, Mitglied des Aufsichtsrats (hauptberuflich tätig als Geschäftsführer der AB Achema, Jonavos, Litauen) - bis 5. März 2024

Linas Vidauskas, Mitglied des Aufsichtsrats (hauptberuflich tätig als Aufsichtsratsmitglied der der UAB Koncernas Achemos Grupė)

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit Bezüge.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt neun (i. Vj. neun) Arbeitnehmer beschäftigt. Alle Arbeitnehmer sind Angestellte. Die Arbeitnehmer teilen sich auf in zwei Teilzeitkräfte und sieben Vollzeitkräfte.

6. Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der UAB Koncernas Achemos Grupė, Vilnius/Litauen einbezogen. Der Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses entspricht dem kleinsten und größten Kreis von einzubeziehenden Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im litauischen Handelsregister veröffentlicht.

7. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.

 

Rostock, 5.3.2024

Agro Baltic GmbH

Dr. Andrius Zuoza

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

(erweiterte Bruttodarstellung)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 1.550,00 0,00 0,00 1.550,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.721.874,37 203.728,47 0,00 3.925.602,84
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 168.988,59 18.432,46 33.128,99 154.292,06
3.890.862,96 222.160,93 33.128,99 4.079.894,90
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 219.633,65 0,00 0,00 219.633,65
4.112.046,61 222.160,93 33.128,99 4.301.078,55
Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 1.549,00 0,00 0,00 1.549,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.460.817,87 98.530,97 0,00 3.559.348,84
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.831,09 7.698,46 31.458,99 130.070,56
3.614.648,96 106.229,43 31.458,99 3.689.419,40
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.616.197,96 106.229,43 31.458,99 3.690.968,40
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 366.254,00 261.056,50
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.221,50 15.157,50
390.475,50 276.214,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 219.633,65 219.633,65
610.110,15 495.848,65

Bescheinigung zur Offenlegung

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276 Satz 1 HGB sowie des § 288 Abs. 2 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Agro Baltic GmbH, Rostock

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Agro Baltic GmbH, Rostock, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Agro Baltic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Hamburg, den 21. März 2024

KPMG AG
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