Betty Barclay GmbHLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.00% | |
Betty Barclay GmbH & Co KG | 0.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Betty Barclay GmbHNußlochJahresabschluss zum 31. Mai 2007Bilanz zum 31. Mai 2007AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Juni 2006 bis 31. Mai 2007
AnhangA. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss zum 31.05.2007 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff HGB) erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft unterhält Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 271 Abs. 2 HGB). B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, WährungsumrechnungAnsatz und Bewertung Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden unter Beachtung der Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bilanziert und bewertet. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sach- und Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Anlagengegenstände mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig linear bzw. degressiv mit den steuerlich zulässigen Prozentsätzen abgeschrieben. Die Abschreibungszeiträume betragen regelmäßig für immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 7 Jahre, für Gebäude zwischen 25 und 50 Jahre für alle übrigen Sachanlagengegenstände zwischen 3 und 15 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden sofort abgeschrieben. Soweit bei unveränderter Restnutzungsdauer die lineare Jahresabschreibung die degressive übersteigt, erfolgt eine Umstellung von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode. Umlaufvermögen Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind nach dem Festwertverfahren bewertet. Es handelt sich dabei vornehmlich um Werbe- und Etikettenmaterial. Die nächste Aufnahme erfolgt zum 31.05.08. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind größtenteils zum Nominalwert bilanziert. Langfristige unverzinsliche Forderungen bestehen nicht mehr. Erkennbare Einzelrisiken sind darüber hinaus durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Den allgemeinen Ausfallrisiken durch Forderungsausfall, Erlösschmälerungen und Zinsverluste wurden durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3,5 % (Vorjahr: 3,5 %) Rechnung getragen. Flüssige Mittel, die auf fremde Währungen lauten, wurden höchstens mit dem Geldkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren gemäß § 6a EStG unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 6 % berechnet. Ungedeckte Ansprüche oder Anwartschaften bestehen nicht. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgt unter voller Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln von 2006. Sonstige Rückstellungen Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Ansatz erfolgte jeweils in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen passiviert. Währungsumrechnung Fremdwährungsforderungen werden höchstens mit dem Geldkurs, Fremdwährungsverbindlichkeiten mindestens mit dem Briefkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Etwaige zum Bilanzstichtag eingetretene Kursverluste, soweit sie Forderungen betreffen bzw. Kurssteigerungen, soweit sie Verbindlichkeiten betreffen, sind berücksichtigt. C. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel (s. Folgeblatt) gesondert dargestellt. Betty Barclay schließt im Rahmen ihrer Semi-Vertikalisierungsstrategie so genannte Store- und Partnerschaftsverträge in Form von an Franchising angelehnten Kooperationsverträgen ab. Hierbei stellt Betty Barclay ihren Vertragspartnern Shopeinrichtungen zur Verfügung und bindet sie vertraglich eng an ihr Vertriebs- und Marketingkonzept. Sofern sich die Partner an den Anschaffungskosten der Shopeinrichtungen beteiligen, werden diese saldiert unter den immateriellen Vermögensgegenständen als Belieferungsvorteil aktiviert (Variante 1). Ansonsten werden sie als Shopeinrichtungen im Sachanlagevermögen ausgewiesen (Variante 2). In einer dritten Variante bezuschusst der Shoppartner die Einrichtung des von ihm betriebenen Shops. Dieser Zuschuss wird von den Herstellungskosten abgesetzt. Anlagenspiegel
Das Eigentum verbleibt bei Betty Barclay. Der Abschreibungszeitraum ist an die Vertragslaufzeit von 3 bis 5 Jahren gekoppelt. In einem weiteren Finanzierungsmodell (Variante 4) gewährt Betty Barclay ihren Shop-Partnern Darlehen, die über einen jährlichen Sonderbonus getilgt werden. In diesen Fällen geht das Eigentum mit Vertragserfüllung auf den Shoppartner über. Die Darlehen sind in den Ausleihungen ausgewiesen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Ansprüche aus Rückdeckung der Pensionszusagen, Steuererstattungsansprüche, Anzahlungen, Lohn- und Gehaltsvorschüsse ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Aval-Krediten in Höhe von T€ 393. Gegenüber der Muttergesellschaft bzw. Gesellschafterin (Montana GmbH & Co. KG) besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von T€ 13.485, davon T€ 984 aus umsatzsteuerlicher Organschaft und T€ 1.332 aus Ergebnisübernahme. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Gesellschaft hat für Personalaufwendungen im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms eine Rückstellung in Höhe von 1.678 T€ gebildet. Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:
2. Erläuterungen zur Gewinn und VerlustrechnungDie Umsätze gliedern sich wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.659,5 aus Anpassungen aus der Betriebsprüfung, Auflösung von Forderungswertberichtigungen und Zahlungseingängen abgeschriebener Forderungen sowie aus Auflösungen nicht verbrauchter Rückstellungen und Schadensersatz. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 2.379, insbesondere für Wertberichtigungen auf Forderungen. D. Sonstige AngabenAufgrund vertraglicher Bindungen ist bis 2012/2013 mit folgenden Aufwendungen zu rechnen:
Mitglieder der Geschäftsführung:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr 1.698 T€ Im Durchschnitt waren 44 gewerbliche Arbeitnehmer, 215 Angestellte und 13 Auszubildende während des Geschäftsjahres 2006/2007 beschäftigt. Die Betty Barclay GmbH ist beschränkt haftende Gesellschafterin der Betty Barclay Austria GmbH & Co. KG, Bergheim.
Mutterunternehmen des größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreises ist die Winter Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Nußloch. Der Konzernabschluss ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HR A 332690 erhältlich.
Nußloch, den 31. August 2007 Lagebericht der Betty Barclay GmbH1. Wirtschaftliche Lage Die Weltwirtschaft blieb auch im Jahr 2006/07 auf Wachstumskurs. Obwohl die Auftriebskräfte, ausgehend von den USA, in der zweiten Jahreshälfte etwas nachließen, wuchs die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2006 mit ca. 5 % noch etwas stärker als im Vorjahr. Trotz der negativen Impulse aufgrund des starken Rückgangs der Wohnungsbauinvestitionen blieben die Unternehmensinvestitionen und der private Verbrauch in den USA im Aufwärtstrend. In den ersten Monaten des Jahres 2007 schwächte sich der Aufschwung in den USA ab. Das Weltwirtschaftswachstum ist vor allen Dingen von einem anhaltenden Aufschwung in den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern sowie der spürbaren Beschleunigung des Wachstums im Euroraum geprägt. Dabei profitierte der Euroraum neben der positiven weltweiten Entwicklung vor allen Dingen auch von der deutlich lebhafteren Binnennachfrage. Der von der Europäischen Kommission ermittelte Indikator zur Wirtschaftsstimmung setzte seinen positiven Trend fort und hat sich im August 2007 mit 111,7 Punkten leicht unterhalb des Sechs-Jahres-Hochs stabilisiert. Die Erwartungen der Industrieunternehmen bleiben angesichts der mit 4,7 % im Jahresvergleich wachsenden Auftragsbücher weiter nach oben gerichtet. Des Weiteren befindet sich das Verbrauchervertrauen auf dem höchsten Stand seit Mitte des Jahres 2001. Dies ist sicherlich auch auf die geringe Arbeitslosenquote von zuletzt 7,1% und damit auf dem niedrigsten Wert seit Mitte 1981 zurückzuführen. Auch das Industrievertrauen liegt derzeit auf ei-nem Niveau, das zuletzt zur Jahrtausendwende erreicht wurde. Insgesamt ist damit die Tendenz für die Wirtschaft der Eurozone nach wie vor aufwärtsgerichtet. Insbesondere die deutsche Wirtschaft erfreute sich einer markanten Wachstumsbeschleunigung. Das BIP übertraf bisher alle Erwartungen. Deutschland profitierte noch stärker als der Euroraum von der guten internationalen Konjunktur. Maßgeblichen Anteil an der guten Konjunkturentwicklung in Deutschland hatten die Bruttoanlageinvestitionen, eine höhere Nachfrage des Staates sowie der deutliche Aufbau der Lagerbestände. Der von der Mehrwertsteuererhöhung ausgelöste Rückgang des privaten Verbrauchs im ersten Quartal um 0,8 Prozentpunkte leistete einen negativen Wachstumsbeitrag. Die befürchtete Notbremsung des Wachstums angesichts der Mehrwertsteuererhöhung blieb aber aus. Der ifo-Geschäftsklimaindex befindet sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Das GfK-Konsumklima hat sich nach der durch die Mehrwertsteuererhöhung geprägten Schwächephase im ersten Quartal inzwischen signifikant erholt. Dabei haben alle drei Teilindikatoren - Anschaffungsneigung sowie Konjunktur- und Einkommenserwartung - zugelegt. Die Erwartung höherer Konsumausgaben wird auch durch die aktuellen Daten der Einzelhandelsunternehmen untermauert, deren Umsätze nach dem Einbruch zu Jahresbeginn wieder kontinuierlich steigen. Hierzu trägt sicherlich auch ein anhaltender Aufschwung am Arbeitsmarkt bei. Im Juni 2007 ist die Zahl der Erwerbslosen mit 3,69 Mio. auf den niedrigsten Stand seit sechseinhalb Jahren gefallen. Auch in der deutschen Bekleidungsindustrie machte sich das positive Geschäfts- und Konsumklima bemerkbar. So konnte zum ersten Mal seit fünf Jahren ein Umsatzplus erzielt werden. Der Umsatz im Jahr 2006 stieg um 0,3 Prozent. Das warme Winterwetter machte sich negativ in der deutschen Bekleidungsindustrie bemerkbar. Vorzieheffekte aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung blieben weitestgehend aus. Im Jahr 2007 wird mit einem weiteren geringen Umsatzwachstum gerechnet. Das Umsatzwachstum ist im Wesentlichen auf eine höhere Nachfrage nach Marken- und Luxusartikeln zurückzuführen. Ferner verzeichnete der Außenhandel mit Bekleidungserzeugnissen im Jahr 2006 einen deutlicheren Anstieg. Die Zahl der Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie verringerte sich im gleichen Zeitraum um 1,0 Prozent. 2. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich um T€ -1.528 (-4,5 %) auf T€ 32.154 verringert. Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 545 auf T€ 11.615 verringert. Die Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände beruhen in erster Linie auf geleisteten Anzahlungen in Höhe von T€ 552 für ein neues Flächenmanagementsystem sowie auf Erweiterungen des bereits im vorletzten Wirtschaftsjahr eingeführten Warenwirtschaftssystems INTEX und eines neuen Managementinformationssystems. In Hamburg und Leipzig wurden zwei neue Stores eröffnet. Dies führte zu einem Zugang bei den Einrichtungen in fremde Bauten in Höhe von T€ 515. Die Reduktion der Sachanlagen um T€ 258 beruht im Wesentlichen auf den planmäßigen Abschreibungen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich um T€ 332 verringert. Zum einen wurde das Ergebnis in Höhe von T€ 218 der Betty Barclay Austria Ges.m.b.H übernommen, des Weiteren wurden T€ 550 entnommen. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen hat sich um T€ 1.290 auf T€ 9.659 reduziert. Dies ist unter anderem auch auf die Umsatzrückgänge zurück zu führen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um T€ - 460 zurück gegangen. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände basiert hauptsächlich auf der Erhöhung der Rückdeckungsversicherungen um T€ 435. Die Pensionsrückstellungen auf der Passivseite haben sich in diesem Zusammenhang um T€ 400 auf T€ 5.012 erhöht. Die Sonstigen Rückstellungen sind um T€ 404 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Im Zuge der divisionalen Neuorganisation entstehender Umstrukturierungsaufwand wurde mit T€ 1.678 zurückgestellt. Die im letzten Abschluss gebildeten Rückstellungen für Umstrukturierungsmaßnahmen wurden zum größten Teil in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten um T€ 1.246 (-7,3 %), im Wesentlichen wegen des Ergebnisausgleichs aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Betty Barclay GmbH, bzw. T€ 383 (-26,9 %) verringert werden. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die Montana GmbH & Co. KG hat sich das Eigenkapital im Berichtsjahr nicht verändert. Betty Barclay GmbH verfügt auch weiterhin über eine tragfähige Kapitalausstattung. 3. Finanzlage Die liquiden Mittel haben sich um TE 348 auf T€ 1.617 erhöht. Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände sowie in die Sachanlagen sind im Wesentlichen durch die Shop-Aktivitäten und durch die Weiterentwicklung des neuen Warenwirtschaftssystems sowie eines Managementinformationssystems beeinflusst. Darüber hinaus handelt es sich bei den Investitionen im weitesten Sinne um Ersatz- bzw. Rationalisierungsinvestitionen. Die Investitionen in Höhe von T€ 2.030 konnten ohne Aufnahme von Bankkrediten finanziert werden (Innenfinanzierung), es werden zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. 4. Ertragslage Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme der Betty Barclay GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um T€ -3.525 zurückgegangen und beträgt T€ -1.332. Betty Barclay erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von T€ 132,2 Mio. Der Umsatzrückgang von T€ 13,2 Mio. (-9,05 %) ist im Wesentlichen auf den inländischen Markt, T€ -11.460 (-16,2 %), zurückzuführen. Verbunden mit den ungünstigen Wetterverhältnissen des viel zu warmen Winters und der Expansion vertikal ausgerichteter Konkurrenzunternehmen konnte der Vorjahresumsatz nicht gehalten werden. Der Materialaufwand konnte um T€ 12,6 Mio. (-10,2 %) reduziert werden. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 2.443 (-9,8%) basiert hauptsächlich auf geringeren konzerninternen Kostenverrechnungen (- T€ 4.294). Hierbei schlugen insbesondere sowohl die Reduktion der Abschriftenübernahme durch die Montana GmbH & Co. KG um T€ 2.134 als auch die im Vorjahr einmalig weiterbelasteten Aufwendungen für die Vertikalisierung in Höhe von T€ 1.546 zu Buche. Die Lizenzerlöse aus Markenrechten (+ T€ 208) sowie die Shoperlöse (+ T€ 309) konnten gesteigert werden. 5. Mitarbeiter Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr hat sich die Mitarbeiterzahl reduziert. So waren im Berichtsjahr durchschnittlich 44 gewerbliche Arbeitnehmer (VJ: 42), 215 Angestellte (VJ: 224) und 13 Auszubildende (VJ: 17) bei der Betty Barclay beschäftigt. Das Weiterbildungsangebot der Betty Barclay für die Mitarbeiter wurde im Geschäftsjahr erweitert. 6. Chancen und Risiken Durch die Neuorientierung der Division Service der Betty Barclay gewinnt im Bereich Planungs- Controlling- und Berichterstattungsprozesse das Chancen- und Risikomanagement immer mehr an Bedeutung. Durch frühzeitiges Erkennen von Chancen und Risiken, insbesondere solcher, die sich nachhaltig auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft auswirken können, sollen Handlungsspielräume geschaffen werden, die zur langfristigen Unternehmenssicherung und zum Aufbau von neuen Erfolgspotentialen genutzt werden. Risiken, die für sich alleine oder in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdend sind oder die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig beeinträchtigen können, sind aktuell für Gegenwart und Zukunft nicht zu erkennen. Betty Barclay minimiert das Finanzrisiko durch das Vertrauen auf einen ausgewogenen Kreis von Hausbanken sowie eine hohe eigene starke Cashflow-Generierung. Zahlungsschwankungen treten saisonal bedingt unterjährig auf und liegen im Charakter des Modegeschäftes bedingt. Die daraus resultierenden schwankenden Einnahmen sind durch ausreichende Kreditzusagen der finanzierenden Banken abgedeckt. Zur Währungsabsicherung wurden im Geschäftsjahr wieder Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Damit wurden die Devisenschwankungen bei den Exporten nach Großbritannien ausgeglichen. Weitere Maßnahmen zur Risikovermeidung und -reduzierung umfassen interne organisatorische Maßnahmen wie umfangreiche Dokumentationspflichten und strukturierten Knowhow-Aufbau. Dem Risiko von Forderungsausfällen kommt innerhalb der Finanzrisiken die größte Relevanz zu. Der angespannten wirtschaftlichen Situation vieler Einzelhändler begegnet Betty Barclay durch Bonitätsprüfungen, umfangreiche Dokumentationen zur Zahlungshistorie sowie ein gestrafftes Mahnverfahren. Wechselnde Trends im Modemarkt und Veränderungen im Modegeschmack sind unabänderliche Charakteristika im Markt von Betty Barclay. Aus diesen Veränderungen ergeben sich umfangreiche Chancen, schneller und besser als der Mitbewerber zu sein und den Geschmack der Kundinnen besonders gut zu treffen. Daraus resultieren aber auch Risiken, Marktentwicklungen nicht frühzeitig vorhergesehen zu haben. Betty Barclay sorgt mit einem ganzen Maßnahmenbündel dafür, dass nicht nur die Risiken in diesem Bereich minimiert, sondern auch die Chancen optimal genutzt werden. Zu den Maßnahmen zählt zum Beispiel die Einführung der vertikalen Prozesskette in der Distribution. Mitbewerber scheiden aus dem Markt aus oder positionieren sich in anderen Segmenten, weil der Einzelhandel auf immer weniger, dafür aber umso zugkräftigere Marken setzt. Für starke Marken wie Betty Barclay ergeben sich hieraus zusätzliche Chancen, frei werdende Flächen zu besetzen. Möglichen Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen sehr großen Kunden steht die grundsätzliche Strategie der Betty Barclay entgegen, sich mit den eigenen Retail-Aktivitäten neben dem Wholesale einen starken Absatzkanal aufzubauen. Der wirtschaftliche Erfolg von Betty Barclay gründet sich auf die langjährig aufgebauten Wettbewerbsvorteile wie der hohen Attraktivität der Produkte mit gutem Preis- Leistungsverhältnis, der attraktiven Spanne für die Handelspartner sowie der ausgezeichneten Stellung der Marke hinsichtlich Bekanntheit und Sympathie. Betty Barclay arbeitet permanent in allen operativen Bereichen daran, diese Wettbewerbsvorteile auszubauen, zu stärken und zu vermeiden, so dass hier keine Schwachpunkte entstehen, die sich in wirtschaftlichen Risiken ausdrücken könnten. Risiken, die aus Fragen rund um die Sicherheit der IT-Infrastruktur entstehen kön-nen, begegnet Betty Barclay durch Systemredundanzen, produktiven Wartungszyklen, sukzessiven Austausch der IT-Geräte durch Leasinggeräte und einem kompetenten Help-Desk. Die Datensicherheit und der Schutz vor unberechtigtem Datenzugriff sind weitere zentrale Felder, für die Vorsorge getroffen wird und zwar durch strikte Zugangsberechtigungen, klare Vergabe von Administratorrechten sowie individuell zugeordnete Benutzer- und Mandantenrollen. 7. Nachtrag Nach dem Bilanzstichtag haben sich bei der Betty Barclay GmbH keine operativen oder strukturellen Veränderungen und Geschäftsvorfälle ereignet, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatten, über die hier zu berichten wäre und die die Aussagen im Jahresabschluss 2006/2007 verändern würden. 8. Prognose Die Betty Barclay GmbH hat mit dem Geschäftsjahr 2006/2007 ein schwieriges Jahr gemeistert. Besondere Anstrengungen der Verbesserung des Preis-Leistungsangebots der Produkte, die Optimierung der Prozesskette in Vertrieb und Beschaffung und die Forcierung der vertikalen Ausrichtung zeigen bereits erste Erfolge. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2007/08 wurde die Neuausrichtung des Unternehmens hinsichtlich "Divisionen" umgesetzt. Die organisatorische Umstellung des Unternehmens wurde im Berichtsjahr vorbereitet. Verbunden mit der Divisionalisierung wurde ein Wechsel der Geschäftsführung vollzogen. Ziel der Divisionalisierung ist es, eindeutige Verantwortungsbereiche voller Ergebnis- und Prozessverantwortung der einzelnen Marken zu schaffen. Die an der Wertschöpfungskette beteiligten Funktionen werden in den einzelnen Marken gebündelt. Um das Ziel, der größeren Eigenständigkeit und somit umfassenden Verantwortung für die Geschäftprozesse zu erreichen, steht die Zusammenarbeit der jeweiligen Teams im Netzwerk im Vordergrund. Auf diesem Weg wird eine stärkere Markt- und Kundenorientierung gewährleistet, um schnell auf deren Anforderungen reagieren zu können. Unterstützt wird die neue organisatorische Veränderung durch ein speziell hierfür aufgelegtes Mitarbeiterentwicklungsprogramm, das im Berichtsjahr abgeschlossen wurde. Personelle Konsequenzen wurden gezogen. Die eingeleitete Restrukturierung soll die Produktentwicklungsprozesse schlanker und damit effizienter gestalten. Dies wird sich im Abbau von Personal niederschlagen. Die Maßnahmen zur Produktstabilität umfassen neben einem höherwertigen Einkauf auch die Verbesserung der Passform. Durch die Implementierung der strategischen Beschaffung werden die Lieferantenbeziehungen optimiert und die Lieferzuverlässigkeit weiter verbessert. Mit der Neuausrichtung des Vertriebes soll insbesondere der konsequente Ausbau von Flächenpartnerschaften mit Wholesale-Kunden vorangetrieben werden. Außerdem werden die Retailaktivitäten mit eigenen Stores, Concessions sowie Franchisekonzepten gefördert. Die Präsenz der Marke Betty Barclay soll am Markt noch stärker hervorgehoben werden. Oberstes Ziel des Vertriebs ist die Sicherung und Ausdehnung der Distributionspunkte im In- und Ausland. Flankiert wird diese Maßnahme neben vertikalen Flächenpartnerschaften mit ausgewählten Kunden durch attraktive shop-in-shop Lösungen, die die Kunden zu den modischen Kollektionen von Betty Barclay im jeweiligen Laden führen sollen. Unterstützt wird die Modernisierung und Aufwertung der Marke durch eine aufmerksamkeitsstarke, emotionale und hochwertige Printkampagne flankiert mit einem neuen Internetauftritt, durch den sich Betty Barclay seinen Endverbraucherinnen mit einem durchgängigen und ansprechenden Erscheinungsbild multimedial präsentiert. Weitere Marketingmaßnahmen, wie beispielsweise die Ausstattung der Damen-Olympiamannschaft in Peking 2008 mit modischer Kleidung, werden die Bekanntheit und das Image der Marke BETTY BARCLAY weiter stärken. Im Wirtschaftsjahr 2007/2008 soll mit den bereits eingeleiteten Maßnahmen die Trendwende insbesondere bei der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2008 eingeleitet werden. Der Auftragseingang für diese Kollektion dokumentiert bereits erste Erfolge. Trotz einer vorrausichtlichen Steigerung der Konsumausgaben und speziell der Ausgaben für Bekleidung in den europäischen Kernmärkten geht Betty Barclay von einem leicht reduzierten Umsatz mit einem moderaten operativen Ergebnis aus, da sich bei der Herbst/Winter-Kollektion 2007 die Maßnahmen noch nicht auswirken werden. Erwartungsgemäß werden jedoch ab dem Wirtschaftsjahr 2008/2009 die im Berichtsjahr eingeleiteten Maßnahmen voll greifen. Betty Barclay sollte dann wieder in der Lage sein, ein Umsatzwachstum verbunden mit einer erheblichen Renditesteigerung zu erzielen. Ausgehend von dem schwierigen Berichtsjahr wurde eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, die Betty Barclay auf einen Expansionspfad zurückbringen wird. Auf diesem Wege entwickelt sich Betty Barclay weiter vom traditionellen Damenbekleidungshersteller zum international agierenden Lifestyle-Unternehmen, um auch in Zukunft eine feste Größe im Modemarkt darzustellen.
Nußloch, den 31. August 2007 Betty Barclay GmbH BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Betty Barclay GmbH, Nußloch, für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2006 bis 31. Mai 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung um-fasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Heidelberg, 14. September 2007 RWS
Riedel Appel Hornig GmbH
Dr. Harald Riedel, Wirtschaftsprüfer Franz Josef Appel, Wirtschaftsprüfer Verwendung des Jahresergebnisses 2006/2007 der Betty Barclay GmbH, Nußloch Der Jahresabschluss der Betty Barclay GmbH, Nußloch zum 31. Mai 2007 weist einen Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung von € 1.331.656,94 aus. Dieser Jahresfehlbetrag war, aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der Organträgerin, der Montana GmbH & Co. KG, auszugleichen. Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 i.V.m. 287 HGB
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