Agrargesellschaft Ruppendorf AG

Paulsdorfer Straße 7, 01774 Klingenberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 22959
Eingetragen
9.9.2004
Branche
Erbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für den PflanzenbauErbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für die TierhaltungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Gegenstand
Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte, deren Bearbeitung, Verarbeitung und Vermarktung; Handel, die Aufbereitung und Lagerung landwirtschaftlicher Produkte; Erbringung von landwirtschaftlichen Lohnarbeiten, Dienstleistungen für Kommunen wie Winterdienst und Straßenrandpflege; alternative Energieerzeugung und deren Vermarktung; Reparaturservice für Kraftfahrzeuge und Landmaschinen sowie Reifenservice; Handel im Sortiment für Haus-, Hof-, Garten- und Tierbedarf; Betrieb einer Kantine.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claudia Tanneberger
seit 6.1.2026
Vorstandsmitglied
Tobias Wagner
seit 2.1.2024
Vorstandsmitglied
Johannes Putz
seit 17.1.2022
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Agrargesellschaft Ruppendorf AG

Klingenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen 27.201.198,06 25.632.845,24
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 38.412,00 46.884,00
II. Sachanlagen 16.541.047,57 15.354.735,62
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.878.522,17 8.823.991,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.858.423,20 3.853.124,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 421.655,00 294.395,00
4. Tiere 185.059,00 229.302,00
5. Anlagen im Bau 2.197.388,20 2.153.923,30
III. Finanzanlagen 10.621.738,49 10.231.225,62
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.195.212,14 7.729.699,27
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 1.395.000,00 2.470.000,00
3. Genossenschaftsanteile 31.526,35 31.526,35
B. Umlaufvermögen 7.672.254,04 8.685.921,00
I. Vorräte 3.538.117,10 4.194.637,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.998.162,10 4.164.541,57
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 527.371,67 767.154,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.995.083,13 3.121.729,62
3. Sonstige Vermögensgegenstände 475.707,30 275.657,95
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten uns Schecks 135.974,84 326.742,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52.725,68 62.664,34
Summe 34.926.177,78 34.381.430,58

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Eigenkapital 24.779.394,04 23.258.006,20
I. Gezeichnetes Kapital 2.236.600,00 2.236.600,00
II. Kapitalrücklage 2.834.464,84 2.834.464,84
III. Gewinnrücklagen 17.329.085,36 14.563.520,45
IV. Bilanzgewinn 2.379.243,84 3.623.420,91
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 114.100,00 228.200,00
C. Rückstellungen 1.452.785,32 2.753.754,16
1. Steuerrückstellungen 633.219,67 1.662.662,20
2. Sonstige Rückstellungen 819.565,65 1.091.091,96
D. Verbindlichkeiten 7.682.945,14 7.184.517,84
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.961.051,34 5.985.690,60
2. Erhaltene Anzahlungen 197.400,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 547.437,06 442.229,82
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 617.126,57 402.278,71
5. Sonstige Verbindlichkeiten 359.930,17 354.318,71
- davon aus Steuern € 41.183,50 (Vorjahr T€ 54,2)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 26.433,76 (Vorjahr T€ 27,0)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 235.295,28 259.091,38
F. Passive latente Steuern 661.658,00 697.861,00
Summe 34.926.177,78 34.381.430,58

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
1. Rohergebnis 8.016.564,61 9.659.670,32
2. Personalaufwand 3.773.584,81 3.775.419,33
a) Löhne und Gehälter 3.057.632,24 3.199.897,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 715.952,57 575.522,13
- davon für Altersversorgung € 47.857,88 (Vorjahr T€ 46,0)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und auf Sachanlagen 1.326.511,75 1.296.938,80
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.287.355,67 1.232.853,84
5. Erträge aus Beteiligungen 26.900,00 45.380,00
6. Ertrag aus Gewinnabführung 1.244.507,11 2.185.437,93
7. Ertr. aus Genossenschaftsanteilen 205,00 205,00
8. Sonst. Zinsen und ähnliche Erträge 30.782,34 49.845,72
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 138.772,37 115.927,32
10. Aufwand aus Verlustübernahme 184.591,94 689.526,97
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 692.564,00 1.419.935,08
12. Ergebnis nach Steuern 1.915.578,52 3.409.937,63
13. Sonstige Steuern 36.334,68 36.516,72
14. Jahresüberschuss 1.879.243,84 3.373.420,91
15. Vortrag Bilanzgewinn 3.623.420,91 886.444,04
16. Dividende -357.856,00 -313.124,00
17. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -2.765.564,91 -323.320,04
18. Bilanzgewinn 2.379.243,84 3.623.420,91

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
31.12.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 138.212,83 0,00 -2.050,00 0,00 136.162,83
II. Sachanlagen 34.394.174,62 2.738.103,70 -1.307.497,79 0,00 35.824.780,53
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 7.669.817,65 0,00 0,00 32.187,05 7.702.004,70
2. Gebäude 9.817.404,79 133.651,67 0,00 0,00 9.951.056,46
3. Stehendes Holz 85.433,47 0,00 0,00 0,00 85.433,47
4. Technische Anlagen und Maschinen 12.452.610,14 840.759,33 -990.255,71 1.299.998,23 13.603.111,99
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.307.785,27 223.498,91 -58.042,08 1.343,61 1.474.585,71
5. Tiere 907.200,00 163.200,00 -259.200,00 0,00 811.200,00
6. Anlagen im Bau 2.153.923,30 1.376.993,79 0,00 -1.333.528,89 2.197.388,20
II. Finanzanlagen 10.231.225,62 1.465.512,87 -1.075.000,00 0,00 10.621.738,49
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.729.699,27 1.465.512,87 0,00 0,00 9.195.212,14
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 2.470.000,00 0,00 -1.075.000,00 0,00 1.395.000,00
3. Genossenschaftsanteile 31.526,35 0,00 0,00 0,00 31.526,35
Gesamt 44.763.613,07 4.203.616,57 -2.384.547,79 0,00 46.582.681,85
Abschreibungen
31.12.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 91.328,83 8.471,00 -2.049,00 97.750,83
II. Sachanlagen 19.039.439,00 1.318.040,75 -1.073.746,79 19.283.732,96
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Gebäude 8.748.664,79 111.307,67 0,00 8.859.972,46
3. Stehendes Holz 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Technische Anlagen und Maschinen 8.599.485,94 908.263,56 -763.060,71 8.744.688,79
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.013.390,27 91.026,52 -51.486,08 1.052.930,71
5. Tiere 677.898,00 207.443,00 -259.200,00 626.141,00
6. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 19.130.767,83 1.326.511,75 -1.075.795,79 19.381.483,79
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 46.884,00 38.412,00
II. Sachanlagen 15.354.735,62 16.541.047,57
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 7.669.817,65 7.702.004,70
2. Gebäude 1.068.740,00 1.091.084,00
3. Stehendes Holz 85.433,47 85.433,47
4. Technische Anlagen und Maschinen 3.853.124,20 4.858.423,20
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 294.395,00 421.655,00
5. Tiere 229.302,00 185.059,00
6. Anlagen im Bau 2.153.923,30 2.197.388,20
II. Finanzanlagen 10.231.225,62 10.621.738,49
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.729.699,27 9.195.212,14
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 2.470.000,00 1.395.000,00
3. Genossenschaftsanteile 31.526,35 31.526,35
Gesamt 25.632.845,24 27.201.198,06

Anhang

I. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände sind ausgehend vom Anschaffungswert abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Dabei werden die von der Finanzverwaltung anerkannten Nutzungsdauertabellen beachtet. Die Tiere des Anlagevermögens werden nach den Richtwerten für die Viehbewertung des BMF-Schreibens vom 14.11.2001 bilanziert.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Feldbestände in den unfertigen Erzeugnissen erfolgt zu Standardherstellungskosten des Feldinventars nach dem BMEL-Jahresabschluss. Futtermittel und fertige Erzeugnisse werden mit den Standard-Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Tiere des Umlaufvermögens werden nach den Richtwerten für die Viehbewertung des BMF-Schreibens vom 14.11.2001 bilanziert.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich pauschaler Wertberichtigung bilanziert.

Die Bilanzierung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse erfolgte im Sinne der Stellungnahme 1/1984 des HFA des IDW.

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet und gegebenenfalls abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Die Aufgliederung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagenspiegel hervor.

(2) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.935.167,96.

(3) Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 44.732 Namensaktien zu einem Nennwert von je EUR 50,00.

(4) Die Rücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Stand 31.12.2022 Zuführung -Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR
Kapitalrücklage 2.834.464,84 0,00 2.834.464,84
Gewinnrücklagen 14.563.520,45 2.765.564,91 17.329.085,36
17.397.985,29 2.765.564,91 20.163.550,20

Im Berichtsjahr wurde aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 23.08.2023 eine Dividende von EUR 8,00 je berechtigte Aktie (16 %) ausgeschüttet.

Im Bilanzgewinn zum 31.12.2023 ist ein Gewinnvortrag von EUR 500.000,00 enthalten.

(5) Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Kosten für Urlaubsrückstellungen, Überstunden und Tantieme.

(6) Zusammensetzung und Restlaufzeit der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr beträgt EUR 4.165.724,54, mehr als 1 Jahr EUR 3.517.220,60 und davon mehr als 5 Jahre EUR 1.005.022,52. Von den Verbindlichkeiten sind EUR 5.961.051,34 durch Grundschulden und Pfandrechte gesichert.

(7) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 417.126,57 aus Lieferungen und Leistungen.

(8) Von den Sonstigen Verbindlichkeiten bestehen EUR 58.781,79 gegenüber Gesellschaftern.

(9) Die passiven latenten Steuern haben sich im Berichtsjahr um EUR 36.203,00 auf EUR 661.658,00 verringert.

III. Sonstige Angaben

1. Firma, Sitz, Registernummer

Die Agrargesellschaft Ruppendorf AG hat ihren Sitz in Klingenberg und ist unter HRB 22959 beim Amtsgericht Dresden eingetragen.

2. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bürgschaften und ähnliche Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB haben wir bei der Prüfung nicht festgestellt. Aus Landpachtverträgen mit Restlaufzeiten von teilweise über 10 Jahren entstehen jährlich 273,4 TEUR Pachtaufwand.

3. Angaben zu Vorratsaktien und eigenen Aktien

Die Gesellschaft hält keine Vorratsaktien und eigenen Aktien.

4. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 68,44 Personen wie folgt:

Verwaltung 5,94
Feldwirtschaft 17,25
Tierproduktion 21,00
Gewerblich 24,25
68,44

5. Bezüge, Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse von bzw. gegenüber Organmitgliedern

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen für das Geschäftsjahr EUR 30.000,00. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für Vorschüsse, Kredite und Haftungen wird Fehlanzeige erstattet.

6. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Name unmittelbarer Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis im letzten Geschäftsjahr
Sitz % EUR EUR
Anteile an Verbundenen Unternehmen
1. Mischfutterbetrieb Ruppendorf mbH, Klingenberg 100 1.274.033,78 0,00
2. SZA Agrarprodukte GmbH Ebersbach, Klingenberg 100 2.400.805,65 0,00
3. Ruppendorfer Bauträgergesellschaft mbH, Klingenberg 100 50.000,00 0,00
4. Agrarprodukte Höckendorf GmbH, Klingenberg 100 975.000,00 0,00
5. Agrarprodukte Reichstädt GmbH, Dippoldiswalde 100 725.000,00 0,00
6. Agrargesellschaft Reinhardtsgrimma AG, Glashütte 67 4.577.391,27 696.861,89
7. Mutterkuh Reinhardtsgrimma GmbH, Glashütte 67 155.000,00 0,00
8. Agrargenossenschaft Friedersdorf eG, Klingenberg 100 1.607.190,12 28.022,88
9. Mutterkuh Friedersdorf GmbH, Klingenberg 100 110.000,00 0,00
10. Agrargenossenschaft "Bobritzschtal" Reichenau e.G. 100 2.719.851,77 58.528,72
11. Gimmlitztaler Mutterkuh GmbH 100 345.398,44 0,00

Mit den verbundenen Unternehmen 1 bis 5 bestehen Gewinnabführungsverträge mit der Agrargesellschaft Ruppendorf AG. Nr. 7 hat einen Gewinnabführungsvertrag mit Nr. 6, Nr. 9 mit Nr. 8 und Nr. 11 mit Nr. 10.

7. Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.379.243,84 wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung Dividende von EUR 8,00 je dividendenberechtigte Aktie 357.856,00
Einstellung in Andere Gewinnrücklagen 1.521.387,84
Vortrag auf neue Rechnung 500.000,00
2.379.243,84

8. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

IV. Namen der Organmitglieder

Mitglieder des Aufsichtsrates:

Herr Norbert Herrmann - Vorsitzender,
Vorstandsvorsitzender
MAP Meißener Agrarprodukte AG
Herr Reiner Striedinger - stellv. Vorsitzender (bis 23.08.2023)
Berater Schweinezucht
Herr Karsten Herrmann - stellv. Vorsitzender (seit 23.08.2023)
Vorstand MAP Meißener Agrarprodukte AG
Frau Andrea Klaus - Finanzvorstand
MAP Meißener Agrarprodukte AG
Herr Helfried Lohse - Rentner
Herr Christian Lohse - Rentner

Mitglieder des Vorstandes:

Herr Peter Baling - Vorstandssprecher (bis 31.12.2023)
Herr Klaus-Peter Kost - Finanzvorstand (bis 28.02.2023, wieder ab 05.12.2023))
Herr Johannes Putz - Vorstandssprecher (ab 01.01.2024)
Frau Manuela Waldmann - Vorstand (01.03.2023 bis 05.11.2023)
Herr Tobias Wagner - Vorstand (ab 01.01.2024)

 

Klingenberg, OT Ruppendorf, den 11. März 2024

Vorstand

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers

Der zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB gekürzte Jahresabschluss (Bilanz, GuV und Anhang) entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Agrargesellschaft Ruppendorf AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Agrargesellschaft Ruppendorf AG - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Agrargesellschaft Ruppendorf AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Bautzen, den 30. April 2024

Treuhand-Gesellschaft
Dr. Steinebach & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gezeichnet: Dipl.Ing. Martin Steinebach, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 11.07.2024 durch den Aufsichtsrat festgestellt.

Bericht des Aufsichtsrates

der Agrargesellschaft Ruppendorf AG

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes auf vier gemeinsamen Sitzungen überwacht. Der Aufsichtsrat ist vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Agrargesellschaft Ruppendorf AG, ihrer Beteiligungsgesellschaften sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle unterrichtet worden.

In der Aufsichtsratssitzung vom 11.07.2024 ist den Mitgliedern des Aufsichtsrates der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfer sowie der freiwillige Konzernabschluss vorgelegt worden.

Jahresabschluss und Lagebericht sind durch die Treuhand-Gesellschaft Dr. Steinebach & Kollegen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Bautzen geprüft worden.

In der Aufsichtsratssitzung vom 11.07.2024 sind der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht und der freiwillige Konzernabschluss dem Aufsichtsrat durch die Vertreter der Treuhand-Gesellschaft Dr. Steinebach & Kollegen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erläutert worden.

Dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stimmt der Aufsichtsrat zu, er hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen.

In der Aufsichtsratssitzung vom 11.07.2024 wurde durch den Aufsichtsrat der Jahresabschluss 2023 der Agrargesellschaft Ruppendorf AG und der Konzernabschluss 2023 der Ruppendorf- Gruppe gebilligt. Der Jahresabschluss 2023 der Agrargesellschaft Ruppendorf AG ist damit gemäß §172 S.1 AktG festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.

Regelmäßig wurden Mitglieder des Aufsichtsrates von den eingeleiteten organisatorischen und kaufmännischen Entscheidungen des Vorstandes informiert und weitere notwendige Schritte abgesprochen. Die Buchhaltung wird nach den allgemeingültigen Regeln der ordnungsgemäßen Buchführung geführt. Die Rechnungslegung und Abrechnung wurde durch Mitglieder des Aufsichtsrates stichprobenmäßig geprüft. Die Prüfung ergab keinerlei Mängel bzw. Verstöße.

Im Jahr 2023 konnte ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaftet werden worauf alle stolz sein können.

In diesem Zusammenhang sei noch einmal besonderer Dank an die Mitarbeiter der Agrargesellschaft Ruppendorf AG und ihrer Beteiligungsgesellschaften sowie an deren Vorstände und Geschäftsführer gerichtet, deren Einsatz für die Belange des Unternehmens es zu verdanken ist, dass auch in schwierigen Zeiten noch achtbare wirtschaftliche Ergebnisse erzielt werden konnten.

Dafür spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand der Agrargesellschaft Ruppendorf AG, den Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften und allen Mitarbeitern seinen Dank und seine besondere Anerkennung aus.

 

Ruppendorf, den 11.07.2024

Der Aufsichtsrat

gez. Herrmann, Vorsitzender

Lagebericht sowie Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

der Agrargesellschaft Ruppendorf AG

A. Lagebericht

I. Geschäftsverlauf

• Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das Jahr 2023 war bestimmt durch die wirtschaftsfeindliche Politik der Ampelregierung, durch die Folgen des Krieges in der Ukraine sowie deren Auswirkungen auf dem Rohstoff- und Energiemarkt. Dazu kam die anhaltende Afrikanischen Schweinepest (ASP) in unserem unmittelbaren Umfeld.

Für alle Landwirtschaftsbetriebe war der Beginn der neuen Förderperiode mit Kursschwankungen in den Förderprogrammen und großen Schwierigkeiten bei der Antragstellung eine erste Herausforderung im April und Mai. Die dadurch verursachten Fehler und Kontrollen zogen sich über das ganze Jahr. In Sachsen gipfelten die ganzen Probleme dann in der Verschiebung der Auszahlung der Fördermittel in das Jahr 2024. Das verursachte nicht unerhebliche Liquiditätsprobleme, die sich letztlich auch in diesem Jahresabschluss zeigen.

In der Landwirtschaft wurde die Entwicklung im Geschäftsjahr durch stark wechselnde Absatzpreise für pflanzliche Produkte und rückläufige Preise für Milch geprägt. Die Preise je kg Milch lagen im Durchschnitt 10 Cent unter dem Vorjahr Auch bei Schweinen erholten sich die Preise weiter. Der Durchschnittspreis je Mastläufer lag bei 91,20 EUR, im Vorjahr 57,50 EUR, also 33,70 EUR über dem Vorjahr.

Der politische Druck, immer neue Bestimmungen für die Haltungsbedingungen und die nicht kostendeckenden Absatzpreise in der Tierproduktion führten dazu, dass weiter Unternehmen die Tierhaltung reduziert oder eingestellt haben. Inzwischen haben das sogar schon Politiker bemerkt und es wird offen darüber gesprochen.

Für die Feldwirtschaft begann das Jahr mit höheren Winterniederschlägen als in den Vorjahren. Durch stark wechselnde Perioden und erneute Trockenheit war das Wetter in der Hauptvegetationsperiode geprägt. In unserer Region vielen die Schwankungen geringer aus. Dadurch konnten wir überdurchschnittliche Erträge erzielen. Durch politische Entscheidungen, Getreide aus der Ukraine ohne Zollerhebung in die EU einzuführen gerieten die Getreidepreise stark unter Druck. Das Preisniveau aus 2022 wurde weit unterboten. Nach der Ernte stiegen kurzzeitig für bestimmte Getreidearten und gesuchte Qualitäten die Preise wieder. Zum Jahresende und auch in den ersten Monaten 2024 gingen die Preise aber weiter zurück. Dazu kam, dass der Handel zeitweise fast zum Erliegen kam, weil überall gefüllte Läger eine Abnahme verhinderten und auch das verarbeitende Gewerbe mit landwirtschaftlichen Rohstoffen eingedeckt ist.

Die politischen Absichten innerhalb der EU sind bei der Neuregelung der Förderung nach 2022 von der Zielstellung geprägt, insgesamt finanzielle Mittel zu sparen. Hier soll durch generelle Kürzungen, zusätzliche Aufwendungen für Tierwohl und Umweltschutz sowie Kappungsgrenzen noch stärker Druck auf die produzierende Landwirtschaft aufgebaut werden.

Durch Umverteilung gehen weitere Mittel des sogenannten Agrarhaushalts in andere Bereiche. Auch die Ausdehnung des Kontroll- und Verwaltungsaufwandes geht zu Lasten des Agrarhaushaltes und damit der eigentlichen Produktion.

Der öffentliche Druck besonders auf Betriebe mit Tierhaltung ist weiterhin stark. Neben medienwirksame Kampagnen gegen "Massentierhaltung" sind auch die "klimaschädliche Landwirtschaft" und die "Nitratverseuchung" wieder besonders öffentlich dargestellte Themen. Da in der öffentlichen Meinung derzeit nur die Anzahl der Tiere nahezu unabhängig von der tatsächlichen Haltung als Kriterium gilt, bleibt der Druck auch auf unser Unternehmen und seine Tochtergesellschaften hoch. Hier werden sich in der Zukunft weitere Auflagen ergeben. Andererseits werden hier auch die bisherigen Investitionen in artgerechte Tierhaltung und in die Tiergesundheit einen nachhaltigen Nutzen bringen. In den Jahren ab 2024 erfordert hier besonders die Schweineproduktion unsere Aufmerksamkeit.

Die politische und mediale Einflussnahme auch auf die Feldwirtschaft ist inzwischen hoch. Die lange öffentliche Diskussion bei der Verlängerung der Zulassung bzw. Neuzulassung von Pflanzenschutzmitteln, die Auslegung und Umsetzung der Düngeverordnung und der Einfluss auf die Bewirtschaftungsverfahren wegen der Beeinflussung des Grundwassers werden sich in den kommenden Jahren noch verstärken. Die langen und häufigeren Trockenperioden erhöhen ohnehin die Anforderungen an die Fruchtfolgegestaltung und die Gestaltung der Anbauverfahren. Auch das alternierende Unwetterrisiko mit Starkregen, Hagel und Überflutungen wird weitere Auswirkungen auf die Gestaltung der Bodenbearbeitung und die zukünftige Nutzung von ungünstigen Hanglagen haben. Inzwischen ist in der Feldwirtschaft wie bereits in der Tierproduktion der freiwillige Verzicht auf bestimmte Mittel Voraussetzung für gute Verkaufsmöglichkeiten. Durch die Verbraucher werden Verfahren mit GVO-freien Organismen verlangt, allerdings kam in den beiden letzten Jahren durch die stark angestiegene Inflationsrate der Preis langsam wieder ins Bewusstsein der Verbraucher. Nicht zuletzt spürt das die Biobranche sowohl in der Produktion als auch im Einzelhandel.

Den schwankenden, in der Tendenz aber rückläufigen Absatzpreisen standen steigende Rohstoff- bzw. Energiepreise gegenüber. Inzwischen ist teilweise aber auch wieder ein Preisrückgang (bei Düngemitteln) zu verzeichnen.

Auch 2023 haben sich trotz aller politischen Bekenntnisse zu einer traditionellen Landwirtschaft die wirtschaftlichen Bedingungen einzelner Produktionszweige aber auch ganzer Landwirtschaftsbetriebe verschlechtert. Für alle Landwirtschaftsbetriebe, gleich welcher Größe oder Bewirtschaftungsform bleibt der wirtschaftliche Druck bestehen, ihre Produktionsstrukturen zu optimieren, rohstoff- und energiesparende Verfahren anzuwenden und sich von unrentablen Zweigen zu trennen. In allen Zweigen sind die Verbraucherwünsche an die Lebensmittel, an umweltschonende Anbauverfahren und das Tierwohl zu Grunde zu legen.

Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen und auch um weiter Erfahrungen zu sammeln, wurde die EU-Bioproduktion in der Agrarprodukte Reichstädt GmbH und den Mutterkuhbetrieben fortgeführt und Überlegungen zur weiteren Diversifizierung unserer Produktion und unserer Unternehmen angestellt. Zugleich muss aber in der Bioproduktion und natürlich auch in der konventionellen Landwirtschaft muss Wirtschaftlichkeit der Prozesse immer im Blick behalten werden.

• Absatz- und Umsatzentwicklung

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse (brutto)
- Erlöse Tierproduktion 6.047,09 7.676,89 -1.629,80 -21,23
- Erlöse Pflanzenproduktion 7.165,83 7.211,27 -45,44 -0,63
- Nebenbetriebe 2.464,06 2.237,34 226,72 10,13
- Dienstleistungen 2.772,22 2.937,17 -164,95 -5,62
18.449,20 20.062,67 -1.613,47 -8,04
Erlösschmälerungen 0,52 1,83 -1,31 -71,58
insgesamt 18.448,68 20.060,84 -1.614,78 -8,05

• Warenumsätze und Leistungen in den einzelnen Geschäftszweigen

Bei Milch wurde gegenüber dem Vorjahr ca. 600 t zu 4,00 % Fett weniger produziert und abgesetzt, wobei die Marktleistung (natürlicher Fettgehalt) je Kuh von 11.783 auf 11.824 kg/Kuh und Jahr gestiegen ist. Der durchschnittliche Kuhbestand verringerte sich jedoch von 1121 auf 1026 Kühe um fast 100 Kühe. Ursache dafür ist die Verbesserung der Haltungsbedingungen durch Austausch der Liegematten und der Standausrüstungen. Damit fallen dauerhaft ca. 100 Kuhplätze weg. Der durchschnittliche Milchpreis sank von 54,14 €Ct/kg auf 44,23(-18,3%).

Die Leistungen in der Jungrinderaufzucht waren durchgängig stabil, so dass wieder 60 Färsen und 204 Alt- und Jungkühe als Zuchttiere verkauft werden konnten. Zur Reproduktion des Milchviehbestandes wurden 204 Färsen (im Vorjahr 284 Färsen) zugeführt.

In der Feldwirtschaft wurden in der Agrargesellschaft Ruppendorf AG und den Tochterunternehmen bei Getreide höhere Erträge wie im Vorjahr erzielt. Vor allem bei Wintergetreide lagen die Erträge auch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt.

Fruchtart 2023 2022 Durchschnitt
Erträge in dt/ha 2002 - 2020
Wintergerste 79,5 66,1 66,9
Winterweizen 80,6 56,3 75,8
Sommergerste 51,7 44,6 57,5
Hafer 44,6 49,6 51,7
Raps 36,9 33,6 40,2

Bei den Futterpflanzen gab es gute Erträge, so dass die Bestände weiter aufgebaut werden konnten. Die Silage wurde in guter Qualität und ausreichender Menge produziert, da aus den Tochterunternehmen Futter zugekauft werden kann. Von weiteren Ertragsausfällen durch Hagel oder Unwetter blieben wir verschont.

Die Saatgutaufbereitung wurde in Verbindung mit der BayWa AG NL Hainichen weitergeführt. Die Produktion (Aufbereitung) erfolgt auch in den Tochtergesellschaften.

Der Teil der erzeugten Saatgutrohware aus der Agrarprodukte Reichstädt GmbH geht zur weiteren Aufbereitung als (Bio)Rohware ab.

Da inzwischen der Aufwand für die konventionelle Saatgutaufbereitung und Beizung immer weiter steigt, sind im wirtschaftlichen Interesse höhere Vergütungen durch die BayWa AG notwendig. Diese Zuschläge konnten auch in 2023 vereinbart werden.

• Beschaffung

Die Beschaffung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde in 2023 weitestgehend planmäßig und entsprechend Bedarf vorgenommen. Düngemittel für 2024 wurden wegen der unsicheren Preisentwicklung bereits im Herbst 2023 bevorratet oder zumindest vertraglich gebunden.

Trotz starker Bemühungen war für Diesel kein Vorvertrag für 2023 zustande gekommen. Allerdings konnte für 2024 ein Vorvertrag geschlossen werden, der unter den sonst üblichen Tagespreisen liegt.

Auch die Preise für Elektroenergie und Erdgas sind weiter gestiegen, wobei durch langfristige Kontrakte der Anstieg geringer ausgefallen ist und in den Folgejahren sogar mit rückläufigen Preisen abgeschlossen wurde.

Für die meisten Rohstoffe bestehen seit vielen Jahren feste Lieferantenbeziehungen. Dadurch konnte auch in 2023 zu jeder Zeit die Beschaffung der benötigten Produkte in der gewünschten Menge und Qualität gesichert werden.

Soweit möglich wurden auch längerfristig Einkaufskonditionen gebunden (Strom bis 2024).

• Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden folgende wesentlichen Investitionen durchgeführt bzw. begonnen:

Feldwirtschaft: 2 x Traktor FENDT, Stalldungstreuer Strautmann,
Milchproduktion: Umbau und Sanierung Liegeflächen und Standausrüstung, Futtermischwagen, Weidemann Stallarbeitsmaschine
Jungrinderproduktion: Sanierung Güllebecken und Güllehauptleitung
Landkauf: 23 ha
Lagerhaus: Gabelstapler
Raiffeisenmarkt: Umbau Ladeneinrichtung
GAV: Erneuerung Schaltanlagen
Bau: Ersatz Multicar
Biogas: Errichtung einer Biogasanlage an der JRA Seifersdorf

Außerdem wurden verschiedene Maschinen und Geräte ersetzt bzw. komplettiert.

Für 2024 wird mit weiteren Landkäufen gerechnet bzw. wird der Vollzug bereits abgeschlossener Kaufverträge erwartet. Auch der Austausch weiterer Landtechnik bei Notwendigkeit des Ersatzes wird eingeplant.

2024 wird die Biogasanlage Seifersdorf endgültig fertiggestellt.

Der Austausch der Liegeflächen und der Standausrüstungen in der MVA soll abgeschlossen werden.

Im Jahr 2024 wird mit der Modernisierung und Rationalisierung der Lagerung und Verpackung im Lagerhaus (ALV) begonnen.

Auch in den Tochtergesellschaften wurden verschiedene Investitionen getätigt.

• Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Für die laufende Finanzierung wurde ein Terminkredit (für 3 Monate), eine Maschinenfinanzierung und ein Investitionsdarlehen für die Biogasanlage in Anspruch genommen. Wegen des deutlichen Zinsanstiegs seit 2022 und wegen der verzögerten Auszahlung der Fördermittel wurde noch stärker die Innenfinanzierung unter Einbeziehung der verbundenen Unternehmen genutzt. Auch die Stärkung der Vermögens- und Finanzlage der Tochtergesellschaften durch Kapitaleinlagen wurden zum Teil vorgenommen.

Zwei Darlehen und zwei Maschinenfinanzierungen wurden planmäßig abgezahlt.

• Personal- und Sozialbereich

Der durchschnittliche Personalbestand veränderte sich in den bisherigen Bereichen im Jahre 2023 zum Vorjahr nicht. In allen Bereichen wurden Mitarbeiter einzeln oder in Gruppen qualifiziert.

Die Agrargesellschaft Ruppendorf AG hat zum 31.12.2023 insgesamt acht Auszubildende im Beruf Landwirt, eine Auszubildende im Beruf Tierwirt, einen Auszubildenden als Mechatroniker für Land- und Baumaschinen sowie eine BA-Studentin im Fachgebiet Agrarmanagement.

In der SZA Agrarprodukte GmbH Ebersbach wird ein Auszubildender Tierwirt beschäftigt.

• Umweltschutz

Die in den letzten Jahren vorgenommenen Anpflanzungen im Rahmen des Waldmehrungsprogrammes wurden auch in 2023 gepflegt. Diese Anpflanzungen sind gefördert worden. Die Maßnahmen sind ausgelaufen. Ein Teil der Flächen wurde den Eigentümern übergeben und der dazugehörige Pachtvertrag beendet.

Die im Jahr 2023 neu begonnenen Maßnahmen aus verschiedenen Teilprogrammen wurden erfolgreich zur Förderung beantragt. Weitere Maßnahmen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes (Schaffung von Rückzugsgebieten und Biotopverbindungen) werden fortgeführt.

Die Agrargesellschaft Ruppendorf AG ist Teilnehmer der "Umweltallianz Land- und Forstwirtschaft im Freistaat Sachsen".

• Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Der Krieg in der Ukraine hatte außer den allgemeinen Auswirkungen auf Rohstoff- und Energiepreise keine direkten Auswirkungen.

Im Jahr 2023 wurde der Generationswechsel in verschiedenen Leitungspositionen weiter vorbereitet und teilweise erfolgreich abgeschlossen. Für einige Positionen sind weitere Anstrengungen erforderlich.

• Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand

Die Agrargesellschaft und die mit ihr verbundenen Unternehmen haben sich 2023 in ihrer Entwicklung trotz eines schwierigen Umfeldes weiter stabilisiert. Durch weiterhin große Anstrengungen und Sparsamkeit wurde das angestrebte Jahresergebnis überboten. Die Liquiditätslage hat sich aus dem laufenden Geschäft weiter verbessert, wodurch für einen Teil der Investitionen keine Finanzierungen erforderlich waren und auch die umfangreichere Bevorratung ohne Fremdfinanzierung erfolgte. Da die Bevorratung mit Getreide aufrechterhalten und zum Teil ausgedehnt wurde wird ein Teil der Liquidität hierfür gebunden, zum Teil auch bei den Tochterunternehmen. Da die verspätete Auszahlung der für den Dezember eingeplanten Fördermittel am Jahresende die Liquiditätslage stark belastete, war die Liquiditätslage am Jahresende schlechter als in den Vorjahren, jedoch nicht kritisch.

Die bestehenden Produktionsrichtungen wurden weiter rationalisiert und zum Teil ausgebaut.

Es bleibt auch für die Folgejahre wegen der Verteuerung der Produktion in Folge steigender Rohstoffpreise, der starken Schwankungen der Absatzpreis für unsere Produkte und der wenig nachhaltigen Agrarpolitik ein Schwerpunkt der Arbeit des Vorstandes, die Entwicklung auf einer soliden Liquiditäts- und Ertragssituation zu betreiben, die Verschuldung weiter abzubauen aber auch günstige langfristige Finanzierungen zu nutzen, um zukunftsträchtige Investitionen in den Produktionsbereichen zu tätigen. Ein Schwerpunkt wird die stärkere Einbeziehung aller Tochterunternehmen in die gemeinsame Organisation der Produktion sein, um doppelte Investitionen zu vermeiden und vorhandene Investitionen besser auszulasten. Auch die weitere Diversifizierung und die Umstellung auf Bio-Produktion in Tochterunternehmen werden weiterverfolgt.

Wichtiger wird auch die Erhaltung und Modernisierung der geschaffenen Kapazitäten in 2024 und den Folgejahren.

Besonders auch durch die Kooperation und Bündelung der Aktivitäten und Fähigkeiten mit dem Hauptaktionär sieht der Vorstand eine entscheidende Voraussetzung dazu gegeben. Durch die Nutzung von Synergieeffekten mit den eigenen Tochterunternehmen aber auch mit den verbundenen Unternehmen beim Hauptaktionär werden weitere Kostenvorteile erschlossen.

Zur Rationalisierung auch in der Verwaltung und zur Verbesserung der Gesamtstruktur werden in den Jahren 2024 und 2025 Tochterunternehmen durch Verschmelzung in neuen Strukturen weitergeführt.

II. Lage der Gesellschaft

• Vermögenslage- und Finanzlage

Die wesentlichen Kennzahlen der Vermögens- und Finanzlage haben sich im Vergleich der letzten vier Bilanzstichtage wie folgt entwickelt:

2023 2022 2021 2020
Sachanlagenintensität % 47,4 44,7 44,7 46,1
Eigenkapitalquote % 71,2 68,2 68,7 67,8
dynamischer Verschuldungsgrad Jahre 2,49 1,58 4,41 4,78

Die Vermögenslage änderte sich 2023 nicht wesentlich. Das Eigenkapital ist mit absolut 24.779,4 T€ um weitere 1,5 Mio EUR gestiegen. Da sich die Bilanzsumme im Jahr 2023 aber nur geringfügig erhöhte, stieg die Eigenkapitalquote stärker an.

Die Finanzlage wurde weiter stabilisiert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich 2023 um ca. 490 TEUR erhöht.

Die Forderungen, besonders die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 200 TEUR.

• Ertragslage

Im Vergleich zu den Vorjahren stellt sich die Ertragslage wie folgt dar:

2023 2022 2021
T€ T€ T€
Rohertrag 7.087,69 8.486,40 5.342,02
sonstige betriebliche Erträge 928,87 1.173,27 1.339,59
Personal- und Sachaufwand -5.097,27 -5.044,79 -4.373,94
Abschreibungen -1.326,51 -1.296,94 -1.381,93
Betriebsergebnis 1.592,78 3.317,94 925,74
Finanzergebnis 979,03 1.475,42 227,87
Neutrales / a.o. Ergebnis, Steuern -692,56 -1.419,94 -517,17
Jahresergebnis 1.879,25 3.373,42 636,45

Die Ertragslage ist zwar im direkten Vergleich zu 2022 schlechter, aber insgesamt die zweitbeste unserer Geschichte.

Die SZA Agrarprodukte GmbH Ebersbach, bei der in früheren Jahren oft ein Verlust auszugleichen war hat mit mehr als 420.TEUR zum Ergebnis beigetragen.

Die Rentabilitätskennziffern haben sich wie folgt entwickelt:

2023 2022 2021
% % %
Umsatzrentabilität 10,20 16,80 5,30
Gesamtkapitalrentabilität 7,58 14,50 3,72

III. Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

• Risikomanagement

Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat der Vorstand der Gesellschaft ein System eingerichtet, das im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut:

Jahresplanung mit Monatsgliederung für Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz mit Liquiditätsplanung

Monatlicher Vorjahr-Plan-Ist-Vergleich mit Plananpassung

Monatliche Zusammenfassung der Ist-Werte der Agrargesellschaft und der verbundenen Unternehmen mit Anpassung der Planwerte der Folgemonate

Kostenstellenrechnung

regelmäßige Auswertung dieser Ergebnisse mit dem Aufsichtsrat mit Ableitung notwendiger Maßnahmen

Auswertung materieller Produktion in Verbindung mit wirtschaftlichem Erfolg

Zielstellung ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und durch organisatorische Maßnahmen gegenzusteuern. Die Absicherung von üblichen Risiken ist über einen Versicherungsvertrag geregelt, der jährlich präzisiert wird. In dieses System sind die Tochtergesellschaften vollständig eingebunden, um auch dort Risiken rechtzeitig zu erkennen.

Für andere Risiken bestehen entsprechende Versicherungen. In alle Versicherungen sind auch die Tochtergesellschaften einbezogen. Besondere Risiken einzelner Unternehmenszweige sind zusätzlich versichert (Produkthaftpflicht, Umwelthaftung, Biogasanlagen).

• Rechtliche und Wirtschaftliche Gefährdungspotentiale

Die wirtschaftliche Situation der Agrargesellschaft ist durch die gezielten Investitionen der vergangenen Jahre und die Rationalisierungsmaßnahmen stabil. Eine gewisse wirtschaftliche Gefährdung besteht durch die nicht absehbare, zum Teil gegenläufige Preisentwicklung für einzelne Produkte und Rohstoffe. Die vielzweigige Aufstellung der Agrargesellschaft Ruppendorf AG und ihrer Tochterunternehmen mindert wirtschaftliche Risiken. Die Auslagerung einzelner Produktionszweige in Tochterunternehmen vermindert rechtliche Risiken.

Durch die Ergebnisabführungsverträge mit verbundenen Tochterunternehmen ist die Gesellschaft auch an Entwicklungen gebunden, die nichts mit dem Kerngeschäft zu tun haben. Mehr als 10,5 Mio EUR sind als Finanzanlage in den Tochtergesellschaften gebunden. Höhere oder niedrigere Ergebnisse dort haben direkten Einfluss auf das Finanzergebnis der Agrargesellschaft Ruppendorf AG.

Durch die gute Liquiditätslage ist das Risiko, wegen Zahlungsrückständen in Anspruch genommen zu werden ausgeschlossen. Zur nachhaltigen Sicherung der Liquidität ist weiterhin die Vermeidung von Aufwand die sicherste Voraussetzung.

Ungeklärte Rechtsstreitigkeiten bestanden und bestehen nicht.

• Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Sonstige Risiken mit direkten Auswirkungen auf die Agrargesellschaft bestehen in der Entwicklung der Tochtergesellschaften. Die Preisschwankungen für die Läufer in der SZA Agrarprodukte GmbH Ebersbach sind schwer vorhersehbar und nur wenig beeinflussbar. Hinzu kommt das Risiko durch Tierseuchen (ASP). Auch die Überlagerung von Getreide in der Agrargesellschaft Ruppendorf AG birgt Risiken. Durch Preisveränderungen oder Qualitätsverschlechterung im Lager können Verluste entstehen. Die starken Preisschwankungen belasten auch die Mischfutterproduktion. Besonders wenn zur Zeit der Bevorratung mit Getreide hohe Preis zu zahlen sind, im Verlauf aber die Preise stark fallen und damit geringere Erträge aus dem Verkauf generiert werden.

Die Bio-Saatgutproduktion in der Agrarprodukte Reichstädt GmbH birgt ebenfalls gewisse Risiken. Bei Aberkennung von Saatgutpartien ist der wirtschaftliche Schaden aufgrund der hohen Preisdifferenz zwischen Saatgutrohware und Futtergetreide sowie der geringeren Erträge größer als in den konventionellen Unternehmen. Wegen der Verpflichtung zum Verlustausgleich kann das Ergebnis der Gesellschaft sich verschlechtern.

Die Agrarpolitik ist weiterhin nicht berechenbar. Dazu kommt in den letzten Jahren noch die unterschiedliche Entwicklung innerhalb Deutschlands. Die Anforderungen bzw. Restriktionen, die einzelne Bundesländer unter dem Vorwand von Verbraucherschutz, Seuchenbekämpfung oder Tierschutz erlassen oder auch nur vorschlagen führen zu Unsicherheiten bei langfristigen Planungen und Entscheidungen. Die Landwirtschaft wird zunehmend auch innerhalb Deutschlands zum Spielball politischer Interessen, ohne wissenschaftliche Grundlagen. Dadurch verschlechtern sich die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft insgesamt, aber besonders für die unternehmerische Landwirtschaft zunehmend. Neue Anforderungen an die Haltungsbedingungen werden vorbereitet. Zusätzlicher Aufwand auch im Hinblick auf künftige Investitionen ergeben sich aus der TA Luft.

Die Direktzahlungen sollen mit der Begründung der Nichteinhaltung von Auflagen und durch die Festlegung von Förderobergrenzen reduziert werden. Außerdem fehlt Planungssicherheit, weil die Förderbedingungen der Folgejahre bzw. die Anpassungen auf EU-Ebene immer noch nicht endgültig in nationales Recht umgesetzt sind. Auch die Änderung der bisherigen Zuordnung von Regionen zu sogenannten "Förderkulissen" verschiebt die Förderung bestimmter Anbauverfahren. Zunehmend wir klar, dass die versprochene Angleichung der Lebensverhältnisse auf dem Land aus dem Topf der Agrarförderung bezahlt werden soll.

Die Agrargesellschaft steuert mit Aufwandsreduzierung, mit der vorgenommenen Unternehmensgliederung, der Ausdehnung des Geschäftsbetriebes, der Optimierung der Produktionsrichtungen und der Neustrukturierung der Unternehmen gegen.

IV. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

V. Voraussichtliche Entwicklung

Die Stabilisierung der Wirtschafts- und Finanzlage der Agrargesellschaft Ruppendorf AG und der verbundenen Unternehmen wird in 2024 weitergeführt. Die in den letzten Jahren in den Verbund eingegliederten Unternehmen Agrargenossenschaft Reichenau e.G. und Gimmlitztaler Mutterkuh GmbH sollen in ihren Produktionsrichtungen optimiert werden. Schwerpunkt ist die Rationalisierung der Produktion und damit die Aufwandsreduzierung bei gleichzeitiger Sicherung der Qualität.

In der Milchproduktion liegt die Leistung bis Ende Februar 2024 mengenmäßig auf dem Niveau des Vorjahres bei geringerem Kuhbestand. Der Preis ist liegt bei 0,44 EUR auf dem Niveau des letzten Quartals 2023. Allerdings ist ein weiterer Anstieg um 0,01 EUR für März und April angekündigt.

Zielstellung ist die Optimierung von Tierbestand und Leistung, bei ständiger Verbesserung der Tiergesundheit. Vor allem die weitere Stabilisierung der Tiergesundheit und die Optimierung der Milchinhaltsstoffe durch eine abgestimmte wirtschaftliche Fütterung bleiben Schwerpunkt. Weiterhin muss der Aufwand wegen der steigenden Rohstoffpreise im Blick behalten werden. Die seit 2023 durchgeführten Arbeiten zur Verbesserung der Haltungsbedingungen zeigen in den fertiggestellten Tiergruppen bereits deutlich ihren Nutzen.

In der Feldwirtschaft wird nach dem jetzigen Stand der Entwicklung mit einem durchschnittlichen Ertrag gerechnet. Der relativ feuchte Winter hat das Niederschlagsdefizit aus den Vorjahren nicht voll ausgeglichen, aber im Vergleich zu den Vorjahren reduziert. Der zeitige Vegetationsbeginn könnte in 2024 auch dem Sommergetreide nützen.

Schwerpunkt in der Feldwirtschaft ist die weitere Rationalisierung und Straffung der Verfahren. Durch den Austausch von Technik sollen die Verfahren optimiert und der Reparaturaufwand weiter gesenkt werden. Mit der stärkeren Einbindung der Agrargenossenschaft Reichenau e.G. und Gimmlitztaler Mutterkuh GmbH in den Verbund sollen weitere Rationalisierungseffekte durch den überbetrieblichen Einsatz leistungsfähiger Maschinen erschlossen werden. Darüber hinaus sollen die Möglichkeiten der Förderung des biologischen Anbaus in der Agrarprodukte Reichstädt GmbH weiter erschlossen werden und zugleich vermarktungsfähiges Saatgut erzeugt werden. Darüber hinaus werden die Gimmlitztaler Mutterkuh GmbH, die Mutterkuh Reinhardtsgrimma GmbH und die Mutterkuh Friedersdorf GmbH ebenfalls biologisch bewirtschaftet.

Für 2024 wird, nach Verrechnung der Ergebnisse der Tochterunternehmen ein Ergebnis von ca. 800 T€ erwartet.

 

Klingenberg, den 18.03.2024

Agrargesellschaft Ruppendorf AG

Der Vorstand

B. Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und in Ordnung befunden.

 

Klingenberg, den 11.07.2024

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Nachrichten & Medien

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Aktueller Abdruck
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3 nahegelegene Organisationen

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