Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
HL-Holding GmbH
Lerchenweg 41, 88285 Bodnegg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Heiß seit 2.7.2024 | Geschäftsführer |
Margit Schöntag seit 8.5.2023 | Prokura |
Fabian Paul Hagel seit 8.5.2023 | Prokura |
Helmut Locher seit 14.8.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cteam HL-Holding GmbHBodneggKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023 Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023 Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023 Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers KonzernbilanzAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
KonzernanhangA. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der Cteam HL Holding GmbH mit Sitz in Bodnegg (Amtsgericht Ulm, Registernummer HRB 552705) wurde nach §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind die handelsrechtlichen Bestimmungen maßgebend. Die Bilanz ist gemäß den Vorschriften in § 266 HGB gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden I. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wird neben der Muttergesellschaft Cteam HL Holding GmbH die Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH, Ummendorf, die Cteam Luxembourg, S.à r.l ., Bascharage (Luxemburg), die K2 Engineering GmbH, Leiferde, Cteam Lignes Aériennes S.A.S., Monswiller in Frankreich, die Cteam Leitungsbau Österreich GmbH, Matrei, die Stein GmbH, Erxleben, die TEP GmbH, Sauldorf, sowie die Cteam Netzservice GmbH, Schönborn, die Cteam Energietechnik, Traun (Österreich) und erstmalig in 2023 die TEBET GmbH, Wien, im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. II. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss sowie alle Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Einzelabschlusses der Muttergesellschaft, der Cteam HL-Holding GmbH mit Sitz in Bodnegg, aufgestellt. Diese stellt den größten Konsolidierungskreis dar.
* Die Anteile werden von der Cteam Consulting
& Anlagenbau GmbH, Ummendorf, gehalten
III. Kapitalkonsolidierung Die Beteiligungsbuchwerte der Tochterunternehmen der Cteam HL Holding GmbH wurden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung mit dem anteilig verrechenbaren Eigenkapital (gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Ergebnisvortrag) der Tochterunternehmen verrechnet, wobei das anteilige Eigenkapital zum Zeitwert angesetzt wird (Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB). IV. Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung wurden konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen nach § 303 HGB zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. V. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Bei der Konsolidierung von Aufwands- und Ertragsposten sind die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wie auch die anderen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der Empfänger verrechnet worden. Die Erlöse aus Warenlieferungen zwischen den Konzernunternehmen wurden zunächst mit den Materialaufwendungen verrechnet, und zwar unabhängig davon, ob die Bezüge schon verbraucht waren oder noch als Bestand geführt werden. Sonstige konzerninterne Erträge aus Leistungen, wie z. B. Kostenerstattungen und Dienstleistungsvergütungen, wurden mit den darauf entfallenden Aufwendungen der Empfänger verrechnet. Beteiligungserträge aus konsolidierten Tochterunternehmen wurden eliminiert. VI. Zwischenergebniseliminierung In den Vorjahren wurde die Eliminierung von Zwischenergebnissen gemäß § 304 Abs. 2 HGB nicht vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Zwischenergebnisse aus konzerninternen Anlagenverkäufen sowie in Vorratsbeständen aus konzerninternen Lieferungen eliminiert. Auf Grund der zunehmenden Relevanz von Zwischengewinnen im Vorratsbestand wurde der Wechsel im Vergleich zum Vorjahr vollzogen. Der Einfluss auf die VFE-Lage des Konzerns ist aber weiterhin als nicht wesentlich anzusehen. VII. Nicht beherrschende Anteile Für nicht der Cteam HL Holding GmbH gehörende Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften wurde ein Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter gebildet, der innerhalb des Eigenkapitals in der Konzernbilanz ausgewiesen wird. Nicht beherrschende Anteile zustehender Gewinn/Verlust wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls gesondert ausgewiesen. VIII. Währungsumrechnung Die einbezogenen Jahresabschlüsse sind in Euro aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde ebenfalls in Euro aufgestellt. C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze orientieren sich im Rahmen der Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung an den handelsrechtlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften. Allen erkennbaren Risiken wurde bei der Bewertung der Vermögens- und Schuldposten nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung getragen. I. Anlagevermögen Das Anlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und in den Folgejahren, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt ab dem Zeitpunkt des Zugangs pro-rata-temporis. Für Zugänge ab dem 1. Januar 2011 kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, unter Berücksichtigung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren, bewertet. Die aus dem Erwerb entstandene und aktivierten Firmenwerte der Cteam Lignes Aériennes S.A.S., der Stein GmbH, der Netzservice GmbH, der TEP GmbH und der TEBET GmbH werden über fünf Jahre abgeschrieben. Bei dem entgeltlich erworbenen Know-How, das als entgeltlich erworbener Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen ist, wird auf Basis der durchschnittlichen Fluktuationsquote von einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von sechs Jahren ausgegangen.
Die geleisteten Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. 2. Anlagengegenstände Die Bauten und beweglichen Anlagegegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Auf Bauten wurden planmäßige lineare Abschreibungen unter Annahme einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 10 bis 50 Jahren, vorgenommen. Bei den technischen Anlagen und Maschinen wird von einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 4 bis 20 Jahren sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 2 bis 15 Jahren ausgegangen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 (jeweils vermindert um Vorsteuer) werden jahrgangsweise in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben. Die im Bau befindlichen Anlagen sowie die geleisteten Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen: Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung entsprechend § 253 Abs. 3 HGB außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz weggefallen sind, wurden grundsätzlich entsprechend § 253 Abs. 5 HGB Zuschreibungen vorgenommen. 3. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 HGB angesetzt. II. Umlaufvermögen 1. Vorräte Die Vorräte werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Börsen- oder Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Als Marktpreise werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen der letzte Einstandspreis einschließlich Nebenkosten sowie bei den unfertigen Erzeugnissen die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf für die bereits angefallenen und noch anfallenden Kosten oder die niedrigeren Wiederherstellungskosten angesetzt. Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden die Anschaffungskosten nach der Durchschnittmethode bewertet. Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge wurden zu Herstellungskosten unter der Berücksichtigung des Fertigungsgrades gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Dabei wurden angemessene Teile der Materialgemeinkosten sowie der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Darüber hinaus wird der Wertverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Finanzierungskosten, Kosten für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen sowie die betriebliche Altersvorsorge werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für die unfertigen Erzeugnisse erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Werten. Dem strengen Niederstwertprinzip wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Zu erwartende Verluste werden durch Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert sowie durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen auf in Ausführung befindliche Bauaufträge wurden unter den Vorräten offen abgesetzt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden, sofern notwendig, Einzelwertberichtigungen abgesetzt. 3. Wertpapiere des Umlaufvermögens Im Zugangszeitpunkt werden die Wertpapiere mit den Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Bei Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden entsprechend § 253 Abs. 4 HGB Abschreibungen vorgenommen, um diese mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis zum Abschlussstichtag ergibt. Sofern die Gründe für einen niedrigen Wertansatz weggefallen sind, wurden entsprechend § 253 Abs. 5 HGB Zuschreibungen vorgenommen. Auf die Wertpapiere des Umlaufvermögens ergaben sich in 2023 Abschreibungen in Höhe von EUR 1.475,76 (Vorjahr: EUR 325.571,71) auf den niedrigen beizulegenden Wert, es erfolgte in 2023 Zuschreibungen in Höhe von EUR 325.571,71 (Vorjahr: EUR 0,00). Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten. 4. Kassenbestand und Bankguthaben Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. III. Aktive Rechnungsabgrenzung Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden und setzen sich gemäß § 250 Abs. 1 HGB aus Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, zusammen. IV. Aktive latente Steuern Der Berechnung der latenten Steuern liegen die erwartenden Steuersätze zugrunde. Diese basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen gesetzlichen Regelungen. Der Steuersatz beträgt zwischen 23 und 30,37 %. Bei den latenten Steuern gibt es ausschließlich Differenzen aus abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz, die im Wesentlichen aus der Bewertung des Geschäfts- und Firmenwertes aus dem Asset Deal und der sonstigen Rückstellungen resultieren. Die Entwicklung des latenten Steuersalden stellt sich wie folgt dar:
Die aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. Per Saldo wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 3.125 (Vj: TEUR 2.088) gebildet. V. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses nach § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt. VI. Sonderposten für Investitionszuschüsse Bei dem Sonderposten handelt es sich um Investitionszuschüsse, die über die Laufzeit der Investition aufgelöst. VII. Rückstellungen 1. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen sind in Höhe ihres Erfüllungsbetrages gebildet, der den vernünftigen, kaufmännischen Beurteilungen entspricht. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. 2. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in ausreichendem Maße Rechnung. Langfristige Rückstellungen wurden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag mit dem fristadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Geschäftsjahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben wird. Die bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigten zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und werden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellungen mit 2,5 % bis zum Jahr 2019 und ab 2020 mit 3 % berücksichtigt. Rückstellungen für Gewährleistungen werden auf Basis der Umsatzerlöse mit einer Pauschale von 0,5 %, inklusive der Preissteigerungen sowie der Verzinsungen, zum Abschlussstichtag gebildet. Falls erforderlich wurden auch einzelne Garantierückstellungen für zum Abschlussstichtag bekannte Schäden gebildet. Bei der Cteam GmbH werden seit 2022 und bei der Cteam Leitungsbau GmbH seit 2023 die Rückstellungen, sofern noch nicht verbraucht, ratierlich anhand der Erfahrungswerte der Vergangenheit aufgelöst. Bei der TEP GmbH, Stein GmbH, Cteam Netzservice GmbH, K2 Engineering GmbH, der TEBET GmbH und Cteam Energietechnik GmbH werden die Gewährleistungsrückstellung, wenn sie nicht verbraucht wurden, nach fünf Jahren vollständig aufgelöst. Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen wird auf Basis der Projektkalkulation und der bereits erhaltenen Leistungen nach kaufmännischer Beurteilung gebildet. Bis zum 31.12.2022 wurde die Rückstellung für noch zu erbringende Leistungen gebildet, wenn die Leistungsmeldung auf einem Projekt kleiner als die Gesamtleistung (Umsatz + Bestandsveränderung) war. Seit 2023 wird einzelfallbezogen eine Rückstellung für noch zu erbringende Leistungen gebildet, wenn für bereits abgerechnete Leistungen noch Restarbeiten zu erbringen sind. Die Rückstellung gegenüber Mitarbeitern beinhaltet sowohl die Urlaubsrückstellung als auch die Zeitkontenrückstellung. Die Urlaubsrückstellung wird auf Basis des Resturlaubs, die Zeitkontenrückstellung auf Basis des Zeitkontenguthabens ermittelt. VIII. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. IX. Bilanzierungs- und Bewertungsstetigkeit Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. X. Währungsumrechnung Positionen in Fremdwährung wurden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Sofern die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, wurden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB beachtet. XI. Bilanzierungsgrundsätze zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Gewinne werden bei Endabrechnung der jeweiligen Projekte bzw. bei Abrechnung fertiggestellter Teilprojekte realisiert. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden. Bei den sonstigen Finanzanlagen handelt es sich um Edelmetalle zur Kapitalanlage. 2. Restlaufzeiten der Forderungen Die Restlaufzeiten der Forderungen stellen sich wie folgt dar:
3. Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
4. Sonstige Angaben zu den Verbindlichkeiten Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfällt ein Anteil in Höhe von EUR 26.694.859,28 (Vj. EUR 14.878.392,84) auf Verbindlichkeiten aus Steuern sowie ein Anteil von EUR 3.407.299,04 (Vj. EUR 576.986,87) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. 5. Besicherung der Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. 6. Ergänzende Angaben zur Bilanz Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB. Zum 31.12.2023 besteht ein Diesel-Swap über 1.200 Tonnen zu 770 EUR pro Tonne. Der beizulegende Zeitwert zum 31.12.2023 beträgt 680,72 EUR pro Tonne und wurde mit dem Markt- bzw. Börsenpreis von Diesel ermittelt. Auf Grund des negativen beizulegenden Zeitwertes zum 31.12.2023 ist der Diesel-Swap mit einem Drohverlust in Höhe von EUR 107.135,46 in der Bilanz enthalten. Ansonsten bestehen zum Bilanzstichtag keine finanziellen Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten. II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
2. Umsatzerlöse nach geographischen Bereichen Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:
3. Sonstige Erläuterungen In dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 1.477.331,53 (Vj. EUR 2.495.466,29) enthalten und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 4.839,35 (Vj. EUR 4.169,57). In dem Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 922,26 (Vj. EUR 636,19) enthalten. In dem Posten "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 1.425.361,97 (Vj.: EUR 1.308.512,40) enthalten. In dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sind Erträge aus der Abzinsung von EUR 2.545,91 (Vj. EUR 0,00) enthalten. In dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von EUR 12.525,49 (Vj. EUR 94.723,81) enthalten. In dem Posten "Steuern vom Einkommen und Ertrag" sind Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von EUR 45.869,49 (Vj. Erträge in Höhe von EUR 3.617,85). E. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag ergeben sich in Höhe von insgesamt TEUR 13.456 TEUR (Vj: TEUR 8.405) sonstige nicht in der Bilanz oder unter dem Bilanzstrich anzugebende, für die Beurteilung der Finanzlage bedeutende finanzielle Verpflichtungen. Bei den beweglichen Wirtschaftsgütern handelt es sich um Mietleasingverträge für Fahrzeuge sowie Hard- und Software. 2. Ergänzende Informationen zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Er entspricht dem Posten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten". 3. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
4. Mitglieder der Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung sind bzw. waren:
5. Bezüge der Geschäftsführung Gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer. 6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Für das Geschäftsjahr berechnetes Gesamthonorar des Abschlussprüfers:
Bodnegg, 20. Juni 2024 Helmut Locher Nachrichtlich: Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 ist am 29. Juli 2024 festgestellt worden. Entwicklung der Posten des Konzernanlagevermögens
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Gesellschaften des Cteam-Konzerns sind in den Geschäftsbereichen Freileitungsbau, Engineering, Mobilfunkmastbau, mobile Bodenschutzsysteme, Provisorien, Gerüstbau für Freileitungs- und Fassadenbau sowie Schaltanlagenbau tätig. Cteam ist in den Ländern Deutschland, Österreich, Luxemburg und Frankreich mit rechtlich eigenständigen Gesellschaften vertreten. 2. Änderungen im Geschäftsjahr Mit Wirkung zum 1. April 2023 wurde durch Akquisition der TEBET GmbH mit Sitz in Wien durch die Cteam Leitungsbau Österreich GmbH die Konzernstruktur erweitert. Die TEBET GmbH bietet Planungs- und Engineeringleistungen auf dem österreichischen Markt an, erweitert das Portfolio der Cteam Gruppe und sichert darüber hinaus Engineeringkapazitäten. Die Cteam Leitungsbau Österreich erwarb 80% der Anteile und die weiteren 20% werden vom fremden Dritten gehalten. Mit der ersten Tochter der Cteam Leitungsbau Österreich erweitert sich die Konzernstruktur. 3. Forschung und Entwicklung Die Cteam-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine über das laufende Geschäft hinausgehende wesentliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit betrieben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Die Preise auf allen Wirtschaftsstufen blieben trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Die Finanzierungsbedingungen verschlechterten sich durch steigende Zinsen, und die Konsumnachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Für das Jahr 2024 erwarten die meisten Institute ein Wachstum unter 0,5%. Die Bundesregierung hat in ihrer letzten Veröffentlichung ein Anstieg um 0,2% prognostiziert. Der Sachverständigenrat geht davon aus, dass sich die privaten Konsumausgaben aufgrund der gestiegenen Realeinkommen erholen. Die Weltwirtschaft wird sich insbesondere durch die Schwäche Chinas weiterhin nur schleppend erholen und der deutschen Exportwirtschaft somit nicht den nötigen Rückenwind bieten. Die Inflation in Deutschland, gemessen an dem Verbraucherpreisindex, ist im Laufe des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen. Im Januar 2023 lag die Inflation verglichen mit dem Vorjahresmonat noch bei 8,7% und im September noch bei 4,5%. Die Ursache für die Abflachung der Steigerungsraten lag insbesondere an geringeren Preissteigerungen bei den schwankungsanfälligen Gütergruppen Energie und Nahrungsmittel. Im Jahresdurchschnitt stiegen die Verbraucherpreise im Durchschnitt um 5,9%. Damit war die Inflationsrate geringer als im Jahr 2022, aber weiterhin auf hohem Niveau. Für das kommende Jahr ist davon auszugehen, dass sich die Kerninflation zum Ende des Jahres dem langfristigen Durchschnitt nähert und die Energie- und Nahrungsmittelpreise ebenso nicht die Steigerungsraten aus den Jahren 2022 und 2023 erreichen. Für das Jahr 2024 prognostiziert der Sachverständigenrat für Deutschland eine Inflationsrate von 2,6%. Das mögliche langfristige Wachstum der Wirtschaftsleistung, bei einer Normalauslastung der gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten, ist in den vergangenen fünf Jahren jährlich deutlich unter 1,0% gefallen. Laut Sachverständigenrat würde ein Fortschreiben der Dynamik in der Mittelfristprojektion über die nächsten 10 Jahre nur noch ein jährliches Wachstum von 0,4% erwarten lassen. Die aktuellen Trends deuten darauf hin, dass das Potenzialwachstum längerfristig auf niedrigem Niveau stagniert, sofern keine Gegenmaßnahmen erfolgen. Neben der Herausforderung innerhalb der deutschen Wirtschaft und deren Struktur, wird die Transformation der Energieversorgung zur Reduktion ausländischer Ressourcenbeschaffung, eine enorme Herausforderung darstellen. Auch die geopolitischen Rahmenbedingungen mit möglichen weiteren politischen Eskalationen, können Lieferketten verwerfen und den Zugriff auf wichtige Ressourcen erschweren. Eine weitere große Herausforderung ist die Gewinnung von Fachkräften und die hohe Anzahl an Beschäftigen, die das Rentenalter erreichen werden. Bislang konnte die steigende Erwerbsquote von Frauen und Älteren den Rückgang von Vollzeitarbeitskräften kompensieren. Allerdings wird die nun deutliche Zunahme an Renteneintritten nicht ausreichend übersteigende Erwerbsquoten und Zuwanderung ausgeglichen. Sollte dieser Trend anhalten, wird das Arbeitsvolumen rückläufig sein und das Wachstum des Kapitalstocks und der Produktivität auf niedrigem Niveau verharren. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Bezogen auf Deutschland Die neue Erzeugungslandschaft mit Strom aus erhöhten Anteilen erneuerbarer Energien schafft neue Herausforderungen für das Netz: Strom muss teilweise über weite Strecken von den Stromerzeugern zu den Verbrauchern gelangen. Insbesondere muss erneuerbarer Strom vom Meer und den windreichen nördlichen Küsten in die Verbrauchszentren im Landesinneren vorwiegend Richtung Süden transportiert werden. Um den Netzausbau aktiv zu beschleunigen, verfolgt Deutschland eine doppelte Strategie: einerseits sollen bestehende Netze mit neuen Technologien und Betriebskonzepten optimiert werden. Andererseits soll der Netzausbau mit vereinfachten Planungsverfahren beschleunigt werden. Mit dem Gesetz zum Ausbau von Energieleitungen (EnLAG) definiert der Gesetzgeber Höchstspannungsleitungen, die energiewirtschaftlich notwendig sind. Das EnLAG-Monitoring zeigt nach dem 3. Quartal 2023 folgendes Bild: Die Gesamtlänge der Leitungen, die sich aus dem EnLAG ergeben, liegt aktuell bei rund 1.816 km verteilt auf 22 Vorhaben. Insgesamt sind 216 km (12%) genehmigt und vor dem Bau oder im Bau. 1.464 km (81%) sind realisiert. Weitere 8 km befinden sich in laufenden Raumordnungsverfahren und 128 km (7%) vor dem oder im Planfeststellungsverfahren. Das Gesetz über den Bundesbedarfsplan (BBPIG) legt neben dem EnLAG fest, welche Ausbaumaßnahmen notwendig sind. Zum 30. September 2023 umfasst das BBPIG insgesamt 97 Vorhaben mit einer Gesamtlänge von ca. 12.168 km, die sich wie folgt aufteilen:
Wenngleich der überwiegende Teil, der im EnLAG definierten Leitungen bereits realisiert wurde, erleben wir weiterhin einen starken Anstieg des Ausschreibungsvolumens, insbesondere auch bei Projekten aus dem BBPIG. Entgegen der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland ist die Nachfrage in allen unseren Geschäftsfeldern hoch. Der anhaltende Krieg in der Ukraine hatte wenig Auswirkungen auf unsere Lieferketten, wodurch sich keine Baustellenverzögerungen ergaben. Preissteigerungen konnten wir meist über Preisgleitklauseln weiterreichen. Die steigenden Lohnkosten, insbesondere beim Montagepersonal, werden wir soweit möglich in unseren Stundensätzen weiterreichen. Bezogen auf Österreich Der Netzentwicklungsplan 2023 des Übertragungsnetzbetreibers APG in Österreich sieht umfangreiche Ausbauvorhaben vor. Dabei sollen im Übertragungsnetz mindestens rund 430 km Leitungen gebaut werden, 110 km von bestehenden Leitungen auf höhere Spannungsebenen umgestellt werden und weitere rund 340 km Leitungen erneuert werden. Darüber hinaus sollen 25 neue Umspannwerke bis zum Jahr 2033 gebaut werden, um die Anbindung der Verteilnetze zu verstärken. Im Zeitraum 2023 bis 2034 investiert der Übertragungsnetzbetreiber APG rund 9 Mrd. EUR in den Netzaus- und Umbau. Bezogen auf Luxemburg und Frankreich Wie erwartet stieg der französische Markt für Freileitungsbau im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 ebenfalls deutlich an. Das Gesamtvolumen betrug in 2023 ca. 240 Mio. EUR (Vj. 160 Mio. EUR). Dieser Anstieg erklärt sich durch die zunehmenden Investitionen der Netzbetreiber. Dagegen bewegt sich der Freileitungsmarkt in Luxemburg weiter auf niedrigem Niveau. Die Investitionen der luxemburgischen Netzbetreiber waren erwartungsgemäß im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gering. Daher hat sich die die Cteam Luxembourg S.à r.l. die Auslastung über Aufträge im Ausland, insbesondere in Frankreich, gesichert. 3. Darstellung des Geschäftsverlaufs Die Gesamtentwicklung der Gruppe hängt im Wesentlichen von der Entwicklung der Gesellschaft Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH ab und damit vom Geschäftsverlauf des deutschen Freileitungsbaus. Die hohe Gesamtleistung und die positiven Ergebnisbeiträge aller Geschäftsbereiche spiegeln den Erfolg des abgelaufenen Geschäftsjahres wider. Das Ausschreibungsvolumen ist - begründet durch die branchenbezogenen Rahmenbedingungen - wie in den Vorjahren auf einem sehr hohen Niveau. Bis auf die Cteam Netzservice GmbH haben alle konsolidierten Gesellschaften die geplante Leistung erreicht oder sogar übertroffen. Die Ergebnisse aller Cteam-Gesellschaften sind positiv. Der konsolidierte Auftragsbestand zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.250 Mio. EUR bietet eine gute Ausgangslage für das kommende Jahr. Mit dem Fokus auf organisches Wachstum und punktuellen Akquisitionen haben wir rechtzeitig die Chancen genutzt, um uns aufzustellen und vom Marktwachstum insbesondere in Deutschland, Österreich und Frankreich zu profitieren. In unseren Geschäftsbereichen ist die Einhaltung diverser Qualitäts- und Sicherheitsstandards von enormer Bedeutung. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind oberste Priorität. Im Geschäftsjahr haben wir in den verschiedenen Bereichen Zertifizierungs- und Überwachungsaudits für den Standard SCL (Safety Culture Ladder) abgeschlossen sowie eine Delta Audit zur Identifizierung offener Punkte um für den SCL Standard die nächste Stufe erreichen zu können. Die Geschäftsbereiche entwickelten sich im Einzelnen wie folgt: Freileitungsbau Im Geschäftsbereich Freileitungsbau - inklusive Stahlmontage, Fundamentsanierung und Korrosionsschutz für den Freileitungsbau - sind die Gesellschaften Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH, Cteam Leitungsbau Österreich GmbH, Cteam Netzservice GmbH, TEP GmbH Tower Erection Projects, Cteam Lignes Aériennes S.A.S. und Cteam Luxembourg S.à r.l. tätig. Der Geschäftsbereich Freileitungsbau ist und bleibt gemessen an Leistung, Ergebnis und Mitarbeiterzahl unser größter Geschäftsbereich. Dies spiegelt sich auch in den Umsatzerlösen von insgesamt 338,2 Mio. EUR (Vj. 309,5 Mio. EUR) wieder. Im Freileitungsbau konnten wir mit hohem Auftragsbestand in das Jahr 2023 starten. Die Projekte wurden erfolgreich und ohne größere Unterbrechungen abwickelt. Die Organisation für die Abwicklung von Großprojekten etabliert sich weiter und entwickelt sich stetig fort. Das Ausschreibungsvolumen ist vor allem dank der Energiewende in Deutschland weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Engineering Im Geschäftsbereich Engineering waren im abgelaufenen Geschäftsjahr überwiegend die Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH und K2 Engineering GmbH und ab April auch die TEBET GmbH tätig. Im Engineering der Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH zog die Nachfrage nach Provisorien wieder deutlich an. Der Bereich der Leitungsplanung war erneut gut ausgelastet. Innerhalb Statik ergab sich im vergangenen Geschäftsjahr regional betrachtet ein gemischtes Bild. Die Umsatzerlöse des Bereichs Engineering sanken im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,9 Mio. EUR auf 27,3 Mio. EUR. Insgesamt betrachtet haben wir im Engineering die geplante Leistung von rund 21,9 Mio. EUR deutlich überschritten. Die Auslastung der K2 Engineering GmbH war dagegen im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgehend sehr hoch. Die Umsatzerlöse des gesamten Bereichs Engineering mit 34,0 Mio. EUR war um 5,5 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau 39,6 Mio. EUR. Insgesamt betrachtet haben wir im Engineering der Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH die geplante Leistung um 5,5 Mio. EUR und bei der K2 Engineering GmbH die geplante Leistung um knapp 0,5 Mio. EUR überschritten. Mobilfunk Den Geschäftsbereich Mobilfunk bearbeitet einzig die Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH. Mit einem Umsatz von 40,7 Mio. EUR (Vj. 31,6 Mio. EUR) stellt dieser Geschäftsbereich im abgelaufenen Geschäftsjahr den zweit umsatzstärksten Geschäftsbereich dar. Im Bereich Mobilfunk war es vorwiegend der Bereich Mastbau, der mit guter Auslastung und guter Auftragslage das Jahr erfolgreich abschließen konnte. In der Mobilfunkplanung und -technik wurde die geplante Leistung und der geplante Ergebnisbeitrag nicht erreicht. Beide Bereiche haben dennoch mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Nach einer Akquisition im Jahr 2022 die zum Aufbau von Kolonnen für Tiefbauarbeiten vollzogen wurde, gelang es im Geschäftsjahr 2023 die ersten Monteure für den Mobilfunk Mastbau zu gewinnen. Mit dem eigenen Personalaufbau wird das Risiko der Abhängigkeit von Subunternehmern reduziert. Mobiler Bodenschutz/Provisorien Der Geschäftsbereich "Mobile Bodenschutzsysteme/Provisorien" (MBS/PN) ist ebenfalls nur in der Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH angesiedelt und profitiert hauptsächlich von der Gebrauchsüberlassung von Notgestängen sowie verschiedener Bodenschutzmatten und -panels zum Schutz des Untergrunds an die anderen Geschäftsbereiche. Zu den Kunden des MBS/PN gehören jedoch auch Veranstalter im Kultur- und Freizeitbereich. Die Gesamtleistung blieb leicht unter der geplanten Leistung. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von 2,8 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR gesunken, was auf eine enorm hohe Auslastung innerhalb des Konzerns zurückzuführen ist. Schutzgerüste Dieser Geschäftsbereich, der ausschließlich von der Stein GmbH betrieben wird, umfasst neben Sicherheitsgerüsten für den Leitungsbau auch Fassadengerüste und Behelfsbrücken. Im Geschäftsjahr 2023 übertrafen wir die prognostizierte Leistung sowie das Ergebnis. Die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr sind gesunken und betrugen 3,7 Mio. EUR (Vj. 4,8 Mio. EUR). Auch hier war die Auslastung über Aufträge im Konzernverbund deutlich höher als im Vorjahr und begründet die reduzierte Leistung gegenüber externen Kunden. Den Bereich der Fassadengerüste haben wir mit Ende des Geschäftsjahres 2023 eingestellt und fokussieren uns ab dem kommenden Geschäftsjahr ausschließlich auf den Markt mit Sicherheitsgerüsten. Energietechnik Gegenstand des Geschäftsbereichs Energietechnik, der auch als Geschäftsbereich Schaltanlagenbau bezeichnet wird, ist die Planung, Montage und Inbetriebnahme von energietechnischen Anlagen, insbesondere von Hoch-, Mittel- und Niederspannungsanlagen für Kraftwerke, Umspannwerke und Industrieanlagen. Die Auslastung war im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgängig hoch, sodass die Umsatzerlöse mit 15,4 Mio. EUR (Vj. 12,3 Mio. EUR) deutlich gegenüber dem Vorjahr und der Planung gesteigert werden konnten. Für die Geschäftsjahre 2024 ff. planen wir nochmal mit deutlichen Steigerungen des Umsatz- und Ergebnisvolumens. 4. Darstellung der Lage 4.1 Ertragslage Der Konzernumsatz belief sich im Geschäftsjahr auf 434,8 Mio. EUR (Vj. 401,5 Mio. EUR). Mit einer Gesamtleistung von 467,8 Mio. EUR (Vj. 407,4 EUR) erzielte die Gruppe ein EBIT von 79,2 Mio. EUR (Vj. 68,0 Mio. EUR). Bezogen auf die Gesamtleistung beträgt das EBIT im abgelaufenen Geschäftsjahr somit 16,9% (Vj. 16,7%). Unsere Planungen sahen eine Gesamtleistung in Höhe von 386,3 Mio. EUR vor und wurden damit dank der guten Marktlage und einer guten Projektabwicklung mit entsprechendem Nachtragsmanagement deutlich überschritten. Insbesondere in Deutschland konnten wir weiterhin deutlich wachsen. Der Konzernjahresüberschuss vor den Anteilen fremder Gesellschafter betrug 57,3 Mio. EUR (Vj. 47,8 Mio. EUR) und übersteigt die Planungen um 27,8 Mio. EUR deutlich. Die Materialaufwendungen sind prozentual in ähnlichem Umfang gestiegen wie die Gesamtleistung. Die Materialaufwandsquote ist daher fast auf dem Niveau des Vorjahres. Bezogen auf die Gesamtleistung betrug die Materialaufwandsquote 45,0% (Vj. 45,7%). Im Geschäftsjahr waren im Konzern im Durchschnitt 1.301 Mitarbeiter (Vj. 1.164) beschäftigt. Der Personalaufwand pro Kopf stieg auf 77,6 TEUR (Vj. 76,2 TEUR). Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung liegt im Geschäftsjahr bei 21,6% (Vj. 21,8%). Der Planwert von 28% konnte aufgrund der guten Auslastung dennoch unterschritten werden. Im Geschäftsjahr 2023 sind sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 65,4 Mio. EUR (Vj. 56,4 Mio. EUR) angefallen, was einer relativen Erhöhung von rund 16% entspricht. Die Erhöhung ist unter anderem auf weiter gestiegene Reisekosten, erhöhte Betriebskosten für Fahrzeuge und Zunahme der wechselnden Baulager zurückzuführen. Des Weiteren stiegen die Verwaltungskosten für Schulungen und Mietleasing durch den Aufbau und die Weiterbildung von Personal. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen von 15,4 Mio. EUR (Vj. 12,6 Mio. EUR) entfallen zu 88% auf Sachanlagen. 4.2 Finanzlage Der Finanzmittelbestand betrug am Bilanzstichtag 174,3 Mio. EUR (Vj. 138,5 Mio. EUR). Auf Basis des hohen Auftragsbestands wird auch weiterhin eine gute Entwicklung der kurzfristig verfügbaren Liquidität und eine stabile Finanzlage erwartet. Deshalb und wegen der gestiegenen Zinsen und gesunkenen Verwahrentgelte, konnten wir liquide Mittel zu einem besseren Zinssatz anlegen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 81,3 Mio. EUR (Vj. 47,7 Mio. EUR) und hat sich damit deutlich erhöht. Neben dem gestiegenen Jahresüberschuss (+9,5 Mio. EUR) ist dies der Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den reduzierten Ertragssteuerzahlungen zuzuschreiben. Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 31,2 Mio. EUR (Vj. 21,2 Mio. EUR) infolge der gestiegenen Investitionen in Sachanlagen. Aus der Finanzierungstätigkeit flossen 14,3 Mio. EUR ab und damit 2,5 Mio. EUR weniger als im Vorjahr, was sich aus niedrigeren Ausschüttungen an Gesellschafter und etwas geringeren Tilgungen von Krediten ergab. 4.3 Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,4%-Punkte auf 61,3% (Vj. 64,7%) verschlechtert. Im Umkehrschluss hat sich die Fremdkapitalquote im Konzern im Vergleich zu den Vorjahren leicht erhöht. Kredite wurden trotz großer Investitionen plan- und außerplanmäßig getilgt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten bezogen auf das Vorjahr um fast 93% reduziert werden. Die Gesamtbankverbindlichkeiten des Konzerns gegenüber Kreditinstituten betrugen am Bilanzstichtag noch .0,5 Mio. EUR (Vj. 7,5 Mio. EUR). Der Teilkonzern mit der Zwischenkonzernmutter Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH hat mit einem Bankenkonsortium bestehend aus vier Banken einen Konsortialvertrag. Das Vertragsverhältnis endet im Januar 2026. Der Rahmen des Konsortialvertrags betrug zum 31.12.2023 insgesamt 290 Mio. EUR. Davon wurden zum Bilanzstichtag 250,5 Mio. EUR für Avale in Anspruch genommen. Darüber hinaus wurden zum Stand 31.12.2023 weitere Avale in Höhe von insgesamt 44,2 Mio. EUR von weiteren Kreditinstituten und Versicherungen außerhalb des Konsortialrahmens gezogen. 4.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr um 97,6 Mio. EUR auf 374,1 Mio. EUR (Vj. 276,5 Mio. EUR). Eine der wesentlichen Veränderungen resultiert aus den Investitionen in Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen übersteigen mit insgesamt 177,9 Mio. EUR (Vj. 115,1 Mio. EUR) die Vorräte. Der Überhang in Höhe von 39,9 Mio. EUR (Vj. 12,8 Mio. EUR) wird unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Anlagendeckungsgrad betrug im Geschäftsjahr 278% (Vj. 276%) und steigt analog dem Trend der Vorjahre weiter. 4.5 Investitionen Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen in Höhe von 33,5 Mio. EUR (Vj. 23,8 Mio. EUR) getätigt. Investitionsschwerpunkte waren Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. III. Prognose-, Chancen-, und Risikobericht 1. Chancen Wir gehen davon aus, dass unsere Kernmärkte aufgrund notwendiger Investitionen in die Energieinfrastruktur über die nächsten Jahre weiter stark wachsen werden. Der enorm hohe Auftragsbestand bietet eine gute Ausgangslage für die nächsten Jahre. Unsere Reputation durch erfolgreich abgewickelte Großprojekte bei allen Übertragungsnetzbetreibern stellt eine gute Grundlage dar, um auch weitere Projekte akquirieren zu können. Neben unseren guten Kundenbeziehungen verfügen wir auch über enge und über lange Zeit gewachsene Lieferantenbeziehungen für kritische Gewerke im Freileitungsbau. Ein weiterhin hohes Potenzial bietet das Cteam Provisorium (CP). Aufgrund der immer größeren und komplexeren Projekte, die am Markt ausgeschrieben werden, bietet das CP eine schnellere, oft preiswertere und nachhaltigere Lösung. Durch das Alleinstellungsmerkmal am Markt verfügen wir über eine komfortable Preissetzung. Neben dem deutschen Markt erwarten wir nun eine steigende Nachfrage aus dem europäischen Markt. Damit einhergehend bietet sich die Chance unser Provisorium nun verstärkt auch außerhalb des deutschen Markts zu verkaufen. Auch im Mobilfunkmastbau sind weiterhin hohe Investitionen erforderlich, um den Ausbau der mobilen und digitalen Infrastruktur erreichen zu können. Dabei verfügen wir über die notwendigen Ressourcen im Mastbau und in der Mobilfunkplanung. Darüber hinaus haben wir im Jahr 2022 begonnen, eigene Montageressourcen im Tiefbau zu entwickeln und haben dies nun im Jahr 2023 fortgesetzt, indem erstmals auch Montageressourcen im Mastbau aufgebaut wurden. Mit der ATC wurde ein Strategiepapier unterzeichnet, welches Maststandorte über die nächsten Jahre definiert. Damit reduziert sich die Abhängigkeit vom Kunden DFMG. Die wachsenden Märkte führen auch zu einer weiter steigenden Nachfrage unsere mobilen Bodenschutzsysteme. Mittlerweile erfahren wir Baustellenverzögerungen am Markt, da der mobile Bodenschutz nicht verfügbar ist. Daher haben wir im Jahr 2023 die Entscheidung getroffen, neben den Alumatten, erstmals auch Stahlplatten zu kaufen, um unser Portfolio zu erweitern und Ressourcen intern zu sichern. Mit unserer guten Kapitalausstattung können wir weiterhin in diesen Markt und in die notwendigen Assets investieren. Die ökologischen Rahmenbedingungen und Nachhaltigkeitsanforderungen steigen ebenso weiter, was den Bedarf nach Lösungen zum Bodenschutz wachsen lassen wird. Die derzeit bekannten und geplanten Investitionsvorhaben im Schaltanlagenbau in Österreich bleiben für die nächsten Jahre auf sehr hohem Niveau. Diese unterstützen somit den weiter geplanten Unternehmsaufbau positiv und bieten zudem deutliche Wachstumschancen für unser Unternehmen. Die regionale Präsenz durch mehrere Standorte im ganzen Gebiet der Bundesrepublik sowie in Frankreich, Österreich und Luxemburg bietet uns die Chance hoher Flexibilität und das Onboarding von Arbeitskräften in verschiedenen Regionen. Aufgrund unserer Wachstumserwartung sind in den nächsten Jahren weitere Standortentwicklungen und Neugründungen möglich. 2. Risiken Nach fast zwei Jahren seit dem Beginn des Ukrainekrieges sind die Auswirkungen auf die Lieferketten nicht mehr spürbar und haben keinen negativen Einfluss auf unser Geschäft. Die Folgen, wie gestiegene Rohstoffkosten tangieren uns zwar weiterhin, sind aber planbar und über Preisgleitklauseln in unseren Kundenverträgen lässt sich Risiko daraus oft entscheidend reduzieren. Darüber hinaus haben wir mit einen Rohstoffderivats auf Dieselöl das Risiko von Preissteigerungen reduziert. Die Ausweitung des Krieges oder einer Auseinandersetzung zwischen China und Taiwan sowie anderen politischen Krisenherden können die Situation von Preissteigerungen und Materialverfügbarkeit deutlich verschärfen. Das Volumen der Einzelprojekte steigt mit dem Wachstum permanent an, weshalb die Steuerung von Großprojekten ein ständiges Risiko für uns darstellt. Mit dem neuen Großprojekt "Netzverstärkung Badische Rheinschiene" über mehrere Einzelmaßnahmen zeigt sich dieses Risiko eindrücklich. Um diesem Großprojekt über die nächsten rund 8 Jahre gerecht zu werden und die Risiken zu managen, wurde ein eigener Bereich geschaffen, um den Fokus aller Mitarbeiter auf die Maßnahmen zu konzentrieren. Die Ausschreibungsqualität reduziert sich, da unsere Kunden die Ausschreibungen und den Bau beschleunigen möchten. Neben den Einflüssen von Dritten auf den geplanten Bauablauf, wie Behörden, Umweltverbände und Eigentümer, erschwert sich der Bau durch parallel ständig verändernde Ausführungsplanungen. Damit ist auch die Basis für fundierte Kalkulationen nur beschränkt verfügbar. Mit Preisgleitklauseln und vor allem mit einem fundierten Claim Management begegnen wir diesen Projekt- und Vertragsrisiken. Um den enormen Auftragsbestand abwickeln zu können, müssen wir im gesamten Unternehmen Personalressourcen gewinnen. Der Fachkräftemangel und die Demografie in Deutschland sind hier enorme Risikofaktoren, mit denen wir uns permanent und künftig noch stärker auseinandersetzen müssen. Neben der Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter verstärken wir auch das Recruiting im Ausland. Neben dem Risiko eigene Ressourcen halten und gewinnen zu können, besteht auch das Risiko, die notwendigen Kapazitäten von Lieferanten zu sichern. Dabei gilt es über eine gute Ressourcenplanung Auslastungen weitsichtig zu planen und auch längerfristig zu garantieren, so dass die Partner die Sicherheit haben, Aufträge zu erhalten. Die Projektverschiebungen aufgrund von fehlenden Genehmigungen, Klagen oder Prioritätsverschiebungen bei Kunden erschweren die Planung und Logistik. Die Entwicklungen aus neuen Arbeitsverfahren und -techniken, wie beispielsweise aus Anwendungen der Robotik auf Baustellen, müssen wir ständig beobachten. Die weitere Entwicklung der Gesellschaft wird von unserer Innovationsfähigkeit abhängen. Eine Grundvoraussetzung für die Abwicklung unserer Projekte ist die Konsortialfinanzierung mit namhaften Kreditinstituten, um den vertraglichen Voraussetzungen unserer Kunden gerecht zu werden. Mit dem Wachstum steigen die dafür notwendigen Avallinien, was ein permanentes Reporting zur Überwachung der Rahmen und zeitnahe Rückgaben von Bürgschaften erfordert, wenn entsprechende Meilensteine erreicht sind. Die Orientierung an unternehmensbezogenen, bilanziellen Kennzahlen ist unerlässlich. Ein Risiko entsteht dann, wenn diese Aufgaben aufgrund des Wachstums steigen und weitere, nicht finanzielle Aspekte einzubeziehen sind. Unmittelbare Risiken aus dem Klimawandel sehen wir derzeit nicht. Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels können jedoch ein gewisses, wirtschaftliches Risiko darstellen. So bedingt beispielsweise die Einführung und Erhöhung der CO 2 -Steuer steigenden Betriebskosten. Zudem führen neue Berichterstattungspflichten an Kunden, Banken, etc. zu einem hohen Verwaltungsaufwand oder gar zum Ausschluss bei Nichterfüllung der Pflichten. Das Risiko von Forderungsausfällen hat sich aus unserer Sicht nicht maßgeblich verschärft. Die Forderungen sind bis zu einer bestimmten Höhe versichert. Dadurch werden diese von uns und der Warenkreditversicherung laufend überwacht. 3. Prognose Mit Blick auf die geopolitischen Spannungen und Auseinandersetzungen erwarten wir beim Ausbleiben einer Verschärfung keine Brüche unserer Lieferketten und Materialengpässe und damit keinerlei außergewöhnliche Projektverschiebungen. Weitere Preissteigerungen sind zu erwarten, wenngleich nicht mehr in den Steigerungsraten wie im vergangenen Jahr. Für das Jahr 2024 erwarten wir eine Gesamtleistung von 509,2 Mio. EUR. Das EBIT bezogen auf die Gesamtleistung planen wir mit rund 16%. Obgleich der oben genannten Risiken, sind wir zuversichtlich, die Planzahlen in allen Geschäftsbereichen erreichen zu können. Das Marktvolumen in unserem Kernmarkt Freileitungsbau Deutschland erwarten wir im Jahr 2024 bei 1,6 Mrd. EUR. Die Voraussetzung, um den hohen Auftragsbestand erfolgreich abwickeln zu können und dem weiterhin hohen Ausschreibungsvolumen gerecht zu werden, bleibt der Aufbau und die Sicherung notwendiger Humankapazitäten. Den Auftragseingang und die Marktchancen in unserer Branche sehen wir, entgegen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, weiterhin als sehr positiv. Allein der Markt in Deutschland wird voraussichtlich von 2023 auf 2024 um 23% wachsen und auch in den Folgejahren erwarten wir einen wachsenden Markt. Dies lässt uns weiterhin positiv in die Folgejahre blicken.
Bodnegg, 20. Juni 2024 Helmut Locher Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Cteam HL-Holding GmbH, Bodnegg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Cteam HL-Holding GmbH, Bodnegg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Cteam HL-Holding GmbH, Bodnegg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 21. Juni 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG mbH & Co. KG
Patrick Huhn, Wirtschaftsprüfer Markus Will, Wirtschaftsprüfer |
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