Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 552705
Vorher
HL Consulting & Vermögensverwaltung GmbHCteam HL-Holding GmbH
Eingetragen
10.3.2005
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Beteiligung an anderen Unternehmen und die Verwaltung des eigenen Vermögens. Zur Verwaltung eigenen Vermögens gehört auch die Vermietung und Verwaltung von Vermögensgegenständen sowie die Verwaltung von eigenen Wertpapieren, Finanzanlagen, Immobilien und Beteiligungen für eigene Rechnung. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von eigenen Vermögensbeteiligungen. Ausgenommen sind die Durchführung von Bankgeschäften, die Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer, Rechtsund Steuerberater sowie jedweder Tätigkeit, die einer öffentlichrechtlichen Genehmigung bedarf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Heiß
seit 2.7.2024
Geschäftsführer
Margit Schöntag
seit 8.5.2023
Prokura
Fabian Paul Hagel
seit 8.5.2023
Prokura
Helmut Locher
seit 14.8.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Bodnegg
21.000 €
70.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cteam HL-Holding GmbH

Bodnegg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.433.382,87 1.078.863,51
2. Geschäfts- und Firmenwert 1.282.246,38 1.431.506,74
3. Geleistete Anzahlungen 59.180,00 2.774.809,25 691.497,31 3.201.867,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 12.167.575,84 11.191.439,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.676.442,09 18.930.176,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.974.725,90 29.031.647,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.181.748,86 77.000.492,69 441.139,75 59.594.404,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.390,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 2.504.854,80 1.008.884,80
4. Sonstige Finanzanlagen 1.200,00 2.507.444,80 990.290,00 1.999.174,80
82.282.746,74 64.795.446,62
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 904.925,31 715.286,43
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 132.716.066,37 99.503.191,22
3. Waren 109.613,81 52.818,19
4. Geleistete Anzahlungen 4.228.903,58 2.013.543,51
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -137.959.509,07 0,00 -102.284.839,35 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 89.661.275,92 53.534.175,63
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.372.951,86 95.034.227,78 4.124.922,85 57.659.098,48
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 17.639.535,40 12.147.673,45
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 174.308.767,92 138.479.742,29
286.982.531,10 208.286.514,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.681.068,42 1.293.537,63
D. Aktive latente Steuern 3.124.955,10 2.088.039,49
374.071.301,36 276.463.537,96

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 80.000,00 80.000,00
III. Konzern-Gewinnrücklagen 10.983.173,89 10.983.173,89
IV. Konzern-Gewinnvortrag 149.749.846,73 111.935.527,98
V. Konzern-Jahresüberschuss 52.413.217,82 43.814.175,99
VI. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 16.088.655,13 12.160.866,26
- davon anteiliges Jahresergebnis: 4.889.375,64 EUR (Vj .: EUR 26.676,84)
229.344.893,57 179.003.744,12
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 336.288,70 86.658,68
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 5.006.032,84 2.622.142,96
2. Sonstige Rückstellungen 43.344.580,37 48.350.613,21 41.235.873,54 43.858.016,50
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 537.545,80 7.465.233,50
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 39.949.547,29 12.786.741,75
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.409.508,83 13.888.538,91
4. Sonstige Verbindlichkeiten 31.139.354,16 96.035.956,08 19.374.604,50 53.515.118,66
E. Rechnungsabgrenzungsposten 3.549,80 0,00
F. Passive latente Steurn 0,00 0,00
374.071.301,36 276.463.537,96

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 434.825.720,11 401.500.520,54
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen 32.977.056,86 5.920.169,26
3. Gesamtleistung 467.802.776,97 407.420.689,80
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.941.930,16 4.828.531,84
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -43.748.603,68 -46.990.579,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -166.581.166,98 -210.329.770,66 -139.385.613,44 -186.376.193,17
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -81.974.803,48 -71.470.509,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -19.027.872,83 -101.002.676,31 -17.198.027,57 -88.668.536,97
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -15.433.315,74 -12.554.603,99
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -65.440.736,43 -56.358.768,25
9. Betriebsergebnis 79.538.207,99 68.291.119,26
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.268.158,49 107.203,75
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -1.475,76 -325.571,71
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -383.451,89 1.883.230,84 -414.941,19 -633.309,15
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -23.731.266,70 -19.497,703,17
14. Ergebnis nach Steuern 57.690.172,13 48.160.106,94
15. Sonstige Steuern -387.578,70 -319.254,11
16. Konzern-Jahresüberschuss vor Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter 57.302.593,43 47.840.852,83
17. Ergebnisanteile anderer Gesellschafter -4.889.375,64 -4.026.676,84
18. Konzern-Jahresüberschuss 52.413.217,79 43.814.175,99
19. Gewinnvortrag 155.749.703,97 119.975.605,29
20. Ausschüttung -6.000.000,00 -8.000.000,00
21. Sonstige Änderungen 142,78 -40.077,31
22. Konzern-Bilanzgewinn 202.163.064,54 155.749.703,97

Konzernanhang

A. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der Cteam HL Holding GmbH mit Sitz in Bodnegg (Amtsgericht Ulm, Registernummer HRB 552705) wurde nach §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Für die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind die handelsrechtlichen Bestimmungen maßgebend. Die Bilanz ist gemäß den Vorschriften in § 266 HGB gegliedert.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wird neben der Muttergesellschaft Cteam HL Holding GmbH die Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH, Ummendorf, die Cteam Luxembourg, S.à r.l ., Bascharage (Luxemburg), die K2 Engineering GmbH, Leiferde, Cteam Lignes Aériennes S.A.S., Monswiller in Frankreich, die Cteam Leitungsbau Österreich GmbH, Matrei, die Stein GmbH, Erxleben, die TEP GmbH, Sauldorf, sowie die Cteam Netzservice GmbH, Schönborn, die Cteam Energietechnik, Traun (Österreich) und erstmalig in 2023 die TEBET GmbH, Wien, im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen.

II. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss sowie alle Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Einzelabschlusses der Muttergesellschaft, der Cteam HL-Holding GmbH mit Sitz in Bodnegg, aufgestellt. Diese stellt den größten Konsolidierungskreis dar.

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital %
Vollkonsolidiert
Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH, Ummendorf (Deutschland) 96,9
Cteam Luxembourg S.à r.l ., Bascharage (Luxemburg) * 100,0
Cteam Lignes Aériennes S.A.S, Monswiller (Frankreich) * 90,0
K2 Engineering GmbH, Leiferde (Deutschland) 74,9
Cteam Leitungsbau Österreich GmbH, Matrei (Österreich) * 90,0
Stein GmbH, Erxleben (Deutschland) * 70,0
Cteam Netzservice GmbH, Schönborn (Deutschland) * 75,1
TEP GmbH Tower Erection Projects, Sauldorf (Deutschland) * 51,0
Cteam Energietechnik GmbH, Traun (Österreich) 52,0
TEBET GmbH, Wien (Österreich) ** 80,0

* Die Anteile werden von der Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH, Ummendorf, gehalten
** Die Anteile werden von der Cteam Leitungsbau, Matrei, Österreich, gehalten

III. Kapitalkonsolidierung

Die Beteiligungsbuchwerte der Tochterunternehmen der Cteam HL Holding GmbH wurden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung mit dem anteilig verrechenbaren Eigenkapital (gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Ergebnisvortrag) der Tochterunternehmen verrechnet, wobei das anteilige Eigenkapital zum Zeitwert angesetzt wird (Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB).

IV. Schuldenkonsolidierung

Bei der Schuldenkonsolidierung wurden konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen nach § 303 HGB zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet.

V. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Bei der Konsolidierung von Aufwands- und Ertragsposten sind die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wie auch die anderen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der Empfänger verrechnet worden.

Die Erlöse aus Warenlieferungen zwischen den Konzernunternehmen wurden zunächst mit den Materialaufwendungen verrechnet, und zwar unabhängig davon, ob die Bezüge schon verbraucht waren oder noch als Bestand geführt werden.

Sonstige konzerninterne Erträge aus Leistungen, wie z. B. Kostenerstattungen und Dienstleistungsvergütungen, wurden mit den darauf entfallenden Aufwendungen der Empfänger verrechnet.

Beteiligungserträge aus konsolidierten Tochterunternehmen wurden eliminiert.

VI. Zwischenergebniseliminierung

In den Vorjahren wurde die Eliminierung von Zwischenergebnissen gemäß § 304 Abs. 2 HGB nicht vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Zwischenergebnisse aus konzerninternen Anlagenverkäufen sowie in Vorratsbeständen aus konzerninternen Lieferungen eliminiert.

Auf Grund der zunehmenden Relevanz von Zwischengewinnen im Vorratsbestand wurde der Wechsel im Vergleich zum Vorjahr vollzogen. Der Einfluss auf die VFE-Lage des Konzerns ist aber weiterhin als nicht wesentlich anzusehen.

VII. Nicht beherrschende Anteile

Für nicht der Cteam HL Holding GmbH gehörende Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften wurde ein Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter gebildet, der innerhalb des Eigenkapitals in der Konzernbilanz ausgewiesen wird. Nicht beherrschende Anteile zustehender Gewinn/Verlust wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls gesondert ausgewiesen.

VIII. Währungsumrechnung

Die einbezogenen Jahresabschlüsse sind in Euro aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde ebenfalls in Euro aufgestellt.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze orientieren sich im Rahmen der Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung an den handelsrechtlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften. Allen erkennbaren Risiken wurde bei der Bewertung der Vermögens- und Schuldposten nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung getragen.

I. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und in den Folgejahren, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt ab dem Zeitpunkt des Zugangs pro-rata-temporis. Für Zugänge ab dem 1. Januar 2011 kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, unter Berücksichtigung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren, bewertet.

Die aus dem Erwerb entstandene und aktivierten Firmenwerte der Cteam Lignes Aériennes S.A.S., der Stein GmbH, der Netzservice GmbH, der TEP GmbH und der TEBET GmbH werden über fünf Jahre abgeschrieben. Bei dem entgeltlich erworbenen Know-How, das als entgeltlich erworbener Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen ist, wird auf Basis der durchschnittlichen Fluktuationsquote von einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von sechs Jahren ausgegangen.

Geschäfts- oder Firmenwerte Geschäftsjahr (Vorjahr)
EUR (EUR)
aus Konsolidierungsmaßnahmen 893.104,18 (472.953,63)
aus Einzelabschlüssen 389.412,20 (958.353,11)

Die geleisteten Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

2. Anlagengegenstände

Die Bauten und beweglichen Anlagegegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Auf Bauten wurden planmäßige lineare Abschreibungen unter Annahme einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 10 bis 50 Jahren, vorgenommen.

Bei den technischen Anlagen und Maschinen wird von einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 4 bis 20 Jahren sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 2 bis 15 Jahren ausgegangen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 (jeweils vermindert um Vorsteuer) werden jahrgangsweise in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die im Bau befindlichen Anlagen sowie die geleisteten Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Außerplanmäßige Abschreibungen:

Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung entsprechend § 253 Abs. 3 HGB außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz weggefallen sind, wurden grundsätzlich entsprechend § 253 Abs. 5 HGB Zuschreibungen vorgenommen.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 HGB angesetzt.

II. Umlaufvermögen

1. Vorräte

Die Vorräte werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Börsen- oder Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Als Marktpreise werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen der letzte Einstandspreis einschließlich Nebenkosten sowie bei den unfertigen Erzeugnissen die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf für die bereits angefallenen und noch anfallenden Kosten oder die niedrigeren Wiederherstellungskosten angesetzt.

Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden die Anschaffungskosten nach der Durchschnittmethode bewertet.

Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge wurden zu Herstellungskosten unter der Berücksichtigung des Fertigungsgrades gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Dabei wurden angemessene Teile der Materialgemeinkosten sowie der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Darüber hinaus wird der Wertverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Finanzierungskosten, Kosten für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen sowie die betriebliche Altersvorsorge werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Für die unfertigen Erzeugnisse erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Werten. Dem strengen Niederstwertprinzip wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Zu erwartende Verluste werden durch Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert sowie durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung berücksichtigt.

Erhaltene Anzahlungen auf in Ausführung befindliche Bauaufträge wurden unter den Vorräten offen abgesetzt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden, sofern notwendig, Einzelwertberichtigungen abgesetzt.

3. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Im Zugangszeitpunkt werden die Wertpapiere mit den Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten angesetzt.

Bei Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden entsprechend § 253 Abs. 4 HGB Abschreibungen vorgenommen, um diese mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis zum Abschlussstichtag ergibt. Sofern die Gründe für einen niedrigen Wertansatz weggefallen sind, wurden entsprechend § 253 Abs. 5 HGB Zuschreibungen vorgenommen.

Auf die Wertpapiere des Umlaufvermögens ergaben sich in 2023 Abschreibungen in Höhe von EUR 1.475,76 (Vorjahr: EUR 325.571,71) auf den niedrigen beizulegenden Wert, es erfolgte in 2023 Zuschreibungen in Höhe von EUR 325.571,71 (Vorjahr: EUR 0,00). Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten.

4. Kassenbestand und Bankguthaben

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt.

III. Aktive Rechnungsabgrenzung

Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden und setzen sich gemäß § 250 Abs. 1 HGB aus Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, zusammen.

IV. Aktive latente Steuern

Der Berechnung der latenten Steuern liegen die erwartenden Steuersätze zugrunde. Diese basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen gesetzlichen Regelungen. Der Steuersatz beträgt zwischen 23 und 30,37 %.

Bei den latenten Steuern gibt es ausschließlich Differenzen aus abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz, die im Wesentlichen aus der Bewertung des Geschäfts- und Firmenwertes aus dem Asset Deal und der sonstigen Rückstellungen resultieren.

Die Entwicklung des latenten Steuersalden stellt sich wie folgt dar:

Stand zu Beginn des Geschäftsjahres Veränderung im Geschäftsjahr Stand zu Ende des Geschäftsjahres
EUR EUR EUR
Aktive latente Steuern 2.216.772,11 1.026.366,57 3.243.138,68
Passive latente Steuern 128.732,62 -10.549,04 118.183,58

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. Per Saldo wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 3.125 (Vj: TEUR 2.088) gebildet.

V. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses nach § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt.

VI. Sonderposten für Investitionszuschüsse

Bei dem Sonderposten handelt es sich um Investitionszuschüsse, die über die Laufzeit der Investition aufgelöst.

VII. Rückstellungen

1. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen sind in Höhe ihres Erfüllungsbetrages gebildet, der den vernünftigen, kaufmännischen Beurteilungen entspricht. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

2. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in ausreichendem Maße Rechnung.

Langfristige Rückstellungen wurden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag mit dem fristadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Geschäftsjahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben wird.

Die bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigten zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und werden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellungen mit 2,5 % bis zum Jahr 2019 und ab 2020 mit 3 % berücksichtigt.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden auf Basis der Umsatzerlöse mit einer Pauschale von 0,5 %, inklusive der Preissteigerungen sowie der Verzinsungen, zum Abschlussstichtag gebildet. Falls erforderlich wurden auch einzelne Garantierückstellungen für zum Abschlussstichtag bekannte Schäden gebildet. Bei der Cteam GmbH werden seit 2022 und bei der Cteam Leitungsbau GmbH seit 2023 die Rückstellungen, sofern noch nicht verbraucht, ratierlich anhand der Erfahrungswerte der Vergangenheit aufgelöst. Bei der TEP GmbH, Stein GmbH, Cteam Netzservice GmbH, K2 Engineering GmbH, der TEBET GmbH und Cteam Energietechnik GmbH werden die Gewährleistungsrückstellung, wenn sie nicht verbraucht wurden, nach fünf Jahren vollständig aufgelöst.

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen wird auf Basis der Projektkalkulation und der bereits erhaltenen Leistungen nach kaufmännischer Beurteilung gebildet.

Bis zum 31.12.2022 wurde die Rückstellung für noch zu erbringende Leistungen gebildet, wenn die Leistungsmeldung auf einem Projekt kleiner als die Gesamtleistung (Umsatz + Bestandsveränderung) war. Seit 2023 wird einzelfallbezogen eine Rückstellung für noch zu erbringende Leistungen gebildet, wenn für bereits abgerechnete Leistungen noch Restarbeiten zu erbringen sind.

Die Rückstellung gegenüber Mitarbeitern beinhaltet sowohl die Urlaubsrückstellung als auch die Zeitkontenrückstellung. Die Urlaubsrückstellung wird auf Basis des Resturlaubs, die Zeitkontenrückstellung auf Basis des Zeitkontenguthabens ermittelt.

VIII. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

IX. Bilanzierungs- und Bewertungsstetigkeit

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

X. Währungsumrechnung

Positionen in Fremdwährung wurden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Sofern die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, wurden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB beachtet.

XI. Bilanzierungsgrundsätze zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Gewinne werden bei Endabrechnung der jeweiligen Projekte bzw. bei Abrechnung fertiggestellter Teilprojekte realisiert.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt.

D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.

Bei den sonstigen Finanzanlagen handelt es sich um Edelmetalle zur Kapitalanlage.

2. Restlaufzeiten der Forderungen

Die Restlaufzeiten der Forderungen stellen sich wie folgt dar:

Gesamtbetrag EUR Bis 1 Jahr Restlaufzeit EUR Über 1 Jahr Restlaufzeit EUR
(Vj. EUR) (Vj. EUR) (Vj. EUR)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 89.661.275,92 89.661.275,92 0,00
(53.534.175,63) (53.534.175,63) (0,00)
Sonstige Vermögensgegenstände 5.372.951,86 3.177.511,20 2.195.440,66
(4.124.922,85) (2.397.911,98) (1.727.010,88)
Summe 95.034.227,78 92.838.777,12 2.195.440,66
(57.659.098,48) (55.932.087,60) (1.727.010,88)

3. Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag Bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit Mehr als 5 Jahre Restlaufzeit
EUR EUR EUR EUR
(Vj. EUR) (Vj. EUR) (Vj. EUR) (Vj. EUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 537.545,80 140.569,49 396.976,31 0,00
(7.465.233,50) (2.488.337,57) (4.889.102,68) (87.793,25)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.409.508,83 24.409.,508,83 0,00 0,00
(13.888.538,91) (13.888.538,91) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 31.139.354,16 31.126.814,56 12.539,60 0,00
(19.374.604,50) (19.370.504,05) (4.103,45) (0,00)
Summe 56.086.408,79 55.676.892,88 409.515,91 0,00
(40.728.376,91) (35.747.377,53) (4.893.206,13) (87.793,25)

4. Sonstige Angaben zu den Verbindlichkeiten

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfällt ein Anteil in Höhe von EUR 26.694.859,28 (Vj. EUR 14.878.392,84) auf Verbindlichkeiten aus Steuern sowie ein Anteil von EUR 3.407.299,04 (Vj. EUR 576.986,87) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

5. Besicherung der Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:

Art der Verbindlichkeit Gewährtes Pfandrecht oder ähnliche Sicherheit EUR
(Vj. EUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Grundschulden und Hypotheken 497.690,67
(797.665,67)

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

6. Ergänzende Angaben zur Bilanz

Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Zum 31.12.2023 besteht ein Diesel-Swap über 1.200 Tonnen zu 770 EUR pro Tonne. Der beizulegende Zeitwert zum 31.12.2023 beträgt 680,72 EUR pro Tonne und wurde mit dem Markt- bzw. Börsenpreis von Diesel ermittelt. Auf Grund des negativen beizulegenden Zeitwertes zum 31.12.2023 ist der Diesel-Swap mit einem Drohverlust in Höhe von EUR 107.135,46 in der Bilanz enthalten. Ansonsten bestehen zum Bilanzstichtag keine finanziellen Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

Tätigkeitsfeld 2023 2022
EUR EUR
Erlöse Freileitungsbau 338.199.858,32 309.539.519,12
Erlöse Mobilfunk 40.668.138,49 31.625.337,42
Erlöse Engineering 34.062.400,65 39.595.064,46
Erlöse Mobile Bodenschutzsysteme 2.226.346,97 2.758.878,50
Erlöse Schutzgerüste Leitungsbau 3.672.046,99 4.764.121,31
Erlöse Schaltanlagenbau 15.491.468,61 12.344.477,79
Sonstige 505.460,08 873.121,94
Gesamt 434.825.720,11 401.500.520,54

2. Umsatzerlöse nach geographischen Bereichen

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

Tätigkeitsbereich 2023 2022
EUR EUR
Erlöse Inland 384.165.128,89 349.601.154,37
Erlöse EU Ausland 50.485.998,42 50.842.746,17
Erlöse Drittland 174.592,80 1.056.620,00
Gesamt 434.825.720,11 401.500.520,54

3. Sonstige Erläuterungen

In dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 1.477.331,53 (Vj. EUR 2.495.466,29) enthalten und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 4.839,35 (Vj. EUR 4.169,57).

In dem Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 922,26 (Vj. EUR 636,19) enthalten.

In dem Posten "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 1.425.361,97 (Vj.: EUR 1.308.512,40) enthalten.

In dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sind Erträge aus der Abzinsung von EUR 2.545,91 (Vj. EUR 0,00) enthalten.

In dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von EUR 12.525,49 (Vj. EUR 94.723,81) enthalten.

In dem Posten "Steuern vom Einkommen und Ertrag" sind Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von EUR 45.869,49 (Vj. Erträge in Höhe von EUR 3.617,85).

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag ergeben sich in Höhe von insgesamt TEUR 13.456 TEUR (Vj: TEUR 8.405) sonstige nicht in der Bilanz oder unter dem Bilanzstrich anzugebende, für die Beurteilung der Finanzlage bedeutende finanzielle Verpflichtungen. Bei den beweglichen Wirtschaftsgütern handelt es sich um Mietleasingverträge für Fahrzeuge sowie Hard- und Software.

2. Ergänzende Informationen zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Er entspricht dem Posten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten".

3. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 2023 Anzahl (Vorjahr Anzahl)
Arbeiter 621 584
Angestellte 680 580
Gesamt 1.301 1.164

4. Mitglieder der Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind bzw. waren:

Herr Helmut Locher, Bodnegg, Geschäftsführer seit 28.01.2005.

5. Bezüge der Geschäftsführung

Gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer.

6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr berechnetes Gesamthonorar des Abschlussprüfers:

Abschlussprüfungsleistungen 126.750,00 EUR
Andere Bestätigungsleistungen 2.000,00 EUR

 

Bodnegg, 20. Juni 2024

Helmut Locher

Nachrichtlich:

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 ist am 29. Juli 2024 festgestellt worden.

Entwicklung der Posten des Konzernanlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.473.411,94 111.255,80 345.518,64 672.965,31 326.040,48 7.277.111,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.311.866,54 0,00 978.102,17 0,00 0,00 5.289.968,71
3. Geleistete Anzahlungen 691.497,31 0,00 40.648,00 -672.965,31 0,00 59.180,00
11.476.775,79 111.255,80 1.364.268,81 0,00 326.040,48 12.626.259,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 14.721.954,93 0,00 1.449.422,62 56.340,70 0,00 16.227.718,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 42.044.771,33 0,00 8.835.584,73 160.497,65 850.568,58 50.190.285,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.886.233,32 94.251,26 17.973.931,21 376.080,20 3.399.998,43 71.930.497,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 441.139,75 0,00 3.338.970,94 -592.918,55 0,00 3.187.192,14
- 114.094.099,33 94.251,26 31.597.909,50 0,00 4.250.567,01 141.535.693,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.200,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.200,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.007.684,80 0,00 1.390,00 0,00 5.650,00 1.003.424,80
4. Sonstige Finanzanlagen 990.290,00 0,00 512.530,00 0,00 0,00 1.502.820,00
1.999.174,80 0,00 513.920,00 0,00 5.650,00 2.507.444,80
127.570.049,92 205.507,06 33.476.098,31 0,00 4.582.257,49 156.669.397,80
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Umbuchung Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.394.548,43 99.616,30 670.782,12 0,00 321.218,51 5.843.728,34
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.880.359,80 0,00 1.127.362,53 0,00 0,00 4.007.722,33
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8.274.908,23 99.616,30 1.798.144,65 0,00 321.218,51 9.851.450,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.530.514,99 0,00 529.627,42 0,00 0,00 4.060.142,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.114.594,54 0,00 5.190.973,59 0,00 791.725,09 27.513.843,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.854.585,54 72.876,64 7.914.570,08 0,00 2.880.817,32 32.961.214,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
- 54.499.695,07 72.876,64 13.635.171,09 0,00 3.672.542,41 64.535.200,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
62.774.603,30 172.492,94 15.433.315,74 0,00 3.993.760,92 74.386.651,06
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.433.382,87 1.078.863,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.282.246,38 1.431.506,74
3. Geleistete Anzahlungen 59.180,00 691.497,31
2.774.809,25 3.201.867,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 12.167.575,84 11.191.439,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.676.442,09 18.930.176,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.969.282,62 29.031.647,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.187.192,14 441.139,75
- 77.000.492,69 59.594.404,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.200,00 1.200,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.003.424,80 1.007.684,80
4. Sonstige Finanzanlagen 1.502.820,00 990.290,00
2.507.444,80 1.999.174,80
82.282.746,74 64.795.446,62

Konzernkapitalflussrechnung

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss vor nichtbeherrschenden Anteilen +57.303 +47.841
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens +15.433 +12.555
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen +2.040 +7.947
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) +251 +318
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen -41.630 -4.653
aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +49.278 -1.492
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 0 0
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -165 -1.712
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) -1.885 +308
Sonstige Beteiligungserträge 0 0
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag +23.731 +19.498
Ertragsteuerzahlungen -23.073 -32.875
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit +81.283 +47.735
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) -386 -1.771
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens (+) +698 +294
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -31.541 -21.563
Einzahlungen aus Abgängen des FAV (+) 0 +2.050
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (-) -514 -487
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis (+)
Auszahlungen für Zugängen zu dem Konsolidierungskreis (-) -1.715 -6
Erhaltene Zinsen +2.266 +68
Erhaltene Dividenden 0 +250
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit -31.192 -21.165
Auszahlungen aus EK Herabsetzungen an andere Gesellschafter 0 0
Auszahlungen aus EK Herabsetzungen an Gesellschafter des MU 0 -43
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 0 0
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -6.928 -7.481
Gezahlte Zinsen -176 -279
Einzahlungen von Gesellschaftern
Ausschüttungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens -6.000 -8.000
Ausschüttungen an andere Gesellschafter -1.158 -1.069
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -14.262 -16.872
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands +35.829 +9.698
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (+) +138.480 +128.782
Finanzmittelfonds am Ende der Periode +174.309 +138.480

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Gewinnrücklage Summe Gewinnvortrag
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2021 30.000,00 80.000,00 10.986.948,50 11.066.948,50 71.738.635,38
Einstellung in den Gewinnvortrag 0,00 0,00 0,00 0,00 48.236.969,91
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00 -8.000.000,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 -3.774,61 0,00 -40.077,31
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2022 30.000,00 80.000,00 10.983.173,89 11.063.173,89 111.935.527,98
Einstellung in den Gewinnvortrag 0,00 0,00 0,00 0,00 43.814.175,99
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00 -6.000.000,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 142,76
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 30.000,00 80.000,00 10.983.173,89 11.063.173,89 149.749.846,73
Konzernjahresüberschuss der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
EUR EUR
Stand 31.12.2021 48.236.969,91 131.072.553,79
Einstellung in den Gewinnvortrag -48.236.969,91 0,00
Ausschüttungen 0,00 -8.000.000,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 43.814.175,99 43.814.175,99
Stand 31.12.2022 43.814.175,99 166.886.729,78
Einstellung in den Gewinnvortrag -43.814.175,99 0,00
Ausschüttungen 0,00 -6.000.000,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 52.413.217,79 52.413.217,79
Stand 31.12.2023 52.413.217,79 213.299.947,57
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherschende Anteile entfallende Gewinne/Verlust Summe Konzerneigenkapital Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2021 4.852.521,46 4.356.099,17 9.208.620,63 140.281.174,42
Einstellung in den Gewinnvortrag 4.356.099,17 -4.356.099,17 0,00 0,00
Ausschüttungen -1.069.200,00 0,00 -1.069.200,00 -9.069.200,00
Sonstige Veränderungen -5.231,20 0,00 -5.231,20 -49.083,12
Konzernjahresüberschuss 0,00 4.026.676,84 4.026.676,84 47.840.852,83
Stand 31.12.2022 8.134.189,43 4.026.676,84 12.160.866,27 179.003.744,13
Einstellung in den Gewinnvortrag 4.026.676,84 -4.026.676,84 0,00 0,00
Ausschüttungen -1.158.157,21 0,00 -1.158.157,21 -7.158.157,21
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 196.570,43 196.713,21
Konzernjahresüberschuss 0,00 4.889.375,64 4.889.375,64 57.302.593,43
Stand 31.12.2023 11.002.709,06 4.889.375,64 16.088.655,13 229.344.893,56

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Gesellschaften des Cteam-Konzerns sind in den Geschäftsbereichen Freileitungsbau, Engineering, Mobilfunkmastbau, mobile Bodenschutzsysteme, Provisorien, Gerüstbau für Freileitungs- und Fassadenbau sowie Schaltanlagenbau tätig. Cteam ist in den Ländern Deutschland, Österreich, Luxemburg und Frankreich mit rechtlich eigenständigen Gesellschaften vertreten.

2. Änderungen im Geschäftsjahr

Mit Wirkung zum 1. April 2023 wurde durch Akquisition der TEBET GmbH mit Sitz in Wien durch die Cteam Leitungsbau Österreich GmbH die Konzernstruktur erweitert. Die TEBET GmbH bietet Planungs- und Engineeringleistungen auf dem österreichischen Markt an, erweitert das Portfolio der Cteam Gruppe und sichert darüber hinaus Engineeringkapazitäten. Die Cteam Leitungsbau Österreich erwarb 80% der Anteile und die weiteren 20% werden vom fremden Dritten gehalten. Mit der ersten Tochter der Cteam Leitungsbau Österreich erweitert sich die Konzernstruktur.

3. Forschung und Entwicklung

Die Cteam-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine über das laufende Geschäft hinausgehende wesentliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Die Preise auf allen Wirtschaftsstufen blieben trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Die Finanzierungsbedingungen verschlechterten sich durch steigende Zinsen, und die Konsumnachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Für das Jahr 2024 erwarten die meisten Institute ein Wachstum unter 0,5%. Die Bundesregierung hat in ihrer letzten Veröffentlichung ein Anstieg um 0,2% prognostiziert. Der Sachverständigenrat geht davon aus, dass sich die privaten Konsumausgaben aufgrund der gestiegenen Realeinkommen erholen. Die Weltwirtschaft wird sich insbesondere durch die Schwäche Chinas weiterhin nur schleppend erholen und der deutschen Exportwirtschaft somit nicht den nötigen Rückenwind bieten.

Die Inflation in Deutschland, gemessen an dem Verbraucherpreisindex, ist im Laufe des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen. Im Januar 2023 lag die Inflation verglichen mit dem Vorjahresmonat noch bei 8,7% und im September noch bei 4,5%. Die Ursache für die Abflachung der Steigerungsraten lag insbesondere an geringeren Preissteigerungen bei den schwankungsanfälligen Gütergruppen Energie und Nahrungsmittel. Im Jahresdurchschnitt stiegen die Verbraucherpreise im Durchschnitt um 5,9%. Damit war die Inflationsrate geringer als im Jahr 2022, aber weiterhin auf hohem Niveau. Für das kommende Jahr ist davon auszugehen, dass sich die Kerninflation zum Ende des Jahres dem langfristigen Durchschnitt nähert und die Energie- und Nahrungsmittelpreise ebenso nicht die Steigerungsraten aus den Jahren 2022 und 2023 erreichen. Für das Jahr 2024 prognostiziert der Sachverständigenrat für Deutschland eine Inflationsrate von 2,6%.

Das mögliche langfristige Wachstum der Wirtschaftsleistung, bei einer Normalauslastung der gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten, ist in den vergangenen fünf Jahren jährlich deutlich unter 1,0% gefallen. Laut Sachverständigenrat würde ein Fortschreiben der Dynamik in der Mittelfristprojektion über die nächsten 10 Jahre nur noch ein jährliches Wachstum von 0,4% erwarten lassen. Die aktuellen Trends deuten darauf hin, dass das Potenzialwachstum längerfristig auf niedrigem Niveau stagniert, sofern keine Gegenmaßnahmen erfolgen.

Neben der Herausforderung innerhalb der deutschen Wirtschaft und deren Struktur, wird die Transformation der Energieversorgung zur Reduktion ausländischer Ressourcenbeschaffung, eine enorme Herausforderung darstellen. Auch die geopolitischen Rahmenbedingungen mit möglichen weiteren politischen Eskalationen, können Lieferketten verwerfen und den Zugriff auf wichtige Ressourcen erschweren. Eine weitere große Herausforderung ist die Gewinnung von Fachkräften und die hohe Anzahl an Beschäftigen, die das Rentenalter erreichen werden. Bislang konnte die steigende Erwerbsquote von Frauen und Älteren den Rückgang von Vollzeitarbeitskräften kompensieren. Allerdings wird die nun deutliche Zunahme an Renteneintritten nicht ausreichend übersteigende Erwerbsquoten und Zuwanderung ausgeglichen. Sollte dieser Trend anhalten, wird das Arbeitsvolumen rückläufig sein und das Wachstum des Kapitalstocks und der Produktivität auf niedrigem Niveau verharren.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Bezogen auf Deutschland

Die neue Erzeugungslandschaft mit Strom aus erhöhten Anteilen erneuerbarer Energien schafft neue Herausforderungen für das Netz: Strom muss teilweise über weite Strecken von den Stromerzeugern zu den Verbrauchern gelangen. Insbesondere muss erneuerbarer Strom vom Meer und den windreichen nördlichen Küsten in die Verbrauchszentren im Landesinneren vorwiegend Richtung Süden transportiert werden. Um den Netzausbau aktiv zu beschleunigen, verfolgt Deutschland eine doppelte Strategie: einerseits sollen bestehende Netze mit neuen Technologien und Betriebskonzepten optimiert werden. Andererseits soll der Netzausbau mit vereinfachten Planungsverfahren beschleunigt werden.

Mit dem Gesetz zum Ausbau von Energieleitungen (EnLAG) definiert der Gesetzgeber Höchstspannungsleitungen, die energiewirtschaftlich notwendig sind. Das EnLAG-Monitoring zeigt nach dem 3. Quartal 2023 folgendes Bild: Die Gesamtlänge der Leitungen, die sich aus dem EnLAG ergeben, liegt aktuell bei rund 1.816 km verteilt auf 22 Vorhaben. Insgesamt sind 216 km (12%) genehmigt und vor dem Bau oder im Bau. 1.464 km (81%) sind realisiert. Weitere 8 km befinden sich in laufenden Raumordnungsverfahren und 128 km (7%) vor dem oder im Planfeststellungsverfahren.

Das Gesetz über den Bundesbedarfsplan (BBPIG) legt neben dem EnLAG fest, welche Ausbaumaßnahmen notwendig sind. Zum 30. September 2023 umfasst das BBPIG insgesamt 97 Vorhaben mit einer Gesamtlänge von ca. 12.168 km, die sich wie folgt aufteilen:

etwa 1.606 km (13,2%) sind vor dem Genehmigungsverfahren,

etwa 1.508 km (12,4%) sind im Raumordnungs- oder Bundesfachplanungsverfahren,

etwa 6.595 km (54,2%) sind im oder vor dem Planfeststellungs- oder Anzeigeverfahren,

1.228km (10,1%) sind genehmigt und vor dem oder im Bau und

1.231 km (10,1%) sind fertiggestellt.

Wenngleich der überwiegende Teil, der im EnLAG definierten Leitungen bereits realisiert wurde, erleben wir weiterhin einen starken Anstieg des Ausschreibungsvolumens, insbesondere auch bei Projekten aus dem BBPIG. Entgegen der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland ist die Nachfrage in allen unseren Geschäftsfeldern hoch. Der anhaltende Krieg in der Ukraine hatte wenig Auswirkungen auf unsere Lieferketten, wodurch sich keine Baustellenverzögerungen ergaben. Preissteigerungen konnten wir meist über Preisgleitklauseln weiterreichen. Die steigenden Lohnkosten, insbesondere beim Montagepersonal, werden wir soweit möglich in unseren Stundensätzen weiterreichen.

Bezogen auf Österreich

Der Netzentwicklungsplan 2023 des Übertragungsnetzbetreibers APG in Österreich sieht umfangreiche Ausbauvorhaben vor. Dabei sollen im Übertragungsnetz mindestens rund 430 km Leitungen gebaut werden, 110 km von bestehenden Leitungen auf höhere Spannungsebenen umgestellt werden und weitere rund 340 km Leitungen erneuert werden. Darüber hinaus sollen 25 neue Umspannwerke bis zum Jahr 2033 gebaut werden, um die Anbindung der Verteilnetze zu verstärken. Im Zeitraum 2023 bis 2034 investiert der Übertragungsnetzbetreiber APG rund 9 Mrd. EUR in den Netzaus- und Umbau.

Bezogen auf Luxemburg und Frankreich

Wie erwartet stieg der französische Markt für Freileitungsbau im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 ebenfalls deutlich an. Das Gesamtvolumen betrug in 2023 ca. 240 Mio. EUR (Vj. 160 Mio. EUR). Dieser Anstieg erklärt sich durch die zunehmenden Investitionen der Netzbetreiber.

Dagegen bewegt sich der Freileitungsmarkt in Luxemburg weiter auf niedrigem Niveau. Die Investitionen der luxemburgischen Netzbetreiber waren erwartungsgemäß im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gering. Daher hat sich die die Cteam Luxembourg S.à r.l. die Auslastung über Aufträge im Ausland, insbesondere in Frankreich, gesichert.

3. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Gesamtentwicklung der Gruppe hängt im Wesentlichen von der Entwicklung der Gesellschaft Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH ab und damit vom Geschäftsverlauf des deutschen Freileitungsbaus. Die hohe Gesamtleistung und die positiven Ergebnisbeiträge aller Geschäftsbereiche spiegeln den Erfolg des abgelaufenen Geschäftsjahres wider. Das Ausschreibungsvolumen ist - begründet durch die branchenbezogenen Rahmenbedingungen - wie in den Vorjahren auf einem sehr hohen Niveau.

Bis auf die Cteam Netzservice GmbH haben alle konsolidierten Gesellschaften die geplante Leistung erreicht oder sogar übertroffen. Die Ergebnisse aller Cteam-Gesellschaften sind positiv.

Der konsolidierte Auftragsbestand zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.250 Mio. EUR bietet eine gute Ausgangslage für das kommende Jahr.

Mit dem Fokus auf organisches Wachstum und punktuellen Akquisitionen haben wir rechtzeitig die Chancen genutzt, um uns aufzustellen und vom Marktwachstum insbesondere in Deutschland, Österreich und Frankreich zu profitieren.

In unseren Geschäftsbereichen ist die Einhaltung diverser Qualitäts- und Sicherheitsstandards von enormer Bedeutung. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind oberste Priorität. Im Geschäftsjahr haben wir in den verschiedenen Bereichen Zertifizierungs- und Überwachungsaudits für den Standard SCL (Safety Culture Ladder) abgeschlossen sowie eine Delta Audit zur Identifizierung offener Punkte um für den SCL Standard die nächste Stufe erreichen zu können.

Die Geschäftsbereiche entwickelten sich im Einzelnen wie folgt:

Freileitungsbau

Im Geschäftsbereich Freileitungsbau - inklusive Stahlmontage, Fundamentsanierung und Korrosionsschutz für den Freileitungsbau - sind die Gesellschaften Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH, Cteam Leitungsbau Österreich GmbH, Cteam Netzservice GmbH, TEP GmbH Tower Erection Projects, Cteam Lignes Aériennes S.A.S. und Cteam Luxembourg S.à r.l. tätig. Der Geschäftsbereich Freileitungsbau ist und bleibt gemessen an Leistung, Ergebnis und Mitarbeiterzahl unser größter Geschäftsbereich. Dies spiegelt sich auch in den Umsatzerlösen von insgesamt 338,2 Mio. EUR (Vj. 309,5 Mio. EUR) wieder.

Im Freileitungsbau konnten wir mit hohem Auftragsbestand in das Jahr 2023 starten. Die Projekte wurden erfolgreich und ohne größere Unterbrechungen abwickelt. Die Organisation für die Abwicklung von Großprojekten etabliert sich weiter und entwickelt sich stetig fort. Das Ausschreibungsvolumen ist vor allem dank der Energiewende in Deutschland weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Engineering

Im Geschäftsbereich Engineering waren im abgelaufenen Geschäftsjahr überwiegend die Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH und K2 Engineering GmbH und ab April auch die TEBET GmbH tätig.

Im Engineering der Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH zog die Nachfrage nach Provisorien wieder deutlich an. Der Bereich der Leitungsplanung war erneut gut ausgelastet. Innerhalb Statik ergab sich im vergangenen Geschäftsjahr regional betrachtet ein gemischtes Bild. Die Umsatzerlöse des Bereichs Engineering sanken im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,9 Mio. EUR auf 27,3 Mio. EUR. Insgesamt betrachtet haben wir im Engineering die geplante Leistung von rund 21,9 Mio. EUR deutlich überschritten.

Die Auslastung der K2 Engineering GmbH war dagegen im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgehend sehr hoch.

Die Umsatzerlöse des gesamten Bereichs Engineering mit 34,0 Mio. EUR war um 5,5 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau 39,6 Mio. EUR.

Insgesamt betrachtet haben wir im Engineering der Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH die geplante Leistung um 5,5 Mio. EUR und bei der K2 Engineering GmbH die geplante Leistung um knapp 0,5 Mio. EUR überschritten.

Mobilfunk

Den Geschäftsbereich Mobilfunk bearbeitet einzig die Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH. Mit einem Umsatz von 40,7 Mio. EUR (Vj. 31,6 Mio. EUR) stellt dieser Geschäftsbereich im abgelaufenen Geschäftsjahr den zweit umsatzstärksten Geschäftsbereich dar.

Im Bereich Mobilfunk war es vorwiegend der Bereich Mastbau, der mit guter Auslastung und guter Auftragslage das Jahr erfolgreich abschließen konnte. In der Mobilfunkplanung und -technik wurde die geplante Leistung und der geplante Ergebnisbeitrag nicht erreicht. Beide Bereiche haben dennoch mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.

Nach einer Akquisition im Jahr 2022 die zum Aufbau von Kolonnen für Tiefbauarbeiten vollzogen wurde, gelang es im Geschäftsjahr 2023 die ersten Monteure für den Mobilfunk Mastbau zu gewinnen. Mit dem eigenen Personalaufbau wird das Risiko der Abhängigkeit von Subunternehmern reduziert.

Mobiler Bodenschutz/Provisorien

Der Geschäftsbereich "Mobile Bodenschutzsysteme/Provisorien" (MBS/PN) ist ebenfalls nur in der Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH angesiedelt und profitiert hauptsächlich von der Gebrauchsüberlassung von Notgestängen sowie verschiedener Bodenschutzmatten und -panels zum Schutz des Untergrunds an die anderen Geschäftsbereiche. Zu den Kunden des MBS/PN gehören jedoch auch Veranstalter im Kultur- und Freizeitbereich.

Die Gesamtleistung blieb leicht unter der geplanten Leistung. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von 2,8 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR gesunken, was auf eine enorm hohe Auslastung innerhalb des Konzerns zurückzuführen ist.

Schutzgerüste

Dieser Geschäftsbereich, der ausschließlich von der Stein GmbH betrieben wird, umfasst neben Sicherheitsgerüsten für den Leitungsbau auch Fassadengerüste und Behelfsbrücken. Im Geschäftsjahr 2023 übertrafen wir die prognostizierte Leistung sowie das Ergebnis. Die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr sind gesunken und betrugen 3,7 Mio. EUR (Vj. 4,8 Mio. EUR). Auch hier war die Auslastung über Aufträge im Konzernverbund deutlich höher als im Vorjahr und begründet die reduzierte Leistung gegenüber externen Kunden. Den Bereich der Fassadengerüste haben wir mit Ende des Geschäftsjahres 2023 eingestellt und fokussieren uns ab dem kommenden Geschäftsjahr ausschließlich auf den Markt mit Sicherheitsgerüsten.

Energietechnik

Gegenstand des Geschäftsbereichs Energietechnik, der auch als Geschäftsbereich Schaltanlagenbau bezeichnet wird, ist die Planung, Montage und Inbetriebnahme von energietechnischen Anlagen, insbesondere von Hoch-, Mittel- und Niederspannungsanlagen für Kraftwerke, Umspannwerke und Industrieanlagen.

Die Auslastung war im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgängig hoch, sodass die Umsatzerlöse mit 15,4 Mio. EUR (Vj. 12,3 Mio. EUR) deutlich gegenüber dem Vorjahr und der Planung gesteigert werden konnten. Für die Geschäftsjahre 2024 ff. planen wir nochmal mit deutlichen Steigerungen des Umsatz- und Ergebnisvolumens.

4. Darstellung der Lage

4.1 Ertragslage

Der Konzernumsatz belief sich im Geschäftsjahr auf 434,8 Mio. EUR (Vj. 401,5 Mio. EUR). Mit einer Gesamtleistung von 467,8 Mio. EUR (Vj. 407,4 EUR) erzielte die Gruppe ein EBIT von 79,2 Mio. EUR (Vj. 68,0 Mio. EUR). Bezogen auf die Gesamtleistung beträgt das EBIT im abgelaufenen Geschäftsjahr somit 16,9% (Vj. 16,7%). Unsere Planungen sahen eine Gesamtleistung in Höhe von 386,3 Mio. EUR vor und wurden damit dank der guten Marktlage und einer guten Projektabwicklung mit entsprechendem Nachtragsmanagement deutlich überschritten. Insbesondere in Deutschland konnten wir weiterhin deutlich wachsen.

Der Konzernjahresüberschuss vor den Anteilen fremder Gesellschafter betrug 57,3 Mio. EUR (Vj. 47,8 Mio. EUR) und übersteigt die Planungen um 27,8 Mio. EUR deutlich.

Die Materialaufwendungen sind prozentual in ähnlichem Umfang gestiegen wie die Gesamtleistung. Die Materialaufwandsquote ist daher fast auf dem Niveau des Vorjahres. Bezogen auf die Gesamtleistung betrug die Materialaufwandsquote 45,0% (Vj. 45,7%).

Im Geschäftsjahr waren im Konzern im Durchschnitt 1.301 Mitarbeiter (Vj. 1.164) beschäftigt. Der Personalaufwand pro Kopf stieg auf 77,6 TEUR (Vj. 76,2 TEUR). Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung liegt im Geschäftsjahr bei 21,6% (Vj. 21,8%). Der Planwert von 28% konnte aufgrund der guten Auslastung dennoch unterschritten werden.

Im Geschäftsjahr 2023 sind sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 65,4 Mio. EUR (Vj. 56,4 Mio. EUR) angefallen, was einer relativen Erhöhung von rund 16% entspricht. Die Erhöhung ist unter anderem auf weiter gestiegene Reisekosten, erhöhte Betriebskosten für Fahrzeuge und Zunahme der wechselnden Baulager zurückzuführen. Des Weiteren stiegen die Verwaltungskosten für Schulungen und Mietleasing durch den Aufbau und die Weiterbildung von Personal.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen von 15,4 Mio. EUR (Vj. 12,6 Mio. EUR) entfallen zu 88% auf Sachanlagen.

4.2 Finanzlage

Der Finanzmittelbestand betrug am Bilanzstichtag 174,3 Mio. EUR (Vj. 138,5 Mio. EUR). Auf Basis des hohen Auftragsbestands wird auch weiterhin eine gute Entwicklung der kurzfristig verfügbaren Liquidität und eine stabile Finanzlage erwartet. Deshalb und wegen der gestiegenen Zinsen und gesunkenen Verwahrentgelte, konnten wir liquide Mittel zu einem besseren Zinssatz anlegen.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 81,3 Mio. EUR (Vj. 47,7 Mio. EUR) und hat sich damit deutlich erhöht. Neben dem gestiegenen Jahresüberschuss (+9,5 Mio. EUR) ist dies der Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den reduzierten Ertragssteuerzahlungen zuzuschreiben. Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 31,2 Mio. EUR (Vj. 21,2 Mio. EUR) infolge der gestiegenen Investitionen in Sachanlagen. Aus der Finanzierungstätigkeit flossen 14,3 Mio. EUR ab und damit 2,5 Mio. EUR weniger als im Vorjahr, was sich aus niedrigeren Ausschüttungen an Gesellschafter und etwas geringeren Tilgungen von Krediten ergab.

4.3 Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,4%-Punkte auf 61,3% (Vj. 64,7%) verschlechtert. Im Umkehrschluss hat sich die Fremdkapitalquote im Konzern im Vergleich zu den Vorjahren leicht erhöht.

Kredite wurden trotz großer Investitionen plan- und außerplanmäßig getilgt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten bezogen auf das Vorjahr um fast 93% reduziert werden. Die Gesamtbankverbindlichkeiten des Konzerns gegenüber Kreditinstituten betrugen am Bilanzstichtag noch .0,5 Mio. EUR (Vj. 7,5 Mio. EUR).

Der Teilkonzern mit der Zwischenkonzernmutter Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH hat mit einem Bankenkonsortium bestehend aus vier Banken einen Konsortialvertrag. Das Vertragsverhältnis endet im Januar 2026. Der Rahmen des Konsortialvertrags betrug zum 31.12.2023 insgesamt 290 Mio. EUR. Davon wurden zum Bilanzstichtag 250,5 Mio. EUR für Avale in Anspruch genommen. Darüber hinaus wurden zum Stand 31.12.2023 weitere Avale in Höhe von insgesamt 44,2 Mio. EUR von weiteren Kreditinstituten und Versicherungen außerhalb des Konsortialrahmens gezogen.

4.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr um 97,6 Mio. EUR auf 374,1 Mio. EUR (Vj. 276,5 Mio. EUR). Eine der wesentlichen Veränderungen resultiert aus den Investitionen in Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen übersteigen mit insgesamt 177,9 Mio. EUR (Vj. 115,1 Mio. EUR) die Vorräte. Der Überhang in Höhe von 39,9 Mio. EUR (Vj. 12,8 Mio. EUR) wird unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Der Anlagendeckungsgrad betrug im Geschäftsjahr 278% (Vj. 276%) und steigt analog dem Trend der Vorjahre weiter.

4.5 Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen in Höhe von 33,5 Mio. EUR (Vj. 23,8 Mio. EUR) getätigt. Investitionsschwerpunkte waren Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

III. Prognose-, Chancen-, und Risikobericht

1. Chancen

Wir gehen davon aus, dass unsere Kernmärkte aufgrund notwendiger Investitionen in die Energieinfrastruktur über die nächsten Jahre weiter stark wachsen werden. Der enorm hohe Auftragsbestand bietet eine gute Ausgangslage für die nächsten Jahre. Unsere Reputation durch erfolgreich abgewickelte Großprojekte bei allen Übertragungsnetzbetreibern stellt eine gute Grundlage dar, um auch weitere Projekte akquirieren zu können. Neben unseren guten Kundenbeziehungen verfügen wir auch über enge und über lange Zeit gewachsene Lieferantenbeziehungen für kritische Gewerke im Freileitungsbau.

Ein weiterhin hohes Potenzial bietet das Cteam Provisorium (CP). Aufgrund der immer größeren und komplexeren Projekte, die am Markt ausgeschrieben werden, bietet das CP eine schnellere, oft preiswertere und nachhaltigere Lösung. Durch das Alleinstellungsmerkmal am Markt verfügen wir über eine komfortable Preissetzung. Neben dem deutschen Markt erwarten wir nun eine steigende Nachfrage aus dem europäischen Markt. Damit einhergehend bietet sich die Chance unser Provisorium nun verstärkt auch außerhalb des deutschen Markts zu verkaufen.

Auch im Mobilfunkmastbau sind weiterhin hohe Investitionen erforderlich, um den Ausbau der mobilen und digitalen Infrastruktur erreichen zu können. Dabei verfügen wir über die notwendigen Ressourcen im Mastbau und in der Mobilfunkplanung. Darüber hinaus haben wir im Jahr 2022 begonnen, eigene Montageressourcen im Tiefbau zu entwickeln und haben dies nun im Jahr 2023 fortgesetzt, indem erstmals auch Montageressourcen im Mastbau aufgebaut wurden. Mit der ATC wurde ein Strategiepapier unterzeichnet, welches Maststandorte über die nächsten Jahre definiert. Damit reduziert sich die Abhängigkeit vom Kunden DFMG.

Die wachsenden Märkte führen auch zu einer weiter steigenden Nachfrage unsere mobilen Bodenschutzsysteme. Mittlerweile erfahren wir Baustellenverzögerungen am Markt, da der mobile Bodenschutz nicht verfügbar ist. Daher haben wir im Jahr 2023 die Entscheidung getroffen, neben den Alumatten, erstmals auch Stahlplatten zu kaufen, um unser Portfolio zu erweitern und Ressourcen intern zu sichern. Mit unserer guten Kapitalausstattung können wir weiterhin in diesen Markt und in die notwendigen Assets investieren. Die ökologischen Rahmenbedingungen und Nachhaltigkeitsanforderungen steigen ebenso weiter, was den Bedarf nach Lösungen zum Bodenschutz wachsen lassen wird.

Die derzeit bekannten und geplanten Investitionsvorhaben im Schaltanlagenbau in Österreich bleiben für die nächsten Jahre auf sehr hohem Niveau. Diese unterstützen somit den weiter geplanten Unternehmsaufbau positiv und bieten zudem deutliche Wachstumschancen für unser Unternehmen.

Die regionale Präsenz durch mehrere Standorte im ganzen Gebiet der Bundesrepublik sowie in Frankreich, Österreich und Luxemburg bietet uns die Chance hoher Flexibilität und das Onboarding von Arbeitskräften in verschiedenen Regionen. Aufgrund unserer Wachstumserwartung sind in den nächsten Jahren weitere Standortentwicklungen und Neugründungen möglich.

2. Risiken

Nach fast zwei Jahren seit dem Beginn des Ukrainekrieges sind die Auswirkungen auf die Lieferketten nicht mehr spürbar und haben keinen negativen Einfluss auf unser Geschäft. Die Folgen, wie gestiegene Rohstoffkosten tangieren uns zwar weiterhin, sind aber planbar und über Preisgleitklauseln in unseren Kundenverträgen lässt sich Risiko daraus oft entscheidend reduzieren. Darüber hinaus haben wir mit einen Rohstoffderivats auf Dieselöl das Risiko von Preissteigerungen reduziert. Die Ausweitung des Krieges oder einer Auseinandersetzung zwischen China und Taiwan sowie anderen politischen Krisenherden können die Situation von Preissteigerungen und Materialverfügbarkeit deutlich verschärfen.

Das Volumen der Einzelprojekte steigt mit dem Wachstum permanent an, weshalb die Steuerung von Großprojekten ein ständiges Risiko für uns darstellt. Mit dem neuen Großprojekt "Netzverstärkung Badische Rheinschiene" über mehrere Einzelmaßnahmen zeigt sich dieses Risiko eindrücklich. Um diesem Großprojekt über die nächsten rund 8 Jahre gerecht zu werden und die Risiken zu managen, wurde ein eigener Bereich geschaffen, um den Fokus aller Mitarbeiter auf die Maßnahmen zu konzentrieren. Die Ausschreibungsqualität reduziert sich, da unsere Kunden die Ausschreibungen und den Bau beschleunigen möchten. Neben den Einflüssen von Dritten auf den geplanten Bauablauf, wie Behörden, Umweltverbände und Eigentümer, erschwert sich der Bau durch parallel ständig verändernde Ausführungsplanungen. Damit ist auch die Basis für fundierte Kalkulationen nur beschränkt verfügbar. Mit Preisgleitklauseln und vor allem mit einem fundierten Claim Management begegnen wir diesen Projekt- und Vertragsrisiken.

Um den enormen Auftragsbestand abwickeln zu können, müssen wir im gesamten Unternehmen Personalressourcen gewinnen. Der Fachkräftemangel und die Demografie in Deutschland sind hier enorme Risikofaktoren, mit denen wir uns permanent und künftig noch stärker auseinandersetzen müssen. Neben der Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter verstärken wir auch das Recruiting im Ausland.

Neben dem Risiko eigene Ressourcen halten und gewinnen zu können, besteht auch das Risiko, die notwendigen Kapazitäten von Lieferanten zu sichern. Dabei gilt es über eine gute Ressourcenplanung Auslastungen weitsichtig zu planen und auch längerfristig zu garantieren, so dass die Partner die Sicherheit haben, Aufträge zu erhalten.

Die Projektverschiebungen aufgrund von fehlenden Genehmigungen, Klagen oder Prioritätsverschiebungen bei Kunden erschweren die Planung und Logistik.

Die Entwicklungen aus neuen Arbeitsverfahren und -techniken, wie beispielsweise aus Anwendungen der Robotik auf Baustellen, müssen wir ständig beobachten. Die weitere Entwicklung der Gesellschaft wird von unserer Innovationsfähigkeit abhängen.

Eine Grundvoraussetzung für die Abwicklung unserer Projekte ist die Konsortialfinanzierung mit namhaften Kreditinstituten, um den vertraglichen Voraussetzungen unserer Kunden gerecht zu werden. Mit dem Wachstum steigen die dafür notwendigen Avallinien, was ein permanentes Reporting zur Überwachung der Rahmen und zeitnahe Rückgaben von Bürgschaften erfordert, wenn entsprechende Meilensteine erreicht sind. Die Orientierung an unternehmensbezogenen, bilanziellen Kennzahlen ist unerlässlich. Ein Risiko entsteht dann, wenn diese Aufgaben aufgrund des Wachstums steigen und weitere, nicht finanzielle Aspekte einzubeziehen sind.

Unmittelbare Risiken aus dem Klimawandel sehen wir derzeit nicht. Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels können jedoch ein gewisses, wirtschaftliches Risiko darstellen. So bedingt beispielsweise die Einführung und Erhöhung der CO 2 -Steuer steigenden Betriebskosten. Zudem führen neue Berichterstattungspflichten an Kunden, Banken, etc. zu einem hohen Verwaltungsaufwand oder gar zum Ausschluss bei Nichterfüllung der Pflichten.

Das Risiko von Forderungsausfällen hat sich aus unserer Sicht nicht maßgeblich verschärft. Die Forderungen sind bis zu einer bestimmten Höhe versichert. Dadurch werden diese von uns und der Warenkreditversicherung laufend überwacht.

3. Prognose

Mit Blick auf die geopolitischen Spannungen und Auseinandersetzungen erwarten wir beim Ausbleiben einer Verschärfung keine Brüche unserer Lieferketten und Materialengpässe und damit keinerlei außergewöhnliche Projektverschiebungen. Weitere Preissteigerungen sind zu erwarten, wenngleich nicht mehr in den Steigerungsraten wie im vergangenen Jahr.

Für das Jahr 2024 erwarten wir eine Gesamtleistung von 509,2 Mio. EUR. Das EBIT bezogen auf die Gesamtleistung planen wir mit rund 16%. Obgleich der oben genannten Risiken, sind wir zuversichtlich, die Planzahlen in allen Geschäftsbereichen erreichen zu können.

Das Marktvolumen in unserem Kernmarkt Freileitungsbau Deutschland erwarten wir im Jahr 2024 bei 1,6 Mrd. EUR. Die Voraussetzung, um den hohen Auftragsbestand erfolgreich abwickeln zu können und dem weiterhin hohen Ausschreibungsvolumen gerecht zu werden, bleibt der Aufbau und die Sicherung notwendiger Humankapazitäten.

Den Auftragseingang und die Marktchancen in unserer Branche sehen wir, entgegen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, weiterhin als sehr positiv. Allein der Markt in Deutschland wird voraussichtlich von 2023 auf 2024 um 23% wachsen und auch in den Folgejahren erwarten wir einen wachsenden Markt. Dies lässt uns weiterhin positiv in die Folgejahre blicken.

 

Bodnegg, 20. Juni 2024

Helmut Locher

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Cteam HL-Holding GmbH, Bodnegg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Cteam HL-Holding GmbH, Bodnegg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Cteam HL-Holding GmbH, Bodnegg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 21. Juni 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG mbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Patrick Huhn, Wirtschaftsprüfer

Markus Will, Wirtschaftsprüfer

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