Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 78300
Eingetragen
30.10.2006
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Informatik und der Unternehmensberatung sowie die Entwicklung und der Verkauf von Produkten in diesem Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mark Dangel
seit 9.12.2020
Geschäftsführer
Christian Baumgartner
seit 23.10.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Arcondis Holding AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Arcondis Holding AG
Switzerland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Arcondis GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Unternehmensüberblick

Arcondis ist ein global agierendes Beratungsunternehmen mit einer Spezialisierung auf die Life Sciences- und Gesundheitsbranche. Die Arcondis GmbH mit mehr als 80 Mitarbeitenden in Deutschland ist Teil der Arcondis Gruppe. Mit über 250 Mitarbeitenden in der Gruppe weltweit ist Arcondis bekannt für die Beschleunigung der Wertschöpfung in den Bereichen Forschung & Entwicklung, Produktion & Lieferkette, Marketing, Vertrieb & Service zum Nutzen der Patienten. Unsere Dienstleistungen umfassen Digitalisierung, Daten, IT & Infrastruktur, Produktlebenszyklus-Management, Qualität, Regulierung & Compliance sowie Personal & Kultur. Als unabhängiger Lösungsanbieter priorisieren wir stets die Interessen unserer Kunden.

2. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 sank das reale Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 0,2 %, die Inflation lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9 %. Hauptursachen sind die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere der Krieg in der Ukraine sowie hohe Energiepreise und globale wirtschaftliche Spannungen.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/ https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/.html

Für die Arcondis GmbH als Absatzmarkt ist insbesondere der Bereich Pharma und Biotechnologie sowie der Bereich Medizintechnik von Bedeutung.

Entgegen der allgemeinen Entwicklung in Deutschland, hat sich der Life Science Markt in Deutschland in 2023 positiv entwickelt.

Im Jahr 2023 verzeichnete der Sektor für Life Science-Beratungs- und professionelle Dienstleistungen in Deutschland ein vorsichtiges Wachstum, angetrieben durch strategische Übernahmen und Kooperationen sowie durch den zunehmenden Einsatz von Generativer KI, die verschiedene Aspekte von der Arzneimittelforschung bis zur Patientenversorgung beeinflusst.

b. Geschäftsentwicklung

Das Jahr 2023 war für die Arcondis GmbH ein Rekordjahr hinsichtlich Mitarbeiterzahl und Umsatz, der mit einem Anstieg um 14,1 Prozent im Berichtsjahr bei TEUR 15.803 und somit 7,2 Prozentpunkte über dem Branchenwachstum lag. Die Umsätze der Jahre 2022 und 2023 beinhalten neben einer insgesamt positiven Entwicklung auch Umsatzerlöse aus einem für Arcondis bedeutenden Festpreisprojekt, das Anfang des Jahres 2024 ausläuft.

Die Mitarbeiterzahl stieg im Jahresdurchschnitt von 73 im Vorjahr auf 83 Mitarbeitende im Berichtsjahr.

Auf Grund gestiegener Aufwendungen insbesondere bei der Gewährleistung und bei den bezogenen Leistungen sowie bei den Personalaufwendungen ergibt sich im Berichtsjahr ein negatives Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 116.

c. Leistungsindikatoren

Die für des Unternehmens bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a. Vermögenslage

Wie in den Vorjahren verfügte die Arcondis GmbH auch per Ende 2023 über eine sehr solide Bilanzstruktur. Die Vermögenslage wird, wie für einen Dienstleister üblich, geprägt durch einen sehr hohen Anteil an kurzfristig fälligen Positionen. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme betrug zum Ende des Geschäftsjahres 98,9 % (Vorjahr: 99,6 %). Die größte Position entfällt auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inkl. der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen) in der Höhe von TEUR 3.449 (Vorjahr: TEUR 4.007).

Die Bilanzsumme ging um TEUR 2.877 auf TEUR 5.094 (Vorjahr: TEUR 7.971) zurück. Die Ursachen hierfür lagen auf der Aktivseite an geringeren Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.036 (Vorjahr: TEUR 3.912) und geringeren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 616).

Der Rückgang der Passivseite ergab sich aus der Entwicklung der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dabei verminderten sich mit einem Rückgang um TEUR 1.929 insbesondere die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen. Die Steuerrückstellungen gingen um TEUR 388 zurück auf TEUR 1. Die Rückstellungen für Personalkosten verminderten sich auf TEUR 628 (Vorjahr: TEUR 1.161). Gegenläufig wurde für erwartete Nacharbeiten und Gewährleistungsaufwendungen aus einem Großprojekt eine Rückstellung in Höhe von TEUR 650 gebildet, so dass sich insgesamt ein Anstieg der sonstigen Rückstellungen um TEUR 178 ergab.

https://pharma-fakten.de/die-branche/

a. Finanzlage

Zum Bilanzstichtag beträgt das Eigenkapital TEUR 3.064 (Vorjahr: TEUR 3.157). Die Eigenkapitalquote beträgt per 31.12.2023 60,1 % (Vorjahr: 39,6 %).

Zum Bilanzstichtag bestehen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 2.006). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 161).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR -2.870 (Vorjahr: TEUR -366). Diese Veränderung resultiert vorwiegend aus stichtagsbezogenen Veränderungen der erhaltenen Anzahlungen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -6 (Vorjahr: TEUR -20).

Die Gesellschaft verfügte stets über genügend Liquidität, um das operative Geschäft und nötige Investitionen aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind kurzfristig fällig und bestehen gegenüber Kunden mit guter Bonität. Ausfallrisiken sind nicht erkennbar. Der Bestand an liquiden Mitteln reicht aus, sämtliche Verbindlichkeiten im Zeitpunkt ihrer Fälligkeit auszugleichen.

b. Ertragslage

Auf die Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 hat sich die deutliche Umsatzsteigerung ausgewirkt: Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2023 von TEUR 13.854 um 14,1 % auf TEUR 15.803 gestiegen.

Dem gegenüber stehen allerdings eine Margen-Verschlechterung in Folge weniger margenträchtiger Aufträge, gestiegener Aufwendungen für Fremdleistungen sowie eine deutlich höhere Inanspruchnahme von Leistungen der übrigen Konzernunternehmen und damit ein deutlich höherer Aufwand für bezogene Leistungen.

Ferner war ein deutlicher Anstieg des Personalaufwandes von TEUR 6.539 um 10,3 % auf TEUR 7.214 infolge ansteigender Mitarbeiterzahl sowie der Anpassung von Gehältern zu verzeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen aufgrund des erhöhten Aufwands für Group Management Fees, Vertrieb und Marketing sowie aufgrund der Zuführung zur Rückstellung für Nacharbeiten und Gewährleistung um TEUR 1.106 auf TEUR 2.573 zu (Vorjahr: TEUR 1.467).

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen und des Zinsergebnisses ergibt sich für das Berichtsjahr ein negatives Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 116 gegenüber positiven TEUR 1.461 im Vorjahr.

Der Jahresfehlbetrag des Berichtsjahres beläuft sich auf TEUR 93.

4. Risikomanagement

Für das Jahr 2024 bleiben die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland herausfordernd. Die Bundesregierung prognostiziert ein reales Wachstum des BIP von nur 0,2 %, während die Inflation auf 2,8 % zurückgehen soll.

https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/deutschland-prognose-der-bundesbank-deutsche-wirtschaft-fasst-langsam-wieder-tritt-933622

Die Pharma- und Biotechnologiebranche in Deutschland sieht sich 2024 mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert, profitiert aber auch von steigenden Gesundheitsausgaben und der wachsenden Nachfrage nach innovativen Therapien. Laut Prognosen soll der Umsatz in der Pharmaindustrie 2024 um etwa 3 % auf rund 52 Milliarden Euro steigen. Die Bundesregierung unterstützt die Branche durch steuerliche Anreize und Investitionszuschüsse, insbesondere für Forschung und Entwicklung (F&E).

Die globalen Spannungen und die schleppende wirtschaftliche Entwicklung in wichtigen Märkten wie China wirken sich jedoch dämpfend auf den Export und die internationalen Kooperationen aus.

Der Medizintechniksektor profitiert von der fortschreitenden Digitalisierung und der Einführung neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz und Robotik, die erhebliche Wachstumschancen bieten. Die zunehmende Nachfrage nach digitalen Gesundheitslösungen und der Einsatz moderner Technologien in Krankenhäusern und Praxen treiben die Innovationsdynamik an. Es wird erwartet, dass der Umsatz in der Medizintechnikbranche 2024 um 4 % auf etwa 37 Milliarden Euro steigen wird. Gleichzeitig muss sich die Branche an verschärfte regulatorische Anforderungen anpassen, die mit höheren Kosten und länger dauernden Genehmigungsverfahren verbunden sind.

Die Professional Services Industry, insbesondere im Bereich Life Science, spielt eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung und Förderung dieser Branchen. 2024 bietet sowohl Chancen als auch Herausforderungen für Dienstleister in diesem Sektor.

a. Beratungsdienste

Die steigende Nachfrage nach innovativen Gesundheitslösungen und Technologien treibt den Bedarf an spezialisierten Beratungsdiensten. Dienstleister, die Expertise in den Bereichen Digitalisierung, Regulierungsberatung und Marktstrategie bieten, werden zunehmend gefragt.

https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/deutschland-prognose-der-bundesbank-deutsche-wirtschaft-fasst-langsam-wieder-tritt-933622/-https://pharma-fakten.de/die-branche/-https://de.statista.com/outlook/hmo/medizintechnik/deutschland

b. Forschungs- und Entwicklungsunterstützung

Mit steigenden Investitionen in F&E-Projekte steigt auch der Bedarf an externen Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen. Unternehmen suchen nach Partnern, die ihnen helfen können, innovative Produkte schneller und kosteneffizienter auf den Markt zu bringen.

c. Technologie- und IT-Dienstleistungen

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens und die Einführung neuer Technologien schaffen einen wachsenden Bedarf an IT- und Technologiedienstleistungen. Dienstleister, die Lösungen für die Integration von Künstlicher Intelligenz, Big Data und Cybersecurity anbieten, werden besonders profitieren.

Fazit

Die Life Science Branche in Deutschland steht vor erheblichen Herausforderungen, aber auch vor bedeutenden Chancen. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind durch moderates Wachstum und anhaltende Unsicherheiten geprägt. Der Life Science Sektor kann jedoch durch technologische Innovationen und steigende Nachfrage im Gesundheitsbereich profitieren. Die Professional Services Industry spielt dabei eine zentrale Rolle und wird von der wachsenden Nachfrage nach spezialisierten Beratungs-, Forschungs- und IT-Dienstleistungen, wie es die Arcondis GmbH ist, profitieren.

Die deutsche Life Science Branche sieht sich mit Herausforderungen wie hoher Inflation, Budgetkürzungen und einer unsicheren Wirtschaftslage konfrontiert. Dies führt auch bei uns, in Bezug auf einige Services, zu einem allgemeinen Nachfragerückgang, wohingegen für andere Services im Bereich der Digitalisierung (Künstliche Intelligenz) mit einer erhöhten Nachfrage zu rechnen ist.

Ein spezifisches Risiko für Arcondis stellt das Ende des großen Festpreisprojekts dar, wodurch mehrere Berater mit ähnlichen Fähigkeiten vorübergehend nicht abrechenbar werden. Zur Risikominderung wurden diese Mitarbeiter ermutigt, Überstunden und Urlaub abzubauen, was auch eine Gelegenheit zur Erholung nach den anstrengenden letzten Jahren bietet. Gleichzeitig finden verstärkte und fokussierte Anstrengungen der gesamten Organisation statt, die Akquise neuer Projekte zu verstärken; insbesondere für die Bereiche, in denen wir Potenzial sehen, aber auch in den Segmenten, die durch das Ende des Festpreisprojekts einen Kapazitätsüberhang aufweisen.

5. Corporate Governance

Die Arcondis GmbH ist derzeit eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Arconids AG, die wiederum von der Arcondis Holding AG gehalten wird. Im Zuge einer Umstrukturierung ist beabsichtigt, die Arcondis GmbH unter das Dach der Arcondis Holding zu stellen. Während die GmbH zuvor vollständig im Besitz der Arcondis AG war, wird sie im Laufe des Jahres 2024 zu 100 % von der Arcondis Holding AG in der Schweiz gehalten. Diese Umstrukturierung stellt einen strategischen Schritt dar, um die Organisation für zukünftige Herausforderungen und Chancen zu stärken.

6. Ausblick und Zukunft

Die Arcondis GmbH ist von 2021 bis 2023 umsatztechnisch um 84 % gewachsen. Für das Jahr 2024 wird für die Beratungsbranche in Deutschland ein Umsatzwachstum von 9,8 % prognostiziert. Konträr dazu geht für die Arcondis GmbH Anfang 2024 ein bedeutendes Festpreisprojekt zu Ende. Dem Wachstum der Vorjahre folgt für die Gesellschaft im Jahr 2024 daher eine Konsolidierungsphase, bevor in den Jahren 2025 und 2026 dann wieder ein Wachstum über dem Branchendurchschnitt geplant ist. Daher erwarten wir im Jahr 2024 einen deutlichen Rückgang bezüglich des Umsatzes sowie einen Rückgang hinsichtlich der Mitarbeiterzahl.

Wir erwarten für das Jahr 2024 wieder ein leicht positives Ergebnis vor Ertragsteuern.

Das Jahr 2024 wird ebenfalls genutzt, um uns ISO 13485 zertifizieren zu lassen. Durch diese Zertifizierung erhoffen wir uns die Erschließung weiterer attraktiver Geschäftsfelder. Damit positionieren wir uns prominent am Markt, auch für die Erstellung und den Betrieb von digitalen Produkten.

Abschließend gehen wir, die Geschäftsleitung der Arcondis GmbH, fest von der Fortführung des Geschäftsbetriebes aus. Weder ein Verkauf noch eine Schließung der Firma stehen zur Debatte. Wir sind zuversichtlich, dass unsere strategische Ausrichtung und die laufenden Anpassungen unseres Geschäftsmodells es uns ermöglichen werden, auch in herausfordernden Zeiten erfolgreich zu agieren und weiterhin einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Gesundheitswesens zu leisten.

 

Eschborn, den 26. Juni 2024

Mark Dangel

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 27.139,72 31.851,30
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen 27.137,72 31.849,30
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.137,72 31.849,30
B. Umlaufvermögen 5.038.075,78 7.939.099,39
I. Vorräte 98.465,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.903.566,43 4.027.162,65
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 134.914,80 616.278,03
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.768.651,63 3.410.884,62
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.036.043,85 3.911.936,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.558,87
Aktiva 5.093.774,37 7.970.950,69

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.063.783,64 3.156.825,39
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 638.495,45 638.495,45
III. Gewinnvortrag 2.493.329,94 1.435.333,61
IV. Jahresfehlbetrag 93.041,75 -1.057.996,33
B. Rückstellungen 1.496.552,71 1.706.963,73
C. Verbindlichkeiten 533.438,02 3.107.161,57
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 128.792,95 490.694,37
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 128.792,95 490.694,37
2. sonstige Verbindlichkeiten 404.645,07 2.616.467,20
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 404.645,07 2.616.467,20
Passiva 5.093.774,37 7.970.950,69

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.682.712,13 9.489.076,55
2. Personalaufwand 7.213.833,59 6.538.802,57
a) Löhne und Gehälter 6.152.124,05 5.688.558,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.061.709,54 850.243,69
3. Abschreibungen 10.938,83 11.890,76
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.938,83 11.890,76
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.573.374,14 1.466.646,56
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 366,71
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 469,81 11.199,98
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -22.875,49 402.026,35
7. Ergebnis nach Steuern -93.028,75 1.058.510,33
8. sonstige Steuern 13,00 514,00
9. Jahresfehlbetrag 93.041,75 -1.057.996,33

Anhang

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Arcondis GmbH, Eschborn, Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 78300, zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden im Berichtsjahr die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß §§ 266 und 275 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zur Klarheit der Darstellung werden "davon-Vermerke" nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Anhang vorgenommen.

Von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen grundsätzlich den Vorjahresgrundsätzen. Soweit im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr von den Gliederungsvorschriften des HGB abweichende Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder Veränderungen vorliegen, wurde dem Prinzip der Darstellungsstetigkeit (§ 265 Abs. 1 HGB) durch Anpassung der Vorjahreszahlen entsprochen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden planmäßig entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear pro rata temporis nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (5 bis 13 Jahre).

Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Abgänge werden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibung zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens erfasst.

Unfertige Erzeugnisse sowie Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese beinhalten die direkten und indirekten Kosten der für die Projekte eingesetzten Mitarbeiter sowie der bezogenen Leistungen. Angemessene Teile der Gemeinkosten werden berücksichtigt. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung i.S.d. § 253 Abs. 4 HGB werden beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 1 % des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestands Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Bilanzierung des Eigenkapitals erfolgt mit dem Nennwert.

Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags gebildet.

Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB bewertet.

Eine Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Fälligkeit bis zu einem Jahr, außer den Kautionen in Höhe von EUR 13.896,65 (Vorjahr: EUR 13.896,65) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 11.771,45 (Vorjahr: EUR 579.896,52) die Forderungen gegen die Gesellschafterin. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie gegen die Gesellschafterin sind solche aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen in Höhe von EUR 418.071,01 (Vorjahr: EUR 0,00) Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Rückstellung für Gewährleistungen 650.000,00 0,00
Personalverpflichtungen 627.715,00 1.160.803,28
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 131.572,96 88.497,00
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 86.424,75 52.304,75
Berufsgenossenschaft 0,00 16.700,00
1.495.712,71 1.318.305,03

Einzelheiten über die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag TEUR (Vorjahr
TEUR)
bis zu 1 Jahr TEUR (Vorjahr
TEUR)
mehr als 1 Jahr TEUR (Vorjahr
TEUR)
davon mehr als 5 Jahre TEUR (Vorjahr
TEUR)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 77 77 0 0
(2.006) (2.006) (0) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 103 103 0 0
(161) (161) (0) (0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 129 129 0 0
(491) (491) (0) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 224 224 0 0
(449) (449) (0) (0)
Summe 533 533 0 0
(3.107) (3.107) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von EUR 216.666,17 Steuern (Vorjahr: EUR 440.508,11) und in Höhe von EUR 3.901,09 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (Vorjahr: EUR 2.744,32).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen insbesondere Dienstleistungsumsätze mit Dritten sowie Leistungen gegenüber Unternehmen der Arcondis Gruppe.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.405,09) Erträge aus der Währungsumrechnung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 366,71 (Vorjahr: EUR 0,00) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

Darüber hinaus entstanden in Höhe von EUR 650.000,00 außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bildung einer Rückstellung für Gewährleistungen für noch zu erbringende Nacharbeiten eines in 2023 abgeschlossenen Festpreisprojektes.

V. Ergänzende Angaben

1. Mitglieder der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 war

Herr Mark Dangel, Managing Director

als Geschäftsführer bestellt.

Die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB wurden in Anwendung des Wahlrechts nach § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

2. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Arcondis Holding mit Sitz in Allschwil, Schweiz, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim lokalen Register eingereicht.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

4. Anzahl Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 83 Angestellte (Vorjahr: 73), davon zwei leitende Angestellte und sechs Mitarbeiter in Teilzeit.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag ergaben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 89.932,93 (Vorjahr: EUR 37.638,46) aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit bis maximal 2027.

6. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Eschborn, den 26. Juni 2024

Mark Dangel

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Arcondis GmbH, Eschborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Arcondis GmbH, Eschborn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arcondis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Wir weisen darauf hin, dass der Abschluss der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr ungeprüft ist und die Vergleichsangaben insoweit ebenfalls ungeprüft sind.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ulm, den 10. Juli 2024

SGP Schneider Geiwitz GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

signiert von:

Bohnert, Wirtschaftsprüfer

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