Immutable Insight Asset Management GmbHLiquidiert

82031 Grünwald, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 266345
Eingetragen
20.5.2021
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Verwaltung eigenen Vermögens sowie Erwerb und Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Immutable Insight Asset Management GmbH

Grünwald

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 70.755,24 109.436,49
2. Forderungen an Kunden 7.899,00 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 21.197,52 8.299,83
99.851,76 117.736,32

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten
täglich fällig 4.916,01 433,91
2. Rückstellungen
andere Rückstellungen 26.350,00 2.750,00
3. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 240.000,00 160.000,00
c) Verlustvortrag 70.447,59 0,00
d) Jahresfehlbetrag 125.966,66 70.447,59
68.585,75 114.552,41
99.851,76 117.736,32

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

01.01.2022 - 31.12.2022 22.04.2021 - 31.12.2021
EUR EUR
1. Sonstige betriebliche Erträge 7.906,13 0,00
2. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
andere Verwaltungsaufwendungen -133.872,79 -70.447,59
3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -125.966,66 -70.447,59
4. Jahresfehlbetrag -125.966,66 -70.447,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

der Immutable Insight Asset Management GmbH, Grünwald

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Immutable Insight Asset Management GmbH hat ihren Sitz in Grünwald und ist unter der Nummer HRB 266345 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den Regelungen der §§ 340 ff. HGB i. V. m. § 2 Abs. 1 WpIG, der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Der Ausweis der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den nach § 2 Rech-KredV vorgeschriebenen Formblättern. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in der Staffelform aufgestellt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in der Bilanz wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden bei Bedarf durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

2. Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bilanziert.

3. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

III. ANGABEN ZUR BILANZ

1. Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden sind gemäß ihrer Restlaufzeit in der nachfolgenden Fristengliederung dargestellt:

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Forderungen an Kunden
bis 3 Monate 7.899,00 0,00

2. Sonstige Vermögensgegenstände

Im Wesentlichen handelt es sich bei den sonstigen Vermögensgegenständen um Forderungen gegen Gesellschafter, die Immutable Insight GmbH, Grünwald in Höhe von EUR 20.891,60 (Vorjahr: EUR 8.230,55).

3. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 4.916,01 (Vorjahr: EUR 433,91).

Die Verbindlichkeiten sind täglich fällig.

4. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

IV. SONSTIGE ANGABEN

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 keine Mitarbeiter.

2. Gesellschaftsorgane

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

 

Frau Katharina Gehra, Unternehmerin

 

Herr Dr. Volker-Henning Winterer, Physiker

3. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 23 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Grünwald, den 30. September 2023

Immutable Insight Asset Management GmbH

Geschäftsführung

Katharina Gehra

Dr. Volker-Henning Winterer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell

Die Immutable Insight Asset Management GmbH ("IIAM" im Folgenden) hat im März 2022 ihre Wertpapierinstitutslizenz (Wpl-Lizenz) erhalten und formal zum 1.5.2022 die Tätigkeiten der Anlagevermittlung, Anlageberatung und Finanzportfolioverwaltung aufgenommen. Aufgrund verschiedener exogener Entwicklungen auf den Märkten (siehe hierzu unter 2.1.) haben sich die ursprünglichen Planungen mehrfach kurzfristig verschoben. Daher wurden im Jahr 2022 noch keine erlaubnispflichtigen Geschäftsabschlüsse getätigt. Sie strebt die Erzielung von Erträgen aus diesen Tätigkeiten, insbesondere den aus der Finanzportfolioverwaltung (oder: Anlagemanagement) von insbesondere Investmentfonds anfallenden Gebühren und Beteiligungen an den Gewinnen an. Die Gesellschaft selbst betreibt keinerlei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

1.2. Ziele und Strategien

Das angestrebte Anlagemanagement der IIAM konzentriert sich allein auf digitale Assets auf Blockchain-Basis. Dabei verfolgt die IIAM primär aktive Anlagestrategien.

Die IIAM strebt an, nachhaltige Wertsteigerungen von verwalteten Finanzportfolien (im Folgenden Assets under Management oder "AuM") bei gleichzeitiger Reduktion der Risiken im Vergleich zu passiven Anlagen zu erzielen.

Nachhaltigkeit ist ein besonderes Anliegen der IIAM in ihrer Anlagestrategie. Die IIAM strebt an, Nachhaltigkeitsanalysen im Rahmen des Konzernprivilegs einzusetzen, um ihren künftigen Kunden die Option zu bieten, nachhaltig in digitale Vermögenswerte zu investieren. Zu diesem Zweck werden Anlagestrategien entwickelt, die mit Artikel 8 der EU-Verordnung über die Offenlegung nachhaltiger Finanzierungen (SFDR) in Einklang stehen, unter anderem durch den Kauf von Emissionszertifikaten.

1.3. Geschäftsorganisation

Die IIAM hat aktuell zwei Geschäftsführer und keine sonstigen Beschäftigten. Die operativen Tätigkeiten im Zusammenhang mit den durch die Gesellschaft zukünftig zu erbringenden Vermögensanlage-Dienstleistungen werden im Zielmodell in Abhängigkeit der jeweiligen Produkte und Vertriebskanäle festgelegt. Möglich sind sowohl die zukünftige Verlagerung von bestehenden Beschäftigten der Mutter (Immutable Insight GmbH) in die IIAM als auch eine direkte, externe Neubesetzung von Rollen, bei denen die Vorbeugung von möglichen Interessenskonflikten vorrangig ist. Als behördlich zugelassener Vermögensverwalter ist die IIAM verpflichtet, umfangreiche Präventiv- und Überwachungsmaßnahmen zu ergreifen, um Interessenkonflikte zu vermeiden sowie die Einhaltung von Vorschriften und eine angemessene Risikoexposition sicherzustellen. Compliance-, Risiko- und Innenrevisionsaktivitäten wurden von Beschäftigten der Muttergesellschaft im Rahmen des Konzernprivilegs durchgeführt, um zu gewährleisten, dass das Unternehmen seinen Betrieb nach bestmöglichen Branchenstandards aufnehmen kann.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Grünwald.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Marktumfeld für digitale Assets (Coins und Token) hat sich im Jahr 2022 stetig und stark an die Treiber und Entwicklung von etablierten liquiden Assetklassen, wie Aktien und festverzinsliche Wertpapiere und im Besonderen Technologieaktien, aber auch illiquiden Venture Capital Anlagen angenähert, nachdem es in den Jahren davor von diesen deutlich stärker entkoppelt war. 1 Dies manifestiert sich in den Korrelationen der Renditen der entsprechenden Anlageklassen untereinander.

Das Umfeld für Digital Asset Management, d.h. das Kaufen und Verkaufen von Coins und Token, hat sich im Laufe des Jahres 2022 zunehmend verschlechtert. Einerseits haben die mit der stark gestiegenen Inflation und auf Grund des Ukrainekriegs entstandenen Verwerfungen und Kursrückgänge an den Kapitalmärkten überproportional auf die Preise von digitalen Assets und demnach deren Marktkapitalisierung durchgeschlagen. Andererseits haben eine Reihe negativer spezifischer Ereignisse auf den Märkten für digitale Assets, insbesondere die Zusammenbrüche des "Stable Coins" TerraUSD und Luna, des nativen Coins der Terra- Blockchain, wie in Folge einer Reihe von spezialisierten Blockchain-Investmentfirmen im Mai/Juni und dann im November der Krypto-Börse FTX, den Markt an digitalen Assets und auch die Bereitschaft von institutionellen Anlegern, in Kryptowerte zu investieren, enorm belastet. Die der EU Markets in Crypto Assets (MiCA) Regulierung, welche im Laufe des Jahres 2022 abschließend verhandelt wurde und im April 2023 vom Europäischen Parlament verabschiedet wurde, wird nach der gesetzlichen Frist Ende Juni 2024 rechtsverbindlich in Kraft treten. Die daraus resultierende, gestiegene regulatorische Sicherheit der mit 2024 anwendbaren Regelungen im Umgang mit blockchainbasierten Werten und der Nutzung von Blockchain-Anbietern hat sich im Jahr 2022 ebenso wie im bisherigen Jahresverlauf 2023 noch nicht wesentlich positiv auf den Markt an digitalen Assets ausgewirkt. 2 Allerdings hat es seit Jahresanfang 2023 einen gewissen Aufwärtstrend gegeben, der aber bisher nicht mit beispielsweise den Preisentwicklungen in 2021 auch nur annähernd zu vergleichen ist.

Die im Jahr 2022 abgeklungene Corona-Krise hatte keinen zuordenbaren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der IIAM.

2.2. Geschäftsverlauf

Die wesentlichen Ereignisse im Jahr 2022 waren (1.) die Erteilung der Erlaubnis durch die BaFin vom 29.03.2022, Wertpapierdienstleistungen (gemäß §15 Abs. 1, Abs. 9 WpIG) zu erbringen sowie (2.) die Vereinbarung mit einer namhaften deutschen KVG, gemeinsam einen in Digital Assets investierenden Spezialfonds aufzulegen, was sich (i) in einem Memorandum of Collaboration bereits am 27.08.2021 sowie (ii) der Ergänzung einer entsprechenden Pre- Marketing-Anzeige dieser an die BaFin über dieses Unterfangen vom 01.08.2022 manifestierte. Entsprechend hat die IIAM im Jahr 2022 noch keine operativen Erträge erzielt. Des Weiteren wurde (3.) eine Vereinbarung mit einem in Luxemburg ansässigen Vermögensverwalter geschlossen, um einen digitalen Zugangskanal für das Segment der Privatpersonen anzubieten, damit die Gesellschaft dieses Marktsegment in Zukunft bedienen kann. Allerdings hat (4.) der Zusammenbruch der Kryptobörse FTX das Unternehmen dazu veranlasst, die Risikoparameter sowie die Ausführung seiner Anlagestrategien zu überprüfen, was zu einer Verzögerung bei der Einführung der geplanten Dienstleistungen führen wird. Dabei hat das Unternehmen die Notwendigkeit erkannt, dass trotz der Tatsache, dass Branchenriesen ihre Geschäfte in großem Umfang über diese Art von scheinbar sicheren Plattformen abwickeln, noch detailliertere Gegenparteien- und strengere Risikorichtlinien eingeführt werden müssen, um die Sicherheit der Kundenmittel zu gewährleisten. Dazu ist auch der bald beginnende Prozess in den USA gegen den Gründer der FTX Plattform, Sam Bankman-Fried, relevant, der wesentliche offene Fragen und vor allem Sicherheitslücken aufgreifen und erläutern wird, die für zukünftige Geschäftstätigkeiten relevant sein werden.

1 https://www.spglobal.com/en/research-insights/featured/special-editorial/understanding-crypto-valuation - insb. Korrelationsanalysen; https://www.nytimes.com/2022/05/11/technology/bitcoin-price-crashing-stocks.html.
2 Siehe ebenfalls 1. Quelle in Fußnote 1 bzgl. der Kryptomarktentwicklung.

2.3. Lage

2.3.1. Ertragslage

Die IIAM hat im Jahr 2022 allein sonstige betriebliche Erträge (i.H.v. EUR 7.906,13; 2021: EUR 0,00) aus der Weiterverrechnung von Aufwendungen an Geschäftspartner erzielt.

Dem standen v.a. Kosten aus allgemeine Verwaltungsaufwendungen für v. a. Abschluss, Prüfung, Beratung und betrieblicher Infrastruktur gegenüber. Diese beliefen sich auf EUR 133.872,79 (2021: EUR 70.447,59). Es ergab sich entsprechend ein Jahresfehlbetrag von EUR - 125.966,66 (2021: EUR -70.447,59), was den Erwartungen vor dem Hintergrund der Anlaufaufwendungen und verzögerten tatsächlichen Geschäftsaufnahme entsprach.

2.3.2. Finanzlage

2.3.2.1. Kapitalstruktur und Finanzierung

Das Vermögen der IIAM setzte sich zum 31.12.2022 im Wesentlichen aus Bankguthaben zusammen.

Die Passivseite war zum 31.12.2022 durch Eigenkapital i.H.v. EUR 68.858,75 (2021: EUR 114.552,41) sowie Rückstellungen für Jahresabschluss und Prüfung (EUR 26.350,00; 2021: EUR 2.750,00) dominiert. Im August 2022 erfolgte eine Barerhöhung der Kapitalrücklage um EUR 80.000, um die regulatorischen Eigenmittel wiederaufzufüllen und zu stärken.

2.3.2.2. Investitionen

Die IIAM hat im Jahr 2022 Investitionen in die Auflage eines Spezialfonds und einer Finanzportfolioverwaltung für Digitale Assets in Form von Zahlungen an Geschäftspartner für deren Vorleistungen dafür getätigt.

2.3.2.3. Liquidität

Die IIAM hat einen Bankguthabenbestand, von zum Jahresende 2022 EUR 70.755,24 (2021: EUR 109.436,49).

2.3.3. Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögenslage war im Jahr 2022 geprägt von den Liquiditätsabflüssen für die Aufnahme der Geschäftstätigkeit sowie für die Investitionen in die Auflage von Digital Asset Management Produkten.

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentlicher finanzieller Leistungsindikator für die Geschäftsentwicklung der IIAM sind, neben den noch nicht vorhandenen operativen Erträgen, die ebenfalls noch nicht vorhandenen AuM.

Vor der effektiven Aufnahme der Geschäftstätigkeit und damit der Erzielung von Erträgen sind allein die Kosten ein relevanter Leistungsindikator. Diese haben sich von EUR 70.447,59 im Jahr 2021 auf EUR 133.872,79 im Jahr 2022 im Rahmen der ursprünglichen Kostenplanung und in Anbetracht der verzögerten Geschäftsaufnahme erhöht.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die operativen Erträge der IIAM für 2023 sind zum einen von der Realisierung und dem Erfolg der Kooperationen im Digital Asset Management, d.h. der Auflage und des AuM-Wachstums bei dem geplanten Spezialfonds und der geplanten Finanzportfolioverwaltung, abhängig.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts für das Geschäftsjahr 2022 sind diese Digital Asset Management Kooperationen weiterhin mit den Partnern geplant, aber in ihrer endgültigen Realisation unsicher, sodass die Gesellschaft für 2023 noch nicht mit AuM bzw. hieraus resultierenden Provisionserträgen rechnet. Stattdessen prüft die IIAM weitere Ertragsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Partnern, beispielsweise auch bei tokenisierten Anleihen, von denen aktuell aber noch keine belastbaren Erträge aufzulisten sind.

Die IIAM geht davon aus, dass sie Aufwendungen und Auszahlungen für Pflichtausgaben i.H.v. ca. EUR 50 Tsd., wie Jahresabschlusserstellung und dessen Prüfung, aus den verbleibenden liquiden Mitteln sowie der bereits getätigten Zuwendung der Mutter in Höhe von EUR 35.000,00 und ggf. weiteren Zuwendungen der Mutter wird bestreiten können.

3.2. Risikobericht

Wesentlicher Risikofaktor für die wirtschaftliche Lage der IIAM ist die Realisation der Digital Asset Management Kooperationen. Sollte die vereinbarte Kooperation nicht zustande kommen, so sind weitere Kapital- und Liquiditätsnachschüsse i.H.v. ca. EUR 50 Tsd. zum Erhalt der Gesellschaft und der Lizenz erforderlich. Das Risikomanagementsystem kam noch nicht zur Nutzung, da noch keine Geschäfte getätigt wurden. Aktuell werden Risiken bzgl. der Finanzlage monatlich anhand der Liquiditätslage gemonitort und der Mutter wie auch deren Gesellschaftern im Hinblick auf möglichen weiteren Kapital- und Liquiditätsbedarf kommuniziert. Die Muttergesellschaft hat sich nach Sicht der Gesellschaft in 2023 stabil entwickelt und kann auch den weiteren Kapitalbedarf, soweit abzusehen ist, decken.

3.3. Chancenbericht

Die stärkste positive Auswirkung auf die wirtschaftliche Lage der IIAM hätte eine schnelle Realisation der Digital Asset Management Kooperationen sowie in der Folge ein schnelles AuM-Wachstum auf Grund einer positiven Vertriebsentwicklung gemeinsam mit den Partnern oder eine Weiterentwicklung der Kompetenzen der Gesellschaft für tokenisierte Wertpapiere.

 

Grünwald, den 30. September 2023

Immutable Insight Asset Management GmbH
Amtsgericht München, HRB 266345

Geschäftsführung

Katharina Gehra

Dr. Volker-Henning Winterer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Immutable Insight Asset Management GmbH, Grünwald

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Immutable Insight Asset Management GmbH, Grünwald - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Immutable Insight Asset Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT

Der von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellte Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 22. April 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - und Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 22. April 2021 bis zum 31. Dezember 2021 wurden nicht durch einen Abschlussprüfer geprüft.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da do- lose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 25. Oktober 2023

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Butte, Wirtschaftsprüfer

Streicher, Wirtschaftsprüferin

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde festgestellt am 01.03.2024.

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