Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 33499
Eingetragen
25.11.2021
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Die Fertigung und Prozessierung von mikroelektronischen Bauelementen für integrierte Schaltkreise (sog. Wafer).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cordula Pritz
seit 25.11.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Littelfuse Netherlands B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Littelfuse Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dortmund Semiconductor GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Jahr 2023

der Dortmund Semiconductor GmbH, Dortmund

(kurz: Dosemi GmbH)

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Gegenstand der Gesellschaft ist die Fertigung und Prozessierung von mikroelektronischen Bauelementen für integrierte Schaltkreise (sog. Wafer). Die Gesellschaft ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der Elmos Semiconductor SE, Dortmund (Elmos SE). Diese Muttergesellschaft ist derzeit auch einziger Kunde der Dosemi GmbH.

Die Muttergesellschaft ist ein weltweit agierender Anbieter von Mixed-Signal-Halbleitern, vornehmlich für Kunden aus der Automobilindustrie. Als Systemlösungs-Spezialist ist es Ziel, das elektronische System zu verbessern und so Leistung, Effizienz und Sicherheit der Anwendungen zu erhöhen, was für den Kunden u.a. Vorteile in Bezug auf die Produktion, Kosten, Performance oder auch Zuverlässigkeit bedeutet.

Die ICs (integrierte Schaltkreise) bieten innovative Lösungen für die globalen automobilen Megatrends: Diese unterstützen Fahrerassistenzsysteme bis hin zum autonomen Fahren, elektrische Antriebskonzepte, Digitalisierung, neuartige System-Architekturen und ermöglichen in allen Fahrzeugen mehr Sicherheit, Komfort und Wohlbefinden. Ziel ist es, mit den zukunftweisenden Produkten vom strukturellen Marktwachstum im automobilen Halbleitermarkt und von der zunehmenden Elektrifizierung aller Systeme und Funktionen im Fahrzeug nachhaltig profitieren zu können. Es ist beabsichtigt, in den Applikationsfeldern weiter profitabel zu wachsen und so die positive Entwicklung des gesamten Unternehmens weiter fortzusetzen.

Die Dosemi GmbH erzielt ein hohes Qualitätsniveau sowohl in ihren Produkten als auch in ihren Geschäfts-, Produktions- und Supportprozessen. So ist das Dosemi GmbH Qualitätsmanagementsystem nach dem Automobilindustrie-Standard IATF 16949 zertifiziert. Das Überwachungsaudit in 2023 bestätigt das hohe Niveau des Qualitätsmanagementsystems. Darüber hinaus ist die Dosemi GmbH nach ISI 50001 (Energiemanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement) und ISO 45001 (Arbeitsschutzmanagement) zertifiziert.

1.2 Forschung und Entwicklung

Eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten mit eigenem Personal werden bei der Gesellschaft nicht durchgeführt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die großen weltweiten Automobilmärkte konnten im Jahr 2023 ausgehend von schwachen Vorjahreswerten insbesondere durch die Normalisierung entlang der Lieferketten deutliche Anstiege bei den Pkw-Produktionszahlen verzeichnen.

So ist laut S&P Global die Anzahl der neu produzierten Fahrzeuge weltweit im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 9,4% gestiegen. Auf regionaler Sicht konnte Europa (+12,5%) dabei den höchsten Zuwachs aufweisen, gefolgt von Nordamerika (+9,5%) und China (+9,4%).

Pkw-Produktionszahlen 1 Veränderung
Weltweit +9,4%
Europa +12,5%
China +9,4%
Nordamerika +9,5%
Halbleitermarkt
Gesamter Halbleitermarkt (weltweit) 2 -9,4%
Automobiler Halbleitermarkt (weltweit) 3 +19,2%

Quellen:

1 S&P Global Mobility Light Vehicle Production Forecast (Stand: Januar 2024),
2 WSTS (Stand: November 2023),
3 S&P Global Mobility Automotive Semiconductor Tracker (veröffentlicht im Dezember 2023)

Der Halbleitermarkt musste im Jahr 2023 insbesondere aufgrund einer schwachen Nachfrage von Endkunden nach Elektronik einen deutlichen Rückgang verkraften. Laut dem Branchenverband WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) sind im Jahr 2023 die gesamten Halbleiterumsätze weltweit um -9,4% auf 520 Mrd. USD gefallen. Im Gegensatz dazu konnte laut S&P Global der automobile Halbleitermarkt im Jahr 2023 mit +19,2% erneut ein deutliches Wachstum verzeichnen.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.2.1 Ertragslage

VERKÜRZTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Tsd. Euro oder
%
GJ 2023 GJ 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 42.053 32.480 29,5%
Bestandsveränderung, andere aktivierte Eigenleistungen und sonst. betriebl. Erträge 1.567 -82 n/a
Materialaufwand 13.926 10.160 37,1%
Personalaufwand 15.785 11.718 34,7%
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.052 2.402 27,1%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.685 6.354 36,7%
EBIT 2.172 1.764 23,1%
Beteiligungs- und Finanzergebnis 32 -23 n/a
Ergebnis vor Steuern 2.204 1.741 26,6%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 680 -680 n/a
Jahresüberschuss 2.883 1.061 >100,0%

Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 29,5 % auf 42.053 Tsd. Euro (2022: 32.480 Tsd. Euro) deutlich gestiegen. Gleichzeitig sind auch die Materialaufwendungen im Vorjahresvergleich um 37,1 % und die Personalaufwendungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um 34,7 % gewachsen. Im Ergebnis resultierten diese Veränderungen in einer Erhöhung des EBIT im Geschäftsjahr 2023 um 23,1 % auf 2.172 Tsd. Euro (2022: 1.764 Tsd. Euro). Der Anstieg dieser Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Vorjahresvergleich basiert im Wesentlichen darauf, dass die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erst zum 1. April 2022 aufgenommen wurde und somit der Vergleichszeitraum letztlich nur 9 Monate umfasst.

2.2.2 Finanzlage

VERKÜRZTE KAPITALFLUSSRECHNUNG

in Tsd. Euro oder
%
GJ 2023 GJ 2022 Veränderung
Jahresüberschuss 2.883 1.061 >100,0%
Abschreibungen 3.052 2.402 27,1%
Zunahme (-) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -1.207 -6.633 -81,8%
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 300 1.832 -83,6%
Übrige Posten -681 703 n/a
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.348 -634 n/a
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -827 -366 >100,0%
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.000 3.000 n/a
Veränderung der Finanzmittel +521 +2.000 -73,9%
Finanzmittel am Anfang der Periode 2.025 25 >100,0%
Finanzmittel am Ende der Periode 2.546 2.025 25,7%

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr höher ausgefallen und belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 4.348 Tsd. Euro (2022: -634 Tsd. Euro). Dies ist insbesondere auf den höheren Jahresüberschuss sowie auf Veränderungen im Nettoumlaufvermögen (Veränderung der Vorräte und der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) zurückzuführen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit erreichte mit -827 Tsd. Euro (2022: -366 Tsd. Euro) ein geringeres Niveau als im Vorjahr, im Wesentlichen resultierend aus erhöhten Auszahlungen im Sachanlagevermögen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag im Berichtszeitraum aufgrund der Darlehensrückführung bei -3.000 Tsd. Euro, während das Vorjahr mit +3.000 Tsd. Euro durch die Darlehensgewährung von der Konzernmuttergesellschaft beeinflusst war.

Die Gesellschaft finanziert sich zukünftig primär aus Eigenmitteln, im Wesentlichen aus den zugeflossenen liquiden Mitteln aus dem Verkauf von prozessierten Wafern an die Elmos SE.

2.2.3. Vermögenslage

VERKÜRZTE BILANZ

in Tsd. Euro oder
%
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Anlagevermögen 14.362 16.587 -13,4%
Vorräte 18.294 15.777 16,0%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.967 6.250 -20,5%
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.546 2.025 25,7%
Übrige Aktiva 325 353 -7,9%
Aktiva, gesamt 40.493 40.990 -1,2%
Eigenkapital 37.052 34.168 8,4%
Rückstellungen 1.647 2.223 -25,9%
Verbindlichkeiten 1.795 4.599 -61,0%
Passiva, gesamt 40.493 40.990 -1,2%

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag geringfügig um 1,2% auf 40.493 Tsd. Euro per 31. Dezember 2023 gesunken. Auf der Aktivseite ist die Veränderung u.a. in einer Verminderung des Sachanlagevermögens begründet. So waren im Geschäftsjahr 2023 die Abschreibungen mit 3.052 Tsd. Euro deutlich höher als die getätigten Investitionen (827 Tsd. Euro). Auf der Passivseite sind im Vorjahresvergleich die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Rückzahlung eines Darlehens gegenüber verbundenen Unternehmen signifikant gesunken. Zusätzlich ist ein Rückgang der Rückstellungen um 576 Tsd. Euro zu verzeichnen.

2.3. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Geschäftsentwicklung und -lage der Elmos Semiconductor SE als Muttergesellschaft und einziger Kunden der Dosemi GmbH bestimmt im Wesentlichen die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Dosemi GmbH in einem herausfordernden geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld erfreulich entwickelt. Trotz einer Normalisierung der Halbleiterallokation konnten der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Die Aufstellung der Gesellschaft mit innovativen Produkten bildet in Verbindung mit einem soliden finanziellen Fundament eine hervorragende Basis für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.

2.4. Steuerungssystem/Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Steuerungssystem der Dosemi GmbH basiert auf zwei wesentlichen Elementen: Umsatz und EBIT bzw. EBIT-Marge. Diese Kennzahlen sind bedeutsame finanziellen Leistungsindikatoren für den Elmos Konzern sowie für die Dosemi GmbH und bilden eine wesentliche Grundlage für die operativen und strategischen Managemententscheidungen. Sie dienen dazu, die Zielerreichung und den Unternehmenserfolg zu messen sowie die ergebnisbezogene variable Vergütung der Geschäftsführung festzulegen.

Jede Kennziffer wird sowohl isoliert als auch in Kombination mit den anderen betrachtet und analysiert. Als Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern reflektiert das EBIT (englisch: Earnings before Interest and Taxes) bzw. die EBIT-Marge die Ergebnisqualität.

Die Geschäftsführung der Dosemi GmbH wird mindestens monatlich in Form von standardisierten Berichten detailliert über den operativen Geschäftsverlauf informiert. Dieses Berichtswesen wird bei Bedarf durch Ad-hoc-Analysen in schriftlicher Form oder in persönlichen Gesprächen ergänzt. Die durch das Berichtswesen generierten Ist-Daten werden mit den Plandaten abgeglichen. Zielabweichungen werden analysiert, erläutert und geplante Gegenmaßnahmen dargestellt.

2.5. Prognose-Ist-Vergleich

Die Geschäftsführung war mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 zufrieden. Sowohl Umsatzerlöse als auch EBIT konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und lagen gleichzeitig über den Planannahmen.

3. Ausblick

Im Berichtsjahr betreibt die Dosemi GmbH am Stammsitz in Dortmund eine eigene Waferfertigung. Die Elmos Semiconductor SE als Mutterunternehmen und Littelfuse, Inc., USA, ein diversifiziertes, industrielles Technologieunternehmen, haben am 28. Juni 2023 einen Vertrag zum Verkauf der Waferfertigung von der Elmos Semiconductor SE am Standort Dortmund an Littelfuse unterzeichnet. Zudem haben das Mutterunternehmen und Littelfuse vereinbart, eine langfristige Liefervereinbarung mit einer anfänglichen Laufzeit bis zum Jahr 2029 abzuschließen, nach der die Elmos Semiconductor SE bestimmte Mengen der bei der Dosemi GmbH gefertigten Wafer kaufen wird. Die kartellrechtliche Freigabe ohne Auflagen erfolgte durch das Bundeskartellamt im Juli 2023. Im August 2023 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die außenwirtschaftsrechtliche Freigabe für den Verkauf der Waferfertigung von Elmos an Littelfuse ohne Auflagen erteilt. Der Vollzug der Transaktion wird voraussichtlich Ende Dezember 2024 wirksam werden. Bis zum Vollzugstermin behält die Elmos Semiconductor SE die volle operative Kontrolle über die Waferfertigung der Dosemi GmbH.

4. Chancen- und Risikobericht

CHANCEN

Chancen werden bei der Dosemi GmbH identifiziert und analysiert. Die Unternehmensführung ist darauf ausgerichtet, den Wert des Unternehmens systematisch und kontinuierlich zu steigern. Eine Quantifizierung der Chancen ist nicht durchgängig durchführbar, weil diese in der Regel durch externe Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren sowie komplexe Wechselbeziehungen bestimmt sind, welche durch die Gesellschaft nur begrenzt oder gar nicht beeinflussbar sind.

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen eröffnen sich für die Dosemi GmbH durch die zunehmende Digitalisierung und dem Zugang zu Wachstumsmärkten, vor allem in Asien. Hierzu zählt insbesondere auch der chinesische Automobilmarkt, der ein hohes Wachstumspotential aufweist und seine führende Rolle bei der Elektromobilität weiter ausbauen könnte.

Branchenspezifische Chancen eröffnen sich durch den Wandel der automobilen Mobilität, insbesondere durch folgende Megatrends im Automobilbereich: Fahrerassistenzsysteme bis hin zum autonomen Fahren, Elektromobilität, neuartige System-Architekturen im Fahrzeug sowie höhere Anforderungen an Sicherheit, Konnektivität, Komfort und Wohlbefinden. Da das Produktportfolio nicht von einer bestimmten Antriebstechnologie abhängig ist, bieten sich in allen Applikationsfeldern Chancen durch die steigende Anzahl von Halbleitern infolge der zunehmenden Digitalisierung und Elektrifizierung aller Systeme und Funktionen im Fahrzeug. Die Nachfrage nach Halbleitern waren auch im Geschäftsjahr 2023 insgesamt sehr hoch. Und auch in den Folgejahren wird mit einem strukturellen und nachhaltigen Anstieg der Nachfrage nach Halbleitern gerechnet.

Produktspezifische Chancen

Produktspezifische Chancen eröffnen sich für die Dosemi GmbH durch Innovationen. Ziel ist es, mittelfristig den Kundenstamm zu erweitern.

Sonstige Chancen

Die Gesellschaft arbeitet permanent an der Optimierung der Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie Logistik und investiert in Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.

GESAMTBEURTEILUNG DER CHANCEN DURCH DIE UNTERNEHMENSLEITUNG

Die Unternehmensleitung der Dosemi GmbH ist zuversichtlich, dass die Ertragskraft der Gesellschaft eine solide Basis für die künftige Geschäftsentwicklung darstellt und für die nötigen Ressourcen sorgt, um die der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen.

Sollte mit diesen Maßnahmen und Methoden bessere Fortschritte erzielt werden können als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken und dazu führen, dass die mittelfristigen Perspektiven übertroffen werden. Dabei haben vor allem die gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen und produktspezifischen Chancen das Potenzial, einen positiven Beitrag für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu leisten.

RISIKEN

Um erfolgreich am Markt agieren und unternehmerische Chancen nutzen zu können, müssen bestimmte Risiken bewusst eingegangen werden. Jedes Risiko beinhaltet gleichzeitig auch eine Chance. Eben diese Chancen zu nutzen - und somit aus dem bewussten oder ohnehin unabdingbaren Eingehen eines Risikos einen Mehrwert zu generieren - ist ein wichtiger Aspekt eines Risikomanagements.

Risiken werden regelmäßig identifiziert und deren Einfluss auf die Unternehmensziele analysiert. Wo die Gesellschaft die entsprechenden Kompetenzen besitzt, werden bestimmte Risiken eingegangen, wenn gleichzeitig ein angemessener Ertrag zu erwarten ist. Darüber hinaus werden größere Risiken möglichst vermieden. Risiken, die der Gesellschaft bekannt sind, werden analysiert und überprüft. Soweit möglich werden geeignete Gegenmaßnahmen entwickelt.

Ökonomische, politische, gesellschaftliche und regulatorische Risiken

Die geopolitischen Risiken haben auch das Geschäftsjahr 2023 wieder spürbar beeinflusst. Insbesondere seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine ist die Geschäftstätigkeit maßgeblich von Unsicherheiten geprägt, welche eine Vielzahl von politischen und wirtschaftlichen Folgen aufgrund von Sanktionen, Engpässen bei der Versorgung mit Rohstoffen und Energie sowie Kostensteigerungen beinhalten. In diesem volatilen Umfeld hat sich die Vorhersehbarkeit der Entwicklung der Wirtschaft und Märkte maßgeblich verschlechtert. Darüber hinaus würde eine Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten das Risiko eines globalen wirtschaftlichen Abschwungs weiter erhöhen. Die Gesellschaft beobachtet fortlaufend das geopolitische und das wirtschaftliche Umfeld in ihren Kernmärkten, um neue potenzielle Risiken oder Veränderungen in der Risikobewertung möglichst frühzeitig zu antizipieren und entsprechende Gegenmaßnahmen bzw. Anpassungen einleiten zu können. Jedoch ist es uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, das gesamte Ausmaß der Risiken durch die aktuelle geopolitische und wirtschaftliche Situation vollständig abzuschätzen.

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Allokation im Halbleiterbereich weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft beeinflusst. Im Jahresverlauf haben sich die Versorgungsengpässe bei Wafern zwar entspannt, dennoch könnte eine verstärkte Nachfrage nach Smartphones oder anderen elektronischen Geräten zukünftig wieder eine Verschärfung bei der Verfügbarkeit von Wafer zur Folge haben und erneut zu Versorgungsengpässen in den globalen Lieferketten führen.

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 spürbar abgeschwächt und haben aktuell keinen maßgeblichen Einfluss mehr auf die wirtschaftlichen Aktivitäten oder die globalen Lieferketten. Dennoch beobachtet die Gesellschaft die Situation weiter sehr genau, denn das Ausmaß, die zeitliche Dauer und die weitere Entwicklung der Pandemie, neuen Virus-Varianten oder der Ausbruch von anderen Infektionskrankheiten lässt sich sehr schwer vorhersagen. Das gilt ebenso für die Vorhersage der Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Versorgungsengpässe durch die Halbleiterallokation oder der Ausbruch von Infektionskrankheiten birgt eine Vielzahl an Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen können. Hierzu zählen u.a. eine unzureichende oder fehlende Verfügbarkeit von Rohstoffen und Komponenten verbunden mit Beeinträchtigungen der eigenen Produktion oder Lieferung der eigenen Produkte, weitreichende, wirtschaftliche und politische Beschränkungen zur Eindämmung einer Pandemie und ein damit verbundener Nachfragerückgang in den Absatzmärkten des Unternehmens. Der Einsatz der eigenen Produkte hängt auch von weiteren ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen ab. Ereignisse wie beispielsweise Wirtschaftskrisen, militärische Auseinandersetzungen, wie beispielsweise der Krieg in der Ukraine, der Konflikt im Nahen Osten, politische Veränderungen oder geopolitische Spannungen, Anhebung von Zöllen und weitreichende Handelsbeschränkungen, wie z.B. der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der Konflikt um Taiwan, verstärkte Sanktionen im Halbleiterbereich mit China, Schwankungen bei Währungen und Leitzinsen, geänderte Zulassungsbestimmungen für Neufahrzeuge, eine Rezession in Europa oder anderen wichtigen Weltmärkten, eine deutliche Verlangsamung des Wachstums in Asien sowie eine Erhöhung von Staatsschulden könnten sich negativ auf die Fähigkeit und Bereitschaft auswirken, die Produkte der Gesellschaft zu nutzen. Gesellschaftliche und politische Instabilität, beispielsweise verursacht durch Terroranschläge, Krieg oder internationale Konflikte, Naturkatastrophen, anhaltende Streiks oder Pandemien könnten sich negativ über die jeweils betroffene Wirtschaft hinaus auswirken und somit auch die eigene Geschäftstätigkeit maßgeblich beeinträchtigen.

Branchen- und Marktrisiken

Halbleiterallokation

Das Berichtsjahr war weiterhin geprägt von einer sehr hohen Nachfrage nach Halbleitern im Automobilbereich. Demgegenüber ist die Nachfrage nach Halbleitern insbesondere in der Konsum- und Büroelektronik spürbar zurückgegangen. Insgesamt sind die Auftragsbestände für Automobil-Halbleiter nach wie vor hoch. Die Fertigungskapazitäten für Halbleiter, insbesondere für automobilspezifische 8-Zoll-Technologien, sind jedoch weltweit begrenzt. Durch das umfassende Allokationsmanagement ist es der Dosemi GmbH gelungen, die Lieferfähigkeit der realen Bedarfe auch im Geschäftsjahr zu gewährleisten. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich jedoch nicht konkret vorhersagen, ob sich die Versorgungslage bei automobilen Halbleitern weiter normalisieren wird und ob die vorhandenen weltweiten Kapazitäten ausreichend sein werden, um den nachhaltig steigenden Bedarf an Halbleitern in der Automobilindustrie erfüllen zu können. Demgegenüber könnte eine Wiederbelebung der Nachfrage nach elektronischen Produkten in den anderen Sektoren eine branchenübergreifende erneute Verstärkung der Kapazitätsengpässe zur Folge haben. Die Gesellschaft arbeitet sehr eng mit allen Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass auch zukünftig ausreichend Wafer- zur Verfügung stehen, um die Lieferverpflichtungen erfüllen zu können. Jedoch kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, dass die Gesellschaft zukünftig aufgrund von Versorgungsengpässen von Schlüsselkomponenten oder Dienstleistungen sowie fehlenden Waferkapazitäten selbst in Lieferschwierigkeiten kommt und dann nicht alle Lieferverpflichtungen gegenüber Kunden immer vollständig und termingereicht erfüllen kann. Dies könnte sich erheblich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken.

Abhängigkeit von der Automobilindustrie

Das Kerngeschäft der Dosemi GmbH steht in direktem Zusammenhang mit der Nachfrage der Automobil- bzw. der Automobilzuliefererindustrie nach Halbleitern. Ein starker Einbruch oder signifikante Schwankungen bei den Automobil-Produktions- und Absatzzahlen stellt auch für die Gesellschaft als Halbleiterlieferant ein Risiko dar. Auch wird die Nachfrage nach den Halbleitern durch die Lieferfähigkeit anderer Lieferanten beeinflusst, da Systeme und Autos nur dann gefertigt werden können, wenn alle Lieferanten liefern können.

Trotz einer weiteren Erholung des Automarktes im Jahr 2023 konnten die Absatz- und Produktionsvolumina der Jahre vor der COVID-19-Pandemie noch immer nicht erreicht werden. Negative Auswirkungen auf die weltweite Pkw-Nachfrage oder anhaltend hohe Schwankungen bei den Absatz- und Produktionszahlen könnten sich auch auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft maßgeblich auswirken.

Die Dosemi GmbH liefert ausschließlich an ihr Mutterunternehmen die Elmos Semiconductor SE. Deren Kundenstruktur zeigt eine gewisse Abhängigkeit von einigen großen Automobilzulieferern. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass ein Kunde der Elmos Semiconductor SE in der Regel mehrere Produkte mit verschiedenen Lebenszyklen bezieht und diese oft in verschiedenen Modellen, Marken und Märkten zum Einsatz kommen. Durch den in den vergangenen Jahren stärkeren Fokus der Muttergesellschaft auf ASSPs wird diese Kundenabhängigkeit verringert, da solche Produkte an mehrere Kunden verkauft werden können. Andererseits steigt das Risiko der Austauschbarkeit, weil auch Wettbewerber oftmals vergleichbare Lösungen anbieten können.

Wettbewerbsrisiken

Eine Vielzahl von Wettbewerbern im Halbleitermarkt für automobile Anwendungen bietet ähnliche Produkte wie die Dosemi GmbH auf vergleichbarer technologischer Grundlage an. Bei großvolumigen Aufträgen steht die Gesellschaft auch im Wettbewerb zu Großproduzenten und ist entsprechendem Preisdruck ausgesetzt. Zukünftig könnte es in China zu verstärkten Wettbewerbsaktivitäten von lokalen Mixed-Signal Herstellern oder auch zu einem verstärkten Export von chinesischen Halbleitern für bestimme Applikationen kommen. Dies könnte dann negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Ertragslage der Gesellschaft haben.

Personalrisiken

Ein wichtiger Aspekt des Erfolges am Markt ist die Qualität und Verfügbarkeit von Mitarbeitern. Durch den weiterhin angespannten Arbeitsmarkt, insbesondere für Fachkräfte und Ingenieure, besteht das Risiko, dass qualifizierte Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und zeitnah kein adäquater Ersatz gefunden werden kann. Die Gesellschaft begegnet dieser Herausforderung mit einer Vielzahl von Recruiting-Maßnahmen. Dennoch besteht das Risiko, dass das Unternehmen qualifizierte Mitarbeiter nicht für sich gewinnen kann, falls ein neuer Bedarf entsteht. Dieses könnte die Unternehmensentwicklung negativ beeinflussen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Kostenentwicklung

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 haben sich die Risiken hinsichtlich der Kostenentwicklung im Berichtsjahr etwas reduziert. Die Inflation liegt zwar immer noch auf einem höheren Niveau als in den Vorjahren, die Dynamik ist aber weniger ausgeprägt. Dennoch wird erwartet, dass die Marktpreise für Rohstoffe und Energie weiter volatil bleiben werden. Darüber hinaus ist mit weiter steigenden Personalkosten durch die Anpassung der Lohnrunde bei der Gesellschaft an vergleichbare Tarifabschlüsse zu rechnen. Diese Entwicklungen könnten negative Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sollten die Kosten nicht kompensiert oder mittels Preisanpassungen an unsere Kunden weitergegeben werden können.

Sonstige finanzielle Risiken (Kredit- und Ausfallrisiken, Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken)

Die Dosemi GmbH unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, geplanten Transaktionen und bestehenden Verpflichtungen (firm commitments) insbesondere Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse und Zinssätze sowie sonstigen Preisrisiken. Ziel der finanzorientierten Risikoerfassung ist es, diese Marktrisiken im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses rechtzeitig zu identifizieren, zu bewerten und bei Bedarf durch Maßnahmen zu begrenzen.

Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist die Gesellschaft ggfs. Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute bzw. Emittenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Die Anlage liquider Mittel erfolgt unter Berücksichtigung hoher Flexibilität und Diversifikation, u.a. bzgl. der Bankpartner bzw. Emittenten. Das Portfolio ist einlagensicherungsgeschützt bei Banken mit hoher Bonität angelegt (u.a. Festgeldanlagen).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen hauptsächlich durch den Verkauf von prozessierten Wafern, aktuell ausschließlich an das Mutterunternehmen Elmos SE. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.

Das Liquiditätsrisiko besteht für die Dosemi GmbH darin, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen, z.B. die Tilgung von Finanzschulden, Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus Leasingverträgen, bei Fälligkeit zu erfüllen. Damit sich dieses Risiko nicht materialisiert und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sichergestellt ist, hält die Gesellschaft eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln, sowie in angemessenen Umfang verfügbaren, freien Betriebsmittelkreditlinien vor. Darüber hinaus wird die Liquidität der Gesellschaft im Rahmen einer kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung laufend überwacht.

Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftsaktivitäten Marktpreisrisiken aus Änderungen von Wechselkursen (im Wesentlichen gegenüber dem US-Dollar), Zinssätzen und Rohstoffen (z.B. Gold) ausgesetzt. Ferner bestehen Marktpreisrisiken im Rahmen der mittelfristigen Absicherung der Strom- und Erdgaszulieferung. Diese Marktpreisrisiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Betriebs- und operative Risiken

Beschaffungsrisiken

Obwohl die Gesellschaft mit einer Vielzahl von Lieferanten und Dienstleistern weltweit zusammenarbeitet, ist das Unternehmen auf der Beschaffungsseite Versorgungsrisiken ausgesetzt, insbesondere hinsichtlich der für die Produktion benötigten Materialien, wie bspw. (Roh-)Waferkapazitäten, Rohstoffe wie Gold und Kupfer oder Spezialgase sowie Maschinen, Ersatzteile oder auch bei der Energieversorgung.

Die von der Dosemi GmbH für die Fertigung benötigten Rohstoffe sind weltweit zum Teil bei verschiedenen Lieferanten verfügbar, unterliegen jedoch in einigen Fällen einer Monopolsituation. Branchentypischerweise besteht eine gewisse Abhängigkeit von einzelnen fernöstlichen Partnern. Die Gesellschaft hat das Risiko gestreut, indem sie, wenn möglich, mit mehreren Partnern aus verschiedenen Ländern zusammenarbeitet. Trotz der Streuung des Risikos durch die Nutzung von verschiedenen Partnern besteht das Risiko einer längerfristigen Betriebsunterbrechung, beispielsweise durch einen Streik, Naturkatastrophen, Pandemie, Handelsbeschränkungen oder auch durch eine Betriebsschließung der Partnerfertigung. Dadurch könnten Produkte in ihrer Lieferfähigkeit beeinträchtigt oder durch eine nicht eingetretene Weiterverarbeitung unbrauchbar werden. Die Gesellschaft ist nicht in der Lage, die Unterbrechung oder den Stillstand der Produktion in der Fertigung eines Partners auszuschließen oder zu beeinflussen. Falls aus diesen oder anderen Gründen unsere Partner ihre Lieferverpflichtungen gegenüber der Dosemi GmbH nicht oder nur teilweise erfüllen, könnte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Auch im Geschäftsjahr 2023 war die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen in der gesamten Wertschöpfungskette spürbar von der anhaltenden Halbleiterknappheit, insbesondere im Automobilbereich, geprägt. Dies betrifft insbesondere die Wafer-Fertigung, aber auch zunehmend das Testing der ICs sowie die weltweite Logistik.

Bei den Maschinenanbietern gibt es Konzentrationstendenzen in Richtung eines Oligopolmarkts, sodass die Verhandlungsmacht der Dosemi GmbH begrenzt ist. Rohmaterialien könnten aufgrund von gestiegener Nachfrage, z.B. resultierend in Engpässen beim Hersteller, nicht im benötigten Umfang bezogen werden. Insbesondere der Waferpreis ist auf dem Weltmarkt teils Schwankungen ausgesetzt. Die Halbleiterallokation im Besonderen hat in den letzten Jahren zu spürbaren Steigerungen bei den Preisen für Materialien, Maschinen und bei Logistikdienstleistungen geführt.

Betriebsunterbrechung

Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine bestehen signifikante Unsicherheiten auch hinsichtlich der Versorgung mit Energie oder bestimmten Rohstoffen. Für die eigene Produktion am Standort in Dortmund hat die Gesellschaft bereits im vergangenen Jahr ein umfangreiches Maßnahmenpaket initiiert, um bei einer potentiellen Verknappung der Gas- bzw. Energieversorgung in Deutschland den Fertigungsbetrieb möglichst ohne größere Einschränkungen zumindest vorübergehend aufrechterhalten zu können.

Trotz einer erfolgreichen Umsetzung der Gegenmaßnahmen können wir bei möglichen Brennstoffengpässen temporäre Produktionsstillstände am Standort Dortmund oder Lieferverzögerungen an Kunden nicht vollständig ausschließen. Obwohl die Gesellschaft in regelmäßiger und enger Abstimmung mit allen Lieferanten steht, sind die Auswirkungen eines möglichen Brennstoffmangels bei einem unserer Lieferanten nicht abzuschätzen, welcher in solch einem Fall auch die Produktions- und Lieferfähigkeit von der Dosemi GmbH beeinträchtigen könnte. Darüber hinaus könnten bei einer erheblichen Reduzierung der Gesamtgasimportmengen nach Deutschland die bestehenden vertraglich fixierten Preise für Erdgas durch den Energieversorger aufgehoben werden. Der Gesellschaft könnten dadurch erhebliche Belastungen bei den Energiekosten entstehen, die dann auch durch staatliche Hilfsmaßnahmen (z.B. Energiepreisbremse) nicht mehr vollständig kompensiert werden und die wirtschaftliche Entwicklung erheblich beeinflussen könnten. Die Gesellschaft beobachtet kontinuierlich die aktuelle Lage auf den Energiemärkten, potentielle Beeinträchtigungen der Energieversorgungssicherheit, die Entwicklung der Preise für Strom und Erdgas sowie mögliche finanzielle Entlastungen durch staatliche Gegenmaßnahmen (z.B. Strom- und Gaspreisbremse) und initiiert bei Bedarf entsprechende (Gegen-)Maßnahmen.

Neben den bereits dargestellten und erläuterten Betriebsrisiken ist die Zerstörung der Fertigungsanlagen durch Feuer oder andere Katastrophen ein wesentliches betriebliches Risiko. Auch wenn das Betriebsunterbrechungsrisiko durch solche Ereignisse angemessen versichert ist, besteht eine erhebliche Gefahr des Verlustes von Schlüsselkunden. Dieses Risiko ist nicht versicherbar. Eine Betriebsunterbrechung könnte auch durch einen Ausfall der Stromversorgung entstehen. Die Fertigungsanlagen sind auf einen kurzfristigen Ausfall des Stromnetzes im Rahmen der Möglichkeiten vorbereitet. Durch die Produktion in räumlich getrennten eigenen und externen Fertigungen wird das Risiko einer Betriebsunterbrechung reduziert.

Garantiefälle/Produkthaftung

Die von der Gesellschaft hergestellten Produkte werden als Komponenten in komplexe elektronische Systeme integriert. Fehler oder Funktionsmängel der von der Gesellschaft produzierten Halbleiter oder der elektronischen Systeme, in die sie integriert sind, können direkt oder indirekt Eigentum, Gesundheit oder Leben Dritter beeinträchtigen. Die Gesellschaft ist meist nicht in der Lage, die Haftung gegenüber Abnehmern oder Dritten in ihren Absatzverträgen vollständig auszuschließen. Als ein Instrument zur Begrenzung dieses Risikos hat die Gesellschaft eine Produkthaftungsversicherung abgeschlossen.

Rechtliche Risiken

Derzeit bestehen keinerlei Rechtsstreitigkeiten, deren Ausgang ein hohes Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beinhalten könnte. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es in der Zukunft zu solchen Verfahren kommt. Diese Verfahren könnten beispielsweise aus operativen Umständen, Schutz- und Markenrechtsangelegenheiten entstehen.

Ökologische Risiken

Die Gesellschaft ist sowohl nach der anspruchsvollen Umweltmanagement DIN EN ISO 14001 als auch nach der Energiemanagement DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Diese Zertifizierungen werden durch regelmäßige Wiederholungsaudits bestätigt. Obwohl hierdurch eine Minimierung der ökologischen Risiken erfolgt, kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass der Gesellschaft beispielsweise aufgrund von Fehlverhalten oder äußeren Umständen ökologische Risiken mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen.

GESAMTBEURTEILUNG DER RISIKEN DURCH DIE UNTERNEHMENSLEITUNG

Die Gesellschaft aggregiert alle von den verschiedenen Unternehmensbereichen und -funktionen gemeldeten Risiken. Die Risiken werden analysiert, allerdings können Einzelrisiken im Extremfall erheblichen substanziellen Schaden anrichten. Dies ist weder vorhersehbar noch auszuschließen. Unabhängig davon ist festzuhalten, dass auch das Eintreten eines Einzelrisikos, ohne bis zum Extremfall zu eskalieren, erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben kann.

Aus heutiger Sicht und auf Basis der Risikotragfähigkeitsanalyse liegen weiterhin keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens gefährden.

5. Prognosebericht

WIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das laufende Jahr mit einem weltweiten Wachstum von 3,1% (2023: 2,9%). Insgesamt hätten sich die Volkswirtschaften mehrerer Industrie- und Schwellenländer deutlich widerstandsfähiger gezeigt als zunächst angenommen. Vor diesem Hintergrund hat der IWF seine jüngste Konjunkturprognose für die globale Wirtschaft für das Jahr 2024 um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zur Prognose aus Oktober 2023 leicht angehoben. Dennoch würde die Wirtschaft durch erhöhte Zinssätze der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation sowie durch die restriktive Geldpolitik belastet werden.

Für den weltweiten Automobilmarkt erwartete S&P Global im Januar 2024 bei den Pkw-Produktionszahlen für das laufende Jahr einen leichten Rückgang von -0,5%.

PROGNOSTIZIERTE MARKTENTWICKLUNG

Bruttoinlandsprodukt 1 Prognose 2024
Weltweit +3,1%
Europa +0,9%
Deutschland +0,5%
China +4,6%
USA +2,1%
Pkw-Produktionszahlen 2
Weltweit -0,5%
Europa -2,0%
China 0,0%
Nordamerika +1,1%

Quellen:

1 IWF (Stand: Januar 2024),
2 S&P Global Mobility Light Vehicle Production Forecast (Stand: Januar 2024)

OPERATIVE ZIELE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

Umsatz- und Ergebnisziele

Die Prognose des Unternehmens orientiert sich neben der aktuellen Geschäfts- und Auftragslage auch an den zuvor genannten Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung und den spezifischen Branchen- und Marktentwicklungen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft bei einem Umsatz von ca. 44,0 Mio. Euro ein EBIT von ca. 1,3 Mio. Euro. Dies würde einer EBIT-Marge von ca. 3,0 % vom Umsatz entsprechen. Der Prognose liegt ein Wechselkursverhältnis von 1,10 Euro/US-Dollar zu Grunde. Die aktuellen Erwartungen können insbesondere durch geopolitische Ereignisse, wie dem Krieg in der Ukraine, dem Nahost-Konflikt oder durch verschärfte Sanktionen und Handelsbeschränkungen, durch Marktturbulenzen sowie durch steigende Preise und potentielle Engpässe für Energie, Material, Dienstleistungen und Personal beeinträchtigt werden.

Prämissen der Prognosen

Die Gesellschaft schätzt die mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten für die Automobilelektronik positiv ein. Der vermehrte Einsatz von Elektronik in Fahrzeugen wird durch zahlreiche Trends bestimmt: z.B. Fortschritte bei Fahrerassistenzsystemen bis hin zum autonomen Fahren, Elektrifizierung des Antriebsstranges, Digitalisierung, neuartige System-Architekturen sowie steigende Anforderungen an Sicherheits- und Komfortapplikationen.

Eine positive Entwicklung für die Gesellschaft setzt den Erfolg unseres heutigen Kunden der Elmos SE und potenziellen zukünftigen Kunden sowie unsere Fähigkeit voraus, Produkte bei diesen zu platzieren. Der internationale Markt der Automobilzulieferer unterliegt einem intensiven Wettbewerb. Effekte, die sich daraus ergeben, wie z.B. Marktveränderungen oder Portfolioverschiebungen bei unseren Kunden, lassen sich nur schwer vorhersagen. Der Ausblick basiert u.a. auf den dargestellten Prämissen der konjunkturellen Entwicklung sowie den Hinweisen im Chancen- und Risikobericht. Die Erwartungen können durch Marktturbulenzen bzw. durch weltpolitische und ökonomische Unsicherheiten sowie durch kriegerische Auseinandersetzungen, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und dem Nahost-Konflikt, beeinträchtigt werden.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR EUR 31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 291.906,71 267
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.335.508,82 1.314
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.004.221,31 14.512
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 374.183,39 297
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 355.983,09 197
14.069.896,61 16.320
14.361.803,32 16.587
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 18.294.073,07 15.777
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.967.210,51 6.250
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.545.608,30 2.025
25.806.891,88 24.051
C. Rechnungsabgrenzungsposten 324.627,33 353
40.493.322,53 40.990

Passiva

EUR EUR 31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 33.081.825,68 33.082
III. Gewinnvortrag 1.061.469,39 0
IV. Jahresüberschuss 2.883.349,52 1.061
37.051.644,59 34.168
B. Rückstellungen 1.646.777,15 2.223
C. Verbindlichkeiten 1.794.900,79 4.599
40.493.322,53 40.990

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

EUR EUR 2022
TEUR
1. Rohergebnis 29.694.081,00 22.238
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.319.824,37 -9.918
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.465.102,51 -1.800
davon für Altersversorgung EUR -7.004,82 (Vj. TEUR -7)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.052.357,37 -2.402
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.684.993,50 -6.354
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -56.059,02 (Vj. TEUR -68)
-27.522.277,75 -20.474
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.132,64 0
davon von verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.510,66 -23
davon an verbundene Unternehmen EUR -1.510,66 (Vj. TEUR -23)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 680.065,29 -680
8. Ergebnis nach Steuern 2.883.490,52 1.061
9. Sonstige Steuern -141,00 0
10. Jahresüberschuss 2.883.349,52 1.061

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft firmiert unter der Dortmund Semiconductor GmbH mit Sitz in Dortmund im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter der Nummer HRB 33499.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten in diesem Anhang gemacht.

Die Gesellschaft hat ihren Geschäftsbetrieb zum 1. April 2022 aufgenommen, daher ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr eingeschränkt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 - 20 Jahre, lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig unter der Annahme folgender Nutzungsdauer vorgenommen:

Einbauten (8 bis 10 Jahre), Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (5 bis 15 Jahre)

Erhaltene Investitionszuschüsse sowie freie Investitionszulagen werden berücksichtigt, indem die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts um den Betrag des Zuschusses gekürzt werden.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Für ein Freihand- sowie ein Ersatzteillager wurden Festwerte gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Für die unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert auf Basis der verlustfreien Bewertung.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihr entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Berechnung der Bonus-/Tantiemerückstellungen erfolgt über den vertraglich vereinbarten Jahresplanbonus des jeweiligen Mitarbeiters.

Die Grundlage der Berechnung der Rückstellung für ausstehende Rechnungen bilden die getätigten Bestellungen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.466 (Vorjahr: TEUR 5.831) betreffen im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es handelt sich wie im Vorjahr um Forderungen gegen Gesellschafter.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 412 (Vorjahr: TEUR 400) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bestehen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 400).

Latente Steuern

Aktive latente Steuern werden in Höhe der passiven latenten Steuern angesetzt. Der sich insgesamt ergebende aktive Überhang wird aufgrund des Aktivierungswahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben sowohl im Geschäftsjahr 2023 als auch im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Zum 31. Dezember 2023 gibt es keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen des Vorjahres (TEUR 3.505) betreffen in Höhe von TEUR 484 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 3.021 Darlehensverbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten enthalten im Geschäftsjahr 2023 Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 148.707,72 (Vorjahr: TEUR 198) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0).

Angabe von Art und Form der Sicherheiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind, bis auf branchenüblich verlängerte Eigentumsvorbehalte von Lieferanten, im Wesentlichen nicht besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind ebenfalls nicht besichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Angaben zu außerbilanziellen Geschäften

Es bestehen Abnahmeverpflichtungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Infolge bestehender nichtkündbaren Verträge mit Dritten und Konzerngesellschaften summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:

TEUR
2024 10.706
2025 7.557
2026 7.124
2027 7.095
Folgejahre (gesamt) 7.095

Auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen hiervon TEUR 34.940, auf Verpflichtungen aus Altersvorsorge entfallen TEUR 0.

Aus erteilten Investitionsaufträgen besteht ein Bestellobligo von TEUR 1.773.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind außerplanmäßigen Abschreibungen im Sinne des § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) enthalten.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Diplom-Ingenieur (FH) Guido Meyer, Schwerte

Diplom-Ingenieurin (FH) Cordula Pritz, Dortmund

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt in den Funktionsbereichen:

2023 2022
Produktion 194 141
Vertrieb 0 0
Verwaltung 25 19
Qualitätswesen 2 1
Forschung & Entwicklung 0 0
221 161

Konzernabschluss

Die Dortmund Semiconductor GmbH, Dortmund, befindet sich im Besitz der Elmos Semiconductor SE, Dortmund, die nach § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen verpflichtet ist. Der Konzernabschluss und die sonstigen offenzulegenden Unterlagen werden im Unternehmensregister offengelegt.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres 2023 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

 

Dortmund, 21. März 2024

Die Geschäftsführung

Guido Meyer

Cordula Pritz

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 943.018,10 59.998,71 0,00 0,00 1.003.016,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.766.008,52 93.612,03 136.674,40 0,00 4.996.294,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 73.085.555,13 166.106,51 14.765,66 242.188,81 73.024.238,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.970.445,02 197.296,24 0,00 0,00 4.167.741,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 197.144,40 310.278,75 -151.440,06 0,00 355.983,09
82.019.153,07 767.293,53 0,00 242.188,81 82.544.257,79
82.962.171,17 827.292,24 0,00 242.188,81 83.547.274,60
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 676.360,08 34.750,02 0,00 711.110,10 291.906,71 267
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.451.766,15 209.019,98 0,00 3.660.786,13 1.335.508,82 1.314
2. Technische Anlagen und Maschinen 58.573.682,21 2.688.522,25 242.187,28 61.020.017,18 12.004.221,31 14.512
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.673.492,75 120.065,12 0,00 3.793.557,87 374.183,39 297
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 355.983,09 197
65.698.941,11 3.017.607,35 242.187,28 68.474.361,18 14.069.896,61 16.320
66.375.301,19 3.052.357,37 242.187,28 69.185.471,28 14.361.803,32 16.587

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dortmund Semiconductor GmbH, Dortmund

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Dortmund Semiconductor GmbH, Dortmund - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dortmund Semiconductor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT

Der von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellte Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - wurde nicht durch einen Abschlussprüfer geprüft.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, 21. März 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fritz, Wirtschaftsprüfer

Dr. Falk, Wirtschaftsprüfer

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