MacDermid Performance Acquisition Germany GmbH I
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mireia Martinez Moreno seit 7.1.2026 | Prokura |
Frank Süenger seit 7.1.2026 | Prokura |
Matthias Kester seit 15.10.2025 | Prokura |
Sabine Nolte seit 15.10.2025 | Prokura |
Caroline Simonne Lind seit 27.3.2025 | Geschäftsführer |
Erik Wheeler Weyls seit 18.9.2023 | Prokura |
Markus Strunz seit 18.9.2023 | Prokura |
Sven Pörschke seit 18.9.2023 | Prokura |
Chin Leng Goh seit 24.7.2023 | Prokura |
Uwe Berger seit 30.3.2021 | Prokura |
James Timothy Gotsick seit 8.8.2018 | Geschäftsführer |
Robert Geissler seit 13.9.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Alent Investments Limited | 94.00% |
Geoksen GmbH | 6.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MacDermid Enthone GmbHLangenfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Anlagenspiegel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der Gesellschaft A.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Geschäftstätigkeit der MacDermid Enthone GmbH umfasst die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Chemikalien, Verfahren, Einsatzmaterialien und Zubehör für die chemische und elektrolytische Oberflächenbehandlung. Neben ihren Vertriebsaktivitäten betreibt die Gesellschaft innerhalb der Gruppe eine der größten Abteilungen für Forschung und Entwicklung für MacDermid Enthone Produkte am Standort Langenfeld. Die MacDermid Enthone GmbH ist in die Element Solutions Inc. Gruppe aus den USA eingebunden. Die Element Solutions Inc. ist an der NYSE in den USA unter dem Kürzel ESI gelistet. Sie hält verschiedene Beteiligungen im Bereich der Oberflächentechnik (MacDermid Enthone, Alpha Assembly Solutions Group, OM Group), Drucktechnologie (MacDermid Graphic Solution) und Hydrauliktechnik (MacDermid Offshore Solutions). Mit Geschäftsanteilskaufvertrag vom 31. März 2023 hat die Gesellschaft sämtliche Anteile an der Aqua Plus Wasser- und Recyclingsysteme GmbH übernommen. A.2. Forschung und Entwicklung Die globalen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für die Segmente Electronic Solutions und Advanced Electronic Solutions finden schwerpunktmäßig in den USA statt. Kleinere Satelliten- Standorte z.B. für die Leiterplattentechnologie werden dabei noch in Deutschland unterhalten. Die globalen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für den Bereich Industrial Solutions (Performance Coatings) sind mehrheitlich in Europa konzentriert mit Schwerpunkt in Deutschland und UK. Überwiegend befasst sich das F&E-Team im Bereich Industrial Solutions mit Projekten im Bereich funktionaler und dekorativer Schichtsysteme um den ständig wachsenden Anforderungen der Industrie bezüglich Designeigenschaften und Funktionalität, umweltverträglicherer Beschichtungsverfahren und kostensparender Prozesse gerecht zu werden. Zentrale Forschungs- und Entwicklungsthemen in 2023 waren unverändert verbesserter Korrosionsschutz im dekorativen und funktionellen Bereich bei gleichzeitiger Reduzierung der Beschichtungszeiten, ein verbesserter Verschleißschutz bei gleichzeitiger Aufwertung der Optik von Oberflächen und innovative Beschichtungen unter Anwendung spezieller Materialien und Innovationen in der Leiterplattentechnologie. Weitere Schwerpunkte bildeten im Kunststoffbereich die Entwicklung eines Cr-6-freien Beizverfahrens sowie Optimierungen im Multilayersystem Ni/Cr. Im Bereich Korrosionsschutz wurden weiterhin Zink-Legierungsverfahren und die dazugehörigen Nachbehandlungen untersucht. Im Bereich chemisch Nickel wurden verschiedene Verfahren entwickelt, bei denen eine Reduzierung des Metallgehaltes erreicht wurde und bei einem anderen Verfahren wurde eine deutliche Erhöhung der Abscheidegeschwindigkeit bei gleichbleibender Korrosionsbeständigkeit erzielt. Daneben wurde auf verschiedenen Projekten im Bereich Metallurgy gearbeitet, bei denen die Oberflächenmodifikation von Aluminium und Aluminiumlegierungen untersucht wurden. B. Wirtschaftsbericht B.1. Wirtschaftliches Umfeld Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 nach wie vor geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen des Vorjahres. Hinzu kamen weiterhin verschärfte Material- und Lieferengpässe, steigende Preise, beispielsweise für Nahrungsmittel, sowie der Fachkräftemangel. Die hohe Inflation in nahezu allen Bereichen und gestiegene Finanzierungskosten hatten einen hohen Einfluss auf das Konsumverhalten von Privatpersonen und daher auch in wesentlichen Teilen für die Unternehmen. Die gesamtwirtschaftliche Erholung lag für Europa in 2023 bei rd. 0,5 %. 1 , während das preisbereinigte BIP in Deutschland 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger war als im Vorjahr. Laut des statistischen Bundesamtes nahm die Wirtschaftsleistung kalenderbereinigt in 2023 um 0,1% ab. Die hohe Inflation in allen Bereichen und gestiegene Finanzierungskosten hatten nach wie vor einen hohen Einfluss auf viele Bereiche der Wirtschaft sowie private Konsumenten und daher auch in wesentlichen Teilen auf die Unternehmen. 2 B.2. Branchensituation Die inländischen Wettbewerber der MacDermid Enthone GmbH, hauptsächlich KMU's (kleine oder mittelgroße Unternehmen), entweder als Familienunternehmen oder aber als Teilbetrieb von Weltkonzernen, weisen für 2023 unserer Kenntnis nach mehrheitlich eine Geschäftsentwicklung ähnlich unserer Gesellschaft auf. Die aktuellen intensiven Beobachtungen der relevanten Märkte und Wettbewerber seitens der MacDermid Enthone GmbH lassen darauf schließen, dass von Seiten dieser Wettbewerber unmittelbar keine signifikanten Strategieänderungen zu erwarten sind. Wesentliche Auswirkungen auf Marktanteile der MacDermid Enthone GmbH erwarten wir daher nicht. Nachhaltige neue rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren, auch aufgrund von Änderungen der aktuellen Gesetzgebung, bestanden in 2023 für die MacDermid Enthone GmbH nicht. Ein schwieriges Jahr geht für die chemisch-pharmazeutische Industrie zu Ende. Die Hoffnungen auf eine Belebung der Konjunktur haben sich nicht erfüllt. "Wir befinden uns mitten in einem tiefen, langen Tal. Und noch ist unklar, wie lange wir es durchschreiten müssen", kommentiert der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie, Markus Steilemann, die Lage. Ein schneller Aufschwung sei nicht in Sicht. Für die Branche war 2023 ein schlechtes Jahr. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 8 Prozent zurück. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, liegt der Rückgang bei 11 Prozent. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge. Die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich rund 77 Prozent nicht ausgelastet. Damit liegt die Produktion seit neun Quartalen unterhalb der wirtschaftlich notwendigen Grundauslastung von 82 Prozent. B.3. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Chemikalien und Anlagen sowie technischer Geräte ("Kerngeschäft") - neben dem Betriebsergebnis ("EBIT") die wesentliche Steuerungsgröße - reduzierten sich im Geschäftsjahr 2023 deutlich um 11,0 %. Die Umsatzentwicklung liegt unterhalb der ursprünglichen Erwartungen, eines moderaten Rückgangs, der Geschäftsführung und der Gesellschafter.
2 Lt. Pressemitteilung Destatis vom 15.1.2024,
Nr. 19
Ein beachtenswerter Anteil am Geschäft der MacDermid Enthone wird mit Kunden aus dem Bereich Performance Coatings ("PCO") erzielt. Über alle Kunden und Produkte zeigte sich dieses Segment im Geschäftsjahr moderat rückläufig und reduzierte sich insgesamt mit 4,6 % (EUR 2,7 Mio) gegenüber dem Vorjahr. Im Segmenten Elektronik ist ein Rückgang von insgesamt 2,7 % (EUR 0,2 Mio) gegenüber 2022 zu sehen. Die Leiterplattentechnologie war mit 3,4% (- EUR 0,7 Mio) ebenfalls moderat rückläufig. Die Handelswarenumsätze lagen um EUR 0,2 Mio unterhalb des Vorjahres. Der Rückgang der übrigen Umsatzerlöse um EUR 8,4 Mio betrifft im Wesentlichen den Bereich Edelmetalle und ist im Kern für den deutlichen Umsatzrückgang verantwortlich. Bei den Rohstoffpreisen waren punktuell kräftige Preisschwankungen und Preisrückgang zu beobachten. Palladium Preise sanken signifikant in 2023. Die weltweite Suche nach qualifizierten, alternativen Rohstofflieferanten bildete weiterhin einen strategischen Schwerpunkt der Entwicklung unserer Wettbewerbsfähigkeit, bei intensiver Beachtung möglicher Währungsrisiken und ohne Qualitätsrisiken eingehen zu müssen. B.4. Ertragslage Für das Geschäftsjahr 2023 weist die MacDermid Enthone GmbH Umsatzerlöse des Kerngeschäfts in Höhe von EUR 96,0 Mio aus, nach EUR 107,9 Mio in 2022. Der Rückgang ist neben moderaten Mengenreduktionen im Kern auf Preisrückgänge im Bereich der Edelmetalle zurückzuführen. Durch die Änderung der Umsatzerlösdefinition im HGB ergeben sich seit 2016 neben den Umsatzerlösen aus dem Kerngeschäft weitere Umsatzerlöse für Service-Leistungen an verbundene Unternehmen, Lizenzerträge sowie andere Erträge mit einem Leistungsaustausch (EUR 6,0 Mio, im Vorjahr EUR 3,4 Mio). EUR 1,8 Mio waren davon im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Der ausgewiesene Umsatz beträgt hierdurch insgesamt EUR 102,0 Mio gegenüber EUR 111,3 Mio im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich von EUR 5,3 Mio auf EUR 3,6 Mio im Wesentlichen in Folge einer Ausweisänderung in Höhe von EUR 1,8 Mio. für Konzernverrechnungen. Das Rohergebnis lag im Berichtsjahr bei EUR 49,7 Mio und damit um EUR 4,7 Mio über dem Vorjahr (EUR 45,0 Mio). Dies entspricht einem Anteil am Umsatz in 2023 von 48,8% (Vorjahr 40,4%). Der starke Anstieg ist Folge einer Änderung der Allokation im Bereich der Transferpreise der Gesellschaft. Hierdurch sind nun Transferpreisanpassungen und Aufwendungen von rd. EUR 4,0 Mio aus den Materialaufwendungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Als Folgen stieg das Rohergebnis in Folge reduzierte Materialaufwendungen deutlich an und im Gegenzug erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich. Die Personalaufwendungen betrugen EUR 18,9 Mio im Vergleich zu EUR 17,8 Mio im Vorjahr. Der Anstieg bei nur leicht gestiegener durchschnittlicher Mitarbeiterzahl ist im Wesentlichen auch Folge davon, dass höhere Aufwendungen für Mitarbeiterboni sowie moderate Gehaltserhöhungen enthalten sind. Die Abschreibungen sind mit EUR 1,0 Mio um EUR 0,1 Mio über dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um EUR 5,8 Mio auf EUR 24,5 Mio. Der Anstieg ist vor allem auf höhere Konzernumlagen sowie einen anderen Ausweis von Transferpreisanpassungen (insgesamt + EUR 4,8 Mio) als auch weiterhin auf inflationsbedingt gestiegen Kosten in nahezu allen Bereichen zurückzuführen. Rechts- und Beratungskosten, Instandhaltungsaufwendungen sowie Reise- und Bewirtungskosten stiegen nach Abmilderung der Corona-Krise wieder deutlich an, wohingegen sich Frachtkosten in Folge gesunkener Frachtraten wieder reduzierten. Das Betriebsergebnis ("EBIT") beträgt somit EUR 5,4 Mio nach EUR 7,5 Mio im Vorjahr. Es ist deutlich gesunken und liegt daher auch unterhalb der ursprünglichen Erwartungen. Im Vorjahr war nur ein moderat sinkendes EBIT erwartet worden. Das Finanzergebnis in Höhe von EUR -3,0 Mio fällt deutlich negativer aus als im Vorjahr (EUR 1,8 Mio) aus. Dies ist im Wesentlichen Folge einer Abschreibung auf Beteiligungsbuchwerte in Höhe von EUR 2,5 Mio und geringere im Geschäftsjahr vereinnahmten Ergebnisanteilen an der HSO in Höhe von EUR 0,6 Mio (i. Vj. EUR 1,9 Mio). Das negative Zinsergebnis hat sich in Folge stark gestiegener Finanzierungskosten hingegen um EUR 1,0 Mio verschlechtert. Erträge aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der Compugraphics Jena GmbH in Höhe von EUR 0,3 Mio (i. Vj. EUR 0,4 Mio) liegen leicht um dem Vorjahresniveau. Insgesamt ergab sich damit für 2023 ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 2,4 Mio gegenüber einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 9,4 Mio in 2022. Der in 2014 mit der Alleingesellschafterin abgeschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht weiterhin. Daher wird in 2023 ein Aufwand aus Ergebnisabführung in Höhe von EUR 2,2 Mio (i. Vj. EUR 9,2 Mio) ausgewiesen. Durch die seit dem 1. Januar 2014 bestehende ertragsteuerliche Organschaft fällt auf Ebene der MacDermid Enthone GmbH seit 2014 kein laufender Ertragsteueraufwand in Deutschland mehr an. Das Ergebnis der Gesellschaft in 2023 wird im Wesentlichen durch Aufwendungen für Quellensteuern in Höhe von insgesamt EUR 0,1 Mio beeinflusst. Die Geschäftsentwicklung lag in einem herausfordernden Umfeld hinsichtlich der Entwicklung der Umsatzentwicklung und des Betriebsergebnisses unter den Erwartungen des Gesellschafters und der Geschäftsführung, war aber wegen der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen dennoch zufriedenstellend. Unter Berücksichtigung der Herausforderungen des Ukraine-Kriegs, der gedämpften gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, vor allem auch im Automotiv-Bereich, ist man mit den erzielten Kennzahlen unter Berücksichtigung geänderter Rahmenbedingungen dennoch zufrieden. B.5. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um EUR 2,6 Mio auf EUR 194,3 Mio reduziert. Das Anlagevermögen reduzierte sich gegenüber 2022 um EUR 1,6 Mio. Der Rückgang entfällt überwiegend auf die vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung auf Beteiligungen. Gegenläufig wirken sich gestiegene Finanzanlagen in Höhe von rd. EUR 1,5 Mio an in Folge der Akquisition der Aqua Plus Wasser- und Recyclingsysteme GmbH. Investitionen ins Anlagevermögen kompensierten ansonsten die laufenden Abschreibungen weitestgehend. Die Anteile an verbundenen Unternehmen belaufen sich auf EUR 115,6 Mio (Vorjahr EUR 116,9 Mio). Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind mit EUR 29,0 Mio unverändert zum Vorjahr. Die Vorratsbestände haben sich gegenüber dem Vorjahr preis- und mengenbedingt um EUR 1,9 Mio auf EUR 12,2 Mio reduziert. Nach Abmilderung der Corona-Krise und Verbesserungen der Lieferketten wurde hier die Kapitalbindung im Geschäftsjahr wieder zurückgefahren. Es wirkten sich vor allem aber gesunkene Bezugskosten für Edelmetalle und Rohmaterial aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um EUR 0,6 Mio auf EUR 5,6 Mio, insbesondere wegen preisbedingt gesunkener Forderungen. Auch in 2023 wurde die telefonische Ansprache der Kunden bei überfälligen Rechnungen fortgesetzt und führt auch dazu die prozentual überfälligen Forderungen auf dem niedrigen Vorjahresniveau zu halten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich moderat um EUR 0,4 Mio auf EUR 22,3 Mio. Der Anstieg ist im Wesentlichen bei einem Rückgang der Forderungen aus Cashpooling in Höhe von EUR 1,2 Mio auf gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ EUR 0,9 Mio) und gestiegene Forderungen aus Ergebnisanteilen (+ EUR 0,6 Mio) zurückzuführen. Da das Ergebnis vor Gewinnabführung im Rahmen des in 2014 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages in voller Höhe an die Gesellschafterin abgeführt wird bzw. etwaige Verluste übernommen werden, ist das Eigenkapital mit EUR 32,7 Mio unverändert zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote beträgt 16,8 % nach 16,6 % im Vorjahr. Die Rückstellungen sind insbesondere durch niedrigere sonstige Rückstellungen für Abfindungen (- EUR 0,3 Mio) beeinflusst. Die Lieferantenverbindlichkeiten aus Wareneinkäufen reduzierten sich stichtags- und auftragsbedingt um EUR 0,4 Mio auf EUR 2,9 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich zum 31. Dezember 2023 leicht um EUR 1,7 Mio auf EUR 150,5 Mio. Insgesamt entfallen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 130,3 Mio (i. Vj. EUR 131,4 Mio) auf Darlehen und Zinsen. Darlehen des Vorjahres in Höhe von EUR 79,6 Mio wurden in 2023 nach Auslaufen der bisherigen Finanzierungsvereinbarung innerhalb der Gruppe neufinanziert. Es besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von EUR 11,4 Mio aus der Gewinnabführung (i. Vj. EUR 7,8 Mio). B.6. Finanzlage Durch die Einbindung in das internationale Cash-Pooling der Element Solutions Gruppe ist unsere Zahlungsfähigkeit jederzeit abgesichert. Seit 2017 gilt eine Cash-Pool Vereinbarung mit dem Cash-Pool Führer der Element Solutions Gruppe in den Niederlanden MacDermid European Holdings B.V. Die uns zur Verfügung stehenden Kreditlinien beim konzerninternen Cash-Pool sind im gesamten Jahr 2023 ausreichend gewesen und nur sehr vereinzelt voll ausgeschöpft worden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt EUR 5,9 Mio und resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen, die Restlaufzeiten bis 2026 haben. C. Personal, Umweltschutz und Arbeitssicherheit C.1. Personal Die Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 auf 222 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2023. Zum Jahresende wurde im gesamten Unternehmen 1 Auszubildender beschäftigt. Ausgebildet wird überwiegend zum Oberflächenbeschichter. Wie in den Vorjahren wurden vielfältige individuelle Schulungsmaßnahmen und Trainings für alle Mitarbeiter durchgeführt. Unser Ziel ist es auch weiterhin, durch die gezielte Weiterbildung die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens zu stärken. C.2. Umweltschutz und Arbeitssicherheit Umweltschutz stellt innerhalb der Unternehmensgruppe ein wichtiges unternehmerisches Ziel dar. Die Umsetzung erfolgt in der Entwicklung neuer Produkte sowie in der aktiven Kundenberatung über den Einsatz der Produkte. Für die MacDermid Enthone GmbH gehört die erfolgreiche Beratung der Kunden in Sachen Umweltschutz dazu, insbesondere hinsichtlich der Verwendung der vertriebenen Produkte. Unsere hohen Qualitätsstandards, verbrieft in den Zertifikaten gemäß den Normen 9001-Qualitätsmanagement, 14001-Umweltmanagement und 18001-Arbeitssicherheit, wurden auch für 2023 durch die stattgefundenen Überprüfungs-Audits durch externe Auditoren bestätigt. Dies unterstreicht die Bedeutung von Umwelt- und Arbeitsschutz bei MacDermid Enthone GmbH und in der Element Solutions Gruppe insgesamt. Regelmäßige Meetings zu Arbeitssicherheit sowie umfangreiche Schulungen und Ausbildungen in diesem Bereich fanden auch in 2023 wieder statt. D. Investitionen Die Investitionen in Sachanlagevermögen betrugen im Jahr 2023 insgesamt EUR 1,2 Mio (i. Vj. EUR 1,7 Mio). Ein Großteil der Investitionen erfolgte zur Modernisierung der Einbauten in der Produktion. Weitere Investitionen wurden in Labor- und Technikausstattung getätigt. Ferner stiegen die Finanzanlagen um EUR 1,5 Mio durch Zugänge an. E. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Als Konzerngesellschaft der Element Solutions Gruppe ist die MacDermid Enthone GmbH in das Risiko-Management der Konzernobergesellschaft integriert und unterliegt auch der internen Revision der Gruppe. Ein wesentlicher Teil unseres Risikomanagementsystems ist eine detaillierte Finanz- und Budgetplanung zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres. Die Planung wird an die Änderungen in der Geschäftstätigkeit sowie die Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst. Ferner werden im Rahmen der monatlichen Berichterstattung die Abweichungen zu den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den Funktionsbereichen frühzeitig zu erkennen. Investitionen müssen im Rahmen eines vorgegebenen Verfahrens beantragt und anschließend genehmigt werden. Vor Abschluss wesentlicher Verträge sind diese jeweils juristisch überprüfen zu lassen. Dieser Abschnitt enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie auf den ihr derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt als nicht zutreffend erweisen. E.1. Risiken der zukünftigen Entwicklung Die Einschätzung der einzelnen Risiken und Chancen basiert auf einem Bewertungszeitraum von mindestens einem Jahr. Sie sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für die MacDermid Enthone GmbH dargestellt. Die Entwicklung der konjunkturellen Lage und Unsicherheiten in der Weltwirtschaft als Folge des Ukraine-Kriegs sowie der weiterhin bestehenden Handelskonflikte zwischen den USA und der EU und den USA und China sowie weiterhin auch vor allem die Folgewirkungen des Ukraine-Kriegs nehmen stets Einfluss auf das Nachfrageverhalten unserer Kunden und stellen somit weiterhin ein nur schwer kalkulierbares Risiko dar. Insbesondere haben die massiv gestiegenen Zins- und Energiekosten in Europe sowie auch die Unsicherheiten in der deutschen Industrie, vor allem auch in der Automobilindustrie, als Folgen des Kriegs einen deutlichen Einfluss auf die Weltwirtschaft und somit auch in Teilen auf unser Geschäft. Auch beschaffungsseitig kann es infolge des Kriegs zu Verzögerungen und Engpässen im Rahmen der Produktion in den Herstellerwerken in Asien kommen. Aktuell gibt es hier nur begrenzte Auswirkungen, und wir schätzen diese Risiken daher weiter als moderat ein. Es können sich infolge reduzierter Energiekosten in Asien und anderen europäischen Ländern aber auch Wettbewerbsvorteile für den Import von Produkten ergeben. Der unverändert hohe Druck auf die Preise durch die OEM's (Original Equipment Manufacturer), und auf die Zahlungsziele sowie die angespannte Entwicklung der Automobilindustrie lässt auch für das Jahr 2024 und 2025 erwarten, dass deren Zulieferer und damit direkt auch ein Teil unserer Kunden in der Oberflächentechnik einem harten Preiswettbewerb und eventuellen Liquiditätsproblemen ausgesetzt sein können, welche durch den Krieg in der Ukraine, die weltweiten Handelskonflikte und die deutlich gestiegenen Energie- und Finanzierungskosten voraussichtlich weiter verstärkt werden. Dies wird auch den Druck auf das Zahlungsverhalten erhöhen und damit für uns wieder größere Risiken bergen. Diesen Risiken begegnen wir wie in den Vorjahren mit einer intensiven Bonitäts-Beobachtung der wichtigsten Kunden. Wir gehen davon aus, dass eine Produktionsverlagerung unserer Kunden nach Asien in Folge der gestiegenen Energiekosten in Europa wieder eine erhöhte Priorität genießen werden. Sowohl Chancen als auch Risiken ergeben sich aus den Anteilen an verbundenen Unternehmen. Synergien verspricht man sich durch die Akquisition der HSO-Gruppe. Ende 2024 erfolgte die Übernahme von wesentlichen Teilen der Produktion aus Solingen am Standort Langenfeld. Grundsätzlich besteht aufgrund der Einbindung in den Konzern-Verbund der Element Solutions Gruppe eine hohe Abhängigkeit zur Muttergesellschaft, die sowohl Chancen als auch Risiken in sich birgt. Die Risiken sind durch diverse Verträge mit verbundenen Unternehmen begrenzt. So ist bspw. durch die Einbindung in den Cash-Pool die Liquidität der Gesellschaft gesichert bzw. werden Zahlungsstromschwankungen ausgeglichen. Die Element Solutions Gruppe ist permanent bestrebt, die Sicherheit der IT-Infrastruktur weiterzuentwickeln. Dies beinhaltet die Etablierung von Abwehrmaßnahmen für Cyber-Risiken inklusive der effizienten Aufdeckung und Behandlung allfälliger Attacken. Für die Aufrechterhaltung der Business Continuity sind umfangreiche Maßnahmen etabliert. Die in den letzten Jahren fortgesetzte Modernisierung des Produktionsstandortes in Langenfeld wirkte sich positiv auf die Sicherheitslage in Bezug auf Produktion und Lagerhaltung aus. Die in den Vorjahren erteilten Genehmigungen nach dem Bundesemmissionsschutzgesetz sind unverändert in vollem Umfang gültig. Auch für das kommende Jahr sind selektive Preiserhöhungen vorgesehen, um die gestiegenen Kosten bei Personal und Betriebskosten teilweise auszugleichen. Eine Prognose für die zukünftige Entwicklung der Rohstoffpreise gestaltet sich als äußerst schwierig, da diese von vielen politischen und konjunkturellen Faktoren abhängig ist und z. B. kurzfristige und besondere Währungsrisiken nicht exakt bestimmbar sind. Die Beschaffung von Rohstoffen wir zukünftig eine immer weiter herausfordernde Tätigkeit sein. In 2023 und teilweise in 2024 waren extreme Schwankungen bei einigen Edelmetallen zu verzeichnen. Zins-, Kredit-, Liquiditäts- und sonstigen finanziellen Risiken werden von der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den Risikomanagement-Richtlinien der Element Solutions Gruppe zentral gelenkt. Zur Vermeidung von finanziellen Nachteilen aus Haftungsrisiken und Schadensfällen hat die Gesellschaft Versicherungen abgeschlossen, deren Deckungssummen und Konditionen jährlich überprüft werden. E.2. Chancen der zukünftigen Entwicklung Kundenprojekte im In- und Ausland bieten der MacDermid Enthone GmbH immer wieder die Chance, das Geschäft mit Schlüsselkunden signifikant zu stärken, sich von der Konkurrenz abzugrenzen und damit auch langfristig das Geschäft im neuen Konzernverbund zu sichern. In den kommenden Jahren sind die damit einhergehenden bekannten wie auch unbekannten Risiken (z. B. Solvenz von Unterlieferanten, Vertrags-, Fertigstellungs- und Gewährleistungsrisiken) Gegenstand eines permanenten Prozesses von Screening und Monitoring, um etwaige Auswirkungen rechtzeitig zu erkennen, zu minimieren und diesen frühzeitig entgegenzutreten. Die Zusammenarbeit mit Maschinenherstellern der Gruppe im Bereich von Recyclingsystemen ist im Geschäftsjahr weiter ausgebaut worden und wird durch die Akquisition der Aqua Plus Wasser- und Recyclingsysteme GmbH weiter unterstützt. Durch die Einbindung in die weltweite Element Solutions Gruppe bieten sich eine Vielzahl von Chancen für unser Unternehmen. Insbesondere die Zusammenarbeit im Bereich der Forschung und Entwicklung bietet viele Möglichkeiten uns noch besser von unseren Mitbewerbern zu differenzieren. E.3. Zukünftige Unternehmensentwicklung Für 2024 und 2025 wird in einem angespannten Marktumfeld mit einem deutlichen Rückgang des Umsatzes der chemischen Industrie durch den VCI gerechnet. Für den europäischen Markt wurde ebenfalls ein Rückgang erwartet. Infolge des Kriegs, des Zins- und Inflationsumfelds haben sich die Marktbedingungen weltweit deutlich verändert und die genauen Auswirkungen auf unsere Branche sind aktuell schwer für die Zukunft zu prognostizieren. 3 Wie sich die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Folgewirkungen des Ukraine- Kriegs auf unser Geschäft auswirken, kann aktuell schwer kalkuliert und geplant werden. Aktuell ergeben sich keine wesentlichen direkten Auswirkungen. In Folge des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine ist aber weiter mit Auswirkungen auf die Weltwirtschaft zu rechnen. Die genauen Auswirkungen auf Prognosen sind weiterhin schwer kalkulier und -vorhersehbar. Nach ungeprüften und vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 wurde ein deutlicher Umsatzrückgang gegenüber 2023 realisiert. Die Umsatzentwicklung in 2024 liegt auch deutlich unterhalb der ursprünglichen Erwartungen für 2024 aus Ende 2023. Der Umsatzrückgang ist Folge eines angespannten Marktumfeldes, gestiegener Finanzierungs- und Energiekosten, Auftragsrückgängen im Bereich Automotive und der Bauindustrie. Darüber hinaus haben sich gesunkene Edelmetallpreise, wie bspw. Palladium, auf den Umsatzrückgang in 2024 deutlich ausgewirkt. Auch das EBIT der Gesellschaft ist in 2024 nach vorläufigen Zahlen korrespondierend moderat rückläufig, aber weiterhin deutlich positiv. Unter anderem abhängig von der weiteren Entwicklung des Ukraine-Kriegs, der Handelskonflikte sowie vor allem aber auch vom weiteren konjunkturellen Verlauf im Inland, der Exportindustrie und der Entwicklung der Märkte in Asien, kann voraussichtlich für 2025 auf Basis der aktuellen Entwicklung insgesamt mit einem leichten Umsatzanstieg und Anstieg des Geschäftsvolumens mit Dritten und einem moderaten Anstieg im Verbundbereich gerechnet werden. Die Entwicklung ist aber mit Unsicherheiten behaftet. Der Anstieg des Geschäftsvolumens ist auch durch die Übernahme der Produktion der Tochtergesellschaft HSO Anfang 2025 beeinflusst und wird zu moderat steigenden Erlösen mit verbundenen Unternehmen führen. Bei einer Verschärfung des Kriegs in 2025 und einer Verschärfung des Handelskonflikte weltweit können sich deutliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und unser Geschäft ergeben. Für 2025 gehen wir gegenüber 2024 von leicht steigenden Umsatzerlösen im Kerngeschäft sowie einem moderat steigenden EBIT aus.
3 VCI Jahresbilanz 2023 vom 15. Dezember 2023
Langenfeld, den 31. März 2025 MacDermid Enthone GmbH - Die Geschäftsführung - Robert Geissler James Timothy Gotsick John Edward Capps Caroline Lind Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die MacDermid Enthone GmbH mit Sitz in Langenfeld ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRB 45276 im Handelsregister eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH- Gesetzes erstellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Bestimmungen des HGB gem. §§ 266, 275 HGB gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer über einen Zeitraum zwischen 2 und 8 Jahren um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden weiterhin außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen sind unter anderem Belieferungsrechte bzw. geleistete Anzahlungen auf Belieferungsrechte ausgewiesen. Diese betreffen mehrjährige Rechte zur Belieferung von Chemikalien an Kunden. Diese Belieferungsrechte werden über die Laufzeit der Vereinbarung mit den Kunden abgeschrieben. Aus der Übernahme des Kundenstamms der Österreicher Schwestergesellschaft Enthone GmbH, Wien/Österreich, resultierte im Geschäftsjahr 2021 ein aktivierungspflichtiger Kundenstamm in Höhe von TEUR 857. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von acht Jahren. Die voraussichtliche betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer von acht Jahren begründet sich aus der erwarteten Laufzeit der Vertragsbeziehungen mit übernommenen Kunden. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Sachanlagen liegt zwischen 2 und 30 Jahren. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden weiterhin außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Von der Möglichkeit zur sofortigen Absetzung geringwertiger Sachanlagegüter (mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800) wurde Gebrauch gemacht. Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennwert bewertet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips ausgewiesen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Der beizulegende Zeitwert der Anteile an verbundenen Unternehmen wurde auf Basis eines Discounted Cashflow-Verfahrens berechnet, welches den jeweiligen Unternehmens- oder Beteiligungswert zum Bilanzstichtag als Gesamtwert durch Diskontierung zukünftiger, freier Zahlungsströme des Unternehmens (sogenannte Free-Cash-Flows) unter Abzug von Finanzverbindlichkeiten ermittelt. Auf Basis des vorgenannten Verfahrens ergab sich eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 2,5 Mio. für eine Beteiligung. Im Geschäftsjahr wurden keine weiteren Hinweise auf Wertminderungs- oder Zuschreibungsbedarf bei anderen Beteiligungen identifiziert. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen und sonstigen Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie aktivierungspflichtige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Anlagevermögen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Außerdem werden angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellkosten miteinbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert oder niedrigerem beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und zum Stichtag - sofern kurzfristig - gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.745 werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Für die Abzinsung wurde der prognostizierte durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83% (Vj. 1,79%) verwendet. Zum Stichtag beträgt der von der Bundesbank veröffentlichte Zins 1,82%. Die sich ergebende Abweichung ist unwesentlich. Bei einer Anwendung des prognostizierten durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Jahren von 1,76% (Vj. 1,44%) würde sich eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 2.765 zum 31. Dezember 2023 (i. Vj. TEUR 3.015) ergeben. Zum Stichtag beträgt der von der Bundesbank veröffentlichte Zins 1,74%. Die sich ergebende Abweichung ist unwesentlich. Entsprechend beträgt der ausschüttungsgesperrte Betrag gem. § 253 Abs. 6 HGB TEUR 20 (i. Vj. TEUR 111). Die Bilanzierung erfolgt gem. des BMF- Schreibens vom 23. Dezember 2016 und es liegt entsprechend keine Abführungssperre vor, so dass der Ergebnisabführungsvertrag vollständig durchgeführt wird. Bei den Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wurden für die Bewertung der Verpflichtungen, wie im Vorjahr, die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Darüber hinaus wurden bei der Rückstellungsbewertung, eine Rentendynamik von 2,20%, ein Gehaltstrend von 0,00 % sowie eine Fluktuation von 0,0 % berücksichtigt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst. Im Rahmen der Übernahme des Kundenstamms der Österreicher Schwestergesellschaft Enthone GmbH, Wien/Österreich, wurden in 2021 Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 719 übernommen. Die Pensionsrückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt und betragen TEUR 614 (i. Vj. TEUR 695). Die Gesellschaft hat für die Barwertberechnung einen Zinssatz von 1,74 % (i. Vj. 1,44 %) verwendet. Bei den Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wurden für die Bewertung der Verpflichtungen die österreichischen "Richttafeln AVÖ 2018-P" angesetzt. Im Übrigen wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % (i. Vj. 0,0 %), Rentensteigerungen von jährlich 2,45 % (i. Vj. 2,15 %) sowie eine Fluktuation von 0,0 % (i. Vj. 0,0 %) zugrunde gelegt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst. Die übrigen Rückstellungen sind zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei ihrer Bemessung wird den erkennbaren Risiken unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen Rechnung getragen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Jubiläen werden nach Maßgabe des Anwartschaftsbarwertverfahrens gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,76% (i. Vj. 1,44%). Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und zum Stichtag - sofern kurzfristig - gemäß § 256a HGB bzw. mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Es besteht eine steuerliche Organschaft für Körperschafts-, Gewerbe- und Umsatzsteuer mit der Alent Germany GmbH als Organträger. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Muttergesellschaft Alent Germany GmbH als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie allein die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Organträgerin erfasst. C. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. (2) Anteile an verbundenen Unternehmen Aufstellung des Anteilsbesitzes
Die in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der Beteiligungen wurden zum Bilanzstichtag zu folgenden Kursen umgerechnet:
1 vor Gewinnabführung bzw.
Verlustübernahme
Mit Kaufvertrag vom 31. März 2023 hat die Gesellschaft sämtliche Anteile an der Aqua Plus Wasser- und Recyclingsysteme GmbH übernommen. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von TEUR 1.211 sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr und kleiner als fünf Jahren (i. Vj. TEUR 0). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.229 (i. Vj. TEUR 1.094), Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 16.394 (i. Vj. TEUR 17.550) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.193 (i. Vj. 1.125). Ferner sind Forderungen aus Ergebnisanteile in Höhe von TEUR 2.521 (i. Vj. TEUR 1.892) enthalten. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten darüber hinaus Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 214 (i. Vj. TEUR 184) aus dem Finanzverkehr sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 702 (i. Vj. TEUR 0). (4) Eigenkapital Mit Vertrag vom 29. Oktober 2014 hat die Gesellschaft einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2014 mit ihrem alleinigen Gesellschafter, der Alent Germany GmbH, Langenfeld, abgeschlossen. Als Folge wurde zum 31. Dezember 2023 der Gewinn vor Ergebnisabführung vollständig durch den Gesellschafter abgeführt. Bei der Gewinnrücklage handelt es sich um eine andere Gewinnrücklage. (5) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für mitarbeiterbezogene Verpflichtungen, Kundenboni und ausstehende Rechnungen. (6) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 78.607 (i. Vj. TEUR 120.726) Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (davon mehr als 5 Jahre TEUR 0; i. Vj. TEUR 184). Sämtliche übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.860 (Vj. TEUR 9.758) sowie aus Darlehen und Zinsen in Höhe von TEUR 130.250 (i. Vj. TEUR 131.359). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten darüber hinaus Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 16.370 (i. Vj. TEUR 11.062), die in Höhe von TEUR 4.971 (i. Vj. TEUR 3.217) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren sowie eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 11.399 (i. Vj. TEUR 7.845) aus der Ergebnisabführung. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten seit 2016 in Folge der Änderung der Umsatzerlösdefinition im HGB auch Erträge aus Service-Leistungen an verbundene Unternehmen, Lizenzerträge sowie andere Erträge mit einem Leistungsaustausch. Die Umsatzerlöse werden intern nach dem Kerngeschäft aus dem Verkauf von Chemikalien und Anlagen sowie sonstigen Umsatzerlösen unterschieden. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die sonstigen Leistungen an Konzernunternehmen enthalten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.388, welche im Vorjahr in Höhe von TEUR 1.825 in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden. Die Umsatzerlöse gliedern sich für das Kerngeschäft nach Produktbereichen (Tätigkeitsbereichen) wie folgt:
Die Umsatzerlöse gliedern sich für das Kerngeschäft nach Regionen (geographisch bestimmten Märkten) wie folgt:
(2) Sonstige betriebliche Erträge Die periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 278 resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von nicht in Anspruch genommenen Rückstellungen (i. Vj. TEUR 20). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind ferner Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 113 (i. Vj. TEUR 77) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Konzernweiterbelastungen in Höhe von TEUR 3.225 (i. Vj. TEUR 5.191). (3) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 1). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ferner Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 71 (i. Vj. TEUR 336) enthalten. (4) Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen entfallen vollständig auf die Ergebnisanteile an der HSO Herbert Schmidt GmbH & Co. KG, Solingen. (5) Zinsergebnis Die Zinserträge mit verbundenen Unternehmen beinhalten periodenfremde Zinserträge in Höhe von TEUR 745 (i. VJ. TEUR 0). Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen entfallen in Höhe von TEUR 50 (i. Vj. TEUR 53) auf Zuführungen für Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. Die Zinsaufwendungen mit verbundenen Unternehmen beinhalten periodenfremde Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 321 (i. VJ. TEUR 0). (6) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Es besteht eine steuerliche Organschaft für Körperschafts-, Gewerbe- und Umsatzsteuer mit der Alent Germany GmbH als Organträger. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Geschäftsjahr Aufwendungen für Quellensteuern in Höhe von insgesamt TEUR 135. E. Sonstige Angaben (1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen, die Restlaufzeiten bis 2026 haben. Die Verpflichtungen enthalten keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Zweck der Service- und Leasingverträge ist die Minimierung des Aufwands für die Verwaltung. Die Miet- und Leasingvereinbarungen werden grundsätzlich zur Optimierung der Finanzierungsstruktur abgeschlossen. Die Vorteile aus den Leasingverträgen bestehen im Liquiditätsvorteil zu Beginn der Leasingverträge. Möglicher Nachteil ist die Verpflichtung zur Leasingzahlung auch bei fehlender betrieblicher Nutzung. (2) Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 221 (i. Vj. 220) Angestellte (ohne Geschäftsführer). Die Gruppierung stellt sich wie folgt dar:
(3) Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2023 wurde von dem Abschlussprüfer ein Gesamthonorar von TEUR 66 berechnet. Dies beinhaltet ausschließlich Honorare für Abschlussprüfungsleistungen. (4) Zusammensetzung der Geschäftsführung Zur Geschäftsführung bestellt waren im Berichtsjahr:
Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen und auf die Angabe der Gesamtbezüge gem. § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB verzichtet. Frühere Mitglieder der Geschäftsführung erhielten im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 44, für ihre Pensionsansprüche sind TEUR 419 zurückgestellt. (5) Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird in den Konzernabschluss der Element Solutions Inc., Fort Lauderdale, Florida/USA, einbezogen. Dieser Konzernabschluss, der den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis darstellt, ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird zudem im Internet unter www.elementsolutionsinc.com bereitgestellt. Die MacDermid Enthone GmbH ihrerseits stellt keinen Konzernabschluss auf, da die Voraussetzungen für die Befreiungsvorschriften zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 292 HGB erfüllt werden. Der Konzernabschluss der Element Solutions Inc. wird in englischer Sprache im Unternehmensregister unter dem Namen der MacDermid Enthone GmbH resp. Alent Germany GmbH veröffentlicht werden. Die im befreienden Konzernabschluss angewandten und den Erläuterungen im Konzernlagebericht zugrunde liegenden Bilanzierungsgrundsätze nach US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) weichen von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätzen nach deutschem Recht ab. Wesentliche Unterschiede zwischen US-GAAP und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften werden nachfolgend erläutert: Bei der Bilanzierung nach HGB sowie der Bilanzierung nach US-Rechnungslegung stehen unterschiedliche Rechnungslegungsphilosophien im Vordergrund. Für die HGB Rechnungslegung sind das Vorsichts- und Gläubigerschutzprinzip vorrangig, während die US- Rechnungslegung ihren Schwerpunkt auf Informationen für gegenwärtige und potentielle Investoren legt. Generell steht bei der US-Rechnungslegung die periodengerechte Erfassung von Aufwendungen und Erträgen (matching principle) mehr im Vordergrund als in der deutschen Rechnungslegung. Gemäß HGB müssen alle Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend der in §§ 266, 275 HGB dargestellten Form und Reihenfolge dargestellt werden. Nach US GAAP ist eine andere Zusammenfassung erforderlich und die Reihenfolge der Bilanzpositionen beginnt mit den kurzfristigen Positionen. Die Aktiva sind nach abnehmender Liquidität, die Passiva nach zunehmender Laufzeit angeordnet. Darüber hinaus werden nach US GAAP die kurzfristigen Teile langfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten in einer separaten Bilanzposition ausgewiesen. Der Anteil, der innerhalb eines Jahres fällig ist, wird als kurzfristig behandelt. Immaterielle Vermögensgegenstände werden über ihre geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Impairment-Test unterzogen. Das Anlagevermögen wird zum Anschaffungswert bewertet und die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Nach US GAAP werden unterschiedliche Nutzungsdauern angewendet. Unterschiede bestehen auch im Bereich der Leasingbilanzierung. Rückstellungen werden nach US GAAP grundsätzlich nicht gesondert, sondern unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Passivierung von Rückstellungen ist nach US GAAP deutlich restriktiver geregelt als nach HGB. Rückstellungen sind gemäß US GAAP zu bilden, wenn eine ungewisse Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Für die Höhe der Rückstellung ist gemäß US GAAP grundsätzlich der wahrscheinlichste Wert anzusetzen. Ist im Ausnahmefall eine Wahrscheinlichkeitsdifferenzierung nicht möglich, muss der niedrigste Bandbreitenwert zurückgestellt werden. Gegebenenfalls ist bei wesentlicher Abweichung zum höchsten Bandbreitenwert eine Angabe der größtmöglichen Inanspruchnahme erforderlich. Nach HGB sind Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag anzusetzen. Bei der Bildung von Rückstellungen ist nicht grundsätzlich der höchstmögliche Betrag anzusetzen, in Zweifelsfällen jedoch gebietet das Vorsichtsprinzip indes die Rückstellung des höheren Betrags. Im Hinblick auf die Abzinsung wird der im jeweiligen Land gültige, kapitalmarktorientierte Zinssatz zugrunde gelegt und nicht der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Zinssatz der vergangenen sieben Jahre bezogen auf die individuelle Restlaufzeit. Bei den Pensionen und ähnlichen Rückstellungen wird für HGB der durchschnittliche Zinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer unterstellten Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. (6) Ereignisse nach dem Stichtag (Nachtragsbericht) Vorgänge, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der MacDermid Enthone GmbH von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2023 nicht eingetreten.
Langenfeld, den 31. März 2025 MacDermid Enthone GmbH - Die Geschäftsführung - Robert Geissler James Timothy Gotsick John Edward Capps Caroline Lind AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MacDermid Enthone GmbH, Langenfeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MacDermid Enthone GmbH, Langenfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MacDermid Enthone GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 31. März 2025 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin ppa. Richard Hindmarsh, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde am 04. Juni 2025 festgestellt. / The company's annual financial statements as of 31 December 2023 were adopted on 4 June 2025. |
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