WETZEL GmbH
Gutenbergstraße 1, 48691 Vreden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Hüning seit 25.3.2024 | Prokura |
Markus Josef Pennekamp seit 25.3.2024 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WETZEL GmbHGrenzach-WyhlenJahresabschluss zum 30. September 2017Lagebericht Für das Geschäftsjahr 2016/17WETZEL GmbH, Grenzach-WyhlenI. Grundlage des Unternehmens Unter der Marke SAUERESSIG betreut die Wetzel GmbH als internationaler Full-Service-Dienstleister den gesamten grafischen Druckvorstufenprozess für Verpackungen und Oberflächen aller Art - von Designentwicklung bis hin zur Druck- und Prägeform für alle gängigen Verfahren. Neben Tiefdruck- und Prägewalzen bietet Wetzel den Kunden ebenfalls komplexe Systeme zur Verarbeitung bahnförmiger Materialien oder auch die dazugehörigen Sondermaschinen. Als global ausgerichtetes Unternehmen ist die Wetzel GmbH auf allen wichtigen Märkten vertreten. Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt werden Lösungen inhouse realisiert. Dabei setzt das Unternehmen auf Technologien wie Ätzen, Vulkanisieren, Galvanisieren, Handgravuren, 3D-Fräsen, 3D-Lasergravuren, Moletage, Digital-Gravur, True Image, True Forming & Fine Line. Zusätzlich bietet das Unternehmen diverse Dienstleistungen (Reproduktions- und Colorit-Service) und offeriert den kundenspezifischen Maschinenbau im Bereich Druck- und Prägemaschinen. II. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die deutsche Volkswirtschaft blieb in den ersten Monaten des Jahres 2017 auf einem konsumgetriebenen Wachstumskurs, während der Außenhandel eher einen negativen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hatte. Der überwiegend positiven Entwicklung der US-Wirtschaft und im EURO-Raum stand eine weiterhin verhaltene oder teilweise auch schwache Entwicklung in Osteuropa, Russland und der Ukraine gegenüber. III. Geschäftsverlauf Die Wetzel GmbH hat die für das Geschäftsjahr 2016/17 gesetzten Umsatzziele nicht erreichen können. Die verhaltene Entwicklung des Vorjahres setzte sich auf den relevanten Verpackungsmärkten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter fort, so dass sowohl im Bereich Tobacco als auch im Bereich Flexible Verpackung spürbare Umsatzabweichungen zu verzeichnen waren. Davon unbeeindruckt blieb das Marktsegment für Flexowalzen, in dem der geplante Umsatz nur geringfügig unterschritten wurde. Auch in den Dekormärkten haben sich die Erwartungen teilweise nicht erfüllt, insbesondere durch die zeitliche Verschiebung einiger größerer Kundenprojekte im Bereich der technischen Gravuren. Positive Planabweichungen konnte die Wetzel GmbH mit den Kunden in den Märkten Decor, Plastic und Tissue verzeichnen. Die Tapetenmärkte zeigten sich weiterhin beeinflusst durch die anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Spannungen im Umfeld der Ukraine-Krise. IV. Lage des Unternehmens Die Entwicklung der für die Wetzel GmbH relevanten Märkte entsprach im abgelaufenen Geschäftsjahr in den wesentlichen Märkten nicht den Erwartungen, so dass die Gesellschaft ihre Budgetziele insgesamt nicht erreichen konnte. Die Geschäftsentwicklung kann im abgelaufenen Geschäftsjahr deshalb insgesamt nicht als zufriedenstellend bewertet werden. Auf Basis der gegenüber dem Vorjahr (Vorjahreswerte angepasst nach BilRUG) um 18,5% geringeren Umsätze konnte die Wetzel GmbH im Geschäftsjahr 2016/17 noch ein positives Ergebnis erzielen. Die Umsatzrentabilität sank dabei um 1,3 Prozentpunkte auf 1,9%. Das Geschäftsjahr wird beendet mit einem Jahresüberschuss von 490 TEUR (Vorjahr 1.010 TEUR). Die Wertschöpfungsquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr unter Berücksichtigung der zum Stichtag geringeren Bestände an Unfertigen Erzeugnissen und höheren Sonstigen Erträgen bezogen auf den Umsatz von 73,1% auf 75,3% verbessert. Mit gegenüber dem Vorjahr um etwa 12,5% geringeren Personalaufwendungen und geringeren sonstigen Kostenpositionen wurde ein positives Betriebsergebnis von 1.236 TEUR erzielt. Unter Berücksichtigung der unterjährigen Veränderungen lag der Personalstand zum Stichtag mit 273 Mitarbeitern (davon 39 Auszubildende) unter dem Vorjahreswert von 295 Mitarbeitern (davon 33 Auszubildende). Mit dem angepassten Mitarbeiterpotential wird die Wetzel GmbH den gestiegenen Herausforderungen der Märkte in der Zukunft wirksam begegnen können. a. Ertragslage Die Umsatzentwicklung zeigte sich im Geschäftsjahr 2016/17 insgesamt deutlich zurückhaltend. Umsatzrückgänge waren marktbedingt im Wesentlichen im Ausland zu verzeichnen, die Inlandsumsätze sanken im Vorjahresvergleich weniger deutlich. Gesamthaft wurde auf Basis der BilRUG-Anpassung ein im Vorjahresvergleich um 5.795 TEUR geringerer Umsatz erwirtschaftet. Die Personalkosten haben sich um 1.754 TEUR signifikant reduziert, die Personalkostenquote liegt mit 48,1% aufgrund des geringeren Umsatzes dennoch über dem Vorjahresvergleichswert. Der Aufwand für Abschreibungen hat sich mit 1.118 TEUR gegenüber dem Vorjahreswert nochmals verringert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 794 TEUR realisiert. Die Fertigungs-, Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstigen Kosten konnten im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Kostendisziplin in allen Bereichen deutlich um 968 TEUR (17,4%) verringert werden. Im Berichtsjahr konnte ein positives Betriebsergebnis erwirtschaftet werden. Das operative Ergebnis (EBIT) liegt unter Berücksichtigung der genannten Faktoren im Berichtsjahr mit 4,6% der Gesamtleistung unter dem Vorjahresergebnis (6,1%). Der Zinsaufwand hat sich aufgrund des geringeren Abzinsungssatzes für Pensionsrückstellungen um 6,6% erhöht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 490 TEUR (Vorjahr 1.010 TEUR) realisiert werden. b. Vermögens- und Finanzanlage Das Sachanlagevermögen reduzierte sich unter Berücksichtigung der planmäßigen Investitionen und der aufgrund der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommenen Abschreibungen um 315 TEUR. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein neuer Fineline-Laser in Betrieb genommen, weitere Investitionen im Bereich Lasertechnologie befinden sich in Umsetzung. Die Investitionen im Bereich Chrom-Abluft befinden sich ebenfalls noch in Umsetzung. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden keine neuen Darlehen aufgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 829 TEUR reduziert. Eventuelle Debitorenrisiken wurden aus Sicht der Gesellschaft in ausreichendem Umfang berücksichtigt. Die Liquiditätslage war im gesamten Geschäftsjahr stets gut, die zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Die Eigenkapitalquote hat sich bei einer reduzierten Bilanzsumme von 18.318 TEUR weiter auf 56,6% verbessert (Vorjahr 51,1%). Die sonstigen Rückstellungen liegen mit 1.274 TEUR deutlich unter dem Vorjahreswert (2.559 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden fristgerecht um 580 TEUR zurückgeführt. Die noch bestehenden Bankverbindlichkeiten werden im Geschäftsjahr 2017/18 vollständig zurückgeführt. V. Prognosebericht 2018 Die Geschäftsleitung geht in ihrer Planung weiterhin von einem gleichbleibenden makroökonomischen Umfeld entsprechend dem Vorjahr aus. Aufgrund der weiterhin bestehenden gesamtwirtschaftlichen, weltweiten Unsicherheiten und damit nicht gut einschätzbaren Rahmenbedingungen hat sich das Unternehmen aber darauf vorbereitet, auf verschiedene ökonomische Entwicklungen in allen Bereichen angemessen reagieren zu können. a. Märkte Die Auftragseingänge der ersten Tage des neuen Geschäftsjahres liegen insgesamt noch unter den Planwerten. Wesentliche positive externe Einflüsse, die in den Vorjahren die Entwicklung auf den Märkten mit beeinflusst haben, sind für das Jahr 2018 nicht zu erwarten. Durch die stärkere Fokussierung auf den Flexiblen Verpackungsmarkt und die relevanten Dekormärkte soll die Stellung der Wetzel GmbH wieder gestärkt werden. Insgesamt ist jedoch aufgrund der oben genannten weltmarktbedingten Unsicherheiten auch für das Geschäftsjahr 2017/18 keine genaue Entwicklung zu prognostizieren. b. Vermögens- und Ertragslage Zur Sicherstellung der Wettbewerbs- und Marktposition der Wetzel GmbH sind für das kommende Jahr Investitionen in Höhe von bis zu 1.984 TEUR geplant. Schwerpunkt sind die bereits gestarteten Maßnahmen im Bereich Chrom sowie Investitionen im Bereich Lasertechnologie. Daneben erwartet die Geschäftsleitung, dass temporäre und mengeninduzierte Kostensteigerungen durch Effizienzsteigerungen und die bedarfsgerechte Anpassung von Kostenpositionen mindestens kompensiert werden können. Die vor dem Hintergrund der erläuterten Annahmen erstellte Unternehmensplanung führt für das Geschäftsjahr 2017/18 zu einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 1.465 TEUR. Über die sorgfältig erstellte Geschäftsjahresplanung hinaus werden, um die Erreichung der finanziellen Ziele zu gewährleisten, weitere Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität durch die Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen und zur Einhaltung der Kostendisziplin in allen Unternehmensbereichen umgesetzt. Konjunkturentwicklungen und Marktumfeld werden weiterhin aufmerksam beobachtet. Eventuell notwendige Maßnahmen werden identifiziert und bei Bedarf kurzfristig umgesetzt. Diese Maßnahmen sind dabei kurz- und langfristig angelegt und werden gegebenenfalls auch über das Geschäftsjahr 2018 hinaus zur positiven Entwicklung der Gesellschaft beitragen. c. Finanz- und Liquiditätslage Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin sehr zufriedenstellend. Die Verbindlichkeiten werden regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und unter Ausnutzung von Skontovereinbarungen beglichen. Die Wetzel GmbH partizipiert weiterhin am bestehenden Cash-Pool-Vertrag der Saueressig-Unternehmensgruppe. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsbereitschaft ist durch die ausreichenden liquiden Mittel sowie den positiven Cash-Flow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit dauerhaft möglich. Das langfristige Anlagevermögen ist vollständig durch das langfristige Kapital gedeckt. d. Forschung und Entwicklung (FuE) Der Bereich Innovation / FuE wird innerhalb der Matthews-Gruppe zentral verantwortet. In dem am Standort der Wetzel GmbH installierten Laserlabor wurden und werden auch zukünftig Technologie- und Innovationsprojekte analysiert und anschließend erfolgreich zur Umsetzung gebracht. e. Chancen / Risiken Die detailliert erarbeitete und abgestimmte Geschäftsjahresplanung bildet die Basis für eine erfolgreiche Zielumsetzung. Weitere Prozessoptimierungen, die fortgesetzte Einführung von Innovationen sowie die konsequente und fokussierte Bearbeitung der relevanten Märkte sollen zur positiven Entwicklung der Wetzel GmbH beitragen. Im neuen Geschäftsjahr 2017/18 soll das weltweit bestehende ERP-System (Enterprise-Resource-Planning) der Matthews-Gruppe auch für die Wetzel GmbH ausgerollt werden. Der Go-Live ist gegen Ende des Geschäftsjahres geplant. Durch die weltweite Nutzung eines einheitlichen ERP-Systems sollen weitere Synergieeffekte erzielt werden. Die Standardisierung im Bereich der IT-Systeme (z.B. Active Directory, Office 365) wird auch im Geschäftsjahr 2017/18 fortgesetzt. Dies soll ebenso wie weitere gruppenweite Prozessoptimierungen in allen Unternehmensbereichen dazu beitragen, Synergieeffekte zu identifizieren und zu nutzen. Für den Standort der Wetzel GmbH werden sich dadurch weitere Chancen zur Optimierung der Kostenstrukturen ergeben. Die etablierten Maßnahmen im Rahmen der umfangreichen Erstausbildung und Qualifikation der Mitarbeiter werden zielorientiert intern und / oder extern fortgesetzt und bei Bedarf empfängerorientiert erweitert. Potentielle Risiken des normalen Geschäftsbetriebes, die den Geschäftserfolg gefährden könnten, sollen durch die Überwachung der relevanten Kennzahlen und Entwicklungen auf Geschäftsleitungs- und Führungskreisebene möglichst frühzeitig erkannt werden, um etwaigen Risiken wirksam zu begegnen. Preis- und Absatzrisiken werden regelmäßig überwacht und berücksichtigt. Die Risiken im Forderungsbestand konnten durch das regelmäßige Debitoren-Management auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Forderungsausfallrisiken sind darüber hinaus, soweit möglich, versichert. Währungsrisiken bestehen auf Basis der Geschäftstätigkeit der Wetzel GmbH im Euro-Umfeld kaum, die Liquidität der Wetzel GmbH ist stabil und auch durch die Zugehörigkeit zum Matthews-Konzern gesichert. Spezielle Risiken, die sich auf den Bestand und die zukünftige Entwicklung der Wetzel GmbH in wesentlichem Umfang nachteilig auswirken könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Grenzach-Wyhlen, den 13. Oktober 2017 Die Geschäftsführung Dr. Tomas Sterkenburgh Brian Dunn Bilanz zum 30. September 2017WETZEL GMBH, GRENZACH-WYHLENAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016/17
Anhang für das Geschäftsjahr 2016/17WETZEL GmbH, Grenzach-WyhlenA. ALLGEMEINE ANGABEN Der Jahresabschluss zum 30. September 2017 der WETZEL GmbH, Grenzach-Wyhlen, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg i. Br. unter HRB 410743, wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 242 ff. und 264 ff.) sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG in Euro aufgestellt. Erstmalig wurden dabei die Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes berücksichtigt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke im Anhang gemacht. B. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Aufgrund der Ausweisänderungen infolge des Inkrafttretens des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes sind bei folgenden GuV-Posten die Vorjahreszahlen nicht vergleichbar: Rohertrag und sonstige betriebliche Aufwendungen. Bei Anwendung der Regelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes hätten sich für das Vorjahr nachfolgende Werte ergeben:
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend den Übergangsregelungen mit Ausnahme der außerordentlichen Aufwendungen nicht angepasst. Darüber hinaus waren für die Aufstellung des Jahresabschlusses im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit es im Jahr der Anschaffung zulässig war, erfolgt die Abschreibung degressiv. Der Wechsel zur linearen Abschreibung erfolgt ab dem Zeitpunkt, ab dem diese die degressive übersteigt. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 410,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Nicht mehr in der Produktion einsetzbare bzw. nicht gängige Materialien wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Der überwiegende Teil der Hilfs- und Betriebsstoffe ist mit einem Festwert in Höhe von EUR 399.300,00 angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind grundsätzlich auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Erzeugnisse mit einem sehr hohen Fertigungsgrad wird retrograd auf der Basis der Ausgangsrechnungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht des § 268 Abs. 5 S. 2 HGB Gebrauch, die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abzusetzen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der Richttafel 2005 G von Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 3,77 % p.a. angesetzt (im Vorjahr: 4,08 % p.a.). Erwartete Gehaltssteigerungen bleiben unberücksichtigt, da sie vereinbarungsgemäß nicht mehr zu einer weiteren Steigerung der Anwartschaften führen. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % p. a. berücksichtigt, die Fluktuation mit einer Rate von 4,5 % p. a.. Zum 01.10.2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz eine Unterdotierung i. H. von EUR 1.482.824,00. Die Gesellschaft hat sich für die Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB und eine Verteilung der erforderlichen Zuführung über den längst möglichen Zeitraum von 15 Jahren entschieden. Folglich wird - beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010/2011 - in jedem Geschäftsjahr ein Betrag von EUR 98.855,00 den Pensionsrückstellungen erfolgswirksam zugeführt. Wie im Vorjahr wurden die Aufwendungen, die aus der Änderung des Rechnungszinssatzes resultieren, in Ausübung des Wahlrechtes im Finanzergebnis erfasst. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden, soweit sie wesentlich waren, mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den voraussichtlichen unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. C. ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die Liste der Beteiligungsgesellschaften stellt sich wie folgt dar:
Mit Wirkung zum 2. Oktober 2016 wurde die Wetzel Academy GmbH mit der Wetzel GmbH verschmolzen. Das Anlagevermögen enthält einen entgeltlich erworbenen Kundenstamm mit Anschaffungskosten in Höhe von EUR 550.000,00, der planmäßig über die betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird. Die lange Nutzungsdauer wurde gewählt, da die Kundenbeziehungen in der Regel ebenfalls langfristig angelegt sind. Forderungen gegen Gesellschafter bestanden in Höhe von EUR 1.954.646,06 (Vorjahr: EUR 1.828.246,10) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 2.650.781,15 (Vorjahr: EUR 2.020.230,14). In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Der gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB anzugebende und in künftigen Perioden noch anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB beträgt TEUR 791. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 798. Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die vom Gesetz geforderten Angaben zu den Verbindlichkeiten lassen sich der nachfolgenden Übersicht entnehmen. Zusammensetzung:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen zwei Darlehen zur Finanzierung des Anlagevermögens mit einer Laufzeit bis zum 31.03.2017. Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Das Bestellobligo bezieht sich im Wesentlichen auf Material, Fremdleistungen und Anlagevermögen. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 16.11.2017 und 14.09.2021. Bei den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen handelt es sich um planmäßige Abschreibungen für das laufende Geschäftsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 12.630,40 (im Vorjahr: EUR 7.274,76). Außerdem enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen den jährlichen Zuführungsbetrag aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen. Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren folgende Aufwendungen: Zuführung aus der Neubewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 99. In den Vorjahren - also vor Anwendung des BilRUG - war dieser Posten als außerordentlicher Aufwand ausgewiesen. D. SONSTIGE ANGABEN Als Geschäftsführer sind bestellt: Herr Dr. Tomas Sterkenburgh, Geschäftsführer, Dinslaken Herr Brian James Dunn, Geschäftsführer, Pittsburgh (PA), USA Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und der Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Im Übrigen entfällt auf die früheren Mitglieder der Geschäftsführung bei den Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag ein Betrag in Höhe von EUR 3.130.973,00. Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden keine wesentlichen Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahe stehenden Unternehmen oder Personen getätigt. Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Abs. 5 HGB wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 239 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 167 männlich und 72 weiblich. Der höchste und gleichzeitig kleinste Konzernabschluss, in den das Unternehmen einbezogen ist, ist der Abschluss der Matthews International Corp., Pittsburgh, USA. Der Konzernabschluss ist am Veröffentlichungsort der Muttergesellschaft erhältlich. Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Grenzach-Wyhlen, den 13. Oktober 2017 Die Geschäftsführer Dr. Tomas Sterkenburgh Brian J. Dunn
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der WETZEL GmbH, Grenzach-Wyhlen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, , Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Lörrach, den 15. November 2017 LOEBA
Treuhand GmbH
Anja Abril, Wirtschaftsprüferin Klaus Wasna, Wirtschaftsprüfer Ergebnisverwendungsbeschluss:Der Jahresüberschuss i. H. v. EUR 490.258,80 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 7. Mai 2018 festgestellt. |
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