KSCS HoldCo GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jason Francis Russell seit 12.10.2023 | Geschäftsführer |
Michael Brandl seit 12.10.2023 | Geschäftsführer |
Caroline Bienen seit 6.7.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Körber Beteiligungen GmbH | 59.10% |
Horizon BidCo S.à r.l. | 39.40% |
| 1.30% | |
| 0.00% | |
| 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Körber Supply Chain Software Management GmbHBad NauheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 20231. Grundlagen der Gesellschaft Die Körber Supply Chain Software Management GmbH mit Sitz in Bad Nauheim ist die Zwischenholdinggesellschaft des Geschäftsbereichs Supply Chain Software der Körber AG mit Sitz in Hamburg. Der Geschäftsbereich Supply Chain Software bietet ein breites Spektrum bewährter Supply-Chain-Technologien, die auf die Größe, Geschäftsstrategie und Wachstumspläne unserer Kunden zugeschnitten werden. Das Produktportfolio ermöglicht den Kunden die vollständige Beherrschung komplexer Lieferketten und umfasst Software, Automatisierung, Sprachlösungen, Robotik und Fördertechnik. Der Körber Konzern hat im Dezember 2021 eine Minderheitsbeteiligung am Geschäftsbereich Supply Chain Software an KKR, einen weltweit tätigen Investor, veräußert. Neben einer Umfirmierung (vormals: Körber Supply Chain GmbH) wurden in diesem Zusammenhang im Wesentlichen Beteiligungen an den nicht zum Geschäftsbereich tätigen verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2021 veräußert. Zudem wurde die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in die Körber Supply Chain Software GmbH verlagert. Somit führt die Gesellschaft seit dem Geschäftsjahr 2022 ausschließlich Holding- und Managementtätigkeiten aus. Der Geschäftsbereich Supply Chain Software gehört zu den drei führenden Anbietern von Lagerverwaltungssoftware und bietet seinen Kunden differenzierte Angebote für unterschiedliche betriebliche Herausforderungen. Mit 1.841 Mitarbeitern zum Jahresende 2023 ist der Geschäftsbereich gegenüber dem Vorjahr um 2% gewachsen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich 2023 abgeschwächt. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Plus bei 3,1 Prozent nach 3,5 Prozent im Vorjahr. In den Jahren zuvor war die Weltwirtschaft durchschnittlich noch um 3,8 Prozent gewachsen. In ihrem Konjunkturbericht ("World Economic Outlook") berichten die IWF-Experten, dass sich die globale Aktivität vor allem in den großen Volkswirtschaften in der zweiten Jahreshälfte 2023 als robust erwies. So stützten laut IWF auf der Nachfrageseite höhere private und staatliche Ausgaben die Aktivität, während auf der Angebotsseite trotz erneuter geopolitischer Unsicherheiten eine erhöhte Erwerbsbeteiligung, wieder stabilere Lieferketten sowie gesunkene Energie- und Rohstoffpreise zum Wachstum beitrugen. Bei einer weiter sinkenden Inflation sei mit einem "soft landing", also mit einer weichen Landung für die Weltwirtschaft zu rechnen. Laut IWF ist der Rückgang bei den Preissteigerungen auf die wieder gefallenen Rohstoff- und Energiepreise und nicht auf ein Schrumpfen der Wirtschaftstätigkeit zurückzuführen. Die weltweit relativ synchron verlaufene Straffung der Geldpolitik trug dazu bei, Menschen und Unternehmen davon zu überzeugen, dass sich eine hohe Inflation nicht durchsetzen konnte. Dies trug zur Dämpfung des Lohnwachstums bei und verringerte das Risiko einer Lohn-Preis-Spirale. So konnte die Gesamtinflation weltweit schneller als erwartet eingedämmt werden. Das Wachstum in den USA entwickelte sich 2023 stärker als noch im Vorjahr und lag laut IWF mit plus 2,5 Prozent deutlich über dem Wert von 1,9 Prozent im Jahr 2022. Das europäische Wirtschaftswachstum, das sich 2022 mit plus 3,4 Prozent dank staatlicher Unterstützungen noch stark gezeigt hatte, konnte 2023 nur noch um 0,5 Prozent zulegen. Zu den Gewinnern gehörte dabei Spanien mit einem Plus von 2,4 Prozent. Auch Frankreich und Italien lagen mit einem Zuwachs von 0,8 beziehungsweise 0,7 Prozent über dem Durchschnittswert. Dieser fiel auch dank der schwachen Konjunkturentwicklung in Deutschland nur mäßig aus, hier sank die Wirtschaftsleistung sogar um 0,3 Prozent, nachdem es im Vorjahr noch einen Zuwachs von 1,8 Prozent zu verzeichnen gab. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom starken Einbruch im Jahr des Beginns der Covid-19-Pandemie 2020 setzte sich damit nicht fort. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) dämpften trotz der jüngsten Rückgänge die weiterhin hohen Preise in vielen Bereichen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine insgesamt geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die eher verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage machten sich 2023 auch beim Außenhandel bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe preisbereinigt mit 3,0 Prozent kräftiger als die Exporte, die sich preisbereinigt um 1,8 Prozent reduzierten. Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das Bruttoinlandsprodukt stützte. In China konnte das Wirtschaftswachstum nach den weggefallenen weitreichenden Beschränkungen durch die Covid-19-Pandemie wieder zulegen. Für 2023 lag der Zuwachs bei 5,2 Prozent nach einem Plus von lediglich 3,0 Prozent im Vorjahr. Indien positionierte sich mit einem Wachstum von 6,7 Prozent erneut vor China, konnte im Vorjahr mit 7,2 Prozent jedoch einen noch höheren Wert erzielen. Japans Wirtschaft legte um 1,9 Prozent gegenüber 2022 zu, als ein Plus von 1,0 Prozent erwirtschaftet worden war. Bei den Schwellen- und Entwicklungsländern verharrte das Wachstum 2023 mit 4,1 Prozent auf dem gleichen Wert wie 2022, nachdem dort noch im Jahr 2021 wegen der Pandemie-Nachholeffekte ein Wachstum von 6,7 Prozent erzielt wurde. In Russland wuchs die Wirtschaftsleistung 2023 laut IWF wieder um 3,0 Prozent, nachdem sie wegen des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen Sanktionen im Vorjahr noch um 1,2 Prozent eingebrochen war. In Lateinamerika betrug der Zuwachs 2,5 Prozent, in Brasilien und Mexiko legte die Wirtschaft im Jahr 2023 um 3,1 beziehungsweise 3,4 Prozent zu. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der weltweite Markt für Supply-Chain-Automatisierungslösungen war im Jahr 2023 zum ersten Mal seit Jahren mit einem Trendwechsel hin zu einer stagnierenden und in manchen Segmenten rückläufigen Dynamik konfrontiert. Angesichts einer gedämpften Nachfrage bei Endverbrauchern aufgrund der hohen Inflation und der makroökonomischen Instabilität sowie gestiegener Zinsen haben sich Kunden, die in den Jahren zuvor noch stark in ihre internen Logistikkapazitäten investiert haben, mit größeren Investitionen zurückgehalten. Die Entwicklung des Marktes für Automatisierungslösungen war bezogen auf Industriesegmente und geografischen Regionen sehr unterschiedlich. Im Gegensatz zu den vorherigen Perioden waren Online-Händler, Paketzusteller und Transportlogistiker am stärksten von dem schwächeren Nachfragezyklus getroffen. Positive Dynamik war in der Pharmaindustrie und in Teilen des produzierenden Gewerbes zu verzeichnen. Geografisch betrachtet litt insbesondere der europäische Markt am meisten unter der anhaltenden Konjunkturflaute, während Nordamerika und der asiatische Raum stabil blieben. Der Markt für Supply Chain Software zeigte 2023 weiterhin eine positive Entwicklung. Der globale Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 7 Prozent. Umsatzstärkster Markt bleiben mit Abstand die USA, gefolgt von China, Großbritannien und Deutschland. 2.2. Geschäftsverlauf Geschäftsverlauf und Lage der Körber Supply Chain Software Management GmbH sind aufgrund Ihrer Holdingfunktion ursächlich mit Geschäftsverlauf und Lage ihrer Beteiligungen verknüpft. Der Geschäftsbereich Supply Chain Software verfolgt eine Strategie, die auf langfristig profitables Wachstum ausgerichtet ist. Das Wachstum erfolgt auch über strategische Investitionen - wichtige Zukunftstechnologien stehen dabei im Blickpunkt. So setzte der Geschäftsbereich Supply Chain Software auch im Geschäftsjahr 2023 seine Digitalisierungsstrategie konsequent fort. Die Integration der Investitionen, welche im Geschäftsjahr 2022 durchgeführt wurden, wurden im Geschäftsjahr 2023 umgesetzt. So erfolgte zum 1. September 2022 die Übernahme der Enspire CommerceTM-Plattform und des Frachtprüfungs- und Zahlungsdienstes (FAP) von enVista. In diesem Zusammenhang wurden enVista-Gesellschaften von den Körber Supply Chain Software Gesellschaften gegen eine Kaufpreiszahlung in Höhe von insgesamt 131 Mio. USD erworben. Die Körber Supply Chain Software Management GmbH ist einzig an der Körber Supply Chain Software India Pte Ltd., Indien, direkt beteiligt. An der Körber Supply Chain Software APAC Pte Ltd., Singapur, und der Körber Supply Chain Software EP Ltd., England, ist sie über ihre Tochterunternehmen Körber Supply Chain Software SG Pte. Ltd., Singapur, bzw. Körber Supply Chain UK Ltd., England, indirekt beteiligt. Weitere enVista-Gesellschaften in den USA und in Kanada wurden unmittelbar nach Erwerb auf die erwerbenden Gesellschaften verschmolzen. Zur Finanzierung der Erwerbe wurde der Körber Supply Chain Software Management GmbH ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 125,0 Mio. Euro von der alleinigen Anteilseignerin KSCS HoldCo GmbH gewährt. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung in Höhe von 25,0 Mio. USD wurde die Körber Supply Chain NA, Inc., USA, mit den finanziellen Mitteln zum Erwerb der enVista-Gesellschaften in den USA und in Kanada ausgestattet. Zum Dezember 2023 wurden im Rahmen der Ausübung der zum erstmaligen Erwerbszeitpunkt gewährten Kaufoption die Anteile an der KSC BR Ltd., Blumenau, Brazil, auf 100 % aufgestockt. Der Kaufpreis belief sich auf 10,2 Mio. BRL bzw. 1,9 Mio. EUR. 2.3. Lage der Gesellschaft Ertragslage Die Körber Supply Chain Software Management GmbH realisiert ihren Umsatz im Wesentlichen aus erbrachten Dienst- und Beratungsleistungen an verbundene Unternehmen. Im Berichtsjahr lag der Umsatz bei 23,7 Mio. EUR (Vorjahr: 8,0 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss der Gesellschaft lag im Jahr 2023 mit 4,2 Mio. Euro um 5,0 Mio. Euro unter dem des Vorjahres (9,2 Mio. Euro). Ursächlich für den Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist ein Anstieg in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 45,6 Mio. EUR auf 63,0 Mio. EUR. Diese resultieren im Wesentlichen aus deutlich höheren Weiterbelastungen von Kosten, die die Tochterunternehmen, insbesondere KSC US Inc., Minneapolis, USA, und KSC CA Inc., Markham, Canada, im Rahmen der Bündelung von Kosten für konzernweite Tätigkeiten an die KSC Software Management weiterbelasten, sodass diese sie anschließend sachgerecht weiterbelasten kann. Gegenläufig wirkt sich der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 40,5 Mio. Euro auf 45,5 Mio. Euro, welcher im Wesentlichen aus höheren Erträgen aus der Weiterbelastung dieser Kosten an verbundene Unternehmen sowie höhere Erträge aus Rückstellungsauflösung resultiert, aus. Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2023 lag mit 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) deutlich oberhalb des Niveaus des Vorjahres und entspricht dem Anstieg der Mitarbeiterzahl auf 14 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (Vorjahr: 9). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der konzerninternen Kostenverteilung, welche um 28,9 Mio. Euro auf 43,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Mio. EUR auf 1,1 Mio. Euro gestiegen. Die Erträge aus Währungskursdifferenzen haben sich um 0,9 Mio. Euro auf 1,3 Mio. erhöht. Das Finanzergebnis ist geprägt durch den Anstieg der Ergebnisabführung der Körber Supply Chain Software GmbH um 6,2 Mio. Euro auf 15,9 Mio. Euro (Vorjahr: Gewinn 9,8 Mio. Euro) und gestiegenen Erträgen aus Beteiligungen um 3,1 Mio. Euro. Diesen Effekten stehen um 6,2 Mio. Euro gestiegene Zinsaufwendungen gegenüber, die aus höheren Zinszahlungen aus dem in 2023 verlängerten Gesellschafterdarlehen der KSCS HoldCo GmbH in Höhe von 125 Mio. Euro im Zusammenhang mit der enVista Transaktion einhergehen. Wir planen für das Geschäftsjahr 2024 ein Ergebnis über dem Vorjahresniveau. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanz der Körber Supply Chain Software Management GmbH zeigt weiterhin eine stabile und solide Vermögens- und Kapitalstruktur. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 9,0 Mio. Euro (10,9 Prozent) auf 828,1 Mio. Euro (Vorjahr 819,1 Mio. Euro). Einhergehend unter anderem mit dem zuvor beschriebenen Beteiligungserwerb an der KSC BR Ltd., Blumenau, Brazil, erhöhten sich die Finanzanlagen von 796,7 Mio. Euro auf 799,0 Mio. Euro. Die Körber Supply Chain Software Management GmbH verfügte am 31. Dezember 2023 über ein Eigenkapital von 649,9 Mio. Euro (Vorjahr: 645,7 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote ist unverändert auf dem Vorjahresniveau von 78 Prozent und liegt somit weiter auf sehr hohem Niveau. Wesentlicher Fremdkapitalposten sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die hauptsächlich aus dem bereits genannten Gesellschafterdarlehen in Höhe von 125,0 Mio. Euro sowie im Rahmen des Cash Poolings innerhalb des Körber Konzerns zur Verfügung gestellter Liquidität bestehen. Die Liquidität der Körber Supply Chain Software Management GmbH ist durch die bestehende Cash Pool Vereinbarung mit der Körber AG sichergestellt. 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Die interne Steuerung des Geschäftsbereichs Supply Chain Software erfolgt primär über Kennzahlen zum Wachstum (Auftragseingang und Umsatz) und zur Profitabilität (operatives EBITA: EBITA vor Restrukturierungsaufwendungen und weiteren wesentlichen Einmaleffekten). So ist die effiziente Umsetzung der auf langfristig profitables Wachstum ausgelegten Strategie gewährleistet. Aufgrund der Holdingfunktion und den fehlenden externen Umsätzen liegt für die Einzelgesellschaft der Körber Supply Chain Software Management GmbH der Fokus auf dem Beteiligungsergebnis und dem Jahresüberschuss. Die genannten Kennzahlen entwickelten sich für den Geschäftsbereich Supply Chain Software im Vorjahresvergleich wie folgt:
Aus Sicht der Gesellschaft sind der Jahresüberschuss sowie das Beteiligungsergebnis relevante Leistungsindikatoren. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Für das Jahr 2024 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent - der Wert liegt damit auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Die Konjunkturprognose für das Jahr 2025 fällt laut dem Bericht "World Economic Outlook" vom 31. Januar 2024 mit einem Plus von 3,2 Prozent leicht höher aus. Damit sinkt das gegenwärtige Wachstum der Weltwirtschaft jedoch dauerhaft unter den historischen Vergleichswert der vergangenen zwei Jahrzehnte, der bei durchschnittlich 3,8 Prozent pro Jahr liegt. Positive Signale für die globale Wirtschaft senden derzeit vor allem die USA und China. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt zeigen sich widerstandsfähiger als erwartet, der IWF stufte die Wachstumsberechnungen gegenüber der letzten Prognose herauf. Auch für Indien, das China als bevölkerungsreichstes Land der Erde abgelöst hat, werden weiterhin hohe Wachstumsraten prognostiziert. Eine stärkere Dynamik bei den Strukturreformen in vielen Industrie- und Schwellenländern könnte laut IWF die globale Produktivität steigern. Zu den Risikofaktoren für das weitere Wachstum der Weltwirtschaft gehören jedoch die weiterhin erhöhten Leitzinsen der Zentralbanken als Folge der Inflationsbekämpfung, die Rücknahme der fiskalischen Unterstützungen angesichts der zumeist hohen Verschuldungsraten und ein momentan vergleichsweise geringes Produktivitätswachstum. Die Inflation geht in den meisten Regionen jedoch schneller zurück als erwartet. So wird die globale Gesamtinflation voraussichtlich auf 5,8 Prozent im Jahr 2024 und auf 4,4 Prozent im Jahr 2025 fallen, was jedoch über dem Niveau vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie liegt, als sich die weltweite Gesamtinflation um einen Wert von 3,5 Prozent bewegte. Neben dem anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine sieht der IWF eine Ausweitung des Konflikts im Gazastreifen auf Länder in der Nachbarschaft von Israel als ein geopolitisches Risiko. Darüber hinaus könnten weitere Handelsunterbrechungen durch Angriffe auf die Seeschifffahrt im Roten Meer schwerwiegende Folgen haben, da hier rund 11 Prozent der weltweiten Handelsmenge transportiert werden. Auch weitere extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen und Dürren könnten zusammen mit dem El-Niño-Phänomen erneut einen Anstieg der Lebensmittelpreise verursachen und damit die Situation um die globale Ernährungsunsicherheit verschärfen. Das Wachstum in der Eurozone wird sich laut IWF-Prognose von 0,9 Prozent im Jahr 2024 auf 1,7 Prozent im Folgejahr erhöhen. Ähnlich sieht es für Deutschland aus - das einzige Land der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, dessen Wirtschaft 2023 geschrumpft ist. Hier sagen die Berechnungen ein Plus des Bruttoinlandprodukts von 0,5 Prozent für 2024 und von 1,6 Prozent im Folgejahr voraus, eine Rezession wird für Deutschland von den IWF-Ökonomen also nicht mehr erwartet. Moderate Zuwächse beim Wirtschaftswachstum 2024 und dann wieder zunehmend für 2025 wurden vom IWF auch für Spanien, Frankreich und Italien sowie Großbritannien berechnet. Für die weltgrößte Volkswirtschaft USA wird beim Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr 2024 ein Plus von 2,1 Prozent und im Folgejahr nur noch ein Zuwachs von 1,7 Prozent prognostiziert. Laut IWF könnten die weiter hohen Zinsen die US-Konjunktur ausbremsen. Auch die japanische Wirtschaft wird voraussichtlich nur schwach wachsen: um 0,9 Prozent in 2024 und 0,8 Prozent im Folgejahr. Von einem erneut nahezu konstanten Wachstum für die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer geht der IWF mit Raten von 4,1 Prozent im Jahr 2024 und 4,2 Prozent 2025 aus. Für China wird ein leicht rückgängiges Wachstum von 4,6 und 4,1 Prozent für das laufende und das nächste Jahr erwartet. Für Indien werden im gleichen Zeitraum 2024 und 2025 etwas höhere Zuwachsraten von jeweils 6,5 Prozent prognostiziert. Das erwartete Wachstum für Russland ist dagegen weiter mit vielen Unsicherheiten behaftet und wird vom IWF mit 2,6 und 1,1 Prozent angegeben. In Lateinamerika wird sich die Konjunktur in den kommenden zwei Jahren laut IWF-Prognose gemäßigt entwickeln. Für 2024 und 2025 werden Zuwachsraten von 1,9 und 2,5 Prozent erwartet. In Brasilien wird das Wachstum laut den Berechnungen 1,7 Prozent in 2024 und 1,9 Prozent in 2025 betragen, während Mexiko mit Wirtschaftssteigerungen von 2,7 und 1,5 Prozent für das laufende und das folgende Jahr rechnen kann. Die Supply Chain-Industrie mit Fokus auf Automatisierungslösungen für das Post- und Paketgeschäft erwartet insbesondere für den Markt in Europa ein schwieriges, mit Risiken behaftetes Geschäftsjahr 2024 und eine ähnlich zurückhaltenden Nachfragesituation wie im Berichtsjahr. Nachdem bereits 2023 viele europäischen Länder, darunter auch Deutschland, sich in einer technischen Rezession befanden, wird die aktuelle makroökonomische Situation einen direkten Einfluss auf den Markt haben. Mit einer Erholung ist hier erst im Folgejahr zu rechnen - mittel- und langfristig weist der Bedarf nach Produkten und Dienstleistungen im Bereich der automatisierten Intralogistik jedoch nach wie vor eine sehr positive Aussicht auf. Für das Supply-Chain-Softwaregeschäft hingegen sind auch die kurzfristigen Aussichten positiv: Die Covid-19-Pandemie und die anschließenden globalen Turbulenzen haben gezeigt, dass Unternehmen für ihren Erfolg und die Gewährleistung der Geschäftskontinuität eine widerstandsfähige Lieferkette benötigen, die agil und flexibel ist. Unternehmen werden daher weiterhin nach Softwarelösungen suchen, die vollständige Sichtbarkeit und Transparenz bieten, insbesondere durch den Einsatz generativer KI zur Verbesserung der Zusammenarbeit in ihren Liefernetzwerken. Unternehmen werden mehr Echtzeitsysteme und -prozesse installieren müssen, einschließlich Bestandsorchestrierung und Arbeitsmanagement. Sie werden der Softwareverfügbarkeit und -kontinuität hohe Priorität einräumen. Der Geschäftsbereich Supply Chain Software strebt im Geschäftsjahr 2024 einen Auftragseingang von 526 Mio. EUR mit einem Umsatz von 463 Mio. EUR und einem operativen Ergebnis (EBITA) von 79 Mio. EUR an. Für die relevanten Steuerungsgrößen der Gesellschaft wird für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Beteiligungsergebnis von rund 18,0 Mio. EUR und einem Jahresüberschuss von 7,5 Mio. EUR geplant. 3.2. Risikobericht Die Körber Supply Chain Software Management GmbH ist in das Risikomanagement des Körber Konzerns eingebunden. Die Grundsätze des Risikomanagements sind in verbindlichen Konzernrichtlinien zu den Themen Risikoinventur, Risikofelder, Risikokommunikation sowie Corporate Internal Audit, Corporate Insurance Management und Corporate Legal definiert. Fachspezifische Konzernrichtlinien regeln umfassend den Umgang mit den definierten Risikofeldern im laufenden Geschäft, etwa für die Themen Treasury oder Accounting and Taxes. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden die Risiken im konzernweit einheitlichen Risikomanagementsystem erfasst und bewertet. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt unter Berücksichtigung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer - nach dem Einfluss auf das Eigenkapitel bemessenen - maximalen Schadenshöhe. Dabei wird nachfolgenden Risikokategorien klassifiziert:
Die aktuellen militärischen Handlungen in der Ukraine können sich negativ auf die Entwicklung der (Welt-) Wirtschaft auswirken. Konkrete materielle Risiken für die Gesellschaft sind derzeit noch nicht absehbar. Externe Risiken Externen Risiken, beispielsweise in Form von Haftungsrisiken oder Risiken durch Gesetzesverstöße wird konzernweit unter anderem mit einem umfassenden Compliance-Programm, der konzerninternen Rechtsberatung und der internen Revision begegnet. Finanzrisiken Ein wesentliches Einzelrisiko für den Geschäftsbereich Supply Chain Software liegt im Bereich der Währungsrisiken, vor allem in Veränderungen in den Währungen Euro, USDollar und Britisches Pfund. Wechselkursrisiken werden gemäß der Konzernrichtlinien grundsätzlich zum Zeitpunkt ihres Entstehens auf Ebene der Einzelgesellschaften abgesichert. Die verwendeten Währungssicherungsinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung von Grundgeschäften in Fremdwährungen. Durch die Einbindung der Körber Supply Chain Software Management GmbH sowie der Einzelgesellschaften in das Cash-Pooling der Konzernobergesellschaft bestehen keine Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung des Geschäftsbetriebs und notwendiger Investitionen. Kundenseitig bestehenden Finanzierungsrisiken - beispielsweise durch Forderungsausfälle sowie negativen Veränderungen bei Länderrisiken und bei den Finanzierungsmöglichkeiten der Kunden - wird durch diverse Maßnahmen im Rahmen von Vertragsgestaltung und Forderungsmanagement entgegengewirkt. Organisationsrisiken Risikoarten im Zusammenhang mit der Organisation definiert der Körber-Konzern unter anderem im Bereich Personal und in Ablaufprozessen. Dem im Personalbereich bestehenden Risiko, dass nicht genügend Mitarbeiter mit ausreichender Qualifikation gefunden werden können, wird unter anderem durch konzernweite Strukturen im Personalwesen, einem eigenen Recruitment Center sowie mit einem nach innen und außen gerichteten Employer Branding begegnet. Darüber hinaus werden konzern- und geschäftsbereichsinterne Wechsel über ein umfassendes Talentmanagement und unternehmensinterne Aus- und Weiterbildungen gefördert. Dem auch weiterhin zunehmend zu erwartenden und durch die Pandemie verstärkten Fachkräftemangel, stellt sich der Geschäftsbereich auch im Personalbereich mit geeigneten Maßnahmen, etwa durch eine größere Flexibilität. Das Unternehmen war in der Lage, auf die Notwendigkeit einer Veränderung der Arbeitsmodelle im Zuge der Covid-19-Pandemie adäquat und mit der erforderlichen Geschwindigkeit zu reagieren. Prozessrisiken wirken die Unternehmen durch fortlaufende Prozessverbesserungen mit Qualitäts- und Prozessmanagement, unter anderem auch mit Operational-Excellence- und Lean-Initiativen entgegen. Dies reduziert die Risiken im Rahmen sämtlicher Unternehmensprozesse entlang der Wertschöpfungskette. Leistungsrisiken Dem Risiko unzureichender Leistung von Einzelgesellschaften in den Bereichen Vertrieb und strategisches Marketing, Technologiemanagement oder Einkauf wird durch das marktnahe, gezielte und spezialisierte Management auf Geschäftsfeld- und Konzernebene sowie durch die entsprechenden Group Functions und deren Vernetzungs-, Professionalisierungs- und Internationalisierungsaktivitäten entgegengewirkt. Konzernweite Initiativen im Bereich Supply Chain Management stellen die Wettbewerbsfähigkeit der Einzelgesellschaften im Hinblick auf die Leistungserbringung und die Kostenoptimierung sicher. Das konzernweite Management von Risiken im Bereich Informationssicherheit verhindert bzw. reduziert Störungen des Betriebsablaufs, Datenmissbrauch oder Datenverluste. Marktrisiken Als Zwischenholdinggesellschaft eines Technologiekonzerns besteht für die Körber Supply Chain Software Management GmbH grundsätzlich das Risiko, dass sich die Tochterunternehmen auf ihren jeweiligen Märkten nicht entsprechend den Erwartungen entwickeln. Die einzelnen Unternehmen des Geschäftsfelds Supply Chain sind in unterschiedlichsten Märkten tätig, sodass die im Rahmen des Körber-Risikomanagements definierten Risikoarten Marktentwicklung, Kunden, Wettbewerber und Produkte in den einzelnen Geschäftsfeldern deutlich abweichende Ausprägungen haben. Diesem Aspekt wird Rechnung getragen durch eine zum jeweiligen Unternehmen passende und auf dessen Märkte spezialisierte Steuerung. Die Körber Supply Chain Software Management GmbH führt regelmäßige Beteiligungsbewertungen durch, um die Werthaltigkeit der Finanzanlagen zu plausibilisieren. Den Risiken durch technologische Veränderungen und dem dadurch bedingten Auftreten neuer Wettbewerber auf den Märkten begegnen die Unternehmen und das Geschäftsfeld durch kundennahe Forschung und Entwicklung, das strategische Technologiemanagement, Integration neuer Technologien sowie den strategischen Fokus auf digitale Produkte, Services und Lösungen sowie neuartige digitale Geschäftsmodelle. 3.3. Chancenbericht Die Chancen für die Körber Supply Chain Software Management GmbH sind geprägt von den Chancen ihrer Beteiligungen. Durch die in den vergangenen Jahren voran getriebenen Produktenwicklungen sowie weiteren Firmenzukäufen, können die mit dem Wandel der Industrie einhergehenden Anforderungen erfüllt werden. Gemeinsam mit dem strategischen Partner KKR wird die Körber Supply Chain Software Management GmbH ihren organischen und anorganischen Wachstumspfad fortsetzen sowie die geografische Präsenz des Geschäftsbereichs erweitern. Durch die Partnerschaft wird die bereits begonnene strategische Ausrichtung auf Software-as-a-Service (SAAS), Automatisierung, Robotik und digitale Lösungen weiter beschleunigt. 3.4. Zusammenfassende Beurteilung Aus heutiger Sicht sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bewertung der Risiken nicht wesentlich verändert, durch die Partnerschaft mit KKR sieht die Gesellschaft ihre Chancen weiterhin deutlich verbessert.
Bad Nauheim, 13. Dezember 2024 Körber Supply Chain Software Management GmbH Michael Brandl Jason Russell Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Die Körber Supply Chain Software Management GmbH hat ihren Sitz in Bad Nauheim und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Friedberg unter der Nummer HRB 7966 eingetragen. Der Jahresabschluss der Körber Supply Chain Software Management GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB. Von den größenabhängigen Möglichkeiten zur Erleichterung der Berichterstattung gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Am 31.12.2021 wurde der Geschäftsbereich Supply Chain Automation im Rahmen eines Asset Deals von der Körber Supply Chain Software Management GmbH abgespalten und an die Körber Supply Chain GmbH, Hamburg übertragen. Nachdem die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Zuge der obig erläuterten Umstrukturierungen ausgelagert wurde, führt die Gesellschaft seit dem Geschäftsjahr 2022 ausschließlich Holdingtätigkeiten aus. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Bei unverzinslichen oder niedrig verzinslichen Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr kommt eine Teilwert-AfA auf den Barwert und somit eine Abzinsung in Betracht. Die Guthaben bei Kreditinstituten, sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten werden ebenfalls zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital im Eigenkapital der Gesellschaft ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Aktiva Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten sowohl im aktuellen Geschäftsjahr als auch im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 6.179 (Vj. TEUR 11.412) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 15.932 (Vj. TEUR 9.791) Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen. Alle Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Steuererstattungen für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer aus früheren Jahren in Höhe von TEUR 842 (Vj. TEUR 221). Passiva Eigenkapital
Steuerrückstellungen Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer für das laufende Jahr sowie aus früheren Jahren in Höhe von TEUR 816 (Vj. TEUR 813). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche (TEUR 47, Vj. TEUR 56), Sondervergütungen (TEUR 417, Vj. TEUR 385), ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 635, Vj. TEUR 551), Abfindungen (TEUR 400 TEUR, Vj. TEUR 0) sowie Abschlusserstellungs- und Abschlussprüfungskosten (TEUR 47, Vj. TEUR 67) gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 125.023 (Vj. TEUR 127.604) sowie Cashpool-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 41.100 (Vj. TEUR 37.039). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 9.256 (Vj. 2.128) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 45.526 (Vj. TEUR 15.008) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus konzerninternen Weiterberechnungen von Kosten (TEUR 43.047, Vj. TEUR 14.175) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.171, Vj. TEUR 412) sowie aus Währungsumrechnungen (TEUR 1.308, Vj. TEUR 372). Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 62.974 (Vj. TEUR 17.350) handelt sich im Wesentlichen um empfangene Dienstleistungen, Weiterberechnungen im Konzernverbund (TEUR 42.437, Vj.TEUR 7.480) sowie externe Beratungsleistungen (TEUR 1.743, Vj. TEUR 8.223) und Reparatur- und Wartungskosten im Rahmen von Softwareverträgen (TEUR 12.924). Finanzergebnis Wesentlicher Bestandteil des Finanzergebnisses ist die Gewinnabführung der Körber Supply Chain Software GmbH in Höhe von TEUR 15.932 (Vj. Ergebnisabführung TEUR 9.791) und die Dividendenausschüttung der Gesellschaft Körber Supply Chain Holding UK in Höhe von TEUR 3.052. In 2022 gewährte die KSCS HoldCo der Gesellschaft ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 125.000, welches in 2023 für eine Laufzeit bis Ende 2025 verlängert wurde. Das Finanzergebnis enthält hierauf angefallene Zinsen in Höhe von TEUR 8.466 (Vj. TEUR 3.777) sowie Zinsen aus dem Cashpooling in Höhe von TEUR 1.666 (Vj TEUR 131). Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Geschäftsführung Jason Russell, East Grand Rapids, Michigan, USA (seit 12. Oktober 2023) Michael Brandl, Bad Nauheim (seit 12. Oktober 2023) Chadwick Collins, Hopkins, Minnesota, USA (bis 12. Oktober 2023) Hans-Georg Reichl, Waldenbuch (bis 12. Oktober 2023) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 14 Mitarbeiter (Vj. 9) beschäftigt. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Körber Supply Chain Software Management GmbH wird in den Konzernabschluss der Körber AG, Hamburg, einbezogen. Die Körber Beteiligungen GmbH, Hamburg, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Körber AG, Hamburg, erstellt und im Bundesanzeiger offengelegt. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Körber Supply Chain Software Management GmbH zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die Körber Beteiligungen GmbH, Hamburg, in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die Körber Supply Chain Software Management GmbH erstellt; dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt. Die Körber Supply Chain Software Management GmbH ist in den Körber Konzern einbezogen und fällt daher unter den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetztes (Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung). Ziel der gesetzlichen Regelungen ist die Einführung einer effektiven Mindestbesteuerung großer multinationaler Unternehmen in den jeweiligen Tätigkeitsstaaten. Die Steuerhebung erfolgt erstmalig für das Kalenderjahr 2024. Als vorbereitende Maßnahmen wurden im Berichtsjahr die unter den Anwendungsbereich der Vorschriften fallenden Unternehmen identifiziert und für ausgewählte Unternehmen eine Abschätzung der Folgen vorgenommen. Mit dem Aufbau eines geeigneten Prozesses zur Erhebung der erforderlichen Daten wurde begonnen. Im Zusammenhang mit der globalen Mindestbesteuerung werden keine latenten Steuern nach § 274 HGB gebildet. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Körber AG einbezogen wird. Nachtragsbericht Im September 2024 wurde das bestehende Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 125.000 abgelöst und durch ein neues Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 625.000 refinanziert. Ferner wurde durch die Gesellschafterin eine Kapitalerhöhung durch Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 189.846 durchgeführt. Die zugeführten liquiden Mittel wurden bei einer Beteiligung buchwerterhöhend mittels Kapitaleinlage in die Kapitalrücklage zugeführt. Diese Ereignisse haben keine unmittelbaren wesentlichen Auswirkungen auf die im Jahresabschluss dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag, werden jedoch in zukünftigen Perioden von Bedeutung für die strategische Ausrichtung und Finanzstruktur der Unternehmensgruppe sein. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust von EUR 58.048.184,64 auf neue Rechnung vorzutragen.
Bad Nauheim, den 13. Dezember 2024 Geschäftsführung Michael Brandl Jason Russell Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Körber Supply Chain Software Management GmbH, Bad Nauheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Körber Supply Chain Software Management GmbH, Bad Nauheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Körber Supply Chain Software Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Frankfurt am Main, den 13. Dezember 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer Nicholas Marshall, Wirtschaftsprüfer |
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