Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 57721
Vorher
namics (deutschland) gmbhNamics (Deutschland) GmbH
Eingetragen
27.10.2003
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen im Telematikbereich, insbesondere konzeptionelle Beratung, Infrastrukturdienstleistungen sowie allgemeine Dienste im Bereich Neue Medien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Martin Higgins
seit 21.10.2025
Geschäftsführer
Gennaro Galdo
seit 20.12.2024
Prokura
Patrick Fromm
seit 20.12.2024
Prokura
Roberto Quattrini
seit 20.12.2024
Prokura
Anfissa Hayes
seit 7.11.2024
Prokura
Oliver Grafeneder
seit 21.6.2024
Prokura
Joel Michael Flammann
seit 16.3.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Merkle Switzerland AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Merkle Switzerland AG
Switzerland
1.050.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Merkle Germany GmbH (vormals: Namics (Deutschland) GmbH)

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 108.899,64 266.619,12
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.250,08 197.658,21
221.149,72 464.277,33
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 0,00 42.722,33
2. Erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 42.722,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Leistungen 16.185.242,93 6.323.278,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 436.859,12 833.465,20
3. Sonstige Vermögensgegenstände 870.604,42 17.492.706,47 305.675,57 7.462.419,68
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.432.100,40 5.032.585,00
23.924.806,87 12.537.727,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 136.252,12
24.145.956,59 13.138.256,46

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.050.000,00 1.050.000,00
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Verlustvortrag 2.355.676,94 2.464.612,00
IV. Jahresüberschuss 941.539,21 108.935,06
1.635.862,27 694.323,06
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 7.360.179,25 3.179.077,52
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 103.040,00 813.636,65
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 591.354,69 146.599,80
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.760.690,85 7.295.364,46
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.694.829,53 1.009.254,97
15.149.915,07 9.264.855,88
24.145.956,59 13.138.256,46

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.720.006,82 36.042.651,19
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 0,00 -685.991,50
3. Sonstige betriebliche Erträge 22.194,11 163.831,01
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (i. Vj. EUR 79,15) -
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.616.369,73 8.652.284,02
5. Rohergebnis 23.125.831,20 26.868.206,68
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.544.585,08 13.498.962,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.667.220,62 17.211.805,70 2.629.958,31 16.128.921,02
- davon für Altersversorgung EUR 119.850,00 (i. Vj. EUR 127.050,00) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 293.891,60 581.298,25
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.425.425,91 9.851.017,68
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 50.544,35 (i. Vj. EUR 74.632,11) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 236.416,20 198.034,67
- davon an verbundene Unternehmen EUR 179.376,92 (i. Vj. EUR 177.161,15) -
10. Ergebnis vor Steuern 958.291,79 108.935,06
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 16.752,58
12. Jahresüberschuss 941.539,21 108.935,06

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Angaben zur Gesellschaft

Die Merkle Germany GmbH (bis 19.01.2021 Namics (Deutschland) GmbH) hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt unter der Nummer HRB 57721 eingetragen.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des §288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht grundsätzlich zu Gunsten der Angabe in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgeübt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert geblieben.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

I. ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßige Abschreibung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt linear innerhalb der folgenden Zeiträume:

EDV Software innerhalb von 3 Jahren

EDV Hardware innerhalb von 3 Jahren

Betriebs- und Geschäftsausstattung innerhalb von 5 bis 10 Jahren

II. UMLAUFVERMÖGEN

Angefangene Arbeiten werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten, zuzüglich Kosten für anteilige Sozialleistungen und betriebliche Altersversorgung. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Währungsforderungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Laufzeit über einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst. Es gab zum 31.12.21 keine Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr.

IV. VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Währungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

B. Angaben zu Posten in der Bilanz

I. ANGABEN ZUR AKTIVSEITE

1. Anlagevermögen

Siehe Anlage „Anlagenspiegel“ zu diesem Anhang.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit Restlaufzeit über einem Jahr.

3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten abgerechnete Leistungen in Höhe von 9.1m EUR, bereits erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Leistungen von 16.8m EUR und erhaltene Vorauszahlungen von 9.7m EUR.

4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen € 436.859 (im Vorjahr € 833.465). Die Forderungen resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

II. ANGABEN ZUR PASSIVSEITE

1. Eigenkapital

Am 19.12.2019 wurde eine Kapitalerhöhung des Stammkapitals über eine €1 Mio. beschlossen. Die Namics AG (Muttergesellschaft) hat den Betrag per 15.01.2020 ins Stammkapital einbezahlt. Die Zahlungsfähigkeit der Merkle Germany GmbH war zu jedem Zeitpunkt gesichert.

2. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 7.360 beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Intercompany Leistungen in Höhe von TEUR 6.011 und Bonuszahlungen über TEUR 382.

Zum 31.12.2020 wurden Rückstellungen über 1.433.104 EUR gebildet für die Ablösung der bisherigen Büroräumlichkeiten. Diese Rückstellung wurde in 2021 bis auf einen Betrag von TEUR 143 verbraucht.

3. Verbindlichkeiten

Gesamt- davon mit einer Restlaufzeit
betrag bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 103.040 103.040 0 0
(Vorjahr 813.637 813.637 0 0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 591.355 591.355 0 0
(Vorjahr 146.600 146.600 0 0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.760.691 8.289.362 0 4.462.329
(Vorjahr 7.295.364 2.142.794 0 5.152.571)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.694.830 1.694.830 0 0
(Vorjahr 1.009.255 1.009.255 0 0)
15.149.915 10.687.586 0 4.462.329
(Vorjahr 9.264.856 4.112.285 0 5.152.571)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Betrag von € 6.059.893 (im Vorjahr € 2.023.946). Zusätzlich besteht gegenüber der Gesellschafterin Namics AG eine Verbindlichkeit über € 998.221 aufgrund des auflebenden Forderungsverzichts. Gegenüber der Dentsu Aegis Network besteht eine Darlehensschuld über € 4.462.329 (im Vorjahr € 5.152.571).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen mit € 504.587 (im Vorjahr € 999.839) Verbindlichkeiten aus Steuern.

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

C. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben zu Beträgen außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung

Da im Jahr 2021 ein Jahresgewinn erzielt wurde, ist ein Betrag in der Höhe von € 998.221 aus dem Forderungsverzicht vom Jahr 2015 aufgelebt, welcher der Muttergesellschaft geschuldet wird und ist entsprechend in den periodenfremden Aufwendungen enthalten. Dieser lebt (einschließlich Zinsen) wieder auf, sobald die Gesellschaft ein positives Jahresergebnis erzielt, und zwar in Höhe von 50% des Jahresüberschusses vor Ertragsteuern. Am 31. Dezember 2021 betrug der noch nicht wiederaufgelebte Teil aus dem Forderungsverzicht € 736.350,97.

2. Kurzarbeitergeld

In 2021 wurde kein Kurzarbeitergeld vereinnahmt. Im Vorjahr waren es € 174.369, die erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden.

3. Jahresüberschuss

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 einen Jahresüberschuss in Höhe von € 941.539.

D. Sonstige Angaben

I. ANGABEN ZU DEN ORGANEN DER GESELLSCHAFT

Die Gesellschaft wurde vertreten durch:

Herrn Dr. Thomas Pierre Walter, Head of CX Platform Solutions, vom 07.12.2020, bis 27.07.2022

Frau Daniela Christina Stofer, Managing Director Germany, vom 07.12.2020, bis 09.01.2024

Herrn Marcus Gabriel Andriessen, CFO for CXM DACH and Switzerland, vom 27.07.2022, bis 10.07.2023

Herrn Walter Hassler, CFO Germany and DACH, vom 01.08.2023

Frau Karin Zimmermann, CEO DACH, vom 03.06.2024, bis 31.12.2024

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

II. ANGABEN ÜBER ARBEITNEHMER

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2021 durchschnittlich 222 (im Vorjahr 227) Mitarbeiter (Angestellte).

III. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die sonstigen finanzielle Verpflichtungen betragen TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 935). Der Rückgang resultiert aus der Rückstellung für Restrukturierung, welche im Vorjahr mit TEUR 915 enthalten waren.

IV. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die Gesellschaft ist Währungsrisiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausgesetzt. Es ist Konzernpolitik, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften zu begrenzen bzw. auszuschließen. Die notwendigen Sicherungsmaßnahmen werden durch das konzerninterne Treasury umgesetzt.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Stichtag erfolgt durch mark-to-market. Der vorliegende Verlust aus der Bewertung wird in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Währung Nominal in Fremdwährung Zeitwert per 31.12.2021 Marktwert
in EUR in EUR
Deviseneinkauf CHF 200.000,00 191.911,93 846,80
Devisenverkauf GBP 272.581,32 324.799,16 -871,67
Summe -24,87

V. KONZERNVERHÄLTNISSE

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der dentsu international Ltd., 10 Triton Street, Regent's Place, London einbezogen (kleinster Kreis der Unternehmen). Der Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Dentsu Inc. Tokyo erstellt. Die Abschlüsse sind bei beiden Gesellschaften erhältlich.

VI. ERGEBNISVERWENDUNG

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresgewinn mit dem Verlustvortrag zu verrechnen.

VII. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH ABSCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES

Aufgrund des hohen negativen Ergebnisses ab dem Jahr 2022 war das Unternehmen im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 auf weitere Darlehen der Dentsu International Treasury Limited angewiesen.

Das erste Darlehen vom 12. Juni 2024 ist in Höhe von € 18,7 Mio., wurde im Jahr 2025 verlängert mit Fälligkeit zum 09. Juni 2027.

Das zweite Darlehen vom 20. November 2024 ist in Höhe von € 10,0 Mio., wurde im Jahr 2025 verlängert mit Fälligkeit zum 18. November 2026.

Zur weiteren Sicherstellung der Liquidität wurde das dritte Darlehen vom 12. Mai 2025 in Höhe von €8,0 Mio. mit Fälligkeit zum 21. Oktober 2026 gewährt.

Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2021 sind über die bereits dargestellten Ereignisse hinaus keine weiteren Vorgänge eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

 

Frankfurt, den 29.07.2025

Walter Hassler

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 1.022.485,33 4.809,00 0,00 1.027.294,33
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.962.549,36 45.955,00 570.570,48 1.437.933,88
2.985.034,69 50.764,00 570.570,48 2.465.228,21
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 755.866,21 162.528,48 0,00 918.394,69
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.764.891,15 131.363,13 570.570,48 1.325.683,80
2.520.757,36 293.891,61 570.570,48 2.244.078,49
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 108.899,64 266.619,12
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.250,08 197.658,21
221.149,72 464.277,33

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Geschäft und Rahmenbedingungen

Merkle ist Premium-Dienstleister für geschäftskritische Digitallösungen, insbesondere für E- Commerce und Digital Marketing. Als Full-Service-Agentur bieten wir unseren Kunden ganzheitliche Lösungen und Leistungen entlang der ganzen Wertschöpfungskette an. Dies umfasst die Bereiche digitale Transformation und E-Commerce über Experience Design, Engineering und Technologieintegration, digitales Marketing und Data Science bis hin zu CRM und Kundenbindung sowie Kundendatenmanagement. Der Hauptgeschäftsbereich des Unternehmens ist das datengetriebene Customer Experience Management (CXM). Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, einzigartige, personalisierte Kundenerlebnisse über verschiedene Plattformen und Geräte hinweg zu liefern. Die Marktchance für die CXM- Dienstleistung liegt in der Entwicklung datengetriebener Strategien, die den besten Marken der Welt dabei helfen, hyperpersonalisierte Erlebnisse zu liefern, um den Kundenwert zu maximieren, die Kundenbindung zu stärken und letztendlich einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.

Unsere strategischen Partnerschaften mit den weltweit führenden Software-Unternehmen, Adobe, Salesforce, Google, AWS und viele mehr, spiegeln unsere exzellente Qualität wider. Gemeinsam schaffen wir die besten Ergebnisse für unsere Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen.

Die Namics (Deutschland) GmbH hat am 20. Januar 2021 umfirmiert zur Merkle Germany GmbH. Sie ist an den Standorten Frankfurt am Main, Hamburg und München tätig und beschäftigte am 31. Dezember 2021 insgesamt 206 Mitarbeiter (Vollzeit-Äquivalente), nach 214 Mitarbeitern zum Jahresende 2020.

Nach dem tiefen Einbruch im Jahr 2020 erholte sich die deutsche Wirtschaft 2021 allmählich. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 2,7% (Quelle: Destatis). Die Lockerungen der Corona-Beschränkungen und die steigende Impfquote ermöglichten eine Belebung der Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit sinkt um 0,22% und blieb damit über dem Vorkrisenniveau. Die Kurzarbeit wurde schrittweise zurückgefahren, da immer mehr Unternehmen wieder in den Normalbetrieb übergingen. Die 44,9 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland (Quelle: Destatis) stellen einen leichten Anstieg von 7,000 im Vergleich zu 2020 dar. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigten Beschäftigten blieb stabil.

Die Digitalisierung gewann weiter an Fahrt. Die Nachfrage nach digitalen Produkten und Dienstleistungen blieb hoch, und viele Unternehmen beschleunigten ihre digitalen Transformationsprozesse. Die Information und Telekommunikation -Branche setzte ihr Wachstum fort und trug maßgeblich zur wirtschaftlichen Erholung bei.

Trotz der positiven Entwicklungen blieben Herausforderungen bestehen. Die Inflation stieg aufgrund der Energiekrise und globaler Lieferkettenprobleme deutlich an. Die wirtschaftliche Unsicherheit durch neue Virusvarianten und geopolitische Spannungen belastete das Vertrauen der Unternehmen und Verbraucher.

Zusammenschluss mit Isobar Schweiz

Die Namics Gruppe schloss sich zum 01.01.2021 mit ihrer Netzwerk-Schwester Isobar Schweiz und Isobar Austria zusammen und bildet gemeinsam Merkle im DACH-Raum. Nach der oben beschriebenen Umfirmierung bietet der Zusammenschluss zugleich die Möglichkeit für Merkle Germany GmbH auf eine Erweiterung der Dienstleistungspalette insbesondere im technischen Bereich, erhöhte Expertise und Knowhow und insbesondere zusätzliche Nearshoring-Kapazitäten an weiteren Standorten in Portugal und Tschechien zuzugreifen und so die Wettbewerbsfähigkeit am deutschen Markt zu steigern.

Eigentumsstruktur

Am 11. November 2020 kündigte Dentsu die Fusion von Isobar Schweiz und Namics Schweiz- A Merkle Company an, zwei führenden Full-Service-Digitalagenturen in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Die organisatorische Fusion trat am 1. Januar 2021 in Kraft, gefolgt vom Rebranding zu Merkle im ersten Quartal 2021, der führenden Marke von Dentsu's Customer Experience Management (CXM)-Geschäftsbereich.

Die Fusion brachte zwei führende Unternehmen für digitale Transformation in der DACH- Region zusammen und ergänzte Merkle's führendes Angebot in den Bereichen Technologie, Daten, CRM und Analytik in der EMEA-Region um digitale Erlebnisfähigkeiten.

Geschäftsverlauf 2021

Die Umsatzerlöse konnten mit 43.7 Mio. EUR deutlich gegenüber dem Vorjahr (36.1 Mio. EUR) gesteigert werden. Dies entspricht einem Umsatzanstieg von 17,5 Prozent, der vorwiegend auf die bessere wirtschaftliche Konjunktur zurückzuführen ist.

In 2021 haben wir verstärkt Leistungen von den Nearshore-Standorten im Ausland bezogen, insbesondere, aber nicht ausschließlich, von unserer Schwestergesellschaft in Serbien. Durch die Ausweitung des Nearshore-Anteils unserer Dienstleistungen konnten wir unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken.

Die Zusammenarbeit mit dem Dentsu Network wurde bereits in 2019 begonnen und führte zum Gewinn erster gemeinsamer Kunden, für die wir aus Deutschland heraus auch in 2021 Dienstleistungen erbracht haben. Somit wurde die in 2019 begonnene erfolgreiche Zusammenarbeit im Netzwerk weitergeführt.

Ebenso wurde im Jahr 2021 die Beziehung zu unseren Software-Partnern gemeinsam mit Merkle und Dentsu weiter intensiviert. Der Fokus liegt hierbei weiter auf international anerkannten und global operierenden Software- und Service-Partnerschaften, insbesondere mit Adobe, Salesforce, SAP, Sitecore, und Magnolia.

Die Merkle Germany GmbH definiert ihre Unternehmensziele und steuert ihre wirtschaftliche Leistung im Wesentlichen anhand des Umsatzes, des Jahresergebnisses und des Betriebsergebnisses vor Boni (Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern abzüglich der Bonuszahlungen an Mitarbeiter).

Ertragslage

Diverse Performanceindikatoren haben sich im Jahr 2021 gegenüber 2020 verbessert. Umsatzanstieg um 17,5% sowie eine Steigerung des Betriebsergebnisses vor Mitarbeiterboni um ca. TEUR 600 auf TEUR 1.599 (Vorjahr: positive TEUR 1.028) sowie eine Steigerung des Jahresüberschusses um TEUR 832 auf TEUR 942 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 109). Die positive Entwicklung der Indikatoren ist auf die Summe diverser Kosteneinsparungen im Vergleich zu 2020 zurückzuführen.

Für die Namics Gruppe (Namics AG und Merkle Germany GmbH) wurden für das Jahr 2021 Mitarbeiter-Boni in Höhe von TEUR 658 ausgezahlt, die sich am Ergebnis der Gesamtgruppe bemessen.

Die Anzahl der FTE zum Stichtag reduzierte sich um 4%, gleichzeitig stiegen die Personalkosten um fast 7% auf 17,2 Mio. EUR (Vorjahr: 16,1 Mio. EUR). In 2021 wurden mehr Leistungen von Gesellschaften der Namics-Gruppe bezogen, der Nettoleistungsbezug (bezogene Leistungen abzüglich erbrachter Leistungen) betrug im Jahr 2021 TEUR 10.287 (Vorjahr: TEUR 3.798). In der Gruppe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten in verschiedenen Bereichen Einsparungen erzielt werden, beispielsweise bei Reisekosten (2021: TEUR 63, Vorjahr TEUR 176) und Rekrutierungskosten (2021: TEUR 63, Vorjahr TEUR 106). Die EDV-Kosten sind gestiegen (2021: TEUR 410, Vorjahr TEUR 292). Der Zinsaufwand für das Jahr 2021 lag bei TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 198).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 11 Mio EUR erhöht, dies ist hauptsächlich auf die höheren Forderungen aus Lieferung und Leistungen (9.9 Mio. EUR) zurückzuführen. Die flüssigen Mittel haben sich um ca. 1.4 Mio. EUR erhöht (2021: TEUR 6.432; Vorjahr: TEUR 5.033). Auf der Passivseite haben sich die Sonstigen Rückstellungen erhöht auf TEUR 7.360 (Vorjahr: TEUR 3.179).

Die wesentlichen Veränderungen in den Aktiva im Vergleich zum Vorjahr resultieren aus den Forderungen aus Leistungen, diese Veränderungen entstehen aus einem höheren Debitorenbestand am Stichtag. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dentsu-Konzerngesellschaften (TEUR 437, Vorjahr TEUR 833) sind durch die Zusammenarbeit in diversen Kundenprojekten mit den Dentsu-Konzerngesellschaften entstanden. Die Synergien, welche sich aus der Zusammenarbeit ergeben, werden in Zukunft vermehrt genutzt werden können.

Der Bestand des Eigenkapitals per 31. Dezember 2021 liegt bei TEUR 1.636 (Vorjahr: TEUR 694).

Die Veränderungen der Verbindlichkeiten gegenüber der Namics AG setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Management Fees, Leistungen der Muttergesellschaft für Projekte der Merkle Germany GmbH als auch Kostenübernahmen in Höhe von 5.3 Mio. EUR. Zudem existieren Verbindlichkeiten gegenüber Dentsu International Treasury Limited in Höhe von 4.0 Mio. EUR sowie gegenüber Merkle Switzerland AG in Höhe von 1.0 Mio. EUR.

Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich im Verlaufe des Jahres um 1.4 Mio. EUR erhöht und befindet sich zum Jahresende 2021 Jahr bei 6,4 Mio. EUR. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr ihren Zahlungsverpflichtungen stets nachkommen. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden in geringem Umfang derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung der Gesellschaft im Rahmen der Möglichkeiten der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zufrieden.

Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement der Merkle Germany ist in das der Dentsu-Gruppe eingebunden und hat das Ziel, potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu klassifizieren, um durch geeignete Maßnahmen Risiken, die sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens auswirken könnten, abzuwenden bzw. eine Bestandsgefährdung auszuschließen. Das Risikomanagement soll jederzeit sicherstellen, dass finanzielle Risiken, Rechtskonformitäts- und Sicherheitsrisiken auf einem für das Unternehmen tragbaren Niveau gehalten werden.

Umfeld-, Markt- und Absatzrisiken

Grundsätzlich besteht ein Absatzrisiko mit den einzelnen Kunden. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Merkle Deutschland über eine Vielzahl von Kunden verfügt, die im Umfang ihrer Ausgaben sehr unterschiedlich agieren. Eine Umsatzabhängigkeit von einem Kunden ist nicht gegeben. Das Risiko, dass wettbewerbsbedingte Kundenverluste zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen können, schätzen wir als mittel ein.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft unterliegt konjunkturellen Risiken, so wirken sich zum Beispiel Epidemien negativ auf die Gesamtwirtschaft aus, allerdings beschleunigte die Coronaepedemie die Transformationsaktivitäten bei einer Vielzahl von Kunden. Daher schätzen wir das konjunkturelle Risiko als mittel ein.

Aufgrund der Wettbewerbssituation mit anderen Anbietern unterliegt die Ertragslage der Merkle Deutschland GmbH einem permanenten Preiswettbewerb. Durch die Erweiterung des Dienstleistungsspektrums und innovative Services sollen neue Einnahmen generiert und somit negative Effekte aus dem Preiswettbewerb kompensiert werden. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt.

Verkaufserfolg/ Auslastung:

Der zentrale Faktor unseres Geschäfts ist die Fähigkeit, unsere Kapazitäten so am Markt zu platzieren, dass weder ungenutzte Kapazitäten bestehen noch eine Überauslastung, die beispielsweise durch einen verstärkten Einsatz von Freelancern und Kapazitäten aus der Schweiz kompensiert werden muss. Die Kapazität in Deutschland hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern und die bestehende Kundenbasis besser zu bedienen, wurden einige der Projekte mit Kapazitäten aus dem Nearshore-Standort der Gruppe in Serbien bedient sowie auf Kapazitäten unserer Netzwerk-Schwester isobar zugegriffen. Dementgegen werden nach wie vor ausgewählte Fähigkeiten aus der Schweiz für Kundenprojekte herangezogen, was sich negativ auf die Ertragskraft in Deutschland ausgewirkt hat. Aufgrund des geplanten weiteren Ausbaus der Nearshore-Kapazitäten, des Zusammenschluss mit Isobar Schweiz mit weiteren Nearshore-Standorten in Portugal und Tschechien sowie der vorhandenen Kapazitäten in Deutschland sollte der negative Effekt auf die Ertragskraft in 2022 geringer ausfallen oder komplett ausbleiben. Zugleich steigen die Chancen, die Ertragskraft zu erhöhen, wenn die Kapazitäten durch Dienstleistungspartner und Freelancer dem Verkaufserfolg entsprechend angepasst werden und damit weniger Kapazitäten aus der Schweiz in Anspruch genommen werden müssen. Das Auslastungsrisiko wird aufgrund der in der Gruppe aufgebauten Ressourcen als hoch eingeschätzt.

Kompetenzaufbau und Retention:

Hier sehen wir das Risiko, nicht die exzellenten Mitarbeiter zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden, die ausreichend qualifiziert sind, die Aufgaben in der erforderlichen Qualität zu erledigen. Die Merkle Germany GmbH erreicht im Benchmark zu anderen Professional Service Firms gute Resultate, die in verschiedenen Benchmark-Studien ermittelt wurden. Insbesondere der Namics- übergreifende Know-How Transfer und die Zusammenarbeit in unternehmensweiten Fach-Practices tragen dazu bei, dass Entwicklungsmöglichkeiten und Kompetenzaufbau wesentliche Säulen unserer Marktleistung und der langfristigen Bindung von Mitarbeitern und Kunden an unser Unternehmen sind. In den guten Resultaten in den Benchmarks, in den Möglichkeiten des Know-How Transfers und der guten Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe sehen wir die Chance, auch künftig den notwendigen Kompetenzaufbau und die Mitarbeiterbindung zu erreichen, um damit die Basis für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg in der Zukunft sicher zu stellen. Gleichzeitig stellt der Zusammenschluss mit der Isobar Schweiz eine große Veränderung für unsere Mitarbeiter*innen dar, die die Mitarbeiterbindung negativ beeinflussen kann. Das Risiko wird als gering eingeschätzt.

Projektrisiken:

Diese umfassen die Fähigkeit, Projekte im Rahmen der einem Angebot zugrunde liegenden Kostenschätzung abwickeln zu können. Ein wesentlicher Faktor ist das aktive Management von Projektfortschritten und Festpreis-Risiken. In diesem Bereich konnten durch die weitere Professionalisierung des Projekt- und Risikomanagements sowie einem größeren Anteil an Projekten mit agilem Projektvorgehen weitere Verbesserungen erzielt werden. Durch den Aufbau eines aktiven Projektcontrollings und dessen Zentralisierung werden Risiken eher erkannt und aktiv Maßnahmen ergriffen. Das Risiko wird als gering eingeschätzt.

Durch die ab Mai 2018 in Kraft getretene EU-Datenschutzgrundverordnung ergeben sich weitreichende zu beachtende Vorschriften, insbesondere hinsichtlich der Behandlung personenbezogener Daten. Eine unzureichende Beachtung dieser Vorschriften könnte zu hohen Strafzahlungen führen. Wir erachten dieses Risiko als gut beherrschbar und schätzen es damit als gering ein. Das Risiko wird als gering eingeschätzt.

Im Jahr 2021 wurde das ERP-System von SAP auf Microsoft D365 umgestellt. Das Risiko der Umstellung bezüglich der Auswirkungen auf die fristgerechte Erstellung und Verbuchung bzw. Zahlung von Eingangs- und Ausgangsrechnungen im Umstellungszeitraum wird als mittel eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das oberste Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist die Minimierung finanzwirtschaftlicher Risiken durch Liquiditätssicherung und Optimierung der Finanzkraft. Die Gesellschaft konnte sich in der Vergangenheit immer kurzfristig über den dentsu-Konzern oder Banken refinanzieren und wir gehen davon aus, dass dies auch in der Zukunft sichergestellt ist und damit eine ausreichende Liquidität gegeben ist. Das Risiko wird als gering eingeschätzt.

Aufgrund des hohen negativen Ergebnisses ab dem Jahr 2022 war das Unternehmen im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 auf weitere Darlehen aus dem Konzern angewiesen. Aus diesem Grund wurden im Jahr 2025 die beiden bestehenden Darlehen bis zum 9. Juni 2027 bzw. bis zum 18. November 2026 verlängert. Zur weiteren Sicherstellung der Liquidität wurde im Mai 2025 ein zusätzliches Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 21. Oktober 2026 gewährt.

Das Geschäft der Gesellschaft mit ihren Kunden unterliegt dem allgemeinen Bonitäts- und Ausfallrisiko. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, haben die Gesellschaften der deutschen Dentsu-Gruppe ein Forderungsmanagement eingerichtet und Kreditversicherungen abgeschlossen. Das Risiko wird als gering eingeschätzt.

Währungsrisiken werden größtenteils abgesichert. Das Risiko wird als gering eingeschätzt.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2022 werden wir einen erhöhten Umsatz als im Jahr 2021 erreichen, in Höhe von € 54,9 Mio., aufgrund der höheren Aufwendungen aber ein geringeres Betriebsergebnis vor Bonus in Höhe von - € 2,8 Mio., und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von - € 3,5 Mio.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir Umsatzerlöse in der Größenordnung um € 35 Mio. sowie ein Betriebsergebnis vor Bonus deutlich unter dem Betrag für das Geschäftsjahr 2022. Ebenfalls erwarten wir ein weiter deutlich negativeren Jahresfehlbetrag im Jahr 2025 als im Jahr 2022.

Die Digitalwirtschaft hat sich als äußerst resilient gegenüber Krisen erwiesen und wir gehen davon aus, dass sie auch in Zukunft ihr Wachstum fortsetzen wird. Für die Zukunft erwarten wir grundsätzlich eine stabile Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich Digitalisierung sowohl bei Bestands- wie auch bei Neukunden.

Die Ergebnisse im DACH-Cluster der Merkle Gruppe wurden in den Jahren von 2021 bis 2023 durch eine komplexe Geschäftstransformation und Systemintegration negativ beeinflusst. Die Auswirkungen waren das Ergebnis einer Reihe paralleler Transformationsarbeitsabläufe, die gleichzeitig stattfanden. Dies führte zu einer Fehlausrichtung bestimmter Geschäftsprozesse und -systeme. Das Unternehmen hat im Rahmen der Verbesserung der internen Kontrolle bereits Änderungen an den Geschäftsprozessen und Systemverbesserungen in der DACH-Region umgesetzt. Die fortgesetzte Umsetzung des One dentsu-Betriebsmodells wird die Organisationsstruktur vereinfachen, um die Entscheidungsfindung zu beschleunigen, Verantwortlichkeiten zu klären und Befugnisse zu delegieren, was zu effektiven Geschäftsabläufen und Unternehmensaktivitäten führt, die auf robusten Geschäftsprozessen und Governance basieren, um Risiken zu reduzieren.

 

Frankfurt am Main, 27.07.2025

Walter Hassler

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Merkle Germany GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Merkle Germany GmbH, Frankfurt am Main, (bis 19. Januar 2021: Namics (Deutschland) GmbH), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Merkle Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg im Breisgau, den 29. Juli 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Laubert, Wirtschaftsprüfer

Ziemann, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss 2021 wurde am 16. Oktober 2025 festgestellt.

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