Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 32220
Eingetragen
15.1.2019
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareHerstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren Geräten
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von allen Produkten aus dem Bereich der EDV, insbesondere von Hardware und Software, auch von Produkten aus dem peripheren Bereich

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Bause
seit 18.1.2024
Prokura
Tobias Paschke
seit 18.1.2024
Vorstandsmitglied
Isabell Schlicht
seit 17.11.2020
Prokura
Ronald Sieber
seit 15.1.2019
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SYS TEC electronic AG

Heinsdorfergrund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Amtsgericht Chemnitz, HRB 32220

Bilanz zum 31. Dezember 2023

     31.12.2023       31.12.2022
                    EUR                 EUR
A K T I V A
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 359.663,00 444.950,00
II. Sachanlagen 4.123.456,06 4.326.909,56
4.483.119,06 4.771.859,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.766.367,55 4.664.822,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.180.189,02 1.207.224,31
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 738.782,91 127.168,33
6.685.339,48 5.999.215,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.569,50 17.163,73
11.185.028,04 10.788.238,74
P A S S I V A
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 201.960,29 201.960,29
III. Gewinnrücklagen 800.000,00 800.000,00
IV. Bilanzgewinn 4.019.302,72 3.844.384,97
davon Gewinnvortrag: € 3.844.384,97 (Vorjahr: € 3.638.976,57) 5.521.263,01 5.346.345,26
B. Sonderposten für Zuwendungen 1.211.862,16 966.066,75
C. Rückstellungen 480.568,00 443.194,50
D. Verbindlichkeiten 3.948.025,29 4.011.342,31
davon aus Steuern: € 375.235,67 (Vorjahr: € 40.626,78)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 301,29 (Vorjahr: € 443,39)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 23.309,58 21.289,92
11.185.028,04 10.788.238,74

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

               2023                2022
                    EUR                EUR
1. Rohergebnis 7.168.280,32 6.273.272,87
2. Personalaufwand -4.999.766,60 -4.438.995,56
davon für Altersversorgung: EUR 188.474,59 (Vorjahr: EUR 191.922,19)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände  -624.044,62 -557.943,03
des Anlagevermögens und Sachanlagen
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -935.757,28 -876.886,85
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 13.264,77 (Vorjahr: EUR 17.391,90)
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -102.565,64 -51.410,45
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -124.514,31 -129.732,49
7. Ergebnis nach Steuern 381.631,87 218.304,49
8. Sonstige Steuern -6.714,12 -12.896,09
9. Jahresüberschuss 374.917,75 205.408,40
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.844.384,97 3.638.976,57
11. Gewinnausschüttung -200.000,00 0,00
12. Bilanzgewinn 4.019.302,72 3.844.384,97

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Grundsätzliche Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Ansatzvorschriften der §§ 246 ‑ 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268‑274a, 276‑277 HGB, und unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252‑256 HGB erstellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.

B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungs-posten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Die Saldierungsverbote des § 246 Abs. 2 HGB wurden beachtet.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Erstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen lag eine Nutzungsdauer von maximal fünf Jahren zugrunde.

Sachanlagen

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungs­preisminderungen oder mit den Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebs­gewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr planmäßig abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel gezeigt.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

sind zu Nennwerten aktiviert.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen  sind entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

Fertige Erzeugnisse und Waren sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

sind zum Nennwert bewertet. Auf fremde Währung lautende Posten wurden zum Devisen­kassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

sind zum Nennwert bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand der Folgejahre darstellen.

EIGENKAPITAL

Das Gezeichnete Kapital (§ 160 I Nr. 3 AktG) wurde zum Nennwert angesetzt.

Das Grundkapital beträgt zum 31.12.2023 EUR 500.000,00 und ist eingeteilt in 500.000 Stück auf den Namen lautende Stammaktien (Stückaktien). Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt EUR 1,0. Die Kapitalrücklage wurde zum Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage zum 31.12.2023 beträgt EUR 201.960,29. Eine Zuführung zur gesetzlichen Rücklage nach § 150 AktG ist im Berichtsjahr nicht erforderlich, da die ausgewiesene Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 HGB den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigt. Die Gewinnrücklagen wurden gemäß § 150 AktG angesetzt. Der Bilanzgewinn wurde zum Nennwert angesetzt.

SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE

ist nach handelsrechtlichen Grundsätzen unter Berücksichtigung entsprechender Abschreibung, Übertragung und Einstellung angesetzt und zum Nennbetrag bewertet.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen

Der Erfüllungsbetrag für die Pensionsrückstellung wurde nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" berechnet. Die biometrischen Grundwerte entstammen den Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Heubeck RT 2018 G). Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutsche Bundesbank für diese Restlaufzeit ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Der Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,82 %. Es wurde eine garantierte Rentendynamik in Höhe von 1,00 % p.a. der jeweiligen Vorjahreswerte eingerechnet. Es liegt das entsprechende versicherungs­mathematische Gutachten des Debeka Lebensversicherungsverein a. G. vom 23. Januar 2024 vor.

Der Debeka Lebensversicherungsverein a. G. hat zudem den Aktivwert der bestehenden Rückdeckungs­versicherung ermittelt. Als Aktivwert wird jeweils das Deckungskapital unter Beachtung der Bestimmungen des koordinierten Ländererlasses vom 22. Februar 1963 (BStBl. 1963 II Seite 47) berechnet.

Die fortgeführten Anschaffungskosten der Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2023 EUR 175.926,00.

Die Verpflichtungen aus den Pensionszusagen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 180.194,00.

Nach Verrechnung der Verpflichtungen aus den Pensionszusagen mit den verpfändeten Rückdeckungsversicherungen ergibt sich zum 31. Dezember 2023 eine Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 4.268,00.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 2.126,00.

Steuerrückstellungen

berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert.

Sonstige Rückstellungen

sind in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen sowohl alle erkennbaren Risiken als auch alle ungewissen Verpflichtungen.

Bei der Ermittlung von Gewährleistungsrückstellungen wurden Erfahrungswerte der Branche berücksichtigt.

VERBINDLICHKEITEN

sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

sind zu verrechenbaren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Als passive Rechnungs-abgrenzungsposten werden Einnahmen im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag der Folgejahre darstellen.

LATENTE STEUERN

Der Ansatz entspricht der sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung aus dem Unterschied der Handelsbilanz- und Steuerbilanzwerte. Der Ausweis aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt saldiert. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Auf einen Ausweis aktiver latenter Steuern wurde gemäß § 274 HGB verzichtet.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Gliederung zum 31. Dezember 2023 und die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagespiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Sonderposten für Investitionszuschüsse

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde gemäß HFA 4/1996 gebildet. Seine Auflösung wird entsprechend zur Abschreibung der bezuschussten Anlage­gegenstände vorgenommen.

4. Verbindlichkeiten

31.12.2023

Vorjahr

davon:

EUR

EUR

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

2.300.234,29

2.111.357,31

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von EUR 118.750,00 (Vorjahr: EUR 117.123,16) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von EUR 2.181.484,29 (Vorjahr: EUR 1.994.234,15) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, davon haben EUR 1.863.334,10 (Vorjahr: EUR 1.670.401,61) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 2.300.234,29 (Vorjahr: EUR 2.111.357,31) sind durch Grundschulden, Sicherungsübertragung, Bürgschaften und Abtretung gesichert.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse von Bedeutung bestanden nach Auskunft des Vorstands zum 31. Dezember 2023 nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen lagen bei EUR 345.194,47.

2. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres

Es waren durchschnittlich 96 Mitarbeiter beschäftigt.

3. Organmitglieder

Im Geschäftsjahr 2023 waren Mitglieder des Vorstands:

Herr Ronald Sieber (Vorsitzender des Vorstands), Dipl.-Ing. für Elektrotechnik

Herr Dirk Bause, Dipl.-Ing. für Informationstechnik (bis 31.12.2023)

Im Geschäftsjahr 2023 waren Mitglieder des Aufsichtsrats:

Herr Siegmar Schmidt (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Dipl. Physiker

Herr Dr. Frank Jungandreas (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats), Dipl.-Ing. für Gerätetechnik

Herr Aimo Süß, Dipl.-Ing. für Informationstechnik  

Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Vorstände wird gem. § 286 IV HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf EUR 8.750,00.

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars wird gem. § 288 II HGB verzichtet.

Mit dem Beschluss vom 27. November 2023 schied Herr Dirk Bause aus dem Vorstand aus. Herr Tobias Paschke wurde ab 01. Januar 2024 in den Vorstand berufen.

4. Ergebnisverwendung

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages in Höhe von EUR 3.844.384,97, des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 374.917,75 und der Gewinnausschüttung resultierend aus dem Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 200.000,00 ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.019.302,72. Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

F. NACHTRAGSBERICHT

Zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

G. Unterschrift gemäSS § 245 HGB

SYS TEC electronic AG, Heinsdorfergrund

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

 

Heinsdorfergrund, 05. November 2024

gez. Ronald Sieber

gez. Tobias Paschke

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 981.085,12 42.032,00 0,00 0,00 1.023.117,12
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.810.804,15 9.813,04 0,00 0,00 3.820.617,19
Technische Anlagen und Maschinen 3.503.309,49 197.053,24 530.946,38 210.472,00 3.379.888,35
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 970.424,36 87.689,48 4.900,00 -14.092,00 1.039.121,84
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 196.380,00 5.701,50 0,00 -196.380,00 5.701,50
8.480.918,00 300.257,26 535.846,38 0,00 8.245.328,88
9.462.003,12 342.289,26 535.846,38 0,00 9.268.446,00
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 536.135,12 127.319,00 0,00 0,00 663.454,12
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.258.049,59 107.640,04 0,00 0,00 1.365.689,63
Technische Anlagen und Maschinen 2.113.916,49 336.473,36 524.856,50 0,00 1.925.533,35
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 782.042,36 52.612,22 4.004,74 0,00 830.649,84
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.154.008,44 496.725,62 528.861,24 0,00 4.121.872,82
4.690.143,56 624.044,62 528.861,24 0,00 4.785.326,94
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 359.663,00 444.950,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.454.927,56 2.552.754,56
Technische Anlagen und Maschinen 1.454.355,00 1.389.393,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 208.472,00 188.382,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.701,50 196.380,00
4.123.456,06 4.326.909,56
4.483.119,06 4.771.859,56

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Unternehmensportrait

Die SYS TEC electronic AG mit Sitz in Heinsdorfergrund ist ein Premiumanbieter für hochwertige Elektronikdienstleistungen, spezialisiert auf die Entwicklung und Fertigung kundenspezifischer Elektroniklösungen für eingebettete Systeme und verteilter Automation. Als Bestücker im Bereich EMS-Dienstleistungen bietet das Unternehmen umfassende Services für maßgeschneiderte Elektronikprodukte sowie die serielle Produktion eigener Entwicklungen an.

Mit durchschnittlich 96 Mitarbeitern im Jahr 2023 ist die SYS TEC electronic AG ein etabliertes mittelständisches Unternehmen mit umfangreicher Erfahrung in der Entwicklung von Hard- und Softwarelösungen für verschiedene industrielle Anwendungen, darunter Gebäudetechnik, Bahntechnik, Medizintechnik und Automatisierungstechnik. Der Fokus liegt auf hoher Fertigungstiefe, individuellen Kundenlösungen und der Einhaltung strenger Qualitätsstandards.

2. Forschung und Entwicklung

Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 23 Entwicklungsingenieure für Hardware und Software in der Entwicklungsabteilung der SYS TEC electronic AG tätig. Das Unternehmen setzte auch 2023 die Weiterentwicklung eigener Produkte und die Umsetzung neuer Ideen fort, darunter die geplante Erweiterung auf 64-Bit-Systeme.

Zudem engagiert sich die SYS TEC electronic AG in kooperativen Forschungsprojekten mit Partnerhochschulen, um neue Kollaborationsmodelle zwischen Industrie, Forschung und öffentlichen Einrichtungen zu entwickeln, mit dem Ziel, digitale Strukturen durch innovative Produktlösungen zu stärken. Das Kompetenzportfolio des Unternehmens wurde durch die Bearbeitung neuer Aufträge erweitert, wobei insbesondere Entwicklungen im Gebäudemanagement und die intelligente Ansteuerung integrativer Systeme über Single-Pair-Ethernet an Bedeutung gewinnen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Branche

Im Jahr 2023 war die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit von einer langsamen, aber stabilen Erholung geprägt, nachdem die globalen Märkte in den Vorjahren durch die COVID-19 Pandemie und geopolitische Spannungen stark belastet worden waren.

Zudem erlebte die Elektronikbranche im Jahr 2023 sowohl in Deutschland als auch international einen bedeutenden Wandel und spielte eine zentrale Rolle in der Wirtschaft, während sie gleichzeitig mit den Herausforderungen einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Entwicklung konfrontiert war.[1]

Im Jahr 2023 wurden von Deutschland Waren im Wert von 1.590,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 1.365,8 Milliarden Euro importiert. Damit sanken die Exporte mit 0,2 % leicht, und die Importe verringerten sich gegenüber dem Jahr 2022 um 9,3 %. Die Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2023 mit einem Überschuss von 224 Milliarden (2022: 79,7 Milliarden Euro) ab. Der deutsche Exportüberschuss erholte sich damit von seinem Vorjahrestief wieder auf Durchschnittsniveau.[2]

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im vergangenen Jahr um 0,2 % zurückgegangen. Damit war Deutschland unter den zehn größten Volkswirtschaften weltweit die einzige, deren Wirtschaft im letzten Jahr real geschrumpft ist. Ursächlich für die schwache Entwicklung 2023 waren in erster Linie gestiegene Lebenshaltungs- bzw. anfangs noch überdurchschnittlich hohe Energiekosten sowie das höhere Zinsniveau.[3]

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie verzeichnete im Jahr 2023, trotz einer nachlassenden Dynamik im zweiten Halbjahr, erneut ein Umsatzwachstum. Insgesamt belief sich der Branchenumsatz auf 237,9 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 6,0 % im Vergleich zu 2022 entspricht. Obwohl die reale Produktion im vergangenen Jahr stagnierte (0,0 %), bleibt die Branche die einzige große Industrie in Deutschland, deren Produktionsniveau mittlerweile wieder über dem Stand vor der Corona-Pandemie liegt.[4]

Im vergangenen Jahr exportierte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie Waren im Wert von 253,8 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 2,7 % entspricht. Wie in den Vorjahren war China mit Exporten von 25,6 Milliarden Euro der größte Einzelabnehmer, auch wenn dieses Niveau um 3,5 % unter dem Vorjahr lag. Die Exporte in die USA stiegen 2023 um 5,4 % auf 24,9 Milliarden Euro, während die Ausfuhren in die Eurozone um 5,6 % auf 86,3 Milliarden Euro zunahmen.[5]

Während die Elektronikbranche im Jahr 2023 noch ein Wachstum verzeichnen konnte, sieht der ZVEI für 2024 eine andere Entwicklung voraus. Trotz positiver Ergebnisse aus dem Vorjahr ist der Ausblick des ZVEI getrübt. Zu Grunde gelegt werden hier auch die Spannungen im Nahen Osten, die schwierige Situation zwischen China und Taiwan, der anhaltende Handelskonflikt zwischen China und den USA sowie das konjunkturelle Umfeld, das von Inflation, hohen Zinsen und Energiepreisen geprägt ist.[6] Infolgedessen geht der Branchenverband von einem Rückgang der realen Produktion um 2 % für das Jahr 2024 aus. [7]

Trotz zahlreicher Herausforderungen hat die SYS TEC electronic AG ihre eigenen Kompetenzen und potenziellen Alleinstellungsmerkmale erfolgreich weiterentwickelt und im Rahmen der Digitalisierung der Industrie neue Geschäftsmöglichkeiten erschlossen. Konzepte wie Industrie 4.0, IoT-Lösungen und Künstliche Intelligenz (KI) setzen sich zunehmend in der Industrie, der Wirtschaft und unserem Alltag durch. Insbesondere die Covid-19-Pandemie hat diesen Trend zusätzlich verstärkt. Die Digitalisierung von Produktionsprozessen sowie von industriellen Dienstleistungen und Consumer-Services eröffnen weiterhin neue Chancen für die Geschäftsentwicklung.

Trendthemen der Branche bleiben auch weiterhin Bereiche wie integrierte Energiesysteme, Predictive Maintenance, Künstliche Intelligenz, Cloud-Lösungen sowie Transport und Mobilität. Die Entwicklungen im Berichtszeitraum haben jedoch auch verdeutlicht, dass Themen wie Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit, digitale Kollaborations- und Kommunikationsnetzwerke sowie globale Logistikketten Bereiche sind, in denen die SYS TEC electronic AG in Zukunft potenziell eigene Impulse und Beiträge leisten kann.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Im Jahr 2023 war die weltwirtschaftliche Lage von anhaltenden Unsicherheiten, darunter hoher Inflation, steigenden Zinsen und geopolitischen Spannungen geprägt, die das Wachstum in vielen Bereichen bremsten. Auch die SYS TEC electronic AG wurde davon beeinflusst. Dennoch konnte eine positive Entwicklung in Umsatz und Ertrag erzielt werden.

Im Berichtsjahr 2023 konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 12 % gesteigert werden. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf die erfolgreiche Einführung einer neuen Produktionslinie sowie die Gewinnung neuer Kunden und Aufträge zurückzuführen.

Aufträge aus dem Energiesektor, wie z.B. der Fertigung von smarten Zählersystemen sowie aus dem Bereich Smart Building tragen weiterhin eine entscheidende Rolle im Umsatzportfolio der SYS TEC electronic AG.

Die Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung halten auch im Berichtsjahr weiter an. Obwohl sich die Situation im Vergleich zu den extremen Engpässen der Vorjahre etwas verbessert hatte, blieben Herausforderungen bestehen. Faktoren wie anhaltende Lieferkettenprobleme, geopolitische Spannungen, hohe Rohstoffpreise und eine unzureichende Verfügbarkeit bestimmter Bauteile, insbesondere Halbleiter, beeinflussten die Branche weiterhin. Durch personellen Aufbau in der Beschaffung konnte die Flexibilität sowie Reaktionsfähigkeit erhöht werden.

Um die Effektivität in der Produktion weiter zu stärken, den Durchsatz zu erhöhen und bestehende Kapazitäten deutlich zu steigern, wurde nach der Anschaffung der neuen SMD-Bestückungslinie im 4. Quartal 2022 in eine weitere baugleiche Bestückungslinie investiert. Weitere Investitionen erfolgten in die Modernisierung der Netzwerktechnik, in die Umstellung der Energieversorgung auf nachhaltige Technologien sowie in die Optimierung der ERP-Anwendungen.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1. Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Jahr

2023

2022

Umsatzerlöse

12.327 T€

11.021 T€

Jahresüberschuss

375 T€

205 T€

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse 12.327 T€. Damit konnte eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vergleichsjahr um 12 % erzielt werden.

Im Segment EMS Dienstleistungen konnte die SYS TEC electronic AG erneut eine Umsatzsteigerung erzielen. Diese beläuft sich im Berichtsjahr auf 44 %. Zudem konnte der Umsatz der Eigenprodukte um 70 % gesteigert werden. Der Umsatz im Bereich Entwicklung verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang, der jedoch auflaufende, noch nicht abgeschlossene Projekte zurückzuführen ist. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen wie auch in den Vorjahren 2 % vom Umsatz.

3.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SYS TEC electronic AG betrug zum Bilanzstichtag 11.185 T€ und stieg damit um 397 T€. Das Anlagevermögen sank um 289 T€ auf 4.483 T€. Diese Minderung ist zurückzuführen auf getätigte Abschreibungen in Höhe von 624 T€ sowie Investitionen im Bereich der immateriellen Wirtschaftsgüter und bei technischen Anlagen und Maschinen. Die Investitionen dienten erstrangig zur Erweiterung der Produktionskapazität sowie der Erhöhung des technologischen Durchsatzes der Produktion. Darüber hinaus wurde in die Modernisierung der Netzwerkstruktur investiert. Das Umlaufvermögen betrug zum Stichtag 6.685 T€ und stieg um 686 T€ gegenüber dem Vorjahr. Die Vorräte, unterteilt in RHB-Stoffe, unfertige und fertige Produkte, lagen bei einem Wert von 4.766 T€ und stiegen gegenüber dem Vorjahr nur marginal um 101 T€ an. Die Erhöhung der Vorräte dient der Gewährleistung der Lieferbereitschaft. Um den Herausforderungen der aktuellen Bauteilsituation und der Materialbeschaffung entgegenzuwirken, wurden im Rahmen bestehender Aufträge kritische Bauteile auf Lager beschafft.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um 149 T€ und betrugen 821 T€. Die liquiden Mittel aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten haben sich zum Bilanzstichtag um 612 T€ auf 739 T€ erhöht.

3.3. Finanzlage

Die finanzielle Stabilität und Flexibilität der SYS TEC electronic AG stellt ein zentrales Unternehmensziel dar. Das Unternehmen kann auch weiterhin eine solide Finanzlage vorweisen. Forderungen wurden fristgerecht vereinnahmt, und Verbindlichkeiten wurden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen, auch unter Ausnutzung von Skonti beglichen. Die kurzfristige Finanzierung erfolgt über Kreditlinien bei den Hausbanken, die in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen.

Zum 31. Dezember 2023 belief sich das Gesamtkapital auf 11.185 T€. Das Eigenkapital beträgt 5.521 T€, was zu einer überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote von 49,4 % führt. Diese Quote unterstreicht die finanzielle Gesundheit des Unternehmens und bietet eine solide Basis für zukünftige Investitionen und Wachstumsstrategien.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 2.300 T€, was einen Anstieg von 189 T€ im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Ein wesentlicher Teil dieser Verbindlichkeiten resultiert aus den getätigten Investitionen. Um der aktuellen Liefersituation gerecht zu werden und die Lieferbereitschaft sicherzustellen, wurden kritische Bauteile im Rahmen der Kundenrahmenaufträge bevorratet. In diesem Zusammenhang wurden auch Kreditlinien in Anspruch genommen.

Zusätzlich bestehen langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die aus der Finanzierung von Investitionen in Gebäude, technische Anlagen und Maschinen stammen, die zwischen 2013 und 2023 getätigt wurden. Diese Investitionen sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Unternehmens.

Ein Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von 1.212 T€ wurde ausgewiesen. Diese Zuschüsse stammen von der Sächsischen Aufbaubank und beziehen sich auf gewerbliche Baumaßnahmen sowie Maschineninvestitionen, die das Unternehmen in den letzten Jahren realisiert hat.

Die Rückstellungen erhöhten sich im Jahr 2023 um 38 T€, was auf eine vorausschauende Planung und Risikovorsorge hinweist. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die finanzielle Stabilität der SYS TEC electronic AG auch in herausfordernden Zeiten zu sichern und die Weichen für zukünftiges Wachstum zu stellen.

Insgesamt zeigt die SYS TEC electronic AG eine positive finanzielle Entwicklung, die durch eine verantwortungsvolle Finanzpolitik und strategische Investitionen unterstützt wird.

3.4. Ertragslage

Im Jahr 2023 wurde eine Umsatzsteigerung von 1.306 T€ im Vergleich zum Vorjahr erzielt, was zu einem Gesamtumsatz von 12.327 T€ führt. Für das Geschäftsjahr weist die SYS TEC electronic AG einen Jahresüberschuss von 375 T€ aus.

Die Materialaufwandsquote liegt bei 47,0 % und ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben. Diese Stabilität deutet darauf hin, dass die Materialkosten weitestgehend konstant geblieben sind und Preiserhöhungen sowie Schwankungen in den Beschaffungskosten erfolgreich umgelegt werden konnten.

Die Personalaufwandsquote liegt bei 39,3 % in Relation zur betrieblichen Gesamtleistung und ist somit um 1,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 7,6 % der Umsatzerlöse und konnten im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % reduziert werden.

3.5. Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens

Kennzahl

Wert 2023

Wert 2022

Änderung

Bemerkung

Umsatzerlöse

(Umsatzerlöse ohne Bestandsveränderungen)

12,3 Mio. €

11,0 Mio. €

 +11,9 %

Gewinnung von Neukunden, Ausbau EMS Geschäft

Jahresüberschuss

375 T€

205 T€

+170 T€

Der Jahresüberschuss folgt der Umsatzentwicklung. Zu berücksichtigen ist dabei, dass neue Entwicklungsprojekte bisherige, bereits in der Fertigungsphase befindliche Aufträge ersetzt haben. Diese Entwicklungsprojekte müssen zunächst in eine Serienphase überführt werden.

III. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsentwicklung der SYS TEC electronic AG ist maßgeblich von der globalen und nationalen Konjunkturentwicklung, der Wettbewerbssituation sowie den politischen Rahmenbedingungen abhängig. Im Jahr 2024 wird erwartet, dass die weltweite Konjunktur weiterhin von Unsicherheiten geprägt ist, insbesondere durch anhaltende Handelskonflikte und die geopolitischen Spannungen infolge des Ukraine- sowie des Nahostkriegs. Diese Faktoren können zu weiteren Störungen in den internationalen Lieferketten führen. Zudem können steigende Inflationsraten die wirtschaftliche Lage der Kunden in verschiedenen Branchen negativ beeinflussen, was sich wiederum auf die Nachfrage nach den Dienstleistungen der SYS TEC electronic AG auswirken könnte.

Um den sich daraus ergebenden Risiken entgegenzuwirken, verfolgt die SYS TEC electronic AG eine strikte Kostenmanagementstrategie, optimiert ihre Prozesse und diversifiziert ihre Kundenstruktur. Gleichzeitig wird der Ausbau flexibler Ressourcen und Kapazitäten vorangetrieben, um den Herausforderungen eines leichten Rückgangs der Nachfrage in der Elektronikbranche gerecht zu werden.

Im Jahr 2023 haben sich die Schwierigkeiten am Beschaffungsmarkt für elektronische Bauteile im Vergleich zu 2022 etwas verbessert. Dennoch kann es gelegentlich zu verlängerten Lieferzeiten und damit zu Terminverschiebungen im internen Fertigungsprozess kommen. Soweit es die Gegebenheiten zulassen, werden Materialbeistellungsvereinbarungen sowie Materialbevorratungen für Rahmenaufträge getroffen, um die Beschaffungssituation weiter zu sichern.

Die breite Aufstellung des Unternehmens ermöglicht es, flexibel auf Marktschwankungen zu reagieren. Der Mix aus kundenspezifischen Dienstleistungen und eigenen Basislösungen erlaubt eine zügige Anpassung an neue Branchen- und Industrieentwicklungen. Die Werkzeuge und Verfahren des Risikomanagements wurden weiter verfeinert, und es sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Das abteilungsübergreifende Controlling wurde optimiert, und die etablierten Controlling-Werkzeuge ermöglichen eine effiziente Auswertung der Kostenentwicklung. Der Vorstand erhält regelmäßig umfassende Berichte über relevante Unternehmenskennzahlen, Prognosen und Trendwerte.

Das Kapital der SYS TEC electronic AG sind ihre Mitarbeiter. Der Erfolg des Unternehmens hängt stark vom Wissen und der Erfahrung der Belegschaft ab. Daher ist es das Ziel, die Zufriedenheit am Arbeitsplatz sowie das Wir-Gefühl der Mitarbeiter zu fördern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die digitalen Strukturen für mobiles Arbeiten wurden ausgebaut, um eine flexible Arbeitsweise unabhängig von pandemischen Einschränkungen zu ermöglichen. Um den zukünftigen Fachkräftebedarf zu sichern, strebt die SYS TEC electronic AG an, sich als attraktiver und moderner Arbeitgeber in der Region weiter zu positionieren. Besonders die Gewinnung von Fachkräften in den Bereichen Entwicklung und Vertrieb hat an Bedeutung gewonnen. Maßnahmen zur Steigerung des Bekanntheitsgrades, insbesondere durch die Vernetzung mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, dienen ebenfalls der Erreichung dieses Ziels.

Bilanzielle Risiken wurden, soweit sie bei der Erstellung der Bilanz erkennbar waren, durch entsprechende Rückstellungen berücksichtigt.

Die Finanzinstrumente der SYS TEC electronic AG umfassen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Um Forderungsausfälle zu vermeiden, werden Bonitätsprüfungen durchgeführt und Kunden durch eine Warenkreditausfallversicherung abgesichert. Der Kundenstamm wird als solvent eingeschätzt, und ein strenges Forderungsmanagement sorgt dafür, dass alle Zahlungsfristen überwacht und das Ausfallrisiko minimiert wird. Verbindlichkeiten werden fristgerecht beglichen, und kurzfristige Finanzlinien bei Kreditinstituten stehen in ausreichendem Umfang zur Verfügung.

Dank der nachhaltigen Ergebnisentwicklung der letzten Jahre und eines strengen Kostenmanagements kann die Liquiditätssituation als stabil betrachtet werden. Die Liquidität wird kontinuierlich geplant und aufrechterhalten. Fremdwährungsrisiken werden, wo möglich, durch Geschäftsabläufe in einheitlicher Währung vermieden. Elementarrisiken sind durch einen umfassenden Versicherungsschutz abgedeckt, der jährlich überprüft und angepasst wird.

Mögliche Schäden durch Ausfälle der Energieversorgung, technische Störungen, Brände oder Explosionen sind durch Versicherungen und Maßnahmen des Risikomanagements ausreichend abgesichert.

Die SYS TEC electronic AG sieht sich zudem regelmäßig Cyber-Angriffen ausgesetzt. Durch den Einsatz standardisierter IT-Sicherheitssysteme und ein umfassendes IT-Sicherheitskonzept werden Risiken minimiert, sodass ernsthafte Schäden bisher erfolgreich abgewendet werden konnten.

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie der eskalierte Israel-Konflikt haben die SYS TEC electronic AG bislang nur unwesentlich beeinträchtigt. Angesichts möglicher weiterer Verschärfungen dieser Konflikte und einer potenziellen Ausweitung von Sanktionen ist es wichtig, die Situation kontinuierlich zu evaluieren und gegebenenfalls geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Übersicht über wesentliche Chancen

Chancen

Auswirkungen auf das Finanzergebnis

Eintrittswahrscheinlichkeit                                                   

a.)

Chancen im Finanzbereich

Kapitalanlagen

Gering

Gering

b.)

Marktchancen

Trend zur Digitalisierung

Hoch

Hoch

Vernetzung von Systemen und Komponenten

Hoch

Hoch

Diversifizierung und Neukundengewinnung

Hoch

Hoch

c.)

Produkt- und Projektchancen

Einführung von Produktinnovationen

Hoch

Hoch

d.)

Chancen aus dem Klimawandel

Ausbau der el. Netzinfrastruktur

Hoch

Hoch

IV. Prognosebericht

Für das Jahr 2023 ging die Geschäftsführung von einer moderaten Steigerung im Umsatz und Jahresüberschuss aus. Rückblickend auf das Geschäftsjahr haben sich diese Prognosen sogar übertroffen. Dies wurde hauptsächlich durch die Akquise neuer Aufträge und Kunden ermöglicht. Das Unternehmen setzt weiterhin Maßnahmen um, die das Ziel verfolgen, das Kunden- und Marktportfolio zu diversifizieren und Abhängigkeiten zu minimieren. Dank eines strengen Kostenmanagements und zusätzlicher Effizienzsteigerungen konnte ein positiver Jahresüberschuss erzielt werden.

Für das Jahr 2024 plant die SYS TEC electronic AG, insbesondere in Hinblick auf die getrübten Aussichten des ZVEI-Branchenverbandes, mit einer Seitwärtsbewegung im Umsatz. Der Vorstand rechnet dennoch mit einem positiven Jahresergebnis. Im ersten Halbjahr 2024 konnte das Unternehmen vergleichbare Umsatzwerte im Verhältnis zum Vorjahreszeitraum erzielen. Dennoch könnten die unsicheren Marktentwicklungen und die pessimistischen Prognosen des ZVEI die weitere Umsatzentwicklung negativ beeinflussen.

Die SYS TEC electronic AG profitiert nach wie vor von einer stabilen Finanzlage. Ein kontinuierlicher Dialog mit den Lieferanten über die aktuellen Liefersituationen, die Pflege fortlaufender Rahmenverträge sowie eine flexible Produktionsplanung in Verbindung mit einer engen Abstimmung mit den Kunden hinsichtlich ihrer Bedarfe und Abrufe tragen zu einem stabilen Ablauf der Geschäftstätigkeiten bei.

Die SYS TEC electronic AG blickt trotz der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung mit Zuversicht in die Zukunft, da sie eine stabile Grundlage für schnelles und flexibles Handeln geschaffen hat, die eine solide Basis für die Bewältigung künftiger wirtschaftlicher Herausforderungen bietet.

Heinsdorfergrund, im November 2024

[1] (ZVEI e.V. 2024)

[2] (https://www-genesis.destatis.de/datenbank 2024)

[3] (ZVEI e.V. 2024)

[4] (ZVEI e.V. 2024)

[5] (ZVEI e.V. 2024)

[6] (all-electronics 2024)

[7] (VDI Nachrichten 2024)

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Hinweis zum Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers gem. § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB

Der im Folgenden wiedergegebene Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2023

gez. Ronald Sieber, Vorsitzender des Vorstands

gez. Tobias Paschke, Mitglied des Vorstands

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SYS TEC electronic AG, Heinsdorfergrund

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SYS TEC electronic AG, Heinsdorfergrund ‑ bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn‑ und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs‑ und Bewertungsmethoden ‑ geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SYS TEC electronic AG, Heinsdorfergrund, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

‑ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑ und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

‑ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

‑ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

‑ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

‑ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

‑ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

‑ beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließ­lich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

‑ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

‑ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 05. November 2024

Warnick Revisions- und Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Stefan Warnick

Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

Über das gesamte Geschäftsjahr 2023 hinweg nahm der Aufsichtsrat der SYS TEC electronic AG seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten wahr und überwachte und prüfte die Vorstandsarbeit regelmäßig und risikoadäquat.

Unterstützt wurde der Aufsichtsrat in seiner Arbeit durch den Vorstand und durch ein umfassendes und zeitnahes Berichtswesen. Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat persönlich und regelmäßig über die Lage und Entwicklung des Unternehmens informiert. Das galt natürlich auch für alle bedeutsamen Geschäftsvorfälle. Der Geschäftsentwicklung des Jahres 2023 angepasst, fanden mehrfach unterjährig Besprechungen außerhalb der turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen statt.

Darüber hinaus prüfte der Aufsichtsrat die vorgelegten Planungsunterlagen, bestehend aus operativer Planung, Finanz-, Investitions- und Personalplanung samt Zwischenberichten sowie die Ergebnisse der Risikoüberwachung eingehend. Unterlagen wie Prüfungsergebnisse wurden in den Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand erörtert. Daneben informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung auch außerhalb der regelmäßigen Sitzungen. Ferner prüfte der Aufsichtsrat die Rechnungslegung samt Jahresabschluss inklusive des Lageberichts und billigte diesen ausdrücklich.

Entscheidende Tagesordnungspunkte der Aufsichtsratssitzungen des Jahres 2023 waren neben dem Tagesgeschäft insbesondere Themen von strategischer Bedeutung sowie die aktienrechtlichen Berichtspflichten des Vorstands, welcher dieser allesamt vollumfänglich erfüllte. Insbesondere wurden die abgeschlossenen Investitionsvorhaben wie beispielsweise die Erweiterung der Produktionskapazitäten und Effektivitätssteigerungen des Unternehmens thematisiert. Hierzu zählte beispielsweise die Investition in eine weitere SMD-Bestückungslinie. Zudem war die Planung eines Neubaus einer Produktionshalle zur Erweiterung ein wichtiges Thema der Aufsichtsratssitzungen.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde von der Warnick Revisions- und Treuhand GmbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. In der Aufsichtsratssitzung vom 02.12.2024 wurde der Jahresabschluss unter Anwesenheit des Abschlussprüfers erörtert.

Die eigenständige Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 nebst Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns gab keinerlei Anlass zur Beanstandung und wurde zur Abstimmung über die Billigung gestellt. Der Beschluss zur Billigung wurde durch den Aufsichtsrat wie folgt getroffen:

Ja-Stimmen: 3

Stimmenthaltungen: 0

Nein-Stimmen: 0

Die Abstimmung erfolgte durch Handzeichen. Der Vorsitzende stellte den gefassten Beschluss fest und verkündete ihn wie folgt: Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der SYS TEC electronic AG zum 31.12.2023 wurde vom Aufsichtsrat einstimmig gebilligt und damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns an. Er dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeitern ausdrücklich für die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2023.

Heinsdorfergrund, Dezember 2024

Siegmar Schmidt, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Weitere Daten

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde in der Aufsichtsratssitzung am 2. Dezember 2024 festgestellt.

In der Hauptversammlung am 2. Dezember 2024 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.019.302,72, bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.844.384,97, der Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 200.000,00 und dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 374.917,75, auf neue Rechnung vorzutragen.

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