Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 6255
Eingetragen
11.1.1982
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Solarwärmekollektoren
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Umweltartikeln und Apparatebau

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcel Roweck
seit 12.1.2022
Geschäftsführer
Jörn Schneider
seit 18.11.2002
Geschäftsführer
Frank Peter Schmidt
seit 18.11.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Wuppertal
52.224 €
51.00%
Königshütte
50.176 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VAR GmbH

Marl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT 2023

I. Grundlagen der VAR GmbH

1. Geschäftsmodell der VAR GmbH

Die VAR ist ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen in der Metallverarbeitung mit den Bereichen Verfahrenstechnik und Umwelttechnik.

In der Verfahrenstechnik ist die Gesellschaft ausgerichtet auf den internationalen Anlagenbau für Schüttgüter, Druckfarben und Recycling sowie auf europäische Chemie- und Pharmazieunternehmen.

Unsere Kunden sind in der Umwelttechnik im B2B Katalogversandhändler für industrielle Güter und Bürobedarf, Einkaufsverbände im Produktionsverbindungshandel sowie Internet Shops im Betriebs-, Kommunal-, Büro- und Gastro Handel.

2. Forschung und Entwicklung

Ziel aller Produktentwicklungsaktivitäten ist es, in den Bereichen Verfahrens- und Umwelttechnik unsere Innovationsfähigkeit mit neuen Produkten unter Beweis zu stellen und zusätzliche Umsatzerlöse zu generieren. Zudem wurden Produkte am Ende ihrer Lebenszyklen durch neue, rentablere Produkte abgelöst. Daneben konnte im Sektor der Umwelttechnik durch Differenzierung bereits erfolgreicher Produkte das Sortiment um weitere attraktive Geräte erweitert werden. Im Fokus standen hier bei der Umwelttechnik Wertstoffsammler für den Außenbereich und die Fokussierung auf weitere Handelsmarken.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In Deutschland zeichnet sich ein Trend in der Deindustrialisierung ab. Die deutsche Wirtschaft ist daher nach überstandener Energiekrise und Lieferkettenproblemen rückläufig. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte preisbereinigt um 0,3%.1 Ausschlaggebend ist hierfür der Rückgang in den Ausfuhren um 1,2% im Vergleich zum Vorjahr.2

Der private Konsum sank preisbereinigt um 0,8% stark und ist somit unter dem Vorkrisenniveau aus 2019 (-1,5%). Dies ist auf die stark gestiegenen Preise zurückzuführen. Die Verbraucher sparten in den einzelnen Bereichen unterschiedlich stark. Hier sind vor allem die Güter der Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2%) betroffen. Hier stiegen die Preise auch in 2023 weiter an oder blieben auf hohem Niveau. Zusätzlich senkte der Staat seine Ausgaben. Zu nennen sind hier zahlreich Coronaausgaben, wie Impfungen oder diverse Ausgleichszahlungen z.B. für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Summe konnte der Staat sein Defizit auf 82,7 Milliarden Euro verringern.3

Der bereits im vorigen Jahr wirkenden robuste Arbeitsmarkt trug dazu bei, das Schrumpfen der Wirtschaft zu verlangsamen: Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht.4

Bei den Verbraucherpreisen war im Dezember 2023 eine deutliche Verlangsamung des Auftriebs zu beobachten. Die Inflationsrate verringerte sich voraussichtlich um 1,4%-Punkte auf 8%. Eine maßgebliche Rolle dürfte dabei die Dezember-Soforthilfe des Bundes gespielt haben. Der Bund hat im Dezember 2023 die Monatsabschläge für Gas und Wärme übernommen. So verringerten sich die Preise für Energie gegenüber dem Vormonat kräftig.

Im Jahr 2023 sanken die Bestellungen im Maschinenbau bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 12% gegenüber dem Jahr 2022 wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilt. Dabei verringerten sich die Aufträge aus dem Inland um 11 %. Im Auslandsgeschäft verzeichnete die exportorientierte Branche einen Rückgang um 12 %. " Wir brauchen schlicht und einfach eine bessere Stimmung, die sich dann auch in den Auftragseingängen und möglicherweise beim Umsatz dann frühestens im zweiten Halbjahr niederschlägt", sagt VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.5

Für die ersten zwei Quartale im aktuellen Jahr 2024 verzeichnet der VDMA ebenfalls einen Rückgang im Vergleich zum Jahr 2023. In den ersten sechs Monaten sank der Auftragseingang im Binnenmarkt um 18 %. Bestellungen aus dem Ausland sanken dabei weniger stark um nur 9%. Dabei gingen die Bestellungen innerhalb der Eurozone um 14 % zurück. Die aus nicht EU-Ländern nur um 7 %. Die Auftragslage ist insgesamt enttäuschend. Damit ist die Bilanz für das erste Halbjahr eindeutig negativ. Eine Trendwende ist bisher nicht in Sicht, mehr noch: Die sich noch zu Jahresbeginn abzeichnende konjunkturelle Stabilisierung hat zuletzt einen Rückschlag hinnehmen müssen", sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.6

2. Geschäftsverlauf in 2023

Das Geschäftsjahr 2023 war für die VAR trotz des anhaltenden Russland-Ukraine-Krieges und der daraus resultierenden Preissteigerungen und Verknappungen erfolgreich. Seit dem Umsatzeinbruch in 2020 konnten sowohl im Jahr 2021, 2023 als auch 2023 ein Umsatzwachstum erwirtschaftet werden.

Aufgrund unserer vorsichtig optimistischen Prognose betreffend Gesamtumsatz und Jahresüberschuss Ende 2023 wurden unsere Erwartungen erfüllt.

Obwohl die Lage im Jahr 2023 durchweg schwierig war, konnte sich die VAR-Group am Markt behaupten. Im Bereich der Umwelttechnik konnten wir als Systemlieferant im B2B und Versandhandel unsere Position weiter ausbauen. Hier zeigte sich aufgrund der hohen Lieferbereitschaft ein Wettbewerbsvorteil. Im Bereich der Industriearmaturen konnte man trotz des schwierigen Umfelds ebenfalls ein positives Ergebnis erzielen.

3. Vermögens- Finanz- und Ertragslage der VAR GmbH in 2023

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3.983 TEUR auf 21.922 TEUR. Auf der Aktivseite ist hauptsächlich der um 4.622 TEUR höhere Bestand an liquiden Mitteln ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme, denen ein Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um 392 TEUR gegenübersteht. Beide Entwicklungen sind stichtagsbedingt zu sehen.

Auf der Passivseite ist hauptsächlich der Anstieg des Eigenkapitals um 3.473 TEUR im Zusammenhang mit dem Jahresüberschuss Grund für die gegenüber dem Vorjahr höhere Bilanzsumme. Daneben erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten stichtagsbedingt um 681 TEUR, der Großteil dieses Anstiegs entfällt auf höhere betriebliche Steuern.

Die Finanzstruktur der VAR GmbH ist nach wie vor sehr gut. Sämtliche Anlagewerte werden durch unser Eigenkapital vollständig gedeckt. Wir verfügen über genügend liquide Mittel, um Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren und jederzeit unseren kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um 4,7-Prozentpunkte auf 66,04 %.

Insgesamt ergeben sich folgende Kennzahlen:

2023 2022
Anlagevermögen 2,91 3,08
Umlaufvermögen 96,80 96,56
Eigenkapital 66,04 61,34
Fremdkapital 33,96 38,66

Der Gesamtumsatz stieg aufgrund der guten Auftragslage im Geschäftsjahr 2023 mengen- und preisbedingt um 2,44 % auf 20.311 TEUR an. Dabei stieg der Umsatz in beiden Geschäftsfeldern der VAR. Die Umwelttechnik verzeichnete ein Umsatzplus von 327 TEUR, die Verfahrenstechnik ein Plus von 229 TEUR. Beide Bereiche optimierten weiterhin trotz Materialverknappungen den Service und das Produktsortiment, so dass die Marktpositionen weiter ausgebaut werden konnten. Die übrigen Randbereiche sind von untergeordneter Bedeutung; sie verzeichneten einen Rückgang.

Der Rohertrag ist in 2023 um 642 TEUR auf 11.999 TEUR gegenüber 12.642 TEUR in 2022 gesunken. Die Rohertragsquote verschlechterte sich korrespondierend zur gestiegenen Materialintensität um 3,3-Prozentpunkte auf 59,4%.

Die Personalkosten sind um 369 TEUR bzw. 9,7% auf 4.179 TEUR gestiegen, die Personalintensität hat sich um 1,80-Prozentpunkte verschlechtert. Die Verschlechterung der Personalintensität ist auf die höheren Aufwendungen für Löhne / Gehälter aufgrund einer höheren durchschnittlichen Beschäftigtenzahl sowie auf höhere Aufwendungen für Altersversorgung zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote gemessen als Verhältnis der Personalaufwendungen zur Gesamtleistung beträgt nun 20,69% (VJ: 18,90%).

Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern abzüglich sonstiger Steuern) ist um 585 TEUR bzw. 10,26% auf 5.121 TEUR gesunken. Dies entspricht einer Umsatzquote von 25,21% (VJ: 28,78) %.

4. Chancen- und Risikobericht der VAR GmbH

Zur frühzeitigen Erkennung und Offenlegung von Chancen und Risiken für die VAR werden wirksame Kontrollsysteme eingesetzt und konsequent weiterentwickelt. Unser erstes Ziel im Risikomanagement ist das Monitoren und Steuern der Risiken sowie die Ausarbeitung von Strategie zur Nutzung der Chancen.

Risiken

Wesentliche Risiken sind die Abhängigkeit von unseren B to B Katalogversendern und deren Entwicklungen am Markt sowie die Abhängigkeit vom weltweiten Anlagenbau und dessen Währungsrisiken. Beide Bereiche Umwelttechnik und Verfahrenstechnik sind gut und vor allem breit ohne Einzelkundenabhängigkeiten aufgestellt. Beide Bereiche optimieren ständig Service und Produktsortiment mit dem Ziel über Wettbewerbsvorteile die Marktpositionen weiter auszubauen.

Debitorenrisiken werden zeitnah und über eine Online-Anbindung an die Creditreform e.V. analysiert. Außerordentliche Forderungsausfälle konnten bislang auch im Geschäftsjahr 2024 vermieden werden. Für weitere Investitionen stehen ausreichende finanzielle Eigenmittel zur Verfügung.

Sollten sich die weltweiten Turbulenzen durch den Krieg in der Ukraine und innenpolitische Reformen wieder verstärken und sich dadurch die Konjunktur weiter abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für uns als Folge Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Aufgrund der im Geschäftsjahr 2024 anhaltenden Rohstoffknappheit sind die Kosten für die Produktion stark gestiegen. Somit ist die brisante Lage durch den Krieg in der Ukraine nicht entschärft. Die VAR GmbH wurde in den ersten 10 Monaten des Jahres 2024 mit immer höheren Preisforderungen seiner Lieferanten konfrontiert. Das Kunden-Lieferantenverhältnis der VAR wurde sowohl im Einkauf als auch im Vertrieb durch Preisverhandlungen dominiert. In beiden Bereichen muss mit dem jeweiligen Stakeholder verhandelt werden, ohne die Kunden-Lieferantenbeziehung zu beschädigen. Der Preis des Materials ist jedoch nicht das einzige Risiko der VAR. Die knappe Verfügbarkeit sorgt dafür, dass es zu Lieferverzögerungen kommt oder auf alternative Materialien ausgewichen werden muss. Ebenfalls ergeben sich durch knappe Ressourcen in der Logistikbranche weitere Risiken. Speditionen sind überlastet und können Waren nur verspätet zustellen. Bei den Paketdiensten wird das Gurtmaß weiter reduziert, was zur Folge hat, dass der Versand einzelner Produkte teurer wird. Insbesondere ist die ungewisse Versorgungslage auf dem Energiemarkt ein unberechenbarer Faktor für die betriebliche Planung. Zudem sehen wir mit Ungewissheit auf die geplanten Entlastungspakete der Bundesregierung. Diese werden sowohl Auswirkungen auf die Ertragslage der VAR-Group, als auch auf das gesamtgesellschaftliche Konsumverhalten haben.

Risiken in der künftigen Entwicklung der VAR sehen wir insbesondere in der gesamtwirtschaftlichen Lage aufgrund der politischen Reformen, des Krieges und den damit verbunden Auswirkungen. Wie sich dieser Umstand auf die bestehenden Risiken aus der Vergangenheit auswirken wird ist nicht absehbar und daher spekulativ. Wir befinden uns weiterhin in einem sehr schwierigen Wettbewerbsumfeld, in dem steigende Rohstoffpreise (Verknappung) den Ertrag belasten. Es wird weiterhin eine Herausforderung sein, die gestiegenen Kosten an den Markt weiterzugeben und Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.

Chancen

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens positiv. Insbesondere in dem Bereich Verfahrenstechnik erwarten wir auf einem stark wachsenden Gesamtmarkt ein sehr großes Wachstumspotential. Hier begegnen wir den Risiken von Lieferengpässen durch kapitalstarke Lieferanten, Partnerschaften und Vertriebskooperationen.

In beiden Bereichen Verfahrens- und Umwelttechnik können wir auf der Beschaffungsseite auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten und Alternativlieferanten zurückgreifen.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz aus Luxemburg und den Niederlanden in unserem Bereich Umwelttechnik werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

III. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach wie vor in einer Stagnation. Laut Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts vom 30.Oktober ist das BIP im dritten Quartal 2024 preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vorquartal um 0,2% geringfügig gestiegen. Zudem hat das Statistische Bundesamt die Ergebnisse für das erste und zweite Quartal auf 0,2% bzw. -0,3% revidiert, was das Bild der derzeitigen wirtschaftlichen Schwächephase widerspiegelt. Nach ersten, vorläufigen Informationen dämpfte der private Konsum angesichts der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der anhaltenden Konsumentenunsicherheit weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. Neben der Industrie war auch die Wertschöpfung im Bau und im Handel weiter rückläufig. Die leichte Steigerung des BIP im dritten Quartal 2024 war auf Basis der vorliegenden Indikatoren (Industrieproduktion, Auftragseingänge) nicht erwartet worden. Die wirtschaftliche Schwächephase macht sich weiter auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar; der Beschäftigungsaufbau ist zu einem Stillstand gekommen und die Arbeitslosigkeit steigt in saisonbereinigter Rechnung weiter leicht an. Aktuelle Frühindikatoren deuten darauf hin, dass die wirtschaftliche Schwäche den Arbeitsmarkt noch über den Winter belasten dürfte und eine Erholung ist erst im Frühjahr 2025 zu erwarten sein wird. Auch drücken diverse Sparmaßnahmen bei VW oder Standortverlagerungen der produzierenden Industrie in das Ausland die wirtschaftliche Stimmung.

Unsere Planungen über die voraussichtliche Entwicklung der Umwelt- und Verfahrenstechnik findet laufend statt. Es werden weiterhin neue Produkte am Markt etabliert und veraltete Produkte vom Markt genommen. So wird das Sortiment ständig an die Bedürfnisse des Marktes angepasst.

Um uns weiter expansiv zu entwickeln, werden wir die Kundenakquise und Kundenzufriedenheit durch Verstärkung unserer Image- und Marketingaktivitäten forcieren. In der Umwelttechnik werden Produktgruppen weiterentwickelt, welche den Ansprüchen des aktuellen Marktes in Hinblick auf die Marktumstände entsprechen. Diese neuen Produkte fangen eventuelle Umsatzrückgänge anderer Produkt- oder Kundengruppen auf. In der Verfahrenstechnik vertrauen wir auf das Anspringen der Zielmärkte. Mit neuen und innovativen Produktentwicklungen in beiden Bereichen wollen wir unsere Kunden weiterhin nachhaltig an uns binden. Es ist keine wesentliche Änderung unserer Geschäftspolitik geplant.

Insgesamt werden wir durch unsere Strategien und unsere gesunde Finanzlage sowie unser breites Produktportfolio auch 2024 vernünftig wirtschaften.

In diesem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld steigen für uns, trotz der völlig unterschiedlichen Bereiche Umwelt- und Verfahrenstechnik, die unternehmerischen Herausforderungen stark an. In dem sehr verunsicherten Marktumfeld wollen wir unsere anvisierten Ziele erreichen. Da große Unsicherheiten über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bestehen, gehen wir in der Geschäftsführung der VAR GmbH unter Berücksichtigung der ersten drei Quartale in 2024 davon aus, dass wir sowohl beim Gesamtumsatz sowie beim Jahresüberschuss unsere Ergebnisse aus 2023 leicht übertreffen werden.

 

Marl, den 13. Dezember 2024

VAR GmbH

gez. Frank Schmidt

gez. Dipl. Kfm. Jörn Schneider

gez. Marcel Roweck

1 https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html

2 https://www-genesis.destatis.de/datenbank/online/url/5fba5ad0

3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile

4 ebenda

5 https://www.springerprofessional.de/unternehmen---institutionen/maschinen/auftraege-im-maschinenbau-2023-um-12---gesunken/26704962

6 https://wirtschaft-kompakt.de/meldungen/anlagen-maschinenbau/vdma-auftragseingang-juni-2024-insgesamt-enttaeuschende-auftragslage/

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 637.724,84 552.148,34
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 80.269,50 124.375,50
II. Sachanlagen 557.205,34 427.522,84
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.418,00 68.472,00
2. technische Anlagen und Maschinen 138.812,34 162.479,84
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 301.257,50 196.571,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.717,50
III. Finanzanlagen 250,00 250,00
B. Umlaufvermögen 21.221.154,07 17.321.610,83
I. Vorräte 12.112.128,07 12.391.712,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 581.006,87 1.024.144,18
1. Forderungen gegen Gesellschafter 9.949,93 8.701,55
2. sonstige Vermögensgegenstände 571.056,94 1.015.442,63
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.528.019,13 3.905.754,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 63.532,71 65.791,30
Summe Aktiva 21.922.411,62 17.939.550,47

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.477.303,73 11.004.404,86
I. Gezeichnetes Kapital 102.400,00 102.400,00
II. Gewinnrücklagen 1.943.289,87 1.943.289,87
III. Gewinnvortrag 8.958.714,99 5.114.180,27
IV. Jahresüberschuss 3.472.898,87 3.844.534,72
B. Rückstellungen 5.928.356,06 6.096.058,00
C. Verbindlichkeiten 1.516.751,83 839.087,61
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.144,83 3.231,77
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.512.607,00 835.855,84
Summe Passiva 21.922.411,62 17.939.550,47

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.319.042,90 12.700.952,17
2. Personalaufwand 4.178.786,21 3.809.379,78
a) Löhne und Gehälter 3.405.228,35 3.141.512,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 773.557,86 667.866,85
davon für Altersversorgung 96.912,24 27.729,98
3. Abschreibungen 192.449,65 205.097,03
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 192.449,65 205.097,03
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.756.001,57 2.864.608,40
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 29.164,00 29.164,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.582,38 20,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 88.014,00 113.085,73
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 88.014,00 87.941,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.648.267,12 1.862.316,65
8. Ergebnis nach Steuern 3.475.106,73 3.846.484,58
9. sonstige Steuern 2.207,86 1.949,86
10. Jahresüberschuss 3.472.898,87 3.844.534,72

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

VAR GmbH, Marl

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben

Die VAR GmbH hat ihren Sitz in Marl und ist eingetragen in das Handelsregister beim Registergericht Gelsenkirchen unter der HRB 6255.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde auf Grundlage der Regelungen des Handelsgesetzbuches sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbHG erstellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung des Abschlusses entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

2.1 Angabe der Bilanzierungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung.

2.2 Angabe der Bewertungsmethoden

a) Aktiva

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgte mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der jeweiligen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Bestimmung der Nutzungsdauer erfolgt dabei in Anlehnung an die durch die Finanzverwaltung definierten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt und bewertet.

Das gemilderte Niederstwertprinzip wird beachtet.

Zinsen für Fremdkapital werden nicht berücksichtigt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang).

Die Vorräte sind, soweit es sich um Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe handelt, zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um Rabatte und Skonti, bzw. soweit es sich um Fertigerzeugnisse handelt, zu Herstellungskosten angesetzt und ggf. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten des Vorratsvermögens einbezogen.

Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich mit ihrem Nennwert. Zweifelhafte Forderungen werden einzelwertberichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt.

Die angesetzten Nennwerte des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen den vorgelegten Tagesnachweisen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

b) Passiva

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend der "Projected Unit Credit Method" unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % bewertet. Weiterhin werden folgende Annahmen für die Bewertung der Pensionsrückstellungen zugrunde gelegt:

Gehaltstrend 2,5 %
Rententrend 2,0 %
Fluktuation 0,0 %
Pensionsalter 65 Jahre

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Sie beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitäquivalenten Durchschnittszinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei der Zugangsbewertung mit dem Kurs des Buchungstages angesetzt. Diese auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden am Abschlussstichtag im Rahmen der Folgebewertung zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wird eine Rückdeckungsversicherung mit dem Zeitwert in Höhe von 0 TEUR ausgewiesen, die im Vorjahr noch zu Gunsten der Pensionsrückstellungen verpfändet gewesen war. Diese Rückdeckungsversicherung ist jedoch im Geschäftsjahr 2022 seitens der VAR GmbH gekündigt worden und wurde im Jahr 2023 ausgezahlt.

3.3 Pensionsrückstellungen

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich im Geschäftsjahr 2010 ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von 437 TEUR. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 S.1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurde demgemäß 1/15, also 29 TEUR, im Geschäftsjahr 2023 den Pensionsrückstellungen zugeführt und als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Der daraus resultierende offene Verteilungsbetrag zur Pensionsrückstellung (Art. 67 Abs. 2 EGHGB) zum 31.12.2023 beträgt 29 TEUR (Vorjahr: 58 TEUR).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen zu einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre und dem Ansatz zu einem Zinssatz der vergangenen 10 Jahre beträgt 295 TEUR. Der Betrag ist ausschüttungsgesperrt.

Die im Vorjahr noch zu Gunsten der Pensionsrückstellung verpfändete Rückdeckungsversicherung wurde im Jahr 2022 seitens der VAR GmbH gekündigt und ist im Geschäftsjahr 2023 zur Auszahlung gekommen.

3.2 Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden gebildet für:

- Garantieverpflichtungen (84 TEUR)
- Jahresabschlusserstellung und -prüfung (23 TEUR)
- Urlaubsverpflichtungen (113 TEUR)
- Aufbewahrungsverpflichtungen (46 TEUR).

3.3 Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Posten in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Posten in Höhe von 37 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR) enthalten, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten daneben in Höhe von 29 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR) die Zuführungsbeträge zur Pensionsrückstellung, die aufgrund der Umbewertung nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften nach BilMoG erforderlich sind und gem. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB in jedem Geschäftsjahr zu mindestens 1/15 zugeführt werden.

4. Sonstige Angaben

4.1 Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres 2023 :

Herr Frank Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung, Dorsten.

Herr Dipl.-Kfm. Jörn Schneider, Geschäftsführer für Controlling, Beschaffung und Vertrieb, Bocholt.

Herr Marcel Roweck, Geschäftsführer für Marketing, Lüdinghausen.

Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

4.3 Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer i.S. v. § 285 Nr. 7 HGB

1 Technischer Leiter

2 Betriebsleiter

17 Kaufmännische Angestellte

39 gewerbliche Arbeitnehmer

23 Teilzeitkräfte

nachrichtlich:

2 Geschäftsführer

6 Auszubildende

4.4 Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat zur Reduzierung der gebundenen Mittel und zur Steigerung der Flexibilität betrieblich notwendige Grundstücke gepachtet. Die Aufwendungen hierfür betragen - entsprechend dem Vorjahr - im Geschäftsjahr 2023 657 TEUR. Die Pachtverträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen und im Rahmen der gesetzlich üblichen Fristen kündbar.

4.2 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 3.473 TEUR (Vorjahr: 3.845 TEUR) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Marl, den 13. Dezember.2024

VAR GmbH

Frank Schmidt

Dipl.-Kfm. Jörn Schneider

Marcel Roweck

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel gem. § 268 Abs. 2 HGB

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposition Anfangsstand
Zugang
Umbuchungen
Abgang
2 3 4 5
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 383.778,54 219,00 0,00 0,00
383.778,54 219,00 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 182.769,89 0,00 0,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 1.788.496,96 78.129,55 - 55.717,50 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.103.829,96 238.868,60 0,00 39.191,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 55.717,50 0,00 0,00
3.075.096,81 316.998,15 - 55.717,50 39.191,00
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 250,00 0,00 0,00 0,00
3.459.125,35 317.217,15 - 55.717,50 39.191,00
Entwicklung der Abschreibungen
Bilanzposition Endstand
Anfangsstand
Umbuchungen Abschreibungen des Geschäftsjahres
6 7 8 9
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 383.997,54 259.403,04 0,00 44.325,00
383.997,54 259.403,04 0,00 44.325,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 182.769,89 114.297,89 0,00 7.054,00
Technische Anlagen und Maschinen 1.810.909,01 1.626.017,12 0,00 46.079,55
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.303.507,56 907.258,96 0,00 94.991,10
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.717,50 0,00 0,00 0,00
3.297.186,46 2.647.573,97 0,00 148.124,65
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 250,00 0,00 0,00 0,00
3.681.434,00 2.906.977,01 0,00 192.449,65
Restbuchwerte
Bilanzposition Abgang
Endstand
31.12.2023
31.12.2022
10 11 12 13
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 303.728,04 80.269,50 124.375,50
0,00 303.728,04 80.269,50 124.375,50
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 121.351,89 61.418,00 68.472,00
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.672.096,67 138.812,34 162.479,84
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.002.250,06 301.257,50 196.571,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 55.717,50 0,00
0,00 2.795.698,62 557.205,34 427.522,84
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 250,00 250,00
0,00 3.099.426,66 637.724,84 552.148,34

 

Marl, den 13. Dezember 2024

VAR GmbH

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VAR GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VAR GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VAR GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stadtlohn, den 13.Dezember.2024

BWK Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pieper, Wirtschaftsprüferin

Nißing, Wirtschaftsprüfer

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