Datineo GmbH
Heinrich-Krone-Straße 10, 48480 Spelle, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Orth seit 2.11.2023 | Prokura |
Gunnar Zinkhahn Rhobodes seit 24.6.2022 | Geschäftsführer |
Jan Horstmann seit 7.2.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bernard Krone Holding SE & Co.KGSpelleKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Juli 2022I. Wirtschaftsbericht 1. Darstellung zum Geschäftsverlauf Die Krone-Gruppe zählt zu den weltweit führenden Herstellern in den Bereichen Landtechnik und Nutzfahrzeuge. In beiden Geschäftsbereichen verfolgt die Krone-Gruppe unter der Leitung eines starken Managements die Technologie-, Qualitäts-, Kosten-Führerschaft, gesunde Finanzwirtschaft sowie eine gute Vertriebsorganisation. Die Krone-Gruppe ist mit insgesamt 5.508 Mitarbeitern in über 15 Ländern mit eigenen Gesellschaften aktiv, die jeweils führende Marktpositionen belegen. An der Spitze der Krone-Gruppe steht die Bernard Krone Holding SE & Co. KG als Muttergesellschaft und Konzernzentrale. Die Krone-Gruppe erwirtschaftete trotz des weiterhin angespannten Marktumfeldes im Geschäftsjahr 2021/2022 Umsatzerlöse von rund 2,5 Mrd. EUR (Vorjahr rund 2,2 Mrd. EUR) und ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 84,6 Mio. EUR (Vorjahr 96,0 Mio. EUR). 1.1 Wirtschaftliches Umfeld 1.1.1 Landtechnik Die Folgen der COVID-19-Pandemie sowie des Russland-Ukraine-Konflikts haben die gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen in der Produktion, der Liefer- u. Logistikkette und den Fachkräftemangel weiter verschärft. Entgegen den Erwartungen sind zwar die Auftragsbücher gut gefüllt, jedoch sind die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Landtechnik angespannt. Konjunkturabhängige Einflussfaktoren, wie zum Beispiel die stark angestiegenen Bezugskosten (Futter- u. Düngemittel, Energiepreise) sowie die klimabedingten Wetterereignisse in einigen Weltregionen haben nach wie vor großen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage und die Investitionsvorhaben unserer Kunden, welche für das Geschäftsfeld von Krone eine große Bedeutung darstellen. Auf der Erzeugerseite für Milchprodukte verzeichnete der FAO Dairy Price Index von August 2021 bis Juli 2022 ein reales Wachstum von 24 Prozent. Gleichzeitig erlebten die Milchbetriebe eine Kostenexplosion u.a. im Bereich der Futter- u. Düngemittel sowie bei den Energiepreisen. Parallel dazu stiegen zeitversetzt auch die Milchpreise, jedoch durch die schwankende Nachfrage nicht im gleichen Ausmaß. Das führte dazu, dass viele Landwirte mehr Geld für die Milchproduktion ausgeben mussten als im Vorjahr. Dennoch ist die Nachfrage nach Landtechnik insgesamt auf einem hohen Niveau. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts sind derzeit nicht quantifizierbar. Die Erwartung der FAO für die Getreideproduktion in 2021/2022 beläuft sich auf 2,813 Mrd. Tonnen, was im Vorjahresvergleich einem Plus von 1,4 Prozent entspricht. Die Ernteprognose für die Getreideproduktion wurde aufgrund von weltweiten Extremwetterereignissen immer wieder angepasst. Hierbei schlugen sich beispielsweise die Jahrhundertdürren in Teilen Europas sowie Nord- u. Südamerikas stark in den Marktdynamiken nieder. Das weltweite Verhältnis zwischen Bestand und Verbrauch dürfte laut FAO in 2021/2022 auf 31 Prozent ansteigen. 1.1.2 Nutzfahrzeuge Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise war die europäische Nutzfahrzeugindustrie bis 2017 von einem stetigen Wachstum geprägt. Seit 2018 zeigte sich dann aufgrund von zyklischen Schwankungen, gesättigten Märkten sowie einem Konjunktureinbruch ein deutlicher Nachfragerückgang im Nutzfahrzeugbereich. Nach ersten Anzeichen einer Erholung im Frühjahr 2020 folgte jedoch die COVID-19-Pandemie mit den ersten Lockdowns. Die Pandemie sorgte seitdem für einen weiteren Rückgang in den nationalen und internationalen Logistikmärkten - insbesondere im Bereich Automotive sowie in der verarbeitenden Industrie. Diese Entwicklung zog auch einen deutlichen Rückgang des Absatzes im Nutzfahrzeugsektor nach sich, so auch im Bereich der Sattelauflieger. Im zweiten Pandemiejahr erholte sich die Weltwirtschaft und damit auch die Nachfrage bereits etwas, sodass Krone trotz Marktschwankungen aufgrund des Pandemiegeschehens und der Materialengpässe im Geschäftsjahr 2020/2021 die im Vorjahr stark eingebrochenen Stückzahlen wieder um 25 Prozent steigern konnte. Dennoch lagen die Stückzahlen mit rd. 20 Prozent Differenz weiterhin deutlich unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2018/2019. Der Beginn des neuen Geschäftsjahrs 2021/2022 war zunächst geprägt von positiven Wirtschaftsprognosen. So prognostizierte Helaba im Juni 2021 einen starken Wirtschaftsaufschwung für die zweite Jahreshälfte. Auch die Europäische Kommission sagte in ihrer Wirtschaftsprognose im Juli 2021 für den Sommer eine starke Erholung voraus, getrieben durch die Öffnung der Wirtschaft, starke Aufholeffekte und eine Aufhellung der Stimmungsindikatoren. Für Deutschland konstatierte die Bundesbank im Juni 2021 die Überwindung der pandemiebedingten Krise und prognostizierte für den Sommer eine Wirtschaftsleistung auf Vorkrisenniveau. Getrübt wurden diese positiven Wirtschaftsprognosen jedoch von den ersten Anzeichen einer Materialknappheit und daraus resultierenden Lieferengpässen, die laut ifo Institut die kräftige Erholung weiter verschoben. So meldete das ifo Institut bereits im Juni 2021 hohe Material- und Transportkosten, die zu Engpässen bei der Lieferung von Vorprodukten geführt haben. Die Konjunkturprognose für 2021 wurde daher auf 3,3 Prozent Wachstum gesenkt. Das IfW Kiel fasste in seiner Konjunkturprognose im Juli 2021 zusammen: "Der deutsche Konjunkturkessel steht unter Dampf. Eine durch aufgestaute Kaufkraft und staatliche Konjunkturprogramme zusätzlich angefachte Nachfrage trifft auf ein auch durch Lieferengpässe limitiertes Angebot. Alles in allem stehen die Zeichen auf kräftige Expansion." Auch der Einkauf bei Krone vermeldete bereits im Juli 2021 eine eingeschränkte Verfügbarkeit bei hohem Preisniveau. In dieser Situation konnte Krone von langjährigen Lieferbeziehungen mit guten persönlichen Kontakten profitieren. In den folgenden Monaten setzte sich der Trend fort, der sich bereits in der ersten Jahreshälfte angekündigt hatte. So vermeldete Helaba im August 2021 einerseits einen anhaltenden Boom in der Weltwirtschaft, andererseits aber auch immer mehr Engpässe. Hinzu kam die Sorge vor wieder steigenden Infektionszahlen zum Herbst, die das ifo Geschäftsklima weiter belasteten. Trotz dieser Widrigkeiten sah das IfW im September 2021 die Lieferengpässe nur als temporäre Bremse der Weltkonjunktur. Infolgedessen wurde die Konjunkturprognose für Deutschland für 2021 zwar etwas gesenkt, dafür jedoch für 2022 angehoben. Die Engpässe betrafen insbesondere Rohstoffe und Halbfertigprodukte, aber auch Arbeitskräfte. Viele Unternehmen versuchten laut Euler Hermes (August 2021), ihre Lagerbestände aufzufüllen und knappe Waren zu "hamstern" - wobei US-Unternehmen aufgrund der früheren Wiederöffnung gegenüber europäischen Unternehmen klar im Vorteil standen. Hiervon stark betroffen war auch die Automobilindustrie, in der teilweise Produktionsbänder abgestellt werden mussten. Der Mangel an Chips und Vorprodukten traf beispielsweise Großunternehmen wie Volkswagen, Daimler, Skoda, Ford oder Opel hart, denen nichts anderes übrig blieb, als ihre Werke vorübergehend zu schließen oder ihre Produktion zu drosseln. Die Krise in der Automobilbranche wirkte sich auch direkt auf die Nutzfahrzeugbranche und damit auf Krone aus. Neben dem Chipmangel entwickelte sich im November 2021 durch den drohenden Aluminiummangel ein noch größeres Problem für die Automobilbranche. Dennoch zeichneten alle zum Ende des Jahres 2021 erstellten Prognosen der verschiedenen Prognoseinstitutionen ein positives und optimistisches Bild der wirtschaftlichen Entwicklung für 2022. Erwartete Nachholeffekte aufgrund von Pandemie und Lieferverzögerungen sowie historisch hohe Auftragsbestände sorgten für eine hohe Erwartungshaltung für die Konjunktur 2022. So ging die Gemeinschaftsdiagnose davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Verlauf des Jahres 2022 wieder Normalauslastung erreichen sollte. Alle Prognosen wurden im März 2022 durch den Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts, der die komplette deutsche Wirtschaft in eine Art Ausnahmezustand mit starker Unsicherheit versetzte, außer Kraft gesetzt. Das IfW prognostizierte einen Einbruch des Welthandels. Viele große deutsche Unternehmen reagierten, indem sie ihre Geschäfte mit Russland einschränkten. Auch Krone reagierte auf die Situation, indem beispielsweise mit sofortiger Wirkung die Produktion und Auslieferung russischer Fahrzeuge eingestellt, Aufträge storniert und schnellstmöglich jegliche offenen Forderungen aus russischen Geschäften reduziert wurden. Für die Gebrauchtfahrzeugsparte war Russland seit jeher ein wichtiger Schlüsselmarkt. Dennoch wurden auch hier mit sofortiger Wirkung jegliche Lieferungen nach und Verkäufe in Russland ausgesetzt. Auf die ersten sichtbaren Auswirkungen der Russland-Ukraine-Krise folgte neben Inflation, Krieg und Lieferengpässen direkt der nächste Unsicherheitsfaktor. Bereits im April vermeldete der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung stark steigende Energiepreise. In diesem Zusammenhang trübten die starke Abhängigkeit von russischen Energielieferungen und ein drohender Gaslieferstopp die wirtschaftlichen Aussichten. Zusätzlich gebremst wurde der wirtschaftliche Aufschwung laut IfW durch Chinas Null-Covid-Politik, die zu Lockdowns in den wichtigsten industriellen Zentren Chinas sowie zu Staus vor den Häfen führte und somit die globalen Lieferketten erneut belastete. Dies betraf nicht nur die produzierenden Unternehmen, sondern führte auch zu einem extrem schwankenden Transportbedarf in der Transportbranche. Die belasteten Lieferketten, die radikal steigenden Preise für Energie, Rohstoffe und Dienstleistungen sowie die Ausgrenzung Russlands aus dem internationalen Handel führten laut Helaba zu einer historisch ansteigenden Inflation. So blieb im Mai 2022 auch Krone - wie vielen anderen produzierenden Unternehmen auch - keine andere Wahl, als die Verkaufspreise der Produkte abermals anzuheben und erstmalig in Nachverhandlungen mit den Kunden einzusteigen. Hier konnte Krone weitgehend auf das Verständnis der Kunden und die guten, langjährigen Kundenbeziehungen bauen, die dazu führten, dass es zu keinen Stornierungen kam und die Auftragsbücher weiterhin voll blieben. Trotzdem sank auch bei Krone aufgrund der Verunsicherung der Kunden zur Mitte des Jahres das Anfragenniveau im Vergleich zu der Zeit vor Kriegsbeginn deutlich ab - analog zum VDA-Auftragseingang. Dies hatte allerdings nicht nur mit der Marktsituation, sondern auch mit weiterhin sehr hohem Niveau an Auftragsbeständen zu tun, wodurch kurzfristige Produktionstermine kaum verfügbar waren. Trotz aller Widrigkeiten zeigte sich die deutsche Wirtschaft widerstandsfähig. Der ifo Geschäftsklimaindex stabilisierte sich im Juni 2022. Auch Krone erwies sich trotz der turbulenten Entwicklungen in der Wirtschaft während des abgelaufenen Geschäftsjahres stabil. Zwar wirkten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stark auf das Geschäft aus. Dennoch führten insbesondere die großen Aufholeffekte zu Beginn des Geschäftsjahrs zu einer erhöhten Nachfrage im Nutzfahrzeugbereich. So konnte Krone im Geschäftsjahr 2021/2022 die Absatzmengen weiter stabilisieren und rund 53.700 Einheiten absetzen. Dies entsprach einem Plus von rund 19 Prozent gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr. Gleichzeitig verzeichnete Krone zum Geschäftsjahreswechsel einen historisch hohen Auftragsbestand. Auch die im Juni 2019 in die Krone-Nutzfahrzeuggruppe integrierte niederländische Knapen-Gruppe entwickelte sich positiv, was ebenfalls dazu beitrug, die Marktposition von Krone in Europa weiter zu stärken. 1.2 Umsatzentwicklung 1.2.1 Konzern Die Krone-Gruppe erwirtschaftete trotz des weiterhin angespannten Marktumfeldes im Geschäftsjahr 2021/2022 einen Umsatz von rund 2.525,0 Mio. EUR und liegt damit deutlich über dem Vorjahresniveau (rund 2.191,6 Mio. EUR). Die Inlandsumsätze der Krone-Gruppe stiegen gegenüber dem Vorjahr um 139,9 Mio. EUR (25,4 Prozent) auf 690,8 Mio. EUR. Etwa 32,1 Prozent des Inlandsumsatzes entfielen auf den Bereich Landtechnik und 67,0 Prozent auf die Fahrzeugtechnik, somit erzielte die Krone-Gruppe 27,4 Prozent (Vorjahr 25,1 Prozent) ihres Umsatzes in Deutschland. Der Auslandsumsatz der Krone-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2021/2022 im Vergleich zum Vorjahr um 193,5 Mio. EUR auf 1.834,2 Mio. EUR. Von den Auslandsumsätzen entfielen 33,1 Prozent auf den Bereich Landtechnik und 66,9 Prozent auf die Fahrzeugtechnik. Damit lag der Auslandsanteil am Umsatz bei 72,6 Prozent (Vorjahr 74,9 Prozent). 1.2.2 Landtechnik Der Umsatz im Konzernsegment Landtechnik stieg im Geschäftsjahr 2021/2022 um 14,7 Mio. EUR (1,8 Prozent) von 813,6 Mio. EUR auf 828,3 Mio. EUR an. Zu diesem Umsatz trugen der deutsche Markt mit 26,8 Prozent (Vorjahr 25,3 Prozent) bei, die westeuropäischen Märkte mit insgesamt 33,1 Prozent (Vorjahr 35,6 Prozent), Osteuropa mit 10,7 Prozent (Vorjahr 9,9 Prozent), Nordamerika mit 16,6 Prozent (Vorjahr 15,2 Prozent) und die übrigen Länder mit 12,8 Prozent (Vorjahr 14,0 Prozent). 1.2.3 Nutzfahrzeuge Im Geschäftsjahr 2021/2022 sind die Umsatzerlöse im Konzernsegment Nutzfahrzeuge mit rund 1.689,1 Mio. EUR (Vorjahr 1.374,0 Mio. Euro) um 22,9 Prozent gestiegen. Das Inlandsgeschäft ist mit 27,4 Prozent nach wie vor der bedeutendste Einzelmarkt, der im Vergleich zum Vorjahr um 120,4 Mio. EUR (35,2 Prozent) auf 462,5 Mio. EUR gestiegen ist. Auf den ausländischen Märkten ist der Umsatz von 1.031,9 Mio. EUR auf 1.226,6 Mio. EUR gestiegen. Zu den bedeutendsten Absatzmärkten gehören die westeuropäischen Märkte mit 45,4 Prozent (Vorjahr 42,4 Prozent) sowie die osteuropäischen Märkte mit 21,7 Prozent (Vorjahr 24,0 Prozent). 1.3 Beschaffungsmarkt 1.3.1 Landtechnik Die Beschaffung im Bereich Landtechnik wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 durch eine zunehmende Verschärfung der Entwicklungen aus den beiden Vorjahren geprägt. Nachdem die Rohmaterialpreise bereits Anfang des Kalenderjahres 2021 im Zuge eines weiterhin starken Nachfrageüberhanges in nahezu allen relevanten Industriesektoren deutliche Kostensteigerungen verzeichnet hatten, verstärkte sich diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2021/2022 nochmals deutlich. Als sich die relevanten Kostenindizes Anfang 2022 u.a. aufgrund einer noch immer nicht angezogenen Automobilnachfrage auf hohen Niveaus stabilisierten, führte der Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts im Frühjahr 2022 nochmals zu sprunghaften und signifikanten Preissteigerungen in einzelnen Rohmaterialsektoren. In Erwartung einer erneuten Verknappung der Rohmaterialverfügbarkeit hatten viele Industrieunternehmen erhöhte Auftragsmengen an Rohmaterial platziert, um die eigene Produktion absichern zu können. Da ein Rohmaterialengpass jedoch letztlich ausblieb, stabilisierten sich die Preise binnen weniger Monate wieder auf dem tendenziell niedrigeren Niveau von Anfang 2022. Hinzu kommen insbesondere in 2021 Phasen mit Rohstoffknappheit, Teilemangel und Produktionsausfällen aufgrund hoher pandemiebedingter Krankenstände, in denen vorhandene Fertigungskapazitäten nicht voll ausgeschöpft werden konnten. Die Folge war vielerorts ein Aufbau von Lieferrückständen, die immer häufiger in Allokationsprozessen münden. In der Konsequenz sind die allgemeinen industriellen Standardlieferzeiten in den vergangenen Monaten erheblich angestiegen. Diese Entwicklung wird noch verstärkt durch den Anstieg der Transportzeiten aufgrund einer zunehmend geringeren Verfügbarkeit von Frachtraum. Entsprechend angespannt sind die Lieferketten, so dass das Team von Krone auch weiterhin erheblichen Abstimmungsaufwand leisten muss, um die fortlaufende Landmaschinenmontage abzusichern und Versorgungslücken möglichst frühzeitig schließen zu können. Hier profitiert Krone von den langjährigen und partnerschaftlichen Geschäftsbeziehungen zu seinen Lieferpartnern, mit denen in einem engen und regelmäßigen Austausch Maßnahmen zur Bedarfsabsicherung abgestimmt werden. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2022/2023 wird infolge von weiterhin anhaltenden Nachfrageüberhängen in vielen relevanten Industriesektoren eine hohe gesamtwirtschaftliche Auslastung erwartet. Insbesondere im Bereich der Elektronikbauteile wird aufgrund der Halbleiterverfügbarkeit noch bis mindestens Ende 2023 mit einer stark eingeschränkten Materialverfügbarkeit gerechnet. Neben Materialmangel wird auch ein zunehmender Fachkräftemangel Einfluss auf die verfügbaren Produktionskapazitäten in der Zulieferbranche nehmen und in den kommenden Monaten zu sich weiter anspannenden Lieferketten führen. Eine spürbare Entlastung wird hier nicht vor Ende 2023 erwartet. In Hinblick auf die Materialkostenentwicklung zeichnet sich derzeit ein heterogenes Bild ab. Während die Energiekosten bereits mit erheblichen Kostensteigerungen zu Buche schlagen und für die Jahreswende mit nennenswerten Tarifabschlüssen in der Zulieferbranche zu rechnen ist, zeichnet sich in verschiedenen Rohmaterialkostensektoren derzeit eine Stabilisierung auf den hohen Niveaus ab, die im Hinblick auf 2023 auch mit leicht sinkenden Kostenverläufen zu erwarten sind. Somit wird die Materialbeschaffung sowohl im Hinblick auf Kostenentwicklungen als auch auf die allgemeine Verfügbarkeitssituation weiterhin ein unternehmerisches Fokusthema darstellen. Hierbei wird zunehmend von Bedeutung sein, inwiefern das Unternehmen als Akteur auf den globalen Beschaffungsmärkten mittels einer frühzeitigen und vorausschauenden Planung der eigenen Einzelteilbedarfe zu einer Harmonisierung der Lieferketten beitragen kann, um so gemeinsam mit den Lieferpartnern auch unter den aktuell herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen seinen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten. 1.3.2 Nutzfahrzeuge Das gesamte Geschäftsjahr 2021/2022 verlief in dem Spannungsfeld temporär massiv gestörter Lieferketten bei gleichzeitig steigenden Volumina in allen Produktionswerken. Im ersten Geschäftshalbjahr kam es aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu deutlichen, erwartbaren Kostensteigerungen. Die Produktionserhöhungen konnten aus den Lieferketten weitestgehend begleitet werden, wobei pandemiebedingte Auswirkungen und der nun auch in Osteuropa verschärfte Fachkräftemangel eine schnellere Steigerung verhinderten. Gegen Ende des ersten Halbjahres führte ein Halbleitermangel zu einer signifikanten Einschränkung, die durch Forcierung einer Mehrlieferantenstrategie innerhalb der betroffenen Materialgruppen kurzfristig behoben werden konnte. Mit Beginn des zweiten Halbjahres und des Russland-Ukraine-Konflikts verschärfte sich die Versorgungssituation kurzzeitig. Hier zeichneten sich einmal mehr die gewachsenen Partnerschaften in den speziell durch Sanktionen getroffenen Materialgruppen aus. Ein weiterer Schlüssel für die stabile Produktionsversorgung war ein schnelles, flexibles und interdisziplinäres Handeln über die gesamte Lieferkette aller Werke. Einhergehend mit der Verknappung der Rohstoffe und reduzierten Produktionskapazitäten explodierten kurzfristig, entgegen der Prognosen und sich langsam stabilisierenden Rohstoffindizes, die Beschaffungskosten, teils im deutlich zweistelligen Prozentbereich. Zu nennen sind hier neben Stahl, Aluminium und Energie insbesondere auch das Birkensperrholz, da aufgrund der Sanktionen gegen russische Hersteller das Angebot um mehr als die Hälfte eingebrochen ist. Die entscheidenden Materialengpässe waren zum Ende des Geschäftsjahres gelöst und der Fokus liegt nun auf den weiteren Produktionssteigerungen im folgenden Geschäftsjahr 2022/2023. Einerseits erlaubt die gute Konjunktur im Trailermarkt eine lange Mengen- und Lieferplanung, andererseits jedoch führt dies aufgrund der gut gefüllten Auftragsbücher in den meisten Industrien zu bleibenden und sich verschärfenden Engpässen bei der Vormaterialversorgung und Fachkräften. Die veränderten internationalen Handelsströme rücken nun wieder eine regionalere und hoch automatisierte Lieferkette in den Fokus und beschleunigen den Ausbau der bereits umgesetzten Automatisierungsprojekte. Darüber hinausgehende Anpassungen an den Materialgruppenstrukturen werden die Strategie des gruppenweiten Einkaufs flankieren. 1.4 Produktion 1.4.1 Landtechnik Herausfordernd für alle Bereiche des Werkes war auch im Geschäftsjahr 2021/2022 das Corona-Virus, welches nicht nur die Maschinenfabrik, sondern die gesamte Weltwirtschaft fest im Griff hatte. Dank der konsequenten und flächendeckend durchgeführten Testungen konnte die Produktion zwar mit Schwierigkeiten, aber ohne große Ausfälle weitestgehend am Laufen gehalten werden. Darüber hinaus hatten die stark unterbrochenen Lieferketten einen wesentlichen Anteil an diversen Produktionsausfalltagen in den Montagebändern, hauptsächlich verursacht durch fehlende Elektronikkomponenten wie Steuergeräte und Hydraulikkomponenten. Aufgrund der schwierigen Materialversorgung stieg die Anzahl der Nicht-Versandfertigen-Maschinen erheblich an und führte zu einer erheblichen Beeinflussung des Bauprogrammes. Trotz aller Umstände wurde im Werk konsequent an der Reorganisation - mit dem Ziel der Zentralisierung und Reduzierung von Hierarchieebenen - gearbeitet und diese auch umgesetzt. Alle Mitarbeiter im Geschäftsbereich Werk wurden im Zuge des C 2 Projektes einer neuen Aufgabenbeschreibung und Eingruppierung zugeordnet. Zeitgleich wurden Ist-Prozesse kritisch durchleuchtet und neu bewertet. Dieses erfolgte beispielsweise durch die Implementierung neuer Softwaretools und Methoden. Aktuell wird in Kombination mit dem Softwareprodukt HaloCline zudem das Ziel des Cardboard Engineering mittels Virtual Reality vorangetrieben. Dabei werden erste Versuche unternommen, um freie Produktionszeiträume auszunutzen und so die Produktionsdatenermittlung voranzutreiben, ohne ein physisches Produkt vor Ort gesehen zu haben. Ein besonderes Augenmerk wurde im letzten Geschäftsjahr auf die Einarbeitung und Ausbildung der Montagemitarbeiter gelegt. In diesem Zuge wurde in der Maschinenfabrik der Dojo Raum ins Leben gerufen. In diesem Raum werden Grundfertigkeiten des Arbeitsalltags geschult. Diese Fertigkeiten lassen sich in drei wesentliche Bereiche untergliedern: Basisfertigkeiten, elementare Fertigkeiten und arbeitsplatzspezifische Fertigkeiten. Das Ziel bei der Vermittlung der Fertigkeiten besteht darin, den Teilnehmern einen einheitlichen Wissensstand über die verschiedenen Prozesse zu ermöglichen, um ihnen so den Einstieg in ihren Arbeitsalltag bei Krone zu erleichtern und Fehler im Produktionsprozess durch systematisches Anlernen zu minimieren. In der Fertigung stand der Fokus darauf, sowohl die Produktivität als auch Flexibilität weiter zu erhöhen, um mit den Anforderungen der Montage Schritt zu halten. Auch in diesem Geschäftsjahr ist in eine technologieübergreifende robotergestützte CNC-Der-Fräsmaschine von DMG MORI investiert worden, die ebenfalls die Lücke zu den Anforderungen an Industrie 4.0 verkleinert. Ein weiterer Baustein, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den bestehenden Wissensvorsprung in der zerspanenden Fertigung weiter auszubauen, ist die Konzeptionierung einer zukunftsfähigen standortübergreifenden Fertigung im Krone-Verbund. Im Rahmen der Qualitätskontrolle wurde das Augmented Reality Systems Twyn vom Start-up-Unternehmen Visometry zur Erweiterung der Messtechnikkonzepte in der Maschinenfabrik eingeführt. Mit der Software Twyn werden mittels Augmented Reality die zu prüfenden Bauteile automatisch, markerlos und präzise im Kamerabild des Tablets verortet, genau ausgerichtet und mit ihrem digitalen Zwilling in Form der CAD-Spezifikation abgeglichen. Sogenannte AR-Overlays ermöglichen einen direkten Soll-/Ist Vergleich von Prüfteil zum digitalen Zwilling. Somit ist visuell erkennbar, ob alle Elemente einer Baugruppe, wie Anbauteile, Bolzen oder Bohrungen vorhanden und an der richtigen Stelle sind. Im Bereich der Betriebstechnik wurde durch das Energiemanagement Team eine 1.214 kWp Photovoltaikanlage projektiert und zum Ende des Geschäftsjahres auf den Hallendächern des Versuchs, des Audits, der Achsmontage und der Selbstfahrerhalle montiert. Zukünftig wird diese Anlage jährlich ca. 950.000 kWh grünen Strom produzieren. Im Zuge des Projektes wurde ein allgemeines Lastenheft für PV-Anlagen ausgearbeitet, wovon die ganze Krone-Gruppe profitieren kann. 1.4.2 Nutzfahrzeuge Die Krone-Nutzfahrzeuggruppe betreibt Produktionsanlagen an insgesamt sechs Standorten. Sicherheit beim Betrieb unserer Anlagen für unsere Beschäftigten, die Umwelt und die Nachbarschaft unserer Werke, hat dabei hohe Priorität. Zur Steuerung der entsprechenden Prozesse nutzen wir unsere Managementsysteme für die Bereiche Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz, Energie und Qualität. Das Geschäftsjahr 2021/2022 stand in den Produktionswerken weiterhin stark unter den externen Einflüssen der COVID-19 Pandemie und einer verschärften Kosten- und Verfügbarkeitssituation bei den Zukaufkomponenten. Aufgrund immer wieder aufkeimender, kleinerer COVID-19 Ausbrüchen bei Zulieferern und der anhaltenden Chip-Krise sowie ab Anfang 2022 vor allem auch aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts, stellte die eingeschränkte Verfügbarkeit von Vormaterial in den Produktionswerken einen kapazitätsbegrenzenden Faktor dar. Zudem verzeichneten alle Werke im Winterhalbjahr einen pandemiebedingten erhöhten Krankenstand, welcher sich negativ auf die Ausbringungsmengen auswirkte. Der Russland-Ukraine-Konflikt führte zudem dazu, dass Zuliefererkontrakte nicht eingehalten wurden und Verfügbarkeiten bei Stahl, Holz und Elektronikbauteilen zum Teil nur durch Stützungskäufe am Spotmarkt sichergestellt werden konnten. Die vorhandenen, technischen Produktionskapazitäten in den eigenen Werken konnten aufgrund dieser externen Effekte trotz sehr guter Auftragsbestände nicht voll ausgelastet werden. Die Werke in Tire (TR), Dinklage und Deurne (NL) konnten ihre stabilen Positionen aus dem Vorjahr weiter verfestigen und ihre Kapazitäten auf hohem Niveau weiter ausbauen. In allen Werken der Nutzfahrzeuggruppe wurden die operativen Abläufe zeitweise deutlich durch Lieferengpässe von Komponenten beeinträchtigt. Es ist aber auch dank intensiver Abstimmung mit den Lieferanten und dank der flexiblen Beschäftigungsmodelle in den Werken zu keinen signifikanten, ungeplanten Produktionsausfällen aufgrund von Komponentenknappheit gekommen. Auch wenn die COVID-19 Pandemie weiterhin in den Produktionswerken präsent war, konnten im Laufe des Geschäftsjahres die Pandemiemaßnahmen schrittweise reduziert werden. Zur Vermeidung größerer Pandemieausbrüche in den Werken wurde das freiwillige Impf- und Testangebot sowie die Hygienemaßnahmen für alle Mitarbeiter aufrechterhalten. Die steigenden Produktionsmengen im Werk Werlte konnten überwiegend mit der Produktgeneration Liner 5 realisiert werden, so dass hier weiter in die automatisierte Fertigung der Chassis für die neue Produktgeneration Liner 5 investiert wurde. Im Werk Herzlake wurden weitere Investitionen in hochautomatisierte Montagelinien für Dry Liner und Rohbaulinien für Wechselkoffer umgesetzt. Dadurch soll perspektivisch eine Verdoppelung der Fertigungskapazität für Dry Liner und Wechselkoffer realisiert werden. Zurzeit befindet sich die erste Stufe der hochautomatisierten Fertigungsstraße für Wechselkoffer mit ca. 100 Robotern in Umsetzung. Des Weiteren wurde die Produktion der Dry Liner am Standort Herzlake zusammengezogen, so dass zukünftig auch der leichtisolierte Dry Liner exklusiv in Herzlake gefertigt wird. Der Fokus im Werk Lübtheen lag im Geschäftsjahr 2021/2022 neben der weiteren konsequenten Verbesserung der Produktqualität vor allem auf dem Einlauf der überarbeiteten Produktgeneration Cool Liner. Zudem wurde die Produktion des leichtisolierten Dry Liners vollständig an den Standort Herzlake verlagert, so dass sich der Standort Lübtheen zukünftig auf die Herstellung von Kühlsattelaufliegern konzentrieren und die Produktionskapazität fokussiert weiter steigern kann. Darüber hinaus überträgt die Produktentwicklung Cool laufend Innovationen in das aktuelle Portfolio. Hierzu zählt unter anderem auch das Konzept New Cool in Kooperation mit Carrier, bei dem ein elektrisch angetriebenes Kühlaggregat mit der Energie einer Generatorachse lokal emissionsfrei betrieben werden kann. In der Zusammenarbeit mit der Führung am Standort Dinklage wurden die Investitionen in die Produktion der Krone-Achse konsequent weitergeführt. Durch die Inbetriebnahme der neuen Doppelkopfreibschweißanlage konnte die Produktionskapazität am Standort Dinklage auf über 100.000 Achsen pro Jahr erhöht werden. Zudem wurde mit der Einführung der neuen Radkopfgeneration der Krone Achse auch der Automatisierungsgrad in der Achsmontagelinie erhöht. Erstmalig komplett in der Türkei entwickelt, konnte ein neues Containerchassis speziell für den koreanischen Markt eingeführt werden. Die Gesamtkapazität im Werk Tire wurde weiter ausgebaut, so dass im Geschäftsjahr 2021/2022 erstmals seit Eröffnung des Standorts im Jahr 2012 die Marke von 4.500 gebauten Trailern pro Jahr überschritten wurde. Am Standort Deurne entwickelt, fertigt und vertreibt Knapen hochwertige Schubbodenauflieger für den europäischen Markt. In der Zusammenarbeit mit der neuen Führung am Standort Deurne wurden organisatorische Maßnahmen zur Verbesserung der Auftragsabwicklung durchgeführt. Deutlich stärker in den Fokus gerückt ist im Geschäftsjahr 2021/2022 an allen Standorten das Thema Nachhaltigkeit im Fertigungsprozess. Beispielsweise wurden im vergangenem Geschäftsjahr Investitionen in Photovoltaik in allen Produktionswerken der Nutzfahrzeuggruppe mit einer Gesamtleistung von 3,9 Megawatt auf den Weg gebracht. Weitere Projekte zur Reduzierung des Primärenergiebedarfs und zur Steigerung der Eigenerzeugung sind in Vorbereitung und werden in den kommenden Jahren weiter ausgerollt. Die Anforderungen an die Produktion verändern sich derzeitig massiv. Alles wird komplexer, vielfältiger, kurzzyklischer. Die Zeit, die einem Unternehmen verbleibt, um ein neues Produkt von der ersten Idee über die Entwicklung bis zur Marktreife zu bringen, wird immer knapper. Entwicklung und Produktion müssen angesichts dieses Trends deutlich stärker miteinander verzahnt werden. Die Krone-Nutzfahrzeuggruppe hat hierfür mit den zahlreichen Projekten die Grundlage an allen Standorten gelegt und wird auch im kommenden Geschäftsjahr die Themen Automatisierung, Digitalisierung, Flexibilität und Nachhaltigkeit in den Produktionsprozessen anhand einer Vielzahl neuer Produktgenerationen weiter vorantreiben. 1.5 Services 1.5.1 Landtechnik Neben den regionalen und globalen Herausforderungen, vor die Landtechnikhersteller regelmäßig gestellt werden, sind die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts und die zuvor schon sehr angespannte Liefersituation deutlich zu spüren. Hinzu kommt die Einmarkenstrategie der großen Landtechnikkonzerne, welche enormen Einfluss vor allem auf die AfterSales Strukturen im Markt nimmt und die Lage in der Branche zusätzlich intensiviert. Lieferketten werden länger, Lieferanten brechen kurzfristig weg oder können selbst weniger oder keine Ware mehr beziehen. Vor allem im Ersatzteilwesen ist diese Entwicklung merklich wahrzunehmen. Durch zahlreiche Gegenmaßnahmen, wie beispielsweise eine Intensivierung in der Beschaffung, eine deutlich höhere Einlagerungsquote und engagiertes, kleinteiligeres Abarbeiten der Aufträge konnte den Kunden immer geholfen werden. Aber auch durch ein neues Konditionensystem und den Aufbau des Endkundenshops für Ersatzteile, bei denen die Landwirte und Lohnunternehmer über die bekannten Vertriebspartner online ihre Ersatzteile bestellen können, reagiert Krone auf diese Entwicklungen und konnte die Herausforderungen weitestgehend kompensieren. Als weitere Investition in die Zukunft hat der Bau des neuen Ersatzteillagers begonnen, das 2024 in Betrieb genommen werden kann. Auf einem ca. 7 ha großen Gelände können zukünftig in dieser ersten Ausbaustufe bis zu 65.000 verschiedene Artikel mit einem hohen Automatisierungsgrad eingelagert, bevorratet und ausgeliefert werden. So werden unter anderem das vollautomatische Hochregallager und die AutoStore-Technologie dafür sorgen, dass die Effizienz und die Liefertreue noch weiter steigen werden. Im Bereich Training wurde das Angebot digitaler Seminare weiter konsequent ausgebaut und trägt so zur verbesserten Qualifikation im Feld bei. Es werden heute neben den klassischen Präsenztrainings ca. 50 Prozent der gesamten Teilnehmer über E-Learning, Web- und Distance Trainings erreicht. Insgesamt konnte die Anzahl der Trainingsteilnehmer durch die neuen Werkzeuge deutlich gesteigert werden. Auch im Kundendienst wurden die Kapazitäten in Spelle erweitert. Händler und Importeure werden weltweit schnell und qualifiziert bei den täglichen Themen unterstützt, damit diese wiederum selber einen professionellen Service für den Endkunden bieten können. Neben dem Personalbestand wurden hier auch weitere digitale Systeme aufgebaut, die zum Beispiel bei der Erstellung von Service Tickets wertvolle Zeit sparen und den Mitarbeitern an der Hotline schon im Vorfeld relevante Informationen zu den betroffenen Maschinen zukommen lassen können. Insgesamt ist vor allem die Digitalisierung in diesem Geschäftsbereich einen großen Schritt vorangekommen. Alle vorher aufgeführten Themen so wie viele weitere Informationen aus unterschiedlichen Krone-Unternehmensbereichen werden im "Ökosystem" mykrone.green gebündelt und den Benutzern übersichtlich bereitgestellt. Die Nutzerzahl hat sich im letzten Jahr nahezu verdreifacht, die Anzahl der Zugriffe pro Woche ist in der Spitze um den Faktor fünf gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Verbund mit den anderen Gebieten der digitalen Systemwelt wird vor allem mykrone.green in den kommenden Jahren dazu beitragen, den steigenden Ansprüchen der Kunden schnell und lösungsorientiert gerecht zu werden. 1.5.2 Nutzfahrzeuge Angesichts des beschleunigten Strukturwandels in der Logistikbranche wird das professionelle Service- und Dienstleistungsangebot rund um den Trailer immer wichtiger, um die langfristige Zufriedenheit unserer Kunden zu sichern. Deshalb legt die Krone-Nutzfahrzeuggruppe weiterhin einen starken Fokus auf den Ausbau dieses Sektors. Damit die Kunden sich voll auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, steht ihnen das modulare Servicekonzept "Krone 360° Trailer Service" zur Verfügung, mit dem sie die vielfältigen Aufgaben rund um die Mobilität ihrer Trailer outsourcen können. Der Schwerpunkt liegt zunehmend auf der Digitalisierung und der Vernetzung mit unseren Kunden. Der KRONE 360° Trailer Service umfasst drei Business Areas: Ersatzteile und Service-Partner vor Ort Standzeiten aufgrund von Reparaturen oder Wartungsarbeiten sind erhebliche Störfaktoren für die heutigen Logistikprozesse. Damit Trailer im Schadensfall so schnell wie möglich wieder einsatzbereit sind, hat Krone seit 2017 das hochmoderne Ersatzteildistributionscenter "Krone Spare Parts Logistics" in Herzlake im Einsatz. Der Krone Ersatzteilservice ist von Digitalisierung und Telematik geprägt. Damit die Ersatzteil-Beschaffung reibungslos abgewickelt werden kann, erfolgt die Bestellung über den Krone Online-Ersatzteilkatalog, der die vollständigen Ersatzteilelisten von über 300.000 Fahrzeugen enthält. Zudem führt der auf dem Typenschild des Fahrzeugs angebrachten QR-Code direkt zur korrekten Online-Ersatzteilliste. Krone-Kunden ohne eigene Werkstatt profitieren darüber hinaus von dem umfassenden, weitverzweigten Netz an zertifizierten Krone-Service-Partnern, die Reparaturen schnell und zuverlässig durchführen. Zudem wurde Anfang 2021 die Ersatzteilmarke Krone Trusted eingeführt, welche geprüfte Markenersatzteile mit 12 Monaten Garantie und bis zu 50 Prozent Einkaufsvorteil anbietet. Über 300 verschiedene geprüfte Markenersatzteile, die mehr als 80 Prozent der gängigen Verschleißteile an Trailern abdecken, können europaweit bei Krone geordert werden. Mit diesem Start als E-Teile Händler auch für andere Marken konnte Krone die Wertschöpfung im Service-Bereich weiter erhöhen. Künftig wird Krone auch die Ersatzteil-Logistik für das Krone Reifendruck-Kontrollsystem TPMS in Richtung der Reifenservice Partner bereitstellen. Aktuell weitet Krone die Potenziale und die strategische Ausprägung des Bereiches Ersatzteile international stark aus. Dazu hat Krone in allen europäischen Ländern und darüber hinaus Tochter- und Partnerunternehmen etabliert, die sich ausschließlich um die Vermarktung von Ersatzteilen kümmern. After-Sales-Dienstleistungen Ein zweiter wichtiger Baustein für die Kundenzufriedenheit ist das Angebot zur wirtschaftlichen Absicherung des Fahrzeugbetriebs bei unerwarteten Reparaturen. Mit den Krone-Garantieverlängerungspaketen lässt sich das finanzielle Risiko besonders bei langjähriger Nutzung von Fahrzeugen senken. Der Krone Fair Care Service sorgt dafür, dass Krone Anhänger und Auflieger in ganz Europa rund um die Uhr versorgt sind. Über das flexible Baukastensystem Fair Care bietet Krone an, wahlweise 24 bis 72 Monate lang Wartungen und Verschleißreparaturen an Trailern zu übernehmen. Der internationale Krone Pannenservice ist 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche in 16 Sprachen verfügbar. Allein durch die Kooperation mit dem Alltrucks Truck & Trailer Service stehen über 700 Servicepartner in 14 europäischen Ländern bereit, die einen vollumfänglichen und markenunabhängigen Service für Trucks und Trailer bieten. Durch die Zusammenarbeit mit dem Service Provider ECR Solutions besteht für Flottenkunden darüber hinaus die Möglichkeit, Schadensfälle digital abzuwickeln. Digitale Dienstleistungen Ein elementarer Bestandteil des Krone 360° Trailer Service ist die neue Digitalstrategie "Krone Intelligent Transport Solutions" (KITS). Unter diesem Dach sind künftig alle digitalen Lösungen von Krone gebündelt, vom Datenmanagement über die Telematik-Produkte bis zu den immer stärker digitalisierten Servicekomponenten. Die Digitalisierung im Gütertransport umfasst heute weit mehr als reine Telematik-Produkte wie die Standortbestimmung eines Trailers. Um den weiter steigenden Anforderungen gerecht zu werden, konzentriert sich Krone auf die Integration der Telematikdaten in das gesamte Datenmanagement. So startet bereits mit der Auslieferung des Krone Fahrzeugs, ob mit oder ohne Telematik-Ausrüstung, der Krone 360° Trailer Service: Die Fahrzeugdaten stehen digital im "My Krone" Service Portal bereit. Hier sind außerdem wichtige Daten zu Auslieferung und Abwicklung digital hinterlegt, um den Bearbeitungsaufwand auf beiden Seiten zu reduzieren. Die KITS sorgen mit vielseitigen Telematik-Funktionen dafür, dass der Fuhrparkmanager jederzeit online die Kontrolle über Position, Zustand oder auch Temperatur der Transporte hat. Dank des modularen Aufbaus lassen sich maßgeschneiderte Pakete zusammenstellen, und für den temperaturgeführten Transport gibt es Zusatz-Bausteine. Beispielsweise sind die Krone-Kühlsattelauflieger Cool Liner serienmäßig mit Telematik in Kombination mit dem integrierten Krone-Temperaturschreiber ausgestattet: Temperaturberichte, Alarmvorgaben und Kühlmaschinen-Daten werden kontinuierlich überwacht, übertragen und für 18 Monate dokumentiert. Als Zusatzoption können die momentanen Tankzustände der Kühlmaschine in das Krone-Telematics-Portal übertragen werden. Auch die Reifen sind in die Telematik integriert: Das TPMS misst kontinuierlich Reifendrücke sowie Reifentemperaturen und übermittelt diese Daten an das Krone Telematics Portal. Fahrer und Disponent werden so in Echtzeit über zu niedrige Reifendrücke oder zu hohe Temperaturen alarmiert und mit Handlungsempfehlungen auf die notwendigen Schritte hingewiesen. Dank der Zusammenarbeit mit Shippeo ist Krone Telematics zudem in der Lage, Kunden mit genauen Ankunftszeiten (ETA) und einem Tourenmanagement in Echtzeit zu versorgen. Eine weiterer Baustein ist die intelligente Laderaumerkennung Smart Capacity Management, mit der Ladekapazitäten detektiert und besser genutzt werden können. Krone Telematics kann jederzeit nachgerüstet werden, auch an Aufliegern anderer Hersteller. Das immer stärker in den Fokus rückende Datenmanagement macht die zahlreichen Telematikdaten überall dort verfügbar, wo der Kunde sie benötigt. Dabei setzt KITS konsequent auf eine für alle Partner offene und abwärtskompatible Standard-Push-Schnittstelle. Mit der Funktion Self Service wird die Datenübertragung an alle angeschlossenen Systeme noch komfortabler: Die Nutzer können mit nur wenigen Klicks untereinander, aber auch mit Drittdienstleistern oder kundenspezifischen Anwendungen Daten tauschen. Der sich automatisch generierende Transparenz-Report verhindert versehentliche Datenlecks sowie einen Missbrauch der Telematik-Daten des Nutzers. Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts GAIA-X hat das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) Krone beauftragt, ein Konzept auszuarbeiten, das Güter- und Warenströme durch intelligente Datennutzung optimiert. Das Projekt GAIA-X hat sich zum Ziel gesetzt, Wirtschaft, Forschung und Verwaltung im europäischen Wirtschaftsraum in einer ebenso leistungsfähigen wie sicheren Dateninfrastruktur zu vereinen. Krones Projektbeteiligung besteht hauptsächlich in der Durchführung von Interviews mit Marktteilnehmern. Die daraus gewonnen Erkenntnisse dienen als Grundlage für die Entwicklung einer intelligenten Wechselbrücke und eines intelligenten Trailers. Das Gesamtbudget für diesen Projektteil umfasst 1,6 Millionen EUR. Die Förderquote liegt bei 50 Prozent. Krone ist als einziger deutscher Nutzfahrzeughersteller an GAIA-X beteiligt. 1.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 1.6.1 Personal- und Sozialbereich Als inhabergeführtes Familienunternehmen in der vierten Generation setzt Krone auf das hohe Engagement und die Betriebstreue der Mitarbeiter. Die Personalpolitik ist auf Kontinuität und Identifikation mit Krone ausgerichtet. Um den stetig komplexer werdenden Produkten und den damit verbundenen qualifizierten Anforderungen gerecht zu werden, führt Krone regelmäßig verschiedene Qualifizierungs- und Schulungsmaßnahmen sowohl intern als auch extern durch. Die Bewerbung hochqualifizierter Nachwuchsführungskräfte von Hochschulen wird durch intensive Kontakte, Ausbildungsmessen und Vorträge vor Ort sichergestellt. Studierte Berufsanfänger durchlaufen ein qualifiziertes Traineeprogramm, welches sie professionell auf spätere Managementaufgaben im Krone-Konzern vorbereitet. Mit diversen Schulen der Region hat Krone Kooperationsverträge geschlossen, um eine noch engere Zusammenarbeit durchführen zu können. Die durchschnittliche weltweite Mitarbeiterzahl (Stammbelegschaft) des Krone-Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 5.508 (Vorjahr 5.438) an. Hierin enthalten sind durchschnittlich 261 Auszubildende (Vorjahr 266). Zurückzuführen ist der Anstieg der Mitarbeiter unter anderem auf den Ausbau der Geschäftstätigkeit. 1.6.2 Forschung und Entwicklung Im vergangenen Geschäftsjahr hat Krone wieder erhebliche Beträge in Forschung und Entwicklung investiert. Dabei gewinnen Softwareprodukte und elektronische Entwicklungen weiter an Bedeutung. 1.6.2.1 Landtechnik Im Geschäftsjahr 2021/2022 erfolgten konsequente Weiterentwicklungen in allen Produktgruppen. Eine Vielzahl an neuen Funktionen und technischen Verbesserungen konnte erfolgreich in den Markt eingeführt werden. Im Bereich der Quaderballenpressen Krone BiG Pack wurde ein schnipselfreier V-Doppelknoter entwickelt, der hohe Pressdichten und Ballengewichte problemlos verarbeiten kann. Ebenso wurde die Krone-eigenentwickelte und vollintegrierte Siliermittelanlage vorgestellt. Des Weiteren wurde für den Bale Collect Ballensammelwagen in Kombination mit Krone BiG Pack eine neue Funktion entwickelt, die automatisch alle gepressten Ballen auf einer Linie ablegt. Diese Funktion trägt maßgeblich zur CO 2 - und Dieselverbrauchseinsparung bei, denn die Ballenlogistik kann so wesentlich zeitoptimierter und mit geringer Wegstrecke erfolgen. Im Bereich der Mähtechnik wurde eine neue Maschine speziell für die großen Flächen in Ozeanien und Übersee entwickelt. Mit dem Easy Cut TC Connect wurde ein Koppelrahmen entwickelt, der zwei gezogene Mähwerke bedienen kann. Setzt man dies in Kombination mit einem entsprechenden Frontmähwerk ein, so lassen sich Arbeitsbreiten von mehr als 13 Metern realisieren. Ein weiteres Beispiel für konsequente Produktweiterentwicklung ist die Transporttechnik. Im Rahmen der Optimierung der Schnittqualität von Ladewagen wurde Krone Split Cut entwickelt. Es handelt sich hierbei um eine besondere Gutfluss-Führung, die auch an den Außenkanten beste Schnittqualität sicherstellt. Besonderes Highlight im Bereich Forschung und Entwicklung ist das Gemeinschaftsprojekt Combined Powers, das in Kooperation zwischen LEMKEN und Krone durchgeführt wird. Entwickelt wurde ein autonomes Zugfahrzeug (VTE), das sechs Arbeitsprozesse Mähen, Wenden, Schwaden, Pflügen, Grubbern und Säen voll autonom ausführt. Combined Powers VTE verfügt dabei über 4 gleichgroße 38-Zoll Reifen, 230 PS Dieselmotor, Allrad-Antrieb und Allrad-Lenkung sowie umfangreiche Sensorik zur Hindernis- und Personenerkennung. Zudem kommt erstmalig ein dieselelektrischer Antrieb zum Einsatz, mit dem beiden Achsen, aber auch die Zapfwelle effizient angetrieben werden. Abgerundet wird das Projekt durch leistungsfähige eigenentwickelte Software im Bereich der Spurführung, Navigation und Arbeitsprozessautomatisierung. Ein dauerhafter Entwicklungsschwerpunkt liegt weiterhin im Bereich der Digitalisierung und Vernetzung von Maschinen und Komponenten. Mittlerweile sind über 70 Partner und Softwareprodukte an den Agrirouter angebunden. Krone Maschinen sind durch ihre Verbindung mit dem Agrirouter mit unterschiedlichsten Agrar-Software-Lösungen vernetzt. Auch Krone SmartTelematics als Telemetriesystem wurde um Reporting- und Auswertefunktionalitäten ergänzt. Zudem wurde eine neue innovative Solar-Telemetrie-Lösung, Krone Smart Connect Solar, fertiggestellt und erfolgreich in den Markt eingeführt. Darüber hinaus hat Krone im Bereich der Automatisierungslösungen das GPS-basierte Lenksystem nun nicht nur für den BiG M, sondern auch für die Feldhäcksler BiG X ins Produktportfolio aufgenommen. Der Bereich Elektronik, Digitalisierung, Vernetzung und Automatisierung wird kontinuierlich weiter ausgebaut. 1.6.2.2 Nutzfahrzeuge Im Nutzfahrzeugbereich wurden die Schwerpunkte des vergangenen Jahres konsequent weiterentwickelt. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit war die Abrundung des Produktportfolios. Lösungen für spezielle Marktsegmente wurden in den Baukasten integriert und reduzieren damit den logistischen Aufwand in der Produktion. So wurde beispielsweise der SWAP Liner, ein Trailer für den Transport von 2 Wechselkoffern, entwickelt. Durch die Gesamtlänge von 15m ist es hiermit nun auch möglich, 2 Wechselkoffer auf einem Sattelauflieger oder sogar 3 Wechselkoffer in einer Lang-LKW Kombination zu transportieren. Im Bereich der Wechselkoffer wurde die Produktgeneration WK 4.0 zur Serienreife geführt. Diese Produktgeneration zeichnet sich neben der bekannten hohen Lebensdauer, die durch umfangreiche Validierungen im Krone Future Lab sichergestellt wurde, auch durch die hohe Automatisierbarkeit aus, so dass der Rohbau am Standort Herzlake zukünftig vollautomatisch erfolgen kann. Im Bereich der Containertransporte konnte die neue Box Liner - Generation um die Varianten TU40 und TU50 erweitert werden, so dass nun das gesamte Spektrum der Containertransporte mit der neuen Produktgeneration möglich ist. Ein deutlich verringertes Eigengewicht der Fahrzeuge leistet dabei einen signifikanten Beitrag zur Verringerung des Schadstoffausstoßes bei Containertransporten. In der Sparte der temperaturgeführten Transporte konnte die Entwicklung der neuen Cool Liner abgeschlossen werden. Über umfassende Validierungsmaßnahmen wurde die Praxistauglichkeit der Fahrzeuge erprobt. Produktoptimierungen unter dem Fokus des Handlings für den Nutzer wurden erfolgreich in die Serie umgesetzt. Dazu gehört auch eine Optimierung der Isolation der Kühlaufbauten, so dass auch hier deutliche Reduzierungen der Schadstoffemissionen während der Betriebszeit der Fahrzeuge die Umwelt entlasten. In einem Gemeinschaftsprojekt mit Liebherr wurde die Serienfertigung des neuen Kühlaggregats aufgenommen. Das Kühlaggregat zeichnet sich durch seine drei Kältemodule aus, die durch diese Redundanz die Verfügbarkeit der Kälteleistung signifikant erhöhen. Derzeit wird eine Vorserienproduktion in einem erweiterten Feldtest an den Anforderungen des Marktes gespiegelt. Auch im Bereich der Digitalisierung wurden die Entwicklungen vorangetrieben. So wurden im Bereich der Hardware die Weiterentwicklung eigener Komponenten forciert. Mit der KSC Solar konnte eine vollständig autarke Telemetrieeinheit für Wechselkoffer erfolgreich in den Markt eingeführt werden. Des Weiteren wurde die Entwicklung der zweiten Generation der Trailer Telemetrieeinheit KSC abgeschlossen, so dass diese planmäßig im Oktober 2022 die KSC 1 ersetzen wird. In Kooperation mit dem Partner Shippeo kann im Krone Telematics Portal auch eine ETA (Estimated Time of Arrival) Prognose hinzugebucht werden, wodurch Warenempfängern und Spediteuren noch präzisere Planungen für die Belegung der hochfrequentierten Tore in den Logistikzentren ermöglicht wird. Die Datenverarbeitung der Telematikdaten wurden in der Gesellschaft Datineo gebündelt. Die Krone-Telematik zählt zu den leistungsfähigsten Systemen in der Nutzfahrzeugindustrie und ermöglicht somit den Ausbau weiterer Dienste. 1.6.3 Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz Der Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz ist gemäß den gesetzlichen Vorgaben organisiert. Die notwendigen Bestellungen sind erfolgt und an die zuständigen Behörden gemeldet. Die Einhaltung der gesetzlichen und behördlichen Vorgaben sowie die Nachhaltigkeit der durchgeführten Unterweisungen werden durch regelmäßige Begehungen, Informationsveranstaltungen und turnusmäßige Überprüfungen durch unabhängige Sachverständige sichergestellt. Ein Arbeitskreis zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) ist eingerichtet. Dieser tagt regelmäßig und organisiert ganzjährig Schulungs- und Weiterbildungsprogramme zu Fragestellungen aus den Themengebieten Ernährung, Arbeitsplatzergonomie, Suchtprävention und gesundheitsförderliche Sport- und Freizeitaktivitäten. Aufgrund der Viruserkrankung COVID-19 wurden in allen Gesellschaften Pandemieteams implementiert, die entsprechende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus beschlossen, durchgesetzt und kontrolliert haben. Die gesetzlich notwendige Quote an ausgebildeten Ersthelfern in Verwaltung und Betrieb ist durch permanente Aus- und Weiterbildung sichergestellt. Zudem werden die gesetzlichen und behördlichen Vorgaben im Hinblick auf Emissionen regelmäßig durch unabhängige Sachverständige geprüft und die Prüfberichte an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Im Berichtszeitraum lagen alle prüfpflichtigen Emissionen unterhalb der geforderten Grenzwerte. Anfallende Restmaterialien werden recycelt und dem Markt wieder zur Verfügung gestellt. Durch konsequente Suche nach Lösungen zur Reduzierung von Restmaterialien, insbesondere Verpackungen, und die Ausweitung der Reststofftrennung im Betrieb konnten im vergangenen Geschäftsjahr die Entsorgungskosten nochmals deutlich reduziert werden. Die Krone-Gruppe verfügt über ein nach DIN/ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem. Ein interner Expertenkreis beschäftigt sich regelmäßig mit der Suche nach Möglichkeiten zur Energieeinsparung und erarbeitet technische Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz bei den eingesetzten Produktionsverfahren und Produktionsanlagen. Unterstützt und überwacht wird die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen von einem Bus-gesteuerten Versorgungsnetz, das das Aufzeichnen, Auswerten und Archivieren der spezifischen Verbräuche von Strom, Gas und Wasser ermöglicht. 2. Darstellung der Lage 2.1 Vermögenslage Dem gesamten Investitionsvolumen von 60,1 Mio. EUR (Vorjahr 45,4 Mio. EUR) stehen Abschreibungen in Höhe von 39,4 Mio. EUR gegenüber. Die Zugänge resultieren im Wesentlichen aus verschiedenen Investitionen an diversen Standorten. Das Vorratsvermögen liegt mit 584,5 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres. Es ist darüber hinaus ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 22,1 Mio. EUR auf 228,5 Mio. EUR zu verzeichnen. Der Bestand an liquiden Mitteln ist um 55,2 Mio. EUR auf 281,9 Mio. EUR gesunken. Das Eigenkapital erhöhte sich maßgeblich aufgrund des erzielten Konzernergebnisses von 64,6 Mio. EUR zum Bilanzstichtag von 645,4 Mio. EUR auf 701,6 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote ist mit 41,6 Prozent (Vorjahr 43,7 Prozent) leicht gesunken. Das mittel- und langfristige Fremdkapital ist von 500,5 Mio. EUR auf 471,5 Mio. EUR gesunken. Dem Konzern steht mittel- und langfristiges Kapital von 1.173,5 Mio. EUR (Vorjahr 1.146,3 Mio. EUR) zur Verfügung. Damit sind nicht nur das Anlagevermögen, sondern auch das gesamte Vorratsvermögen gedeckt. 2.2 Finanzlage 2.2.1 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Hauptziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft. Wesentliches Nebenziel ist die Beibehaltung einer niedrigen Zinslast bei ausreichend frei verfügbaren Kreditlinien. 2.2.2 Finanzierungsmaßnahmen Zur Reduzierung unterjähriger Liquiditätsschwankungen besteht seit Dezember 2002 ein EUR-Asset-Backed-Securities (ABS) Programm, mit dem EUR-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine konzernfremde Zweckgesellschaft veräußert werden. Das vereinbarte Programmvolumen beläuft sich auf 250 Mio. EUR und wird jährlich revolvierend um ein Jahr verlängert. Zum Bilanzstichtag wurde das Programmvolumen komplett in Anspruch genommen. Darüber hinaus wurde im Juli 2020 ein USD-ABS Programm mit einem maximalen Programmvolumen in Höhe von 50 Mio. USD aufgesetzt, über welches USD-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine deutsche Landesbank verkauft werden. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme 21,8 Mio. USD. Neben dem Eigenkapital dienen zur langfristigen Finanzierung der Krone-Gruppe u.a. vier Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen zum Bilanzstichtag von 315 Mio. EUR. Darlehensnehmer sind die Bernard Krone Holding SE & Co. KG, die Fahrzeugwerk Krone Beteiligungs-GmbH sowie die Krone Agriculture SE. Zudem stellen diverse Intercompany Darlehen, bilaterale Bankkredite sowie -linien sicher, dass die Firmen der Krone-Gruppe stets über ausreichende Liquiditätsreserven verfügen. 2.2.3 Investitionen Das gesamte Investitionsvolumen des Konzerns liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 60,1 Mio. EUR. Hiervon entfallen 42,1 Mio. EUR auf die Sachanlagen, 2,7 Mio. EUR auf die immateriellen Vermögensgegenstände und 15,3 Mio. EUR auf die Finanzanlagen. Die Zugänge betreffen im Wesentlichen den Ausbau der automatisierten Fertigung von Komponenten und Investitionen zur Verbesserung der Qualität und Kapazitäten an diversen Standorten. Um die Krone-Gruppe an die Anforderungen der Industrie 4.0 anpassen zu können, wurde zusätzlich in Digitalisierung, Vernetzung und Telematik investiert. 2.3 Ertragslage Die Gesamtleistung ist im Geschäftsjahr 2021/2022 trotz des weiterhin angespannten Marktumfeldes im Geschäftsjahr um 469,8 Mio. EUR auf rund 2,6 Mrd. EUR gestiegen. Der Rohertrag stieg um 23,8 Mio. EUR auf jetzt 634,3 Mio. EUR. Durch die gestiegene Zahl der Beschäftigten sind die Personalaufwendungen um 25,3 Mio. EUR auf jetzt 346,4 Mio. EUR gestiegen. Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2021/2022 ist von 96,0 Mio. EUR auf 84,6 Mio. EUR gesunken. Die Konzern-Umsatzrendite vor Steuern ist im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 3,4 Prozent (Vorjahr 4,4 Prozent) gesunken. Der Konzern-Jahresüberschuss 2021/2022 sank gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Mio. EUR von 69,6 Mio. EUR auf nunmehr 64,6 Mio. EUR. Die für das Geschäftsjahr ausgegebenen Umsatzziele wurden vollständig erreicht, während der prognostizierte Ergebniszuwachs aufgrund der vorab erwähnten Umstände nicht erwirtschaftet werden konnte. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Wie in Kapitel 2.2 und 2.3 dargestellt, deuten die finanziellen Leistungsindikatoren auf ein stabiles Wachstum hin. Insbesondere konnte die Gesamtleistung weiter ausgebaut werden. Die Vermögens- und Finanzsituation betrachten wir als geordnet. Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 41,6 Prozent. Zur wertorientierten Steuerung des Konzerns sowie der einzelnen Geschäftsfelder ist ein standardisiertes System mit regelmäßigem Reporting eingerichtet. Das Steuerungssystem ist ein integraler Bestandteil des Controlling- und Planungsprozesses. Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Entwicklung der Ertragslage sind die Umsatzerlöse, die Rohertragsmarge sowie das um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsergebnis. Das bereinigte Betriebsergebnis definieren wir als das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und neutralen Erträgen und Aufwendungen. Für die Entwicklung der Finanzlage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021/2022 haben wir die Nettosach- und Finanzinvestitionen sowie den Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit als die bedeutsamsten Leistungsindikatoren identifiziert. II. Risikobericht 1. Konzernrisiken 1.1. Wirtschaftliche Risiken Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung und Grundlage für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss ein Unternehmen schnell auf sich ständig verändernde Rahmenbedingungen der einzelnen Märkte reagieren. Vor dem Hintergrund immer komplexerer Wirtschaftsstrukturen und zunehmender Internationalität ist ein funktionierendes Risikomanagement von zentraler Bedeutung. Ein Ziel des Krone-Risikomanagements ist ein angemessener, beherrschbarer Umgang mit den Unternehmensrisiken. Ein weiteres Ziel ist es, durch unternehmerisch verantwortungsvolles Handeln bestehende Risiken frühzeitig zu erkennen, die Auswirkungen zu begrenzen und eine Bestandsgefährdung der Krone-Gruppe zu vermeiden. Die übergeordnete Leitung der Krone-Gruppe erfolgt durch das Management in der Bernard Krone Holding SE & Co. KG. Hier befindet sich die Konzernzentrale, von der die strategischen Entscheidungen für den Konzern getroffen und aufgrund kurzer Kommunikationswege schnell umgesetzt werden. Das konzernweite einheitliche Planungs-, Berichts- und Steuerungswesen hilft, Risiken rechtzeitig zu erkennen und ihre Ursachen zu analysieren bzw. zu bewerten. Es erfolgt eine laufende Feststellung und Untersuchung von Budgetabweichungen. Das Auftreten neuer monetärer und nicht-monetärer Risiken wird kontinuierlich identifiziert, um risikoorientiert reagieren zu können. Die Entscheidungsträger werden zur laufenden Überwachung der wirtschaftlichen Risiken monatlich durch ein detailliertes internes Berichtswesen informiert. Der kontinuierliche Ausbau einer konzerneinheitlichen IT-Struktur auf SAP-Basis mit einheitlichen Regeln für die Rechnungslegung unterstützt das Risikomanagement erheblich. Das Vier-Augenprinzip findet grundsätzlich bei allen zahlungsrelevanten Vorgängen Anwendung und ist ebenfalls ein integraler Bestandsteil des internen Kontrollsystems. 1.1.1 Landtechnik Die Entwicklung der Absatzmärkte ist von vielen Einflussfaktoren geprägt, welche zahlreichen Risiken unterliegen. Wesentliche Aspekte sind die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise, Agrarsubventionen, die extremen Wetterereignisse, Folgen der Pandemie und der Russland-Ukraine-Konflikt, politische Rahmenbedingungen und die Finanzierungsmöglichkeiten für Landwirte und Lohnunternehmer. Diese Faktoren sind maßgeblich für die Investitionsentscheidungen und bestimmen somit den Landtechnikmarkt insgesamt. Mit einem geschätzten Volumen von 35,8 Mrd. EUR (Vorjahr 30,6 Mrd. EUR) wird der Landtechnikmarkt im Jahresverlauf 2022 in der Europäischen Union (EU 27 + GB) um 17,0 Prozent gegenüber 2021 wachsen. Bedingt durch den Russland-Ukraine-Konflikt und die Pandemie sind die Kosten für Energie und Materialien extrem angestiegen. So ist laut DESTATIS der Index für landwirtschaftliche Betriebsmittel, wie beispielsweise Futtermittel, Energie, Bauten und Düngemittel, im Vergleich zum Juli-Wert des Vorjahres im Durchschnitt um 45,4 Prozent angestiegen. Nicht synchron, aber dafür etwas zeitversetzt, haben die Erzeugerpreise nachgezogen. Diese liegen allerdings laut DESTATIS im Schnitt 4 Prozent unterhalb der Kostenentwicklung, was zu Einkommenseinbußen der Landwirte und möglicherweise zu Liquiditätsengpässen führen könnte. Ein weiteres Risiko stellt die Leitzinserhöhung der Federal Reserve System (FED) und der Europäischen Zentralbank (EZB) dar. Die gestiegenen Finanzierungskosten könnten sich insgesamt negativ auf die Landtechnikbranche auswirken. Falls die Landwirte nicht kostendeckend wirtschaften können, sind Beeinträchtigungen der Investitionsvorhaben für das kommende Wirtschaftsjahr unumgänglich. Auf der politischen Seite bedeuten neue gesetzliche Auflagen - wie etwa der Green Deal und die Gülleverordnung in Deutschland - Einschränkungen und führen zu Mehraufwand und Kosten für die Landwirte. Markteingriffe im Spannungsfeld USA, Europa, GUS-Länder und China bedingen insgesamt nicht kalkulierbare Risiken. Durch den Russland-Ukraine-Konflikt und die entsprechenden Sanktionen ist der Landtechnikmarkt in den GUS-Ländern nahezu zum Erliegen gekommen. Für Krone als weltweit agierendes Unternehmen können zudem hohe Importzölle und andere protektionistische Maßnahmen in Exportmärkten die Wettbewerbsfähigkeit und den jeweiligen Marktzugang beeinträchtigen. Darüber hinaus können Wechselkursschwankungen das Geschäft beeinflussen. Engpässe auf dem Halbleitermarkt, überlastete Häfen im globalen Logistiknetz sowie wiederholt auftretende Pandemie-Wellen mit erhöhtem Krankenstand können weiterhin Verzögerungen in der laufenden Produktion verursachen. Konsequenzen auf die Verfügbarkeit und Produktivität lassen sich unter diesen Rahmenbedingungen nicht vermeiden. Darüber hinaus sind weltweit die Fracht- u. Logistikkosten massiv gestiegen. Bedingt durch den Russland-Ukraine-Konflikt haben sich die Energiepreise extrem verteuert. Es bleibt abzuwarten, welche Folgen die Energiekrise und mögliche Engpässe auf die deutsche Produktion haben werden. Unabhängig vom globalen ökonomischen/politischen Umfeld ist der Einfluss des Wetters und des Klimas weiterhin ein Risikofaktor. Dürren, Fluten und Stürme können nach wie vor in einzelnen Regionen und Ländern zu erheblichen Verwerfungen in diesen Landtechnikmärkten führen. Die verfügbaren Frühindikatoren machen eine gesamtwirtschaftliche Rezession in 2023 wahrscheinlich. Die Nachfrage nach Landtechnik könnte davon betroffen sein. Der Verband der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) prognostiziert dieses bereits für die Landtechnikmärkte. 1.1.2 Nutzfahrzeuge Da die Unternehmensgruppe der Krone-Nutzfahrzeuggruppe international agiert, wird sie mit wirtschaftlichen, branchenspezifischen sowie finanzwirtschaftlichen Risiken konfrontiert. Aufgabe ist es, die bestehenden, aber auch die zukünftigen Risiken zu erkennen und zu bewerten, um dann angemessen und frühzeitig darauf zu reagieren, damit die gesetzten operativen, aber vor allem strategischen Ziele des Unternehmens nicht gefährdet werden. Als Risikomanagement dient hier vor allem auch ein gruppenweit installiertes Controlling mit ausgeprägten Informationssystemen in Bezug auf Markt, Ertrag, Liquidität und Organisation. Die kontinuierliche Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung und der Controlling-Organisation. Die derzeitige Wirtschaftslage wird von einer ganzen Reihe von Risikofaktoren beeinträchtigt, bei denen kaum absehbar ist, wie sie sich in den nächsten Monaten auswirken werden. Hier sind zunächst die außenpolitischen Risiken zu nennen. Dies betrifft in der offensichtlichsten Form den Russland-Ukraine-Konflikt, dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sich in vielen Aspekten widerspiegeln. In diesem Zusammenhang gilt es auch, die Positionierung weiterer Länder zu beobachten. Ein für Krone besonders kritisches Beispiel ist hier die Türkei. Da der türkische Markt für Krone bedeutsam und das Werk in Tire in der aktuellen Auslastungssituation essentiell wichtig ist, gilt es nun abzuwägen, wie die Geschäfte hier abgesichert werden können. Auch die Positionierung der chinesischen Regierung in diesem Konflikt kann sich essentiell auf den kompletten Welthandel auswirken. Ein weiterer, neu hinzugekommener Risikofaktor ist der Taiwan-Konflikt. Der dort ansässige Chiphersteller TSMC kann mit einem Anteil von knapp 54 Prozent der hergestellten Chips im Weltmarkt als systemrelevant für die weltweite Wirtschaft - insbesondere auch für die Automobilindustrie - betrachtet werden. Etwaige Auswirkungen des Konflikts auf die Geschäfte dieses Unternehmens könnten den bereits vorherrschenden Chipmangel noch deutlich verschärfen. Auch die bereits jetzt erkennbaren Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts stellen Unternehmen wie Krone vor eine große Herausforderung. Die marktbedingt geringen Margen der Branche führen dazu, dass Unternehmen aus dem Nutzfahrzeugsektor sensibel auf Marktveränderungen reagieren. Dies liegt sowohl in dem äußerst preisempfindlichen Transportmarkt und einem wettbewerbsintensiven Umfeld als auch in der starken Abhängigkeit von Rohstoffpreisen und der Zulieferbranchen begründet. Somit stellen die derzeitigen Beeinträchtigungen in den Lieferketten und die Materialengpässe ein sehr großes Risiko für die Automobil- und Nutzfahrzeugbranche dar. Die Verknappung der Rohstoffe führt zu immensen Kostensteigerungen. Beides kann zu Produktionsausfällen oder der vermehrten Produktion unfertiger Fahrzeuge führen. Letzteres resultiert schließlich darin, dass diese Fahrzeuge zusätzliche Kosten für Stellplätze und Nacharbeiten erzeugen, die in den ursprünglichen knappen Kalkulationen nicht einbezogen wurden. Die aus der Verknappung resultierenden Produktionshemmnisse stehen einem stärkeren Aufschwung im Wege und führen auch im Markt zu einem überproportional starken Anstieg der Preise. Auch die derzeitig radikal steigenden Energiepreise und eine mögliche drohende Energieknappheit verschärfen die Situation. Hinzu kommt die historisch ansteigende Inflation - insbesondere in Bezug auf Energie- und Materialpreise - mit dem Risiko weiterer Preissteigerungen, die weiterhin dazu führt, dass Unternehmen bewusst ihre Kosten senken und die Preispolitik anpassen müssen. Darüber hinaus hat der Russland-Ukraine-Konflikt zur Folge, dass der für die Branche strategisch wichtige Markt Russland sowohl für den Export von Nutzfahrzeugen wie gebrauchten Trailern als auch für den Vertrieb vor Ort für unbestimmte Zeit ausfällt. Dies führt nicht nur dazu, dass diese Ausfälle durch andere Märkte kompensiert werden müssen. Hinzu kommt, dass in den Unternehmen der Nutzfahrzeug- und Automobilbranche ganze Produktions- und Vertriebsorganisationen brachliegen und derzeit völlig unklar ist, wie hier weiter vorgegangen werden kann und darf. Ein weiteres marktveränderndes Risiko liegt derzeit in der weiteren Entwicklung des Pandemiegeschehens. Zwar gehen die Wirtschaftsforschungsinstitute davon aus, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie weitgehend überwunden sind und sich die Wirtschaft diesbezüglich auf einem Erholungskurs befindet. Dennoch besteht weiterhin das Risiko neuer Ausbrüche, die sich dann wiederum auf die Weltwirtschaft auswirken könnten. Auch ist unklar, wie China und andere Wirtschaftsmächte auf den weiteren Pandemieverlauf reagieren und ob sich die Situation in den Containerhäfen wiederholt, was die Lieferketten erneut extrem belasten würde. Auch weitere bereits jetzt erkennbaren Auswirkungen der Pandemie und der weiteren Risikofaktoren, die sich aus dem Russland-Ukraine-Konflikt ergeben, stellen für Unternehmen wie Krone ein erhebliches Risiko dar. Die Kundenstruktur könnte sich aufgrund zahlreicher bereits erfolgter und noch kommender Insolvenzen kleinerer oder mittelständischer Unternehmen deutlich verändern. Hinzu kommt, dass die Krise bei vielen Unternehmen die Eigenkapitalbestände deutlich verringert hat. Dies wird noch für längere Zeit negativen Einfluss auf die weltweite Liquidität, aber auch auf die Investitionstätigkeit und -bereitschaft nehmen. Zudem herrscht im Markt eine große Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklungen der Einflussfaktoren, was die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen deutlich dämpft. Ein weiterer noch immer bestehender Risikofaktor ist der Fachkräftemangel in der Nutzfahrzeugbranche. Dieser betrifft sowohl Krone als Arbeitgeber, als auch die gesamte Nutzfahrzeug- und Logistikbranche. Beispiele sind hier die Bereiche der Berufskraftfahrer, der Disposition, des Lagers sowie der IT. Als Ursache des Personalmangels gelten der demografische Wandel, das Image der Logistikbranche sowie die Entlohnung z. B. der Berufskraftfahrer. Diese Situation wurde durch den Russland-Ukraine-Konflikt noch einmal verschärft, da viele osteuropäische Berufskraftfahrer sich vorerst in ihre Heimat zurückgezogen haben. Für Unternehmen gilt es daher, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und so dem wirtschaftlichen Risiko durch Personalmangel bestmöglich entgegenzuwirken. 1.2. Finanzielle Risiken Risikopolitik: Die Krone-Gruppe unterliegt unabwendbaren Unsicherheiten und Veränderungen am Markt. Um dennoch erfolgreich agieren zu können, müssen etwaige Tendenzen frühzeitig antizipiert werden. Zu einem wesentlichen Bestandteil der Geschäfts- und Berichtssysteme der Gesellschaft gehört somit die rechtzeitige Erkennung und Bewertung von Risiken sowie der gesteuerte Umgang mit identifizierten Risiken. Hierzu dient ein differenziertes Risikomanagementsystem, welches einer kontinuierlichen Weiterentwicklung unterliegt und gleichzeitig als integraler Bestandteil der ganzheitlichen Unternehmensführung angesehen wird. Das Risikomanagement ermöglicht die Erfassung, Bewertung, fortwährende Überwachung und Ableitung von Strategien, die eine risikoabwendende Steuerung fördern. Unterstützend dazu wirken das konzernweite einheitliche Planungs-, Berichts- und Steuerungswesen sowie der permanente Ausbau einer einheitlichen IT-Struktur, die auf SAP fundiert und sich durch einheitliche Regeln für die Rechnungslegung kennzeichnet. Nach eingehender Analyse der identifizierten Risiken lässt sich festhalten, dass weder singulär noch in Wechselbeziehung zueinander, bestandsgefährdende Konsequenzen zu erwarten sind. Zurückzuführen ist dies auf bereits eingeleitete und vorgeplante Maßnahmen. Darüber hinaus wurde ein ausgewogener Versicherungsschutz für unvorhersehbare Schadens- und Haftungsrisiken abgeschlossen. Finanzinstrumente - Sicherungspolitik und Finanzderivate: Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft insbesondere Währungskurs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Durch die Absicherung von Währungs- und Zinspositionen wird diesen Risiken begegnet. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden zentral von der Bernard Krone Holding SE & Co. KG koordiniert bzw. durchgeführt. Währungs- und Zinsrisiko: Geschäftstätigkeiten, deren Umsätze außerhalb des Euro-Währungsgebietes generiert werden, stehen in Abhängigkeit zu Wechselkursschwankungen. Schwerpunktmäßig handelt es sich für die Krone-Gruppe hierbei um Umsätze in US-Dollar und britischem Pfund. Zur Dezimierung des Währungsrisikos werden diese Umsätze durch derivative Währungsgeschäfte sowie Devisentermingeschäfte gesichert. Der zeitliche Rahmen für die Absicherung des Fremdwährungsportfolios beläuft sich dabei auf bis zu vier Jahre. Alle Sicherungsmaßnahmen zur Risikobegrenzung sind in der Unternehmenspolitik fest verankert und werden aufeinander abgestimmt und realisiert. Liquiditätsrisiko: Entsprechend einem festen Planungszeitraum erfolgt übergreifend für die gesamte Krone-Gruppe eine revolvierende Liquiditätsvorschau, welche die Zielsetzung verfolgt, Liquiditätsrisiken zu minimieren. Zwecks Gewährleistung der rechtzeitigen Erfüllung sämtlicher geplanter Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit wird die Versorgung mit liquiden Mitteln auf Basis nicht ausgeschöpfter Kreditlinien sichergestellt. Ausfallrisiko: Im operativen Geschäft ist die Krone-Gruppe dem Risiko ausgesetzt, dass sich ein Vertragspartner seinen vertraglichen Pflichten teilweise oder vollständig entzieht. Hierbei begrenzt sich das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögensgegenständen jedoch auf den Umfang des positiven Zeitwerts gegenüber dem Vertragspartner. Indes wird unterstellt, dass eine Abdeckung des realen Risikos aus originären Finanzinstrumenten durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle erzielt wird. Eine fortlaufende bereichsbezogene Überwachung aller Außenstände aus operativen Geschäftstätigkeiten wird zur Einleitung von frühzeitigen Interventionsmaßnahmen eingesetzt. III. Chancenbericht Die Krone-Gruppe mit ihrer über 115-jährigen Geschichte (Gründung 1906) ist ein familiengeführtes Unternehmen in inzwischen vierter Generation. Die Unternehmenskultur ist geprägt durch kurze Entscheidungswege und Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was den Erfolg des Unternehmens in der Vergangenheit maßgeblich beeinflusst hat. Diese Philosophie wird auch zukünftig einen hohen Stellenwert in der Führung des Unternehmens haben. Strategieentscheidungen der Krone-Gruppe werden zentral in der Bernard Krone Holding SE & Co. KG vorbereitet, die durch den Aufsichtsrat Bernard Krone SE genehmigt und verabschiedet werden. Die operative Führung der einzelnen Gesellschaften wird durch die verantwortlichen Geschäftsführer wahrgenommen. 1. Landtechnik Die Krone-Landtechnikgruppe hat sich als Systemanbieter für die Futterernte spezialisiert und zeichnet sich dort durch innovative Technologie- und Qualitätsführerschaft aus. Die Ersatzteilversorgung und der Service der Landtechnikgruppe werden von den Kunden als eine der Besten in der Branche wahrgenommen und von den Händlern bestätigt. Gerade hinsichtlich des Strukturwandels und des Personalmangels in Richtung professioneller Landwirtschaft hat Krone - als besonders innovativer Hersteller und zuverlässiger Partner - gute Perspektiven auf zahlreichen Märkten. Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat sich der weltweite Markt für Futtererntemaschinen, bezogen auf das Marktvolumen in Stück, seitwärts bewegt. Krone konnte seine Marktposition bestätigen und punktuell ausbauen. Der VDMA prognostiziert für das laufende Jahr 2022 zwar ein verlangsamtes weltweites Umsatzwachstum des Landtechnikmarktes von ca. 5 Prozent, bewegt sich aber damit immer noch auf einem hohen Niveau. Konkrete Wachstumspotenziale ergeben sich weiterhin in einzelnen europäischen Märkten sowie grundsätzlich in Nord- und Südamerika. Einzelne dieser Märkte müssen jedoch noch weiter erschlossen und ausgebaut werden. Der südamerikanische Landtechnikmarkt erreicht zum Vorjahr ein Marktwachstum bei Grünfuttererntetechnik von ca. 37 Prozent. Erwartungsgemäß wird die südamerikanische Landwirtschaft durch den Russland-Ukraine-Konflikt künftig an Bedeutung gewinnen. Dagegen wird das Geschäft für westliche Technik mit Russland und in den übrigen GUS-Märkten deutlich zurückgehen. Die Geschäftsentwicklung der Krone-Landtechnikgruppe wird maßgeblich von der wirtschaftlichen Lage der Milcherzeuger als wichtigster Kundengruppe beeinflusst. Wenn die gestiegenen Bezugskosten auf eine ausreichend positive Milchpreisentwicklung treffen, kann die derzeitige Investitionsbereitschaft der Kunden stabil bleiben. Die Relation aus Kosten und Einnahmen ist in einigen Märkten und Segmenten in einer guten Balance und damit förderlich für das Investitionsverhalten. Wegen kurzfristiger Reaktionen auf die globalen Rahmenbedingungen ist das System insgesamt sehr fragil. 2. Nutzfahrzeuge Die Nutzfahrzeugbranche befindet sich derzeit in einem Transformationsprozess zur Mobilität der Zukunft, vorangetrieben durch Nachhaltigkeitsthemen sowie den Mangel an Fachkräften. Dementsprechend treibt Krone verstärkt die Investitionen in den zukunftsorientierten Bereichen voran. Dabei stehen aber weiterhin die Werte der Familie Krone, auch nach dem Generationsübergang, und der Fokus auf die Werte eines Familienunternehmens an erster Stelle. Im Fokus der Strategie steht klar der Kunde mit seinen Herausforderungen, bei denen Krone ihn bestmöglich unterstützen möchte. Dies repräsentiert Krone auch auf der IAA Nutzfahrzeuge im Sommer 2022 unter dem Motto "Mission Beyond Zero". Eins der wichtigsten Fokusthemen hierbei ist die Nachhaltigkeit. Der Green Deal und die damit verbundenen Strafzahlungen führen dazu, dass Fahrzeuge mit geringerem CO 2 -Ausstoß immer relevanter werden. In diesem Zusammenhang reicht es nicht aus, sich nur auf die Zugmaschine zu fokussieren. Auch der Trailer kann und muss hier einen wesentlichen Beitrag leisten. Aus diesem Grund fokussiert sich Krone stark auf die Entwicklung von Produkten, die die Reduzierung von Emissionen und Kraftstoffverbrauch in den Mittelpunkt stellen. So unterstützt Krone den Kunden nicht nur dabei, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten und effizienter zu werden, sondern auch die Total Costs of Ownership zu senken. Des Weiteren legt die Krone Strategie einen starken Fokus auf die Automatisierung. Dies betrifft auf der einen Seite die Trailer selbst. Diese entwickeln sich mehr und mehr vom rein mechanischen Produkt zu ganzheitlichen Systemlösungen. Es wird vermehrt in den Bereichen Sensorik und Datenmanagement entwickelt, aber auch automatisierte Funktionen, die den Kraftfahrern die Arbeit erleichtern, stehen im Fokus. Insgesamt bereitet Krone seine Produkte für die weitere Entwicklung des autonomen Fahrens vor. Auf der anderen Seite betrifft die Automatisierung bei Krone auch die Fertigung. Ziel dieser Automatisierungsmaßnahmen in den Produktionswerken sind Steigerungen der Produktivität und Effizienz, aber auch Qualitätsverbesserungen im Fertigungsprozess, von denen der Kunde letztendlich profitieren wird. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Krone Strategie ist die Digitalisierung. Auch hier gilt es einerseits, mithilfe von digitalen Tools die Fertigung zu optimieren und so die Produktivität zu steigern. Andererseits betrifft die Digitalisierung aber auch stark den Trailer und die Herausforderungen der Kunden. So bietet Krone den Kunden über die Krone Telematik eine Reihe von Plattformlösungen an, die ihnen die Möglichkeit bieten, die Daten ihrer Flotte zu nutzen und so ihre Prozesse effizienter zu gestalten. Auch auf die gesetzliche Pflicht zur Nutzung eines Reifendruckkontrollsystems, die 2024 in Kraft tritt, ist Krone mit seinen vielfältigen Telematikangeboten gut vorbereitet. Die Nutzfahrzeugbranche entwickelt sich durch Kooperationen von Nutzfahrzeugherstellern, Softwareunternehmen und Logistikern immer mehr zu einem Netzwerk. Dies geht einher mit einem Wandel der Kundenanforderungen an die Nutzfahrzeugindustrie. Die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und marktseitigen Anforderungen führen dazu, dass Kunden verstärkt nach Problemlösungen suchen anstatt nach der reinen Hardware und sich der Trailer so immer mehr zu einer Gesamtlösung entwickelt. Krone treibt diese Entwicklung voran, indem die Herausforderungen des Kunden im Fokus stehen und auf dieser Basis neue Innovationen vorangetrieben werden. So bietet Krone neben dem Trailer und der zugehörigen Telematikdienste und -plattformen auch ein Komplettpaket an Services an, auf die zukünftig ebenfalls ein stärkerer Fokus gelegt wird. Neben Finanzierungsangeboten bieten sich den Kunden ebenfalls Möglichkeiten für Full-Service-Verträge oder Garantieverlängerungen. Auch einem weiteren Ausbau des Bereichs Ersatzteile und der erfolgreichen Marke Krone Trusted steht seit der Eröffnung des hochmodernen Ersatzteilzentrums in Herzlake nichts mehr im Wege. Die Entwicklung des Trailers zur Gesamtlösung für den Kunden führt auch dazu, dass die Produkte beratungsintensiver werden. Um den Kunden weiterhin bestmöglich zu unterstützen, vollführt auch der Vertrieb bei Krone eine Entwicklung vom reinen Verkäufer hin zum voll informierten, ganzheitlichen Kundenberater. Insbesondere bei den Zukunftsthemen Digitalisierung, Automatisierung, Nachhaltigkeit und Elektrifizierung baut Krone auf enge Kooperationen mit Startups, um von der Innovationsfähigkeit, dem fokussierten Know-how und der Flexibilität dieser Unternehmen zu profitieren und den Jungunternehmern gleichzeitig die Chance zu bieten, sich im Markt zu etablieren und Netzwerke aufzubauen. So versteht sich das Unternehmen als wichtiger Knotenpunkt im Ökosystem der Logistikbranche und fördert die Zusammenarbeit unterschiedlicher Stakeholder, mit denen Krone auf Augenhöhe gemeinsam Kundenlösungen anbietet. Unter dem Leitspruch "Mission Beyond Zero" steht der im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit Trailer Dynamics neu entwickelte Krone eTrailer vor allem für die zwei Megatrends Nachhaltigkeit und Elektrifizierung. Das gemeinsame Ziel ist die serienreife Entwicklung eines elektrifizierten Trailers, der die Diesel- und CO 2 -Emissionen von Diesel-Sattelzugmaschinen um 20 bis 40 Prozent verringern kann und die Reichweite von BEV-Sattelzugmaschinen erhöht. So konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr die innovativen Technologieträger eCool Liner und eMega Liner entwickelt werden. Das Kernstück der elektrifizierten Trailer ist die leistungsstarke eAchse, welche die Sattelzugmaschine im Antrieb unterstützt und zudem Bremsenergie durch Rekuperation zurückgewinnt. Für ihren signifikanten Beitrag zur "Grünen Logistik" wurden Trailer Dynamics und Krone im Januar 2022 mit dem Innovationspreis des Netzwerks ZENIT e.V. ausgezeichnet. Neben den Chancen, die sich für Krone aus den digitalen Geschäftsbereichen ergeben, investiert Krone weiterhin in die Entwicklung der Kernprodukte, um sich auch hier zukunftsfähig aufzustellen. Ein Beispiel ist hier der Cool Liner. Durch eine Fokussierung auf dieses Produkt im hochmodernen Werk in Lübtheen, bei gleichzeitiger Bündelung der Dry Liner Portfolio-Kompetenzen in Herzlake, wird es Krone gelingen, die Stärken in diesem Bereich weiter auszubauen. So wird sich Krone zum Kompetenzzentrum für den Bereich der Schäumung entwickeln und damit auf längere Sicht nicht nur die Qualität, sondern auch die Mengen steigern, um der stetig steigenden Nachfrage im Markt gerecht zu werden. Der Fokus auf Qualität und Innovation wird auch durch die Eröffnung des Krone Future Lab Validierungszentrums in Lingen im September 2021 verdeutlicht. Eingesetzt wird eine hochmoderne Validierungstechnologie, mit der nun Krone Maschinen und Nutzfahrzeuge, aber auch einzelne Komponenten von Zulieferern geprüft werden, bevor sie in Krone Produkten verbaut werden. Ziel ist es, durch präzise Lebensdauer- und Funktionsnachweise maßgeblich zu einer weiteren Optimierung der Produktqualität und damit zu einer höheren Kundenzufriedenheit beizutragen. Krone wird sich auch in den nächsten Jahren weiter darauf fokussieren, das Vertriebsnetz in Europa und den Anrainerstaaten flächendeckend auszubauen, um seine Marktanteile nachhaltig abzusichern und zu erweitern. Maßnahmen, die hierzu beitragen, sind beispielsweise der vermehrte Aufbau von eigenen Vertriebsstandorten, um eine intensivere Marktbearbeitung und eine größere Kundennähe im Nutzfahrzeugbereich sicherzustellen. Hierbei liegt der Fokus neben dem Vertrieb von Neufahrzeugen auch stark auf dem Aufbau schlagkräftiger Vertriebsstrukturen im Service, wie beispielsweise im Ersatzteilbereich. Flankiert wird die Vertriebs- und Produktionsentwicklung durch den 360°-Trailer-Service, der den Kunden bestmögliche Sicherheit sowie viele Mehrwerte bietet. Neben den produktseitigen Entwicklungen wird sich Krone auch organisatorisch zukunftsfähig aufstellen. Der Fachkräftemangel der Branche führt nicht nur dazu, dass die Unterstützung der Kunden bei möglichst effizienten Arbeitsabläufen im Fokus steht. Auch für Krone heißt es, sich den gesellschaftlichen Bedingungen zu stellen und sich auf die sich wandelnden Anforderungen von Mitarbeitern an ihren Arbeitgeber einzurichten. So sieht es Krone als essentielle Aufgabe, sich durch verschiedene Maßnahmen weiterhin als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und so dem Fachkräftemangel im eigenen Unternehmen entgegenzuwirken. IV. Prognosebericht 1. Landtechnik Die Zukunft der Agrarwirtschaft unterliegt den vielfältigen und dynamischen Spannungsfeldern der einzelnen Wirtschaftsmächte sowie den Wünschen und Vorstellungen der Verbraucher nach mehr Qualität, Sicherheit, Transparenz und Nachhaltigkeit. Perspektivisch ist der weltweite Landtechnikmarkt nach wie vor positiv zu bewerten. Die globale Nachfrage nach Agrarprodukten sowie der Bedarf an innovativer Technik sind ungebrochen. Daraus lassen sich folgende Prognose-Konstanten als sogenannte Megatrends ableiten: 1. Weiteres, kontinuierliches Wachstum der Weltbevölkerung. 2. Änderung des Konsumverhaltens. Wachsende, weltweite Nachfrage nach hochwertigen, "veredelten" Nahrungsmitteln und hier besonders Fleisch- und Milchprodukte aufgrund einer ebenfalls wachsenden Mittelschicht. Trend zu neuen Essgewohnheiten. 3. Strukturwandel in den traditionellen West-Europäischen Agrar-/Landtechnikmärkten aber auch in den USA. 4. Technologischer Transformationsprozess, Digitalisierung u. künstliche Intelligenz zum Einsatz von ressourcenschonenden Produktionsverfahren entlang der Wertschöpfungskette für landwirtschaftliche Produkte. Eine Abkühlung der Landtechnikmärkte im Laufe des Kalenderjahres 2023 ist aufgrund der Einkommenssituation in der Landwirtschaft sehr wahrscheinlich. Krone könnte im Geschäftsjahr 2022/2023 davon teilweise betroffen sein. 2. Nutzfahrzeuge Da sich die Weltwirtschaft erneut in einem Ausnahmezustand befindet, gestaltet es sich derzeit schwierig, seriöse Prognosen zur weiteren Entwicklung zu treffen. Schon die Schwankungen in den Prognosen der großen Institute innerhalb der letzten zwölf Monate zeigen, wie schwer es derzeit ist, die Entwicklungen und ihre Auswirkungen valide zu bewerten. Dies bestätigt sich auch in den aktuellsten Konjunkturprognosen aus Juli 2022, bei denen sich die Prognoseinstitutionen selten so uneinig waren. Die prognostizierte Entwicklung des Wirtschaftswachstums für 2023 reicht hierbei von 0,8 Prozent (HWI), über 1,8 Prozent (Bundesbank) bis 3,8 Prozent (ifo Institut). Für 2022 sind die Schwankungen nicht so groß und reichen von 2,1 (IfW) bis 3,1 Prozent (ifo Institut). Die Institute sind sich insofern einig, dass die Prognosen im Juni 2022 nach unten korrigiert wurden. Clear Consulting veröffentlichte im Juni ebenfalls seine Studie zur Entwicklung des westeuropäischen Trailer-Marktes. Aus den Wirtschaftsprognosen, die auch für 2023 nach unten korrigiert wurden, resultiert auch ein Rückgang in den Prognosen zur Trailer-Nachfrage. Zwar werden die Märkte nun weniger durch die COVID-19 Pandemie beschränkt. Allerdings haben nun die unsichere sicherheitspolitische Situation, die hohen Energiekosten, die Materialengpässe und die Preisinflation die Pandemie als Hauptbedrohung für das Wachstum abgelöst. Der Russland-Ukraine-Konflikt sowie die schwierige Wirtschaftslage führen zwangsläufig dazu, dass Unternehmen verunsichert sind und die Bereitschaft der Unternehmen in neue Transportmittel zu investieren sich verringert. Clear Consulting rechnet für 2022 in Westeuropa nur noch mit einem Wachstum der Trailer-Nachfrage von 1,9 Prozent - deutlich weniger als zuletzt. Hinzu kommt der eingeschränkte Export von Aufliegern nach Osteuropa, was sich unverhältnismäßig stark auf die deutschen Hersteller auswirken wird. Nach 2023 geht man jedoch wieder von einem Wachstum bis auf das Niveau von 2019 aus, was sich allerdings bis ins Jahr 2025 hinziehen wird. Hinzu kommt, dass die im Zeitraum von 2009 bis 2014 relativ niedrigen Zulassungszahlen an Aufliegern dazu führen, dass in den nächsten Jahren bis 2026 auch die Nachfrage nach Ersatz vergleichsweise gering sein wird, sodass das prognostizierte Wachstum sich größtenteils aus Neuinvestitionen ergeben muss. In der Vergangenheit war es möglich, Krisen und ihre Auswirkungen auf den eigenen Markt abzuschätzen. In der aktuellen Situation kommen jedoch sehr viele Risikofaktoren zusammen. Mit dem Russland-Ukraine-Konflikt ist ein weiteres neues, nicht kalkulierbares Risiko hinzugekommen, das sich jederzeit auf die Weltwirtschaft und damit auch auf den Trailer-Markt auswirken kann. Auch ist derzeit unklar, wie sich Länder wie die Türkei oder China in diesem Konflikt positionieren. Hinzu kommt, dass die wirtschaftliche Entwicklung stark vom Infektions- und Pandemiegeschehen abhängt, das sich zum Herbst hin jederzeit verschärfen kann. Derzeit ist es daher extrem wichtig für Krone, "auf Sicht zu fahren" und auf neue Entwicklungen flexibel und kurzfristig zu reagieren. Dabei muss die Situation bzgl. Liefer- und Materialengpässen, der Preisentwicklung und der außenpolitischen Situation beherrscht werden. Die Krone-Nutzfahrzeuggruppe geht für das kommende Geschäftsjahr daher etwas konservativer als die Prognoseinstitutionen von einem Rückgang der Mengen um 10 Prozent und einer Marktsättigung im Jahr 2023 aus. Begründet sieht man dies bei Krone nicht nur in den Krisenfaktoren, sondern auch in der Abflachung der Aufholeffekte aus der Pandemie sowie im Auslaufen der staatlichen Förderprogramme. Die derzeit abflachende Kurve der Eingänge neuer Aufträge im VDA deutet ebenfalls darauf hin. Nichtsdestotrotz verfügt Krone, ähnlich wie viele weitere Hersteller der Trailer- und Automobilbranche über weitgehend volle Auftragsbücher für das zweite Kalenderhalbjahr 2022. Zudem waren in den letzten Monaten kaum Stornierungen zu vermelden, so dass Krone auch positiv auf die kommenden Monate blickt. Der hohe Auftragsbestand führt dazu, dass tagesaktuelle Einflüsse das Geschäft für 2022/2023 nicht so stark beeinträchtigen, wie es in anderen Branchen der Fall ist. Dennoch besteht weiterhin das Risiko, dass die Produktion beeinträchtigt wird und es aufgrund von fehlenden Komponenten und der Energiesituation zu Störungen in der Produktion der Fahrzeuge kommt. Da Krone mit einer Marktberuhigung rechnet, gilt es nun trotz der positiven Auslastung, Kosten einzusparen. In den nächsten Monaten wird der Fokus des Vertriebs darauf liegen, auch das erste Kalenderhalbjahr 2023 mit ausreichenden Aufträgen zu füllen, um nach der komfortablen Auftragslage in der ersten Geschäftsjahreshälfte nicht aufgrund des prognostizierten Rückgangs in ein Produktionstief zu fallen. Gestützt wird die Geschäftssituation durch die Kontinuität im Bereich der Services, der unabhängig von der Marktsituation im Neufahrzeugbereich stabile Ergebnisse liefert. 3. Konzern Die Krone-Gruppe erwartet aufgrund der oben aufgeführten Markteinschätzung für das Geschäftsjahr 2022/2023 einen Konzernumsatz, der mit etwa 2,9 Mrd. Euro wieder deutlich über dem Konzernumsatz des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt. Zielsetzung ist, das Konzernergebnis dabei entsprechend annähernd proportional zu erhöhen.
Spelle, 4. November 2022 Bernard Krone SE Geschäftsführung gez. Dr. David Frink, Vorstand gez. Dr. Stefan Binnewies, Vorstand gez. Ole Klose, Vorstand Konzernbilanz zum 31. Juli 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022Allgemeine Angaben Die Bernard Krone Holding SE & Co. KG hat ihren Sitz in Spelle. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück unter HRA 100106 eingetragen. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt. Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen im Konzernanhang, soweit dies zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Konzernabschlusses erforderlich erscheint. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt nach dem um konzernspezifische Posten erweiterten Gliederungsschema nach § 266 HGB für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB. Der Stichtag für den Konzern und die vollkonsolidierten Unternehmen ist der 31. Juli 2022. Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Konsolidierungskreis Neben dem Mutterunternehmen, der Bernard Krone Holding SE & Co. KG, Spelle, werden folgende Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
*) inklusive indirekte Fremdanteile Ferner sind folgende assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss berücksichtigt worden:
In dem Teilkonzern der Krone Fleet Danmark A/S werden folgende Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:
Der nach dänischem Recht aufgestellte Konzernabschluss der Krone Fleet Danmark A/S wird der Equity-Bewertung ohne eine Anpassung an die Bewertungsmethoden des Konzerns zugrunde gelegt. Auf der Grundlage des § 296 Abs. 2 HGB werden die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da Umsatz, Ergebnis und Bilanzsumme dieser Gesellschaften für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind. Auch liegen keine anderen Sachverhalte vor, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich sind:
Für die nachfolgend aufgeführten assoziierten Unternehmen sind die Vorschriften der §§ 311, 312 HGB nicht angewendet worden, da das anteilige Eigenkapital und das anteilige Ergebnis dieser Gesellschaften für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind:
*) inklusive indirekte Fremdanteile Der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Vorjahr insoweit geändert, als ein Tochterunternehmen im Geschäftsjahr aufgrund einer konzerninternen Verschmelzung und ein Tochterunternehmen aufgrund Liquidation nicht mehr im Konsolidierungskreis geführt werden. Die verbliebenen Tochterfirmen in Russland wurden aufgrund der unverändert bestehenden Mehrheit der Stimmrechte weiterhin im Rahmen der Konsolidierung berücksichtigt. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden nach entsprechender Überprüfung der Bewertung gem. § 246 Abs. 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge, die in Geschäftsjahren bis zum 31. Juli 2010 erfolgt sind, wird auf der Grundlage des Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB unter Anwendung der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) vorgenommen. Dabei wird der Buchwert der Beteiligung an jedem Stichtag mit dem Buchwert des anteiligen Eigenkapitals, das sich im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss ergab, aufgerechnet. Für Erwerbsvorgänge nach dem 31. Juli 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung unter Anwendung der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB). Dabei wird der Buchwert der Beteiligung an jedem Stichtag mit dem Wert des Eigenkapitals verrechnet, das sich aus der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zu dem Zeitpunkt ergibt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung werden die Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten, mit Ausnahme der Rückstellungen und der latenten Steuern, mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erstkonsolidierungszeitpunkt bewertet (Neubewertungsbilanz). Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag, latente Steuern mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz bewertet. Latente Steuern werden nicht abgezinst. Ein sich bei der erstmaligen Einbeziehung aus der Aufrechnung des anteiligen Eigenkapitals der Neubewertungsbilanz mit dem Beteiligungsbuchwert ergebender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und gem. § 309 Abs. 1 HGB planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Nutzungsdauer nicht verlässlich schätzbar ist. Verbleibende passive Unterschiedsbeträge werden bei Eigenkapitalcharakter unter den anderen Gewinnrücklagen ausgewiesen. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gem. § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB mit dem Buchwert angesetzt. Der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird den Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten des assoziierten Unternehmens insoweit zugerechnet, als deren beizulegender Zeitwert höher oder niedriger ist als ihr Buchwert. Der zugeordnete Unterschiedsbetrag wird entsprechend der Behandlung der Wertansätze dieser Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten im Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird entsprechend als Geschäfts- oder Firmenwert planmäßig über die individuelle Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Ergebnis aus der Änderung des Equity-Werts wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Kürzung um Ertragsteuern ausgewiesen. Für Anteile fremder Gesellschafter an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird in der Konzernbilanz ein Ausgleichsposten in Höhe des Anteils der fremden Gesellschafter am Eigenkapital unter der Bezeichnung "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet oder so umgegliedert, wie sie aus der Sicht eines einheitlichen Unternehmens auszuweisen sind. Soweit in den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vorräten Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr enthalten sind, werden diese erfolgswirksam eliminiert. Aus konzerninternen Verkäufen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens entstehende Buchgewinne oder -verluste werden eliminiert. Die Fremdwährungsumrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Jahresabschlüsse erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB. Sämtliche Bilanzposten sowie Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag bzw. zu monatlichen Durchschnittskuresen umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet, die Währungsumrechnungsdifferenzen werden als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Bei auf fremder Währung lautender Abschlüsse von assoziierten Unternehmen, die im Konzern nach der Equity-Methode bewertet werden, wird der Equity-Wert am Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet und die Differenz aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Währungsbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst sowie die Erfolgsbeiträge aus den Jahresabschlüssen ebenfalls in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung belassen. Die Währungsrumrechnung für Abschlüsse von Tochterunternehmen, deren Sitzstaaten als Hochinflationsländer gelten, wurden analog zu den Regelungen des DRS 25.96 umgerechnet. Dabei wurden zum Konzernbilanzstichtag für die Tochterunternehmen in der Türkei gem. DRS 25.104 eine Inflationsbereinigung der nicht monetären Posten durchgeführt und die Stichtagskursmethode angewendet. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB vorgenommen, sofern sich die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen in späteren Jahren voraussichtlich wieder ausgleichen. Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen werden dabei miteinander verrechnet. Die Berechnung der Steuerabgrenzung auf Konsolidierungsmaßnahmen erfolgt auf der Grundlage der unternehmensindividuellen Steuersätze. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen werden einheitlich nach den hier beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Der Konzernabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis fünf Jahre angenommen. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden linear über die jeweilige individuelle Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 40 Jahren, beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen; die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 4 bis 20 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Umlaufvermögen Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen bezogene Vorräte werden im Rahmen der Zwischengewinneliminierung zu Konzernherstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Im Vorratsvermögen wurden teilweise Bewertungsvereinfachungen in Form von Festwerten in Anspruch genommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst. Flüssige Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Latente Steuern Für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen auf Ebene der Einzelabschlüsse und aus der Anpassung an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung (Handelsbilanzen II) und für steuerliche Verlustvorträge werden aktive bzw. passive latente Steuern gebildet. Das Wahlrecht, auf die Aktivierung eines verbleibenden aktiven Überhangs an latenten Steuern zu verzichten, wird nicht ausgeübt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt dabei mit den Steuersätzen, die im Geschäftsjahr der Umkehrung der zeitlichen Bewertungsunterschiede oder der Nutzung der Verlustvorträge gültig sein werden. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sobald die maßgebliche gesetzgebende Körperschaft die Änderung verabschiedet hat. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Für die Abzinsung wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der von der deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Der Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen aufgrund der geänderten Bewertungsvorschriften des BilMoG wird über einen Zeitraum von 15 Jahren verteilt und jährlich mit einem Fünfzehntel angesammelt (Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB). Übrige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die tatsächlichen Steuerverpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Die abgesicherten Grund- und Sicherungsgeschäfte können zu Bewertungseinheiten zusammengefasst werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften gegenübergestellt und nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen zurückgestellt. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst (sog. Einfrierungsmethode). Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft gebildet wird, erfolgt dagegen imparitätisch, d.h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt. Erläuterungen der Konzernbilanz 1. Konzern-Anlagenspiegel
2. Anteile an assoziierten Unternehmen Die Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden mit 4.387 TEUR unter den Zugängen gezeigt. 3. Aktive und passive latente Steuern
4. Rücklagen Der Ausweis betrifft im Wesentlichen die sich aus der Erstkonsolidierung ergebenden und auf Gewinnthesaurierungen vor dem Erstkonsolidierungszeitpunkt zurückzuführenden passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung. Im Geschäftsjahr 2021/2022 haben sich keine Änderungen ergeben. 5. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
Die Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus der Umrechnung des Eigenkapitals der in türkischer, russischer und US-amerikanischer Währung bilanzierenden Tochterunternehmen. 6. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der Ausweis betrifft im Zuge der Erstkonsolidierung von im Rahmen von Sacheinlagen eingebrachten Anteilen an Tochterunternehmen entstandene passive Unterschiedsbeträge. Insoweit als diese nicht als "technische Unterschiedsbeträge" Eigenkapitalcharakter haben, werden diese gesondert unter diesem Posten ausgewiesen. Eine Auflösung erfolgt, sobald die dem Betrag zugeordneten Verpflichtungen realisiert werden. 7. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der Unterdeckung der Pensionsrückstellungen gem. Art. 67 Abs.1 EGHGB, der sich aufgrund der geänderten Bewertung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ergibt, beläuft sich auf 2.010 TEUR (Vorjahr: 2.681 TEUR). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt im Berichtsjahr 90.608 TEUR (Vorjahr: 82.912 TEUR). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 1,78 % (Vorjahr: 2,05 %) einem Rententrend von 1,90 % (Vorjahr: 1,50 %) sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % pro Jahr. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2018). Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt 5.752 TEUR. Vermögensgegenstände mit einem beizulegenden Zeitwert zum 31. Juli 2022 von 396 TEUR (Anschaffungskosten 350 TEUR), die nur der Deckung der bestehenden Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind, werden mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. 8. Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen, soweit branchenüblich, dem Eigentumsvorbehalt der Lieferanten. Erläuterungen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse
2. Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von insgesamt 5.890 TEUR enthalten, die aus - Auflösung von Rückstellungen - Buchgewinnen aus Anlagenabgängen - Auflösung von Wertberichtigungen - sonstigen periodenfremden Erträgen resultieren. 3. Periodenfremde Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von insgesamt 788 TEUR enthalten, die aus - Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB - Buchverlusten aus Anlagenabgängen - Aufwendungen aus Anpassungen nach Außenprüfung - sonstigen periodenfremden Aufwendungen resultieren. 4. Angabe gemäß § 277 Abs. 5 HGB Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 32.202 TEUR (Vorjahr: 22.210 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen in Höhe von 36.618 TEUR (Vorjahr: 14.682 TEUR) aus der Umrechnung in fremder Währung. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten 1.701 TEUR aus der Aufzinsung von Rückstellungen (Vorjahr 1.911 TEUR). 5. Angabe nach Art. 75 Abs. 5 EGHGB Es ergeben sich Aufwendungen im Zusammenhang mit der Anwendung der Vorschriften des Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB i.V.m. Art 75 Abs. 5 EGHGB in Höhe von 670 TEUR (Vorjahr: 670 TEUR), die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind. 6. Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis
Sonstige Angaben1. Arbeitnehmer Im Konzern wurden während des Geschäftsjahres 2021/2022 im Durchschnitt 5.508 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:
Daneben sind im Konzern im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2021/2022 261 Auszubildende beschäftigt. 2. Haftungsverhältnisse
Der Konzern hat sich gegenüber einem Dritten mittels Rücknahmegarantien verpflichtet, diesen von zukünftig eventuell auftretenden Forderungsverlusten aus Finanzierungsgeschäften mit bestimmten Kunden freizuhalten. Der Konzern geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit seiner eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht der Konzern derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Der Konzern schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als gering ein. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Juli 2022 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in folgender Höhe:
4. Derivative Finanzinstrumente Die Fremdwährungsrisiken werden anhand der Nettowährungsposition gemanagt, die sich aus in Fremdwährung lautenden Bilanzpositionen, schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen zusammensetzt. Antizipative Transaktionen werden grundsätzlich für einen Planungszeitraum von 1 bis 4 Jahren berücksichtigt. Im Rahmen des Portfolioansatzes können Vorteile durch mögliche Aufrechnungen gegenläufiger Cashflows in der gleichen Währung erzielt und Transaktionskosten minimiert werden. Das verbleibende Fremdwährungsrisiko wird mit externen Vertragspartnern abgesichert. Eine Aufstellung der bestehenden derivaten Sicherungen im Währungsbereich und ihrer Marktwerte kann der nachstehenden Tabelle entnommen werden:
Soweit sich ein Verpflichtungsüberhang zum Stichtag ergibt, werden Rückstellungen für drohende Verluste gebildet. Zum 31. Juli 2022 wurden Rückstellungen in Höhe von 16.947 TEUR gebildet. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte durch die depotführenden Kreditinstitute. Grundlage für die aktuellen Marktwerte ist die Barwertmethode. 5. Bewertungseinheit zur Absicherung des Zinsrisikos Die Grundgeschäfte der Gesellschaft, die Zinsänderungsrisiken ausgesetzt sind, werden mit den Zinsderivaten in Bewertungseinheiten zusammengefasst, soweit die Voraussetzungen erfüllt sind. Der Konzern hat Zinsswaps mit externen Vertragspartnern über einen Nominalbetrag in Höhe von 10.000 TEUR abgeschlossen, um das Zinsrisiko zu eliminieren. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus der zinsinduzierten Bewertung der Zinsswaps sowie der daraus resultierende positive Überhang werden nicht bilanziert. 6. Nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte Zur Reduzierung unterjähriger Liquiditätsschwankungen besteht seit Dezember 2002 ein EUR-Asset-Backed-Securities (ABS) Programm, mit dem EUR-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine konzernfremde Zweckgesellschaft veräußert werden. Das vereinbarte Programmvolumen beläuft sich auf 250 Mio. EUR und wird jährlich revolvierend um ein Jahr verlängert. Zum Bilanzstichtag wurde das Programmvolumen komplett in Anspruch genommen. Darüber hinaus wurde im Juli 2020 ein USD-ABS Programm mit einem maximalen Programmvolumen in Höhe von 50 Mio. USD aufgesetzt, über welches USD-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine deutsche Landesbank verkauft werden. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme 21,8 Mio. USD. Der Vorteil der ABS-Programme liegt in schnelleren Zuflüssen an liquiden Mitteln. Wesentliche Risiken aus dem ABS-Geschäft werden nicht gesehen. 7. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare gliedern sich wie folgt:
8. Konzern-Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
9. Persönlich haftende Gesellschafterin Bernard Krone SE, Spelle
10. Komplementärstellung Bei folgenden Gesellschaften ist die Muttergesellschaft oder ein anderes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen persönlich haftende Gesellschafterin: - Bernard Krone Holding SE & Co. KG, Spelle - KRONE Business Center GmbH & Co. KG, Spelle - KRONE Future Lab GmbH & Co. KG, Spelle - KRONE eCommerce GmbH & Co. KG, Spelle - Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH & Co. KG, Spelle - Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH & Co. KG, Werlte - Brüggen Holding GmbH & Co. KG, Herzlake - KRONE Spare Parts Logistics GmbH & Co. KG, Herzlake 11. Befreiender Konzernabschluss Der Konzernabschluss hat hinsichtlich der Pflicht zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses sowie ggfs. des Lageberichtes befreiende Wirkung nach § 264 Absatz 3 HGB bzw. § 264b HGB für folgende Gesellschaften: - Bernard Krone Holding SE & Co. KG, Spelle - Krone International GmbH, Spelle - Bernard Krone Vermögensverwaltungs GmbH, Spelle - Bernard Krone Beteiligungs GmbH, Spelle - Datineo GmbH, Spelle - KRONE Business Center GmbH & Co. KG, Spelle - KRONE Business Center Verwaltungs-GmbH, Spelle - KRONE Future Lab GmbH & Co. KG, Spelle - KRONE Future Lab Verwaltungs-GmbH, Spelle - KRONE eCommerce GmbH & Co. KG, Spelle - KRONE eCommerce Verwaltungs-GmbH, Spelle - KRONE Agriculture SE, Spelle - Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH & Co. KG, Spelle - Maschinenfabrik Krone Verwaltungs-GmbH, Spelle - mykrone.green GmbH, Spelle - KRONE Eastern Europe GmbH, Spelle - KRONE Commercial Vehicle SE, Werlte - Fahrzeugwerk Krone Beteiligungs-GmbH, Spelle - Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH & Co. KG, Werlte - Fahrzeugwerk Krone Verwaltungs-GmbH, Werlte - mykrone.blue GmbH, Werlte - KRONE Used GmbH, Werlte - GIGANT GmbH, Dinklage - Brüggen Fahrzeugwerk & Service GmbH, Lübtheen - Brüggen Oberflächen- und Systemlieferant GmbH, Herzlake - Brüggen SWAP Service GmbH, Herzlake - Brüggen Holding GmbH & Co. KG, Herzlake - Brüggen Verwaltungs-GmbH, Herzlake - KRONE Spare Parts Logistics GmbH & Co. KG, Herzlake - KRONE Spare Parts Logistics Verwaltungs-GmbH, Herzlake 12. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung und Vertretung durch die Bernard Krone SE wahrgenommen. Diese wird von den folgenden Mitgliedern des Vorstandes wahrgenommen: Dr. Stefan Binnewies Dr. David Frink Ole Klose Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 314 Abs. 3 HGB verzichtet.
Spelle, den 4. November 2022 Bernard Krone SE gez. Dr. David Frink, Vorstand gez. Dr. Stefan Binnewies, Vorstand gez. Ole Klose, Vorstand Billigung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss wurde am 26. Januar 2023 gebilligt. Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2021/2022
Im Jahresabschluss des Mutterunternehmens zum 31. Juli 2022 werden keine Rücklagen und kein Bilanzgewinn ausgewiesen. Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Bernard Krone Holding SE & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Bernard Krone Holding SE & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Juli 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bernard Krone Holding SE & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Juli 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oldenburg, den 4. November 2022 Treuhand
Weser-Ems GmbH
gez. Witte, Wirtschaftsprüfer gez. Reichelt, Wirtschaftsprüfer |
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