Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 12293
Vorher
PPR GmbH
Eingetragen
29.11.2010
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Gegenstand
Die Herstellung von Präzisionsteilen im Wege der Zerspanung und durch Verarbeitung von Metallen und Kunststoffen, die Entwicklung und Herstellung von Produkten, Baugruppen und Systemen, die auf solchen Präzisionsteilen basieren sowie der Vertrieb dieser Erzeugnisse.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Matthias Lohr
seit 30.1.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MPS Roding GmbH

Roding

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Unternehmen

Die MPS Roding GmbH ist am Amtsgericht Regensburg unter der Registernummer HRB 12293 in das Handelsregister eingetragen und ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Mühlbauer Holding AG.

Die Gesellschaft wurde am 17. November 2010 ursprünglich unter dem Namen PPR GmbH gegründet und hat zum 01. Januar 2011 im Wege der Abspaltung einen Teilbetrieb der Mühlbauer GmbH & Co. KG übernommen. Die MPS Roding GmbH greift dadurch auf Erfahrungen aus mittlerweile fast 40 Jahren zurück und gehört innerhalb der Mühlbauer Gruppe neben drei Schwesterfirmen zur Business Line "PRECISION PARTS & SYSTEMS".

Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 435 Mitarbeiter. Die Beschäftigung von 50 Auszubildenden entspricht im bundesweiten Vergleich einer überdurchschnittlich hohen Ausbildungsquote und unterstreicht die Innovationskraft und Zukunftsorientierung des Unternehmens.

2. Produkte und Dienstleistungen

Das Unternehmen ist auf die Fertigung von Präzisionsteilen durch die Verarbeitung von Metallen und Kunststoffen und die Entwicklung und Produktion von Produkten, Baugruppen und Systemen, die auf solchen Präzisionsteilen basieren, sowie deren Vertrieb spezialisiert.

3. Absatzmärkte

Die MPS Roding GmbH bedient insbesondere Unternehmen aus sicherheitssensiblen Branchen wie der Luft- und Raumfahrttechnologie, der Medizintechnik sowie Unternehmen aus dem Bereich der Smart Identification. Darüber hinaus fertigt es qualitativ hochwertige Produkte für Kunden aus der Automobil-, Halbleiter- und Druckindustrie. In den letzten Jahren konnte zudem die Position in den Märkten im Bereich Robotik sowie Umwelt- und Recyclingtechnik weiter gestärkt werden.

4. Externe Einflussfaktoren für das Geschäft

Das Geschäftsmodell der MPS Roding GmbH unterliegt verschiedenen Einflussfaktoren, die sich unterschiedlich stark auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens auswirken. Vor allem die für das Unternehmen relevante Maschinenbaubranche reagiert sensibel auf konjunkturelle Entwicklungen. Da die MPS Roding GmbH unter anderem interne Konzerngesellschaften bedient, hängt die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens auch von der Situation des Gesamtkonzerns ab.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

a. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der (Corona-Lockdown-bedingte) Einbruch der Weltwirtschaft im vergangenen Jahr mit einem geschätzten Minus von 3,5 Prozent stelle die schlimmste Rezession seit der Weltwirtschaftskrise vor rund 90 Jahren dar, erklärte der IWF. Gleichzeitig fiel der Rückgang nicht so stark aus wie noch im Oktober befürchtet, als von 4,4 Prozent ausgegangen worden war. Im Juni hatte der Währungsfonds sogar noch mit 0,8 Prozentpunkten weniger Wachstum gerechnet. Insgesamt zeichnet der IWF aber weiter ein tristes Bild. Besonders für Schwellen- und Entwicklungsländer sei die Pandemie verheerend. Bei der Armutsbekämpfung dürfte sie sämtliche Fortschritte der letzten zwei Jahrzehnte rückgängig machen. China ist die einzige der großen Wirtschaftsnationen, die 2020 gewachsen ist.

Des Weiteren hat der Euro im Berichtsjahr gegenüber dem US-Dollar an Substanz gewonnen. Der Wechselkurs des US-Dollars je Euro veränderte sich binnen Jahresfrist von 1,12 USD auf 1,23 USD.

b. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die zum Ende des Jahres 2019 negative konjunkturelle Lage im Maschinen- und Anlagebau entwickelte sich auch im Jahresverlauf weiter schlecht. Von Anfang bis Ende des Jahres 2020 bekam die Branche die Zurückhaltung und Verunsicherung der Kunden zu spüren, vor allem hier nochmal verstärkt durch die Corona-Pandemie. Lieferketten waren zeitweise unterbrochen und viele Unternehmen wurden auf der Angebots- und Nachfrageseite mit unerwartet heftigen Ausfällen konfrontiert.

Wie der VDMA an aktuellen Zahlen belegt, hat die Corona-Pandemie 2020 zu hohen Exporteinbußen im Maschinen- und Anlagenbau geführt. Im Gesamtjahr wurden aus Deutschland Maschinen und Anlagen im Wert von 160 Mrd. EUR exportiert und für 67 Mrd. EUR importiert. Damit lagen die Exporte um 12 Prozent und die Importe um 13,4 Prozent unter dem Wert von 2019. Die Maschinenexporteure aus Deutschland verzeichneten damit die höchsten Rückgänge im Vorjahresvergleich seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Produktionsvorhersage von einem geringfügigen Rückgang in 2020 deutlich unterlag. Dies lag vor allem an der Verunsicherung vieler Kunden, die insbesondere durch die politische Situation und die Corona-Pandemie geprägt war.

2. Geschäftsverlauf

Die für 2020 benannte Prognose einer leicht positiven Ergebnis-Marge auf Vorjahresniveau konnte erzielt werden. Der aufgrund der Corona-Pandemie erwartete Rückgang im Auftragseingang und Umsatz trat nicht ein bzw. konnte durch die Neukunden-Akquise kompensiert werden. Darüber hinaus konnte die Herausforderung, trotz des im Vorjahr stattgefundenen Brandes im konzerneigenen Galvanikbetrieb die Flexibilität und Schnelligkeit weiterhin aufrecht zu erhalten auch im Berichtsjahr gut gemeistert werden.

3. Lage

a. ERTRAGSLAGE

Auftragseingang

Der Auftragseingang der MPS Roding GmbH lag im vergangenen Jahr bei 48,7 Mio. EUR und liegt damit 3,2 Mio. EUR bzw. 7,0% über dem Wert aus 2019 (45,5 Mio. EUR).

Auftragsbestand

Auch beim Auftragsbestand konnte in Folge des gestiegenen Auftragseingangs ein Zuwachs von 2 Mio. EUR bzw. 8,3% von 24,0 Mio. EUR in 2019 auf 26,0 Mio. EUR in 2020 verbucht werden.

Ergebnisentwicklung

Gewinn- und Verlustrechnung 2020 2019
in Mio. EUR % EUR
Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen 51,2 102,0 50,6
Erhöhung / Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1,0 -2,0 0,6
Gesamtleistung 50,2 100,0 51,2
sonstige betriebliche Erträge 0,1 0,2 0,2
Materialaufwand -26,3 -52,4 -26,8
Rohergebnis 24,0 47,8 24,6
Personalaufwand -16,7 -33,3 -17,4
Abschreibungen -1,1 -2,2 -0,8
sonstige betriebliche Aufwendungen -6,1 -12,1 -6,2
Operatives Ergebnis 0,1 0,2 0,2
Finanzergebnis 0,0 0,0 0,0
Ergebnis vor Steuern 0,1 0,2 0,2
Steueraufwendungen / - ertrag -0,1 -0,2 -0,1
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0,0 0,0 0,1
Gewinn- und Verlustrechnung 2019 +/-
in Mio. % EUR %
Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen 98,8 0,6 1,2
Erhöhung / Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1,2 -1,6 -266,7
Gesamtleistung 100,0 -1,0 -2,0
sonstige betriebliche Erträge 0,4 -0,1 -50,0
Materialaufwand -52,3 0,5 -1,9
Rohergebnis 48,1 -0,6 -2,4
Personalaufwand -34,0 0,7 -4,0
Abschreibungen -1,6 -0,3 37,5
sonstige betriebliche Aufwendungen -12,1 0,1 -1,6
Operatives Ergebnis 0,4 -0,1 -50,0
Finanzergebnis 0,0 0,0 -
Ergebnis vor Steuern 0,4 -0,1 -50,0
Steueraufwendungen / - ertrag -0,2 0,0 -
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0,2 -0,1 -100,0

Gesamtleistung

Im Geschäftsjahr 2020 wurde eine Gesamtleistung in Höhe von 50,2 Mio. EUR (Vorjahr 51,2 Mio. EUR) erzielt, was einem Rückgang von 1,0 Mio. EUR bzw. 2,0% entspricht. Diese Abnahme resultiert vor allem aus der im Berichtsjahr verbuchten Bestandsminderung bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 1,0 Mio. EUR was einer Minderung von 1,6 Mio. EUR bzw. 266,7% gegenüber der im Vorjahr verbuchten Bestandserhöhung in Höhe von 0,6 Mio. EUR entspricht. Die Umsatzerlöse konnten um 0,6 Mio. EUR bzw. 1,2% von 50,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 51,2 Mio. EUR im Berichtsjahr gesteigert werden und den Rückgang etwas kompensieren.

Der wichtigste Absatzmarkt der MPS Roding GmbH bleibt im Berichtsjahr weiterhin Deutschland mit 44,9 Mio. EUR (Vorjahr 45,0 Mio. EUR). Gefolgt von Umsätzen im übrigen Europa in Höhe von 4,7 Mio. EUR (Vorjahr 4,9 Mio. EUR) sowie in Asien mit 1,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,6 Mio. EUR). Schlusslicht bildet wie auch im Vorjahr Amerika mit 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR), wobei auch hier die Umsätze gesteigert werden konnten.

Rohergebnis

Das im Berichtsjahr erzielte Rohergebnis reduzierte sich ebenfalls von 24,6 Mio. EUR um 0,6 Mio. EUR bzw. 2,4% auf 24,0 Mio. EUR. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die gesunkene Gesamtleistung aber auch der leichte Anstieg der Materialeinsatzquote von 52,3% im Vorjahr auf 52,4% im Berichtsjahr sowie die Minderung der sonstigen betrieblichen Erträge um 0,1 Mio. EUR bzw. 50,0%. Durch diese Effekte konnte im Berichtsjahr eine Rohergebnismarge von 47,8% (Vorjahr 48,1%) erzielt werden.

Operatives Ergebnis

Die MPS Roding GmbH hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem operativen Ergebnis von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) abgeschlossen. Bezogen auf die Gesamtleistung von 50,2 Mio. EUR (Vorjahr 51,2 Mio. EUR) entspricht dies einer operativen Rendite von 0,2% nach 0,4% im Vorjahr.

Negativ beeinflusst wurde das operative Ergebnis neben der höheren Materialeinsatzquote vorrangig durch die um 37,5% gestiegenen Abschreibungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten zwar um 0,1 Mio. EUR bzw. 1,6% von 6,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,1 Mio. EUR im Berichtsjahr gesenkt werden, blieben jedoch in Relation zur Gesamtleistung stabil bei 12,1%. Positiv entgegen wirkte die Senkung der Personalkosten um 0,7 Mio. EUR bzw. 4,0% was die negativen Effekte fast vollständig kompensieren konnte. Die Personaleinsatzquote konnte um 0,7% auf 33,3% (Vorjahr 34,0%) gesenkt werden.

Jahresüberschuss

Diese Effekte führten schließlich im Berichtsjahr zu einem leichten Jahresfehlbetrag nach einem Jahresüberschuss in Höhe von 0,1 Mio. EUR im Vorjahr, was einer Ergebnisverschlechterung um 0,1 Mio. EUR bzw. 100,0% entspricht.

b. FINANZLAGE

Cashflow

Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2020 mit 2,2 Mio. EUR um 0,9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 1,3 Mio. EUR. Ursächlich für den Anstieg waren vor allem die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr +0,5 Mio. EUR), die Abnahme der Vorräte um 1,1 Mio. EUR (Vorjahr +0,4 Mio. EUR) sowie die verbuchten Abschreibungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR).

Gegenläufig wirkten im Wesentlichen die im Berichtsjahr um 1,7 Mio. EUR gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr +2,2 Mio. EUR) sowie die Abnahme von Steuerrückstellungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -0,8 Mio. EUR (Vorjahr -1,2 Mio. EUR) beinhaltet im Wesentlichen Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, überwiegend Technische Anlagen und Maschinen.

Ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht zu verzeichnen.

Bedingt durch die genannten Mittelzu- und -abflüsse verfügt die Gesellschaft zum Ende des Berichtszeitraums über einen Bestand an liquiden Mittel in Höhe von 3,7 Mio. EUR, was einer Erhöhung um 1,4 Mio. EUR bzw. 60,9% entspricht.

Faktoreinsatz

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2020 beliefen sich auf 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 1,1 Mio. EUR). An Abschreibungen wurden im Berichtsjahr insgesamt 1,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR) verbucht. Leasingverpflichtungen wurden nicht eingegangen.

Kapitalbedarf und Refinanzierung

Im Geschäftsjahr 2021 benötigt die Gesellschaft Kapital zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit und der passivierten Verbindlichkeiten, zur Zahlung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, sofern diese eintreten, und planmäßigen Durchführung von Investitionen. Die MPS Roding GmbH erfüllt diese Anforderungen durch Cashflow aus dem laufenden Geschäft und möglichen Kreditinanspruchnahmen gegenüber verbundenen Unternehmen.

c. VERMÖGENSLAGE

Bilanz (Kurzfassung) 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2019 +/-
in Mio. EUR % EUR % EUR %
Anlagevermögen 2,2 12,9 2,4 12,8 -0,2 -8,3
Umlaufvermögen 14,8 87,1 16,3 86,7 -1,5 -9,2
Rechnungsabgrenzung 0,0 0,0 0,1 0,5 -0,1 -100,0
Summe Aktiva 17,0 100,0 18,8 100,0 -1,8 -9,6
Eigenkapital 10,4 61,2 10,4 55,3 0,0 -
Sonderposten für Zuwendungen 0,0 0,0 0,1 0,5 -0,1 -100,0
Rückstellungen 1,8 10,6 2,1 11,2 -0,3 -14,3
Verbindlichkeiten 4,8 28,2 6,2 33,0 -1,4 -22,6
Summe Passiva 17,0 100,0 18,8 100,0 -1,8 -9,6

Bilanzsumme

Das bilanzielle Gesamtvermögen in Höhe von 17,0 Mio. EUR (Vorjahr 18,8 Mio. EUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus dem Anlagevermögen in Höhe von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr 2,4 Mio. EUR) und dem Umlaufvermögen in Höhe von 14,8 Mio. EUR (Vorjahr 16,3 Mio. EUR).

Dem stehen auf der Passivseite das Eigenkapital in Höhe von 10,4 Mio. EUR (Vorjahr 10,4 Mio. EUR), Rückstellungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR (Vorjahr 2,1 Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr 6,2 Mio. EUR) gegenüber.

Der Rückgang der Bilanzsumme um 1,8 Mio. EUR bzw. 9,6% ist auf der Aktivseite vorrangig der Minderung des Umlaufvermögens um 1,5 Mio. EUR bzw. 9,2% sowie des Anlagevermögens um 0,2 Mio. EUR bzw. 8,3% geschuldet.

Auf der Passivseite ist die gesunkene Bilanzsumme im Wesentlichen auf den Abbau von Verbindlichkeiten um 1,4 Mio. EUR bzw. 22,6% zurückzuführen.

Aktiva

Die Investitionen in das Anlagevermögen, im Wesentlichen Zugänge im Bereich Technische Anlagen und Maschinen, betrugen im Berichtsjahr 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 1,1 Mio. EUR). Den Zugängen standen Abschreibungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR) gegenüber.

Die Reduzierung des Umlaufvermögens ist im Wesentlichen durch die Minderung der Vorräte um 1,1 Mio. EUR bzw. 11,2% auf 8,4 Mio. EUR, der Abnahme an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,1 Mio. EUR bzw. 46,3% auf 2,4 Mio. EUR verursacht. Der stichtagsbezogene Anstieg von Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 0,2 Mio. EUR sowie die gestiegenen liquiden Mittel in Höhe von 3,7 Mio. EUR (Vorjahr 2,3 Mio. EUR) wirkten gegenläufig.

Im Berichtsjahr wurden Rechnungsabgrenzungsposten (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) in geringem Umfang aktiviert.

Passiva

Bedingt durch den Jahresfehlbetrag im Berichtsjahr ist im Eigenkapital keine wesentliche Veränderung zu verzeichnen. Der Bilanzansatz bleibt im Berichtsjahr bei 10,4 Mio. EUR.

Ein Sonderposten für Zuwendungen ist zum Stichtag des Berichtsjahres noch im geringem Umfang passiviert (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) und verzeichnete daher ebenfalls keine wesentliche Veränderung.

Der Bilanzansatz der Steuerrückstellungen reduzierte sich von 0,6 Mio. EUR auf 0,1 Mio. EUR. Bei den sonstigen Rückstellungen ist ein Anstieg von 0,2 Mio. EUR bzw. 10,7% auf 1,7 Mio. EUR zu verzeichnen.

Die Verbindlichkeiten nahmen im Berichtsjahr um 1,4 Mio. EUR bzw. 22,6% ab und betragen nun 4,8 Mio. EUR (Vorjahr 6,2 Mio. EUR), davon Verbindlichkeiten aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Berichtsjahr um 1,7 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR vermindert. Die sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich auf 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 1,6 Mio. EUR). Im Berichtsjahr wurde eine erhaltene Anzahlung auf Bestellungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR verbucht.

Durch die beschriebenen Effekte hat sich die Eigenkapitalquote von 55,3% im Vorjahr auf 61,2% im Berichtsjahr wieder verbessert.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird von der Geschäftsführung als stabil eingeschätzt.

d. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wertorientierte Steuerungsgrößen

Das Management steuert das Unternehmen durch strategische und operative Ziele sowie auf der Grundlage monetärer Kenngrößen. Zentrale finanzielle Steuerungsgrößen für die MPS Roding GmbH bilden das operative Ergebnis und die Veränderung des Zahlungsmittelbestandes. Auftragseingang und Umsatz werden als weitere wesentliche Steuerungsgrößen genutzt.

Nachhaltigkeit

Nachhaltige Unternehmensführung bedeutet für die Mühlbauer Gruppe, hinsichtlich ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte ein stabiles Fundament zu schaffen, auf welches Kunden, Lieferanten, Gesellschafter und Mitarbeiter gleichermaßen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vertrauen können. Aus diesem Grund fühlt sich die MPS Roding GmbH verpflichtet, eine Unternehmensstrategie umzusetzen, die wirtschaftliche Notwendigkeit, ökologische Vernunft und gesellschaftliche Verantwortung verbindet und damit für alle Anspruchsgruppen einen Mehrwert bietet. Das Verständnis von Nachhaltigkeit spiegelt sich auch im Verhaltenskodex der Mühlbauer Gruppe wider, der rechtliche und ethische Grundsätze zum Inhalt hat, die bei der täglichen Arbeit zu berücksichtigen und deren Einhaltung für den gesamten Mühlbauer Konzern und für seine Mitarbeiter verpflichtend ist. Zusätzlich ergreift das Unternehmen Energiesparmaßnahmen und leistet somit einen Beitrag zum Umwelt- sowie Klimaschutz und kann dadurch das Zertifikat für Energiemanagement (ISO 50001) vorweisen.

Effizienz und Qualität

Als Hersteller von Präzisionsteilen schöpft die MPS Roding GmbH sämtliche technischen und betrieblichen Möglichkeiten aus, um ein Höchstmaß an Arbeitseffizienz und Produktqualität zu erzielen. Kontinuierlich werden deshalb sämtliche Geschäfts-, und Produktionsprozesse im Rahmen der verschiedenen Managementsysteme, wie Qualitätsmanagement (ISO 9001), regelmäßig geprüft und optimiert. Aufgrund dieser regelmäßigen Auditierungen können die internen Abläufe nicht nur ständig optimiert werden, sondern auch Abweichungen bei Funktionen und Prozessen frühzeitig erkannt und korrigiert werden.

Produktion und Umwelt

Die MPS Roding GmbH besitzt Produktions- und Verwaltungsbereiche. Beauftragte für Arbeitssicherheit, Gefahrstoffe und Brandschutz überwachen die im Unternehmen eingeführten Sicherheitseinrichtungen und die Erfüllung rechtlicher Anforderungen. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig sensibilisiert und tragen durch ihr Verhalten wesentlich zum Schutz von Gesundheit und Umwelt bei. Dadurch werden mögliche Risiken zu gesundheitlichen Schäden und Schäden der Umwelt frühzeitig erkannt und abgewehrt. Konsequent werden Abfallstoffe durch Müllvermeidung reduziert bzw. durch Recycling der Wiederverwertung zugeführt. Darüber hinaus wurde ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und zertifiziert. Damit prüft die Gesellschaft fortlaufend Energieeinsparmaßnahmen und leistet somit einen Beitrag zum Umwelt- sowie Klimaschutz.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Vorbildliche und sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen ist eine Selbstverständlichkeit für die MPS Roding GmbH. Zu den Maßnahmen der Vorbeugung von Arbeitsunfällen und Berufserkrankungen gehört der Aufbau eines wirksamen Arbeitsschutzmanagements mit abteilungsübergreifenden Mitarbeiterschulungen, um regelmäßig gegenüber möglichen Gefahren zu sensibilisieren. Weiterhin werden technische Hilfsmittel wie Überwachungs- und Brandmeldesysteme für die Meldung von Störungen oder Notfällen bereitgestellt und ein besonderes Augenmerk auf Tätigkeiten mit erhöhter Gefährdungsrelevanz gerichtet. Als weiterer wichtiger Beitrag zu effizientem Arbeiten wird im Unternehmen der betriebliche Gesundheitsschutz großgeschrieben. Dieser umfasst einen betriebsärztlichen Dienst und Leistungen zur präventiven Gesundheitsvorsorge. Die firmeneigene Mühlbauer Academy bietet regelmäßig Kurse für gesundheitsbewusste Mitarbeiter an (z.B. aktive Pause). Die von Mühlbauer im Zusammenhang mit dem Gesundheitsschutz angebotenen Maßnahmen schlagen sich auch langfristig gesehen in niedrigen Krankheitskosten nieder.

Soziales Engagement

Gesellschaftliches und soziales Engagement nimmt bei der Mühlbauer Gruppe einen hohen Stellenwert ein. Das Unternehmen begrüßt und fördert nicht nur ein ehrenamtliches Engagement seiner Mitarbeiter, sondern legt Wert darauf, auch selbst soziale Verantwortung zu übernehmen. Unter dem Dach der vom Unternehmensgründer ins Leben gerufenen Josef-Mühlbauer-Stiftung unterstützt das Unternehmen ausgewählte soziale Initiativen und Projekte im In- und Ausland mit größeren finanziellen Zuwendungen. Alleine 2020 konnte mit der Hilfe von Sponsoren, Mitarbeitern und externen Teilnehmern eine Spendensumme von rund 94 TEUR an die Josef-Mühlbauer-Stiftung übergeben werden. Damit unterstützte die Stiftung neben diversen Sportvereinen und sozialen Einrichtungen auch den Verein "Hilfe für Kasachstan" mit 10 TEUR sowie den 2. Charity Mudrun Roding mit 3 TEUR. Weitere Spenden gingen an verschiedene Familien und Einzelpersonen, die etwa aufgrund Krankheit oder Behinderung unverschuldet in Not geraten sind.

Einkauf und Beschaffung

Die Beschaffungssituation im Jahr 2020 hat sich bezüglich der Lieferzeiten unserer Lieferanten etwas entspannt. Weiterhin wurde das weltweite Einkaufsnetzwerk verstärkt genutzt, um problematische Zukaufteile in der geforderten Zeit zu beschaffen.

Die Einkaufspreise sind durch Preiserhöhungen der Lieferanten im Allgemeinen angestiegen, konnten jedoch durch erzielte Preisreduzierungen in gewissen Produktbereichen kompensiert werden. Gesamtheitlich betrachtet ist das Preisniveau nicht angestiegen, konnte aber im Umkehrschluss auch nicht wesentlich reduziert werden.

Im Bereich Qualität wurde der jährliche Trend, die Reklamationsquote zu reduzieren, erfolgreich fortgesetzt. Dies wurde unter anderen durch zusätzliche Qualitätssicherungsvereinbarungen mit den Lieferanten und durch regelmäßige Überwachung der Reklamationsvorgänge anhand definierter Kennzahlen erzielt. Somit werden wiederholte Reklamationen sofort identifiziert und dementsprechend die notwendigen Abstellmaßnahmen umgehend eingeleitet.

Beschäftigung

Im Durchschnitt beschäftigte die MPS Roding GmbH im vergangenen Jahr 435 Mitarbeiter, darunter 35 Mitarbeiter in einer Teilzeitanstellung sowie 50 Auszubildende. Damit war im vergangenen Jahr durchschnittlich 11 bzw. 2,5% der Mitarbeiter weniger im Unternehmen angestellt als noch in 2019 (446 Mitarbeiter).

C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

a. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Corona-Krise hat die Weltwirtschaft weiterhin fest im Griff, doch der Internationale Währungsfonds ist inzwischen etwas zuversichtlicher für 2021. Für Deutschland sind die IWF-Ökonomen aber zurückhaltend.

Die Impfstoffe gegen das Corona-Virus verbessern die globalen Wachstumsaussichten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für die Aussichten der Weltwirtschaft in diesem Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent angehoben. Neben der positiven Wirkung der Impfkampagnen rechnet der IWF auch in einigen größeren Industriestaaten mit weiteren Konjunkturspritzen. Für Deutschland und Europa erwartet der IWF aber in diesem Jahr ein schwächeres Wachstum als zuletzt angenommen.

Für das kommende Jahr prognostiziert der IWF wie bereits im Oktober ein globales Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent.

Für Deutschland senkt der IWF seine Prognose für das laufende Jahr um 0,7 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent, gefolgt von einem Wachstum von 3,1 Prozent im Folgejahr. Für die Eurozone insgesamt reduziert der IWF seine Prognose für 2021 um 1 Prozentpunkt auf ein Plus von 4,2 Prozent. Für die weltgrößte Volkswirtschaft USA wird ein Wachstum von 5,1 Prozent erwartet, zwei Prozentpunkte mehr als noch im Oktober. China trauen die IWF-Ökonomen ein deutliches Plus von 8,1 Prozent zu. China ist die einzige der großen Wirtschaftsnationen, die 2020 gewachsen ist.

b. Branchenbezogene Entwicklung

Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland startet mit einer scheuen Haltung in das neue Jahr, verspürt aber leichten Rückenwind. Nach wie vor belastet und verunsichert die Corona-Pandemie die Unternehmen. Die hierdurch festgesetzten Reise- und Aufenthaltsbeschränkungen beeinträchtigen wesentlich. Hinzukommen weiterhin Probleme in den Lieferketten. Auch der Strukturwandel in wichtigen Abnehmerindustrien, etwa in der Automobilindustrie, und die weiterhin ungelösten wirtschaftlichen Spannungen zwischen USA und China sind erhebliche Störfaktoren.

Doch es ist zu erkennen, dass sich der Maschinenbau auch in dieser schwierigen Phase widerstandsfähig zeigt und vor allem von seiner globalen Aufstellung profitiert. Insbesondere Exporte in asiatische Länder und auch das Konjunkturprogramm in den USA versprechen eine bessere Entwicklung für das Jahr 2021. Auch Europa erholt sich Schritt für Schritt, wenn auch nur vergleichsweise langsam. Es ist bereits ein großer Rückgang der in Kurzarbeit beschäftigten Personen zu verzeichnen.

Diese Faktoren führen zu einem Anstieg der Produktionsprognose auf 7 Prozentpunkte, geben aber dennoch keinen Grund zur Entwarnung. Das Produktionsniveau dürfte im Jahr 2021 immer noch rund 10 Prozent unter dem bereits niedrigen Niveau im Jahr 2019 liegen und hängt auch weiterhin von der Entwicklung pandemiebedingter Einschränkungen der Produktion ab.

c. Prognose der MPS Roding GmbH

Trotz einem von hartem Wettbewerb geprägten Marktumfeld sowie der ungewissen Entwicklungen der Corona-Pandemie erwartet die MPS Roding GmbH für das Jahr 2021 einen Anstieg im Auftragseingang sowie bei den Umsätzen.

Um sich auf das veränderte Kundenverhalten in der für das Unternehmen wichtigen Maschinenbaubranche anzupassen, agiert die Gesellschaft mit weiteren punktuellen internen Umstrukturierungs- und Investitionsmaßnahmen. Es ist noch stärker erforderlich, kurzfristig eingegangene Aufträge in kurzer Zeit umzusetzen, da die Maschinenbaubranche einer stetig wachsenden Volatilität unterliegt. Der bereits begonnene Optimierungsprozess wird auch 2021 kontinuierlich fortgesetzt. Die Aufgabe der Gesellschaft wird auch in Zukunft sein, die Kostensteigerungen zu bremsen bzw. zu kompensieren, sowie auf den sich schnell ändernden Markt kurzfristig und kreativ zu reagieren.

Durch den am 17. Mai 2019 im konzerninternen Galvanikbetrieb stattgefundenen Brand hat die MPS Roding GmbH auch weiterhin die Herausforderung zu bestreiten, ihre Flexibilität und Schnelligkeit aufrechtzuerhalten. Durch die Inbetriebnahme der neuen Galvanikanlagen im Jahr 2021 wird ein positiver Effekt für die Gesellschaft durch Beschleunigung der Prozesse und Auftragsbearbeitung sowie der daher eingehenden Kosten- und Zeitersparnis erwartet.

Durch die geplanten massiven Investitionen in unterschiedlichen Bereichen und vor allem auch Modernisierungen in Richtung Digitalisierung und neuerster Technologie sieht sich das Unternehmen in einer guten Ausgangssituation um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern und sich auch im für die Gesellschaft wichtigen Systemlösungsbereich weiter zu behaupten.

Für das Jahr 2021 erwartet die MPS Roding GmbH daher eine Ergebnis-Marge im oberen einstelligen Prozentbereich.

2. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

Die Risiken der MPS Roding GmbH werden sowohl top-down als auch bottom-up identifiziert, in einem geschäftsbereichsbezogenen Lagebericht dokumentiert und vom Management bewertet. Die Bewertung anhand der Größen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß in Abhängigkeit zum Operativen Ergebnis wird von den jeweiligen Risikoverantwortlichen vorgenommen. Eine plausible Berechnung des möglichen Erwartungswertes mit Begründung, Nennung und Gegenmaßnahmen und deren zeitliche Umsetzung sind zwingend vorgeschrieben und werden von der Geschäftsführung in Sitzungen mit Vorstand und Aufsichtsrat ausführlich besprochen.

In einem Risikomanagement-Handbuch wird das gesetzliche vorgeschriebene Risikomanagement ausführlich dokumentiert und kann von der gesamten Belegschaft eingesehen werden. Durch kurze Interaktionswege können neu identifizierte Risiken schnell und direkt an die Risikoverantwortlichen, das Controlling oder an die Geschäftsführung gemeldet werden.

Die Umsetzung und Effektivität des Chancen- und Risikomanagements zu überwachen, ist Aufgabe jeder Führungskraft.

In der MPS Roding GmbH sind Entwicklungen, die bestandsgefährdend sein könnten, gegenwärtig nicht zu erkennen. Derzeit ergeben sich für die Gesellschaft die in den nachfolgenden Risikokategorien aufgeführten Risiken, die geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich zu beinträchtigen:

Umfeld und Branchenrisiken

Derzeit ist der Wirtschaftsmarkt mit großen Unsicherheiten behaftet. Hierzu tragen die künftige Entwicklung und die damit verbundenen Risiken entscheidend bei. Zu diesen Risiken zählen die anhaltende Belastung der Banken mit unsicheren Krediten, die skeptische Haltung der EZB, das Auftreten des Corona-Virus oder auch den globalen Wirtschaftshandel hemmende, länderindividuelle Entscheidungen zur Marktbeeinflussung (bspw. Handelsstreitigkeiten).

Ausgehend von diesen Risiken erfolgt eine starke Beeinflussung der Wirtschaft, wodurch sehr schnell ein Wachstumsstopp erfolgen kann, auch unterliegen die industriellen Geschäftsbereiche zudem einem Wettbewerbsdruck, hervorgerufen durch das Agieren preisaggressiver Anbieter, hier vor allem aus dem asiatischen Raum.

Dieses wirtschaftliche Umfeld birgt das Risiko rückläufiger Nachfrage unserer Kunden aus dem industriellen Sektor. Durch einen aktiven Dialog mit unseren Kunden sowie intensiven internen Analysen und Recherchen zum Marktumfeld zu den Kundenwünschen und zur Konkurrenz kann auf Entwicklungen und Bedürfnisse der Branche frühzeitig reagiert werden. Weiterhin hat sich die Gesellschaft durch ständige Investitionen und Innovationen eine gute Marktposition erarbeitet.

IT-Risiken

Beeinträchtigungen der System- und Datenlandschaft können Prozesse im Unternehmen ganz oder teilweise stören. Zudem können Daten durch falsche oder unerlaubte Datenzugriffe verfälscht, zerstört oder kopiert werden. Diesen IT-Risiken begegnet die Gesellschaft durch regelmäßige Investitionen im Bereich Hard- und Software, den Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen, sowie Penetrationstests durch externe Dienstleister zur Überprüfung der IT-Sicherheit. Die Sensibilisierung der Belegschaft im Hinblick auf Datensicherheit und Datenmissbrauch, sowie ein umfassendes Berechtigungsmanagement und Verschlüsselungskonzept helfen zudem, das Risiko auf einem überschaubaren Niveau zu halten.

Personalrisiken

Der Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte ist in der Branche und in den Regionen, in welchen sich die MPS Roding GmbH bewegt, nach wie vor hoch und wird speziell in Deutschland durch die Auswirkungen des demografischen Wandels verschärft. Um seine Unternehmensstrategie umsetzen zu können, ist das Unternehmen gefordert, hochqualifiziertes Personal in einem intensiven Wettbewerbsumfeld zu finden und langfristig für das Unternehmen zu begeistern. Unter Nutzung der vorhandenen Strukturen des Mühlbauer-Konzerns begegnet die MPS Roding GmbH dieser Herausforderung mit intensiven Aus- und Weiterbildungsprogrammen für Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen, die Weiterentwicklung von loyalen Mitarbeitern zu künftigen Führungskräften sowie durch internationales Recruiting. Eingebettet in sämtliche Personalentwicklungskonzepte ist hierbei die Vermittlung der firmeneigenen Unternehmenskultur.

Nachfrageschwankungen können in einigen Bereichen zu Personalüberkapazitäten führen. Um diesem Risiko möglichst ohne Entlassungen entgegenwirken zu können, setzen wir unter anderem auf einheitliche Qualifikationsstandards der Mitarbeiter, um die Belegschaft bereichsübergreifend und flexibel einsetzen zu können. Zeitlich begrenzte Verpflichtungen helfen zusätzlich, diesem Risiko entgegen zu wirken.

Beschaffungsrisiken

Ziel des Einkaufs ist es, qualitativ hochwertige Rohstoffe und Leistungen termingerecht und kostenoptimal zu beschaffen. Dieser Beschaffungsprozess kann mit Preis- und Bezugsrisiken sowie Qualitätsrisiken von Lieferantenseite verbunden sein. Durch Budgetvereinbarungen für Rohmaterialien und eine praktizierte globale Beschaffungsstrategie werden Preise für definierte Zeiträume fixiert und Single-Source-Situationen relativiert. Umfassende Verfahrens- und Prüfanweisungen für den Wareneingang regeln, dass nur die qualitativ einwandfreien Güter in den Fertigungs- und Montageprozess gelangen.

Aktuell kann die Corona-Krise aufgrund von Quarantänemaßnahmen, Verzögerungen beim Transport und Lieferengpässen zur Unterbrechung der eng vernetzten globalen Lieferkette führen. Dies kann zur Folge drohende Pönalzahlungen und Lieferverzüge haben. Diesem Risiko wird mit einer konsequenten Second-Source-Strategie, der ständigen Verbesserung der Lieferantenqualifizierung sowie einer nachhaltigen Optimierung der Produktionsprozesse begegnet.

Compliance-Risiken

Compliance-Risiken bezeichnen das Risiko, dass sich Führungskräfte oder Mitarbeiter des Unternehmens nicht an die Gesetze und Vorschriften halten oder unternehmensinterne Richtlinien missachten. Diese Risiken können in allen Bereichen des Unternehmens auftreten.

Zur Risikominimierung und zur Sicherung der Compliance hat das Unternehmen eine Reihe von Maßnahmen festgelegt. Fachbereiche und von der Geschäftsführung beauftragte Personen stellen die Einhaltung der Gesetze und interner Vorschriften sicher. So kontrolliert z.B. der Datenschutzbeauftragte die Befolgung datenschutzrechtlicher Vorschriften.

Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Minimierung der Risiken aus dem Compliance-Bereich Wirtschaftskriminalität ergriffen:

verbindliche und konzernweit gültige Verhaltensgrundsätze

kontinuierliche Sicherheitsüberprüfungen von Mitarbeitern

regelmäßige Mitarbeitersensibilisierung und -schulungen

stetige Compliance-Checks

Nicht vollständig ausgeschlossen werden können vorsätzliche kriminelle Handlungen.

Sonstige Risiken

Gegen externe Einflüsse wie Sturm, Wasser oder Brand schützt sich die MPS Roding GmbH durch ein umfangreiches Versicherungspaket, das regelmäßig geprüft und bedarfsorientiert angepasst wird.

Chancen

Die für die weitere Geschäftsentwicklung der MPS Roding GmbH wesentlichen Chancen sind im Prognosebericht ausführlich dargestellt.

Gesamtaussage

Auch unter Berücksichtigung sämtlicher derzeit erkennbaren Auswirkungen der durch den Corona-Virus ausgelösten Pandemie sind in der MPS Roding GmbH gegenwärtig keine Entwicklungen zu erkennen, die bestandsgefährdend sein könnten. Insgesamt lassen sich Risiken jedoch niemals vollständig ausschließen. So könnten beispielsweise Naturkatastrophen, eine Eskalation terroristischer Aktivitäten, mögliche weitere, neue Pandemien oder Gesetzesänderungen bei Steuern und Zöllen in einzelnen Exportmärkten den Absatz beeinträchtigen.

 

Roding, 25. März 2021

gez. Josef Markus Mühlbauer

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 2.205.662 2.477.550
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 58.500 22.822
II. Sachanlagen 2.147.162 2.454.728
B. Umlaufvermögen 14.781.244 16.299.175
I. Vorräte 8.412.346 9.468.554
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.634.689 4.500.605
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.734.209 2.330.016
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.978 57.877
D. Aktive latente Steuern 658 478
Summe Aktiva 17.020.542 18.835.080

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 10.443.254 10.444.629
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 26.000 26.000
II. Kapitalrücklage 7.600.000 7.600.000
III. Bilanzgewinn 2.817.254 2.818.629
B. Sonstige Sonderposten 34.933 42.152
I. Sonderposten für Investitionszulagen und für Zuschüsse Dritter 34.933 42.152
C. Rückstellungen 1.756.066 2.105.804
1. Steuerrückstellungen 103.516 613.319
2. sonstige Rückstellungen 1.652.550 1.492.485
D. Verbindlichkeiten 4.786.289 6.242.495
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 24.600
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 649.219 457.720
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.427.157 4.145.273
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.685.313 1.639.502
Summe Passiva 17.020.542 18.835.080

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Betriebsergebnis 135.461 135.587
a) Rohergebnis 24.006.456 24.618.453
Gesamtleistung 50.199.115 51.236.540
Umsatzerlöse 51.173.181 50.642.424
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -974.066 594.116
sonstige betriebliche Erträge 143.894 214.770
Materialaufwand 26.336.553 26.832.857
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 17.453.708 18.042.987
Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.882.845 8.789.870
b) Personalaufwand 16.705.927 17.433.043
Löhne und Gehälter 13.872.073 14.481.284
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.833.854 2.951.759
c) Abschreibungen 1.041.754 826.716
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 6.123.314 6.223.107
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -49.834 -28.136
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 697 525
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 50.531 28.661
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 47.043 55.675
4. Ergebnis nach Steuern 38.584 51.776
5. sonstige Steuern 39.959 39.733
Jahresfehlbetrag 1.375 -12.043

Ergebnisverwendung

1. Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Geschäftsführung schlägt vor, folgendes zu beschließen:

"Der im Jahresabschluss augewiesene Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.817.253,65 wird in Höhe von EUR 200.000,00 an die Alleingesellschafterin ausgeschüttet und in Höhe von EUR 2.617.253.65 auf neue Rechnung vorgetragen."

"Die Dividende ist am 14.05.2021 zur Zahlung fällig."

Die Gesellschafterversammlung stimmte dem Vorschlag einstimmig zu. Die Geschäftsführung stellte fest, dass der Vorschlag einstimmig angenommen wurde.

Anhang

A. Einleitung

Die MPS Roding GmbH mit Sitz in Roding ist am Amtsgericht Regensburg unter der Registernummer HRB 12293 in das Handelsregister eingetragen.

B. Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss der MPS Roding GmbH wird nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt.

Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten sind im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bei der MPS Roding GmbH handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 (3) HGB.

C. Bilanzierung und Bewertung

Auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, welche sich nach den allgemein steuerlich geltenden AfA-Tabellen richtet. Das unbewegliche Anlagevermögen wird linear abgeschrieben, beim beweglichen Anlagevermögen wird die lineare sowie für Vermögensgegenstände, die vor dem 01.01.2011 zugegangen sind, auch die degressive Abschreibungsmethode verwendet. Bei Anwendung der degressiven Methode erfolgt der Übergang zur linearen Methode, sobald die lineare Abschreibung die degressive Abschreibung übersteigt. Wurden Sonderabschreibungen nach steuerlichen Regelungen vorgenommen, erfolgte die Abschreibung grundsätzlich nach der linearen Methode. Im Jahr der Anschaffung oder Herstellung der Vermögensgegenstände vermindert sich für dieses Jahr der Absetzungsbetrag um jeweils ein Zwölftel für jeden vollen Monat, der dem Monat der Anschaffung oder Herstellung vorangeht (pro rata temporis). Zugänge mit Anschaffungskosten von 250,01 EUR bis 800,00 EUR werden als Geringwertige Wirtschaftsgüter aktiviert und in dem Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Zugänge vor dem 01.01.2018 mit Anschaffungskosten von 150,01 EUR bis 1.000,00 EUR wurden in einen Sammelposten eingestellt. Dieser wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren zu jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.

Außerplanmäßige Abschreibungen des Anlagevermögens auf den beizulegenden Wert werden von der Gesellschaft vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich nach der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Nicht gängige und im Wert verminderte Bestände werden entsprechend dem Niederstwertprinzip abgewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzip angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungskosten werden in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Bei der Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes wird der Auftragswert unter Bezugnahme auf den Fertigstellungsgrad als Basis der Berechnung verwendet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr sind, sofern sie auf Euro lauten, grundsätzlich zu Nennwerten, unverzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit dem Barwert angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko grundsätzlich durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Forderungen in fremder Währung mit einer Laufzeit unter einem Jahr sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag aktiviert. Fremdwährungsforderungen mit einer Laufzeit über einem Jahr sind mit dem Kurs des Einbuchungstages bzw. dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag aktiviert.

Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite entsprechen den zeitanteilig vorgeleisteten Beträgen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden gebildet. Die Berechnung der latenten Steuern basiert auf einem kombinierten Ertragsteuersatz, der Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer angesetzt, im Falle einer sich ergebenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Investitionen werden im Zeitpunkt der Aktivierung des korrespondierenden Wirtschaftsguts als Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen erfasst und ratierlich entsprechend der Nutzungsdauer des betroffenen Wirtschaftsguts aufgelöst.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit über einem Jahr sind mit dem Kurs des Einbuchungstages bzw. dem höheren Kurs am Bilanzstichtag passiviert.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:

Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand zum 01.01.2020
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Stand zum 31.12.2020
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 575 11 - - 586
2. geleistete Anzahlungen 6 39 6 - 39
581 50 6 - 625
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 412 - - - 412
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.174 442 269 - 26.347
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.485 272 178 - 3.579
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4 16 4 - 16
30.075 730 451 - 30.354
gesamt 30.656 780 457 - 30.979
Abschreibungen Stand zum 01.01.2020
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Stand zum 31.12.2020
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 558 8 - - 566
2. geleistete Anzahlungen - - - - -
558 8 - - 566
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 121 21 - - 142
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.389 737 269 - 24.857
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.110 276 178 - 3.208
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
27.620 1.034 447 - 28.207
gesamt 28.178 1.042 447 - 28.773
Restbuchwert Stand zum 31.12.2020
TEUR
Stand zum 31.12.2019
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20 17
2. geleistete Anzahlungen 39 6
59 23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 270 291
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.490 1.785
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 371 375
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16 4
2.147 2.455
gesamt 2.206 2.478

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im Berichtsjahr von 23 TEUR um 36 TEUR auf 59 TEUR erhöht. Den Zugängen in Höhe von 50 TEUR (Vorjahr 21 TEUR) stehen Abschreibungen in Höhe von 8 TEUR (Vorjahr 3 TEUR) sowie im Berichtsjahr Abgänge zu Restbuchwerten in Höhe von 6 TEUR gegenüber.

2. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen hat sich im Berichtsjahr von 2.455 TEUR um 308 TEUR auf 2.147 TEUR verringert. Die Zugänge im Bereich Technische Anlagen und Maschinen betragen 442 TEUR (Vorjahr 877 TEUR) sowie im Bereich Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 272 TEUR (Vorjahr 274 TEUR). Anzahlungen auf Sachanlagen wurden in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr 4 TEUR) geleistet. Den Zugängen des Sachanlagevermögens in Höhe von 730 TEUR (Vorjahr 1.155 TEUR) stehen Abschreibungen in Höhe von 1.034 TEUR (Vorjahr 823 TEUR) gegenüber. Im Berichtsjahr sind Abgänge zu Restbuchwerten in Höhe von 4 TEUR zu verzeichnen.

3. Vorräte

Die Vorräte setzen sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt zusammen:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.118 3.200
Unfertige Erzeugnisse 2.867 3.875
Fertige Erzeugnisse 2.427 2.393
8.412 9.468

Die Wertberichtigung auf das Vorratsvermögen wurde im Berichtsjahr um 997 TEUR aufwandswirksam erhöht (Vorjahr Minderung 195 TEUR).

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt zusammen:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.388 4.442
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 166 9
Sonstige Vermögensgegenstände 81 49
2.635 4.500

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt auf:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 300 9
Verbindlichkeiten aus Verrechnungsabreden (5) -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (129) -
166 9

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Berichtsjahr im Wesentlichen Rückforderungen von sonstigen Verbrauchsteuern in Höhe von 42 TEUR sowie im Vorjahr Forderungen aus Versicherungsleistungen in Höhe von 23 TEUR. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten.

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel bestehen aus Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.

6. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern beruhen ausschließlich auf Differenzen im Posten Sonstige Rückstellungen. Der kombinierte Ertragsteuersatz zur Berechnung der latenten Steuern beträgt unverändert 29,66% und setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer mit 15%, dem Solidaritätszuschlag mit 0,83% sowie einem Gewerbesteuersatz in Höhe von 13,83%.

7. Eigenkapital

Das Eigenkapital gliedert sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt auf:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Gezeichnetes Kapital 26 26
Kapitalrücklage 7.600 7.600
Bilanzgewinn 2.817 2.819
10.443 10.445

a) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete, vollständig einbezahlte und im Handelsregister eingetragene Kapital der MPS Roding GmbH beträgt zum 31. Dezember 2020 unverändert 26.000,00 EUR.

b) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage resultiert vollständig aus der Übernahme eines Teilbetriebes der Mühlbauer GmbH & Co. KG im Wege der Abspaltung und beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2020 unverändert 7.600 TEUR.

c) Bilanzgewinn

Das Geschäftsjahr 2020 der MPS Roding GmbH schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr Jahresüberschuss 12 TEUR) ab.

Die Entwicklung des Bilanzgewinns ergibt sich wie folgt:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Bilanzgewinn zu Beginn des Geschäftsjahres 2.819 2.807
Jahresüberschuss / (Jahresfehlbetrag) (2) 12
Bilanzgewinn zum Ende des Geschäftsjahres 2.817 2.819

8. Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen

Der Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen über 35 TEUR (Vorjahr 42 TEUR) erfasst als Wertberichtigung zum Anlagevermögen Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand für bestimmte Investitionsmaßnahmen. Der Sonderposten löst sich ratierlich entsprechend der Nutzungsdauer der betroffenen Vermögensgegenstände ertragswirksam auf. Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens über 7 TEUR (Vorjahr 11 TEUR) enthält der Posten "Sonstige betriebliche Erträge" der Gewinn- und Verlustrechnung.

9. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten ausschließlich Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des laufenden Jahres sowie des Vorjahres.

10. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich in Höhe von 1.316 TEUR (Vorjahr 1.289 TEUR) sowie bestehende Garantierisiken in Höhe von 115 TEUR (Vorjahr 45 TEUR).

11. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt auf:

TEUR 31.12.2020
TEUR
TEUR 31.12.2019
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 25 -
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 25 -
davon Restlaufzeit über 1 Jahr - -
davon Restlaufzeit über 5 Jahre - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 649 458
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 649 458
davon Restlaufzeit über 1 Jahr - -
davon Restlaufzeit über 5 Jahre - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.427 4.145
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 2.427 4.145
davon Restlaufzeit über 1 Jahr - -
davon Restlaufzeit über 5 Jahre - -
Sonstige Verbindlichkeiten 1.685 1.639
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 1.685 1.639
davon Restlaufzeit über 1 Jahr - -
davon Restlaufzeit über 5 Jahre - -
davon aus Steuern 592 651
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 10 13
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 4.786 6.242
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 4.786 6.242
davon Restlaufzeit über 1 Jahr - -
davon Restlaufzeit über 5 Jahre - -

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt auf:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.542 5.682
Verbindlichkeiten aus Verrechnungsabreden - 9
Forderungen aus Verrechnungsabreden (1) (6)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (114) (1.540)
2.427 4.145

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Berichtsjahr sowie im Vorjahr 1 TEUR auf den Gesellschafter.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die Verpflichtungen aus Lohn- und Gehaltszahlungen in Höhe von 1.074 TEUR (Vorjahr 975 TEUR), Lohn- und Kirchensteuerabgaben in Höhe von 222 TEUR (Vorjahr 234 TEUR) sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 370 TEUR (Vorjahr 417 TEUR) und Sozialversicherungsverbindlichkeiten in Höhe von 10 TEUR (Vorjahr 13 TEUR).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind weder durch Pfandrechte noch durch ähnliche Rechte besichert.

12. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

a) Haftungsverhältnisse

Zum Stichtag 31. Dezember 2020 bestehen bei der Gesellschaft keine Haftungsverhältnisse.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Mietverträge 1.990 1.983
Wartungs-, Einkaufs- und Energielieferverträge 1.145 1.047
Dienstleistungs- und Versicherungsverträge 304 140
3.439 3.170

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen 2.970 TEUR (Vorjahr 2.153 TEUR) auf verbundene Unternehmen.

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Finanzlage von wesentlicher Bedeutung sind, sind nicht vorhanden.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

13. Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen

Die Gesellschaft fertigt Präzisionsteile für unterschiedliche Industrien und Abnehmer. Da sich die Produkte weder nach Produktgruppen noch nach Kundengruppen und Vertriebswegen unterscheiden lassen, braucht eine Umsatzaufgliederung nach Tätigkeitsbereichen nicht vorgenommen werden.

Aufgliederung nach geographischen Merkmalen

2020
TEUR
2019
TEUR
Deutschland 45.218 45.336
Übriges Europa 4.651 4.873
Asien 1.262 612
Amerika 335 90
51.466 50.911
Erlösschmälerungen - Skonti, Boni (293) (269)
51.173 50.642

14. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2020
TEUR
2019
TEUR
Erträge aus der Kfz-Überlassung 65 73
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 33 83
Erträge aus Versicherungsentschädigungen und sonstigen Entschädigungen 23 31
Erträge aus Zuschüssen 7 11
Erträge aus Anlagenverkauf 4 4
Übrige Sonstige Erträge 12 13
Summe 144 215

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 48 TEUR (Vorjahr 102 TEUR) anderen Perioden zuzuordnen.

15. Materialaufwand

Im Materialaufwand entfallen im Berichtsjahr aus dem Posten Aufwendungen für bezogenen Leistungen 140 TEUR auf das Vorjahr.

16. Personalaufwand

Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel gemäß § 286 (4) HGB in Anspruch.

17. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2020
TEUR
2019
TEUR
Betriebsaufwendungen 4.844 4.922
Verwaltungsaufwendungen 594 608
Vertriebs- und Werbeaufwendungen 302 377
Personalaufwendungen 207 173
Fahrzeugaufwendungen 43 41
Reiseaufwendungen 41 83
Nicht regelmäßige und periodenfremde Aufwendungen 92 19
Summe 6.123 6.223

In den nicht regelmäßigen und periodenfremden Aufwendungen des Berichtsjahres sind Aufwendungen für Gewährleistung in Höhe von 70 TEUR, Aufwendungen aus der Erhöhung der Pauschalwertberichtigung in Höhe von 5 TEUR sowie Aufwendungen für Spenden in Höhe von 12 TEUR enthalten. Aufwendungen in Höhe von 5 TEUR (Vorjahr 18 TEUR) aus diesem Posten sind anderen Perioden zuzuordnen.

18. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Posten Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält im Vorjahr Zinserträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen gemäß § 277 (5) HGB in Höhe von 1 TEUR.

19. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen des Berichtsjahres sind Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen gemäß § 277 (5) HGB in Höhe von 1 TEUR enthalten.

20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthält Ertragsteueraufwendungen für das laufende Jahr in Höhe von 47 TEUR (Vorjahr 56 TEUR). An latenten Steuern wurden Steuererträge in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr 1 TEUR) verbucht.

21. Jahresüberschuss und Bilanzgewinn

2020
TEUR
2019
TEUR
Gewinnvortrag 2.819 2.807
Jahresüberschuss / (Jahresfehlbetrag) (2) 12
Bilanzgewinn 2.817 2.819

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

22. Ausschüttungssperre

Zum 31. Dezember 2020 unterliegt nach § 268 (8) HGB ein Gesamtbetrag von 1 TEUR der Ausschüttungssperre. Dieser Betrag resultiert ausschließlich aus aktiven latenten Steuern.

F. Sonstige Angaben

Beschäftigte (Jahresdurchschnitt)

Der durchschnittliche Personalbestand stellt sich wie folgt dar:

2020
Anzahl
2019
Anzahl
Gewerbliche Beschäftigte 274 278
Angestellte 76 80
Geringfügig Beschäftigte, Teilzeitkräfte 35 38
385 396

Darüber hinaus waren im Geschäftsjahr 2020 50 Auszubildende (Vorjahr 50) beschäftigt.

Honorar Abschlussprüfer

Das Honorar der Abschlussprüfer wird im Konzernanhang der Mühlbauer Holding AG genannt.

G. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Herr Alfred Blahnik

Technischer Geschäftsführer (bis 07. Juli 2020)

Herr Thorsten Lischka

Kaufmännischer Geschäftsführer (bis 24. November 2020)

Herr Josef Markus Mühlbauer

Geschäftsführer (ab 25. November 2020)

H. Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen

Mutterunternehmen der MPS Roding GmbH ist die Mühlbauer Holding AG mit Sitz in Roding.

Die Mühlbauer Holding AG ist als Unternehmen im Sinne des § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Mühlbauer Holding AG stellt einen Konzernabschluss nach HGB auf.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss werden im Bundesanzeiger elektronisch bekannt gemacht.

I. Nachtragsbericht

Die Auswirkungen der globalen Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus COVID-19 sowie der zu dessen Eindämmung weltweit getroffenen Maßnahmen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr bei den Kunden der Gesellschaft sowie auch der Mühlbauer-Gruppe im Gesamten zu einer gewissen Unsicherheit geführt. Als Folge war wie erwartet eine rückläufige Nachfrage festzustellen, welche einen direkten Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hatte.

Es verbleiben auch weiterhin große Unsicherheiten, wie die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen im Jahresverlauf ausfallen werden. Dies hängt wesentlich davon ab, wie lange die von den Regierungen getroffenen Entscheidungen andauern bzw. sich entwickeln.

Weitere Ausführungen sind im Lagebericht näher beschrieben.

Sonstige Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres 2020 lagen nicht vor.

 

Roding, 25. März 2021

gez. Josef Markus Mühlbauer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 11.05.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MPS Roding GmbH, Roding

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MPS Roding GmbH, Roding, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MPS Roding GmbH, Roding, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Passau, den 4. Mai 2021

KPWT Kirschner Wirtschaftstreuhand AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft
Messestraße 3, 94036 Passau

gez.

Stefan Heipertz

Alexander Bernauer

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