Stammdaten

Register
Amtsgericht Landau HRB 33314
Vorher
ROBA Corrugated GmbH
Eingetragen
26.11.2004
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und PappeHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von unbedruckten und bedruckten Wellpappeformaten, insbesondere unter der Bezeichnung "Eurowell"

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Tobias Malik
seit 28.1.2025
Prokura
Marina Dr. Palm
seit 5.11.2024
Aktionär
Markus Kubica
seit 8.5.2024
Prokura
Anja Tina Meschter
seit 15.8.2023
Geschäftsführer
Dirk Mylius
seit 24.1.2022
Prokura

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Aalen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eurowell GmbH

Wörth am Rhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Eurowell GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eurowell GmbH, Wörth am Rhein - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eurowell GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 4. April 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maxim Orlov, Wirtschaftsprüfer

Johannes Ilg, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.991,00 33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.811.785,45 3.986
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.264.272,00 177
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 271.764,00 332
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.187.909,00 2.016
7.535.730,45 6.511
7.568.721,45 6.544
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.084.297,32 5.294
2. Fertige Erzeugnisse 88.200,00 237
3.172.497,32 5.531
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 982.643,16 1.373
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.639.210,80 3.383
3. Sonstige Vermögensgegenstände 488.825,39 667
4.110.679,35 5.422
III. Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 1
7.283.176,67 10.953
C. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 363.597,68 0
15.215.495,80 17.496

Passiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000
II. Kapitalrücklage 893.566,43 894
III. Gewinnvortrag 7.245.206,61 7.245
IV. Jahresergebnis 0,00 0
10.138.773,04 10.139
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 792.419,91 869
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 783.091,72 918
783.091,72 918
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.974.785,90 3.416
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.215.931,17 1.040
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.157,43 623
4. Sonstige Verbindlichkeiten 288.336,63 491
3.501.211,13 5.570
15.215.495,80 17.496

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 102.048.048,62 154.048
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen Erzeugnissen -148.360,41 106
101.899.688,21 154.154
3. Sonstige betriebliche Erträge 140.478,74 362
102.040.166,95 154.516
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 67.568.188,30 111.400
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.564.736,76 4.560
72.132.925,06 115.960
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.630.709,10 5.681
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.090.282,43 1.032
6.720.991,53 6.713
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 892.248,87 888
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.411.916,46 14.992
96.158.081,92 138.553
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 128.365,03 127
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 127.500 (Vj. TEUR 127)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 179.067,03 189
davon an verbundenen Unternehmen EUR 18.431,51 (Vj. TEUR 23)
-50.702 -62
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27.353,21 33
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern TEUR 0 (Vj. TEUR 33)
11. Ergebnis nach Steuern 5.804.029,82 15.868
12. Sonstige Steuern 69.372,86 61
13. Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung 5.734.656,96 15.805
14. Aufwand aus Ergebnisabführung -5.734.656,96 -15.805
15. Jahresergebnis 0,00 0

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt im Berichtsjahr wieder die Merkmale einer mittelgroßen Gesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Aufgrund des erstmaligen Unterschreitens der entsprechenden Größenmerkmale treten die Rechtsfolgen im Berichtsjahr nach § 267 Abs. 4 HGB noch nicht ein und es gelten weiterhin die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Zwischen der Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG, Aalen, als Organträgerin und der Gesellschaft wurde am 13. Oktober 2022 und mit Wirkung zum 1. Januar 2022 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke im Anhang gemacht.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Palm Papier GmbH & Co. KG, Aalen einbezogen. Die Palm Papier GmbH & Co. KG erstellt lediglich einen Konzernabschluss, der den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen umfasst.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Eurowell GmbH mit Sitz in Wörth am Rhein im Handelsregister des Amtsgerichts Landau unter der Nummer HRB 33314 eingetragen (bis 16. Februar 2022 mit Sitz in Zorbau unter der HRB 215077 beim Amtsgericht Stendal).

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurden in einem Sonderposten passiviert. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der geförderten Anlagen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Bei den fertigen Erzeugnissen wurden die Verkaufspreise des Bilanzstichtages nach Abzug von Erlösschmälerungen, noch anfallenden Fertigungs- und Vertriebskosten sowie kalkulatorischem Gewinn angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.639 (Vj. TEUR 3.383), davon TEUR 1.218 (Vj. TEUR 2.040) gegen Gesellschafter.

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Der Sonderposten enthält Investitionszuschüsse für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Dieser wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der einzelnen Vermögensgegenstände aufgelöst.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für den Personalbereich (Urlaubsansprüche, Überstunden und Sondervergütungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Insolvenzausgleichszahlung), für ausstehende Lieferantenrechnungen und Jahresabschlusskosten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

31.12.2023 Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Art der Verbindlichkeit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.975 1.975
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.216 1.216
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22 22
4. Sonstige Verbindlichkeiten 288 288
davon aus Steuern (56) (56)
31.12.2022 Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Art der Verbindlichkeit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.416 3.416
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.040 1.040
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 623 623
4. Sonstige Verbindlichkeiten 491 491
davon aus Steuern (184) (184)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 22 (Vj. TEUR 623).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
- nach Sparten
Wellpappformate 103.269 101,2 155.185 100,7
Sonstige 3.056 3,0 4.444 2,9
abzüglich Erlösschmälerungen -4.277 -4,2 -5.581 -3,6
102.048 100,0 154.048 100,0
- nach Regionen
Inland 91.883 90,0 146.587 95,1
Ausland 14.442 14,2 13.042 8,5
abzüglich Erlösschmälerungen -4.277 -4,2 -5.581 -3,6
102.048 100,0 154.048 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Der Ausweis beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus Schadenersatzforderungen in Höhe von TEUR 41 (Vj. TEUR 257), die Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 77 (Vj. TEUR 81) und Erträge in Höhe von TEUR 15 (Vj. TEUR 1) aus dem Buchgewinn aus Anlagenabgang.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die im Rahmen der Organschaft bestehende Umsatz-, Gewerbe- und Körperschaftsteuer des Organträgers. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Organträgers als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus einem Pachtvertrag 1.146
Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen 13
1.159

Geschäftsführung

Die Gesellschaft wird durch Ihre Geschäftsführer vertreten.

Dr. Wolfgang Palm, Aalen-Unterkochen, Diplom-Kaufmann (einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit),

Thomas Karl, Baiersbronn (gesamtvertretungsberechtigt) (bis 15. August 2023)

Anja Meschter, Karlsruhe (gesamtvertretungsberechtigt) (seit 15. August 2023).

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter gliedert sich wie folgt auf:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 64 66
Angestellte 42 41
Auszubildende 1 1
107 108

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Palm Papier GmbH & Co. KG einbezogen wird.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die nicht im Jahresabschluss berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

 

Wörth am Rhein, 4. April 2024

Geschäftsführung

Dr. Wolfgang Palm

Anja Meschter

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchung Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.216.212,83 14.625,00 0,00 0,00 1.230.837,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 8.140.944,83 4.193,44 26.690,73 0,00 8.171.829,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.327.985,32 658.485,00 1.920.037,70 2.353.949,34 35.552.558,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.121.210,22 122.325,00 0,00 773.548,36 1.469.986,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.015.718,43 1.187.909,00 -1.946.728,43 68.990,00 1.187.909,00
47.605.858,80 1.972.912,44 0,00 3.196.487,70 46.382.283,54
48.822.071,63 1.987.537,44 0,00 3.196.487,70 47.613.121,37
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.183.582,83 14.264,00 0,00 1.197.846,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.155.369,38 204.674,17 0,00 4.360.043,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.151.183,32 491.052,70 2.353.949,34 33.288.286,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.789.513,22 182.258,00 773.548,36 1.198.222,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
41.096.065,92 877.984,87 3.127.497,70 38.846.553,09
42.279.648,75 892.248,87 3.127.497,70 40.044.399,92
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.991,00 33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.811.785,45 3.986
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.264.272,00 177
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 271.764,00 332
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.187.909,00 2.016
7.535.730,45 6.511
7.568.721,45 6.542

Lagebericht für 2023

1. Grundlagen

Die Eurowell GmbH mit Sitz in Wörth am Rhein ist in der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Formaten aus Wellpappe tätig. Sämtliche Leistungen werden dabei an den Standorten in Wörth am Rhein und Zorbau erbracht.

Der Standort in Wörth würde im Jahr 2007 gegründet und gehört seitdem zur Palm Gruppe. Im Jahr 2016 ist der Standort in Zorbau hinzugekommen. Die Palm-Gruppe aus Aalen gehört als inhabergeführtes Familienunternehmen im Bereich Wellpappenverpackungen zu den führenden Herstellern in Europa.

2. Wirtschaftsbericht

2a. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge immer noch hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Das reale Bruttoinlandsprodukt ist nach Angabe des statistischen Bundesamtes in Deutschland im Jahr 2023 um - 0,3 % gesunken. Absolut lag das Bruttoinlandsprodukt damit um 0,7 % über dem Niveau des Jahres 2019 vor dem Ausbruch der Corona- Pandemie. Die Entwicklung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen stark unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt um - 2,0 % zurück. Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um - 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab. Er lag damit um 1,5 % unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (- 6,2 %).

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von EUR 82,7 Milliarden. Das waren etwa EUR 14 Milliarden weniger als im Jahr 2022 (EUR 96,9 Milliarden). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremsen, die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie entfielen aber.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt - 3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt - 1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag.

Die preisbereinigten Bruttoanlageinvestitionen sind in 2023 um - 0,3 % gesunken. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresvergleich um 5,9 %. Die Inflation fiel damit geringer aus als im Jahr zuvor, lag jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde wie im vorangegangenen Jahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 mit 12,4 % besonders stark. Energieprodukte verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 %. Preisrückgänge gab es beim Heizöl (- 22,2 %) und mit durchschnittlich - 5,8 % bei Kraftstoffen. Die Preise für Dienstleistungen stiegen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit 4,4 % unterdurchschnittlich. Die Nominallöhne lagen im 3. Quartal 2023 um 6,3 % über dem Vorjahresquartal. Aufgrund des Anstiegs der Verbraucherpreise um 5,7 % im gleichen Zeitraum stiegen die Reallöhne erstmals seit drei Jahren wieder um 0,6 %.

Auch auf dem Arbeitsmarkt zeigten sich erste Auswirkungen der konjunkturellen Eintrübung. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,3 % im Jahr 2022 auf durchschnittlich 5,7 % im Jahr 2023. Sie liegt damit über dem Vorkrisen-Niveau des Jahres 2019 und ist nach einem zwischenzeitlichen Rückgang im Vorjahr erneut angestiegen.

Verbandsstatistiken zeigen für 2023 einen Absatzrückgang für Wellpappenverpackungen in Deutschland von rund 8 %. Die Papierpreise sanken insbesondere zu Beginn des Jahres sehr stark. Nachdem die Papierpreise in der Jahresmitte stabil blieben, gab es im November einen weiteren merklichen Rückgang, insbesondere für braune, altpapierbasierte Sorten. Das gewichtete Gesamtpreisniveau nach EUWID sank von Januar bis Dezember 2023 um - 16,2 %. Zusätzlich zu den nach wie vor hohen Rohstoffkosten rechnen die Mitglieder des deutschen Verbands der Wellpappenindustrie mit einem durchschnittlichen Anstieg der übrigen Kosten von 4,8 % im Jahr 2024. Die erheblichen Preissteigerungen des letzten Jahres konnten über die Verkaufspreise kompensiert werden. Die Durchschnittserlöse sanken jedoch im Jahresverlauf stetig bis auf 67,3 Cent/m 2 im September 2023 und lagen damit mit - 15,2 % unter dem Wert aus dem Vorjahresmonat.

2b. Ertragslage

Der Umsatz des Unternehmens sank von TEUR 154.048 auf TEUR 102.048. Die verkaufte Produktion lag mit 215 Mio. qm unter dem Wert des Vorjahres in Höhe von 254 Mio. qm.

Die Durchschnittserlöse in EUR/qm sind um 21,1 % gesunken. 86,1 % des Umsatzes werden im Inland erzielt.

Der Materialaufwand ist aufgrund der eines Produktionsrückgangs und der gefallenen Rohstoffpreise um TEUR 43.827 auf TEUR 72.133 gesunken. Die Materialkostenquote liegt im Berichtsjahr bei 70,7 % (Vorjahr 75,2 %) der Gesamtleistung. Die Personalkostenquote stieg auf 6,6 % (Vorjahr 4,3 %).

Die Abschreibungen blieben nahezu unverändert bei TEUR 892 (Vorjahr TEUR 888). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 1.420 auf TEUR 16.412 gestiegen.

Das Jahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahreswert um TEUR 10.070 deutlich verringert und beträgt im Berichtsjahr TEUR 5.735.

Das EBITDA beträgt im Berichtsjahr TEUR 6.673 bzw. 6,6 % der Gesamtleistung (Vorjahr TEUR 16.849 bzw. 10,9 % der Gesamtleistung).

Der erwartete Umsatzrückgang ist eingetreten. Ebenso erzielte das Unternehmen wie prognostiziert ein Ergebnis deutlich unter Vorjahresniveau.

2c. Finanz- und Vermögenslage

Das Unternehmen hat einen Cashflow i.e.S. in Höhe von TEUR 6.627 (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) erzielt (Vorjahr TEUR 16.693).

Die Finanzausstattung des Unternehmens ist angemessen und gewährleistet eine sichere Unternehmensentwicklung. Das Unternehmen verfügt über eine Kreditlinie in Höhe von EUR 8,0 Mio., welche per 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 1,92 Mio. ausgeschöpft ist.

Die Finanzausstattung und Liquidität werden gruppenweit durch die Muttergesellschaft Papierfabrik Palm gesteuert. Das Unternehmen wird finanziert durch zugewiesene Kreditlinien bei Geschäftsbanken sowie bei Bedarf über die Muttergesellschaft.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.281 auf TEUR 15.215 verringert.

Der Anteil des Anlagevermögens liegt mit rund 49,7 % der Bilanzsumme auf einem höheren Wert als im (Vorjahr 37,4 %). Die Vorräte betragen 20,9 % (Vorjahr 31,6 %), die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen 27,0 % (Vorjahr 30,9 %) der Bilanzsumme.

Das Eigenkapitel beträgt inklusive der Sonderposten für Investitionszuschüsse ("Wirtschaftliches Eigenkapital") 71,8 % der Bilanzsumme (Vorjahr 63,0 %).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände decken die Verbindlichkeiten zu 117,4 % (Vorjahr 97,3 %).

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3a. Chancen und Risiken

Für die Verpackungs- und Wellpappenindustrie sehen wir mittel- und langfristig überwiegend Chancen für eine positive Weiterentwicklung. Die Verpackungs- und Wellpappenbranche profitiert vom starken Konsum der Bürger und damit von einem dynamisch nachfragenden, breiten Kundenkreis, der unabhängig von der Entwicklung einzelner Branchen und Märkte eine wenig konjunkturanfällige Absatzentwicklung ermöglicht. Der wachsende Internet-Handel hat dabei einen maßgeblichen Einfluss auf die Mengenentwicklung der Wellpappenbranche. Auch die Umweltverträglichkeit der Wellpappenverpackungen, die bei Unternehmen und Verbrauchern einen immer größeren Stellenwert erhält, ist eine Stärke und Chance der Branche. Die Wellpappenverpackungen bestehen zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen und werden nach Gebrauch nahezu vollständig recycelt. Wir erwarten deshalb eine insgesamt steigende Nachfrage nach Verpackungen.

Kurzfristig bestehen Risiken für die Wellpappenbranche aus der aktuellen Konjunkturentwicklung. Die Steigerung der Verbraucherpreise drückte bis zuletzt auf die Konsumneigung der Verbraucher. Der nun wieder eingetretene Anstieg der Reallöhne sollte sich jedoch positiv auf die Absatzentwicklung auswirken. Risiken bestehen weiterhin in möglicherweise schwankenden Rohstoffpreisen sowie in dem intensiven Wettbewerb zwischen den Anbietern.

Wichtigster Rohstofflieferant des Unternehmens sind die gruppeneigenen Papiermaschinen, deren Wellpappenrohpapiere auf den Wellpappenanlagen des Unternehmens zu Wellpappe verarbeitet werden. Diese vertikale Integration stellt eine weitere Chance für das Unternehmen dar, denn sie sichert die permanente Versorgung der eigenen Werke mit Rohpapieren. Da die Herstellung der Wellpappenrohpapiere auf drei verschiedenen Papiermaschinen und an drei unterschiedlichen Standorten erfolgt, ist selbst bei Produktionsproblemen einer Papiermaschine die permanente Versorgung gesichert.

Die Eurowell GmbH verkauft an rund 180 Kunden. Eine kritische Konzentration auf wenige Kunden besteht nicht.

Das Unternehmen und die Führung der Palm Verpackungswerke stehen in permanentem Austausch, um Risiken und Chancen laufend neu zu bewerten und um entsprechende Maßnahmen festzulegen. Die Risiken und Chancen erscheinen insgesamt ausgewogen. Auch bei Eintreten der hier genannten Risiken sehen wir den Fortbestand des Unternehmens als gesichert.

3b. Prognosebericht

Der Sachverständigenrat geht davon aus, dass sich die schleppende Erholung der Weltwirtschaft, insbesondere Chinas, fortsetzt und auch im Jahr 2024 die deutschen Exporte bremst. Auch wenn davon ausgegangen wird, dass sich der private Konsum durch wieder steigende reale Einkommen bis Ende 2024 erholt, rechnet der Sachverständigenrat aufgrund des negativen Außenbeitrags nur mit einem leichten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,7 %. Die Verbraucherpreisinflation schätzt der Sachverständigenrat für das Jahr 2024 auf 2,6 %.

Der Verband der Wellpappenindustrie rechnet für das Jahr 2024 mit einer arbeitstäglichen Absatzsteigerung im Vergleich zu 2023 von 1,4 %. Der Verband geht aufgrund der erwarteten geringeren Inflation und der daraus resultierenden Steigerung der Reallöhne von einer allmählichen Erholung der Nachfrage aus.

Die Marktstellung des Unternehmens ist unverändert gut. Durch die kontinuierliche Modernisierung und Erweiterung unserer Anlagen erwarten wir eine kontinuierliche Verbesserung unserer Produktqualität sowie eine Erweiterung unseres Produktprogramms.

Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr zu erwartenden niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreise rechnen wir für 2024 mit einem im Wesentlichen preisbedingten Umsatzrückgang. Davon ausgehend, dass dieser nicht vollumfänglich durch Kosteneinsparungen kompensiert werden kann, erwarten wir für 2024 ein Ergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau.

 

Wörth am Rhein, 4. April 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Wolfgang Palm

Anja Meschter

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1 . Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten Oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

  • Europack GmbH

    Selbe Adresse

    Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.