Ensto Building Systems GmbH
Selbe AdresseHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Ferdinand Bögel seit 16.1.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
P.B. Finelectric B.V. | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Legrand GmbHSoestJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht - für das Geschäftsjahr 2022 -der Legrand GmbH, Soest1. Geschäfts- und RahmenbedingungenDie Legrand GmbH, Soest, ist die deutsche Tochtergesellschaft im international tätigen französischen Legrand Konzern. Die Legrand GmbH ist für die Vermarktung der Legrand Produkte, die vorwiegend über das Hauptlager in Frankreich nach Deutschland beliefert werden, im deutschen Markt verantwortlich. Der Vertrieb des Installationsmaterials hinsichtlich der Marken Legrand, BTicino, Cablofil VanGeel und Netatmo erfolgt im Inland vorwiegend über den Elektrogroßhandel. Absatzmärkte sind der private und der gewerbliche Bereich. Alleinige Gesellschafterin der Legrand GmbH ist die P.B. Finelectric B.V. in den Niederlanden. 2. Entwicklung der BrancheEnde 2021 wurde prognostiziert, dass die Covid-Einflüsse weiter abnehmen werden und sich die Baubranche und der Wohnungsbau auch bedingt durch den grundsätzlich hohen Bedarf an Wohnraum gut entwickeln werden und dass die Baubranche dadurch ein Motor für das Wachstum in Deutschland sein wird. Durch den Krieg in der Ukraine hat sich diese Situation grundlegend verändert. Bedingt durch die Kombination aus stark steigenden Preisen (Inflation), starken Preisanstiegen bei den Baumaterialien und der weiterhin schwierigen Versorgungslage ist spätestens seit dem 2. Halbjahr 2022 ein Rückgang der Baugenehmigungen und Baufertigstellungen festzustellen. Kompensierend hat der bestehende hohe Auftragsbestand einer zu starken negativen Entwicklung entgegengewirkt. Real ist es dennoch in dem für uns wichtigen Bereich des Wohnungsbaus in der Branche (Bauhauptgewerbe) zu einem Rückgang von ca. -4,5% gekommen. Wurden im Jahr 2021 noch insgesamt knapp über 300.000 Wohnungen fertiggestellt, so sind in 2022 lediglich ca. 280.000 Wohnungen fertiggestellt worden. Nominell (Entwicklung in €) hat sich durch die Preisentwicklung der Markt in 2022 positiv entwickelt (Quelle Statistisches Bundesamt). 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage3.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Umsatz von rd. EUR 53,7 Mio. (Vorjahr EUR 62,5 Mio.) generiert. Der Umsatzrückgang in 2022 resultiert im Wesentlichen aus der Produktionsverlagerung der Zeitschalttechnik innerhalb der Legrand-Gruppe. Der Umsatz im Inland hat sich trotz der beginnenden Markteinflüsse um ca. +8% sehr positiv entwickelt. In nahezu allen Produktbereichen konnte eine positive Umsatzentwicklung verzeichnet werden. Die beste Entwicklung zeigte sich in 2022 im Bereich der Kabelverlegetechnik (Marke Cablofil) sowie in den anderen strategischen Produktbereichen der Verteilereinbaugeräte und in der Hauskommunikation. Hervorzuheben ist eine gute Lieferperformance, die ihren Anteil an der guten Entwicklung gehabt haben wird. 3.2 Finanzen Das Unternehmen ist in den konzernweiten Planungs-, Budgetierungs- und Reportingprozess eingebunden. In regelmäßigen Geschäftslagebesprechungen wird die aktuelle Situation dargestellt und erörtert. Durch die Einbindung in den Legrand Konzernkreis ist die finanzielle Ausstattung des Unternehmens für die Vorhaben gegeben. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist jederzeit durch die Einbindung in den Cash-Pool-Prozess des Konzerns sichergestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Wesentlichen geprägt durch die Bereitstellung von Krediten an andere Konzerngesellschaften. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen auf Basis von Kreditverträgen von rd. EUR 18,3 Mio. (Vorjahr EUR 11,4 Mio.). Im Berichtsjahr wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 31.08.2022 der Gewinn in Höhe von rd. EUR 5,857 Mio. € aus dem Bilanzgewinn per 31.12.2021 auf neue Rechnung vorgetragen. 3.3 Ergebnis Im Jahr 2022 wurde ein Jahresüberschuss von rd. 3.331 T€ (Vorjahr: 5.857 T€) erzielt. Der Jahresüberschuss hat sich im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr durch den Wegfall der Erlöse und des Ergebnisses aus der Produktionstätigkeit ab November 2021 deutlich verringert. Die gute Geschäftsentwicklung im Inland bei dem Vertrieb von Handelswaren sowie Optimierungsmaßnahmen in allen Vertriebs- und Verwaltungsbereichen haben zur Stabilisierung des operativen Ergebnisses beigetragen. 3.4 Vermögenslage
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 278 T€ gesunken. Dabei stehen den Investitionen in Höhe von 108 T€ andererseits Abgänge in Höhe von 985 T€, sowie Abschreibungen in Höhe von 343 T€ gegenüber. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände haben sich durch den gesunkenen Lagerbestand um 10,9 % verringert. Bei den Forderungen ist der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 615 T€ hauptsächlich auf die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen (+ 2.213 T€), bei gleichzeitigem Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 15.292 T€. Die Rückstellungen sind durch das Abschmelzen bei den Personalrückstellungen im Rahmen der Umstrukturierungsmaßnahmen um insgesamt 2.748 T€ gesunken. Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 % gesunken. Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 153 T€ gesunken sind, sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nur um 16 T€ zurückgegangen und die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 442 T€ verringert. 3.5 Entwicklung der wichtigen Kennzahlen (KPI) - Materialanteil - Personalkosten - Umlaufvermögen Die Entwicklung des Unternehmens wird durch die Verfolgung und Analyse wichtiger KPI's überwacht und gesteuert. Die Aufwendungen für das eingesetzte Material im Verhältnis zum Umsatz zeigen sich im Jahr 2022 gegenüber 2021 stabil (60,5% in 2021, 60,4% in 2022). Steigerungen bei den Materialkosten konnten größtenteils durch nötig gewordene Bruttopreiserhöhungen unter Kontrolle gehalten werden. Diese Kennziffer verfolgen wir als zentrale KPI für die Unternehmenssteuerung. Die Personalaufwendungen im Verhältnis zum Umsatz zeigen sich im Jahr 2022 zu 2021 leicht gesunken (23,1 % in 2021, 21,9 % in 2022). Die Fluktuation für das Jahr 2022 betrug 3,37% und war damit etwas niedriger als im Vorjahr, bedingt durch einen gesunkenen Anteil an Austritten im laufenden Jahr. Die Gesamtsumme der Fortbildungsstunden belief sich im Jahr 2022 auf 3.890 Stunden. Im Vergleich zum Jahr 2021 mit 2.500 Stunden bedeutet dies eine Steigerung um 56%. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf spezielle Schulungsinitiativen, insbesondere im Bereich der Produktschulungen sowie im e-Learning u.a. innerhalb der umfangreichen konzerneigenen Lernplattform. Insbesondere wurde im Jahr 2022 verstärkt Wert daraufgelegt, möglichst allen Beschäftigten des Unternehmens ein entsprechendes Schulungskontingent zur Verfügung zu stellen. Durch die Einstellung zwei neuer Auszubildender als Groß- und Außenhandelskaufleute konnte im kaufmännischen Bereich die Ausbildungsquote konstant gehalten werden. Im gewerblichen Bereich ist es im Ausbildungsgang Fachkraft für Lagerlogistik im Jahr 2022 leider nicht gelungen, den freien Ausbildungsplatz zu besetzen. Der Lagerbestand ist ein wichtiger Faktor, um unsere Flexibilität in der Belieferung unserer Kunden sicherzustellen und belief sich im Jahr 2022 auf 8,5% (Bestand im Verhältnis zum Umsatz, Vorjahr 8,2%). Der leichte Bestandsaufbau ist auf den Aufbau der Bestände nach Ende der Produktion am Standort zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit, sowie ein konsequentes Monitoring und Forecast Management zurückzuführen. Der Wert 2022 liegt auf einem vergleichbar niedrigen Niveau vergleichbar mit dem Wert aus 2021, eine Folge unserer kontinuierlichen Optimierung des Umlaufvermögens und gezielter Maßnahmen zur Bestandsreduzierung, ohne damit die Lieferperformance negativ zu beeinflussen. 3.6 Personalbereich Im laufenden Geschäftsjahr gehörten durchschnittlich 130 Mitarbeiter/- innen (Vorjahr 169) zur Belegschaft unseres Unternehmens. Durch gezielte Qualifizierung der Mitarbeiter/- innen wird die Leistungsfähigkeit der Strukturen erhöht, um somit den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Aufgrund der Pandemie fanden viele Qualifizierungen nach wie vor digital statt, jedoch konnte durch wieder aufgenommene Angebote von Bildungsträgern ein stärkerer Fokus auf Präsenzangebote gelegt werden. Die Ausbildung von Nachwuchskräften ist ein wesentlicher Bestandteil der Personalentwicklung. Restrukturierungsmaßnahmen bedingt durch die Verlagerung der Produktion wurden im Jahr 2020 zurückgestellt. Die Verlagerung wird Anfang 2023 abgeschlossen sein. 3.7 Umwelt Die Legrand GmbH ist seit 1998 durch die Pflege eines Umweltmanagementsystems (DIN EN 14001) zertifiziert. Die Umweltaspekte und Umweltauswirkungen sowie alle umwelt-relevanten Gesetze und Vorschriften sind erfasst, sie werden regelmäßig überprüft und bewertet. Es bestehen keinerlei Bedenken hinsichtlich Umweltgefährdungen bzw. Umweltbelastungen durch das Unternehmen. Wir messen zeitnah unsere Energieverbräuche und verfolgen durch ständige Verbesserung unserer Prozesse eine kontinuierliche Verringerung dieser. Im Jahre 2017 haben wir erfolgreich ein Energieaudit nach DIN 16247 Teil 1 durchgeführt, welches wir aufrechterhalten. Ebenfalls überwachen wir kontinuierlich die Mengen und Arten unserer Abfälle und haben auch hierbei das Ziel permanenter Minimierung. Umweltziele sind feste Bestandteile unserer Unternehmerischen Verantwortung und werden regelmäßig an die Konzernleitung berichtet. 4. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres4.1 Entwicklung 2022 In der Gesellschafterversammlung der P.B. Finelectric ist am 31.08.2022 beschlossen worden, den Gewinn in Höhe von 5.857.020,30 Euro aus dem Jahresabschluss per 31.12.2021 auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Wesentliche Chancen und RisikenRisiken durch fehlerhafte Produkte und eventuell entstehende Kundenansprüche gegen das Unternehmen werden auf Grund des funktionierenden QM-Systems nicht gesehen. Konzentrierte Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen ermöglichen eine frühzeitige Erkennung von Risiken bezogen auf Markt- sowie technologische Veränderungen; entsprechende Gegenmaßnahmen können demzufolge rechtzeitig eingeleitet werden. Durch die innovativen Produkte im Bereich der Gebäudekommunikation ergeben sich außerordentliche Marktchancen. Es existiert ein Eskalationsgremium, in dem bei Bedarf alle zur Verfügung stehenden Fakten eingehend diskutiert und bewertet werden, um notwendige Maßnahmen, die sich gliedern in Sofort-, Abstell- und Präventionsmaßnahmen, zu ergreifen. Die bei der Legrand GmbH eingesetzten Verfahren und Werkzeuge für die kaufmännische Führung, Überwachung und Steuerung sind seit Jahren erprobt, pragmatisch und angemessen. Finanzielle Veränderungen und Risiken werden zeitnah erkannt und behandelt. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Kenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Konkrete Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder seine Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Beschaffungsrisiken werden durch die Einbindung in die Konzernlieferketten nicht gesehen. bzw. etwaige Risiken minimiert. Sofern unser Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht eine grundsätzliche Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ereignisse. 6. PrognoseEreignisse nach dem Bilanzstichtag (insbesondere im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine und auch noch der Folgen durch die Corona-Pandemie), die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Legrand GmbH auswirken, haben sich nicht ergeben. Inwieweit der seit 24.02.22 laufende Krieg in der Ukraine sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Legrand GmbH auswirken werden, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar bzw. eine Prognose dazu nicht möglich. Wir sehen für 2023 aufgrund der bereits stark gestiegenen Preise 2022 mit einer Inflation von ca. 8% und einer erneut hohen Prognose für die Inflation 2023 in einer Höhe von 6%, für 2023 ein Jahr, das im Bereich der Bauentwicklung schwierig sein wird. Die Preissteigerungen und der gleichzeitige Anstieg der Zinsen der Baufinanzierung drücken auf die Investitionsfreudigkeit im privaten und öffentlichen Bereich. Gleichzeitig sehen wir eine Entspannung bei den Lieferengpässen bei der für den Bau relevanten Branchen. Das wird gegebenenfalls im Verlauf des Jahres zu einem erhöhten Preisdruck führen. Das Unternehmen setzt alle Kräfte ein, um die oben beschriebenen Erwartungen aus den Folgen des Ukraine Krieges aber auch noch aus der Covid-19 Pandemie weiterhin zu bewältigen:
Der auch nach der Covid-Pandemie nach wie vor unsichere gesamtwirtschaftliche Hintergrund, der im Wesentlichen bedingt ist durch den Krieg in der Ukraine, könnte weitergehende Auswirkungen auf die Preisentwicklung und die Produktnachfrage haben, die zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Jahresabschlusses nicht final absehbar sind. Es ist nicht möglich, die finanziellen Auswirkungen abzuschätzen, die dadurch auch in der kommenden Finanzperiode auf das Unternehmen Einfluss haben könnten. In dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31.12.2022 sind keine finanziellen Einflüsse bedingt durch Covid-19 berücksichtigt worden. Das Unternehmen sieht zu diesem Zeitpunkt auch keine Anzeichen, die Annahmen in Frage zu stellen. Das Unternehmen gehört zum Legrand Konzern, der über eine solide Bilanzstruktur und eine leistungsfähige Finanzkraft verfügt. Für die Legrand GmbH können sich sowohl Auswirkungen auf die Beschaffung als auch auf den Absatz ergeben. Konkrete Aussagen zu den Auswirkungen auf die Planungen können zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht getroffen werden. Vor diesem Hintergrund werden wir weiterhin in gezielte Projekte investieren, die zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit der Firma beitragen. Die Einführung neuer Produkte - besonders im Bereich der Schalter und insbesondere der Elektromobilität - sowie eine Verstärkung der Vertriebsaktivitäten werden die Voraussetzungen für eine angestrebte Stabilisierung bis zu einem leichten Rückgang, im Bereich 0% bis -2%, des Umsatzes sein. Der Materialaufwand wird für das Jahr 2023 leicht steigen, wir rechnen mit einem Wert von bis zu 65% des Umsatzes. Die Personalaufwendungen werden stabil bei ca. 22% gegenüber dem Umsatz bleiben. Der Lagerbestand ist geplant im Jahr 2023 auf den Wert 2022 konstant zu halten.
Soest, 31.05.2023 Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine AngabenDie Legrand GmbH hat ihren Sitz in Soest und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Arnsberg (HRB 5479). Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren. Gemäß § 267 HGB ist die Legrand GmbH zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine große Kapitalgesellschaft. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, WährungsumrechnungFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene DV-Programme werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige linear errechnete Abschreibungen, bewertet. Es wird eine Nutzungsdauer von 3 Jahren bei PC-Software und bei AS-400-Software von 5 Jahren zugrunde gelegt. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der durch die Fertigung veranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der wirtschaftlichen Nutzungsdauern und wurden seit dem 1. Januar 2010 linear vorgenommen. Soweit in den Vorjahren auf Vermögensgegenstände die degressive Abschreibungsmethode angewandt wurde, wurde diese Methode in Anlehnung an die Übergangsregelungen nach Art. 67 Abs. 4 EGHGB beibehalten. Anschaffungen ab dem 01.01.2018 werden bis zu einer Höhe von 250,- Euro im laufenden Jahr voll abgeschrieben (vom 01.01.2008 bis 31.12.2017 bis 150,- Euro). Anlagegüter > 250 bis 1.000 Euro werden innerhalb einer Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben und im darauffolgenden Jahr als Abgang gezeigt. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Risiken aus eingeschränkter Verwertbarkeit wurden durch Wertabschläge berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. zu Barwerten bewertet. Erkannten und latenten Risiken wurde durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Rückdeckungsversicherungsansprüche wurden bislang auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Ab dem Geschäftsjahr 2022 werden diese gemäß IDW RH FAB 1.021 mit dem Erfüllungsbetrag der zugehörigen Pensionsverpflichtungen bewertet (Passivprimat). Die liquiden Mittel wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach der Projected Unit Credit Method unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes aus dem Dezember 2022 von 1,79 % bewertet. Der Zinssatz ist an den von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren angelehnt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt. Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie eine Fluktuationsrate wurden nicht berücksichtigt, da es sich bei den Berechtigten ausschließlich um Rentner handelt. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Ansätzen der Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2022 unter Verwendung des durchschnittlichen Zinssatzes von 1,79% sowie des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen sieben Jahre (1,45%) beläuft sich auf T€ 20 und unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. Dieser Unterschiedsbetrag ist unter dem Finanzergebnis erfasst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert worden. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handels- und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Für die sich daraus ergebende Steuerentlastung (aktive latente Steuer) wird das Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in Anspruch genommen und auf die Bilanzierung verzichtet. Fremdwährungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden mit dem aufgegebenen Buchungskurs im Entstehungszeitpunkt gebucht. Zum Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet soweit sie eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aufweisen. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen nicht. III. Erläuterungen zur BilanzDie oberste Muttergesellschaft ist die Legrand SA, Limoges/Frankreich. Alle Tochter- und Enkelgesellschaften, die nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in deren Konzernabschluss einbezogen werden, werden als verbundene Unternehmen ausgewiesen. Soweit es den Grundsätzen der Klarheit und Übersichtlichkeit diente, wurden Angaben in den Anhang übernommen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Vom Wahlrecht des Ausweises der aktiven latenten Steuern wurde Gebrauch gemacht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB. Die Bewertung erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 30,88 %. Die Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung des Geschäfts- oder Firmenwertes der Cablofil Deutschland GmbH. Die in der Bilanz ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens sind in ihrer Entwicklung im Anlagengitter dargestellt. Aus steuerlichen Gründen (6b-Rücklage) wurde in den vergangenen Geschäftsjahren eine rein steuerliche Abschreibung auf das Verwaltungsgebäude "Am Silberg" gem. § 254 HGB a.F. in Verbindung mit der Inanspruchnahme des Beibehaltungswahlrechts gem. Art. 67EGHGB durchgeführt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash Pool sind alle innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus einem Darlehen sind innerhalb von fünf Jahren fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus dem Cash Pool sowie aus einem Darlehen an die Legrand Corporate inklusive Zinsen in Höhe von T€ 18.315 (Vorjahr T€ 11.355) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber anderen verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Steuervorauszahlungen in Höhe von T€ 171 sowie sonstige Forderungen von T€ 31. Diese enthalten T€ 20 Forderungen gegen verbundene Unternehmen für zurückgesendete Waren aus Garantiefällen. Für bestimmte Pensionsverpflichtungen hat die Legrand GmbH entsprechende Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Da es sich hierbei um Deckungsvermögen handelt, wurden die Vermögensgegenstände, die mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen bewertet wurden (Passivprimat), mit der entsprechenden Pensionsverpflichtung saldiert. Im Jahresabschluss 2022 wird erstmals der Rechnungslegungshinweis des IDW (IDW RH FAB 1.021) angewendet. Danach sind rückgedeckte Altersversorgungszusagen kongruent zu bewerten. Dabei kam ein zahlungsstrombasiertes Verfahren zur Anwendung. Das Zahlungsstromverfahren basiert auf der Bildung der Differenz des Zahlungsstroms der erdienten Pensionszusage einerseits und des Zahlungsstroms der finanzierten Rückdeckungsversicherung andererseits. Aus dieser Umstellung (Anpassung an eine neue Gesetzesauslegung) ergibt sich eine Verringerung des Aktivwerts um T€ 24 aus der Veränderung des Deckungsvermögens im Vergleich zum Vorjahr. Die Rückdeckungsversicherungen sind mit einem Wert von T€ 458 (Vorjahr: Bewertung zum Aktivwert von T€ 501) bewertet. Die Pensionsverpflichtung beträgt T€ 598 (Vorjahr: 613). Die verrechneten Aufwendungen und Erträge aus Pensionsverpflichtungen und Deckungsvermögen betragen T€ 15 und T€ 30. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Kundenboni und andere Verkaufsvergütungen in Höhe von T€ 5.032 sowie Personalaufwendungen von T€ 3.589. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Leistungen enthalten, diese haben ausschließlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Gesamtverbindlichkeiten in Höhe von T€ 9.049 (Vorjahr T€ 9.861) haben vollständig eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 1.513:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht. Es bestehen Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von T€ 23 mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als gering einzuschätzen. Es bestehen weiterhin Bürgschaften zur Absicherung der Verpflichtungen im Rahmen der Restrukturierung aus Altersteilzeit und Transfergesellschaft, in Höhe von T€ 2.938 Es bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse aus der Ausgabe und Übertragung von Wechseln zum 31. Dezember 2022. Zum Bilanzstichtag lagen keine außerbilanziellen Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB) vor. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht vor. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen auf:
Die gesamten Umsatzerlöse wurden in folgenden Regionen erzielt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten T€ 1.443 (Vorjahr T€ 793) Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen. Personal aufwand Die Personalaufwendungen betragen T€ 11.751 (Vorjahr T€ 14.441) und setzen sich aus Lohn- und Gehaltsaufwendungen von T€ 10.226 sowie Sozialabgaben und Altersversorgungsaufwendungen von T€ 1.525 zusammen. In den Aufwendungen für Altersversorgung sind Beträge für Pensionen in Höhe von -28 T€ (aufwandsmindernd; Ertrag) enthalten. Personalstand Der durchschnittliche Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind keine Erträge aus der Auflösung der passiven latenten Steuern enthalten. Nach dem Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung in der Fassung des BilRUG ergibt sich für das Geschäftsjahr für das Zwischenergebnis Ergebnis nach Steuern ein Betrag in Höhe von T€ 3.417 und für das Vorjahr T€ 5.947 Sonstige AngabenDie Legrand SA, Limoges/Frankreich, ist das oberste Mutterunternehmen der Legrand GmbH, Soest, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Legrand France SA, Limoges/Frankreich erhältlich bzw. wird von ihr auf ihrer Homepage: www.legrand.com veröffentlicht. Die PB Finelectric B.V., Boxtel/Niederlande, ist die direkte Muttergesellschaft der Legrand GmbH, Soest, welche den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der PB Finelectric B.V., Boxtel/Niederlande erhältlich. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (insbesondere auch im Hinblick auf die Corona-Pandemie, aber auch im Hinblick auf den widerrechtlichen Übertritt des russischen Militärs auf ukrainisches Staatsgebiet), die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Legrand GmbH auswirken, haben sich nicht ergeben. Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 ist bzw. war:
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses der Legrand SA, Limoges/Frankreich, enthalten.
Soest, den 31. Mai 2023 Der Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 01.01. bis zum 31.12.2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Legrand GmbH, Soest Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Legrand GmbH, Soest, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Legrand GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 31. Mai 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer ppa. Christian Mersch, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 1. Juni 2023 festgestellt. |
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