Kleemann GmbH
Manfred-Wörner-Straße 160, 73037 Göppingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Knam seit 12.1.2023 | Geschäftsführer |
Bernhard Klaus Dr. Steckel seit 16.10.2013 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kleemann GmbHGöppingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2020 bis zum 31.10.2021Lagebericht und Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. November 2020 bis zum 31. Oktober 2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.11.2020 - 31.10.2021I. Wirtschaftliche und gesellschaftsrechtliche Grundlagen und VeränderungenDie Kleemann GmbH ist ein Unternehmen der Wirtgen Group, einem international tätigen Unternehmensverbund der Baumaschinenindustrie, der in den Geschäftsbereichen Road Technologies und Mineral Technologies erfolgreich positioniert ist. Die Wirtgen Group bietet die komplette Prozesskette vom Brechen und Sieben von Gestein sowie dem Mischen von Asphalt im Geschäftsbereich Mineral Technologies bis hin zum Einbau, Verdichten und Sanieren von Fahrbahnaufbauten aller Art im Geschäftsbereich Road Technologies. Die Kleemann GmbH ist ein wichtiger Baustein im Geschäftsbereich Wirtgen Mineral Technologies. Mit seinen Marken Kleemann und Benninghoven sowie dem Bereich Surface Mining der Marke Wirtgen überzeugt dieser Geschäftsbereich mit innovativen und praxisgerechten Technologien, die auf extremste Einsatzbedingungen abgestimmt sind. Die speziell für die Marke Kleemann ausgebildeten Vertriebsmannschaften bieten den Abnehmern in Steinbrüchen, Minen, bei den Kommunen, den Lohn- und Recyclingunternehmen sowie den Tiefbau- und Straßenbauunternehmen stets ein Höchstmaß an Fachkompetenz vor Ort. Die Kleemann GmbH ist heute in der Lage die Volumenmärkte zu bedienen, kann aber auch kundenorientierte Sonderlösungen anbieten. Die Maschinenbauspezialisten der Wirtgen Group entwickeln und produzieren ihre Produkte in ihrem jeweiligen Stammwerk in Deutschland. Daneben betreibt die Wirtgen Group Werke in China, Indien und Brasilien, die für diese Märkte angepasste Maschinen herstellen. Der Vertrieb und der Kundenservice erfolgen über das weltweite Netzwerk der Wirtgen Group mit über 55 eigenen Vertriebs- und Serviceniederlassungen und mehr als 150 ausgewählten Händlern. Seit dem 01. Dezember 2017 gehört die Wirtgen Group vollständig zum John Deere Konzern, einem international renommierten Premium-Hersteller von Bau-, Land- und Forstwirtschaftsmaschinen. Die Wirtgen Group ist dabei Teil des Unternehmensbereiches Construction & Forestry. Die Anteile an der Kleemann GmbH wurden seit dem Vollzugsstichtag 01. Dezember 2017 von der WMT GmbH mit Sitz in Windhagen gehalten. Im Dezember 2020 wurden die Anteile von der WMT GmbH auf die Wirtgen Mineral Technologies GmbH mit Sitz in Windhagen übertragen. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenCorona-Pandemie - Einflüsse von Covid-19Wie bereits 2020 war auch dieses Geschäftsjahr stark von der weltweiten Corona-Pandemie mit dem Virus Covid-19 geprägt. Die Pandemie hat sich beginnend von China über Asien, Afrika, Europa bis Amerika auf der ganzen Welt ausgebreitet. Wirtschaftlich waren alle Branchen betroffen, Großkonzerne wie Kleinbetriebe und Selbständige, die Fluggesellschaften, Touristik- und Hotelbranche, Gastronomie und Einzelhandel sowie das Dienstleistungsgewerbe. Das private Leben wurde durch gesetzliche Einschränkungen immer stärker reglementiert. Mit dem Virus Covid-19 infizierte Menschen mussten über Wochen in häusliche Quarantäne. Risikogruppen und ältere Menschen mit schlimmen Krankheitsverläufen mussten in Intensivstationen aufgenommen und künstlich beatmet werden. In vielen Fällen führte die Krankheit zum Tod. Viele Länder haben daher wochenlange Einschränkungen im geschäftlichen und privaten Umfeld beschlossen. Die Einschränkungen umfassten Kontaktsperren, Reiseverbote, Maskenpflicht und verschärfte Hygienevorschriften. Teilweise umfassten die Einschränkungen Betriebsschließungen, Schließungen von Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen, bis zum Lockdown ganzer Wirtschaftszweige, wie Gastronomie und Sport- und Freizeitanlagen. Über Weihnachten 2020 und Neujahr 2021 wurde in Deutschland ein harter Lockdown verhängt. Geschäfte und Restaurants sowie öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder und Bibliotheken mussten schließen und Mitarbeiter - soweit es die Arbeitsaufgabe zuließ- im Home-Office arbeiten. Auch die Schulen wurden nach den Weihnachtsferien nicht mehr geöffnet. Die Schülerinnen und Schüler wurden über Fernunterricht unterrichtet. Zuversicht kam im Winter 2020/Frühjahr 2021 auf, als die ersten Impfstoffe von BionTech zugelassen worden sind. Nach und nach kamen weitere Impfstoffe - wie von Moderna, Johnson & Johnson oder Sputnik - auf den Markt. In den Bundesländern von Deutschland wurden in verschiedenen Landkreisen und Städten mehrere Impfzentren eingerichtet. Die Impfung wurde in zwei Schritten vorgenommen und nach Alters- und Risikogruppen eingeteilt. Bis zum Sommer 2021 war dann ein für Alle ausreichendes Impfangebot vorhanden. Neben der Impfung blieben die weiteren Maßnahmen, wie Abstandhalten, erweiterte Hygienevorschriften, Maskenpflicht sowie die Regelungen von 2G (Genesen, Geimpft) und 3G (Genesen, Geimpft, Getestet) weiterhin bestehen, sodass geschlossene Geschäfte und Einrichtungen unter Auflagen wieder öffnen konnten und auch Reisen, z.B. für den Sommerurlaub, möglich waren. Leider blieb die gesamte Impfquote bis zum Herbst 2021 hinter den Erwartungen zurück, sodass leider zum Herbst und Winter die Fallzahlen wieder nach oben gegangen sind und bis Ende des Jahres wieder mit Einschränkungen zu rechnen ist. Corona-Pandemieplan-Maßnahmen bei KleemannKleemann hat sehr früh auf die Auswirkungen der Pandemie reagiert und ein eigenes, mindestens an den Gesetzesvorgaben orientiertes, Maßnahmenprogramm zum Schutz der Belegschaft eingeführt. Zur dauerhaften Überwachung der aktuellen Gesetzesänderungen und zur Umsetzung der betrieblichen Maßnahmen wurde ein Pandemiekrisenstab eingesetzt, der fortlaufend die Führungskräfte und Mitarbeiter über Veränderungen informiert. Zu den Maßnahmen zählten erhöhte und verschärfte Hygienevorschriften inklusive der Vorgaben von Abstandhalten von 1,5 Meter, keine körperlichen Kontakte wie Händeschütteln, Beschränkung von Besprechungsteilnehmern, Reiseverschärfungen bis hin zu Reiseverbote vor allem in definierte Risikogebiete, aber auch die Ausweitung mobilen Arbeitens von zu Hause aus. Die Schichtübergaben im Produktionsbereich wurden entzerrt. Anwesenheitszeiten von Mitarbeitern in der Verwaltung wurden entzerrt, um die Kontaktbegegnungen auf ein möglichst niedriges Niveau zu beschränken. Dabei wurde der bestehende Pandemie-Plan unmittelbar an neue Situationen oder an geänderte gesetzliche Anforderungen angepasst und unsere Mitarbeiter ständig über die Entwicklung informiert. Durch die ergriffenen Maßnahmen ist es uns gemeinsam gelungen, die Fallzahlen bei Kleemann seit Pandemiebeginn in einem geringen Bereich zu halten. Dadurch konnte der Geschäftsbetrieb jederzeit sichergestellt werden. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie OECD beziffert in ihrer Septemberprognose 2021 die weltweite Steigerung der Wirtschaftsleistung auf +5,7 %. Im Vorjahr lag sie bei -3,4 %. Für das kommende Jahr 2022 sieht die OECD die weltweite Wachstumsrate bei +4,5 %. Zuwächse sieht die OECD in nahezu allen Ländern, da 2020 aufgrund der Corona-Pandemie in nahezu allen Ländern negative Wachstumsraten zu verzeichnen waren. Die Euro-Zone wird mit +5,3 % angegeben, wobei die Wirtschaftsleistung in Deutschland um 2,9 % gegenüber 2020 steigt. Für das kommende Jahr 2022 sieht die OECD die Wachstumsraten durchweg positiv, vor allem in Indien (+7,9 %), Spanien (+6,6 %) und United Kingdom (+5,2 %). Neben diesen Konjunkturprognosen besteht weiterhin ein hoher Bedarf an Infrastruktur, Urbanisierung sowie der Versorgung mit nachhaltiger Energie und Nahrungsmitteln. Die Nachfrage nach Investitionsgütern, wie für den Straßenbau, wird durch weltweite öffentliche Investitionsprogramme und Bauprojekte begünstigt und bietet für die deutschen Baumaschinenhersteller die Möglichkeit, auch im kommenden Geschäftsjahr erfolgreich zu wachsen. Der Klimaschutz nimmt bei allen wirtschaftlichen Entscheidungen einen immer größeren Stellenwert in der Gesellschaft ein. 197 Länder trafen sich vom 31. Oktober bis 12. November 2021 in Glasgow, um über gemeinsame Möglichkeiten zu beraten und Maßnahmen zu beschließen, die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Viele große Firmen erarbeiten eigene Programme, wie sie die CO 2 Belastung in ihrem Unternehmen, aber auch ihrer Produkte und deren Entstehungsprozess senken oder gar klimaneutral darstellen können. Dabei spielen auch die Digitalisierung und Elektrifizierung eine wichtige Rolle und können neue Produkte sowie Geschäftsfelder eröffnen. 2. GeschäftsverlaufAuftragslageDer Auftragseingang hat sich in diesem Geschäftsjahr gegenüber 2020 deutlich erholt und verbessert und lag in den einzelnen Monaten durchweg über dem Vorjahr. Dabei stachen zwei Monate besonders hervor. Der Monat September 2021 stellte mit 75,2 Mio. EUR den bisher besten Auftragseingangsmonat in der Unternehmensgeschichte dar. Getrieben wurde dieser Monat von Aufträgen aus Amerika aber auch aus Europa und da vor allem aus Deutschland. Zuvor erreichten uns bereits im Juli neue Aufträge aus Amerika. Im Juli konnte ein Auftragszugang von 60,7 Mio. EUR verzeichnet werden, was im Wesentlichen auf diese Aufträge aus Amerika zurückzuführen war. Die Auftragssteigerungen sind sowohl im Neumaschinengeschäft als auch bei den Ersatzteilen zu verzeichnen. Regional sind vor allem in Deutschland, Westeuropa, Nordamerika und Australien die Aufträge gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der kumulierte Auftragseingang 2021 liegt 73,8 % über dem Vorjahr, sowie 43,9% über dem Geschäftsjahr 2019 vor der Corona-Pandemie, was uns optimistisch für das kommende Geschäftsjahr stimmt. UmsatzentwicklungDie in diesem Geschäftsjahr geplanten Umsatzziele konnten nicht ganz erfüllt werden. Dies lag an dem späteren Hochlauf der Produktion inklusive der Supply Chain, nach dem Corona-bedingten Produktionsrückgang im Jahr 2020. Der Unternehmensumsatz im Geschäftsjahr 2021 betrug 311 Mio. EUR und lag damit 14,2 % über dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatzzuwachs ist im Wesentlichen im Neumaschinen- und Ersatzteilgeschäft begründet. Die Gebrauchtmaschinensparte lag unter dem Vorjahresniveau, konnte aber die Umsatzziele deutlich übertreffen. Die Umsatzverteilung erfolgte auch in diesem Jahr auf alle wichtigen Absatzmärkte. Die Umsatzzuwächse konnten in diesem Jahr in Europa, Nordamerika und Australien verbucht werden. KostenentwicklungNeben dem Umsatzwachstum von 14,2 % ist das Jahresergebnis überproportional positiv gestiegen. Dies haben wir durch konsequente Kosteneinsparungen in allen Bereichen erreicht. Die im Jahr 2020 begonnenen Kosteneinsparprogramme wurden auch 2021 fortgesetzt. Wir haben frühzeitig Maßnahmen in der Material-, Produktion- und Personalplanung getroffen. Die im Vorjahr geplanten Mehrbestände an Material - um auf etwaige Lieferantenausfälle vorbereitet zu sein - wurden über das Jahr hinweg abgebaut. Die weitere Materialversorgung wurde eng mit dem Produktionsplan abgestimmt. Im Frühjahr 2021 entwickelte sich der Stahlpreis unnatürlich hoch. Dies war auf die gestiegenen weltweiten Nachfragen und Ressourcenknappheiten zurückzuführen. Unsere stahlpreisabhängigen Lieferanten sahen sich Verteuerungen ausgesetzt, die sie an uns weitergeben mussten. Aufgrund der gestiegenen Einkaufspreise sahen auch wir uns im Mai 2021 gezwungen, unsere Verkaufspreise unterjährig anzupassen. Im späteren Verlauf des Jahres verschärfte sich die immer geringere Teileverfügbarkeit und Liefertreue unserer Lieferanten, da auch diese von ihren Vorlieferanten kein oder zu wenig Material erhielten. Die Auswirkungen spürten wir zwischenzeitlich in den Rückständen von Produktionseinheiten. Mit sehr viel Flexibilität und Engagement unserer Mitarbeiter haben wir es geschafft, die Produktionsmenge an Brechern in Göppingen in diesem Jahr von 312 Einheiten auf 425 Einheiten zu erhöhen. Diese Produktionssteigerung wurde durch einen kontinuierlichen Aufbau von Fremdpersonal im direkten Bereich unterstützt. Wie im letzten Geschäftsjahr wurden auch 2021 weitere Kosteneinsparungen aufgrund nicht getätigter oder auf online umgestellter Marketing- und Messeaktivitäten, verschobener IT-Projekte, stark reduzierter Reisetätigkeiten und nicht in Anspruch genommener Beratungskosten aufgrund verschobener Projekte realisiert. Obgleich eine hohe Kostendisziplin im Vordergrund stand, wurde weiterhin in R&D Projekte investiert. Zudem haben wir auch in diesem Jahr wieder Kostenoptimierungen innerhalb der Herstellkosten umgesetzt. Die notwendigen Anstrengungen umfassten dabei globales Einkaufs-Sourcing, laufende Qualitätsüberprüfungen sowie eine ständige Optimierung in den Produktions- und Verwaltungsabläufen. Das Jahresergebnis liegt in diesem Geschäftsjahr bei 18,5 Mio. Euro. MitarbeiterDas Fundament unseres Erfolges sind unsere Mitarbeiter. Um unsere Vision der Weltmarktführerschaft im Bereich Brechen und Sieben umsetzen zu können, benötigen wir eine qualitativ hoch motivierte Belegschaft und Spezialisten in allen Unternehmensbereichen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir 41 neue Mitarbeiter für Kleemann begeistern. Die Mitarbeiterzahl ist dennoch von 601 auf 584 am Bilanzstichtag gesunken. Für das kommende Geschäftsjahr suchen wir gezielt nach neuen, motivierten und qualitativ sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern. Dabei sieht es Kleemann als selbstverständlich an, alle Stellen geschlechtsneutral auszuschreiben und mit geeigneten Bewerbern zu besetzen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Glauben oder körperlichen Behinderungen. Für uns steht der Mensch im Zentrum und wir stellen ausschließlich nach Eignung und Qualifikation ein. Wir sind stolz darauf, dass sich unsere Belegschaft aus mehreren Nationen zusammensetzt. Wir schöpfen einen Mehrwert aus der Vielfalt verschiedenster Nationalitäten sowie unterschiedlichen Arbeits- und Persönlichkeitsprofilen, aber auch Kulturen und Sprachen, um das Optimum zur Erfüllung unserer Ziele zu erreichen. Zum Bilanzstichtag beschäftigen wir Mitarbeiter aus 20 Nationen am Standort. Auch die Inklusion ebenso wie die Gleichberechtigung ist für uns eine Selbstverständlichkeit. 13 Mitarbeiter mit einem Grad an Behinderung tragen bei uns dazu bei, Kleemann jeden Tag erfolgreicher zu gestalten. Unsere Mitarbeiter werden nach ihrer Qualifikation im Rahmen von Entgeltgruppen eingeteilt und entlohnt. Im Einklang mit unserer Unternehmensphilosophie stellen wir uns der sozialen Verantwortung und decken über die interne gewerbliche und kaufmännische Ausbildung einen Teil unseres Bedarfes an fachlich sehr gut qualifizierten Mitarbeitern. Zum Bilanzstichtag bildet Kleemann 61 junge Menschen in den Berufen Elektronik für Automatisierung, Industriemechanik, Konstruktionsmechanik, Mechatronik, Industrieelektrik, Technisches Produktdesign, Zerspanungsmechanik, Fachkraft für Lager und Logistik, Fahrzeuglackierung, Industriekauffrau/-mann sowie in den dualen Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen, Controlling, Service Engineering sowie Technik im Ulmer Model aus. Im September 2021 haben 15 Auszubildende neu bei Kleemann begonnen. Auch in diesem Jahr wurde unsere Ausbildung bei Kleemann ausgezeichnet und unterstreicht einmal mehr, dass wir es mit der Ausbildung ernst meinen und hier einen professionellen Weg eingeschlagen haben. In der CAPITAL-Ausbilderstudie 2021 erreichten wir 5 von 5 möglichen Sternen in der Kategorie Ausbildung sowie 4 von 5 Sternen in der Kategorie Duales Studium. Eine besondere Auszeichnung erhielt die Ausbildungsabteilung von Kleemann im März 2021. Eine Projektgruppe der Auszubildenden hat sich eigenständig mit drei Projekten am fortlaufenden Wettbewerb "Industrie 4.0 Talente" des Landes Baden-Württemberg beworben und gewonnen. 3. Lage des UnternehmensErtragslageDie Umsatzerlöse sind 2021 gegenüber dem Vorjahr von 272,1 Mio. EUR um 14,2 % auf 310,8 Mio. EUR gestiegen. Die Bestandsveränderung liegt in diesem Jahr bei +2,0 Mio. EUR gegenüber -21,2 Mio. im Vorjahr. Die Veränderung begründet sich auf dem Bestandsaufbau der Ware in Arbeit innerhalb der Unfertigen Erzeugnisse als auch bei den Fertigerzeugnissen. Der Materialaufwand liegt mit 204,1 Mio. EUR über dem Vorjahr von 162,1 Mio. EUR. Die Materialeinsatzquote ist gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte gestiegen. Dies begründet sich durch die unterjährig gestiegenen Materialpreise. Der Personalaufwand beläuft sich in diesem Geschäftsjahr auf 46,7 Mio. EUR und ist damit 1,3 Mio. EUR höher als im Vorjahr. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf eine geringere Kurzarbeit zurückzuführen. Konsequente Kosteneinsparungen über alle Bereiche hinweg führten bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu einer Reduzierung von 3,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 36,0 Mio. EUR. Wesentliche Punkte hierbei waren geringere Ausgangsfrachten, nicht getätigte Ausgaben für Messen, Ausstellungen und Werbekosten sowie eingesparte Reisekosten. Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Aufwendungen von 2,4 Mio. EUR in 2021 gegenüber 6,3 Mio. EUR in 2020. Daneben führte die Einführung von Shared Service Centern in der Wirtgen Group für IT und Marketing zu Kostenverschiebungen in einzelnen Konten wie Instandhaltung EDV und Marketingaufwand zu Umlagen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 4,2 Mio. EUR. Das Abschreibungsvolumen beträgt in 2021 3,5 Mio. EUR und liegt damit auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 26,2 Mio. Euro gegenüber 8,6 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg begründet sich aus der oben angeführten Steigerung der Umsatzleistung sowie aus Kosteneinsparungen vor allem im sonstigen betrieblichen Aufwand. Im Wesentlichen aus der Neubewertung zur Nutzung der Verlustvorträge ergab eine Reduzierung aus der Aktivierung latenter Steuern um 4,6 Mio. EUR. VermögenslageDie Bilanzsumme erhöhte sich in diesem Jahr um 5,7 Mio. EUR auf 192,1 Mio. EUR. Hauptverantwortlich dafür ist der Anstieg in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Innerhalb der Vorräte blieb der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen nahezu unverändert. Die WIP- und Fertigmaschinenbestände wurden aufgrund des gestiegenen Produktionsvolumens gesteigert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr von 24,4 Mio. EUR auf 37,3 Mio. EUR angestiegen. Dies ist in den guten Umsatzmonaten am Ende des Geschäftsjahres begründet. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr von 4,1 Mio. EUR auf 15,9 Mio. EUR gestiegen. Dies begründet sich auf Forderungen von deutscher und britischer Vorsteuer. Das erfolgreiche Management im Working Capital hat unterjährig zu einem Anstieg an liquiden Mitteln geführt, welche zur Reduzierung von Krediten gegenüber verbundenen Unternehmen genutzt worden sind. In den Rückstellungen sind die Garantieaufwände auf das neue Umsatzvolumen angepasst. Auch die Personalrückstellungen für Überstunden und Urlaub sind auf den Bilanzstichtag ermittelt worden. Die Rückstellung für drohende Verluste aus Devisentermingeschäften ist aktuell bewertet und hat aufgrund der Kursentwicklung zu einer Erhöhung geführt. Insgesamt erhöhten sich die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr von 12,8 Mio. EUR auf 16,7 Mio. EUR. Die Erhöhung an Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten ist ebenfalls auf der diesjährigen Produktionslage und dem gestiegenen Einkaufsvolumen begründet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind durch Tilgungen von Darlehen zurückgeführt worden. FinanzlageDie Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 70,0 % (Vorjahr: 62,2 %). Das Eigenkapital ist aufgrund des positiven Jahresergebnisses angewachsen. Die jährlichen Investitionen in die Produktionsstandorte innerhalb der Wirtgen Group waren und sind ein zentraler Grundpfeiler der Wachstumsstrategie. Die Summe der neuen Investitionen am Standort Göppingen belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf 1,3 Mio. EUR. Wesentliche Maßnahmen waren in diesem Geschäftsjahr IT-Investitionen, Ersatzinvestitionen sowie Investitionen in Prozessverbesserungen. Für das nächste Geschäftsjahr sind weitere Investitionen für unsere Produktion, IT-Infrastruktur sowie Investitionen in Prozessverbesserungen in nahezu allen Bereichen vorgesehen. Nach Abschluss des diesjährigen Budgetprozesses für das Geschäftsjahr 2022 haben wir unsere 5-Jahres-Planung aktualisiert. Die aktuell notwendigen Anpassungen aufgrund der Pandemie und des wirtschaftlichen Rückganges in 2020 und der Erholung in 2021 sind darin eingeflossen. Da auch weiterhin ein Bedarf an Infrastruktur und Recycling besteht und wir somit einen erhöhten Bedarf an unseren Maschinen sehen, glauben wir an unseren angepassten Wachstumspfad. Die derzeitige und prognostizierte Wirtschaftslage zeigt Chancen und Risiken. Das Management arbeitet an geeigneten Strategien und Maßnahmen, um die Einflüsse für Kleemann positiv zu entwickeln. III. Forschung und EntwicklungDie Unternehmensstrategie von Kleemann basiert als Premiumhersteller auf dem Konzept der Technologie- und Innovationsführerschaft. Dabei steht der Mehrwert unserer Kunden stets im Zentrum aller unserer Überlegungen. Einen wesentlichen Erfolgsfaktor stellen bei Kleemann die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen dar. Über die letzten Jahre haben wir unser Produktportfolio konsequent von kundenspezifischen Einzellösungen auf adaptierbare Serienanlagen umgestellt. In diesem schwierigen Jahr ist es uns gelungen, die Personalstärke in diesem Bereich konstant zu halten. Die Entwicklungsausgaben beliefen sich auf 18,1 Mio. EUR und sind damit auf Vorjahresniveau. Die Entwicklungsprojekte haben wir bewusst nicht reduziert, da sie eine Investition in Innovationen und damit in unsere Zukunft bedeuten. Sämtliche Ressourcen in der Technik können sich sowohl auf die Neu- als auch auf Weiterentwicklung unserer Maschinen konzentrieren. Das Produktportfolio mit den EVO- und PRO-Linien ergänzt sich ideal zueinander und Kleemann bietet sowohl für den Steinbruch als auch im Straßenbau, in der Straßensanierung und im Recycling die optimalen Produkte und Lösungen an. Mobile Förderbänder runden dabei unser Produktportfolio ideal ab. 2021 war geprägt von den Markteinführungen der neuen Generationen MC 110 EVO 2 bei den Backenbrechern und MCO 90 EVO 2 bei den Kegelbrechern sowie die neue MSS 800 EVO bei den Sieben. Mit der MSS 800 Generation bietet Kleemann nun neben der Produktlinie der Classifier selbst entwickelte und produzierte Siebe der Scalper-Produktlinie an. Die MSS 800 EVO wird nun nach und nach die Produktlinie MS 15 ersetzen. Die Vernetzung und Digitalisierung unserer Produkte untereinander, aber auch zu anderen Produkten und deren Maschinenbedienern steht ebenso auf dem Entwicklungsplan. Ziel ist es dabei, den Komfort der Maschinenbediener weiter zu erhöhen und somit für den Endanwender einen Mehrwert zu schaffen. Neben ergonomischen, ökonomischen und digitalen Gesichtspunkten fließen auch immer mehr ökologische Überlegungen in die Entwicklung unserer Produkte ein. Dabei entwickeln wir Lösungen, um Staub- und Lärmemissionen zu reduzieren. Dies ist vor allem wichtig, wenn unsere Brech- und Siebmaschinen in den Innenstädten ihren nachhaltigen Beitrag leisten, um durch Recycling von alten Häusern, Brücken, Stein, Beton und Geröll wichtige Ressourcen zu schonen. Daneben entwickeln wir unsere bereits heute halb- und voll-elektrisch angetriebenen Maschinen kontinuierlich weiter, um für alle Produktlinien einen voll-elektrischen Antrieb zu ermöglichen. IV. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognoseAuch das kommende Geschäftsjahr wird von der weiteren Entwicklung in der Corona-Pandemie bestimmt sein. Es wird darauf ankommen, inwieweit sich die Impfquote weltweit entwickelt und wie die 3. Impfstufe gegen künftige Verläufe der Krankheit schützt. Daneben sieht sich die weltweite Wirtschaft mit einer zunehmenden Ressourcenknappheit und damit einer damit verbundenen geringeren Teileverfügbarkeit sowie Teuerungen für Rohstoffe, Transportdienstleistungen sowie Löhne und Gehälter konfrontiert. Sowohl die Pandemie als auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden die weltweite Konjunktur in 2022 stark beeinflussen. Viele politische Entwicklungen haben einen enormen Einfluss auf die Weltwirtschaft. Wirtschaftliche Abhängigkeiten werden sich nach dem vollzogenen Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union erst noch zeigen. Daneben verschärfen immer wieder diskutierte Handels- und Zollstrafen zwischen USA und China sowie Amerika und Europa sowie Europa und Russland die wirtschaftliche Lage. Auch innerhalb Europas kommen immer stärker nationalistische Interessen einzelner Mitgliedsstaaten zum Tragen, was der Stabilität der Europäischen Union schaden könnte. Nach dem wirtschaftlichen pandemiebedingten Abschwung im Jahr 2020 und der Erholung im Jahr 2021 sehen führende Wirtschaftsinstitute im kommenden Jahr wieder ein Wirtschaftswachstum in vielen Ländern voraus. Generell bleibt aber auch im kommenden Jahr eine große Unsicherheit in der Prognose, da derzeit nicht abgesehen werden kann, wie sich der Weiterverlauf der Corona-Pandemie sowie der Kosten- und Ressourcenentwicklung darstellen wird. Das ifo-Institut sieht in seiner September-Prognose für 2022 eine Erholung der deutschen Wirtschaft von der Coronakrise. Allerdings wird die Industrie durch Lieferengpässe gebremst. Für 2021 rechnet das Institut für Deutschland mit einem Wachstum um 2,5 % und für das Jahr 2022 eine Steigerung um 5,1 %. Die OECD rechnet in ihrer September-Prognose mit einer weltweiten Steigerung in 2022 um 4,5 % und für Deutschland mit einer Steigerung um 4,6 %. Die Bundesregierung Deutschland rechnet hingegen mit einer Erholung für Deutschland in 2021 um 2,6 % und für 2022 eine Steigerung um 4,1 % Die EU-Kommission erwartet eine Steigerung von 4,4 % in 2022 nach 4,2 % in 2021. Für Deutschland sind Werte für 2021 von 3,4 % und für 2022 von 4,1 % angegeben. Was aber alle Prognosen eint, ist die positive Entwicklung für das nächste Jahr. Alle Quellen gehen von einer Erholung gegenüber den Krisenjahren 2020 und 2021 aus. Weiterhin besteht ein Bedarf am Ausbau aber auch an der Erneuerung von Infrastrukturen wie Straßen, Brücken, Eisenbahnstrecken sowie an mehr bezahlbarem Wohnraum in den Großstädten. Dies ist auch in aktuellen Investitionsprogrammen der US-Regierung ersichtlich. Zu all diesen Bedürfnissen bieten unsere Produkte effiziente Lösungen. Der Gesamtmarkt an mobilen Brech- und Siebmaschinen bietet daher auch im nächsten Geschäftsjahr genügend Wachstumschancen. Der weitere kontinuierliche Gewinn von Marktanteilen steht dabei im klaren Fokus und bietet uns trotz der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage genügend Potenzial. Dabei sehen wir uns weiterhin darin bestätigt, dass vor allem die Nachfrage nach mobilen Anlagen auch in Zukunft weiter steigen wird. Wir haben uns rechtzeitig auf die neuen Kundenbedürfnisse eingestellt und uns auf die mobile Brech- und Siebtechnik spezialisiert. Die EVO- und PRO-Linien zusammen mit den Förderbändern runden unser Produktportfolio ab und bieten für unsere Kunden stets die idealen Prozesslösungen. Mit dem kundennahen Vertriebs- und Servicenetz der Wirtgen Group sind wir in allen wichtigen Märkten unserer Branche weltweit vertreten. Unsere traditionellen Geschäftsfelder, Recycling und Steinbruch, werden auch im kommenden Jahr im Fokus stehen. Neue, innovative und vor allem nachhaltige Lösungen für unsere Kunden sind unser Antrieb zur stetigen Neu- und Weiterentwicklung unserer Produkte. Der Mehrwert unserer Kunden sowie die gesetzlichen notwendigen Anforderungen an umweltfreundliche Maschinen stehen dabei stets im Zentrum unserer Entwicklungsleistung. Mit unseren weltweiten Lieferanten arbeiten wir strategisch eng zusammen und binden diese auch früh in die Lösungssuche unserer stetigen Produkt- und Prozessverbesserungen ein. In unserer Beschaffungsstrategie setzen wir auf einen gesunden Mix aus Global Sourcing sowie auf standortnahe Lieferanten, um Kosten- und Versorgungsrisiken zu minimieren, aber auch auf kurzfristige Veränderungen schnell reagieren zu können. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet die Geschäftsleitung in Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen neben einem moderaten Umsatzwachstum auch einen entsprechend moderaten Anstieg des Ergebnisses vor Steuern. Auch die in diesem Jahr begonnenen Kostensenkungsmaßnahmen werden fortgeführt, um ein erfolgreiches Jahr zu gestalten, um darauf aufbauend, gemäß unserer Langfristplanung, die richtigen Wege auf dem Ziel der Marktführerschaft einzuschlagen. RisikomanagementZiel des Risikomanagements der Kleemann GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen Risiken jeglicher Art. Dabei verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die im Jahr 2018 eingeführten Compliance- und SOX-Kontrollen wurden in 2021 weiterentwickelt. Die Kontrollen erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgehend und unterliegen einer ständigen Überwachung. Festgestellte Kontrollabweichungen werden dokumentiert und entsprechende Maßnahmen zur Prozessverbesserung eingeleitet. Wir sehen es als unsere fortlaufende Aufgabe an, weiter an uns und unseren Prozessen zu arbeiten, um Abweichungen rechtzeitig zu erkennen, zu dokumentieren und gezielte Maßnahmen ableiten zu können. In Abstimmung mit der Abteilung Treasury innerhalb unserer Holding erfolgt regelmäßig ein Liquiditätsabgleich, um das Liquiditätsrisiko und Währungsrisiken abzusichern. Die vorhandenen Wechselkursrisiken zum US-Dollar werden durch gezielte Devisentermingeschäfte reduziert. Hierzu wird quartalsweise ein Forecast der eingehenden Zahlungen erstellt und diese entsprechend über Forwards für ein Jahr abgesichert. Weitere Zins- und Wechselkursrisiken sind dabei ebenfalls im Blickfeld. Die offenen Positionen auf der Debitorenseite werden ständig analysiert und bei erkennbaren Ausfall- und Bonitätsrisiken entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Für die Absatzfinanzierung bedienen wir uns situations- und länderabhängig Warenkreditversicherungen sowie Akkreditiven. Ein Liquiditätsrisiko ist aufgrund der sehr stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Gesellschaft und der Holding derzeit nicht erkennbar. Dem Konjunktur-, Finanz- und Beschaffungsrisiko wird durch permanente Beobachtung und Messung im Hinblick auf die Ergebnisauswirkung sowie durch geeignete Maßnahmen der Risikovermeidung und Risikobegrenzung begegnet. Dafür sind geeignete Planungs- und Steuerungsinstrumente im Unternehmen verankert. Es sind keine Risiken bekannt, die für sich oder im Zusammenwirken mit weiteren Risiken, den Bestand der Gesellschaft gefährden oder die Entwicklung der VFE-Lage wesentlich beeinträchtigen könnten. Die oben ausgeführten Chancen und Risiken hat die Geschäftsleitung in ihrem Jahresbudget 2022 entsprechend berücksichtigt. Durch verschiedene Maßnahmen im Verkaufs- und Einkaufsbereich, sowie durch weitere Optimierungen in unseren Produkt- und Herstellungsprozessen wird in der beschriebenen schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage versucht, das Ergebnis aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr zu bestätigen und positiv zu entwickeln. V. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGBEin Beschluss der Geschäftsleitung zur Festlegung einer Zielgröße für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsleitung oder dem Beirat nach § 289f HGB wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gefasst. Grundsätzlich strebt es die Geschäftsleitung an, die Diversifikation für alle Führungsebenen unter Berücksichtigung des Qualifikations- und Erfahrungsprofils zu erhöhen.
Göppingen, 6. Dezember 2021 Dr. Cyrus Barimani, Geschäftsführer Joachim Janka, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Oktober 2021 für das Geschäftsjahr vom 1. November 2020 bis 31. Oktober 2021Aktiva
Göppingen, 6. Dezember 2021 Dr. Cyrus Barimani, Geschäftsführer Joachim Janka, Geschäftsführer Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2020 bis zum 31. Oktober 2021
Göppingen, 6 Dezember 2021 Dr. Cyrus Barimani, Geschäftsführer Joachim Janka, Geschäftsführer Anhang für das Geschäftsjahr 01.11.2020-31.10.2021Kleemann GmbH, GöppingenAmtsgericht Ulm, HRB 530810I. Angaben zum JahresabschlussA. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Oktober 2021 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften §§ 266 ff. HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Ausweisstetigkeit wurde gewahrt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr generell beibehalten, wobei die Nutzungsdauer von Computerhardware und Software zur Dateneingabe und -verarbeitung auf ein Jahr geändert worden ist. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanzierungswahlrechte werden in Anspruch genommen (Ansatz eines aktiven latenten Steuerüberhangs, § 274 Abs. 1 S. 2 HGB). Bewertungswahlrechte werden in Anspruch genommen (Einbezug angemessener Teile der Verwaltung in die Berechnung der Herstellungskosten, § 255 Abs. 2 HGB). Fremdkapitalzinsen fließen dabei nicht in die Herstellungskosten ein (§ 284 Abs. 2 Nr. 4 HGB). Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Transaktionstag erfasst. Am Bilanzstichtag ausgewiesene, auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr nach Abschlussstichtag erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Entgeltlich erworbene immaterielle VermögensgegenständeDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode anhand der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 5 Jahren vorgenommen. SachanlagenDie entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Für abnutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode anhand der voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen 1 und 33 Jahren vorgenommen. Sollte eine dauerhafte Wertminderung eines Anlagegutes vorliegen, wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert gegenüber dem aktuellen Buchwert durchgeführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr liegt ein solcher Fall nicht vor. VorräteDie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungspreisen einschließlich Nebenkosten abzüglich von Preisnachlässen bewertet, die unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht über den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag liegen. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet, die durch Kalkulation auf Basis der innerbetrieblichen Kostenrechnung der Gesellschaft ermittelt wurden. Dabei wurde beachtet, dass die kalkulierten Herstellungskosten nicht über den tatsächlichen Herstellungskosten liegen. Angemessene Zuschläge für Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens wurden berücksichtigt. Dem Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde durch absatzmarktorientierte Abschläge sowie einer altersbedingten Gängigkeitsanalyse Rechnung getragen. In den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind Anzahlungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 309) enthalten. Forderungen und sonstige AktivaDie Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgt zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem internen Zinsverlust wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes, zweifelhaften Forderungen wird durch Einzelwertberichtigungen grundsätzlich Rechnung getragen. Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet. Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten. RückstellungenDie Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Diese Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen mit mehrjähriger Laufzeit ergeben sich aus der Altersteilzeitrückstellung in Höhe von TEUR 986 (Vorjahr: TEUR 903). VerbindlichkeitenDie Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Latente ErtragsteuernLatente Ertragsteuern werden für sämtliche Differenzen zwischen den steuerlichen und den handelsbilanziellen Wertansätzen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung wahrscheinlich ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der für die Gesellschaft geltenden Steuersätze ermittelt. HaftungsverhältnisseDie Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB werden nach den für Verbindlichkeiten geltenden Grundsätzen unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ausgewiesen. Die Risikoeinschätzung der Inanspruchnahme erfolgt auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. C. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (ebenso sind dem Anlagenspiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen). Anlagenspiegel zum 31. Oktober 2021
Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen nicht enthalten. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.626 (Vorjahr: TEUR 6.666) enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 37.263 (Vorjahr: TEUR 24.394) enthalten. Forderungen gegen die Gesellschafterin liegen nicht vor. Aktive RechnungsabgrenzungIn den aktiven Rechnungsabgrenzungen werden Aufwendungen über die Geschäftsjahresgrenze hinaus ergebniswirksam richtig abgegrenzt. Die aktive Rechnungsabgrenzung umfasst in diesem Jahr einen Wert von TEUR 775 (Vorjahr: TEUR 653). Die Veränderung saldiert sich aus der Abgrenzung von bereits bezahltem Urlaubsgeld und der T-Zug Verpflichtung für die Monate November und Dezember, sowie für bereits bezahlte Aufwendungen für das kommende Geschäftsjahr für Versicherungen, Lizenzen und Beiträge. EigenkapitalDas im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt EUR 23.000.000,00. Ausschüttungsgesperrte Beträge: EUR 8.646.350. Zusammensetzung:
RückstellungenDie Ermittlung der Altersteilzeitrückstellung für die Handelsbilanz erfolgte unter Beachtung der IDW Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 19. Juni 2013 zur Rechnungslegung: Handelsrechtliche Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen. Sofern biometrische Einflussfaktoren zu berücksichtigen waren, wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet. Der Rechnungszinssatz wurde wie folgt berücksichtigt.
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistung und Kulanz TEUR 4.451 (Vorjahr: TEUR 3.565), Altersteilzeit TEUR 986 (Vorjahr: TEUR 903), ausstehende Rechnungen TEUR 1.261 (Vorjahr: TEUR 623), Drohverlust aus Devisentermingeschäften TEUR 940 (Vorjahr: TEUR 166) Urlaubsansprüche und Überstundenvergütungen TEUR 2.068 (Vorjahr: TEUR 1.815) sowie Personalrückstellungen für tarifliche und außertarifliche Sonderzahlungen TEUR 2.914 (Vorjahr: TEUR 2.897) enthalten. Verfahren zur Ermittlung der Rückstellungen für Garantie und Kulanz: 1 % des 12monatigen, garantiepflichtigen Umsatzes. Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.583 (Vorjahr: TEUR 1.779) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 20.002 (Vorjahr: TEUR 50.000) aus dem IC-Darlehen enthalten. Latente SteuernDie latenten Steuern beruhen auf temporären Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei nachstehend aufgeführten Bilanzposten sowie auf steuerlichen Verlustvorträgen:
Es wurde ein Steuersatz von 28,60 % angewandt, der sich aus dem kombinierten Ertragsteuersatz aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zusammensetzt. HaftungsverhältnisseHaftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten (Selbstbehalt bei Kreditversicherung über Euler Hermes und Coface im Rahmen von Forfaitierungsgeschäften) bestehen in Höhe von TEUR 381 (Vorjahr: TEUR 371). Es besteht zugunsten der Kleemann Immobilien GmbH & Co. KG, Göppingen, eine gesamtschuldnerische Mithaftung für Darlehen bei der LBBW Rheinland-Pfalz Bank und der Bayern LB in Höhe von insgesamt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 7.018). Mit einer Inanspruchnahme aus den Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten wird regelmäßig nicht gerechnet, da die Schuldner finanziell in der Lage sind, ihren Verpflichtungen termingerecht nachzukommen. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Nach geographischen Märkten gliedern sich die Umsätze wie folgt:
Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.087 (Vorjahr: TEUR 5.841) enthalten. Dies ist auch der überwiegende Teil. Ansonsten sind noch Auflösungen von Rückstellungen TEUR 522 (Vorjahr: 1.785 TEUR), Anpassungen an Wertberichtigungen von Forderungen TEUR 106 (Vorjahr: 296 TEUR) in dieser Position der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.355 (Vorjahr: TEUR 6.338) enthalten. Zinsen und ähnliche AufwendungenIn den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. ErgebnisverwendungEs wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis analog dem Vorjahr gegen die bestehenden Verlustvorträge zu verwenden und den danach verbleibenden Betrag in Höhe von 11.427.219,24 EUR der Gewinnrücklage zuzuführen. II. Sonstige AngabenA. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Miet- und Pachtverträgen (Manfred-Wörner-Straße 160, Göppingen, jährlich TEUR 4.294). Der jährlich anfallende Betrag von TEUR 4.294 fällt gegenüber verbundenen Unternehmen an. Der Miet- und Pachtvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2023 mit Verlängerungsoption. Des Weiteren liegen die im Folgenden aufgeführten Miet- und Pachtverträge für Mobilien vor:
B. Abschlussprüferhonorare
C. FinanzinstrumenteZum Bilanzstichtag sind Devisentermingeschäfte in US Dollar (USD) zur Absicherung von Währungsrisiken abgeschlossen worden. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage der Barwertmethode. Es lagen 4 Devisentermingeschäfte mit einem Laufzeitende 2021 in Höhe von 8.100.000,00 USD mit einem negativen Marktwert in Höhe von TEUR 273 vor. Mit einem Laufzeitende 2022 lagen 12 Geschäfte in Höhe von 37.182.100,00 USD mit einem negativen Marktwert in Höhe von TEUR 613 vor. Entsprechende Drohverlustrückstellungen wurden gebildet. D. Organe
E. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
F. Sonstige PflichtangabenDie Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der Kleemann Immobilien GmbH & Co. KG, Göppingen. Mutterunternehmen für den größten sowie für den kleinsten Konsolidierungskreis ist die Deere & Company, Moline / Illinois, USA. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Deere & Company, Moline / Illinois, USA, nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung einbezogen. Dieser kann im Internet unter http://www.deere.com abgerufen werden. Angabepflichtige Geschäfte gemäß § 285 Nr. 21 HGB über nicht marktübliche Geschäfte liegen nicht vor. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag gemäß § 285 Nr. 33 HGB liegen nicht vor.
Göppingen, 6. Dezember 2021 Dr. Cyrus Barimani, Geschäftsführer Joachim Janka, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kleemann GmbH, GöppingenPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Kleemann GmbH, Göppingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2020 bis zum 31. Oktober 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kleemann GmbH, Göppingen, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2020 bis zum 31. Oktober 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt V. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 6. Dezember 2021 Deloitte
GmbH
Steffen Schmidt, Wirtschaftsprüfer Michael Paul, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 11.01.2022. |
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