Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 75433
Vorher
BRS Berliner Recycling Service GmbH
Eingetragen
16.8.2004
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenRückgewinnung sortierter WerkstoffeSonstige Verwertung von Abfällen
Gegenstand
Die großflächige Durchführung der Sammlung, des Transportes sowie der Sortierung, Verarbeitung und Verwertung von Abfällen und Wertstoffen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Berliner Stadtreinigungsbetriebe
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Berliner Stadtreinigungsbetriebe
Germany
475.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BR Berlin Recycling GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Berlin Recycling GmbH ist in der Sammlung, der Entsorgung und der Aufbereitung von Wertstoffen im Sinne der Kreislaufwirtschaft tätig.

Das Geschäftsjahr 2023 war vor allem durch weiterhin hohe Erzeugerpreise geprägt. Zwar haben sich die Materialkosten auf ein niedrigeres Niveau als im Vorjahr zurück entwickelt, wenn auch nicht auf das Niveau von 2021. Sich leicht entspannende Herstellerpreise sind auch an dem Niveau der Kraftstoffpreise erkennbar. Das Niveau insgesamt ist jedoch deutlich höher als in den Jahren vor 2022. Allerdings wurde dieser Effekt durch steigende Personalkosten mehr als überkompensiert.

Gesamtwirtschaftlich betrachtet blieb aufgrund gesunkener Reallöhne und des daraus resultierenden Kaufkraftverlustes der private Konsum als wesentliche Konjunkturstütze unterhalb der Erwartungen. Die deutlich erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheiten behinderten zudem unternehmerische Investitionen.

Die Lieferkettenproblematik der Vorjahre entspannte sich und ist aktuell nicht mehr als treibendes Thema erkennbar. Die Versorgungssicherheit ist nun zu einem latenten Thema der Beschaffung geworden.

Das Baugewerbe konnte hingegen gegenüber dem Vorjahr den baugewerblichen Umsatz steigern, die Anzahl an Auftragseingängen reduzierte sich aber drastisch. Im Geschäftsjahr verhielt sich dieser Bereich für die BR stabil.

Angesichts einer gesunkenen Nachfrage nach Wertstoffen aus dem Geschäftsfeld Papier/Pappe/Kartonagen (PPK), gerade in der europäischen und deutschen Papierindustrie, bei einer Stärkung der Erfassungsanteile an Kartonage zulasten höherpreisiger Sorten, konnten ggü. dem Vorjahr geringere spezifische Vermarktungserlöse erzielt werden. Diese lagen im Mittel mit Abstand deutlich unter dem Vorjahr. Die effektive Absteuerung von aufbereitetem Material war über alle Sorten hinweg durchgängig sichergestellt.

Der Gesellschaft gelang es, vor dem Hintergrund der ungünstigen allgemeinen Wirtschaftslage, aufgrund stabilen Geschäfts, wesentliche strategische Ziele weiter erfolgreich zu verfolgen.

Im Geschäftsfeld PPK konnte die Berlin Recycling GmbH ihre führende Stellung im Berliner Marktsegment der haushaltsnahen Erfassung behaupten und in Teilsegmenten ausbauen. Der Anteil des Geschäftsfeldes am Gesamt Deckungsbeitrag 2 (Erlöse abzüglich direkter Kosten) reduzierte sich auf Basis der reduzierten Vermarktungserlöse (57%). Damit ist das Geschäftsfeld jedoch weiterhin von wesentlicher Bedeutung innerhalb des Portfolios der BR. Ein konstanter Zugewinn an Neukunden infolge vertrieblicher Aktivitäten wurde durch Verluste im Bereich von Großkunden gedämpft, sodass die Anzahl an Entleerungen nur in geringem Ausmaß gesteigert werden konnte (+2% zum Vorjahr).

Auf Basis einer höheren Preiserwartung der Papiervermarktung für das Geschäftsjahr 2023 lagen die erzielten spezifischen Vermarktungserlöse in € je t deutlich unterhalb der Plan- (-31%) und Vorjahreswerte (-50%). Die absoluten Vermarktungserlöse sanken entsprechend.

Der operative Betrieb der Tochtergesellschaft Wertstoff-Union Berlin GmbH (WUB) wurde durch einen Brand am 31.05.2023 unterbrochen und konnte aufgrund des Schadensumfangs bisher nicht wieder aufgenommen werden. Trotz Herausforderungen logistischer und anlagenkapazitativer Natur stellten sich die Auswirkung aufgrund bestehender Abnahmeverpflichtungen nicht als treibend dar, werden aber Einflüsse auf 2024 haben.

Die spezifischen Akquisitionserlöse konnten zwar in Teilen gesteigert werden, durch den Wettbewerbsdruck jedoch nur bedingt die Kostensituation kompensieren, wodurch Renditereduzierungen zu verzeichnen waren.

Für die Dualen Systeme stellte die BR innerhalb des Stadtgebietes auch im Geschäftsjahr 2023 ein flächendeckendes Erfassungssystem für PPK-Verpackungen zur Mitbenutzung zur Verfügung. Entsprechende Mitbenutzungsverträge bestehen weiterhin.

Im Bereich der gemischten Siedlungsabfälle (GSA) kamen fortwährend die Wirkungen des Kaufkraftverlustes der Haushalte zum Tragen. Besonders Kunden aus den Bereichen Groß- und Einzelhandel, Tourismus sowie Gastronomie und dem Veranstaltungssektor verzeichneten weiter andauernd schwächere Umsätze.

Insgesamt konnte das Geschäftsfeld GSA somit die Planziele, trotz positiver Entwicklungen zum Vorjahr, letztlich nicht realisieren. Die Anzahl der Entleerungen lag 3% über dem Vorjahr, allerdings 9% unterhalb der Planannahmen. Die erfasste Menge konnte wieder gesteigert werden. Das Niveau der spezifischen Verwertungs- und Entsorgungskosten konnte annähernd gehalten werden.

Im Geschäftsfeld Glas war die BR weiterhin in der haushaltsnahen Sammlung und Depotcontainer-Logistik im Auftrag der Dualen Systeme und als Sub-Unternehmer mit der Entsorgung von Glasverpackungen in Berlin nahezu flächendeckend tätig. In Ausschreibungen konnten bisherige Aufträge wiedergewonnen werden.

Durch Tourenoptimierungen konnte trotz Herausforderungen die Performance der Logistik auf hohem Niveau weiter positiv entwickelt werden, was auch zu stabil marginalen Beschwerdequoten beiträgt. Zudem sind die weiter gestiegenen Erfassungsmengen in diesem Zusammenhang logistisch besser handhabbar.

Die Annahme und Aufbereitung von Ölen, Schlämmen und deren Gemische in der Chemisch-Physikalischen Behandlungsanlage konnte sich im Berichtsjahr über die verschiedenen Abfallarten insgesamt positiv entwickeln und erreichte den geplanten Umfang bei verbesserten spezifischen Erlösen. In der Dachpappen Aufbereitung wurden die Mengen des Vorjahres nicht erreicht. Trotz des Verlustes eines Mietvertrages vom Standort der eigenen Aufbereitungsanlage konnte das Geschäft im Geschäftsjahr aber auf niedrigem Niveau gesichert werden. Wiederaufbauoptionen kamen aufgrund einer schwierigen Genehmigungslage bisher nicht zum Tragen, werden jedoch weiterhin intensiv verfolgt.

Die Erlös- und Ergebnisentwicklung in der Leistungserbringung der sonstigen Sparten stellte sich, auch aus der Dachpappe resultierend, gegenüber dem Vorjahr negativ dar.

Die BR konnte ihre Positionierung als relevanter Gestalter hochmodernen Recyclings in der Stadt Berlin festigen. Die Orientierung an kontinuierlichen Verbesserungen ist hierbei wesentlicher Antrieb und Motivation. Die Stoßrichtungen Markterweiterung, Kundenorientierung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung wurden innerhalb des strategischen Systems vertiefend mit zielgerichteten Aktivitäten verfolgt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Voraussetzungen konnte der operative Geschäftsbetrieb trotz bestehender Herausforderungen sicher bewältigt, die Leistungserbringung zu jeder Zeit sichergestellt und ein positives Geschäftsergebnis erreicht werden. Die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss reduzierten sich allerdings durch die Vermarktungssituation gegenüber dem Vorjahr und vertriebliche Ziele konnten nicht in Gänze erreicht werden. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft ist jedoch weiterhin als solide zu bezeichnen. Die Umsatzerlöse lagen bei rund 69 Mio. EUR und nahmen gegenüber dem Vorjahr um 13% ab.

Negative Auswirkungen der Kriege in der Ukraine und Israel waren nur von untergeordneter Bedeutung für die Erlösentwicklung, jedoch für den Jahresüberschuss mittelbar durch Kaufkraftverluste und hohe Herstellkosten bedeutsam.

Im Berichtsjahr 2023 verblieb der Gesamtaufwand mit 64 Mio. EUR auf hohem Niveau. Während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sich auf gleichem Niveau wie im Vorjahr bewegten, die Aufwendungen für eigenes Personal um 13% und die für Abschreibungen um 22% zunahmen, reduzierte sich der Materialaufwand gegenläufig um rund 16%. Wesentlich für die Reduzierung des Materialaufwandes waren neben den sich auf hohem Niveau reduzierenden Energiepreisen die, infolge der niedrigen Vermarktungserlöse korrelierend, gesunkenen Ankaufskosten bzw. Erlösbeteiligungen für PPK.

Die Steigerung des Personalaufwandes resultiert aus einer tarifvertraglich vereinbarten und eingetretenen Erhöhung der Entgelte für alle Mitarbeitende, einer zusätzlichen Inflationsausgleichsprämienzahlung an alle Mitarbeitenden sowie einem Zuwachs der Belegschaft um weitere 46,5 Vollzeitstellen. Die Anzahl der temporären Zeitarbeitskräfte konnte ggü. dem Vorjahr weiter deutlich reduziert werden. Dies ist auf einen reduzierten Bedarf durch gesteigerte Bemühungen in der Mitarbeiterakquise und -befähigung zurückzuführen.

Die Aufwendungen für IT-Betriebs- und Entwicklungskosten sowie weiteren Dienstleistungen verblieben aufgrund der Intensiven Maßnahmen rund um Digitalisierung und laufende Projekte auf hohem Niveau.

Die Abschreibungen stiegen aufgrund höherer Investitionen gegenüber dem Vorjahr.

Auf Basis dieser Erlös- und Kostenentwicklung reduzierte sich das Betriebsergebnis im Vorjahresvergleich um 57% auf rund 6,7 Mio. EUR.

Der Wert des Anlagevermögens stieg gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Investitionstätigkeiten im Bereich der Sachanlagen um rund 37%. Gleichzeitig stiegen die Verbindlichkeiten gesamthaft um rund 12%. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber Dritten nahmen um 35% zu. Bestehende Darlehensverpflichtungen bei Kreditinstituten wurden planmäßig reduziert, die bestehenden Kreditlinien wurden reduziert und nicht beansprucht. Insgesamt verbesserte sich bei einer um 14% reduzierten Bilanzsumme die Eigenkapitalquote durch diese von 59% auf 62%.

In Bezug auf die strategischen Ziele wurden hohe Investitionen in Standorte, auch im Hinblick auf das Vorantreiben der Nachhaltigkeit getätigt.

Strategische Weiterentwicklung

Das langfristig ausgerichtete strategische System wird die Ausrichtung der Gesellschaft auch zukünftig maßgeblich kennzeichnen und in den nachfolgenden Geschäftsjahren weiter an Konturen gewinnen. Als agiles mittelständisches Recyclingunternehmen will sich die Gesellschaft in attraktiven Geschäftsfeldern weiterentwickeln. Die Marktstellung, in der sich dynamisch entwickelnden Metropolregion Berlin-Brandenburg, soll behauptet und in ausgewählten Bereichen fokussiert auf die differenzierten Kundenbedürfnisse ausgebaut werden.

Innerhalb des Geschäftsfeldes PPK sollen die verfügbaren Mengenströme weiter sinnvoll gesteigert und darauf basierend die Wertschöpfung erhöht werden. Die Tochtergesellschaft WUB Wertstoff-Union Berlin GmbH soll trotz der aktuellen Schadensereignisse weiterhin umfassende Mengen der PPK-Sammelware der Berlin Recycling GmbH qualitätsgerecht und effizient sortieren sowie vermarkten. Eigene Aufbereitungskapazitäten und Vermarktungswege werden logistisch sinnvoll in die Sammelstrukturen eingebunden.

Bei der Glassammlung liegen die Schwerpunkte weiterhin auf der Verbesserung der Glas- und Servicequalität sowie einer logistischen Effizienzsteigerung. Die weitere politische Ausgestaltung des Sammelsystems in Berlin und die Wettbewerbssituation bei der Teilnahme an Ausschreibungen der Dualen Systeme wird hierauf weiterhin Einfluss behalten.

Auch die weiteren Geschäftsfelder werden unter Fokussierung auf attraktive Kundensegmente entwickelt. Innovationsvorhaben, Digitalisierung und Projekte flankieren die Entwicklung der Geschäftsfelder in steigendem Maße.

Mit dem Kunden im Mittelpunkt ist die Digitalisierung bestehender Prozesse und die digital unterstützte Kreation neuer Lösungen eine wesentliche Komponente der strategischen Ausrichtung der BR. Die stetige Weiterentwicklung und Optimierung der Steuerungssysteme erlaubt eine effektive Ressourcennutzung und effiziente Zielerreichung.

Die, durch intensive Führungswechsel begleitete, systematische Organisationsentwicklung wird für die Entfaltung der angelegten strategischen Ziele im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsbemühungen von zentraler Bedeutung sein. Das Management von Innovationen, Chancen und Risiken und eine nachhaltige Orientierung innerhalb der Organisation wird zunehmend an Bedeutung gewinnen. Insbesondere die bereits etablierte Verstärkung der Personalgewinnung und -entwicklung befördert dies.

Nicht zuletzt ist auch für die strategische Weiterentwicklung die hohe Investitionsquote erneut aufzugreifen, welche den Grundstein für die Weiterentwicklung der Gesellschaft bietet. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang Investitionen in die Grundlagen für eine beginnende Elektrifizierung der Fahrzeugflotte, Standortentwicklungen und moderne sowie erweiternde Arbeitsplatzgestaltung.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die BR über die zentralen Geschäftsfelder hinweg steigende Umsatzerlöse aus Preis- und Mengeneffekten in den Sparten PPK und GSA. Hierbei ist die planerische Einschätzung, dass die deutlich niedrigeren Vermarkungserlöse durch deutlich steigende Akquiseerlöse in Teilen nivelliert werden. Größere Effekte werden auch aus der CO 2 Bepreisung erwartet.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich die Konjunktur im neuen Geschäftsjahr tendenziell negativ darstellen wird. Die Geschäftsfelder GSA und PPK werden die Ertragskraft und Entwicklung der Gesellschaft auch zukünftig wesentlich bestimmen, zunehmend flankiert durch die kontinuierliche Entwicklung der weiteren Geschäftsfelder. Die Diversifizierung der Geschäftsmodelle wird weiter vorangetrieben und trägt aktiv zu einer gesamtunternehmerischen Risikominimierung und Steigerung des Unternehmenswerts bei. Bei den Vermarktungserlösen für Papier ist auf Basis der verfügbaren Informationen von einer weiteren leichten Reduzierung des Jahresdurchschnittswertes auszugehen. Es wird ebenso davon ausgegangen, dass sowohl die Anzahl an Entleerungen als auch die Erfassungsmengen gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden können. Dies bei weitestgehend konstanten Entsorgungs- und Verwertungskosten.

Infolge der vertrieblichen Aktivitäten und damit erwarteter Umsatzsteigerungen plant die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresüberschuss in der Größenordnung von 5,1 Mio. EUR. Die Investitionssumme des Jahres wird deutlich gesteigert und liegt planerisch in der Größenordnung von 15 Mio. EUR. Die spezifischen Kundenerlöse steigen planerisch in den Hauptsparten um 4 - 9%. Während die Entleerungen pro Personalstunde planerisch mit einer Steigerung von 5% prognostiziert wird, unterscheiden sich die Prognosen für die Erfassungsmengen je Sparte deutlich. So wird im Bereich PPK eine Steigerung von 4% und im Bereich PPK von 30% prognostiziert. Die sehr gute Kundenzufriedenheit soll, gemessen an der Beschwerdequote marginal um 0,13 Prozentpunkte verbessert werden.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Aktivitäten im Hinblick auf die Unternehmensziele und Umsetzung der Unternehmensstrategie nutzt die BR verschiedene Leistungsindikatoren. Diese werden kontinuierlich ausgewertet und in Form von Leitkennzahlen, zusammen mit weiteren flankierenden Kennzahlen, im ausgereiften Berichtswesen der BR abgebildet.

Die wesentlichen Steuerungsgrößen der unternehmerischen Aktivitäten der BR sind:

Finanzielle Leistungsindikatoren: Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren:
• Jahresüberschuss • Entleerungen / Personalstunde
• Investitionen • Erfassungsmengen / Tonnage
• Spezifische Kundenerlöse • Kundenzufriedenheit

Die Entwicklung der Indikatoren ist im Geschäftsverlauf und in der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erläutert.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft

Der Eintritt bestandsgefährdender oder sonstiger Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist weiterhin nicht zu erkennen. Erkennbare Risiken sind bestmöglich quantifiziert und werden innerhalb des bestehenden Risikomanagements entsprechend abgebildet.

Die Geschäftsfelder der Berlin Recycling GmbH unterliegen zu weiten Teilen den Bedingungen der durch den Gesetzgeber geschaffenen Grundlagen, wie zum Beispiel der weitergehenden Ausgestaltung des Verpackungsgesetzes oder der Gewerbeabfallverordnung. Ebenso unterliegt die Gesellschaft regionalen und mitunter globalen Verhältnissen eines marktwirtschaftlichen Wettbewerbsumfeldes sowie des privaten Konsum- und Recyclingverhaltens der Berliner Bevölkerung.

Herausforderungen allgemeiner Art liegen in den Entwicklungstrends in der Metropolregion Berlin und tiefgreifenden Veränderungen im Wettbewerbsumfeld durch neue Marktteilnehmer. So ist aufgrund der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt ein zunehmend geringeres Angebot an verfügbaren geeigneten Arbeitnehmern, gerade im gewerblichen Bereich, festzustellen. Auch hier steht die Gesellschaft in einer Konkurrenz, in der sie sich als attraktiver Arbeitgeber über ein Angebot überdurchschnittlicher Arbeitsbedingungen behaupten muss.

Aufgrund der wesentlichen Bedeutung des Geschäftsfeldes PPK für die Gesellschaft insgesamt gilt der Bewertung der für diesen Bereich relevanten Risiken eine hohe Aufmerksamkeit. Diese Risiken bestehen einerseits in allgemeinen und spezifischen Veränderungen der wettbewerblichen oder gesetzlichen Rahmenbedingungen mit Wirkkraft auf die weitere Umsatzentwicklung. Darüber hinaus bestehen für das Geschäftsfeld PPK Risiken auf Seiten der mengenbezogenen Vermarktungserlöse aufgrund der qualitativen Zusammensetzung der haushaltsnahen Sammlung und der globalen Nachfrage der weiterverarbeitenden Industrien. Sich veränderndes Konsumverhalten und der sich im Zuge der Digitalisierung abzeichnende Verbrauchsrückgang bzw. die Spezialisierung des Einsatzes von Druckerzeugnissen werden hier weiterhin Einfluss nehmen.

Für das Geschäftsfeld Glas ergeben sich grundsätzlich Risiken aus dem möglichen Unterliegen gegenüber Wettbewerbern in den fortlaufenden Ausschreibungen für die unterschiedlichen Vertragsgebiete. Dies bezieht sich sowohl auf mögliche Umsatzverluste als auch auf potenzielle Kosten aus dem Rückbau des aufgebauten Sammelsystems für das jeweilige Vertragsgebiet. Zusätzlich werden die aktuellen und zukünftigen Ausschreibungen beeinflusst von der fortgesetzten politischen Auseinandersetzung zur Gestaltung der Glassammlung in Berlin.

Weitergehend erkennt die Gesellschaft Potenzial für weiteres Wachstum und nachhaltige Entwicklung in der strategischen Erweiterung und Differenzierung des bestehenden Leistungsportfolios, sowohl in der Perspektive auf unterschiedlichen Kundengruppen als auch in der Auseinandersetzung mit neuen Angebotsformen und Produkten.

Die Gesellschaft sieht sich insgesamt unter Berücksichtigung der Bedingungen des wettbewerbsintensiven Branchenumfelds und den konjunkturellen Aussichten gut aufgestellt.

Nachhaltigkeit

Neben der Unterstützung des lokalen Sports durch Sponsoring ist die Gesellschaft zudem durch Spenden bemüht, die lokale Nachhaltigkeit zu stärken. Hierzu zählen auch Zeitspenden an die lokale Tafel. Zudem ist mit einem hohem Investitionsvolumen die ökologische Nachhaltigkeit durch Photovoltaik-Anlagen, die beginnende Elektrifizierung der Fahrzeugflotte als auch die Schaffung zur Möglichkeit dieser durch Ladeinfrastruktur oder die ökologische Umsetzung von Bauvorhaben getrieben worden. Nicht zuletzt wurde ein ökologisches Nachhaltigkeitsreporting durch den Konzern eingeführt, in der Gesellschaft ein Nachhaltigkeitsmanager installiert und die Listung im Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) in die Wege geleitet.

 

Berlin, 19. Januar 2024

BR Berlin Recycling GmbH

Bianka Rieder, Geschäftsführerin

Sascha Förster, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 126.517,00 159.196,00
II. Sachanlagen 13.401.699,37 9.343.210,04
III. Finanzanlagen (3) 1.371.300,00 1.371.300,00
14.899.516,37 10.873.706,04
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (4) 381.411,57 535.291,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (5)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.115.646,10 11.604.105,19
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 946,63 552,33
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 554.548,97 886.558,60
4. Forderungen gegen Gesellschafter 571.284,81 328.520,40
5. Sonstige Vermögensgegenstände 824.424,10 104.252,92
14.066.850,61 12.923.989,44
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.581.168,39 11.648.695,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 210.883,66 189.819,47
31.139.830,60 36.171.501,68

Passiva

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 2.478.352,91 2.478.352,91
III. Gewinnrücklagen 500.000,00 500.000,00
IV. Gewinnvortrag 10.966.470,25 7.033.851,86
V. Jahresüberschuss 4.827.966,62 10.932.618,39
(6) 19.272.789,78 21.444.823,16
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.131.974,90 5.582.373,26
2. Sonstige Rückstellungen 2.239.208,49 2.455.908,59
(7) 4.371.183,39 8.038.281,85
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 142.240,34 412.049,05
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.974.734,89 2.952.671,65
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 59.994,75 47.977,49
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 193.166,12 295.609,56
0,00 0,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 676.439,00 431.034,16
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.424.792,66 2.506.717,40
(8) 7.471.367,76 6.646.059,31
D. Rechnungsabgrenzungsposten 24.489,67 42.337,36
31.139.830,60 36.171.501,68
0,618911195 0,592865161

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar - 31. Dezember 2023

Anhang 2023 2022
EUR EUR
Umsatzerlöse (10) 68.598.290,84 79.138.317,77
Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen (11) 1.878.391,57 17.495,97
Sonstige betriebliche Erträge (12) -18.235,47 806.212,54
Materialaufwand (13) 20.707.037,52 24.739.296,53
Personalaufwand (14) 26.436.568,70 23.325.115,55
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (15) 1.723.558,79 1.408.739,35
Sonstige betriebliche Aufwendungen (16) 14.843.135,16 14.750.961,06
Finanzergebnis (17) 68.042,21 36.482,30
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (18) 1.887.210,96 4.734.455,76
Ergebnis nach Steuern 4.928.978,02 11.039.940,33
Sonstige Steuern (19) 101.011,40 107.321,94
Jahresüberschuss 4.827.966,62 10.932.618,39

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten

01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.123.477,33 146.603,37 1.270.080,70
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.123.477,33 146.603,37 0,00 1.270.080,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 5.086.577,14 4.350.356,91 0,00 9.436.934,05
2. Fahrzeuge 4.989.473,94 479.893,81 332.730,72 5.136.637,03
3. technische Anlagen und Maschinen 2.527.822,75 147.798,17 13.847,25 2.661.773,67
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.316.713,45 1.457.923,94 3.101.569,92 10.673.067,47
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.342.961,04 -778.940,08 0,00 564.020,96
26.263.548,32 5.657.032,75 3.448.147,89 28.472.433,18
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 110.000,00 0,00 0,00 110.000,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.261.300,00 0,00 0,00 1.261.300,00
1.371.300,00 0,00 0,00 1.371.300,00
A. Anlagevermögen 28.758.325,65 5.803.636,12 3.448.147,89 31.113.813,88

Abschreibungen

31.12.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte 964.281,33 179.282,37 1.143.563,70
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
964.281,33 179.282,37 0,00 1.143.563,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.236.062,14 149.869,85 0,00 1.385.931,99
2. Fahrzeuge 4.334.377,94 267.823,81 332.593,72 4.269.608,03
3. technische Anlagen und Maschinen 1.291.056,75 225.141,82 13.847,25 1.502.351,32
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.058.841,45 901.440,94 3.047.439,92 7.912.842,47
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
16.920.338,28 1.544.276,42 3.393.880,89 15.070.733,81
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
A. Anlagevermögen 17.884.619,61 1.723.558,79 3.393.880,89 16.214.297,51

Buchwerte

31.12.2023 01.01.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte 126.517,00 159.196,00
2. Geleistete Anzahlungen - -
126.517,00 159.196,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 8.051.002,06 3.850.515,00
2. Fahrzeuge 867.029,00 655.096,00
3. technische Anlagen und Maschinen 1.159.422,35 1.236.766,00
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.760.225,00 2.257.872,00
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 564.020,96 1.342.961,04
13.401.699,37 9.343.210,04
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 110.000,00 110.000,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.261.300,00 1.261.300,00
1.371.300,00 1.371.300,00
A. Anlagevermögen 14.899.516,37 10.873.706,04

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BR Berlin Recycling GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der BR Berlin Recycling GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BR Berlin Recycling GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 28. Februar 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fassunke, Wirtschaftsprüfer

Blohm, Wirtschaftsprüfer

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(1) Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der BR Berlin Recycling GmbH, (Amtsgericht Berlin Charlottenburg, Handelsregisternummer HRB 75433) ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 265 Abs. 7 HGB zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die für einzelne Posten geforderten Zusatzangaben sind ebenfalls dort vermerkt.

Auf Grund ihrer wesentlichen Bedeutung für das Unternehmen werden die Betriebs- und sonstigen Fahrzeuge in einem gesonderten Posten "Fahrzeuge" innerhalb des Sachanlagevermögens ausgewiesen.

Sofortabschreibungen für Müllbehälter und sonstige Entsorgungsgefäße mit Anschaffungskosten kleiner EUR 250 sind in den Materialaufwendungen ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter werden unsaldiert ausgewiesen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, aktiviert. Bei Standardsoftware wird eine Nutzungsdauer von drei Jahren, bei ERP-Systemen von fünf Jahren zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt, Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände (BEHÄLTER: 10 Jahre; BGA: 3 - 23 Jahre; FUHRPARK: 1 - 9 Jahre; GEBÄUDE: 1 - 33 Jahre; GEB-FREMD: 1 - 19 Jahre; GWG-BEH: 1/12 Jahre; GWG-BGA: 1/12 Jahre; IMMAT: 3 - 5 Jahre) nach linearer Methode vorgenommen. Im Geschäftsjahr angeschaffte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen 250,01 EUR und 800,00 EUR (geringwertige Wirtschaftsgüter) werden im Zugangsjahr aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben. Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis 250,00 EUR werden im Jahr des Erwerbs sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens mit voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Ein niedrigerer Wertansatz wird nicht beibehalten, wenn die Gründe für die Abschreibung nicht mehr bestehen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz wird nicht beibehalten, wenn die Gründe für die Abschreibung nicht mehr bestehen.

Die Vorräte betreffen Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die zu Anschaffungskosten nach gleitenden Durchschnittspreisen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet werden. Unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten werden Kosten der Logistik, des Anlagenbetriebs und der allgemeinen Verwaltung mit einbezogen, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs und anteilige Fremdkapitalzinsen werden hingegen nicht mit einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 0,68 % auf den stichtagsbezogenen Forderungsbestand berücksichtigt. Davon ausgenommen sind durch Kreditausfallversicherungen gesicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen Konzernunternehmen. Im Jahr 2023 erfolgte die pauschale Wertberichtigung auf Basis der im Berichtsjahr angefallenen Forderungsverluste im Verhältnis zum stichtagsbezogenen Forderungsbestand.

Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der am Stichtag abzugrenzenden Beträge an Ausgaben angesetzt, die zu Aufwand nach dem Stichtag führen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der am Stichtag abzugrenzenden Beträge an Einnahmen angesetzt, die zu Ertrag nach dem Stichtag führen.

Erläuterungen zur Bilanz

(3) Anlagevermögen

Die Aufgliederung des in der Bilanz zusammengefassten Anlagevermögens und seine Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind gemäß § 284 Abs. 3 HGB in der Bruttodarstellung im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang wiedergegeben.

An folgenden Gesellschaften ist die BR Berlin Recycling GmbH am 31.12.2023 beteiligt:

Name und Sitz Kapitalanteil Eigenkapital Ergebnis Berichtsjahr
WUB-Wertstoff-Union Berlin GmbH, Berlin 50% 1.676 TEUR 561 TEUR 2022
SBB 3,8% 64 TEUR -0,2 TEUR 2022

(4) Vorräte

Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 347 (Vj. TEUR 483) sowie unfertige Erzeugnisse (TEUR 34; Vj. TEUR 52) in Form von Wertstoffbeständen.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(6) Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt am 31.12.2023 EUR 500.000,00. Es wird in voller Höhe von den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR), Anstalt des öffentlichen Rechts, Berlin, als alleinige Gesellschafterin gehalten.

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um andere Gewinnrücklagen.

(7) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen im Personalbereich wie Lohn-, Gehalts- und Tantiemenzahlungen, Resturlaubsansprüche und andere Personalaufwendungen (TEUR 1.044), vertragliche Verpflichtungen (TEUR 384) sowie Beiträge/Abgaben (TEUR 226) und ausstehende Rechnungen (TEUR 331).

(8) Verbindlichkeiten

31.12.2023 Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre >5 Jahre
(31.12.2022)
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 142 142 0 0
(412) (270) (142) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.975 3.975 0 0
(2.953) (2.953) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 60 60 0 0
(48) (48) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 193 193 0 0
(295) (295) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 676 676 0 0
(431) (431) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.425 2.425 0 0
(2.507) (2.507) (0) (0)
7.471 7.471 0 0
(6.646) (6.504) (142) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren in ihrer vollen Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von TEUR 859 (Vj. TEUR 905) Verbindlichkeiten aus Steuern sowie in Höhe von TEUR 50 (Vj. TEUR 64) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

(9) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet-, Leasing, und sonstigen Dienstleistungsverträgen davon verbundene Unternehmen
TEUR TEUR
Fällig in 2024 5.030 323
Fällig 2025 - 2028 9.916 732
Fällig nach 2028 1.864 -
Gesamtbetrag 16.810 1.055

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(10) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilten sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:

2023 2022
Umsatzerlöse TEUR TEUR
68.598,3 79.138,3
Davon Sparte PPK 37.211,1 46.378,3
Davon Sparte GSA 12.529,2 12.356,7
Davon Sparte Glas 6.108,7 6.639,0
Davon Sonstige Sparten 11.492,0 12.835,9
Sonstige Erlöse 1.878,4 806,2

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt.

(12) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 899 enthalten. Diese beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 349), übrige periodenfremde Erträge (TEUR 522) sowie Erträge aus Herabsetzung der PWB (TEUR 28).

(13) Materialaufwand

2023 2022
EUR EUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.990.706,69 5.616.646,43
Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.716.330,83 19.122.650,10
20.707.037,52 24.739.296,53

(14) Personalaufwand

2023 2022
EUR EUR
Löhne und Gehälter 21.665.849,68 19.209.097,13
Soziale Abgaben 4.770.719,02 4.116.018,42
26.436.568,70 23.325.115,55

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die BR Berlin Recycling GmbH folgende Mitarbeiter:

2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 353 323
Angestellte 138 126
Summe 491 449
Auszubildende/Werkstudenten 2 2
493 451

(15) Abschreibungen

Die Abschreibungen enthalten ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

(16) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 392 periodenfremde Aufwendungen enthalten.

(17) Finanzergebnis

2023 2022
EUR EUR
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 35.664,92 42.954,17
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.089,44 59,13
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.712,15 -6.531,00
(davon an verbundene Unternehmen) (0) (0)
68.042,21 36.482,30

(18) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag handelt es sich um den Körperschaftsteueraufwand, einschließlich Solidaritätszuschlag (TEUR 1.067) und den Gewerbesteueraufwand (TEUR 820).

Aktive Steuerlatenzen ergeben sich aus einem höheren steuerlichen Wertansatz von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens sowie einem niedrigeren steuerlichen Wertansatz für Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr. Die Steuerlatenzen wurden mit einem Steuersatz von 30,18% bewertet. Vom Wahlrecht, die aktiven latenten Steuern in der Bilanz anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht.

(19) Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern beinhalten den Aufwand für Grundsteuern und Kraftfahrzeugsteuern.

Sonstige Angaben

(20) Geschäftsführung

Bianka Rieder, Geschäftsführerin (seit dem 15. März 2023); (Geschäftsführerin aktuell)

Sascha Förster, Geschäftsführer (seit dem 6. März 2023); (Geschäftsführer aktuell)

Mike Kaina, Geschäftsführer (bis zum 15. März 2023)

(21) Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

(22) Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates waren in 2023:

Anteilseignerseite:

Stephanie Otto

Vorstandsvorsitzende der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) Anstalt öffentlichen Rechts

Vorsitzende des Aufsichtsrates

Dr. Andreas Kurth

Geschäftseinheitenleiter der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) Anstalt öffentlichen Rechts

Ute Schäfer

Geschäftseinheitenleiterin der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) Anstalt öffentlichen Rechts

Arbeitnehmerseite:

Gregor von Paczensky

Vorsitzender des Personalrates Müllabfuhr der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) Anstalt öffentlichen Rechts

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates

Sabine Pelz

Betriebsratsmitglied der BR Berlin Recycling GmbH

Peter Haseloff

Betriebsratsvorsitzender der BR Berlin Recycling GmbH

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden für ihre Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr keine Bezüge gewährt.

(23) Angaben zum Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der BR Berlin Recycling GmbH wird in den Konzernabschluss der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) Anstalt des öffentlichen Rechts, Berlin, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

(24) Ergebnisverwendung

Über die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 4.827.966,62 entscheidet die Gesellschafterin im Zusammenhang mit der Feststellung des Jahresabschlusses 2023. Die Geschäftsführung schlägt vor das Jahresergebnis laut Vereinbarung an die Gesellschafterin auszuschütten.

(25) Prüfungshonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar ist in den Angaben im Konzernabschluss der BSR enthalten.

 

Berlin, 19. Januar 2024

BR Berlin Recycling GmbH

Bianka Rieder, Geschäftsführerin

Sascha Förster, Geschäftsführer

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