Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 41617
Eingetragen
5.9.2008
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Der Kauf und die Verwaltung von Forderungen, insbesondere aus Warenlieferungen und Dienstleistungen, sowie das Erbringen von Dienstleistungen aller Art in Bezug auf das Forderungsmanagement (Factoring und Forfaitierung).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Eva Burkhard
seit 6.11.2025
Prokura
Julia Jung
seit 29.5.2024
Prokura
Stephan Klaus Menne
seit 15.5.2020
Prokura
Sascha Wilhelmi
seit 10.9.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Mathias Wendt
seit 9.7.2019
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
49.90%
COMMERZBANK Aktiengesellschaft
48.48%
COMMERZBANK Aktiengesellschaft
1.62%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Germany
50.100 €
50.10%
TARGOBANK AG
Germany
49.900 €
49.90%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CommerzFactoring GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen

Strukturell und organisatorisch ist die CommerzFactoring GmbH mit ihrem Sitz in Mainz von ihren Gesellschaftern geprägt. Die Gesellschafteranteile der CommerzFactoring GmbH werden zu 50,1 % von der Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, einer hundertprozentigen Tochter der Commerzbank AG mit Sitz in Frankfurt am Main, und zu 49,9 % von der TARGOBANK AG mit Sitz in Düsseldorf gehalten.

Zweck der Gesellschaft ist das Anbieten von maßgeschneiderten forderungsbasierten Finanzierungslösungen (Factoring, Forfaitierung), die sich insbesondere nach den Bedürfnissen mittelständischer, großer und kapitalmarktorientierter Unternehmen richten. Dies wird unter anderem durch die enge Kooperation mit dem Vertrieb der Commerzbank AG und die Nutzung von factoringtypischen Dienstleistungen der TARGOBANK AG sichergestellt.

Externe Einflussfaktoren für das Geschäft resultieren aus der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der Entwicklung im Factoringmarkt in Deutschland, auf die in den folgenden Kapiteln eingegangen wird.

Die CommerzFactoring GmbH achtet in der Zusammenarbeit mit ihren Kunden auf ein ausgeglichenes Verhältnis von Risiko und Rentabilität. Die Rentabilität wie auch das Risiko werden hierbei auf Ebene von Einzelverträgen vor und nach Vertragsbeginn kontinuierlich bewertet. Zur Sicherstellung der Rentabilität ist eine Kompetenzordnung etabliert, die den Mitarbeitern der unterschiedlichen Hierarchiestufen unterschiedliche Kompetenzen einräumt, über die Konditionierung zu entscheiden. Ein ausgeglichenes Risiko wiederum kann nur dann vorliegen, wenn der entsprechende Vertrag gemäß der Risikostrategie der CommerzFactoring GmbH selbstliquidierend strukturiert ist. Selbstliquidierend bedeutet, dass die dem Kunden zur Verfügung gestellte Vorfinanzierung offener Forderungen auch im Falle einer Kundeninsolvenz ohne ein Zutun des Kunden vollständig zurückgeführt werden kann. Beispielhafte, wesentliche Instrumente sind neben der Bildung angemessener Kaufpreiseinbehalte auch die Kanalisierung der Zahlungseingänge. Eine qualitative Steuerung auf der Marktseite (Ursachenforschung bei nach Vertragsschluss zeitnahen Kundenabgängen durch Kündigung oder Insolvenz, Befragungen zur Kundenzufriedenheit) und der Marktfolgeseite (Prolongationsquoten, Beschwerdemanagement) hat das Ziel, nachhaltige Kundenbeziehungen sicherzustellen. Wesentliche Veränderungen dieser Grundlagen haben im Vergleich zum Vorjahr nicht stattgefunden.

Die Diversifikation des Kundenportfolios ist ein fester Bestandteil der Geschäftsentwicklung der CommerzFactoring GmbH. Neben dem stetigen Zustrom durch Neukundengewinnung schied im Jahr 2023 wie in den Vorjahren eine Reihe von Kunden aufgrund von Kundeninsolvenzen und Kündigungen der Zusammenarbeit durch die CommerzFactoring GmbH bzw. durch die Kunden aus. Im Jahresverlauf ist die Kundenanzahl von 357 auf 367 gestiegen. Die Kundenzahl entwickelte sich im Factoring von 295 auf 304 und in der CommerzFactoring Forfaitierung von 62 Kunden auf 63. Bei der Betrachtung der Kundenanzahl wurde jedes Unternehmen aus Unternehmensgruppen einzeln gezählt.

Die Kunden der CommerzFactoring GmbH stammen aus einer Vielzahl von Branchen des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors. Der Factoringumsatz und die Factoringerträge haben sich im Berichtszeitraum gesteigert. Detaillierte Zahlen dazu finden sich im Kapitel "Geschäftsverlauf", in dem näher auf die vier finanziellen Leistungsindikatoren der CommerzFactoring GmbH - Zinsmargenertrag [1] , Factoringgebührenertrag [2] , Neugeschäftsvolumen [3] und Factoringumsatz [4] - eingegangen wird.

Der angekaufte Forderungsbestand belief sich zum Jahresultimo auf 1.970 Mio. EUR (Vorjahr 2.540 Mio. EUR).

Aufgrund der Fokussierung auf den Vertrieb im Geschäftsmodell der CommerzFactoring GmbH und dem Leistungsbezug über Auslagerungen an die Gesellschafter, erfolgt die Steuerung der Geschäfte nur in geringem Umfang über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren.

Deutsche und internationale Commerzbank- und CommerzFactoring -Kunden zeigen regelmäßig ein Interesse am Ankauf von Forderungen nach ausländischem Recht. Über den Neu-Produkt-Prozess schafft die Gesellschaft die Voraussetzungen für einen Ankauf von Forderungen nach häufig angefragten, ausländischen Rechtsordnungen.

B. Wirtschaftsbericht

Der Krieg in der Ukraine und die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten mit seiner Ausweitung auf die Schiffswege zwischen Asien und Europa, die damit verbundenen weiterhin unterschiedlich ausgeprägte Einschränkungen in Lieferketten belasten die wirtschaftliche Entwicklung weltweit. "Das Jahr 2023 stand ganz im Zeichen von Kriegen, politischen Turbulenzen und wirtschaftlicher Unsicherheit" bestätigt auch der erste Satz des Briefs des Vorstandsvorsitzenden im Jahresabschluss der Commerzbank AG. Die Schwere und Nachhaltigkeit aus Phasen des Wirtschaftseinbruchs und diversen Erholungs- und Sondereffekten in Regionen und Branchen hängen von der Dauer und der Schwere der Maßnahmen zur Eindämmung der Krisen und der Wirksamkeit der wirtschaftspolitischen Maßnahmen, wie auch der Zinspolitik der Zentralbanken, ab.

In den folgenden Kapiteln wird auf den Geschäftsverlauf (Kapitel C) sowie die allgemeine Lage und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (Kapitel D) sowie die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen (Kapitel C und F) der CommerzFactoring GmbH eingegangen.

C. Geschäftsverlauf

Die CommerzFactoring GmbH zeigt in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung.

Die CommerzFactoring GmbH finanziert vor allem KMU [5] mit Sitz in Deutschland. Im Jahr 2023 zeigte das Geschäft der CommerzFactoring GmbH in Bezug auf den Factoringumsatz eine Reduzierung von EUR 21,4 Mrd. auf EUR 20,0 Mrd. nach einer Steigerung im Vorjahr von EUR 18,2 Mrd. auf EUR 21,4 Mrd.

In einem durch intensiven Wettbewerb bestimmten Geschäftsumfeld konnte die CommerzFactoring GmbH ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erzielen. Das Forfaitierungs- und Factoringneugeschäft sowie das Wachstum von bestehenden Kundenbeziehungen trugen zum geschäftlichen Erfolg bei. Aufgrund der Marktbeobachtung der Vertriebsmitarbeiter der CommerzFactoring GmbH und der eigenen Expertise ist die Geschäftsführung der Meinung, dass der Wettbewerbsdruck auf dem Factoringmarkt durch inländische und ausländische Wettbewerber unverändert hoch ist. Dies führte zu einem anhaltenden Druck auf die Preisgestaltung im Neugeschäft sowie bei der Prolongation von Bestandsengagements. Dennoch konnte die Gesellschaft einer Verwässerung von Konditionen durch eine Erhöhung von Preisbestandteilen entgegenwirken. Vor dem Hintergrund des im Vergleich zu den Vorjahren beobachteten, teils aggressiven Wettbewerbs auf dem Factoringmarkt in Deutschland wird die Prolongationsquote durch die Geschäftsführung weiterhin als gut bewertet.

Die Anzahl von Unternehmensinsolvenzen im Kunden- und Abnehmerportfolio der CommerzFactoring GmbH liegt auf Vorjahresniveau. Aufgrund der beschriebenen selbstliquidierenden Struktur der Geschäfte ergaben sich auch bei den Insolvenzfällen von Kunden für die CommerzFactoring GmbH keine ergebniswirksamen Schäden.

Die CommerzFactoring GmbH konnte im Jahr 2023 das geplante Volumen an Neugeschäftsabschlüssen nach einer Überschreitung im Vorjahr nicht erreichen (Ist 2.751 Mio. EUR, Plan 3.800 Mio. EUR, Vorjahr 4.307 Mio. EUR). In vielen Transaktionen kam zu Verzögerungen auf Kundenseite, weshalb ein hohes Neugeschäftsvolumen zur Auszahlung in 2024 übertragen wurde. Die Summe der angedienten Forderungen (Factoringumsatz) sank leicht um 6,5 % gegenüber dem Vorjahr und war damit niedriger als prognostiziert (Ist 19.984 Mio. EUR, Plan 22.280 Mio. EUR, Vorjahr 21.390 Mio. EUR). Wesentlicher Grund hierfür ist der Abgang von mehreren Großkunden, der nicht in Gänze durch Neugeschäft kompensiert werden konnte.

Die Einnahmequellen Factoringgebühr und Zinserträge verzeichneten im Berichtszeitraum eine unterschiedliche Entwicklung. Dabei lagen die reduzierten Gebühreneinnahmen bei 25,3 Mio. EUR (Plan 27,4 Mio. EUR; Vorjahr 27,0 Mio. EUR), als Folge des rückläufigen Factoringvolumens, und die deutlich gesteigerten Zinserträge bei 60,9 Mio. EUR (Plan 43,7 Mio. EUR, Vorjahr 20,5 Mio. EUR), als Folge gestiegener Refinanzierungszinsen. Aufgrund dessen wurde auch der im Vorjahr prognostizierte Zinsmargenertrag übertroffen. Die CommerzFactoring GmbH verzeichnete im Jahr 2023 einen Gewinn von 892.561,96 EUR nach einem Gewinn von 716.909,59 EUR im Vorjahr und einem geplanten Gewinn von TEUR 208. Diese erhebliche, positive Abweichung ergibt sich im Wesentlichen aus dem guten Geschäftsverlauf und einem positiven Effekt aus einer stichtagsbezogenen Bewertung von Währungsbeständen.

Grundlage der Geschäftsentwicklung ist die enge Zusammenarbeit mit der Commerzbank AG und der TARGOBANK AG sowie eine Risikopolitik, die Chancen und Risiken im Sinne der implementierten Geschäfts- und Risikostrategie berücksichtigt und entsprechend bepreist.

Nach Einschätzung durch die Geschäftsführung sowie Kundenaussagen besteht weiterhin die generelle Nachfrage nach Finanzierungsalternativen, die Diversifikation der Finanzierungsmärkte sowie das Interesse an der Optimierung des Working Capital Managements. Der regresslose Verkauf von Forderungen wird daher weiterhin nachgefragt und Factoring sowie Forfaitierung sind etablierte Produkte. Dies unterstützt den weiteren konsequenten Ausbau des Geschäfts der CommerzFactoring GmbH.

Die Gesellschaft hat sich verpflichtet ein Augenmerk auf umweltbewusstes (nachhaltiges) Handeln zu richten, um einen positiven Beitrag zu den Klimazielen zu leisten, die sich die Bundesrepublik Deutschland sowie die Finanzbranche selbst gesetzt haben. Dieses Ziel kann auch mit Einschränkungen in der Auswahl der als akzeptabel angesehenen Geschäftsmodelle von bestehenden und neuen Kunden einhergehen. Für die CommerzFactoring GmbH hat die konsequente Berücksichtigung der Klimaziele Auswirkungen auf die zukünftige Zusammensetzung des Portfolios.

Den jeweils gültigen regulatorischen Rahmenbedingungen für Factoringgesellschaften folgend hat die CommerzFactoring GmbH alle nötigen Maßnahmen umgesetzt bzw. in die Wege geleitet, um den aufsichtsrechtlichen Anforderungen Rechnung zu tragen. Die CommerzFactoring GmbH hat 2023 das Niveau der Risikotragfähigkeit halten können. Auf die Ergebnisse der Risikoinventur, der Stresstests und der Risikotragfähigkeitsberechnung wird im Kapitel E des Lageberichts eingegangen.

Der Trend der vergangenen Geschäftsjahre in Bezug auf die angewandten Factoringvarianten setzte sich im Berichtszeitraum fort. Es gab eine weiterhin verstärkte Nachfrage beim Intercredit Factoring, das branchentypisch den überwiegenden Anteil am Portfolio der CommerzFactoring GmbH ausmacht. Im Unterschied zum Full Service Factoring verbleiben dabei die Forderungsverwaltung und das Mahnwesen treuhänderisch bei den Vertragspartnern der Gesellschaft. Ebenfalls genutzt wird das Smart Service Factoring. Hier bleibt ausschließlich das Mahnwesen bei den Vertragspartnern der CommerzFactoring GmbH, da die Forderungsverwaltung durch die CommerzFactoring GmbH durchgeführt wird. Das primär auf Spitzenfinanzierungen und selektive Forderungsverkäufe ausgerichtete Produkt CommerzFactoring Forfaitierung (CFF) wird von den Kunden ähnlich dem Factoring im stillen und offenen Intercredit Verfahren nachgefragt.

D. Lage der Gesellschaft

Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten blieb im abgelaufenen Jahr konstant. Für die CommerzFactoring GmbH arbeiten neun Mitarbeiter im Vertrieb und drei im Bereich Betrieb. Einer der beiden Geschäftsführer arbeitet als Mitarbeiter der TARGOBANK AG für die CommerzFactoring GmbH im Bereich des Risikomanagements. Andere für das Factoring wichtige Leistungen werden von der Commerzbank AG und der TARGOBANK AG fremdbezogen.

Veränderungen in den gesellschaftsrechtlichen Verhältnissen

Im Berichtszeitraum gab es keine Änderungen in den gesellschaftsrechtlichen Verhältnissen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme der CommerzFactoring GmbH sank zum 31.12.2023 um 20,8 % auf 2.042 Mio. EUR, denn die Forderungen an Kunden verringerten sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr (2.541 Mio. EUR) um 22,4 % auf 1.972 Mio. EUR.

Die Summe aus gezeichnetem Kapital und Kapitalrücklage blieb im Jahr 2023 aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages [6] mit der Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main unverändert bei 1.098.168,86 EUR.

Die Verbindlichkeiten gliedern sich in Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1.423,4 Mio. EUR (Vorjahr 1.971,5 Mio. EUR) und Verbindlichkeiten aus dem Factoringgeschäft in Höhe von 612,3 Mio. EUR (Vorjahr 602,5 Mio. EUR).

Die Refinanzierung der CommerzFactoring GmbH wird vollständig durch die Commerzbank AG bereitgestellt. Die CommerzFactoring GmbH schließt nur Factoring- bzw. Forfaitierungsverträge ab, wenn ihr dafür vollständig kongruente Refinanzierungszusagen der Commerzbank AG vorliegen.

Das gestiegene Zinsniveau ist in Konditionsverhandlungen mit Kunden zunehmend spürbar und wirkt sich deutlich auf die Höhe der vereinnahmten und gezahlten Brutto-Zinsen aus. Da den Zinserträgen grundsätzlich nahezu gleich hohe Zinsaufwendungen gegenüberstehen, resultiert das in der CommerzFactoring GmbH verbleibende Zinsergebnis überwiegend aus der Ausnutzung von Valuten. Das steigende Zinsniveau wirkt sich folglich nicht auf das Ergebnis der CommerzFactoring GmbH aus.

Die Factoringgebühren, von denen 90 % an die TARGOBANK AG weitergeleitet werden, lagen mit 25,3 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres von 27,0 Mio. EUR und auch unter der prognostizierten Entwicklung von 27,4 Mio. EUR. Die Zinserträge lagen bei ca. 60,9 Mio. EUR und damit sehr deutlich über dem Vorjahres- und auch Planwert (Plan 43,7 Mio. EUR, Vorjahr 20,5 Mio. EUR).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 1.243 TEUR sind gegenüber dem Vorjahr (1.249 TEUR) geringfügig, nicht so deutlich wie prognostiziert, gesunken (Plan 982 TEUR). Die anderen Verwaltungsaufwendungen setzten sich im Wesentlichen aus SLA [7] -Gebühren, Mietaufwand, Abschluss-, Rechts- und Prüfungskosten, und Aufwand für Konzessionen und Lizenzen zusammen.

Die CommerzFactoring GmbH erzielte im Jahr 2023 einen Gewinn von 892.561,96 EUR nach einem Gewinn von 716.909,59 EUR im Vorjahr.

Die wirtschaftliche Lage der CommerzFactoring GmbH ist von der wirtschaftlichen Beziehung zu den Gesellschaftern gekennzeichnet. Die Aufwendungen für durch die von den Gesellschaftern erbrachten Leistungen sind proportional zum Geschäftsverlauf und den Erträgen der CommerzFactoring GmbH. Nennenswertes Anlagevermögen findet sich bei der CommerzFactoring GmbH aufgrund des Geschäftsmodells nicht. Zur Erfüllung des Geschäftszwecks ist die CommerzFactoring GmbH adäquat mit finanziellen Mitteln ausgestattet.

Ergebnisabführung

Entsprechend dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag wird der im Geschäftsjahr angefallene Gewinn von 892.561,96 EUR an die Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH abgeführt.

E. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsleitung der CommerzFactoring GmbH hat die übergeordneten strategischen Ziele in der Geschäftsstrategie festgelegt. Ein Bestandteil dieser sind auch definierte Nachhaltigkeitsziele. Darauf aufbauend erfolgt die Formulierung der Risikostrategie, die die grundlegende risikopolitische Ausrichtung der CommerzFactoring GmbH erläutert. Im Zusammenspiel mit der Geschäfts- und Risikostrategie wird eine jährliche Risikoinventur zur Identifizierung und Analyse der wesentlichen Risiken der CommerzFactoring GmbH durchgeführt. Hierbei sind alle relevanten Risikoarten mit ihren Schlüsselkontrollen und entsprechenden Gegenmaßnahmen mit der dazugehörigen Risikoquantifizierung dargestellt.

Auf der Risikoinventur setzt die Berechnung der Risikotragfähigkeit auf. Unter der Risikotragfähigkeit wird die Möglichkeit der CommerzFactoring GmbH verstanden, jederzeit in der Lage zu sein, die aufgeführten wesentlichen Risiken auf Grundlage des Gesamtrisikoprofils mithilfe der Risikodeckungsmasse unter Berücksichtigung von Konzentrationen laufend abzudecken. Das Risikotragfähigkeitskonzept der CommerzFactoring GmbH beinhaltet die Prämisse, die Tragfähigkeit aus der eigenen Substanz sicherzustellen.

Die Risikotragfähigkeitssteuerung bezieht alle Elemente der Risikosteuerung - auf Unternehmens- und auf Einzelrisikoebene -, die risikopolitischen Grundsätze, das Risikomanagement und die Risikoüberwachung mit ein. Dabei sind Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten berücksichtigt.

In der Risikotragfähigkeitsrechnung zum 31.12.2023 wurde eine Auslastung der Risikotragfähigkeit von 48,3 % errechnet. Darüber hinaus erfolgte die Berechnung des Stressfalls für das Gesamtrisikoprofil. Dieser wird über die Erhöhung der Eintrittswahrscheinlichkeit der Schadenfälle simuliert wird - hier steigt die Auslastung der Risikotragfähigkeit auf 96,2 %.

Die Ergebnisse aus der Risikoinventur fließen zudem in die Festlegung der jährlich durchzuführenden Stresstests für die einzelnen wesentlichen Risiken - auch mit potenziell existenzgefährdenden Szenarien - ein. Im Berichtsjahr hat sich die Geschäftsleitung für die Durchführung von drei Stresstests entschieden.

Zwei Stresstests legen den Fokus auf eine mögliche negative Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Von diesen wird in einem Stresstest von hohen Inflationsquoten einhergehend mit Kostensteigerungen für die Unternehmen und einer stark einbrechenden Nachfrage ausgegangen. In dem zweiten Stresstest wird in einem inversen Szenario geprüft, inwiefern ein aufgrund dieser Entwicklungen sinkender Umsatz sowie geringerer Gebühren- und Zinsertrag durch die CommerzFactoring GmbH aus der eigenen Substanz heraus getragen werden kann.

Ein weiteres Bedrohungspotential wird mithilfe des dritten Stresstests überprüft. Hierbei wird aufgrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels ein Szenario analysiert, bei dem der Mangel an Arbeitskräften zur Nicht-Einhaltung von gesetzlich vorgegebenen Anforderungen führt.

Im Rahmen der regelmäßigen Aktualisierung der Geschäfts- und Risikostrategie bezieht die Geschäftsleitung die aus den miteinander verzahnten Instrumenten Gefährdungsanalyse, Risikoinventur, Risikotragfähigkeitsermittlung und Stresstest gewonnenen Erkenntnisse ein.

Den Risiken aus den Geschäften der CommerzFactoring GmbH stehen die mit der Geschäftsstrategie im Einklang befindlichen Chancen auf Erträge, Kundenzufriedenheit und ein Wachstum in der Unternehmensfinanzierung gegenüber.

Bedeutendste Risiken im Geschäft der CommerzFactoring GmbH stellen - gemessen am Schadenspotenzial - Adressenausfallrisiken, Compliancerisiken und operationelle Risiken dar. Diese werden deshalb als wesentlich eingestuft. Gemäß den Ergebnissen der Risikoinventur gehören zu diesen nun erstmalig auch die Counterpartyrisiken als Teil der Adressenausfallrisiken sowie die Risiken aus Auslagerungen als Teil der operationellen Risiken. Die CommerzFactoring GmbH nutzt in ihrem Geschäftsmodell risikoreduzierende Maßnahmen und legt auf die optimale Ausgestaltung von Gegenmaßnahmen zu den Risikoarten großen Wert.

Die dem Forderungsbestand anhaftenden wesentlichen Risiken sind Delkredere- und Veritätsrisiken.

Delkrederisiken umfassen den Ausfall der Abnehmer auf vertraglich zugesagte Begleichung der durch die CommerzFactoring GmbH angekauften Forderungen innerhalb der vereinbarten Fälligkeiten. Die Maßnahmen zur Verringerung der Delkredererisken werden im Kapitel Abnehmerrisiken (siehe Kapitel E Abschnitt 1a) ausführlich erläutert. Alle Delkredererisiken hat die CommerzFactoring zu 100 % durch die TARGOBANK AG über Garantien auf Einzelgeschäftsebene abgesichert.

Veritätsrisiken umfassen die veritätsbedingte Einschränkung der Selbstliquidierbarkeit des angekauften Forderungsbestandes, z. B. aus Aufrechnungen, Gegenforderungen, Ableitung Zahlungen wegen Insolvenz, Boni und Skonti. Das Veritätsrisiko in Bezug auf den Bestand und die Realisierbarkeit einer angekauften Forderung besteht darin, dass der Schuldner rechtlich nicht dazu verpflichtet ist, in vollem Umfang zu leisten. Ferner werden hierunter auch Veritätsrisiken subsumiert, die aus betrügerischen Handlungen resultieren, wie z. B. das Einreichen von Forderungsrechnungen ohne entsprechende Warenleistungen des Kunden (sogenannte Luftrechnungen) oder die Umleitung von Abnehmerzahlungen. Die Maßnahmen zu Verringerung der Veritätsrisiken werden im Kapitel Kundenrisiken (siehe Kapitel E Abschnitt 1b) erläutert. Im Geschäftsjahr kam es zu keinen Verlusten aus Veritätsrisiken.

Die im Rahmen von Fremdwährungsfinanzierungen eingegangenen Währungsrisiken werden mittels einer fristen- und währungskongruenten Refinanzierung nahezu vollständig abgedeckt. Liquiditäts- und Marktpreisrisiken werden derzeit als nicht materiell betrachtet und sind entsprechend als nicht wesentlich eingestuft. Bei der Analyse der Risiken werden ESG-Risiken erstmalig im Rahmen der Risikoinventur 2023 gemäß den regulatorischen Vorgaben nicht als eigenständige Risikoart betrachtet, sondern deren Auswirkungen auf jede einzelne Risikoart geprüft.

Regelmäßige Auswertungen aus dem kundenführenden System zu einer Vielzahl von risikobeeinflussenden Faktoren (wie z. B. Branchen, Länder, PD (Probability of Default) -Werte) bewertet mit geschäftsbestimmenden Größen (wie z. B. Umsatz, Höchstobligo, Factoringart) dienen der Risikosteuerung. Der gesamte Risikomanagementprozess unterliegt der laufenden Überwachung der Internen Revision - unter Führung von Group Audit der Commerzbank AG und unter Einbeziehung der Internen Revision der TARGOBANK AG.

1) Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken versteht die CommerzFactoring GmbH die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen durch die Vertragspartner. Hierbei unterscheidet die CommerzFactoring nach Abnehmerrisiken, Kundenrisiken und Counterpartyrisiken, die im Folgenden ausführlich betrachtet werden.

Eine mögliche Korrelation von Adressenausfallrisiken berücksichtigt die Gesellschaft im laufenden Risikomanagement und in der Unternehmenssteuerung. Das Management der Adressenausfallrisiken erfolgt grundsätzlich getrennt auf Abnehmer- und Kundenebene, bezieht mögliche Wechselwirkungen ein und richtet sich nach den mit den Gesellschaftern abgestimmten Geschäftsgrundsätzen.

Im Rahmen des Managements von Counterparty-Risiken berücksichtigt die CommerzFactoring GmbH die Unfähigkeit ihrer Gesellschafter bzw. deren Mutterunternehmen, ihre finanziellen und praktischen Leistungen für die CommerzFactoring GmbH zu erbringen.

a) Abnehmerrisiken (einschließlich Länderrisiken)

Abnehmerrisken umfassen das Risiko eines bonitätsbedingten Ausfalls der Abnehmer und der damit verbundenen nicht-Einhaltung der vertraglich zugesagten Begleichung der Forderungen innerhalb der vereinbarten Fälligkeiten.

Der Forderungsankauf ist geregelt durch Abnehmerkreditlimite, die jedem Abnehmer eingeräumt werden. Die Limitvergabe ist vor dem Hintergrund möglicher Konzernverbindungen mehrerer Abnehmer zu sehen und spiegelt neben der Bonität des Abnehmers auch die Deckungszusagen von Rückversicherern wider. Die CommerzFactoring GmbH hat keine eigene Kreditversicherung abgeschlossen, lässt sich aber von Kunden die Ansprüche aus gegebenenfalls vorhandenen Kreditversicherungsverträgen abtreten. Das gesamte Ausfallrisiko der Abnehmer übernimmt aufgrund einer vertraglichen Regelung die TARGOBANK AG. Diese Deckungszusage wird für jeden Factoring- und Forfaitierungsvertrag in Form einer Garantie der TARGOBANK AG bestätigt.

Die Überwachung der Kreditlimite erfolgt für die CommerzFactoring GmbH aufgrund eines Delkrederevertrages und eines Servicingvertrages durch die TARGOBANK AG. Sie wird durch ein systemseitiges Frühwarnsystem, Überwachung des Zahlungsverhaltens, engen Kontakt zu Kreditversicherern, Büro- und Bankauskünfte sowie durch die enge Zusammenarbeit der Limit- und der Inkassoabteilung gestützt. Ab einem bestimmten Rahmenlimit unterliegen die Kreditnehmer einem kontinuierlichen Überprüfungsprozess. Im Abnehmerkreditbereich finden regelmäßige Kontrollen und Maßnahmen im Risikomanagement statt, in die der Chief Risk Officer Firmenkunden der TARGOBANK AG eingebunden ist. Für die Risikoklassifizierung werden durch die TARGOBANK AG spezifisch entwickelte Ratingsysteme für Abnehmer genutzt.

Die überfälligen Forderungen der Abnehmer werden in regelmäßigen Abständen von der TARGOBANK AG oder den Vertragspartnern schriftlich angemahnt. Ab einer bestimmten Mahnstufe und Höhe des offenen Betrages übernimmt die TARGOBANK AG die Forderungen in ihr eigenes Inkassoverfahren, bei dem sie mit erfahrenen Rechtsanwälten und Kreditversicherungen zusammenarbeitet.

In einem quartalsweisen Risikobericht an die Geschäftsleitung wird die Struktur der Abnehmer(risiken) in einem detaillierten Forderungsaging sowie der Länder- und Branchenzugehörigkeit mit dem jeweiligen angekauften Forderungsbestand zum jeweiligen Ultimo dargestellt. Dabei zeigt sich ein regionaler Schwerpunkt auf Deutschland. Die Branchenverteilung ist mit Schwerpunkten in Automotive und Lebensmittelhandel factoringtypisch und seit mehreren Jahren weitestgehend unverändert.

Die von der TARGOBANK AG vollständig getragenen Delkredereschäden im Jahr 2023 stiegen im Verhältnis zum erreichten Umsatz, blieben aber auf einem moderaten Niveau. Das angewandte Risikomanagement sowie erfolgreiche Anstrengungen bei der Wiedergewinnung von Ausfällen wirkten sich positiv auf die Höhe des Nettoschadens (Ausbuchung) aus. Unter Ausbuchung des Berichtsjahres ist der Teil der Delkredereauszahlungen zu verstehen, bei dem keine Wiedergewinnung möglich ist. Die Ausbuchung liegt in dieser Betrachtungsweise im Bereich von 0,0011 % (Vorjahr 0,0003 %) vom Umsatz und wird durch die vereinnahmte Factoringgebühr um ein Vielfaches überdeckt.

b) Kundenrisiken

Die Kundenrisiken umfassen das Risiko eines bonitätsbedingten Ausfalls der Kunden. In einem solchen Szenario können die veritätsbedingten Risiken des angekauften Forderungsbestandes nicht mehr durch den Kunden getragen werden.

Die CommerzFactoring GmbH hat zur Kontrolle und Begrenzung dieser nicht versicherbaren Kundenrisiken im Factoring (Veritätsrisiken) entsprechende Vorkehrungen getroffen. Sämtliche Engagements werden, abgestuft nach Größe und Komplexität, von den Kreditgremien der CommerzFactoring GmbH entschieden. Die CommerzFactoring GmbH schließt zudem CFF- und Factoringverträge nur mit Kunden der Commerzbank AG ab. Sofern diese auch Kreditkunden der Commerzbank AG sind, werden sie vor Abschluss eines Vertrages auch von der Commerzbank AG hinsichtlich ihrer Fähigkeit zum Ausgleich von Veritätsschäden überprüft. Nur wenn die Risikoüberprüfung bei der Commerzbank AG und bei der CommerzFactoring GmbH zu einer positiven Entscheidung kommt, schließt die CommerzFactoring GmbH einen CFF- beziehungsweise einen Factoringvertrag mit einem Kunden ab. Erkennbare Risiken für den Bestand der Forderungen geht die CommerzFactoring GmbH nur ein, soweit diese durch factoringspezifische Einbehalte oder Veritätsavale der Commerzbank AG abgedeckt sind.

Eine kontinuierliche Risikoüberwachung bei jedem einzelnen CFF- und Factoring-Engagement erfolgt unter anderem durch ein systemseitig gestütztes Risikofrühwarnsystem bestehend aus einer Client Scorecard und einem mathematisch-stochastischen Tool sowie dem engen Kontakt zum Kunden. Notleidende Engagements werden von der Intensiv- bzw. Problemkreditbetreuung übernommen. Die Einhaltung der Vertragsvereinbarungen wird durch die Außenrevision vor Ort während der Vertragslaufzeiten geprüft. Ein internes Reportingsystem und der Austausch von Informationen sind ebenfalls integraler Bestandteil der Risikoüberwachung. Die Geschäftsführer sind dabei stets in diesen Prozess involviert.

In einem quartalsweisen Risikobericht an die Geschäftsleitung werden die Struktur der Kunden(risiken) in einer Forderungsklassifizierung, Kundenkonzentrationen nach Forderungsvolumen, Kundenstatus, PD-Rating-Auswertungen, veritätsrisikobegrenzende Instrumente sowie die Branchenzugehörigkeit mit dem jeweiligen angekauften Forderungsbestand zum Ultimo dargestellt. Die Kundenstruktur entspricht den in der Risikostrategie festgelegten Anforderungen und wird von der Geschäftsleitung laufend kontrolliert. Im Zuge der Corona-Krise ist die Kundenbewertung um eine Klassifizierung bzgl. der Auswirkungen der Pandemie auf das jeweilige Geschäftsmodell des Kunden erweitert worden.

Den aus dem Forderungsbestand in Einzelfällen möglichen negativen Folgen aus dem operationellen Risiko der Fehleinschätzung des Veritätsrisikos und dem Risiko des externen Betrugs begegnet die CommerzFactoring GmbH zur Sicherstellung der jederzeitigen Risikotragfähigkeit aus der eigenen Substanz heraus zusätzlich mit einer sogenannten Veritätsrisikolinie. Die von der Commerzbank AG bereitgestellte Veritätsrisikolinie steht zur Befriedigung der Ansprüche von Filialen der Commerzbank AG, die die Refinanzierungslinien für CommerzFactoring GmbH einrichten, bei einem veritätsbedingten Schaden oder Verzug zur Verfügung. In einem solchen Fall kann die CommerzFactoring GmbH (bis zum Ausgleich über den Ergebnisabführungsvertrag) die Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des relevanten CFF- bzw. Factoringgeschäfts innerhalb der eingeräumten Laufzeiten und Limite durch Umwandlung in eine nachrangige Refinanzierung unter der Veritätsrisikolinie befriedigen.

c) Counterparty-Risiken

Im Allgemeinen bilden Counterparty-Risiken die Möglichkeit ab, dass der Vertragspartner bei einem Geschäft auf dem Finanzmarkt zahlungsunfähig wird; im Speziellen wird bei der CommerzFactoring GmbH die finanzielle und praktische Leistungserbringung der Vertragspartner betrachtet. Demnach bedeuten Counterparty-Risiken im Folgenden die Risiken für die CommerzFactoring GmbH aus der Unfähigkeit der wesentlichen Vertragspartner, ihre finanziellen und praktischen Leistungen für die CommerzFactoring GmbH zu erbringen.

Im Geschäftsjahr wurden diese Risiken erstmalig im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich eingestuft.

Die CommerzFactoring GmbH sieht Counterparty-Risiken in Verbindung mit den Gegenparteien Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (CIV), der Commerzbank AG und der TARGOBANK AG. Die CommerzFactoring GmbH hat mit der CIV einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, der einen Ausgleich im Falle eines negativen Jahresergebnisses der CommerzFactoring GmbH einschließt. Da die CIV mit der Commerzbank AG einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen hat, ist hinsichtlich des Counterparty-Risikos der CIV auf die Commerzbank AG und deren Eigenbonität abzustellen. Die TARGOBANK AG übernimmt für die CommerzFactoring GmbH die Delkredererisiken (überwiegend durch Versicherer gedeckt) und das Servicing des Factoring-/Forfaitierungsgeschäfts inklusive des geschäftsspezifischen IT-Systems.

Beide Gegenparteien stellen durch ihr Risikomanagementsystem und ihre Risikotragfähigkeitsrechnung sicher, dass die übernommenen Risiken in den jeweiligen Unternehmen kontrolliert und getragen werden können.

2) Operationelle Risiken

Für die CommerzFactoring GmbH ist die Definition von operationellen Risiken gemäß "Capital Requirement Regulation (CRR)" maßgeblich. Somit wird unter dem Begriff operationelles Risiko "das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden, einschließlich Rechtsrisiken", subsumiert. Operationelle Risiken werden in der jährlichen Risikoinventur mittels einer Expertenbefragung identifiziert und quantifiziert.

Die CommerzFactoring GmbH ist bezüglich der operationellen Risiken in die dafür in der Commerzbank AG etablierten Regelungen und Prozesse eingebunden und agiert entsprechend.

Prozessrisiken, externer Betrug und interner Betrug stellen die maßgeblichen potenziellen Risikoquellen dar. Realisieren sich diese Risikoquellen, werden die Schadensfälle in einer konzernweiten Schadensfalldatenbank gesammelt und notwendige Maßnahmen nachgehalten. Ständige Kontrollen der Arbeitsabläufe, Einhalten von Arbeitsvorschriften (z. B. 4-Augen-Prinzip, Schulungsmaßnahmen, Know-your-employee-Prozess, Kompetenz- und Vertretungsregelungen) und dauernde Analysen der Sach- und Zinskosten zählen zu den wesentlichsten Risikominderungsmaßnahmen. Von zentraler Bedeutung im Management der operationellen Risiken ist die Schaffung einer Unternehmenskultur, in der ein offener Umgang mit Risiken gelebt und gefördert wird.

Eine Auslagerung liegt vor, wenn ein anderes Unternehmen mit der Wahrnehmung solcher Aktivitäten und Prozesse beauftragt wird, die unmittelbar oder mittelbar für die Durchführung von Bankgeschäften, Finanzdienstleistungen oder sonstigen institutstypischen Dienstleistungen relevant sind und ansonsten vom Institut selbst erbracht würden. Risiken ergeben sich hier u.a., wenn der Vertragspartner seine Aufgaben nicht rechtzeitig oder nicht in angemessener Qualität durchführt.

Die Vorgehensweise bei Auslagerungen ist im Steuerung-, Überwachungs- und Sicherheitskonzept der CommerzFactoring, mit prozessualen Vorgaben angelehnt an die Group Outsourcing Policy des Commerzbank-Konzerns, genau geregelt. Für neue Auslagerungen wird eine Risikoanalyse durchgeführt. Dabei werden die maßgeblichen Organisationseinheiten sowie die Interne Revision einbezogen. Für bestehende Auslagerungen erfolgt mindestens jährlich ein Review der Risikoanalyse. Zur Begrenzung und Steuerung von Risiken aus wesentlichen Auslagerungen werden im Auslagerungsvertrag Rechte und Pflichten der beiden Vertragspartner festgelegt. Diese orientieren sich an den Anforderungen der MaRisk und des KWG.

Als wesentliche Auslagerung sind die Tätigkeiten, welche die TARGOBANK AG für die CommerzFactoring GmbH erbringt, eingestuft worden. Des Weiteren wurden die Buchhaltung, die IT, die Revision, ein Teil der Compliance-Aufgaben sowie die Personaladministration der CommerzFactoring GmbH an die Commerzbank AG ausgelagert.

Bei einer Auslagerung werden zusammen mit den Prozessen auch die darin enthaltenen internen Kontrollen (z. B. Vier-Augen-Prinzip) ausgelagert. Die Durchführung dieser laufenden Kontrollen erfolgt durch das Auslagerungsunternehmen. Da die ausgelagerten Kontrollen Bestandteil des internen Kontrollsystems (IKS) der CommerzFactoring GmbH sind, ist eine Einbeziehung dieser Kontrollen in das eigene IKS sowie deren angemessene Beurteilung z. B. durch folgende Maßnahmen sichergestellt:

Prüfungen der ausgelagerten Kontrollen durch die Retained Organisation im Auslagerungsunternehmen (Leistungskontrolle Vor-Ort),

Anforderung von Prüfungsberichten, die eine hinreichende Einbeziehung der ausgelagerten Kontrollen in das eigene IKS sowie deren angemessene Beurteilung gewährleisten oder

eigene Prüfungshandlungen durch die Revisionsfunktion der CommerzFactoring GmbH (ggf. in Verbindung mit Prüfungen des Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten).

Die CommerzFactoring GmbH hat die Beschaffung und das Servicing der IT-Infrastruktur und Hardware an die Commerzbank AG ausgelagert.

Die Datensicherung für Großrechner und Netzwerkbetrieb sowie der Zugriffsschutz auf den Großrechner sind durch verschiedene Sicherheitsstandards gewährleistet. Ein Notfallplan stellt sicher, dass der Geschäftsbetrieb auch in Notsituationen binnen 24 Stunden wieder vollständig aufgenommen werden kann.

Weiterentwicklungen und Änderungen von Systemen sowie anschließende Tests werden unter Beteiligung von fachlichen und technischen Mitarbeitern durchgeführt. Die technische Freigabe erfolgt unabhängig vom Anwender. Test- und Produktionsumgebung sind grundsätzlich getrennt. Die Funktionstrennung zwischen Markt und Marktfolge ist systemseitig durch entsprechende Zugriffsberechtigungen bzw. ein technisches 4-Augen-Prinzip gewährleistet.

Für die Bekämpfung des Betrugsrisikos im Factoring und in der CFF wird die Existenz und Werthaltigkeit der angekauften Forderungen überprüft. Zu diesem Zweck holt die CommerzFactoring GmbH von Abnehmern mittels Zufallsprinzips schriftliche Saldenbestätigungen ein. Daneben ist eine spezifische Software im Einsatz, die basierend auf statistischen Verfahren und definierten Regeln Unregelmäßigkeiten in der Rechnungserstellung überprüft und meldet.

Die CommerzFactoring GmbH hat umfassende und bewährte Maßnahmen zur Betrugsprävention im Factoringgeschäft eingerichtet, z. B. grundsätzliche Durchführung von Saldenabstimmungen bei stillen Verfahren durch von der CommerzFactoring GmbH benannte Wirtschaftsprüfer, Rücksprache mit vorherigen Factoringgesellschaften bei Ablösungen zur Klärung der Qualität der Zusammenarbeit und stichprobenartige Verifizierung des Bestands von Forderungen vor Beginn der Zusammenarbeit bei Ablösung anderer Factoringgesellschaften. Weiterhin entwickelt die CommerzFactoring GmbH ihr System zur Verhinderung von Betrug stets fort und bringt gewonnene Erkenntnisse aus der Überwachung des Tagesgeschäfts und aus jedem Schadensfall direkt in risikobegrenzende Maßnahmen, wie zusätzlichen Einbehalten oder Leitplanken für das Standardgeschäft, ein. Zudem werden in risikoabhängigem Rhythmus durch darauf spezialisierte Mitarbeiter Außenprüfungen bei den Kunden durchgeführt.

Die Risikokategorie "interner Betrug" wird durch das bestehende Anweisungswesen, die Innenrevision und die Kompetenzregelungen (wie z. B. das 4-Augen-Prinzip) minimiert.

Die quantitative und qualitative Personalausstattung des Unternehmens orientiert sich unter anderem an den Geschäftsaktivitäten, der Strategie sowie der Risikosituation der Unternehmung. Die Personalplanung erfolgt jährlich im Rahmen der Beiratssitzungen und der Festlegung der Unternehmensziele sowie der Geschäfts- und Risikostrategie.

Es ist stets das Ziel der Unternehmung, die Vergütungs- und Anreizsysteme so zu gestalten, dass diese den rechtlichen Vorgaben und den in den Strategien festgelegten Zielen Rechnung tragen und es der CommerzFactoring GmbH stets möglich ist, qualifiziertes Personal zu finden und zu halten. Die CommerzFactoring GmbH richtet sich in ihrem Vergütungs- und Anreizsystem nach den Regelungen im Commerzbank-Konzern. Dabei wird sichergestellt, dass die Vergütungs- und Anreizsysteme den vorgegebenen Zielen nicht widersprechen und so ausgerichtet sind, dass schädliche Anreize zur Eingehung hoher Risikopositionen vermieden werden.

3) Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die CommerzFactoring GmbH zahlungsunfähig wird. Das Institut begegnet diesem Risiko durch zeitnahes Liquiditätsmanagement und ausreichende Liquiditätsvorsorge.

Der wesentliche Teil des Liquiditätsbedarfs der CommerzFactoring GmbH resultiert aus den Inanspruchnahmen im Factoring-/Forfaitierungsgeschäft. Im Planungsprozess legt die Geschäftsleitung in Abstimmung mit den Gesellschaftern den zu erreichenden Umsatz und das geplante Neugeschäft der CommerzFactoring GmbH fest. Aus der Summe an bestehenden Linien und dem geplanten Wachstum ergibt sich der Liquiditätsbedarf der CommerzFactoring GmbH für ihr Factoring-/Forfaitierungsgeschäft. Anhand des Liquiditätsbedarfs beantragt die CommerzFactoring GmbH frühzeitig eine entsprechende Kreditlinie mit ausreichender Reserve bei der Commerzbank AG und prüft in regelmäßigen Abständen, ob deren Höhe noch angemessen ist.

Für jedes einzelne Factoringgeschäft mit Kunden schließt die CommerzFactoring GmbH nur Verträge ab, bei denen ihr eine kongruente Finanzierungszusage der Commerzbank AG für das jeweilige Einzelgeschäft vorliegt. Im Rahmen der Refinanzierungslinie für Forfaitierungen nimmt die CommerzFactoring GmbH ihr Ankaufsrecht für Forderungen so wahr, dass die Refinanzierungslinie nicht überschritten wird.

Das Budget für den laufenden Geschäftsbetrieb wird von der Geschäftsleitung mit Unterstützung von Fachabteilungen der Commerzbank AG kalkuliert und den Gesellschaftern zur Genehmigung vorgelegt. Für das Tagesgeschäft verfügt die CommerzFactoring GmbH über Guthaben und ausreichende Kreditlinien. Darüber hinaus haben sich beide Gesellschafter dazu verpflichtet, der CommerzFactoring GmbH die benötigte Liquidität bereitzustellen.

4) Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisiken werden Verluste subsumiert, die sich aus der Veränderung von Marktpreisen für Wertpapiere, Devisen und Derivate sowie Änderungen von Zinssätzen und Zinsstrukturen ergeben können.

Zur Vermeidung eines Zinsänderungsrisikos achtet die CommerzFactoring GmbH stets auf eine vollständige Fristenkongruenz. Die Zinsvereinbarungen mit Kunden entsprechen vollständig den Zinsvereinbarungen in den Refinanzierungsverträgen mit der Commerzbank AG.

Die CommerzFactoring GmbH handelt weder mit Wertpapieren noch mit Derivaten. Wesentliche Preisänderungsrisiken bestehen nicht, daher können hieraus keine Verluste entstehen, weshalb das Marktpreisrisiko als unwesentlich eingestuft wird.

Gemäß den Vertragsbedingungen für Euro-basierte Factoring- und Forfaitierungsfinanzierungen trägt der Vertragspartner bei Fremdwährungsforderungen das Währungsrisiko. Abnehmerzahlungen in Fremdwährung werden über Devisenkassageschäfte konvertiert. Die Devisenbestände der CommerzFactoring GmbH unterliegen einer permanenten Kontrolle.

Bei Forderungsfinanzierungen in Fremdwährung werden diese in gleicher Währung refinanziert. Vereinnahmte Erträge in Fremdwährung, denen keine entsprechenden Aufwendungen in der gleichen Fremdwährung gegenüberstehen, werden unverzüglich in Euro konvertiert.

6) Reputationsrisiken

Die positive Wahrnehmung der CommerzFactoring GmbH in der Öffentlichkeit ist von großer Bedeutung für die Reputation und den geschäftlichen Erfolg. Das Risiko einer negativen Wahrnehmung der CommerzFactoring GmbH in der Öffentlichkeit wird als Reputationsrisiko bezeichnet.

Die Reputation unterliegt diversen internen und externen Einflussfaktoren und damit auch Risiken im täglichen Geschäft. Diese Risiken können zur Gefahr von Verlusten, sinkenden Erträgen oder einem reduzierten Unternehmenswert aufgrund von Geschäften und Kundenbeziehungen führen, die das Vertrauen in die CommerzFactoring GmbH in der Öffentlichkeit und den Medien, bei Kunden und Mitarbeitern, Auskunfteien, Ratingagenturen, Gesellschaftern oder Geschäftspartnern mindern.

Geschäfte und Kundenbeziehungen müssen aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Commerzbank AG und der TARGOBANK AG auch aus deren Sicht unter Reputationsgesichtspunkten zulässig sein. Unabhängig davon erfolgt in der CommerzFactoring GmbH eine Prüfung der Übereinstimmung von Geschäften und Kundenbeziehungen mit Gesetzen, Regularien und internen Richtlinien. Bei negativen Prüfungsergebnissen eines der drei Beteiligten ist ein Geschäft abzulehnen bzw. die Kundenbeziehung zu beenden.

Bei Geschäften, die legal und richtlinienkonform, möglicherweise aber mit einem Reputationsrisiko behaftet sind, entscheidet die Geschäftsführung im Einklang mit den Vorgaben beider Gesellschafter über das weitere Vorgehen.

7) Compliance-Risiken

Das Risiko, das aus der Nichteinhaltung wesentlicher rechtlicher Regelungen, Richtlinien und Vorgaben entstehen kann, wird als Compliance-Risiko bezeichnet. Dieses beinhaltet rechtliche und regulatorische Sanktionen sowie finanzielle Verluste aufgrund der Nichteinhaltung von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien und ethisch-moralischen Vorgaben und Standards, die im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten der CommerzFactoring GmbH stehen und die Integrität der Gesellschaft unterlaufen könnten. Hier geht es z. B. um die Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen, die Beachtung von Sanktionen und Markets-Compliance-Vorgaben sowie die Betrugs-, Korruptions- und Bestechungsbekämpfung, aber auch weitere Themenbereiche, wie den Schutz von Daten und Geschäftsgeheimnissen, die Einhaltung von ESG-Vorgaben und die Achtung von Menschenrechten und der Umwelt.

Die CommerzFactoring GmbH setzt zusammen mit den entsprechenden Fachabteilungen der Commerzbank AG und der TARGOBANK AG compliance-relevante gesetzliche bzw. aufsichtsrechtliche Anforderungen um. Zur Steuerung der Compliance-Risiken werden die Aktivitäten insbesondere auf die Sicherstellung eines angemessenen Risikomanagements zur Verhinderung der Compliance-Risiken abgestellt. Hierzu ist die CommerzFactoring GmbH ist in die konzernweite Gefährdungsanalyse der Commerzbank AG eingebunden, deren Methodik fortlaufend optimiert und verfeinert wird.

Die Kultur der Integrität ist die Grundvoraussetzung für ein effektives Compliance-Management des Unternehmens. Der Verhaltenskodex der Commerzbank AG legt Standards für das Geschäftsgebaren sowie ethische Grundsätze fest, die auch für das Handeln aller Mitarbeitenden der CommerzFactoring verpflichtend sind. Betrügerische oder sonstige strafbare Handlungen werden, wie alle weiteren Verstöße gegen den Verhaltenskodex, konsequent mit einer Null-Toleranz-Haltung verfolgt. Die Einhaltung aller gesetzlichen Verpflichtungen, Vorschriften und hierzu erlassenen internen Regeln ist obligatorisch.

In regelmäßigen Schulungen werden alle Mitarbeiter mit den relevanten Vorschriften vertraut gemacht. Bei Verdacht auf Regelverstöße werden diese unverzüglich untersucht, aufgeklärt und - sofern zutreffend - sanktioniert. Darüber hinaus ist ein Whistleblowingsystem zur Meldung von Verstößen oder diesbezüglichen Verdachtsfällen etabliert.

F. Prognosebericht

Das Jahr 2023 war geprägt durch die Verwerfungen des Ukraine Krieges sowie einer sich in Richtung Zielniveau entwickelnden Inflationsrate. Der Umsatzverlust aus den Abgängen von Bestandskunden lag 2023 auf dem erwarteten, erhöhten Niveau. Das Netto-Neugeschäftsvolumen konnte nicht gesteigert werden. Entsprechend dem Geschäftsmodell werden die Abnehmerrisiken vollumfänglich durch die TARGOBANK AG übernommen. Gleichzeitig schätzen wir die Refinanzierung unseres Geschäftes nicht als gefährdet ein. Die verbleibenden Veritätsrisiken werden fortlaufend durch die Gesellschaft selbst überwacht und gesteuert. Aufgrund der Geschäfts- und Risikoentwicklung im Jahr 2023 und gemäß der Planung für 2024 wird die Höhe der bestehenden Veritätsrisikolinie für das Jahr 2024 auf 26 Mio. EUR belassen.

Vor dem Hintergrund des Fortgangs des Ukraine-Kriegs und der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten schränken auch innen- sowie außenpolitische Unsicherheiten die positive Entwicklung der Unternehmen ein. [8] Durch die mit diesen Unsicherheiten möglicherweise einhergehenden negativen Entwicklungen in den einzelnen Volkswirtschaften der EU und weltweit ist die Umsatzplanung der CommerzFactoring GmbH für 2024 mit Unsicherheiten behaftet. Unter Berücksichtigung dieser Unsicherheiten prognostiziert die Geschäftsleitung eine deutliche Erhöhung aller Zielgrößen (Factoringumsatz, Neugeschäftsvolumen, Factoringgebührenertrag, Zinsmargenertrag) für das Jahr 2024, insbesondere aufgrund eines erwarteten geringeren Kundenabgangs als im Geschäftsjahr.

Die Entwicklung an den Finanzmärkten 2024 hängt weiterhin von der Entwicklung der Inflation und ihrer Wahrnehmung ab. Sowohl in den USA, Großbritannien als auch in der EU hatten die Notenbanken auf die Inflationsentwicklung reagiert. Die hohe Inflationsrate dürfte deshalb in den kommenden Monaten etwas zurückgehen, der Inflationsdruck wird dennoch eine Weile fortbestehen. Nach Aussagen der Bundesregierung soll die Wirtschaft 2024 um 0,2 % wachsen, ab 2024 sollen die verfügbaren Einkommen wieder über der Inflationsrate liegen. Die aktuelle ifo Konjunkturprognose zum Winter 2023 zeigt eine Verzögerung in der Konjunkturerholung. Der IWF weist explizit auf bestehende Unsicherheiten für die wirtschaftliche Entwicklung hin. [9]

Der überwiegende Anteil von Wirtschaftsexperten erwartet für 2024 eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsproduktes nach einem Rückgang im Vorjahr. Da Factoring und Forfaitierung - adäquate Versicherungslimite vorausgesetzt - vordringlich auf den Forderungsbestand abstellen, sind sie auch in weniger guten Wirtschaftslagen und möglicherweise rückläufigen Kundenbonitäten gut geeignet, Unternehmen mit der benötigten Umlaufvermögensfinanzierung zu begleiten. Aufgrund des anhaltend guten Neugeschäftes und den aktuell hohen Inflationsraten kann perspektivisch trotz nicht auszuschließender Rezessionsrisiken mit höheren Umsätzen geplant werden.

Die Prolongationsquote bezogen auf den Factoringumsatz des Gesamtportfolios und damit auch das Netto-Neugeschäftsvolumen wird im Jahr 2024 voraussichtlich höher als im Vorjahr ausfallen. Hintergrund ist die Beendigung der Zusammenarbeit mit einem Großkunden, die sich in 2023 spürbar ausgewirkt hatte und sich so in 2024 wahrscheinlich nicht wiederholen wird.

Die im Unternehmen vorhandenen starren Kostenstrukturen limitieren die Möglichkeiten, Aufwendungen zu reduzieren stark. Bei dem auch durch konzerninterne Leistungsverrechnungen bestimmten Verwaltungsaufwand erwarten wir 2024 aufgrund von weiter steigenden Kosten (getrieben von erhöhten Personalaufwendungen, Inflation und regulatorischen Verpflichtungen) eine leichte Steigerung.

In Summe geht die Geschäftsleitung, basierend auf einer weiterhin positiven Entwicklung der Ertragskomponenten, von einem um mögliche Währungseffekte bereinigten Ergebnis der Gesellschaft i.H.v. T€ 757 aus.

Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und den sich stetig verschärfenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Banken hat nach wie vor auch die bankrechtliche Unterstellung der Factoring-Branche unter die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Auswirkungen auf den Factoringmarkt in Deutschland. Für die Factoring-Branche bedeutet dies z. B. eine teilweise Anwendung der Vorschriften des KWG, ein direkt und indirekt zunehmender Einfluss der European Banking Authority (EBA) und der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie verschärfte Compliance-Anforderungen und veränderte Refinanzierungsbedingungen.

Vor dem Hintergrund der vorgenannten Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Wirtschaft sieht die CommerzFactoring GmbH weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Unternehmensinsolvenzen. Das aktive Risikomanagement sowie die vollständige Absicherung des Forderungsausfallrisikos durch Dritte werden eine Belastung der CommerzFactoring GmbH aus dem Delkredererisiko trotz möglicher Zunahmen der Schäden aus Abnehmerrisiken verhindern.

Bei den Veritätsrisiken kann eine mögliche Belastung trotz aller getroffenen Vorsichtsmaßnahmen nie ausgeschlossen werden. Besonders risikobehaftete Geschäfte wird die CommerzFactoring GmbH weiterhin nicht tätigen. Darüber hinaus werden bestehende Engagements mit einer Kombination von Risikomerkmalen (z. B. Abnehmerkonzentrationen, inhabergeführte Unternehmen, Verschlechterung der Forderungsstruktur und/oder der wirtschaftlichen Lage und/oder der Liquiditätslage) eng überwacht und, falls nötig, risikoabsichernde Maßnahmen umgesetzt oder die Zusammenarbeit beendet. Ziel ist immer die Sicherstellung einer selbstliquidierenden Transaktionsstruktur in jeder Einzeltransaktion.

Die zuvor erläuterten Risikofaktoren, wie zum Beispiel in Bewertungspositionen von Fremdwährungsbeständen zum Euro am Stichtag, können bei ungünstigem Verlauf das prognostizierte Jahresergebnis 2024 unserer Gesellschaft in einem nicht zuverlässig prognostizierbaren Ausmaß beeinträchtigen. Die weiteren Entwicklungen beobachten wir genau und passen unsere Risikoeinschätzung und Geschäftspolitik kontinuierlich an.

1 Der Zinsmargenertrag entspricht den Anteil des Zinsertrags im Geschäftsjahr der sich aus der Erhebung des über den Referenzzinssatz hinausgehenden Zinssatzes auf die jeweilige Bemessungsgrundlage ergibt.
2 Der Factoringgebührenertrag umfasst die Summer der Erträge aus der auf den Kaufpreis jeder angekauften Forderung erhobenen Factoringgebühr im Geschäftsjahr.
3 Das Neugeschäftsvolumen umfasst die Summe der angedienten Forderungen aus Vertragsverlängerungen mit bestehenden Kunden und Vertragsabschlüssen mit Neukunden im Geschäftsjahr.
4 Der Factoringumsatz umfasst die Summe der angedienten Forderungen im Geschäftsjahr.
5 Angelehnt an die Definition der Europäischen Kommission zählen hierunter Unternehmen, die weniger als 250 Personen beschäftigen und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. EUR erzielen oder deren Jahresbilanzsumme sich auf höchstens 43 Mio. EUR beläuft.
6 Der Ergebnisabführungsvertrag kann zum Ende eines jeden Geschäftsjahres der CommerzFactoring GmbH unter Einhaltung einer Frist von 6 Monaten gekündigt werden.
7 Service-Level-Agreement
8 Hier sei u.a. verwiesen auf den Jahreswirtschaftsbericht der deutschen Bundesregierung, den IWF und das ifo-Institut.
9 Hier sei u.a. verwiesen auf den Jahreswirtschaftsbericht der deutschen Bundesregierung, den IWF und das ifo-Institut.

 

Mainz, 23. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 69.195.395,06 36.871.163,22
a) andere Forderungen 0,00 1.000.000,00
69.195.395,06 37.871.163,22
2. Forderungen an Kunden 1.972.460.317,53 2.540.533.696,47
3. Immaterielle Anlagewerte 0,00 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 253.323,05 1.216.116,49
5. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
Summe der Aktiva 2.041.909.035,64 2.579.620.976,18

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 1.423.442.623,48 1.971.475.059,15
1.423.442.623,48 1.971.475.059,15
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) täglich fällig 468.257.864,00 441.689.189,54
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 144.088.388,33 160.860.315,76
612.346.252,33 602.549.505,30
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.614.033,46 2.164.818,41
4. Rechnungsabgrenzungsposten 141.590,19 73.311,35
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.896.682,82 1.843.618,87
b) Steuerrückstellungen 55.744,25 20.811,57
c) andere Rückstellungen 313.552,50 395.294,92
2.265.979,57 2.259.725,36
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
b) Kapitalrücklage 998.168,86 998.168,86
c) Bilanzgewinn 387,75 387,75
1.098.556,61 1.098.556,61
Summe der Passiva 2.041.909.035,64 2.579.620.976,18

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 86.228.611,27 47.428.839,43
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 82.480.886,72 44.918.179,99
(davon Nettoaufwendungen aus der Aufzinsung von Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen € 20.696,00; Vorjahr T€ 64)
(davon Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen € -260,00; Vorjahr T€ 0)
(davon aus verbundenen Unternehmen € 59.574.204,36; Vorjahr T€ 20.302)
3. Zinsüberschuss 3.747.724,55 2.510.659,44
4. Provisionserträge 1.303.263,40 1.371.331,63
5. Provisionsaufwendungen 976.214,74 960.290,36
6. Provisionsüberschuss 327.048,66 411.041,27
7. Sonstige betriebliche Erträge 5.171.161,23 8.335.986,71
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.348.574,44 1.325.828,14
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und für Unterstützung 337.661,86 246.391,44
darunter:
für Altersversorgung € 87.042,49; Vorjahr T€ 45 1.686.236,30 1.572.219,58
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.243.438,58 1.249.231,44
2.929.674,88 2.821.451,02
9. Abschreibungen und Wertberichtungen auf immaterialle Anlagewerte und Sachanlagen 907,40 392,66
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.335.366,11 7.707.770,12
11. Erträge aus Zuschreibung zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 1.879,89 46.868,23
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 981.865,94 774.941,85
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 86.885,98 56.484,26
14. Sonstige Steuern 2.418,00 1.548,00
15. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 892.561,96 716.909,59
16. Jahresüberschluss 0,00 0,00
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 387,75 387,75
18. Bilanzgewinn 387,75 387,75

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Name: CommerzFactoring GmbH
Sitz: Mainz
Registergericht: Mainz
Handelsregister-Nr.: HRB 41617

II. Rechtsgrundlagen

Der vorliegende Jahresabschluss der CommerzFactoring GmbH, Mainz, (nachfolgend auch "Gesellschaft" genannt) wurde unter Anwendung der gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Rechnungslegung erfolgt nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften sowie nach §§ 340 ff. HGB.

Alleinige Gesellschafter der CommerzFactoring GmbH sind die TARGOBANK AG, Mainz, (Anteilsquote 49,9%) und die Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main (Anteilsquote 50,1%), mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach der Staffelform gegliedert.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kreditinstitute, die Forderungen an Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert. Aufgrund des vernachlässigbaren Bonitätsrisikos hat die Gesellschaft keine Risikovorsorge für Forderungen an Kreditinstitute gebildet.

Die dem Forderungsbestand aus dem Factoringgeschäft anhaftenden Risiken sind Delkredere- und Veritätsrisiken. Alle Delkredererisiken hat die CommerzFactoring GmbH zu 100 % durch Haftungsübernahmen der TARGOBANK AG auf Einzelgeschäftsebene abgesichert.

Eine Risikovorsorge für Veritätsrisiken ist durch die selbstliquidierende Strukturierung der Einzelgeschäfte inklusive zusätzlich bestehenden Sicherheiten nicht notwendig.

Aufgrund des daher insgesamt vernachlässigbaren Bonitäts- und Kontrahentenrisikos hat die Gesellschaft entsprechend keine Risikovorsorge für Forderungen an Kunden (Forderungen aus dem Factoringgeschäft) gebildet.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist aus dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Alle Fremdwährungsbeträge wurden zum gültigen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt und bilanziert.

Zur Ermittlung der Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen wurde die Projected Unit Credit Method angewendet. Hierfür wurde ein durchschnittlicher Zinssatz der letzten 10 Jahre verwendet. Nach Veröffentlichung durch die Deutsche Bundesbank beträgt der maßgebliche Rechnungszins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren 1,82 % (10-Jahres-Durchschnitt für Pensionsverpflichtungen) sowie 1,74 % (7-Jahresdurchschnitt für Jubiläumszuwendungen).

Die in den "Richttafeln 2018 G von K. Heubeck" enthaltenen Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wurden mit 75 % in Ansatz gebracht.

Des Weiteren wurden eine Gehaltsdynamik von 2,5 %, eine Rentensteigerungen von 2,5 % sowie die erwartete Mitarbeiterentwicklung (Fluktuation) berücksichtigt.

Die Erfolgswirkungen aus der Aufzinsung und einer Änderung des Diskontierungszinssatzes bei Pensionsrückstellungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die weiteren sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen, ausgenommen solche für Jubiläum, mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, sind nicht vorhanden.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt und vollständig eingezahlt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen an Kreditinstitute betragen T€ 69.195. Darin enthalten sind Forderungen aus Factoringgeschäft an Kreditinstitute in Höhe von T€ 1.968. Des Weiteren beinhalten die Forderungen an Kreditinstitute Fremdwährungsbeträge in Höhe von T€ 25.506 (GBP, USD, SEK).

Die Forderungen an Kunden betreffen das operative Factoringgeschäft.

Der Bestand der Forderungen an Kunden in Fremdwährung (USD, GBP) beträgt T€ 122.293.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten per 31.12.2023 im Wesentlichen Forderungen aus Kapitalertragssteuern (T€ 209).

Die Forderungen, das Anlagevermögen, die sonstigen Vermögensgegenstände und der Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich wie folgt zusammen:

zum 31.12.2023 Gesamtbetrag
T€
davon an verbundene Unternehmen
T€
davon an Gesellschafter
T€
Forderungen an Kreditinstitute 69.195 38.675 0
Forderungen an Kunden 1.972.461 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 253 0 0
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0
Summe 2.041.909 38.675 0
zum 31.12.2022 Gesamtbetrag
T€
davon an verbundene Unternehmen
T€
davon an Gesellschafter
T€
Forderungen an Kreditinstitute 37.871 22.161 0
Forderungen an Kunden 2.540.534 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 1.216 0 0
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0
Summe 2.579.621 22.161 0
Fristengliederung 31.12.2023 Gesamtbetrag
T€
davon täglich fällig
T€
davon bis 3 Monate
T€
davon bis 1 Jahr
T€
Forderungen an Kreditinstitute 69.195 69.195 0 0
Forderungen an Kunden 1.972.460 458.624 1.489.055 24.781
Fristengliederung 31.12.2022 Gesamtbetrag
T€
davon täglich fällig
T€
davon bis 3 Monate
T€
davon bis 1 Jahr
T€
Forderungen an Kreditinstitute 37.871 36.871 1.000 0
Forderungen an Kunden 2.540.534 430.915 2.089.686 19.933

2. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

zum 31.12.2023 Gesamtbetrag
T€
davon gegenüber verbundenen Unternehmen
T€
davon gegenüber Gesellschaftern
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.423.443 1.423.357 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 612.346 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.614 893 893
Summe 2.038.403 1.424.250 893
zum 31.12.2022 Gesamtbetrag
T€
davon gegenüber verbundenen Unternehmen
T€
davon gegenüber Gesellschaftern
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.971.475 1.971.183 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 602.550 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.165 717 717
Summe 2.576.190 1.971.900 717
Fristengliederung 31.12.2023 Gesamtbetrag
T€
davon täglich fällig
T€
davon bis 3 Monate
T€
davon bis 1 Jahr
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.423.443 1.423.443 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 612.346 468.258 141.775 2.313
Fristengliederung 31.12.2022 Gesamtbetrag
T€
davon täglich fällig
T€
davon bis 3 Monate
T€
davon bis 1 Jahr
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.971.475 1.971.475 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 602.550 441.689 159.014 1.847

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus der Refinanzierung der angekauften Forderungen. In dieser Position sind Verbindlichkeiten aus Factoringgeschäft gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 85 enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Fremdwährung (im Wesentlichen USD und GBP) betragen T€ 119.851.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden beinhalten im Wesentlichen Einbehalte gegenüber Factoringkunden (T€ 187.635), Überzahlungen und Gutschriften (T€ 42.169), Verbindlichkeiten aus Boniverpflichtungen (T€ 101.511) sowie Salden auf Verrechnungskonten (T€ 253.333, davon Kundenabrechnungskonto T€ 127.180 und Zahlungseingangsverrechnungskonto T€ 126.153).

Die Verbindlichkeiten an Kunden beinhalten T€ 16.870 in Fremdwährung (USD, GBP).

Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus abzuführender Umsatzsteuer (T€ 1.669), sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 25), dem Ergebnisabführungsvertrag (T€ 893) und abzuführenden Lohnsteuern (T€ 22).

3. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betragen zum Stichtag T€ 1.897.

Die Differenz zwischen dem handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag bewertet mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem Erfüllungsbetrag bewertet mit dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 26 (Vorjahr T€ 118).

Für die Saldierung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden:

Pensionen TEUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 1.971
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 63
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 74

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (TEUR 10,2) wurden mit den Zinszuführungen (TEUR 20,7) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich hieraus ergebende Saldo von TEUR 10,5 ist im Zinsüberschuss enthalten.

Die anderen Rückstellungen entfallen im Einzelnen auf Personalrückstellungen (T€ 168), Rückstellungen für Kosten der Jahresabschlussprüfung (T€ 63) die Erstattung von Factoringgebühren (T€ 23) sowie für externe Dienstleister (T€ 40).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zinserträge betreffen Gebührenerträge mit Zinscharakter (Factoringgebühren: T€ 25.286) sowie Zinsen aus der Bevorschussung von angekauften Forderungen (T€ 60.932).

Die Zinserträge in Höhe von insgesamt T€ 86.218 sind diesen regionalen Märkten zuzuordnen:

Regionaler Markt Zinsertrag
in T€
Anteil
in %
Deutschland 83.074 96,3
Niederlande 1.533 1,8
USA 675 0,8
Großbritannien 936 1,1

Die Zinsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf Gebührenaufwendungen mit Zinscharakter(Factoringgebühren; T€ 22.798) und Refinanzierungskosten (T€ 59.642).

Die Provisionserträge resultieren im Wesentlichen aus der Weiterbelastung von Limitgebühren (T€ 782) und Bearbeitungsgebühren (T€ 521). Die Erträge resultieren aus Finanzdienstleistungen im Rahmen der Einrichtung von Abnehmerlimiten, die keinen Zinscharakter aufweisen.

Die Provisionsaufwendungen betreffen hauptsächlich die Kosten aus Limitgebühren (T€ 802). Dabei handelt sich um Servicegebühren, die keinen Zinscharakter aufweisen. Weiterhin sind Gebühren für den Zahlungsverkehr (T€ 154) in dieser Position enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 4.712 (Vorjahr: T€ 7.950)

Die Personalaufwendungen sind mit T€ 1.686 gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen (T€ 114).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf Fremddienstleistungen(T€ 325), Kosten der Rechtsberatung (T€ 357), Versicherungen und Abgaben (T€ 203), Prüfungskosten des Abschlussprüfers (T€ 63), Miete der Büroräume (T€ 91), Kfz.-Leasing (T€ 48) sowie Lizenzgebühren (T€ 50).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten hauptsächlich Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 5.272 (Vorjahr: T€ 7.636).

Das Honorar des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses 2023 betrug T€ 63. Weitere Leistungen (Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen) wurden nicht erbracht.

VI. Bewertungsänderungen

Die Bewertungsmethode der Währungsumrechnung wurde im Geschäftsjahr auf eine jährliche Währungsumrechnung umgestellt. Die Vergleichbarkeit wird durch Anpassung der Vorjahreswerte hergestellt. Die Anpassungen der Vorjahreswerte ergeben für die sonstigen betrieblichen Erträge und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen jeweils eine Reduzierung in Höhe von 11.800 TEUR.

VI. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen die folgenden nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind (§285 Nr. 3 HGB):

Aus Leasingverträgen, deren Zweck die Beschaffung von Personalfahrzeugen ist, bestehen die folgenden Verpflichtungen:

bis zu einem Jahr T€ 25

über ein Jahr, bis zu fünf Jahren T€ 34

VII. Organe der Gesellschaft

1. Geschäftsführung

Die Geschäftsführer der Gesellschaft sind zum Bilanzstichtag Herr Sascha Wilhelmi, Bankangestellter, Hünstetten, und Herr Philipp Schiemann, Bankangestellter, Idstein. Von der Möglichkeit auf Verzicht der Angabe nach § 285 Nr. 9 Buchstabea HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB für die Angaben zur Geschäftsführung Gebrauch gemacht, da einer der Geschäftsführer für seine Anstellung bei der Gesellschaft keine Bezüge erhält.

2. Beirat

Berthold Rüsing, Bankangestellter, Bochum

Thomas Lingemann (Vorsitzender), Bankangestellter, Düsseldorf

Andreas Koch, Bankangestellter, Frankfurt

Maik Mittelberg, Bankangestellter, Bad Homburg

Die Mitglieder des Beirats erhielten keine Bezüge.

VIII. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahr 2023 hatte die Gesellschaft durchschnittlich 14,5 Vollzeitkräfte beschäftigt, und zwar 1,0 Geschäftsführer, 10,0 Regionalleiter Vertrieb, 2,0 Spezialisten Regulatory Issues und 1,5 Geschäftsassistenzen.

IX. Nachtragsbericht

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

X. Konzernabschluss

Aufgrund der Beteiligungsverhältnisse gehört die CommerzFactoring GmbH zum Konzern der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, die zum 31.12.2023 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards erstellt, in den die CommerzFactoring GmbH einbezogen wird.

Der nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen (IFRS/IAS) gemäß § 315a HGB aufgestellte Konzernabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

XI. Ergebnisübernahme

Das für 2023 ausgewiesene Jahresergebnis wird aufgrund des seit 2008 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH abgeführt.

 

Mainz, den 23.05.2024

Sascha Wilhelmi

Philipp Schiemann

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 19.243,41 0,00 0,00 0,00 19.243,41
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.686,85 907,40 0,00 2.519,60 6.074,65
26.930,26 907,40 0,00 2.519,60 25.318,06
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibung lfd. Jahr
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 19.243,41 0,00 0,00 0,00 19.243,41
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.686,85 907,40 2.519,60 0,00 6.074,65
26.930,26 907,40 2.519,60 0,00 25.318,06
Buchwert
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 0,00 0,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
0,00 0,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CommerzFactoring GmbH, Mainz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CommerzFactoring GmbH, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CommerzFactoring GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 23. Mai 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Böth, Wirtschaftsprüfer

Bluhme, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der CommerzFactoring GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde am 28. Mai 2024 festgestellt.

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