Vistec Electron Beam GmbH

Ilmstraße 4, 07743 Jena, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 507968
Vorher
NUMERIK JENA Beteiligungs GmbH
Eingetragen
24.5.2012
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
der Erwerb von Beteiligungen an anderen Unternehmen sowie die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb, der Handel und die Wartung von elektrischen, elektronischen, elektromechanischen, optischen und mechanischen Systemen, Motoren, Baugruppen, Komponenten und Produkten der artverwandten Industrie sowie das Erbringen aller damit verbundenen Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ines Stolberg
seit 10.7.2018
Prokura
Matthias Slodowski
seit 16.1.2018
Geschäftsführer
Ulf Weidenmüller
seit 16.1.2018
Prokura
Christian Hanke
seit 10.12.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
10.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vistec Electron Beam GmbH

Jena

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 267.189,23 307.142,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
267.189,23 307.142,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.581.660,21 9.016.263,37
2. technische Anlagen und Maschinen 7.279.698,77 7.323.018,90
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 511.515,54 618.708,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 890.142,19 221.491,69
17.263.016,71 17.179.482,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 139.002,35 139.002,35
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 409.950,23 376.519,27
548.952,58 515.521,62
18.079.158,52 18.002.147,23
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.213.356,77 6.066.571,46
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 13.078.899,68 8.006.957,38
3. geleistete Anzahlungen 64.602,96 317.010,50
4. erhaltene Anzahlungen -15.955.600,00 -13.586.000,00
5.401.259,41 804.539,34
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 774.088,91 698.323,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.258.956,66 2.008.614,48
3. sonstige Vermögensgegenstände 208.198,34 292.755,00
2.241.243,91 2.999.692,64
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 454.983,62 905.859,09
8.097.486,94 4.710.091,07
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 425.890,53 392.957,24
26.602.535,99 23.105.195,54
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Kapitalrücklage 5.000.000,00 5.000.000,00
III. Verlustvortrag -4.501.548,14 -4.414.671,34
IV. Jahresfehlbetrag -524.455,60 -86.876,80
9.973.996,26 10.498.451,86
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 542.492,00 526.570,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 34.000,00
3. sonstige Rückstellungen 2.782.798,19 2.426.990,58
3.325.290,19 2.987.560,58
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.370.753,24 1.355.064,45
• davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.370.753,24 (Vj. EUR 1.355.064,45)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.317.167,39 5.584.299,32
• davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 10.317.167,39 (Vj. EUR 5.584.299,32)
• davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 10.129.521,81 (Vj. EUR 5.441.541,30)
3. sonstige Verbindlichkeiten 664.995,48 1.529.485,88
• davon aus Steuern: EUR 429.842,26 (Vj. EUR 1.294.554,33)
• davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 28.335,08 (Vj. EUR 26.721,52)
• davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 664.995,48 (Vj. EUR 1.529.485,88)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 12.352.916,11 8.468.849,65
950.333,43 1.150.333,45
26.602.535,99 23.105.195,54

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2023

01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 16.068.697,42 16.805.398,67
• davon aus Währungsumrechnung: EUR 5.134,88 (Vj. EUR 46.152,86)
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.906.892,51 -7.706.441,58
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.376.037,03 -1.300.459,31
• davon für Altersvorsorge: EUR 32.161,00 (Vj. EUR 38.413,70) -9.282.929,54 -9.006.900,89
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.565.265,92 -2.202.627,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -5.634.985,89 -4.952.222,49
• davon aus Währungsumrechnung: EUR 12.183,99 (Vj. EUR 46.075,23)
Betriebsergebnis -414.483,93 643.648,11
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.918,64 3.113,80
• davon von verbundenen Unternehmen: EUR 856,64 (Vj. EUR 461,80)
• davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 20.062,00 (Vj. EUR 0,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -252.099,15 -216.865,53
• davon an verbundene Unternehmen: EUR 252.099,15 (Vj. EUR 211.143,49)
• davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vj. EUR 5.660,00)
7. Finanzergebnis -231.180,51 -213.751,73
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 121.208,84 -516.773,18
9. Ergebnis nach Steuern / Jahresfehlbetrag -524.455,60 -86.876,80

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Registergericht Jena

Handelsregisternummer: HRB 507968

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss der Vistec Electron Beam GmbH, Jena, wurde nach den gesetzlichen Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es werden die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften überwiegend in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 10 Jahren.

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus einer Verschmelzung im Jahr 2012 wurde über 10 Jahre vollständig abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums aktiviert. Der Wertansatz der Sachanlagen erfolgt bei Fremdbezügen zu Anschaffungskosten. Selbsterstellte Anlagen werden zu Herstellungskosten aktiviert. Neben den Einzelkosten sind hierbei angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibung, soweit diese durch die Fertigung veranlasst ist, enthalten.

Die Folgebewertung des abnutzbaren Sachanlagevermögens ergibt sich aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Im Jahr des Zugangs erfolgte eine zeitanteilige Ermittlung der Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer pro Anlageklasse gliedert sich wie folgt:

Gebäude 5 bis 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 33 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

Bei geringwertigen Vermögensgegenständen (GWG) mit Einzelanschaffungskosten bis zu TEUR 1 erfolgt zur Vereinfachung eine sofortige Aufwandserfassung.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten mit gleitenden Durchschnittspreisen oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden zu Herstellungskosten und verlustfrei bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen des Anlagevermögens des Fertigungsbereiches sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Dem inhärenten Verwertungsrisiko aller Vorräte wird mit entsprechenden Abschlägen Rechnung getragen. Diese werden im Wesentlichen auf Grundlage des langjährigen Durchschnitts des tatsächlichen Nichtverwertbarkeitsaufwandes geschätzt. Im Vorjahr wurde die Verwertbarkeit allein durch Gängigkeits-Reichweitenabschläge ermittelt. Durch die Umstellung des Verfahrens zur Anpassung an die Konzernbilanzierung entstand ein positiver Effekt auf die Vermögens- und Ertragslage. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist dadurch nicht beeinträchtigt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt, soweit sie Vorräte betreffen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge, individuelle Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennbeträgen bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % p. a., einer Fluktuation von 3,00 % und eines Anwartschaftstrends von 3,00 % p. a. bewertet. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wird pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Absatz 2 S. 1 HGB abgezinst. Rückstellungen aus erwarteten Garantie- und Gewährleistungsfällen werden anhand von Erfahrungswerten aus den Umsatzerlösen der Jahre abgeleitet, für die solche Verpflichtungen bestehen. Dabei werden pauschal Prozentsätze vom Umsatz verwendet. Darüber hinaus werden Einzelsachverhalte entsprechend gewürdigt. Die Jubiläumsrückstellung ist nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 1,75 % p.a., eines Anwartschaftstrends von 3,00 % p. a. und einem BBG-Trend von 2,00 % p. a. bewertet.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagevermögen, Vorratsvermögen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzunterschieden werden, soweit vorhanden, steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des Körperschaftsteuergesetzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen der Vistec Electron Beam GmbH. Danach ergab sich ein Steuersatz von 31,6 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung aus dem Gesamtsaldo von aktiven und passiven latenten Steuern wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag zum jeweiligen Bilanzstichtag angesetzt. Bei positiver Kursentwicklung erfolgt die Umrechnung nur dann, wenn eine Restlaufzeit des entsprechenden Postens von unter einem Jahr gegeben ist.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Die Vistec Electron Beam GmbH ist am Bilanzstichtag zu 100 % an der Vistec Electron Technology Co., Ltd., Taiwan beteiligt. Der Gewinn nach Steuern dieser Beteiligung beträgt in 2023 NTD 1.354.515 (EUR 40.009,19). Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 NTD 19.240.474 (EUR 568.318,33).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 1.259 (Vorjahr: TEUR 2.009).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.259 (Vorjahr: TEUR 2.009) enthalten.

3. Rückstellungen

Der nach § 253 Absatz 6 Satz 3 HGB auszuweisende Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt EUR 535 (Vorjahr: EUR 1.816). Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

4. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und sind nicht gesondert besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 9.000 (Vorjahr: TEUR 5.000) aus Darlehen und TEUR 1.078 (Vorjahr: TEUR 81) aus Cashpooling aus sonstigen Verbindlichkeiten und mit TEUR 240 (Vorjahr: TEUR 503) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bis auf TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 143) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gegenüber Gesellschaftern.

5. Periodenfremde Erträge

In 2023 sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 261) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

6. sonstige betriebliche Erträge (Bestandteil Rohergebnis)

Aufgrund der Neueinschätzung der notwendigen Abwertung des Vorratsvermögens ergab sich ein positiver Bewertungseffekt im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von TEUR 932. Dieser wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen (Bestandteil Rohergebnis) ausgewiesen. Durch diesen Ausweis kommt es einmalig zu dem Effekt, dass die bilanzielle Bestandsveränderung nicht mit dem GuV Ausweis korrespondiert.

7. sonstige betriebliche Aufwendungen

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis netto TEUR 1 werden in Höhe von TEUR 59 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

SONSTIGE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023
TEUR
Mietverträge 713
Sonstige (u. a. Lizenz- und Leasingverträge) 923
1.636

2. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 99 Angestellte, 4 leitende Angestellte und einen Auszubildenden.

3. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen der DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH, Traunreut, welche in den Konzernabschluss der DIADUR SE, Traunreut, einbezogen wird. Alleiniger Gesellschafter der DIADUR SE, Traunreut, ist die DR. JOHANNES HEIDENHAIN-STIFTUNG GmbH, Traunreut.

Der Konzernabschluss der DIADUR SE, Traunreut, der befreiende Wirkung für die Vistec Electron Beam GmbH, Jena, gemäß § 291 Abs. 2 HGB hat, wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt. Muttergesellschaft im Sinne des Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetzes ist die DIADUR SE.

4. Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr vertreten durch:

• Herrn Matthias Slodowski, General Manager, Jena

5. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

6. Nachtragsbericht

Es bestehen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss dieses Geschäftsjahres.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 524 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Jena, den 28. März 2024

Der Geschäftsführer

Matthias Slodowski

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01. - 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.510.775,92 39.582,96 0,00 0,00 8.550.358,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.997.624,15 0,00 0,00 0,00 10.997.624,15
19.508.400,07 39.582,96 0,00 0,00 19.547.983,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.336.869,46 3.566,55 0,00 0,00 12.340.436,01
2. technische Anlagen und Maschinen 14.538.139,28 513.152,44 278.385,93 221.491,69 14.994.397,48
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.641.112,13 170.201,01 98.037,52 0,00 2.713.275,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 221.491,69 890.142,19 0,00 -221.491,69 890.142,19
29.737.612,56 1.577.062,19 376.423,45 0,00 30.938.251,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 139.002,35 0,00 0,00 0,00 139.002,35
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 376.519,27 93.386,39 59.955,43 0,00 409.950,23
515.521,62 93.386,39 59.955,43 0,00 548.952,58
49.761.534,25 1.710.031,54 436.378,88 0,00 51.035.186,91
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.203.633,09 79.536,56 0,00 0,00 8.283.169,65
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.997.624,15 0,00 0,00 0,00 10.997.624,15
19.201.257,24 79.536,56 0,00 0,00 19.280.793,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.320.606,09 438.169,71 0,00 0,00 3.758.775,80
2. technische Anlagen und Maschinen 7.215.120,38 777.964,26 278.385,93 0,00 7.714.698,71
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.022.403,31 269.595,39 90.238,62 0,00 2.201.760,08
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
12.558.129,78 1.485.729,36 368.624,55 0,00 13.675.234,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
31.759.387,02 1.565.265,92 368.624,55 0,00 32.956.028,39
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 267.189,23 307.142,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
267.189,23 307.142,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.581.660,21 9.016.263,37
2. technische Anlagen und Maschinen 7.279.698,77 7.323.018,90
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 511.515,54 618.708,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 890.142,19 221.491,69
17.263.016,71 17.179.482,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 139.002,35 139.002,35
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 409.950,23 376.519,27
548.952,58 515.521,62
18.079.158,52 18.002.147,23

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1.1. Vistec Electron Beam GmbH

Gegenstand der Geschäftstätigkeit des Unternehmens sind Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Vertrieb und Wartung von Elektronenstrahl-Lithographieanlagen und -einrichtungen sowie die Forschung bzgl. relevanter Anwendungsgebiete. Die Kunden sind vorwiegend Industrieunternehmen sowie wissenschaftliche und forschende Einrichtungen im Bereich der Mikro- und Nanostrukturierung weltweit.

1.2. Aktivitäten zu Forschung und Entwicklung

Die Vistec begründet ihren geschäftlichen Erfolg durch umfangreiche und langjährige Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Dabei wird die bestehende Produktpalette kontinuierlich modernisiert und verbessert. Als Antrieb dienen sowohl der fortlaufende Trend zur Miniaturisierung im Kernsegment der Elektronikindustrie bei immer höherer Packungsdichte der Strukturelemente als auch die ständig steigenden Anforderungen zur Genauigkeit komplexer Strukturerzeugung bei nichtelektronischen, z.B. photonischen oder holographischen Anwendungen.

Durch weiterführende und intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit sieht die Vistec die Chance, ihre Stellung am Markt zu festigen und durch Befriedigung individueller Kundenwünsche erweitern zu können.

Zum Bilanzstichtag waren 40 Mitarbeiter in den Forschungs- und Entwicklungsbereichen beschäftigt.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Ende 2023 befindet sich die Weltwirtschaft in schwierigem Fahrwasser und die Risiken für die globale Konjunktur bleiben weiterhin hoch. Dennoch entwickelte sich die Weltwirtschaft mit Blick auf die vielen Krisen, wie den Folgen der Corona-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und der hohen Inflation robuster als erwartet. Ein dominierender negativer Einflussfaktor der letzten Jahre scheint überwunden zu sein: So haben sich die Probleme in den globalen Lieferketten deutlich verringert und an Brisanz verloren. Stattdessen sind es laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) nun aufkommende Abschottungstendenzen und eine geoökonomische Fragmentierung, die einem stärkeren Wachstum des Welthandels entgegenwirken.

Der IWF [1] ging zuletzt in seiner Prognose vom Januar 2024 davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2023 lediglich ein Wachstum von 3,1 % erreichen wird im Vergleich zu 3,5 % im Vorjahr. Rückblickend sei die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft aber mit Blick auf die diversen Krisen bemerkenswert, so der IWF. Das Wachstum habe sich zwar verlangsamt, sei aber nicht zum Stillstand gekommen. Die Abschwächung sei jedoch in den Industrienationen stärker ausgeprägt als in ärmeren Ländern.

Für die Industrieländer wird ein geringeres Wachstum von 1,6 % für das Jahr 2023 angenommen. Die Wirtschaft im Euro-Raum zeigte sich dabei besonders anfällig; der IWF geht von einem Wachstum von 0,5 % aus. Damit liegt der gesamte Euro-Raum immer noch deutlich über der Erwartung für Deutschland mit einem Rückgang von -0,3 % im Jahr 2023. Aufgrund des hohen Anteils der Industrieleistung am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) wirken sich Störungen in Form von gestiegenen Energiekosten, Inflation und eine damit einhergehende strenge Geldpolitik mit stark gestiegenen Zinsen stärker auf die Wirtschaftsleistung aus als in anderen Ländern. Die USA weisen laut Prognose bei robustem Konsum und Investitionen ein Wachstum von 2,5 % für das Jahr 2023 aus. Die Wachstumsprognose des IWF für China beträgt 5,2 % für das Jahr 2023, wobei die niedrige Basis aus dem Jahr 2022 mit einem Wachstum von 3,0 % zu berücksichtigen ist. Strukturelle Probleme am Immobilienmarkt, eine hohe öffentliche Verschuldung und der anhaltende Handelskonflikt mit den USA stellen erhebliche Wachstumsrisiken für die dortige Wirtschaft dar.

Zusammenfassend waren die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch für das Geschäftsjahr 2023 herausfordernd. Die Weltwirtschaft hat sich auf einem niedrigen Niveau stabilisiert.

2.2. Branchenentwicklung

Die Vistec ist vor allem als Lieferant von Lithographiegeräten für die Forschung, für multiple Anwendungsgebiete von Mikro- und Nanostrukturen sowie die Investitionsgüterindustrie der Elektronik- bzw. Halbleiterbranche tätig.

Der Gesamtmarkt für Produktionsmittel der Halbleiter- und Elektronikindustrie ist seit Anfang 2023 in einem zyklischen Abschwung. Laut SEMI [2] sind die Investitionsausgaben für Halbleiterausrüstung um 6 % auf Mrd. USD 101 zurückgegangen.

Eine differenzierte Analyse dieser Gesamtsicht zeigt dennoch Zuwächse im hoch spezialisierten Super-High-End-Bereich der Lithographie-Branche (optische EUV-Lithographie und Multistrahl-Maskenschreiben), während in herkömmliche Technologien weniger investiert wird und unter dem hohen allgemeinen Kostendruck Geräte über die übliche Abschreibungsdauer hinaus genutzt werden. Da die Vielfalt der Lithographie-Anwendungen zwischen z.B. Smart-Phone-Superchip und High-Power-Automotive-Anwendung steigt, werden herkömmliche Technologien dennoch ihren Platz behaupten.

2.3. Gesamtaussage

Weiter anhaltende geopolitische Spannungen und konjunkturelle Zyklen resultieren in Investitionszurückhaltungen industrieller Anwender, die unser Geschäft beeinflussen. Dem gegenüber wurden deutliche Investitionen durch Institute der angewandten Forschung getätigt.

Generell sind auch inflationsbedingte Kostensteigerungen in der High-Tech-Zulieferindustrie zu berücksichtigen.

In diesem noch immer negativen Umfeld hat sich das operative Geschäft der Gesellschaft verringert und führte zu einem negativen Betriebsergebnis.

Das Betriebsergebnis ist der wesentliche finanzielle Leistungsindikator der Gesellschaft, allerdings sind Schwankungen durch das Projektgeschäft und damit auch zwischenzeitlich negative Betriebsergebnisse nicht ungewöhnlich.

2.3.1. Rohertrag

Die Ertragslage der Vistec ist aufgrund des Projektgeschäftes sehr stark davon abhängig, wie viele und welche Endgeräte im jeweiligen Zeitraum fertiggestellt, ausgeliefert, montiert und insbesondere durch den Kunden abgenommen werden. Neben dem Verkauf von Geräten wirkt das Servicegeschäft auf das Ergebnis. Hierbei profitiert Vistec von einem stabilen Kundenstamm.

Der Rohertrag lag in 2023 mit TEUR 16.069 unter Vorjahresniveau (TEUR 16.805), aber im Rahmen der erwarteten Größenordnung.

2.3.2. Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis ist auf einen Verlust in Höhe von TEUR -414 (Vorjahreswert TEUR 644) stark gesunken. Im Vorjahr wurde ein leicht sinkendes Betriebsergebnis prognostiziert.

2.4. Vermögens- und Finanzlage

Im Vergleich zum Jahresende 2022 ist die Bilanzsumme um TEUR 3.497 auf TEUR 26.603 stark gestiegen (Vorjahr.: TEUR 23.105). Die Vermögensstruktur zum Stichtag stellt sich wie folgt dar:

Bild

Der prozentuale Rückgang des langfristig gebundenen Vermögens resultiert aus der höheren Bilanzsumme. Der absolute Betrag des langfristig gebundenen Vermögens ist im Vergleich zum Vorjahr aber leicht gestiegen. In 2023 wurden Investitionen von TEUR 1.710 (Vorjahr: TEUR 1.964) getätigt.

Der Wert der angearbeiteten Kundenprojekte zum Bilanzstichtag hat sich auf TEUR 13.079 (Vorjahr: TEUR 8.007) stark erhöht und ist der Hauptgrund für den Anstieg des kurzfristig gebundenen Vermögens.

Der Rückgang der Eigenkapitalquote resultiert aus der höheren Bilanzsumme und dem Verlust in 2023.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt neben dem operativen Cash Flow durch Finanzierungszusagen der Konzernmuttergesellschaft. Durch die Langfristigkeit der Auftragsfertigung werden diese Aufträge entweder durch Anzahlungen oder externe Finanzierungen vorfinanziert.

2.5. Mitarbeiter

Zum 31.12.2023 waren am Standort Jena 99 Angestellte, 4 leitende Angestellte und 2 Dual-Studenten beschäftigt.

Zur Weiterbildung der Mitarbeiter wurden 2023 verschiedene Bildungsmaßnahmen durchgeführt.

2.6. Gesamtaussage

Insgesamt hat das Geschäftsjahr unsere Erwartungen erfüllt und Projekte konnten planmäßig realisiert werden. Unter Berücksichtigung der aktuellen Marktbedingungen und der üblicherweise länger als 12 Monate währenden Vertriebszyklen derartiger Systeme wurden die Erwartungen der Auftragsentwicklung erfüllt. Weitere Projektgeschäfte befinden sich in der aktiven Anbahnung.

Durch übliche Schwankungen im Projektgeschäft, einem dadurch in 2023 geringeren Rohergebnis und hohen fixen Kosten, konnte kein positives Betriebsergebnis erzielt werden.

3. PROGNOSEBERICHT

3.1. Gesamtwirtschaftliche Situation

Die Aussichten für die weltwirtschaftliche Entwicklung bleiben verhalten. Der IWF [3] geht in seiner jüngsten Prognose davon aus, dass das globale Wachstum erneut 3,1 % in 2024 nach 3,1 % in 2023 erreicht. Dies wird vor allem auf die nachlassenden Nachholeffekte nach der Pandemie, den Krieg in der Ukraine und die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt. Hinter den Gesamtzahlen, die allesamt vor dem jüngsten Nahost-Konflikt veröffentlicht wurden, verbergen sich wachsende Unterschiede zwischen den Regionen.

Das schwächere Wachstum geht dabei weiterhin insbesondere auf die Industriestaaten zurück. Nach 1,6 % Wachstum in 2023 wird für das Jahr 2024 lediglich eine Wachstumsrate von 1,5 % erwartet. Das Wachstum im Euro-Raum wird den Prognosen zufolge von 0,5 % im Jahr 2023 auf 0,9 % im Jahr 2024 ansteigen, wobei sich die wichtigsten Volkswirtschaften des Euro-Raum erneut unterschiedlich entwickeln. So prognostiziert der IWF für die deutsche Wirtschaft nach einem Rückgang im Vorjahr ein Wachstum von 0,5 %. Die Wirtschaft in den USA soll im Jahr 2024 um 2,1 % wachsen, nach 2,5 % in 2023. Die chinesische Wirtschaft soll im Jahr 2024 um 4,6 % wachsen, nach prognostizierten 5,2 % in 2023. Als einen wesentlichen Grund für die rückläufige Entwicklung nennt der IWF die Krise im Immobiliensektor in China, die auch für die Weltwirtschaft ein Risiko bedeutet.

Nach der Prognose des IWF geht die globale Inflation von 6,8 % im Jahr 2023 auf 5,8 % im Jahr 2024 zurück. Sie liegt damit aber immer noch deutlich über dem Niveau der Jahre 2017 - 2019 von 3,5 %.

3.2. Unternehmensentwicklung

Vistec hat im zurückliegenden Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis erzielt und zum Stichtag einen Auftragsbestand, welcher die Beschäftigung und Auslastung für einen Zeitraum von über einem Jahr sichert.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir unter den erläuterten Marktbedingungen mit einem leicht steigenden Betriebsergebnis.

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die für die Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, liegen nach aktueller Einschätzung nicht vor.

4. CHANCEN UND RISIKOBERICHT

Die Vistec verfügt über ein für Ihre Größenordnung angemessenes Risikomanagement. Dabei stützt sie sich auf eine Vielzahl von Instrumenten zur Erfassung und Steuerung von Risiken. Diese Instrumente dienen dazu, Risiken frühestmöglich zu erkennen, zu bewerten und durch Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen mögliche negative Auswirkungen zu begrenzen. Kerninstrumente dazu sind kaufmännische und technische Controllingprozesse sowie eine Politik der "kurzen Wege". Es werden monatlich Abschlüsse erstellt, in denen der Fortschritt der auftragsbezogenen Fertigung beurteilt wird. Quartalsweise wird die Marktsituation reflektiert und Trends und Tendenzen analysiert. Als wesentliche Informationsquellen dienen Besuche bei entsprechenden Fachmessen, Konferenzen und Arbeitskreisen sowie individuelle Kundenbesuche.

Patentrisiken

Die Gesellschaft verfügt über eine bedeutende Anzahl von Patenten in Schlüsseltechnologien und Prozessen. Durch den Schutz der Eigenentwicklungen durch Patente und die Überwachung des Patentschutzes sieht die Vistec die Chance, sich durch Technologievorsprünge Marktvorteile zu sichern.

Weiterhin wird zur Konkurrenzbeobachtung regelmäßig eine automatische Patentüberwachung durchgeführt.

Personalrisiken

Die Vistec hat einen Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern in Spezialbereichen der physikalischen und elektronischen Wissenschaft. Es besteht grundsätzlich die Gefahr, dass durch nicht ausreichende Nachwuchsgenerierung hier ein Fachkräftemangel entsteht. Die Gesellschaft nutzt hier die Standortvorteile in Jena, welches traditionell einen hohen Ausbildungsgrad an Fachkräften der genannten Richtung bereithält. Durch attraktive Arbeitsbedingungen und marktgerechte Vergütung versucht die Gesellschaft, die Chancen des Standortes zu nutzen.

Beschaffung- und Einkauf

Die Gesellschaft unterliegt bestimmten Beschaffungsmarktrisiken, die darin bestehen, dass die zur Herstellung der Produkte benötigten Vorprodukte nicht oder nicht in ausreichendem Maße in der erforderlichen Konfiguration, Qualität bzw. Quantität zur Verfügung stehen. Mit Lieferanten wird deshalb ein möglichst enger Kontakt zu fairen Konditionen hergestellt und - wenn möglich - Lieferalternativen geschaffen. Durch die Konzernzugehörigkeit ergibt sich zudem die Chance, auch auf Vorprodukte von Konzerngesellschaften oder aber auf deren Fertigungs-Know-How zurückzugreifen.

Finanzen

Oberste finanzwirtschaftliche Zielsetzung des Unternehmens ist die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit.

Dieses Ziel wird trotz der langen Fertigungsdauer und entsprechend hohen Vorleistungen dadurch erreicht, dass mit Kunden Vorauszahlungsvereinbarungen getroffen werden.

Diese Vereinbarungen sehen vor, dass Vistec zu jedem Fertigungszeitpunkt die jeweilige Anzahlung erhalten hat. Dadurch werden das Forderungsausfallrisiko und das Risiko aus Vorfinanzierungen minimiert. Die Zugehörigkeit zum HEIDENHAIN Konzern ermöglicht es zudem, bei Bedarf auf weitere Finanzierungsquellen zuzugreifen. Vistec ist in das Cash-Pooling des Konzerns eingebunden.

Marktrisiken

Kaum eine Branche ist innovationsgetriebener als die Halbleiter- und Elektronikbranche und nur wenige andere Produkte sind wichtiger für die Entwicklung moderner Industriegesellschaften als Microchips. Die große Bedeutung von Halbleitern und der stetig wachsende Bedarf an Chips spiegeln sich im anhaltenden Wachstum der Branche wider. Den guten grundsätzlichen Marktchancen steht die zyklisch volatile Markentwicklung entgegen. Diese kann Vistec aber durch langfristige Projekte und durch Aufträge aus anderen Anwendungsfeldern abfangen.

IT Sicherheits-Risiken

Bei Vistec kommt der Informationstechnologie (IT) eine hohe Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten und Systeme in Folge von Angriffen, Störungen oder Katastrophen.

Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit einem grundlegenden IT-Sicherheitsmanagement und dem Einsatz von verschiedenen IT-Sicherheitstechnologien. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Dazu werden im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards die am Markt bewährten technischen Mittel eingesetzt.

Gesamteinschätzung

Für die Vistec sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, welche bestandsgefährdend sind oder sein könnten. Als schwer zu beurteilende Risiken bleiben die aktuellen geopolitischen Spannungen und die ökonomische Entwicklung in den Schwellenländern.

Die Integration in den Hochtechnologiekonzern HEIDENHAIN wirkt sich nicht nur positiv auf die Unternehmenszahlen von Vistec, sondern auch auf die finanzielle Stabilität und damit auch auf zukünftige Geschäftsanbahnungen aus.

 

Jena, den 28. März 2024

Der Geschäftsführer

Matthias Slodowski

[1] "WORLD ECONOMIC OUTLOOK - IWF Weltwirtschaft im Januar";

[2] Bericht "DIGITIMES"(Webseite) sowie GF Präsentation "SEMI: Global Recovery...."

[3] WORLD ECONOMIC OUTLOOK - IWF Weltwirtschaft im Januar";

Hinweis zur Abweichung zwischen testierten und veröffentlichten Jahresabschluss

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Vistec Electron Beam GmbH, Jena

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Vistec Electron Beam GmbH, Jena - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vistec Electron Beam GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Erfurt, 26. April 2024

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Thomas Buchwald, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Hunold, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des testierten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 einschließlich Beschluss über die Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss der Vistec Electron Beam GmbH auf den 31.12.2023 wird mit einer Bilanzsumme von EUR 26.602.535,99 festgestellt.

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 524.455,60 wird nach Verrechnung mit dem bestehenden Verlustvortrag in Höhe von EUR 4.501.548,14 auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Traunreut, den 24.07.2024

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