Flow Control Holding GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Renate Hermsen seit 20.1.2025 | Prokura |
Mauro Giovanelli seit 27.10.2023 | Geschäftsführer |
Thomas Bahr seit 28.3.2018 | Prokura |
Peter Johannes Weißenfels seit 12.4.2012 | Prokura |
Volker Buchta seit 12.4.2012 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 1.43% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sempell GmbHKorschenbroichJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 20231. Allgemeine Angaben Die Sempell GmbH, Korschenbroich, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Emerson Process Management GmbH & Co. OHG, Langenfeld. Sie ist beim Amtsgericht Neuss unter HR B 16574 registriert. Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Emerson Electric Co, St. Louis, Missouri/USA. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober eines Jahres und endet am 30. September des Folgejahres. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Abschluss der Sempell GmbH für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungsgrundsätze und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Geringwertige Anlagegüter im Einzelwert bis zu EUR 1.000,00 sind von untergeordneter Bedeutung und werden handelsrechtlich im Jahr der Anschaffung zu 100 % abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betrieblichen Nutzungsdauer vorgenommen. Diese beträgt:
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung notwendiger außerplanmäßiger Abschreibungen bei dauernder Wertminderung, bilanziert. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit gleitenden Durchschnittspreisen angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit bzw. aus geringer Umschlagshäufigkeit ergeben, werden durch gestaffelte Wertabschläge berücksichtigt. Zusätzlich werden nicht mehr verwertbare Bestände durch weitere Abschläge abgewertet. Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, in die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten, fertigungsbezogene Abschreibungen und anteilige Verwaltungskosten aber keine Fremdkapitalzinsen, einbezogen sind. Auch die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese beinhalten die noch nicht abgerechneten Servicestunden des eigenen und fremden Personals, die mit einem durchschnittlichen Stundensatz bewertet werden. Für Lager- und Vertriebsrisiken werden angemessene Abschläge vorgenommen. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Dabei werden drohende Verluste durch Abschreibungen abgesetzt, soweit darauf entfallende Anschaffungs- und Herstellungskosten bereits aktiviert sind. Drohverluste auf der Basis von schwebenden Verträgen, die über die Wertansätze der angearbeiteten Bestände hinausgehen, existierten zum Abschlussstichtag für einen speziellen Kundenauftrag und werden entsprechend unter den Rückstellungen ausgewiesen. Bei der Bewertung des Vorratsvermögens ("weighted average") wurde das Niederstwertprinzip beachtet. Geleistete Anzahlungen für Vorräte sind zu Nennwerten aktiviert und unter den Vorräten gesondert ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt und offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Erkennbaren Risiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Abwertungen auf Forderungen angemessen Rechnung getragen. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt; die Gesellschaft verfügt über Bankguthaben, nicht aber über einen Kassenbestand. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Auszahlungen, die vor dem Bilanzstichtag geleistet wurden, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Handelsregistereintrag. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sonstige Rückstellungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden mit einem laufzeitadäquaten Siebenjahres-Durchschnittszinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Sonstige Rückstellungen mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) berechnet. Dabei wurde eine jährliche Rentenanpassung von 2,40 % (Vorjahr: 2,20 %) zugrunde gelegt. Gehaltserhöhungen und Fluktuationsabschläge wurden aufgrund der Zusammensetzung der Anspruchsberechtigten sowie der Art der Vergütung wie im Vorjahr nicht berücksichtigt. Als Rechnungszinssatz wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,81 % (Vorjahr: 1,77 %). Es wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt insgesamt TEUR 81 (Vorjahr TEUR 211). Die Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen (Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 S. 1 HGB). Diese Sperre gilt aber nicht für die Gewinnabführung im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrags, d.h. es besteht keine diesbezügliche Abführungssperre. Für eine Pensionsverpflichtung (Einzelzusage) existiert ein Rückdeckungsversicherungsvertrag, welcher an den Berechtigten verpfändet ist. Entsprechend werden die Verpflichtung in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 88) und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 69) nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen. Wenn der Wert der Rückdeckungsversicherung die Verpflichtung übersteigt, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz (Berichtsjahr: TEUR 0; Vorjahr: TEUR 0). Die Bewertung der Rückdeckungsversicherung erfolgt im Übrigen zum Zeitwert, der zugleich den Anschaffungskosten entspricht. Der Ertrag aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 7,0 (Vorjahr: TEUR 2,5) wird mit den Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1,5 (Vorjahr: TEUR 1,6) verrechnet ausgewiesen. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen für Jubiläen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen, wobei die Rückstellung nach der projizierten Einmalbetragsmethode ("Projected-Unit-Credit-Methode") ermittelt wurde. Als Rechnungszinssatz wird der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,66 % (Vorjahr: 1,40 %). Es wurden Kostensteigerungen von 3,25 % p.a. (Vorjahr: 3,00 % p.a.) berücksichtigt. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschaftsentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Den Jubiläumsverpflichtungen liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde. Bei der Bewertung der langfristigen Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden Kostensteigerungen von 3,25 % p.a. (Vorjahr: 3,00 % p.a.) sowie ein Rechnungszinssatz von 1,66 % (Vorjahr: 1,40 %) berücksichtigt. Bei der Bewertung der Aufstockungszahlungen wurde die sog. FIFO-Methode angewandt. Die Auswirkungen der Änderung der Diskontierungszinssätze bei langfristigen Rückstellungen einschließlich der Rückstellungen für Pensionen werden nicht im Zinsergebnis, sondern im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Rechnungsdatum umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Latente Steuern sind aufgrund des ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 bestehenden Organschaftsverhältnisses zur Muttergesellschaft auf Ebene der Sempell GmbH als Organgesellschaft nicht zu erfassen. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums bzw. im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. Die Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht erfasst. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 252 (Vorjahr: TEUR 100) auf die Gesellschafterin. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 24.542. Die Kapitalrücklage beträgt ebenfalls unverändert TEUR 80.129. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
Zur Absicherung von Beschäftigtenansprüchen aus Altersteilzeit bestehen Bankgarantien. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Erträge für bereits im Vorjahr erbrachte, aber erst im Berichtsjahr in Rechnung gestellte Service-Dienstleistungen in Höhe von TEUR 320. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 217 (Vorjahr: TEUR 1.636). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Periodenfremde Aufwendungen sind sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr von untergeordneter Bedeutung. Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen Mit der Mecafrance (Deutschland) Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Bonn, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Im Berichtsjahr wurden hieraus Gewinne in Höhe von TEUR 2.123 (Vorjahr: TEUR 1.573) übernommen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 0). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 0). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Hierbei handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen aus Vorjahren vor dem Ergebnisabführungsvertrag. Ergebnisabführungsvertrag Beginnend mit Wirkung zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 (für das Geschäftsjahr 2021/2022) wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Emerson Process Management GmbH & Co. OHG, Langenfeld, abgeschlossen. Im Berichtsjahr (ebenso wie im Vorjahr) wurden hieraus keine Gewinne an die Muttergesellschaft übergeben, weil der erwirtschaftete Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 10.596 mit dem bestehenden Verlustvortrag von TEUR 15.965 zu verrechnen war (vgl. § 301 Satz 1 AktG, gleichermaßen anzuwenden auf eine GmbH). 5. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag 30. September 2023 bestehen wie im Vorjahr keinerlei Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Fahrzeuge mit Laufzeiten bis 2028 in Höhe von insgesamt TEUR 817 sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung mit Laufzeiten bis 2027 in Höhe von TEUR 599. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Service-Verträgen gegenüber verschiedenen Gesellschaften des Emerson-Konzerns (verbundene Unternehmen). Die Laufzeit der Verträge beträgt grundsätzlich ein Jahr, die Vergütung ist variabel. Der Aufwand im Berichtsjahr betrug TEUR 3.473. Für das folgende Berichtsjahr ist vermutlich von einer vergleichbaren, oder aufgrund von Kostensteigerungen eher höheren Aufwandshöhe auszugehen, eine Konkretisierung ist aufgrund der variablen Vergütungen aber nicht möglich. Das latente Risiko aus der Inanspruchnahme gemäß § 89b HGB (Handelsvertreterausgleichszahlung) wird mit TEUR 1.664 beziffert, gegenüber TEUR 1.745 im Vorjahr. Die Bewertung erfolgte jeweils auf Basis der durchschnittlich in den letzten fünf Jahren vergüteten Provisionen. Personal Im Geschäftsjahr ergab sich folgender durchschnittlicher Personalstand:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung An ehemalige Geschäftsführer (Vorstandsmitglieder) sowie deren Hinterbliebene wurden im Berichtsjahr Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 313 (Vorjahr: TEUR 275) geleistet. Für diesen Personenkreis bestehen zum Abschlussstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.369 (Vorjahr: TEUR 2.254). Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren bzw. sind aktuell bestellt:
Herr Giovanelli übt seit dem 1. Oktober 2023 seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesellschaft hauptberuflich aus. Herr Dr. Dietz übte bis zum 30. September 2023 seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesellschaft hauptberuflich aus. Seit dem 1. Oktober 2023 übt er neben seiner Funktion als Geschäftsführer auch die Funktion des Vice President Engineering Global Nuclear Flow Controls aus. Herr Galant übte neben seiner Funktion als Geschäftsführer auch die Funktion des Vice President für den Konzernbereich Nuklear aus. Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat seit Mai 2014 einen Aufsichtsrat, dem aktuell folgende Personen angehören:
Außer einem Sitzungsgeld von EUR 250 je Aufsichtsratssitzung bekommen die Aufsichtsratsmitglieder keinerlei Aufsichtsratsvergütung. Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB
1) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
mit Sempell GmbH
Konzernabschluss Die Gesellschaft wird, über ihre unmittelbare inländische Muttergesellschaft, in den Konzernabschluss der Emerson Electric Co, St. Louis, Missouri/USA, die den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis darstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Emerson Electric Co, St. Louis, Missouri/USA, ist am oben genannten Sitz erhältlich und wird bei der SEC in Washington unter der Register-Nr. CIK 000 003 2604 offengelegt. Die Sempell GmbH, Korschenbroich, ihrerseits nimmt die Befreiungsvorschriften zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB in Anspruch und stellt daher keinen eigenen Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht auf. Die im befreienden Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze nach US GAAP weichen von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätzen nach deutschem Recht wie folgt ab: Bei der Bilanzierung nach HGB sowie der Bilanzierung nach US-Rechnungslegung stehen unterschiedliche Rechnungslegungsphilosophien im Vordergrund. Für die HGB-Rechnungslegung sind das Vorsichts- und Gläubigerschutzprinzip vorrangig, während die US-Rechnungslegung ihren Schwerpunkt auf Informationen für gegenwärtige und potenzielle Investoren legt. Generell steht bei der US-Rechnungslegung die periodengerechte Erfassung von Aufwendungen und Erträgen ("matching principle") mehr im Vordergrund als in der deutschen Rechnungslegung. Gemäß HGB müssen alle Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend der in §§ 266, 275 HGB dargestellten Form und Reihenfolge dargestellt werden. Nach US GAAP ist eine andere Zusammenfassung erforderlich und die Reihenfolge der Bilanzposten beginnt mit den kurzfristigen Positionen. Die Aktiva sind nach abnehmender Liquidität, die Passiva nach zunehmender Laufzeit angeordnet. Darüber hinaus werden nach US GAAP die kurzfristigen Teile langfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten in einer separaten Bilanzposition ausgewiesen. Der Anteil, der innerhalb eines Jahres fällig ist, wird als kurzfristig behandelt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach US GAAP nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Impairment-Test unterzogen. Der Konzern vergleicht den Marktwert seiner berichtspflichtigen Geschäftsbereiche jedes Jahr mit dem Nettobuchwert jedes berichtspflichtigen Geschäftsbereichs oder auch häufiger, wenn Ereignisse eintreten, die weitere Unwägbarkeiten nach sich ziehen, um zu ermitteln, ob ein etwaiger Verfall eines Geschäfts- oder Firmenwertes vorliegt. Das Anlagevermögen wird sowohl nach deutschen handelsrechtlichen als auch nach US GAAP- Grundsätzen grundsätzlich zum Anschaffungswert bewertet und die Abschreibungen werden nach der linearen Bemessungsmethode vorgenommen. Während das Vorratsvermögen nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften ausnahmslos zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Niederstwertprinzip sowie Prinzip der verlustfreien Bewertung bewertet wird, kommt nach US GAAP-Vorschriften in Einzelfällen auch die Percentage-of-Completion(PoC)-Methode zum Einsatz. Rückstellungen werden nach US GAAP grundsätzlich nicht gesondert, sondern unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Passivierung von Rückstellungen ist nach US GAAP deutlich restriktiver geregelt als nach HGB. Rückstellungen sind gemäß US GAAP zu bilden, wenn eine ungewisse Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Für die Höhe der Rückstellung ist gemäß US GAAP grundsätzlich der wahrscheinlichste Wert anzusetzen. Ist im Ausnahmefall eine Wahrscheinlichkeitsdifferenzierung nicht möglich, muss der niedrigste Bandbreitenwert zurückgestellt werden. Gegebenenfalls ist bei wesentlicher Abweichung zum höchsten Bandbreitenwert eine Angabe der größtmöglichen Inanspruchnahme erforderlich. Nach HGB sind Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag anzusetzen. Bei der Bildung von Rückstellungen ist nicht grundsätzlich der höchstmögliche Betrag anzusetzen, in Zweifelsfällen jedoch gebietet das Vorsichtsprinzip indes die Rückstellung des höheren Betrags. Die Bilanzierung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach US GAAP als Barwert der Verpflichtung zum Abschlussstichtag zuzüglich etwaiger in Folgeperioden zu berücksichtigender versicherungsmathematischer Gewinne abzüglich des am Abschlussstichtag beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Bei der Berechnung des Barwerts sind künftige Rentenanpassungen sowie Schätzungen über Fluktuationen von Arbeitnehmern zu berücksichtigen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich als Differenz zwischen der am Anfang der Periode ermittelten Soll-Rückstellung und der Ist- Rückstellung am Periodenende ergeben, werden nur erfolgswirksam in den Folgeperioden erfasst, wenn der Saldo der kumulierten nicht erfassten Gewinne/Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den höheren der folgenden Beträge übersteigt: a) 10 % des Barwerts der Verpflichtung oder b) 10 % des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Der Diskontierungssatz orientiert sich an Renditen, die am Abschlussstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Die Diskontsätze für die Pensionspläne werden anhand der Zuordnung der Cashflows der Pensionspläne zu einer Renditekurve ermittelt, welche die entsprechenden Renditen auf die Null- Kupon-Anleihe jeder einzelnen Endfälligkeit aufzeigt. Der ausgewiesene Diskontsatz ist der Satz, der denselben aktuellen Wert erzeugt, den auch die Cashflows aufweisen. Beim Ausweis der erwarteten Kapitalmarktrentabilität des Fondsvermögens berücksichtigt das Unternehmen auch die Renditen der Vergangenheit sowie die erwartete Kapitalrentabilität des Einlagevermögens. Die voraussichtlichen Renditen werden auf der Grundlage von Anlageklasse-Rendite, Abweichungs- und Wechselbeziehungsannahmen abgeschätzt und basieren auf der Portfoliozielstrukturierung sowie der aktuellen Marktlage der Pensionspläne. Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung zum Anwartschaftsbarwert nach den in diesem Anhang beschriebenen Grundsätzen. Innerhalb der sonstigen Rückstellungen werden Aufstockungsbeträge von Altersteilzeitrückstellungen insoweit berücksichtigt, als diese auf die künftige Freistellungsphase entfallen und durch die Vorleistung des Arbeitnehmers bereits anteilig verdient sind. Hierzu wird eine Quote aus dem Verhältnis der tatsächlich geleisteten Dienstzeit seit Vertragsabschluss bis zum Abschlussstichtag zur gesamten Zeit vom Vertragsabschluss bis zum Ende der Arbeitsphase gebildet und hiermit die Rückstellung gewichtet. Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung solcher Beträge bereits zum Zeitpunkt des Abschlusses der Altersteilzeitvereinbarung. Im Gegensatz zur handelsrechtlichen Bilanzierung sehen die US GAAP-Vorschriften kein Wahlrecht für aktive latente Steuern vor, sie sind vielmehr zwingend zu berücksichtigen. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Berichtsjahr beträgt TEUR 157. Es entfällt ausnahmslos auf Abschlussprüfungsleistungen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkung auf den Jahresabschluss nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten. Ergebnisverwendung Der erzielte Jahresüberschuss in Höhe von EUR 10.595.692,52 wird nicht aufgrund des bestehenden, ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 wirksamen Ergebnisabführungsvertrags an die Emerson Process Management GmbH & Co. OHG, Langenfeld, abgeführt, sondern er wird (ebenso wie bereits im Vorjahr) analog § 301 Satz 1 AktG mit dem bestehenden Verlustvortrag von EUR 15.964.632,75 verrechnet und als Bilanzverlust in der Bilanz ausgewiesen. Der danach neue Verlustvortrag beträgt EUR 5.368.940,23.
Korschenbroich, den 30. Januar 2024 Die Geschäftsführung Mauro Giovanelli Dr. Christian Dietz Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023Geschäftstätigkeit Die Sempell GmbH beliefert konventionelle und nukleare Kraftwerke sowie die chemische Industrie mit Regel-, Sicherheits- und Absperrarmaturen. Das Standard-Lieferprogramm deckt bereits nahezu alle Bereiche ab. Soweit erforderlich werden aber auch Sonderarmaturen für kundenspezifische Anforderungen entwickelt und gefertigt. Darüber hinaus führt die Sempell GmbH Service- und Instandsetzungsarbeiten an Armaturen durch, einschließlich Großrevisionen insbesondere für Gesamtanlagen der Kraftwerksindustrie. Die Gesellschaft gehört zum Emerson-Konzern, einem weltweit führenden Hersteller von Produkten für diese Bereiche. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung Gemäß ifo Konjunkturprognose Herbst 2023 kühlt die Konjunktur in Deutschland weiter ab. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich in den vergangenen Monaten spürbar eingetrübt. Nahezu kein Wirtschaftsbereich blieb davon verschont. Anders als noch im Sommer erwartet, dürfte daher die Erholung in der zweiten Jahreshälfte ausbleiben und sich die konjunkturelle Abkühlung fortsetzen. Im laufenden Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung um 0,2% im Vergleich zum Vorquartal sinken. Erst gegen Jahresende ist wieder mit einem leichten Anstieg um 0,3% zu rechnen, bevor dann im kommenden Jahr gesamtwirtschaftlich eine Erholung einsetzt. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,4% im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen. In den kommenden beiden Jahren wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,4% und 1,2% zulegen. Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau weitgehend zum Erliegen bringen und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird in diesem und im kommenden Jahr mit durchschnittlich 5,6% um 0,3 Prozentpunkte höher liegen als noch im Jahr 2022. Erst im Jahr 2025 dürfte die Quote wieder auf 5,3% zurückgehen. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 6,0% in diesem Jahr auf 2,6% im kommenden und 1,9% im übernächsten Jahr. (Quelle: ifo Schnelldienst digital, Ausgabe 4/2023 vom 7. September 2023: ifo Konjunkturprognose Herbst 2023) Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Oktober 2023 festgestellt, dass angesichts vieler Krisen frühere Wachstumsraten außer Reichweite liegen. Dennoch komme die Weltwirtschaft in diesem Jahr moderat voran - nicht aber die deutsche Konjunktur. Für Deutschland erwartet der IWF in diesem Jahr eine noch tiefere Rezession als bei seiner letzten Prognose im Sommer. 2023 sei mit einer um 0,5% geringeren Wirtschaftsleistung zu rechnen, teilte der IWF auf seiner Jahrestagung mit der Weltbank in Marrakesch mit. Im Juli hatte die Organisation noch ein Minus von 0,3% vorausgesagt. Im kommenden Jahr soll die deutsche Wirtschaft hingegen wieder um 0,9% wachsen. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im Juli angenommen. Als Gründe nennt der Fonds die Schwäche zinsempfindlicher Sektoren, geringere Nachfrage durch Handelspartner und folglich eine Schwäche der Industrieproduktion. Auch die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr mit einer leichten Rezession. Erwartet wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,4% gegenüber dem Vorjahr, hieß es Ende vergangener Woche aus Regierungskreisen. 2022 war die deutsche Wirtschaft noch um 1,8% gewachsen. Für die Weltwirtschaft sind die IWF-Ökonomen zwar zuversichtlicher, sehen aber nach der Corona-Pandemie und dem Angriff auf die Ukraine ein historisch schwaches Wachstum. "Die Weltwirtschaft humpelt vor sich hin, sie sprintet nicht", mahnte IWF-Chefvolkswirt Pierre-Olivier Gourinchas. Die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft für dieses Jahr liegt wie im Juli bei 3,0%. Für das kommende Jahr korrigierte der Fonds die Schätzung leicht von 3,0% auf 2,9% nach unten. Im vergangenen Jahr war die globale Wirtschaft noch um 3,5% gewachsen. Rückblickend betrachtet sei die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft mit Blick auf die diversen Krisen bemerkenswert, so der IWF. (Quelle: www.tagesschau.de, IWF sieht Deutschland noch tiefer in der Rezession", Stand 11.10.2023) Gemäß VDMA (Pressemitteilung vom 01.12.2023) lag die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen aus Nordrhein-Westfalen im Dreimonatszeitraum August bis Oktober 2023 um 31% unter dem Vorjahreswert. Die Nachfrage aus dem Inland sank um 15% und die Bestellungen aus dem Ausland sanken um 37%. Die Aufträge aus der Eurozone blieben um 9% und aus der Nicht-Eurozone um 45% hinter den Vorjahreswerten zurück. Das Neugeschäft aus dem Nicht-Euroraum sei weiterhin durch die globalen Unsicherheiten geprägt, wohingegen das Großanlagengeschäft aus dem Euroraum das Bestellgeschehen im Oktober beflügelt habe. Die vielen Unsicherheiten im Markt wirkten sich nach wie vor negativ auf das Investitionsgeschehen aus. Grundsätzlich profitierten die Unternehmen von ihren Auftragsbeständen. Gemäß VDMA-Jahrespressekonferenz (Pressemitteilung vom 12.12.2023) wartet der Maschinen- und Anlagenbau auf die Trendwende. Die globale Konjunkturflaute hinterlässt im Maschinenbau ihre Spuren. Für 2023 hebt der VDMA die Prognose zwar an, für 2024 wird aber ein reales Produktionsminus von 4% erwartet. Eine industriefreundliche Standortpolitik sei zwingend geboten. Der weltweite Bedarf an Industriearmaturen für die konventionelle und nukleare Kraftwerkstechnik, wie sie die Sempell GmbH und ihre Vorgängerunternehmen seit 1874, also seit nunmehr bald 150 Jahren liefern, verzeichnet weiterhin eine solide Nachfrage. Der Markt für fossil befeuerte Kraftwerke zeigt eine globale rückläufige Tendenz und wird dies als Konsequenz aus den Klimaproblemen und den Lösungsversuchen der Klimakonferenzen sicherlich verstärkt in Zukunft tun. Im Nuklearbereich besteht die Nachfrage derzeit insbesondere im asiatischen und europäischen Raum. Der Auftragsbestand der Sempell GmbH im nuklearen Bereich ist derzeit herausragend hoch und macht gut 75% des Gesamtauftragsbestands aus. Gemäß GRS (Meldung vom 30.01.2023) sind weltweit 422 Kernreaktoren mit einem Durchschnittsalter von rund 31 Jahren in Betrieb, 57 Blöcke werden aktuell gebaut. In Europa sind 173 Reaktoren in Betrieb mit einem Durchschnittsalter von rund 34 Jahren, 16 Reaktoren werden gebaut. In Deutschland wurden die letzten drei KKW im Frühjahr 2023 stillgelegt. In den USA sind mit 92 Reaktoren mehr am Netz als in jedem anderen Land der Welt, mit einem Durchschnittsalter von rund 42 Jahren. In Asien stehen 132 Reaktoren, von denen aber nur 115 betrieben werden (mit einem Durchschnittsalter von rund 16 Jahren), 35 Blöcke werden neu gebaut. (Quelle: GRS gGmbH, Kernenergie weltweit 2023) Geschäfts- und Umsatzentwicklung Die Sempell GmbH konnte sich im Berichtsjahr in einer erneut herausfordernden Marktsituation und unter weiterhin erschwerten Bedingungen (globale Covid-19-Pandemie, Russland-Ukraine-Krieg) erfolgreich am Markt behaupten und hat wieder zahlreiche Projektakquisitionen erzielt. Fünfzehn gewonnene Projekte mit einem Einzelwert größer Mio. EUR 1 machen einen anteiligen Auftragseingangswert von insgesamt Mio. EUR 56,4 aus. Der Auftragseingang mit Deutschland liegt mit Mio. EUR 23,8 nahezu auf Vorjahresniveau und Deutschland steht damit auf Platz 2 unserer Länderliste für das Berichtsjahr, die von China mit Mio. EUR 31,5 angeführt wird, gefolgt von Frankreich auf Platz 3 mit Mio. EUR 8,5 und von Südkorea auf Platz 4 mit Mio. EUR 8,0 Auftragseingang, um nur die wertmäßig größten vier Länder zu nennen. Je nach Region wird auf die Unterstützung der Vertriebseinheiten der Emerson-Konzern-Gruppe zurückgegriffen. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Berichtsjahr erfüllte nicht die Erwartungen, denn noch im Januar 2023 wurde von Umsatzerlösen in Höhe von knapp Mio. EUR 93 bei einem operativen Ergebnis von ca. Mio. EUR 12 für das Berichtsjahr ausgegangen. Letztendlich wurden nur Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 75,1 realisiert, weil nicht mehr alle dafür geplanten Großaufträge rechtzeitig vor dem Geschäftsjahresende 30. September 2023 ausgeliefert werden konnten. Dementsprechend angewachsen ist der Auftragsbestand zum Berichtsjahresende. Die Umsatzerlöse waren im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 76,9) um 2,4% bzw. Mio. EUR 1,8 niedriger. Dabei reduzierte sich in der Folge das operative Ergebnis von Mio. EUR 6,5 um Mio. EUR 0,8 auf Mio. EUR 5,7. Wie bereits in den letzten Jahren wird auch in den kommenden Geschäftsjahren die Marktentwicklung hin zu den ausländischen Märkten noch weiterhin zunehmen und ein essenzieller Bestandteil der Geschäftsentwicklung der Sempell GmbH sein. Speziell im nuklearen Bereich, aber auch stetig zunehmend in den konventionellen Bereichen und im Service-Bereich ist das Geschäft auf internationaler Ebene zukunftsweisend. Zur detaillierten Aufgliederung der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Angaben im Anhang. Auftrags- und Beschäftigungslage Zum Berichtsstichtag 30.09.2023 hat sich der Auftragsbestand der Sempell GmbH im Vergleich zum Vorjahresberichtsstichtag 30.09.2022 um gut 32% von Mio. EUR 131,5 um Mio. EUR 42,4 auf Mio. EUR 173,9 erhöht. Vom Gesamtauftragsbestand entfallen Mio. EUR 29,7 bzw. 17% auf konzerninterne und Mio. EUR 144,2 bzw. 83% auf konzernexterne Kunden. Der Auftragsbestand im nuklearen Bereich ist herausragend hoch und macht gut 75% des Gesamtauftragsbestands aus. Insgesamt ist durch die Höhe des Auftragsbestands sichergestellt, dass die Gesellschaft über die kommenden zwölf Monate hinaus und noch länger ausreichend Umsatzerlöse erzielen kann. Investitionen Im Berichtsjahr wurden insgesamt Investitionen in Höhe von Mio. EUR 2,3 getätigt. Diese betreffen im Wesentlichen das Sachanlagevermögen und entfallen mit Mio. EUR 0,6 auf Technische Anlagen und Maschinen, mit Mio. EUR 0,3 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, sowie mit Mio. EUR 1,4 auf Anlagen im Bau. Es handelt sich um Ersatz- und Erweiterungs-Investitionen zur weiteren Sicherung der Produktivität und der Reduzierung von Maschinenausfallzeiten. Zur detaillierten Aufgliederung der Anlagenzugänge (Investitionen) sowie der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Angaben im Anhang und Anlagenspiegel. Personal Die durchschnittliche Personalstärke (eigenes Personal einschließlich Geschäftsführung und Auszubildenden) betrug im Berichtsjahr insgesamt 460 Personen gegenüber 457 Personen im Vorjahr. Die durchschnittliche Zahl der Auszubildenden blieb mit 12 Personen konstant. Zum 30. September 2023 waren (ohne Geschäftsführung) 458 Personen bei der Sempell GmbH beschäftigt gegenüber 462 Personen zum 30. September 2022. Die sozialen Einflussfaktoren haben für die Sempell GmbH eine große Bedeutung. Die Belegschaftszufriedenheit ist dem Unternehmen wichtig. Die Gesellschaft versucht, die Personalfluktuation möglichst gering zu halten bzw. rechtzeitig für einen Know-how-Transfer innerhalb der Belegschaft zu sorgen, damit dem im Bereich Hochdruck- und Hochtemperatur-Armaturen tätigen Unternehmen möglichst kein bedeutsames Spezialwissen verloren geht. Weiterbildungen werden in diesem Zusammenhang in einem üblichen Umfang durch die Sempell GmbH verlangt und gewährt. Arbeitsschutz Die Sempell GmbH hat ein Arbeitsschutzmanagementsystem eingeführt und sichert die Einhaltung der Richtlinien gemäß "ISO 45001:2018" zu. Das Unternehmen überprüft laufend die Produktion auf arbeitssicherheitsrelevante Schwachpunkte, denn es müssen Unfälle und Verletzungen vermieden sowie Gefährdungen und Risiken minimiert, Fehlzeiten nach Arbeitsunfällen reduziert, berufsbedingte Erkrankungen vermieden sowie das sicherheitsgerechte Verhalten aller Beschäftigten und Besucher optimiert werden. Arbeitssicherheit ist auch im Emerson-Konzern ein weltweit hohes Gut, an dessen Erhalt und kontinuierlicher Verbesserung der Konzern durch regelmäßige Unterweisungen an das Sempell-Personal, nebst Austausch über mögliches Gefahrenpotenzial, mitwirkt. Umweltschutz Dem Umweltschutz wird bei der Sempell GmbH große Bedeutung beigemessen. So betreibt die Sempell GmbH ein Umweltmanagementsystem nach "ISO 14001:2015" und garantiert die Einhaltung dieser Richtlinien. Nach diesen Vorgaben überprüft das Unternehmen ständig die Produktion auf umweltrelevante Schwachstellen. Durch Einsatz modernster Technik - soweit sie wirtschaftlich vertretbar ist - wird das Ziel erreicht, kontinuierlich Emissionen zu verringern, Energieeinsparpotenziale auszuschöpfen, das Abfallvolumen zu senken, den Wasserverbrauch zu reduzieren und die Abfalltrennung zu verbessern. Sowohl das Unternehmen selbst als auch der Emerson-Konzern global haben sich diesbezügliche weitere wichtige Ziele für die kommenden Geschäftsjahre gesetzt. Ertragslage Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die aus der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet werden, sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (Ergebnis vor Finanzergebnis, evtl. außerplanmäßigen Abschreibungen und Zuschreibungen sowie Steuern). Zusammenfassung der Ergebnisentwicklung:
Der Rohertrag ist dabei als die Summe der Umsatzerlöse, der Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und an unfertigen Erzeugnissen und des Materialaufwands definiert, während das sonstige Ergebnis die Summe der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen darstellt. Wie bereits im Abschnitt "Geschäfts- und Umsatzentwicklung" dargelegt, liegen die Umsatzerlöse des Berichtsjahres von Mio. EUR 75,1 um Mio. EUR 1,8 unter dem Vorjahreswert von Mio. EUR 76,9. Dabei reduzierte sich in der Folge das operative Ergebnis von Mio. EUR 6,5 um Mio. EUR 0,8 auf Mio. EUR 5,7. Bei Vergleichen vom Berichtsjahr zum Vorjahr ist stets zu berücksichtigen, dass das Sempell-Geschäft kein insgesamt lineares Geschäft ist, sondern in Bezug auf den Service- und Ersatzteilbereich ein zyklisches sowie ansonsten ein überwiegend projektabhängiges Geschäft ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen Mio. EUR 0,3 und liegen damit wesentlich unter dem Vorjahreswert von Mio. EUR 1,9. Hauptursache sind die im Berichtsjahr um Mio. EUR 1,3 niedrigeren Auflösungen von Rückstellungen (Mio. EUR 0,2; Vorjahr: Mio. EUR 1,5). Weitere Details sind aus dem Anhang ersichtlich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen Mio. EUR 15,2 (Vorjahr: Mio. EUR 13,6) und sind demnach um Mio. EUR 1,6 gestiegen, verursacht im Wesentlichen durch um Mio. EUR 0,5 höhere Versuchs- und Entwicklungskosten sowie um Mio. EUR 0,8 höhere Zuführungen zu Auftragsrückstellungen (Gewährleistungen, Pönalen). Das operative Ergebnis errechnet sich, wie oben bereits in der Tabelle gezeigt, mit Mio. EUR 5,7 und liegt damit um Mio. EUR 0,8 unter dem Vorjahreswert von Mio. EUR 6,5. Das Finanzergebnis von Mio. EUR 4,9 (Vorjahr: Mio. EUR 1,3) ist beeinflusst durch ein positives Beteiligungsergebnis (Mio. EUR +4,7; Vorjahr Mio. EUR +1,6) sowie ein positives Zinsergebnis von Mio. EUR 0,2 gegenüber einem negativen Zinsergebnis von Mio. EUR -0,2 im Vorjahr. Im Berichtsjahr entstand ein Ertrag aus Ertragsteuern für Vorjahre in Höhe von Mio. EUR 0,1. Ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 fallen in Folge des Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft bei der Sempell GmbH keine Ertragsteuern mehr an. Die sonstigen Steuern (Mio. EUR 0,1; Vorjahr: Mio. EUR 0,1) enthalten im Wesentlichen Grundsteuern und Umsatzsteuer auf Eigenverbrauch. Insgesamt ergab sich für das Berichtsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von Mio. EUR 10,6 (Vorjahr: Mio. EUR 7,7), der trotz des erstmals für das Geschäftsjahr 2021/2022 geltenden Ergebnisabführungsvertrags erneut nicht an die Muttergesellschaft abgeführt wird, sondern analog § 301 Satz 1 AktG mit dem bestehenden Verlustvortrag von Mio. EUR 16,0 zu verrechnen ist. Der danach neue Verlustvortrag beträgt Mio. EUR 5,4. Die Umsatzrentabilität (Jahresergebnis vor Steuern dividiert durch die Umsatzerlöse) beträgt 14,4% (Vorjahr: 10,2%). Vermögenslage Im Berichtsjahr ist die Bilanzsumme gegenüber der zum 30. September 2022 von Mio. EUR 121,4 um Mio. EUR 13,4 auf Mio. EUR 134,8 gestiegen. Hierbei erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 73,1% auf nunmehr 73,7%. Auf der Aktivseite haben im Wesentlichen die gestiegenen Finanzanlagen (Mio. EUR +2,5), die gestiegenen Vorräte (Mio. EUR +18,8) sowie die gesunkenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mio. EUR -8,4) zum Anstieg der Bilanzsumme geführt. In Bezug auf die Finanzanlagen erfolgte im Berichtsjahr eine partielle Wertaufholung (Zuschreibung in Höhe von Mio. EUR +2,5) beim Beteiligungsbuchwerts einer 100%igen Tochtergesellschaft. Der Anstieg der Vorräte (Mio. EUR +18,8) setzt sich zusammen aus gestiegenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (Mio. EUR +7,0), gestiegenen unfertigen Erzeugnissen und Leistungen (Mio. EUR +14,1), gestiegenen geleisteten Anzahlungen (Mio. EUR +2,1) sowie gegenläufig aus gesunkenen erhaltenen Anzahlungen (Mio. EUR -4,0) und gesunkenen fertigen Erzeugnissen und Waren (Mio. EUR -0,4). Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mio. EUR -8,4) resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang der Forderungen aus dem konzerninternen Cash Pooling (Mio. EUR -9,1) sowie aus gestiegenen Forderungen aus Ergebnisabführung (Mio. EUR +0,5) und gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR +0,2). Auf der Passivseite haben im Wesentlichen der Anstieg des Eigenkapitals (Mio. EUR +10,6) und der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR +2,3) zur Entwicklung der Bilanzsumme (Mio. EUR +13,4) geführt. Das Eigenkapital (Mio. EUR +10,6) ist um den Jahresüberschuss gestiegen. Die erste Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft kommt erst nach erfolgtem Ausgleich des restlichen noch bestehenden Verlustvortrags zur Ausführung (vgl. oben im Abschnitt Ertragslage). Im Berichtsjahr hat sich der Anlagendeckungsgrad (Eigenkapital / Anlagevermögen), im Wesentlichen durch den Jahresüberschuss, von 232,0% zum 30. September 2022 auf 239,9% zum 30. September 2023 erhöht. Der Abschreibungsgrad des Sachanlagevermögens (kumulierte Abschreibungen / historische Anschaffungskosten) liegt nahezu unverändert bei 80,9% (Vorjahr: 81,4%). Finanzlage Die Sempell GmbH ist in das konzerninterne Cash-Pooling-System des Emerson-Konzerns integriert, wodurch die Gesellschaft jederzeit in der Lage war ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Zusätzlich besitzt sie eine eigene Aval-Kreditlinie bei einer deutschen Bank (Agreement 1. Mai 2017: TEUR 27.000; Amendment 7. September 2017: Erhöhung auf TEUR 32.000). Der Finanzmittelfonds, bestehend aus liquiden Mitteln (TEUR 2.014; Vorjahr: TEUR 1.530) und Forderungen aus Cash-Pooling (TEUR 13.484; Vorjahr: TEUR 22.536), verzeichnete im Berichtsjahr einen Rückgang von TEUR 24.066 um TEUR 8.568 auf TEUR 15.498. Dieser Rückgang ergibt sich aus dem Saldo des negativen Cash-Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit (minus TEUR 8.667) mit dem positiven Cash-Flow aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit (plus TEUR 99). Gesamtaussage Die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Berichtsjahr war niedriger als es noch zu Beginn des zweiten Berichtsjahresquartals erwartet worden war. Im Januar 2023 wurde von Umsatzerlösen in Höhe von knapp Mio. EUR 93 bei einem operativen Ergebnis von ca. Mio. EUR 12 für das Berichtsjahr ausgegangen. Letztendlich wurden nur Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 75,1 realisiert, weil nicht mehr alle dafür geplanten Großaufträge rechtzeitig vor dem Geschäftsjahresende 30. September 2023 ausgeliefert werden konnten und infolgedessen nun erst im Folgegeschäftsjahr zu Umsatzerlösen werden. Die Geschäftsführung beurteilt die Lage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2022/2023 (mit einem Jahresüberschuss von Mio. EUR 10,6 - davon Mio. EUR 2,5 aus der Wertaufholung des Beteiligungsbuchwerts einer 100%igen Tochtergesellschaft) als insgesamt zufriedenstellend und die Vermögens- und Finanzlage als stabil. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren In Bezug auf die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gab es im Berichtsjahr innerhalb des Emerson-Konzerns nach wie vor kein einheitliches Konzept. Von den wenigen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die vom Unternehmen an den Konzern berichtet wurden, ist keiner zur Steuerung des Unternehmens bedeutsam. Forschung und Entwicklung Die Berücksichtigung und Erfüllung kundenspezifischer Anforderungen findet in den F&E-Aktivitäten der Sempell GmbH ihren Eingang. Immer weiter ansteigende Herausforderungen bezüglich Qualifikationen und Materialien sind zu bewältigen. Notwendige Entwicklungen und Weiterentwicklungen basieren einerseits auf den langjährigen Betriebserfahrungen in konventionellen und nuklearen Kraftwerken, aber mehr und mehr auch auf verbesserten Strategien zur theoretischen Analyse der Betriebszustände und hieraus ableitend der Armaturengeometrie und -funktion. Dem Bereich Forschung und Entwicklung wird innerhalb der Sempell GmbH ein hoher Stellenwert beigemessen. Insgesamt sind hier acht Personen (Vorjahr: neun), davon vier (Vorjahr: vier) im Labor, beschäftigt. Der Gesamtaufwand im Berichtsjahr betrug Mio. EUR 1,8 (Vorjahr: Mio. EUR 1,1). Risikomanagement Das interne Risikomanagement basiert auf einem etablierten und bewährten Berichtswesen, das seit Jahren erfolgreich auf einer SAP R/3-Applikation betrieben wird. Die Analysen stellen unverändert ein umfassendes und aussagefähiges Instrumentarium dar, um insbesondere im Projektgeschäft auftauchende Risiken bereits frühzeitig erkennen und Korrekturmaßnahmen ergreifen zu können. Insofern wird der Fokus aufgrund guter Geschäftsentwicklung konsequent auf die Fertigungssteuerung und die Steuerung der Kundentermintreue sowie die rechtzeitige und kostengünstige Materialversorgung gesetzt. Regelmäßige Gespräche zwischen Vertrieb und Controlling zum Monatsergebnis und zum Ergebnis der einzelnen Geschäftsbereiche mit detaillierten Analysen unterstützen dieses Frühwarnsystem. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Frauenquote) Die Gesellschafterversammlung hat gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG als Zielgröße für den Frauenanteil unter den Geschäftsführern der Sempell GmbH einen Frauenanteil von 0% und im Aufsichtsrat einen Frauenanteil von 33% festgelegt. Der Zielgrößenfestlegung für die Geschäftsführung lag die Erwägung zu Grunde, dass keiner der zum Beschlusszeitpunkt aktiven Geschäftsführer der Gesellschaft eine Frau war und es vor dem Hintergrund der mit zwei Personen besetzten Geschäftsführung sowie der erstrebten personellen Kontinuität nicht absehbar war, ob eine Veränderung oder Erweiterung im Hinblick auf die Person der Geschäftsführer oder ihre Anzahl vorgenommen werden würde. Mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2023 wurde einer der Geschäftsführer abberufen, mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2023 wurde ein neuer Geschäftsführer bestellt, die Geschäftsführung besteht weiterhin aus zwei Männern. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus drei Personen, davon eine Frau. Die Frist für die Erreichung beider Zielgrößen beträgt fünf Jahre (bis zum 5. Januar 2028). Beide Zielgrößen waren zum 30. September 2022 und zum 30. September 2023 erreicht. Die Geschäftsführung hat gemäß § 36 GmbHG als Zielgröße für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung einen Frauenanteil von 9% (entspricht 1 Person) und als Zielgröße für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung einen Frauenanteil von 18% (entspricht 3 Personen) festgelegt. Die Frist für die Erreichung beider Zielgrößen beträgt fünf Jahre (bis zum 5. Januar 2028). Beide Zielgrößen waren zum 30. September 2022 erreicht. Zum 30. September 2023 betrug der Frauenanteil 10% (entspricht weiterhin 1 Person) in der ersten Führungsebene sowie 15% (entspricht weiterhin 3 Personen) in der zweiten Führungsebene. Strategische Ausrichtung der Sempell GmbH In der Vergangenheit hat sich die Sempell GmbH immer weiter spezialisiert und hält inzwischen eine Reihe von Produkt- und System-Zertifizierungen, die internationale Akzeptanz finden. Damit gehört das Unternehmen zu den anerkannten Anbietern von Hochdruck- und Hochtemperatur-Armaturen in Europa und zum Teil darüber hinaus. Um den neuesten Entwicklungen in der Branche zu folgen, wird sich die Sempell GmbH im engen Kontakt mit ihren Schwesterfirmen auch weiteren Zertifizierungen nach den neuesten Normen und Vorschriften unterziehen, um auch im Ausland weiterhin als zuverlässiger Partner zu agieren und lieferfähig zu bleiben. Die Sempell GmbH nutzt ihre Referenzen im Kraftwerksgeschäft, um sich weiterhin in den internationalen Märkten behaupten zu können. Das globale Vertriebsnetz des Emerson-Konzerns ist dabei eine wichtige Unterstützung, wenn es darum geht, hochtechnisierte Produkte weltweit zu vermarkten. Mit ihrer nunmehr (seit 1874) bald 150-jährigen Tradition im Armaturenbereich hat sich die Sempell GmbH im Verlauf ihrer Firmengeschichte mehr und mehr als Hersteller für "High-End-Komponenten" der Kraftwerkstechnik einen Namen gemacht. Die hierbei praktizierte Kundennähe sichert einerseits die kundenseitig geforderte anlagenspezifische Auslegung von Armaturen und Komponenten und stellt andererseits sicher, dass der in der Armaturenindustrie generell feststellbare und sich immer noch weiter verstärkende Wettbewerb aus den asiatischen Ländern nicht so stark zum Tragen kommt. Weiterhin kommt die Sempell GmbH mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Produkte den Forderungen der Kraftwerkshersteller nach. So wird ständig an einer höheren Effizienz der Anlagen auch im Hinblick auf höhere Anlagen-Verfügbarkeit und -Sicherheit gearbeitet. Unterstützt wird dies durch die in der Vergangenheit abgeschlossene Umstellung der Konstruktionsabteilung auf das 3-D-CAD-System SolidWorks. Des Weiteren erfolgen wesentliche Produktverbesserungen nicht nur mit Hilfe der FEM-Analyse (z.B. Erstellung von Ermüdungsanalysen), sondern auch durch Simulationsberechnungen der dynamischen Strömungsverläufe in den Armaturen (CFD - Computerized Fluid Design). Um den schwierigen Marktbedingungen weiterhin begegnen zu können, steht ein kontinuierliches Wachstum in den neuen Märkten an, um das Betriebsergebnis zu stabilisieren. Hierbei wird sich der Schwerpunkt - auch aufgrund der erneuerbaren Energien - zukünftig weiterhin nach Osteuropa und dem Fernen Osten verschieben. Eine gute Kundenbindung wird durch eine entsprechende Kundennähe und darüber hinaus durch eine deutlich verbesserte Liefertreue (an der das Unternehmen fortlaufend zielorientiert arbeitet) gewährleistet. Die damit verbundene höhere Termintreue sichert langfristig eine hohe Kundenbindung, aber auch einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. Die Investitionen des Unternehmens in Personen und Ausrüstung sind dabei grundlegend, um den immer weiter ansteigenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Die Bereiche Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz werden bei Sempell GmbH mit dem gleichen hohen Stellenwert eingestuft wie Qualität und Wirtschaftlichkeit. Hierzu hat das Unternehmen neben einem Qualitätsmanagementsystem auch Arbeits- und Umweltschutz-Managementsysteme installiert. Nur durch strenge Einhaltung der dort verankerten Richtlinien ist es möglich, die Unternehmensziele zu erreichen. Die Sicherheit und die Gesundheit der bei der Sempell GmbH Beschäftigten wird durch die Anwendung des Arbeits- und Umweltschutzsystems sichergestellt. Alle Beschäftigten, gleich welcher Funktion und Hierarchiestufe, sind aufgefordert diese Grundsätze zu beachten und entsprechend zu handeln. Das wichtigste Merkmal der Sempell-Qualitätssicherung ist nicht die Entdeckung von Fehlern, sondern deren Vermeidung. Dies wird innerhalb des Qualitätsmanagementsystems weitgehend durch kontinuierliche Verbesserungen der Produkte und Arbeitsabläufe sowie durch notwendige korrigierende Maßnahmen unterstützt. Alle Managementsysteme werden in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Prüfinstituten rezertifiziert. Außerdem finden Kunden- und Lieferantenaudits statt. Aufgrund kontinuierlicher Überprüfungen der Planungen, Dokumentationen sowie durch Schulungen und Audits in den Bereichen Qualitätssicherung, Umweltschutz, Gesundheit und Arbeitssicherheit garantiert die Sempell GmbH die Einhaltung dieser Unternehmensziele, was auch durch die häufigen Audits von Kraftwerksbetreibern und unabhängigen nationalen und internationalen Institutionen belegt wird. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Struktur der Sempell GmbH mit ihren verschiedenen Geschäftsbereichen (Absperren, Sichern, Regeln, Ersatzteile, Service, Nuklear) stellt eine gewisse Sicherheit im Hinblick auf konjunkturelle Schwankungen in den einzelnen Bereichen dar, auch wenn natürlich alle Produkte eine starke Affinität mit der Kraftwerkstechnik haben. Bezüglich der Märkte ist es dem Unternehmen in den letzten Jahren gelungen, sich auch im außereuropäischen Ausland (auch bei starkem Euro) zu positionieren. Knapp 45% des Gesamtumsatzes entfällt im Berichtsjahr auf Ausfuhren nach Übersee. Der von der Sempell GmbH mit ihren Armaturen adressierte Kraftwerksarmaturenmarkt hat sich in den letzten Jahren wesentlich verändert. In diesem Zusammenhang ist die zunehmende Internationalisierung als auch die angestrebte Reduktion der CO 2 -Emissionen bei der elektrischen Energieerzeugung zu nennen. Hierbei ergeben sich für das Geschäft der Sempell GmbH Risiken wie auch Chancen, die im Folgenden in ihren wesentlichen Zügen dargestellt sind. Mit der beabsichtigten und teilweise auch schon realisierten Reduktion der fossilen, elektrischen Energieerzeugung, vorzugsweise im europäischen und insbesondere deutschen Raum, wird das Erstausrüstungsgeschäft der Sempell GmbH mit hochwertigen Hochdruck- und Hochtemperaturarmaturen abnehmen. Demgegenüber ist eine vergleichbar schnelle Abkehr von der fossilen Energieerzeugung in anderen Weltmärkten, insbesondere China, noch nicht wahrzunehmen. In diesem Zusammenhang hat sich in den letzten beiden Jahren gezeigt, dass die mit der politisch gewollten Außerbetriebnahme der Kernkraftwerke sowie von ausgewählten Kohlekraftwerksblöcken und der noch ungenügenden Kompensation durch regenerative Energieerzeugungsanlagen entstandene Lücke durch den verstärkten Weiterbetrieb existierender, vorwiegend älterer fossiler Kraftwerksanlagen kompensiert werden muss. Dies führt bei der Sempell GmbH zu einer erfreulichen Entwicklung beim Auftragseingang und Lieferung von Armaturenersatzteilen, welche ein wesentlich höheres Ergebnis erzielen als das Erstausrüstungsgeschäft. Die Sempell GmbH geht aktuell davon aus, dass diese Entwicklung in der nahen und mittleren Zukunft noch anhalten wird, da alternative Stromerzeugungskapazitäten nicht zur Verfügung stehen. Hierin besteht eine große Chance für das Unternehmen. Der von der Sempell GmbH bediente Markt für Armaturen in Kernkraftwerken entwickelt sich gut. Der Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie hat bei der Sempell GmbH in der Vergangenheit zu einer Geschäftsreduktion mit deutschen Anlagenherstellern und -betreibern geführt, konnte aber schon seit mehr als zehn Jahren durch die Ausweitung des internationalen Geschäfts mehr als kompensiert werden. Insbesondere der beabsichtigte Zubau von Kernkraftwerken in China und auch in Europa, und hier insbesondere in UK, Polen und Frankreich, ergibt wesentliche Möglichkeiten für die Sempell GmbH ihr Geschäft erfolgreich fortzuführen und auch zu erweitern. Sollte sich das anderweitig international bestehende Interesse an der Kernenergie bestätigen, ist ein sich weiter ausweitendes Geschäft mit Armaturen für Kernkraftwerke für die Sempell GmbH zu erwarten. Diese Entwicklung ist ebenfalls eine große Chance für das Unternehmen. Wesentlich für die Teilhabe der Sempell GmbH an dem sich immer weiter entwickelnden internationalen Kraftwerksgeschäft, und hier insbesondere das Geschäft mit nuklearen Kraftwerksarmaturen, liegt in der Fähigkeit der Sempell GmbH technologisch, qualitativ und sicherheitstechnisch hochwertige Armaturen liefern zu können. In den vergangenen Jahren war es der Sempell GmbH möglich, Kundenaufträge zu gewinnen, die traditionell dem Wettbewerb vorbehalten waren, wobei die von Sempell angebotene Armaturentechnologie wesentlich entscheidend war. Dies ist zukünftig eine mittlere, solide Chance für die Sempell GmbH. Auf Konzernebene wurde entschieden, dass ein Armaturenherstellungswerk in Rescaldina/Italien, das teilweise die gleichen Armaturentypen für die Anwendung in der Energieerzeugung hergestellt hat, geschlossen wird und dass ein Teil dieser Produkte über die Sempell GmbH hergestellt und vertrieben werden soll, i. W. unter der Nutzung der weiterhin bestehenden Zulieferbasis in Norditalien. Aktuell werden von der Sempell GmbH die Schweiß- und Montagearbeiten, die Prüfarbeiten sowie die Auslieferungen an die Kunden durchgeführt. Die Übernahme vom Werk in Rescaldina wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 abgeschlossen. Diese Übernahme des Geschäfts aus Italien stellt eine mittlere Chance für die Sempell GmbH dar, das ehemalige Rescaldina-Geschäft erfolgreich weiterzuführen. Geschäftsrisiken liegen in der Verfügbarkeit und der Kostenentwicklung der benötigten Ressourcen. Hierbei ist die Gewinnung und das Halten von Fachkräften eine der primären Aufgaben. Die Sempell GmbH verfügt über ein Personalmanagement welches dieses Risiko explizit adressiert und versucht zu minimieren. Hier wird ein mittleres Risiko für das Unternehmen gesehen. Die Kostenentwicklung bei Entgelten sowie bei den direkten und indirekten Zukaufteilen ist ein weiteres Risiko. Einerseits strebt die Sempell GmbH an, mögliche Kostensteigerung bei der Material- und Energiebeschaffung durch Index-Bepreisung mit den Kunden zu eliminieren oder mindestens zu minimieren, andererseits hat die Sempell GmbH ein Beschaffungswesen aufgebaut, das in der Lage ist, die Beschaffung von wesentlichen Vorprodukten und Armaturenkomponenten international zu tätigen, wodurch auch eine Kostendämpfung erzielt wird. Mit einem derartigen Vorgehen wird das Risiko von nicht vorhersehbaren Kostensteigerungen minimiert, so dass hier in Summe nur ein geringes bis mittleres Risiko gesehen wird. Den Risiken, die sich aus Fertigung, Vertrieb und Betrieb ihrer Produkte ergeben, begegnet die Sempell GmbH durch ein leistungsfähiges Qualitätsmanagement. Neben einer stetigen Verbesserung der Produktqualität wird auch eine Optimierung von Arbeitsabläufen erreicht. Dadurch steigt die Chance, die Kunden von den qualitativ hochwertigen Produkten zu überzeugen, wobei die Optimierung der Arbeitsabläufe zusätzlich zu Kosteneinsparungen führen kann. Insgesamt verbleibt hierdurch weiterhin ein geringes Risiko für die Gesellschaft. Finanzwirtschaftliche Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Sempell GmbH stellt sich für die Zukunft als stabil dar. Ein signifikantes Währungsrisiko kann ausgeschlossen werden, da knapp 97% der Aufträge (Umsatzerlöse im Berichtsjahr), einschließlich der Aufträge aus dem weltweiten Konzern-Vertriebsnetz, in Euro abgewickelt worden ist. Das Währungsrisiko auf der Beschaffungsseite ist ebenfalls als nicht wesentlich einzustufen, da im Berichtszeitraum lediglich gut 10% der Einkäufe nicht in Euro abgewickelt worden ist (7% wurden in USD beschafft, knapp 4% in GBP), einschließlich der Beschaffungen aus dem weltweiten Konzernnetz. Risiken im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Forderungsausfall sind aufgrund der besonderen Kundenstruktur der Sempell GmbH in der Regel als gering einzuschätzen. Der Kundenstamm hat einerseits eine starke Ausrichtung auf Deutschland und das westeuropäische Ausland und besteht andererseits im Wesentlichen aus Konzern-Vertriebsgesellschaften, z. B. im asiatischen Raum. Große Energieversorger, Unternehmen der petrochemischen Industrie und Kraftwerksanlagenprojektierer mit sehr gutem Bonitätsindex zählen z. B. zu diesem Kundenkreis. Bedeutende rechtliche Risiken aus laufenden Verfahren oder bestehenden bzw. in der Entstehung befindlichen Gewährleistungsansprüchen sind derzeit nicht bekannt. Für alle zum Abschlussstichtag bekannten Gewährleistungsfälle wurden entsprechende ausreichende Rückstellungen gebildet. Der am 24. Februar 2022 in Europa zwischen Russland und der Ukraine ausgebrochene Krieg birgt ein schwer einschätzbares globales Risiko, in Bezug auf mögliche Unterbrechungen bestehender Lieferketten, weiter steigende Energie- und Rohstoffpreise, Probleme oder Lieferstopps auf den Beschaffungs- oder den Absatzmärkten, u.a. auch in Folge zerstörter Lieferwege (Zugtrassen, Straßen und Seewege). Auch der Angriff der Terrororganisation Hamas in Israel und der infolgedessen seit dem 7. Oktober 2023 nunmehr geführte Krieg im Nahen Osten ist in Bezug auf mögliche globale Auswirkungen nicht einschätzbar. Das Risiko für die Gesellschaft aus den Kriegsfolgen wird momentan als mittleres Risiko eingeschätzt. Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick Nach dem in 2011 beschlossenen und schließlich im Berichtsjahr durch die Außerbetriebnahme der drei letzten deutschen Atomkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland vollzogenen Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland bestehen aber weiterhin positive Voraussetzungen für kerntechnische Produkte im osteuropäischen und asiatischen Ausland. Ein verringertes Auftrags-/Umsatzvolumen im Inland soll stetig durch zusätzliche Projektaufträge/-umsätze im Ausland zumindest kompensiert werden. Diesbezüglich bieten vor allen Dingen die Märkte in Südkorea, China, Osteuropa und der Golfregion im Mittleren Osten ein weiterhin wachsendes Potenzial. Risiken der künftigen Entwicklung sieht das Sempell-Management im Wesentlichen in einem schwierigen globalen Wettbewerbsumfeld und in den unterschiedlichen Entwicklungen an den Märkten. Sowohl Handelsspannungen zwischen China und den USA als auch die gestiegenen politischen Unsicherheiten in vielen Volkswirtschaften sowie zusätzlich auch der (seit dem 24.02.2022) aktuelle Krieg in Europa zwischen Russland und der Ukraine sowie außerdem der (seit dem 07.10.2023) aktuelle Krieg im Nahen Osten zwischen der Terrororganisation Hamas im Gazastreifen und Israel belasten das Wirtschaftswachstum. Verlässliche Voraussagen zur weiteren Entwicklung sind nur schwer möglich. Die Ausgangslage der Sempell GmbH bleibt unverändert herausfordernd, d. h. das Unternehmen wird weiterhin versuchen alle sich bietenden Chancen zu nutzen und in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld durch neue Produkte, neue Strategien, besseren Service und Konsolidierungsmaßnahmen das Preis- und Margenlevel zu halten. Vor dem Hintergrund der bestehenden finanziellen Stabilität ist die Sempell GmbH für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Das Augenmerk der Sempell GmbH wird regelmäßig auch weiterhin auf die weitergehende Integration in das Konzernumfeld und die Nutzung von Synergieeffekten gerichtet sein. Vor diesem Hintergrund blickt das Unternehmen nach wie vor zuversichtlich auf die nächsten Geschäftsjahre und wird dabei stets vom internationalen Konzern-Vertriebsnetz profitieren. Ziel der Gesellschaft ist es und wird es auch zukünftig sein, Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Verschlankung der Organisation zu etablieren, weil die Ergebnisverbesserung und die Kostenreduzierung eines ihrer Hauptziele darstellt. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 rechnet die Gesellschaft im Vergleich zum Berichtsjahr 2022/2023 mit einem Anstieg der Umsatzerlöse um ca. 40% auf knapp Mio. EUR 106 und einem operativen Ergebnis von ca. Mio. EUR 16.
Korschenbroich, den 30. Januar 2024 Die Geschäftsführung Mauro Giovanelli Dr. Christian Dietz Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sempell GmbH, Korschenbroich Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sempell GmbH, Korschenbroich, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sempell GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Frauenquote)" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die Geschäftsführung ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Frauenquote)" des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. Januar 2024 KPMG
AG
Kis, Wirtschaftsprüfer Student, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 25. April 2024. |
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