Höcker Polytechnik GmbH
Willhoop 7, 22453 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julian Eckert seit 6.5.2026 | Prokura |
Lisa Marie Höcker seit 18.12.2025 | Geschäftsführer |
Linda Eckert seit 1.2.2024 | Prokura |
Gerald Moritz Weisser seit 13.4.2023 | Prokura |
Carsten Holldack seit 11.10.2021 | Prokura |
Tobias Althof seit 24.11.2020 | Prokura |
Heinrich Franz Anton Kleine-Wechelmann seit 7.8.2006 | Prokura |
Christian Vennemann seit 7.8.2006 | Geschäftsführer |
Frank Hermann Höcker seit 7.8.2006 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Höcker Polytechnik GmbHHilter-HankenbergeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23HÖCKER POLYTECHNIK GMBH, HILTER AM TEUTOBURGER WALDA. Grundlage des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Firma Höcker Polytechnik GmbH konzipiert, plant und baut lufttechnische Anlagen und kundenindividuelle Lösungen der Luftreinhaltung und Prozessabfallentsorgung für Industrie- und Handwerksbetriebe. Unsere Produkte sind „Made in Europe“ - wir sind ein inhabergeführtes Familienunternehmen mit eigenen Produktionsstätten in Deutschland und Polen. Wir liefern unseren Kunden unsere Maschinen, Anlagen und Lösungen für individuelle Aufgabenstellungen schnell und zuverlässig. Unsere Mitarbeiter sind gut geschulte Fachleute und betreuen Interessenten und Kunden kompetent und verbindlich. Von der ersten Projektskizze bis zur Inbetriebnahme haben wir stets den Kundennutzen und die Kundenzufriedenheit im Fokus. Unser Ziel ist, die Erwartungen unserer Kunden zu übertreffen. Dabei behalten wir stets unsere Kernkompetenzen im Blick und kennen und achten unsere Grenzen. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt eigene Forschungen und Entwicklungen in einem nicht wesentlichen Umfang. 1.3 Standorte des Unternehmens Die Gesellschaft unterhält derzeit eine in Hamburg-Niendorf sowie ein Tochterunternehmen in Moskau, Russland und in Warschau, Polen. 1.4 Segmente des Unternehmens Höcker Polytechnik zählt zu den führenden europäischen Anbietern von Prozessabfallentsorgungen und ist weltweit vertreten. Zu dem seit 1962 etablierten Unternehmen gehören die Profitcenter:
Die Geschäftsfelder der drei Profitcenter gliedern sich wie folgt auf: Holz/Kunststoff/Metall: Zu den Kunden gehören holzbe- und holzverarbeitende Unternehmen, die Möbelindustrie, Küchenproduzenten, kunststoff- und metallverarbeitende Unternehmen sowie das gesamte Handwerk. Mit innovativen Filteranlagen unterstützt Höcker Polytechnik ihre Kunden beim Ansaugen und Entstauben, verarbeitet Stäube und Späne mittels Brikettierpressen, zerkleinert Material und automatisiert die Fördertechnik und bietet Entsorgungslösungen für den gesamten Betrieb an. Oberflächentechnik: Zu den Kunden gehören praktisch alle Branchen, in denen Oberflächen professionell lackiert werden. Vom kleinen Schreinerbetrieb über die Möbelindustrie, Maschinenbau, Anlagenbauer, Luft- und Raumfahrtindustrie oder auch Werften. Der Einstieg in die Oberflächentechnik beginnt bei Höcker Polytechnik mit Spritzständen und -wänden und führt dann zur Kabinentechnik. Kompakte Lackierkabinen mit integrierten Abdunst- und Trockenfunktionen bieten im Werkstattbereich die volle Funktionalität. Lackierzentren für hohe Losgrößen mit Fördertechnik und Roboterapplikation oder Kabinen für großvolumige und sperrige Güter wie Schiffe, Eisenbahnen oder Flugzeuge runden das Portfolio nach oben hin ab. Printing, Packaging & Recycling: Zu den Kunden gehören die führenden Hersteller in der Papp- und Wellpappenproduktion, der Karton- und Faltschachtelherstellung, der Verpackungsindustrie, der Papierherstellung und -verarbeitung, Druckereien sowie Recyclingunternehmen. Höcker Polytechnik unterstützt ihre Kunden mit Lösungen für die Prozessabfallentsorgung und Entstaubung für die gesamte Produktion. Filteranlagen, Shredder, Materialabscheider, Förderanlagen, Ballen- oder Containerpressen und Brikettieranlagen automatisieren im Verbund die Prozessabfallentsorgung. B. Darstellung des Geschäftsverlaufes und Ergebnisses 1. Wirtschaftliches Umfeld 1.1 Deutschland Die Wirtschaftsleistung in Deutschland war laut Statistischem Bundesamt im 3. Quartal 2023 leicht rückläufig: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel im dritten Quartal 2023 im Vergleich zum zweiten Quartal 2023 um 0,1 % nach Anpassung an Preis-, Saison- und Kalendervariationen. Im Vergleich zum dritten Quartal 2022 sank das BIP preisbereinigt um 0,8 %. Nach Preis- und Kalenderanpassung war der Rückgang geringer (-0,4 %), da es einen Arbeitstag weniger gab als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Positive Beiträge kamen von den Bruttoanlageinvestitionen in Maschinen und Ausrüstungen, die im dritten Quartal um 1,1 % und die Bruttoanlageinvestitionen im Bauwesen um 0,4 % nach Preis-, Saison- und Kalenderanpassung stiegen. Der Außenhandel ging im dritten Quartal 2023 auf preis-, kalender- und saisonbereinigter Basis zurück: Es wurden insgesamt 0,8 % weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im 2. Quartal 2023. Die Importe sanken sogar um -1,3 %. Insgesamt wird die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland 2023 voraussichtlich um 0,3 % rückläufig sein. Ein Verlust an Kaufkraft aufgrund hoher Inflation und die Verschärfung der Finanzierungsbedingungen belasten den Konsum und die Investitionen. Darüber hinaus hat sich die ausländische Nachfrage weniger günstig entwickelt, als zuvor angenommen, was zu einer verschlechterten Handelsaussicht führt. Erfreulicherweise wächst die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2024 wieder ein bisschen. Das Bruttoinlandsprodukt hat im ersten Quartal um 0,2 % zugelegt. Damit konnte die Wirtschaft knapp der Rezession entgehen. Volkswirte sehen erste Anzeichen für eine Trendwende. Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal an einer Rezession vorbeigeschrammt. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Januar bis März um 0,2 % im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt anhand einer ersten Schätzung mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Miniwachstum von 0,1 % gerechnet. 1.2 Euroland Die EU blickt etwas skeptischer auf die Wirtschaft im Euroraum. Besonders schlecht schneidet Deutschland ab. Hier erwartet die Kommission in diesem Jahr nur noch 0,1 % Wachstum. Doch es gibt auch Hoffnung. Die EU-Kommission hat ihre Konjunkturprognose für das nächste Jahr leicht abgesenkt. Sie rechnet in der Eurozone mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,4 %. Das geht aus der heute vorgelegten Frühjahrsprognose hervor. Im Februar hatte die Kommission hier noch 1,5 % Wachstum vorhergesagt. Für das Jahr 2024 rechnet die EU mit einem Anstieg des BIP von 0,8 % in der Eurozone. Die europäische Wirtschaft habe sich Anfang 2024 deutlich erholt, was zeige, dass nach dem sehr herausfordernden Jahr 2023 nun die Wende geschafft sei, sagte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni. 1.3 Rest der Welt Die Weltwirtschaft bleibt schwach, aber resilient. Die Aussichten für die Weltkonjunktur bleiben aufgrund der weiterhin instabilen geopolitischen Lage, der restriktiven Geldpolitik und der volatilen Energiepreise eingetrübt. Aufwärtsrevisionen in den USA und Japan im Jahr 2023 sprechen für eine zunehmend heterogene Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Insgesamt bleibt die Weltwirtschaft aber resilient und sie wird im Jahr 2024 mit einem ähnlichen Expansionstempo wie im Jahr 2023 in Höhe von 2 1/2 % zulegen. Beim globalen Warenhandel ist nach der Schrumpfung im Jahr 2023 von einer Erholung im Jahr 2024 mit einem Wachstum von 1 % auszugehen. Seit Anfang des Jahres 2024 wird die weltwirtschaftliche Entwicklung weiterhin von zahlreichen Herausforderungen und Krisen geprägt. Die geopolitische Lage bleibt durch den anhaltenden russischen Angriffskrieg in der Ukraine angespannt. Der Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die Situation im Nahen Osten nachhaltig verschlechtert. Israel sieht sich einem Konflikt an mehreren Fronten mit Terrorgruppierungen wie der Hamas im Gazastreifen oder der Hisbollah aus dem Libanon gegenüber. Es könnte eine größere Eskalation in der Region drohen. Erste Auswirkungen sind bereits im internationalen Seeverkehr sichtbar. Lieferengpässe durch fragile Seewege und damit Preiserhöhungen bei den Frachtraten haben wieder zugenommen, allerdings bisher noch nicht vergleichbar zum Krisenniveau während der Coronapandemie, und es bleibt abzuwarten, wie es sich weiterentwickelt. 2. Geschäftsverlauf Bedingt durch die Corona-Pandemie hatten wir für das Geschäftsjahr 2022/2023 erhebliche negative Auswirkungen auf unsere geschäftliche Entwicklung erwartet. Diese negative Prognose ist erfreulicherweise so nicht eingetreten, sondern ganz im Gegenteil: Wir haben ein sehr gutes Betriebsergebnis erwirtschaftet. Die Entwicklung unseres Umsatzes übertraf das Vorjahresniveau wesentlich. Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 stieg der Umsatzerlös bis zum Ende des Geschäftsjahres auf 58.287 TEUR, was einem Zuwachs von 11,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich mehr Projekte abgerechnet werden als das ursprünglich erwartet und geplant wurde. Der Inlandsumsatz im Berichtsjahr betrug 34.009 TEUR. Der Auslandsumsatz blieb im Vergleich zum Vorjahr auf ähnlich hohem Niveau und betrug 24.279 TEUR, davon entfallen 11.056 TEUR auf das EU-Ausland. Konjunkturbedingt hat sich der Auftragseingang im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduziert auf 63.952 TEUR und lag damit 9,9 Prozent unter dem Vorjahrzeitraum. Wie bereits im Vorjahr konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit weiter gesteigert werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist es um 24,5 % gestiegen, während wir in unserer Vorjahresprognose nur von einer moderaten Steigerung ausgegangen sind. Diese Steigerung ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse sowie den im Vergleich zum Vorjahr verringerten Wareneinsatz zurück zu führen. Der Jahresüberschuss im Berichtsjahr betrug 4.316 TEUR (Vorjahr 3.269 TEUR). Im Wesentlichen konnte dieses sehr gute Ergebnis durch die Steigerung unseres Rohertrages realisiert werden. Die indirekte EBIT* Berechnung ermittelt sich entsprechend wie folgt (in TEUR):
* Earnings Before Interest and Taxes (Gewinn vor Zinsen und Steuern) Durch Nachbesetzungen bzw. Aufstockungen stieg der Personalaufwand im Berichtsjahr auf 19.505 TEUR (Vorjahr: 17.671 TEUR). Der Sozialaufwand, einschließlich der betrieblichen Altersversorgung, ist in den Aufwendungen für Personal enthalten. Das Unternehmen beschäftigte zum 30. September 2023 im Durchschnitt 270 Mitarbeiter (Durchschnitt Vorjahr: 254), einschließlich Auszubildende und geringfügig Beschäftigte. Zur Weiterbildung bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern ein breites Spektrum von Qualifizierungsmaßnahmen an. Diese umfassen Seminare und Trainingsprogramme. Die Themenfelder reichen von der Arbeitssicherheit bis hin zum Umweltschutz, über Rhetorik- und Führungstrainings bis hin zu berufsbegleitenden Studien sowie Sprachkursen. Für Weiterbildungsmaßnahmen wurden im Berichtsjahr 170 TEUR aufgewendet (Vorjahr: 144 TEUR). C. Darstellung der Lage 1. Vermögenslage
Das Stammkapital der Höcker Polytechnik GmbH in Höhe von 52 TEUR Euro hält Diplomkaufmann Frank Höcker zu 100 %, der damit alleiniger Gesellschafter ist. Den Beteiligungsverhältnissen entsprechen auch die Stimmrechtsverhältnisse. Die Eigenkapitalquote betrug am Ende des Berichtszeitraums 45,08 % (VJ: 45,78 %). Die Fremdkapitalquote verringerte sich leicht, von 54,22 % im Vorjahr, auf 54,12 % zum Ende des Berichtsjahres. 2. Ertragslage
Die Umsatzrentabilität bezieht sich auf die Gesamtleistung des Unternehmens. Mit der Verbesserung der Umsatzrentabilität um 1,5 %punkte liegt diese nun auf dem Durchschnittsniveau des deutschen Mittelstandes 2022 (Quelle: https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-KfW-Mittelstandspanel/KfW-Mittelstandspanel-2023-Tabellenband.pdf) Hauptursächlich für die Verbesserung der Umsatzrentabilität war der im Vergleich zum Vorjahr verringerte Wareneinsatz. Hier konnten wir von einer langsamen aber stetigen Normalisierung der Lieferketten und Einkaufsbedingungen profitieren, ohne Verkaufspreise senken gemusst zu haben. Cashflow nach DVFA
3. Finanzlage Im Rahmen unseres Finanzmanagements wird vorrangig darauf geachtet, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr nachzukommen. Zahlungsverpflichtungen gegenüber finanzierenden Banken bestehen nicht. Unsere Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in der Euro-Währung, so dass Währungsrisiken nicht bestehen. Die Finanzlage der Gesellschaft ist im Wesentlichen durch die Liquidität und seine Fähigkeiten des Kostenmanagements bestimmt. Die Gesellschaft verfügte zum 30.09.2023 über ausreichend finanzielle Mittel. Wir haben das Geschäftsjahr mit einem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten von 5.289 TEUR abgeschlossen (verglichen zum Vorjahr mit einem Bestand von 9.541 TEUR). Unsere Liquiditätsposition ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 45% der Bilanzsumme. Höcker Polytechnik hat darüber hinaus langfristige Bankverbindlichkeiten. Wesentliche Änderungen in Bezug auf Zins- oder Kreditkonditionen gegenüber dem Vorjahr hat es nicht gegeben. Die Gesellschaft verfügt weiterhin über zwei Kreditlinien. Die Gesellschaft war im Laufe des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Berichtsjahr wurden nennenswerte Investitionen getätigt. Neben Ersatzinvestitionen in unseren Maschinen- und Fuhrpark sind wesentliche Investitionen in unser neues ERP-System für Hard- und Software geflossen. 4. Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Focus auf der Entwicklung unseres Umsatzes und der Entwicklung unseres Betriebsergebnisses (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit). Der Umsatz im Berichtsjahr betrug 58.287 TEUR und ist damit um 5.824 TEUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Umsatz pro Mitarbeiter (ohne Azubis und Aushilfen) betrug im Berichtsjahr 223 TEUR und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % gestiegen. Die Umsatzrentabilität, bezogen auf die Gesamtleistung, ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 % gestiegen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr betrug 5.762 TEUR und ist damit um 1.133 TEUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Aufgrund dieser erfreulichen Entwicklung konnten wir gegenüber Wettbewerbern eine deutlich verbesserte Ertragslage ausweisen. Spezifische nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht verwendet. 5. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir weiterhin als gut ein. Unser Auftragseingang hat sich leider nicht so positiv entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr ist er signifikant gesunken. Bezogen auf den Beginn des Berichtsjahres fiel er bis zum Ende des Berichtsjahres um 9,9 %, hat aber immer noch eine erfreuliche Reichweite. Mit unserer Umsatzentwicklung im Berichtsjahr sind wir sehr zufrieden und die Vorjahresprognose wurde deutlich übertroffen. Insgesamt konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich mehr Projekte abgerechnet werden als das ursprünglich erwartet und geplant wurde. Durch die gute Umsatzsteigerung hat unser Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sehr erfreulich entwickelt. Zum Ende des Berichtsjahres lag es um 24,5 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert und hat unsere Vorjahresprognose deutlich übertroffen. Dieses sehr gute Ergebnis liegt im Wesentlichen an der erfreulichen Entwicklung unseres Rohertrages, der im Vergleich zum Vorjahr spürbar um 16,6 % gestiegen ist. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unser Debitorenmanagement versucht Forderungsausfälle zu vermeiden durch stetiges Überwachen der offenen Posten und Kreditlimitprüfungen, flankiert von einem konsequenten und feingliedrigen Mahnwesen. Anders als im Vorjahr, in dem wir keine Forderungsausfälle zu verzeichnen hatten, mussten wir in diesem Berichtsjahr nicht wesentliche Forderungen ausbuchen. Durch kurzfristige Zahlungen unserer Lieferverbindlichkeiten konnten im Berichtsjahr signifikante Skontoabzüge realisiert werden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und die Rückstellungen sind durch liquide Mittel gut gedeckt. Unser Lagerbestand an Vorräten ist ebenfalls gut bestückt. Unser Mitarbeiterstamm hat sich weiterhin erfreulich entwickelt. Die Mitarbeiterfluktuation ist sehr gering, so dass die Betriebszugehörigkeit weiterhin kontinuierlich steigt. Unser Kundenstamm wächst stetig und eine gute Kundenzufriedenheit ist gegeben. Mit unseren Lieferanten streben wir langfristige Geschäftsbeziehungen an. D. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 1.1 Risikomanagement Als international operierendes Unternehmen auf dem Gebiet des Maschinen- und Anlagenbaus ist Höcker Polytechnik einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die mit zunehmender Globalisierung und Wettbewerbsintensität größer werden. Diese Risiken sind untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden. Erschwerend kommen aktuell globale Krisenherde hinzu, die unsere Strategien und Handlungen erheblich beeinflussen und Auswirkungen auf die unternehmerischen Risiken haben. Risikomanagement ist daher notwendigerweise ein wichtiger Bestandteil aller unserer Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Dabei sind die Bereichsleiter der operativen Bereiche im Rahmen ihrer Verantwortung auch für das Risikomanagement in ihren Bereichen zuständig. Bei allen wesentlichen Entscheidungen oder Arbeitsschritten (im Folgenden Prozesse genannt) gilt das Vier-Augen-Prinzip. Unterstützt werden die Prozesse im Unternehmen dabei durch ein digitales Workflow-System. Detaillierte Organisationsanweisungen und regelmäßige interne Audits durch den Qualitätsmanagementbeauftragten sowie ein umfangreiches Programm der internen Mitarbeiterfortbildung stellen deren Einhaltung nachhaltig sicher. Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Berichts- und Kontrollmechanismen, um konkrete Risiken oder Gefahren des operativen Tagesgeschäftes rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Monatliche Berichte, inklusiv einer permanenten Liquiditätsüberwachung, melden den Bereichsleitern und der Geschäftsführung den aktuellen Geschäftsverlauf. Verbunden mit einer Abschätzung der Geschäftslage der kommenden Monate sollen Sie insbesondere die Marktentwicklung transparent machen. In regelmäßigen, bereichsübergreifenden Besprechungen findet darüber hinaus ein Informationsaustausch statt, mit dem Ziel, unternehmensübergreifende Risiken zu kommunizieren, zu quantifizieren und Lösungsansätze zu diskutieren. 1.2 Beschaffungsmarktrisiken Höcker Polytechnik ist als Projektierungs-, Handels- und Montageunternehmen dem Risiko der Verfügbarkeit insbesondere von bestimmten Anlagenkomponenten sowie Vor- und Zwischenprodukten für den Anlagenbau ausgesetzt. Um Risiken aus den Beschaffungsmärkten für die Geschäftstätigkeit und deren Ergebnisentwicklung frühzeitig zu erkennen und auf Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können, werden die betroffenen Märkte von den zuständigen Zentralbereichen und von den operativen Unternehmensbereichen laufend beobachtet. Durchweg systemische Bedarfsanforderungen, das Vier-Augen-Prinzip bei Warenanforderungen und Bestellungen ab einem bestimmten Wert sowie Plausibilitätsprüfungen sichern die Preisstabilität in Bezug auf deren Planung. Hinzu kommen grundsätzliche Preisgespräche mit Lieferanten und Neuausschreibungen der Einkaufsvolumina bei Preissteigerungen. Es werden keine Preiserhöhungen per Rundschreiben akzeptiert. Seit 2023 haben die hohe Frequenz und die teilweise absurde %uale Preiserhöhungspolitik unserer Lieferanten deutlich nachgelassen. Die Intervalle und die %uale Höhe von Preissteigerungen bewegen sich wieder auf dem Niveau aus der Vor-Corona-Zeit. Bis auf einige wenige Elektronikbauteile sind auch die Zeiten der Beschaffungskrise vorbei, so dass wir damit beginnen konnten, einige Läger wieder zurückzufahren, z. B. die Bestände der Frequenzumformer. Für 2024 gehen wir daher vorsichtig optimistisch von einer weiteren Stabilisierung aus. Zu wünschen lässt allerdings noch das Bestreben übrig, dass auch tatsächlich Preiserhöhungen und sogenannte TZ (Teuerungszuschläge) wieder zurückgenommen werden. Da herrscht branchenübergreifend eine große Einigkeit. Das im letzten Jahr befürchtete leicht steigende Preisniveau bei den für uns essenziell wichtigen verzinkten Blechen hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Wir können heute sagen, dass wir in diesem Bereich das Vor-Corona-Niveau erreicht haben und bereits Abschlüsse für die erste Hälfte 2024 tätigen konnten. Die Versorgung ist aktuell stabil und davon gehen wir auch für den weiteren Verlauf des Jahres 2024 aus. Wir können aktuell aus den Angeboten von verschiedenen Anbietern auswählen. Nicht mehr möglich ist eine exakte Vorschrift der Herstellwerke, wie das früher mal möglich war. Bislang hat das noch zu keinen Qualitätseinschränkungen geführt. Der Echtstart des ERP-Systems hatte in der ersten Jahreshälfte 2023 für den Einkauf zu größeren Problemen geführt. Wir hatten immer wieder mit systemischen Fehlern, Zuspät-Bestellungen oder Garnicht-Bestellungen zu tun und mussten viel Zeit aufwenden, diese Lücken durch hohen persönlichen Einsatz zu schließen. Es waren in weiten Teilen systemische Bestellvorschläge nicht verlässlich und alles musste von Hand noch mal manuell geprüft werden. Das hat sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit gekostet und uns in der Belieferung unserer Kunden immer wieder vor Probleme gestellt. Circa seit August 2023 ist hier eine wachsende Stabilität eingekehrt, und wir gehen nunmehr davon aus, dass uns das neue ERP-System 2024 sehr viel nutzen wird, unsere Bestände und unsere Prozesse stabilisiert und den Einkäufern den Freiraum ermöglicht, noch mehr Zeit in die Überwachung und Prüfung unserer Beschaffungsquellen zu investieren. 2024 stehen Einkauf und Fertigung unter dem Motto, mit hoher Pünktlichkeit und Vollständigkeit unsere Kunden zu bedienen und damit im Ergebnis weniger Nachlieferungen, Umplanungen und Wartezeiten ertragen zu müssen und an dieser Stelle wieder begeisterte Kunden zu haben. Im Jahr 2023 hatten wir erstmalig einen Einkäufergipfel, an dem alle Unternehmen aus der „Höcker-Familie“ teilgenommen haben (Höcker Polytechnik, Presto, DPU und Briklis), der als Erfahrungsaustausch in puncto Lieferanten, Strategien und Organisation rund um den Einkauf gedient hat. Dieser wird 2024 wieder stattfinden, mit den Schwerpunkten um Preissenkungsstrategien, Lieferantenaustauschstrategien und wieder vielen anderen Themen, die die Einkäufer noch weiter nach vorne bringen sollen. 1.3 Absatzmarktrisiken Der Großteil der Märkte, auf denen Höcker Polytechnik tätig ist, ist durch intensiven Wettbewerb geprägt, der sich insbesondere auf die erzielbaren Verkaufspreise unserer Produkte auswirkt. Um diesen Risiken des Absatzmarktes zu begegnen, ist es das strategische Ziel von Höcker Polytechnik, den Anteil konjunkturrobuster Geschäftsbereiche im Produktportfolio kontinuierlich auszubauen und in allen Tätigkeitsbereichen jeweils zu den führenden Anbietern zu zählen. Neben den etablierten Vertriebsbereichen Entstaubungstechnik Holz, Kunststoff, Metall (HKM) und Prozessabfallentsorgung Printing, Packaging & Recycling (PPR) gibt es den jüngeren, noch kleineren Bereich Oberflächentechnik (OT). Dieser wird im Jahr 2024 weiter ausgebaut und personell verstärkt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass aufgrund der angestrebten Qualitätsführerschaft bei hohem Preisniveau und der Etablierung als Marke Billiganbieter nicht als direkte Konkurrenz eingeordnet werden müssen. Weltweit verzeichnen wir aktuell immer noch eine starke Nachfrage in allen von uns bedienten Vertriebsbereichen und -kanälen, wobei die Dynamik in verschiedenen Märkten spürbar abgenommen hat. Hintergründe sind u. a. die global gestiegenen Energiepreise und lukrative Förderungsmaßnahmen des Staates, die viele Unternehmen veranlassen, in energieeffiziente Technologien zu investieren. Es ist zu erwarten, dass auch künftig staatliche Förderprogramme diese Technologien subventionieren, da es sich um einen wichtigen Baustein zur Erreichung der gesetzten CO2 -Ziele handelt. Dieses wird sich jedoch nicht unmittelbar in der Nachfrage niederschlagen, sondern sorgt lediglich dafür, dass das Marktvolumen voraussichtlich langfristig zunehmen wird. Eine Vielzahl von Projekten konnte abgeschlossen werden und das hat sich entsprechend auf den Umsatz ausgewirkt. Der Auftragseingang erlitt einen Rückgang von ca. zehn %. Dies zeigt die spürbare Beruhigung der Marktaktivität, die bereits zum Stopp einzelner Kundenprojekte geführt hat. Der Grund dafür liegt vor allem in der Beruhigung der Nachfrage bei unseren Kunden und den Kostensteigerungen nahezu aller Materialien, Komponenten und Zukaufteile. Investitionsvorhaben von Interessenten und Kunden - vor allem solche mit Neubauten - werden zunehmend häufiger auf den Prüfstand gestellt, verschoben oder gar abgesagt. Wir begegnen diesem Risiko weiterhin mit der gezielten personellen Stärkung und Neuaufstellung unseres Vertriebsbereiches Oberflächentechnik, da wir dort noch große Chancen für eine Steigerung unseres Marktanteils sehen. Des Weiteren intensivieren wir konsequent unsere Aktivitäten in Exportmärkten, unter anderem mit der Planung einer eigenen Betriebsstätte in den USA mit Produktion, Logistik und Serviceabteilung. Insgesamt gehen wir für unser Unternehmen von einer Stagnation beim Absatzwachstum aus, da damit zu rechnen ist, dass der Wettbewerb sich intensivieren wird und insbesondere Wettbewerber aus Ländern mit niedrigerem Kostenniveau und Billiganbieter zunehmend auf die von uns bedienten Märkte drängen. 1.4 Schadensrisiken Zu den Schadensrisiken gehören Haftpflicht-, Feuer- und Umweltrisiken sowie Cybercrime und Industriespionage. Für Schadensfälle haben wir neben dem entsprechenden Versicherungsschutz mit der örtlichen Feuerwehr Notfallpläne entwickelt, die regelmäßig überprüft werden. Weiterhin wurde der Brandschutzbeauftragte weitergebildet. Es besteht zudem eine vertragliche Zusammenarbeit mit einer renommierten externen Sicherheitsfachkraft. Der Versicherungsschutz wurde kontinuierlich ausgeweitet und dem Unternehmenswachstum überproportional angepasst. Für spezielle Risiken wie Betriebsunterbrechung, Elementarschäden, Umweltschäden, Cybercrime etc. wurden Spezialversicherungen abgeschlossen. Es finden jährlich Überprüfungen durch zwei voneinander unabhängige Fachmakler statt, um Deckungslücken oder Unterversicherung auszuschließen. Zusätzlich zu den genannten finanziellen Risiken entstehen durch Cybercrime auch indirekte Risiken wie Imageverlust und Umsatzrückgang in Folge einer Cyberattacke u.v.m. Diese Risiken können nicht vollständig durch eine spezielle Cybercrime-Versicherung abgedeckt werden. Um diesen Risiken zusätzlich zu begegnen, werden von der IT-Abteilung unter Hinzuziehung externer Fachleute regelmäßig alle relevanten Prozesse durchleuchtet und diese Risiken minimiert, z. B. durch den Einsatz zusätzlicher Sicherheitsmechanismen und Aktualisierung bestehender Sicherheitssysteme. User-Awareness-Schulungen wurden durchgeführt und sollen mindestens einmal jährlich wiederholt werden. Zusätzlich ist das Thema auf den jährlichen Tagungen in Form kurzer Wiederholungsvorträge in die Agenda eingebaut. 1.5 Finanzwirtschaftliche Risiken Höcker Polytechnik ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Preis-, Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. In den seltenen Fällen, in denen eine Absicherung gegen diese Risiken beabsichtigt ist, werden entsprechende Finanzinstrumente eingesetzt. Spekulative Geschäfte werden nicht durchgeführt. Zur Bewertung offener Positionen werden anerkannte Bewertungsverfahren verwendet. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgt nach internen Richtlinien und unterliegt strengen Kontrollen unter Berücksichtigung der Funktionstrennung. Aufgrund des negativen Zinsniveaus wurden Skontovereinbarungen mit Kunden sukzessive zurückgeführt. Zur Minimierung von Hinterlegungsgebühren wurden Teilsummen mittelfristig angelegt und weitere Teilsummen auf US-Dollar Festgeldkonten transferiert. Durch die enge Zusammenarbeit mit Commerzbank, Deutscher Bank, OLB und der Sparkasse Osnabrück ist eine große Unabhängigkeit von einzelnen Banken sichergestellt. 1.6 Rechtliche Risiken Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den unterschiedlichsten steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützen wir unsere Entscheidungen auf regelmäßige fachliche und rechtliche Beratung durch qualifizierte und zertifizierte Fachleute. Für die Geschäftsführung und leitende Mitarbeiter unterhält das Unternehmen Rechtsschutzversicherungen einschließlich Strafrechtschutz. 1.7 Personelle Risiken Beim Recruiting im schwierigen Bereich der Monteure haben unsere letztjährigen Maßnahmen zu guten Erfolgen geführt, so dass wir hier unseren Personalbedarf decken konnten. Bei Neubewerbungen können wir jetzt wieder noch mehr Fokus auf die Qualität der Bewerber legen. Unsere neue aufgesetzte Abteilung „HR-Management“ und die dort durchgeführten Weiterbildungsmaßnahmen haben nach unserer Einschätzung zu einer deutlich weiter angelegten Wahrnehmung unserer Arbeitgebermarke geführt. Wir werden, auch nach Aussage von Bewerbern, als ein sehr attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen. Das hat zum einen mit den vorgenannten Maßnahmen und der Mund-zu-Mund Propaganda zu tun. Das hat aber sicher auch, mit unserer von Jahr zu Jahr weiter verbesserten Infrastruktur zu tun, und den Investitionen in Immobilien und Betriebsausstattung zu tun, die von außen wahrgenommen werden. Durch die Automatisierung von Prozessen mittels digitaler Workflows in Kombination mit dem Vier-Augen-Prinzip zur Fehlervermeidung und zum Ausschluss von Veruntreuungen, wurden im Berichtszeitraum personelle Risiken weitgehend vermieden. Dem demografischen Wandel wird bereits seit Jahren durch eine umfangreiche Nachwuchsförderung und Ausbildung weit über den eigenen Bedarf hinaus Rechnung getragen. Dieses schließt auch die Mitgliedschaft im „Let’s MINT e.V.“ und die enge Kooperation mit den Schulen im Südkreis Osnabrück ein. Arbeitgebermarketing wird intensiv in sozialen Medien betrieben und durch häufige Berichterstattung in der Neuen Osnabrücker Zeitung untermauert. Der Fachkräftemangel ist zwar spürbar, so gehen zum Teil auf Stellenanzeigen weniger Bewerbungen ein. Dennoch konnte bislang jede offene Stelle zeitnah besetzt werden. Das umfassende Arbeitgebermarketing sorgt außerdem dafür, dass regelmäßig Initiativbewerbungen eingehen. E. Prognosebericht Die Terroranschläge auf Israel und der Verteidigungskrieg Israels gegen die Hamas und die Hisbollah, sowie der anhaltende russische Angriffskrieg auf die Ukraine, die immer noch schwache Entwicklung der Weltwirtschaft, die anhaltend hohen Energiepreise und auch weiterhin stattfindende Teuerungen in vielen Bereichen beeinflussen die deutsche Konjunktur derzeit negativ. Die Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens entwickelt sich aber trotzdem weiterhin recht positiv. Wir gehen aber davon aus, dass wir das sehr gute Jahresergebnis des Berichtsjahres im neuen Geschäftsjahr nicht erreichen und nur sehr moderat abschließen werden. Insgesamt sind die Erwartungen des Maschinen- und Anlagenbaus, insbesondere der Holzbearbeitungsmaschinen negativ; die Branche prognostiziert mehr oder weniger Starke Rückgänge je nach Fachgebiet. So ist der Holzrahmenbau noch verhalten optimistisch, Maschinenbauer für Küchenmöbelhersteller äußern sich skeptischer. Konkrete Branchenerwartungen für unsere Nische der Absaug- und Filteranlagen gibt es nicht, so wie es dafür auch keinen Fachverband gibt, der derartige Konjunkturprognosen vornimmt. Für unser Profitcenter „HKM“ (Holz/Kunststoff/Metall) erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 leichte Rückgänge im Auftragseingang und daraus folgend auch bei den Umsatzerlösen. Durch die stark eingebrochene Bauwirtschaft im Ein- und Zweifamilienhausbereich, aber auch im Bereich anderer Mehrfamilienhäuser, haben viele unserer Kunden in ihren jeweiligen Produktsparten deutliche Umsatz- und Auftragsrückgänge. Dies verursacht eine starke Investitionszurückhaltung. Weiterhin wird diese Zurückhaltung durch die zwischenzeitlich unterbrochenen staatlichen Fördermaßnahmen gehemmt. Die jetzt neu aufgelegten Fördermaßnahmen sind anspruchsvoller und viele Investitionsmaßnahmen, die anstehen, werden aufgrund dieser Hemmschwelle aktuell nicht erteilt und vergeben. Aufgrund dieser Marktgegebenheiten muss aus heutiger Sicht mit einem Umsatzrückgang von ca. 10 bis 15 % gerechnet werden. In den europäischen Nachbarländern besteht eine ähnliche Situation. Auch in den USA und Kanada gehen die Bestelleingänge seit Anfang 2024 zurück. Sicher geglaubte Aufträge wurden kurz vor der Erteilung wieder zurückgestellt. Auf der anderen Seite gibt es insbesondere aus den USA immer wieder unerwartete Anfragen mit Bedarfen für sofortige Realisierung ohne lange Vorlaufzeit, so dass das Übersee-Geschäft insgesamt schnelllebiger und schlechter Planbar wird. Der Auftragseingang im Profitcenter „OT“ (Oberflächentechnik) hat sich erfreulicherweise sehr gut entwickelt und weitere größere ,lang laufende Projekte stehen kurz vor dem Abschluss. Wir gehen daher im neuen Geschäftsjahr von moderatem Wachstum und für 2025/206 von einer spürbaren Umsatzsteigerung im Bereich der Oberflächentechnik/Lackerkabinen in Höhe von mindestens 20% aus. Für unser Profitcenter „PPR“ (Printing, Packaging & Recycling) erwarten wir im aktuellen Geschäftsjahr einen leichten Rückgang des Umsatzes im einstelligen Prozentbereich, nach dem letztjährigen Rekordumsatz des Unternehmens in diesem Bereich. Die Einschätzung basiert auf den bereits in Abwicklung befindlichen Aufträgen und chancenreichen Angeboten, welche kurz vor der Vergabe sind. Die Branchen Printing und Recycling sind für Höcker Polytechnik bereits seit Jahren kein ausgeprägter Wachstumsmarkt, was sich auch in diesem Geschäftsjahr wieder bestätigen wird. In der Branche Packaging, in der die Wellpappenherstellung und die Produktion von Verpackungen gebündelt sind, stagniert aktuell die Marktnachfrage aus dem europäischen Raum. Grund dafür ist eine temporäre Sättigung der Produktionskapazitäten aufgrund der vielen neu in Betrieb gegangenen Anlagen. Dabei wird die Stagnation in Deutschland und Europa durch die erfolgreiche Eroberung einiger Überseemärkte nahezu ausgeglichen. Hier sind vor allem die USA und Kanada zu nennen. Unser neues ERP-System ist zum 01.01.2023 in den Echtbetrieb gegangen und wird durch kontinuierliche Optimierung und den Einzug von KI-Tools dazu beitragen, die Abläufe unserer Geschäftsprozesse weiter spürbar zu verbessern und unsere Produktivität weiter zu steigern. Vor uns liegt ein herausforderndes Geschäftsjahr, dem wir uns mit optimierten Prozessabläufen stellen werden. F. Chancen-Management Das Unternehmen verfügt über ein umfangreiches Berichtswesen, um Chancen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Monatliche Berichte an die Geschäftsführung über die Anfrageintensität, Entwicklungen in potenziellen neuen Märkten und Geschäftserwartungen, verbunden mit einer Abschätzung der Geschäftslage der kommenden Monate, sollen insbesondere die Marktentwicklung transparent machen. Der Einsatz eines CRM-Systems mit der systematischen Erfassung aller wichtigen Aktivitäten und Kontaktdaten untermauert diesen Anspruch. Das neue ERP-System Microsoft Dynamics 365 Business Central verknüpft und optimiert sämtliche Unternehmensabläufe. Es sorgt auf diese Weise für Transparenz, aussagekräftige Kennzahlen sowie schnelle Abwicklungszeiten und fördert so unsere Produktivität. In regelmäßigen, bereichsübergreifenden Besprechungen findet darüber hinaus ein Informationsaustausch statt, mit dem Ziel, Chancen zu erkennen, zu quantifizieren und wahrzunehmen. Regelmäßige Teilnahme an Tagungen, Symposien und Veranstaltungen verschiedener Verbände und Kammern stellt dabei sicher, dass Chancen rechtzeitig erkannt werden. Im Zuge enger und härter umkämpfter Arbeitsmärkte ergeben sich Chancen aus Maßnahmen zur Personalbindung und aus gezieltem Personalmarketing. Der frühzeitig erfolgte Aufbau eigener Internet-Präsenzen sowie die Nutzung sozialer Netzwerke (Facebook, Instagram, LinkedIn, Xing) zur Kommunikation in Richtung Arbeitsmarkt und die Mitarbeit in Initiativen sowie die Mitgliedschaft im o. g. gemeinnützigen Verein zur Stärkung des Interesses an MINT-Berufen nützt diese Chancen. Höcker Polytechnik genießt als Arbeitgeber in der Region einen hervorragenden Ruf. Dies bietet die Chance, von Mitbewerbern in der Region mit einem weniger guten Ruf gut ausgebildete Mitarbeiter zu übernehmen. Die Marken Höcker Polytechnik, BrikStar, MultiStar, PaintStar und Vacumobil stehen für hohe Energieeffizienz, Qualität und Zuverlässigkeit, lange Lebensdauer und niedrige TCO (Gesamt-Lebenszykluskosten). Hieraus erwächst die Chance, höhere Preise zu erzielen als die meisten Marktbegleiter und Marktanteile zu verteidigen. Diese Chance nutzen wir bislang erfolgreich.
Hilter a.T.W., den 31.05.2024 Frank Höcker, Geschäftsführer Christian Vennemann, Geschäftsführer BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023HÖCKER POLYTECHNIK GMBH, HILTER AM TEUTOBURGER WALDAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23HÖCKER POLYTECHNIK GMBH, HILTER AM TEUTOBURGER WALDGliederung des Anhangs I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen 2. Weitere Aktivposten 3. Eigenkapital 4. Sonderposten für Investitionszuschüsse 5. Ausweis latenter Steuern 6. Rückstellungen 7. Verbindlichkeiten 8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung V. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer 2. Gesellschaftsorgane 3. Sonstiges I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in 49176 Hilter a.T.W., Borgloher Straße 1. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Osnabrück unter der Nummer HRB 110203 im Handelsregister geführt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft entsprechend § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die anfallenden Geschäftsvorfälle wurden von der Gesellschaft mit Hilfe elektronischer Datenverarbeitung erfasst. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert worden. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Firmenwert wird linear über 15 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Für die Abschreibung wird in der Regel die lineare Abschreibung gewählt und über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, jeweils vorsichtig geschätzt, abgeschrieben. Teilweise erfolgt die Abschreibung auch nach der degressiven Methode. Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden entsprechende außerplanplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Der Bestand an fertigen Erzeugnissen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten oder, soweit niedriger, zum Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse sind mit deren Herstellungskosten, die unter Berücksichtigung von Materialeinzel-, Materialgemein-, Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten, sowie die Sonderkosten der Fertigung und der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, ermittelt und bewertet worden. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt retrograd, unter zu Hilfenahme von Herstellkostenfaktoren, die aus der Relation von Kosten und Umsatz ermittelt werden. Das handelsrechtliche strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. In die Ermittlung der Herstellungskosten wurden Fremdkapitalzinsen nicht mit einbezogen. Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögengegenstände erfolgte zum Nennwert. Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert ausgewiesen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Für den nicht zurückzahlbaren Investitionszuschuss für das Anlagevermögen aus dem Investitionsprogramm „Neustart Niedersachsen“ wurde auf der Passivseite unserer Bilanz ein Sonderposten gebildet, der über die Laufzeit der begünstigten Vermögensgegenstände in den Folgejahren erfolgswirksam aufgelöst wird. Rückstellungen sind gemäß § 249 Abs. 1 HGB für Pensionen, Steuern und ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt und nach erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen für Pensionen werden pauschal mit dem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Soweit Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, sind diese mit ihrem beilzulegenden Wert (Aktivwert) von den Pensionsrückstellungen abgesetzt worden. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Gemäß § 274 HGB sind die latenten Steuern aus der bestehenden Differenz zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen zu ermitteln. Die Differenzermittlung ergab einen passiven Überhang in Höhe von 869.862,28 €, aus der sich eine zukünftige Steuerbelastung ergibt. Dieser Differenzbetrag resultiert im Wesentlichen aus den folgenden Positionen:Anlagevermögen: Die Bewertungsunterschiede im Anlagevermögen entstehen durchunterschiedliche Abschreibungsmethoden und -zeiträume, die in der Handels- und Steuerbilanz angewendet werden. Pensionsrückstellungen: Die Pensionsrückstellungen weisen aufgrund unterschiedlicher Bewertungsansätze gemäß vorliegender Gutachten Differenzen auf. Zum Bilanzstichtag wurde die Pensionsrückstellung durch ein versicherungsmathematisches Gutachten nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Als Rechnungszins wurde gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung zum Bilanzstichtag ein Zinssatz von 1,81% angesetzt. Bei Bestimmung dieses Zinses wurde die Vereinfachungsvorschrift zur Bestimmung der Restlaufzeit mit 15 Jahren genutzt. Ferner wurden eine jährliche Rentenerhöhung i.H.v. 2 % und als biometrische Rechnungsgrundlagen die Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Bezüglich der Anwartschaft auf Hinterbliebenenleistungen wurden individuelle Annahmen verwendet. Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen wurde zum Bilanzstichtag in Höhe von € 396.229,00 verrechnet (§ 246 Absatz 2 HGB). Für diesen passiven Überhang wurde eine entsprechende Rückstellung für latente Steuern gebildet, die in der Bilanz auf der Passivseite ausgewiesen wurde und spiegelt die zukünftigen Steuerverpflichtungen wider, die aus den genannten Differenzen resultieren. Für die Berechnung wurde ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Darauf entfallen dann noch die latente Körperschaftssteuer und der latente Solidaritätszuschlag. Die Höhe der Rückstellung für passive latente Steuern beträgt im Berichtsjahr 253.347,70 €. Dieser wird jährlich überprüft und entsprechend angepasst. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Das Anlagevermögen ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB mit den Bruttobeträgen im Anlagenspiegel ausgewiesen und aufgegliedert worden. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022/2023 sind im Anlagenspiegel ersichtlich. 2. Weitere Aktivposten Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind gesamtheitlich nach Fälligkeit als kurzfristig (bis zu 1 Jahr) zu betrachten. Vermerkungspflichten bestehen nicht. 3. Eigenkapital Das in voller Höhe eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 52.000,00. 4. Sonderposten für Investitionszuschüsse Nach erfolgreicher Antragsstellung erhielt das Unternehmen aus dem Investitionsprogramm „Neustart Niedersachsen“ einen nicht zurückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 249.611,20 €. Für diesen Zuschuss wurde auf der Passivseite unserer Bilanz ein Sonderposten gebildet. Bereinigt um Auflösungsbuchungen in Höhe von 40.204,00 € verbleibt zum Geschäftsjahresende ein Restsaldo von 209.407,20 €. Der Sonderposten wird über die Laufzeit der begünstigten Vermögensgegenstände in den Folgejahren weiter erfolgswirksam als „sonstiger betrieblicher Ertrag“ aufgelöst. 5. Ausweis latenter Steuern Gemäß § 274 HGB sind bestehende Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen als passive latente Steuern auszuweisen, wenn sich eine Steuerbelastung ergibt. Der passive Überhang aus der Saldierung aller aktiven und passiven latenten Steuern beträgt 253.347,70 € und wurde unter dem gesonderten Bilanzposten „Passive latente Steuern“ ausgewiesen. 6. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von insgesamt € 1.333.413,00 beziehen sich auf die Pensionszusagen der Mitarbeiter und der beiden Geschäftsführer. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung zum 30.09.2023 (Soll-Rückstellung) gebildet. Grundlegende Annahmen der Berechnung des versicherungsmathematischen Barwertes der Pensionsverpflichtung: Unterschiedsbetrag für die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB: Die Differenz zur Rückstellung für Pensionsverpflichtungen mit 7-Jahres-Durchschnittszins (1,66%) beträgt per 30.09.2023 insgesamt: € 41.412,00.
Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die voraussichtliche Steuernachzahlung zur Gewerbesteuer aufgrund der Veranlagung 2023. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt 4.782.928,81 € (VJ: 4.053.514,95 €) setzen sich wie folgt zusammen:
Gewährleistungsrückstellungen wurden für Einzelrisiken und als pauschale Garantierisiken (Serienfehler) gebildet. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Anzahlungen, Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten sind gesamtheitlich nach Fälligkeit als kurzfristig (bis zu 1 Jahr) zu betrachten. Vermerkungspflichten bestehen nicht. Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Waren. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zur Absicherung von laufenden Verpflichtungen aus flexiblen Arbeitszeitkonten wurde ein Sammelpfandrecht an einem bei der Sparkasse Osnabrück eingerichteten Treuhandkonto vereinbart. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.225.321,37 €. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert worden (§ 275 Abs. 2 HGB). Der Umsatzerlös in Höhe von 58.287.374 € gliedert sich geografisch wie folgt auf:
V. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen insgesamt 270 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 254), davon 159 (Vorjahr: 148) Angestellte und 111 (Vorjahr: 106) gewerbliche Arbeitnehmer. 2. Gesellschaftsorgane Die Geschäftsführer der Gesellschaft sind: a) Herr Dipl.-Kfm. Frank Höcker, Osnabrück b) Herr Industriefachwirt Christian Vennemann, Bad Laer Herr Höcker ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Herr Vennemann vertritt die Gesellschaft gemeinsam mit einem weiteren Geschäftsführer oder mit einem Prokuristen. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9a HGB. 3. Sonstiges Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 4.315.753,25 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. Für die Besteuerung ist das Finanzamt Osnabrück-Land zuständig. Die Steuerveranlagungen sind bis einschließlich 2023 durchgeführt. Die Gesellschaft hält eine Beteiligung an einer Gesellschaft in Russland (OOO HÖCKER Polytechnik & Presto Pressen). Die Beteiligungsquote beträgt 80%. Im Abschluss 31.12.2023 erzielte die russische Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 18.210,00 €. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Abschlussstichtag 1.155.511 €. Die Gesellschaft hält eine Beteiligung an einer Gesellschaft in Polen (Austrowaren Polska sp.zo.o). Die Beteiligungsquote beträgt 95%. Im Abschluss 31.12.2023 erzielte die polnische Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 151.210,84 €. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Abschlussstichtag 174.232,41 €. Das für das Geschäftsjahr 2022/2023 berechnete Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:
Hilter a.T.W., den 31.05.2024 Frank Höcker, Geschäftsführer Christian Vennemann, Geschäftsführer
Bestätigungsvermerk„Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Höcker Polytechnik GmbH, Hilter am Teutoburger Wald: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Höcker Polytechnik GmbH, Hilter am Teutoburger Wald, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Höcker Polytechnik GmbH, Hilter, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 10. Oktober 2024 Rödl & Partner GmbH gez. Schumacher, Wirtschaftsprüfer gez. Borowski, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 11. Oktober 2024 festgestellt. |
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