Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 25901
Eingetragen
16.7.2018
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die einrichtungsübergreifende Koordination, Bündelung und Beschaffung von Gegenständen (insbesondere Investitionsgüter, Verbrauchsgüter und pharmazeutische Erzeugnisse) und Dienstleistungen (insbesondere Verbrauchssteuerung und Artikelstandardisierung) aller Art, für Krankenhauseinrichtungen und sonstige Einrichtungen im Gesundheitswesen. Ferner die Vermittlung und Bündelung von Einkaufsmodalitäten und Einkaufskonditionen für Dritte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tim Marcel Kühn
seit 6.8.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

AMEOS Klinikum Alfeld GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AMEOS Klinikum Alfeld GmbH

Alfeld

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Der vorliegende Konzernlagebericht wurde gemäß § 289 und § 315 Handelsgesetzbuch (HGB) sowie nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS) 20 erstellt.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2020 ist vom weltweiten Ausbruch der Covid-19-Pandemie gezeichnet, die zu einer weltweit sinkenden Wirtschaftsleistung und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit führte. Das soziale und wirtschaftliche Leben wurde durch angeordnete Massenquarantänen, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen in vielen Ländern weitgehend heruntergefahren.

Die Covid-19-Pandemie hat zu einer der schwersten Rezessionen der Nachkriegszeit geführt. Nach einem tiefen Einbruch der Wirtschaftsleistung in zweiten Quartal 2020, setzte eine weltweite Erholung über den Sommer ein. Stark ansteigende Infektionszahlen im Herbst 2020 veranlassten viele Länder einen zweiten Lockdown über das Jahresende 2020 hinaus zu verhängen. Eine wirtschaftliche Erholung wird erst nach dem Abklingen der zweiten Infektionswelle in 2021 erwartet.

Gemäß der Herbstprojektion der deutschen Bundesregierung wird für das Wirtschaftsjahr 2020 ein Rückgang des Bruttoinlandproduktes in Höhe von preisbereinigt 5,5 % 1 erwartet. Die deutsche Arbeitslosenquote ist im November 2020 auf 5,9 % 2 angestiegen und Verbraucherpreise sind im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,3 % 3 gesunken. Im 2. Quartal 2020 ist ein Nominallohnrückgang von 4,0 % zu verzeichnen 4 .

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Gesundheitssektor zählt zu den weltweit bedeutendsten Wirtschaftszweigen, der sich im Vergleich zu anderen Branchen unabhängig von den konjunkturellen Schwankungen stabil entwickelt. Die Lebenserwartung in Deutschland erhöht sich seit Jahren kontinuierlich. Nach den auf die aktuellen Sterblichkeitsverhältnisse bezogenen Periodensterbetafeln beträgt die Lebenserwartung für neugeborene Jungen 79 Jahre und 83 Jahren für neugeborene Mädchen. Auch für ältere Menschen ist die Lebenserwartung gestiegen. So beläuft sich die fernere Lebenserwartung von 65-jährigen Männern auf 18, und für 65-jährige Frauen auf ca. 21 Jahre. 5 Die Gründe dafür sind bessere medizinische Versorgung, das zunehmende Gesundheitsbewusstsein sowie der medizinisch-technische Fortschritt. Durch den zunehmenden Bedarf an medizinischer Versorgung, aufgrund der stetig alternden Gesellschaft, sowie wachsender Zahl der chronisch kranken Patienten steigen die Gesundheitsausgaben in Deutschland anhaltend an. Im Jahr 2019 stiegen die Ausgaben um 4,3 % (Vorjahr 3,1 %) gegenüber dem Vorjahr auf 407,4 Mrd. €. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag damit bei 11,8 %. 6 Die Gesamtkosten der Krankenhäuser beliefen sich 2018 auf 108,9 Milliarden € (Vorjahr: 105,7 Milliarden €), wobei mit rund 93,5 Milliarden € (Vorjahr: 91,3 Milliarden €) ca. 86 % auf die stationären Krankenhausversorgung entfallen. 7

Um das Gesundheitswesen und die Pflege bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie zu unterstützen wurde am 27. März 2020 das "COVID19-Krankenhausentlastungsgesetz" verabschiedet. Ziel ist es die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für die Krankenhäuser und Vertragsärzte aufzufangen:

Krankenhäuser erhalten einen finanziellen Ausgleich für verschobene planbare Operationen und Behandlungen, um Kapazitäten für die Behandlung von Patienten mit einer SARS-CoV-2 Infektion frei zu halten

Krankenhäuser erhalten einen Bonus von 50.000 € für jedes Intensivbett, das zusätzlich geschaffen wird

Zeitlich befristet erhalten Krankenhäuser ein Zuschlag je Patienten von 50 € bzw. 100 € für die Mehrkosten bei persönlichen Schutzausrüstungen

Zur Verbesserung der Liquidität der Kliniken wird der "vorläufige Pflegeentgeltwert" wird auf 185 € erhöht sowie die Zahlungsfrist der Kostenträger auf 5 Tage zeitlich begrenzt verkürzt

Die Rechnungsprüfung durch den Medizinischen Dienst wird zur Entlastung der Krankenhäuser umfassend erleichtert, der Fixkostendegressionsabschlag für das Jahr 2020 ausgesetzt und mehr Flexibilität bei den Erlösausgleichen eingeräumt

Vorsorge- und Rehabilitationskliniken können unter bestimmten Voraussetzungen zur Entlastung der Kliniken Krankenhausleistungen erbringen und erhalten für einen befristeten Zeitraum einen anteiligen finanziellen Ausgleich für nicht belegte Betten (als Folge der verschobenen planbaren Operationen in Krankenhäusern und somit verschobenen Anschlussbehandlungen in den Vorsorge- und Rehabilitationskliniken) 8

1. Grundlagen des Unternehmens

Die AMEOS Gruppe zählt zu den führenden Gesundheitsdienstleistern im deutschsprachigen Raum. Die Gruppe mit Sitz in Zürich wurde 2002 gegründet. Sie ist spezialisiert auf die Übernahme von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen, für die sie langfristige Perspektiven entwickelt.

Die AMEOS Einrichtungen verbinden hochwertige medizinische und pflegerische Leistungen mit Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit. Sie bieten der gesamten Bevölkerung eine umfassende Versorgung in regionalen Netzwerken. AMEOS verbindet Angebote unterschiedlicher Versorgungsbereiche (Somatik, Psychiatrie, Pflege, Eingliederung und Reha) und verschiedener Versorgungsstufen (stationär, teilstationär, ambulant). Dieses integrierte Leistungsangebot ist eine Kernkompetenz von AMEOS.

AMEOS Klinika

Die somatischen AMEOS Klinika bieten als allgemeine Akutkrankenhäuser ein diversifiziertes Angebot an konservativen und operativen Leistungen, ergänzt durch überregionale Schwerpunkte.

Die Marktsituation im somatischen Bereich ist differenziert zu betrachten. Einerseits führen die demographische Entwicklung sowie der medizinisch-technische Fortschritt zu einer nachhaltigen Nachfragesteigerung, andererseits wächst als Folge des gesamtwirtschaftlichen Umfelds der Kostendruck durch die Gesetzliche Krankenversicherung, welcher durch die regulatorischen Aktivitäten des Gesetzgebers noch verstärkt wird.

Gemäß den Vorgaben des Krankenhausentgeltgesetzes (KHEntgG) veröffentlicht das Statistische Bundesamt jährlich den Orientierungswert für Krankenhäuser. Dieser Wert soll die durchschnittliche prozentuale Veränderung der Krankenhauskosten im Personal- und Sachkostenbereich in den vorangegangenen zwei Halbjahren wiedergeben und ist für das Folgejahr maßgeblich. Für 2020 wurde der Orientierungswert mit 2,60 % 9 berechnet und liegt somit unter dem Vorjahreswert in Höhe von 2,99 % 10 . Der Anstieg der Nominallöhne des Gesundheits- und Sozialwesens lag im Vergleich dazu im 2. Quartal 2020 bei 1,7 % und im 3. Quartal 2020 bei 3,0 %. 11

Mit dem Ziel der Qualitätssteigerung in der Krankenhausversorgung und die Erhöhung der Anzahl der Pflegekräfte im Krankenhaus trat 2016 das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) in Kraft. Schwerpunkte des Gesetzes sind u.a. die Einrichtung eines Pflegestellen-Förderprogramms, die Umwandlung des Versorgungszuschlages in einen Pflegezuschlag, die Erweiterung und Fortführung des Hygieneförderprogramms, Einführung von Qualitätszu- und -abschlägen und die Neuausrichtung der Mengensteuerung. 12

Im November 2018 wurde das Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals (Pflegepersonal-Stärkungsgesetz - PpSG) sowie die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) erlassen. Die vom Bundesministerium für Gesundheit verfolgten Ziele sind die zeitnahe und spürbare Entlastung der Pflegekräfte durch bessere Personalausstattung und bessere Arbeitsbedingungen (PpSG) und die Sicherung des Patientenschutzes und der Qualität der pflegerischen Leistung (PpUGV). 13

Die wesentlichen Punkte des Gesetzes sind:

die Fortführung des Pflegezuschlages in 2019,

die Verbesserung der Ausbildungsfinanzierung,

die Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus dem DRG-System (Fallpauschalen) in ein neues Vergütungssystem (Pflegelastkatalog),

die Festlegung von Pflegepersonaluntergrenzen für pflegeintensive Bereiche in 2019 und

weitere Krankenhausbereiche ab 2020 (auf Grund der COVID-19-Pandemie in 2020 zeitlich ausgesetzt) und

die Reduzierung der Verjährung von wechselseitigen Forderungen ab dem 01.01.2019 von vier auf zwei Jahren. 14

Zum 1. Januar 2020 ist das "Gesetz für bessere und unabhängigere Prüfungen" (MDK-Reformgesetz) in Kraft getreten. Die Medizinischen Dienste sollen durch das Gesetz gestärkt und unabhängiger von den Krankenkassen organisiert werden. Das zweite große Anliegen des Gesetzgebers ist die Reform der Krankenhausabrechnungsprüfung. Bestimmte Anreize, wie variable Prüfquoten und Aufschläge auf den Erstattungsbetrag, sollen die Kliniken künftig stärker anhalten, korrekt abzurechnen. Außerdem sollen strittige Kodier- und Abrechnungsfragen systematisch geklärt und reduziert werden. Das MDK-Reformgesetz ist zwar zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten, im Gesetz ist jedoch ein Umsetzungsprozess von etwa zwei Jahren vorgesehen. 15

Das Management der AMEOS Gruppe steht den neuen gesetzlichen Regelungen sehr kritisch gegenüber. Gleichwohl sieht sich AMEOS aufgrund der langjährigen Expertise in den Bereichen Prozessoptimierung und Leistungsentwicklung auch für diese Herausforderungen in der Zukunft gut gerüstet.

Die psychiatrischen AMEOS Klinika bieten das gesamte Versorgungsspektrum der stationären, teilstationären und ambulanten Psychiatrie und Psychotherapie. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Forensische Psychiatrie und Psychotherapie.

Die psychiatrischen Akutkrankenhäuser agieren in einem ambivalenten Umfeld. Einerseits führt der Ansatz "ambulant vor stationär" und damit verbunden die wohnortnahe Versorgung vermehrt zu einer Verlagerung von stationären Leistungen in den ambulanten Bereich. Andererseits steigt die Nachfrage nach akutstationären Leistungen, begünstigt durch den offeneren gesellschaftlichen Umgang mit psychiatrischen Krankheiten. Die demographische Entwicklung führt zudem zu einer ständig steigenden Nachfrage in der Gerontopsychiatrie.

Mit dem Gesetz zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (Psych-Entgeltgesetz - PsychEntgG) wurde ab 2013 ein neuer Ordnungsrahmen für die Krankenhaus-Psychiatrie in Deutschland geschaffen.

Die bis dato mit jeder Klinik individuell ausgehandelten kostenorientierten Budgets mit abteilungsbezogenen Tagespflegesätzen sollten ursprünglich, ähnlich der Somatik, auf Landesbasisentgeltwerte umgestellt werden.

Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) 16 wurde im November 2016 das Ziel der einheitlichen Preise auf Landesebene zugunsten krankenhausindividueller Budgets mit Abrechnung der einzelnen Aufenthalte über krankenhausindividuelle Basisentgelte (tagesbezogene Pauschalen gemäß PEPP-Entgeltkatalog) aufgegeben.

Weiterhin wurde durch die Einführung der Psychiatrie und Psychosomatik-Richtlinie zur Personalausstattung ein neues Personalbemessungsinstrument ab 1. Januar 2020 eingeführt, welches die bisherige Ermittlung auf Basis der Psychiatrie-Personalverordnung ablöst. Darüber hinaus verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, die krankenhausindividuellen Budgets durch Krankenhausvergleiche einander anzupassen. Diese sollen als bundesweiter Leistungsvergleich unter Berücksichtigung der strukturellen und regionalen Besonderheiten sowie Angaben zur Personalausstattung der Häuser ausgestaltet werden.

AMEOS ist auf diese Veränderungen vorbereitet und entschlossen, die sich in diesem dynamischen Wettbewerbsumfeld ergebenden Wachstumspotenziale zu nutzen.

AMEOS Pflege- und Eingliederungseinrichtungen

Die AMEOS Pflegehäuser bieten eine umfassende Versorgung im Rahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Neben den allgemeinen Pflegehäusern betreibt AMEOS zahlreiche psychiatrische und gerontopsychiatrische Fachpflegeeinrichtungen, die spezialisierte Pflegeleistungen anbieten und sowohl die somatische wie die psychiatrische Akutversorgung ergänzen.

Der Bedarf an Pflegeleistungen steigt kontinuierlich an, da sich der demographische Wandel, der sowohl auf sinkenden Geburtenzahlen als auch auf einer stetig steigenden Lebenserwartung beruht, fortsetzt. Demzufolge wird sich die Bevölkerung in der Altersstruktur nachhaltig verändern und absolut schrumpfen. Während die Einwohnerzahl Deutschlands im Jahr 2019 bei 83,2 Millionen lag, gehen aktuelle Schätzungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung davon aus, dass die Bevölkerung im Jahr 2060 je nach demografischen Faktoren eher zwischen 74 und 84 Millionen liegen wird. 17 18 Der Anteil der Bürger, die 67 Jahre oder älter sind, wird dabei jedoch signifikant steigen. Während 2018 15,9 Millionen Menschen über 67 Jahre in Deutschland lebten, werden für das Jahr 2039 21 Millionen Menschen prognostiziert. Die Zahl der Menschen im Alter ab 80 Jahren wird von 5,4 Millionen im Jahr 2018 auf 8,9 bis 10,5 Millionen im Jahr 2050 ansteigen. 19

Mit dem Ziel der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen sowie der Betreuung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen wurden die deutschen Pflegestärkungsgesetze I - III erlassen, die 2015 bis 2017 in Kraft traten.

Das erste Pflegestärkungsgesetz zielte auf die Ausweitung des Leistungsangebotes für Pflegebedürftige und deren Angehörige sowie die Erhöhung der Zahl der Betreuungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen. Das zweite Pflegestärkungsgesetz führte einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff (Ersatz der drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade) sowie ein neues Begutachtungsverfahren ein mit dem Ziel der verbesserten fachlichen und individuellen Begutachtung von geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen. Das dritte Pflegestärkungsgesetz konkretisierte die Handlungsanweisungen und Zuständigkeiten des zweiten Pflegestärkungsgesetzes. 20

Das gesellschaftspolitische Interesse einer angemessenen Vergütung für Pflegefachkräfte spiegelt sind in der Festsetzung eines branchenspezifischen Mindestentgelts durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wider 21 . Für die Pflegebranche wird jährlich ein Pflegemindestlohn 22 festgelegt, der über dem gesetzlichen Mindestlohn 23 liegt 24 25 .

Durch die Pflegestärkungsgesetze und dem demografischen Wandel wird weiterhin mit steigenden Patientenzahlen in der ambulanten und stationären Pflege gerechnet. Demgegenüber steht die Herausforderung den steigenden Bedarf an qualifizierten Pflegekräften zu decken.

Seit vielen Jahren bereits betreibt AMEOS sehr erfolgreich eine Vielzahl von Pflegeschulen und ist daher in der Lage einen großen Teil des Bedarfs an Pflegekräften mit Absolventen dieser Schulen zu decken.

Die AMEOS Eingliederungseinrichtungen bieten insbesondere geistig behinderten und psychisch kranken Menschen personenzentrierte und wohnortnahe Hilfen mit dem Ziel der dauerhaften Eingliederung in die Gesellschaft.

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Eingliederungsleistungen stetig gewachsen und wird aufgrund der vorgenannten gesellschaftlichen Entwicklungen auch zukünftig zunehmen.

Die Eingliederungshilfe erfordert spezifisches Know-how und eigens geschultes Personal. Um in diesem Bereich auch in der Zukunft weiter wachsen zu können, hat AMEOS bereits in der Vergangenheit auf die demographischen Veränderungen reagiert. Die Kapazitäten wurden frühzeitig erweitert, um Versorgungslücken in den AMEOS Regionen schließen zu können.

Die AMEOS Rehabilitationseinrichtungen bieten Versorgungen im onkologischen Bereich sowie in der Abhängigkeitsentwöhnung. Im onkologischen Bereich werden bösartige Tumorerkrankungen behandelt sowie Rehabilitationen durchgeführt. Für Menschen mit einer Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit bietet AMEOS ein therapeutisches Angebot, dass das gesamte Behandlungsspektrum vom ersten Beratungskontakt über Entzug und Entwöhnung bis zur Nachsorge und Adaption umfasst.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Geschäftsverlauf

Trotz der nachwievor herausfordernden Rahmenbedingungen im Gesundheitssektor konnte im Geschäftsjahr 2020 eine Ergebnisverbesserung erzielt werden. Diese Verbesserung spiegelt sich im Jahresergebnis in Höhe von 3.426 T€ (Vorjahr: 798 T€) wider. Maßgeblich dazu beigetragen haben die gestiegenen Umsatzerlöse in Höhe von 95.590 T€ (Vorjahr: 75.801 T€). Diese Steigerung ist im Wesentlichen auf den erstmalig ganzjährigen Einbezug der AMEOS Klinikum Bad Salzuflen GmbH & Co. KG sowie den Anstieg der COVID-19-bedingten innerhalb der AMEOS Gruppe erbrachten Leistungen der KH Labor GmbH.

Abweichend von der Prognose im Vorjahr sind die Ergebnisse im Bereich der tertiären Leistungen, mit Ausnahme der KH Labor GmbH, insgesamt rückläufig. Im Krankenhausbereich sind die erwarteten Rückgänge der Fallzahlen bzw. Berechnungstage eingetreten.

In den Unternehmensbereichen haben sich die Leistungen wie folgt entwickelt:

AMEOS Somatik 2020 2019 Veränderung %
Betten 125 125 0 0,0
Fallzahl 4.187 5.335 -1.148 -21,5%
AMEOS Psychiatrie 2020 2019 Veränderung %
Betten/Plätze 131 131 0 0
Berechnungstage 33.082 40.759 -7.677 -18,8

2.2. Ertragslage

Der Konzern sieht sich mit seiner Strategie und Fokussierung auf den Aufbau neuer und den Ausbau bestehender Versorgungsfelder gut aufgestellt und rechnet weiterhin langfristig mit einer positiven Entwicklung der Ertragslage.

Die Umsatzerlöse betragen 95.590 T€ (Vorjahr: 75.801 T€).

Die Personalaufwandsquote beträgt 44,1 % (Vorjahr: 45,5 %).

Die Materialaufwandsquote beträgt 43,9 % (Vorjahr: 44,5 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 13.754 T€ (Vorjahr: 10.004 T€).

Das Jahresergebnis beträgt 3.426 T€ (Vorjahr: 798 T€).

2.3. Finanzlage

Eine ausreichende Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gegeben und die Zahlungsverpflichtungen wurden fristgerecht erfüllt.

2.4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 4.965 T€ auf 58.709 T€ gestiegen.

Die Bilanzsumme verteilt sich mit 53,1 % (Vorjahr: 62,8 %) auf das Anlagevermögen, mit 44,7 % (Vorjahr: 37,2 %) auf das Umlaufvermögen, sowie mit 0,1 % (Vorjahr: 0,2 %) auf die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und 2,2 % (Vorjahr: 2,0 %) auf latente Steuern.

Die Eigenmittelquote (Eigenkapital + Sonderposten aus Investitionsförderung + Gesellschafterdarlehen) beträgt 19,3 % (Vorjahr: 18,3 %).

Der Anlagendeckungsgrad (Eigenmittel + langfristiges Fremdkapital) beträgt 65,8 % (Vorjahr: 58,6 %).

Die Investitionen belaufen sich im Berichtszeitraum auf 2.374 T€ (Vorjahr: 2.206 T€). Investitionen in das Anlagevermögen des Konzerns durch Änderungen des Konsolidierungskreises erfolgten in Höhe von 18 T€ (Vorjahr: 29.713 T€).

3. Prognosebericht

Die Rahmenbedingungen in 2021 und den Folgejahren stellen sich weiterhin herausfordernd dar. Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens geht jedoch davon aus, dass die wirtschaftliche Situation des Konzerns nachhaltig verbessert werden kann. Die bereits in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenreduktion und Veränderungen der medizinischen Ausrichtungen der Fachabteilungen in den AMEOS Klinika in Alfeld und Bad Salzuflen werden kontinuierlich und stringent fortgeführt. Trotz der immer noch anhaltenden Unsicherheiten durch die COVID-19-Pandemie wird von einer moderaten Erholung der Fallzahlen in 2021 ausgegangen bei einem moderaten Anstieg der Personal- und Sachaufwendungen. Aufgrund des geplanten Wegfalls der Unterstützungsleistung des Staates über das KHEntlG wird jedoch von einem Rückgang des Jahresergebnisses ausgegangen.

Die weitere Entwicklung der Pandemie wird einen großen Einfluss auf das Wirtschaftsjahr 2022 nehmen. Das Pandemiegeschehen hat weitgreifende Auswirkungen auf die Inanspruchnahme und damit auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft. Trotz der immer noch anhaltenden Unsicherheiten durch die COVID-19-Pandemie wird von einer Erholung der Fallzahlen, dies jedoch unter den Leistungszahlen der Zeit vor Beginn der Pandemie, in 2022 ausgegangen bei gleichzeitiger Stagnation der Personal- und Sachaufwendungen. Dies führt 2022 zu einem leichten Anstieg des Jahresergebnisses in den Krankenhäusern.

Im Bereich der tertiären Leistungen, dem zweiten Standbein des Konzerns, wurde 2021 eine leichte Steigerung des Jahresergebnisses erzielt. Für 2022 wird, obwohl dieser Bereich auch von der Entwicklung der Krankenhäuser abhängt, aufgrund der Weiterentwicklung der AMEOS Gruppe ebenfalls eine leichte Steigerung des Jahresergebnisses erwartet.

Insgesamt eröffnen sich weitere Wachstums- und Ertragssteigerungspotenziale, welche die Gesellschaft bestmöglich nutzen wird. Dazu werden die bestehenden Prozesse und Strukturen beständig optimiert und an die Veränderungen im Gesundheitssektor angepasst.

Zentrale Erfolgsfaktoren sind hierbei die Innovationskraft, das Leistungsangebot nachfragegerecht auszubauen und weiterzuentwickeln, die Führungskraft, Reorganisation zur Optimierung der Prozesse und Strukturen zeitnah umzusetzen sowie die notwendigen Investitionen auch größeren Umfangs kurzfristig zu tätigen.

In der Prognose wurden, die zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bekannten Informationen und Ereignisse berücksichtigt, die den Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung entsprechen.

Aufgrund des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine können zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses negative zukünftige Einflüsse auf die Ertragslage nicht ausgeschlossen werden. Auswirkungen auf die Gesellschaft können sich beispielsweise aufgrund von gestiegenen Rohstoffpreisen sowie Störungen von Lieferketten und Logistik ergeben.

4. Chancen- und Risikobericht

Die verwendeten Instrumente zur Risikofrüherkennung sind Monatsabschlüsse und deren Kommentierung, die die Aufwands- und Ertragslage darstellen. Weitere Berichte beinhalten Statistiken zur Auslastung und Belegung der vorhandenen Betten. Damit wurden in geeigneter Form erforderliche Maßnahmen getroffen, um mögliche Risiken aus dem operativen Geschäft frühzeitig erkennen und rechtzeitig geeignete Schritte einleiten zu können.

Chancen:

Das Chancenmanagement des Konzerns hat zum Ziel, Chancen frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Maßnahmen anzustoßen, damit Chancen wahrgenommen werden und zu einem nachhaltigen Geschäftserfolg führen.

Organische Wachstumschancen evaluiert der Konzern gezielt im Rahmen seiner jährlichen Mehrjahresplanung.

Die Nutzung von AMEOS Gruppenverträgen eröffnet die Möglichkeit, Leistungen zukünftig kostengünstig beziehen zu können. Unterstützt durch entsprechende Neu- und Umstrukturierungen wird auf diesem Wege eine weitere Reduzierung von Sachkosten angestrebt.

Die AMEOS Klinikum Alfeld GmbH verfügt in den Bereichen Geriatrie, Palliativmedizin, im Qualifizierten Entzug sowie der Multimodalen Schmerztherapie über einmalige Angebote im Vergleich zu den direkten Mitbewerbern. Der Bereich der Multimodalen Schmerztherapie soll in 2021 um 8 Betten erweitert werden. Außerdem ist geplant, die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen Unfallchirurgie und Geriatrie durch die Gründung eines Alterstraumatologischen Zentrums (ATZ) weiter zu intensivieren und sich somit auch weiterhin in diesem Bereich von den Wettbewerbern deutlich abzuheben.

Aufgrund der stetig wachsen Anzahl von Gesellschaften der AMEOS Gruppe und das weiterhin geplante anorganische Wachstum der Gruppe zeichnen sich für die Dienstleistungsgesellschaften des Konzerns weitere Wachstumschancen ab. Gleichzeitig sieht die Geschäftsführung weitere Chancen in der Weiterführung der Insourcing-Strategien und den damit verbundenen Einsparungen bei den Fremdleistungen sowie der Weiterentwicklung der Geschäftszweige Architektur, Energiemanagement und der Cafeteriakonzepte.

Risiken:

Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem. Die verwendeten Instrumente zur Risikofrüherkennung sind insbesondere Monatsberichte, welche die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auf Konzern- und Einrichtungsebene zutreffend abbilden.

Weitere Berichte zur frühzeitigen Erkennung von Risiken umfassen die Liquiditätssituation und die Auslastung der Einrichtungen, so dass die Geschäftsführung anhand der eingesetzten Instrumente und Berichte umfassend informiert ist und frühzeitig bei auftretenden Fehlentwicklungen und Risiken gegensteuern kann.

Die Risiken durch Forderungsausfälle sind aufgrund der Forderungsstruktur - überwiegend Forderungen gegenüber öffentlich-rechtlichen Sozialleistungsträgern bzw. Krankenkassen, die untereinander durch ein Subsidiaritätsprinzip verbunden sind - als gering einzustufen.

Aufgrund des weiterhin schwierigen Wettbewerbsumfeldes im Gesundheitssektor sieht der Konzern weiterhin Risiken in den steigenden Preisen bei Verbrauchsmaterialien und Energiekosten sowie dem Anstieg der Tarifgehälter.

Im medizinischen Bereich werden durch die stringente Einhaltung der internen Behandlungs- und Pflegestandards bestehende Risiken frühzeitig erkannt bzw. minimiert.

Im Bereich der Dienstleistungen besteht das Risiko hauptsächlich in der Akquise von qualifiziertem Personal zur Sicherstellung der Dienstleistungserbringung. Während für die infrastrukturellen Dienstleistungen ausreichend Personal am Arbeitsmarkt verfügbar ist, zeichnet sich im Bereich der höher qualifizierten Arbeitnehmer erhöhte Konkurrenz zu Hotellerie, Gastronomie, Industrie und Handwerk ab. Sollten vakante Stellen nicht rechtzeitig besetzt werden können, muss der Konzern zur Sicherstellung seiner Dienstleistungen auf Fremdleistungen zurückgreifen.

Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Aufgrund der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung im deutschsprachigen Raum und der fortlaufenden Modernisierung und Erneuerung der medizinischen Infrastruktur in den AMEOS Einrichtungen sieht sich der Konzern für die zukünftigen Chancen und Risiken gut gerüstet.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im Bereich der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht für die Gesellschaft die Möglichkeit sich bis zu einer nicht ausgeschöpften vereinbarten Kreditlinie über das Cash Pooling innerhalb der AMEOS Gruppe zu finanzieren.

Aufgrund des Tätigkeitsspektrums im Euro-Raum bestehen keine Währungsrisiken, die einer Absicherung bedürfen.

 

21. März 2022

Die Geschäftsführung

Martin Stein

Michael Schmitt

1 Vgl. Herbstprojektion der Bundesregierung vom 30. Oktober 2020.
2 Vgl. Statistisches Bundesamt, Arbeitslosenquote Deutschland, Dezember 2020.
3 Vgl. Statistisches Bundesamt, Verbraucherpreisindex für Deutschland, Dezember 2020.
4 Vgl. Statistisches Bundesamt, Entwicklung der Nominallöhne 2. Quartal 2020, Januar 2021.
5 Vgl. Statistisches Bundesamt, Sterbefälle und Lebenserwartung, 29. September 2020.
6 Vgl. Statistisches Bundesamt, Gesundheitsausgaben, 12. Mai 2020.
7 Vgl. Statisches Bundesamt, Gesundheit, Kostennachweis der Krankenhäuser, 11. September 2020.
8 Vgl. Bundesgesundheitsministerium, Pressemitteilung "Bundesrat stimmt Gesetzespaketen zur Unterstützung des Gesundheitswesens bei der Bewältigung der Corona-Epidemie zu", 27. März 2020.
9 Vgl. Statistisches Bundesamt, Orientierungswert für Krankenhäuser 2019, 30. September 2020.
10 Vgl. Statistisches Bundesamt, Orientierungswert für Krankenhäuser 2019, 30. September 2019.
11 Vgl. Statistisches Bundesamt, Verdienste und Arbeitskosten, Reallohnindex und Nominallohnindex, 20. Dezember 2019.
12 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit 2018, Krankenhausstrukturgesetz.
13 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit 2018, Sofortprogramm Pflege und Pflegepersonaluntergrenzen.
14 Vgl. §109 SGB V Abs. 5
15 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit, Pressemitteilung - Bundestag beschließt MDK-Reformgesetz, 7. November 2019.
16 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit, Neuregelungen im Jahr 2017¸PsychVVG, Dezember 2018.
17 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 223, 19. Juni 2020.
18 Vgl. Statistisches Bundesamt: 14. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung-Basis 2018.
19 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 242, 27. Juni 2019.
20 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit, Pflegestärkungsgesetz.
21 Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Mindestlohn in der Pflege, Juli 2018.
22 Pflegemindestlohn pro Stunde: Alte Bundesländer inkl. Berlin - 2020: 11,60 €; neue Bundesländer - 2020: 11,20 €; bundeseinheitlich ab 09/ 2021 12 €, ab 04/ 2022: 12,55 €
23 Gesetzlicher Mindestlohn pro Stunde - 2020: 9,35 €, 2021: 9,50 €/9,60 €, 2022: 9,82 €/ 10,45 €
24 Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Pressemitteilung vom 28. Oktober 2020 - Mindestlohn steigt.
25 Vgl. Arbeitgeberverband Pflege, Pressemitteilung vom 26. Juni 2020 - der neue Mindestlohn in der Altenpflege

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
T€
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 734.180 770
2. Geschäfts- oder Firmenwert 21.269.644 23.657
  22.003.824 24.427
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.563.620 2.859
2. technische Anlagen und Maschinen 1.206.381 999
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.020.042 3.787
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 267.433 897
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 95.242 53
  9.152.718 8.595
  31.156.542 33.022
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.864.885 868
2. unfertige Leistungen 127.340 175
  1.992.224 1.042
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.025.720 5.222
2. Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 533.957 825
(davon nach KHEntgG/BPfIV: 518.515 €; Vorjahr: 801 T€)    
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.251.234 9.524
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 269.429 281
5. sonstige Vermögensgegenstände 1.203.312 1.240
  22.283.651 17.091
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.940.682 1.399
  26.216.557 19.532
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.602 107
D. Aktive latente Steuern 1.277.818 1.082
  58.708.519 53.744

Passiva

   
31.12.2020
31.12.2019
T€
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 115.000 115
II. Kapitalrücklage 49.718.136 49.718
III. Verlustvortrag -44.981.489 -45.779
IV. Konzernjahresüberschuss 3.426.200 798
  8.277.847 4.852
B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens    
1. Sonderposten aus Fördermitteln nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz 2.956.540 3.354
2. Sonderposten aus Zuwendungen der öffentlichen Hand 66.622 69
3. Sonderposten aus Zuweisungen Dritter 827 2
  3.023.989 3.425
C. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 632.491 658
2. Steuerrückstellungen 729.401 1.187
3. sonstige Rückstellungen 7.838.023 9.238
  9.199.916 11.083
D. Verbindlichkeiten    
1. erhaltene Anzahlungen 9 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.215.863 1.686
3. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 2.778.356 641
(davon nach KHEntgG/BPfIV: 1.132.002 €; Vorjahr: 24 T€)    
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.824.960 31.300
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.727 6
6. sonstige Verbindlichkeiten 1.366.720 751
(davon aus Steuern: 515.762 €; Vorjahr: 446 T€)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 44.835 €; Vorjahr: 17 T€)    
  38.187.636 34.384
E. Passive latente Steuern 19.132 0
  58.708.519 53.744

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
2019
T€
1. Umsatzerlöse * 95.589.515 75.801
(davon aus Ausgleichsbeträgen für frühere Geschäftsjahre: 296.971 €; Vorjahr: 114 T€)    
2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -47.363 11
3. andere aktivierte Eigenleistung 45.750 67
4. Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand 12.750 0
5. sonstige betriebliche Erträge * 9.027.637 5.194
  104.628.289 81.073
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 34.910.770 28.507
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.197.184 6.006
(davon für Altersversorgung: 934.762 €; Vorjahr: 658 T€)    
  42.107.954 34.513
7. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.035.714 14.488
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.931.333 19.257
  41.967.047 33.745
8. sonstige betriebliche Aufwendungen ** 13.754.309 10.004
Zwischenergebnis 6.798.978 2.811
9. Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen 1.272.196 342
10. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und aufgrund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 637.817 284
11. Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und aufgrund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 1.272.196 342
12. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.221.059 1.549
Zwischenergebnis 3.215.737 1.546
13. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 115.037 83
(davon aus verbundenen Unternehmen: 69.412 €; Vorjahr: 56 T€; davon aus Abzinsung von Rückstellungen: 3.005 €; Vorjahr: 27 T€)    
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 451.156 147
(davon aus verbundenen Unternehmen: 410.500 €; Vorjahr: 129 T€; davon aus Aufzinsung von Rückstellungen: 27.603 €; Vorjahr: 9 T€)    
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -616.180 617
(davon aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: -176.878 €; Vorjahr: 270 T€)    
16. Ergebnis nach Steuern 3.495.798 865
17. Sonstige Steuern ** 69.597 67
18. Konzernjahresüberschuss 3.426.200 798

* Die Vorjahresdaten wurden bezüglich des Ausweises der Erstattungen für die PKW Nutzung angepasst.

** Die Vorjahresdaten wurden bezüglich des Ausweises der sonstigen Steuern angepasst.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

1. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 der AMEOS Klinikum Alfeld GmbH, Alfeld (im Folgenden auch AMEOS Alfeld), Amtsgericht Hildesheim, HRB 110368, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und der Krankenhaus-Buchführungsverordnung sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. AMEOS ist auf dem Gebiet der Krankenversorgung tätig.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurde zur Verbesserung der Einsicht in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Hinweis auf § 265 Abs. 5 HGB ergänzt.

Die Bilanz wurde um die folgenden Posten ergänzt: Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht, Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens und Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde um folgende Posten ergänzt: Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand, Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen, Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und aufgrund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens, Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und aufgrund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens.

Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß DRS 21 aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Konsolidierungskreis

Die AMEOS Klinikum Alfeld GmbH ist Muttergesellschaft für folgende Tochterunternehmen, die unter ihrer einheitlichen Leistung stehen und bei der ihr unmittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zustehen:

Gesellschaft 2020 Kapitalanteil
in %
2019 Kapitalanteil
in %
KH Bau und Technik GmbH, Heiligenhafen 1,2 100 100
AFW Healthcare Service GmbH, Neustadt in Holstein 1,2 100 100
Servicegesellschaft Senioren-Wohnsitz Ratzeburg mbH, Ratzeburg 1,2 100 100
Jade-Weser Catering GmbH, Neustadt in Holstein 1 100 100
KH Einkauf GmbH, Halle (Saale) 2,3 100 100
KH Labor GmbH, Aschersleben 2,4 100 100
AMEOS Klinikum Bad Salzuflen GmbH & Co. KG, Bad Salzuflen 5 100 100
Spernau Verwaltungsgesellschaft mbH, Bad Salzuflen 5 100 100
KH Bau und Technik GmbH, Bernburg (Saale) 6 100 -

1 Die Gesellschaften wurden per 1.1.2018 erworben.

2 Die Gesellschaften unterliegen einem Ergebnisabführungsvertrag mit der AMEOS Klinikum Alfeld GmbH, Alfeld.

3 Die Gesellschaft wurde am 13. Juni 2018 gegründet.

4 Die Gesellschaft wurde per 01.01.2019 erworben.

5 Die Gesellschaft wurde zum 15.11.2019 erworben.

6 Die Gesellschaft wurde am 11. März 2020 gegründet.

Mit Verträgen vom 27. Dezember 2017 hat die AMEOS Klinikum Alfeld GmbH die Geschäftsanteile an der KH Bau und Technik GmbH, der AFW Healthcare Service GmbH, der Servicegesellschaft Senioren-Wohnsitz Ratzeburg mbH und der Jade-Weser Catering GmbH zum Stichtag 1. Januar 2018 (0.00 Uhr) erworben. Die KH Einkauf GmbH, Halle (Saale), wurde ab Gründungsdatum in den Konzernabschluss einbezogen.

Die AMEOS Klinikum Alfeld GmbH als Mutterunternehmen hat am 1. Januar 2018 den beherrschenden Einfluss auf die oben beschriebenen Tochtergesellschaften gemäß § 290 Abs. 2 HGB erlangt. Die Erstkonsolidierung des neuen Konzerns erfolgt auf den 1. Januar 2018.

In 2019 wurde die KH Labor GmbH zum Stichtag 1. Januar 2019 (0.00 Uhr) und zum 15.11.2019 die AMEOS Klinikum Bad Salzuflen GmbH & Co. KG (ehemals Lippische Nervenklinik Dr. Spernau GmbH & Co. KG) sowie die Spernau Verwaltungsgesellschaft mbH erworben und in den Konzernabschluss eingeschlossen.

Über die AMEOS Klinikum Bad Salzuflen GmbH & Co. KG (ehemals Lippische Nervenklinik Dr. Spernau GmbH & Co. KG) wurden zwei Beteiligungen, die TK Lemgo - Tagesklinik für Psychiatrie und Psychosomatik GmbH & Co.KG, Lemgo, und die TK Lemgo - Tagesklinik für Psychiatrie und Psychosomatik Verwaltungs-GmbH, Lemgo, mit jeweils 50 % Kapitalanteil erworben.

Die KH Bau und Technik GmbH, Bernburg (Saale), wurde am 11. März 2020 gegründet und wird seit dem Gründungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen.

Sämtliche Beteiligungen der AMEOS Klinikum Alfeld GmbH sind in den Konsolidierungskreis aufgenommen worden.

3. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

3.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bis 6 Jahre; lineare Methode) vermindert.

In diesem Posten wird ein Geschäfts- und Firmenwert bilanziert, der über 10 Jahre abgeschrieben wird. Die Abschreibungsdauer von 10 Jahren ergibt sich aus dem langfristigen Geschäftsmodell, bei welchem sich Erträge nur längerfristig generieren lassen, und spiegelt die voraussichtliche betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer wider.

3.2 Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen aufgrund der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 € (bis 2017) bzw. 250 € (ab 2018) und 1.000 € werden ab dem Zugangszeitpunkt über 5 Jahre abgeschrieben. Anschaffungen bis 150,00 € (bis 2017) bzw. 250,00 € (ab 2018) werden aufwandswirksam erfasst.

Die Abschreibungen erfolgen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer:

Anlagenposition Nutzungsdauer
Betriebsbauten, Außenanlagen 20 - 50 Jahre
Technische Anlagen 10 - 20 Jahre
Einrichtungen und Ausstattungen 3 - 15 Jahre

Bei den Zugängen wird die lineare Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die folgenden Monate angewendet.

3.3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt.

3.4 Umlaufvermögen

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zum Niederstwert angesetzt. Das Mengengerüst wurde mittels vorgezogener Inventur erfasst.

Die Stationsvorräte wurden mit Festwerten erstmals zum 31. Dezember 2015 bewertet. Eine Inventur findet alle drei Jahre statt.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu den anteiligen Entgelten unter Berücksichtigung von Abschlägen für verlustfreie Bewertung.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 1,0 % berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

3.5 Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die einen Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

3.6 Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen.

3.7 Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens

Der Sonderposten wurde in analoger Anwendung des § 5 Abs. 3 KHBV für Investitionen gebildet. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter.

3.8 Rückstellungen

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte in einem versicherungsmathematischen Gutachten von unabhängigen Sachverständigen (Mercer Deutschland GmbH) nach der PUC-Methode unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Der Rechnungszins beträgt 2,34 % (Vorjahr: 2,75 %), der Rententrend unverändert 2,0 % sowie der Gehaltstrend 0 % (Vorjahr: 0,0 %).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte in einem versicherungsmathematischen Gutachten von unabhängigen Sachverständigen (Heubeck AG) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Der Rechnungszins beträgt 1,64 % (Vorjahr: 2,0 %).

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Archivierungskosten wurde eine Restaufbewahrungsdauer von 30 Jahren (Patientenakten) und 10 Jahren (Verwaltungsakten) und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 1,0 % (Personalkosten) und 2,0 % (Sachkosten) p.a. zugrunde gelegt.

Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem laufzeitäquivalenten durchschnittlichen Zinssatz der letzten 7 Jahre über die entsprechende Laufzeit der Verpflichtung abgezinst.

3.9 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

4. Konsolidierungsgrundsätze

Der Stichtag für die Konsolidierung ist der 31. Dezember 2020. Dies entspricht dem Bilanzstichtag der Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften.

Die Zeitpunkte der Erstkonsolidierung werden in den nachfolgenden Tabellen dargestellt:

Tochterunternehmen

Gesellschaft Erstkonsolidierungszeitpunkt Art der Konsolidierung
KH Bau und Technik GmbH, Heiligenhafen 1. Januar 2018 Vollkonsolidierung
AFW Healthcare Service GmbH, Neustadt in Holstein 1. Januar 2018 Vollkonsolidierung
Servicegesellschaft Senioren-Wohnsitz Ratzeburg mbH, Ratzeburg 1. Januar 2018 Vollkonsolidierung
Jade-Weser Catering GmbH, Neustadt in Holstein 1. Januar 2018 Vollkonsolidierung
KH Einkauf GmbH, Halle (Saale) 13. Juni 2018 Vollkonsolidierung
KH Labor GmbH, Aschersleben 1. Januar 2019 Vollkonsolidierung
AMEOS Klinikum Bad Salzuflen GmbH & Co. KG, Bad Salzuflen 15. November 2019 Vollkonsolidierung
KH Bau und Technik GmbH, Bernburg (Saale) 11. März 2020 Vollkonsolidierung

Assoziierte Unternehmen

Gesellschaft Erstkonsolidierungszeitpunkt Art der Konsolidierung
TK Lemgo - Tagesklinik für Psychiatrie und Psychosomatik GmbH & Co.KG, Lemgo 15. November 2019 at equity
TK Lemgo - Tagesklinik für Psychiatrie und Psychosomatik Verwaltungs-GmbH 15. November 2019 at equity

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung für Zugänge von Tochtergesellschaften wird unter Anwendung der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) in der Weise vorgenommen, dass das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt wird, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum maßgeblichen Zeitpunkt beizulegen ist.

Ein sich ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird Vermögensgegenständen insoweit zugerechnet, als deren beizulegender Wert über dem Buchwert liegt. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben.

Der Erwerb der KH Bau und Technik GmbH, der AFW Healthcare Service GmbH und der Servicegesellschaft Senioren-Wohnsitz Ratzeburg mbH erfolgte zum 1. Januar 2018 im Innenverhältnis der AMEOS Gruppe. Die Anschaffungskosten entsprechen dem Wert des Eigenkapitals zum Erwerbszeitpunkt.

Der Erwerb der Jade-Weser Catering GmbH erfolgte ebenfalls zum 1. Januar 2018 im Innenverhältnis der AMEOS Gruppe. Die Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ergab einen aktivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von 942.518,90 €. Dies resultiert daraus, dass der Kaufpreis dem Buchwert bei der Verkäuferin entspricht und das neubewertete Eigenkapital durch einen Verlustvortrag negativ ist. Der Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben.

Der Erwerb der KH Labor GmbH erfolgte zum 1. Januar 2019 im Innenverhältnis der AMEOS Gruppe. Die Anschaffungskosten entsprechen dem Wert des Eigenkapitals zum Erwerbszeitpunkt.

Der Erwerb der Lippische Nervenklinik Dr. Spernau GmbH & Co. KG, Bad Salzuflen sowie der Spernau Verwaltungsgesellschaft mbH, Bad Salzuflen erfolgte zum 15.11.2019 im Außenverhältnis. Die Lippische Nervenklinik Dr. Spernau GmbH & Co.KG, Bad Salzuflen, firmiert seit dem 12. August 2020 unter AMEOS Klinikum Bad Salzuflen GmbH & Co. KG.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung sind die Aufwendungen und Erträge nach Verrechnung von konsolidierten internen Vorgängen gemäß § 305 Abs. 1 HGB ausgewiesen.

Schuldenkonsolidierung

Die Schuldenkonsolidierung wurde gemäß § 303 Abs. 1 HGB vorgenommen. Alle zwischen den in den konsolidierten Abschluss einbezogenen Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wurden verrechnet. Eventualverbindlichkeiten wurden in gleicher Weise konsolidiert.

Zwischenergebniseliminierung

Am Abschlussstichtag bestanden Vermögensgegenstände im Anlage- und Vorratsvermögen, die aus Lieferungen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen untereinander stammten. Eine Zwischenergebniseliminierung wurde vorgenommen.

Latente Steuern aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen sind nicht angefallen.

5. Erläuterungen zur Bilanz

5.1 Anlagennachweis

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach einzelnen Bilanzpositionen ist in der Anlage zum Anhang, dem Anlagenspiegel, dargestellt.

5.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Beträge sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9.924 T€ (Vorjahr: 5.615 T€) und sonstigen Forderungen in Höhe von 6.327 T€ (Vorjahr: 3.822 T€; im Wesentlichen Cashpool-Forderungen).

5.3 Aktive latente Steuern

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 15,825 % und 31,925% zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus Bilanzdifferenzen der sonstigen Rückstellungen. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 6.410 T€ und wurden latente Steueransprüche berücksichtigt. Daneben bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 31.332 T€, für die eine Steuerentlastung innerhalb von 5 Jahren nicht erwartet wird.

Sachverhalt Steuerbilanz
T€
Handelsbilanz
T€
Unterschied Handelsbilanz Steuerbilanz
T€
Aktive latente Steuern
T€
Verlustvortrag 6.410 0 6.410 1.014
Rückstellungen 747 1.075 328 264
Latente Steuern laut Bilanz       1.278

5.4 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 115.000 € und ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die AMEOS Krankenhausgesellschaft Leinebergland mbH, Alfeld.

Vom Eigenkapital ist in Höhe des aktiven Überhangs der latenten Steuern ein Betrag von 1.278 T€ ausschüttungsgesperrt nach § 268 Abs. 8 HGB.

Darüber hinaus ist ein Betrag von 25 T€ gem. § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt, der sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in jedem Geschäftsjahr ermittelt.

5.5 Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens

Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens beinhalten ausschließlich Fördermittel gemäß § 9 Abs. 1 und 3 KHG, Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand sowie Zuwendungen Dritter.

5.6 Rückstellungen

Gemäß Neuregelungen des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB werden die Pensionsrückstellungen seit 1. Januar 2016 mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (früher sieben) abgezinst. Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 25 T€ (Vorjahr: 29 T€).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen des Personalbereichs für Sonderzahlungen und Leistungszulagen (1.166 T€; Vorjahr: 985 T€), Jubiläumszulagen (108 T€; Vorjahr: 112 T€), Rückstellungen für Mehrarbeit, Resturlaub, Zuschläge, Altersteilzeit und Berufsgenossenschaft (2.060 T€; Vorjahr: 1.214 T€), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (3.453 T€; Vorjahr: 2.190 T€), Rückstellungen für die Archivierung von Geschäftsunterlagen (251 T€; Vorjahr: 249 T€), Budgetrisiken (62 T€; Vorjahr: 3.500 T€) sowie eine Rückstellung für MDK-Forderungen (173 T€; Vorjahr: 239 T€). Daneben wurden weitere erkennbare Risiken in ausreichendem Maße berücksichtigt.

5.7 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:

Gesamt davon mit einer Restlaufzeit von
31. Dezember 2020
in T€
bis 1 Jahr 1-5 Jahren über 5 Jahre über 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.216 4.216 0 0 0
2. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 2.778 2.778 0 0 0
- davon KHEntgG/BPflV 1.132 1.132 0 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.825 28.205 1.620 0 1.620
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2 2 0 0 0
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.367 1.367 0 0 0
- davon aus Steuern 516 516 0 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit          
  45 45 0 0 0
Gesamt 38.188 36.568 1.620 0 1.620
31. Dezember 2020
in T€
Besicherung Grundschuld
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
2. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht  
- davon KHEntgG/BPflV  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen  
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht  
5. sonstige Verbindlichkeiten  
- davon aus Steuern  
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit  
Gesamt  
Gesamt davon mit einer Restlaufzeit von
31. Dezember 2019
in T€
bis 1 Jahr 1-5 Jahren über 5 Jahre über 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.686 1.686 0 0 0
2. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 641 641 0 0 0
- davon KHEntgG/BPflV 24 24 0 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.300 29.733 1.566 0 1.566
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6 6 0 0 0
5. sonstige Verbindlichkeiten 751 751 0 0 0
- davon aus Steuern 446 446 0 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit          
  17 17 0 0 0
Gesamt 34.384 32.817 1.566 0 1.566
31. Dezember 2019
in T€
Besicherung Grundschuld
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
2. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht  
- davon KHEntgG/BPflV  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen  
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht  
5. sonstige Verbindlichkeiten  
- davon aus Steuern  
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit  
Gesamt  

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 2.502 T€ Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit 27.323 T€ Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr (im Wesentlichen Cash-Pool und Darlehen).

5.8 Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2020 betragen 19 T€ (Vorjahr: 0 T€). Daraus ergibt sich eine Änderung während des Geschäftsjahres in Höhe von 19 T€.

5.9 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 56.519 T€ (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 5.885 T€). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

31. Dezember 2020
in T€
< 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Total
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 2.611 7.155 27.907 37.673
Dienstleistung 8.200 3.356 1.935 13.491
Wartung 2.867 1.635 353 4.855
Sonstiges 423 77 0 500
Gesamt 14.101 12.223 30.195 56.519

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2021 und 2037.

5.10 Haftungsverhältnisse

Im Rahmen einer Refinanzierung der AMEOS Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2017 ein Konsortialkreditvertrag mit einem internationalen Banken- und Investorenkonsortium geschlossen. Die Darlehen aus diesem Vertrag verfügen über eine Laufzeit bis 2024. Daneben bestehen weitere Erwerbs- und Betriebsmittelfazilitäten, die auch als Avalkredite gezogen werden können.

Die Darlehen werden diversen Gesellschaften zur Verfügung gestellt. Die Besicherung erfolgt banküblich über Verpfändungen, Sicherungsübereignungen sowie grundpfandrechtliche Absicherungen an diversen Standorten. Wesentliche Gruppengesellschaften haften gesamtschuldnerisch. Die KH Bau und Technik GmbH, Heiligenhafen, die KH Labor GmbH sowie die AMEOS Klinikum Alfeld GmbH sind Teil dieses Haftungsverbundes. Mit einer Inanspruchnahme aus den Sicherheitenverträgen ist aufgrund der stabilen Lage und der finanziellen Situation der Gruppe nach kaufmännischer Beurteilung nicht zu rechnen.

6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

6.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen auf tertiäre Leistungen in der AMEOS Gruppe (60.123 T€; Vorjahr: 55.357 T€) und auf die Krankenversorgung (33.215 T€; Vorjahr: 20.636 T€) und werden ausschließlich innerhalb Deutschlands erzielt.

Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Posten in Höhe von -6 T€ (Vorjahr: -213 T€). Im Wesentlichen handelt es sich um Ausgleichsbeträge für frühere Geschäftsjahre (0 T€; Vorjahr: 114 T€), sonstige periodenfremde Umsätze (524 T€; Vorjahr: 346 T€) sowie Korrekturen der MDK-Prüfungen in den DRG Fallpauschalen (-545 T€; Vorjahr: -685 T€).

6.2 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Posten in Höhe von 4.378 T€ (Vorjahr: 1.969 T€). Es handelt sich im Wesentlichen um die Auflösung von Rückstellungen (4.143 T€; Vorjahr: 1.785 T€), Wertberichtigungen und Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen (154 T€; Vorjahr: 29 T€) und Versicherungserstattungen (74 T€; Vorjahr: 18 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Posten in Höhe von 1.477 T€ (Vorjahr: 322 T€). Ausgewiesen werden Wertberichtigungen auf Forderungen (417 T€; Vorjahr: 60 T€), Abfindungen an Mitarbeiter (194 T€; Vorjahr: 65 T€), Aufwendungen aus Schadenfällen (149 T€; Vorjahr: 34 T€) sowie sonstige periodenfremde Aufwendungen (710 T€; Vorjahr: 223 T€), die hauptsächlich aus Lieferantennachberechnungen aus Vorjahren stammen.

6.3 Erträge auf Grund des COVID19-Krankenhausentlastungsgesetz

Die Umsatzerlöse (und sonstigen betrieblichen Erträge) enthalten Erträge auf Grund des COVID19-Krankenhausentlastungsgesetz in Höhe von 157 T€.

7. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds der AMEOS Alfeld während des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. In Übereinstimmung mit dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 zur Kapitalflussrechnung (DRS 21) wurde zwischen Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie solchen aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein Cashflow von 6.712 T€; Vorjahr: 30 T€) erreicht. Der Mittelabfluss aus Unternehmenserwerben beträgt (18 T€; Vorjahr: 21.627 T€). Nach Mittelabflüssen für sonstige Investitionstätigkeiten in Höhe von (2.262 T€; Vorjahr: 2.206 T€) und aus dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von (-3.890 T€; Vorjahr: 23.467 T€) ergibt sich ein Finanzmittelfonds am Ende der Periode von (1.941 T€; Vorjahr: 1.399 T€). Die gezahlten Zinsen belaufen sich auf (369 T€; Vorjahr: 192 T€), die Ertragssteuererstattungen belaufen sich auf (33 T€; Vorjahr: -471 T€).

8. Sonstige Angaben

8.1 Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beinhaltet Abschussprüfungsleistungen (25 T€; Vorjahr: 36 T€) und sonstige Beratungsleistungen (41 T€; Vorjahr: 0 T€).

8.2 Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 1.031 (Vorjahr: 809), davon entfielen 256 (Vorjahr: 199) auf medizinische Bereiche.

8.3 Organe

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Geschäftsführung

Herr Michael Dieckmann, COO der AMEOS Gruppe, und Herr Dr. Lars Timm, Regionalgeschäftsführer der AMEOS Region West, waren im Geschäftsjahr 2020 die Geschäftsführer der Gesellschaft. Herr Dr. Lars Timm wurde zum 27. Januar 2020 als Geschäftsführer abberufen; mit gleichem Datum erfolgte die Ernennung von Martin Stein, Regionalgeschäftsführer der AMEOS West seit 1. Januar 2020, zum Geschäftsführer der Gesellschaft.

Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung sind gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht erforderlich.

8.4 Gruppenzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin ist die AMEOS Krankenhausgesellschaft Leinebergland mbH, Alfeld.

Der konsolidierte Abschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird von der AMEOS Holding AG, Zürich, aufgestellt. Der veröffentlichte konsolidierte Abschluss ist am Sitz der Obergesellschaft einsehbar.

8.5 Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB

Die nachfolgenden Tochtergesellschaften haben im Berichtsjahr im Hinblick auf die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht beziehungsweise Offenlegung von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB Gebrauch gemacht:

KH Bau und Technik GmbH, Heiligenhafen,

AFW Healthcare Service GmbH, Neustadt in Holstein,

Servicegesellschaft Senioren-Wohnsitz Ratzeburg mbH, Ratzeburg,

KH Einkauf GmbH, Halle (Saale),

KH Labor GmbH, Aschersleben,

KH Bau und Technik GmbH, Bernburg (Saale).

8.6 Nachtragsbericht

Im Rahmen einer Refinanzierung der AMEOS Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2021 ein Konsortialkreditvertrag mit einem internationalen Banken- und Investorenkonsortium geschlossen. Die Darlehen aus diesem Vertrag verfügen über eine Laufzeit bis 2028. Daneben bestehen weitere Erwerbs- und Betriebsmittelfazilitäten, die auch als Avalkredite gezogen werden können.

Herr Michael Dieckmann wurde zum 16. August 2021 als Geschäftsführer abberufen. Mit Wirkung zum 7. Dezember 2021 wurde Herr Michael Schmitt als Geschäftsführer ernannt.

Aufgrund des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine können zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses negative zukünftige Einflüsse auf die Ertragslage nicht ausgeschlossen werden. Auswirkungen auf die Gesellschaft können sich beispielsweise aufgrund von gestiegenen Rohstoffpreisen sowie Störungen von Lieferketten und Logistik ergeben. Eine darüber hinausgehende Prognose der Auswirkungen ist derzeit nicht möglich.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.

 

Alfeld, den 21. März 2022

Martin Stein, Geschäftsführer

Michael Schmitt, Geschäftsführer

Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Januar 2020
Veränderung des Konsolidierungskreises
Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.182.677 0 273.956
2. Geschäfts- oder Firmenwert 24.038.354 18.240 0
  26.221.031 18.240 273.956
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.280.892 0 239.503
2. technische Anlagen und Maschinen 3.725.452 0 417.051
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.912.334 0 1.265.344
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 897.233 0 136.471
  27.815.911 0 2.058.369
III. Finanzanlagen      
1. Beteiligungen 53.484 0 41.758
  53.484 0 41.758
  54.090.426 18.240 2.374.083
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge
Umgliederungen
31. Dezember 2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 416 0 2.457.049
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 24.056.594
  416 0 26.513.643
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken -1.054.239 623.586 4.089.742
2. technische Anlagen und Maschinen 0 4.917 4.147.420
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -165.602 100.414 20.112.490
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -37.355 -728.917 267.432
  -1.257.196 0 28.617.084
III. Finanzanlagen      
1. Beteiligungen 0 0 95.242
  0 0 95.242
  -1.256.780 0 55.225.969
Kumulierte Abschreibungen
1. Januar 2020
Zugänge
Abgänge
31. Dezember 2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.412.188 310.265 416 1.722.869
2. Geschäfts- oder Firmenwert 381.139 2.405.811 0 2.786.950
  1.793.327 2.716.076 416 4.509.819
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.422.295 158.066 -1.054.239 526.122
2. technische Anlagen und Maschinen 2.726.406 214.633 0 2.941.039
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.125.534 1.132.283 -165.370 16.092.447
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
  19.274.235 1.504.982 -1.219.609 19.559.608
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 0 0 0 0
  0 0 0 0
  21.067.562 4.221.058 -1.219.193 24.069.427
Buchwerte
31. Dezember 2020
31. Dezember 2019
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 734.180 771
2. Geschäfts- oder Firmenwert 21.269.644 23.657
  22.003.824 24.428
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.563.620 2.859
2. technische Anlagen und Maschinen 1.206.381 999
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.020.043 3.787
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 267.432 897
  9.057.476 8.542
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 95.242 53
  95.242 53
  31.156.542 33.023

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
T€
2019
T€
Periodenergebnis einschliesslich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 3.426 798
Nicht geförderte Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (+) 1.197 999
Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert (+) 2.406 287
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -1.450 -217
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/ Erträge (-) -42 0
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.606 -1.635
Abnahme (-)/ Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.991 -411
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen 37 -1
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 336 152
Ertragsteueraufwand (+) / -ertrag (-) -616 607
Ertragsteuerzahlungen (-) / Ertragsteuererstattungen (+) 33 -471
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 6.712 30
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens (+) 0 17
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) -274 -269
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens (+) 0 59
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -2.058 -1.937
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis (-) -18 -21.627
Erhaltene Zinsen (+) 70 22
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.280 -23.735
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten (+) 9 24.833
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten (-) -2.280 -96
Auszahlungen aus der Gewährung von (Finanz-) Krediten (-) -4.532 -1.482
Einzahlungen aus der Rückführung von gewährten (Finanz-) Krediten (+) 2.027 28
Fördermittelzuflüsse, soweit für Investitionen benutzt 1 1.255 376
Gezahlte Zinsen (-) -369 -192
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.890 23.467
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (+/-) 542 -238
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds (+/-) 0 1.317
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.399 320
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2 1.941 1.399

1 Ermittelt aus der Summe der Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (soweit gefördert) und Veränderung des Sonderpostens aus Fördermitteln und der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fördermitteln.

2 Davon kurzfristige Bankverbindlichkeiten 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)

Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Eigenkapital des Mutterunternehmen Konzerneigenkapital
Gezeichnetes Kapital
T€
Kapitalrücklage
T€
Verlustvortrag
T€
Konzernjahresüberschuss
T€
T€
Stand 1.1.2019 115 49.718 -46.182 403 4.054  
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 798 798  
Stand 31.12.2019 115 49.718 -46.182 1.201 4.852
Stand 1.1.2020 115 49.718 -44.981 0 4.852  
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 3.426 3.426  
Stand 31.12.2020 115 49.718 -44.981 3.426 8.278 1

1 Per 31. Dezember 2020 stehen 7.000 T€ zur Ausschüttung zur Verfügung.

Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital unterliegen 1.278 T€ der gesetzlichen Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AMEOS Klinikum Alfeld GmbH, Alfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der AMEOS Klinikum Alfeld GmbH, Alfeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AMEOS Klinikum Alfeld GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlagebericht s

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 24. Juni 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Ey, Wirtschaftsprüfer

Markus Küfner, Wirtschaftsprüfer

Niederschrift über eine Gesellschafterversammlung

der AMEOS Klinikum Alfeld GmbH

Betreff: Billigung Konzernabschluss

Unter Verzicht auf alle gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Formen und Fristen der Einberufung, Ankündigung und Durchführung wird von der Alleingesellschafterin der

AMEOS Klinikum Alfeld GmbH,

der

AMEOS Krankenhausgesellschaft Leinebergland mbH,

vertreten durch

Herrn Janko Beubler,

eine Gesellschafterversammlung abgehalten und Folgendes beschlossen:

 

Die Gesellschafterversammlung hat nach dem abschließenden Ergebnis ihrer Prüfung keine Einwendungen und billigt den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. Hiermit ist die Gesellschafterversammlung geschlossen.

 

Neustadt, 1.7.2022

Janko Beubler

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 1. Juli 2022 gebilligt.

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