AMEOS Eingliederungsgesellschaft Holstein mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tim Marcel Kühn seit 6.8.2024 | Geschäftsführer |
Freddy Johann Eppacher seit 28.5.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AMEOS Klinikum Alfeld GmbHAlfeldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020Der vorliegende Konzernlagebericht wurde gemäß § 289 und § 315 Handelsgesetzbuch (HGB) sowie nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS) 20 erstellt. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Jahr 2020 ist vom weltweiten Ausbruch der Covid-19-Pandemie gezeichnet, die zu einer weltweit sinkenden Wirtschaftsleistung und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit führte. Das soziale und wirtschaftliche Leben wurde durch angeordnete Massenquarantänen, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen in vielen Ländern weitgehend heruntergefahren. Die Covid-19-Pandemie hat zu einer der schwersten Rezessionen der Nachkriegszeit geführt. Nach einem tiefen Einbruch der Wirtschaftsleistung in zweiten Quartal 2020, setzte eine weltweite Erholung über den Sommer ein. Stark ansteigende Infektionszahlen im Herbst 2020 veranlassten viele Länder einen zweiten Lockdown über das Jahresende 2020 hinaus zu verhängen. Eine wirtschaftliche Erholung wird erst nach dem Abklingen der zweiten Infektionswelle in 2021 erwartet. Gemäß der Herbstprojektion der deutschen Bundesregierung wird für das Wirtschaftsjahr 2020 ein Rückgang des Bruttoinlandproduktes in Höhe von preisbereinigt 5,5 % 1 erwartet. Die deutsche Arbeitslosenquote ist im November 2020 auf 5,9 % 2 angestiegen und Verbraucherpreise sind im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,3 % 3 gesunken. Im 2. Quartal 2020 ist ein Nominallohnrückgang von 4,0 % zu verzeichnen 4 . Branchenspezifische RahmenbedingungenDer Gesundheitssektor zählt zu den weltweit bedeutendsten Wirtschaftszweigen, der sich im Vergleich zu anderen Branchen unabhängig von den konjunkturellen Schwankungen stabil entwickelt. Die Lebenserwartung in Deutschland erhöht sich seit Jahren kontinuierlich. Nach den auf die aktuellen Sterblichkeitsverhältnisse bezogenen Periodensterbetafeln beträgt die Lebenserwartung für neugeborene Jungen 79 Jahre und 83 Jahren für neugeborene Mädchen. Auch für ältere Menschen ist die Lebenserwartung gestiegen. So beläuft sich die fernere Lebenserwartung von 65-jährigen Männern auf 18, und für 65-jährige Frauen auf ca. 21 Jahre. 5 Die Gründe dafür sind bessere medizinische Versorgung, das zunehmende Gesundheitsbewusstsein sowie der medizinisch-technische Fortschritt. Durch den zunehmenden Bedarf an medizinischer Versorgung, aufgrund der stetig alternden Gesellschaft, sowie wachsender Zahl der chronisch kranken Patienten steigen die Gesundheitsausgaben in Deutschland anhaltend an. Im Jahr 2019 stiegen die Ausgaben um 4,3 % (Vorjahr 3,1 %) gegenüber dem Vorjahr auf 407,4 Mrd. €. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag damit bei 11,8 %. 6 Die Gesamtkosten der Krankenhäuser beliefen sich 2018 auf 108,9 Milliarden € (Vorjahr: 105,7 Milliarden €), wobei mit rund 93,5 Milliarden € (Vorjahr: 91,3 Milliarden €) ca. 86 % auf die stationären Krankenhausversorgung entfallen. 7 Um das Gesundheitswesen und die Pflege bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie zu unterstützen wurde am 27. März 2020 das "COVID19-Krankenhausentlastungsgesetz" verabschiedet. Ziel ist es die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für die Krankenhäuser und Vertragsärzte aufzufangen:
1. Grundlagen des UnternehmensDie AMEOS Gruppe zählt zu den führenden Gesundheitsdienstleistern im deutschsprachigen Raum. Die Gruppe mit Sitz in Zürich wurde 2002 gegründet. Sie ist spezialisiert auf die Übernahme von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen, für die sie langfristige Perspektiven entwickelt. Die AMEOS Einrichtungen verbinden hochwertige medizinische und pflegerische Leistungen mit Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit. Sie bieten der gesamten Bevölkerung eine umfassende Versorgung in regionalen Netzwerken. AMEOS verbindet Angebote unterschiedlicher Versorgungsbereiche (Somatik, Psychiatrie, Pflege, Eingliederung und Reha) und verschiedener Versorgungsstufen (stationär, teilstationär, ambulant). Dieses integrierte Leistungsangebot ist eine Kernkompetenz von AMEOS. AMEOS Klinika Die somatischen AMEOS Klinika bieten als allgemeine Akutkrankenhäuser ein diversifiziertes Angebot an konservativen und operativen Leistungen, ergänzt durch überregionale Schwerpunkte. Die Marktsituation im somatischen Bereich ist differenziert zu betrachten. Einerseits führen die demographische Entwicklung sowie der medizinisch-technische Fortschritt zu einer nachhaltigen Nachfragesteigerung, andererseits wächst als Folge des gesamtwirtschaftlichen Umfelds der Kostendruck durch die Gesetzliche Krankenversicherung, welcher durch die regulatorischen Aktivitäten des Gesetzgebers noch verstärkt wird. Gemäß den Vorgaben des Krankenhausentgeltgesetzes (KHEntgG) veröffentlicht das Statistische Bundesamt jährlich den Orientierungswert für Krankenhäuser. Dieser Wert soll die durchschnittliche prozentuale Veränderung der Krankenhauskosten im Personal- und Sachkostenbereich in den vorangegangenen zwei Halbjahren wiedergeben und ist für das Folgejahr maßgeblich. Für 2020 wurde der Orientierungswert mit 2,60 % 9 berechnet und liegt somit unter dem Vorjahreswert in Höhe von 2,99 % 10 . Der Anstieg der Nominallöhne des Gesundheits- und Sozialwesens lag im Vergleich dazu im 2. Quartal 2020 bei 1,7 % und im 3. Quartal 2020 bei 3,0 %. 11 Mit dem Ziel der Qualitätssteigerung in der Krankenhausversorgung und die Erhöhung der Anzahl der Pflegekräfte im Krankenhaus trat 2016 das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) in Kraft. Schwerpunkte des Gesetzes sind u.a. die Einrichtung eines Pflegestellen-Förderprogramms, die Umwandlung des Versorgungszuschlages in einen Pflegezuschlag, die Erweiterung und Fortführung des Hygieneförderprogramms, Einführung von Qualitätszu- und -abschlägen und die Neuausrichtung der Mengensteuerung. 12 Im November 2018 wurde das Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals (Pflegepersonal-Stärkungsgesetz - PpSG) sowie die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) erlassen. Die vom Bundesministerium für Gesundheit verfolgten Ziele sind die zeitnahe und spürbare Entlastung der Pflegekräfte durch bessere Personalausstattung und bessere Arbeitsbedingungen (PpSG) und die Sicherung des Patientenschutzes und der Qualität der pflegerischen Leistung (PpUGV). 13 Die wesentlichen Punkte des Gesetzes sind:
Zum 1. Januar 2020 ist das "Gesetz für bessere und unabhängigere Prüfungen" (MDK-Reformgesetz) in Kraft getreten. Die Medizinischen Dienste sollen durch das Gesetz gestärkt und unabhängiger von den Krankenkassen organisiert werden. Das zweite große Anliegen des Gesetzgebers ist die Reform der Krankenhausabrechnungsprüfung. Bestimmte Anreize, wie variable Prüfquoten und Aufschläge auf den Erstattungsbetrag, sollen die Kliniken künftig stärker anhalten, korrekt abzurechnen. Außerdem sollen strittige Kodier- und Abrechnungsfragen systematisch geklärt und reduziert werden. Das MDK-Reformgesetz ist zwar zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten, im Gesetz ist jedoch ein Umsetzungsprozess von etwa zwei Jahren vorgesehen. 15 Das Management der AMEOS Gruppe steht den neuen gesetzlichen Regelungen sehr kritisch gegenüber. Gleichwohl sieht sich AMEOS aufgrund der langjährigen Expertise in den Bereichen Prozessoptimierung und Leistungsentwicklung auch für diese Herausforderungen in der Zukunft gut gerüstet. Die psychiatrischen AMEOS Klinika bieten das gesamte Versorgungsspektrum der stationären, teilstationären und ambulanten Psychiatrie und Psychotherapie. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Forensische Psychiatrie und Psychotherapie. Die psychiatrischen Akutkrankenhäuser agieren in einem ambivalenten Umfeld. Einerseits führt der Ansatz "ambulant vor stationär" und damit verbunden die wohnortnahe Versorgung vermehrt zu einer Verlagerung von stationären Leistungen in den ambulanten Bereich. Andererseits steigt die Nachfrage nach akutstationären Leistungen, begünstigt durch den offeneren gesellschaftlichen Umgang mit psychiatrischen Krankheiten. Die demographische Entwicklung führt zudem zu einer ständig steigenden Nachfrage in der Gerontopsychiatrie. Mit dem Gesetz zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (Psych-Entgeltgesetz - PsychEntgG) wurde ab 2013 ein neuer Ordnungsrahmen für die Krankenhaus-Psychiatrie in Deutschland geschaffen. Die bis dato mit jeder Klinik individuell ausgehandelten kostenorientierten Budgets mit abteilungsbezogenen Tagespflegesätzen sollten ursprünglich, ähnlich der Somatik, auf Landesbasisentgeltwerte umgestellt werden. Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) 16 wurde im November 2016 das Ziel der einheitlichen Preise auf Landesebene zugunsten krankenhausindividueller Budgets mit Abrechnung der einzelnen Aufenthalte über krankenhausindividuelle Basisentgelte (tagesbezogene Pauschalen gemäß PEPP-Entgeltkatalog) aufgegeben. Weiterhin wurde durch die Einführung der Psychiatrie und Psychosomatik-Richtlinie zur Personalausstattung ein neues Personalbemessungsinstrument ab 1. Januar 2020 eingeführt, welches die bisherige Ermittlung auf Basis der Psychiatrie-Personalverordnung ablöst. Darüber hinaus verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, die krankenhausindividuellen Budgets durch Krankenhausvergleiche einander anzupassen. Diese sollen als bundesweiter Leistungsvergleich unter Berücksichtigung der strukturellen und regionalen Besonderheiten sowie Angaben zur Personalausstattung der Häuser ausgestaltet werden. AMEOS ist auf diese Veränderungen vorbereitet und entschlossen, die sich in diesem dynamischen Wettbewerbsumfeld ergebenden Wachstumspotenziale zu nutzen. AMEOS Pflege- und Eingliederungseinrichtungen Die AMEOS Pflegehäuser bieten eine umfassende Versorgung im Rahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Neben den allgemeinen Pflegehäusern betreibt AMEOS zahlreiche psychiatrische und gerontopsychiatrische Fachpflegeeinrichtungen, die spezialisierte Pflegeleistungen anbieten und sowohl die somatische wie die psychiatrische Akutversorgung ergänzen. Der Bedarf an Pflegeleistungen steigt kontinuierlich an, da sich der demographische Wandel, der sowohl auf sinkenden Geburtenzahlen als auch auf einer stetig steigenden Lebenserwartung beruht, fortsetzt. Demzufolge wird sich die Bevölkerung in der Altersstruktur nachhaltig verändern und absolut schrumpfen. Während die Einwohnerzahl Deutschlands im Jahr 2019 bei 83,2 Millionen lag, gehen aktuelle Schätzungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung davon aus, dass die Bevölkerung im Jahr 2060 je nach demografischen Faktoren eher zwischen 74 und 84 Millionen liegen wird. 17 18 Der Anteil der Bürger, die 67 Jahre oder älter sind, wird dabei jedoch signifikant steigen. Während 2018 15,9 Millionen Menschen über 67 Jahre in Deutschland lebten, werden für das Jahr 2039 21 Millionen Menschen prognostiziert. Die Zahl der Menschen im Alter ab 80 Jahren wird von 5,4 Millionen im Jahr 2018 auf 8,9 bis 10,5 Millionen im Jahr 2050 ansteigen. 19 Mit dem Ziel der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen sowie der Betreuung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen wurden die deutschen Pflegestärkungsgesetze I - III erlassen, die 2015 bis 2017 in Kraft traten. Das erste Pflegestärkungsgesetz zielte auf die Ausweitung des Leistungsangebotes für Pflegebedürftige und deren Angehörige sowie die Erhöhung der Zahl der Betreuungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen. Das zweite Pflegestärkungsgesetz führte einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff (Ersatz der drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade) sowie ein neues Begutachtungsverfahren ein mit dem Ziel der verbesserten fachlichen und individuellen Begutachtung von geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen. Das dritte Pflegestärkungsgesetz konkretisierte die Handlungsanweisungen und Zuständigkeiten des zweiten Pflegestärkungsgesetzes. 20 Das gesellschaftspolitische Interesse einer angemessenen Vergütung für Pflegefachkräfte spiegelt sind in der Festsetzung eines branchenspezifischen Mindestentgelts durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wider 21 . Für die Pflegebranche wird jährlich ein Pflegemindestlohn 22 festgelegt, der über dem gesetzlichen Mindestlohn 23 liegt 24 25 . Durch die Pflegestärkungsgesetze und dem demografischen Wandel wird weiterhin mit steigenden Patientenzahlen in der ambulanten und stationären Pflege gerechnet. Demgegenüber steht die Herausforderung den steigenden Bedarf an qualifizierten Pflegekräften zu decken. Seit vielen Jahren bereits betreibt AMEOS sehr erfolgreich eine Vielzahl von Pflegeschulen und ist daher in der Lage einen großen Teil des Bedarfs an Pflegekräften mit Absolventen dieser Schulen zu decken. Die AMEOS Eingliederungseinrichtungen bieten insbesondere geistig behinderten und psychisch kranken Menschen personenzentrierte und wohnortnahe Hilfen mit dem Ziel der dauerhaften Eingliederung in die Gesellschaft. In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Eingliederungsleistungen stetig gewachsen und wird aufgrund der vorgenannten gesellschaftlichen Entwicklungen auch zukünftig zunehmen. Die Eingliederungshilfe erfordert spezifisches Know-how und eigens geschultes Personal. Um in diesem Bereich auch in der Zukunft weiter wachsen zu können, hat AMEOS bereits in der Vergangenheit auf die demographischen Veränderungen reagiert. Die Kapazitäten wurden frühzeitig erweitert, um Versorgungslücken in den AMEOS Regionen schließen zu können. Die AMEOS Rehabilitationseinrichtungen bieten Versorgungen im onkologischen Bereich sowie in der Abhängigkeitsentwöhnung. Im onkologischen Bereich werden bösartige Tumorerkrankungen behandelt sowie Rehabilitationen durchgeführt. Für Menschen mit einer Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit bietet AMEOS ein therapeutisches Angebot, dass das gesamte Behandlungsspektrum vom ersten Beratungskontakt über Entzug und Entwöhnung bis zur Nachsorge und Adaption umfasst. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Geschäftsverlauf Trotz der nachwievor herausfordernden Rahmenbedingungen im Gesundheitssektor konnte im Geschäftsjahr 2020 eine Ergebnisverbesserung erzielt werden. Diese Verbesserung spiegelt sich im Jahresergebnis in Höhe von 3.426 T€ (Vorjahr: 798 T€) wider. Maßgeblich dazu beigetragen haben die gestiegenen Umsatzerlöse in Höhe von 95.590 T€ (Vorjahr: 75.801 T€). Diese Steigerung ist im Wesentlichen auf den erstmalig ganzjährigen Einbezug der AMEOS Klinikum Bad Salzuflen GmbH & Co. KG sowie den Anstieg der COVID-19-bedingten innerhalb der AMEOS Gruppe erbrachten Leistungen der KH Labor GmbH. Abweichend von der Prognose im Vorjahr sind die Ergebnisse im Bereich der tertiären Leistungen, mit Ausnahme der KH Labor GmbH, insgesamt rückläufig. Im Krankenhausbereich sind die erwarteten Rückgänge der Fallzahlen bzw. Berechnungstage eingetreten. In den Unternehmensbereichen haben sich die Leistungen wie folgt entwickelt:
2.2. Ertragslage Der Konzern sieht sich mit seiner Strategie und Fokussierung auf den Aufbau neuer und den Ausbau bestehender Versorgungsfelder gut aufgestellt und rechnet weiterhin langfristig mit einer positiven Entwicklung der Ertragslage. Die Umsatzerlöse betragen 95.590 T€ (Vorjahr: 75.801 T€). Die Personalaufwandsquote beträgt 44,1 % (Vorjahr: 45,5 %). Die Materialaufwandsquote beträgt 43,9 % (Vorjahr: 44,5 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 13.754 T€ (Vorjahr: 10.004 T€). Das Jahresergebnis beträgt 3.426 T€ (Vorjahr: 798 T€). 2.3. Finanzlage Eine ausreichende Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gegeben und die Zahlungsverpflichtungen wurden fristgerecht erfüllt. 2.4. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 4.965 T€ auf 58.709 T€ gestiegen. Die Bilanzsumme verteilt sich mit 53,1 % (Vorjahr: 62,8 %) auf das Anlagevermögen, mit 44,7 % (Vorjahr: 37,2 %) auf das Umlaufvermögen, sowie mit 0,1 % (Vorjahr: 0,2 %) auf die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und 2,2 % (Vorjahr: 2,0 %) auf latente Steuern. Die Eigenmittelquote (Eigenkapital + Sonderposten aus Investitionsförderung + Gesellschafterdarlehen) beträgt 19,3 % (Vorjahr: 18,3 %). Der Anlagendeckungsgrad (Eigenmittel + langfristiges Fremdkapital) beträgt 65,8 % (Vorjahr: 58,6 %). Die Investitionen belaufen sich im Berichtszeitraum auf 2.374 T€ (Vorjahr: 2.206 T€). Investitionen in das Anlagevermögen des Konzerns durch Änderungen des Konsolidierungskreises erfolgten in Höhe von 18 T€ (Vorjahr: 29.713 T€). 3. PrognoseberichtDie Rahmenbedingungen in 2021 und den Folgejahren stellen sich weiterhin herausfordernd dar. Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens geht jedoch davon aus, dass die wirtschaftliche Situation des Konzerns nachhaltig verbessert werden kann. Die bereits in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenreduktion und Veränderungen der medizinischen Ausrichtungen der Fachabteilungen in den AMEOS Klinika in Alfeld und Bad Salzuflen werden kontinuierlich und stringent fortgeführt. Trotz der immer noch anhaltenden Unsicherheiten durch die COVID-19-Pandemie wird von einer moderaten Erholung der Fallzahlen in 2021 ausgegangen bei einem moderaten Anstieg der Personal- und Sachaufwendungen. Aufgrund des geplanten Wegfalls der Unterstützungsleistung des Staates über das KHEntlG wird jedoch von einem Rückgang des Jahresergebnisses ausgegangen. Die weitere Entwicklung der Pandemie wird einen großen Einfluss auf das Wirtschaftsjahr 2022 nehmen. Das Pandemiegeschehen hat weitgreifende Auswirkungen auf die Inanspruchnahme und damit auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft. Trotz der immer noch anhaltenden Unsicherheiten durch die COVID-19-Pandemie wird von einer Erholung der Fallzahlen, dies jedoch unter den Leistungszahlen der Zeit vor Beginn der Pandemie, in 2022 ausgegangen bei gleichzeitiger Stagnation der Personal- und Sachaufwendungen. Dies führt 2022 zu einem leichten Anstieg des Jahresergebnisses in den Krankenhäusern. Im Bereich der tertiären Leistungen, dem zweiten Standbein des Konzerns, wurde 2021 eine leichte Steigerung des Jahresergebnisses erzielt. Für 2022 wird, obwohl dieser Bereich auch von der Entwicklung der Krankenhäuser abhängt, aufgrund der Weiterentwicklung der AMEOS Gruppe ebenfalls eine leichte Steigerung des Jahresergebnisses erwartet. Insgesamt eröffnen sich weitere Wachstums- und Ertragssteigerungspotenziale, welche die Gesellschaft bestmöglich nutzen wird. Dazu werden die bestehenden Prozesse und Strukturen beständig optimiert und an die Veränderungen im Gesundheitssektor angepasst. Zentrale Erfolgsfaktoren sind hierbei die Innovationskraft, das Leistungsangebot nachfragegerecht auszubauen und weiterzuentwickeln, die Führungskraft, Reorganisation zur Optimierung der Prozesse und Strukturen zeitnah umzusetzen sowie die notwendigen Investitionen auch größeren Umfangs kurzfristig zu tätigen. In der Prognose wurden, die zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bekannten Informationen und Ereignisse berücksichtigt, die den Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung entsprechen. Aufgrund des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine können zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses negative zukünftige Einflüsse auf die Ertragslage nicht ausgeschlossen werden. Auswirkungen auf die Gesellschaft können sich beispielsweise aufgrund von gestiegenen Rohstoffpreisen sowie Störungen von Lieferketten und Logistik ergeben. 4. Chancen- und RisikoberichtDie verwendeten Instrumente zur Risikofrüherkennung sind Monatsabschlüsse und deren Kommentierung, die die Aufwands- und Ertragslage darstellen. Weitere Berichte beinhalten Statistiken zur Auslastung und Belegung der vorhandenen Betten. Damit wurden in geeigneter Form erforderliche Maßnahmen getroffen, um mögliche Risiken aus dem operativen Geschäft frühzeitig erkennen und rechtzeitig geeignete Schritte einleiten zu können. Chancen: Das Chancenmanagement des Konzerns hat zum Ziel, Chancen frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Maßnahmen anzustoßen, damit Chancen wahrgenommen werden und zu einem nachhaltigen Geschäftserfolg führen. Organische Wachstumschancen evaluiert der Konzern gezielt im Rahmen seiner jährlichen Mehrjahresplanung. Die Nutzung von AMEOS Gruppenverträgen eröffnet die Möglichkeit, Leistungen zukünftig kostengünstig beziehen zu können. Unterstützt durch entsprechende Neu- und Umstrukturierungen wird auf diesem Wege eine weitere Reduzierung von Sachkosten angestrebt. Die AMEOS Klinikum Alfeld GmbH verfügt in den Bereichen Geriatrie, Palliativmedizin, im Qualifizierten Entzug sowie der Multimodalen Schmerztherapie über einmalige Angebote im Vergleich zu den direkten Mitbewerbern. Der Bereich der Multimodalen Schmerztherapie soll in 2021 um 8 Betten erweitert werden. Außerdem ist geplant, die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen Unfallchirurgie und Geriatrie durch die Gründung eines Alterstraumatologischen Zentrums (ATZ) weiter zu intensivieren und sich somit auch weiterhin in diesem Bereich von den Wettbewerbern deutlich abzuheben. Aufgrund der stetig wachsen Anzahl von Gesellschaften der AMEOS Gruppe und das weiterhin geplante anorganische Wachstum der Gruppe zeichnen sich für die Dienstleistungsgesellschaften des Konzerns weitere Wachstumschancen ab. Gleichzeitig sieht die Geschäftsführung weitere Chancen in der Weiterführung der Insourcing-Strategien und den damit verbundenen Einsparungen bei den Fremdleistungen sowie der Weiterentwicklung der Geschäftszweige Architektur, Energiemanagement und der Cafeteriakonzepte. Risiken: Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem. Die verwendeten Instrumente zur Risikofrüherkennung sind insbesondere Monatsberichte, welche die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auf Konzern- und Einrichtungsebene zutreffend abbilden. Weitere Berichte zur frühzeitigen Erkennung von Risiken umfassen die Liquiditätssituation und die Auslastung der Einrichtungen, so dass die Geschäftsführung anhand der eingesetzten Instrumente und Berichte umfassend informiert ist und frühzeitig bei auftretenden Fehlentwicklungen und Risiken gegensteuern kann. Die Risiken durch Forderungsausfälle sind aufgrund der Forderungsstruktur - überwiegend Forderungen gegenüber öffentlich-rechtlichen Sozialleistungsträgern bzw. Krankenkassen, die untereinander durch ein Subsidiaritätsprinzip verbunden sind - als gering einzustufen. Aufgrund des weiterhin schwierigen Wettbewerbsumfeldes im Gesundheitssektor sieht der Konzern weiterhin Risiken in den steigenden Preisen bei Verbrauchsmaterialien und Energiekosten sowie dem Anstieg der Tarifgehälter. Im medizinischen Bereich werden durch die stringente Einhaltung der internen Behandlungs- und Pflegestandards bestehende Risiken frühzeitig erkannt bzw. minimiert. Im Bereich der Dienstleistungen besteht das Risiko hauptsächlich in der Akquise von qualifiziertem Personal zur Sicherstellung der Dienstleistungserbringung. Während für die infrastrukturellen Dienstleistungen ausreichend Personal am Arbeitsmarkt verfügbar ist, zeichnet sich im Bereich der höher qualifizierten Arbeitnehmer erhöhte Konkurrenz zu Hotellerie, Gastronomie, Industrie und Handwerk ab. Sollten vakante Stellen nicht rechtzeitig besetzt werden können, muss der Konzern zur Sicherstellung seiner Dienstleistungen auf Fremdleistungen zurückgreifen. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung im deutschsprachigen Raum und der fortlaufenden Modernisierung und Erneuerung der medizinischen Infrastruktur in den AMEOS Einrichtungen sieht sich der Konzern für die zukünftigen Chancen und Risiken gut gerüstet. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im Bereich der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht für die Gesellschaft die Möglichkeit sich bis zu einer nicht ausgeschöpften vereinbarten Kreditlinie über das Cash Pooling innerhalb der AMEOS Gruppe zu finanzieren. Aufgrund des Tätigkeitsspektrums im Euro-Raum bestehen keine Währungsrisiken, die einer Absicherung bedürfen.
21. März 2022 Die Geschäftsführung Martin Stein Michael Schmitt
1 Vgl. Herbstprojektion der Bundesregierung vom
30. Oktober 2020.
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
* Die Vorjahresdaten wurden bezüglich des Ausweises der Erstattungen für die PKW Nutzung angepasst. ** Die Vorjahresdaten wurden bezüglich des Ausweises der sonstigen Steuern angepasst. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20201. Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 der AMEOS Klinikum Alfeld GmbH, Alfeld (im Folgenden auch AMEOS Alfeld), Amtsgericht Hildesheim, HRB 110368, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und der Krankenhaus-Buchführungsverordnung sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. AMEOS ist auf dem Gebiet der Krankenversorgung tätig. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurde zur Verbesserung der Einsicht in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Hinweis auf § 265 Abs. 5 HGB ergänzt. Die Bilanz wurde um die folgenden Posten ergänzt: Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht, Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens und Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde um folgende Posten ergänzt: Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand, Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen, Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und aufgrund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens, Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und aufgrund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß DRS 21 aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. KonsolidierungskreisDie AMEOS Klinikum Alfeld GmbH ist Muttergesellschaft für folgende Tochterunternehmen, die unter ihrer einheitlichen Leistung stehen und bei der ihr unmittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zustehen:
1 Die Gesellschaften wurden per 1.1.2018 erworben. 2 Die Gesellschaften unterliegen einem Ergebnisabführungsvertrag mit der AMEOS Klinikum Alfeld GmbH, Alfeld. 3 Die Gesellschaft wurde am 13. Juni 2018 gegründet. 4 Die Gesellschaft wurde per 01.01.2019 erworben. 5 Die Gesellschaft wurde zum 15.11.2019 erworben. 6 Die Gesellschaft wurde am 11. März 2020 gegründet. Mit Verträgen vom 27. Dezember 2017 hat die AMEOS Klinikum Alfeld GmbH die Geschäftsanteile an der KH Bau und Technik GmbH, der AFW Healthcare Service GmbH, der Servicegesellschaft Senioren-Wohnsitz Ratzeburg mbH und der Jade-Weser Catering GmbH zum Stichtag 1. Januar 2018 (0.00 Uhr) erworben. Die KH Einkauf GmbH, Halle (Saale), wurde ab Gründungsdatum in den Konzernabschluss einbezogen. Die AMEOS Klinikum Alfeld GmbH als Mutterunternehmen hat am 1. Januar 2018 den beherrschenden Einfluss auf die oben beschriebenen Tochtergesellschaften gemäß § 290 Abs. 2 HGB erlangt. Die Erstkonsolidierung des neuen Konzerns erfolgt auf den 1. Januar 2018. In 2019 wurde die KH Labor GmbH zum Stichtag 1. Januar 2019 (0.00 Uhr) und zum 15.11.2019 die AMEOS Klinikum Bad Salzuflen GmbH & Co. KG (ehemals Lippische Nervenklinik Dr. Spernau GmbH & Co. KG) sowie die Spernau Verwaltungsgesellschaft mbH erworben und in den Konzernabschluss eingeschlossen. Über die AMEOS Klinikum Bad Salzuflen GmbH & Co. KG (ehemals Lippische Nervenklinik Dr. Spernau GmbH & Co. KG) wurden zwei Beteiligungen, die TK Lemgo - Tagesklinik für Psychiatrie und Psychosomatik GmbH & Co.KG, Lemgo, und die TK Lemgo - Tagesklinik für Psychiatrie und Psychosomatik Verwaltungs-GmbH, Lemgo, mit jeweils 50 % Kapitalanteil erworben. Die KH Bau und Technik GmbH, Bernburg (Saale), wurde am 11. März 2020 gegründet und wird seit dem Gründungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Sämtliche Beteiligungen der AMEOS Klinikum Alfeld GmbH sind in den Konsolidierungskreis aufgenommen worden. 3. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 3.1 Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bis 6 Jahre; lineare Methode) vermindert. In diesem Posten wird ein Geschäfts- und Firmenwert bilanziert, der über 10 Jahre abgeschrieben wird. Die Abschreibungsdauer von 10 Jahren ergibt sich aus dem langfristigen Geschäftsmodell, bei welchem sich Erträge nur längerfristig generieren lassen, und spiegelt die voraussichtliche betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer wider. 3.2 Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen aufgrund der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 € (bis 2017) bzw. 250 € (ab 2018) und 1.000 € werden ab dem Zugangszeitpunkt über 5 Jahre abgeschrieben. Anschaffungen bis 150,00 € (bis 2017) bzw. 250,00 € (ab 2018) werden aufwandswirksam erfasst. Die Abschreibungen erfolgen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer:
Bei den Zugängen wird die lineare Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die folgenden Monate angewendet. 3.3 Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. 3.4 Umlaufvermögen Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zum Niederstwert angesetzt. Das Mengengerüst wurde mittels vorgezogener Inventur erfasst. Die Stationsvorräte wurden mit Festwerten erstmals zum 31. Dezember 2015 bewertet. Eine Inventur findet alle drei Jahre statt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu den anteiligen Entgelten unter Berücksichtigung von Abschlägen für verlustfreie Bewertung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 1,0 % berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. 3.5 Rechnungsabgrenzungsposten Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die einen Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. 3.6 Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. 3.7 Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens Der Sonderposten wurde in analoger Anwendung des § 5 Abs. 3 KHBV für Investitionen gebildet. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter. 3.8 Rückstellungen Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte in einem versicherungsmathematischen Gutachten von unabhängigen Sachverständigen (Mercer Deutschland GmbH) nach der PUC-Methode unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Der Rechnungszins beträgt 2,34 % (Vorjahr: 2,75 %), der Rententrend unverändert 2,0 % sowie der Gehaltstrend 0 % (Vorjahr: 0,0 %). Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte in einem versicherungsmathematischen Gutachten von unabhängigen Sachverständigen (Heubeck AG) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Der Rechnungszins beträgt 1,64 % (Vorjahr: 2,0 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Archivierungskosten wurde eine Restaufbewahrungsdauer von 30 Jahren (Patientenakten) und 10 Jahren (Verwaltungsakten) und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 1,0 % (Personalkosten) und 2,0 % (Sachkosten) p.a. zugrunde gelegt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem laufzeitäquivalenten durchschnittlichen Zinssatz der letzten 7 Jahre über die entsprechende Laufzeit der Verpflichtung abgezinst. 3.9 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. 4. KonsolidierungsgrundsätzeDer Stichtag für die Konsolidierung ist der 31. Dezember 2020. Dies entspricht dem Bilanzstichtag der Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften. Die Zeitpunkte der Erstkonsolidierung werden in den nachfolgenden Tabellen dargestellt: Tochterunternehmen
Assoziierte Unternehmen
Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung für Zugänge von Tochtergesellschaften wird unter Anwendung der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) in der Weise vorgenommen, dass das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt wird, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum maßgeblichen Zeitpunkt beizulegen ist. Ein sich ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird Vermögensgegenständen insoweit zugerechnet, als deren beizulegender Wert über dem Buchwert liegt. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Der Erwerb der KH Bau und Technik GmbH, der AFW Healthcare Service GmbH und der Servicegesellschaft Senioren-Wohnsitz Ratzeburg mbH erfolgte zum 1. Januar 2018 im Innenverhältnis der AMEOS Gruppe. Die Anschaffungskosten entsprechen dem Wert des Eigenkapitals zum Erwerbszeitpunkt. Der Erwerb der Jade-Weser Catering GmbH erfolgte ebenfalls zum 1. Januar 2018 im Innenverhältnis der AMEOS Gruppe. Die Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ergab einen aktivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von 942.518,90 €. Dies resultiert daraus, dass der Kaufpreis dem Buchwert bei der Verkäuferin entspricht und das neubewertete Eigenkapital durch einen Verlustvortrag negativ ist. Der Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Der Erwerb der KH Labor GmbH erfolgte zum 1. Januar 2019 im Innenverhältnis der AMEOS Gruppe. Die Anschaffungskosten entsprechen dem Wert des Eigenkapitals zum Erwerbszeitpunkt. Der Erwerb der Lippische Nervenklinik Dr. Spernau GmbH & Co. KG, Bad Salzuflen sowie der Spernau Verwaltungsgesellschaft mbH, Bad Salzuflen erfolgte zum 15.11.2019 im Außenverhältnis. Die Lippische Nervenklinik Dr. Spernau GmbH & Co.KG, Bad Salzuflen, firmiert seit dem 12. August 2020 unter AMEOS Klinikum Bad Salzuflen GmbH & Co. KG. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung sind die Aufwendungen und Erträge nach Verrechnung von konsolidierten internen Vorgängen gemäß § 305 Abs. 1 HGB ausgewiesen. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung wurde gemäß § 303 Abs. 1 HGB vorgenommen. Alle zwischen den in den konsolidierten Abschluss einbezogenen Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wurden verrechnet. Eventualverbindlichkeiten wurden in gleicher Weise konsolidiert. Zwischenergebniseliminierung Am Abschlussstichtag bestanden Vermögensgegenstände im Anlage- und Vorratsvermögen, die aus Lieferungen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen untereinander stammten. Eine Zwischenergebniseliminierung wurde vorgenommen. Latente Steuern aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen sind nicht angefallen. 5. Erläuterungen zur Bilanz5.1 Anlagennachweis Die Entwicklung des Anlagevermögens nach einzelnen Bilanzpositionen ist in der Anlage zum Anhang, dem Anlagenspiegel, dargestellt. 5.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Beträge sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9.924 T€ (Vorjahr: 5.615 T€) und sonstigen Forderungen in Höhe von 6.327 T€ (Vorjahr: 3.822 T€; im Wesentlichen Cashpool-Forderungen). 5.3 Aktive latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 15,825 % und 31,925% zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus Bilanzdifferenzen der sonstigen Rückstellungen. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 6.410 T€ und wurden latente Steueransprüche berücksichtigt. Daneben bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 31.332 T€, für die eine Steuerentlastung innerhalb von 5 Jahren nicht erwartet wird.
5.4 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt 115.000 € und ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die AMEOS Krankenhausgesellschaft Leinebergland mbH, Alfeld. Vom Eigenkapital ist in Höhe des aktiven Überhangs der latenten Steuern ein Betrag von 1.278 T€ ausschüttungsgesperrt nach § 268 Abs. 8 HGB. Darüber hinaus ist ein Betrag von 25 T€ gem. § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt, der sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in jedem Geschäftsjahr ermittelt. 5.5 Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens beinhalten ausschließlich Fördermittel gemäß § 9 Abs. 1 und 3 KHG, Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand sowie Zuwendungen Dritter. 5.6 Rückstellungen Gemäß Neuregelungen des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB werden die Pensionsrückstellungen seit 1. Januar 2016 mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (früher sieben) abgezinst. Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 25 T€ (Vorjahr: 29 T€). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen des Personalbereichs für Sonderzahlungen und Leistungszulagen (1.166 T€; Vorjahr: 985 T€), Jubiläumszulagen (108 T€; Vorjahr: 112 T€), Rückstellungen für Mehrarbeit, Resturlaub, Zuschläge, Altersteilzeit und Berufsgenossenschaft (2.060 T€; Vorjahr: 1.214 T€), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (3.453 T€; Vorjahr: 2.190 T€), Rückstellungen für die Archivierung von Geschäftsunterlagen (251 T€; Vorjahr: 249 T€), Budgetrisiken (62 T€; Vorjahr: 3.500 T€) sowie eine Rückstellung für MDK-Forderungen (173 T€; Vorjahr: 239 T€). Daneben wurden weitere erkennbare Risiken in ausreichendem Maße berücksichtigt. 5.7 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 2.502 T€ Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit 27.323 T€ Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr (im Wesentlichen Cash-Pool und Darlehen). 5.8 Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2020 betragen 19 T€ (Vorjahr: 0 T€). Daraus ergibt sich eine Änderung während des Geschäftsjahres in Höhe von 19 T€. 5.9 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 56.519 T€ (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 5.885 T€). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2021 und 2037. 5.10 Haftungsverhältnisse Im Rahmen einer Refinanzierung der AMEOS Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2017 ein Konsortialkreditvertrag mit einem internationalen Banken- und Investorenkonsortium geschlossen. Die Darlehen aus diesem Vertrag verfügen über eine Laufzeit bis 2024. Daneben bestehen weitere Erwerbs- und Betriebsmittelfazilitäten, die auch als Avalkredite gezogen werden können. Die Darlehen werden diversen Gesellschaften zur Verfügung gestellt. Die Besicherung erfolgt banküblich über Verpfändungen, Sicherungsübereignungen sowie grundpfandrechtliche Absicherungen an diversen Standorten. Wesentliche Gruppengesellschaften haften gesamtschuldnerisch. Die KH Bau und Technik GmbH, Heiligenhafen, die KH Labor GmbH sowie die AMEOS Klinikum Alfeld GmbH sind Teil dieses Haftungsverbundes. Mit einer Inanspruchnahme aus den Sicherheitenverträgen ist aufgrund der stabilen Lage und der finanziellen Situation der Gruppe nach kaufmännischer Beurteilung nicht zu rechnen. 6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung6.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen auf tertiäre Leistungen in der AMEOS Gruppe (60.123 T€; Vorjahr: 55.357 T€) und auf die Krankenversorgung (33.215 T€; Vorjahr: 20.636 T€) und werden ausschließlich innerhalb Deutschlands erzielt. Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Posten in Höhe von -6 T€ (Vorjahr: -213 T€). Im Wesentlichen handelt es sich um Ausgleichsbeträge für frühere Geschäftsjahre (0 T€; Vorjahr: 114 T€), sonstige periodenfremde Umsätze (524 T€; Vorjahr: 346 T€) sowie Korrekturen der MDK-Prüfungen in den DRG Fallpauschalen (-545 T€; Vorjahr: -685 T€). 6.2 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Posten in Höhe von 4.378 T€ (Vorjahr: 1.969 T€). Es handelt sich im Wesentlichen um die Auflösung von Rückstellungen (4.143 T€; Vorjahr: 1.785 T€), Wertberichtigungen und Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen (154 T€; Vorjahr: 29 T€) und Versicherungserstattungen (74 T€; Vorjahr: 18 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Posten in Höhe von 1.477 T€ (Vorjahr: 322 T€). Ausgewiesen werden Wertberichtigungen auf Forderungen (417 T€; Vorjahr: 60 T€), Abfindungen an Mitarbeiter (194 T€; Vorjahr: 65 T€), Aufwendungen aus Schadenfällen (149 T€; Vorjahr: 34 T€) sowie sonstige periodenfremde Aufwendungen (710 T€; Vorjahr: 223 T€), die hauptsächlich aus Lieferantennachberechnungen aus Vorjahren stammen. 6.3 Erträge auf Grund des COVID19-Krankenhausentlastungsgesetz Die Umsatzerlöse (und sonstigen betrieblichen Erträge) enthalten Erträge auf Grund des COVID19-Krankenhausentlastungsgesetz in Höhe von 157 T€. 7. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds der AMEOS Alfeld während des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. In Übereinstimmung mit dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 zur Kapitalflussrechnung (DRS 21) wurde zwischen Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie solchen aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein Cashflow von 6.712 T€; Vorjahr: 30 T€) erreicht. Der Mittelabfluss aus Unternehmenserwerben beträgt (18 T€; Vorjahr: 21.627 T€). Nach Mittelabflüssen für sonstige Investitionstätigkeiten in Höhe von (2.262 T€; Vorjahr: 2.206 T€) und aus dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von (-3.890 T€; Vorjahr: 23.467 T€) ergibt sich ein Finanzmittelfonds am Ende der Periode von (1.941 T€; Vorjahr: 1.399 T€). Die gezahlten Zinsen belaufen sich auf (369 T€; Vorjahr: 192 T€), die Ertragssteuererstattungen belaufen sich auf (33 T€; Vorjahr: -471 T€). 8. Sonstige Angaben8.1 Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beinhaltet Abschussprüfungsleistungen (25 T€; Vorjahr: 36 T€) und sonstige Beratungsleistungen (41 T€; Vorjahr: 0 T€). 8.2 Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 1.031 (Vorjahr: 809), davon entfielen 256 (Vorjahr: 199) auf medizinische Bereiche. 8.3 Organe Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Geschäftsführung Herr Michael Dieckmann, COO der AMEOS Gruppe, und Herr Dr. Lars Timm, Regionalgeschäftsführer der AMEOS Region West, waren im Geschäftsjahr 2020 die Geschäftsführer der Gesellschaft. Herr Dr. Lars Timm wurde zum 27. Januar 2020 als Geschäftsführer abberufen; mit gleichem Datum erfolgte die Ernennung von Martin Stein, Regionalgeschäftsführer der AMEOS West seit 1. Januar 2020, zum Geschäftsführer der Gesellschaft. Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung sind gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht erforderlich. 8.4 Gruppenzugehörigkeit Alleinige Gesellschafterin ist die AMEOS Krankenhausgesellschaft Leinebergland mbH, Alfeld. Der konsolidierte Abschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird von der AMEOS Holding AG, Zürich, aufgestellt. Der veröffentlichte konsolidierte Abschluss ist am Sitz der Obergesellschaft einsehbar. 8.5 Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB Die nachfolgenden Tochtergesellschaften haben im Berichtsjahr im Hinblick auf die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht beziehungsweise Offenlegung von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB Gebrauch gemacht: KH Bau und Technik GmbH, Heiligenhafen, AFW Healthcare Service GmbH, Neustadt in Holstein, Servicegesellschaft Senioren-Wohnsitz Ratzeburg mbH, Ratzeburg, KH Einkauf GmbH, Halle (Saale), KH Labor GmbH, Aschersleben, KH Bau und Technik GmbH, Bernburg (Saale). 8.6 Nachtragsbericht Im Rahmen einer Refinanzierung der AMEOS Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2021 ein Konsortialkreditvertrag mit einem internationalen Banken- und Investorenkonsortium geschlossen. Die Darlehen aus diesem Vertrag verfügen über eine Laufzeit bis 2028. Daneben bestehen weitere Erwerbs- und Betriebsmittelfazilitäten, die auch als Avalkredite gezogen werden können. Herr Michael Dieckmann wurde zum 16. August 2021 als Geschäftsführer abberufen. Mit Wirkung zum 7. Dezember 2021 wurde Herr Michael Schmitt als Geschäftsführer ernannt. Aufgrund des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine können zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses negative zukünftige Einflüsse auf die Ertragslage nicht ausgeschlossen werden. Auswirkungen auf die Gesellschaft können sich beispielsweise aufgrund von gestiegenen Rohstoffpreisen sowie Störungen von Lieferketten und Logistik ergeben. Eine darüber hinausgehende Prognose der Auswirkungen ist derzeit nicht möglich. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.
Alfeld, den 21. März 2022 Martin Stein, Geschäftsführer Michael Schmitt, Geschäftsführer Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2020
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
1 Ermittelt aus der Summe der Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (soweit gefördert) und Veränderung des Sonderpostens aus Fördermitteln und der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fördermitteln. 2 Davon kurzfristige Bankverbindlichkeiten 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
1 Per 31. Dezember 2020 stehen 7.000 T€ zur Ausschüttung zur Verfügung. Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital unterliegen 1.278 T€ der gesetzlichen Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AMEOS Klinikum Alfeld GmbH, Alfeld Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der AMEOS Klinikum Alfeld GmbH, Alfeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AMEOS Klinikum Alfeld GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlagebericht s Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 24. Juni 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Ey, Wirtschaftsprüfer Markus Küfner, Wirtschaftsprüfer Niederschrift über eine Gesellschafterversammlungder AMEOS Klinikum Alfeld GmbHBetreff: Billigung Konzernabschluss Unter Verzicht auf alle gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Formen und Fristen der Einberufung, Ankündigung und Durchführung wird von der Alleingesellschafterin der AMEOS Klinikum Alfeld GmbH, der AMEOS Krankenhausgesellschaft Leinebergland mbH, vertreten durch Herrn Janko Beubler, eine Gesellschafterversammlung abgehalten und Folgendes beschlossen:
Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. Hiermit ist die Gesellschafterversammlung geschlossen.
Neustadt, 1.7.2022 Janko Beubler Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 1. Juli 2022 gebilligt. |
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