Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 3934
Eingetragen
11.11.2002
Branche
Herstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Leiterplattenbestückung, Entwicklung, Herstellung und Vertrieb elektronischer Baugruppen und Geräte, Kabelkonfektion, Erwerb von Immobilien, Sanierung und Vermarktung im Eigentum des Unternehmens stehender Immobilien ausschließlich auf eigene Rechnung und unter Verwendung ausschließlich eigener Vermögenswerte (gem. § 34 c GeWO genehmigungsspflichtige Tätigkeiten werden nicht ausgeführt).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Olaf Segler
seit 11.11.2002
Geschäftsführer
Steffen Segler
seit 11.11.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SE-TEC GmbH

Lostau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Organisation

Die SE TEC GmbH mit Sitz in Lostau (kurz SE-TEC) ist Dienstleister für Electronic Manufacturing Services (EMS) und Hersteller und Entwickler von elektronischen Baugruppen. Die SE-TEC betreibt einen Fertigungsstandort in Magdeburg. Am Standort in Konstanz erbringen die Mitarbeiter der DEMEL Elektronik GmbH unterstützende Fertigungsdienstleistungen für die Gesellschaft. Die DEMEL Elektronik GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der SE-TEC GmbH.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Turbon SE-TEC Electronics SRL (kurz TS Electronics) als weiterer EMS-Fertigungsstandort in Oltenita (Rumänien) gegründet. Die SE-TEC und die TS Electronis sind Tochterunternehmen der Turbon Electronic Technologies GmbH, Möser (OT Lostau), und gehören damit zum Konzern der Turbon AG mit Sitz in Hattingen.

2. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Während sich die Lieferprobleme im Jahre 2022 als Folge des Coronavirus im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich verringert haben, wurde die Gesamtwirtschaft im Jahre 2023 insbesondere durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine, den Nahostkonflikt und die globale Inflation belastet. Als Folge hieraus bewegt sich der Leitzins im Jahre 2023 weiter auf einem hohen Niveau, was die Weltwirtschaft zusätzlich belastete. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet, dass das Wachstum des Welthandels von 5,1 % im Jahr 2022 auf 0,9 % im Jahr 2023 zurückgeht, bevor es im Jahr 2024 auf 3,5 % ansteigt. Damit läge des Handelswachstum deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2019 von 4,9 %. Der prognostizierte Rückgang im Jahr 2023 spiegelt die Entwicklung der globalen Nachfrage wider, aber auch die Verschiebung ihrer Zusammensetzung hin zu inländischen Dienstleistungen. (Bundesministerium für Wirtschaft, 28.11.2023).

Die Preise für Waren und Dienstleistungen sind 2023 nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes um 5,9 % gestiegen, nach 7,9 % Vorjahr. Damit stiegen die Preise im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin deutlich schneller als im Jahr 2021 und bewegten sich weltweit weiter auf einem hohen Niveau.

Die mittelfristigen Aussichten sind so trübe wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Prognosen des IWF für das globale Wachstum fünf Jahre im Voraus sind von einem Höchststand von 4,9 % im Jahr 2013 auf nur noch 3,1 % im Jahr 2023 gesunken.

2023 war das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % geschrumpft. Auch ein Rückgang im laufenden Jahr scheint nicht ausgeschlossen. Die Schätzungen für das Jahr 2024 gehen aber auseinander. Während das Münchner ifo-Institut ein Wachstum von 0,7 % prognostiziert, erwartet das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) einen Rückgang von einem halben Prozent.

3. Branchenumfeld

Das Jahr 2023 schloss die Branche der deutschen Elektro- und Digitalindustrie nach den vorläufigen Berechnungen des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) mit einem aggregierten Erlös von 238,1 Milliarden Euro ab, ws einen Zuwachs von 6,0 % bedeutet. Der Inlands- und der Auslandsumsatz belief sich im vergangenen Jahr auf 115,0 Milliarden Euro (+ 7,2 %) und 123,1 Milliarden Euro (+ 5,1 %). Die Erlöse mit Geschäftspartnern aus dem Euroraum erhöhten sich im Jahre 2023 um 5,8 % auf 44,0 Milliarden Euro, die mit Drittländern um 4,7 % auf 79,1 Milliarden Euro. Die branchenweite Kapazitätsauslastung hat sich zu Beginn dieses Jahres weiter reduziert. Verglichen mit der Situation drei Monate zuvor ging sie um knapp anderthalb Prozentpunkte auf 80,5 % der betriebsüblichen Vollauslastung zurück. Gleichzeitig gab die Auftragsreichweite von 4,8 auf 4,1 Produktionsmonate nach. Mit Blick auf derzeitige Produktionsbehinderungen gab es zuletzt sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite Entlastung (gegenüber Anfang des vierten Quartals 2023): 43 % der Unternehmen berichteten noch über Auftragsmangel, 29 % über zu wenig Arbeits- bzw. Fachkräfte und 21 % über Materialknappheit. Bei der preisbereinigten Produktion ist laut ZVEI im Jahre 2023 ein in Höhe von 1,4 % geringeres Wachstum als im Jahre 2022 (3,7 %) zu verzeichnen. Für das laufende Jahr 2024 wird sogar ein Rückgang in Höhe von minus 2 % erwartet.

4. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der SE-TEC beliefen sich im Jahr 2023 auf insgesamt T€ 13.669,5 (Vorjahr: T€ 11.168,3) und lagen damit über den Erwartungen. Von den Umsatzerlösen entfallen T€ 11.319,4 (82,8 %) auf Umsätze mit Dritten und T€ 2.350,1 (17,2 %) auf Umsätze mit verbundenen Unternehmen. Die Bundesrepublik Deutschland war mit Umsatzerlösen in Höhe von T€ 12.207,4 (89,3 %) der stärkste Absatzmarkt. Weitere Umsatzerlöse in Höhe von T€ 1.462,1 (10,7 %) wurden mit Unternehmen in anderen europäischen Ländern realisiert. Umsatzerlöse außerhalb Europas waren für die Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung.

Die Materialaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 7.816,2 (Vorjahr: T€ 8.091,8), die Materialaufwandsquote lag bei 55,9 % (Vorjahr: 60,2 %).

Die SE-TEC erzielte im Geschäftsjahr sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 194,4 (Vorjahr: T€ 115,8), wovon T€ 135,9 (Vorjahr: T€ 35,3) auf Investitionszuschüsse entfielen.

Die Rohertragsmarge belief sich im Geschäftsjahr 2023 somit auf 44,1 % (Vorjahr: 39,8 %). Das Rohergebnis in Höhe von T€ 6.023,3 (Vorjahr: T€ 4.445,7) lag damit auch über den geplanten Werten.

Der Personalaufwand betrug im Berichtsjahr T€ 2.625,2 (Vorjahr: T€ 2.038,8). Die Personalaufwandsquote lag mit 15,3 % auf dem Niveau des Vorjahres (14,8 %). Die Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 192,2 (Vorjahr: T€ 199,0) und betreffen im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Gesellschaft beliefen sich auf insgesamt T€ 1.120,0 (Vorjahr: T€ 957,5).

Insbesondere angesichts der abnehmenden Lieferproblematik, die sich in der Vergangenheit aus Pandemierestriktionen ergaben, konnte die SE-TEC im Geschäftsjahr 2023 ein höheres operatives Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsaufwendungen (EBITDA) von T€ 2.472,5 (Vorjahr: T€ 1.565,1) erwirtschaften. Das operative EBIT der Gesellschaft belief sich auf T€ 2.280,3 (Vorjahr: T€ 1.366,1)

Die Zinsaufwendungen haben sich aufgrund der Aufnahme neuer Kredite im Laufe des zweiten Halbjahres 2022 von T€ 35,5 im Vorjahr auf T€ 49,0 erhöht.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich auf T€ 703,1 (Vorjahr: T€ 417,8) und betreffen im Wesentlichen die Körperschaftsteuer (nebst Solidaritätszuschlag) und die Gewerbesteuer des abgelaufenen Geschäftsjahrs.

Somit konnte trotz der genannten negativen Einflüsse durch den Ukraine-Krieg und den allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl der Umsatz als auch das operative Ergebnis der Gesellschaft gesteigert werden.

5. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag T€ 9.215,7 (Vorjahr: T€ 7.935,9). Das Eigenkapital erhöhte sich durch den erzielen Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres auf T€ 6.084,4 (Vorjahr: T€ 4.552,6) und hat somit eine Quote von 66,0 % (Vorjahr: 57,4 %). Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich unverändert auf T€ 25,0.

Das Anlagevermögen betrug zum Bilanzstichtag T€ 974,0 (Vorjahr: T€ 963,3) und bestand im Wesentlichen aus technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von T€ 632,2 (Vorjahr: T€ 634,4) und Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 190,0 (Vorjahr: T€ 190,0). Darüber hinaus erhöhten sich die immateriellen Vermögensgegenstände aufgrund von Investitionen in ein neues ERP-System von T€ 64,3 im Vorjahr auf T€ 90,5.

Das Umlaufvermögen betrug zum Bilanzstichtag T€ 8.221,6 (Vorjahr: T€ 6.940,6) und erhöhte sich im Wesentlichen durch den Anstieg des Guthabens bei Kreditinstituten von T€ 349,1 im Vorjahr auf T€ 1.024,1 im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche sich zum Bilanzstichtag auf T€ 1.107,4 (Vorjahr: T€ 681,2) beliefen.

Das Vorratsvermögen blieb mit T€ 5.994,3 auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: T€ 5.827,9).

Zur Optimierung des sogenannten Working-Capitals und der Kapitalbindungsdauer wurden verschiedene Instrumente genutzt. Dazu gehörten unter anderem Konsignationslagervereinbarungen mit verschiedenen Lieferanten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betrugen zum Bilanzstichtag T€ 1.253,2 (Vorjahr: T€ 763,6). Die liquiden Mittel erhöhten sich von T€ 349,1 im Vorjahr auf T€ 1.024,1.

Die SE-TEC wies zum 31.12.2023 Rückstellungen in Höhe von T€ 462,2 (Vorjahr: T€ 364,5) aus. Der Betrag setzte sich zusammen aus Rückstellungen für noch zu entrichtende Ertragssteuern (T€ 312,8), sowie sonstige Rückstellungen (T€ 149,4), im Wesentlichen für Personal, Energie, Gewährleistung und Jahresabschlussleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen in der Bilanz zum 31.12.2023 T€ 558,1 (Vorjahr: T€ 718,6). Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind von T€ 599,8 im Vorjahr auf T€ 617,2 gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von T€ 709,4 im Vorjahr auf T€ 523,9 vermindert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich auf T€ 301,6 (Vorjahr: T€ 370,0) vermindert. Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag T€ 650,1 (Vorjahr: T€ 579,7).

Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Cash Flow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 1.020 (Vorjahr: T€ -268).

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf T€ -226 (Vorjahr: T€ -240) und betraf im Wesentlichen Investitionen in das Anlagevermögen.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug T€ -120 (Vorjahr: T€ 446) und stammt im Wesentlichen aus der Rückzahlung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

6. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 investierte die SE-TEC GmbH vor allem weiter in den Ausbau der Fertigungskapazitäten. In diesem Zusammenhang wurde auch in weiteres Fertigungsequipment investiert, wobei eine weitergehende Automatisierung der Fertigungsprozesse und eine Harmonisierung des Equipments an den verschiedenen Standorten im Vordergrund stand. Die Implementierung des neuen ERP-Systems wurde im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt.

7. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 lag die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter bei der SE-TEC bei 64 Mitarbeitern (Vorjahr: 58 Mitarbeiter).

8. Kundenstruktur

Neben den langjährigen, partnerschaftlichen Beziehungen zu den Bestandskunden, konnten weitere, neue partnerschaftliche Beziehungen aufgebaut werden. Die Basis, d.h. die Anzahl der Kunden, konnte in den vergangenen Jahren erheblich vergrößert werden. Hierbei handelt es sich um Kunden aus verschiedenen industriellen Branchen, die ausschließlich in Europa, vornehmlich Deutschland, ihren Standort haben. Die durchschnittliche Fertigungsmenge pro Kunde hat sich im Laufe der vergangenen Jahre erhöht.

9. Forschung & Entwicklung

Da die SE-TEC als EMS-Dienstleister Produkte im Auftrag für andere Unternehmen fertigt, findet Forschung & Entwicklung eigener Produkte nicht in diesem Unternehmen statt.

10. Wirtschaftliches Umfeld

Das Geschäftsjahr 2023 war, wenn auch in einem geringeren Ausmaß als im Vorjahr, weiterhin von den Folgen der COVID-19-Pandemie geprägt. Hierbei spielten aber weniger die damit ursprünglich verbundenen Lieferprobleme, sondern vielmehr das veränderte Bestellverhalten der Kunden eine Rolle, die dazu tendierten Sicherheitsbestände anzulegen. Dies führte neben anderen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen dazu, dass von einem hohen Niveau im Jahr 2022 das Wachstum im Jahr 2023 zurückging und für da Jahr 2024 laut Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) sogar ein Rückgang der preisbereinigten Produktion zu erwarten ist.

Mit Blick auf derzeitige Produktionsbehinderungen gab es zuletzt sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite Entlastung (gegenüber Anfang des vierten Quartals 2023): 43 % der Unternehmen berichteten noch über Auftragsmangel, 29 % über zu wenig Arbeits- bzw. Fachkräfte und 21 % über Materialknappheit (ZVEI-Pressemitteilung 08/2024).

In diesem wirtschaftlichen Umfeld gelang der Gesellschaft im Bereich der Elektronikfertigung ein überdurchschnittliches Wachstum. Das überdurchschnittliche Wachstum war einerseits ein Ergebnis der bereits erwähnten Verbreiterung der Kundenbasis in den vergangenen Jahren, andererseits ein Ergebnis der langjährigen partnerschaftlichen Beziehungen.

11. Marktentwicklung und Trends

Der Trend der Digitalisierung wird sich auch in den Folgejahren fortsetzen. Dies wird weiter zu einer verstärkten Nachfrage nach elektrischen und elektronischen Baugruppen führen. Neben diesen Trends sind aber weitere Trends zu beobachten, die die jeweilige Entwicklung beeinflussen werden. Besonders hervorzuheben sind hierbei eine sich verändernde Lieferantenstrategie auf der Kundenseite und ein wachsender Kundenbedarf an "Komplettlösungen". Die sich verändernde Lieferantenstrategie auf Kundenseite ist ein Ergebnis der Erfahrungen, die sich durch die prägenden Trends der vergangenen Jahre, wie z.B. COVID-19-Pandemie und aktuelle Konflikte, die auch eine Abhängigkeit der Kunden von Lieferanten deutlich machte. Diese gilt es zu verringern. Hinzu kommt der Bedarf nach Komplettlösungen, der sich aus der zunehmenden Komplexität elektronischer Produkte ergibt.

12. Risiken und Chancen

Beschaffungsmarkt: Auf dem Beschaffungsmarkt haben sich die Lieferprobleme aus dem Jahre 2022 deutlich reduziert. Die maßgeblichen Einflussfaktoren auf die preisliche Entwicklung und die Lieferfähigkeit liegen insbesondere im Bereich der globalen wirtschaftspolitischen Entwicklungen. Eine "Nicht-Lieferfähigkeit" von Komponenten, wie wir sie in den vergangenen Jahren erfahren haben, wird allerdings für das Jahr 2024 in diesem Ausmaß nicht erwartet.

Absatzmarkt: Die Digitalisierung nimmt weiter zu und erhöht somit die Nachfrage nach Produkten, die einen Bedarf an Elektronikfertigung haben. Dies wird allerdings zum Teil durch die allgemein rückläufige Nachfrage im Bereich der industriellen Güter überkompensiert. Chancen ergeben sich durch eine gestiegene Nachfrage nach kompletteren elektronischen Baugruppen in höheren Stückzahlen. Wir erwarten, dass die Gesellschaft von diesen Chancen auch durch den neu geschaffenen Fertigungsstandort der mit der SE-TEC verbundenen Turbon SE-TEC Electronics SRL in Oltenita (Rumänien) zunehmend profitieren kann.

Standorte: Mit den aktuellen Standorten in Magdeburg und Konstanz kann der wachsenden Nachfrage und den sich verändernden Bedürfnissen nur bedingt Rechnung getragen werden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde bereits im Geschäftsjahr 2022/2023 der Aufbau einer weiteren Elektronikfertigung in Oltenita (Rumänien) über die Turbon SE-TEC Electronics SRL als verbundenes Unternehmen der SE-TEC initiiert. Dies erlaubt uns Synergiepotentiale mit den an diesem Standort bereits bestehenden Aktivitäten anderer verbundener Unternehmen des Turbon-Konzerns zu heben und die Kapazitäten der Elektronikfertigung deutlich zu erhöhen. Mit einer Inbetriebnahme der Elektronikfertigung wird Ende des 1. Quartals 2024 gerechnet.

Forderungen: Mögliche Risiken im Bereich der Forderungen können durch Forderungsausfälle aufgrund der Insolvenz von Kunden entstehen, da im Bereich der Elektronikfertigung besteht ausschließlich auftragsbezogen gefertigt wird. Diese Risiken werden aktuell als gering bewertet und durch erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen reduziert.

Liquidität und Finanzierung: Die, um die Lieferfähigkeit zu gewährleisten, erforderliche Bevorratung kritischer Bauteile erhöhte in der Vergangenheit die Vorfinanzierung des Vorratsvermögens und reduzierte somit die Liquidität der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund wurden mit den Kunden Vereinbarungen bezüglich Anzahlungen getroffen, was positive Auswirkungen auf die Liquidität der Gesellschaft hatte.

Administrative und Produktionsprozesse: Durch die Einführung eines neuen ERP-Systems besteht die Möglichkeit der Effizienzsteigerung der einzelnen Prozesse. Eine deutlich höhere Transparenz wird auch erforderliche Entscheidungen beschleunigen können. Das Risiko eines nicht funktionierenden Systems wird durch die Beibehaltung des Alt-Systems bis zur Funktionsfähigkeit deutlich reduziert.

13. Gesamtbetrachtung von Chancen und Risiken

Das Geschäftsmodell sowie das zugrundeliegende Risikomanagementsystem der SE-TEC ist langfristig ausgerichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 konnten die geplanten Ziele trotz der in diesem Geschäftsjahr bestehenden negativen Einflüsse übertroffen werden.

Auf Basis der heute zur Verfügung stehenden Informationen sowie deren Analysen und Beurteilungen sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination eine Gefahr für den Fortbestand der SE-TEC darstellen oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen können.

Der eigene Auftragsbestand zum Jahresende 2023 und die aktuellen Trends (Digitalisierung, veränderte Sourcing-Strategie der Kunden, etc.) werden auch zukünftig weitere Wachstumschancen eröffnen. Die SE-TEC hat die vorbereitenden Maßnahmen initiiert (z.B. Erweiterung um den Fertigungsstandort in Rumänien durch verbundene die Turbon SE-TEC Electronics SRL, neues ERP-System) und wird diese im Laufe des Geschäftsjahres 2024 umsetzen, um die für das Wachstum erforderliche Basis zu schaffen.

14. Prognosebericht

Aktuell liegen die Wachstumsprognosen für die Bundesrepublik Deutschland zwischen einem geringer Erhöhung und einer geringen Minderung zum Vorjahr. Insbesondere im industriellen Bereich fallen die Wachstumsaussichten moderater aus. Dies wird auch wesentlich den Markt der Elektronikfertigung beeinflussen. Die aufgezeigten Trends, insbesondere die immer weiter fortschreitende Digitalisierung der industriellen Produkte wird dies teilweise kompensieren. Die SE-TEC ist weiter auf Wachstum ausgerichtet und hat für das Geschäftsjahr 2024 ein sog. "Worst Case"-Szenario und "Best Case"-Szenario entworfen. In beiden Szenarien wird von einem über der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung liegenden Wachstum ausgegangen. Die Schaffung des neuen Fertigungsstandortes in Rumänien durch die Turbon SE-TEC Electronics SRL wird im Laufe des Jahres 2024 weitere Möglichkeiten eröffnen, von denen die SE-TEC profitieren wird. Für 2024 erwartet die SE-TEC einen Umsatz von € 13,2 Mio. (Vorjahr: € 13,7 Mio.) und ein EBT in Höhe von € 1,7 Mio. (Vorjahr: € 2,3 Mio.).

 

Lostau, 29. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Olaf Segler

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 974.036,76 963.321,86
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 90.474,76 64.301,86
II. Sachanlagen 693.362,00 708.820,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 13.443,00
2. technische Anlagen und Maschinen 632.202,00 634.421,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.159,00 60.956,00
III. Finanzanlagen 190.200,00 190.200,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 190.000,00 190.000,00
2. Sonstige Finanzanlagen 200,00 200,00
B. Umlaufvermögen 8.221.612,64 6.940.586,88
I. Vorräte 5.944.282,84 5.827.906,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.253.182,80 763.616,31
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.614,90 48.545,65
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.250.567,90 715.070,66
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 31.889,00 30.053,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.024.147,00 349.064,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.030,01 31.975,27
davon Disagio 918,34 1.223,38
Aktiva 9.215.679,41 7.935.884,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.084.449,78 4.552.597,46
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 6.059.449,78 4.527.597,46
davon Gewinnvortrag 4.527.597,46 3.616.214,13
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 17.980,60 41.227,60
C. Rückstellungen 462.242,42 364.485,21
D. Verbindlichkeiten 2.651.006,61 2.977.573,74
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 558.059,18 718.609,81
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 189.636,49 194.968,96
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 368.422,69 523.640,85
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 301.646,04 170.030,11
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 301.646,04 170.030,11
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.791.301,39 2.088.933,82
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.454.672,03 1.552.304,46
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 336.629,36 536.629,36
Passiva 9.215.679,41 7.935.884,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.217.735,36 4.561.493,16
2. Personalaufwand 2.625.227,68 2.038.825,22
a) Löhne und Gehälter 2.098.023,92 1.654.827,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 527.203,76 383.998,19
davon für Altersversorgung 8.621,77 8.623,92
3. Abschreibungen 192.212,53 199.010,47
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 192.212,53 199.010,47
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.119.963,97 957.531,41
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 7.897,50 5.918,71
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.779,66 0,74
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 48.996,09 35.511,75
davon an verbundene Unternehmen 7.000,00 5.250,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 703.079,28 417.870,72
8. Ergebnis nach Steuern 1.533.035,47 912.744,33
9. sonstige Steuern 1.183,15 1.361,00
10. Jahresüberschuss 1.531.852,32 911.383,33
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.527.597,46 3.616.214,13
12. Bilanzgewinn 6.059.449,78 4.527.597,46

Anhang zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die SE-TEC GmbH mit Sitz in Lostau ist ein Unternehmen auf dem Gebiet der Leiterplattenbestückung sowie der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb elektronischer Baugruppen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Registernummer HRB 3934 eingetragen.

Der Jahresabschluss der SE-TEC GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vollständig beibehalten werden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungsminderungen berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten mehr als 250,00 Euro aber weniger als 800,00 Euro betragen, werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn eine durch planmäßige Abschreibungen nicht gedeckte Wertminderung eingetreten ist und diese voraussichtlich von Dauer sein wird.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten Fertigungs- und Materialeinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst wurden. Auf das Vorratsvermögen wurden Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert vorgenommen, sofern sich dieser aus einem Marktpreis am Abschlussstichtag ergab.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennwert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen werden zu Nennwerten bilanziert und über Nutzungsdauer der dafür erworbenen Vermögensgegenstände ratierlich erfolgswirksam aufgelöst.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Abschlussstichtag mit dem Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (Devisenkassamittelkurs) bewertet.

Angaben zur Bilanz

Anlagenvermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen

Die Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr betragen T€ 31,9 (Vorjahr: T€ 30,1) und werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 96,1 (Vorjahr: T€ 48,5).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Im Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von T€ 0,9 (Vorjahr: T€ 1,2) enthalten.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen bestehen für erwartete Steuernachzahlungen des Veranlagungszeitraums 2023 (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Personalkosten (T€ 65,6), Energiekosten (T€ 37,3), Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung (T€ 25,0), Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 14,2) sowie Kosten für die Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen (T€ 7,3).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeiten (T€) Gesamtbetrag < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
gegenüber Kreditinstituten 558,1 189,7 368,4 0,0
(Vorjahr) (718,6) (195,0) (523,6) (0,0)
aus erhaltenen Anzahlungen 617,2 617,2 0,0 0,0
(Vorjahr) (599,8) (599,8) (0,0) (0,0)
aus Lieferungen und Leistungen 523,9 523,9 0,0 0,0
(Vorjahr) (709,4) (709,4) (0,0) (0,0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 301,7 101,7 200,0 0,0
(Vorjahr) (370,0) (170,0) (200,0) (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 650,1 313,5 336,6 0,0
(Vorjahr) (579,7) (343,1) (236,6) (0,0)
Summe 2.651,0 1.746,0 905,0 0,0
(Vorjahr) (2.977,5) (2.017,3) (960,2) (0,0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Forderungsabtretungen, Verpfändungen von Bankguthaben (T€ 40,0) sowie durch Sicherungsübereignungen von Maschinen (T€ 38,4) besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch einen Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe T€ 94,6 (Vorjahr: T€ 15,4) sowie erhaltene Anzahlungen in Höhe von T€ 0,0 (Vorjahr: T€ 154,5).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 214,9 (Vorjahr: T€ 220,9).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen für Gewerberäume und Leasingverträgen für Fahrzeuge und andere bewegliche Vermögensgegenstände ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Form von monatlichen Mieten bzw. Leasingraten mit einer Laufzeit von einem bis zu fünf Jahren. Diese Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungs- und Kaufoptionen sowie Preisanpassungsklauseln. Für Mietverträge mit unbestimmter Laufzeit wurde eine geschätzte Restlaufzeit nach dem Bilanzstichtag von fünf Jahren zugrunde gelegt. Die Summe der künftigen Miet- und Leasingzahlungen setzt sich zum Bilanzstichtag nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

Fälligkeiten künftiger Miet- und Leasingzahlungen T€ Vorjahr
T€
innerhalb eines Jahres 285,6 268,7
zwischen einem und fünf Jahren 989,1 936,9
Summe 1.274,6 1.205,6

Arbeitnehmer

Die SE-TEC GmbH beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 64 Mitarbeiter (Vorjahr: 58), die sich in folgende Arbeitnehmergruppen aufteilen:

Arbeitnehmergruppen Anzahl Vorjahr
Arbeiter 36 34
Angestellte 27 23
leitende Angestellte 1 1
Gesamtzahl 64 58

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten der Geschäftsführung an:

- Olaf Segler, Lostau (Kaufmann)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Anteilsbesitz

Die SE-TEC GmbH ist zu 100 % an der der DEMEL Elektronik GmbH mit Sitz in Konstanz beteiligt. Die DEMEL Elektronik GmbH wird im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Registernummer HRB 710982 geführt. Zum 31. Dezember 2023 betrug das Eigenkapital der DEMEL Elektronik GmbH T€ 796,2 (Vorjahr: T€ 751,0) und der Jahresüberschuss T€ 45,2 (Vorjahr: T€ 113,3).

Konzernzugehörigkeit

Die SE-TEC GmbH wird in den Konzernabschluss der Turbon AG mit Sitz in Hattingen einbezogen. Der Konzernabschluss der Turbon AG stellt sowohl den größten als auch den kleinsten Kreis von Unternehmen dar, die in einen Konzernabschluss einbezogen werden. Der Konzernabschluss der Turbon AG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss der Turbon AG veröffentlicht.

Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung hat am 10. Januar 2024 eine Vorabausschüttung auf den zu erwartenden Gewinn für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von T€ 600,0 beschlossen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Lostau, 29. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Olaf Segler

sonstige Berichtsbestandteile

 

Lostau, den 24.05.2024

gez. Olaf Segler

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SE-TEC GmbH, Lostau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SE-TEC GmbH, Lostau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SE-TEC GmbH, Lostau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

• Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 8. März 2024

Märkische Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Klaus Orzehsek, Wirtschaftsprüfer

Michael Förster, Wirtschaftsprüfer

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