BECA GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mart Dasselaar seit 15.10.2025 | Geschäftsführer |
Ton Jan Dasselaar seit 17.12.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dasko Groep B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dasko GmbHWietzendorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022DASKO GmbH, Am Hanfberg 9, 29649 Wietzendorf1. Grundlage der Gesellschaft Die Dasko GmbH wird beim Amtsgericht Lüneburg im Handelsregister B unter der Nummer 204075 geführt. Die Dasko GmbH ist zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach deutschem Handelsrecht verpflichtet. Soweit im Lagebericht zahlenmäßige Darstellungen erfolgen, beziehen sich diese auf den nach deutschen Vorschriften (HGB) aufgestellten Einzelabschluss der Dasko GmbH. Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen der Dasko Groep B.V. in deren Konzernabschluss einbezogen. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer internationalen Spedition sowie der An- und Verkauf von LKW's. Ferner betreibt die Gesellschaft ein Kühlhaus. In der Dasko GmbH waren 2022 im Durchschnitt 65 Mitarbeiter beschäftigt. Mit bis zu 44 Zugmaschinen und bis zu 59 Kühlaufliegern wurden gekühlte Waren in Deutschland und Teilen von Europa transportiert. Im angemieteten Tiefkühlhaus wird die Be- und Entladung von Container und Kühlaufliegern, die IFS und BIO- konforme TK-Lagerung, sowie die Kommissionierung (in den Bereichen B2B und B2C) aller Arten von Tiefkühlprodukten angeboten. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 laut dem Statistischen Bundesamt geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Energie inklusive Diesel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2022 um 1,9 % höher als im Jahr 2021. (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html) Die gesamte Transportbranche wurde sehr gefordert und vor große logistische Aufgaben gestellt. Durch den Kriegsausbruch im Februar 2022 zwischen Russland und der Ukraine sind die Öl- und Kraftstoffpreise enorm gestiegen und haben somit die Preise für Transportleistungen stark erhöht. Die Transitzeiten in der Luftfracht haben sich zum Teil erheblich verlängert, auch infolge der Luftraumsperrungen über Russland. Zusätzlich sind, aufgrund des hohen Ladungsaufkommens durch die Pandemie, die Frachtkapazitäten stark reduziert worden. Die strikte Null-Covid Strategie in China hat die Fahrpläne der Reedereien völlig durcheinandergebracht und für große Kapazitätsengpässe auf den Schiffen sowie bei den Leercontainern gesorgt. Diese Verzögerungen haben sich auch auf den europäischen und asiatischen Markt ausgewirkt, sodass vor allem auch die westeuropäischen Häfen völlig überfüllt waren und z.T. noch sind. Dies hat zu großen Rückstaus von Waren und Containern auf den Terminals an Land, sowie bei den Packschuppen und Lagerhäusern geführt. Waren für den Export konnten zum Großteil nur sehr kurzfristig angeliefert werden und bei kurzfristigen Fahrplanänderungen sind häufig hohe Mehrkosten für Zwischenlagerungen entstanden. Die hohen Corona Fallzahlen haben oft zu vermehrtem Personalausfall geführt, was die Produktivität zusätzlich verringert hat und die Situation somit weiter verschärft hat. Leercontainer waren äußerst knapp und in den Inlanddepots so gut wie nicht verfügbar. Durch den Russland-Ukraine-Krieg fehlen viele ukrainische LKW-Fahrer, was auch den Weitertransport im Inland erschwert und verzögert hat. Die Frachtraten sind trotz der langen Wartezeiten und Kapazitätsengpässen auf einem sehr hohen Niveau geblieben und erst zum Jahresende leicht gesunken. (Interfracht - https://interfracht.de/rueckblick-2022-ausblick-2023/) Im Bereich der Tiefkühlhauslogistik meldet der Verband Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen e.V. (VDKL) für 2022 einen deutlichen Rückgang des Belegungsgrades; der unter dem Vorjahr liegen wird. In vielen Warengruppen gab es rückläufige Belegungszahlen. (z.B.: -14,2 % bei Schweinefleisch, -2,5 % bei Rindfleisch, -15,6 % bei Butter, -21,4 % bei Pizza und Pasta, -35,5 % bei Speiseeis, -8,1 % Früchte und Obst, -26,6 % bei Fisch und Meeresfrüchten) Bestandserhöhungen meldet der VDKL vor allem in den Warengruppen Kartoffelprodukte + 3,4 %, Backwaren +35,7 %, Geflügel + 25,8 % und im Bereich der sonstigen Ernährungsgüter (Bsp. Vegan) +33,3 %. (Quelle: VDKL) Die Einflussfaktoren für die deutschen Tiefkühlhäuser waren die Gleichen, wie in der o.g. Transportbranche, nämlich: gestiegene Energiekosten durch den Russland-Ukraine-Krieg, Störung der weltweiten Lieferketten (Bsp. Containergeschäft), krankheitsbedingte Personalengpässe (insbesondere durch Corona) sowie der allgemeine Bewerber- und Fachkräftemangel. 2.2. Geschäftsverlauf Der Krieg in der Ukraine hat aufgrund der gestiegenen Kosten einen negativen Einfluss auf das Geschäftsjahr gehabt. a) Transport Durch die gestiegenen Kraftstoffkosten hat sich die Marge bei den Transporten verringert. Auch auf die Kosten für Charter und Distributoren sind stark gestiegen und die Engpässe bei Fahrzeugersatzteilen und deren gestiegene Kosten belasten den Erfolg des Unternehmens zusätzlich. Einen Teil der gestiegenen Kraftstoffkosten konnten durch die Weitergabe an die Kunden ausgeglichen werden, dies konnte aber einen Verlust in der Transportsparte nicht verhindern. b) Tiefkühllager Die Auslastung von durchschnittlich 85 % belegte Lagerplätze 2021 konnte in 2022 nicht erreicht werden. Mit 77% ist jedoch die Auslastung in 2022 zufriedenstellend, wozu auch die gestiegenen Preise beigetragen haben. Gestiegene Energiepreise belasten das Ergebnis etwas, dies wurde aber durch die eigene PV-Anlage abgemildert. Das Tiefkühllager erreichte in 2022 ein positives Ergebnis. Insgesamt bezeichnet die Geschäftsleitung den Geschäftsverlauf als nicht zufriedenstellend. 2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bedeutsame finanziellen Leistungsindikatoren, die auch zur Unternehmenssteuerung eingesetzt werden, sind:
3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Ertragslage
Die Steigerung des Umsatzes um 10% auf T€ 14.416 resultiert teilweise aus der Weiterbelastung der gestiegen Treibstoffkosten an die Kunden. Auch davon bereinigt konnten Transport und Kühlhaus den Umsatz in 2022 steigern. Der Materialaufwand ist vor allem im Bereich der Kraftstoffkosten T€ 2.982, Kosten für Fremdspediteure T€ 4.354 und Stromkosten stark gestiegen. Hintergrund für diesen unvorhersehbaren Preisanstieg sowie die hohe Volatilität war der Russland-Ukraine-Krieg. Die Personalkosten über T€ 2.535 haben sich gegenüber 2021 nicht wesentlich verändert. Die Abschreibung über T€ 1.218 ist durch den Kauf von neuen Zugmaschinen und Aufliegern um 22% gestiegen. Seit 2020 werden neue Zugmaschinen und Auflieger hauptsächlich über Mietkauf finanziert. Dies führt zu einer Verringerung der Leasingkosten und zum Anstieg der Abschreibungen. Insgesamt erhöhen sich die sonstigen betrieblichen Ausgaben um 5%. Großen Anteil haben dabei die reduzierten Leasingaufwendungen. Gegenläufig haben sich die Kosten für Wartung und Reparatur des Fuhrparks erhöht. Durch die stark gestiegenen Kosten, die insbesondere in der Transportsparte nicht in ausreichendem Umfang an die Kunden weiterbelastet wurden, ist das Jahresergebnis von T€ 137 in 2021 um 252 % auf einen Jahresverlust von T€ -208 gesunken. 3.2 Vermögenslage und Kapitalstruktur
Der Anstieg des Anlagevermögens ist auf Erneuerungsinvestitionen in den Fuhrpark zurückzuführen. Ferner wurden Anzahlungen für die Erweiterung der PV Anlage getätigt, die zum Bilanzstichtag noch im Bau befindlich war. Der Anstieg des Umlaufvermögens ist im Wesentlichen auf einen im Vorjahresvergleich erhöhten Bestand an Palettenguthaben bei Geschäftspartnern zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten nehmen Personalrückstellungen insbesondere Palettenschulden bei Geschäftspartnern. Der Anstieg der Rückstellungen ist auf einen Anstieg dieser Palettenschulden zurückzuführen. Bei den Verbindlichkeiten ist der Anstieg insbesondere durch Darlehensaufnahmen und höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Verbundunternehmen zurückzuführen. 3.3 Finanzlage 3.3.1 Investitionen Die Dasko GmbH hat 2022 insbesondere in 4 neue Zugmaschinen und 10 neue Kühlauflieger investiert die über Mietkauf finanziert wurden. Die neuen Zugmaschinen und Kühlauflieger dienen als Ersatz für alte verkaufte Fahrzeuge. 3.3.2 Liquidität Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft ist gut, es sind keine Engpässe eingetreten. Investitionen wurden weitestgehend über Mietkauf finanziert. Ein gewährte Kreditlinie bei dem Hauskreditinstitut wird selten und wenn nur für wenige Tage in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr wurden zur Stärkung der Liquidität Darlehen bei Verbundunternehmen aufgenommen. Die Gesellschaft war in 2022 jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachzukommen. Um die Auszahlungen für Investitionen über deren Nutzungsdauer zu verteilen und damit die Liquiditätsbelastung bei Anschaffung zu minimieren, schließt die Gesellschaft neben Mietkaufverträgen regelmäßig Operating Leasing-Verträge (außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente) für Fahrzeuge und Auflieger ab. Die Aufwendungen für Leasing betrugen im Geschäftsjahr T€ 297 (Vorjahr: T€ 475). Bedeutsame Änderungen bei den Kreditkonditionen haben sich in 2022 nicht ergeben. Wesentliche Verpflichtungen aus Bestellungen oder begonnenen Investitionen bestanden nicht. 3.3.3 Cash Flow
4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikomanagementsystem Durch unsere "Meetingkultur" und dem damit verbundenen regelmäßigen Austausch zwischen den Kollegen/innen, den Abteilungen, den Führungskräften und dem QM-Team, werden Risiken beobachtet, bewertet und besprochen. Alle wesentlichen Geschäftsbereiche werden nach den Gesichtspunkten des Risikomanagements laufend überwacht und haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Dabei wird als Risiko / Chance eine negative / positive Abweichung von den Planwerten mit einem Zeithorizont von einem Jahr definiert. Die Risiken werden vor den ergriffenen Maßnahmen zu deren Bewältigung dargestellt. Risiken werden systematisch erfasst, analysiert und bewertet. Durch organisatorische Regelungen, gestützt durch aktuelle EDV-Auswertungen, erfolgt eine der Unternehmensgröße angemessene Risikokommunikation. Überwachung und Bewältigung von bestandsgefährdenden Risiken werden direkt an die Geschäftsleitung berichtet. In unserem Unternehmen setzen wir folgende Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssysteme ein: Planungsrechnung, Abweichungsanalysen, Ergebnisrechnung nach Sparten, Forderungsmanagement sowie regelmäßige Führungskreisbesprechungen. 4.2. Chancenbericht Für 2023 sehen wir mehrere Chancen uns marktkonform aufstellen zu können. So bieten für den Lagerbereich beispielsweise die beiden Themen "Zulassung zur Lagerung von Pharmawaren", sowie die die Genehmigung eines "offenen Zolllagers" für uns gute Chancen der Geschäftsausweitung. Wir erwarten, dass wir hiermit weitere Neukunden ansprechen und für die Dasko GmbH gewinnen könnten. Wir beobachten eine verstärkte Anfrage von kleinen und mittelständischen Lagerkunden. Durch die stark zunehmende Automatisierung der großen Tiefkühlläger werden diese Kunden zunehmend unattraktiver für die großen, automatisierten Tiefkühlhäuser. Hier sehen wir eine Chance für unser kleines Tiefkühlhaus, denn wir können auf die individuellen Dienstleistungswünsche dieser Lagerkunden nach wie vor eingehen. Hier ist unsere Flexibilität und Qualität ein großer Vorteil gegenüber den "Branchenriesen" aus dem Bereich der Tiefkühllagerung. Im Transportbereich wollen wir durch branchenspezifisches Marketing und Recruiting, geeigneten Neukunden, für unser Speditionsgeschäft finden. Sowohl für unsere Transport-, als auch für unsere Lagerkunden ist es hierfür wichtig, dass wir mit unserem eigenen IT-Team die Themen der Digitalisierung und Schnittstellen weiter vorantreiben und ausbauen. Unser Personalwesen setzt auch zukünftig immer mehr auf den Ausbau der Berufsausbildung im Hause der Dasko GmbH., um dem bestehenden Bewerber- und Fachkräftemangel entgegenwirken zu können. 4.3. Risikobericht Nachfolgend werden die Einzelrisiken in Kategorien dargestellt: 4.3.1 Absatz- und Marktrisiken Aufgrund der gestiegenen Energiekosten und somit höheren Beschaffungs- und Lagerungskosten für unsere Kunden, verhalten sich diese bei Bestellungen von Waren sowie bei der eigenen Produktionsplanung deutlich vorsichtiger, was sich wiederum auf die Bestandsmengen in unserem Transport -und Lagerungsbereich auswirkt. Keiner unserer Kunden kann uns eine klare Prognose für 2023 machen, da sich der Markt zurückhaltend und wenig kalkulierbar verhält. Eine steigende Inflation in Deutschland führt zu einem veränderten, bzw. angepassten Verkaufsverhalten im Endkundengeschäft. Die Verbraucher begegnen der Inflation beispielsweise so, dass eher höherpreisige Lebensmittelprodukte derzeit weniger nachgefragt werden. Welche Effekte die sehr hohen Inflationszahlen und die hohen Energiepreise auf unsere logistischen Dienstleistungen im Transport- und Tiefkühl-Lagerwesen haben werden, lässt sich nur schwer einschätzen. Sie stellen auf jeden Fall ein zusätzliches wirtschaftliches Risiko dar. 4.3.2 Risiken im Bereich Personal Der Bewerbermarkt ist knapp und die Fachkräfte in Deutschland fehlen, der demografische Wandel verschärft diese Situation zusätzlich. Unsere Rekrutierungsaufwendungen, zeitlicher und finanzieller Natur, haben sich der Bewerbermarktsituation anpassen müssen und sich dementsprechend deutlich erhöht. Wir begegnen diesem Risiko dadurch, dass wir in einigen Berufen ausbilden. Besonders angespannt ist der für uns zu spürende Fachkräftemangel bei den am Markt fehlenden Berufskraftfahrern. Hier bildet die Dasko GmbH bislang noch nicht selbst aus und muss langwierig Berufskraftfahrer rekrutieren. 4.3.3 Risiken beim Bereich Energie Zum Jahresende 2022 ist unser bisheriger Strom-Liefervertrag ausgelaufen. Bislang konnten wir diesen nicht durch einen neuen adäquaten langfristigen Vertrag ersetzen, weil sich die Bezugspreise für Strom, durch den Russland-Ukraine-Krieg sehr erheblich erhöht haben. Somit sind ab 2023 erstmalig auf dem "Spotmarkt" und kaufen unseren Strom zum Tagespreis ein. Die Bundesregierung deckelt 70% des Strompreises für Gewerbekunden- Stufe 2, bei 0,13 €/pro kW/h noch bis Ende April 2024. Ob wir 2023 einen Stromanbieter mit einem akzeptablen Stromtarif für unseren Betrieb finden werden, ist noch unklar. Für unsere Lagerkunden bedeutet diese Situation auf jeden Fall steigende Lagergeldkosten. Die Energiepreise für Treibstoff waren 2022 extremen, täglichen Schwankungen ausgesetzt. Grund hierfür ist ebenfalls der Russland-Ukraine-Krieg und die dadurch gestiegenen Dieselkosten am deutschen Markt. Wir haben mit unseren Transportkunden die Diesel-Floater-Regelung, von monatlich, auf wöchentlich umstellen und auch hier Preisanpassungen vornehmen müssen. Zum Jahresende hat sich die Lage diesbezüglich zwar stabilisiert, aber der Dieselpreis ist weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. 4.3.4 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die in unserer Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements unseres Unternehmens. Da wir größtenteils mit Kunden einwandfreier Bonität zusammenarbeiten, ist das mit Finanzinstrumenten dieser Art potenziell verbundene Ausfallrisiko als mittel zu bewerten. Zudem sind unsere Forderungen warenkreditversichert. Das Liquiditäts- bzw. Refinanzierungsrisiko ist unseres Erachtens aufgrund ausreichender liquider Mittel eingeschränkt, zumal für alle Darlehen und Mietkaufverträge feste Zinskonditionen im Voraus vereinbart werden. Für 2023 plant unser Unternehmen die Einführung von Factoring, um die eigene Liquidität weiter abzusichern und unabhängiger von Zahlungszielen und -eingängen zu sein. 4.3.5. Gesamtbild zur Risikolage Die beschriebenen Risiken haben wir zu einem Gesamtbild wie folgt zusammengefasst:
Aufgrund der beschriebenen Umstände sind die Risiken - auch historisch gesehen - auf einem hohen Niveau. Bestandgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken, sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage sind jedoch nicht erkennbar. Bestandgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken, sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage sind jedoch nicht erkennbar. 5. Prognosebericht Wir erwarten 2023 keine wesentlichen Veränderungen des Gesamtumsatzes von 14,4 Mio. €. Bei den Umsatzerlösen für Transportdienstleistungen erwarten wir einen leichten Rückgang von 12,3 Mio. € auf 12,0 Mio. €, was wir jedoch durch eine Umsatzsteigerung bei der Vermietung unseres Fuhrparks ausgleichen können. Aufgrund gesunkener Kraftstoffpreise, optimierter Ausnutzung unserer Transport Kapazitäten und Verringerung unserer Stromkosten aufgrund der Erweiterung unserer PV-Anlage erwarten wir in 2023 einen Gewinn von ca. 450 T€. Durch das neu in 2023, eingesetzte Factoring werden wir eine sichere Liquidität und einen positiven Cashflow erreichen. Für 2023 planen wir die Investition in 11 neuen Zugmaschinen, um unseren Fuhrpark weiterhin modern und wirtschaftlich zu halten. Acht alte Zugmaschinen werden 2023 verkauft. Die gestiegenen Transportpreise, insbesondere durch die nach wie vor hohen Dieselkosten und gestiegenen Fahrergehälter, werden konsequent an unsere Kunden weiterbelastet werde müssen. Unsere Kunden des Tiefkühlhauses Wietzendorf haben ebenfalls gestiegene Lagergeldtarife von uns erhalten und diese auch akzeptiert. Hierbei mussten wir vor allem die sehr hohen Stromkosten berücksichtigen. Die Auslastung des Tiefkühlhauses lag 2022 bei 77% und soll auch 2023 auf gleichem Niveau bleiben. Wir haben viele neue Lagerverträge für 2023 geschlossen und haben somit eine Sicherheit im Kundenbestand. Die Personalkosten pro Kopf werden im Geschäftsjahr 2023 weiter steigen. Inwieweit überproportionale Lohnerhöhungen notwendig sind, um den Effekt der Inflation (teilweise) zu kompensieren ist bleibt abzuwarten. Im 1. Quartal 2023 haben wir einen Umsatz von T€ 3.568 erwirtschaftet, was T€ 105 mehr ist als der budgetierte Umsatz. Das EBIDTA im 1. Quartal 2023 ist mit T€ 273 um T€ 50 höher als der budgetierte Umsatz von 243 T€.
Wietzendorf, den 20. Mai 2023 Die Geschäftsführung der Dasko GmbH Albertus Dasselaar HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Die Dasko GmbH ist im Handelsregister beim Amtsgericht Lüneburg unter HRB 204075 eingetragen. Der Jahresabschluss der Dasko GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden stetig zum Vorjahresabschluss angewandt: Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibung vermindert. Die planmäßige Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu € 800 wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Der Bestand an Kraftstoffen auf den Lastkraftfahrzeugen und den Kühl-Aufliegern wurde zum Bilanzstichtag von den Fahrern gemessen und mit dem durchschnittlichen Einstandspreis aktiviert. Die vor Ort ungenutzt lagernden Paletten wurden am Bilanzstichtag gezählt, der andere Teil ergibt sich aus der Lagerverwaltung bzw. der Packmittelverwaltung der Disposition. Die Mengen wurden soweit möglich mit den Geschäftspartnern zum Bilanzstichtag abgestimmt. Des Weiteren wurden die Vorräte an Reifen und Spezialschlössern für die Kühlauflieger zu den Einstandspreisen aktiviert. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung wurden zu Nennwerten angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wurde durch angemessene Abwertung Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde zudem eine Pauschalwertberichtigung auf den um die einzelwertberichtigten Forderungen gekürzten Forderungsbetrag gebildet. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. In den Rechnungsabgrenzungsposten wurden Vorauszahlungen für zukünftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt. Die Gesellschaft hat auf die Bilanzierung von aktiven latenten Steuern verzichtet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Alle Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterung zu den Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel auf der letzten Seite dieses Anhangs dargestellt. Vorräte Der Bestand an Paletten wurde mit dem überschlägig ermittelten durchschnittlichen Anschaffungswert für neue Paletten aktiviert. Der Kraftstoffbestand in den Zugmaschinen und Aufliegern wurde zum 31.12.2022 ermittelt und mit dem durchschnittlichen Dieselpreis der zweiten Hälfte des Monats Dezember 2022 aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen an Dritte ausgeliehene Europaletten (T€ 452), zu viel gezahlte Körperschaft- und Gewerbesteuer (T€ 114) und Forderungen und Forderungen aus im Folgejahr abziehbarer Vorsteuer (T€ 37). Bis auf eine Kaution (sonstiger Vermögensgegenstand) von T€ 2 sind alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres fällig. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Geschäftspartnern geschuldeten Tauschpaletten (T€ 479), Personalkosten (T€ 53), Jahresabschluss und Prüfungskosten (T€ 34) und ausstehende Rechnungen (T€ 18), Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 767 aus Lieferungen und Leistungen (davon gegenüber Gesellschafterin T€ 84) und mit T€ 350 aus kurzfristigen Darlehen (gegenüber der Gesellschafterin). Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen ein Darlehen zur Finanzierung einer neuen Kühlanlage (T€ 600) und mehrere Darlehen aus dem Mietkauf von Zugmaschinen und Kühlaufliegern mit Laufzeiten bis 2025 (T€ 2.503). Die finanzierten Zugmaschinen und Auflieger sind sicherungsübereignet bzw. stehen unter Eigentumsvorbehalt. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten darüber hinaus Steuern (T€ 65), Verbindlichkeiten gegenüber Personal (T€ 8) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von (T€ 6). Die Verbindlichkeiten (T€ 5.122) bestehen zu T€ 3.522 aus Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis 1 Jahr und zu T€ 3.522 aus Verbindlichkeiten mit einer Retzlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. IV. Erläuterung zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung sind T€ 3 (Vorjahr T€ 3) als Aufwendungen für die Altersvorsorge enthalten. V. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von T€ 11.893 aus der Begebung von Sicherheiten für die Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen. Für oben genannte Haftungsverhältnisse ist die Gesellschaft in der Vergangenheit nicht in Anspruch genommen worden. Auch für die Zukunft gibt es keine Hinweise, dass eine Inanspruchnahme droht. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird daher gering eingeschätzt. sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, u.a. für ein Kühlhaus, das Bürogebäude und diverse Fahrzeuge in folgender Höhe:
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Außerbilanzielle Geschäfte Um die Auszahlungen für Investitionen über deren Nutzungsdauer zu verteilen und damit die Liquiditätsbelastung bei Anschaffung zu minimieren, schließt die Gesellschaft regelmäßig Operating Leasing-Verträge, i.W. für Fahrzeuge und Auflieger ab. Die Aufwendungen für Leasing betrugen im Geschäftsjahr T€ 264 (Vorjahr: T€ 444). Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen: • Albertus Dasselaar, Speditionskaufmann Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Dasko Groep B.V. mit Sitz in Vriezenveen, Niederlande einbezogen. Deren Konzernabschluss ist bei der Muttergesellschaft erhältlich. Vorschlag der ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Wietzendorf, den 2. Mai 2023 Die Geschäftsführung der Dasko GmbH Albertus Dasselaar Anlagenspiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.06.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB In Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Dasko GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Dasko GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dasko GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Celle, 23. Mai 2023 P+B
Prüfung und Beratung
gez. Mirko Grethen, Wirtschaftsprüfer |
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