Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 35075 HB
Vorher
1. Blanke Vorratsverwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
22.11.2019
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungVermittlungstätigkeiten für Post-, Kurier- und Expressdienstleistungen
Gegenstand
Die Vermittlung und Durchführung von Transporten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Kurt ZechBlanke Management GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ZECH Logistics GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 353.336,00 413
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.649,00 61
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 313.687,71 391
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.289.795,50 2.630
2. Sonstige Vermögensgegenstände 201.009,95 2.490.805,45 227
2.857
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 473.303,67 882
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 29.342,59 51
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 13.308.446,89 11.312
17.058.571,31 16.017

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 25.000,00 25
III. Verlustvortrag -11.362.530,21 -10.416
IV. Jahresfehlbetrag -1.995.916,68 -946
V. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 13.308.446,89 0,00 11.312
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 489.971,97 525
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 1.816.997,91 1.613
2. Sonstige Verbindlichkeiten 14.751.601,43 16.568.599,34 13.879
davon aus Steuern: EUR 121.922,56 (Vorjahr: TEUR 133)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 51.667,49 (Vorjahr: TEUR 49)
17.058.571,31 16.017

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

EUR 2023
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 26.980.213,65 33.507
2. Sonstige betriebliche Erträge 301.227,50 462
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -5.004.393,26 -6.262
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -14.250.504,36 -19.254.897,62 -18.210
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.766.315,83 -6.267
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.404
davon für Altersversorgung: EUR 156,48 (Vorjahr: TEUR 0) -1.355.200,64 -7.121.516,47
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -82.655,13 -98
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.261.595,77 -2.156
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 636,37 0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -557.329,21 -556.692,84 -518
9. Jahresfehlbetrag -1.995.916,68 -946

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Firma: ZECH Logistics GmbH
Sitz: Bremen
Registergericht: Amtsgericht Bremen
Registernummer: HRB 35075 HB

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 13.308 aus und ist damit bilanziell überschuldet. Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist nicht Tatbestand einer Überschuldung der Gesellschaft im Sinne der Insolvenzordnung. Ein insolvenzauslösender Tatbestand nach § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO läge im Fall eines im Überschuldungsstatus ermittelten negativen Reinvermögens vor, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich.

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten aus Darlehen einschließlich Zinsen gegenüber der Zech Group SE in Höhe von TEUR 14.522 aus. Die Zech Group SE hat über den Betrag von TEUR 14.122 einen Rangrücktritt erklärt. Aufgrund dieses Rangrücktritts ist eine Überschuldung im Sinne des § 19 der Insolvenzordnung nicht gegeben.

2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden.

Von den größenabhängigen Erleichterungen hat die Gesellschaft teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Allgemeines

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

b) Anlagevermögen

Geschäfts- oder Firmenwert

Die Abschreibung des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren, da die voraussichtliche Nutzung nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren), bewertet. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, wenn die beizulegenden Werte einzelner Gegenstände des Sachanlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten. Stellt sich in späteren Geschäftsjahren heraus, dass die Gründe dafür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibung im Umfang der Werterhöhung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungskosten zugeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

c) Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Durchschnittskosten oder einzeln zugeordneten Anschaffungskosten.

d) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Eine Pauschalwertberichtigung ist wie im Vorjahr nicht erforderlich.

Fremdwährungsforderungen liegen nicht vor.

e) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

f) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden.

g) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

4. Angaben zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage 1 zum Anhang).

b) Angabe zu Anteilen an verbundenen Unternehmen

Am 31. Dezember 2023 bestehen gemäß § 285 Nr. 11 HGB folgende Anteile an verbundenen Unternehmen:

Name der Gesellschaft Stammkapital Beteiligung
in %
Jahresergebnis
Erste GVZ Bremen Projektgesellschaft GmbH TEUR 25 100 % TEUR -10
Zweite GVZ Bremen Projektgesellschaft GmbH TEUR 25 100 % TEUR -10

c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

d) Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für nicht abgerechnete Versicherungsbeiträge in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 7), Mietnebenkosten in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR: 13) und Rückstellungen für Mobilfunkkosten in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 462) und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 38) enthalten.

e) Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten ergeben sich die Restlaufzeiten aus dem als Anlage 2 zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Materialaufwand

Die im Vorjahr in den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesenen Fremdleistungen wurden in die Aufwendungen für bezogene Leistungen umgegliedert.

b) Außergewöhnliche Aufwands- und Ertragsposten

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 174). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Forderungsverluste in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 99) enthalten, die im Wesentlichen einen Debitor betreffen. Dagegen stehen Erträge aus Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 89.

c) Außerplanmäßige Abschreibungen

Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

6. Sonstige Angaben

a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die am 31. Dezember 2023 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus folgenden Rechtsverhältnissen:

fällig in 2024
TEUR
fällig in 2025 - 2027
TEUR
fällig ab 2028
TEUR
Mietverträge 277 739 246
Leasingverträge Fuhrpark 88 129 0
Gesamtbetrag 365 868 246

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen wurden jeweils mit den Jahresbeträgen angegeben, da es sich hierbei um unbefristete Mietverträge handelt.

b) Angaben zu Mitarbeitern

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2023 betrug 165 (Vorjahr: 170). Diese setzt sich wie folgt zusammen:

46 Angestellte

119 gewerbliche Arbeitnehmer

c) Angaben zu Geschäftsführung und Aufsichtsorganen

Die Geschäftsführung bestand im Berichtszeitraum aus folgenden Mitgliedern:

Herrn Dipl.-Ing. Jürgen Oyen, Geschäftsführer, Bremen

Herrn Michael Guttrof, Geschäftsführer, Schiffdorf (bis zum 31. Juli 2024)

Auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführer wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Geschäftsführer sind gemeinsam vertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des §181 BGB befreit.

d) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

e) Angaben zum Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bremen, den 23. Oktober 2024

gez. Jürgen Andreas Oyen, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 600.000,00 0,00 0,00 600.000,00
600.000,00 0,00 0,00 600.000,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 200.068,15 1.716,13 0,00 201.784,28
200.068,15 1.716,13 0,00 201.784,28
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 850.068,15 1.716,13 0,00 851.784,28
kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 186.664,00 60.000,00 0,00 246.664,00 353.336,00 413.336,00
186.664,00 60.000,00 0,00 246.664,00 353.336,00 413.336,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 139.480,15 22.655,13 0,00 162.135,28 39.649,00 60.588,00
139.480,15 22.655,13 0,00 162.135,28 39.649,00 60.588,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00 50.000,00
0,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00 50.000,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 326.144,15 82.655,13 0,00 408.799,28 442.985,00 523.924,00

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Verbindlichkeitsposten Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von davon Art und Form der Sicherheit
EUR unter 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
über 5 Jahren
EUR
gesicherte Beträge
EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.816.997,91 1.816.997,91 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.612.792,67) (1.612.792,67) (0,00) (0,00) (0,00)
2. sonstige Verbindlichkeiten 14.751.601,43 14.751.601,43 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (13.878.811,43) (13.878.811,43) (0,00) (0,00) (0,00)
16.568.599,34 16.568.599,34 0,00 0,00 0,00
(15.491.604,10) (15.491.604,10) (0,00) (0,00) (0,00)

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die ZECH Logistics GmbH ist im Handelsregister unter HRB 35075 HB, Amtsgericht Bremen, eingetragen.

ZECH Logistics wurde am 14.10.2019 gegründet und verfügt neben einem Fuhrpark auch über ein Logistiklager. Die Fahrzeuge gehören einem Unternehmen der Zech Gruppe und werden exklusiv an die ZECH Logistics GmbH vermietet. Der Fuhrpark bedient vorwiegend die Bereiche Container-Transporte, konventionelle Transporte, Maschinen-Transporte, Garagentransporten sowie Spezial- und Schwertransporten. In der Lagerlogistik bietet die ZECH Logistics GmbH neben der klassischen Lagerhaltung auch die Kontraktlogistik inkl. Fulfillment, Verpackungs- sowie De- und Remontage-Dienstleistungen an.

1.2 Organisation

Die ZECH Logistics GmbH beschäftigt über 150 Mitarbeiter an zwei Standorten in Bremen und Delmenhorst mit ca. 65 eigenen LKW's, vier Begleitfahrzeuge BF4, 217 Aufliegern/Anhängern und rund 40 festen Subunternehmern.

Zusätzlich wird ein Logistiklager in Bremen betrieben. Das Logistiklager umfasst eine Fläche von 10.200 m 2 und bietet Platz für 9.700 Paletten im Hochregallager sowie für 1.150 Paletten im Blocklager.

Zum 01.06.2022 wurde ein zusätzlicher Geschäftsführer implementiert, welcher aus der Logistik-Branche kommt und permanent vor Ort ist. Zum 31. Juli 2024 wurde dieser abberufen.

Mittlerweile haben wir erreicht, dass sich die Marke ZECH Logistics am Markt etabliert hat und wir das Vertrauen von Mitarbeitern, Kunden und Unternehmern gleichermaßen genießen.

Der ursprünglich heterogene Fuhrpark der Firmen W.F. Franke und Spedition Mahlstedt, wächst mehr und mehr zusammen und passt sich den Bedürfnissen von ZECH Logistics GmbH an.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem wir 2022, trotz verhaltener Wirtschaftsprognosen deutlich positiver gestalten konnten als geplant, haben sich die Rahmenbedingungen mit dem Jahreswechsel zu 2023, komplett zum Negativen verändert.

Insbesondere die Container Transporte sind deutlich eingebrochen, was den weltweiten Warenströmen geschuldet ist und sich u.a. auch an den deutlich niedrigeren Umschlagszahlen in den deutschen Seehäfen Hamburg und Bremerhaven ablesen lässt.

Hamburg hatte in 2023 einen um 6,9 % niedrigeren Containerumschlag zu verzeichnen als noch 2022. In den Seehäfen Bremen/Bremerhaven lag der Containerumschlag um gut 8,5 % unter 2022.

Die Wirtschaftsweisen haben die Prognosen immer wieder nach unten korrigiert.

Gemäß hib/EMU hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland 2023 um 0,3 % abgenommen. Indiz für den niedrigen Konsumindex sind auch die vollen Läger, welches sich auch bei uns in den positiven Zahlen des Logistiklagers widerspiegelt.

Der Konsumindex hat sich nach der Pandemie nur unerheblich erholt, sodass die Läger nach wie vor voll sind, kaum Ware importiert wird und über die deutschen Straßen transportiert werden muss.

Da die Bundesregierung trotz aller negativen Prognosen zum 01.12.2023 eine nahezu Verdoppelung der Maut angekündigt und umgesetzt hat, hat dies den Transportsektor noch einmal zusätzlich negativ belastet.

Das insgesamt niedrige Transportvolumen hat es für uns noch schwieriger gemacht potenzielle Neukunden zu akquirieren, da die meisten Kunden, ob des geringen Aufkommens ihren aktuellen Spediteuren die Treue gehalten haben.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Unternehmen ZECH Logistics GmbH startete am 01.04.2020 mit der Verschmelzung der Firma W & F Franke Schwerlast Internationale Spedition GmbH aus Bremen, welche kurz vor der Insolvenz stand sowie der insolventen Firma Spedition Mahlstedt GmbH aus Delmenhorst.

Wir konnten 2022 den Schwung aus 2021 aufnehmen und das Jahr mit einem deutlich geringeren Verlust als geplant abschließen, und zwar in Höhe von € 945.766,61, anstatt budgetierter Verluste in Höhe von € 2,5 Mio. Zugute kam uns das Ende der COVID19-Pandemie, welches u.a. dazu führte, dass der Konsum zunahm und sich somit auch die Warenströme erhöht haben, was sich an der Nachfrage an Transporten ablesen ließ. Insbesondere im Frühjahr und Sommer führte die überproportional hohe Nachfrage nach Frachtraum dazu, dass die Frachtpreise gestiegen sind und sich unsere Ertragssituation im gleichen Maße verbessert hat. Eindeutiges Indiz hierfür sind die Monate März, Mai, Juni, Juli und Oktober, welche wir im Ergebnis vor Steuern positiv abschließen konnten.

Die Containerverkehre aus Fernost liefen auf Rekordniveau, sodass sowohl die Container Logistik wie auch die konventionellen Transporte und die Schwerlast, in gleichem Maße davon partizipiert haben. Zudem ist es uns durch Preiserhöhungen gelungen auch die Lagerlogistik in den profitablen Bereich zu bringen.

Zum Ende des Jahres ebbte die Nachfrage spürbar ab, sodass auch die Preise nachgaben und wir nicht mehr an die Ergebnisse der Vormonate anknüpfen konnten.

Bedauerlicherweise zog sich dieser Negativtrend, wie oben dargelegt, durch das gesamte Jahr 2023 und wir werden demzufolge bei einem Verlust von ca. € 2,00 Mio. liegen, gegenüber geplanten +/- € 0, abschließen.

Wir konnten zwar in der Container Logistik vier namhafte Tender für uns gewinnen, aber leider liegt der aktuelle Ausstoß an Containern deutlich unter dem in den Ausschreibungsunterlagen benannten Volumen.

Wir haben auf diese Situation reagiert und den Bestand an LKW's sowie Aufliegern reduziert. Ebenso wurde Personal abgebaut, und zwar sowohl bei den Berufskraftfahrern wie auch im kaufmännischen Bereich.

Zusätzlich belastet wurde die Wirtschaftslage in 2023 durch deutliche geringere Auftragszahlen aus der Zech-Gruppe, insbesondere bei den werthaltigen Projekten im Modulbau. Die intern erzielten Umsätze mit der Zech Gruppe, sind gegenüber 2022 deutlich zurückgegangen.

Leider ist es uns nicht gelungen dies durch Projekte externer Kunden zu kompensieren.

2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung definiert sowohl ihre Budgetziele als auch ihre mittelfristigen Unternehmensziele anhand des bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikators "Ergebnis vor Zinsen".

2.4 Vermögenslage

Die Vermögensstruktur der Gesellschaft ist auf der Aktivseite durch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geprägt.

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von TEUR 2.258 (Vorjahr: TEUR 2.354) gegenüber Kunden, welche in der entsprechenden OP-Liste dezidiert, ausgewiesen sind.

Der Firmen- und Geschäftswert beträgt TEUR 353 (Vorjahr: TEUR 413).

Es existieren Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR: 50).

Zum Bilanzstichtag bestanden liquide Mittel in Höhe von TEUR 473 (Vorjahr: TEUR 882).

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 13.308 aus und ist damit bilanziell überschuldet. Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist nicht Tatbestand einer Überschuldung der Gesellschaft im Sinne der Insolvenzordnung. Ein insolvenzauslösender Tatbestand nach § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO läge im Fall eines im Überschuldungsstatus ermittelten negativen Reinvermögens vor, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich.

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten aus Darlehen einschließlich Zinsen gegenüber der Zech Group SE in Höhe von TEUR 14.552 (Vorjahr: TEUR: 13.613) aus. Die Zech Group SE hat über den Betrag von TEUR 14.122 einen Rangrücktritt erklärt. Aufgrund dieses Rangrücktritts ist eine Überschuldung im Sinne des § 19 der Insolvenzordnung nicht gegeben.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für nicht abgerechnete Versicherungsbeiträge in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 7), Mietnebenkosten in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR: 13) und Rückstellungen für Mobilfunkkosten in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 462) und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 38) enthalten.

Bei den Verbindlichkeiten ergeben sich die Restlaufzeiten und Besicherungen aus dem als Anlage 2 zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel.

2.5 Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 473 (Vorjahr: TEUR 882).

Die Gesellschaft ist ihren finanziellen Verpflichtungen im vergangenen Geschäftsjahr jederzeit pünktlich nachgekommen.

2.6 Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres belaufen sich auf TEUR 26.980 (Vorjahr: TEUR 33.507).

Die Gesamtleistung der Gesellschaft, definiert als die Umsatzerlöse zuzüglich der sonstigen betrieblichen Erträge, beträgt im Geschäftsjahr TEUR 27.281 (Vorjahr: TEUR 33.970).

Die Gesamtleistung abzüglich der Materialaufwendungen von TEUR 19.255 (Vorjahr: TEUR 24.472) führt zu einem Rohergebnis in Höhe von TEUR 8.027 (Vorjahr: TEUR 9.498). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) beträgt 69,21 % (Vorjahr: 72,0 %).

Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 7.122 (Vorjahr: TEUR 7.671). Daraus resultiert eine Personalaufwandsquote (Personalaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) von 25,6 % (Vorjahr: 22,6 %). Die durchschnittliche Beschäftigtenanzahl beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 165 (Vorjahr: 170) Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.262 (Vorjahr: TEUR 2.156) bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen aus Verlustübernahme, Mietaufwendungen, Leasing, EDV, Spesen (Reisekostenpauschalen für die Berufskraftfahrer) sowie aus weiteren Aufwendungen für Beratungs- oder sonstige Leistungen.

Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein Ergebnis vor Ertragsteuern von TEUR -1.996 (Vorjahr: TEUR -946) ausgewiesen. Die Ergebnisse nach Steuern sind aufgrund der ausgewiesenen Verluste identisch.

Für das Jahr 2023 wurde mit einem Ergebnis vor Zinsen in Höhe von TEUR -537 geplant. Bedauerlicherweise hat sich der Aufwärtstrend aus 2022 nicht fortgesetzt und der Konsumindex hat deutlich abgenommen, sodass ein geringerer Rohgewinn und ein deutlich verschlechtertes Ergebnis vor Zinsen von TEUR -1.441 erzielt wurden.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancen- und Risikomanagement

In einem dynamischen Umfeld ist es eine der grundlegenden Aufgaben, auf der einen Seite Chancen frühzeitig wahrzunehmen sowie auf der anderen Seite bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und diesen mit effektiven Maßnahmen entgegenzuwirken.

Seit geraumer Zeit haben wir ein wöchentliches Berichtwesen implementiert, welches es uns erlaubt, wirtschaftlichen Schwankungen zeitnah entgegenzuwirken. Ebenso wird der Monatsbericht bereits zum 10. Arbeitstag des darauffolgenden Monats erstellt, sodass man auch hier auf verlässliche, verdichtete Zahlen zurückgreifen kann.

Auf Grundlage vereinbarter Jahresbudgets werden revolvierend mittels monatlicher Soll-Ist-Vergleiche alle relevanten Chancen und Risiken überwacht. Ergänzende mittelfristige, betriebswirtschaftliche und bilanzielle Planungen komplettieren das Bild.

Es finden wöchentliche Liquiditätssitzungen und Abteilungsleitertreffen statt, in denen u.a. über das zuvor beschriebene Zahlenmaterial gesprochen wird. Gleiches gilt für OP-Listen und nicht fakturierte Aufträge.

3.2 Chancenbericht

Durch die enge Verbindung mit der ZECH-Unternehmensgruppe werden zukünftig weitere Beauftragungen erwartet, z. B. von einem Ingenieurbüro aus Ludwigsfelde sowie einer Bauingenieur GmbH aus Essen. Diese haben bereits erste Aufträge erteilt und weitere Projekte in Aussicht gestellt.

Zudem zeigen die verstärkten Vertriebsaktivitäten Erfolge und es zeichnet sich ab, dass wir nunmehr die Früchte unserer Arbeit aus den zurückliegenden Monaten ernten können.

Der breit aufgestellte Fuhrpark, mit den unterschiedlichen Schwerpunkten, das große und flexible Logistiklager, die eigene Werkstatt, das geschulte Personal und die treuen Subunternehmer stimmen uns sehr positiv.

Zudem haben wir verstärkt von eigenem Fuhrpark auf Subunternehmer umgestellt, sodass wir flexiblere Kosten haben und schneller auf Marktentwicklungen reagieren können.

3.3 Risikobericht

Die strategischen und operativen Risiken liegen im operativen Geschäft, im Fachkräftemangel sowie bei der Unsicherheit im Konsumverhalten.

Aufgrund des nach wie vor anhaltenden Krieges in der Ukraine sind die Rohstoffpreise nach wie vor auf einem hohen Niveau. Die Inflationsrate steigt weiter, ebenso wie die Preise für Nahrungsmittel etc., auch wenn die Geschwindigkeit leicht abgenommen hat.

Erstmalig sind die Energiekosten leicht zurückgegangen.

Hinzu kommen Angriffe durch die Huthi Rebellen im Roten Meer, sodass die Containerschiffe große Umwege in Kauf nehmen müssen, was zu deutlich höheren Frachtkosten führt, zu Lasten der Verkaufspreise.

Summa summarum führen all diese Faktoren dazu, dass der Konsumindex auf einem sehr niedrigen Niveau liegt und somit die Warenströme weiterhin deutlich unter 2022 liegen.

Dies geht selbstverständlich zu Lasten der zu erzielenden Frachtraten und zu Lasten der Marge.

In Anbetracht dessen wurden bereits diverse Maßnahmen ergriffen, um die Ergebnissituation zu verbessern. Es wurden LKW's und Auflieger abgebaut, Personal freigestellt (Fahrer wie auch kfm. Personal), der Geschäftszweig 'Garage' abgestoßen, ein zusätzlicher LKW Stellplatz in Delmenhorst fristgerecht zum 31.08.2024 gekündigt, die beiden Büro-Mietcontainer zurückgegeben etc.

Zudem wurden die Vertriebsaktivitäten signifikant erhöht und zwischenzeitlich sind daraus resultierende Erfolge erkennbar, vor allem im konventionellen Verkehr und der Schwerlast. Aber auch die Container Logistik und die Lager Logistik können Erfolge verzeichnen.

4. Prognosebericht

Wie oben genannt ist nach wie vor nicht das Volumen am Markt, welches wir benötigen und was infolgedessen dazu geführt hat, dass wir deutlich unter Plan liegen.

Allerdings zeichnet sich langsam, aber sicher eine konjunkturelle Trendwende ab, sodass wir zuversichtlich sind das 2. Halbjahr besser gestalten zu können.

Nach nunmehr sechs Monaten liegen wir beim Umsatz um lediglich 3,3 % unter dem Vorjahr.

Allerding weisen wir im Ergebnis vor Steuern ein um 55,96 % schlechteres Ergebnis aus als noch in 2023.

Dies ist u. a. der Tatsache geschuldet, dass wir die Kosten der Mauterhöhung zum 01.12.2023, nicht komplett am Markt durchsetzen konnten.

Nach nunmehr fünf Monaten im Jahr 2024, ist klar zu erkennen, dass dieses Jahr noch schlechter ausfallen wird als 2023. Das Volumen fehlt in allen Bereich, was zu Lasten der Konditionen und der Margen geht.

Im Jahresergebnis 2024 werden wir aller Voraussicht nach um ca. 30 % unter dem Vorjahr liegen. Allerdings werden zeitnah Maßnahmen eingeleitet, welche diese Diskrepanz relativieren sollte und die hierbei noch nicht berücksichtigt ist.

Nichtsdestotrotz werden wir alles daransetzen, um in die Nähe der geplanten Zahlen zu gelangen und arbeiten mit Hochdruck an diversen Maßnahmen, um dies zu erreichen.

Zugute kommt uns hierbei der eigene Fuhrpark und die professionell agierende Belegschaft und dass wir uns mehr und mehr in der Zech-Gruppe etabliert haben und vermehrt Aufträge daraus generieren können. Aber auch der Vertrieb insgesamt, zeigt vermehrt Früchte und kommt dem Geschäft zugute.

Für Herbst/Winter 2024 und Frühjahr 2025 stehen 3-4 Modul Projekte aus der Zech-Gruppe an, sodass dies den Umsatz im Projektbereich und die daraus resultierende Rendite deutlich begünstigen wird.

 

Bremen, den 23. Oktober 2024

gez. Jürgen Andreas Oyen, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ZECH Logistics GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ZECH Logistics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZECH Logistics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 28. Oktober 2024

Nordwest Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beering, Wirtschaftsprüfer

Dr. Lütke-Uhlenbrock, Wirtschaftsprüfer

Den Jahresabschluss zum 31.12.2023 hat die Gesellschafterversammlung am 19.11.2024 festgestellt.

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