AWO-HS-Energie-GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dennis David Bergfeld seit 15.12.2025 | Geschäftsführer |
Tim Helmut Mettbach seit 6.2.2025 | Prokura |
Jerome Kobina Evans seit 3.8.2020 | Geschäftsführer |
Nicolaj Janko Kamensek seit 5.12.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 3.28% | |
| 2.38% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
firstcolo GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01.01. BIS 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Grundlagen des Unternehmens Geschäftstätigkeit und Geschäftsfelder Steuerungssystem Gesamtwirtschaftliches Umfeld Markt- und Branchenentwicklung Wirtschaftsbericht Ertragslage Finanzlage Vermögenslage Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage Chancen- und Risikobericht Chancen Risiken Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Prognosebericht Grundlagen des UnternehmensDie firstcolo GmbH (im Folgenden firstcolo oder Gesellschaft genannt) ist ein unabhängiger Anbieter von IT-Infrastruktur- und Rechenzentrumsdienstleistungen mit Sitz in Frankfurt am Main. Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von IT-Infrastrukturdienstleistungen, IT-Beratung, der Betrieb und die Vermarktung von Rechenzentren und der Handel und die Fertigung von IT-Systemen. Firstcolo hat sich hierbei auf die Bereitstellung von Rechenzentrumsflächen und Cloud Services in Deutschland spezialisiert. Die Gesellschaft verfügt über zwei hochmoderne Tier-III Rechenzentren in Frankfurt am Main und bietet neben ihrem zentralen Colocation-Angebot eine breite Palette von Infrastruktur-, Managed Services- und Cybersicherheitslösungen an. Die Gesellschaft besitzt langjährige Erfahrung und technologische Expertise bei der Planung, Umsetzung und dem Betrieb von Rechenzentren. Zu den Kunden des Unternehmens zählen sowohl mittelständische Betriebe als auch Großkonzerne, überwiegend mit Sitz in Deutschland. Firstcolo betreibt im Geschäftsjahr folgende Standorte in Frankfurt: Standort I (Hanauer Landstraße 291b) sowie Standort II (Kruppstraße 105). Firstcolo verfolgt die Strategie eines nachhaltigen Wachstums. Ziel ist es hierbei, das anhaltend starke organische Wachstum der vergangenen Jahre und den Ausbau der guten Marktstellung voranzutreiben sowie zukünftig auch anorganisch durch Zukäufe und neue Rechenzentrumsstandorte zu wachsen. Neben dem potenziellen Erwerb von weiteren Rechenzentrumsgesellschaften erwägt die Gesellschaft ebenfalls den Bau von weiteren Rechenzentren in Form von Greenfield-Projekten. Der Expansions-Fokus soll sich hierbei auf den DACH-Raum beschränken und primär Kunden aus dem gehobenen Mittelstand sowie aus dem Enterprise-Bereich ansprechen. Die heutige firstcolo GmbH wurde am 31.10.2022 von der bisherigen Mehrheitsgesellschafterin EMERAM Private Equity Fund I GmbH & Co. KG (EMERAM Capital Partners) an Cube III Smart Cities s.àr.l. (Cube Infrastructure Managers) mit Sitz in Luxemburg veräußert. In diesem Zusammenhang wurde mit Wirkung zum 04. Oktober 2022 die bisherige diva-e Datacenters GmbH in firstcolo GmbH umfirmiert. Die firstcolo GmbH ist eine 100%-ige Tochterfirma der firstcolo Datacenters GmbH, welche sich wiederum im vollständigen Besitz der firstcolo Holding GmbH befindet. Geschäftstätigkeit und Geschäftsfelder Das firstcolo Leistungsangebot umfasst insbesondere:
Steuerungssystem Firstcolo verwendet konkrete Leistungsindikatoren, um den Erfolg zuverlässig und nachvollziehbar zu messen. Zur Steuerung der Gesellschaft setzt die Geschäftsführung verschiedene Kennzahlen ein. Wichtige operative Leistungsindikatoren sind hierbei insbesondere die verfügbare bzw. die vermarktbare Rechenzentrumskapazität sowie eine Vielzahl an qualitätsbezogenen Kennzahlen wie beispielsweise die Energieeffizienz (PUE / Power Usage Effectiveness) unserer Rechenzentren. Mit einem PUE von bis zu 1,15 sind die firstcolo Rechenzentren bereits aktuell sehr energieeffizient. Zudem werden kontinuierliche Maßnahmen ergriffen, um die Energieeffizienz weiter zu verbessern. Die wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ergebnisabführung. Über ein einheitliches Controllingsystem wird monatlich das Erreichen geplanter Umsatz- und Ertragskennzahlen überwacht, sodass bei Bedarf zeitnah um- und gegengesteuert werden kann. Gesamtwirtschaftliches UmfeldDie Weltwirtschaft hat nach einem starken Jahresauftakt im Sommer 2023 an Schwung verloren. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich das weltweite Wirtschaftswachstum von 3,5% im Jahr 2022 auf 3,2% im Jahr 2023 abgeschwächt. 1 Dieser Rückgang wird vor allem auf die nachlassende Erholung nach der Coronavirus-Pandemie, den anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt. Ein weiterer, dämpfender Faktor ist die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung in China. Infolge der verschärften geldpolitischen und finanziellen Bedingungen, sowie sinkender Rohstoffpreise hat sich der Auftrieb der Verbraucherpreise in den USA und der Eurozone im Berichtsjahr deutlich abgeschwächt. 2 Die im Vorjahr, aufgrund von Lieferengpässen und Energiepreissteigerungen, stark angestiegene Inflationsrate sank 2023 in Europa auf 2,9% 3 . Nach wie vor waren hohe Energiepreise und nachgelagerte Produktionskostensteigerungen die wesentlichen Treiber der Inflation in Europa. Der Euroraum verzeichnete im abgelaufenen Jahr in Summe ein schwaches Wirtschaftswachstum. Das reale BIP wuchs im Berichtsjahr um 0,4%, nachdem im Vorjahr ein Wachstum von 3,4% vorlag. Die Verlangsamung des Wachstums war insbesondere auf die anhaltenden wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine zurückzuführen. Industrieländer wurden zudem durch die geldpolitische Straffung, hohe Energiepreise und eine Abschwächung der weltweiten Nachfrage negativ beeinflusst. 4 In Deutschland war diese Entwicklung ebenfalls sichtbar. Stieg das BIP in Q1 noch gegenüber Vorjahr um 0,5%, verzeichneten die Quartale Q2-Q4 negatives Wachstum gegenüber den Vorjahresquartalen. Insgesamt sank das BIP gegenüber dem Vorjahr um 0,3%. Dies war unter anderem auf die erhöhte Verunsicherung von Produzenten, Investoren sowie Konsumenten und zunehmende geopolitische Spannungen zurückzuführen. 5 Die erste Jahreshälfte war gekennzeichnet durch eine hohe Verbraucher-Preis-Index (VPI) Veränderungsrate von bis zu 8,7% im Vergleich zum Vorjahr. In der zweiten Jahreshälfte erholte sich die Veränderungsrate des VPI gegenüber dem Vorjahr auf moderate 3,7%. 6 Diese Stabilisierung lässt sich primär auf die Entspannung der Energiepreise und die Effekte der geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank zurückführen. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung in Deutschland fiel gegenüber dem Vorjahr um 0,1%. Der stärkste Wachstumstreiber war mit +2,6% die Informations- und Kommunikationsindustrie, die den Wachstumstrend der letzten Jahre weiter fortsetzen konnte. 7 Der Bericht zum ifo-Geschäftsklima zeigte einen klaren positiven Trend für die Geschäftserwartungen von zwischenzeitlich bis zu +14 Punkten (90,8 Punkte) gegenüber Vorjahr. Zwar entwickelten sich die Erwartungen and Geschäftsklima und -lage zunächst gut, jedoch sanken beide Werte im Laufe des Jahres um etwa 7 Punkte, was eine verschlechterte Geschäftslage reflektiert. 8 Auch der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Beurteilung der Geschäftslage und -erwartungen berechnet, fiel im Laufe des Berichtsjahres signifikant. Das Geschäftsklima lag im Dezember 2023 nur noch mit 9,7 Punkten im Plus und damit deutlich unter dem Vorjahreswert (Dez. 2022: 18,3). 9 Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sanken in Deutschland im Vergleich zu 2022 bereinigt um 1,1%. Dies lag unter anderem an einem Anstieg des VPI. Erhöhte Löhne bei sinkender Inflationsrate konnten dieser Entwicklung nicht entgegenwirken. 10 Die konjunkturelle Entwicklung ist bis zum dritten Quartal 2024 etwas günstiger verlaufen als allgemein erwartet. Wachstumsimpulse gingen vor allem vom staatlichen, aber auch vom privaten Konsum aus. Die leicht positive konjunkturelle Entwicklung im dritten Quartal zusammen mit den verbesserten Stimmungsindikatoren am aktuellen Rand spricht für eine Bodenbildung der konjunkturellen Schwächephase zur Jahreswende 2024/25. 11 Markt- und Branchenentwicklung Der Informations- und Kommunikationsbranche (ITK) entwickelte sich im Jahresverlauf 2023, wie auch in den Vorjahren, krisenrobuster als die Gesamtwirtschaft. In Summe wuchs die die ITK-Industrie in Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,4% auf 215,6 Milliarden Euro. 12 Der Bitkom-ifo Digitalindex bestätigt die positive Geschäftslage verglichen mit der Gesamtwirtschaft. Lag der Index für die Gesamtwirtschaft mit -6,6 Punkten Mitte des Jahres im Minus, so hob sich der Index Wert mit 12,1 Punkten für die ITK-Industrie deutlich positiv ab. Das positive Geschäftsklima führte unter anderem zu einer Erhöhung der Investitionen gegenüber dem Vorjahr. 36% der ITK-Unternehmen gaben an, ihre Investitionen zu erhöhen, verglichen mit 33% aus dem Vorjahr. Zusätzlich zu den Investitionen schuf die Branche im Jahr 2023 rund 12.000 neue Arbeitsplätze. 13 Die zunehmende Digitalisierung aller Lebens- und Wirtschaftsbereiche erfordert immer mehr Rechenleistung. Der Datenverkehr steigt nach wie vor kontinuierlich. Nach einem Wachstum im Jahr 2022 auf 48 Exabytes stieg der Datenverkehr im Jahr 2023 erneut stark um 23% auf nun 59 Exabytes. Getrieben war das erneute Wachstum durch internetbasierte Anwendungen wie Videokonferenzen, Streaming, Gaming und Künstliche Intelligenz. 14 Rechenzentren sind hierbei, gemeinsam mit den Telekommunikationsnetzen, das Rückgrat der Digitalisierung. Nur mit leistungsfähigen Rechenzentren in Deutschland werden sich die politischen Ziele zur Digitalisierung von Wirtschaft, Bildungswesen und öffentlicher Verwaltung realisieren lassen. Laut einer Bitkom-Marktstudie bleibt Deutschland als Standort für Rechenzentren nach wie vor attraktiv. Vor allem die Metropolregion Frankfurt am Main hat sich aufgrund des DE-CIX, eines der größten Internetknotenpunkte der Welt, als Deutschlands Top-Standort für Rechenzentren etabliert und in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an internationalen Rechenzentrumsanbietern wie Equinix, Digital Realty und NTT angezogen. Firstcolo ist in diesem Wachstumsmarkt strategisch gut positioniert. Das Unternehmen bietet ihren Kunden ein attraktives Produkt- und Dienstleistungsportfolio und differenziert sich gegen zum Teil deutlich größere Wettbewerber. WirtschaftsberichtErtragslage Im Kalenderjahr 2022 hatte die Gesellschaft zwei Rumpfgeschäftsjahre. Das erste Rumpfgeschäftsjahr ging vom 01.01. bis 31.10.2022, das zweite Rumpfgeschäftsjahr umfasste den Zeitraum 01.11. bis 31.12.2022. Zur besseren Vergleichbarkeit werden die Vorjahreswerte mit dem gleichen Vorjahreszeitraum dargestellt (01.01.-31.12.2022). Der Umsatz der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 entsprechend den Erwartungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,03 Mio. € auf 17,70 Mio. € gestiegen (Vorjahreszeitraum 14,67 Mio. €), was im Wesentlichen auf die wachsende Kundenanzahl sowie den Bedarf an weiteren Dienstleistungen zurückgeführt werden kann. Gleichzeitig konnten Preiserhöhungen bei Bestands- und Neukunden realisiert werden. Die aktivierten Eigenleistungen iZm selbsterstellter Software sind im Jahresvergleich mit €0,61 Mio. € auf Vorjahresniveau (Vorjahreszeitraum 0,63 Mio. €). Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,40 Mio. € auf 4,79 Mio. € angestiegen (Vorjahreszeitraum 4,39 Mio. €), was insbesondere aus gestiegenen Energiekosten resultiert. Wie bereits im vergangenen Jahr wurden auch externe Mitarbeiter eingesetzt, deren Einsatz im Vergleichszeitraum um 0,13 Mio. € auf 0,59 Mio. € angestiegen ist (Vorjahreszeitraum 0,46 Mio. €). Um Lastspitzen auch kurzfristig abdecken zu können, war dieser Einsatz notwendig. Das organische Mitarbeiterwachstum wird weiter ausgebaut, spiegelt sich allerdings erst zeitverzögert in den Zahlen wider. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,70 Mio. € auf 4,01 Mio. € gestiegen (Vorjahreszeitraum: 3,31 Mio. €), was im Wesentlichen an der gestiegenen Mitarbeiterzahl liegt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 3,84 Mio. € (Vorjahreszeitraum 3,35 Mio. €). Die Anlagezugängen belaufen sich auf6,12 Mio. €(Vorjahreszeitraum + 6,18 Mio. €) sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Jahresvergleich um 1,64 Mio. € auf 3,07 Mio. € gesunken (Vorjahreszeitraum 4,71 Mio. €). Der Dienstleistungsvertrag für Management und Shared Services Leistungen mit der ehemaligen Konzernmutter ist im Rahmen der M&A-Transaktion zu Ende Oktober 2022 aufgelöst worden. Im Kalenderjahr 2022 wurden Shared Service Leistungen in Höhe von 2,06 Mio. € verbucht. Diese Kosten sind in 2023 entfallen, wobei hierfür teilweise eigenes Personal aufgebaut wurde. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 vor Ergebnisabführung in Höhe von 2,32 Mio. € (Vorjahreszeitraum 0,05 Mio. €) wurde an die firstcolo Datacenters überwiesen. Finanzlage Der operative Cashflow per 31.12.2023 betrug 6,63 Mio. € (per 31.12.2022: --0,2 Mio. €), was im Wesentlichen aus dem Jahresergebnis und den Abschreibungen resultiert. Die Investitionen in Höhe von 6,1 Mio. € per 31.12.2023 wurden zum Teil durch Reduktion der liquiden Mittel finanziert. Als größte Positionen sind hierbei Erweiterungsinvestitionen in neue Serversysteme in Höhe von 3,1 Mio. € zu nennen. Aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 0,61 Mio. € sind im Wesentlichen in die Entwicklung der firstcolo Cloud Plattform sowie interner Softwaresysteme geflossen. Im Berichtszeitraum hat die Gesellschaft 1,0 Mio. € als Gesellschafterdarlehen von der firstcolo Datacenters GmbH erhalten. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2023 auf 17,74 Mio. € gestiegen, was einem Anstieg von 15,07% entspricht (2022: 15,42 Mio. €). Dieser lässt sich auf der Aktivseite vor allem durch die Zunahme des Anlagevermögens erklären, das um 2,28 Mio. € zunahm. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zu Anschaffungskosten ohne Abschreibungen bewertet und betreffen den Ausbau von Büroflächen, die der Vermieter bezuschusst hat (+1,75 Mio. €). Beim Umlaufvermögen haben sich vor allem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 2,45 Mio. € verringert. Fertige Erzeugnisse und Waren sind leicht auf 0,75 Mio. € gesunken. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Handelswaren, um aufgrund der Lieferkettenproblematik flexibel auf Kundenanfragen reagieren zu können. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits ausgeglichen. Auf Seite der Passiva ist das Eigenkapital mit 2,91 Mio. € unverändert im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2022. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit 11,57 Mio. € (2022: 8,24 Mio. €) die größte Position. Diese Verbindlichkeiten bestehen in voller Höhe gegenüber der Muttergesellschaft firstcolo Datacenters GmbH und resultieren aus Darlehen. Die Eigenkapitalquote beträgt 16,42% (Vorjahr 18,89%). Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage In Summe verlief die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 im Bereich der Erwartungen. Basierend auf der hier beschriebenen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere mit Blick auf die aktuelle Marktentwicklung sowie die konsequente Fortführung unserer Wachstumsstrategie wird die wirtschaftliche Situation als stabil erachtet. Chancen- und RisikoberichtChancen Geschäftliche Chancen frühzeitig zu erkennen und konsequent zu nutzen, ist ein wesentlicher Teil unternehmerischen Handelns bei firstcolo. Die Einschätzung einzelner Chancen für das kommende Geschäftsjahr kann sich zudem ändern, da sich Umfeld, Märkte, wichtige Trends oder Technologien ständig weiterentwickeln. Firstcolo verfügt über bewährte Planungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme, die ein effektives Risikomanagement gewährleisten sollen. Die Nachfrage nach Rechenzentrumsdienstleistungen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und wird voraussichtlich auch im kommenden Geschäftsjahr weiter zunehmen. Das bietet Chancen, von diesem Trend zu profitieren. Durch Investitionen in zusätzliche Rechenzentrumskapazitäten, aktuelle Technologie und in qualifizierte Mitarbeiter wird die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft kontinuierlich gesteigert. Die Energieeffizienz der Server-Infrastrukturen wird nach Möglichkeit durch weitere Investitionen weiter optimiert, sodass die IT-Leistung stärker wächst als der Stromverbrauch ansteigt. Firstcolo ist herstellerunabhängig und verbaut jeweils Server mit aktueller Technologie. Dadurch können sowohl zunehmende Anforderungen seitens Digitalisierung von Prozessen als auch aktuelle Trends wie KI bedient werden. Diese erhöhen weiter den Bedarf nach Rechenzentrumsdienstleistungen und wirken sich somit positiv auf die Geschäftsaussichten der Gesellschaft aus. Zudem erfolgte im Jahr 2023 die Fertigstellung des neuen Rechenzentrums R3 an der Hanauer Landstraße (Standort I). Hierdurch können Bestands- und potenzielle Neukunden mit bis zu 93 weiteren Server-Racks versorgt werden. Dies kann bei voller Auslastung zu zusätzlichen Umsatzerlösen von bis zu 4 Millionen Euro p.a. führen. Weitere Erweiterungen am Standort Kruppstraße (Standort II) werden kontinuierlich bewertet und hängen insb. von weiterer Stromverfügbarkeit ab. Hieraus können, je nach Umfang der Erweiterung, weitere Geschäftschancen entstehen. Risiken Rechenzentren sind im Allgemeinen stark von der Funktionsfähigkeit der eingesetzten Technologie abhängig. Störungen oder Ausfälle können sich negativ auf die Kundenzufriedenheit, Reputation und Umsatz auswirken. Es wird daher regelmäßig in die Modernisierung und Wartung der Technologieinfrastruktur investiert, um einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen. Entsprechend werden diese Risiken potentiell als hoch mit Blick auf Umsatz- und Ergebnis eingestuft, wobei die Eintrittswahrscheinlichkeit für das kommende Geschäftsjahr als gering bewertet wird. Rechenzentren sind potenzielle Ziele für Cyberangriffe. Firstcolo ergreift daher Maßnahmen, um die Infrastruktur und Kundendaten zu schützen, sodass aktuell davon auszugehen ist, dass hierdurch nur geringe bis mittlere Risiken für den Geschäftsverlauf im nächsten Geschäftsjahr zu erwarten sind. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für diese Risiken wird als mittel eingestuft. Zunehmender Bedarf an Rechenleistung und Datenspeicher getrieben durch aktuelle Megatrends wie Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing und Big Data sind die Hauptgründe für den Anstieg des Energiebedarfs von Rechenzentren. Eine Rationierung der bestehenden Stromkapazität wäre entsprechend potenziell ein hohes Geschäftsrisiko, da hierdurch die Funktionsfähigkeit der Rechenzentren eingeschränkt werden würde. Nach aktueller Einschätzung wird die Eintrittswahrscheinlichkeit im nächsten Geschäftsjahr als gering eingeschätzt, da Rechenzentren volkswirtschaftlich als kritische Infrastruktur anzusehen sind. Da firstcolo noch über freie Netzkapazitäten verfügt, sehen wir aus diesem Risiko zum aktuellen Zeitpunkt keine negativen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis. Temporäre Kapazitätsengpässe durch instabile Stromversorgungsinfrastruktur in der Region oder mangelnde Netzstabilität können durch entsprechend installierte Netzersatzanlagen und Notstromaggregate überbrückt werden. Daher wird ein entsprechendes Risiko im nächsten Geschäftsjahr ebenfalls als gering eingeschätzt. Rechenzentrumsbetreiber sind Preisschwankungen bei Vorleistungen ausgesetzt wie beispielweise Schwankungen von Energiepreisen von Strom für den Betrieb von Servern, Kühlungssystemen und Infrastruktureinrichtungen. Firstcolo mitigiert dieses Risiko durch eine vorausschauend langfristige Einkaufspolitik. Strommengen werden in der Regel über mehrere Jahre im Voraus preislich fixiert, sodass kurz- und mittelfristig Preisstabilität gesichert werden kann. Für das Jahr 2023 gab es einen signifikanten Anstieg der Energiepreise, was auch zu steigenden Einkaufskonditionen für firstcolo geführt hat. Dieser Anstieg konnte aber nahezu vollständig an Colocation-Kunden weitergereicht werden, sodass hieraus keine negative Geschäftsentwicklung entstanden ist. Daher wird das Geschäftsrisiko und die Eintrittswahrscheinlichkeit an dieser Stelle auch für das nächste Geschäftsjahr als gering eingeschätzt. Die Lieferketten von Rechenzentren umfassen eine Vielzahl von Komponenten und Dienstleistungen, wie Hardware und Software, aber auch Netzinfrastruktur, Stromversorgung, Kühlung und Sicherheit. Dadurch sind die Lieferketten komplex und erfordern effektive Koordination. Zudem bestehen Risiken aus dem anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie den zunehmenden politischen Spannungen in Nahost, was insbesondere zu weiteren Unsicherheiten, einer Verteuerung von Energien und Lieferkettenproblemen führen kann. Firstcolo betreibt einen professionellen Einkauf aller für den Geschäftsbetrieb notwendigen Ressourcen und unterhält langfristige Beziehungen zu allen relevanten Lieferanten, sodass Lieferkettenrisiken begrenzt werden. Dennoch kann es in Extremfällen zu temporären Lieferengpässen oder -verzögerungen kommen, wodurch ein mittleres Risiko für den Geschäftsverlauf im nächsten Jahr entstehen kann. Aktuell wird die Eintrittswahrscheinlichkeit für diese Risiken wird als gering eingestuft. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokategorien bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation ist im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Sie wird insgesamt als akzeptabel eingestuft. Die steigende Nachfrage nach Rechenzentrumsdienstleistungen bietet Möglichkeiten für weiteres, profitables Wachstum. Der kontinuierliche Ausbau des Serviceangebots und Investitionen in weitere Rechenzentrumskapazitäten, zukunftsfähige Technologie und qualifizierte Mitarbeiter ermöglichen firstcolo, sich von der Konkurrenz abzuheben und bieten zusätzliche Geschäftschancen im kommenden Geschäftsjahr. In Würdigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen betrachtet die Geschäftsführung die Liquidität und die Fortführung der Unternehmenstätigkeit als sichergestellt. PrognoseberichtWie jedes Unternehmen unterliegt firstcolo Faktoren, auf die sie selbst keinen Einfluss hat. Veränderungen in der allgemeinen, tatsächlichen oder wahrgenommenen Wirtschaftslage und -stimmung können sich sowohl positiv als auch negativ auf das Wachstum des Unternehmens auswirken. Alle Aussagen über die Zukunft des Unternehmens beruhen auf Informationen und Erkenntnissen, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts bekannt und verfügbar waren. Da diese Daten kontinuierlichen Änderungen unterliegen, sind Prognosen stets mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlichen Ergebnisse in den Folgeperioden können daher abweichen. Trotz der anhaltend kritischen Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage, wird aufgrund der hohen Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten, insbesondere am Standort Frankfurt am Main, von einer weiterhin steigenden Rechenzentrumsauslastung bei unverändert stabilem operativem Betrieb ausgegangen. Zudem erwarten wir eine weitere Verbesserung unserer Energieeffizienz (PUE) durch fortlaufende Investitionen in z. B. aktuelle Klimatechnik. Für das kommende Geschäftsjahr 2024 rechnen wir daher mit weiterhin steigenden Umsatzerlösen und einer positiven Ergebnis-Entwicklung.
Frankfurt, 18.12.2024 Jerome Evans, Geschäftsführer Nicolaj Kamensek, Geschäftsführer
1
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
ANHANGAllgemeine Angaben zum JahresabschlussDie firstcolo GmbH, Frankfurt am Main ist eine Mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 266, 267 und 275 Abs.2 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Gesellschaft ist eine 100% Tochter der firstcolo Datacenters GmbH, Frankfurt am Main. Die Cube Infrastructure Fund III, Luxemburg stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird im Handels- und Firmenregister Luxemburg (RCS) veröffentlicht. Von den gemäß § 288 HGB bestehenden Erleichterungsvorschriften sowie der Möglichkeit zur Unterlassung von Angaben entsprechend § 286 HGB wurde Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung Die Form des Jahresabschlusses ist gegenüber dem Vorjahr geändert. Für den Darstellungswechsel sind folgende Gründe anzuführen: Die Gesellschaft hat im Kalenderjahr 2022 ein Rumpfwirtschaftsjahr erstellt. Die Vorjahreszahlen der GuV betreffen den Zeitraum vom 1. November 2022 bis zum 31. Dezember 2022. Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind. Die Vorjahreswerte Werte der Bilanz sind vom 31.12.2022. Die Vorjahreswerte der GuV betreffen den Zeitraum vom 1.11.2022 bis zum 31.12.2022. Bei der firstcolo GmbH fand im Kalenderjahr 2022 ein Anteilseigner Wechsel statt. In diesem Zuge wurde das Wirtschaftsjahresende auf den 31.10.2022 umgestellt und der bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der bisherigen Muttergesellschaft zum 31.10.2022 beendet. Zur Angleichung (Kalenderjahr = Wirtschaftsjahr) wurde ein weitere Rumpfwirtschaftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.12.2022 gebildet. Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen in Höhe von Euro 1.158.142,16 werden in diesem Jahr als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgt der Ausweis in Höhe von Euro 1.094.222,54 als sonstige Verbindlichkeit. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen die notwendigen Bestandteile gemäß § 255 Abs. 2 HGB und betreffen im Wesentlichen Personalkosten und fremdbezogene Entwicklerkosten. Die Aufwendungen für Entwicklung beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 488.053,02 Euro. Die -auf die aktivierten kumulierten Entwicklungskosten entfallende Abschreibung beträgt Euro 354.654,02. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen im Zugangsjahr erfolgen zeitanteilig. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften linear vorgenommen. Diese liegt bei 1 - 5 Jahren bei entgeltlich erworbenen immaterielle Vermögensgegenstände, 3 Jahren bei selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände, 3 - 19 Jahren für technische Anlagen und Maschinen, 1 - 15 bei Betriebs- und Geschäftsausstattung und 3 - 15 Jahren für Bauten. Die Anschaffungskosten selbständig nutzbarer beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten gemäß Niederstwertprinzip und dem Prinzip der verlustfreien Bewertung bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden einzelwertberichtigt bzw. bei nachweislicher Uneinbringlichkeit ausgebucht. Kassenbestand und Bankguthaben werden zu Nennwerten angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Diese wurden zum Nennbetrag bilanziert. Das Eigenkapital der Gesellschaft wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Betrachtungsweise notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Diese wurden zum Nennbetrag bilanziert. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur BilanzAnlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von Euro 412.801,01 (Vorjahr: Euro 607.596,24) resultierten wie im Vorjahr ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr der firstcolo Gruppe. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von insgesamt Euro 412.801,01 (Vorjahr: Euro 607.596,24) enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen untergliedern sich in Personalkostenrückstellungen insbesondere für variable Gehaltsbestandteile und Urlaub von Euro 138.508,94 (Vorjahr: Euro 260.618,24), Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten von Euro 70.000,00 (Vorjahr: Euro 72.000,00), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von Euro 43.063,64 (Vorjahr: Euro 41.632,14) sowie Rückstellungen für Aufbewahrungsverpflichtungen von Euro 19.300,00 (Vorjahr: Euro 19.300,00). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von Euro 11.568.907,89 (Vorjahr: Euro 8.238.494,06) resultieren zum Stichtag in Höhe von Euro 9.419.311,98 (Vorjahr Euro 7.978.486,54) aus Darlehen der Muttergesellschaft und in Höhe von Euro 2.149.595,91 (Vorjahr Euro 260.007,52) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit der Muttergesellschaft. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag Euro 1.784.154,65 (Vorjahr Euro 1.635.797,59). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 104.228,09 (Vorjahr: Euro 112.978,82) enthalten sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von Euro 3.618,79 (Vorjahr: Euro 1.845,03). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von EUR 978.962,28 (Vorjahr: Euro 1.635.797,59) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. EUR 783.927,54 (Vorjahr: Euro 0,00) haben eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren und EUR 21.264,83 (Vorjahr: Euro 0,00) haben eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Eine erhaltene Kaution mit Euro 10.000,00 (Vorjahr Euro 10.000,00) hat eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Sämtliche anderen Verbindlichkeiten haben zum 31.12.2023 wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 1.284.277,00. Die Ausschüttungssperre resultiert aus den selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 2.053.081,63 (Vorjahr: Euro 1.619.540,00) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Dazu gehören Büromietverträge, Mietavale und PKW-Leasing. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen im Geschäftsjahr Euro 440.825,44. Sonstige AngabenDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Laufe des Geschäftsjahres fanden keine Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen statt, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zu Stande gekommen sind. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:
Unterschrift der Geschäftsführung
Frankfurt, 18.12.2024 Jerome Evans, Geschäftsführer Nicolaj Kamensek, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die firstcolo GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der firstcolo GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der firstcolo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 18. Dezember 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Alexander Fiedler, Wirtschaftsprüfer ppa. Luzie Hellmund, Wirtschaftsprüferin ***** Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 16.01.2025 festgestellt. |
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