Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 1605 RE
Eingetragen
5.1.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und PappeHerstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und Pappe
Gegenstand
Die Herstellung, die Verarbeitung, der Handel, der Im-und Export von Papier, Folien, Kartonagen und Verpackungsmitteln und alle damit zusammenhängenden Geschäfte im weitesten Umfange.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ties Harrison Tiessen
seit 15.2.2023
Prokura
Geschäftsführer
Christian Möhrmann
seit 5.1.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Wentorf b. Hamburg
38.400 €
75.00%
Wentorf b. Hamburg
12.800 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hellbut & Co. GmbH

Barsbüttel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, die Verarbeitung, der Handel sowie der Im- und Export von Papier, Folien, Kartonagen und Verpackungsmitteln und allen damit im Zusammenhang stehenden Geschäften. In Nord- und Ostdeutschland sind wir an 6 Standorten tätig:

- Barsbüttel: (Stammhaus seit 1827) mit Import und Großhandel von Papier, Pappen, Folien, Kartonagen, Verpackungsmitteln aller Art, Verpackungsmaschinenhandel mit Service.

- Chemnitz: (seit 1991) Sortiment wie Barsbüttel.

- Schöneiche bei Berlin: (seit 1992) Sortiment wie Barsbüttel sowie Verarbeitung von Wellpapp-/ Vollpappkartonagen. Weiterhin Entwicklung und Herstellung von Display-Verpackungen sowie Produktion von Füllmaterialen (Loose Fill) auf ökologischer Rohstoffbasis (Altpapier/Stärke) unter dem Markennamen "Flupis".

- Ilfeld/Harz: (seit 1992) Herstellung und Verarbeitung von Recyclingpapier und Rollenwellpappe.

- Boizenburg: (seit 2003) Papierverarbeitungswerk für Rollen- und Formatpapiere mit Bedruckungsmöglichkeiten.

- Reinsberg/Sachsen: (seit 2013) Herstellung und Verarbeitung von Recycling-Krepp-Papieren.

Strategisch heben wir uns vom Wettbewerb u. a. durch eine flexible Eigenfertigung und Nischenprodukten für individuelle Verpackungslösungen ab. Ein weiterer Bereich ist der Vertrieb von Verpackungsmaschinentechnik mit eigenem Service zur Stärkung der Kundenbindung. Qualifizierte Innen- und Außendienstmitarbeiter betreuen und beraten unsere Kunden individuell auch vor Ort. Die prompte Belieferung unserer ca. 10.000 Kunden gewährleisten wir durch 20 LKWs aller Größenklassen.

Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen haben wir eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet.

Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen unterhält keine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung. Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit werden jedoch bestehende Produkte technisch weiterentwickelt und neue Produkte eingeführt. Bei der Gesellschaft sind im Jahr 2023 keine wesentlichen Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung angefallen.

Steuerungssystem und Leistungsindikatoren

Entscheidende steuerungsrelevante Leistungsindikatoren für die Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und der Rohertrag.

B. Wirtschaftsbericht

Wirtschaftsbericht

Die Papier- und Verpackungsindustrie durchlief im Geschäftsjahr 2023 eine der herausforderndsten Phasen ihrer jüngeren Geschichte. Mit einem Produktionsrückgang von 14 Prozent auf 18,6 Millionen Tonnen erreichte die Branche den niedrigsten Produktionsstand der vergangenen zwei Jahrzehnte. Besonders gravierend wirkte sich der Einbruch des Branchenumsatzes um 27 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro aus, was die massiven Preiskorrekturen im Markt widerspiegelt.

Die Transformation der Branche wurde durch multiple Faktoren beschleunigt: Die anhaltend hohen Energiekosten, der fortschreitende Digitalisierungstrend, sowie die zunehmenden regulatorischen Anforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit stellten die gesamte Industrie vor substanzielle Herausforderungen.

Geschäftsentwicklung

In diesem anspruchsvollen Marktumfeld verzeichnete die Hellbut & Co. GmbH einen Umsatzrückgang auf 18.507 T€ (Vorjahr: 21.032 T€). Diese Entwicklung resultiert primär aus der notwendigen Normalisierung des Preisniveaus nach den außergewöhnlichen Preissteigerungen des Vorjahres. Durch konsequentes Kostenmanagement und strategische Optimierung der Beschaffungsprozesse gelang es dennoch, den Rohertrag mit 6.943 T€ nahezu auf Vorjahresniveau (6.976 T€) zu stabilisieren.

Als besonders erfreulich erwies sich die Entwicklung der Wareneinsatzquote, die von 66,8% auf 62,5% reduziert werden konnte. Diese signifikante Verbesserung unterstreicht die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in den Bereichen Beschaffung und Produktion. Der Jahresüberschuss konnte trotz des herausfordernden Marktumfelds auf 472 T€ (Vorjahr: 330 T€) gesteigert werden.

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2023 2022
Umsatzerlöse (T€) 18.507 21.032
Rohertrag (T€) 6.943 6.976
Jahresüberschuss/-fehlbetrag (T€) 472 330
Eigenkapitalquote (%) 42,9 31,6
Bilanzstruktur in % 2023 2022
Anlagevermögen 22,6 18,0
Umlaufvermögen 77,4 82,0

Vermögenslage- und Finanzlage

Die Liquidität unseres Unternehmens war im Berichtsjahr gesichert. Liquiditätsrisiken wurden erkannt und diesen z.B. mittels Forderungsverkäufen und Ausnutzung von Lieferantenskonti entgegengewirkt.

Zum Bilanzstichtag wurde die bestehenden Kreditlinie in Höhe von T€ 500 nicht in Anspruch genommen.

Die Bilanzstruktur entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 trotz der Marktturbulenzen äußerst positiv. Die Eigenkapitalquote erreichte mit 42,9 Prozent (Vorjahr: 31,6 Prozent) einen historischen Höchststand, was die nachhaltige Stärkung unserer Finanzbasis dokumentiert. Das Anlagevermögen erhöhte sich durch gezielte Investitionen in Zukunftstechnologien um 174 T€ auf 1.217 T€. Durch ein optimiertes Bestandsmanagement gelang es zudem, die Vorräte um 1.128 T€ auf 2.861 T€ zu reduzieren, was die Effizienz unserer Working-Capital-Steuerung unterstreicht.

Wir gehen davon aus, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Mit der geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können. Im Jahr 2023 haben wir uns trotz etlicher weltpolitischer Widrigkeiten behaupten können und eine allzeit stabile Finanzlage beibehalten.

Ertragslage

Der Umsatz mit T€ 18.507 entwickelte sich aufgrund der gesunkenen Verkaufspreise negativ im Vergleich zum Vorjahr.

Die Personalkosten erhöhten sich um 0,4 %, obwohl sich die Anzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr um 7 auf durchschnittlich 100 reduziert. Grund für die Erhöhung der Personalkosten ist der gestiegene Mindestlohn inklusive Sonderzahlungen.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf T€ 472 (Vorjahr: T€ 330).

Die Steuerquote beträgt 29,3% (Vorjahr wegen des Verbrauchs vorhandener Verlustvorträge 10,6%).

Auf Grund bestehender langfristiger Liefervereinbarungen war die termingerechte Versorgung mit den erforderlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt.

C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Risikomanagementziele und -methoden

Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützten die Geschäftsführung dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Zum internen Überwachungssystem gehören:

- die Anwendung einheitlicher Richtlinien

- der Einsatz zuverlässiger Software

- die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals

- Abweichungsanalysen

- Arbeitsanweisungen

- Regelungen zur Vertretungsvollmacht

- Maßnahmen zur Funktionstrennung

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Risikobericht

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Die hohe Preisvolatilität unserer Rohstoffe und weiterhin steigenden Energiekosten stellen ein signifikantes Marktrisiko dar. Durch langfristige Lieferverträge und ein proaktives Energiemanagement begegnen wir diesen Herausforderungen systematisch. Der branchenweite Fachkräftemangel wird durch unser Ausbildungsprogramm und kontinuierliche Weiterbildungsmaßnahmen adressiert.

Liquiditätsrisiken

Das allgemeine Liquiditätsrisiko der Gesellschaft besteht darin, dass die Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Aufgrund entsprechender Gegenmaßnahmen wie z.B. die Erstellung eines Liquiditätsplans und einer Factoring-Vereinbarung mit einer Bank wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt.

Ausfallrisiken

Engpässe in der Liquidität können zusätzlich durch Ausfallrisiken in Bezug auf in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen entstehen. Die Gesellschaft minimiert das Risiko mit einer Warenkreditversicherung und einer Factoring-Vereinbarung mit einer Bank. Des Weiteren verfügt das Unternehmen über ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement.

Chancenbericht

Es sind keine Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Unsere führende Markposition wird durch eine erfolgreiche 197-jährige Geschäftstätigkeit untermauert.

In 2022 konnte sich die Gesellschaft erneut für das in 2008 eingeführte Qualitätsmanagementsystem DIN EN ISO 9001:2015 rezertifizieren. Dies bestätigt unser Qualitätsbewusstsein und die zukunftsorientierte Ausrichtung gegenüber unseren Kunden. Insbesondere von Kunden aus den Branchenbereichen Lebensmittel, Chemie/Pharmazie und Automotive werden wir sehr häufig danach gefragt und das wirkt sich positiv aus. Um den wachsenden Anforderungen der Märkte noch besser Rechnung zu tragen, haben wir uns für diesen aufwendigen und auch kostenintensiven Prozess entschieden. Dieses überwachen und ergänzen wir permanent durch unser "Qualitäts-Management-System" an allen Standorten der Gesellschaft. Durch eine kontinuierliche Prozess- und Qualitätsverbesserung können Kosten nachhaltig gesenkt werden.

Prognosebericht

Für das Jahr 2024 sehen wir eine weiter rückläufige Wirtschaftsentwicklung, die mit sinkenden Preisen durch geringere Nachfrage zu begründen ist. Wir erwarten einen Umsatz von T€ 16.000 und einen Rohertrag von T€ 6.300 EUR.

Die Ertragslage bleibt in den nächsten Jahren stabil. Wir gehen davon aus, auch zukünftig immer in der Lage zu sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können. Bezüglich der Risiken verweisen wir auf unseren Risikobericht.

D. Nachtragsbericht

Wir verweisen auf die erfolgte Anhangangabe.

E. Bericht über Zweigniederlassungen

Per 31. Dezember 2023 unterhält die Hellbut & Co. GmbH folgende im Handelsregister eingetragene Zweigniederlassungen:

Hellbut & Co. GmbH

Großer Kamp 8

22885 Barsbüttel

Hellbut & Co. GmbH

Zeisigwaldstraße 79

09130 Chemnitz

Hellbut & Co. GmbH

August-Borsig-Ring 3

15566 Schöneiche

Hellbut & Co. GmbH

Galliner Str. 30

19258 Boizenburg

Hellbut & Co. GmbH

Ilfelder Tal 1

99768 Harztor/Ilfeld

Hellbut & Co. GmbH

Muldenweg 1

09629 Reinsberg

 

Barsbüttel, den 22.11.2024

gez. Christian Möhrmann

gez. Nastassia Tiessen

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerblich Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15,00 15,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 114.094,00 122.498,00
3. geleistete Anzahlungen 233.734,23 347.843,23 179.188,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 243.861,06 255.181,06
2. technische Anlagen und Maschinen 126.166,00 139.798,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 488.216,51 335.251,51
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.631,60 868.875,17 1.216.718,40 10.631,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfls- und Betriebsstoffe 313.469,11 389.549,49
2. fertige Erzeugnisse und Waren 2.547.499,97 3.598.131,87
3. geleistete Anzahlungen 0,00 2.860.969,08 1.066,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 369.689,10 477.155,14
2. sonstige Vermögensgegenstände 337.318,18 176.837,74
davon gegen Gesellschafter: 160.099,14 EUR (Vorjahr: 2.453,79 EUR)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 157.088,47 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) 707.007,28
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 594.585,54 4.162.561,90 122.071,27
5.379.280,30 5.807.375,48

PASSIVA

2023 2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.200,00 51.200,00
II. Kapitalrücklage 680.464,66 680.464,66
III. Bilanzgewinn 1.577.253,98 1.105.706,77
davon Gewinnvortrag: 1.105.706,77 EUR (Vorjahr: 775.669,20 EUR) 2.308.918,64
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 243.775,98 41.433,36
2. sonstige Rückstellungen 131.835,00 375.610,98 130.200,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.641.428,80 1.964.936,14
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 152.801,33 EUR (Vorjahr: 477.974,24 EUR)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 1.488.627,47 EUR (Vorjahr: 1.486.961,90 EUR)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 458.471,78 1.093.602,22
davon gegenüber Gesellschaftern: 0,00 EUR (Vorjahr: 18.332,15 EUR)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 458.471,78 EUR (Vorjahr: 1.093.602,22 EUR)
3. sonstige Verbindlichkeiten 594.850,10 739.832,33
davon gegenüber Gesellschaftern: 0,00 EUR (469.443,72 EUR)
davon aus Steuern: 102.102,92 EUR (Vorjahr: 173.572,33 EUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 EUR (Vorjahr: 598,20 EUR)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 594.850,10 EUR (Vorjahr: 739.832,33 EUR) 2.694.750,68
5.379.280,30 5.807.375,48

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 18.506.761,54 21.032.222,10
2. sonstige betriebliche Erträge 189.155,94 152.653,68
18.695.917,48 21.184.875,78
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -11.562.809,72 -14.056.299,18
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.154.276,38 -3.139.218,35
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -622.792,74 -624.024,93
davon für Altersversorgung: 3.334,24 EUR (Vorjahr: 2.611,38 EUR) -3.777.069,12
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -164.084,54 -109.486,09
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.420.638,33 -2.804.016,23
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.362,14 180,16
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -86.763,22 -64.712,46
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -202.342,62 -40.867,88
10. Ergebnis nach Steuern 488.572,07 346.430,82
11. sonstige Steuern -17.024,86 -16.393,25
12. Jahresüberschuss 471.547,21 330.037,57
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.105.706,77 775.669,20
14. Bilanzgewinn 1.577.253,98 1.105.706,77

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Erleichterungsvorschriften nach §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Hellbut & Co. GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Barsbüttel
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Lübeck
Register-Nr.: 1605

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgengestände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt 3 bis 15 Jahre. Sofern notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, ggf. zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen, angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Fall von voraussichtlich dauernden Wertminderungen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Die Nutzungsdauer von Bauten liegt zwischen 4 und 50 Jahren. Technische Anlagen und Maschinen unterliegen einer Nutzungsdauer von 1 bis 30 Jahren. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit einer Nutzungsdauer von 2 bis 25 Jahren abgeschrieben.

Bewegliche geringwertige Vermögensgegenstände, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Notwendige Abwertungen aufgrund des Niederstwertprinzips gem. § 253 Abs. 4 HGB werden vorgenommen. Alle Bestandsrisiken im Vorratsvermögen, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu ihren Nennbeträgen bilanziert. Allen risikobehafteten Posten wird durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten am Bilanzstichtag bilanziert. Sämtliche Guthaben bei Kreditinstituten sind frei verfügbar.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäfts- und Vorjahr sowie die das Jahr 2016 betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres werden im folgenden Anlagenspiegel gesondert dargestellt.

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.639,08 0,00 0,00 54.639,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 126.000,00 0,00 0,00 126.000,00
3. geleistete Anzahlungen 179.188,00 54.546,23 0,00 233.734,23
359.827,08 54.546,23 0,00 414.373,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.004.304,92 0,00 0,00 1.004.304,92
2. technische Anlagen und Maschinen 714.492,16 3.000,00 9.727,84 707.764,32
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.141.798,06 290.907,54 31.869,00 1.400.836,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.631,60 0,00 0,00 10.631,60
2.871.226,74 293.907,54 41.596,84 3.123.537,44
3.231.053,82 348.453,77 41.596,84 3.537.910,75
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.624,08 0,00 0,00 54.624,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.502,00 8.404,00 0,00 11.906,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
58.126,08 8.404,00 0,00 66.530,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 749.123,86 11.320,00 0,00 760.443,86
2. technische Anlagen und Maschinen 574.694,16 16.631,00 9.726,84 581.598,32
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 806.546,55 127.729,54 21.656,00 912.620,09
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.130.364,57 155.680,54 31.382,84 2.254.662,27
2.188.490,65 164.084,54 31.382,84 2.321.192,35
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15,00 15,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 114.094,00 122.498,00
3. geleistete Anzahlungen 233.734,23 179.188,00
347.843,23 301.701,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 243.861,06 255.181,06
2. technische Anlagen und Maschinen 126.166,00 139.798,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 488.216,51 335.251,51
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.631,60 10.631,60
868.875,17 740.862,17
1.216.718,40 1.042.563,17

Angaben zum Geschäfts- oder Firmenwert

Der im Geschäftsjahr entgeltlich erworbene Firmenwert wurde aktiviert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde mit 15 Jahren entsprechend der angenommenen Nutzungsmöglichkeit des Kundenstammes festgelegt.

Angabe zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Gesellschaft hat in den Vorjahren eine Factoring-Vereinbarung mit einer Bank abgeschlossen. Dieser regresslose Verkauf von Forderungen stellt ein echtes Factoring dar. Daher wurden Forderungen in Höhe von T€ 724 ausgebucht. Der Vertrag wurde im Jahr 2024 bis Januar 2026 verlängert.

Angaben zu Forderungen gegen Gesellschafter

Der Wert der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf T€ 160 (Vorjahr: T€ 2). Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr T€ 157.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Aufwendungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie personenbezogene Rückstellungen.

Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt den Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit Sicherung Vermerk
EUR bis 1 J.
EUR
1 bis 5 J.
EUR
EUR
gegenüber Kreditinstituten 1.641.428,80 152.801,33 1.488.627,47 1.303.735,27 1,3,5
aus Lieferungen und Leistungen 458.471,78 458.471,78 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 594.850,10 594.850,10 0,00 0,00
Summe 2.694.750,68 1.206.123,21 1.488.627,47 1.303.735,27

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen

3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten

4 = Sicherungsübereignung Vorräte

5 = Sicherheitsabtretung Forderungen

6 = Eigentumsvorbehalt

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf T€ 0 (Vorjahr: T€ 488).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Miete, Pachten und Energie in Höhe von T€ 721 (Vorjahr: T€ 688) sowie Aufwendungen für Kraftfahrzeuge in Höhe von T€ 435 (Vorjahr: T€ 488) sowie Aufwendungen für Kosten der Warenabgabe in Höhe von T€ 380 (Vorjahr: T€ 525).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 100. Es wurden im Innen- und Außendienst 26 und in der Produktion 36 Mitarbeiter sowie 10 Lageristen, 12 Fahrer, 4 Techniker und 12 Aushilfen eingesetzt. Davon wurden 22 Arbeitnehmer in Teilzeit beschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Christian Möhrmann ausgeübter Beruf: Kaufmann
Geschäftsführerin: Nastassia-Christina Tiessen ausgeübter Beruf: Kauffrau

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Hinsichtlich der Angaben gem. § 285 Nr. 9 a) HGB macht die Gesellschaft von den Vorschriften des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 2.113. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind T€ 725 innerhalb eines Jahres fällig. Die Verpflichtungen bestehen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Der Pachtvertrag hat eine zweijährige Kündigungsfrist. Von dem Gesamtbetrag beträgt die Pacht T€ 1.602 und wird der Vermietungsgesellschaft bestehend aus den Gesellschaftern der Mieterin geschuldet. Die Mietverträge sind jährlich kündbar.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 472 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Barsbüttel, den 22.11.2024

gez. Christian Möhrmann

gez. Nastassia Tiessen

Zusätzliche Angaben zur Offenlegung:

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde in der Gesellschafterversammlung am 26. Februar 2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen (ungekürzten) Jahresabschluss.

An die Hellbut & Co. GmbH

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hellbut & Co. GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hellbut & Co. GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen zu den Prüfungsurteilen zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der ausgewiesenen Vorräte in Höhe von EUR 3.860.969,08 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir nicht an der Inventur im Geschäftsjahr beobachtend teilgenommen haben und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte zum 31. Dezember 2023 gewinnen konnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass das Vorhandensein und der Ausweis der Vorräte zum 31. Dezember 2023 insoweit fehlerhaft sind. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 25. Februar 2025

Busch von Rönn und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Matthias von Rönn, Wirtschaftsprüfer

Anja Chalupa, Wirtschaftsprüferin

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