Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 56774
Eingetragen
2.3.1998
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Streckmetall sowie alle damit im Zusammenhang stehenden oder diesem Zweck dienenden Geschäfte. Beteiligung an anderen Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Dr. Müsch
seit 25.9.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Wolfgang Edmund Johannes MeiserMeiser International GmbH+2
50.00%
Ulrich Kaspar Siegfried MeiserMeiser International GmbH+2
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
130.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sorst Streckmetall GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

(A) Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss 2020 wird für die Firma Sorst Streckmetall GmbH mit Sitz in Hannover, geführt beim Amtsgericht Hannover unter der Handelsregisternummer HRB 56774, erstellt. Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

(B) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend.

(1) Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung, bewertet. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer gemäß den AfA-Tabellen der Finanzverwaltung unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode über Zeiträume zwischen 3 und 10 Jahren abgeschrieben.

(2) Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Herstellungskosten für Fertigerzeugnisse enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Schwergängige Vorratsbestände sind durch eine angemessene Abwertung berücksichtigt.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Individuelle Risiken sind durch eine Einzelabwertung berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % (Vorjahr: 1 %) abgedeckt.

(4) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bewertet.

(5) Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ("Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

(6) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert.

(C) Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es gibt keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(3) Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ("Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach der Projected Unit Credit Methode ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen liegen p. a. bei 1,25 % (Vorjahr: 1,75 %). Die erwartete Einkommenssteigerung liegt bei 0 % p. a. (Vorjahr 0 %). Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich als Durchschnitt der letzten 10 Jahre zum 31. Dezember 2020 auf 2,30 % (Vorjahr: 2,71 %) und der letzten 7 Jahre zum 31. Dezember 2020 auf 1,60 % (Vorjahr 1,97 %).

Somit ergibt sich eine Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 262.586,00 und ein grundsätzlich ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von EUR 19.822,00 (§ 253 Abs. 6 HGB).

Für einen Mitarbeiter werden die aktuellen Rentenzahlungen von der Rückdeckungsversicherung, die Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB darstellt, in voller Höhe geleistet. Der Wert der Rückdeckungsversicherung (TEUR 66) wird insoweit mit der Höhe der Rückstellungsverpflichtung saldiert. Für die von der Versicherung nicht garantierten Zahlungen von zukünftigen Rentenanpassungen gemäß § 16 BetrAVG wird eine Rückstellung in Höhe des Barwerts dieser Leistungen unter Anwendung der erwarteten Rentensteigerung angesetzt (TEUR 9).

Die sonstigen Rückstellungen resultieren in Höhe von TEUR 124 aus Sondersachverhalten im Zusammenhang mit der Beendigung einer Zusammenarbeit, der Betrag folgt aus einem geschlossenen Vergleich. Ferner beinhaltet diese Position insbesondere weitere laufende Rückstellungen aus dem Personalbereich (TEUR 62) und für ausstehende Rechnungen (TEUR 54).

(4) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 130). Zwischen der Sorst Streckmetall GmbH und der Sorst Holdings GmbH (vormals: Gibraltar Industries Germany GmbH) wurde mit Datum vom 14. November 2007 rückwirkend zum 1. Januar 2007 für die Zeit bis zum 31. Dezember 2012 ein Ergebnisabführungsvertrag fest abgeschlossen. Seitdem läuft der Vertrag weiter und kann schriftlich mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Geschäftsjahres der Sorst Streckmetall GmbH gekündigt werden.

(5) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und wurden nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

(D) Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von TEUR 8.209 (Vorjahr: TEUR 9.061) im Inland und in Höhe von TEUR 5.346 (Vorjahr: TEUR 4.665) im Ausland erzielt.

(2) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 10) ausgewiesen.

(E) Sonstige Angaben

(1) Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Jährliche Zahlungsverpflichtungen Gesamtverpflichtung 2021 2022
(EUR)
aus Mietverträgen 1.476.653,00 300.460,20 300.460,20
aus Leasingverträgen 74.953,95 30.769,20 20.252,40
Jährliche Zahlungsverpflichtungen 2023 2024 2025 2026
(EUR)
aus Mietverträgen 300.460,20 296.796,20 278.476,20 278.476,20
aus Leasingverträgen 17.778,15 2.231,40 2.231,40 1.691,40

Seit dem 1. Juni 1998 ist das Betriebsgelände an der Wohlenbergstraße 11 fest angemietet. Die Leasingverträge für zwei Leasingfahrzeuge, zwei Leasinggabelstapler und Kopierer laufen bis März 2025.

Durch den Abschluss von Miet- und Leasingverträgen werden Zahlungsmittelabflüsse durch Investitionen vermieden.

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.129 (Vorjahr: TEUR 1.106).

(2) Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2020 2019
Produktion 44 45
Verwaltung und Vertrieb 20 17
64 62

(3) Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist:

Johannes Sälinger, Wunstorf

(4) Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung

Die Angabe für den Geschäftsführer Herrn Sälinger unterbleibt aufgrund von § 286 Abs. 4 HGB.

(5) Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Alleinige Gesellschafterin ist die Sorst Holdings GmbH, die am 15. April 2016 durch die EMCO Acquisition LLC von Dayton, USA, erworben wurde.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 ist in den Konzernabschluss der EMCO Acquisition LLC, 3345 Stop 8 Road, Dayton, Ohio 45414, USA, einbezogen, der die größte und kleinste Unternehmensgruppe darstellt, in die das Unternehmen einbezogen wird.

(6) Nachtragsbericht

Durch die Corona-Pandemie ergeben sich für das Geschäftsjahr 2021 erhebliche Unsicherheiten. Bestandsgefährdungen sehen wir derzeit nicht. Bestimmte negative Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit z. B. im Bereich der Materialbeschaffung sind allerdings durchaus zu erwarten. Wir verweisen dazu auf die Erläuterungen im Lagebericht.

 

Hannover, den 15. Mai 2021

Sorst Streckmetall GmbH

gez. Johannes Sälinger, Geschäftsführer

Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 22. November 2021 den Jahresabschluss zum 31.12.2020 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 465.545,70 4.600,00 0,00 470.145,70
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1) 8.507.902,52 29.458,96 0,00 8.537.361,48
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1) 385.918,68 10.130,92 0,00 396.049,60
8.893.821,20 39.589,88 0,00 8.933.411,08
9.359.366,90 44.189,88 0,00 9.403.556,78
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.887,61 109.815,82 0,00 319.703,43
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1) 7.803.768,17 167.645,39 0,00 7.971.413,56
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1) 381.983,80 5.191,77 0,00 387.175,57
8.185.751,97 172.837,16 0,00 8.358.589,13
8.395.639,58 282.652,98 0,00 8.678.292,56
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 150.442,27 255.658,09
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1) 565.947,92 704.134,35
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1) 8.874,03 3.934,88
574.821,95 708.069,23
725.264,22 963.727,32

1) davon entfallen auf die vollständige Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter im Zugangsjahr: EUR 2.449,90

Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 150.442,27 256
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 565.947,91 704
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.874,04 4
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0
574.821,95 708
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 922.473,46 897
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 734.979,31 881
1.657.452,77 1.778
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 927.234,02 1.047
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.852.271,48 2.803
3. Sonstige Vermögensgegenstände 31.761,05 62
3.811.266,55 3.912
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 327.816,91 404
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 16.716,86 19
6.538.517,31 7.077

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 130.000,00 130
II. Bilanzgewinn 4.684.081,93 4.684
4.814.081,93 4.814
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 262.586,00 315
2. Sonstige Rückstellungen 335.555,39 557
598.141,39 872
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 514.965,83 584
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 501.749,48 696
3. Sonstige Verbindlichkeiten 109.578,68 111
davon aus Steuern: EUR 33.558,65 (Vorjahr: TEUR 36) 1.126.293,99 1.391
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
6.538.517,31 7.077

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sorst Streckmetall GmbH:

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sorst Streckmetall GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sorst Streckmetall GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

In einer Größenordnung von TEUR 2.852 wird eine Forderung gegen die Gesellschafterin Sorst Holdings GmbH aktivisch berücksichtigt. Diese Forderung soll grundsätzlich durch Verpflichtungen zur Abführung von positiven Ergebnissen aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages reduziert und zurückgeführt werden. In den letzten zwei Geschäftsjahren ist diese Forderung jedoch aufgrund von erzielten Verlusten und der damit einhergehenden Übernahme dieser Verluste durch die Gesellschafterin deutlich erhöht worden. Es wurde uns nicht ausreichend nachgewiesen, dass diese Forderung in den nächsten Jahren zurückgeführt werden kann. Demzufolge ist es möglich, dass die Forderung und entsprechend auch das Eigenkapital zu hoch ausgewiesen sind.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten-falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die

den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 18. Mai 2021

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Mählmann, Wirtschaftsprüfer

Westphal, Wirtschaftsprüfer

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 6.073.503,07 5.942
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.108.913,72 3.441
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 582.539,83 663
davon für Altersversorgung: EUR -42.816,15 (Vorjahr: TEUR 13) 3.691.453,55 4.104
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 282.652,98 313
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.126.126,49 2.157
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.803,27 2
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.803,27 (Vorjahr: TEUR 2)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.709,88 34
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 19.382,88 (Vorjahr: TEUR 24) -24.906,61 -32
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0
8. Ergebnis nach Steuern -51.636,56 -664
9. Erträge aus Verlustübernahme 51.636,56 664
10 Jahresüberschuss 0,00 0

Lagebericht für 2020

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Unser Tätigkeitsfeld liegt in der Produktion und im Vertrieb von Streckmetallen für die weiterverarbeitende Industrie. Die Hauptanwendungsgebiete liegen im Bau-, Filtrations- und Automobilbereich.

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2020 aufgrund der Pandemie deutlich negativ entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag preisbereinigt um -5% niedriger als im Vorjahr. Verglichen mit den Vorjahren ist das eine erhebliche Veränderung. Treiber waren vor allem die Wirtschaftsfelder, die von staatlich bestimmten Pandemiemaßnahmen betroffen sind, wie Hotel- Gaststättengewerbe, Tourismus und der Einzelhandel. Industrie und Bau sind trotz der Pandemie hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung sehr stabil. Die Automobilbranche konnte sich in der zweiten Jahreshälfte erholen, war aber in der ersten Hälfe hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung wie schon zum Ende des Vorjahres relativ schwach.

Entwicklung der Branche

Trotz der Pandemie und weiterer Bedarfsrückgänge im Automobilsegment war der Markt relativ konstant. Pandemiebedingte Lieferschwierigkeiten einzelner Hersteller oder auch Bedarfsreduzierungen einiger Kunden konnten der insgesamt stabilen Branchenkonjunktur nichts Nennenswertes anhaben. Der Wettbewerbsdruck ist nach wie vor hoch, sodass die Margen keinen Spielraum nach oben bieten. Schwierigkeiten zeichnen sich aktuell für das laufende Jahr 2021 vor allen hinsichtlich der Entwicklung des Rohmaterialmarktes ab. Die Versorgungslage ist stark angespannt und die Preisentwicklung ist außerhalb dessen, was bisher in früheren Situationen erlebt wurde. Es sind dadurch bedingt Situationen zu erwarten, in denen der Streckmetallmarkt nicht ausreichend bedient werden kann.

Entwicklung der Beschaffungspreise

Aluminium:

2020 wurde bei LME ein langjähriger Tiefststand aufgrund der pandemiebedingten Marktschwächung erreicht. Zum Jahresende war in etwa das Niveau des Vorjahres wieder erreicht. Aktuell ist das Niveau deutlich angestiegen. Die Lieferzeiten sind erheblich gestiegen. Für bestehende Aufträge ist die Materialversorgung abgedeckt. Eine weitere Verschärfung der Versorgungslage ist aktuell nicht auszuschließen.

Buntmetalle:

Hier zeichnet sich die gleiche Situation wie beim Aluminium ab.

Stahl:

Auch bei Stahl verzeichnen wir seit Jahresbeginn eine deutliche Verschlechterung der Versorgungslage. Verfügbarkeiten von nicht bereits bestellten Vormaterialien sind praktisch nicht vorhanden. Lieferzeiten liegen im Bereich von 12 Monaten und mehr, wobei es nur schwer möglich ist, dafür verbindliche Preis- und Lieferzusagen zu bekommen.

Für bestehende Aufträge ist die Versorgung durch bestehende Lieferverträge abgesichert. Eine Entspannung der Lage zeichnet sich aktuell nicht ab.

Produktion

In 2020 lag die Auslastung aufgrund rückläufigen Umsatzes unter Vorjahresniveau. Die fortlaufende Prozessoptimierung sowohl in den Fertigungsabläufen als auch in der Administration konnten wie schon in den Vorjahren umgesetzt werden.

Kapazitätsreserven sind ausreichend vorhanden, um auch künftig die Anforderungen unserer Märkte zu erfüllen.

Investition und Finanzierung

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2020 flossen im Wesentlichen in diverse kleinere Maschinen und Anlagenoptimierungen.

Darstellung der Lage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse liegen leicht unter dem Vorjahr. Die ursprünglich anvisierte Umsatzsteigerung für 2020 konnte aufgrund pandemiebedingter starker wirtschaftlicher Verwerfungen nicht realisiert werden. Vor allem im Automobilbereich lagen die Bedarfe unter den Erwartungen.

Die Materialaufwendungen liegen bei 97 %des Vorjahreswertes und sind aufgrund eines veränderten Produktportfolios sowie diverser Prozess- und Preisoptimierungen entsprechend gesunken. Eine pandemiebedingte Absenkung der Rohstoffkosten hat ebenfalls zur Senkung der Materialkosten beigetragen.

Die Personalaufwendungen sind aufgrund diverser Personalreduzierungen und jeweils eines Einmaleffektes in 2019 und 2020 um 10 % niedriger als im Vorjahr. Die Reduzierungen in 2020 wurden vor allem durch Erreichen des Rentenalters diverser Mitarbeiter realisiert.

Das Ergebnis nach Steuern und vor Abführung gemäß Ergebnisabführungsvertrag liegt mit TEUR -52 deutlich besser als die TEUR -665 aus dem Vorjahr, ist aber immer noch leicht negativ. Die Ursachen liegen im Wesentlichen bei hohen Einmalaufwendungen für Umstrukturierungen in 2019 und deutlich reduzierter Materialkosten in 2020.

Vermögens- und Finanzlage

Der Rückgang des Anlagevermögens ist auf planmäßige Abschreibungen bei relativ geringen Investitionen zurückzuführen.

Im Umlaufvermögen sanken Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie fertige Erzeugnisse und Waren um insgesamt TEUR 121, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 120 gesunken und der Bankbestand wurde um TEUR 77 reduziert.

Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der um ca. 8 % niedrigeren Bilanzsumme von 68 % auf 73 % gestiegen.

Insgesamt ist das Unternehmen unverändert zum Vorjahr solide finanziert. Rückstellungen sind ausreichend vorhanden und Verbindlichkeiten sind als kurzfristig zu betrachten. Das Unternehmen ist in der Lage, alle fälligen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Hinsichtlich Finanzierung und Liquidität sind wir zusätzlich durch unsere Muttergesellschaft in hohem Maße abgesichert.

Chancen- und Risikobericht

Die strukturellen Anpassungen der Vergangenheit haben das Unternehmen auf eine solide Basis für künftige Herausforderungen gestellt.

Hinweise auf eine Bestandsgefährdung sind nicht zu erkennen. Durch flexible Ausrichtung unserer Fertigungskapazitäten und forcierte Prozessverbesserungen haben wir unsere Marktfähigkeit erneut nachhaltig gesteigert und konnten dadurch in einem von Überkapazitäten geprägten Markt unsere Position behaupten.

Von der Entwicklung der Rohstoffpreise sind alle Marktteilnehmer gleichermaßen betroffen. Aufgrund der aktuellen Materialpreisentwicklung und der reduzierten Verfügbarkeiten zahlreicher Rohstoffe ist mit eingeschränkten Wachstumsmöglichkeiten zu rechnen. Aufgrund von bestehenden Abnahmeverträgen mit unseren Lieferanten gehen wir aktuell davon aus, dass wir unsere Bestandskunden mit ihren Produkten ausreichend versorgen können. Nach aktuellem Stand wird sich die Situation voraussichtlich über die nächsten 10-12 Monate fortsetzen.

Durch einen ausreichenden Versicherungsschutz würde selbst ein Totalausfall der Produktion durch Feuer oder andere Katastrophen den Bestand des Unternehmens nicht gefährden. Weiterhin besteht bei Produktionsengpässen die Möglichkeit, unsere wichtigsten Kunden über unser Schwesterunternehmen in England zu bedienen.

Zahlungsausfallrisiken werden durch eine Kreditversicherung und damit verbundene Prüfungsroutinen minimiert und sind als nicht relevant zu betrachten. Aufgrund zahlreicher täglicher Überprüfungsroutinen haben wir eine permanente Risikoüberwachung, die ein kurzfristiges Reagieren ermöglicht.

Prognosebericht

Der Fokus in 2021 liegt neben der intensiven und andauernden Prozessoptimierung in allen Unternehmensbereichen verstärkt bei einem Ausbau der Markposition gegenüber dem hoch aktiven Wettbewerb. Hier stehen vor allem auch neue Anwendungsgebiete für unsere Produkte im Vordergrund, die wir gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wollen.

Wir werden die Kosten und unsere Organisation weiterhin optimieren, um gegen den europäischen Wettbewerb profitabel und konkurrenzfähig agieren zu können.

Trotz der angespannten Versorgungslage und der noch immer herrschenden Pandemie gehen wir davon aus, dass wir die für 2021 anvisierten Ziele erreichen können. Entsprechen streben wir eine Umsatz- und Gewinnsteigerung an.

 

Hannover, den 15.05.2021

Sorst Streckmetall GmbH

gez. Johannes Sälinger, Geschäftsführer

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