Fruvital Fruchthandelsgesellschaft mbH

Gießerallee 24, 47877 Willich, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 10721
Eingetragen
12.7.2005
Branche
Großhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnEinzelhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnGroßhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Gegenstand
Der Handel sowie der Im- und Export mit Früchten aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian van Vlorop
seit 27.6.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Christian van Vlorop
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Christian van Vlorop
40545 Düsseldorf
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fruvital Fruchthandelsgesellschaft mbH

Willich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Fruvital Fruchthandelsgesellschaft mbH

Willich

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.405,21 30.836,47
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 124.925,22 115.431,27
Summe Anlagevermögen 129.330,43 146.267,74
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.902.199,25 2.759.367,28
2. Forderungen gegen Gesellschafter 614.518,59 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.061.631,04 4.806.029,42
5.578.348,88 7.565.396,70
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.996.213,21 1.380.823,10
Summe Umlaufvermögen 7.574.562,09 8.946.219,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.332,75 14.327,84
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 186.297,63 0,00
7.925.522,90 9.106.815,38

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 0,53 3.120.887,71
III. Jahresfehlbetrag 211.298,16 975.950,43-
nicht gedeckter Fehlbetrag 186.297,63 0,00
Summe Eigenkapital 0,00 4.121.838,14
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 454.912,33
2. sonstige Rückstellungen 2.045.354,28 1.333.446,23
2.045.354,28 1.788.358,56
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.845.616,30 2.005.720,69
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.034.552,32 1.190.897,99
5.880.168,62 3.196.618,68
7.925.522,90 9.106.815,38

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Fruvital Fruchthandelsgesellschaft mbH

Willich

2023 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 4.067.517,44 4.865.841,80
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.466.787,00 2.685.803,06
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 246.805,36 237.208,24
2.713.592,36 2.923.011,30
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 48.345,75 43.622,66
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 578.141,99 458.531,01
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.275,50 24.697,41
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 80.323,81 45.752,50
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 889.513,70 443.011,00
8. Ergebnis nach Steuern 210.124,67- 976.610,74
9. sonstige Steuern 1.173,49 660,31
10. Jahresfehlbetrag 211.298,16 975.950,43-

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Willich und wird beim Amtsgericht Krefeld unter der HRB 10721 geführt.

A. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, aktiviert. Zugänge eines Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten EUR 1.000 nicht übersteigen, werden im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedriegeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nichtwertberichtigten Forderungen vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Durch die Bildung von Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Beachtung des § 253 Absatz 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

B. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bezüglich der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Anlage zu diesem Anhang.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 6 (i. Vj. TEUR 6) eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Kautionen). Sie enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 615 (i. Vj. TEUR 0).

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Eingangsrechnungen, Mitarbeiterprämien, ausstehenden Urlaub sowie Kosten der Jahresabschlussprüfung gebildet.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 436 (i. Vj. TEUR 114) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 3) enthalten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 416 (i. Vj. TEUR 60).

Die Steuer vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Aufwendungen für vorangegangene Jahre in Höhe von TEUR 669 (i. Vj. TEUR 0).

C. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 aus Miet- und Leasingverträgen betragen TEUR 70.

Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Arnold van Vlorop, Kaufmann, Willich, und Herr Christian van Vlorop, Kaufmann, Düsseldorf. Die Angabe der Organbezüge wird unter Verweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 17 (i.Vj. 17) Mitarbeiter, davon 14 (i.Vj. 14) männliche und 3 (i. Vj. 3) weibliche Mitarbeiter.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Willich, 18. September 2024

Geschäftsführung

Arnold van Vlorop

Christian van Vlorop

Anlagespiegel zum 31.12.2023

AK/HK 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Umbuchungen 2023 AK/HK 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 132.156,25 - - - 132.156,25
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.471,12 31.408,44 - - 272.879,56
241.471,12 31.408,44 - - 272.879,56
373.627,37 31.408,44 - 405.035,81
Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung 2023 Zuschreibung 2023 Abgänge 2023 Abschreibung 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 101.319,78 26.431,26 - - 127.751,04
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.039,85 21.914,49 - - 147.954,34
126.039,85 21.914,49 - - 147.954,34
227.359,63 48.345,75 - - 275.705,38
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.405,21 30.836,47
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 124.925,22 115.431,27
124.925,22 115.431,27
129.330,43 146.267,74

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Fruvital Fruchthandelsgesellschaft mbH, Willich

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Fruvital Fruchthandelsgesellschaft mbH vertreibt mit über 3.000 Artikeln ein breites Sortiment im Bereich des Lebensmittelgroßhandels. Die Gesellschaft ist ausgerichtet auf die Versorgung des deutschen Lebensmitteleinzelhandels mit Frischeprodukten. Sie beliefert in der gesamten Bundesrepublik den Großteil des Lebensmitteleinzelhandels mit frischem Obst und Gemüse, das just in time direkt vom Erzeuger in die jeweiligen Zentralläger unserer Kunden geliefert wird.

Als Vertriebsgesellschaft ist der für die Steuerung der Gesellschaft bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator das Rohergebnis.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im nach wie vor krisengeprägten Umfeld in stocken. So stagnierte das deutsche Bruttoinlandsprodukt preis- und kalenderbereinigt und schloss gegenüber dem Vorjahr mit 0,0 Prozent. Die leicht rückläufigen, jedoch noch immer hohen Preise aller Wirtschaftsstufen dämpften die Post-Corona aufsteigende Konjunktur. Additiv wirkten ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Auch wenn sich die Erholung nach den Corona- Jahren nicht weiter fortsetzte, so war das Bruttoinlandsprodukt 2023 dennoch 0,7 % höher als im Vor-Corona-Jahr 2019. Der Treiber des Vorjahres, die privaten Konsumausgaben, nahmen im Jahr 2023 um 0,8% ab und entfernten sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5%). Auch der Staat reduzierte in 2023 erstmals nach seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7%).

Im Jahr 2023 waren im Durchschnitt 45,9 Millionen Menschen erwerbstätig. Dies waren 0,7 % bzw. 333.000 Personen mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Erwerbslosenquote sank erneut von 2,9% im Jahr 2022 auf 2,8% im Berichtsjahr. Ergänzend hierzu sank die Zahle der gemeldeten Stellen von 845.000 (Vorjahr) auf 761.000 im Berichtsjahr. Dies entspricht einem Rückgang in Höhe von 10%.

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft 2023 und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insgesamt verlief das Berichtsjahr für die Fruvital Fruchthandelsgesellschaft mbH erwartungsgemäß schwach. Nach wie vor ist der Absatzmarkt schwierig für Fruvital, hat sich jedoch mittlerweile stabilisiert. Gleichwohl liegen die Umsatzerlöse unter dem Vorjahr.

Die Materialeinsatzquote erhöhte sich leicht um 1,5% gegenüber dem Vorjahr. Das Rohergebnis verringerte sich um 798 T€ auf 4.068 T€ im Jahr 2023.

Die Lohn-/ Gehaltskosten sanken im Berichtsjahr um 7,2 %. Zeitarbeitskräfte wurden in 2023 erneut nicht eingesetzt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen bedingt durch höhere IT- und Beratungskosten um knapp 120 T€ gegenüber dem Vorjahr.

Die Ertragsteuern erhöhten sich trotz rückläufigem Ergebnis deutlich gegenüber dem Vorjahr, dies ist auf Steuerzahlungen für vorangegangene Geschäftsjahre zurückzuführen. Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 211 T€ ab (Vj.: Jahresüberschuss in Höhe von 977 T€).

Das Anlagevermögen verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 aufgrund planmäßiger Abschreibungen auf 129 T€.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt sowie durch die als Unterstützungsfinanzierung gewährten Lieferantenkredite bei verschiedenen Erzeugern auf 3.902 T€.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe 186 T€ aus. Ursächlich hierfür sind neben dem Jahresfehlbetrag des laufenden Jahres Ausschüttungen von Vorjahresgewinnen. Der Jahresfehlbetrag 2023 resultiert i.W. aus periodenfremden Steueraufwendungen aufgrund einer Betriebsprüfung.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin stabil. Alle Investitionen in der Gesellschaft sowie der Working-Capital-Bedarf konnten und können weiterhin durch den operativen Cashflow finanziert werden. Darüber hinaus wurden Darlehen von nahestehenden Unternehmen zur Finanzierung erhalten. Außerdem stehen dem Unternehmen bei Bedarf Bankkredite zur Verfügung. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbezogen von 2.006 T€ auf 2.846 T€ zum 31. Dezember 2023.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist aus Sicht der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend und entspricht den Erwartungen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Aktuelle Situation 2024

Das öffentliche Leben wird weiterhin durch die weltweiten Krisen bestimmt. der Krieg in der Ukraine ist ebenso geblieben wie der Nah-Ost-Konflikt. Stärker im Fokus der Verbraucher war und ist die Inflation im eigenen Land, wenn auch die tatsächlichen Zahlen deutlich zurückgegangen sind. Zusätzlich hemmt das aktuell - im Vergleich zu den letzten Jahren - hohe Zinsniveau die Kauflaune der Bürger. Immer noch aktuell sind auch die ebenfalls schon wieder beruhigten, aber noch immer auf hohem Niveau eingependelten Energiepreise.

Der ifo Geschäftsklimaindex, bis Mitte des Vorjahres noch von positiven Erwartungen gestützt immerhin auf gut 90 Punkten, verliert in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 deutlich und erreicht trotz erneut positiver Tendenzen Anfang 2024 nicht mehr die 90 Punkte Marke. Insbesondere der Handel und das Bauhauptgewerbe sind hier die negativen Treiber während der Dienstleistungssektor seine Geschäftslage durchaus positiv bewertet.

Auf der Beschaffungsseite war vor allem erneut in der Wintersaison die zurückhaltende Beleuchtung und -heizung der Erzeuger spürbar. Neu geschlossene Gas- und Stromlieferverträge mussten zu deutlich höheren Preisen geschlossen werden als es in den Jahren zuvor noch möglich war. Dies wird auch im kommenden Winter zur Verknappung auf den traditionellen Beschaffungsmärkten als auch zur Verteuerung der Produkte im Einkauf führen.

2. Ausblick

Die aktuelle wirtschaftliche Lage wird sich auch aus unserer Sicht nicht kurzfristig verbessern. Gleichzeitig führt die inzwischen zurückgegangene aber noch immer für Deutschland hohe Inflation zur Zurückhaltung der Verbraucher, was den Konsum von hochwertigen Lebensmitteln angeht. Verstärkt wird dieser Effekt durch die stark gestiegenen Zinsen durch welche sich viele private Darlehensnehmer ungeplanten Belastungen ausgesetzt sehen.

Gleichzeitig wird die Energiekostensituation voraussichtlich auch im Winter 2024/25, wie zuvor beschrieben, zu einer Verknappung des Angebotes führen. Die bereits im letzten Jahr eingeleiteten Maßnahmen betreffend das Sourcing in neuen Ursprüngen wird die wesentliche Aufgabe des laufenden und kommenden Jahres sein.

Aufgrund der aktuellen Situation in der sich Verbraucher, aber auch die anderen Beteiligten der Branche befinden, gehen wir auch für 2023 von einem leicht reduzierten (Roh)Ergebnis aus.

3. Chancen und Risiken hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft

Das wesentliche Risiko der Gesellschaft liegt nach wie vor in der oligopolistischen Kundenstruktur und der sich hieraus ergebenden sehr hohen Abhängigkeit von einigen wenigen Kunden. Die Geschäftsführung und die Gesellschafter bekennen sich nach wie vor zu einer risikobewussten Unternehmensführung. Die Streuung der absatzmarktbedingten Risiken hat dabei höchste Priorität. Dies bedeutet, dass der Fokus noch stärker auf dem Aufbau neuer Kundenbeziehungen liegt.

a. Finanzwirtschaftliche Aspekte

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe 186 T€ aus. Der Jahresfehlbetrag 2023 resultiert i.W. aus periodenfremden Steueraufwendungen. Für das Jahr 2024 rechnet die Gesellschaft zwar mit einem geringeren Rohergebnis, aber dennoch einem positiven Jahresergebnis und operativen Cashflow. Die Geschäftsführung geht von der Fortführung des Unternehmens aus.

Im Jahr 2024 sind Investitionen in ein Upgrade des ERP-Systems geplant. Die Finanzierung hierfür wird wie auch in den vergangenen Jahren durch Eigenfinanzierung gesichert. Zins- oder Währungsrisiken bestehen für die Gesellschaft nicht.

b. Operative Aspekte

Die Konzentration auf neue Lieferketten und die Erschließung neuer Absatzmärkte wird auch 2024 die Hauptaufgabe der Fruvital sein; hierbei ist auf der einen Seite das Risiko neuer unbekannter Lieferanten zu sehen, auch wenn bereits erste erfolgreiche wenn auch heute noch sehr junge Partnerschaften in 2023 etabliert werden konnten. Auf Sicherheiten durch jahrelange Partnerschaften wie Lieferzuverlässigkeit, Qualitätsstandards u.w. kann an dieser Stelle noch nicht zurückgegriffen werden. Um hier unabhängiger zu werden, insbesondere von Erzeugergenossenschaften, und die Warenverfügbarkeit zu sichern forciert Fruvital Eigenproduktionen durch finanzielle Unterstützung von Projekten wie u.a. der Rheinlandhof GmbH & Co. KG oder der Rheinlandgemüse GmbH.

Auf der anderen Seite befinden wir uns auf einem gesättigten Verdrängungsmarkt, der den Ausbau bzw. die Erschließung von Absatzkanälen zu einer großen Herausforderung macht. Es ist davon auszugehen, dass alleine durch erhöhte Transport- und Energiekosten Einstandspreise steigen und nicht zeitnah und/oder nur zu einem kleinen Teil an den Lebensmitteleinzelhandel weitergegeben werden können. Hier liegen die Ziele in der Gewinnung neuer Kunden im In- und Ausland.

c. Rechtliche Risiken

Prozessrisiken bestehen nicht.

d. Personal-, Führungs- und Organisationsrisiken

In 2024 wird sich Fruvital aufgrund der eingangs beschriebenen niedrigen Erwerbslosenquote erneut einer geringen Verfügbarkeit von qualifizierten Kräften ausgesetzt sehen. So bewerten wir aktuell im Personalbereich einen Ausfall, insbesondere eines wichtigen Funktionsträgers, als Risiko. Die Personalführung wie Entlohnungs- und Gehaltsstruktur sind weiterhin ertrags- und zielorientiert ausgerichtet.

 

Willich, 18. September 2024

Geschäftsführung

Arnold van Vlorop

Geschäftsführung

Christian van Vlorop

Bestätigungsvermerk

An die Fruvital Fruchthandelsgesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fruvital Fruchthandelsgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fruvital Fruchthandelsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mönchengladbach, 18. September 2024

Kniebaum Bocks GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Coletti, Wirtschaftsprüfer

Kniebaumm, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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