HELU KABEL GmbH
Selbe AdresseHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Luksch seit 3.12.2019 | Geschäftsführer |
Heike Liane Rapp seit 3.12.2019 | Prokura |
Helmut Luksch seit 3.12.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HELU Holding GmbHHemmingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Gründung der Muttergesellschaft Am 13. November 2019 wurde die HELU Holding GmbH mit Sitz in Hemmingen gegründet. Die Gesellschafter der HELU KABEL GmbH, Hemmingen, haben 94,0 % ihrer Geschäftsanteile am 9. Dezember 2019 als Sacheinlage in die HELU Holding GmbH, Hemmingen, eingebracht. Somit wurde zum 31. Dezember 2019 erstmalig ein Konzernabschluss auf der Ebene der HELU Holding GmbH aufgestellt (im Folgenden "HELU Holding-Konzern"). Bei der Einbringung handelte es sich um eine Umstrukturierung unter gemeinsamer Beherrschung, d. h., die Gesellschafterverhältnisse der HELU Holding GmbH entsprechen denen der HELU KABEL GmbH vor Einbringung der Anteile. Dementsprechend wurden die Konzernbilanzwerte der HELU KABEL GmbH zu Buchwerten fortgeführt, eine Aufdeckung von stillen Reserven zum Erstkonsolidierungszeitpunkt erfolgte nicht. Der im neuen Konzern entstandene passivische Unterschiedsbetrag wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Die HELU Holding GmbH hält im Wesentlichen die Anteile an der HELU KABEL GmbH. Demzufolge entspricht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HELU Holding-Konzerns im Wesentlichen der des Teilkonzerns auf Ebene der HELU KABEL GmbH (im Folgenden "HELU KABEL"). 2. Geschäftsmodell des HELU Holding-Konzerns Der HELU Holding-Konzern ist ein international führender Hersteller und Anbieter von Kabeln, Leitungen, Spezialkabeln, Medientechnik, Kabelzubehör und Komponenten sowie von Daten-, Netzwerk- und Bustechnik. Die Unternehmen des HELU Holding-Konzerns konstruieren, fertigen, beschaffen und liefern Produkte für alle Branchen und jeden Einsatzzweck und verfügen über umfangreiche Läger mit einem großen Sortiment an kurzfristig verfügbaren Artikeln. Insgesamt besteht der Konzern zum Stichtag aus 47 Unternehmen in 37 Ländern auf 5 Kontinenten. Zusätzlich zum Stammsitz in Hemmingen unterhält der HELU Holding-Konzern weitere inländische Standorte. Dazu gehören eine Niederlassung mit Entwicklung und Produktion in Windsbach (Mittelfranken), Vertriebsbüros samt Lager in Neuenhagen bei Berlin und in Limbach-Oberfrohna bei Chemnitz sowie reine Vertriebsbüros in Itzehoe und Duisburg. Durch die Tochterunternehmen deckt der HELU Holding-Konzern ein sehr breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen ab. Produzierende Gesellschaften unterhält der Konzern an verschiedenen Standorten in Deutschland, Europa und Asien. Die übrigen Standorte sind reine Vertriebsgesellschaften. Die deutschen Konzerngesellschaften sind, neben der Konzernmutter, die Kabelmat Wickeltechnik GmbH (Glatten), die EKD Holding GmbH (Duisburg), die Kabelwerk Meissen GmbH (Meißen), die EKD Systems GmbH (Erkrath), die Sangel Systemtechnik GmbH (Bielefeld) sowie die nLine GmbH (Haar bei München). Die Kabelwerk Meissen GmbH produziert und vertreibt Kabel und Leitungen. Das umfangreiche Leistungsspektrum setzt sich aus Ader- und Verdrahtungsleitungen, Steuerleitungen, Schleppkettenleitungen, Motoranschlussleitungen, Sonder- und Hybridleitungen, halogenfreien Leitungen, Elektronikleitungen und Solarleitungen zusammen. Die Kabelmat Wickeltechnik GmbH gehört zu den im Markt führenden Unternehmen im Bereich der Wickelsysteme für Kabel und Leitungen. Das Portfolio umfasst nahezu alles Notwendige zum Lagern, Wickeln und Ablängen von Kabeln, Leitungen, Stahlseilen, Schläuchen und Profilen. Die EKD Systems GmbH bietet neben standardisierten Energieführungsketten und -rohren insbesondere auf Kundenanforderungen hin maßgeschneiderte, einsatzbereite Baugruppen. Der HELU Holding-Konzern ist somit weltweit der einzige Anbieter von Kabeln, Leitungen und Energieführungssystemen aus einer Hand. Die Sangel Systemtechnik GmbH produziert intelligente Lichtkonzepte, Kabelkonfektionen und Systembaugruppen für industrielle Anwendungen, sowohl als Standardlösung als auch in Form maßgeschneiderter Konfektion. Die 2023 gegründete nLine GmbH bietet als Soft- und Hardwareentwicklerin Komplettlösungen zur optischen Qualitätskontrolle in der Produktion von Kabeln, Drähten, Rohren, Seilen und Schläuchen. Die HELUKABEL Cable Manufacturing (Taicang) Co., Ltd. in China produziert Kabel speziell für den asiatischen Raum und beliefert sowohl die konzerninternen Vertriebsgesellschaften auf dem Kontinent als auch Drittkunden in der von HELU KABEL gewohnten Geschwindigkeit und Qualität. Für den europäischen Raum produziert neben den deutschen Gesellschaften die ELTRON - KABEL Sp. z o.o. in Jaworzno/Polen. Durch das breite Produktportfolio der produzierenden Tochtergesellschaften sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte und entsprechende Ressourcen kann der Konzern individuelle Kundenwünsche flexibel und kurzfristig umsetzen. 3. Organisation und Unternehmenssteuerung Das Managementsystem der HELU KABEL GmbH wurde nach den folgenden Normen auditiert: ISO 9001:2015, ISO 14001:2015 und ISO 50001:2018. Die Zertifikate der beiden Erstgenannten wurden am 28. Dezember 2022 erneut erteilt und sind gültig bis 25. Januar 2025. Das Zertifikat für ISO 50001:2018 gilt für den Zeitraum vom 28. Dezember 2022 bis 18. Dezember 2025. Die Kabelwerk Meissen GmbH wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nach folgenden Normen erneut auditiert: ISO 9001:2015 und ISO 50001:2018. Das Zertifikat für ISO 9001:2015 wurde am 24. August 2023 erteilt und gilt bis zum 23. August 2026. Das Zertifikat für ISO 50001:2018 gilt seit 14. Juni 2023 bis zum 11. Juni 2026. Die Steuerung des HELU Holding-Konzerns bzw. des Teilkonzerns der HELU KABEL erfolgt durch die Geschäftsführung der HELU KABEL GmbH anhand wesentlicher finanzieller Kennzahlen wie Umsatz, Ergebnis vor Steuern (EBT) und Jahresüberschuss. Grundlage für die Steuerung ist die detaillierte langfristige Planung, die von den lokalen Geschäftsführern in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung des HELU Holding-Konzerns im Rahmen der strategischen Ziele des Konzerns erstellt, regelmäßig überprüft und bedarfsgemäß angepasst wird. Mithilfe umfangreicher kontinuierlicher Berichterstattung lassen sich Handlungsbedarfe rasch identifizieren und entsprechende Steuerungsmaßnahmen einleiten. Negative Tendenzen lassen sich so kurzfristig korrigieren und aufkommende Chancen ergreifen. Die Verantwortung der operativen Tätigkeiten der Tochtergesellschaften obliegt der jeweiligen Geschäftsführung vor Ort. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Für das abgelaufene Geschäftsjahr beurteilt die Geschäftsführung die Lage des HELU Holding-Konzerns trotz zum Teil schwieriger Rahmenbedingungen, die u. a. durch den im Februar 2022 beginnenden Ukraine-Krieg entstanden sind und weiterhin Auswirkungen haben, als sehr stabil und solide. Die Umsatzerlöse im Jahr 2023 verringerten sich hauptsächlich aufgrund der gesunkenen Kupferzuschläge im Vergleich zum Vorjahr um ca. 1,0 %. Allerdings stiegen die Materialaufwendungen gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,7 %. Begründet wird dies vor allem mit Veränderungen im Produktmix. Das Ergebnis vor Steuern und der Konzernjahresüberschuss fielen niedriger aus und lagen 27,7 % respektive 29,3 % unter den Vorjahreswerten. Zu dieser Entwicklung trugen hauptsächlich die niedrigeren Umsatzerlöse und das daraus resultierende gesunkene Rohergebnis in Verbindung mit einem moderaten Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei. Insgesamt bewertet die Konzernführung den Geschäftsverlauf 2023 als zufriedenstellend. Im Lagebericht des Vorjahres hatte die Konzernleitung für das abgelaufene Geschäftsjahr einen moderaten Anstieg des Umsatzes erwartet. Jedoch verringerten sich die Umsatzerlöse des Konzerns im Jahr 2023 um 1,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Konzernjahresüberschuss sank aufgrund der bereits erläuterten Entwicklungen gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zur Planung lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 gleichwohl höher, der Konzernjahresüberschuss fiel stärker aus als erwartet. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Weltwirtschaft bleibt konstant Laut den aktuellen Erhebungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs die Weltwirtschaft 2023 um ca. 3,1 %. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kommt zu den gleichen Annahmen: Sie geht ebenfalls von einer Steigerung von ca. 3,1 % für das abgelaufene Geschäftsjahr aus und ihren Angaben zufolge blieb das Wachstum konstant. Als Hauptgrund für die solide wachsende Wirtschaftsleistung wird eine widerstandsfähige globale Wirtschaftstätigkeit genannt. Außerdem ging die Inflation weiter zurück und das Vertrauen des privaten Sektors in die wirtschaftliche Lage verbesserte sich. Allerdings sind die Auswirkungen der restriktiven monetären Bedingungen nach wie vor spürbar, insbesondere auf den Immobilien- und Kreditmärkten. Gedämpftes Wachstum in der EU Laut Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union, erhöhte sich die Wirtschaftsleistung 2023 sowohl in der Eurozone als auch in der EU insgesamt um ca. 0,5 %. Der EU-Raum blieb somit deutlich hinter den in der Weltwirtschaft erzielten Wachstumsraten zurück. Die wirtschaftliche Eintrübung entspricht den Prognosen des IWF, der ebenfalls von ca. 0,5 % für den Euroraum ausgeht. Die Rahmenbedingungen blieben im abgelaufenen Geschäftsjahr schwierig. Der Ukraine-Krieg hat die Wirtschaft in der EU getroffen und birgt neben dem Konflikt im Nahen Osten nach wie vor Abwärtsrisiken. Deutsche Konjunktur lässt nach Insgesamt schrumpfte die deutsche Wirtschaft im abgelaufenen Jahr laut Statistischem Bundesamt um 0,3 %. Dafür sind mehrere Belastungsfaktoren zu nennen. Durch eine restriktive Geldpolitik, in deren Folge zur Bekämpfung der Inflation die Leitzinsen von den Notenbanken kräftig angehoben wurden, ist die Finanzierung von Investitionen deutlich teurer geworden. Zusätzlich wurde die Wirtschaft durch einen hohen Krankenstand und etliche Streiks wie beispielsweise bei der Deutschen Bahn belastet. Entwicklung der Rohstoffmärkte Insgesamt waren die Rohstoffpreise für Kupfer während des Geschäftsjahres 2023, wie bereits in den Vorjahren, hohen Schwankungen unterworfen. Die Preise bewegten sich im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2023 unter denen des Vorjahres und im zweiten Halbjahr in etwa auf demselben Niveau. Zum Jahresende lag der Kupferpreis stichtagsbezogen ca. 1,1 % unter dem Vorjahreswert. 3. Branchenentwicklung Nach den aktuellen Einschätzungen des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) wuchs der weltweite Elektromarkt gegenüber 2022 um ca. 9 %. Während das Wachstum in den Industrieländern von Europa und Nordamerika bei ca. 9 % bzw. 7 % lag, legten die Schwellenländer und Asien sogar jeweils um ca. 10 % zu. Der Umsatz der deutschen Elektroindustrie erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 6,0 %. Der Inlandsumsatz lag um 6,8 %, der Exportumsatz um 5,3 % über dem Vorjahresniveau. Preisbereinigt blieb die Produktion allerdings unverändert zum Vorjahr. Die Maschinenbauer in Deutschland melden ebenfalls positive Zahlen für 2023: Ihre Umsätze bewegten sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 7,7 % nach oben. Die Produktion stieg zwar nominal um 7,2 %, sank allerdings real um ca. 1 %. 4. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage a) Ertragslage Solide Umsatzentwicklung trotz schwieriger Rahmenbedingungen Der Konzernumsatz verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,0 % auf 1.075,3 Mio. EUR (Vj.: 1.086,0 Mio. EUR). Das Deutschland-Geschäft hatte mit einem Anteil von 43,1 % (Vj.: 42,3 %) nach wie vor den größten Anteil am Umsatz der Gruppe. Der Exportumsatz belief sich 2023 auf 611,6 Mio. EUR, sank somit leicht im Vergleich zum Vorjahr, in dem er bei rund 627,0 Mio. EUR lag. Ergebnisentwicklung Aufgrund der Veränderungen im Produktmix nahmen die Materialaufwendungen im Konzern um 1,7 % zu und stiegen auf 772,8 Mio. EUR. Im Berichtsjahr wurde ein Betriebsergebnis (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung, aktivierten Eigenleistungen und sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich des Materialaufwands und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen) in Höhe von 105,3 Mio. EUR (Vj.: 144,0 Mio. EUR) erzielt. Es lag mit einer Marge von 9,8 % unter der Marge des Vorjahres (13,3 %). Betriebliche Aufwendungen Die betrieblichen Aufwendungen des HELU Holding-Konzerns (Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) stiegen im Berichtsjahr um 10,3 % auf 232,4 Mio. EUR (Vj.: 210,7 Mio. EUR). Aufgrund der geringeren Gesamtleistung erhöhte sich jedoch die Gesamtaufwandsquote um 2,0 Prozentpunkte auf 21,2 % (Vj.: 19,2 %). Der Anstieg des Personalaufwands um 13,6 % gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen der um 14,0 % gestiegenen Anzahl an Mitarbeitenden sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen geschuldet. Die Personalintensität erhöhte sich im Berichtsjahr auf 10,9 % (Vj.: 9,6 %), was im Wesentlichen auf die gesunkene Gesamtleistung im Geschäftsjahr zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen gegenüber dem Vorjahr um 8,2 % zu, hauptsächlich im Bereich der Energiekosten sowie bei den IT- und Mietaufwendungen. Die Aufwandsquote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, gemessen an der Gesamtleistung, stieg gegenüber dem Vorjahr leicht auf 9,2 % (Vj.: 8,5 %). Ergebnis Als Folge des gesunkenen Rohergebnisses und der höheren betrieblichen Aufwendungen nahm das Ergebnis vor Steuern um 39,7 Mio. EUR auf 103,6 Mio. EUR ab. Insgesamt konnte nach Abzug der Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter ein Konzerngewinn von 64,4 Mio. EUR erzielt werden (Vj.: 92,8 Mio. EUR). b) Vermögens- und Finanzlage Vermögenslage Die Konzernbilanzsumme zum 31. Dezember 2023 nahm gegenüber dem Vorjahr um 13,3 % auf 710,8 Mio. EUR zu. Zum einem wurden gruppenweit Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 67,3 Mio. EUR getätigt. Ferner wurden konzernweit Lagerbestände aufgebaut. Dadurch betrug der Wert der Vorräte zum Stichtag 363,9 Mio. EUR, was einer Steigerung von 9,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit der Aufstockung des Warenbestands bleibt eine gute Lieferfähigkeit in allen Regionen gewährleistet. Das Eigenkapital wuchs um 13,7 %, die Eigenkapitalquote blieb allerdings aufgrund der erhöhten Bilanzsumme nahezu unverändert bei 71,7 % (Vj.: 71,5 %). Bestehende Darlehen wurden während des Geschäftsjahres planmäßig getilgt. Gleichzeitig stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um ca. 28,1 Mio. EUR. Investitionen Die gesamten Investitionen innerhalb des HELU Holding-Konzerns in das Anlagevermögen betrugen im Berichtsjahr 67,3 Mio. EUR gegenüber 38,0 Mio. EUR im Vorjahr. Davon flossen 61,8 Mio. EUR in das Sachanlagevermögen in Form von Grundstücken und Gebäuden sowie technischen Anlagen zur Erweiterung der Produktionskapazitäten. In die immateriellen Vermögensgegenstände wurden 5,6 Mio. EUR investiert (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert). Projekte Die Konsolidierung der gruppenweiten ERP-Umgebung und der Rollout von u. a. Microsoft Dynamics 365 Business Central bei ausgewählten Tochtergesellschaften werden weiter fortgeführt. Finanzlage Im HELU Holding-Konzern erfolgt die Finanzierung überwiegend durch selbst erwirtschaftete Mittel sowie durch lang- und kurzfristige Bankdarlehen und Leasing. Den Tochtergesellschaften stehen kurzfristige Darlehen des Mutterunternehmens zur Verfügung. Darüber hinaus besteht ein Cash-Pooling-System in Europa mit der Muttergesellschaft und jeweils ein Cash-Pooling-System in Amerika und China mit ausgewählten Tochterunternehmen. Die finanzielle Basis der Gruppe wird auch durch das im Jahr 2023 neu abgeschlossene variable Konsortialdarlehen mit einer Laufzeit von 60 Monaten sichergestellt. Die Vereinbarung enthält zwei Verlängerungsoptionen um jeweils 12 Monate. Die erste Option wurde bereits im Jahr 2024 gezogen und die Laufzeit um weitere 12 Monate bis zum 30. März 2029 verlängert. Mit dieser Finanzierung wird erfolgreich gearbeitet. Aus der Konsortialvereinbarung ergeben sich neuerdings Kreditlinien von 100 Mio. EUR (bisher 50,0 Mio. EUR). Zum Stichtag wurden Kreditlinien in Höhe von 47,9 Mio. EUR in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf 80,1 Mio. EUR (Vj.: 52,0 Mio. EUR). Im abgelaufenen Geschäftsjahr fiel der Cashflow der Gruppe aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit 50,7 Mio. EUR (Vj.: 12,6 Mio. EUR) positiv aus. Insbesondere das erzielte Periodenergebnis in Höhe von 73,2 Mio. EUR wurde durch den deutlichen Bestandsaufbau des Warenlagers in Höhe von 31,3 Mio. EUR und den Abbau des Forderungsbestands aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4,5 Mio. EUR beeinflusst und trug so zu dieser Entwicklung bei. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war durch die getätigten Investitionen mit-62,0 Mio. EUR negativ (Vj.: -39,7 Mio. EUR). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war mit 36,2 Mio. EUR positiv, im Wesentlichen beeinflusst durch die Aufnahme von Krediten. Ausschüttungspolitik Ausschüttungen einzelner Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft und Fremdgesellschafter wurden in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung und der aktuellen Planung des jeweiligen Unternehmens vorgenommen. III. Risiko-, Prognose- und Chancenbericht 1. Risikobericht Vertriebsrisiken Die Absatzmärkte des Konzerns sind stark abhängig von anderen Industriebranchen sowie deren Entwicklung und Investitionen. Zur Minimierung dieser Marktrisiken setzt der HELU Holding-Konzern verstärkt auf zukunftsträchtige Branchen, individuelle Kundenlösungen und Diversifizierung sowohl des Angebotsportfolios als auch der Industriebranchen. Ein ausgewogener Kundenmix hilft dabei, die Abhängigkeit von einzelnen (Groß-)Kunden und/oder Branchen zu minimieren. Regionen übergreifend legen die Unternehmen der Gruppe viel Wert auf stabile und gesunde Kundenbeziehungen. Eine hohe Lieferfähigkeit soll den Preisdruck auf ein Minimum reduzieren. Beschaffungsrisiken Die Veränderung der Rohölpreise beeinflusst den Kunststoffmarkt und wird auch in Zukunft, zum Beispiel bei der Beschaffung von PVC, ein Risiko für den HELU Holding-Konzern bedeuten. Darüber hinaus stellt der allgemeine Anstieg der Rohstoffpreise aufgrund der Inflation und der zunehmend eingeschränkten Verfügbarkeit von Rohstoffen ein Risiko dar. Die Gruppe ist sowohl bei der Produktion als auch bei Handelswaren stark abhängig von Kupfer, daher beeinflusst der Weltmarktpreis für diesen Rohstoff die Materialkosten in beträchtlichem Maß. Die erheblichen Kursschwankungen geben wir an unsere Abnehmer weiter. Bei enorm sinkendem Kupferpreis können jedoch Abwertungsrisiken bei den Beständen auftreten. Ein Risiko für unser Rohergebnis sehen wir für den Fall, dass die Rohstoffpreise für Kupfer unter die Einkaufspreise, die beim Erwerb der Waren am Lager galten, fallen, da an die Abnehmer nur die aktuellen Rohstoffpreise weitergegeben werden können. Auf der Basis regelmäßiger Bestandsanalysen werden bei Bedarf entsprechende Abwertungen für die Warenbestände gebildet. Personalrisiken Der weltweite Fachkräftemangel, niedrige Arbeitslosenquoten, steigende Löhne und Gehälter sowie der gesellschaftliche Wandel stellen das Personalmanagement der Gruppe vor besondere Herausforderungen. Diesen Erschwernissen wird mit gezielten Produkt- und Fachbereichsschulungen, speziellen Vertriebsschulungen sowie Führungskräftetrainings und individuellen Coachings entgegengetreten. Insbesondere am Stammsitz in Deutschland wird darüber hinaus das bereits breite Angebot an Ausbildungsplätzen und Dualen Studiengängen weiter ausgebaut. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken Die Liquiditätssituation des HELU Holding-Konzerns wird täglich vom Mutterunternehmen überwacht und beurteilt. Um Spitzen des täglich schwankenden Finanzbedarfs zu decken, stehen entsprechende Kreditlinien zur Verfügung. Neben den Cash-Pooling-Systemen der Gruppe können die Tochtergesellschaften auf kurzfristige Kreditlinien in Höhe von 11,5 Mio. EUR zurückgreifen, deren Einräumung die Muttergesellschaft zentral organisiert und koordiniert. Außerdem wurde die Muttergesellschaft, die HELU KABEL GmbH, wie bereits im Vorjahr seitens der Deutschen Bundesbank als notenbankfähig eingestuft. Kreditrisiken Alle Neukunden werden bei der Aufnahme der Geschäftstätigkeit mit Unternehmen des HELU Holding-Konzerns einer Bonitätsprüfung unterzogen. Der Forderungsbestand wird laufend überwacht und regelmäßig analysiert. Forderungsrisiken über 10 TEUR werden in der Regel, sofern möglich, durch eine Kreditversicherung abgesichert. Der von der Muttergesellschaft abgeschlossene Rahmenvertrag mit der Kreditversicherung wurde bereits auf diverse Konzerngesellschaften ausgerollt. Risiken aus externen Ereignissen Risiken aus externen Ereignissen umfassen Gesetzgebung und Politik, kriminelle und betrügerische Handlungen (extern) sowie Naturkatastrophen. Politische Risiken, insbesondere durch den Ukraine-Krieg, haben schwierige Rahmenbedingungen entstehen lassen, mit denen jedoch sowohl der HELU Holding-Konzern als Ganzes als auch die Konzernunternehmen im Einzelnen im abgelaufenen Geschäftsjahr gut zurechtkamen. Dennoch ist die Gruppe mittelbar und unmittelbar von den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs betroffen: mittelbar durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und die immer noch hohe Inflation, unmittelbar durch etwaige Lieferengpässe. Daher erwartet die Konzernleitung ein erhöhtes Vertriebsrisiko für die Gruppe. Zwar sind die Kunden sehr unterschiedlich und auf verschiedene Industriebranchen verteilt, gleichwohl besteht das Risiko, dass Absätze in einzelnen, stärker betroffenen Branchen rückläufig sein können. Der Kundenmix steht daher im Zuge der Risikominimierung noch deutlicher im Fokus. Des Weiteren könnte ein erhöhtes Ausfallrisiko für die Forderungen der Gruppe bestehen. Neben der oben erwähnten Kreditversicherung achtet der Konzern darauf, nicht über versicherte Kreditlimits hinaus Waren auszuliefern, um so das Ausfallrisiko zu minimieren. Außerdem werden die Liquidität der Konzernunternehmen sowie der Bedarf an Vorräten genau überwacht und analysiert, um insbesondere die Lieferfähigkeit sicherzustellen. Der Finanzbedarf ist durch die gewährte Konsortialfinanzierung sichergestellt. Zur Minimierung der Risiken aus Betrug, Einbruch und Diebstahl werden interne Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um diese bereits im Vorfeld verhindern zu können. Der Konzern setzt zur Prävention von Cyberattacken auf gängige Standards wie Firewalls, Virenscanner sowie die jeweils aktuellen Softwareversionen. Darüber hinaus wird das Personal konsequent geschult und über auftretende Risiken oder Angriffsversuche informiert. Durch den Klimawandel ausgelöste extreme Wetterlagen und Naturkatastrophen können ein zunehmendes Risiko darstellen. Die möglichen Auswirkungen derartiger Ereignisse auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe lassen sich jedoch nur schwer abschätzen. Da die meisten externen Risiken sich kaum vorhersagen bzw. verhindern lassen, verfügt der HELU Holding-Konzern über entsprechende Versicherungen zur Minimierung der ggf. auftretenden Folgen. Gesamtrisikolage Allgemein unterliegt der HELU Holding-Konzern denselben funktionsübergreifenden Risiken wie die meisten anderen Unternehmen. Manche dieser Risiken sind nicht versicherbar, werden aber durch entsprechende Maßnahmen minimiert. Grundsätzlich sind der Geschäftsführung des HELU Holding-Konzerns die oben aufgeführten Risiken bewusst, weswegen sie von den Fachbereichen sorgfältig beobachtet werden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Risikopotenzial für den Konzern nicht erkennbar verändert. Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote und stabilen Finanzsituation wird der Konzern die Herausforderungen weiterhin gut und solide bewältigen. 2. Prognose- und Chancenbericht Wirtschaftliches Umfeld Der IWF und die OECD nehmen in ihren jüngsten Prognosen leichte Aufwärtskorrekturen für das Jahr 2024 vor. Die größten Abwärtsrisiken haben sich demnach nicht so manifestiert wie befürchtet und ein Großteil der Volkswirtschaften erwies sich ihnen gegenüber als überraschend resilient. Vor diesem Hintergrund prognostiziert der IWF für 2024 ein globales Wachstum von 3,1 %, damit werden die Erwartungen gegenüber dem vergangenen Herbst um 0,2 % angehoben. Für das kommende Jahr wird mit einem Zuwachs von 3,4 % gerechnet. Die Perspektive der OECD ist identisch mit derjenigen des IWF. Sie erwartet ebenfalls 3,1 % Steigerung in diesem Jahr und 3,2 % für 2025. Die EU-Kommission senkt ihre Konjunkturprognose für die EU auf 0,9 % für dieses Jahr. In ihrem letzten Bericht hatte sie noch ein Wachstum von ca. 1,3 % vorausgesagt. Für die Eurozone geht sie nun von einer Steigerung von 0,8 % aus, im Herbst hatte ihre Prognose noch bei 1,2 % gelegen. Für das kommende Jahr wird mit einem Plus von 1,4 % in der Eurozone gerechnet. Einen ähnlichen Ausblick gibt der IWF, der einen Zuwachs von 0,9 % für das laufende Geschäftsjahr und von 1,7 % für das nächste Jahr annimmt. Es wird erwartet, dass der Aufschwung durch einen stärkeren Konsum der privaten Haushalte getragen wird, da die Auswirkungen des Schocks bei den Energiepreisen nachlassen werden und die Inflation sinken wird. Für Deutschland prognostiziert der IWF 2024 einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,2 %. Im Folgejahr wird mit einem Wachstum zwischen 1,0 % und 1,5 % gerechnet. Dafür seien jedoch Reformen notwendig, u. a. nannten die Experten mehr Kinderbetreuungsplätze oder gesteigerte Investitionen in Digitalisierung. Ähnlich sieht es die OECD in ihrer aktuellen Konjunkturprognose: Sie sagt eine Steigerung von 0,3 % in diesem Jahr und von 1,1 % im Jahr 2025 voraus. Für die USA erwartet der IWF 2024 einen Anstieg des BIP um 2,7 % (OECD: 2,6 %), bevor es im Jahr 2025 zu einer Verlangsamung des Wachstums auf 1,9 % (OECD: 1,8 %) kommen sollte. Es wird davon ausgegangen, dass die aktuell sehr expansive Haushalts- und Finanzpolitik der Vereinigten Staaten zurückgefahren wird, wodurch es zu Rückgängen bei der Beschäftigungsentwicklung sowie der Gesamtnachfrage kommen könnte. Die Volksrepublik China sieht sich 2024 laut IWF mit einer Abschwächung ihres Wirtschaftswachstums auf 4,6 % (OECD: 4,9 %) konfrontiert, die sich mit 4,1 % (OECD: 4,5 %) auch 2025 fortsetzen soll. Zwar sieht der IWF eine Erholung der internationalen Nachfrage nach chinesischen Gütern, der Heimatmarkt leidet jedoch unter dem niedrigen Level des privaten Konsums, da die Bevölkerung auf hohem Niveau für die eigene Vorsorge spart. Der Immobiliensektor dürfte sich jedoch trotz der Abschaffung der Untergrenzen für Hypothekenzinsen in Städten mit schwacher Immobilienpreisentwicklung weiterhin nur sehr langsam stabilisieren. Branchenumfeld Der ZVEI sieht ebenfalls optimistisch in die Zukunft, was die Elektro- und Digitalindustrie betrifft. Weltweit geht der Verband für 2024 von einem Wachstum von ca. 3 % aus, vor allem getrieben von den Schwellenländern und von Asien. Für den nominell größten Markt Asien wird ein Anstieg von 4 % angenommen, für die Industrieländer ein Wert von plus 2 %. Für Deutschland ist der ZVEI hingegen etwas zurückhaltender. Die Elektroindustrie ist schleppend in das Jahr 2024 gestartet, deshalb wird nur mit einem moderaten Zuwachs von insgesamt 1 % gerechnet. Wichtige Kennzahlen wie der Auftragseingang lagen gemäß dem ZVEI-Konjunkturbarometer Ausgabe Mai 2024 zu Beginn des Jahres deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Die Produktion ging im ersten Quartal um 10,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Das Geschäftsklima fiel im April nach vier Anstiegen in Folge wieder etwas zurück. Allerdings sind die Exporterwartungen spürbar angestiegen und es wird mit mehr Lieferungen ins Ausland gerechnet. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist ebenfalls etwas pessimistischer bei seiner aktuellen Jahresprognose für 2024, in der ein realer Produktionsrückgang von 4 % vorausgesagt wird. Als Ursachen für die angespannte Lage werden der Rückgang der Bestellungen im vergangenen Jahr sowie das fehlende Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung genannt. Ifo Geschäftsklimaindex sinkt Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist unverändert. Der ifo Geschäftsklimaindex blieb im Mai 2024 wie schon im Vormonat bei 89,3 Punkten. Die Unternehmen zeigten sich weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage, allerdings hellen sich die Erwartungen auf. Industrie, Handel und Bau erholen sich, während die Dienstleister einen Dämpfer bekommen. Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich schrittweise aus der Krise heraus. Voraussichtliche Entwicklung des HELU Holding-Konzerns In den vergangenen Monaten lagen der Umsatz sowie der Auftragseingang hinter den Werten von 2023 zurück, wobei das erste Quartal im Vorjahr aufgrund von Nachholeffekten aus der Coronakrise außergewöhnlich hoch ausfiel. Dennoch bleibt die Nachfrage auf einem soliden und stabilen Niveau. Daher kann weiterhin von einer soliden Entwicklung des HELU Holding-Konzerns ausgegangen werden. Die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Wirtschaftsleistung im Euroraum sowie in Deutschland muss gleichwohl genau beobachtet werden. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sowie die Inflation führen zu Unsicherheiten, die eine genauere Einschätzung zukünftiger Entwicklungen schwierig machen. Außerdem ist das politische Umfeld weltweit nach wie vor von Unwägbarkeiten gekennzeichnet. Unter diesen Gesichtspunkten stellt eine fortwährend positive Entwicklung für den HELU Holding-Konzern eine Herausforderung dar. Der für die Gruppe wichtige Rohstoffpreis für Kupfer ist immer noch volatil und birgt Risiken. So hat sich etwa von Januar bis Ende Mai 2024 der Kupferpreis um ca. 21,2 % erhöht. Dies wirkt sich direkt auf die Umsätze und die Bestände aus. In Anbetracht der direkten Verzahnung der Rohstoffpreise mit den Umsatzerlösen ist eine Umsatzplanung schwierig. Unter den derzeitigen Umständen sowie unter Berücksichtigung der oben genannten Imponderabilien geht die Geschäftsführung des HELU Holding-Konzerns für das Jahr 2024 von einem moderaten Rückgang des Gesamtumsatzes (inklusive Kupferzuschlag) aus. Die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in Europa, Amerika und Asien haben sich im Berichtsjahr gut weiterentwickelt. Die meisten Gesellschaften verzeichneten positive Ergebnisse. Eine belastbare Prognose in Bezug auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften ist unter den gegebenen Umständen jedoch nicht möglich. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung des HELU Holding-Konzerns mit einem moderat geringeren Ergebnis vor Steuern und einem moderat schwächeren Jahresüberschuss im Vergleich zum Jahr 2023. Die Finanzierung und die Liquidität des Konzerns sind durch die aktuell bestehenden Kreditlinien sichergestellt.
Hemmingen, den 9. August 2024 HELU Holding GmbH Helmut Luksch, Geschäftsführer Marc Luksch, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023A. ALLGEMEINE ANGABEN Für die HELU Holding GmbH, Hemmingen, besteht nach § 290 HGB die Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht für die HELU Holding-Gruppe aufzustellen, da die hierfür relevanten Größenmerkmale zutreffen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) in Euro aufgestellt. Mutterunternehmen ist die HELU Holding GmbH, Hemmingen, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 771711. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Jahresabschlusses der HELU Holding GmbH, Hemmingen, gelten für den gesamten Konzernkreis. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. KONSOLIDIERUNGSKREIS Der Konsolidierungskreis umfasst neben dem Mutterunternehmen die in der nachfolgenden Übersicht aufgeführten Unternehmen. Alle Unternehmen in der Übersicht werden vollkonsolidiert.
1 Mittelbare Beteiligung
Veränderung des Konsolidierungskreises Die im Geschäftsjahr 2023 neu gegründeten Gesellschaften
wurden erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die Auswirkungen der Erstkonsolidierung auf den Konzernabschluss sind für die Vermittlung der tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung. C. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE UND STICHTAG Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgte grundsätzlich nach den für das Mutterunternehmen anwendbaren Bewertungsmethoden. Bei den kleineren einbezogenen Unternehmen wurde eine einheitliche Bewertung nach § 308 Abs. 1 HGB nicht vorgenommen, sofern die Auswirkungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur von untergeordneter Bedeutung waren. Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember 2023, dies entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens. Mit Ausnahme der HELUKABEL INDIA PRIVATE LIMITED sowie der HELUKABEL (MYANMAR) COMPANY LIMITED entspricht der Abschlussstichtag aller einbezogenen Unternehmen dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens. Der Abschlussstichtag dieser beiden Gesellschaften ist der 31. März 2023. Für die HELUKABEL INDIA PRIVATE LIMITED und die HELUKABEL (MYANMAR) COMPANY LIMITED wurde je ein Zwischenabschluss auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. D. GRUNDSÄTZE UND METHODEN DER KONSOLIDIERUNG Kapitalkonsolidierung Bei der zum 9. Dezember 2019 erfolgten Einbringung der Anteile an der HELU KABEL GmbH in die HELU Holding GmbH handelte es sich um eine Umstrukturierung unter gemeinsamer Beherrschung, d. h., die Gesellschafterverhältnisse der HELU Holding GmbH entsprechen denen der HELU KABEL GmbH vor der Einbringung der Anteile. Dementsprechend wurden die Konzernbilanzwerte der HELU KABEL GmbH zu Buchwerten fortgeführt, eine Aufdeckung von stillen Reserven zum Erstkonsolidierungszeitpunkt erfolgte nicht. Der im neuen Konzern entstandene passivische Unterschiedsbetrag wird in der Kapitalrücklage gezeigt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte auf der Ebene der HELU KABEL GmbH für die bis zum 31. Dezember 2009 erworbenen oder gegründeten Unternehmen nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. Dabei wurden die Anschaffungskosten des Mutterunternehmens mit dem auf sie entfallenden Eigenkapitalanteil zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verrechnet. Für die nach dem 31. Dezember 2009 gegründeten oder erworbenen Unternehmen erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB n. F. Danach wird zum Zeitpunkt, zu dem ein Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, der Beteiligungsbuchwert der Anteile am einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital ist mit dem Betrag angesetzt, der jenem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der ihnen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Der verbleibende aktivische Unterschiedsbetrag wurde nach § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und wird über eine betriebliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Dies entspricht der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Aufgrund der Fortführung der Buchwerte im Konzernabschluss der HELU Holding GmbH sind diese Sachverhalte entsprechend in der Konzernbilanz enthalten. Auf- und Abstockungen von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Statuswechsel werden als Kapitalvorgang abgebildet, somit wird ein sich ergebender Unterschiedsbetrag erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung wurde gemäß § 303 Abs. 1 HGB vorgenommen. Hierbei wurden alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Gesellschaften aufgerechnet. Zwischenergebniseliminierung Die Eliminierung der Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen erfolgte gemäß § 304 Abs. 1 HGB. Zwischengewinne im Vorratsbestand aus konzerninternen Lieferungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden ergebniswirksam eliminiert. Zwischengewinne im Anlagevermögen aus konzerninternen Lieferungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert, es erfolgte eine Abschreibungskorrektur. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden nach § 305 Abs. 1 HGB aufgerechnet. Währungsumrechnung Die funktionale Währung des Mutterunternehmens ist der Euro. Die Umrechnung der Jahresabschlüsse der einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen erfolgte auf der Grundlage des § 308a HGB. In der Konzernbilanz wurde das Eigenkapital von Bilanzen, die auf fremde Währung lauten, zum historischen Kurs umgerechnet. Die übrigen Aktiv- und Passivposten wurden zu den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zu den Periodendurchschnittskursen umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. E. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wird nach den Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 HGB vorgenommen, ergänzt um konzernspezifische Bestandteile nach § 298 HGB. Basis für die Erstellung des Konzernanhangs sind grundsätzlich die Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS). In gesetzlich zulässiger Weise wurden der DRS 21 - Kapitalflussrechnung, der DRS 4 - Unternehmenserwerbe im Konzernabschluss und der DRS 22 - Konzerneigenkapital und Konzerngesamtergebnis sowie der DRS 20 - Konzernlagebericht nur teilweise angewandt, materielle Auswirkungen auf die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat diese Vorgehensweise nicht. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit erforderlich, erfolgen Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Stichtagswert. Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB bezüglich der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird in Anspruch genommen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 und Abs. 2a HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Soweit steuerlich zulässig, kommt die degressive Abschreibungsmethode zum Einsatz. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungswerte zwischen 250,00 EUR und 800,00 EUR liegen, werden im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden wie folgt angesetzt:
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung zu den am Abschlussstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Anwendung des Niederstwertprinzips. Bei dem HELU Holding-Konzern, Hemmingen, werden seit dem Geschäftsjahr 2006 die Bestände an Handelswaren nach der LiFo-Methode bewertet. In Folge der Anwendung der LiFo-Methode besteht bei dem HELU Holding-Konzern zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag zur Bewertung auf der Basis des letzten Marktpreises von rund 6.036 TEUR (Vj.: 11.269 TEUR). Für Bestandsrisiken basierend auf einer teilweise langen Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit und den damit einhergehenden Aufwendungen, werden Abwertungen auf der Basis von Reichweiten- und Gängigkeitsanalysen vorgenommen. Bei den anderen Tochterunternehmen werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Anwendung des Niederstwertprinzips bewertet. Auf eine Anpassung der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren der kleineren in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen an konzerneinheitliche Bewertungsverfahren wurde verzichtet, sofern die Auswirkungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung waren. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. In den Herstellungskosten enthalten sind die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten, angemessene Anteile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung und des sozialen Bereichs werden nicht berücksichtigt, Finanzierungskosten nicht aktiviert. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere und liquide Mittel werden mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Risiken im Forderungsbestand sind im notwendigen Umfang durch Einzelwertberichtigungen sowie durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, aktivisch als Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Berücksichtigung finden dabei alle passivierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt, im Falle einer Steuerentlastung wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB von dem entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Gemäß § 306 HGB erfolgt die Ermittlung latenter Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen (sogenanntes Temporary-Konzept) aus Konsolidierungseffekten im Rahmen der Vollkonsolidierung gemäß den §§ 300 bis 307 HGB. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden verrechnet in der Konzernbilanz ausgewiesen. Temporäre Differenzen resultieren im Wesentlichen aus der Eliminierung von konzerninternen Transaktionen im Bereich des Vorratsvermögens und des Anlagevermögens. Der Steuersatz beträgt 28,33 %. Der HELU Holding-Konzern ist in Ländern tätig, die bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend den Vorgaben der OECD-Modellregeln erlassen haben. Die Berichtsgesellschaft und der HELU Holding- Konzern fallen voraussichtlich in künftigen Geschäftsjahren in den Anwendungsbereich der Mindeststeuergesetze. Zum 31. Dezember 2023 wurden gemäß § 274 Abs. 3 HGB beim Ansatz und bei der Bewertung latenter Steuern die Differenzen aus der Anwendung des deutschen Mindeststeuergesetzes sowie vergleichbarer ausländischer Mindeststeuergesetze nicht berücksichtigt. Das deutsche Mindeststeuergesetz (Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG)) ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Folglich kann sich für Geschäftsjahre, die zum 31. Dezember 2023 enden, grundsätzlich kein tatsächlicher Steueraufwand oder -ertrag aus dem Mindeststeuergesetz ergeben. Für die Zukunft erwartet der HELU Holding-Konzern auf der Grundlage vorläufiger Analysen keine Mehrbelastung aus der Mindeststeuer. F. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ Anlagevermögen Der Anlagespiegel nach § 284 Abs. 3 HGB ist als Anlage 1 diesem Konzernanhang beigefügt. Im Anlagevermögen sind zum Bilanzstichtag Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung von 25.751 TEUR (Vj.: 23.367 TEUR) dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet. Die Restbuchwerte belaufen sich auf 9.033 TEUR (Vj.: 9.367 TEUR). Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt fünf Jahre. Dieser Ansatz basiert auf der Schätzung der durchschnittlichen Verwertbarkeit des branchenspezifischen Know-hows. Umlaufvermögen In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 5.863 TEUR (Vj.: 5.516 TEUR) enthalten. Eigenkapital / Gewinnrücklagen Die Aufstockungen von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Statuswechsel werden grundsätzlich als Kapitalvorgang abgebildet; der sich dabei ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-United-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" der Heubeck AG verwandt. Dem Bewertungsansatz zum 31. Dezember 2023 liegt der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, zugrunde. Der Rechnungszins beträgt 1,82 % p. a. Gehaltssteigerungen und Fluktuationswahrscheinlichkeiten werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Die Pensionsrückstellungen im Konzern betragen im Geschäftsjahr 3.396 TEUR (Vj.: 3.553 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Personal in Höhe von 7.990 TEUR (Vj.: 6.511 TEUR), für Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von 1.621 TEUR (Vj.: 1.725 TEUR), für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 329 TEUR (Vj.: 505 TEUR), für Kundenboni und noch ausstehende Gutschriften in Höhe von 1.962 TEUR (Vj.: 2.192 TEUR), für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von 447 TEUR (Vj.: 427 TEUR), für die Aufbewahrung von Unterlagen in Höhe von 120 TEUR (Vj.: 120 TEUR) sowie für sonstige ausstehende Rechnungen in Höhe von 1.101 TEUR (Vj.: 973 TEUR). Verbindlichkeiten Der Verbindlichkeitenspiegel ist als Anlage 2 diesem Konzernanhang beigefügt. Bei den Tochterunternehmen bestehen Kreditlinien in Höhe von 111.467 TEUR (Vj.: 76.211 TEUR), von denen 1.829 TEUR (Vj.: 39.511 TEUR) in Anspruch genommen wurden. Latente Steuern Der Konzern hat zum Bilanzstichtag aktive latente Steuern von 2.331 TEUR (Vj.: 1.660 TEUR) und passive latente Steuern von 435 TEUR (Vj.: 482 TEUR) ausgewiesen. Aus der abweichenden Bewertung von Anlagevermögen und Rückstellungen für steuerbilanzielle Zwecke sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen ergeben sich auf Einzelabschlussebene Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern von 408 TEUR (Vj.: 408 TEUR) bzw. zu passiven latenten Steuern von 353 TEUR (Vj.: 392 TEUR) führen. Das Aktivierungswahlrecht wurde im Konzern nicht ausgeübt. Die latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen von 1.923 TEUR (Vj.: 1.252 TEUR) für aktive latente Steuern und 81 TEUR (Vj.: 90 TEUR) für passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Eliminierung von konzerninternen Transaktionen im Bereich des Anlagevermögens, des Vorratsvermögens und der Schuldenkonsolidierung. G. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden nur konzerninterne Haftungsverhältnisse. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte/sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht aus der Bilanz ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB bestehen bei der HELU KABEL GmbH, Hemmingen, für Miet- und Leasingverpflichtungen in folgender Höhe:
Der Stichtagskurs per 31. Dezember 2023 beträgt 0,9260 CHF/EUR.
Davon betreffen 20 TEUR verbundene Unternehmen. Miet- und Leasingverpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus der Nutzung des Logistikzentrums und des Hochregallagers der Muttergesellschaft. Bei den übrigen Tochterunternehmen bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingvereinbarungen in Höhe von jährlich 6.289 TEUR (Vj.: 5.197 TEUR). Der Abschluss der oben genannten Geschäfte dient der Verringerung der Kapitalbindung und des Verwertungsrisikos. Besondere Chancen und Risiken ergeben sich hieraus nicht. Die Tochtergesellschaft HELUKABEL (THAILAND) Co., Ltd. weist umgerechnet 26 TEUR (Vj.: 32 TEUR) Festgelder in den liquiden Mitteln aus, die an eine Bank als Sicherheit für Garantieverpflichtungen verpfändet sind. Derivative Finanzinstrumente Im Geschäftsjahr 2023 ging die Gesellschaft auf dem Terminmarkt für Kupfer Abnahmeverpflichtungen mit einer Laufzeit bis Dezember 2024 ein. Der Umfang beträgt 455 Tonnen mit einem Wert von 3.640 TEUR. Zum Bilanzstichtag wurde für drohende Verluste aus diesen Verpflichtungen keine Rückstellung (Vj.: 155 TEUR) erfasst, da der Marktwert der Geschäfte mit 13 TEUR positiv ist. H. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wie im Vorjahr keine nennenswerten periodenfremden Erträge oder Aufwendungen enthalten. I. SONSTIGE ANGABEN Mitarbeitende Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 2.414 (Vj.: 2.118) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt. Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 119.248 TEUR (Vj.: 104.930 TEUR). Darin enthalten sind Löhne und Gehälter in Höhe von 100.029 TEUR (Vj.: 88.736 TEUR), außerdem Kosten der sozialen Sicherheit in Höhe von 17.587 TEUR (Vj.: 15.026 TEUR) und Altersvorsorgeaufwendungen von 1.632 TEUR (Vj.: 1.169 TEUR). Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, über die zu berichten wäre. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer waren bestellt:
Bezüglich der Angabe über die Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Honorar des Abschlussprüfers Vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses wurden für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt 365 TEUR berechnet. Davon betreffen 200 TEUR Abschlussprüfungsleistungen sowie 165 TEUR Steuer- und sonstige Beratungsleistungen. Konzernabschluss Die Gesellschaft stellt für den größten und ebenso für den kleinsten Kreis der Tochtergesellschaften einen Konzernabschluss auf.
Hemmingen, den 9. August 2024 HELU Holding GmbH Helmut Luksch, Geschäftsführer Marc Luksch, Geschäftsführer Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Konzern-Eigenkapitalspiegel vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HELU Holding GmbH, Hemmingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der HELU Holding GmbH, Hemmingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HELU Holding GmbH, Hemmingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 9. August 2024 Deloitte
GmbH
Sven Ilg, Wirtschaftsprüfer Wilhelm Röscheisen, Wirtschaftsprüfer Konzernabschluss 2023 der HELU Holding GmbHMit Gesellschafterbeschluss vom 3. Dezember 2024 wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. |
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