Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 268008
Vorher
PSI - Projektsteuerung für Infrastruktur und Industrie GmbH
Eingetragen
13.6.2006
Branche
Bau von BahnverkehrsstreckenIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenBau von Industrieanlagen, außer Gebäuden
Gegenstand
Bauarbeiten jeglicher Art, insbesondere Gleisbau-, Tiefbau-, Oberbauarbeiten, zugehörige Dienstleistungen, Maschinenund Gerätevermietung, Bau und Entwicklung von Baugeräten, die Durchführung von Projektmanagement- und Projektsteuerungsleistungen einschließlich Vertrags- und Claimmanagementleistungen im Zusammenhang mit Bau- und Industrieprojekten aller Art sowie die Entwicklung und der Verkauf von Hard- und Software im Zusammenhang mit Bau- und Projektmanagementleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Martin Kempf
seit 27.3.2025
Prokura
Ralf Wilhelm Kron
seit 24.2.2025
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
PORR Bau GmbHAUT
74.97%
25.03%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

PORR Bau GmbH
Austria
149.940 €
74.97%
Germany
50.060 €
25.03%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Knape Bahnbau GmbH

Dorfen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

der Knape Bahnbau GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Firma Knape Bahnbau GmbH (KBB) mit Hauptsitz in Dorfen ist ein Bauunternehmen, das sich auf die Durchführung sämtlicher Standard- und Spezialarbeiten im Bereich Gleis-, Tief- und Oberbau spezialisiert hat.

Die jetzige KBB entstand im Juli 2021 aus der damaligen PSI Projektsteuerung für Infrastruktur und Industrie GmbH im Rahmen eines Asset Deals. Dabei wurde der Bereich des konventionellen Gleisbaus von der Knape Gruppe Holding GmbH erworben, welcher seit 1929 von der Familie Knape betrieben wurde und früher unter dem Namen Max Knape Gleisbau bekannt war. Die KBB ist spezialisiert auf den Neubau und die Instandhaltung von Gleisanlagen, einschließlich Schotter, Schwellen, Schienen und Weichen.

Die KBB erhielt im Dezember 2022 zum zweiten Mal in Folge von der Deutschen Bahn AG den Präqualifikationsnachweis für Bauleistungen an Infrastrukturanlagen des DB-Konzerns in der Kategorie Oberbau, konventionell Schotter, für sämtliche Leistungen. Zudem verfügt die KBB über die erforderlichen Qualitätsmanagementsysteme, um Dienstleistungen in explosionsgefährdeten Sektoren der Chemie- und Petrochemieindustrie zu erbringen.

Das vorrangige Ziel der KBB besteht darin, die reibungslose und zeitnahe Durchführung von Projekten zu gewährleisten, wobei stets die vollste Zufriedenheit unserer Kunden im Fokus steht. Unsere Mitarbeiter verfügen über sehr gute Fachkenntnisse und eine langjährige Erfahrung im Bereich des Gleisbaus, was es uns ermöglicht, hohe Qualitätsstandards zu gewährleisten und auch komplexe Projekte erfolgreich umzusetzen.

Die KBB ist im gesamten Bundesgebiet tätig. Der Hauptkunde ist die DB AG mit deren Tochtergesellschaften. Für private Bahnbetreiber (in Industriewerken in Bayern) wird auch auf mehrjähriger Rahmenvertragsbasis gearbeitet. Vereinzelt ist die KBB auch für andere Bauunternehmen tätig. Die Auftragsakquisition erfolgt großteils über Teilnahme an öffentlichen / teilöffentlichen Ausschreibungen/Submissionen.

1.2 Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung wird in der KBB nur indirekt betrieben. Das Unternehmen zeigt sich gegenüber allen Innovationen am Gleisbaumarkt aufgeschlossen und investiert in solche Maschinen und Geräte oder adaptiert bisherige Verfahren mit modernen Geräten. Ziel dabei ist, effizienter und für die Mitarbeiter sicherer und schonender zu arbeiten. Auch allen Formen von Digitalisierung gegenüber ist die KBB aufgeschlossen. Es findet jedoch keine eigene Forschung und Entwicklung statt.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die nachlassende Erholung nach der Corona-Pandemie, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der Nahost-Konflikt und die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen haben im Jahr 2023 das weltweite Wachstum erneut gedämpft.

Aufgrund der nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstiger Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und einer geringen Nachfrage aus dem In- und Ausland, konnte sich 2023 die Erholung der Deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fortsetzen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam stattdessen im immer noch krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Mit einem Absinken des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,3 % zum Vorjahr (2022: +1,8 %), ist Europas größte Volkswirtschaft in eine Rezession gerutscht. Dabei verlief die Entwicklung der Bruttowertschöpfung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Mit -2,0 % ging die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe deutlich zurück. Obwohl die Entwicklung im Baugewerbe neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere von den zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen gebremst wurde, erreichte es preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die Dienstleistungsbereiche konnten im Jahr 2023 größtenteils ihre wirtschaftlichen Aktivitäten erneut ausweiten und stützten damit die deutsche Wirtschaft. Dagegen sank die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, insbesondere durch den Rückgang im Groß- und Einzelhandel, um 1,0 % zum Vorjahr. Neben einem Rückgang des privaten Konsums um 0,8 % infolge der hohen Verbraucherpreise, reduzierte im Jahr 2023 auch der Staat erstmals seit fast 20 Jahren seine Konsumausgaben (-1,7 %, preisbereinigt). Auch die Bauinvestitionen gingen preisbereinigt um 2,1 % zurück. In Ausrüstungen (Maschinen, Geräte, Fahrzeuge) wurde im Jahr 2023 hingegen preisbereinigt 3,0 % mehr investiert als noch im Vorjahr. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage wirkten sich im Jahr 2023 auch auf den Außenhandel aus. Deutschland exportierte preisbereinigt 1,8 % weniger Waren und Dienstleistungen ins Ausland als noch im Vorjahr. Gleichzeitig sanken jedoch auch die Importe um 3,0 %, wodurch der resultierende positive Außenbeitrag (Differenz zwischen Ex- und Importen) insgesamt das Bruttoinlandsprodukt stütze.

Während die Prognose der deutschen Bundesregierung im Herbst 2023 von einem Wachstum in 2024 von 1,3 %, in der Jahresprojektion von 0,2 und in der Frühjahrsprojektion dann von 0,3 % ausging, sahen andere Wirtschaftsinstitute sahen Deutschland im Jahr 2024 zwischen Stagnation und Rezession. Im den ersten beiden Quartalen 2024 stieg das BIP um 0,2% (Q I) bzw. fiel um -0,1% (Q II) jeweils bezogen auf das Vorquartal (preis- und kalenderbereinigt).

Branchenbezogene Situation

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Gleisbau waren im Jahr 2023 größtenteils sehr positiv und auch für die Jahre 2024 und 2025 zeichnet sich ein überwiegend günstiges Umfeld ab. Sowohl die Bundesregierung als auch die Deutsche Bahn investieren intensiv in den Ausbau und die Modernisierung des Schienennetzes. Für das Jahr 2024 sind weiterhin umfangreiche Investitionen geplant, um das Schienennetz zu optimieren und teilweise zu erweitern. Großprojekte wie der Deutschlandtakt, der eine verbesserte Vernetzung und Taktung des Bahnverkehrs anstrebt, sorgen für eine steigende Nachfrage im Gleisbau. Dies stellt momentan eine Ausnahme im Vergleich zur klassischen Baubranche dar, die derzeit in vielen Bereichen eine Flaute verzeichnet.

Im Jahr 2023 waren in Deutschland 282 Unternehmen im Gleisbau tätig, die 21.750 Personen beschäftigten und 2022 einen Umsatz von 4 Milliarden Euro erzielten. Dies stellt einen erheblichen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren dar und spiegelt die wachsende Bedeutung der Branche wider. Trotz einiger Herausforderungen, wie Fachkräftemangel und schwankenden Materialpreisen, bleibt der Ausblick stark, mit weiteren geplanten Investitionen für 2024, die eine anhaltende Nachfrage nach Gleisbaudienstleistungen sicherstellen.

3. Geschäftsverlauf und Unternehmensentwicklung im Berichtsjahr

Das Geschäftsjahr 2023 erwies sich erneut als äußerst anspruchsvoll und fordernd, geprägt von besonderen Herausforderungen und beeindruckenden Entwicklungen. Hervorzuheben ist die Abwicklung einer Bauleistung in Höhe von TEUR 22.292, was im Vergleich zum Vorjahr 2022, in dem es noch TEUR 15.241 waren, eine deutliche Steigerung darstellt. Dies ist größtenteils auf die außerordentlich gute Auftragslage zurückzuführen.

Die Kunden im Privatbereich, mit denen wir hauptsächlich durch Rahmenverträge verbunden sind, bleiben auch im Geschäftsjahr 2023 eine feste Größe. Diese Verträge und Arbeiten fanden ausschließlich in Bayern statt und hatten im Jahr 2023 ein Auftragsvolumen von TEUR 4.187.

Da die Auftragsbücher bereits in der ersten Jahreshälfte für das gesamte Jahr 2023 weitgehend gefüllt waren, konnte die KBB bei der Auswahl der noch anzubietenden Baustellen wählerisch sein, sowohl hinsichtlich Region als auch Marge. Die Auswahl der Projektstruktur spielte ebenfalls eine wichtige Rolle. Die ausgewählten Aufträge bei der Deutschen Bahn waren überwiegend Kurzläufer, bei denen grundsätzlich die effektive Kernbauzeit zwischen 3 und 4 Wochen, maximal jedoch 3 Monate betrug. Im Gegensatz dazu erfordern Langläufer eine kontinuierliche Betreuung, auch während der "Nicht-Bauphasen". Der limitierende Faktor im Jahr 2023 waren die Managementkapazitäten, insbesondere Bau- und Projektleitung sowie Disposition.

Im Ergebnis konnte im Berichtsjahr bei einer Gesamtleistung von TEUR 22.292 (Vj. TEUR 15.241) ein sehr zufriedenstellendes Jahresergebnis von TEUR 2.088 (Vj. TEUR 746) vor Steuern erwirtschaftet werden.

4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens

a. Ertragslage

Die Ertragslage liegt mit einem EBIT von TEUR 2.200 bzw. mit 9,87 % EBIT-Marge (Vorjahrwerte TEUR 790; 5,19 %) über den Erwartungen, was auf die außerordentliche Auftragslage im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen ist

Der Materialaufwand erhöhte sich aufgrund von höheren Aufwendungen für bezogene Leistungen auf TEUR 10.998 (Vj. TEUR 6.815). Der Personalaufwand stieg leicht im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 319 auf TEUR 5.303. Dies ist insbesondere auf den Einsatz von Subunternehmer zu begründen. Durch die Integration von Großmaschinentechnik, die von Subunternehmern bereitgestellt wurde, konnte die KBB ihren Umsatz ohne größere Personalaufwendungen effizient steigern.

Die Abschreibungen sind im Jahr 2023 auf TEUR 751 gestiegen, im Vergleich zu TEUR 565 im Geschäftsjahr 2022.

Vor diesem Hintergrund beträgt das Jahresergebnis in 2023 TEUR 1.464 und stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 939 höher aus.

b. Vermögenslage und finanzielle Situation des Unternehmens

Die Vermögens- und Finanzlage der Knape Bahnbau GmbH kann während des gesamten Geschäftsjahres 2023 als sehr gut bezeichnet werden.

Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 3.253 bzw. 51,9 % erhöht. Im Wesentlichen ist diese Entwicklung aktivisch auf den Bestand an Flüssigen Mitteln von TEUR 4.130 (Vj. TEUR 565) zurückzuführen. Das Anlagevermögen beträgt ca. 39 % der Bilanzsumme. Auf der Passivseite verringerte sich im Berichtsjahr das Eigenkapital infolge der Einstellung des erwirtschafteten Jahresüberschusses in den Gewinnvortrag von TEUR 525 im Vorjahr auf TEUR 1.440 zum Bilanzstichtag. Es wurden im Jahr 2023 zwei Ausschüttungen über insgesamt 775 TEUR vorgenommen. Die Eigenkapitalquote beträgt ca. 15 % und ist damit als gut einzustufen. Zudem sind zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr, aufgrund der höheren Auftragslage, mehr Rückstellungen erforderlich. Diese betragen TEUR 2.083 (Vj. TEUR 1.118). Im Wesentlichen bestehen die Rückstellungen aus Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 625 (Vj. TEUR 278), Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 338 (Vj. TEUR 51), Rückstellungen für Winterwartungen in Höhe von TEUR 330 (Vj. TEUR 251) und die Rückstellung für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 265 (Vj. TEUR 278). Aufgrund der sehr guten Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 und des bereits 2022 positiven Geschäftsergebnisses, ist die KBB mit ausreichender Liquidität ausgestattet. Dadurch gelang es der KBB Ende September 2023 das KfW- Darlehen über TEUR 500 fällig zu tilgen. Die Entscheidung zur Tilgung trafen die Gesellschafter auch vor dem Hintergrund, Restriktionen zu vermeiden, die mit Förderprogrammen in der Regel einhergehen und den Handlungsspielraum der Gesellschaft einengen.

Im Rahmen des Finanzmanagements wird vorrangig darauf geachtet, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr nachkommen zu können, was auch jederzeit möglich ist und sein wird. Für die kurzfristige Finanzierung der Gesellschaft steht auch Liquidität aus Kontokorrentkreditrahmen zur Verfügung.

Die flüssigen Mittel zum 31. Dezember 2023 betragen TEUR 4.130 (Vj. TEUR 565).

Unsere Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in der Euro Währung, sodass Währungsrisiken nicht bestehen.

Die Finanzlage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte von TEUR 1.226 (Vj.) auf TEUR 7.854 in 2023 gesteigert werden. Aufgrund von geringeren Auszahlungen für Investitionen ins SAV sank der Cashflow aus der Investitionstätigkeit auf TEUR -1.226 (Vj. TEUR -2.268).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf TEUR -3.064 (Vj. TEUR 1.137). Hauptgrund für den Rückgang waren die hohen Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten.

Durch den regelmäßigen Liquiditätszufluss aus den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten sowie der bestehenden Kreditlinien bei den Hausbanken wird die Zahlungsfähigkeit unserer Gesellschaft auch zukünftig gesichert bleiben.

c. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Knape Bahnbau GmbH zieht für ihre interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalrentabilität, Umsatzrendite sowie EBIT heran. Die für die Gesellschaft bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren stellen wir im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Die Eigenkapitalrendite erreichte im Geschäftsjahr 2023 101,7 % (Vj: 35,0%). Wesentlicher Treiber war das höhere Jahresergebnis in 2023.

Die Umsatzrendite erreichte im Geschäftsjahr 2023 7,3 % (Vj. 5,2%). Wesentlicher Treiber waren die höheren Umsätze aus schlussgerechneten Baustellen aus 2022 mit noch höheren Margen und weniger Baustellen mit Verlusten.

Das EBIT erreichte im Geschäftsjahr 2023 TEUR 2.200 (Vj: TEUR 790) . Wesentlicher Treiber waren die guten Margen in den abgerechneten Baustellen sowie die sehr geringe Anzahl an Baustellen mit Verlusten. Aufgrund der kundenseitig ins Jahr 2024 verschobenen Abnahmen von 2 fertiggestellten Großbaustellen fiel das EBIT geringer aus als zuletzt anvisiert.

d. Investitionen

Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 1.578 erfolgten im Wesentlichen im Bereich der Maschinen. Die KBB verfügt inzwischen über 8 Zweiwegebagger, die speziell für den Einsatz im Eisenbahnbetrieb mit Schienenfahrwerken ausgestattet sind. Eines dieser Geräte ist sogar mit einer 3D-Steuerung ausgestattet. Obwohl die Geräte gerade einmal 3 Jahre bei der KBB sind, plant die KBB die ersten 4 Bagger im Jahr 2024 austauschen. Sie gehören noch zur ersten Generation der CAT ZW M323F. Da inzwischen die zweite Generation am Start ist, werden in kürzeren Abständen 4 Bagger im Jahr 2024 erneuert. KBB erwartet sowohl technische Verbesserungen und Effizienzsteigerungen, als auch weiteren Zuspruch bei den Mitarbeitern, denn wie bereits erwähnt, ist moderne Technik ein Instrument der Mitarbeitermotivation.

Bei den Anbaugeräten gab es Im Jahr 2023 auch neue Investitionen. Erwähnt seien hier exemplarisch ein zweiter Saugbagger, ein Schotterbesen und ein Schwellenverlegegerät. Auch zwei weitere neue Gleisanhänger (Kla) wurden angeschafft.

Für 2024 ist im Bereich Gleisbau noch ein Anbaustopfgerät vorgesehen, ansonsten nur kleinere Ersatzinvestitionen. Sollte sich auf dem Markt die Gelegenheit ergeben, durch eine neue Technologie bzw. ein neues Gerät effizienter arbeiten zu können, wird über weitere Investitionen nachgedacht.

Die Finanzierung erfolgt größtenteils über Leasing und Mietkäufe.

Auch im Bereich Personal wird kontinuierlich investiert. Wir bieten Mitarbeitern an, sich intern zu qualifizieren, zum Beispiel zum Polier, Vorarbeiter oder Zweiwegebaggerfahrer. Die Ausbildungskosten bewegen sich dann jeweils im Bereich von 20 bis 50 TEUR. An dieser Stelle binden wir die ausgebildeten Mitarbeiter auch vertraglich ans Unternehmen.

Auch andere Schulungen und Ausbildungen, über den gesetzlich verbindlichen Teil hinaus, sind im Angebot. Die KBB ist auch Ausbildungsbetrieb für Lehrlinge.

5. Prognose-, Chancen und Risikobericht

5.1 Prognosebericht

Die Gleisbauindustrie wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahren auf ihrem positiven Kurs bleiben, angetrieben durch erhebliche Investitionen der Regierung und der Deutschen Bahn in die Schieneninfrastruktur. Die Mittel der Bundesregierung für die DB wurden für 2024 nochmals auf über 10,7 Mrd. Euro aufgestockt und auch eine Eigenkapitalzufuhr von 4,4 Mrd. Euro ist geplant. Die geplanten Projekte, einschließlich des "Deutschlandtakts", zielen darauf ab, die Konnektivität zu verbessern und die Taktung des Bahnverkehrs zu erhöhen, was die Nachfrage nach Gleisbaudienstleistungen weiter steigern wird. Mit den laufenden Modernisierungs- und Ausbauvorhaben bleibt der Marktausblick für 2024 und 2025 günstig, was die Branche trotz Herausforderungen in anderen Bausektoren sowie aufgrund von Facharbeitermangel auf weiteres Wachstum vorbereitet.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 basiert auf einer internen Top-Down sowie einer Bottom-Up-Analyse. Dabei wird ausgehend von einer Gesamtumsatzplanung eine integrierte Planung erstellt. Diese Planung wird ebenfalls unter zusätzlicher Berücksichtigung der erwarteten der konjunkturellen gesamtwirtschaftlichen Lage und insbesondere aufgrund unseres Geschäftsmodells den erwarteten Material- und Personalaufwendungen zu einer Gesamtprognose verdichtet.

Die Unternehmensleitung erwartet für das Geschäftsjahr 2024 eine Betriebsleistung von ca. 29 Mio. Euro, davon 23 bis 24 Mio. Euro im Bereich Gleisbau und 5 - 6 Mio. Euro im Bereich Tiefbau/ Kabeltiefbau. Davon sind nach heutigem Stand bereits 20,4 Mio. Euro beauftragt. Perspektivisch wird für 2024 aufgrund der Umsatzrealisierung von 2 Großbaustellen aus 2023 (Ergebniseffekt ca. 2,4 Mio.€) eine EBIT- Marge von 17 % angestrebt. Insofern wird ein Jahresergebnis von ca. 5 Mio.€ erwartet. Für 2025 und Folgende wird ein Volumen von ca. 33 Mio. € mit ca. 10% EBIT Marge angepeilt.

5.2 Risikobericht

Im Rahmen unseres unternehmerischen Handels sind wir diversen Risiken ausgesetzt. Dabei versuchen wir, Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen die Chance auf eine angemessene Wertsteigerung gegenübersteht und sie mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb unserer Organisation beherrschbar sind.

Die Gesellschaft verfügt grundsätzlich über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind noch nicht relevant. Eine hieraus resultierende Bedrohung für das Unternehmen ist zum gegebenen Zeitpunkt nicht abzuleiten. Mit einem Großteil der Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Wesentliche Risiken sieht KBB im Augenblick in erster Linie beim Personal. Auf der einen Seite herrscht genereller Fachkräftemangel, auf der anderen Seite ist schon länger ein Trend zu erkennen, dass bundesweite Tätigkeiten nachts und an Feiertagen unattraktiv sind. Hier müssen Mitarbeiter gefunden, qualifiziert und gebunden werden. Dazu dient sicherlich eine attraktive Bezahlung, aber auch ein gutes Betriebsklima, Entwicklungsmöglichkeiten und modernes Arbeitsgerät. Zurzeit ist die KBB hier gut aufgestellt, will sich aber auch weiterhin verstärkt diesem Thema widmen.

Das Risiko einer wirtschaftlichen Krise für Deutschland ist derzeit auch nicht unwahrscheinlich. Hier spricht allerdings für die KBB, dass die Politik in solchen Zeiten grundsätzlich Infrastrukturprogramme im öffentlichen Raum auflegt, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Der Markteintritt von neuen Akteuren im Gleisbausektor scheint aufgrund der aktuell attraktiven Marktsituation sehr wahrscheinlich, insbesondere seitens großer Baukonzerne aus anderen Baubranchen. Aufgrund des Fachkräftemangels und der notwendigen Präqualifikationen bei der Deutschen Bahn werden unseres Erachtens neue Marktteilnehmer noch ein paar Jahre brauchen, bis es zum echten Markteintritt kommt. Gewinnt man diese Konzerne als Partner, können sich lukrative Gewinnchancen ergeben.

Risiken im operativen Bereich werden durch ein umfangreiches und tiefgreifendes Qualitäts-, Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltmanagement (QM) abgedeckt, welches unter anderem besonderes Augenmerk auf Sicherheit, Gesundheits-, Umweltrisiken und Rechtssicherheit legt. Die Funktion und Effizienz des QM-Managements wird regelmäßig durch externe und Kunden-Audits überprüft und bestätigt. Die Gesellschaft ist aktuell nach DIN EN ISO 9001:2015 und SCC (P) Version 2011 zertifiziert.

5.3 Chancenbericht

Die KBB verfolgt eine klare Ausrichtung auf die Abdeckung aller Bereiche im Gleisbau. Das Unternehmen sieht hier eine gute Möglichkeit, weitere Kunden und öffentliche Projekte hinzuzugewinnen und das organische Wachstum im Jahr 2024 beizubehalten. Eine weitere Chance, neue Aufträge zu gewinnen, sieht die KBB im Ausbau des Bereichs Tiefbau/Kabeltiefbau im Geschäftsjahr 2024. Die Mitarbeiter sind am Standort Thörey (NL Mitte) angesiedelt. Bis zum Jahresende sollten hier 30 Mitarbeiter tätig sein, sowohl Angestellte als auch gewerbliche Mitarbeiter. Eine Präqualifikation bei der Deutschen Bahn liegt der KBB seit Jahresanfang vor, der Zulassungsvorgang wurde bereits 2023 gestartet. Im Zusammenhang mit dem Deutschlandtakt sieht hier die KBB große Investitionsmöglichkeiten bei der Deutschen Bahn im Bereich des Tiefbaus.

Die Digitalisierung der Bahnstrecken ist in Deutschland noch immer kein echtes Thema und wird weiterhin nur als eine Notwendigkeit für die Zukunft angesehen. Auch in Zusammenhang mit dem Thema Deutschlandtakt wird sich das Thema nicht aufschieben lassen. An dieser Stelle wird der Kabeltiefbau noch einmal eine völlig neue Bedeutung für die Bahn bekommen, was die KBB auch als Chance für die Zukunft sieht.

6. Nachtragsbericht

Im Nachtragbericht ist ein Compliance- Vorfall zu erwähnen. Die Geschäftsführung hat im März 2024 positive Kenntnis davon erlangt, dass es in der Niederlassungsleitung am Standort Thörey (NL Mitte) zu Unregelmäßigkeiten kam. Es betraf mehrere Personen aus der Niederlassung inklusive der Niederlassungsleitung. Der Vorfall wurde zur Anzeige gebracht und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wurden eingeleitet, die gegenwärtig weiter andauern. Nach aktuellem Kenntnisstand wurde nur die KBB direkt geschädigt, jedoch keine weiteren Geschäftspartner. Die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden laufen gegenwärtig und es kann deshalb an dieser Stelle nicht weiter darauf eingegangen werden. Seitens der KBB sind Klagen auf Schadenersatz geplant.

Außerdem wurde zum Jahreswechsel 2023/24 beschlossen, eine NL Rhein-Main aufzubauen, die ebenfalls im Bereich Gleisbau tätig werden soll. Offizieller Start für die Angestellten des Standortes war Februar bis April 2024.

Die Mitarbeiter vom Standort NL Rhein-Main haben kommissarisch die Arbeiten der NL Mitte fortgeführt.

 

Dorfen, den 9. August 2024

Knape Bahnbau GmbH

gez. Martin Kempf, Geschäftsführer

gez. Peter Zehden, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.758.011,50 3.306.101,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 230.401,00 278.265,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 225.000,00 255.000,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 5.401,00 23.265,00
II. Sachanlagen 3.527.610,50 3.027.836,00
1. technische Anlagen und Maschinen 2.761.597,50 2.616.144,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 681.363,00 411.692,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 84.650,00
B. Umlaufvermögen 5.699.133,55 2.863.642,84
I. Vorräte 0,00 4.201,68
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.227.826,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.569.486,07 2.294.751,50
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.129.647,48 564.689,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 65.070,89 99.209,33
davon Disagio 3.638,12
Aktiva 9.522.215,94 6.268.953,17

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.440.073,41 1.501.128,88
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 523.000,00 523.000,00
III. Gewinn-/Verlustvortrag 252.908,54
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 525.220,34
V. Bilanzgewinn 717.073,41
davon Gewinnvortrag 3.129,18
B. Rückstellungen 2.083.372,59 1.118.435,79
C. Verbindlichkeiten 5.998.769,94 3.649.388,50
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 318.072,23 894.179,94
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 750.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.930.697,71 2.755.208,56
Passiva 9.522.215,94 6.268.953,17

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.681.125,67 8.667.086,60
2. Personalaufwand 5.303.082,30 4.983.786,13
a) Löhne und Gehälter 4.066.092,34 3.831.637,82
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.236.989,96 1.152.148,31
davon für Altersversorgung 10.695,80
3. Abschreibungen 751.487,85 564.645,64
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 751.487,85 564.645,64
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.420.354,48 2.314.785,27
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.467,10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 124.367,06 57.575,03
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 612.038,77 207.447,52
8. Ergebnis nach Steuern 1.476.262,31 538.847,01
9. sonstige Steuern 12.318,08 13.626,67
10. Jahresüberschuss 1.463.944,23 525.220,34
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.129,18
12. Ausschüttung 750.000,00
13. Bilanzgewinn 717.073,41

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Knape Bahnbau GmbH

1. Allgemeine Angaben

Die Knape Bahnbau GmbH hat ihren Sitz in Dorfen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB Nr. HRB268008).

Der Jahresabschluss der wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft nimmt als mittelgroße Kapitalgesellschaft die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten bilanziert. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Software beträgt drei bis fünf Jahre.

Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wurde entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Die Gründe für eine betriebliche Nutzung mit einer geschätzten Nutzungsdauer von zehn Jahren sind das Abstellen auf die voraussichtliche Stabilität der Branche sowie der angebotenen Produkte.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sämtliche Sachanlagen wurden unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwischen zwei bis 23 Jahre. Zugänge wurden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung zeitanteilig abgeschrieben.

Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Nettowert der Einzelanschaffung bis zur EUR 250,00 wurden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig als Aufwand erfasst. Bei einem Wert von EUR 250,00 bis EUR 800,00 (netto) wurde von dem Wahlrecht der Erfassung als geringwertige Wirtschaftsgüter Gebrauch gemacht und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Sofern die Börsen- bzw. Marktwerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB niedrigere Werte anzusetzen sind.

Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen i. H. der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Im Berichtsjahr lagen keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr vor. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

2.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden überwiegend übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand wie folgt statt.

Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im Vorjahr noch durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Im Berichtsjahr wird keine Pauschalwertberichtigung mehr gebildet.

Bezüglich der Darstellung der erhaltenen Anzahlungen wurde im Berichtsjahr vom Wahlrecht gem. § 268 Abs. 5 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und die offene Absetzung unter den Vorräten gewählt. Unter Anwendung der offenen Saldierung im Jahr 2022 wären als Unfertige Leistungen TEUR 5.141 und erhaltene Anzahlungen auf Bestellung für Zwecke der Saldierung in Höhe von TEUR 5.141 zu aktivieren.

Zudem wurde im Berichtsjahr eine Ausweisänderung dahingehend vorgenommen, dass Aufwendungen den Fremdleistungen zugeordnet wurden. Die zugehörigen Aufwendungen betragen TEUR 410 (Vj. TEUR 286).

Zudem ergab sich im Berichtsjahr eine Änderung der Bewertung der Gewährleistungsrückstellung. Im Vorjahr wurde die Höhe der Rückstellung noch mit einer pauschalen Berechnung in Höhe eines halben Prozentsatzes des Umsatzerlöses gebildet. Dies hätte im Berichtsjahr zu einer Rückstellung von TEUR 144 geführt. Nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung wird im Berichtsjahr die Höhe der Rückstellung mit einem Prozentpunkt der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres und einem halben Prozentpunkt des Vorjahresumsatzes geschätzt. Dies ergibt im Berichtsjahr eine Höhe von TEUR 338. Somit ergibt sich eine Differenz von TEUR 193.

2.2. Erläuterungen zur Bilanz

2.2.1. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens zum 31.12.2023 zeigt sich wie folgt:

Immaterielle Wirtschaftsgüter

in Euro entgeltlich erworbene, gewerblich Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwert Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 62.670,61 300.000,00 362.670,61
Zugänge 2.425,00 - 2.425,00
Umbuchungen - 25.094,36 - - 25.094,36
Abgänge - 5.039,95 - - 5.039,95
Stand 31.12.2023 34.961,30 300.000,00 334.961,30
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 39.405,61 45.000,00 84.405,61
Abschreibungen des Geschäftsjahres 6.069,00 30.000,00 36.069,00
Umbuchungen - 10.875,36 - - 10.875,36
Abgänge - 5.038,95 - - 5.038,95
Stand 31.12.2023 29.560,30 75.000,00 104.560,30
Buchwert 31.12.2022 23.265,00 255.000,00 278.265,00
Buchwert 31.12.2023 5.401,00 225.000,00 230.401,00

Sachanlagegüter

in Euro Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 3.108.762,61 569.972,99 - 3.678.735,60
Zugänge 1.084.569,97 406.265,38 84.650,00 1.575.485,35
Umbuchungen - 13.015,66 38.110,02 - 25.094,36
Abgänge - 421.792,02 - 82.011,43 - -503.803,45
Stand 31.12.2023 3.758.524,90 932.336,96 84.650,00 4.775.511,86
Abschreibungen -
Stand 1.1.2023 492.618,61 158.280,99 - 650.899,60
Abschreibungen des Geschäftsjahres 579.452,47 135.966,38 - 715.418,85
Umbuchungen - 6.440,66 17.316,02 - 10.875,36
Abgänge - 68.703,02 - 60.589,43 - - 129.292,45
Stand 31.12.2023 996.927,40 250.973,96 - 1.247.901,36
Buchwert 31.12.2022 2.616.144,00 411.692,00 - 3.027.836,00
Buchwert 31.12.2023 2.761.597,50 681.363,00 84.650,00 3.527.610,50

2.2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag ist aus nachfolgender Übersicht ersichtlich.

Stand zum 31.12.2023
TEUR
Stand zum 31.12.2022
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 956 1.466
davon mit Restlaufzeit größer ein Jahr 0 0
Forderungen gegen Gesellschafter 0 0
davon mit Restlaufzeit größer ein Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 613 829
davon mit Restlaufzeit größer ein Jahr 38 35

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen die Forderungen aus den Umsatzsteuer-Vorauszahlungen in Höhe von TEUR 195 (Vj. TEUR 193) sowie Forderungen gegenüber der SIKO in Höhe von TEUR 159 (Vj. TEUR 156).

2.2.3 Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses in Höhe von TEUR 3 enthalten.

2.2.4 Rückstellungen

Für die fertiggestellten Projekte können Gewährleistungsverpflichtungen entstehen, für diese aus Vorsichtsgründen eine pauschale Rückstellung in Höhe eines Prozentsatzes des Jahresumsatzes und einem halben Prozentsatz des Vorjahresumsatzes gebildet wurde.

2.2.5 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 750 (Vj. TEUR -). Diese Verbindlichkeiten resultieren in voller Höhe aus einer Vorabausschüttung.

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. Eine Besicherung durch Pfandrechte erfolgt nicht.

Die unter dem Posten Sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber den unterschiedlichen Finanzdienstleistungsinstituten sind durch Eigentumsvorbehalte der einzelnen Vertragspartner besichert. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte o. ä. Rechte besichert sind, betragen TEUR 2.214.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind der nachfolgenden Darstellung zu entnehmen.

Stand zum 31.12.2023
TEUR
Stand zum 31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten gesamt 5.999 3.649
davon mit Restlaufzeit bis ein Jahr 4.366 2.140
davon mit Restlaufzeit ein bis 5 Jahre 1.633 1.466
davon mit Restlaufzeit größer 5 Jahre 0 43
Gegenüber Gesellschaftern 750 0
davon mit Restlaufzeit bis ein Jahr 750 0
davon mit Restlaufzeit ein bis 5 Jahre 0 0
davon mit Restlaufzeit größer 5 Jahre 0 0

Angaben zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 15 (Vj. TEUR 0) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 81 (Vj. TEUR 14) enthalten.

3. Sonstige Angaben

3.1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 46
Angestellte 23

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 69 (Vj. 62).

3.2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 543 (Vj. 731) und betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen bei verschiedenen Banken und Versicherungsunternehmen branchenübliche Garantiebürgschaften aus Bautengewährhaftung mit Rückbürgschaften und Ausführungsbürgschaften von rund TEUR 1.029.

3.3. Angaben über die Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erfolgt durch Herrn Martin Kempf, Hude (Unternehmer) und Herrn Peter Zehden, Berlin (Betriebswirt).

3.4. Vergütungen der Geschäftsführer

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge erfolgt in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB nicht.

3.5. Außerbilanzielle Geschäfte

Die Nutzung der benötigten Bürogeräte, Baumaschinen und Fahrzeuge wird zum Teil durch Leasingverträge sichergestellt. Deren Laufzeit beträgt noch zwischen 5 und 73 Monate. Aus den abgeschlossenen Leasingverträgen resultiert eine finanzielle Belastung über die verbleibenden Vertragslaufzeiten in Höhe von insgesamt TEUR 1.593 (Vj. TEUR 891).

Die Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten Geräte, Maschinen und Fahrzeuge.

3.6. Nachtragsbericht

Im Nachtragbericht ist ein Compliance-Vorfall zu erwähnen, zu den Erläuterungen hierzu siehe § 6 des Lageberichts. Für die zu erwartenden Kosten der Aufklärung und anwaltlichen Betreuung wurde bilanziell vorgesorgt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind nicht bekannt.

3.7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 700 vorzunehmen. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Dorfen, den 9. August 2024

Knape Bahnbau GmbH

gez. Martin Kempf, Geschäftsführer

gez. Peter Zehden, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Vorstehende zur Offenlegung bestimmte Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung nebst Anhang und Lagebericht der Knape Bahnbau GmbH, Dorfen, zum 31.12.2023 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Knape Bahnbau GmbH, Dorfen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Knape Bahnbau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Knape Bahnbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Regensburg, den 5. September 2024

CM Treuhandgesellschaft Regensburg mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Mehltretter, Wirtschaftsprüfer

gez. Cramer, Wirtschaftprüfer

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