Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 570300
Eingetragen
23.2.1978
Branche
Großhandel mit Installationsbedarf für Gas, Wasser und HeizungGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Herstellung und Montage von haustechnischen Anlagen sowie Groß- und Einzelhandel mit haustechnischen Artikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Windmüller
seit 11.4.2019
Geschäftsführer
Dieter Windmüller
seit 30.10.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
85.00%
15.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Dirk Windmüller
74523 Schwäbisch Hall
85.000 DM
85.00%
D***** W*********
15.000 DM
15.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Windmüller GmbH

Schwäbisch Hall

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Windmüller GmbH mit Sitz in Schwäbisch Hall ist in der Installation von gebäudetechnischen Anlagen und im Kundendienst für diese Anlagen tätig. Das Geschäftsgebiet umfasst hauptsächlich einen Umkreis von ca. 50 km um Schwäbisch Hall.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaft

Das Jahr 2023 war in Deutschland von einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld geprägt. Die hohe Inflation und eine damit verbundene Zurückhaltung bei Investitionen haben insbesondere Wirtschaftszweige wie die Automobilindustrie und die Bauwirtschaft unter Druck gesetzt. Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts lag im Jahr 2023 in Deutschland bei -0,3 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die Inflation lag mit 5,9 % nach wie vor auf hohem Niveau, jedoch unter dem Niveau des Vorjahres. Auch im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sind die Preise für zahlreiche Rohstoffe und Zuliefererprodukte deutlich gestiegen.

Die Verfügbarkeit von Fachkräften ist ein wichtiger Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft. Hier zeigten sich in den vergangenen Jahren und auch im Jahr 2023 Engpässe, die die Unternehmen vor Herausforderungen stellen. Die Arbeitslosenquote in Deutschland bewegt sich seit dem 1. Quartal 2023 auf einem konstanten Niveau von etwa 5,7 %.

Die schlechtere wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen und die Zurückhaltung vieler Privathaushalte hat direkte Auswirkungen auf die deutsche Bauwirtschaft. Die Entwicklungen wirken sich dabei auf verschiedenen Ebenen aus. Die steigenden Immobilienzinsen führen beispielsweise zu einem Rückgang in der Nachfrage nach Neubauten und Bestandsimmobilien. Die steigenden Lebenshaltungskosten führen hingegen zu einer Zurückhaltung bei bestimmten Investitionen von Eigenheimbesitzern. Auch Industrieunternehmen und institutionelle Auftraggeber haben sich im Jahr 2023 mit Investitionen zurückgehalten. Dies gilt gleichermaßen für Neubauprojekte als auch für Sanierungen.

2.1.2 Branche

Die Konjunktur der deutschen Wirtschaft hat sich im Jahr 2023 abgekühlt, die Bauwirtschaft hat sich dabei deutlich schwächer entwickelt als andere Wirtschaftsbereiche. Insbesondere der Neubau ist aufgrund der gestiegenen Zinsen und höheren Baukosten stark eingebrochen.

Die Bauinvestitionen in Deutschland sind im Neubau von Wohngebäuden im Jahr 2023 real um -10,6 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Im Bereich der Bestandsinvestitionen bzw. Sanierungen im Wohnbau betrug der Rückgang -9,1 %. Im Nichtwohnbau fielen die Rückgänge bei den Bauinvestitionen im Jahr 2023 weniger stark aus als im Wohnbau. Dennoch zeigten sich auch hier Rückgänge von -6,7 % im Neubau und von -4,6 % im Bestand bzw. bei Sanierungen. Auch in diesem Segment haben sich die Baugenehmigungen im Jahr 2023 deutlich negativ entwickelt. Während sich die Auftragseingänge für öffentliche Bauprojekte auch im Jahr 2023 positiv entwickelt haben, zeigt sich insbesondere beim Wohnungsbau ein deutlicher Rückgang der Auftragseingänge. Hier setzte der Rückgang im Jahr 2022 ein. Für den Nichtwohnungsbau lässt sich der Rückgang der Aufträge bereits etwas früher festhalten. Die beiden Segmente Wohnungsbau und Nichtwohnungsbau haben sich damit im Jahr 2023 deutlich schwächer entwickelt als der öffentliche Bau.

Im Nichtwohnbau zeigt sich eine lange Phase der rückläufigen Baugenehmigungen auf Monatsebene. Die Rückgänge haben hier im Juni 2022 eingesetzt, lediglich im Februar 2023 und im Juli 2023 zeigte sich ein leichter Anstieg der Genehmigungen. Da der Nichtwohnbau das wichtigste Segment für die TGA-Betriebe darstellt, wird sich die rückläufige Genehmigungsaktivität auf die Aufträge der Fachbetriebe in der Technischen Gebäudeausrüstung auswirken.

Die europäische Statistikbehörde Eurostat erhebt monatlich die Bedeutung verschiedener Herausforderungen bzw. Hinderungsgründe in der Bauwirtschaft. Im Zeitverlauf zeigt sich deutlich, dass Lieferengpässe und die Materialverfügbarkeit lange Zeit kein Thema waren, mit dem Jahr 2021 aber sprunghaft an Bedeutung gewonnen haben und die Wirtschaftsaktivitäten der Unternehmen eingeschränkt haben. Die Problematik setzte sich auch im Jahr 2022 fort, hat im Jahr 2023 jedoch stark an Bedeutung verloren. Stattdessen sind zwei andere Themen in den Vordergrund getreten. Der Anteil der Unternehmen, die einen Rückgang der Kundennachfrage oder den Mangel an Fachkräften als Herausforderung angegeben haben, ist deutlich gestiegen und liegt klar über den Werten für Lieferengpässe bzw. der Materialverfügbarkeit.

Bei der Sanierung von Heizungsanlagen in Einfamilienhäusern gab es im Jahr 2023 durch das anstehende neue Heizungsgesetz eine Sonderkonjunktur. Viele Eigenheimbesitzer haben auf Basis der bestehenden Gesetze ihre Heizungsanlage erneuert, bevor die Verschärfung des neuen Heizungsgesetzes im Jahr 2024 eintritt.

2.2 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 konnte trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes ein guter Auftragseingang in ca. auf dem Niveau des Vorjahres verzeichnet werden. Die Sonderkonjunktur durch das neue Heizungsgesetz schlug sich im Geschäftsverlauf nieder. Dies mündete in einer guten Auslastung. Die Lieferkettenproblematik aus den Vorjahr nahm deutlich ab und normalisierte sich zusehends. Die steigenden Preise waren weiterhin ein treibender Kostenfaktor, konnten jedoch in den meisten Fällen in der Kalkulation berücksichtigt werden. Die Gesamtleistung wurde gegenüber dem Vorjahr gesteigert.

Die Anzahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug 102. Um auch zukünftig über qualifiziertes Personal verfügen zu können, bildet die Windmüller GmbH in verschiedenen Berufsbildern aus. Im Jahr 2023 hat die Windmüller GmbH durchschnittlich 14 Auszubildende beschäftigt.

2.3 Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage der Gesellschaft

2.3.1 Ertragslage

Die Gesamtleistung betrug 17,54 Mio EUR und lag somit über Vorjahresniveau (14,81 Mio EUR). Der Rohertrag betrug 11,48 Mio EUR und hat sich zum Vorjahr verbessert. Der Personalaufwand hat sich etwas erhöht. Das Jahresergebnis beläuft sich auf 2,82 Mio EUR und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr. Das sind auch die finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Unternehmens eingesetzt werden. Weiterhin dient die projektbezogene Auftragsentwicklung zur Steuerung des Unternehmens.

Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden.

2.3.2 Finanzlage

Zum Jahresende 2023 beträgt das Eigenkapital rund 9,88 Mio EUR. Damit beträgt die Eigenkapitalquote ca. 63,57 % (Vorjahr ca. 44,55 %) und kann weiterhin als solide bezeichnet werden.

Das Unternehmen hat keine Bankverbindlichkeiten. Der Bestand an Bankguthaben und liquiden Mitteln betrug ca. 11,27 Mio EUR zum Bilanzstichtag. Das Unternehmen war jederzeit in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Unternehmens hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 15,86 Mio EUR auf 15,55 Mio Euro vermindert.

2.4 Gesamtaussage

Zusammengefasst zeigt die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, dass die Windmüller GmbH zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes in einer zufriedenstellenden wirtschaftlichen Verfassung ist.

3. Chancenbericht

Im Wirtschaftsbau ist trotz des prognostizierten Umsatzrückgangs für 2024 gegenüber dem Vorjahr weiterhin Investitionsbereitschaft vorhanden. Dies je nach Branche auf stark unterschiedlichem Niveau. Produktionsnahe Gebäude und technische Anlagen werden im Industriesektor in gut laufenden Branchen weiter nachgefragt. Dies bietet die Chance für weitere Investitionen im Bestand und im Neubau. Von staatlicher Seite könnten sich Impulse mittelfristig im großvolumigen Wohnungsbau zeigen. Die Wohnbauziele der Bundesregierung und die bereitgestellten Finanzmittel im Bereich des sozialen Wohnungsbaus lassen eine positive Entwicklung bei Großprojekten im Mehrfamilienhausbau erwarten.

Die Bereiche Sanierung, Instandhaltung und Wartung bieten klare Chancen für die TGA-Branche. Viele Gebäude im Nichtwohnbau müssen in den kommenden Jahren energetisch saniert werden, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Der Technischen Gebäudeausrüstung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: viele Gebäude werden nach wie vor mit fossilen Energieträgern betrieben oder verfügen über eine ineffiziente Haustechnik. Hier kommt den TGA-Fachbetrieben eine zentrale Aufgabe bei der Sanierung und Modernisierung dieser Anlagen zu.

Für unser Unternehmen bieten sich dadurch in der Zukunft gute Marktpotenziale im Bereich effizienterer und umweltfreundlicherer Gebäudetechnik.

Der im Handwerk bestehende Produktivitätsrückstand im Vergleich zu anderen Branchen kann noch stark verbessert werden. Dies führt zu einer deutlich höheren Produktivität und somit zu besseren Margen und einer besseren Wettbewerbsfähigkeit.

4. Risikobericht

Die weitere wirtschaftliche Abkühlung stellt ein Risiko für die Baubranche dar. Weniger verfügbare Aufträge führen zu einem stärken Wettbewerb unter den Marktteilnehmern und zu sinkenden Preisen. Dies kann zu geringeren Margen führen.

Deshalb ist es wichtig, den Auftragseingang zu forcieren und möglichst einen großen Auftragsbestand zu generieren, um eine gleichmäßige und langfristige Auslastung zu haben.

Die allgemeine Verunsicherung durch das neue Heizungsgesetz und die vorgezogenen Maßnahmen auf das Jahr 2023 können zu einer deutlichen Abkühlung beim Sanierungsgeschäft im Jahr 2024 führen. Die unklare Situation bei den Förderbedingungen kann diesen Effekt noch verstärken. Es kann einige Zeit dauern, bis sich alle Markteilnehmer an die neuen Rahmenbedingungen angepasst haben.

Ebenso verschlechtern höhere Produktionskosten, steigende Personalausgaben und ein deutlicher Zinsanstieg die finanzielle Lage vieler Unternehmen. Das Risiko von verzögerten Zahlungen oder Zahlungsausfällen steigt. Erste Insolvenzen von großen Bauentwicklern und Bauträgern sind bereits zu beobachten und können in der Auftragskette zu Verwerfungen und Zahlungsausfällen führen.

Der sich verschärfende Fachkräftemangel führt zu höheren Personalkosten und auch zu einem deutlich höheren Aufwand in der Personalbetreuung und Personalgewinnung. Kann langfristig die erforderliche Anzahl von Mitarbeitern nicht ausgebaut oder gehalten werden, sind hier Wachstumsgrenzen gesetzt.

5. Prognosebericht

Die tatsächliche Geschäftsentwicklung des Jahres 2023 war besser als die berichtete Prognose aus der Vorperiode. Die Konjunktur der Baubranche und die Nachfrage nach gebäudetechnischen Anlagen entwickelten sich besser als erwartet. Die Gesamtleistung ist höher als erwartet. Das Ergebnis war höher als prognostiziert.

Für 2024 sehen wir verhalten optimistisch in die Zukunft, wenn auch die steigende Inflation und die steigenden Zinsen negative Auswirkungen auf die Baubranche weiterhin haben werden bzw. diese belasten werden. Die Lieferkettenproblematik wird keine Auswirkungen mehr haben. Prognosen zur gesamtwirtschaftlichen Lage bleiben weiter schwierig. Für das Jahr 2024 sehen wir das Risiko einer weiteren Abkühlung der Bauwirtschaft und einen gesamtwirtschaftlichen Rückgang. Der gute Auftragsbestand in der Baubranche wird sich deutlich reduzieren.

Die Erwartung an die Gesamtleistung der Windmüller GmbH liegen etwa auf Vorjahresniveau. Der Aufwand für bezogene Waren, Leistungen und der Personalaufwand wird auf höherem Niveau als im Vorjahr sein. So rechnen wir mit einem geringerem Rohertrag und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr.

Die Finanz- und Vermögenslage wird stabil bleiben.

 

Schwäbisch Hall, den 31.03.2024

Windmüller GmbH

Dieter Windmüller, Geschäftsführer

Dirk Windmüller, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 382.633,00 383.602,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 929,00 1.412,00
II. Sachanlagen 379.704,00 380.190,00
1. technische Anlagen und Maschinen 9.032,00 14.299,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 370.672,00 365.891,00
III. Finanzanlagen 2.000,00 2.000,00
B. Umlaufvermögen 15.011.347,68 15.318.105,49
I. Vorräte 179.076,73 4.719.679,01
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.396.894,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.562.611,42 3.679.956,20
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.269.659,53 6.918.470,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 157.438,98 157.438,98
Summe Aktiva 15.551.419,66 15.859.146,47

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.885.461,40 7.064.876,82
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Bilanzgewinn 9.834.332,21 7.013.747,63
davon Gewinnvortrag 7.013.747,63 5.543.690,21
B. Rückstellungen 2.044.911,33 1.370.284,33
C. Verbindlichkeiten 3.492.547,38 7.297.412,86
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.737.654,05 7.004.935,96
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.754.893,33 292.476,90
D. Rechnungsabgrenzungsposten 128.499,55 126.572,46
Summe Passiva 15.551.419,66 15.859.146,47

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.511.113,93 8.905.108,46
2. Personalaufwand 5.145.922,78 4.897.420,90
a) Löhne und Gehälter 4.199.755,10 4.029.966,41
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 946.167,68 867.454,49
davon für Altersversorgung 35.576,79 35.854,79
3. Abschreibungen 249.810,00 282.751,92
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 249.810,00 282.751,92
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.268.591,55 1.611.888,63
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 148.208,89 12.929,24
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.773,17 12.735,64
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.157.458,39 634.670,37
8. Ergebnis nach Steuern 2.828.766,93 1.478.570,24
9. sonstige Steuern 8.182,35 8.512,82
10. Jahresüberschuss 2.820.584,58 1.470.057,42
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.013.747,63 5.543.690,21
12. Bilanzgewinn 9.834.332,21 7.013.747,63

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Bilanzaufstellung erfolgte unter Berücksichtigung der Ergebnisverwendung (§ 268 Abs. 1 HGB) und weist damit den Posten Bilanzgewinn aus. Die Gewinn und Verlustrechnung wurde entsprechend angepasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zum Zwecke der Klarheit wurden einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Angabe und Erläuterung angepasster Vorjahreszahlen

Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind.

Um dennoch einen Zeitvergleich beim betreffenden Posten durchführen zu können, wurde der Vorjahreswert angepasst.

Die Anpassung bestand aus folgenden Maßnahmen:

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Die Bewertung wurde wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 254.620,00 EUR.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen weist nur Vermögensgegenstände aus, die dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen.

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagengegenstände sind im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Dieser befindet sich in einer Anlage zum Anhang.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 814.944,37 EUR.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 995.810,68 EUR.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.342,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 16.342,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 62.439,57 0,00 11.521,86
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.117.764,80 251.799,00 60.379,83
Summe Sachanlagen 1.180.204,37 251.799,00 71.901,69
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 2.000,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.198.546,37 251.799,00 71.901,69
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 16.342,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 16.342,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 50.917,71
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.309.183,97
Summe Sachanlagen 0,00 1.360.101,68
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 2.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 2.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.378.443,68
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.930,00 483,00 0,00 0,00 15.413,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 14.930,00 483,00 0,00 0,00 15.413,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 48.140,57 5.262,00 11.516,86 0,00 41.885,71
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 751.873,80 244.065,00 57.426,83 0,00 938.511,97
Summe Sachanlagen 800.014,37 249.327,00 68.943,69 0,00 980.397,68
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 814.944,37 249.810,00 68.943,69 0,00 995.810,68
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 929,00 1.412,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 929,00 1.412,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 9.032,00 14.299,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 370.672,00 365.891,00
Summe Sachanlagen 0,00 379.704,00 380.190,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 2.000,00 2.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 2.000,00 2.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 382.633,00 383.602,00

Umlaufvermögen

Bei den Vorräten werden neben den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen mit 178.237,73 EUR auch die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen mit 3.397.733,24 EUR ausgewiesen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 2.193.285,40 EUR wurden die Wertberichtigungen mit 223,8 TEUR abgesetzt, das sind 9,30 % der Forderungen.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind um 4.351.189,25 EUR auf 11.269.659,53 EUR angestiegen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Aktive Rechnungsabgrenzung

Im Wesentlichen wurden folgende Abgenzungen vorgenommen:

- Versicherungen 157.438,98 EUR

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist von 7.064,9 TEUR in 2022 auf 9.885,5 TEUR in 2023 angestiegen und setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
Bilanzgewinn 9.834.332,21 7.013.747,63
- Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.013.747,63 5.543.690,21
- Jahresüberschuss 2.820.584,58 1.470.057,42
Eigenkapital gesamt 9.885.461,40 7.064.876,82

Sonstige Rückstellungen

Die sonstige Rückstellungen beinhalten insbesondere die Pensionszusagen (254.620,00 EUR), Urlaubsrückstellung (446.797,03 EUR), Rückstellung für die Jahresabschlusserstellung (48.000,00 EUR), Betriebsprüfung (36.000,00 EUR), Archivierung (22.425,00 EUR) und Garantieleistungen (239.831,16 EUR) sowie Profitcenter (53.527,51EUR).

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR kleiner 1 J.
EUR
1 bis 5 J.
EUR
größer 5 J.
EUR
erhaltene Anzahlungen 1.740,1 3.579.595,5 1.557.364,2 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 419,6 419.648,0 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.332.834 1.135.304,8 130.490,2 67.039,0
Summe 1.334.993,6 5.134.548,3 1.687.854,3 67.039,0

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 0 EUR.

Passive Rechnungsabgrenzung

Im Wesentlichen wurden folgende Abgenzungen vorgenommen:

weiter berechnete Versicherungen: 128.499,55 EUR

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,74 %
Pensionsalter 65,00 Jahre
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 1.399 EUR.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter
Angestellte
leitende Angestellte
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit . 94,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer:

Dipl.-Ing. (FH) Dieter Windmüller

ausgeübter Beruf:

Geschäftsführer

Weitere Geschäftsführer:

Dirk Windmüller

ausgeübter Beruf:

Geschäftsführer

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe von Geschäftsführerbezügen wurde in Ausübung des Wahlrechts gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahrs

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 2.820.584,58 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Dipl.-Ing. (FH) Dieter Windmüller

Bericht des Aufsichtsrats

nicht zutreffend.

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Dirk Windmüller

gez. Dieter Windmüller

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Windmüller GmbH

Prüfungsurteil

Ich habe den Jahresabschluss der Windmüller GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Windmüller GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

 

Garmisch-Partenkirchen, den 28. Januar 2025

Klaus-Joachim Eichhorn

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