Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 764537
Vorher
Cloudwürdig GmbH
Eingetragen
27.3.2018
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Die Beratung zu und der Vertrieb von Cloud-Softwareprodukten sowie die Erbringung von Dienstleistungen hierzu, die Entwicklung, Produktion, der Vertrieb und der Handel mit IT-Produkten (Hard- und Software) und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hueseyin Tastan
seit 29.1.2026
Geschäftsführer
Kai Lehmann
seit 8.10.2025
Prokura
Michael Lumma
seit 8.10.2025
Prokura
Geschäftsführer
Benny Maurice Woletz
seit 27.3.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.01% ungelöst

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Public Cloud Group Holding GmbH
Germany
101.500 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Public Cloud Group GmbH (vormals: Cloudwürdig GmbH)

Magstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 24.960,00 0,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 58.885,23 0,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 142.659,00 0,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 2.195.503,00 0,00
2.422.007,23 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 583.437,00 605.900,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattungen 588.040,00 101.248,00
1.171.477,00 707.148,00
Summe Anlagevermögen 3.593.484,23 707.148,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 471.907,01 29.700,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 452.499,72 406.162,40
924.406,73 435.862,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.059.533,93 6.620.954,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 367.198,71
3. Forderungen gegen Gesellschafter 3.636.366,78 4.923.003,61
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.911.442,11 136.478,73
26.974.541,53 11.680.436,70
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 962.658,28 4.820.989,21
Summe Umlaufvermögen 28.861.606,54 16.937.288,31
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.341.786,06 4.245.465,49
35.796.876,83 21.889.901,80

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 101.250,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 1.517.242,66 0,00
III. Gewinnvortrag 3.339.193,86 2.108.230,63
IV. Jahresfehlbetrag (-) / Jahresüberschuss (+) -1.596.488,10 1.230.963,23
Summe Eigenkapital 3.361.198,42 3.439.193,86
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 201.258,21 480.470,55
2. Sonstige Rückstellungen 1.831.566,27 710.231,72
2.032.824,48 1.190.702,27
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.909,49 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.308.555,49 5.682.735,10
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 377.107,43 414.490,47
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.145.425,28 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.136.837,00 1.000.873,91
15.992.834,69 7.098.099,48
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14.410.019,24 10.161.906,19
35.796.876,83 21.889.901,80

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 66.179.082,47 37.210.527,23
2. Bestandsveränderungen 272.685,43 29.700,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 7.331,57 0,00
4. Gesamtleistung 66.459.099,47 37.240.227,23
5. Sonstige betriebliche Erträge 241.243,66 25.589,62
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 1.259,88 (Vorjahr: EUR 2.045,37)
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -5.395.898,44 -1.130.190,06
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -35.297.751,16 -27.605.107,28
-40.693.649,60 -28.735.297,34
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.188.102,63 -3.314.843,25
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.861.072,08 -585.846,16
-18.049.174,71 -3.900.689,41
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -823.783,73 -72.775,43
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.879.297,63 -2.904.551,60
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 2.746,21 (Vorjahr: EUR 995,93)
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 327.718,71 51.820,94
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 315.248,95 (Vorjahr: EUR 51.820,94)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 11.773,76 (Vorjahr: EUR 0,00)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -259.584,65 0,00
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 210.695,81 (Vorjahr: EUR 0,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 82.590,88 -473.324,78
13. Ergebnis nach Steuern -1.594.837,60 1.230.999,23
14. Sonstige Steuern -1.650,50 -36,00
15. Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.596.488,10 1.230.963,23

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wurde mit Eintragung ins Handelsregister per 7. September 2023 von "Cloudwürdig GmbH" auf Public Cloud Group GmbH umfirmiert.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Magstadt und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister unter der Nummer HRB 764537 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Verschmelzung und Vergleichbarkeit

Mit Vertrag vom 18. August 2023 wurden auf die Public Cloud Group GmbH, als übernehmende Gesellschaft, die folgenden Schwestergesellschaften als übertragende Gesellschaften, mit Wirkung zum 01. Januar 2023, verschmolzen:

LNW-Soft GmbH, Lärchenstraße 1, 85469 Walpertskirchen

Innovations ON GmbH, Lise-Meitner-Straße 3-1, 89081 Ulm

DI-ON.solutions GmbH, Lise-Meitner-Straße 3-1, 89081 Ulm

SWITCOM GmbH, Holstenkamp 1, 22525 Hamburg

Durch diesen Vorgang wurden Anlagevermögen (TEUR 2.391), Umlaufvermögen (TEUR 1.312), aktive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 113), Rückstellungen (TEUR 646), Verbindlichkeiten (TEUR 1.793) sowie passive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 549) jeweils zu Buchwerten auf die Gesellschaft übertragen.

Insgesamt ergaben sich Verschmelzungsgewinne in Höhe von TEUR 1.517, die erfolgsneutral in die Kapitalrücklage eingestellt wurden sowie Verschmelzungsverluste in Höhe von TEUR 690, die ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gebucht wurden. Mit Ausnahme der DI-ON.solutions GmbH wurden aus den Verschmelzungen Gewinne realisiert.

Da die Zahlen des Vorjahresabschlusses nicht mit denen des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 vergleichbar sind, ist nachfolgend die Bilanz zum 31. Dezember 2022 "Pro Forma" so dargestellt, wie sie sich bei Verschmelzung bereits zum 1. Januar 2022 ergeben hätte.

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022 Pro Forma 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 24.960,00 0,00 37.440,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 58.885,23 0,00 0,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 142.659,00 0,00 9.745,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 2.195.503,00 0,00 1.965.537,00
2.422.007,23 0,00 2.012.722,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 583.437,00 605.900,00 721.752,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattungen 588.040,00 101.248,00 364.035,00
1.171.477,00 707.148,00 1.085.787,00
Summe Anlagevermögen 3.593.484,23 707.148,00 3.098.509,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 471.907,01 29.700,00 169.001,25
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 452.499,72 406.162,40 408.541,72
924.406,73 435.862,40 577.542,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.059.533,93 6.620.954,36 9.176.927,30
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 367.198,71 0,00 25.848,63
3. Forderungen gegen Gesellschafter 3.636.366,78 4.923.003,61 1.868.441,37
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.911.442,11 136.478,73 281.122,18
26.974.541,53 11.680.436,70 11.352.339,48
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 962.658,28 4.820.989,21 6.319.093,17
Summe Umlaufvermögen 28.861.606,54 16.937.288,31 18.248.975,62
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.341.786,06 4.245.465,49 4.358.559,14
35.796.876,83 21.889.901,80 25.706.043,76

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022 Pro Forma 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 101.250,00 100.000,00 101.250,00
II. Kapitalrücklage 1.517.242,66 0,00 3.992.078,71
III. Gewinnvortrag 3.339.193,86 2.108.230,63 1.059.357,83
IV. Jahresfehlbetrag (-) / Jahresüberschuss (+) -1.596.488,10 1.230.963,23 -885.412,87
Summe Eigenkapital 3.361.198,42 3.439.193,86 4.267.273,67
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 201.258,21 480.470,55 564.609,74
2. Sonstige Rückstellungen 1.831.566,27 710.231,72 1.272.125,31
Summe Rückstellungen 2.032.824,48 1.190.702,27 1.836.735,05
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.909,49 0,00 34.540,69
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.308.555,49 5.682.735,10 6.538.439,51
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 377.107,43 414.490,47 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.145.425,28 0,00 502.502,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.136.837,00 1.000.873,91 1.815.430,40
Summe Verbindlichkeiten 15.992.834,69 7.098.099,48 8.890.912,60
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14.410.019,24 10.161.906,19 10.711.122,44
35.796.876,83 21.889.901,80 25.706.043,76

Die nachfolgende Pro Forma Gewinn- und Verlustrechnung stellt die Aufwendungen und Erträge dar, sie sich im Geschäftsjahr 2022 ergeben hätten, wenn die Verschmelzung bereits zum 01. Januar 2022 wirksam geworden wäre. Intercompany-Umsätze innerhalb der fünf verschmolzenen Gesellschaften wurden gegen den Wareneinsatz eliminiert (TEUR 714).

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

31.12.2023 31.12.2022 Pro Forma 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 66.179.082,47 37.210.527,23 47.922.626,91
2. Bestandsveränderungen 272.685,43 29.700,00 128.527,53
3. andere aktivierte Eigenleistungen 7.331,57 0,00 0,00
4. Gesamtleistung 66.459.099,47 37.240.227,23 48.051.154,44
5. Sonstige betriebliche Erträge 241.243,66 25.589,62 345.245,61
- davon aus der Währungsumrechnung 1.259,88 2.045,37 2.156,99
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.395.898,44 1.130.190,06 1.877.794,59
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 35.297.751,16 27.605.107,28 29.455.276,53
40.693.649,60 28.735.297,34 31.333.071,12
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.188.102,63 3.314.843,25 9.419.308,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.861.072,08 585.846,16 1.657.446,46
18.049.174,71 3.900.689,41 11.076.755,33
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 823.783,73 72.775,43 737.870,14
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.879.297,63 2.904.551,60 5.572.911,39
- davon aus der Währungsumrechnung 2.746,21 995,93 1.738,84
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 327.718,71 51.820,94 54.341,36
- davon aus verbundenen Unternehmen: 315.248,95 51.820,94 0,00
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 11.773,76 0,00 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 259.584,65 0,00 28.624,28
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -82.590,88 473.324,78 583.640,74
13. Ergebnis nach Steuern -1.594.837,60 1.230.999,23 -882.131,59
14. Sonstige Steuern 1.650,50 36,00 3.281,28
15. Jahresfehlbetrag (-) / Jahresüberschuss (+) -1.596.488,10 1.230.963,23 -885.412,87

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Der Abschreibung liegt in der Regel eine Nutzungsdauer von fünf Jahren zugrunde.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. Es findet ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode Anwendung. Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Der Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

 

Einem Asset Deal im Jahr 2023 der Public Cloud Group GmbH mit der WhySec LTD, Restbuchwert EUR 730.517,00. Die Abschreibung erfolgt über 5 Jahre. Der Firmenwert repräsentiert Mitarbeiter-Know-How, Kundenbeziehungen und sonstiges mit dem IT-Geschäft verbundenes immaterielles Vermögen. Es wird angenommen, dass dieses innerhalb von fünf Jahren veraltet sein wird.

 

Dem Kauf der Innovations ON GmbH durch die cloudbuddies GmbH im Jahr 2020 mit anschließender Verschmelzung in die Innovations ON GmbH; Restbuchwert EUR 88.598. Die Abschreibung erfolgt über 10 Jahre.

 

Die Anwachsung der SWITCOM GmbH & Co. KG auf die SWITCOM GmbH im Jahr 2021. Der Restbuchwert beträgt EUR 1.376.388,00. Die Abschreibung erfolgt über 5 Jahre. Der Firmenwert repräsentiert Mitarbeiter-Know-How, Kundenbeziehungen und sonstiges mit dem IT-Geschäft verbundenes Vermögen. Es wird angenommen, dass dieses innerhalb von fünf Jahren veraltet sein wird.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungskosten enthalten. Bestandsrisiken werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht bereits einzelwertberichtigt wurden, erfolgt eine Pauschalwertberichtigung von 1 % des Nettoforderungsbetrages.

Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt zu Anschaffungskosten, bezogen auf den Gesamtbetrag unter Berücksichtigung zeitanteiliger Auflösung.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags unter Beachtung steuerlicher Vorschriften gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Soweit die Rückstellungen eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben, wurden diese abgezinst.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu Erfüllungsbeträgen, die mit den Nennbeträgen identisch sind.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Durch die Verschmelzung sind EUR 2.012.722,00 immaterielle Vermögensgegenstände zugegangen. Davon EUR 1.965.537,00 Geschäfts- oder Firmenwert. Sachanlagen sind in Höhe von EUR 378.639,00 zugegangen. Die Zugänge aus Verschmelzung erfolgen zu Restbuchwerten am Verschmelzungsstichtag.

Im Geschäfts- oder Firmenwert sind aus dem Asset Deal mit der WhySec Ltd. EUR 631.000,00 aus variablem Kaufpreis aktiviert.

Die Forderungen gegen Gesellschafter beruhen auf einer Darlehensrahmenvereinbarung mit der Muttergesellschaft Public Cloud Group Holding GmbH. Davon haben EUR 3.159.865,64 (Vorjahr: EUR 4.870.900,00) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 476.501,14 (Vorjahr: EUR 0,00) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben EUR 84.702,88 (Vorjahr: EUR 54.583,10) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Den größten Anteil an den sonstigen Vermögensgegenständen haben Steuerrückforderungen in Höhe von EUR 1.141.436,82 (Vorjahr: EUR 48.626,61).

Im Rahmen der Verschmelzung erfolgte eine Erhöhung des Gezeichneten Kapitals auf EUR 1.250,00, was einem Hundertstel der Summe des Eigenkapitals der übertragenden Gesellschaften entspricht.

Die Kapitalrücklage (EUR 1.517.242,66, Vorjahr EUR 0,00) resultiert aus Gewinnen im Rahmen von drei vorgenommenen Verschmelzungen.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Bonuszahlungen an Mitarbeiter und die Geschäftsführung in Höhe von EUR 711.797,19 (Vorjahr: EUR 552.158,00), Urlaubsrückstellungen in Höhe von EUR 132.903,07 (Vorjahr: EUR 86.289,09) sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 236.803,63 (Vorjahr: EUR 85.049,63) enthalten. Für den variablen Kaufpreis aus dem Asset Deal mit der WhySec Ltd. wurden EUR 619.226,24 zurückgestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten überwiegend solche aus der internen Leistungsverrechnung. Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 2.031.597,23 (Vorjahr: EUR 977.584,36) aus Steuern sowie EUR 126.671,82 (Vorjahr: EUR 3.677,32) aus sozialer Sicherheit enthalten.

Sämtliche nicht anders dargestellten Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse verteilen sich gegliedert nach Umsatzarten und Businessunits im Jahr 2023 wie folgt:

AWS Entwicklung Google
Handel - Consumption, Lizenzen und Hardware 28% 0% 87%
Erbringung von Dienstleistungen - Consulting, Support, Development, Managed Services 67% 100% 11%
Sonstige Umsätze - Werbekostenzuschüsse, sonstiges 4% 0% 2%
Anteil am Gesamtumsatz 9,8% 4,6% 69,3%
Microsoft SAP Summe
Handel - Consumption, Lizenzen und Hardware 45% 11% 69%
Erbringung von Dienstleistungen - Consulting, Support, Development, Managed Services 52% 88% 29%
Sonstige Umsätze - Werbekostenzuschüsse, sonstiges 3% 1% 2%
Anteil am Gesamtumsatz 11,0% 5,3%

Zum Vergleich die Umsatzverteilung im Jahr 2022. Die BU Google entspricht der Cloudwürdig GmbH:

AWS Entwicklung Google
Handel - Consumption, Lizenzen und Hardware 21% 0% 90%
Erbringung von Dienstleistungen - Consulting, Support, Development, Managed Services 72% 100% 8%
Sonstige Umsätze - Werbekostenzuschüsse, sonstiges 7% 0% 2%
Anteil am Gesamtumsatz 7,1% 0,4% 77,4%
Microsoft SAP Summe
Handel - Consumption, Lizenzen und Hardware 40% 41% 77%
Erbringung von Dienstleistungen - Consulting, Support, Development, Managed Services 50% 59% 20%
Sonstige Umsätze - Werbekostenzuschüsse, sonstiges 10% 0% 3%
Anteil am Gesamtumsatz 9,0% 6,1%

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind solche für Altersversorgung in Höhe von EUR 45.072,77 (Vorjahr: EUR 2.606,40) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Managementumlage in Höhe von EUR 4.890.784,38 (Vorjahr: EUR 1.860.478,47) enthalten. Sie basieren auf einem mit der Muttergesellschaft Public Cloud Group Holding GmbH (vormals: Public Cloud Group GmbH, Ulm) geschlossenen Leistungsverrechnungsvertrag und stellen Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung dar. Der Anstieg resultiert aus der Verschmelzung und der damit einhergegangenen Ausweitung der Geschäftstätigkeit.

Wie im Vorjahr waren keine wesentlichen Aufwendungen enthalten, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen wären.

Die in den Zinserträgen enthaltenen Abzinsungserträge resultieren aus der Abzinsung der variablen Kaufpreisbestandteile aus dem Asset Deal mit WhySec Ltd.

VI. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen, diese gliedern sich wie folgt:

mtl. Innerhalb eines Jahres fällig Innerhalb der nächsten 2-5 Jahre fällig
EUR EUR EUR
Miete Berlin 6.918,59 83.023,08 332.092,32
Miete Bielefeld 2.202,88 26.434,56 105.738,24
Miete Darmstadt 2.362,64 28.351,68 113.406,72
Miete Erding 1.453,78 17.445,36 69.781,44
Miete Hamburg 16.666,59 199.999,08 799.996,32
Miete Jena 560,00 6.960,00 27.840,00
Miete Köln 3.025,79 36.309,48 145.237,92
Miete Magstadt 3.781,50 45.378,00 181.512,00
Miete Ulm 7.085,18 85.022,16 340.088,64
528.923,40 2.115.693,60

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 226 Arbeitnehmer.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Oliver Schallhorn, Vorsitzender der Geschäftsführung / CEO

Benny Woletz, Geschäftsführer Technologie / CTO

Thorsten Martin Raquet, Geschäftsführer Vertrieb / COO (seit 05.06.2023)

Stephan Pawlowski, Geschäftsführer Finanzen / CFO (seit 05.06.2023)

Da nur einer der Geschäftsführer seine Bezüge von der Gesellschaft erhält, unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Public Cloud MSP Holding GmbH in Ulm einbezogen (größter sowie kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister elektronisch bekannt gemacht.

Unternehmensfortführung

Durch den Ausbruch des Russland-Ukraine-Krieges im Februar 2022 haben sich weitreichende, negative Auswirkungen auf das wirtschaftliche Weltgeschehen ergeben. Zum derzeitigen Zeitpunkt sind die langfristigen Auswirkungen weiterhin nicht in ihrer Gesamtheit absehbar.

Direkte negative Auswirkungen auf die Public Cloud Group GmbH sind aktuell nicht erkennbar. Von der Aufrechterhaltung der Going-Concern-Prämisse ist auszugehen.

Abschlussprüferhonorare

Die Abschlussprüferhonorare werden im Konzernabschluss veröffentlicht, daher macht die Gesellschaft von ihrem Wahlrecht nach § 285 Nr. 2 2. Halbsatz HGB Gebrauch, diese hier nicht anzugeben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Durch Verschmelzungsvertrag vom 06. August 2024 und Eintragung ins Handelsregister am 20. August 2024 wurde die kreuzwerker GmbH, Berlin, handelsrechtlich rückwirkend zum 01. Januar 2024 auf die Gesellschaft verschmolzen.

Durch Gesellschafterbeschluss vom selben Tag wurde eine Erhöhung des Stammkapitals um EUR 250,00 beschlossen. Mit Eintrag der Stammkapitalerhöhung in das Handelsregister am 20. August 2024 beträgt das Stammkapital nunmehr EUR 101.500,00.

Darüber hinaus waren keine weiteren Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verzeichnen.

 

Magstadt, den 31. Oktober 2024

Oliver Schallhorn

Benny Woletz

Thorsten Martin Raquet

Stephan Pawlowski

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge aus Verschmelzung Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 37.440,00 0,00 0,00 37.440,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 58.885,23 0,00 58.885,23
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 9.745,00 140.000,00 0,00 149.745,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.965.537,00 782.697,67 0,00 2.748.234,67
0,00 2.012.722,00 981.582,90 0,00 2.994.304,90
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 631.696,78 0,00 5.106,90 0,00 636.803,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattungen 259.638,36 378.639,00 338.475,68 8.380,38 968.372,66
891.335,14 378.639,00 343.582,58 8.380,38 1.605.176,34
891.335,14 2.391.361,00 1.325.165,48 8.380,38 4.599.481,24
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 12.480,00 0,00 12.480,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 7.086,00 0,00 7.086,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 552.731,67 0,00 552.731,67
0,00 572.297,67 0,00 572.297,67
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.796,78 27.569,90 0,00 53.366,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattungen 158.390,36 223.916,16 1.973,86 380.332,66
184.187,14 251.486,06 1.973,86 433.699,34
184.187,14 823.783,73 1.973,86 1.005.997,01
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 24.960,00 0,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 58.885,23 0,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 142.659,00 0,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 2.195.503,00 0,00
2.422.007,23 0,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 583.437,00 605.900,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattungen 588.040,00 101.248,00
1.171.477,00 707.148,00
3.593.484,23 707.148,00

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge aus Verschmelzung Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 37.440,00 0,00 0,00 37.440,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 58.885,23 0,00 58.885,23
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 9.745,00 140.000,00 0,00 149.745,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.965.537,00 782.697,67 0,00 2.748.234,67
0,00 2.012.722,00 981.582,90 0,00 2.994.304,90
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 631.696,78 0,00 5.106,90 0,00 636.803,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattungen 259.638,36 378.639,00 338.475,68 8.380,38 968.372,66
891.335,14 378.639,00 343.582,58 8.380,38 1.605.176,34
891.335,14 2.391.361,00 1.325.165,48 8.380,38 4.599.481,24
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 12.480,00 0,00 12.480,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 7.086,00 0,00 7.086,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 552.731,67 0,00 552.731,67
0,00 572.297,67 0,00 572.297,67
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.796,78 27.569,90 0,00 53.366,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattungen 158.390,36 223.916,16 1.973,86 380.332,66
184.187,14 251.486,06 1.973,86 433.699,34
184.187,14 823.783,73 1.973,86 1.005.997,01
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 24.960,00 0,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 58.885,23 0,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 142.659,00 0,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 2.195.503,00 0,00
2.422.007,23 0,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 583.437,00 605.900,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattungen 588.040,00 101.248,00
1.171.477,00 707.148,00
3.593.484,23 707.148,00

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Das Unternehmen

Die frühere "Cloudwürdig GmbH" (HRB 764 537) wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 18. August 2023 umfirmiert und wird nun unter dem Namen "Public Cloud Group GmbH" geführt (im Folgenden auch "PCG" genannt). Die Eintragung in das Handelsregister Stuttgart erfolgte am 7. September 2023.

Die Public Cloud Group GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Public Cloud Group Holding GmbH, Ulm.

Mit Verschmelzungsvertrag und zustimmenden Gesellschafterbeschlüssen vom 18. August 2023 nebst Ergänzungen vom 30. August 2023 wurden die Unternehmen LNW-Soft GmbH (Eintrag im Handelsregister am 07.09.2023), die Innovations ON GmbH (Eintrag im Handelsregister am 13.10.2023), die DI-ON.solutions GmbH (Eintrag im Handelsregister am 02.11.2023) sowie die SWITCOM GmbH (Eintrag im Handelsregister am 02.11.2023) handelsrechtlich rückwirkend zum 1. Januar 2023 unter Buchwertfortführung auf die Public Cloud Group GmbH verschmolzen. Somit bilden alle fünf Einzelgesellschaften nun eine rechtliche Einheit.

Die Gründe für diese Umstrukturierung liegen in den verbesserten Marktchancen, die sich durch die Zusammenfassung der Gesellschaften als einheitlicher Anbieter in Deutschland ergeben. Es soll dadurch eine neue Marke am Markt etabliert werden, die "Public Cloud Group", die durch übersichtliche Strukturen und einen einheitlichen Außenauftritt bei Kunden, aber auch bei Herstellern als leistungsstarker Partner wahrgenommen wird.

Die Unternehmensleitung möchte das Unternehmen mit diesem Schritt für Kunden und Mitarbeiter zukunftsfähig aufstellen, um damit langfristig ein verlässlicher Geschäftspartner und Arbeitgeber zu sein.

Die Public Cloud Group GmbH ist ein zu 100 % auf Public-Cloud-Technologien fokussiertes Unternehmen für Dienstleistungen in den Bereichen Cloud-Transformation sowie Managed Services. Das Unternehmen unterstützt mit seinem Multi-Public-Cloud Ansatz sowohl mittelständische als auch Enterprise-Kunden bei der Migration und dem Betrieb ihrer IT-Infrastruktur über die drei großen Hyperscaler (Google, Amazon, Microsoft) hinweg. Dies umfasst den Vertrieb von Cloud- Softwareprodukten und die damit verbundenen Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen. Außerdem werden die Bereiche Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Handel mit IT-Produkten (Hard- und Software) und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten abgedeckt.

Nach der Verschmelzung der deutschen Einzelgesellschaften auf die ehemalige Cloudwürdig GmbH und der Umbenennung in Public Cloud Group GmbH wurden die bisherigen Einzelgesellschaften als Geschäftsbereiche (im Folgenden auch "Business Units" oder "BU" genannt) organisiert. Somit ist die Darstellung der Entwicklung einzelner Geschäftsbereiche möglich. In den folgenden Abschnitten wird, dort wo es sinnvoll erscheint, von dieser Detaillierungsmöglichkeit Gebrauch gemacht.

Nachfolgende Tabelle stellt den Zusammenhang zwischen Zielgesellschaft (ZG) bzw. untergegangener Gesellschaft (UG) und Geschäftsbereich innerhalb der Public Cloud Group GmbH dar:

Ehemalige Gesellschaft ZG = Zielgesellschaft, UG = untergegangene Gesellschaft Geschäftsbereich (Business Unit) innerhalb Public Cloud Group GmbH (ZG)
Cloudwürdig GmbH/Public Cloud Group GmbH (ZG) PCG DE x Google
Innovations On GmbH (UG) PCG DE x AWS
Switcom GmbH (UG) PCG DE x Microsoft
LNW-Soft GmbH (UG) PCG DE x SAP
DI-ON.solutions GmbH (UG) PCG DE x Dev

Die Public Cloud Group GmbH hat ihren Sitz in Magstadt und hat nun Niederlassungen in Berlin, Erding, Hamburg, Köln und Ulm. Die Niederlassungen in Erding, Hamburg und Ulm kamen durch die Verschmelzung hinzu. Zusammen mit Schwestergesellschaften in der Schweiz und Österreich wird der gesamte DACH-Raum abgedeckt.

Mittelständische sowie Enterprise Kunden stehen vor der Herausforderung, ihre zunehmend komplexen Geschäftsprozesse zu digitalisieren und dafür notwendigerweise ihre IT-Infrastruktur zu modernisieren. Public-Cloud-Technologien bilden einen Kernbestandteil von Digitalisierungsstrategien. Endkunden erhalten in der PCG einen strategischen Partner, der die Cloud-Transformation von Anfang an begleitet und Cloud-Umgebungen für Kunden entwickelt, umsetzt und betreibt.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen - gesamt

Quelle: DESTATIS- Statistisches Bundesamt, Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" vom 15. Januar 2024 - 09/24

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis im Januar 2024) im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gefallen.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief sehr unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück.

Auch die Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie sanken erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatten (Ukraine-Krise). Auch der Wirtschaftsbereich "Handel, Verkehr und Gastgewerbe" (-1,0 %) war unter Druck, was vor allem am Groß- und Einzelhandel lag. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten im Vorjahresvergleich Wachstum verzeichnen und stützen die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023. Den größten preisbedingten Zuwachs verzeichnete der Bereich "Information und Kommunikation" und setzt seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste, Wachstumsgeschichte fort und wächst (+2,6 %). Allerdings ist das Wachstum schwächer als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar. Da die Importe (-3,0 %) aber kräftiger sanken als die Exporte (-1,8 %) kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin sehr robust. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland stieg um 0,7 % und erreichte mit durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen im Jahr 2023 einen weiteren neuen Höchststand. Wichtig zu erwähnen ist, dass der Beschäftigungsaufbau fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen stattfand.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen - Wirtschaftsbereich "Information und Kommunikation"

Quelle: Bitkom, IDC- ITK Marktzahlen, Januar 2024

Quelle: Bitkom, Presseinformation "Unternehmen wollen Digitalisierung vorantreiben - müssen aber schneller werden", Berlin, 29. Februar 2024

Quelle : Bitkom, Presseinformation "Deutscher KI-Markt wächst um ein Drittel", Berlin, 29. November 2023

Der Bereich "Information und Kommunikation" war wie im Vorjahr einer der Treiber der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in 2023.

2023 stieg der Umsatz auf dem ITK-Markt in Deutschland im Vergleich zu anderen Branchen erneut. Das Volumen wuchs um 2,0 % auf 215,0 Milliarden Euro, was vor allem am Teilmarkt der Informationstechnik lag - hier betrug das Wachstum 2,2 % auf 142,9 Milliarden Euro, getrieben von Software (+9,6 % auf 41,5 Milliarden Euro) und IT-Services (+ 5,1 % auf 49,4 Milliarden Euro) - beides Felder, in denen sich auch die Public Cloud Group GmbH bewegt.

Daraus lässt sich ableiten, dass die Digitalbranche auch 2024 von Wachstum geprägt sein wird. Nach Bitkom-Berechnungen wird auch 2024 der Teilmarkt der Informationstechnik am stärksten profitieren und um 6,1 % auf ca. 151,5 Milliarden Euro wachsen. Wie im Vorjahr werden die Umsätze im Bereich Software wachsen, und zwar um 9,4 % auf ca. 45,4 Milliarden Euro. Besonders zu erwähnen ist die Wachstumsrate bei Künstlicher Intelligenz (KI), also für KI-Software, -Dienstleistungen und entsprechende Hardware (+30 % auf 8,2 Milliarden Euro). Die Umsätze mit IT-Services steigen um 4,8 % auf ca. 51,7 Milliarden Euro und bestätigen somit die Wachstumsraten der vergangenen Jahre. Jedes fünfte Unternehmen wird die Digital-Investitionen erhöhen, jedes zweite wird sie konstant halten.

Allerdings werden gestiegene Energiekosten, fehlende Wachstumsdynamik, die Unterbrechung von Lieferketten, die Inflation, das hohe Zinsniveau, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die Politik der Bundes- und Landesregierung(en) als Faktoren genannt, welche die Digitalisierung in der Mehrheit der Unternehmen ausbremst. Das ist das Ergebnis einer von Bitkom beauftragten Studie unter 606 Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten.

Den Digitalen Technologien wird eine große Bedeutung zugesprochen - beispielsweise sehen praktisch alle befragten Unternehmen (98 %) eine große Bedeutung von Datenanalysen für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, aber nur 37 % der Unternehmen nutzen "Big Data" bereits, immerhin 48 % diskutieren darüber oder planen den Einsatz.

Die derzeit viel diskutierte Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz hat für 82 % der befragten Unternehmen eine große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit, aber gerade einmal 13 % setzen sie ein, 33 % planen es oder diskutieren noch darüber.

Positiv zu erwähnen ist, dass fast alle befragten Unternehmen eine Digitalstrategie haben - nur noch 7 % geben an, keine Strategie zur Bewältigung des digitalen Wandels zu haben. Getrieben werden die Digitalisierungsprojekte in mehr als der Hälfte der Unternehmen (54 %) von der Unternehmensspitze, insbesondere im Bereich Kundenservice (44% der Unternehmen).

Die Hürden, vor denen die Unternehmen bei der Digitalisierung stehen, sind zuletzt gewachsen. Am häufigsten genannt werden Anforderungen an den Datenschutz (83%, 2023: 77 %), gefolgt vom Mangel an Fachkräften (78%, 2023: 64%) und der fehlenden Zeit im Alltagsgeschäft (69 %, 2023: 54 %), um die Projekte anzugehen. Außerdem werden fehlende finanzielle Mittel (59%, 2023: 54 %) und die Anforderungen an die technische Sicherheit (52%, 2023: 54%) beklagt.

Geschäftsverlauf 2023

Der Geschäftsverlauf lässt sich am besten über die Darstellung der einzelnen Geschäftsbereiche erläutern. Nachfolgend zunächst im Überblick:

BU AWS DEV Google
Umsatz 6.503.642,14 3.043.005,11 46.014.670,67
Rohertrag 3.565.178,72 2.776.783,39 11.789.886,97
EBITDA 68.651,57 -1.577.750,81 1.844.659,39
EBITDA Plan 2023 376.232,00 -607.876,00 2.095.668,00
Zielabweichung EBITDA -307.580,43 -969.874,81 -251.008,61
Anzahl Mitarbeiter per 31.12.2022 24 28 73
Anzahl Mitarbeiter per 31.12.2023 31 57 90
Mitarbeiterdurchschnitt 28 49 83
BU Microsoft SAP Gesamtergebnis
Umsatz 7.280.065,25 3.337.699,30 66.179.082,47
Rohertrag 4.364.727,96 3.268.872,83 25.765.449,87
EBITDA -984.875,71 -272.463,25 -921.778,81
EBITDA Plan 2023 227.771,00 487.102,00 2.578.897,00
Zielabweichung EBITDA -1.212.646,71 -759.565,25 -3.500.675,81
Anzahl Mitarbeiter per 31.12.2022 39 14 178
Anzahl Mitarbeiter per 31.12.2023 45 28 251
Mitarbeiterdurchschnitt 46 20 226

PCG DE x Google

Dieser Geschäftsbereich innerhalb der Public Cloud Group GmbH ging aus der ehemaligen Gesellschaft Cloudwürdig GmbH hervor und repräsentiert und bedient den Bereich des Hyperscalers Google.

Google verfolgte in 2023 auch weiterhin die "100 % Partner attached" Strategie. Das heißt, jedem Kunden soll ein Partner zugeordnet sein. Um dem gerecht zu werden, wurde die Vertriebsmannschaft des Geschäftsbereiches PCG DE x Google von 12 auf 16 Mitarbeiter weiter ausgebaut. Ebenso wurden Tätigkeitsbereiche des Pre-Sales-Consultants weiter ausgebaut. Dadurch wurde mehr Visibilität im Markt und ein steigender Umsatz erreicht.

In 2023 konnten einige Neukunden aus unterschiedlichen Branchen gewonnen werden. Charakteristisch für die Neukundengewinnung ist, dass zunächst mit Dienstleistungsaufträgen im Rahmen von Machbarkeitsstudien (PoC - Proof of Concept) oder Pilotprojekten gestartet wird. Das Projektvolumen bewegte sich bei den wichtigsten Neukunden in diesem Bereich zwischen ca. 50 - 600 TEUR.

Bei den Bestandskunden fand ein unverändert starkes Wachstum im Bereich Digitaler Arbeitsplatz und der Nutzung von Cloud-Infrastruktur-Diensten statt und sorgte für entsprechend wachsende Umsätze. Generell trug das starke Wachstum im Cloud-Markt zur positiven Geschäftsentwicklung bei PCG DE x Google bei. Die wichtigste Vertragsverlängerung mit einem Bestandskunden (Energiesektor) in 2023 erfolgte im Bereich Google Workspace und hatte ein Gesamtumsatzvolumen (TCV) von ca. 6,2 Millionen EUR für einen Zeitraum von 3 Jahren.

Dem Fachkräftemangel begegnet die Public Cloud Group mit der "Public Cloud Academy". Im Rahmen dieses Traineeprogramms (Details s. im Abschnitt "Chancen") wurde bei der PCG DE x Google ein "GCP Practice Lead" eingestellt, also ein Ausbilder mit Fokus auf den Hersteller Google, der die Aus- und Weiterbildung von insgesamt 12 Nachwuchskräften übernommen hat. Nach Abschluss der 12- monatigen Trainee-Phase werden die Kandidaten in den Regelbetrieb übernommen.

PCG DE x AWS

Dieser Geschäftsbereich innerhalb der Public Cloud Group GmbH ging aus der ehemaligen Gesellschaft Innovations ON GmbH hervor.

Mit über 7.000 Partnern weltweit ist das AWS Partnernetzwerk ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs von Amazon Web Services (AWS). Dabei spielen Zertifizierungen und Kompetenzen eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung der Qualität.

Deshalb war es für die Business Unit PCG DE x AWS wichtig, zusätzlich zu den bereits bestehenden Kompetenzen (Migration, DevOps und Manufacturing) den begehrten Status "Managed Service Provider (MSP)" von AWS zu erhalten. Dieser Status zeichnet Partner aus, die über eine nachgewiesene Erfolgsbilanz und Erfahrung bei operativen Betriebsszenarien von End-to-End AWS-Lösungen für Kunden verfügen.

Um die Qualität der Dienstleistungen bei steigender Projektanzahl sicherzustellen, wurden ein Projektmanager und die Rolle eines "Solution Digital Architects" implementiert. Der Projektmanager ist verantwortlich für die Planung, Durchführung und Überwachung von Kundenprojekten, während der "Solution Digital Architect" Kunden bei der Auswahl der richtigen AWS-Lösungen und der Implementierung dieser Lösungen unterstützt.

Das Jahr 2023 war von einer erfolgreichen Neukundengewinnung geprägt. Es zeichnete sich durch ein starkes Umsatzwachstum aus. Charakteristisch für die Neukundengewinnung ist der Start mit Dienstleistungsaufträgen im Rahmen von Machbarkeitsstudien PoC (Proof of Concept) oder Assessments. Das Projektvolumen bewegte sich bei den wichtigsten Neukunden in diesem Bereich zwischen ca. 30 - 100 TEUR.

Auch bei den Bestandskunden konnte ein starkes Wachstum der Nutzung von Cloud-Infrastruktur- Diensten erzielt werden. Dies führte zu entsprechend wachsenden Umsätzen. Insgesamt trug das starke Wachstum im Cloud-Markt zur positiven Geschäftsentwicklung der Business Unit PCG DE x AWS bei.

Zwar ist AWS selbst mit ihrem "Professional Service" Bereich ein potenzieller Wettbewerber, jedoch werden in diesem Bereich seitens AWS keine weiteren Investitionen getätigt. Dies eröffnet der Business Unit zahlreiche Marktchancen und erlaubt es, die Position als führender AWS-Partner weiter auszubauen.

Mit der Erweiterung des AWS Portfolios um die Bereiche SAP und Data/KI ("Künstliche Intelligenz") hat die Business Unit PCG DE x AWS das Leistungsspektrum im Jahr 2023 erfolgreich abgerundet.

SAP und Data/KI sind zwei der wichtigsten Zukunftsfelder im Cloud-Markt. Durch die Investitionen in diese Bereiche können die Kunden in ihren Cloud-Bedürfnissen optimal unterstützt und ihnen ein noch breiteres Spektrum an Lösungen angeboten werden.

PCG DE x Microsoft

Dieser Geschäftsbereich innerhalb der Public Cloud Group GmbH ging aus der ehemaligen Gesellschaft Switcom GmbH hervor.

Das Jahr 2023 war in der Business Unit PCG DE x Microsoft weiterhin vom sehr intensiven Aufbau, einer anforderungsgerechten Umstrukturierung und der nachhaltigen Etablierung des Geschäftsbereichs im Kunden-, Partner- und Microsoft-Markt geprägt.

Dabei stand wie auch im Jahr 2022 die Transformation der ehemaligen Switcom GmbH von einem in Hamburg sehr lokal agierenden Dienstleister, der überwiegend in einem sehr überschaubaren Teilbereich des Microsoft-Portfolios agierte ("Microsoft Modern Work" im lokalen unteren Mittelstand), zu einem deutschlandweit handelnden Microsoft Partner. Mit den fokussierten, strategischen Schwerpunkten "Microsoft Azure", "Microsoft Modern Work / M365", "Microsoft Security" und ab Q4/2023 auch "Microsoft GenAI", "CoPilot" und "Data" konnte das vielschichtige Portfolio der Microsoft am adressierbaren Gesamtmarkt angeboten und umgesetzt werden (mit Ausnahme von "Microsoft Dynamics").

Herausfordernd kam in 2023 hinzu, dass Microsoft sein Partnerprogramm neu strukturiert hat. Dies führte dazu, dass sämtliche Zertifizierungen unter hohem personellen wie zeitlichen Aufwand neu erlangt werden mussten. Dies war notwendig, um weiterhin von Microsoft Aufträgen profitieren zu können.

Durch die wachsende Vertriebsmannschaft sowie begleitende Marketingaktivitäten konnte das strategische Konzept "Land & Expand" bei den Bestandskunden nachweislich etabliert werden und eine Vielzahl von Neukunden gewonnen werden. Unterstützt wurden die Vertriebsaktivitäten durch den Aufbau und die Intensivierung der mittlerweile sehr engen Partnerschaft mit den zwei strategischen Partnern AvePoint und Vodafone.

Mit AvePoint, dem weltweit größten Microsoft-Partner in Bezug auf Consumption, konnte auf die sich verändernde Situation im Bereich Microsoft Modern Work/M365 reagiert werden, da hier die umfangreichen Migrationen in die Cloud abnehmen. In der Zusammenarbeit mit AvePoint richtet sich der Fokus nun verstärkt in Richtung Security, Change & Adoption und Governance aus. Zudem wurde die Business Unit PCG DE x Microsoft in 2023 (für 2022) von AvePoint mit den Awards "Rising Star" sowie in 2024 (für 2023) als "Biggest Deal Winner" (Energieversorger) ausgezeichnet.

Die Partnerschaft mit Vodafone ist primär darauf ausgerichtet, eine strukturierte Neukunden-Akquise und ein zielgerichtetes Vertriebsmodell zu begleiten. Dabei erlaubt die hohe fachliche Kompetenz der Business Unit PCG DE x Microsoft eine sinnstiftende Leistungserweiterung bei den Bestandskunden der Vodafone. In Q3/2023 wurde dazu ein Informations- und Schulungskonzept für die deutschlandweiten Vertriebsregionen der Vodafone etabliert. Nach ersten inhaltlichen Herausforderungen stellten sich die vertrieblichen Erfolge Ende 2023 ein, und eine belastbare Projekt- Pipeline entwickelt sich kontinuierlich.

PCG DE x SAP

Im Jahr 2023 fokussierte sich die neu integrierte Geschäftseinheit PCG DE x SAP, entstanden durch die Übernahme der LNW-Soft GmbH, vorrangig auf die Integration in die Strukturen der PCG sowie die Expansion ihrer Automatisierungsplattform ALPACA (ALPACA ist eine von der Geschäftseinheit PCG DE x SAP eigenentwickelte Software, die den Betrieb von SAP Umgebungen in der Cloud durch Automatisierung optimiert). Diese wurde neben der bestehenden Implementierung auf Azure auch auf die Hyperscaler AWS und Google (GCP) ausgeweitet. Ein bedeutender Schritt war daneben der Aufbau eines Managed Cloud Operations (MCO) Teams für SAP durch die Übernahme und Integration eines Teams eines Wettbewerbers inkl. deren Kunden mit einem monatlich wiederkehrenden Umsatz (MRR - monthly recurring revenue) von ca. 40 TEUR sowie die Vergrößerung des Consulting-Teams mit einem speziellen Fokus auf AWS.

Die größten Vertriebserfolge im Jahr 2023 waren die Transition Aufträge für SAP in die Cloud, unabhängig davon, ob der Betrieb bei PCG oder beim Kunden selbst lag. Der größte Auftrag wurde mit einem Snack-Hersteller für SAP MCO mit einem Vertragsvolumen (TCV - total contract volume) von ca. 500 TEUR auf 5 Jahre abgeschlossen, gefolgt von einem Auftrag gleicher Größe bei einem bayerischen Stadtwerk. Im Bereich ALPACA ragte besonders der Auftrag "ALPACA Backup on-premise" für eine Versicherung mit einem Wert von ca. 195 TEUR heraus. Die Erweiterung von ALPACA um AWS und GCP war ein wichtiger Meilenstein, der durch einen Kundenfall mit einem Baumarkt bestätigt wurde, bei dem alle drei Hyperscaler und deren Funktionsumfänge im Vorfeld einer S/4 Transition verglichen wurden. Generell ist festzustellen, dass Vertriebszyklen, die größer als 18 Monate sind, im SAP Umfeld keine Seltenheit sind.

Bei den Bestandskunden sieht man, dass diese zum Großteil noch nicht in der Cloud angekommen sind. So sind dort neben ALPACA Wartung, die für ca. 570 TEUR des Umsatzes verantwortlich war, eher die klassischen SAP Themen wie Upgrades/Updates, Basistätigkeiten oder Unterstützung bei S/4 HANA Transitionen vorherrschend. Diese Themen werden aus den guten Kundenbeziehungen heraus akquiriert und bewegen sich in der Regel zwischen ca. 10-100 TEUR.

Die Marktpräsenz der Business Unit PCG DE x SAP wurde durch intensivierte Partnerschaften mit Fujitsu und NetApp verstärkt, was den Zugang zu Kunden vor Beginn ihrer "Cloud Journey" erleichterte und für unmittelbare Erfolge wie den Lizenzverkauf für die bereits erwähnte Versicherung verantwortlich war. Erfolgreiche Zertifizierungen wie 'SAP Hosting', 'SAP Cloud and Infrastructure Operations' und 'SAP HANA Operations', die nach umfangreichen Audits von der SAP verliehen wurden, unterstreichen die Kompetenz der PCG im Bereich SAP Basis. Zusammen mit der ebenfalls erworbenen sog. "SAP on AWS Specialty" legen sie den Grundstein für die Partnerprogramme der beiden Anbieter und für die positive Wahrnehmung der PCG im Markt für den Bereich SAP.

PCG DE x Dev

Dieser Geschäftsbereich innerhalb der Public Cloud Group GmbH ging aus der ehemaligen Gesellschaft DI-ON.solutions GmbH hervor.

PCG DE x Dev ist ein verhältnismäßig junger Geschäftsbereich, der ab Ende 2022 stark ausgebaut wurde. Demgemäß war 2023 geprägt von starkem Wachstum, Strukturarbeit und Etablierung am Markt wie auch innerhalb der PCG.

Nahezu alle Kunden wurden in 2023 neu gewonnen - primär durch die Kanäle "Netzwerk", aber noch viel stärker durch eine fokussierte Cross-Selling-Strategie mit anderen Business Units innerhalb der PCG. So gelang eine Etablierung des Geschäftsbereichs durch Roadshows und mehrere Serien von 1 zu 1-Gesprächen mit den Vertriebsmitarbeitern aller Geschäftsbereiche.

Im Rahmen der Gesamtstrategie der PCG repräsentiert der PCG DE x Dev Geschäftsbereich zwei Säulen:

1. Modernisierung:

Begleitend zu Migrationsprojekten, die Kunden mit den Hyperscaler-Business Units der PCG durchführen, ist eine Modernisierung der Applikations-Landschaft der Kunden stets geboten.

Durch Modernisierung lassen sich Kosten reduzieren sowie Skalierbarkeit und Wartbarkeit erhöhen. Dementsprechend ist die Modernisierungskompetenz der PCG DE x Dev Business Unit eine gute Ergänzung im Rahmen der Kerntätigkeiten der Hyperscaler-Business Units und liefert Kunden einen Mehrwert durch die End-to-End Betrachtung ihrer Migration.

Auch Software-Hersteller (ISVs) sind im Cloud-Zeitalter vor besondere Herausforderungen gestellt, welche die PCG DE x Dev Business Unit adressieren kann. Die Software dieser Kunden stellt das Kerngebiet für deren Wertschöpfung dar. Hier bringt die Cloud durch modernisierte und effiziente Software einen Mehrwert im Kern des Geschäfts dieser Kunden.

2. Digitale Geschäftsmodelle:

In der Cloud lassen sich durch die Plattform-Dienste der Hyperscaler besonders schnell neue digitale Geschäftsmodelle aufbauen. Das können z.B. SaaS-Applikationen (Software-as-a-Service) oder andere Dienstleistungen sein, die für die Kunden Mehrwerte und für den PCG DE x Dev Geschäftsbereich zusätzliches Einkommen generieren.

Im Zuge der Migration der Kunden in die Cloud zum einen, aber auch losgelöst davon (d.h. die Kunden sind bereits in der Cloud) auf der anderen Seite ist auch dieses Portfolio-Element signifikant an der Wertschöpfung der PCG DE x Dev Business-Unit beteiligt.

Die PCG DE x Dev Business-Unit ist branchenübergreifend aufgestellt - die Kunden liefern ihre Fach- Expertise, die sich mit der technischen Expertise der Entwickler / UI-UX-Engineers / Projektmanager ergänzt. In allen signifikanten Projekten findet die Projektumsetzung verzahnt mit dem Kunden statt - es sind also z.B. Fachexperten des Kunden in die funktionsübergreifenden Teams integriert.

Darüber hinaus ist die PCG DE x Dev Business-Unit auch Hyperscaler-übergreifend aufgebaut. Das ermöglicht eine Produktion und Lieferung auf allen Hyperscalern, was auch Cross-Selling mit anderen Business Units der PCG ermöglicht. Die Experten sind in einem T-Shape Modell strukturiert (d.h. die Experten haben vertiefte Expertise in einer Disziplin und breites Wissen in allen anderen Disziplinen), sodass im konkreten Anwendungsfall tiefes Wissen in einer Cloud gewährleistet ist, wobei die anderen Clouds auch auf einem soliden Niveau beherrscht werden.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 982 TEUR ins immaterielle Anlagevermögen investiert. Davon 140 TEUR in laufende Kundenverträge, die durch die Public Cloud Group GmbH übernommen wurden. Außerdem wurde selbsterstelle Software in Entwicklung in Höhe von 59 TEUR aktiviert. Schließlich wurden 783 TEUR aus einem Asset Deal aktiviert.

Bei den Sachanlagen wurden Investitionen in Höhe von 344 TEUR getätigt (Vorjahr: 206 TEUR). Diese liefen in die Büroausstattung und die technische Ausstattung der Mitarbeiterarbeitsplätze.

Finanzierung

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen aus dem operativen Cash Flow, der im Geschäftsbereich PCG DE x Google generiert wird. Die Rückflüsse aus dem operativen Geschäft sind in diesem Geschäftsbereich verlässlich. Sie dienen zum einen dazu, die Liquiditätsbedarfe der übrigen Geschäftsbereiche innerhalb der Gesellschaft zu decken und tragen darüber hinaus zur Finanzierung der Firmengruppe bei.

Zusätzlich besteht ein üblicher Rahmenkredit bei einem Kreditinstitut. Ein Geschäftsführer hat sich zudem entschlossen, der Gesellschaft ein langfristiges Darlehen zu gewähren.

Gruppendarlehen

Zur Optimierung der Cash-Situation in der Gruppe hat die Gesellschaft mit ihrer Muttergesellschaft, der Public Cloud Group Holding GmbH im Dezember 2021 eine Darlehensrahmenvereinbarung abgeschlossen. Das in diesem Zusammenhang von der PCG an die Muttergesellschaft gewährte verzinsliche Darlehen wurde im Laufe des Geschäftsjahres vermindert und beträgt zum 31. Dezember 2023 3.160 TEUR (Vorjahr: 4.923 TEUR).

Finanzielle Steuergrößen

Zur Steuerung und Messung des Unternehmenserfolgs nutzt die PCG als wesentliche Steuerungsgrößen den Umsatz und den Rohertrag, aufgeteilt nach Umsatzarten. Außerdem die Entwicklung des EBITDA zur Beurteilung der Entwicklung der Personalkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diese Steuerungsgrößen sind nicht nur für die PCG als Unternehmen, sondern auch für die definierten Geschäftsbereiche verfügbar.

Es wird monatlich eine kurzfristige Liquiditätsplanung mit einem Zeithorizont von vier Monaten aufgestellt. Die Planung erfolgt regelmäßig für jeden Geschäftsbereich und konsolidiert für die PCG als Gesellschaft. Die PCG verfügt mittlerweile über einen Kreditrahmen bei der Hausbank Baden- Württembergische Bank, Ulm (BW-Bank), der ursprünglich von der Cloudwürdig GmbH verhandelt wurde. Wie bisher stellt die PCG finanzielle Mittel im Rahmen von Darlehen für die Muttergesellschaft bereit, was ein weiterer Grund für die laufende Beobachtung der Liquiditätsentwicklung ist.

Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 226 Arbeitnehmer. In absoluten Zahlen ist die Belegschaft von 178 Mitarbeitern im Dezember 2022 auf 251 Mitarbeiter zum Jahresende 2023 und damit um 41 % angestiegen.

Das Geschäftsjahr 2023 war neben der kontinuierlichen Aufgabenerfüllung durch die bestehende Belegschaft durch die Einarbeitung der personellen Neuzugänge geprägt, weil, wie im Vorjahr, ein relativ hohes Mitarbeiterwachstum zu bewältigen war.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage, Umsatz- und Auftragsentwicklung

Public Cloud Group GmbH

Im Jahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse 66.179 TEUR (Vorjahr: 37.211 TEUR). Davon hatte der Handel mit Consumption, Lizenzen sowie Hardware einen Anteil von 69 %. Die Erbringung von Dienstleistungen (Consulting, Support, Development, Managed Services) trug mit 29 % zum Umsatz bei. Sonstige Umsätze betrugen 2 % vom Gesamtumsatz. Es wurde ein Rohertrag (Umsatzerlöse , Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen abzüglich Materialaufwand) von 25.765 TEUR (Vorjahr: 8.505 TEUR) erwirtschaftet.

2023 Handel Dienstleistung sonstiges gesamt
Umsatz 45.460.427 19.306.158 1.412.498 66.179.082
69% 29% 2% 100%
Rohertrag 6.785.443 18.265.358 714.649 25.765.450
26% 71% 3% 100%
2022
Umsatz 33.323.750 3.140.711 746.066 37.210.527
90% 8% 2% 100%
Rohertrag 4.955.920 3.059.153 489.857 8.504.930
58% 36% 6% 100%
2023 2022 Veränderung zum Vorjahr
Umsatz 37.210.527 78%
Rohertrag 8.504.930 203%
2022
Umsatz
Rohertrag
al alle Angaben in EUR

Hier zeigt sich sowohl in den Anteilen am Gesamtumsatz als auch im überproportionalen Anstieg des Rohertrags im Vergleich zum Umsatz, dass die Verschmelzungen die Geschäftstätigkeit weg vom Handel, hin zu den Dienstleistungen verschiebt.

Die nachfolgende Darstellung und die folgenden Kommentierungen der Ertragslage für das Gesamtunternehmen stellt den Ergebnisgrößen 2023 die jeweiligen Vorjahresbeträge aus der Pro Forma GuV 2022 (PFGuV 2022) gegenüber. Aufgrund der Verschmelzungen stellt die Pro Forma GuV 2022 eine zutreffendere Vergleichsbasis dar, da sie die GuV 2022 so darstellt, als ob die Verschmelzungen bereits ein Jahr zuvor zum 1. Januar 2022 stattgefunden hätten. Die Pro Forma Bilanz 2022 und die Pro Forma GuV 2022 sind im Anhang in Abschnitt "II. Verschmelzung und Vergleichbarkeit" wiedergegeben.

2023 Handel Dienstleistung sonstiges gesamt
Umsatz 45.460.427 19.306.158 1.412.498 66.179.082
69% 29% 2% 100%
Rohertrag 6.785.443 18.265.358 714.649 25.765.450
26% 71% 3% 100%
PFGuV 2022
Umsatz 36.966.596 9.529.319 1.426.711 47.922.627
77% 20% 3% 100%
Rohertrag 6.402.614 9.495.828 819.642 16.718.083
38% 57% 5% 100%
2023 2022 Veränderung zum Vorjahr
Umsatz 47.922.627 38%
Rohertrag 16.718.083 54%
PFGuV 2022
Umsatz
Rohertrag
alle Angaben in EUR

Betrachtet man die Verschiebung vom Handelsumsatz hin zum Dienstleistungsumsatz auf Basis der PFGuV, so fällt diese etwas moderater aus, als wenn man sie mit den Vorjahreszahlen der Cloudwürdig GmbH vergleicht. Der Umsatz stieg um 38 %, der Rohertrag um 54 %.

Der Wareneinsatz betrug im Jahr 2023 61 % (Vorjahr Pro Forma GuV 66 %) vom Umsatz und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr verbessert, was auf dem höheren Dienstleistungsumsatzanteil beruht. Der Dienstleistungsumsatz und -rohertrag sind jeweils um gut 90 % gestiegen. Dabei ist positiv, dass die Personalkosten im Gesamtunternehmen nur um 63 % gestiegen sind.

Jedoch hat die Steigerung der Personalkosten um 6.972 TEUR den erzielten Rohertragszuwachs zu drei Vierteln aufzehrt. 63 % der Kostensteigerung entfallen dabei auf Mitarbeiter, die im Laufe des Jahres 2023 neu angestellt wurden. Die verbleibenden 37 % des Personalkostenanstiegs resultieren aus Gehaltserhöhungen und daraus, dass die in 2022 unterjährig hinzugewonnenen Mitarbeiter nun ganzjährig Personalkosten verursacht haben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 59 % oder 3.306 TEUR angestiegen. Dies liegt insbesondere an der Managementumlage, die um 2.223 TEUR gestiegen ist. Außerdem am Verlust aus der Verschmelzung mit der DI-ON.solutions GmbH in Höhe von 690 TEUR. Kostentreiber waren mit 614 TEUR (Vorjahr: 415 TEUR) die Raumkosten, mit 551 TEUR (Vorjahr: 422 TEUR) die Werbekosten, mit 309 TEUR (Vorjahr: 283 TEUR) die Fahrzeugkosten und mit 276 TEUR (Vorjahr: 181 TEUR) die Beratungskosten.

Das EBITDA fällt im Geschäftsjahr 2023 mit -922 TEUR negativ aus. Im Vergleich zum positiven Ergebnis des Vorjahres (PFGuV) von 414 TEUR, hat es sich um 323 %verschlechtert. Dabei haben die BUs AWS und Google ein positives Ergebnis erzielt. Die BUs DEV, Microsoft und SAP erwirtschafteten negative Ergebnisse. Für alle BUs war in Summe ein EBITDA von 2.579 TEUR für das Jahr 2023 geplant. Damit wurde das Ziel um 3.501 TEUR verfehlt. Hierbei ist zu berücksichtigen, das in diesem Ergebnis einmalig ein Verschmelzungsverlust von 690 TEUR enthalten ist.

Die Geschäftsführung ist trotz der Planabweichung mit dem Geschäftsverlauf zufrieden, da die Gründe hierfür nachvollziehbar sind. Es wurde Personal aufgebaut, das erst verzögert zu mehr Umsatz führen wird. Es wurden mehr als 20 Vertriebsmitarbeitende eingestellt, was erst in Zukunft zur Gewinnung neuer Kunden und Erschließung neuer Geschäftsfelder führen wird. Im vierten Quartal 2023 wurden grundlegende Investitionen für ungeplante Business Cases mit Fokus auf den Themen Security, Compliance und KI & Data getätigt, die über 2024 hinaus in die Zukunft reichen.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Gesellschaft hatte Ende des Jahres 2023 1.364 aktive Kunden und konnte damit den Kundenstamm um 23 % weiter ausbauen.

PCG DE x Google

Im Jahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse 46.015 TEUR (Vorjahr: 37.211 TEUR). Davon hatte der Handel mit Google-Produkten (Consumption und Lizenzen) sowie Hardware einen Anteil von 87 %. Die Erbringung von Dienstleistungen (Consulting, Support, Development, Managed Services) trug mit 11 % zum Umsatz bei. Sonstige Umsätze betrugen 2 % vom Gesamtumsatz. Es wurde ein Rohertrag (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) von 11.790 TEUR (Vorjahr: 8.505 TEUR) erwirtschaftet.

2023 Handel Dienstleistung sonstiges gesamt
Umsatz 40.003.491 5.126.038 885.142 46.014.671
87% 11% 2% 100%
Rohertrag 5.979.331 5.321.876 488.680 11.789.887
51% 45% 4% 100%
2022
Umsatz 33.320.567 3.022.930 746.066 37.089.563
90% 8% 2% 100%
Rohertrag 4.955.920 3.059.153 489.857 8.504.930
58% 36% 6% 100%
2023 2022 Veränderung zum Vorjahr
Umsatz 37.089.563 24%
Rohertrag 8.504.930 39%
2022
Umsatz
Rohertrag
alle Angaben in EUR

Insgesamt verzeichnet die PCG DE x Google ein Umsatzwachstum von 24 % im Vergleich zu 2022. Dies zeigt sich in allen Produkt- und Servicebereichen. Auch in diesem Jahr ist es gelungen, den Umsatz im Dienstleistungsbereich mit Consulting- und Entwicklungsleistungen mehr zu steigern, als den Handelsumsatz.

Der Wareneinsatz betrug im Jahr 2023 74 % (Vorjahr: 77%) vom Umsatz. Damit ist dieser weiterhin stabil.

Während sich der Dienstleistungsumsatz um 63 % gesteigert hat, sind die Personalkosten nur um 52 % gestiegen. Hier gleicht sich die Investition in das Personal und der damit verbundene überproportionale Personalkostenanstieg des Vorjahres wieder aus.

Das EBITDA der BU Google beträgt 1.845 TEUR (Vorjahr: 1.756 TEUR). Damit bleibt das Ergebnis um 251 TEUR hinter dem Plan zurück. Diese insgesamt verhältnismäßig geringe Planabweichung resultiert aus einem geringeren Rohertrag bei einem unter Plan gebliebenen Umsatz. Dabei stehen diesem im Vergleich zum Plan niedrigere Personalkosten gegenüber. Gleichzeitig sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Plan höher ausgefallenen. Dabei sind die höheren Rechts- und Beratungskosten die Hauptsache für die höheren sonstigen Kosten. Außerdem fiel die Managementumlage höher aus als geplant.

PCG DE x AWS

Im Jahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse der BU AWS, vormals Innovations ON GmbH 6.503 TEUR (Vorjahr: 3.555 TEUR). Davon hatte der Handel mit AWS Consumption einen Anteil von 28 %. Hier gibt es keinen Handel mit Lizenzen. Die Erbringung von Dienstleistungen (Consulting, und Managed Services) trug mit 67 % zum Umsatz bei. Sonstige Umsätze betrugen 4 % vom Gesamtumsatz. Es wurde ein Rohertrag (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) von 3.565 TEUR (Vorjahr: 2.651 TEUR) erwirtschaftet.

2023 Handel Dienstleistung sonstiges gesamt
Umsatz 1.830.217 4.385.689 287.736 6.503.642
28% 67% 4% 100%
Rohertrag 141.155 3.286.950 137.073 3.565.179
4% 92% 4% 100%
2022
Umsatz 695.849 2.445.150 239.557 3.380.556
20% 74% 7% 100%
Rohertrag 93.597 2.530.336 27.511 2.651.444
4% 95% 1% 100%
2023 2022 Veränderung zum Vorjahr
Umsatz 3.380.556 92%
Rohertrag 2.651.444 34%
2022
Umsatz
Rohertrag
alle Angaben in EUR

Der Dienstleistungsumsatz wurde im Jahr 2023 nicht nur mit eigenen Mitarbeitern erwirtschaftet. Durch Nutzung von Synergieeffekten konnten Kollegen aus anderen BUs in Kundenprojekte hinzugenommen werden. Dies zeigt sich darin, dass das Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr stärker ausfällt, als das Wachstum des Rohertrags, da hier Kosten verrechnet wurden.

Entsprechend ist der Wareneinsatz von 28 % auf 46 % gestiegen. Hier schlägt sich außerdem der gestiegene Handelsumsatz mit AWS Consumption bei relativ niedrigerer Marge nieder.

Mit einem Personalkostenanstieg von 34 % bei einem um 68 % gesteigerten Dienstleistungsumsatz liegt die BU AWS im Trend des Gesamtunternehmens.

Das EBITDA ist mit 69 TEUR (Vorjahr: -1 TEUR) positiv ausgefallen. Der Plan wurde damit um 308 TEUR unterschritten. Der Grund hierfür liegt hauptsächlich in einer Planabweichung beim Dienstleistungsumsatz, welcher niedriger als geplant ausfiel. Da Dienstleistungen teilweise nicht aus eigener Kraft erbracht werden konnten, wurden Kosten umgelegt, die zu einer Planüberschreitung geführt haben. Dem standen planniedrigere Personalkosten gegenüber.

PCG DE x Microsoft

Im Jahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse der BU Microsoft, vormals SWITCOM GmbH 7.280 TEUR (Vorjahr: 4.661 TEUR). Daran hatte der Handel mit Microsoft Lizenzen, Azure Consumption und Hardware einen Anteil von 45 %. Die Erbringung von Dienstleistungen (Consulting und Managed Services) trug mit 52 % zum Umsatz bei. Sonstige Umsätze betrugen 3 % vom Gesamtumsatz. Es wurde ein Rohertrag (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) von 4.364 TEUR (Vorjahr: 2.800 TEUR) erwirtschaftet.

2023 Handel Dienstleistung sonstiges gesamt
Umsatz 3.251.203 3.784.388 244.474 7.280.065
45% 52% 3% 100%
Rohertrag 374.130 3.728.055 262.543 4.364.728
9% 85% 6% 100%
2022
Umsatz 1.727.801 2.135.856 441.088 4.304.745
40% 50% 9% 100%
Rohertrag 186.172 2.311.413 302.274 2.799.859
7% 83% 11% 100%
2023 2022 Veränderung zum Vorjahr
Umsatz 4.304.745 69%
Rohertrag 2.799.859 56%
2022
Umsatz
Rohertrag
alle Angaben in EUR

Der Handel mit Lizenzen beträgt etwas weniger als zwei Drittel des Handelsumsatzes, der Consumptionumsatz etwas weniger als ein Viertel. Der Handel mit Hardware steht für nur etwa ein Zehntel des Handelsumsatzes. Der Dienstleistungsumsatz wird zu 70 % im Bereich Consulting erbracht. Die restlichen 30 % werden im Bereich Managed Services erzielt.

Trotz des höheren Handelsumsatzes konnte der Wareneinsatz mit 42 % stabil zum Vorjahr (40 %) gehalten werden. Hier zeigt sich der positive Effekt des höheren Dienstleistungsumsatzes.

Die BU Microsoft konnte bei einer Personalkostensteigerung um 40 % den Dienstleistungsumsatz um 61 % steigern und liegt damit ebenfalls im Trend des Gesamtunternehmens.

Das geplante EBITDA von 228 TEUR wurde um 1.213 TEUR verfehlt, liegt also bei -985 TEUR (Vorjahr: -1.112 TEUR). Das Umsatzziel wurde im Bereich Dienstleistungen um 1.670 TEUR und im Bereich Handel um 678 TEUR verfehlt. Dies ist unter anderem auf einen nicht so starken Auftragseingang und eine zu geringe Auslastung des bestehenden Personals zurückzuführen. Zudem waren die Wachstumsannahmen sehr ambitioniert, wodurch die Umsatzplanung zu positiv ausfiel. Dem gegenüber steht ein niedrigerer Wareneinsatz, niedrigere Personalkosten durch weniger Neueinstellungen und im Gegensatz zum Plan etwas niedriger ausfallender sonstiger betrieblicher Aufwand. Die oben dargestellten Aufbau- und Umstrukturierungsmaßnahmen konnten ihre Wirkung im Jahr 2023 noch nicht entfalten.

PCG DE x SAP

Im Jahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse der BU SAP, vormals LNW-Soft GmbH 3.338 TEUR (Vorjahr: 2.956 TEUR). Daran hatte der Handel mit Lizenzen und Consumption einen Anteil von 11 %. Die Erbringung von Dienstleistungen (Consulting, Managed Services und Support) trug mit 89 % zum Umsatz bei. Es wurde ein Rohertrag (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) von 3.269 TEUR (Vorjahr: 2.670 TEUR) erwirtschaftet.

2023 Handel Dienstleistung sonstiges gesamt
Umsatz 370.661 2.967.038 0 3.337.699
11% 89% 0% 100%
Rohertrag 198.503 3.070.370 0 3.268.873
6% 94% 0% 100%
2022
Umsatz 1.222.379 1.733.466 0 2.955.844
41% 59% 0% 100%
Rohertrag 1.166.925 1.503.245 0 2.670.170
44% 56% 0% 100%
2023 2022 Veränderung zum Vorjahr
Umsatz 2.955.844 13%
Rohertrag 2.670.170 22%
2022
Umsatz
Rohertrag
lle Angaben in EUR

Der Handelsumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 851 TEUR zurückgegangen. Hier zeigt sich einerseits der zunehmende direkte Vertriebsansatz der SAP AG. Andererseits muss man sich der Frage stellen, ob man den Lizenzhandel weiter vertrieblich im Fokus behalten oder sich auf die Erbringung von Dienstleistungen und die Eigenentwicklung von Software konzentrieren möchte. Der Wareneinsatz liegt mit 6 % auf einem niedrigen Niveau.

Obwohl sich der Dienstleistungsumsatz nahezu verdoppelt hat, sind die Personalkosten nur um 34 % gestiegen. Dies liegt daran, dass die neuen Mitarbeiter über das Jahr verteilt hinzugewonnen wurden. Im kommenden Jahr werden sich die Personalkosten also auch ohne Neueinstellungen noch erhöhen.

Das EBITDA der BU SAP war mit 487 TEUR geplant. Der Plan wurde nicht erreicht und das Ergebnis fiel mit -272 TEUR (Vorjahr: 509 TEUR) um 760 TEUR schlechter aus, als geplant. Hauptgrund für das schlechte Ergebnis ist die sehr ambitionierte Wachstumsannahme, so dass Dienstleistungsumsätze um 838 TEUR hinter dem Plan zurückblieben. Die etwas unter Plan ausgefallenen Personalkosten konnten das zu niedrige Ergebnis nur teilweise ausgleichen. Vom geplanten Lizenzumsatz konnte mit 197 TEUR nur ein Drittel realisiert werden, da die Nachfrage von Bestandskunden nicht so hoch ausgefallen ist, wie erwartet.

PCG DE x Dev

Im Jahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse der BU Dev, vormals DI-ON.solutions GmbH 3.043 TEUR (Vorjahr: 254 TEUR). Dieser wurde ausschließlich durch Softwareentwicklung im Kundenauftrag erzielt. Es wurde ein Rohertrag (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) von 2.777 TEUR (Vorjahr: 92 TEUR) erwirtschaftet.

2023 Handel Dienstleistung sonstiges gesamt
Umsatz 0 3.043.005 0 3.043.005
0% 100% 0% 100%
Rohertrag 0 2.776.783 0 2.776.783
0% 100% 0% 100%
2022
Umsatz 0 191.917 0 191.918
0% 100% 0% 100%
Rohertrag 0 91.681 0 91.681
0% 100% 0% 100%
2023 2022 Veränderung zum Vorjahr
Umsatz 191.918 1486%
Rohertrag 91.681 2929%
2022
Umsatz
Rohertrag
alle Angaben in EUR

In den Wachstumsraten von Umsatz und Rohertrag zeigt sich der erfolgte Neustart der BU. Im Jahr 2022 waren durchschnittlich zehn Mitarbeiter beschäftigt. Ab Oktober 2022 wurde die Mitarbeiterzahl kontinuierlich erhöht, so dass im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 49 Mitarbeiter bzw. 57 Mitarbeiter zum Jahresende beschäftigt wurden.

In der Reduzierung des Wareneinsatzes von 65 % auf 9 % zeigt sich, dass mit dem personellen Wachstum der BU ein Zukauf von Leistungen aus der BU PCG x Google fast nicht mehr notwendig ist.

Der Dienstleistungsumsatz konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem sehr niedrigen Niveau verzehnfacht werden. Dabei haben sich die Personalkosten nur verfünffacht. Hier spiegelt sich wieder, dass sich die BU noch in der Aufbauphase befindet. Die Personalkosten werden im kommenden Jahr ansteigen, wenn die neu hinzugewonnen Mitarbeiter ein volles Jahr im Unternehmen tätig sind.

Das EBITDA beträgt -1.577 TEUR (Vorjahr: -708 TEUR). Hier sind 690 TEUR Verschmelzungsverlust enthalten. Das um den Verschmelzungsverlust bereinigte EBITDA liegt mit -887 TEUR um 279 TEUR unter Plan. Der erzielte Umsatz lag 466 TEUR unter Plan, dabei musste noch Entwicklungsleistung für 92 TEUR von anderen BUs hinzugekauft werden. Allerdings lagen die Personalkosten 168 TEUR und die sonstigen Aufwendungen 86 TEUR niedriger als geplant, da Neueinstellungen nicht so früh wie geplant umgesetzt wurden.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 64 %, im Vergleich zur Pro Forma Bilanz (PFB) um 39 % auf nun 35.797 TEUR erhöht.

Das Anlagevermögen nimmt nach Verschmelzung mit 10 % (Vorjahr 3 %) einen höheren Teil des Gesamtvermögens ein. Dies liegt hauptsächlich am aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert, insbesondere aus der ehemaligen SWITCOM GmbH und aus dem Asset Deal mit der WhySec Ltd. Aus der Verschmelzung sind immaterielle Vermögensgegenstände von insgesamt 2.013 TEUR auf die Gesellschaft übergegangen, davon im Wesentlichen 1.966 TEUR Geschäfts- oder Firmenwert.

Die 2023 getätigten Investitionen von insgesamt 1.325 TEUR beziehen sich im Wesentlichen auf immaterielle Vermögensgegenstände.

Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Es mussten mehr unfertige Leistungen aktiviert werden, da Kundenprojekte zum Bilanzstichtag noch unvollendet und damit nicht abrechenbar waren. Sie haben sich im Vergleich zur PFB um 179 % erhöht. Die im Posten "Fertige Erzeugnisse und Waren" ausgewiesenen Lizenzen, welche im Vorjahr aktiviert wurden (406 TEUR), werden erst ab 2024 in den Verkauf gelangen. Der Bestand hat sich nochmals leicht erhöht und beträgt nun 452 TEUR.

Die Kundenforderungen sind im Vergleich zur PFB um 130 %, im Vergleich zum Vorjahr um 218 % auf 21.060 TEUR deutlich angestiegen. Dabei sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr nur um 78 % gestiegen. Im Vergleich zur Pro Forma GuV (PFGuV) nur um 38 %. Der Anstieg der Kundenforderungen erklärt sich dadurch, dass einige große Kunden ihre Verträge erst spät zum Geschäftsjahresende verlängert haben und die daraus resultierenden Forderungen im Vergleich zum Vorjahr noch offen sind. Außerdem wurde ein relativ großer Lizenzvertrag vorzeitig verlängert. Durch die Verschmelzung zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr erstmals ein großer Betrag aus AWS Funding, welches regelmäßig erst im Dezember verumsatzt werden kann. Hierbei handelt es sich um kunden- und projektspezifische Fördergelder des Herstellers AWS, die von der PCG GmbH an die AWS fakturiert wurden. Mit 60 % Anteil an der Bilanzsumme sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht nur der größte Einzelposten auf der Aktivseite der Bilanz, ihr Anstieg ist auch der Hauptgrund für die stark gewachsene Bilanzsumme.

Nach Einführung des Rahmenvertrages für Intercompany Darlehen im Jahr 2021 hat die PCG GmbH im Laufe des Jahres 2023 weitere Darlehen an die Public Cloud Group Holding GmbH begeben. Im Rahmen der Verschmelzung wurden die Darlehensforderungen und -verbindlichkeiten mit der Public Cloud Group Holding GmbH gegeneinander aufgerechnet, so dass diese zum Bilanzstichtag auf 3.160 TEUR zurückgegangen sind.

Der Anstieg der Sonstigen Vermögensgegenstände auf 1.911 TEUR beruht im Wesentlichen auf den darin enthaltenen Steuererstattungsansprüchen in Höhe von 1.141 TEUR.

Das Bankguthaben beträgt mit 963 TEUR nur 20 % des Vorjahreswertes oder 15 % der PFB. Hier zeigt sich die Bindung von Liquidität im Vorratsvermögen und in den Kundenforderungen und sonstigen Vermögensgegenständen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten dienen überwiegend der periodengerechten Erfassung der Aufwendungen für Kundenlizenzen. Sie sind gegenüber dem Vorjahr um 904 TEUR zurückgegangen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Aufrechnung einer Rückstellung für Kundenlizenzen mit der entsprechenden Umsatzabgrenzung in Höhe von 955 TEUR.

Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 15,7 % auf 9,4 % gefallen. Hier wirkt sich trotz der Einstellung von Verschmelzungsgewinnen in Höhe von 1.517 TEUR in die Kapitalrücklage, der Jahresfehlbetrag 2023 von 1.596 TEUR in Verbindung mit der gestiegenen Bilanzsumme aus.

Die Lieferantenverbindlichkeiten sind gegenüber der PFB 2022 um 1.770 TEUR oder 27 % auf 8.309 TEUR gestiegen. Gegenüber dem Einzelabschluss des Vorjahres beträgt die Steigerung 2.626 TEUR, d.h. 46 %. Den größten Anteil am Anstieg haben mit 1.343 TEUR auch in diesem Jahr die Verbindlichkeiten gegenüber unserem wesentlichsten Lieferanten, Google. Allein im Monat Dezember 2023 hat sich der Wareneinkauf im Vergleich zum Vorjahr um 1.080 TEUR erhöht.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind im Wesentlichen Managementumlagen enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um 5.136 TEUR oder 513 % auf 6.137 TEUR gestiegen. Den größten Anteil hieran hat eine Lieferantengutschrift mit 2.237 TEUR, die aus Sicht der Gesellschaft nicht berechtigt ist, jedoch auf Veranlassung des Lieferanten mit bestehenden Verbindlichkeiten verrechnet werden musste. Daher haben wir die Verbindlichkeit ersatzweise in den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Außerdem sind erstmals kurzfristige Darlehen in Höhe von 1.589 TEUR enthalten und die Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer haben sich um 670 TEUR erhöht.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten dienen ausschließlich der periodengerechten Erfassung der Lizenzumsätze. Lizenzen werden dem Kunden oftmals nicht monatlich, sondern für längere Perioden fakturiert und die Erträge werden entsprechend abgegrenzt. Sie sind mit 40,3 %, nach den Verbindlichkeiten der zweitgrößte Passivposten der Bilanz. Im Vergleich zur PFB ergibt sich ein Wachstum um 35 % oder 3.699 TEUR. Das Umsatzwachstum im Vergleich zur PFGuV von 38 % bzw. 18.256 TEUR lässt den Anstieg insgesamt plausibel erscheinen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Umsatzwachstum von 78 % bei gleichzeitiger Erhöhung des passiven Abgrenzungspostens um nur 42 %. Hier zeigt sich, dass das Umsatzwachstum überwiegend im Bereich der Dienstleistungen erfolgt ist und nicht im Lizenzhandel mit dem entsprechendem Abgrenzungsbedarf.

Forschung und Entwicklung

Als reines Dienstleistungs- und Handelsunternehmen betreibt die Public Cloud Group GmbH keine eigene Forschung. Es werden jedoch kundenspezifische Anwendungen und Applikationen entwickelt.

Diese basieren in der BU "PCG x Google" auf Google Technologien und umfassen Anwendungen für die Prozess- und Workflow Optimierung bei der Nutzung des Google Workspace. Die Applikationen und Skripte kommen gezielt in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen der Kunden zur Anwendung, bspw. Apps im Personalbereich oder Vertrieb.

Es werden auch Anwendungen für die eigene Nutzung entwickelt. Diese nutzen wir gezielt, um unsere internen Abläufe effizienter zu gestalten und zu automatisieren. Die Entwicklungsleistungen für den internen Gebrauch werden nicht gesondert erfasst, da sie vielfach von Werkstudenten oder im Rahmen eines Praktikums erbracht werden.

In der BU "Development" wird ausschließlich Entwicklung in Kundenprojekten betrieben. Auch hier kommen die Applikationen und Skripte gezielt in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen der Kunden zur Anwendung. Dies führte zu Umsatzerlösen aus Entwicklungsleistungen in Höhe von 3.043 TEUR (254 TEUR).

Mit 624 TEUR oder knapp 1 % des Gesamtumsatzes spielt der Umsatz im Bereich Entwicklung, welcher in den übrigen BUs erzielt wird, eine untergeordnete Rolle. Die Personalkosten für die Entwicklung liegen bei rund 721 TEUR, davon 637 TEUR in der BU Google und 84 TEUR in der BU SAP. Die Entwicklungskosten übersteigen den damit erzielten Umsatz. Das liegt daran, dass nur ein Teil der Entwicklungsarbeit im Rahmen von Kundenprojekten erbracht wird und damit zu Umsatz führt. Der übrige Anteil der Entwicklungsarbeit wird für interne Projekte zur Prozess- und Workflow- Automatisierung aufgewendet, die nicht an Kunden fakturierbar sind.

In der BU "SAP" wird die Automatisierungsplattform ALPACA kontinuierlich weiterentwickelt.

Prognosebericht

Die Public Cloud Group GmbH plant für das Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse zwischen ca. 100 - 105 Millionen EUR und ein EBITDA zwischen ca. 4,4 und 4,7 Millionen EUR.

Der Umsatz des 1. Halbjahres 2024 liegt bei rund 45 Millionen EUR und damit marginal (0,3 Millionen EUR) unter der Vorgabe. Der Rohertrag aus Lizenzgeschäften gerät dabei lieferantenseitig unter Druck. Das EBITDA liegt bei rund 400 TEUR und damit rund 600 TEUR über der Vorgabe.

Das 2. Halbjahr 2024 ist zum einen aufgrund der Investitionen in 2023 und zum anderen aufgrund der abgebildeten Saisonalität des Geschäftes deutlich stärker gewichtet als das 1. Halbjahr. Die Prognosen zeigen, dass die Jahresziele sowohl im Umsatz als auch im EBITDA erreicht werden können.

Für das Geschäftsjahr 2025 liegt die Umsatzerwartung zwischen ca. 120 - 125 Millionen EUR und für das EBITDA zwischen ca. 10,4 - 10,8 Millionen EUR.

Risiken

Public Cloud Group GmbH

Der IT-Fachkräftemangel ist der beschränkende Faktor bei dem Ziel, weiter zu wachsen und damit die eigene Attraktivität für den Kunden zu erhöhen. Nur mit steigender Mitarbeiterzahl kann auch der Dienstleistungsumsatz gesteigert werden. Nachfolgend wird im Abschnitt "Chancen" dargestellt, wie dieser Herausforderung begegnet wird.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und die daraus resultierende steigende Inflation können sich mittelfristig vor allem in steigenden Gehaltskosten niederschlagen. Sie kann außerdem zu Zurückhaltung bei Investitionen führen. Die zunehmende Verunsicherung kann auch zu sinkender Wechselwilligkeit bei potenziellen, notwendigen Bewerbern führen.

Aktuell ist die PCG nicht signifikant von Forderungsausfällen betroffen. Jedoch ist eine negative Entwicklung hier nicht auszuschließen, sollte sich das Wirtschaftswachstum weiter abschwächen. Mittelfristig ist mit Insolvenzen im Bereich der kleineren Kunden der PCG zu rechnen. Die Auswirkungen auf die Gesamtertragslage sollten sich allerdings in Grenzen halten.

PCG DE x Google

Da der Bereich Cloud-Computing immer attraktiver wird, besteht die Möglichkeit, dass Mitbewerber aus dem Systemhaus-Umfeld Kompetenzen in diesem Bereich aufbauen bzw. weiter ausbauen. Dies könnte zum Beispiel bei der Bechtle AG, Cancom, SVA System Vertrieb Alexander oder Axians der Fall sein.

Die bestehenden Mitbewerber könnten schneller wachsen als die PCG DE x Google und damit für Kunden attraktiver werden, so dass diese abwandern könnten.

Wenn der Umsatz großer Kunden eine gewisse Höhe übersteigt, ist davon auszugehen, dass deren Betreuung der Lizenzen und Cloud Consumption direkt durch Google übernommen wird. Dadurch besteht die Gefahr von Umsatz- und Ertragseinbußen im Geschäftsbereich Handel.

In den Bereichen Lizenzumsatz und Consumption ist die Preisbildung und damit die zu erzielende Marge stark von der Marktstrategie bei Google abhängig. Die Gestaltung der Verkaufspreise für Lizenzen und Consumption beim Weiterverkauf an die Kunden obliegt den Resellern. Die Margenspielräume sind allerdings aufgrund der Wettbewerbssituation zu anderen Resellern begrenzt.

PCG DE x AWS

In den letzten Jahren hat AWS (Amazon Web Services) ein starkes Wachstum erlebt. Im ersten Quartal 2023 hat sich dieses Wachstum jedoch verlangsamt und erreichte den niedrigsten Stand seit dem ersten Quartal 2019. Als Reaktion auf diese Verlangsamung hat Amazon im Juni 2023 angekündigt, dass 18.000 Mitarbeiter entlassen werden.

Als führender Cloud-Anbieter steht AWS in einem hart umkämpften Markt. Insbesondere Microsoft Azure und Google Cloud Platform haben in den letzten Jahren erhebliche Marktanteile gewonnen. Die anhaltende Konkurrenz im Cloud-Markt ist ein wesentlicher Faktor für die Verlangsamung des Wachstums von AWS. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verlangsamung des Wachstums langfristig auf AWS auswirken wird. AWS ist jedoch gut positioniert, um sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen und seine Position als führender Cloud-Anbieter zu behaupten.

Aktuell konnte die Business Unit noch keine Anzeichen für ein verlangsamtes Wachstum feststellen, die Situation wird jedoch weiterhin aufmerksam beobachtet.

PCG DE x Microsoft

Durch die wachsende Nachfrage nach Lösungen, die "Künstliche Intelligenz - KI" (GenAI, CoPilot, ChatGPT und weiteren "Data"-lastigen Themen) in Geschäftsprozessen nutzbar machen und diese optimieren, entstehen neue attraktive Unternehmen am Markt. Es ist die klare Aufgabe der Business Unit PCG DE x Microsoft in allen vertrieblichen, technischen und wirtschaftlichen Anforderungen ein innovatives, kreatives und sinnstiftendes Portfolio zu gewährleisten, gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter zu beschäftigen und diese langfristig im Unternehmen zu halten. Dieser Anspruch verlangt kontinuierliche Investitionen in Zertifizierungen und Schulungen der Mitarbeiter. Innovationskraft und Geschwindigkeit sind essentiell und dürfen nicht vernachlässigt werden.

PCG DE x SAP

Mit ihrem Angebot "RISE" hat die SAP ein Angebot geschnürt, welches Lizenzen, SAP Basis Dienstleistungen und Infrastruktur aus der Cloud in einem Subskriptionsmodell zusammenfasst und somit den Markt der SAP Partner mit Technologie-Fokus unter Druck setzt. Gleichzeitig geht der SAP Vertrieb und das Management sehr aggressiv vor, um Kunden direkt zu gewinnen und zu beliefern. Dies reduziert den Markt potenzieller Kunden für die PCG.

Die ursprüngliche Strategie des Vertriebs von ALPACA, über Partner wie Fujitsu zu agieren, könnte durch die zunehmende Größe der PCG negativ beeinflusst werden, da die PCG an vielen Stellen nun als Konkurrent wahrgenommen wird. Dies könnte Auswirkungen auf den Vertrieb von neuen ALPACA Lizenzen haben.

Managed Cloud Operations ist eine Standard-Dienstleistung. Diese wird zunehmend günstig aus Indien heraus erbracht - und zu Preisen, mit denen die PCG nur schwer mithalten kann. Dies könnte dazu führen, dass preissensitive Kunden den SAP Betrieb an solche Firmen vergeben.

PCG DE x Dev

Der Geschäftsbereich PCG DE x Dev repräsentiert zwei Säulen im Rahmen der Gesamtstrategie der PCG: "Digitale Geschäftsmodelle" und "Modernisierung".

Die Säule "Digitale Geschäftsmodelle" basiert darauf, dass Unternehmen eine Bereitschaft für Investitionen ohne garantierten Return on Invest haben. Insbesondere in unklarem wirtschaftlichen Fahrwasser ergibt sich das Risiko, dass unsere Kunden entsprechende Investitionen intern nicht rechtfertigen können.

In der Säule "Modernisierung" könnten die Projektgrößen in schwieriger Wirtschaftslage kleiner werden - im Zuge einer Cloud Migration stellt sich beim Thema "Modernisierung" die Frage, ob nur "Quick Wins" im Fokus der beauftragenden Unternehmen sind (also Cloud-Kostenreduktion ohne größere Umbau-Arbeiten an der Software, z.B. durch das sog. "Re-Platforming"), oder ob eine vollumfängliche Modernisierung der Software (sog. "Re-Architect") angestrebt wird. Insbesondere "Re-Architect" sorgt für größere, lang laufende Projekte.

Weiterhin ist ein Risiko des PCG DE x Dev Geschäftsbereichs, dass die Abgrenzung und Alleinstellungsmerkmale im Vergleich zu günstigen Near-/Offshore Entwicklungshäusern nicht klar genug kommuniziert werden können. In diesem Fall könnten Unternehmen in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten eher dazu neigen, ein Experiment mit einem günstigen Dienstleister ( "Lowcost-Dienstleister") zu wagen.

Letztlich ist das Thema "Künstliche Intelligenz" (KI) sowohl Chance, wie auch Risiko - sollte es dem Geschäftsbereich nicht gelingen, die Effizienzvorteile von KI entsprechend in das Geschäftsmodell zu integrieren, wird er perspektivisch an Relevanz verlieren.

Chancen

Public Cloud Group GmbH

Dem Fachkräftemangel wirkt die PCG mit der "Public Cloud Academy" entgegen. Dies ist ein Traineeprogramm und soll als Einstieg für Studenten aus dem Bereich Informatik dienen, die ihr Studium abgeschlossen haben oder kurz vor dem Abschluss stehen. Es umfasst zwölf Monate, in denen die wichtigsten Zertifizierungsprüfungen des entsprechenden Public Cloud Anbieters (Google Cloud Platform - GCP, Amazon Web Services - AWS oder Microsoft Azure) abgelegt werden können. Die Trainees erhalten einen unbefristeten Arbeitsvertrag und haben im Anschluss die Möglichkeit, als zertifizierte Cloud-Architekten eigenverantwortlich Kundenprojekte zu planen und umzusetzen.

Bei der PCG werden alle wichtigen Cloud-Anbieter, also Google, Amazon und Microsoft abgedeckt. Dadurch entsteht für Fachkräfte ein breites Angebot, welches es ermöglicht, sich anbieterübergreifend beruflich weiterzuentwickeln. Hierin ist ein Alleinstellungsmerkmal zu sehen, das die PCG für Bewerber zu einem attraktiven Arbeitgeber macht.

Diese Abdeckung steigert die Attraktivität der PCG auch gegenüber den Kunden. Man kann dadurch plattformübergreifende Expertise anbieten und so die Kunden an das Unternehmen binden.

PCG DE x Google

Neben der generell positiven Wachstumsprognose für den ITK-Markt wird insbesondere in den Bereichen Cloud Infrastruktur und Cloud Workplace (Google) und Workmanagement (Asana) ein sehr hohes Wachstum vorhergesagt. Hier liegen die Kernkompetenzen der PCG DE x Google, was weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung erwarten lässt. So lässt sich aktuell, trotz steigender Inflation und wirtschaftlicher Risiken durch den Ukraine-Krieg, ein weiterer steigender Auftragseingang sowie eine starke Umsatz-Pipeline verzeichnen.

Der Abhängigkeit in der Preisbildung begegnet die PCG DE x Google durch die Pflege der Partnerschaft mit Google. Durch Erreichung einer möglichst hohen Partnerstufe bei Google können höhere Margen erzielt werden. PCG besitzt als Premium-Partner die höchste Reseller-Stufe. Mit erreichten Umsatzzielen und einer bestimmten Anzahl an zertifizierten Google Cloud Consultants konnte PCG auch 2023 die Premium-Partnerschaft erhalten. Zudem hat die PCG im März 2023 den Status "Managed Service Provider" (MSP) erreicht. Zusätzlich pflegt die PCG DE x Google Spezialisierungen im Bereich Infrastructure, Work Transformation und Cloud Migration. Diese Spezialisierungen können nur mit ausreichend nachgewiesenen Zertifizierungen der Mitarbeiter, sowie erfolgreich umgesetzten Projekten und langjähriger Erfahrung in den technischen Google Services im jeweiligen Bereich erlangt werden. Sowohl der MSP- und Premium-Partner-Status als auch die Spezialisierungen helfen der PCG DE x Google, als starker Google Partner im Markt aufzutreten und sich somit gegen den Wettbewerb zu behaupten.

Durch den weiteren Ausbau des Bereichs "Managed Services", der in der ganzen Public Cloud Group vorangetrieben wird, wird die PCG DE x Google den MRR - Monthly Recurring Revenue - weiter stärken. Dadurch wird die Abhängigkeit vom Handelsgeschäft reduziert und der Dienstleistungsumsatz weiter erhöht. In diesem Zusammenhang ist die Übernahme von Handelsumsatz bei Großkunden, direkt durch Google, ein positiver Aspekt, da die begleitenden Dienstleistungen weiterhin durch die PCG DE x Google erbracht werden.

PCG DE x AWS

Durch die erfolgreiche Umsetzung des Wachstumsplans mit AWS hat die PCG einen exklusiven Partner- Status bei AWS erreicht. Dieser Status ist ein Zeichen für das hohe Vertrauen, das AWS in die Expertise und Leistungsfähigkeit der Business Unit setzt. Außerdem ist er ein Beweis für die herausragenden Leistungen und die starke Marktposition, die sich die Business Unit erarbeitet hat.

AWS und PCG DE x AWS verfolgen die gleiche Strategie und haben gemeinsame Ziele: die Gewinnung neuer Kunden und die erfolgreiche Nutzung von AWS-Lösungen. Durch die enge Zusammenarbeit und die gemeinsame Umsetzung von Aktivitäten werden Synergien erzielt und die Mehrwerte für die Kunden optimiert.

Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der Bereitstellung von Managed Services. Da der IT-Fachkräftemangel ein großes Problem für Unternehmen darstellt, bietet die Business Unit PCG DE x AWS Managed Services an, die es Kunden ermöglichen, ihre AWS-Umgebungen ohne eigenes IT-Personal zu betreiben.

Durch die erfolgreiche Bereitstellung von Managed Services wird ein stetig wachsender und wiederkehrender Umsatz (Monthly Recurring Revenue, MRR) erzielt. Dadurch werden die Kunden langfristig gebunden und die Marktposition weiter ausgebaut.

Die gemeinsame Strategie und die enge Zusammenarbeit mit AWS bilden eine solide Basis für weiteres Wachstum und Erfolg.

PCG DE x Microsoft

Mit der Verschmelzung in 2023 ist die Business Unit PCG DE x Microsoft für die Zukunft bestens und gut strukturiert aufgestellt. Der positive Effekt der bereits getätigten Investitionen für Personal, Zertifizierungen, Marketing, etc. ist klar erkennbar.

Dieser Effekt wird untermauert durch frühzeitige und kontinuierliche Erweiterung des aktuell marktbeherrschenden Themas "Künstliche Intelligenz - KI" (GenAI, CoPilot und ChatGPT). Hier wurden die Weichen frühzeitig gestellt, und die wachsende Nachfrage kann nachhaltig bedient werden.

Nicht nur um die Kl-Nachfrage zu bedienen, wurde in 2023 konsequent investiert und eine eigenverantwortliche vertriebliche und technische Basis geschaffen. In 2023 war die Business Unit PCG DE x Microsoft noch nicht hinreichend aufgestellt, um alle Anforderungen eines "Cloud-Based-Managed- Services" abzudecken . Aber auch hier wurde durch konsequente Investition, Umstrukturierung und Fokussierung auf Managed Cloud Operations (insbesondere im "Modern Work" Umfeld) der Grundstein für positive Skaleneffekte in 2024 gelegt.

Der Anteil des Lizenzgeschäfts der Business Unit PCG DE x Microsoft am Gesamtumsatz, das aufgrund hoher Produkt-Vergleichbarkeit durch permanent niedrige Margen gekennzeichnet ist, ist glücklicherweise sehr gering. Das Wachstum beruht grundlegend auf den Bereichen Consulting und Managed Service (MCO). Aufgrund der hohen Skalierbarkeit wird der vertriebliche Schwerpunkt auf die erfolgreiche Akquisition und Umsetzung weiterer MCO Projekte gelegt.

Vorteilhaft für das Vertriebsmodell der Business Unit PCG DE x Microsoft ist die Fokussierung auf wenige, strategische Partner. Um die Sichtbarkeit innerhalb der Microsoft weiter zu erhöhen, wird in 2024 der MSP-Partner-Status angestrebt. Auch wenn die Umsetzung zeitlich sehr aufwändig ist, ist sie aufgrund des erzielbaren Imagegewinns mehr als gerechtfertigt. Des Weiteren werden die Partnerschaften zu AvePoint und Vodafone weiter ausgebaut sowie eventuell noch ein Partner im Bereich Security adressiert.

PCG DE x SAP

Durch den Fokus der SAP auf die Cloud sehen viele Kunden die Cloud nun als eine realistische Option. Durch die Integration der PCG DE x SAP als Teil der PCG wird hier die Kompetenz der PCG im Cloud Bereich wahrgenommen und die Business Unit vermehrt als Ansprechpartner für Cloud Themen im SAP Umfeld gesehen. Obwohl man durch die o.g. Strategie der SAP (RISE) Marktanteile im SAP Basis Bereich verliert, ergeben sich auch neue Möglichkeiten, wie das Management von Non-SAP Systemen, die mit SAP interagieren und von Services in SAP BTP (SAP eigene Software-as-a-Service Umgebung). Daneben gibt die SAP deutliche finanzielle Anreize an Partner, um Migrationen in die Cloud zu unterstützen.

Eine weitere Chance, die sich durch die Fokussierung der PCG auf die Public Cloud ergibt, sind die fehlenden Altlasten in Form von Rechenzentren, wie sie Mitbewerber wie z.B. Atos betreiben. Auf diese Weise kann die PCG deutlich flexibler auf die Bedürfnisse von Kunden eingehen und muss keine Kompromisse machen.

Generell sind Projekte im SAP Umfeld sehr komplex, da sie immer aus einem applikativen Teil, einem SAP Basis Teil und einem infrastrukturellen Teil bestehen. Auch hier bringt die Aufstellung der PCG einen Wettbewerbsvorteil, weil sowohl der SAP Basis Teil als auch der infrastrukturelle Teil aus einer Hand erbracht werden kann.

Die ALPACA Vertriebsstrategie, über Partner zu gehen, wird durch ein intensiveres Partnermanagement unterstützt. Gleichzeitig wird an Angeboten gearbeitet, um ALPACA auf einfachere Art und Weise in den Markt zu bringen, um die Einstiegshürde für neue Partner und Kunden zu verringern. Darüber hinaus wird an Anwendungsbeispielen, sog. "Use-Cases", gearbeitet, die auch für den Non- SAP-Bereich interessant sein könnten, um den potenziellen Markt zu vergrößern.

Das bestehende MCO Angebot wird kontinuierlich auf den Prüfstand gestellt, um Standardaufgaben mittels der eigenen Plattform ALPACA zu automatisieren und somit die Rentabilität zu erhöhen. Mit den damit geschaffenen Möglichkeiten zur Preisoptimierung, in Verbindung mit einem deutschsprachigen Support, erarbeitet sich die PCG Vorteile gegenüber der Konkurrenz, nicht nur der aus Indien.

Eine weitere Chance ergibt sich durch die Verbreiterung der Vertriebsmannschaft. Dies stellt im ersten Schritt zwar zunächst eine Investition in einem sowieso schon gehaltlich angespannten Umfeld dar. Fokussiert man jedoch bei der Einstellung jüngere Kollegen aus der sog. "cloud nativen" Generation, dann hat man den Vorteil, dass die so geprägten Kollegen den Cloud Gedanken im Vertriebsprozess noch deutlich besser einbringen können.

PCG DE x Dev

Die PCG DE x Dev ist als Arbeitgeber für hochqualifizierte Softwareentwickler sehr gut positioniert und hat dadurch Recruiting-Möglichkeiten, die vielen anderen Anwenderunternehmen nicht zur Verfügung stehen. Insbesondere Softwareentwickler und Softwarearchitekten möchten gern in hochqualifizierten Teams arbeiten, denen bereits andere sehr gute Software-Experten angehören. Diese Chance ermöglicht dem Geschäftsbereich PCG DE x Dev, qualifizierte Fachkräfte einzustellen und den Kunden im Rahmen von Projekten zur Verfügung zu stellen, welche die Kunden selbst nicht hätten einstellen können.

Innerhalb der PCG ist der Geschäftsbereich PCG DE x Dev fachlich sehr breit aufgestellt und positioniert, wodurch auch neue Geschäftschancen für und mit den anderen, Hyperscaler-fokussierten Geschäftsbereichen der PCG generiert werden ("Cross-Selling" als Zusatznutzen).

Weiterhin gelingt es dem Geschäftsbereich zunehmend, abgeschlossene Projekte in Managed Service Verträge zu überführen, um so einen stabilen, wiederkehrenden Umsatz ("Recurring Revenue") zu gewährleisten.

Letztlich ist der Mega-Trend "Künstliche Intelligenz" eine große Chance - durch Effizienzvorteile und mit einer klaren Positionierung kann es gelingen, Kunden auf der Reise in eine neue Zeit zu begleiten und zu befähigen ("Enabler").

 

Magstadt, den 31. Oktober 2024

Oliver Schallhorn

Benny Woletz

Thorsten Martin Raquet

Stephan Pawlowski

Ergänzende Angaben zur Offenlegung

Hinweis nach § 328 Abs. 1a HGB

In der Gesellschafterversammlung vom 27.11. 2024 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde festgestellt.

Der Vortrag des Gewinns auf neue Rechnung wurde beschlossen.

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Public Cloud Group GmbH (vormals: Cloudwürdig GmbH), Magstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

C. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

1. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

Der Lagebericht der gesetzlichen Vertreter enthält unseres Erachtens folgende wesentlichen Aussagen zur wirtschaftlichen Lage und zum Geschäftsverlauf der Gesellschaft:

"Die frühere "Cloudwürdig GmbH" (HRB 764 537) wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 18. August 2023 umfirmiert und wird nun unter dem Namen "Public Cloud Group GmbH" geführt (im Folgenden auch "PCG" genannt). Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 7. September 2023. Die Public Cloud Group GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Public Cloud Group Holding GmbH, Ulm. Mit Verschmelzungsvertrag und zustimmenden Gesellschafterbeschlüssen vom 18. August 2023 nebst Ergänzungen vom 30. August 2023 wurden die Unternehmen LNW-Soft GmbH (Eintrag im Handelsregister am 07.09.2023), die Innovations ON GmbH (Eintrag im Handelsregister am 13.10.2023), die DI-ON.solutions GmbH (Eintrag im Handelsregister am 02.11.2023) sowie die SWITCOM GmbH (Eintrag im Handelsregister am 02.11.2023) handelsrechtlich rückwirkend zum 1. Januar 2023 unter Buchwertfortführung auf die Public Cloud Group GmbH verschmolzen. Somit bilden alle fünf Einzelgesellschaften nun eine rechtliche Einheit."

"Im Jahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse 66.179 TEUR (Vorjahr: 37.211 TEUR). Davon hatte der Handel mit Consumption, Lizenzen sowie Hardware einen Anteil von 69 %. Die Erbringung von Dienstleistungen (Consulting, Support, Development, Managed Services) trug mit 29 % zum Umsatz bei. Sonstige Umsätze betrugen 2 % vom Gesamtumsatz. Es wurde ein Rohertrag (Umsatzerlöse , Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen abzüglich Materialaufwand) von 25.765 TEUR (Vorjahr: 8.505 TEUR) erwirtschaftet."

"Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen aus dem operativen Cash Flow, der im Geschäftsbereich PCG DE x Google generiert wird. Die Rückflüsse aus dem operativen Geschäft sind in diesem Geschäftsbereich verlässlich. Sie dienen zum einen dazu, die Liquiditätsbedarfe der übrigen Geschäftsbereiche innerhalb der Gesellschaft zu decken und tragen darüber hinaus zur Finanzierung der Firmengruppe bei."

"Zur Optimierung der Cash-Situation in der Gruppe hat die Gesellschaft mit ihrer Muttergesellschaft, der Public Cloud Group Holding GmbH im Dezember 2021 eine Darlehensrahmenvereinbarung abgeschlossen. Das in diesem Zusammenhang von der PCG an die Muttergesellschaft gewährte verzinsliche Darlehen wurde im Laufe des Geschäftsjahres vermindert und beträgt zum 31. Dezember 2023 3.160 TEUR (Vorjahr: 4.923 TEUR)."

"Zur Steuerung und Messung des Unternehmenserfolgs nutzt die PCG als wesentliche Steuerungsgrößen den Umsatz und den Rohertrag, aufgeteilt nach Umsatzarten. Außerdem die Entwicklung des EBITDA zur Beurteilung der Entwicklung der Personalkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diese Steuerungsgrößen sind nicht nur für die PCG als Unternehmen, sondern auch für die definierten Geschäftsbereiche verfügbar."

"Betrachtet man die Verschiebung vom Handelsumsatz hin zum Dienstleistungsumsatz auf Basis der PFGuV, so fällt diese etwas moderater aus, als wenn man sie mit den Vorjahreszahlen der Cloudwürdig GmbH vergleicht. Der Umsatz stieg um 38 %, der Rohertrag um 54 %."

"Der Wareneinsatz betrug im Jahr 2023 61 % (Vorjahr Pro Forma GuV 66 %) vom Umsatz und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr verbessert, was auf dem höheren Dienstleistungsumsatzanteil beruht. Der Dienstleistungsumsatz und -rohertrag sind jeweils um gut 90 % gestiegen. Dabei ist positiv, dass die Personalkosten im Gesamtunternehmen nur um 63 % gestiegen sind."

"Das EBITDA fällt im Geschäftsjahr 2023 mit -922 TEUR negativ aus. Im Vergleich zum positiven Ergebnis des Vorjahres (PFGuV) von 414 TEUR, hat es sich um 323 % verschlechtert. Dabei haben die BUs AWS und Google ein positives Ergebnis erzielt. Die BUs DEV, Microsoft und SAP erwirtschafteten negative Ergebnisse. Für alle BUs war in Summe ein EBITDA von 2.579 TEUR für das Jahr 2023 geplant. Damit wurde das Ziel um 3.501 TEUR verfehlt. Hierbei ist zu berücksichtigen, das in diesem Ergebnis einmalig ein Verschmelzungsverlust von 690 TEUR enthalten ist."

2. Künftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Im Zusammenhang mit der Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im Lagebericht weisen wir insbesondere auf folgende Kernaussagen hin. Diese basieren vielfach auf Annahmen, bei denen wesentliche Beurteilungsspielräume der gesetzlichen Vertreter vorhanden sind.

"Der IT-Fachkräftemangel ist der beschränkende Faktor bei dem Ziel, weiter zu wachsen und damit die eigene Attraktivität für den Kunden zu erhöhen. Nur mit steigender Mitarbeiterzahl kann auch der Dienstleistungsumsatz gesteigert werden. Nachfolgend wird im Abschnitt "Chancen" dargestellt, wie dieser Herausforderung begegnet wird."

"Da der Bereich Cloud-Computing immer attraktiver wird, besteht die Möglichkeit, dass Mitbewerber aus dem Systemhaus-Umfeld Kompetenzen in diesem Bereich aufbauen bzw. weiter ausbauen. Dies könnte zum Beispiel bei der Bechtle AG, Cancom, SVA System Vertrieb Alexander oder Axians der Fall sein."

"Als führender Cloud-Anbieter steht AWS in einem hart umkämpften Markt. Insbesondere Microsoft Azure und Google Cloud Platform haben in den letzten Jahren erhebliche Marktanteile gewonnen. Die anhaltende Konkurrenz im Cloud-Markt ist ein wesentlicher Faktor für die Verlangsamung des Wachstums von AWS. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verlangsamung des Wachstums langfristig auf AWS auswirken wird. AWS ist jedoch gut positioniert, um sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen und seine Position als führender Cloud-Anbieter zu behaupten."

"Mit ihrem Angebot "RISE" hat die SAP ein Angebot geschnürt, welches Lizenzen, SAP Basis Dienstleistungen und Infrastruktur aus der Cloud in einem Subskriptionsmodell zusammenfasst und somit den Markt der SAP Partner mit Technologie-Fokus unter Druck setzt. Gleichzeitig geht der SAP Vertrieb und das Management sehr aggressiv vor, um Kunden direkt zu gewinnen und zu beliefern. Dies reduziert den Markt potenzieller Kunden für die PCG."

"Dem Fachkräftemangel wirkt die PCG mit der "Public Cloud Academy" entgegen. Dies ist ein Traineeprogramm und soll als Einstieg für Studenten aus dem Bereich Informatik dienen, die ihr Studium abgeschlossen haben oder kurz vor dem Abschluss stehen. Es umfasst zwölf Monate, in denen die wichtigsten Zertifizierungsprüfungen des entsprechenden Public Cloud Anbieters (Google Cloud Platform - GCP, Amazon Web Services - AWS oder Microsoft Azure) abgelegt werden können. Die Trainees erhalten einen unbefristeten Arbeitsvertrag und haben im Anschluss die Möglichkeit, als zertifizierte Cloud-Architekten eigenverantwortlich Kundenprojekte zu planen und umzusetzen."

"Bei der PCG werden alle wichtigen Cloud-Anbieter, also Google, Amazon und Microsoft abgedeckt. Dadurch entsteht für Fachkräfte ein breites Angebot, welches es ermöglicht, sich anbieterübergreifend beruflich weiterzuentwickeln. Hierin ist ein Alleinstellungsmerkmal zu sehen, das die PCG für Bewerber zu einem attraktiven Arbeitgeber macht."

"Die Public Cloud Group GmbH plant für das Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse zwischen ca. 100 - 105 Millionen EUR und ein EBITDA zwischen ca. 4,4 und 4,7 Millionen EUR.

Der Umsatz des 1. Halbjahres 2024 liegt bei rund 45 Millionen EUR und damit marginal (0,3 Millionen EUR) unter der Vorgabe. Der Rohertrag aus Lizenzgeschäften gerät dabei lieferantenseitig unter Druck. Das EBITDA liegt bei rund 400 TEUR und damit rund 600 TEUR über der Vorgabe.

Das 2. Halbjahr 2024 ist zum einen aufgrund der Investitionen in 2023 und zum anderen aufgrund der abgebildeten Saisonalität des Geschäftes deutlich stärker gewichtet als das 1. Halbjahr. Die Prognosen zeigen, dass die Jahresziele sowohl im Umsatz als auch im EBITDA erreicht werden können.

Für das Geschäftsjahr 2025 liegt die Umsatzerwartung zwischen ca. 120 - 125 Millionen EUR und für das EBITDA zwischen ca. 10,4 - 10,8 Millionen EUR."

3. Zusammenfassende Feststellung

Wir stellen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse fest, dass der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

II. Sonstige Verstöße

Entgegen der Verpflichtung des § 264 Abs. 1 S. 4 HGB hat die Gesellschaft den Jahresabschluss und den Lagebericht nicht innerhalb von drei Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres aufgestellt.

Wir verweisen diesbezüglich auch auf § 335 HGB.

D. GEGENSTAND, ART UND UMFANG DER PRÜFUNG

Gegenstand der Prüfung

Gegenstand unserer Prüfung waren der nach den deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellte Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und der Lagebericht der Gesellschaft.

Abgrenzung der Verantwortlichkeiten

Wir weisen darauf hin, dass die Geschäftsführung der Public Cloud Group GmbH die Verantwortung für die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht sowie die dazu eingerichteten internen Kontrollen und die dem Abschlussprüfer gemachten Angaben trägt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Den Lagebericht haben wir daraufhin geprüft, ob er mit dem Jahresabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften entspricht und insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. Dabei haben wir auch geprüft, ob die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zutreffend dargestellt ist.

Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder den Lagebericht ergeben.

Prüfungsumfang

Unsere Prüfung erfolgte nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass falsche Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Gegenstand unseres Auftrags waren weder die Aufdeckung und Aufklärung strafrechtlicher Tatbestände, wie z.B. Unterschlagungen oder sonstige Untreuehandlungen, noch außerhalb der Rechnungslegung begangene Ordnungswidrigkeiten. Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich eine Abschlussprüfung auch nicht darauf zu erstrecken, ob die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann. Prüfungsplanung und Prüfungsdurchführung haben wir jedoch so angelegt, dass diejenigen Unregelmäßigkeiten, die für die Rechnungslegung wesentlich sind, mit hinreichender Sicherheit aufgedeckt werden. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Einrichtung und Durchsetzung geeigneter Maßnahmen zur Verhinderung bzw. Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten verantwortlich.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Ausgangspunkt der Prüfung

Ausgangspunkt war der von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2022.

Risikoorientierter Prüfungsansatz

Auf Basis der von uns festgestellten und beurteilten Fehlerrisiken haben wir ein Risikoprofil für die Angaben in der Rechnungslegung erstellt. Zu diesem Zweck haben wir Prüfungshandlungen zur Risikobeurteilung durchgeführt und uns zunächst ein Verständnis von der Gesellschaft sowie ihrem wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld verschafft und darauf aufbauend mit den Unternehmenszielen und -strategien sowie deren Umsetzung beschäftigt, um die Geschäftsrisiken zu bestimmen, die zu wesentlichen Fehlern in der Rechnungslegung führen können. Ausgehend von Gesprächen mit der Unternehmensleitung und der Einsichtnahme in Organisationsunterlagen der Gesellschaft haben wir uns darüber hinaus nach pflichtgemäßem Ermessen von der Ausgestaltung des internen Kontrollsystems ein Verständnis verschafft und beurteilt, welche Maßnahmen die Gesellschaft, insbesondere zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung, ergriffen hat, um diese Geschäftsrisiken zu bewältigen, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.

Auf Grundlage der Risikobeurteilung wurden daraufhin einzelne Prüffelder identifiziert und ein entsprechendes Prüfungsprogramm entwickelt. In diesem Prüfungsprogramm wurden die Schwerpunkte der Prüfung und für jedes Prüffeld die Prüfungsziele sowie die Art und der Umfang der Prüfungshandlungen festgelegt. Zudem wurden auch die zeitliche Abfolge der Prüfung und der Mitarbeitereinsatz geplant.

Prüfungsschwerpunkte

Dabei wurden im Berichtsjahr folgende Prüfungsschwerpunkte festgelegt:

Existenz und Periodenabgrenzung in der Umsatzrealisierung

Existenz und Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Existenz der Guthaben bei Kreditinstituten

Vollständigkeit und Periodenabgrenzung der aktiven und passiven Rechnungsabgrenzung

Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen

Vollständigkeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Korrekte Verbuchung und Darstellung der Verschmelzungen

Vorgenommene Prüfungshandlungen

Wegen der überschaubaren Größe des Unternehmens und der geringen Komplexität der Organisationsstrukturen und Kontrollsysteme haben wir im Wesentlichen aussagebezogene Prüfungshandlungen (analytische Prüfungen und Einzelfallprüfungen) durchgeführt, insbesondere:

Einholen von Bestätigungen der Kreditinstitute

Einholen von Rechtsanwaltsbestätigungen

Einholen von Steuerberaterbestätigungen

Einholen von Saldenbestätigungen der Kunden und Lieferanten auf Basis von Stichproben

Zeitlicher Ablauf und Vollständigkeitserklärung

Wir haben die Prüfung - im Einklang mit unserer zeitlichen Planung - in den Monaten Mai bis November 2024 durchgeführt.

Die Geschäftsführung hat uns alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft haben uns in ihrer abgegebenen Vollständigkeitserklärung schriftlich versichert, dass die erteilten Aufklärungen und Nachweise vollständig sind. Ferner haben sie erklärt, dass alle Geschäftsvorfälle erfasst und im Jahresabschluss und Lagebericht wiedergegeben worden sind.

E. FESTSTELLUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Unsere Prüfung ergab die formelle und materielle Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung entsprechend den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und den übrigen gesetzlichen Vorschriften.

Die Bücher der Gesellschaft sind ordnungsgemäß geführt. Die Belegfunktion ist erfüllt. Die Buchführung und die zugehörigen Unterlagen entsprechen nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Die den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen sind in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß in der Buchführung, im Jahresabschluss und im Lagebericht abgebildet.

Die Organisation der Buchführung, das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem, der Datenfluss und das Belegwesen sind grundsätzlich geeignet, die vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Erfassung und Buchung der Geschäftsvorfälle zu gewährleisten.

2. Jahresabschluss

Der von uns geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist in allen wesentlichen Belangen ordnungsmäßig aus den Büchern und den zugehörigen Unterlagen der Gesellschaft entwickelt worden. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind in allen wesentlichen Belangen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen. Die gesetzlichen Vorschriften zu Ansatz, Ausweis und Bewertung sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden.

Der Anhang enthält die erforderlichen Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die sonstigen Pflichtangaben.

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht des § 285 Nr. 17 letzter Halbsatz HGB Gebrauch gemacht und die Angabe der Abschlussprüferhonorare unterlassen, da diese Angaben im übergeordneten Konzernabschluss der Public Cloud Group MSP Holding GmbH, Ulm, enthalten sein werden. Da der für die Befreiung erforderliche Konzernabschluss zum Zeitpunkt unserer Abschlussprüfung noch nicht vorlag, konnten wir nicht abschließend beurteilen, ob die Voraussetzungen für das Unterlassen der Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers gegeben sind. Im Zeitpunkt der Beendigung der Jahresabschlussprüfung haben sich jedoch keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass diese Voraussetzungen nicht erfüllt werden. Deswegen gehen wir davon aus, dass von der Erleichterung des § 285 Nr. 17 letzter Halbsatz HGB zu Recht Gebrauch gemacht wurde.

Die Gesellschaft macht in ihrem Anhang von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel ist zurecht erfolgt.

3. Lagebericht

Der von uns geprüfte Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 entspricht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften.

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

1. Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir der Überzeugung, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

2. Bewertungsgrundlagen

Die Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Anhang der Gesellschaft (Anlage 3) enthalten.

Änderungen in den Bewertungsgrundlagen (Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten sowie Ausnutzung von Ermessensspielräumen) mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben wir im Rahmen unserer Prüfung nicht festgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte sowie die Nutzung von Ermessensspielräumen haben bei nachfolgenden Posten des Jahresabschlusses wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus einer Managementumlage in Höhe von € 4.890.784,38 enthalten. Sie basieren auf einem mit der Muttergesellschaft Public Cloud Group Holding GmbH (vormals: Public Cloud Group GmbH, Ulm) abgeschlossenen Leistungsverrechnungsvertrag und stellen Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung dar.

3. Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen

Mit der Gesellschaft als übernehmendem Rechtsträger sind aufgrund des Verschmelzungsvertrags vom 18. August 2023 (mit Nachtrag vom 30. August 2023) und der Versammlungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom 18. August 2023 (mit Nachtrag vom 30. August 2023) die folgenden Gesellschaften verschmolzen:

Gesellschaft Handelsregister Verschmelzungsstichtag
LNW-Soft GmbH, Walpertskirchen Amtsgericht München, HRB 166521 1. Januar 2023
Innovations On GmbH, Ulm Amtsgericht Ulm, HRB 740438 1. Januar 2023
SWITCOM GmbH, Hamburg Amtsgericht Hannover, HRB 222122 1. Januar 2023
DI-ON.solutions GmbH, Ulm Amtsgericht Ulm, HRB 741194 1. Januar 2023

Im Zuge der Verschmelzung wurde das Stammkapital der PCG von € 100.000 auf € 101.250 erhöht sowie die Firma der Gesellschaft geändert.

Aus den Verschmelzungen ergaben sich Gewinne in Höhe von € 1.517.242,66, die erfolgsneutral in die Kapitalrücklage eingestellt wurden sowie Verluste in Höhe von € 690.412,85, die erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurden.

F. SCHLUSSBEMERKUNG

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Public Cloud Group GmbH, Magstadt, für das Geschäftsjahr vom 1 Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 in einer von der als Anlage zu diesem Bericht beigefügten, bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird hingewiesen.

 

Stuttgart, 22. November 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
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Lisa-Katrin Lohrmann, Wirtschaftsprüferin

Axel Holtz, Wirtschaftsprüfer

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