Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 6958 HL
Eingetragen
29.8.2006
Branche
Architekturbüros für HochbauSonstige spezialisierte Bautätigkeiten im Hochbau a. n. g.Bauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Gegenstand
Industrielle Erbringung von Hochbauleistungen aller Art sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Björn Eberhardt
seit 7.1.2020
Prokura
Thomas Claus Becker
seit 15.8.2013
Geschäftsführer
Toralf Techel
seit 15.8.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 6 angezeigt

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Altus Bau GmbH

Lübeck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ALTUS BAU GMBH, LÜBECK

DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS

Allgemeine bauwirtschaftliche Entwicklung

Der Negativtrend im Wohnungsbau hält an. Die Baukonjunktur driftet auseinander. Während im Tiefbau noch Auftragseingänge zu verzeichnen sind, befindet sich der Wohnungsbau laut Axel Gedaschko, Verbandspräsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, im freien Fall. Ein Blick auf die wichtigsten Faktoren verdeutlicht die aktuelle Gegebenheit:

- stark gestiegene Baukosten

- eine Verdreifachung der Zinsen

- eine Verdoppelung der Energiekosten (Strom, Gas, Öl, Kraftstoff)

- extrem gestiegene Inflationsrate

- die Veränderung der politischen Rahmenbedingungen für Neubauten in Bezug auf energetische Maßnahmen

- die Streichung von Förderungsmaßnahmen für energetisches Bauen

Die ambitionierten Ziele der Bundesregierung im Bereich Schaffung von 400.000 klimafreundlichen Wohnungsneubauten jährlich rücken in weite Ferne. Gerade der wichtige soziale Wohnungsbau leidet unter der Stagnation sehr und ist damit schwerlich darstellbar.

Die Bauwirtschaft in Deutschland steht vor großen Herausforderungen und die Aussichten hängen stark von der Bewältigung der vorgenannten Einflüsse ab. Eine zügige Lösung der Energiekrise, Maßnahmen zur Stabilisierung der Lieferketten und eine umsichtige Steuerung der Zinspolitik sind entscheidend, um das Vertrauen der Investoren wiederherzustellen.

Die Bauindustrie wird sich anpassen und innovieren müssen, um die aktuellen Herausforderungen zu überwinden und um langfristiges Wachstum zu sichern.

Geschäftsentwicklung der Altus Bau GmbH

Die signifikanten Veränderungen in der Bauwirtschaft und hier speziell im Wohnungsbau, gehen auch an der Altus Bau GmbH nicht spurlos vorbei.

Der nunmehr über zwei Jahre anhaltende Krieg in der Ukraine lässt die Wirtschaft nicht zur Ruhe kommen. Auch bei der Altus Bau GmbH gestalten sich die Themen Akquisition und Auftragseingänge schwieriger als vor der Krise, zumal auch viele Investoren ihre aktuellen Projekte zurückgezogen und vorerst auf Eis gelegt haben.

Im April 2023 entstand auch bei der Altus Bau GmbH ein Auftragsloch, das durch Maßnahmen der Kurzarbeit begleitet wurde. Das Volumen an Bauanfragen ist zwischenzeitlich wieder gestiegen. Die Zuschlagsquoten sind aufgrund der allgemeinen Auftragsflaute hingegen exponentiell gesunken.

Die Altus Bau GmbH versucht den Einbruch im Wohnungsbau vermehrt mit der Beteiligung an öffentlichen Ausschreibungen zu kompensieren. Bezüglich des Personals hält die Altus Bau GmbH ihre Stammmannschaft zusammen und wird auch zukünftig versuchen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

DARSTELLUNG DER LAGE

Ertragslage

Die Altus Bau GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtbauleistung von 16,0 Mio. Euro (Vorjahr: 25,8 Mio. Euro) und liegt damit unter dem Niveau des Vorjahres. Der Auftragsüberhang 2022/2023 lag bei ca. 13,0 Mio. Euro.

Unter Betrachtung regionaler Gesichtspunkte sowie auch Sparten teilt sich die Jahresbauleistung 2023 wie folgt auf:

2023 2022
% Mio. € % Mio. €
Wohnungsbau 55,0 8,8 76,0 19,6
Wirtschaftsbau u. sonstiges 45,0 7,2 24,0 6,2
2023
%
2022
%
Schleswig-Holstein 94,0 55,0
Hamburg 6,0 45,0

Das Geschäftsergebnis vor Steuern von rund 97.000,00 Euro (Vorjahr: 761.000,00 Euro) der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, bezogen auf die Umsatzerlöse, liegt unter den Erwartungen. Ausschlaggebend hierfür war und ist die allgemeine Wirtschaftskrise aufgrund des Krieges in der Ukraine und der damit einhergehende Einbruch im Wohnungsbausektor.

1.

Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich bei der Altus Bau GmbH im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2023
T€
2022
T€
Langfristiges Vermögen 159 212
Vorräte 287 1.316
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände 1.585 2.239
kurzfristig gebundenes Vermögen (liquide Mittel) 3.641 5.354
Rechnungsabgrenzungsposten 44 43
5.716 9.164
1.

Finanzlage

Prägend für das Geschäftsjahr 2023 war auch hier die solide Finanzlage des Unternehmens. Die liquiden Mittel der Altus Bau GmbH betragen 3.641 T€ am 31.12.2023 (Vorjahr: 5.354 T€) und sorgen für ausreichend Deckung der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Hier ist per Bilanzstichtag eine Verringerung von 1.713 T€ Euro zum Vorjahr zu verzeichnen.

Der Aval-Rahmen der Altus Bau GmbH beträgt am Bilanzstichtag 19.750 T€ (Vorjahr: 19.750 T€). Davon sind 8.688 T€ Euro per 31.12.2023 aktiv im Umlauf (Vorjahr: 10.196 T€).

Die Eigenkapitalstruktur der Altus Bau GmbH gestaltet sich am Bilanzstichtag wie folgt:

2023
T€
2022
T€
Gezeichnetes Stammkapital 1.000 1.000
Gewinnvortrag 700 732
Jahresüberschuss 2023 70 529
(2022)

Die Bruttoeigenkapitalquote beträgt damit 31,0 % (Vorjahr: 24,6 %).

KÜNFTIGE ENTWICKLUNG

Voraussichtliche Entwicklung

Die Altus Bau GmbH nimmt einen Auftragsbestand/Auftragsüberhang von 13,0 Mio. Euro (Vorjahr: 13,0 Mio. Euro) mit in das Geschäftsjahr 2024.

In Verbindung mit den derzeit in der Akquisition befindlichen Projekten dürfte eine Jahresbauleistung von ca. 15,0 Mio. Euro (Vorjahr: 16,0 Mio. Euro) realisierbar sein. Ausschlaggebend für den geringen Auftragsbestand war und ist der Einbruch im Wohnungsbau.

Bei den neuen Projekten handelt es sich um Bauten von öffentlichen Trägern sowie auch privaten Investoren.

In der weiteren Akquisition für 2024 befinden sich Bauprojekte überwiegend aus dem schlüsselfertigen Bereich mit einem Volumen von ca. 19,9 Mio. Euro. Hiervon sind bereits ca. 6,5 Mio. Euro in der näheren Auftragsanbahnung.

In der Unternehmensausrichtung wird es keine nennenswerten Veränderungen geben. Die Altus Bau GmbH ist gut aufgestellt, um sich den Herausforderungen im Jahr 2024 zu stellen.

Da der Wohnungsbau weiterhin stark eingebrochen ist, richtet die Altus Bau GmbH ihre Akquisition vermehrt auf öffentliche Projekte und den Wirtschaftsbau.

In personeller Hinsicht wird die Altus Bau GmbH das Stammpersonal beibehalten und in Teilbereichen verstärken, um den gestiegenen Qualitätsansprüchen weiterhin gerecht zu werden.

Einen hohen Stellenwert im Unternehmen hat die Qualifikation unserer Mitarbeiter durch Schulung und Weiterbildung in allen Belangen der Bautätigkeit. Auch im Jahr 2024 wird die Altus Bau GmbH sich dem Thema "Ausbildung in handwerklichen Berufen" wie Maurer und Stahlbetonbauer widmen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung

Risiken der zukünftigen Entwicklung liegen fast ausschließlich in der allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung.

Die deutsche Bauwirtschaft, speziell der Wohnungsbau, befindet sich derzeit in einer großen wirtschaftlichen Krise. Auslöser hierfür sind aktuell die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine.

- eine zeitweise extrem gestiegene Inflationsrate von 8 - 9 %

- eine Verdreifachung der Hypothekenzinsen

- exorbitant gestiegene Energiekosten für Gas, Strom und Kraftstoffe

- extreme Preisanpassungen der Industrie für Baustoffe

- starke Anstiege der Lohn- und Gehaltskosten bereits als Kettenreaktion auf die Inflation der seit Jahren herrschende Fachkräftemangel

- die politische Festlegung von weiteren kostenträchtigen energetischen Maßnahmen bei Neubauten

- der Wegfall von Wohnungsbauförderungen und Sonderabschreibungen

All diese Faktoren bremsen die Baunachfrage aus. Am heftigsten betroffen ist die Sparte des frei finanzierten Wohnungsbaus.

Hinweise auf Chancen der künftigen Entwicklung

Die derzeitige wirtschaftliche und politische Lage beschert der Bauwirtschaft gravierende Einbrüche in der Sparte Wohnungsbau, sie sorgt allerdings auch dafür, dass die Höhenflüge der Immobilienpreise die Bergkuppe erreicht haben.

Für die Altus Bau GmbH, die ihren Schwerpunkt im GU-Geschäft hat, ist es wichtig, wieder eine Vielzahl an NU-Angeboten zu bekommen und die schlüsselfertigen Projekte weiterhin wirtschaftlich bedienen zu können. Die Aussichten hierfür sind derzeit verhältnismäßig gut.

Die Altus Bau GmbH verfügt über einen guten und solventen Kundenstamm, der auch in diesen Zeiten an Investitionen im Bau festhält. Allerdings ist der Wettbewerb deutlich umfangreicher geworden.

In der Personalpolitik pflegen wir auch weiterhin einen offenen und fairen Umgang miteinander. Schulungen und Seminare sind ein großer Bestandteil einer umfangreichen Qualifizierungsmaßnahme unserer Mitarbeiter, um den Anforderungen der technischen Neuerungen gerecht zu werden.

Mit einem Auftragsbestand von ca. 13,0 Mio. Euro sowie den in der Akquisition befindlichen Neubauprojekten dürfte das kommende Geschäftsjahr 2024 zwar unter dem Vorjahr liegen, aber mit großen Anstrengungen und strategischen Maßnahmen im Einzelfall ist es möglich, auf eventuelle Risiken proaktiv einwirken zu können.

Die Umsetzung eines restriktiven Forderungsmanagements sorgt für eine Minimierung der Ausfallrisiken auftraggeberseitig und hat sich bewährt.

Die laufenden Bauvorhaben lassen weder im operativen Geschäft derzeit besondere Risiken erkennen noch sind nach Abschluss des Geschäftsjahres außerordentliche Ereignisse zu verzeichnen, die bereits im Jahresabschluss ihre Berücksichtigung fanden.

Die Liquidität der Altus Bau GmbH ist weiterhin gut. Aufgrund der derzeitigen Projektstrukturen und den am Markt befindlichen Baumaßnahmen, kann das Ergebnis gewissen Schwankungen unterliegen, die eine positive Entwicklung des Ergebnisses beeinflussen.

SONSTIGE ANGABEN

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Nach Schluss des Geschäftsjahres hat es keine besonderen oder außergewöhnlichen Entwicklungen gegeben. Auf die Ausführungen im Anhang wird verwiesen.

 

Lübeck, 28.02.2024

gez. Klaus Eckelmann, Geschäftsführer

gez. Toralf Techel, Geschäftsführer

gez. Thomas Becker, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 159.109,00 212.337,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 772,00 2.320,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 772,00 2.320,00
a. EDV-Software 772,00 2.320,00
II. Sachanlagen 153.337,00 205.017,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.337,00 205.017,00
a. Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.337,00 205.017,00
III. Finanzanlagen 5.000,00 5.000,00
1. Sonstige Finanzanlagen 5.000,00 5.000,00
a. Genossenschaftsanteile 5.000,00 5.000,00
B. Umlaufvermögen 5.512.274,29 8.908.183,31
I. Vorräte 286.590,82 1.316.090,82
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.344,99 111.036,85
a. Rohstoffe 21.344,99 111.036,85
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.845.300,00 20.210.400,00
a. unfertige Leistungen 4.845.300,00 20.210.400,00
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (offen aktivisch abgesetzt) 4.580.054,17 19.005.346,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.584.740,00 2.238.692,46
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.201.061,82 2.123.901,15
a. übrige Forderungen 1.201.061,82 2.123.901,15
2. sonstige Vermögensgegenstände 383.678,18 114.791,31
a. übrige sonstige Vermögensgegenstände 383.678,18 114.791,31
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.640.943,47 5.353.400,03
1. Guthaben bei Kreditinstituten 3.640.943,47 5.353.400,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 44.122,12 43.164,74
I. sonstige aktive Rechnungsabgrenzung 44.122,12 43.164,74
Summe Aktiva 5.715.505,41 9.163.685,05

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.770.457,26 2.260.174,37
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 1.000.000,00 1.000.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
a. Schlusskapital des letzten Stichtags 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 770.457,26 1.260.174,37
1. Des letzten Stichtags 700.000,00 731.571,18
2. Zuführungen/Minderungen lfd. Jahr 70.457,26 528.603,19
B. Rückstellungen 2.181.759,85 4.407.950,59
1. sonstige Rückstellungen 2.181.759,85 4.407.950,59
a. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten 2.181.759,85 4.407.950,59
• übrige sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten 2.181.759,85 4.407.950,59
C. Verbindlichkeiten 1.763.288,30 2.495.560,09
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.344.445,98 1.536.959,61
a. übrige Verbindlichkeiten 1.344.445,98 1.536.959,61
2. sonstige Verbindlichkeiten 418.842,32 958.600,48
davon aus Steuern 307.802,17 856.895,83
• Umsatzsteuerverbindlichkeiten 275.246,40 815.329,28
• Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 32.555,77 41.566,55
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 37.683,64 17.374,98
a. gegenüber Mitarbeitern 32.387,70 40.542,31
b. übrige sonstige Verbindlichkeiten 40.968,81 43.787,36
Summe Passiva 5.715.505,41 9.163.685,05

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 85.803,22 771.902,19
a) Rohergebnis 4.492.019,20 5.762.821,81
Gesamtleistung 16.040.799,29 25.815.628,07
Umsatzerlöse 31.405.899,29 22.655.728,07
in Umsatzerlöse enthaltener Bruttowert 31.503.886,65 22.941.988,67
Ohne Zuordnung nach Umsatzsteuertatbeständen 31.503.886,65 22.941.988,67
in Umsatzerlöse verrechnete Erlösschmälerungen und sonstige direkt mit dem Umsatz verbundene Steuern 97.987,36 286.260,60
ohne Zuordnung nach Umsatzsteuertatbeständen 97.987,36 286.260,60
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -15.365.100,00 3.159.900,00
Erhöhung des Bestandes an in Arbeit befindlicher Aufträge und in Ausführung befindlicher Bauaufträge 3.159.900,00
Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen 15.365.100,00
sonstige betriebliche Erträge 435.760,36 387.236,86
andere sonstige betriebliche Erträge 435.760,36 387.236,86
Materialaufwand 11.984.540,45 20.440.043,12
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.241.592,82 2.314.949,08
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.241.592,82 2.314.949,08
nicht zuordenbar 1.241.592,82 2.314.949,08
Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.742.947,63 18.125.094,04
Übrige Leistungen ohne Zuordnung nach Umsatzsteuertatbeständen 10.742.947,63 18.125.094,04
b) Personalaufwand 3.111.037,59 3.549.329,99
Löhne und Gehälter 2.493.517,66 2.916.175,79
nicht zuordenbar 2.493.517,66 2.916.175,79
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 617.519,93 633.154,20
soziale Abgaben 617.519,93 633.154,20
für übrige Arbeitnehmer 617.519,93 633.154,20
c) Abschreibungen 63.993,69 76.037,80
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 63.993,69 76.037,80
auf Sachanlagen 63.993,69 76.037,80
nicht zuordenbare Abschreibungen auf Sachanlagen 63.993,69 76.037,80
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 1.231.184,70 1.365.551,83
andere ordentliche sonstige betriebliche Aufwendungen 1.231.184,70 1.365.551,83
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis 18.241,85 -4.279,91
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.241,85 6.945,72
übrige sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.241,85 6.945,72
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 11.225,63
übrige sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 11.225,63
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26.662,52 232.362,09
a) Sonstige Steuern 26.662,52 232.362,09
4. Ergebnis nach Steuern 77.382,55 535.260,19
5. sonstige Steuern 6.925,29 6.657,00
a) übrige sonstige Steuern 6.925,29 6.657,00
Jahresüberschuss 70.457,26 528.603,19

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ALTUS BAU GMBH, LÜBECK

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Altus Bau GmbH, Lübeck (Handelsregistereintragung beim Amtsgericht Lübeck, Nr. HRB 6958 HL), wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) i. d. F. des BilRUG und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung des Gewinnverwendungsvorschlages aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu € 800,00 (geringwertige Wirtschaftsgüter) werden vollständig im Jahr des Zugangs abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet; es handelt sich um Genossenschaftsanteile.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten einschließlich angemessener Teile der Verwaltungsgemeinkosten. Soweit erforderlich, werden zur Erreichung einer verlustfreien Bewertung der unfertigen Leistungen Abschläge vorgenommen. Das strenge Niederstwertprinzip wird bei der Bewertung der Vorräte beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel und der aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennbetrag bilanziert.

Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag und Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden jeweils mit den nach § 253 Abs. 2 HGB von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgezinst.

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist in der nachfolgenden Anlage dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Es bestehen Steuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 216.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten betrifft ausschließlich Beträge, die nach § 250 Abs. 1 HGB zu aktivieren sind.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen für bereits erhaltene Leistungen und Material (T€ 1.609), Anwalts- und Prozesskosten (T€ 67), Nachkosten (T€ 66) sowie Garantierückstellungen (T€ 398).

Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag 31.12.2023
bis zu einem Jahr
zwischen einem und fünf Jahren
von mehr als fünf Jahren
Gesamtbetrag 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.344.445,98 993.165,67 351.280,31 0,00 1.536.959,61
Sonstige Verbindlichkeiten 418.842,32 384.975,47 33.866,85 0,00 958.600,48
1.763.288,30 1.378.141,14 385.147,16 0,00 2.495.560,09

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren betreffen Sicherheitseinbehalte, die von den Rechnungen der Nachunternehmer einbehalten wurden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren betreffen die Mietkautionen aus den Mietverträgen mit der Babendererde Engineers GmbH sowie mit der Firma Philipp Noël EDV-Service und Beratung.

Sonstige betriebliche Erträge

Im Geschäftsjahr weist die Gesellschaft Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen (T€ 8) und aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 176) sowie Erträge aus Versicherungsentschädigungen und Schadenersatz (T€ 244) und sonstige Erträge in Höhe von T€ 8 aus.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen im Wesentlichen das Berichtsjahr.

ERGÄNZENDE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

bis zu einem Jahr
zwischen einem und fünf Jahren
mehr als fünf Jahre
Gesamt
Mietverpflichtungen 296.683,00 1.186.735,00 543.921,00 2.027.339,00
Geschäftsfahrzeug- leasing 74.150,00 112.190,00 0,00 186.340,00
370.833,00 1.298.925,00 543.921,00 2.213.679,00

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Vertragserfüllungsbürgschaften in Höhe von T€ 1.671 (Vorjahr: T€ 3.474). Avalkredite für Mängelbürgschaften wurden in Höhe von T€ 6.322 (Vorjahr: T€ 5.704) in Anspruch genommen. Damit vertragsgemäßer Erfüllung der Bauaufträge zu rechnen ist, droht derzeit keine Inanspruchnahme aus vorgenannten Eventualverbindlichkeiten.

Wie in den Vorjahren wurde ein Teil der Bürgschaften durch Bankrückbürgschaften in Höhe von T€ 600 (Vorjahr: T€ 600) gesichert. Zur Sicherung der Avalkredite einschließlich der Bankrückbürgschaften wurden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 877 verpfändet.

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Vertragserfüllungsbürgschaften in Höhe von T€ 1.671 (Vorjahr: T€ 3.474). Avalkredite für Mängelbürgschaften wurden in Höhe von T€ 6.322 (Vorjahr: T€ 5.704) in Anspruch genommen. Damit vertragsgemäßer Erfüllung der Bauaufträge zu rechnen ist, droht derzeit keine Inanspruchnahme aus vorgenannten Eventualverbindlichkeiten.

Wie in den Vorjahren wurde ein Teil der Bürgschaften durch Bankrückbürgschaften in Höhe von T€ 600 (Vorjahr: T€ 600) gesichert. Zur Sicherung der Avalkredite einschließlich der Bankrückbürgschaften wurden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 77 verpfändet.

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:

2023
2022
Angestellte 32 35
Lohnempfänger 14 15
Auszubildende 3 3
49 53

Geschäftsführer

Die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Unternehmensorgane (Geschäftsführer) unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB.

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:

Herr Klaus-Dieter Eckelmann, Buchholz Baufachwirt
Herr Thomas Claus Becker, Selmsdorf Dipl.-Ing.
Herr Toralf Techel, Schwerin Dipl.-Ing.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist mit Gesellschafterbeschluss vom 20. April 2023 festgestellt worden.

Nachtragsbericht

Unternehmensspezifische Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sich in der Folgezeit insbesondere in Folge des anhaltenden Kriegs Russlands gegen die Ukraine, hoher Inflationsraten und hoher Zinsen sowie einer möglicherweise zu erwartenden Rezession in Europa und Deutschland wirtschaftliche Auswirkungen für die Gesellschaft ergeben können, die derzeit aber noch nicht abschätzbar sind.

 

Lübeck, den 26. Februar 2024

Altus Bau GmbH, Lübeck

Die Geschäftsführung

gez. Klaus-Dieter Eckelmann

gez. Thomas Claus Becker

gez. Toralf Techel

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers:

An die Altus Bau GmbH, Lübeck:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresschluss der Altus Bau GmbH, Lübeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Altus Bau GmbH, Lübeck, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lübeck, 24. April 2024

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gez. Dr. Schreiber, Wirtschaftsprüfer

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