Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 10366
Vorher
Tenbrink Objekteinrichtungen Süd GmbHTenbrink Objekteinrichtungen GmbHBEnedgeinRnöRtöutnugng Tenbrink Objekteinrichtungen GmbH
Eingetragen
30.5.1996
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
Die Tätigkeit als Generalübernehmer für Baudienstleistungen, insbesondere Projektmanagement auf GU-Basis für komplexe Hotelrenovierungen in der europäischen Markenhotellerie inklusive Ingenieur- und Planungsleistungen sowie alle mit den vorstehenden Tätigkeiten zusammenhängenden Geschäftsbereiche.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Gand
seit 6.12.2019
Prokura
Nabil Hanna
seit 24.1.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Südring 92, 48703 Stadtlohn
44.400 €
80.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TKS GmbH

Borken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT Geschäftsjahr 2022

01.01.2022-31.12.2022

TKS GmbH | Borken

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Beteiligungen

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

2. Chancen- und Risikobericht

3. Gesamtaussage

4. Nachtragsbericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die TKS-Gruppe agiert als spezialisierter Generalübernehmer für komplexe Refurbishments in den Assetklassen Hotel, Büro und Shoppingcenter. Die technische Sanierung von Hotelimmobilien stellt einen besonderen Schwerpunkt dar. Hier ist TKS Experte und vereint unter seinem Dach Kompetenzen aus den Bereichen Planung, Technik und Bau. Unseren Auftraggebern bieten wir mit der klassischen Funktion des Generalübernehmers schlüsselfertige Refurbishments zum Festpreis mit garantiertem Fertigstellungstermin und sind Partner bei Design-Build-Projekten. Die Projekte werden im laufenden Hotelbetrieb durchgeführt und stellen daher besondere Anforderungen an uns. Auf diese Weise führen wir unterschiedlich große und komplexe Refurbishments in den Bestandsimmobilien deutscher und ausländischer Hotelketten durch.

Unsere Auftraggeber sind internationale Hotelketten sowie institutionelle und private Investoren.

2. Beteiligungen

Den internationalen sowie technischen Ansprüchen unserer Kunden an uns werden wir mit Beteiligungen, Niederlassungen sowie Kooperationspartnern im In- und Ausland gerecht. Die TKS Engineering GmbH erbringt für unsere Kunden Planungs- und Beratungsleistungen in den Bereichen Architektur und Technische Gebäudeausrüstung. Zudem wurde im Februar 2022 eine Niederlassung in Hamburg eröffnet.

Mit diesem Kompetenznetzwerk sind wir in der Lage unsere internationale Kundenstruktur länderübergreifend bei deren Expansionen bestmöglich zu begleiten und auch bei technisch hochkomplexen Refurbishments fachkundiger Partner zu sein.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche sowie branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 waren im Wesentlichen zwei Krisen im Fokus der Weltgemeinschaft - zum einen die abflauende COVID-19-Pandemie, zum anderen der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Im Jahr 2022 hat das weltweite Wirtschaftswachstum nach den ersten Prognosen des IWF zu Jahresbeginn 2023 einen langsameren Anstieg von 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr (5,9 %) verzeichnet. Energiekrise, hohe Inflationsraten und weiterhin gestörte Lieferketten setzten die Weltwirtschaft spätestens seit Kriegsausbruch in der Ukraine in Februar 2022 massiv unter Druck. Nichtsdestotrotz zeigten sich die Arbeitsmärkte in 2022 weiterhin robust und auch der Rückgang der Großhandelspreise für Energie ab dem Sommer sorgte für eine Entspannung auf den Energiemärkten und stabilisierte somit ein stückweit die Gesamtinflation, sodass die Verbraucher trotz Zinserhöhungen vergleichsweise wenig an ihrem Ausgabenverhalten änderten.

In den USA, wo unter anderem die größten Hotelketten der Welt (Marriott, Hilton, Starwood, Hyatt, etc.) ihren Hauptsitz haben, ist die Wirtschaft nach einer starken zweiten Jahreshälfte im Jahr 2022 um 2,1 % gewachsen, nachdem man im Vorjahr einen pandemiebedingten Nachholeffekt und ein Wachstum in Höhe von 5,7 % verzeichnen konnte. Eine Reihe von Leitzinserhöhungen durch die Zentralbank hat das Wachstum insgesamt deutlich abgeschwächt, aber auch hier waren Zuwächse bei den Konsumausgaben und den Lagerbeständen bei den Unternehmen für die leicht positive Entwicklung verantwortlich.

Auch in der Eurozone, als wichtigster Absatzmarkt für die TKS-Gruppe, wuchs die Wirtschaft im Gesamtjahr 2022 um 3,5 % nach einem kräftigen, ebenfalls pandemiebedingtem, Wachstum im Vorjahr in Höhe von 5,2 %. In der ersten Jahreshälfte 2022 erhöhten die Verbraucher nach Lockerung der COVID-19-Dämpfungsmaßnahmen ihre Ausgaben, insbesondere für Dienstleistungen, was das Wachstum insgesamt stärkte. Angesichts der großen Unsicherheit, des hohen Energiepreisdrucks, der Kaufkrafterosion bei den privaten Haushalten, des schwächeren außenwirtschaftlichen Umfelds und der restriktiveren Finanzierungsbedingungen schwächte sich das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte wieder ab.

In Deutschland, dem Kernmarkt der TKS GmbH, hat das Wirtschaftswachstum um 1,8 % nach 2,7 % im Vorjahr zugelegt. Wichtigste Stütze war auch hier der private Konsum, der im Laufe des Jahres fast das Vor-Corona-Niveau wieder erreichte, jedoch im Schlussquartal durch die hohe Inflation erneut belastet wurde. Die Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche ist hier sehr unterschiedlich verlaufen - während man bei Handel, Verkehr und Gastgewerbe ein kräftiges Plus verzeichnen konnte, haben hohe Energiepreise und die knappe Verfügbarkeit von Vorprodukten die Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe stark ausgebremst.

Im Baugewerbe haben Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung um 2,3 % geführt, nach einem Plus von 2,7 % im Vorjahr. Im Bauhauptgewerbe gab es im Jahr 2022 einen realen Umsatzrückgang in Höhe von 5,1 %, beim Auftragseingang gab es einen Rückgang in Höhe von 9,7 %.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erreichte 2022 nach Analysen und Berechnungen des Immobiliendienstleisters CBRE ein Transaktionsvolumen von 1,9 Mrd. Euro, was gegenüber 2021 (2,5 Mrd. Euro) einem Rückgang von rund einem Viertel entspricht. Der Großteil der Käufer war 2022, gemessen am Transaktionsvolumen, mit 61 % nach wie vor deutsch, im Vorjahreszeitraum waren es 59 %. Aufgrund der gestiegenen Finanzierungskosten und der größeren wirtschaftlichen Unsicherheiten haben sich die Anfangsrenditen im Vergleich zu anderen Assetklassen dennoch erneut leicht erhöht. Während am Ende des ersten Halbjahres 2022 noch Spitzenrenditen von 4,25 % für langfristig verpachtete Hotelimmobilien in den Top- 5-Städten erzielbar waren, erhöhte sich die Spitzenrendite im Laufe des zweiten Halbjahres um 0,4 Prozentpunkte auf 4,65 %. Steigende Renditen in Kombination mit erhöhten Baukosten stellten vor allem Projektentwickler und Bauträger unter Verkaufsdruck. Sie stellten mit 27 Prozent die größte Verkäufergruppe 2022 dar. Der hohe Nachholbedarf bei Privatreisen zeigte sich auch beim Investorenverhalten, die im Jahr 2022 vermehrt auf Ferienhotellerie und Hotels in touristisch geprägten Städten setzten, sodass der Anteil am Transaktionsvolumen in den Top-7-Städten deutlich sank auf 45 % nach 71 % im Vorjahr. Der Anteil an Portfoliotransaktionen stieg auf gut 20 % nach rund 15 % in 2021.

Die Tourismusbranche in Deutschland hat sich im Jahr 2022 teilweise von der Corona-Krise erholt, aber noch nicht die Übernachtungszahlen vor der Pandemie erreicht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, verzeichneten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland demnach im vergangenen Jahr 450,8 Millionen Gästeübernachtungen. Das waren 45,3 % mehr als im Jahr 2021, aber noch rund 9 % weniger als 2019. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um gut 37 % auf 382,7 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland war mit 68,1 Millionen mit einem Plus von rund 120 % sogar mehr als doppelt so hoch wie 2021. Der Anteil ausländischer Gäste am gesamten Gästeaufkommen erreichte im vergangenen Jahr 15 % gegenüber 10 % im Jahr 2021 und 18 % im Rekordjahr 2019. Die weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den internationalen Tourismus in Deutschland haben im letzten Jahr somit abgenommen, die Zahlen vor der Pandemie konnten jedoch noch nicht wieder erreicht werden.

Dieser beständige Aufschwung zeigt sich auch in den wirtschaftlichen Daten für die Hotellerie in Deutschland wieder. Nach Analysen des Dienstleisters STR konnte die drei relevanten Kennzahlen Auslastung, durchschnittliche Zimmerrate und RevPar (Erlös pro verfügbarem Zimmer) für den gesamten deutschen Hotelmarkt im Vergleich zum Jahr 2021 zulegen. Zwar kamen die absoluten Werte von Belegung und RevPar noch nicht wieder an die Zeit vor Corona heran, aber dafür konnten die Betriebe höhere Raten durchsetzen als vor der Pandemie. Die Auslastung der Zimmer betrug 2022 knapp 59 %. Das entspricht zwar einem stattlichen Zuwachs von mehr als 70 % im Vergleich zum Vorjahr, liegt aber immer noch deutlich unterhalb des Niveaus der Jahre 2018 und 2019, als mehr als 71 % erreicht wurden. Der RevPar stieg zwar um satte 84 % auf 66,17 Euro im Vergleich zum Vorjahr (30,79 Euro), ist jedoch absolut noch unter den Werten vom Rekordjahr 2019 als der Wert noch 73,75 Euro betrug.

2. Geschäftsverlauf

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich weiterhin schwierigen Umstände durch angespannte Lieferketten, knappen Verfügbarkeiten von Nachunternehmerkapazitäten sowie Preissteigerungen bei Nachunternehmerleistungen, sind wir vergleichsweise gut durch das Krisenjahr 2022 gekommen. Wieder einmal zeigte sich, dass die bislang umgesetzten strategischen Maßnahmen, wie die internationale Expansion der TKS-Gruppe, die Fokussierung auf langläufige Großprojekte mit internationalen und institutionellen Investoren, unsere Unternehmensgruppe in wirtschaftlich stabilen Bahnen gehalten hat.

Mit einem abermals deutlich gestiegenem Umsatzvolumen in Höhe von 63,0 Mio. EUR (Vorjahr 34,3 Mio. EUR) und einem Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR) haben wir die uns gesteckten Umsatzziele zwar erreichen können, beim Ergebnis hat sich jedoch die Inflation in Teilen auf die einzelnen Projektmargen dämpfend ausgewirkt. Das um Sondereffekte wie nicht-zahlungswirksame Abschreibungen bzw. Einzelwertberichtigungen auf Finanzanlagen sowie sonstige Vermögensgegenstände bereinigte Ergebnis beträgt rund 1,9 Mio. EUR.

Der Jahresauftragseingang in 2021 in Höhe von rund 39,3 Mio. EUR, welcher in 2021 aufgrund unseres Fokus auf langläufige Projekte nur zu einem Teil ergebniswirksam abgeschlossen werden konnte, führte zu einem vergleichsweise hohen Auftragsbestand im Januar 2022 in Höhe von 94,1 Mio. EUR (im Januar 2021 84,1 Mio. EUR), was aus Vertriebssicht insgesamt sehr günstige Voraussetzungen für den Jahresauftakt 2022 und die Folgejahre sind.

Unser Vertriebsfokus auf technisch komplexere Großprojekte zur konjunkturunabhängigen Absicherung von Auslastung und Profitabilität erweist sich weiterhin als nachhaltig. Auch im Jahr 2022 ist es uns gelungen, den bestehenden Auftragsbestand durch Neugeschäft für die deutsche Gesellschaft in Höhe von 26,6 Mio. EUR (Vorjahr: 39,3 Mio. EUR) zu ersetzen und die Auslastung und Profitabilität für das laufende Geschäftsjahr abzusichern. Dies führte zu einem Auftragsbestand zu Jahresbeginn 2023 in Höhe von rund 44,8 Mio. EUR für die TKS GmbH. Auch in der Gruppe können wir vertriebsseitig auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, sodass wir insgesamt Neugeschäft in Höhe von 47,1 Mio. EUR (Vorjahr: 41,7 Mio. EUR) akquirieren konnten. In Summe konnten wir mit einem Auftragsbestand in Höhe von 70,0 Mio. EUR für die Gruppe in das Jahr 2023 starten und sind robust gegen etwaige Konjunkturdellen in den Folgeperioden aufgestellt.

Unsere positive Marktentwicklung der Gruppe führen wir auf die konsequente Umsetzung unserer in den Vorjahren getroffenen Dachstrategie "Technik & Internationalität" zurück, die uns weiteres Wachstum auf Gruppenniveau ermöglicht hat. Um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter nachhaltig zu sichern und auszubauen, können wir auf unser Team von erfahrenen Mitarbeitern bauen, die entweder absolute Profis in ihrem Fachbereich oder Allrounder mit vielfältigen Kompetenzen sind. Im Rahmen unserer internen TKS-Academy bilden wir unsere Mitarbeiter stets mit aktuellem Fachwissen fort, so dass sie das nötige Rüstzeug haben, um erstklassige Projektergebnisse für unsere Kunden zu erzielen. Daneben werden sowohl die TKS GmbH als auch die TKS Engineering GmbH den Anteil von ingenieurwissenschaftlichen Fachkräften in den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen und Versorgungstechnik an der Gesamtbelegschaft weiter erhöhen.

TKS hat seit vielen Jahren eine renommierte Stellung unter den Anbietern schlüsselfertiger GÜ-Leistungen für Hotelrenovierungen und konnte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr am Markt erfolgreich behaupten. Das Marktpotential für unser Unternehmen als europaweit agierender und technisch versierter Generalübernehmer sehen wir trotz Krisen in den vergangenen drei Geschäftsjahren als steigend an, da wir mit unserer Strategie auch in Zukunft von dann wieder steigenden Investitionen in Hotelimmobilien, die darüber hinaus einem natürlichen Renovierungszyklus unterliegen, profitieren werden.

3. Lage

Ertragslage

Unsere Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2021 weiter normalisiert. So wurde im Berichtsjahr ein Umsatz von 63,0 Mio. EUR (im Vorjahr 34,3 Mio. EUR) erzielt. Dies entspricht einem Anstieg von rund 84 % im Vergleich zur Vorperiode. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich von 0,5 Mio. EUR im Vorjahr auf rund 1,4 Mio. EUR ebenfalls deutlich erhöht.

Wesentliche Ursache für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung war die Abrechnung eines langläufigen Großprojekts. Auf die Profitabilität haben sich die in 2022 weiter steigenden Material- und Lohnpreiseentwicklungen bei unseren Nachunternehmerleistungen negativ ausgewirkt, die wir als Generalübernehmer trotz etwaiger Preisgleitklauseln nicht immer in Gänze auf unsere Auftraggeber umlegen konnten. Ebenfalls machte sich unsere Dachstrategie "Technik & Internationalität" in Form von Gewinnabführungen der TKS Engineering GmbH bemerkbar.

Umsatzentwicklung nach Regionen (MEUR) 2022 2021 2020
Deutschland 62,6 21,0 11,0
Europäisches Ausland 0,6 13,2 2,3

Aufgrund der Abrechnung eines Großprojekts und der Ausbuchung der damit in den Vorjahren aktivierten Unfertigen Leistungen ist unsere betriebliche Gesamtleistung in 2022 um 20,2 Mio. EUR auf 36,8 Mio. EUR gesunken, so dass sich naturgemäß auch unsere Aufwendungen für bezogene Leistungen reduziert haben. Der Aufwand für bezogene Leistungen ist jedoch hierbei überproportional um 20,9 Mio. EUR gesunken. In Kombination mit dem starken Umsatzanstieg hat sich der Rohertrag von 5,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,0 Mio. EUR verbessert.

Unsere operative Kostenbasis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. EUR reduziert. Als Generalübernehmer sind für uns die Personalkosten, wie schon in den Vorjahren, die herausragende Kostenposition. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Personalaufwendungen von 3,3 Mio. EUR um 0,2 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR reduziert, was einem gesamtleistungsbezogenen Personalkostenanteil von 8,4 % (im Vorjahr 5,8 %) entspricht. Wesentliche Gründe für den Rückgang sind der Abbau von Urlaubsrückstellungen sowie geringere projektbezogene Erfolgsprämien, mit denen unsere Teams als "Unternehmer im eigenen Projekt" die Möglichkeit haben, am Projekterfolg individuell zu partizipieren.

Finanzlage

Die Liquidität ist zum Ende des Jahres 2022 auf 512 TEUR (1.430 TEUR im Vorjahr) bei gleichzeitiger Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen nach Abzug der Unfertigen Leistungen gesunken, wobei es sich hier um eine rein stichtagsbezogene Betrachtung handelt. Die Gesellschaft war und ist jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die finanzielle Lage stellt sich unverändert als stabil dar.

Aufgrund unserer geringen Kapitalintensität hat es im Jahr 2022 keine wesentlichen Investitionsmaßnahmen gegeben, neben der finalen Ingangsetzung eines Dokumentenmanagementsystems sind keine weiteren wesentlichen Investitionen im Geschäftsjahr 2023 geplant. Alle übrigen Maßnahmen finanzieren wir aus dem laufenden Cashflow.

Im Oktober 2022 wurde zudem die Betriebsmittellinie der Hausbank um 1,5 Mio. EUR auf 13,5 Mio. EUR erweitert. Daneben verfügen wir über weitere Linien bei entsprechenden Avalversicherungen.

Vermögenslage & Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme hat sich im Jahr 2022 um 1.303 TEUR auf 20.905 TEUR reduziert (nach 22.448 TEUR im Vorjahr).

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil der Finanzanlagen an der Bilanzsumme in Höhe von 76,0 % (Vorjahr: 64,1%) gekennzeichnet. Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind im Wesentlichen aufgrund planmäßiger Abschreibungen und durch höhere Investitionen im Vorjahr aufgrund der Gründung der Niederlassung Hamburg gesunken.

Die Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände sind im Jahr 2022 von 6.225 TEUR im Vorjahr auf 4.073 TEUR gesunken und betragen 19,5 % (Vorjahr: 27,7 %) der Bilanzsumme.

Das Eigenkapital ist aufgrund des mit der Muttergesellschaft geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von 6.191 TEUR konstant geblieben. Bei einer reduzierten Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote der TKS GmbH von 27,5 % in 2021 auf 29,6 % in 2022.

Die Rückstellungen haben sich von 1.501 TEUR im Jahr 2021 auf 1.895 TEUR in 2022 erhöht, was im Wesentlichen am abrechnungs- sowie stichtagsbedingten Anstieg der Rückstellung für nachlaufende Nachunternehmerrechnungen sowie Rückstellungen für Gewährleistungen lag. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 6.741 TEUR in 2021 auf 3.748 TEUR reduziert.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung

Unsere geschäftliche Lage kann zusammenfassend im Geschäftsjahr 2022 vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen durch die Ukraine-Krise als positiv bezeichnet werden und ist Ergebnis der Transformationsanstrengungen der Vorjahre für eine nachhaltige, positive Entwicklung.

4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Primäre finanzielle Leistungsindikatoren sind für uns die Umsatzerlöse, den Auftragseingang sowie das EBITDA, daneben verwenden wir als weitere, nachgelagerte KPI-Instrumente der Unternehmenssteuerung Indikatoren wie Projektdeckungsbeiträge, Rohertrag sowie Cashflow. Darüber hinaus verfügen wir über ein wöchentlich aktualisiertes Projektkosten-Controlling um festzustellen, wie sich die Leistungserbringung auf unseren Baustellen im Abgleich zur Vorkalkulation und den Plankosten entwickelt. Dies ermöglicht uns, frühzeitige Gegenmaßnahmen einzuleiten, falls Projekte nicht plangemäß verlaufen. Gleichzeitig führen wir im Rahmen unserer Monatsabschlüsse Analysen für den Auftragsbestand und den daraus vorkalkulierten Deckungsbeiträgen durch, so dass wir in der Lage sind, die Profitentwicklung pro Projekt und insgesamt für die Unternehmensgruppe einzuschätzen. Unsere Liquiditätssteuerung erfolgt durch wöchentliche Aktualisierung aller Zahlungsströme und hat sich ebenfalls als zuverlässiges Planungsinstrument bestätigt.

In der laufenden Periode werden wir an der weiteren Effizienzsteigerung unserer internen Prozesse arbeiten, um unser Projektgeschäft weiter zu professionalisieren und gemeinsam mit unseren europäischen Tochtergesellschaften weitere Synergieeffekte in der Projektakquise sowie -abwicklung heben zu können. Durch eine schlagkräftige internationale Organisation sehen wir uns mittelfristig in der Lage, uns ausschließlich auf die profitabelsten Projekte im europäischen Hotelmarkt zu konzentrieren. Daneben legen wir im Vertrieb einen Fokus auf großvolumigere Projekte, um somit Profitabilität sowie Auslastung der Gesellschaft nachhaltig zu sichern.

Unsere Technikkompetenz konnten wir durch die Einstellung von ingenieurwissenschaftlichen Fachkräften in den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen und Versorgungstechnik verstärken und haben diese Expertise im Jahr 2020 in der TKS Engineering GmbH gebündelt. Neben der klassischen Renovierung von Hotelzimmern, -bädern sowie öffentlichen Bereichen sind wir heute in der Lage, komplexe Gebäudesanierungen inklusive Haustechnik bis hin zu Kernsanierungen oder Gebäudeumwandlungen (z.B. Bürogebäude, die zu einem Hotel umgebaut werden oder Erweiterungen von Shopping-Centern) durchzuführen.

In unserer Personalentwicklung berücksichtigen wir gezielt den Zugang von Ingenieuren und Technikern aus für uns nützlichen Berufsfeldern, damit die eingesetzten Projektteams interdisziplinär den komplexen Anforderungen gerecht werden können und wir damit zukunftsfähig aufgestellt bleiben.

III. Prognose, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Zum Berichtszeitpunkt gehört der Krieg in der Ukraine und dessen wirtschaftlichen Auswirkungen leider weiterhin zum Alltagsgeschehen. Im Vergleich zum Sommer 2022 kann man derzeit einen Rückgang der Inflationsraten beobachten, dennoch haben sich die Energiepreise auf einem hohen Niveau eingependelt und auch die weltweiten Lieferketten sind teilweise noch erheblich beeinträchtigt.

Nach Einschätzung des IWF bleiben die Aussichten für die weltwirtschaftliche Entwicklung gedämpft. Nach wie vor prägen die Auswirkungen des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, die hohe Inflation sowie - wenn auch in immer geringerem Maße - die Covid-19-Pandemie das Bild, sodass die globale Wirtschaft in 2023 nur um 2,9 % wachsen wird. Für die USA, die weltgrößte Volkswirtschaft, sieht man eine Wachstumsprognose bei 1,4 %. Der Rückgang der weltwirtschaftlichen Dynamik geht dabei insbesondere auf die Industriestaaten zurück, wohingegen mehr als 50 % des Wachstums der Weltwirtschaft auf China und Indien zurückgeführt werden könnten.

Für Deutschland rechnet das ifo-Institut in einer aktuellen Prognose zum Berichtszeitpunkt mit einem stagnierenden Bruttoinlandsprodukt von -0,1 % in 2023 sowie einem Anstieg um 1,7 % in 2024, da hohe Inflationsraten derzeit die Konsum- und Baukonjunktur durch eine sinkende Kaufkraft und gestiegene Finanzierungskosten belasten.

Die Hoffnungen der Reisebranche auf eine kräftige Erholung nach der Corona-Krise im vergangenen Jahr waren groß, allerdings sorgte dann der Krieg in der Ukraine und dessen wirtschaftlichen Folgen für weitere Verwerfungen, die auch noch in 2023 beim Reiseverhalten durch gestiegene Preise und erodierende Kaufkraft der Verbraucher zu spüren sein dürften. Nichtsdestotrotz kommen zu Jahresbeginn 2023 mehrheitlich positive Signale aus der Reisebranche, denn die aktuellen Buchungszahlen sind teilweise wieder über den Werten der Vor-Corona-Jahre und es wird für 2023 insgesamt ein Umsatzniveau des Vor-Corona-Rekordjahres 2019 bei Privatreisen erwartet.

Auch bei den Geschäftsreisen ist für 2023 mit einer weiteren Verbesserung im Vergleich zu beiden Vorjahren zu rechnen, denn nach der Ferienhotellerie im Jahr 2022 zieht nun auch der Geschäftsreisetourismus wieder an. Ob sich das MICE-Segment (Meetings, Incentives, Congresses, Exhibitions) durch die inzwischen in der Geschäftswelt etablierten Online- Meetings vollständig erholen wird, bleibt abzuwarten. Konservativ gehen wir davon aus, dass es zukünftig eine Kombination von virtuellen und realen Meetings geben wird und Tagungshotels innerhalb der Hotellerie schrumpfen werden. Diese Annahme bleibt jedoch abzuwarten, da insbesondere dem Messegeschäft mit dem Aufkommen des Internets schon einmal eine düstere Zukunft prognostiziert wurde und die Entwicklung des Messegeschäftes dann doch bis vor der Corona-Krise absolut positiv verlief. Einen deutlichen Zuwachs erfährt dagegen das Segment der Long-Stay-Produkte, die dem Geschäftsreisenden für Langzeitaufenthalte mit eigenen Küchenbereichen höhere Flexibilität und Selbständigkeit als bei üblichen Hotelaufenthalten erlauben.

Auf der Investorenseite lässt sich beobachten, dass finanzkräftige und oftmals internationale strategische Investoren die sich bietenden Gelegenheiten für Zukäufe und Neupositionierungen nutzen. Aufgrund unserer Spezialisierung ("Hotelversteher, Bauprofi und international erfahren") sind wir gefragter Partner für derartige Investoren.

Aufgrund des hohen Bestands an Hotelimmobilien im europäischen Markt (rund 233.000 Objekte in Europa) und unserer Fokussierung auf etwa 20-25 Projekte für alle TKS-Gesellschaften mit unterschiedlicher Komplexität und Volumina sehen wir derzeit keine Notwendigkeit für eine langfristige Änderung unserer Geschäftsstrategie. Aufgrund unserer jahrelangen Spezialisierung und der damit erworbenen Kompetenzen sind wir bei unseren institutionellen Stammkunden inzwischen auch gefragter Partner für komplexe Refurbishments in anderen Asset-Klassen, wie z.B. Shopping-Centern, welche ebenfalls im laufenden Betrieb refurbished werden.

Wir profitieren sowohl in Deutschland als auch in der Gruppe bei der derzeitigen Entwicklung sehr von unserem noch recht hohen Auftragsbestand mit vielen langläufigen Projekten sowie unserem Fokus auf institutionelle Kunden bzw. Immobilieneigentümer, die ihre bereits vor der Pandemie beschlossenen Investments plangemäß durchführen wollen bzw. sich jetzt ergebende Marktchancen nutzen, um ihr Immobilienportfolio zu erweitern. Zudem unterliegt die Hotelimmobilie im Speziellen einem natürlichen und von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelten Renovierungserfordernis, wie bspw. durch Abnutzung, Umnutzung, Betreiber- oder Eigentümerwechsel, Wettbewerb im direkten Umfeld oder auch durch sich ändernde Designtrends.

Wir haben bei unseren Stammkunden, ungeachtet der COVID-19-Pandemie und des Ukraine-Konflikts, ein weiterhin hohes Investitions- und Transaktionsvolumen im Hotelmarkt beobachten können und sind angesichts der sich abzeichnenden mehrjährigen Dealpipeline zuversichtlich, dass die Hotelimmobilie auch weiterhin im bestehenden Zinsumfeld für Investoren ein attraktives Investment bleiben wird, denn höhere Zinsen und Inflation schlagen sich c.p. automatisch auch in höheren Zimmerraten sowie Pachteinnahmen nieder. Auf dem Nachunternehmermarkt beobachten wir zum Berichtszeitpunkt, dass sich die Preisentwicklung wieder normalisiert und gerade in der zweiten Jahreshälfte 2023 vermehrt Nachunternehmerkapazitäten verfügbar werden, was sich positiv bei den aktuellen Ausschreibungen und Vergaben auswirkt.

Aufgrund der derzeitigen Entwicklung und des langläufigen Auftragsbestands planen wir für dieses Jahr für die TKS GmbH mit Umsatzerlösen etwas unter 30 Mio. EUR, einem Auftragseingang oberhalb von 30 Mio. EUR, einem Betriebsergebnis im Bereich von 0,3 Mio. EUR, und einem EBIT im Bereich von 1-2 % (vor Ergebnisabführungen von Tochterunternehmen) und für die Gruppe mit Umsatzerlösen im Bereich von 40 Mio. EUR mit EBIT-Renditen oberhalb von 4 % sowie einem Auftragseingang oberhalb von 40 Mio. EUR. Mittelfristig planen wir für die Jahre 2024 sowie 2025 mit einem Umsatzvolumen zwischen 55 und 65 Mio. Euro und jährlichen Auftragseingängen oberhalb von 40 Mio. EUR für die deutsche Gesellschaft und für die Gruppe zwischen oberhalb von 70 Mio. Euro Umsatz bei EBIT-Renditen jeweils über 3 % und bei Auftragseingängen im Bereich oberhalb von 50 Mio. EUR.

2. Risiko- und Chancenbericht

Branchenspezifische Risiken:

Die Konzentration als Generalübernehmer auf das Nischensegment der Hotelbestandsimmobilie hat naturgemäß Abhängigkeiten zur wirtschaftlichen Entwicklung im Hotelmarkt. Insofern durch äußere Umstände (z.B. eine restriktive Gesetzgebung) sich die Attraktivität der Hotelimmobilie für die in diesem Segment relevanten Interessengruppen (Kapitalanleger, Investoren, Betreiber, Franchiser, etc.) verschlechtert, hat dieses auch eine negative Auswirkung auf die Bereitschaft zur Investition in die Erhaltung, Erweiterung, Erneuerung oder bauliche Veränderung der Hotelbestandsimmobilie. Dies könnte unseren geschäftlichen Erfolg negativ beeinträchtigen. Hinzu kommt ein verschärfter Wettbewerb durch vorhandene sowie neu hinzugekommene Hoteleinrichter sowie Ladenbauunternehmen, die im Hotelrenovierungsgeschäft neue Absatzchancen suchen. Mit unserer Dachstrategie "Technik & Internationalität" versuchen wir uns von diesen produktionslastigen Markbegleitern am Markt abzugrenzen.

Ertragsorientierte Risiken:

Der Erfolg unseres Projektgeschäfts wird naturgemäß durch das Gelingen einer erfolgreichen Abwicklung unserer Bauleistung im Objekt selbst determiniert und ist dementsprechend den hier typischen Projektrisiken (z.B. Bauzeitverlängerungen, Nachunternehmermängel, usw.) ausgesetzt. In unseren wöchentlichen Team-Meetings monitoren wir engmaschig die Entwicklung auf unseren Baustellen, um bei sich abzeichnenden Bauablaufstörungen umgehend geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Ungeachtet dessen können sich durch nicht beinflussbare Umstände Ertragsrisiken aus dem jeweiligen Projektgeschäft ergeben.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken aus dem operativen Geschäft derzeit nicht erkennbar. Unser Projektgeschäft ist wenig kapitalintensiv und wir wickeln überwiegend durch Vorauszahlungen ab, so dass wir uns ganzjährig auf Guthabenbasis finanzieren können. Forderungsrisiken begrenzen wir durch sorgfältige Bonitätsprüfungen unserer Auftraggeber, ausgewogene Zahlungspläne und ein hierauf abgestimmtes Baumanagement. In der Berichtsperiode ist es zu Forderungsausfällen gekommen, die jedoch bereits in den Vorperioden mit Einzelwertberichtigungen berücksichtigt worden sind.

Währungsrisiken bestehen aufgrund überwiegend in Euro-Valuta dominierter Beauftragungen nur in geringem Umfang.

Im Hinblick auf das unseres Erachtens mehr theoretische bestandsgefährdende, gesamtschuldnerische Haftungsrisiko der TKS GmbH aus den bestehenden Kreditverträgen der TKS-Gruppe mit der Nord/LB verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang im Abschnitt "1.1 Allgemeine Angaben".

Chancenbericht

Grundsätzlich besteht weiterhin, und nach unserer Untersuchung auch stetig zunehmend, ein erhebliches Marktpotential an Hotelrenovierungen in unterschiedlich starker technischer Komplexität in den europäischen Metropolen.

TKS hat in diesem Feld seit vielen Jahren eine marktführende Position und gilt als Begründer der spezialisierten GÜ-Leistung für Hotelimmobilien.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir von unserer Unternehmensstrategie erneut profitieren und deutliche Zuwächse erzielen. Zum Berichtszeitpunkt markiert unser Auftragsbestand für die TKS-Gruppe eine Bestmarke und bestätigt die Richtigkeit unserer strategischen Ausrichtung.

Unsere Aufbauorganisation ist international, effizient und mit einer klaren Spezialisierung auf das technisch komplexe Renovierungsgeschäft im laufenden Hotelbetrieb im In- und Ausland.

Unsere Wettbewerbsfähigkeit konnten wir steigern durch:

Organisches, profitables Wachstum in allen operativen Gesellschaften

Erhöhung der technischen, baulichen und planerischen Renovierungskompetenz

Verbesserung aller Ablaufroutinen im Projektgeschäft

Durch diese Maßnahmen können wir uns vom Wettbewerb abgrenzen, sind technisch versiert und international aufgestellt.

Unseren strategischen Kurs setzen wir damit konsequenterweise fort, ohne dabei das Ziel einer positiven Entwicklung unseres operativen Geschäftes zu vernachlässigen. Dies hat für uns oberste Priorität.

3. Gesamtaussage

Durch die konsequente Umsetzung unserer Unternehmensstrategie sehen wir gute Voraussetzungen, unsere Marktstellung in den nächsten Jahren deutlich auszubauen und hierbei nachhaltig eine Umsatzleistung auf Gruppenniveau oberhalb von etwa 70 Mio. EUR mit einem Betriebsergebnis zwischen 3-4 Mio. Euro und einer Mindestumsatzrendite oberhalb von 3 % zu erwirtschaften.

4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Borken, 28.04.2023

Uwe Christian Köhnen, Geschäftsführer

Nabil Hanna, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112.404,65 114.169,05
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 261.790,00 286.857,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 139.416,62 139.416,62
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 704.734,20 622.378,79
3. Ausleihungen an Gesellschafter 14.556.111,50 13.145.866,09
4. Sonstige Ausleihungen 475.681,67 499.207,81
15.875.943,99 14.406.869,31
16.250.138,64 14.807.895,36
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.718.573,71 31.973.961,34
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (5.718.573,71) (31.973.961,34)
0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.412.931,17 4.750.295,65
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 468.725,37 707.004,17
3. Sonstige Vermögensgegenstände 191.506,11 767.638,84
4.073.162,65 6.224.938,66
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 512.215,00 1.429.793,51
4.585.377,65 7.654.732,17
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 69.244,41 25.623,68
20.904.760,70 22.488.251,21

PASSIVSEITE

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 55.500,00 55.500,00
II. Kapitalrücklage 401.190,15 401.190,15
III. Bilanzgewinn 5.734.053,78 5.734.053,78
6.190.743,93 6.190.743,93
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 1.895.163,29 1.501.431,44
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.175.368,04 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.641.647,29 3.855.348,94
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.747.767,37 6.740.687,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.159.459,18 1.270.492,14
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.436.830,49 519.967,03
6. Sonstige Verbindlichkeiten 657.781,11 2.409.580,73
- davon aus Steuern: EUR 500.494,56 (Vj.: EUR 91.518,57)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 13.671,10 (Vj.: EUR 18.715,47)
12.818.853,48 14.796.075,84
20.904.760,70 22.488.251,21

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 62.949.345,02 34.230.766,96
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen (26.361.234,35) 22.566.626,78
3. Sonstige betriebliche Erträge 165.321,61 158.120,94
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 2.637,87 (Vj.: EUR 9.520,39)
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen (30.779.582,12) (51.653.670,72)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (2.688.722,07) (2.881.242,53)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (388.801,94) (422.652,57)
- davon für Altersversorgung: EUR 9.345,40 (Vj.: EUR 8.929,72)
(3.077.524,01) (3.303.895,10)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (93.253,09) (89.392,46)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (1.928.455,43) (2.216.568,24)
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 406,29 (Vj.: EUR 650,40)
8. Erträge aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages 303.843,98 607.517,09
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 540.515,94 510.454,99
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 540.515,94 (Vj.: EUR 507.409,56)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen (25.752,24) 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (301.600,96) (345.833,65)
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 46.383,74 (Vj.: EUR 75.711,78)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (10.107,93) (4.234,63)
13. Ergebnis nach Steuern 1.381.516,42 459.891,96
14. Sonstige Steuern (36,00) 0,00
15. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne (1.381.480,42) (459.891,96)
16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.734.053,78 5.734.053,78
18. Bilanzgewinn 5.734.053,78 5.734.053,78

Anhang

1. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

1.1 Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss der TKS GmbH (nachfolgend auch "Gesellschaft") wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB und nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die TKS GmbH, die TKS Beteiligungs GmbH und die TKS Swiss AG haben zusammen als Kreditnehmer mit der Nord/LB Hannover am 19. August 2019 einen Rahmenkreditvertrag über EUR 11.000.000 als Betriebsmittellinie abgeschlossen. Am 07.07.2021 wurde die Betriebsmittellinie bis auf weiteres prolongiert. Der Rahmenkreditvertrag enthält Covenantsregelungen, die der Nord/LB Hannover ein Kündigungsrecht u.a. dann einräumen, sofern bestimmte Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden.

Die TKS GmbH haftet darüber hinaus gesamtschuldnerisch für Verpflichtungen aus einem weiteren Darlehensvertrag zwischen der Nord/LB Hannover und der TKS Beteiligungs GmbH, mit Datum vom 30. Juni 2021. Dieser Darlehensvertrag ersetzte den bisher bestehenden Kreditvertrag über TEUR 23.000 zwischen der TKS Beteiligungs GmbH und der Nord/LB Luxembourg und prolongierte den dann noch ausstehenden restlichen Darlehensbetrag von TEUR 6.500 bis zum 30. Juni 2024. Zum 31. Dezember 2022 bestanden aus diesem Kreditvertrag noch Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.300, zum Berichtszeitpunkt in Höhe von TEUR 5.100.

Der neue Darlehensvertrag enthält ebenfalls Covenantsregelungen, die der Nord/LB Hannover unter Umständen ein Sonderkündigungsrecht u.a. dann einräumen, sofern bestimmte Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden. Sollte die TKS Beteiligungs GmbH ihren Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nicht mehr nachkommen können, ist mit einer Inanspruchnahme der TKS GmbH aus der Garantenstellung zu rechnen, da die Muttergesellschaft, die TKS Beteiligungs GmbH, selbst nicht operativ tätig ist. Ohne Zuführung von Finanzmitteln durch Gesellschafter oder Dritte wäre die TKS GmbH im Fall einer außerordentlichen Kündigung nicht in der Lage die Darlehensverbindlichkeit aus einer möglichen Inanspruchnahme aufgrund der gesamtschuldnerischen Haftung zu begleichen.

Im Berichtszeitpunkt wurden die Finanzkennzahlen auf Basis des Auftragsbestandes erfüllt. Die Geschäftsführung der TKS GmbH geht jedoch aufgrund des sehr hohen Auftragsbestandes zum Berichtszeitpunkt mit langfristigen Aufträgen sowie der daraus resultierenden positiven Langfristplanung davon aus, dass es sich hierbei um ein mehr theoretisches Risiko handelt und dass die Covenantsregelungen auch in Zukunft weiterhin eingehalten werden, wie dies auch in der Vergangenheit stets der Fall war. Die laufende Liquidität der Gesellschaft ist durch die erhaltenen Anzahlungen und der Deckungsbeiträge im Rahmen des Projektgeschäfts der Gesellschaft sowie eingeräumten Kreditlinien gesichert.

Diese Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der TKS GmbH zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen können.

Die Gesellschaft erfüllt hinsichtlich der Bilanzsumme, der Umsatzerlöse und der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer die Merkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a HGB, 276-277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB gegliedert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

1.2 Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma TKS GmbH mit Sitz in Borken im Handelsregister des Amtsgerichts Coesfeld unter der Nummer HRB 10366 eingetragen.

1.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear. Bei dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich in Anlehnung an die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG verfahren. Anschaffungs oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut 800 Euro nicht übersteigen.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungskosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die verlustfreie Bewertung wurde beachtet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen im Vorratsvermögen wurden zum Nominalwert ausgewiesen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden, soweit diese durch unfertige Erzeugnisse abgedeckt werden, nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB von diesen offen aktivisch abgesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände mit Forderungscharakter sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 1,5 % auf nicht einzelwertberichtigte Nettoforderungen berücksichtigt.

Fremdwährungsposten (Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten) werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung und zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden die §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 Hs. 2 HGB nicht angewendet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die übrigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert, Zahlungsbetrag oder Barwert angesetzt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Ausgaben des Geschäftsjahres, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Steuerrückstellungen sind nicht zu bilden, da eine ertragsteuerliche Organschaft mit der TKS Beteiligungs GmbH, Borken, besteht.

Sonstige Rückstellungen wurden im gesetzlich erforderlichen Umfang gebildet; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit ihrem Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Ergebnisse aus der Veränderung des Zinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Umsatzerlöse werden grundsätzlich nach Fertigstellung der Leistung bzw. Abnahme der erbrachten Leistung durch die Auftraggeber beziehungsweise bei Lieferungen nach erfolgtem Gefahrenübergang realisiert.

Aufwendungen werden mit bezogener Leistung bzw. Lieferung erfasst.

2. Erläuterungen zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Firma, Sitz, Land Anteil Nennkapital Eigenkapital zum 31.12.2022 Vorl. Jahresergebnis 2022
in % in EUR in EUR in EUR
TKS Swiss AG, Aarau, Schweiz 1 100 80.730 206.797 -26.907
TKS Scandinavia ApS, Kopenhagen, Dänemark 2 100 33.628 -727.700 -77.383
TKS Engineering GmbH, Borken 100 25.000 25.000 303.844 *

(* vor EAV mit der TKS GmbH)

Die Ausleihungen an Gesellschafter betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 14.556 (Vorjahr: TEUR 13.146).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren zum einen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 99), zum anderen aus einer Forderung gegenüber der TKS Engineering GmbH in Höhe von TEUR 304 (Vorjahr: TEUR 608) aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen debitorische Kreditorenposten sowie Lieferantenboni.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für nachlaufende Nachunternehmehrrechnungen in Höhe von TEUR 1.549 (Vorjahr: TEUR 1.120), Personalrückstellungen (u.a. Rückstellungen für Erfolgsprämien und Urlaub) in Höhe von TEUR 174 (im Vorjahr: TEUR 222), Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 94 (im Vorjahr: TEUR 68) sowie übrige Rückstellungen in Höhe von TEUR 78 (im Vorjahr: TEUR 91).

Die Restlaufzeit der ausgewiesenen Verbindlichkeiten beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen zum 31.12.2022 Darlehen gegenüber der TKS Swiss AG sowie TKS Engineering GmbH in Höhe von TEUR 3.435 (Vorjahr: TEUR 252) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 724 (Vorjahr: TEUR 1.019).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren zum einen aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der TKS Beteiligungs GmbH und entsprechen dem Jahresüberschuss der TKS GmbH vor Gewinnabführung in Höhe von TEUR 1.381 (Vorjahr: TEUR 460) und zum anderen aus einem Darlehen der TKS Renovation Holding GmbH in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 60).

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus dem Verkauf von Produkten und aus der Erbringung von Dienstleistungen nach Abzug von Erlösschmälerungen und ggf. der Umsatzsteuer resultieren.

1 Umrechnungskurs 31.12.2022: 1 CHF = 1,01403 EUR
2 Umrechnungskurs 31.12.2022: 1 DKK = 0,13446 EUR

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 165 beinhalten im Wesentlichen die Erträge aus der Privatnutzung von Firmen-PKW in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 118), Erträge aus der Auflösung von Sicherheitseinbehalten in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 17) sowie übrige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 8.

Die Aufwendungen und Erträge sind auf das Geschäftsjahr 2022 abgegrenzt.

Aperiodische Aufwendungen ergaben sich im Umfang von TEUR 475, aperiodische Erträge in wesentlichem Umfang haben sich nicht ergeben.

4. Sonstige Angaben

4.1 Durchschnittliche Zahl der im Jahr 2022 beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen im Durchschnitt beschäftigt:

Anzahl
Angestellte 34
Aushilfen 8
42

Darüber hinaus wurden im Durchschnitt 2 Auszubildende im Rahmen ihrer Berufsausbildung beschäftigt.

4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Gesamt Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
aus Mietverträgen 1.959.157 230.489 921.956 806.712
aus Leasingverträgen 258.065 121.385 136.680 0
aus Wartungsverträgen 89.553 85.586 3.967 0
Gesamt 2.306.775 437.460 1.062.603 806.712

Die Leasinggeschäfte dienen der Reduzierung der Kapitalbindung. Risiken werden hieraus aufgrund der finanziellen Situation der Gesellschaft nicht gesehen.

4.3 Haftungsverhältnisse

31.12.2022 (Vorjahr)
EURO 5.300.000,00
(EURO 6.100.000,00)
davon Haftung für Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen EURO 5.300.000,00
(EURO 6.100.000,00)
Zusammensetzung:
Norddeutsche Landesbank
Garantiegeber für Darlehen der TKS Beteiligungs GmbH 5.300.000,00
(6.100.000,00)

Die Stellung als Garantiegeber ergibt sich aus dem mit der Norddeutschen Landesbank geschlossenen Kreditvertrag vom 12.09.2008. Die Auszahlung der Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 23.000 erfolgte im Geschäftsjahr 2008 an die TKS Beteiligungs GmbH. Sicherheiten werden durch Verträge über Globalabtretung betreffend Forderungen, Kontenpfändungsverträge der Bankkonten und Sicherungsübereignungsverträge betreffend des beweglichen Anlage- und Umlaufvermögens gestellt. Da die TKS Beteiligungs GmbH ihre Verpflichtung aus dem Darlehensvertrag bisher erfüllt hat und davon ausgegangen wird, dass sie diese weiterhin erfüllen wird, hält die Geschäftsführung die Inanspruchnahme aus der Haftungsbürgschaft für unwahrscheinlich. Sollte die TKS Beteiligungs GmbH ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können, ist mit einer Inanspruchnahme der TKS GmbH aus der Bürgschaft zu rechnen, da die Muttergesellschaft TKS Beteiligungs GmbH selbst nicht operativ tätig ist. Das Tilgungsdarlehen ist im zuletzt im Juni 2021 mit einer Restvaluta von dann nur noch TEUR 6.500 bis zum 30.06.2024 prolongiert worden. Zum Stichtag 31.12.2022 valutiert das Darlehen mit einem Restbetrag in Höhe von TEUR 5.300, zum Berichtszeitpunkt in Höhe von TEUR 5.100.

4.4 Geschäftsführung

Herr Uwe Christian Köhnen, Bocholt, kaufmännischer Geschäftsführer

Herr Nabil Hanna, Düsseldorf, technischer Geschäftsführer

Die Geschäftsführung ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

4.5 Gesamtbezüge

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird verzichtet. Es wird insoweit von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

4.6 Kosten der Jahresabschlussprüfung

Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

4.7 Name und Sitz des Mutterunternehmens

TKS Beteiligungs GmbH, Borken

Es besteht mit dem Mutterunternehmen ein Ergebnisabführungsvertrag.

4.8 Einbezug in Konzernabschlüsse

Die Gesellschaft ist gemäß § 271 Abs. 2 HGB ein verbundenes Unternehmen der TKS Beteiligungs GmbH, Borken. Demnach ist sie in den aufgestellten Konzernabschluss der TKS Beteiligungs GmbH, Borken, die den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist in Borken erhältlich.

5. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss/-fehlbetrag für das Geschäftsjahr zum 31.12.2022 beträgt aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der TKS Beteiligungs GmbH, Borken, EUR 0,00.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die für die Beurteilung der Existenzfähigkeit des Unternehmens und seiner Zukunftsaussichten erheblich sein können, sind nach Schluss des Geschäftsjahres bis zum Berichtszeitpunkt nicht eingetreten.

 

Borken, 28.04.2023

Geschäftsführung

Uwe Christian Köhnen

Nabil Hanna

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01. Jan - 31. Dez 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solches Rechten und Werten 483.448,62 25.060,60 45.250,00 463.259,22
483.448,62 25.060,60 45.250,00 463.259,22
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 613.992,65 41.361,09 18.937,88 636.415,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 239.416,62 0,00 0,00 239.416,62
2. Ausleihungen an verbundende Unternehmen 622.378,79 82.355,41 0,00 704.734,20
3. Ausleihungen an Gesellschafter 13.145.866,09 1.880.245,41 470.000,00 14.556.111,50
4. Sonstige Ausleihungen 499.207,81 2.226,10 0,00 501.433,91
15.604.310,58 2.031.248,61 534.187,88 17.101.371,31
Abschreibungen
Stand am 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solches Rechten und Werten 369.279,57 26.825,00 45.250,00 350.854,57
369.279,57 26.825,00 45.250,00 350.854,57
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 327.135,65 66.428,09 18.937,88 374.625,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 0,00 0,00 100.000,00
2. Ausleihungen an verbundende Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 25.752,24 0,00 25.752,24
796.415,22 119.005,33 64.187,88 851.232,67
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solches Rechten und Werten 112.404,65 114.169,05
112.404,65 114.169,05
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 261.790,00 286.857,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 139.416,62 139.416,62
2. Ausleihungen an verbundende Unternehmen 704.734,20 622.378,79
3. Ausleihungen an Gesellschafter 14.556.111,50 13.145.866,09
4. Sonstige Ausleihungen 475.681,67 499.207,81
16.250.138,64 14.807.895,36

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die TKS GmbH, Borken:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TKS GmbH, Borken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TKS GmbH, Borken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe in Abschnitt "1.1 Allgemeine Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "III. 2. Risiko- und Chancenbericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die TKS GmbH als Gesamtschuldner aus einem Darlehensvertrag zwischen der TKS Beteiligungs GmbH und der Nord/LB Hannover mithaftet. Der Darlehensvertrag enthält Covenantsregelungen u.a. im Hinblick auf die Einhaltung von Finanzkennzahlen. Sollten diese Finanzkennzahlen an zwei aufeinanderfolgenden Quartalsabschlüssen nicht eingehalten werden, besteht für die Nord/LB Hannover ein Sonderkündigungsrecht. Wie in Abschnitt "1.1 Allgemeine Angaben" und Abschnitt "III. 2. Risiko- und Chancenbericht" dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 28. April 2023

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hager, Wirtschaftsprüfer

Mainka-Klein, Wirtschaftsprüfer

SONSTIGE BERICHTSBESTANDTEILE

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 3. Mai 2023 festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss:

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2022 beträgt aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags EUR 0,00.

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