ECO POWER FIVE GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Yihong Zhang seit 15.9.2020 | Prokura |
Edwin Dieter Konnerth seit 6.2.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TechSAT GmbHKirchheim b.MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 1. Bilanz zum 31. Dezember 2022 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 3. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 Anlagenspiegel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221 Wirtschaftsbericht 1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2022 Das Jahr 2022 war weltweit durch die Ukraine-Krise und die Energiekrise geprägt. Auch die Corona-Pandemie ist in Teilen noch nicht komplett ausgestanden. Die Luftfahrtindustrie und auch die Automobilindustrie stehen und standen vor großen Herausforderungen. Im Entwicklungsbereich dieser Industrien sind aber neue zukunftweisende Konzepte angestoßen worden. 1.2 Allgemeine Entwicklung im Geschäftsjahr und bedeutende Ereignisse 2022 Die TechSAT GmbH (im Folgenden kurz "TechSAT") unterstützt seine Kunden mit Produkten und Dienstleistungen für die Entwicklung, Integration, Test und Wartung von Flugzeugsystemen und -komponenten. Durch verstärkte Angebotsnachfrage ist im Jahr 2022 der Trend nach neuen Entwicklungen und Konzepten zu sehen. Durch den Einmaleffekt des Management-Buy-Outs aus dem Jahr 2021 konnte der angefangene Aufwärtstrend im Jahr 2022 fortgeführt werden. Dazu haben mehrere Elemente beigetragen:
Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2022 für das Unternehmen zufriedenstellend verlaufen. Das für das Geschäftsjahr 2022 mit Mio. € 10,0 - 11,0 geplante Ziel im Umsatz, gegenüber einem tatsächlichen Wert von T€ 8.560, sowie die mit Mio. € 10,5 - 11,5 geplante Gesamtleistung, gegenüber einem tatsächlichen Wert von T€ 8.630, konnten im Geschäftsjahr 2022 aufgrund zweier größerer Projektverschiebungen nicht erreicht werden. Der geplante EBIT im Jahr 2022 wurde mit einem tatsächlichen Wert von T€ 655, gegenüber der Vorjahresprognose von T€ 250 - 300, deutlich übertroffen. Ursächlich hierfür waren Kostenoptimierungen (hauptsächlich im Bereich der Material- und Personalaufwendungen), welche höher ausfielen als für das Geschäftsjahr 2022 geplant. 1.3 Ertragslage Die Geschäftsführung der TechSAT GmbH steuert das Unternehmen über die Leistungsindikatoren Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich der Bestandsveränderungen für unfertige Leistungen) und EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsergebnis). Auf die Entwicklung dieser Leistungsfaktoren wird nachfolgend eingegangen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TE 8.560 (im Vorjahr: T€ 13.471) erwirtschaftet. Die Gesamtleistung des Geschäftsjahres 2022 mit T€ 8.630 hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem Wert von T€ 10.231 um rund 16% verringert. Sowohl der Rückgang der Umsatzerlöse als auch der der Gesamtleistung ist im Geschäftsjahr 2022 auf die Verschiebung zweier größerer Projekte zurückzuführen. Performance nach Geschäftssegment
Gesamtleistung = Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen für unfertige Leistungen, Werte in T€ Im Einzelnen erklären sich die Veränderungen wie folgt:
Performance nach Ländern
Gesamtleistung = Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen für unfertige Leistungen, Werte in T€ Die Performance-Veränderungen nach Ländern erklären sich hauptsächlich durch die Ukraine-Krise und Energiekrise:
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken von T€ 1.886 in 2021 auf T€ 276 in 2022. Diese Veränderung ist auf den Ausweis der außerordentlichen Erträge aus dem Management-Buy-Out-Prozess im Jahr 2021 unter den sonstigen betrieblichen Erträgen zurückzuführen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind im Vergleich zum Vorjahr um ca. 47,7 % auf einen Betrag von T€ 941 gesunken. Ursächlich hierfür sind die Projektverschiebungen, welche auch zu Umsatzeinbußen geführt haben. Die Aufwendungen für Fremdleistungen haben sich 2022 um 34,7% auf einen Betrag von T€ 678 verringert. Dies ist vor allem durch die Weiterführung des Insourcings und die damit verbundene Reduzierung freiberuflich tätiger Mitarbeiter erreicht worden. Der Personalaufwand liegt mit T€ 5.611 auf dem Niveau der vergangenen zwei Jahre. Die Abschreibungen haben sich insgesamt um 20,5% auf einen Betrag von T€ 152 reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind, im Vergleich zum Vorjahr, auf einen Betrag von TE 1.912 um 1,2% angestiegen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde insgesamt ein EBIT in Höhe von T€ 655 (in 2021: T€ 1.985) erzielt. Die Verringerung des EBIT ist auf das außerordentliche Ergebnis aus dem Eigentümerwechsel (Management-Buy-Out) im Geschäftsjahr 2021 zurückzuführen. Das Zinsergebnis hat sich mit einem Betrag von T€ 24 (in 2021: T€ 77) gegenüber dem Vorjahr verbessert, was ebenfalls als ein Effekt aus dem Eigentümerwechsel resultiert. Der Zinsaufwand bei TechSAT für den "KFW Corona Schnellkredit" in Höhe von T€ 800 beläuft sich im Jahr 2022 auf T€ 24. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich im Jahr 2022 auf T€ -121 (in 2021: T€ 121). Der Grund für den reduzierten Steueraufwand ist die Auflösung der Rückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftssteuer aus dem Geschäftsjahr 2021 in Höhe von T€ 121. 1.4 Vermögens- und Finanzlage Vermögensstruktur TechSAT hat eine für ein IT-Unternehmen typische Vermögensstruktur. Das Anlagevermögen spielt im Vergleich zur Bilanzsumme eine untergeordnete Rolle und besteht im Wesentlichen aus selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen sowie entgeltlich erworbener IT-Hard- und Software, Betriebs- und Geschäftsausstattung und einer Produktionslinie. Das Umlaufvermögen besteht im Wesentlichen aus Vorratsvermögen. Das Vorratsvermögen wird durch die im Projektgeschäft üblichen Anzahlungen, für die TechSAT das Wahlrecht gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB zum Ausweis unter den Vorräten in Anspruch nimmt, reduziert. Aufgrund der mehrjährigen Projekte im Segment der Beratungsleistungen spielen die unfertigen Leistungen eine große Rolle. Im Sachanlagevermögen wurde die Produktionslinie zur Herstellung von elektronischen Baugruppen im Jahr 2022 final in Betrieb genommen. Der Bestand an Sachanlagen ist gegenüber dem Vorjahr mit einem Wert von T€ 1.211 (in 2021: T€ 1.219) minimal gesunken. Das Vorratsvermögen weist einen Betrag von T€ 2.055 (in 2021: T€ 249) aus. Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen haben sich im Gegensatz zum Vorjahr deutlich erhöht. Zum Jahresende 2022 liegen die Bestände bei einem Wert von T€ 1.818 und spiegeln teilweise die kundenseitigen Projektverschiebungen wider. Es wurden des weiteren Projekte angearbeitet, die im Jahr 2023 abgerechnet werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um ca. 86% auf einen Wert von T€ 428 gesunken. Der Rückgang der Forderungen ist im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang im Automotive-Bereich sowie den im Geschäftsjahr 2022 eingeführten regelmäßigen Mahnlauf zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen (T€ 186 gegenüber T€ 33 im Vorjahr) und bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber Personal und Versicherungen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit einem Betrag von T€ 1.529 (in 2021: T€ 1.297) im Vergleich zum Vorjahr, im Wesentlichen leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Rechnungsabgrenzungsposten haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht T€ 186 (in 2021: T€ 115). Unter dieser Bilanzposition werden im Wesentlichen Vorauszahlungen für Sachversicherungen, Software-Wartungsverträge und diverse Mitgliedsbeiträge ausgewiesen. TechSAT konnte ihre Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2022 jederzeit erfüllen. Kapitalstruktur Unter den Rückstellungen werden Steuerrückstellungen sowie sonstige Rückstellungen ausgewiesen. Letztere beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal (Urlaubs- und Überstundenansprüche), Abschluss- und Prüfungskosten, Gewährleistungsansprüche sowie Abfindungszahlungen. Die Verringerung der Rückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftssteuern im Vorjahresvergleich ist im Wesentlichen auf deren Auflösung im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 10% auf einen Wert von T€ 602 angestiegen. Die Verbindlichkeiten von TechSAT sind im Geschäftsjahr 2022 um 13,2% auf einen Wert von T€ 3.992 gesunken. Maßgeblich für diesen Rückgang sind Verbesserungen im Cash-Management. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind 2022 auf einen Betrag von T€ 550 (2021: T€ 328) angestiegen. Die Verbindlichkeit besteht hauptsächlich aus Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist um T€ 211 auf T€ 6 (2021: T€ 217) gesunken. Der Rückgang ist durch die Umsatzstagnierung im Automotive-Bereich verursacht. 1.5 Mitarbeiterentwicklung Zum 31.12.2022 sind 69 angestellte Mitarbeiter für das Unternehmen tätig (in 2021: 70). 2 Zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens 2.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Auf Grund ihrer Vergangenheit hat die TechSAT ein sehr breites Betätigungsfeld. Die voraussichtliche Entwicklung der TechSAT basiert auf einer klaren Strukturierung der Geschäftsbereiche. Die TechSAT ist in zwei Geschäftsbereiche und insgesamt fünf Geschäftsfelder gegliedert:
Für die Geschäftsbereiche und ihre Unterbereiche sind unterschiedliche Entwicklungsschwerpunkte geplant, die hier als Übersicht dargestellt werden: Aerospace / Entwicklungsdienstleistungen In diesem Geschäftsfeld hat sich TechSAT in den letzten Jahren einen Namen gemacht. 2022 konnten Projekte aus Deutschland vorangetrieben werden. Neue Großprojekte für die Entwicklung von Flugsteuerungssystemen für Lufttaxis sind in Verhandlung. Aerospace / Elektronische Flugzeugkomponenten Bereits 2019 hat TechSAT beschlossen, die Entwicklung und Produktion von elektronischen Flugzeugkomponenten als eigenen Geschäftszweig zu entwickeln. In den bisher bei TechSAT vorherrschenden Geschäftsfeldern wurden im Wesentlichen Produkte für die Entwicklungsphase von Flugzeugen (Testsysteme, Entwicklungsdienstleistungen) angeboten. Die Motivation für diesen Schritt ist der Wunsch, das Angebot von TechSAT auf Serienprodukte auszuweiten, um mehr Nachhaltigkeit und Planbarkeit zu erreichen. Das Umfeld für die begonnen Schritte ist weiterhin günstig. Es gibt derzeit eine große Anzahl an Entwicklungen von neuartigen klimaschonenden Mobilitätskonzepten: UAM (Urban Air Mobility), Zero Emission Aircraft (Batterie und Wasserstoff als Energieträger) sowie General Aviation Flugzeuge (Kleinflugzeuge aller Art), in die deutlich mehr Elektronik eingebaut wird wie früher. Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren der Bedarf an nach Luftfahrtstandards entwickelten elektronischen Flugzeugkomponenten stark wächst und die etablierten großen Zulieferer der klassischen Luftfahrtindustrie mit ihrer Ausrichtung auf Großflugzeuge für diesen Markt nicht die passenden Produkte und auch nicht die nötige Flexibilität bieten können. Die Zusammenarbeit mit der Firma Lilium bezüglich der Entwicklung und Lieferung der elektronischen Komponenten für das Batteriemanagement zeigt erste Früchte. Die Zertifizierung nach DIN EN 9100 konnte erreicht werden und bildet die Grundlage zur Akquise weiterer Projekte. Die Zertifizierung nach weiteren Standards wurde im Jahr 2023 fortgesetzt und wird zudem auch für die kommenden Jahre geplant. Mittlerweile ist eine Reihe von Projekten geplant und angeboten worden. In Anbahnung sind Aufträge aus Deutschland, Schweden, China und Frankreich. Eine Voraussetzung für dieses Geschäftsfeld war die Einführung einer Produktionsanlage für elektronische Baugruppen. Der Aufbau der Produktionsanlage wurde 2022 beendet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in die Produktionslinie fortgeführt und sind zudem auch für die kommenden Jahre geplant. Aerospace Testsysteme Testsysteme werden als eigenes Geschäftsfeld der TechSAT geführt. Im Zuge des Aufbaus einer eigenen Produktionsstraße für elektronische Baugruppen wird der Bereich mit eigenproduzierten Komponenten unterstützt, was zur Ausnutzung von internen Effizienzen zu Produktivitätssteigerungen führt. Die Ende 2021 beschlossene Entwicklung einer neuen Generation der FAST-Produktfamilie wurde im Jahr 2022 fortgeführt und wird zu einer signifikanten Leistungssteigerung als auch einer Konsolidierung der Produktpalette führen. Daraus ergibt sich sowohl die Chance auf neue Aufträge, bei denen die erhöhte Leistung verlangt wird (z.B. MTU, Airbus) als auch eine Kostenreduktion und damit eine bessere Marge bei Testsystemen insgesamt. Aerospace Dataloading Produkte Für diesen Bereich wird in den nächsten Jahren ein stärkeres Wachstum erwartet. Der Abschluss von Wartungsverträgen in diesem Bereich kann als Grundbasis gesehen werden und wird auch in den folgenden Jahren zu Basisumsatz führen. Ein weiterer Wachstumsschub wird durch die Entwicklung und Zertifizierung eines Secure Dataloading Produktes für Boeing Flugzeuge erwartet, dessen Entwicklung 2022 abgeschlossen wurde (TechSAT hat ein solches Produkt für Airbus Flugzeuge bereits vor Jahren erfolgreich eingeführt). Nach vorläufigen Ergebnissen entwickelten sich die Umsätze in diesem Bereich für das Geschäftsjahr 2023 leicht rückläufig, für die kommenden Jahre wird ein weiterhin stabiles bis leicht steigendes Umsatzniveau erwartet. Automotive ADS2 Integrationsplattform Derzeit wird bei einem namhaften deutschen Automobilhersteller ADS2 erfolgreich als Integrationsplattform für die Entwicklung von autonomen Fahrfunktionen eingesetzt. Dieser Erfolg soll ausgebaut werden, indem die sehr leistungsfähige TechSAT-Lösung anderen Automobilherstellern angeboten wird. Gespräche mit verschiedenen OEMs, Partnern und Dienstleistern sind im Gange. 2.2 Chancen- & Risikobericht Chancen Die besonderen Chancen der TechSAT ergeben sich aus den geplanten Maßnahmen und Aktivitäten, die im vorherigen Abschnitt beschrieben sind. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der kurz- und mittelfristigen Chancen. - Aerospace
Automotive
Insgesamt schätzt die Geschäftsleitung die Chancen für die TechSAT GmbH, sich an den für sie relevanten Märkten zu behaupten bzw. neue Märkte zu erschließen, als gut ein. Risiken TechSAT ist in seinem Kernsegment Luftfahrt in einem Marktsegment tätig, welches durch langfristige Entwicklungszyklen und hohe qualitative und formale Anforderungen charakterisiert werden kann. Die Überwachung und Steuerung der damit verbundenen Geschäftsrisiken sind Aufgabe des Risikomanagements im Unternehmen. Durch ein zeitnahes Erkennen und systematisches Erfassen von Chancen und Risiken besteht die Möglichkeit, Risiken zielgerichtet zu steuern. Nachfolgend werden die als wesentlich erachteten Risiken und deren Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2023 ff. beschrieben. Dabei wird unter den einzelnen Risikokategorien auch explizit auf die Auswirkungen der Energiekrise, des Russland-Ukraine-Kriegs sowie des Nah-Ost-Konfliktes eingegangen. Die Beurteilung der Risiken richtet sich nach der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem potenziellen Schadensausmaß. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter haben, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen als "hoch", "mittel" oder "gering" klassifiziert. Schwankungen in der Auftragslage (Risiko: hoch) TechSAT bewegt sich mit seinem Kernportfolio in einem Nischenmarkt. Die Anzahl an potenziellen Kunden und Projekten ist, insbesondere bei Fokus auf Großflugzeuge, vergleichsweise gering. Die Projekte sind dagegen meistens groß und erstrecken sich teilweise über mehrere Jahre. Der Erfolg bzw. Misserfolg bei der Akquise eines einzelnen Projektes kann einen großen Unterschied machen. Durch die Intensivierung der Vertriebsaktivitäten sollen diese Abhängigkeiten in den kommenden Jahren sukzessive reduziert werden. Die Reduzierung dieser Abhängigkeiten und der damit verbundenen Klumpenrisiken ist Teil einer langfristig angelegten Unternehmensstrategie. Dies schließt die Erschließung neuer Regionen und Industrien mit ein, z.B. die Neuausrichtung auf den Bereich von "Lufttaxis" und entsprechenden Entwicklungen. In diesem Segment ist in den nächsten Jahren sehr viel Potential zu erwarten und durch die weltpolitische Lage wird der Weg der TechSAT bestätigt. Hinsichtlich neuer Industrien besteht im Automobilsektor das größte Potential für TechSAT. Allerdings sind die Eintrittshürden sehr hoch, da gerade in Deutschland viele langjährige Partnerschaften zwischen den OEM und ihren Zulieferern bestehen. Die im Jahr 2021 begonnene Akquise konnte im Jahr 2022 weitergeführt werden und hier wird der eingeschlagene Weg konsequent weiterverfolgt. Aufgrund der langfristigen Entwicklungszyklen im Flugzeugbau spielen konjunkturelle Entwicklungen nach Einschätzung von TechSAT keine so wesentliche Rolle. Aufgrund der strategischen Bedeutung der Luftfahrtbranche für eine Volkswirtschaft, sowohl kommerziell als auch militärisch, kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass dieses Segment Gegenstand von politisch motivierten Sanktionen ist. Die weiterhin instabile weltpolitische Lage, ausgelöst durch die Ukraine-Krise, zeigt bei der TechSAT geringe Auswirkungen. Durch die konsequente Fokussierung auf Europa bestehen keine direkten Verbindungen nach Russland. Der Russland-Ukraine-Krieg hat keinen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der TechSAT, da keine Geschäftsbeziehungen mit der Ukraine und Russland bestehen. Der Einfluss des Nah-Ost Konfliktes ist für TechSAT ebenso unbedeutend. Insgesamt wird das Risiko bezüglich Schwankungen in der Auftragslage für 2023ff. als hoch eingeschätzt. Lieferkettenrisiken (Risiko: hoch) Alle Geschäftsfelder von TechSAT sind stark von der Verfügbarkeit von elektronischen Komponenten (Chips) abhängig. Auf die derzeitige weltweite Chips-Krise hat TechSAT kurzfristig reagiert und sich entsprechende Lagerbestände aufgebaut sowie langfristige Bestellungen von Komponenten für 2023/2024 getätigt. Das dadurch gebundene Kapital wird im Zuge der Produktionsstrategie gemindert und durch Produktionsstückzahlen abgebaut. Um hier die Risiken noch besser zu managen, ist TechSAT dabei, ein strategisches Supply Chain Management Team aufzubauen. Ausfallrisiken (Risiko: gering) Im Gegensatz dazu sind die Ausfallrisiken, nicht zuletzt aufgrund der weitgehenden Konzentration auf große Konzernkunden, traditionell gering. Risiken bestehen vor allem im Produktgeschäft, da hier die Anzahl von KMUs deutlich größer ist. Im Geschäftsjahr 2022 mussten keine Forderungen als uneinbringlich klassifiziert und ausgebucht werden. Finanzwirtschaftliche Risiken (Risiko: mittel) Finanzwirtschaftliche Risiken im Hinblick auf die Bereitstellung einer ausreichenden Liquidität entstehen durch inkongruente Zahlungsströme. Den in der Regel zyklischen, monatlichen Auszahlungen (Gehälter, Fremdleistungen etc.), stehen wenige und vielfach unregelmäßige Einzahlungen unserer Kunden gegenüber. Dadurch entstehen teilweise sehr hohe Schwankungen im Finanzmittelbestand. Währungsrisiken entstehen dann, wenn auf Wunsch unserer Kunden in Fremdwährung fakturiert wird. Dies ist allerdings derzeit nur auf dem amerikanischen Markt und bei wenigen anderen Einzelprojekten, in denen auf US-Dollar abgerechnet wird, relevant. Das Cash Management steht vor allem vor der Herausforderung, die Zahlungstermine aus den Großprojekten zu synchronisieren. Darüber hinaus ist das Unternehmen darauf angewiesen, dass sich die Kunden an die vereinbarten Zahlungsziele halten. In den nächsten Jahren wird in erster Linie im EUR-Raum abgerechnet und daher wird die Auswirkung von USD-Schwankungen als gering eingeschätzt. Um zukünftige Projektrisiken (z.B. Komponentenverfügbarkeit) besser steuern zu können, ist in 2023/2024 geplant, verstärkt mit Banken Gespräche zu führen. Die Liquidität basiert auf einer konservativen Planung und ist mittelfristig gesichert. Insgesamt werden die finanzwirtschaftlichen Risiken aus heutiger Sicht daher als mittel eingeschätzt. Mitarbeiterrisiken (Risiko: gering) Gute und motivierte Mitarbeiter sind aus Sicht von TechSAT der Schlüssel für einen nachhaltigen Erfolg des Unternehmens. Aufgrund des hohen Spezialisierungsgrades, der Konzentration auf die Luft- und Raumfahrtbranche und des weltweiten Kundenkreises ist es jedoch schwierig, geeignete Mitarbeiter mit dem technologischen und branchenspezifischen Knowhow zu finden. Trotzdem hat TechSAT es geschafft, auch mit Hilfe sehr kompetenter Personaldienstleister, hochkarätige Mitarbeiter auf dem Weltmarkt zu finden und für sich zu gewinnen. Aufgrund der sehr angespannten Situation an den Arbeitsmärkten, vor allem für erfahrene Ingenieure, besteht auch das Risiko, dass die Knowhow-Träger das Unternehmen verlassen. TechSAT reagiert auf dieses Risiko durch die Konzentration der finanziellen Spielräume auf Schlüsselmitarbeiter und die verstärkte Übertragung von Verantwortung bzw. stärkere Einbindung in die Entscheidungsprozesse. Aufgrund der zum Teil hohen Schwankungen in der Auftragslage besteht das Risiko, dass die Mitarbeiter nicht ausreichend ausgelastet werden können. In solchen Fällen ist TechSAT bestrebt, in Forschung und Entwicklung zu investieren, anstatt wertvolle Mitarbeiter zu verlieren. Dies ist bisher gelungen. Insgesamt werden die Mitarbeiterrisiken als gering eingeschätzt. IT- und Cyberrisiken (Risiko: mittel) IT-Risiken können durch die immer größere Vernetzung durch, z. B. Netzwerke, die ausfallen, oder Externe, die in unsere Systeme unrechtmäßig eingreifen, entstehen. Vor Ort werden Maßnahmen wie der Einsatz von Virenscannern, eines regelmäßig gepflegten IT-Handbuchs, strenger Zugriffskontrollen sowie diverse Sicherungsmaßnahmen zum Backup bei Ausfällen erstellt und durchgeführt. Regelmäßig werden alle Mitarbeiter durch Info-Mails des IT-Services auf den richtigen Umgang mit z. B. Phishing E-Mails sowie auf allgemeine IT-Neuerungen hingewiesen. Insgesamt werden die IT- und Cyberrisiken als mittel eingeschätzt. Preis-, Erfüllungs- und Gewährleistungsrisiken (Risiko: gering) Aufgrund des hohen Spezialisierungsgrades von TechSAT können Preisrisiken im Rahmen von Verhandlungen in der Regel gut eingegrenzt werden. Dies gilt vor allem für komplexe Entwicklungsprojekte. Im Bereich standardisierter Testsysteme ist TechSAT dagegen zum Teil einem erheblichen Preisdruck ausgesetzt, der von aggressiven heimischen Anbietern erzeugt wird. Dies gilt vor allem in den asiatischen Märkten. TechSAT bietet deshalb in diesen Märkten Testsysteme nur noch im Rahmen ihrer Entwicklungsprojekte (als projektbegleitendes Tool-Set) oder bei Bestandskunden an. Erfüllungs- und Gewährleistungsrisiken bestehen vor allem im Bereich der Testsysteme. Die in diesem Bereich zu realisierenden Projektaufträge werden in Form von Werkverträgen mit Festpreisvereinbarungen vergeben und weisen regelmäßig spezifische Anforderungen auf, bei denen TechSAT zum Teil technologisches Neuland betritt. Vor allem in späten Projektphasen, z.B. bei der Integration der Testsysteme mit den Prüflingen des Kunden, können sich deshalb Probleme ergeben, die ggf. zu Mehraufwendungen und Verzögerungen bei der Übergabe des Systems führen können. Durch ein intensiviertes Projektmanagement und ausreichende zeitliche Puffer sollen diese projektspezifischen Risiken minimiert werden. Für die Abdeckung von Gewährleistungsrisiken wird in der Bilanz ausreichend Vorsorge getroffen. Insgesamt werden die Preis-, Erfüllungs- und Gewährleistungsrisiken als gering eingeschätzt. 2.3 Forschung und Entwicklung Als Technologieunternehmen hat TechSAT immer einen hohen Bedarf an Forschung und Entwicklung. Fast alle Geschäftsfelder der TechSAT beruhen auf eigenen Produkten, die entweder in der Vergangenheit entwickelt wurden oder derzeit noch in Entwicklung bzw. Weiterentwicklung sind. Das Flaggschiff-Produkt von TechSAT ist die ADS2-Produktfamilie. ADS2 ist sowohl Basis für die Testsysteme in der Luftfahrt als auch für die Integrationsplattform für die Automobilindustrie. Die Basisentwicklung von ADS2 ist zwar abgeschlossen, das Produkt bedarf aber trotzdem einer dauernden Pflege und Weiterentwicklung. Die Hardwareprodukte der FAST-Familie, die TechSAT ebenfalls parallel zu der ADS2 Software entwickelt hat, werden ebenfalls kontinuierlich gepflegt und weiterentwickelt. Hier spielt die Obsoleszenz von elektronischen Komponenten eine große Rolle. Hardwareprodukte müssen kontinuierlich angepasst werden, wenn verwendete Komponenten nicht mehr verfügbar sind. Des Weiteren führte TechSAT die Entwicklung einer generischen Plattform für Flugsteuerungssysteme im Geschäftsjahr 2023 weiter. Von dieser auch in den kommenden Jahren geplanten Weiterentwicklung, erhofft sich TechSAT zukünftig einen besseren Zugang zum wachsenden und sehr dynamischen Markt der elektrischen Kleinflugzeuge, insbesondere der VTOLs. Das Unternehmen strebt einen jährlichen Anteil der FuE-Kosten von 10% im Verhältnis zur Gesamtleistung an. Nicht eingerechnet sind von öffentlicher Hand geförderte Entwicklungen. 2.4 Ausblick auf die Geschäftsjahre 2023 und 2024 Trotz der weltwirtschaftlichen Krisen geht die Geschäftsleitung der TechSAT für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 weiterhin von einer stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Bei den Themen Energieeffizienz, Auswirkung von Inflation und eventuelle Materialengpässe wurden in 2023 und werden auch zukünftig mittels Risikomanagement die internen Stromverbräuche, Preisstrukturen, Lieferketten und Lieferantenstrukturen geprüft. Die Nutzung des zum Geschäftsjahr 2022 neu eingeführten ERP-Systems (Warenwirtschaftssystem) wird zukünftig ausgebaut und die bestehenden Prozesse werden somit weiter optimiert. Die Einführung eines Projektmanagementmoduls sowie eines Arbeitszeiterfassungsmoduls wird vorbereitet. Es sind neue Reportingtools geplant, mit denen ein stärkeres Monitoring von Lieferanten durchgeführt werden soll. Um Materialpreisoptimierung zu erzielen, sollen zukünftig Rahmenvertragsvereinbarungen getroffen werden. Es werden im Jahr 2024 erhöhte Projektzugänge erwartet, was im Umsatzbereich mit entsprechenden Preisanpassungen dem Kostendruck der Inflation entgegenwirken wird. Nach den vorläufigen Ergebnissen beläuft sich die Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2023 auf Mio. € 8,3. Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine Gesamtleistung von Mio. € 11,0 - 11,5 prognostiziert. Nach den vorläufigen Ergebnissen beläuft sich das EBIT im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 567. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein EBIT von T€ 700 - 750 prognostiziert.
Kirchheim, den 24.05.2024 Dieter Konnerth Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 01.01.2022 - 31.12.20221 Allgemeine Angaben Die TechSAT GmbH hat ihren Sitz in Kirchheim bei München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB Reg-Nr. 80212). Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der §§276 und 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gesellschaft legt dem Jahresabschluss die Annahme der Unternehmensfortführung zu Grunde und begründet dies mit der positiven Fortführungsprognose der Geschäftsführung. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Material-, Personal- und Fremdleistungsaufwendungen zuzüglich der angemessenen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten aktiviert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear auf 10 Jahre vorgenommen. Zum Abschlussstichtag sind selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände mit dem Wert von T€ 856 bilanziert. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um die planmäßigen Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear auf 4 Jahre (gewerbliche Schutzrechte) bzw. 3 Jahre (EDV-Software) vorgenommen. Der Geschäfts-/Firmenwert ist im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme des Vermögens der Firma dev Software GmbH entstanden. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Tätigkeit von wichtigen Mitarbeitern, dem Lebenszyklus der Produkte, der Stabilität und Bestandsdauer der Branche linear auf 15 Jahre vorgenommen. Zum Abschlussstichtag ist der Geschäfts-/Firmenwert mit dem Erinnerungswert von € 1,00 bilanziert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßige nutzungsbedingte Abschreibung, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear auf 3 bis 15 Jahre vorgenommen. Gegenstände des Anlagevermögens bis zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von € 150,00 werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung sofort als Aufwand erfasst. Nach dem 31.12.2021 angeschaffte Anlagegüter mit Nettoanschaffungskosten von € 150,00 bis € 800,00 werden grundsätzlich im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung sofort abgeschrieben. Im Jahr 2022 wurde die im Bau befindliche Produktionslinie mit einem Wert von T€ 715 aktiviert. Es wird von einer Nutzungsdauer von 15 Jahren ausgegangen. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Abschreibungen bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Anwendung der Durchschnittsmethode und, sofern erforderlich, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Darstellung eines besseren Bildes über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden bei der Bewertung der unfertigen Leistungen und unfertigen Erzeugnisse angemessene Zuschläge für Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten berücksichtigt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennbetrag bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Bewertung erfolgte zum Nennwert. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben. Die Guthaben bei Kreditinstituten stimmen mit dem maßgeblichen Bankbeleg zum Bilanzstichtag überein. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert. Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet. Aktive latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Rückstellungen für Gewährleistungen sowie von Forderungen in fremder Währung ermittelt. Zusätzlich zu den Bewertungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, die in den nächsten 5 Jahren voraussichtlich genutzt werden können. Passive latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Verbindlichkeiten in fremder Währung ermittelt. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander saldiert, das Wahlrecht zur Aktivierung eines Überhangs der latenten Steuern gemäß § 274 HGB wird nicht ausgeübt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen bilanziert. Auf fremde Währung lautende Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erlöse aus langfristigen Wartungs- und Lizenzverträgen für Software für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Realisierung der Umsatzerlöse: Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt bei Langfristfertigung gemäß HGB nach der "Completed Contract Methode". Umsätze aus Werkverträgen werden bei Abnahme durch den Kunden realisiert. Bei Werklieferverträgen erfolgt die Umsatzrealisation grundsätzlich nach Erbringung der Leistung unter Berücksichtigung der zugrundeliegenden Liefer- und Leistungsbedingungen. 3 Angaben zur Bilanz Anlagevermögen und Anlagenspiegel: Die in der Bilanz ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind in einer gesonderten Aufstellung dargestellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesene Beteiligung bestand an folgendem Unternehmen:
Da die Größenmerkmale der Firma TechSAT GmbH nicht überschritten werden, ist die Firma von der Verpflichtung eines Konzernabschlusses befreit. Forderungen: Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderung gegen TechSAT Hamburg in Höhe von T€ 24 (Vj. T€ 23) ist größer als 5 Jahre. Sonstige Vermögensgegenstände: Auf die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 186 (Vj. T€ 33) entfallen insgesamt T€ 164 (Vj. T€ 8) mit einer Restlaufzeit von unter 1 Jahr. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten: Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten mit T€ 186 (Vj. T€ 115) beinhaltet vorausbezahlte Aufwendungen für Versicherung, Fortbildungskosten, Reisen, KfZ-Steuer sowie Software-Miete, Wartung und Lizenzgebühren. Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen: Die ausschüttungsgesperrten Beträge gem. § 268 Abs. 8 HGB belaufen sich nach Abzug der berücksichtigten latenten Steuern auf T€ 613 aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände. Die frei verfügbaren Rücklagen übersteigen zum Stichtag die ausschüttungsgesperrten Beträge. Rückstellungen: Die Rückstellungen im Geschäftsjahr 2022 bestehen aus Steuerrückstellungen T€ 0 (Vj. T€ 121) sowie aus sonstigen Rückstellungen T€ 602 (Vj. T€ 546), die im Wesentlichen Rückstellungen für Personal (Urlaubs- und Überstundenansprüche) von T€ 414 (Vj. T€ 337), Abschluss- und Prüfungskosten von T€ 65 (Vj. T€ 33), Gewährleistungsansprüche von T€ 44 (Vj. T€ 97) sowie Abfindungszahlungen von T€ 40 (Vj. T€ 53) beinhalten. Verbindlichkeiten:
4 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Geschäftsjahr 2022 beinhalteten die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 8.560 insgesamt T€ 480 an periodenfremden Erträgen des Geschäftsjahres 2021 aus der Fehlerkorrektur in laufender Rechnung. Die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2022 mit T€ 276 (Vj. T€ 1.886) bestanden im Wesentlichen aus Erträgen aus Kostenabrechnungen mit T€ 75 (Vj. T€ 131), die periodenfremden Erträge betrugen T€ 0 (Vj. T€ 241) aus der Auflösung von Rückstellungen. Das Vorjahr 2021 wies dabei im Wesentlichen einen einmaligen Ertrag aus dem Management-Buy-Out in Höhe von T€ 1.408 auf. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen T€ 1.912 (Vj. T€ 1.890). Die periodenfremden Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2022 T€ 200 (Vj. T€ 0), welche aus der Korrektur der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen des Geschäftsjahres 2021 resultieren. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalteten periodenfremde Erträge aus der Auflösung der Rückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftssteuer für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von T€ 121. 5 Sonstige Angaben Der Aufwand für Forschung und Entwicklung betrug im Geschäftsjahr 2022 T€ 935 (Vj. T€ 784). Im Jahr 2022 wurden Entwicklungskosten in Höhe von T€ 280 aktiviert (Vj. T€ 375). Sonstige finanzielle Verpflichtungen für zukünftige Geschäftsjahre bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 8.689 und resultieren im Wesentlichen aus der langfristigen Anmietung von Büroflächen sowie Leasing von Büroausstattung und Dienstfahrzeugen. Davon betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr für das Geschäftsjahr 2023 EUR T€ 834. Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Es besteht eine gewerbliche Mietbürgschaft bei der Sparkasse über T€ 189 für das Gebäude Kirchheim und für das Gebäude Hamburg über T€ 3. Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 69 Angestellte beschäftigt. Im Vorjahr waren 70 Angestellte beschäftigt. Als Geschäftsführer ist bestellt: Dieter Konnerth, München, Diplominformatiker. Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft im Geschäftsjahr erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe der Bezüge verzichtet. Die Firma TechSAT unterhält keine Geschäftsbeziehungen in die Ukraine und auch nach Russland bestehen keine spezifischen direkten Geschäftsbeziehungen. Auch indirekt gibt es derzeit keine Auswirkungen auf das Geschäft der TechSAT GmbH. Bezugnehmend auf den Nahost-Konflikt besteht kein Risiko, da es in Israel nur einen Kunden gibt. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss beträgt T€ 751, der Verlustvortrag vor Verwendung beträgt T€ -3.015. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Kirchheim, den 24.05.2024 Dieter Konnerth Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TechSAT GmbH, Kirchheim bei München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TechSAT GmbH, Kirchheim bei München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TechSAT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 24. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Kerstin Krauß, Wirtschaftsprüferin Holger Lutz, Wirtschaftsprüfer |
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