Beteiligungsgesellschaften
GPG Gase Partner GmbH
Wittener Straße 166, 58456 Witten, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anke Kleinebudde seit 13.2.2024 | Geschäftsführer |
Andreas Sperger seit 6.12.2022 | Geschäftsführer |
Dustin Zierau seit 7.4.2015 | Prokura |
Miriam Porsdorf seit 7.4.2015 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GPG Gase Partner GmbHWittenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell Die GPG Gase-Partner GmbH (nachfolgend "GPG") ist seit Anfang 2022 ein Tochterunternehmen der Tyczka GmbH und wird seither im Rahmen der Gesamtunternehmenssteuerung als eigenständiges Unternehmen im Konzernverbund betrieben. Die Kernkompetenz des Unternehmens besteht in der Herstellung, dem Handel und Vertrieb von Gasen wie Argon, Stickstoff, Sauerstoff, Spezialgasen und Med. Gasen sowie damit im Zusammenhang stehendem Equipment. Unsere Produkte sind unter dem Übergriff "Industriegase" bekannt und werden im Aggregatszustand gasförmig in unterschiedlichen Lager- und Versorgungseinheiten angeboten. (Stahlflaschen, Bündel, etc). Für Industriegase gibt es vielfältige Anwendungen z.B. in den Bereichen Metallurgie und Glas, Lebensmittel, chemische Industrie, verarbeitende Industrie und Labore. Der Vertrieb erfolgt zusätzlich zu den Direktkunden über ein breites Netz an regionalen Partnern und im Speziellen für Neuflaschen und Equipment über die GPG Internetpräsenz. Ziele und Strategien Ziel des Unternehmens ist es, Industrie- und Medizinalgase nachhaltig zu produzieren, zu vertreiben und Kunden anwendungstechnische Lösungen zur Produktionsoptimierung anzubieten. GPG betreibt ein hocheffizientes Abfüllwerk in Westdeutschland an strategisch und logistisch sinnvollem Ort und sieht sich als regionaler Anbieter von technischen Gasen (Wahlspruch: "Vom Mittelstand für den Mittelstand"). Die Gesellschaft verfolgt eine mittel- und langfristig aufgestellte Wachstumsstrategie in ausgewählten Produktgruppen und Geschäftsfeldern. Strategisches Unternehmensziel ist es, von der Kundschaft vorwiegend im Mittelstand als zuverlässiger, regionaler Partner wahrgenommen zu werden. Steuerungssystem GPG hat unserer Ansicht nach der Unternehmensgröße und dem Geschäftsmodell angemessenes Kontrollmechanismen im Einsatz. Diese basieren auf den üblichen IT-gestützten Controllingsystem (v.a. OTC), die Buchhaltung ist an einen externen Dienstleister vergeben. Die wesentliche Finanzkennzahl der Gesellschaft ist das EBIT in Anpassung an die Tyczka-Gruppe. Forschung und Entwicklung Es findet bei GPG keine nennenswerte Forschung und Entwicklung statt. B. Wirtschaftsbericht 1. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Die nachfolgenden Ausführungen basieren auf Veröffentlichungen des statistischen Bundesamtes (destatis) und Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank. Im nach wie vor krisengeprägten Umfeld kam die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Stocken. So stabilisierten sich die im Jahr 2022 stark angestiegenen Energiepreise auf einem hohen Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Daneben verunsicherten geopolitische Spannungen Produzenten, Investoren und Konsumenten, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Steigende Zinsen belasteten insbesondere die Bauwirtschaft. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,3% im Vergleich zum Jahr 2022 und lag lediglich um 0,7% höher als vor Beginn der COVID19-Pandemie im Jahr 2019. Im Vergleich zum vorangegangenen Jahr sank die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe, während die meisten Dienstleistungsbereiche die Wirtschaft stützten. Im verarbeitenden Gewerbe sank die Bruttowertschöpfung um 0,4% gegenüber dem Vorjahr. In den Wirtschaftsbereichen Information und Kommunikation sowie Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit Wachstumsraten konnten dagegen Steigerungsraten von 2,6% bzw. 1,0% erzielt werden. Im Bereich Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe ging die Bruttowertschöpfung hingegen um 1,0 % zurück. Im Baugewerbe konnte insgesamt ein kleines Plus von 0,2% erreicht werden. Die privaten Konsumausgaben nahmen im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8% ab und lagen damit um 1,5% unter dem Vorkrisenniveau 2019. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Konsumausgaben des Staates um 1,7%. Die Bauinvestitionen sanken aufgrund von hohen Baupreisen und gestiegener Bauzinsen um 2,1%. In Ausrüstungen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge wurde hingegen 3,0% mehr investiert. Im Außenhandel exportierte Deutschland um 1,8% weniger Waren und Dienstleistungen, die Importe sanken gleichzeitig um 3,0%. Die Anzahl der Erwerbstätigen lag im Jahresdurchschnitt 2029 mit 45,9 Millionen um 0,7% über dem Vorjahr. Die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 mit 5,9% spürbar gegenüber 2022 erhöht. Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3%, nach einem massiven Anstieg von 29,7% im Jahr 2022. Neben den Energieprodukten verteuerten sich insbesondere Nahrungsmittel. Hier lag der Anstieg bei 12,4% gegenüber dem Jahr 2022. Die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln lag 2023 bei +5,1 % und zeigt, dass die Teuerungsrate in anderen Bereichen ebenfalls hoch war. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Jahresdurchschnitt um 2,4% unter dem Vorjahr. Hauptverantwortlich für den Rückgang der gewerblichen Erzeugerpreise im Vorjahresvergleich war der Preisrückgang bei Energie (-12,6%). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise erhöhten sich die Erzeugerpreise 2023 gegenüber dem Vorjahr um 3,6 %. Dabei stiegen insbesondere die Preise für Verbrauchsgüter, Gebrauchsgüter und Investitionsgüter deutlich an. Der Euro gewann im Vergleich zum Dollar an Wert und der Wechselkurs stieg von 1,07 US-Dollar/Euro auf 1,11 US-Dollar/Euro zum Jahresende. 2. Lage der Gesellschaft Die GPG wurde Anfang 2022 von der Tyczka GmbH zu 100% übernommen. Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von der Integration der Gesellschaft in die Unternehmensgruppe, wobei neben administrativen Themen wie die Integration der IT Infrastruktur und Compliance Themen wie DSVGO erste größere strukturelle Projekte in den operativen Bereichen angestoßen wurden - jeweils mit Fokus auf synergetische Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften. 2.1. Vermögenslage Auf der Aktivseite ist eine Zunahme der Sachanlagen zu verzeichnen. Diese resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in die Werksinfrastruktur, Logistikkapazität als auch aus der Erneuerung der IT-Infrastruktur (Server, etc.). Die Forderungen erhöhten sich leicht um TEuro 77,9 im Vergleich zum Vorjahr. Die Vorratshaltung wurde um 6,7% im Vergleich zum Vorjahr zurückgefahren. Der signifikante Anstieg an Barmitteln resultiert - neben o.g. Punkten - vor allem aus dem positiven Ergebnis aus dem operativen Geschäft, signifikant gesunkene Lieferverbindlichkeiten wirken hier gegenläufig. Die Erhöhung der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Gewerbe- und Körperschaftsteuerrückstellungen im Vergleich zu 2022. Das Eigenkapital erhöhte sich durch den Jahresüberschuss i.H.v. TEuro 626,1 deutlich auf TEuro 6.452,6 bzw. 10,7% gegenüber dem Vorjahr. Die Analyse erfolgt durch den folgenden Bilanzdatenvergleich. AKTIVA
AKTIVA
2.2. Finanzlage Mittels der nachstehenden Kapitalflussrechnung werden die Mittelherkunft und -verwendung des Finanzmittelfonds "liquide Mittel" der Gesellschaft nach der direkten Methode in Anlehnung an den Rechnungslegungsstandard DRS21 dargestellt. Der Finanzmittelfonds an den jeweiligen Bilanzstichtagen setzt sich aus dem Posten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" der Aktivseite unter Abzug der Kontokorrentverbindlichkeiten des Postens "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" der Passivseite zusammen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich - vor allem auf Grund der Erhöhung des operativen Ergebnisses signifikant gegenüber Vorjahr auf TEuro 1.433,6 (Vorjahr: TEuro 544,6). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich aufgrund von höheren Investitionen in das Sachanlagevermögen gegenüber Vorjahr um TEuro 150,0 auf TEuro -685,5. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich auf TEuro 88,2 (Vorjahr: TEuro -1,7). Insgesamt erhöhten sich die Finanzmittel auf TEuro 1.149,9 (Vorjahr: TEuro 312,6).
2.3. Ertragslage
Durch die weitere Umsatzsteigerung, bei leicht überproportionaler Erhöhung des Waren- bzw. Materialeinsatzes, konnte auch ein höherer Rohertrag erzielt werden. Die Materialquote stieg auf 57,3% (Vorjahr: 54,7%) und ist u.a. auf die gestiegenen Innenumsätze mit reduzierter Marge mit verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Gestiegene Personalkosten wirken reduzierend auf das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zum größten Teil auf Dienstleistungsverrechnungen von verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Erheblichen Einfluss auf das Ergebnis haben auch reduzierte GWG-Abschreibungen im Vergleich zur Vorperiode. Entsprechend verringerte sich das EBIT um TEuro 297,8 auf TEuro 969,1. 2.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Insgesamt wird der Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Jahr 2023 als gut betrachtet. Die gesetzten finanziellen Ziele (Umsatz und EBIT) wurden übertroffen bzw. erreicht. Der relative und absolute Ergebnisrückgang (EBIT und EBIT-Marge) ist im Vergleich zum Vorjahr fast ausschließlich auf geplante interne Faktoren zurückzuführen - wie in der Vorjahresprognose bereits erwähnt. Zusammengefasst ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als gut zu bezeichnen. Die Eigenkapitalquote ist mit 75,5% sehr solide und konnte im Verlauf des Jahres weiter leicht gesteigert werden (Vorjahr: 73,8%). Die Finanzlage ist als gut zu bezeichnen. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Chancenbericht Chancen Die Chancen basierend vor allem auf der Umsetzung der Portfolio-Strategie als auch ausgewählter Expansionsaktivitäten bestehen im Wesentlichen aus der synergetischen geschäftlichen Ausdehnung unter Ausnutzung des Tyczka Vertriebs- und Supply Netzwerkes. Aus einer weiterführenden Digitalisierung und Standardisierung ergeben sich weitere Optimierungsmöglichkeiten, nicht zuletzt hinsichtlich potenzieller Synergien mit den verbundenen Unternehmen in der Tyczka-Gruppe. 2. Risikobericht Risikomanagement GPG hatte bereits die letzten Jahren ein aus unserer Ansicht adäquates System zur Erkennung und Mitigierung von Risiken. Vor allem die effektive organisatorische Ausrichtung, flachste Hierarchien, die QM ISO Zertifizierung und die KPI Steuerung des Unternehmens haben u.a. das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, sie angemessen zu bewerten und gegebenenfalls durch geeignete Maßnahmen zu bewältigen. Das standardisiertes Berichtswesen wird sowohl GPG intern als auch im Rahmen der Integration in die Tyczka-Gruppe weiterentwickelt. Die Geschäftsführung erhält standardisierte Monatsberichte aus dem Controlling mit wesentlichen Umsatz- und Ergebnisdaten. Risiken, die sich in einzelnen Unternehmenseinheiten ergeben, werden von den Gesamtverantwortlichen bewertet. IT als auch Datenschutzrisiken werden durch die zentrale Steuerung, systemische Integration und prozessuale Angleichung an und durch die Muttergesellschaft adressiert. Ein weitreichendes und größten Teil verpflichtendes Angebot an Schulungen und Unterweisungen ist etabliert und adressiert v.a. Compliance, IT Security als auch operative Risiken. Produktvermarktungsrisiko Die wesentlichen Risiken sehen wir in einem dauerhaften Rückgang des Wirtschaftswachstums v.a. durch inflationsgetriebene Einflüsse. Hiervon könnten sowohl Absatz als auch die Möglichkeit Preissteigerungen weiterzugeben betroffen sein. Weiterhin könnten Gefahren erwachsen aus der Deindustrialisierung, einer zu langsam betriebenen Digitalisierung in Deutschland und der angelaufenen Transformation in der Mobilität. Sollten hierdurch einzelne Branchen im weltweiten Wettbewerb abgehängt werden bzw. deutlich schrumpfen o.ä., so könnte sich dies auch auf den innerdeutschen Bedarf an Industriegasen auswirken. Allgemein sind diese Risiken durch die Breite und Tiefe sowohl des Kunden- als auch des Anwendungsportfolios in Kombination mit der relativ unelastischen Nachfrage (limitierte Substitutionsmöglichkeiten) für das Unternehmen nicht existenzbedrohend. Beschaffungsmarktrisiko Als weiterverarbeitendes Unternehmen besteht für die Gase Partner GmbH vor allem das Risiko, gerade in Zeiten von Engpässen nicht ausreichend Produkte geliefert zu bekommen. Wir begegnen diesem Risiko zum einen damit, dass eine Basisversorgung durch verbundene Konzernunternehmen sichergestellt wird. Zum anderen verfolgt GPG mehr denn je konsequent eine Mehrlieferantenstrategie, um so für die strategisch wichtigen Produkte über mehrere Lieferquellen zu verfügen und gleichzeitig den Wettbewerb aufrecht zu erhalten. Für die wichtigen Produkte sind zudem längerfristige Lieferverträge geschlossen worden. Allerdings ergeben sich durch die signifikanten Energiekostenschwankungen neue Risiken hinsichtlich Kalkulations- und Planungssicherheit. Sicherheits- und Umweltrisiken sowie Umweltbelange Der Fachbereich SHE&Q ist innerhalb der Tyczka Gruppe zentralisiert. Ziel ist es, die Organisation zu straffen und klare Strukturen sowie einheitliche Vorgehensweisen zu etablieren. Die Betriebsbereiche des Unternehmens gehören nach der Störfallverordnung zur unteren Klasse. Es gab keine Ereignisse mit umweltgefährlichen Auswirkungen in den Betriebsstätten. Eine Störfall-Begehung der zuständigen Regierungsbehörde verlief positiv. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Preisänderungen. Eine breite Kundenstruktur als auch einer weitestgehend möglichen Kostenweitergabe an den Markt adressieren das Risiko. Da GPG hauptsächlich in Deutschland tätig ist und Produkte überwiegend innerhalb der Europäischen Union beschafft und vertreibt, besteht für uns kein Währungsrisiko. Sicherungsgeschäfte sind damit für GPG nicht erforderlich und wurden auch nicht vorgenommen. Zinsänderungsrisiken sind für die GPG kein Risiko, da keine mittel- oder langfristigen Verbindlichkeiten eingegangen wurden. Kurzfristige Verbindlichkeiten bestehen überwiegend gegenüber unserem Gesellschafter. Hinsichtlich der Forderungen betreiben wir - im Rahmen der Gruppe - ein aktives Debitorenmanagement. Zum Berichtsjahresende wurden alle erforderlichen Wertberichtigungen vorgenommen. Die Zahlungseingänge erfolgen zum allergrößten Teil regelmäßig, Verluste aus Forderungsabschreibungen sind nicht materiell. Die Zahlungseingänge und die Liquidität werden täglich überwacht. IT-Risiken Die gesamte IT-Infrastruktur der GPG wurde in Q2 2023 auf die Muttergesellschaft Tyczka GmbH umgestellt und sämtliche IT-Infrastruktur-Dienstleistungen werden zur Verfügung gestellt. Das Risikomanagement wird demnach zentral durch die Muttergesellschaft ausgeführt. Sonstige Risiken Die Vorjahre haben gezeigt, dass jederzeit völlig neue und bislang unbekannte Krisen ausbrechen können mit globalen Auswirkungen und erheblichem Einfluss auf die Weltwirtschaft und erst recht auf einzelne Unternehmen. So wird es auch weiterhin unvorhersehbare bzw. unkalkulierbare Risiken geben. Im Rahmen des Möglichen hat GPG diverse Haftpflichtversicherungen etc. abgeschlossen, deren Versicherungswerte jährlich überprüft werden. Gesamtaussage zu den dargestellten Risiken Aus der Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen können sich Chancen und Risiken ergeben. Neben den branchenüblichen Risiken sowie den Risiken aus der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung sind derzeit keine Risiken erkennbar, die die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährden könnten. 3. Prognosebericht Prognose für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Die Geschäftsführung rechnet für das folgende Geschäftsjahr mit einer Steigerung des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT) im einstelligen Prozentbereich. Ersteres vor allem getrieben durch die Weitergabe von zu erwartenden Kostensteigerungen, aber auch Absatzzuwächsen, Zweiteres vor allem durch die Hebung weiterer Synergien in der Tyczka-Gruppe. Wir versichern, dass wir den Geschäftsverlauf im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Kapitalgesellschaft nach bestem Wissen so dargestellt haben, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken im Sinne von § 289 Absatz 1 Satz 4 HGB beschrieben sind.
Witten, den 07. Juni 2024 GPG Gase Partner GmbH Anke Kleinebudde, Geschäftsführerin Andreas Sperger, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Unsere Gesellschaft hat ihren Sitz in 58456 Witten. Sie ist im Handelsregister Bochum unter der HRB-Nr. 8240 eingetragen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB. II. Allgemeine Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung ergänzender Vorschriften des GmbH-Gesetztes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz richtet sich nach den Vorschriften der §§ 265, 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Größenabhängige Aufstellungserleichterungen und Schutzklauseln wurden (teilweise) in Anspruch genommen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zum Anschaffungswert angesetzt und entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände planmäßig zeitanteilig linear und degressiv vorgenommen. Geringwertige Sachanlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, nach Abzug von Einzelwertberichtigungen, zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die liquiden Mittel wurden zum Nennbetrag angesetzt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung vollständig mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Verbindlichkeiten wurden mit dem künftigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung erfolgt auf Basis des unternehmensindividuellen Steuersatzes (34%), der im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz besteht. Sich ergebende aktive und passive latente Steuern werden gem. § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB saldiert ausgewiesen. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Dem Anlagenspiegel wurden die historischen Anschaffungskosten zugrunde gelegt, er ist als Anlage beigefügt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten in 2023 von insgesamt rd. 55 TEUR sind nicht in den historischen Anschaffungskosten enthalten, weil aus Vereinfachungsgründen im Berichtsjahr sowohl ein Zugang als auch ein Abgang unterstellt wurde. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bestehen mit TEUR 1.298 (Vj. TEUR 1.378). Diese sind alle innerhalb eines Jahres fällig. 3. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,00 (Vj. 25.000,00), ist zum Nennwert angesetzt und in voller Höhe eingezahlt. 4. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen in Raten zu tilgende Mietkaufdarlehen. Von diesen Verbindlichkeiten haben TEUR 77 EUR (Vj. TEUR 35) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, TEUR 111 (Vj. TEUR 58) eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre und TEUR 0 (Vj. TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre. 5. Latente Steuern Für den Unterschiedsbetrag zwischen der handels- und steuerrechtlichen Bewertung des Anlagevermögens wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 308 (Vj. TEUR 274) mit einem Steuersatz von 34% gebildet.
V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es handelt es sich um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von insgesamt 2.984 TEUR. Davon aus Mietverträgen 2.800 TEUR Davon aus Leasingverträgen 184 TEUR 2. Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt
3. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte durch Herrn Andreas Sperger, Geschäftsführer Frau Anke Kleinebudde, Geschäftsführerin (seit 01.02.2024) Herrn Martin Porsdorf, Geschäftsführer (bis 30.04.2023) Herrn Andreas Schön, Geschäftsführer und Geschäftsführer der Tyczka Industrie-Gase GmbH (jetzt: Tyczka Air Gases GmbH) (bis 30.09.2023) Herrn Heiko Zacher, Geschäftsführer und Geschäftsführer der Tyczka Industrie-Gase GmbH (jetzt: Tyczka Air Gases GmbH) (01.10.2023 bis 31.01.2024) geführt. 4. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird nach § 290 HGB in den Konzernabschluss der Tyczka GmbH, Geretsried, einbezogen (kleinster und größter Kreis). Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt. 5. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den gesamten Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Witten, 07. Juni 2024 Andreas Sperger, Geschäftsführer Anke Kleinebudde, Geschäftsführerin Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 29. Juli 2024 Anlage zum Anhang Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
BestätigungsvermerkHinweis gemäß § 328 Abs. 1a S. 2 2. Hs. HGB: Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GPG Gase Partner GmbH, Witten Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GPG Gase Partner GmbH, Witten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GPG Gase Partner GmbH, Witten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 7. Juni 2024 Grant
Thornton AG
Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer Anja Zweck, Wirtschaftsprüfer |
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