Megaport GmbHLiquidiert
04347 Leipzig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Vladislav Taranov seit 13.1.2026 | Liquidator |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Megaport GmbHLeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Megaport GmbH, LeipzigGrundlagen des Unternehmens Die Megaport GmbH (nachfolgend auch "Megaport") stellt insbesondere individuelle PC-Systeme, wie Komplett-PCs, Gaming-PCs, High-End-PCs und Sondereditionen her. Als europaweit agierender Online-Anbieter für PC-Systeme ist das Unternehmen die zentrale Anlaufstelle für alle, die ein individuelles PC-System suchen. Die Gesellschaft hat sich dabei ausschließlich auf den Onlinehandel spezialisiert. Die Kunden können die PCs über verschiedene Marktplätze bei uns beziehen oder sich in unserem Onlineshop Computersysteme nach ihren eigenen Wünschen konfigurieren und direkt bei uns bestellen. Das Produktsortiment soll stetig auf dem Stand der aktuellsten Hardware gehalten werden, um die Kompatibilität der einzelnen Komponenten sicherzustellen und das Angebot für die Kundenwünsche attraktiv zu halten. 2011 wurde die GmbH vom aktuellen Geschäftsführer Vladislav Taranov gegründet und vorher bereits als Einzelunternehmen geführt (seit 2006). In den darauffolgenden Jahren hat sich Megaport stetig weiterentwickelt und ist inzwischen zu einem europaweit agierenden mittelständischen Unternehmen herangewachsen. Die Fertigung und der Versand der PC-Systeme erfolgen am Hauptsitz und einem weiteren Standort jeweils in Leipzig. Für Kundenrückfragen steht ein zuverlässiges, mehrsprachiges Supportteam zur Verfügung. Am Firmensitz in Leipzig sind des Weiteren eine Marketing-, Produktmanagement-, Einkaufs-, RMA-, Personal- und Buchhaltungsabteilung tätig. Gesamtwirtschaft sowie Markt- und Absatzentwicklung In seiner Projektion im Januar 2024 ging der International Währungsfonds (IWF) von einem weltweiten Wirtschaftswachstum in 2023 von 3,1 % (Vj. 3,5 %) aus. Die Wachstumsraten für Europa und Deutschland im Speziellen zeigen mit 0,5 % (Vj. 3,4 %) bzw. -0,3 % (Vj. 1,8 %) ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld in 2023. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023, auch nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes; Pressemitteilung vom 15. Januar 2024, in Deutschland um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Jahreswirtschaftsbericht wird ergänzend ausgeführt, dass die deutsche Wirtschaft gegenüber anderen großen westlichen Volkswirtschaften aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung stärker in ihrer Entwicklung beeinträchtigt ist. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2024) Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2024) Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2024) Der globale PC-Handel scheint sich zu erholen. Der weltweite PC-Markt verzeichnete - nach einer Reihe von Lieferrückgängen - im vierten Quartal 2023 eine Steigerung der Absätze gegenüber dem Vorjahresquartal um 3 %. Insgesamt schrumpfte der Markt 2023 verglichen mit dem Vorjahr um 13 %. Für das gesamte Jahr 2023 belaufe sich die Zahl der ausgelieferten PCs auf 247 Millionen Stück. 2024 sollen die Absätze wieder wachsen. (canalys). Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Rückgang der verkauften PCs weltweit sogar 15 % und sank auf 242 Mio. EUR. Die weltweiten Auslieferungen von Gaming-PCs erlitten laut dem Marktforschungsunternehmen IDC (International Data Corporation) im Jahr 2023 das gleiche Schicksal wie der gesamte PC-Markt: Die Gaming-Kategorie ging im Jahresvergleich um 13,2 % auf 44 Millionen Einheiten zurück. Wie sich einem aktuellen Bericht von Game, dem Verband der deutschen Videospielbrache, entnehmen lässt, legte der deutsche Markt für Videospiele in 2023 ein solides Wachstum hin. Danach stieg der Umsatz mit Gaming Hardware, Videospielen und passenden Abos oder digitalen Inhalten im letzten Jahr um 6 % auf 9,97 Milliarden EUR. Dies ist laut Game ein deutlicher Anstieg, nachdem die Umsätze im Jahr 2022 lediglich um 1 % wuchsen. Auch wenn sich die Zahlen sehr positiv lesen, offenbarte der deutsche Videospielmarkt 2023 ein Jahr der Gegensätze. Denn während die Konsolen und auch der Umsatz mit Videospielen ein zum Teil beeindruckendes Wachstum aufwiesen, ging der Absatz mit Gaming-PCs in Deutschland 2023 spürbar zurück. Nachdem während der Covid-19-Pandemie in PCs und Laptops investiert wurde, scheinen viele Videospieler für den Moment gut gerüstet zu sein. In 2023 kann insoweit ein Rückgang des Umsatzes bei Gaming-PCs und Gaming Laptops von 17 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Megaport agiert in einem Nischenmarkt, so dass die Gesellschaft sich unabhängiger von gesamtwirtschaftlichen Tendenzen entwickelt. Allerdings spürten auch wir die Kaufzurückhaltung im Zusammenhang mit dem allgemeinen Rückgang des privaten Konsums. Dies führen wir ebenfalls vor allem auf unsichere Zukunftsaussichten aufgrund globaler Krisen zurück. Darüber hinaus korreliert die Entwicklung der globalen sowie des deutschen PC-Gaming-Marktes mit unserer wirtschaftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2023. Auch wir hatten einen Umsatzrückgang von ca. 18 % im Vergleich zu 2022 zu verzeichnen. Finanzielle Leistungsindikatoren Nach dem massiven Umsatzrückgang von ca. 41 % in 2022 gegenüber 2021, mussten wir in 2023 einen nochmaligen Umsatzrückgang von 18 % im Vergleich zum Vorjahr feststellen. Dies resultiert aus dem Absatzrückgang und der weiteren - wenn auch eher moderaten - Minderung der durchschnittlichen Verkaufspreise. Diese Entwicklung korreliert mit dem Auftragseingang in 2023, der ebenfalls gegenüber 2022 rückläufig war. Im Zusammenhang mit dem deutlichen Umsatzrückgang war auch ein Rückgang des EBIT auf EUR 2,1 Mio. (Vj. EUR 2,6 Mio.) zu verzeichnen. Ein veränderter Komponenten- und Produktabsatzmix sowie prozessuale Anpassungen in 2023 führten zu einer verminderten Materialaufwandsquote bzw. einer erhöhten Produktivität. Diese Effekte kompensierten die - aufgrund des Umsatzrückgangs - fehlende Fixkostendeckung. Einhergehend mit dem leichten Ergebnisabschwung in 2023 erwirtschaftete Megaport auch einen leicht rückläufigen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 3,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr mit EUR 3,5 Mio. Wie im Vorjahr konnte ein positiver Working-Capital-Effekt verzeichnet werden. Investitionen Das Geschäftsjahr 2023 war von einer moderaten Investitionstätigkeit gekennzeichnet. Die gesamten Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 16. Wesentliche Investitionen nahm Megaport in 2023 in die Lager- und Absatzprozesse vor. Personal Im Geschäftsjahr 2023 wurden wie im Vorjahr verschiedenste Qualifikationen gesucht. Die Suche nach kompetentem Personal gestaltete sich weiterhin schwierig. Darüber hinaus haben wir auch in 2023 prozessuale Anpassungen vorgenommen. Einhergehend mit dem Rückgang der Geschäftstätigkeit war auch ein Rückgang der Arbeitnehmerzahlen zu verzeichnen. Umweltschutz Um einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, sehen wir uns in der Pflicht Materialien, wie beispielsweise Verpackungen und Polster fachgerecht und getrennt zu entsorgen. Ebenfalls achten wir beim Einkauf unserer Produkte darauf, dass nach Möglichkeit die Produkte ohne aufwendige oder gar unnötige Verpackungen bezogen werden und weitestgehend auf den Einsatz von Einwegpaletten verzichtet wird, um den Abfall auf das maximal Notwendige zu reduzieren. Unsere Produkte werden unter Beachtung der Energieeffizienz in energiesparenden Einstellungen an die Kunden ausgeliefert um somit unnötigen Stromverbrauch vermeiden. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Das Jahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,3 Mio. reduziert (2023: EUR 1,4 Mio., 2022: EUR 1,7 Mio.). Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die Umsatzeinbußen weiterhin aufgrund post-pandemiebedingter Nachfrage für den Gaming-Bereich. Gerade in 2020 und 2021 kam es dabei zu Vorzugseffekten bei der Beschaffung von IT-Hardware. Die prozessualen Anpassungen führten zu Effizienzgewinnen. Darüber hinaus wurden Kosteneinsparungen realisiert und - wie bereits beschrieben - verbesserte sich die Materialaufwandsquote. Insoweit sank das Jahresergebnis in gleicher Relation wie die Umsatzerlöse. Das operative/normalisierte EBIT beläuft sich auf EUR 2,3 Mio. (Vj. EUR 2,7 Mio.), bereinigt um Versicherungsentschädigungen und sonstigen Entschädigungen, Wertberichtigungen und Auflösung von Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Währungseffekte sowie periodenfremde Salden. Die Materialkosten haben sich im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 34,5 Mio. (Vj. EUR 42,7 Mio.) vermindert. Aufgrund sinkender Absatzpreise und generell steigender Einkaufspreise drohte sich die Materialaufwandsquote zu erhöhen. Der Komponenten- und Produktabsatzmix konnte dies allerdings überkompensieren. Die Materialaufwandsquote beläuft sich in 2023 auf 76 % (Vj. 78 %). Der absolute Rohertrag wird in 2023 mit EUR 10,6 Mio. (Vj. EUR 12,0 Mio.) ausgewiesen. Die Personalkosten liegen mit EUR 2,7 Mio. (Vj. EUR 3,1 Mio.) unter dem Vorjahrsniveau. Einem leichten Rückgang der Belegschaft - auch aufgrund des Rückgangs der Geschäftstätigkeit - stehen Gehaltssteigerungen gegenüber. In Gänze war - unter Berücksichtigung der leicht verminderten Materialaufwandsquote - ein Anstieg der Produktivität in 2023 gegenüber 2022 zu verzeichnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich in 2023 auf EUR 5,9 Mio. (Vj. 6,7 Mio. EUR). Der Rückgang ist vor allem leistungsinduziert, so sanken die Kosten der Warenabgabe bspw. von EUR 4,5 Mio. in 2022 auf EUR 3,8 Mio. in 2023. Die Quote der Kosten der Warenabgabe gemessen am Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 0,2 %-Punkte leicht angestiegen (2023: 8,4 %; 2022: 8,2 %). Korrelierend zum Rückgang der Geschäftstätigkeit sank auch die Kapitalbindung. Insoweit reduzierten sich zum 31. Dezember 2023 die Vorräte (31.12.23: EUR 3,8 Mio.; 31.12.22: EUR 5,1 Mio.) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31.12.23: EUR 1,4 Mio.; 31.12.22: EUR 1,6 Mio.). Auch bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (31.12.23: EUR 2,0 Mio.; 31.12.22: EUR 3,2 Mio.) war ein Rückgang zu verzeichnen. Das Eigenkapital von Megaport beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 8,0 Mio. (Vj. EUR 10,2 Mio.). Die Veränderung des Postens ist vom Jahresüberschuss 2023 und einer Dividendenzahlung in Höhe von EUR 3,6 Mio. in 2023 beeinflusst. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 69 % (Vj. 67 %). Trotz Rückgang des Jahresergebnisses und realisierten Ausschüttungen erhöhte sich die Eigenkapitalquote aufgrund der Reduzierung des Gesamtkapitals. Es bestanden zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und es wurden im Jahr 2023 keine Darlehen aufgenommen. Der Bestand an finanziellen Mitteln betrug zum 31. Dezember 2023 EUR 6,0 Mio. (Vj. EUR 6,5 Mio.). Neben dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von ca. EUR 3,1 Mio. (Vj. EUR 3,5 Mio.) ist dieser Posten in 2023 hauptsächlich vom Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von ca. EUR -3,6 Mio. (Vj. EUR -4,5 Mio.) - aufgrund der Dividendenzahlungen - in 2023 beeinflusst. Einschätzung Prognose Vorjahr zu den finanziellen Leistungsindikatoren Wie im Vorjahreslagebericht prognostiziert, waren in 2023 - auch aufgrund vorgezogener Investitionen unserer Kunden in Hardware in 2020 und 2021 - Umsatzrückgänge im Vergleich zu 2022 in Höhe von EUR 9,6 Mio. zu verzeichnen. Damit einhergehend realisierten wir - wie prognostiziert - einen moderaten Rückgang des EBIT um EUR 0,4 Mio. sowie des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 0,4 Mio. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung 2023 Das Jahr 2023 war gekennzeichnet von großen Herausforderungen vor allem auf dem Absatzmarkt aber auch von prozessualen Themen im Unternehmen. Die realisierte verminderte Materialaufwandsquote und unser verwirklichtes Kostensparprogramm betrachten wir als Erfolg. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung sind wir trotz - antizipiertem post-Corona - Absatzrückgang zufrieden. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht) Wesentliche Chancen sehen wir in unseren individuellen und schnell lieferbaren PC-Systemen. Wir verstehen die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden sehr gut. Darüber hinaus sehen wir unser innovatives Shopsystem, welches die Eigenmarke Megaport stärkt, als ein Wettbewerbsvorteil. Die Abhängigkeit von anderen Dienstleistern/Marktplätzen, die als Absatzkanäle fungieren wird damit weiter reduziert. Im Shop profitieren die Kunden von besseren Angeboten und einer breiteren Produktpalette, was uns von anderen Wettbewerbern stärker abhebt. Durch die stetige Optimierung von unserem ERP-System ist es uns gelungen nun noch schneller Risiken zu erkennen. Automatisch generierte Statistiken helfen uns Märkte und Produkte schneller zu analysieren und verdeckte Qualitätsmängel zu beheben. Trotz Abhängigkeiten sehen wir auch unsere Präsenz und die Zusammenarbeit mit starken Partnern und deren Distributionskanäle als Vorteil, um unsere Sichtbarkeit in ganz Europa zu erhöhen. Hierbei besteht das Risiko, dass die Distributoren ihre Gebühren zu Lasten unseres Ergebnisses erhöhen. Wie in den Vorjahren wollen wir weitere Märkte erschließen und Abhängigkeiten reduzieren. Für 2024 prognostiziert IDC ein bescheidenes weltweites Wachstum von 1 % bei Gaming-PCs, wobei Notebooks der Haupttreiber sein werden. Gaming-Monitore werden dem gegenüber ihren Wachstumskurs fortsetzen und im Jahr 2024 22,2 Millionen Einheiten erreichen und um 13,6 % wachsen. Nach 2024 prognostiziert IDC ein weiteres weltweites Wachstum des Gaming-Marktes, wobei das PC-Volumen im Jahr 2028 52 Millionen Einheiten und die Monitore im gleichen Zeitraum 29,6 Millionen Einheiten erreichen werden. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Preise für Gaming-Monitore jedes Jahr sinken, während sich die Preise für Gaming-PCs nach oben bewegen und die durchschnittlichen Verkaufspreise steigen. Die langfristigen Aussichten für den PC-Markt sieht IDC positiv. Wie erwartet, ist der PC-Markt ab Ende 2023 wieder angelaufen. Diese positive Dynamik soll sich ab 2024 verstärken. Besondere Absatz-Chancen sehen wir aufgrund des technologischen Fortschritts bei den Gaming-PCs. Die neusten Prozessoren und Grafikkarten bieten eine bisher unerreichte Leistung, die es ermöglicht, Spiele in höchster Auflösung und mit beeindruckenden Details zu spielen. Besonders bemerkenswert ist die Integration von Virtual Reality (VR) und Künstlicher Intelligenz (KI), die ein immersives und interaktives Spieleerlebnis schaffen. Gaming-PCs werden mehr als nur eine Plattform für Unterhaltung für viele Gamer werden. Dennoch sehen wir Risiken auch auf der Absatzseite, bspw., dass die Kundenverunsicherung auch aufgrund globaler Krisen bestehen bleibt bzw. sich erhöht, wir Marktanteile an unsere Konkurrenz verlieren könnten und dass der Druck auf die Absatzpreise weiterhin bestehen bleibt. Hierbei gilt es die eigene Internetpräsenz weiter auszubauen und weiterhin professionell mit unseren Distributionspartnern zusammenzuarbeiten. Risiken bestehen dabei, im Ranking bei Suchmaschinen die vorderen Plätze zu verlieren. Auf den Absatzmarkt sehen wir weitere Risiken, da ein Teil unserer Wettbewerber durch den Vertrieb von "grauen" Lizenzen, d. h. dem Vertrieb von Lizenzen, die vor allem außerhalb der vom Softwarehersteller autorisierten Vertriebskanäle vertrieben werden, Preisvorteile generiert. Weiter Risiken liegen im Beschaffungsmarkt. Hierbei könnten höhere Kosten für spezielle Komponenten, z.B. in Verbindung mit Micro-Chips oder aufgrund mangelnder Verfügbarkeiten entstehen. Im Zusammenhang mit unserem weltweiten Beschaffungsmanagement bestehen Währungsrisiken gerade auch beim US-Dollar oder dem Schweizer Franken. Wie in der Vergangenheit prüfen wir dabei den Abschluss von Devisentermingeschäften, um sichere Kalkulationsgrundlagen zu realisieren. Die Suche nach qualifiziertem Personal, besonders im administrativen Bereich, gestaltet sich dabei auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt weiterhin schwierig. Hier sehen wir das Risiko, dass nicht das volle Potential von Megaport genutzt werden kann und sich dadurch zunehmend der Druck durch Mitbewerber auf das Unternehmen erhöht. Der Verlust von Key-Personal stellt ein weiteres Risiko dar, denn dadurch würden interne Prozesse sich verlangsamen und der Ersatz von Mitarbeitenden würde wohl tendenziell mit höheren Konditionen einhergehen. Auch generell rechnen wir mit steigenden Personalkosten im Zusammenhang mit den aktuellen inflationären Tendenzen. Ausblick (Prognosebericht) Unabhängig von neuen und zusätzlichen Marketingaktivitäten soll die Transparenz gegenüber den Kunden, die technische Hilfestellung und die neuesten Informationen für alle Käufer und Interessenten im Vordergrund stehen. Gegen Ende 2023 hat sich der Kundenzyklus bezüglich der Erneuerung von Systemen wieder verstärkt eingesetzt. Dies könnte auch bei Megaport wieder zu einem Anstieg der Geschäftstätigkeit führen. Die Unsicherheiten aufgrund des verheerenden Ukraine-Krieges und der sich gerade erst abschwächenden Inflation sind in der IT-Branche und im Konsumklima weiterhin stark spürbar. Aktuell sehen wir, dass die Verunsicherung der Kunden jedoch weiterhin besteht. Insgesamt sehen wir weiterhin eine herausfordernde Marktlage mit weiterhin eher negativen Tendenzen. Wir versuchen weiterhin durch ausgewogene Maßnahmen die bestmöglichen Voraussetzungen für Umsatz- und Ertragswachstum in 2024 und den Folgejahren zu schaffen. Für 2024 rechnen wir allerdings - eher konservativ - mit einem moderaten Umsatz- und EBIT-Rückgang im Vergleich zu 2023. Damit einhergehend und unter Berücksichtigung unseres Working-Capital-Managements prognostizieren wir für 2024 einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ebenfalls moderat unter dem des Jahres 2023.
Leipzig, 10. September 2024 Megaport GmbH Geschäftsführung Vladislav Taranov Bilanz zum 31. Dezember 2023der Megaport GmbH, LeipzigAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der Megaport GmbH, Leipzig(Zur Offenliegung verkürzte Fassung)
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023Megaport GmbH, Heiterblickstraße 33, 04347 Leipzig1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten gem. § 255 Abs. 1 HGB angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten gem. § 255 Abs. 1 HGB angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und dreiundzwanzig Jahren. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Anstatt von dem Wahlrecht der Poolabschreibung des Sammelpostens wird von der Sofortabschreibung für Wirtschaftsgüter/Vermögensgegenstände bis 800,00 EUR netto analog § 6 Abs. 2 EStG auch im handelsrechtlichen Jahresabschluss Gebrauch gemacht. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens dauerhaft über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten gem. § 255 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung von § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Die Ermittlung erfolgt auf Basis gewogener Durchschnittspreise oder zu einem niedrigeren anzusetzenden Marktpreis (Einkaufspreis) am Bilanzstichtag. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Ausfallrisiken wurde mittels Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Eine Pauschalwertberichtigung wurde in Höhe von 1 % des, nicht einzelwertberichtigten, Forderungsbestandes aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Auszahlungen und fällige Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten in ausreichender Höhe. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Guthaben, Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden gem. § 256a HGB bewertet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen. 2.1. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens, ausgehend von den historischen Anschaffungskosten und der Entwicklung der Abschreibungen, ist dem Anlagespiegel zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 27 TEUR (Vj. 27 TEUR) eine Laufzeit von über einem Jahr. Alle weiteren Posten haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten antizipative Posten im Zusammenhang mit Forderungen aus Ertragsteuern und Vorsteuern, welche im Folgejahr abzugsfähig sind, in Höhe von 12 TEUR (Vj. 1.188 TEUR). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Der Posten "sonstige Rückstellungen" setzt sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen, werden nicht ausgewiesen. Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.
Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten: 1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen 2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen 3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten 4 = Sicherungsübereignung Vorräte 5 = Sicherheitsabtretung Forderungen 6 = Handelsübliche Eigentumsvorbehalte Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen, die innerhalb des folgenden Geschäftsjahres fällig sind:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 6 TEUR (Vj. 0 TEUR) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 165 TEUR (Vj. 274 TEUR) sowie Versicherungsentschädigungen und sonstige Entschädigungen in Höhe von 51 TEUR (Vj. 77 TEUR) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 37 TEUR betreffen hauptsächlich nachzuzahlende Beiträge und Lizenzkosten. Im Vorjahr waren periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 165 TEUR enthalten, die im Wesentlichen Entsorgungskosten betreffen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 323 TEUR (Vj. 284 TEUR). 2.2. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht und die Angabe zu den Organbezügen unterlassen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Im Aufstellungszeitraum des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 haben sich keine Vorgänge mit besonderer Bedeutung ergeben, die wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Unterschrift der Geschäftsführung
Leipzig, 10. September 2024 Entwicklung des Anlagevermögens der Megaport GmbH, Leipzig, im Geschäftsjahr 2023
BeschlüsseDie Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Megaport GmbH, Leipzig, erfolgte in der Gesellschaftgerversammlung am 27. November 2024. sonstige BerichtsbestandteileBestätigungsvermerk des AbschlussprüfersZum Zwecke der Offenlegung wird der Jahresabschluss im Rahmen der Offenlegungserleichterungen nach § 326 ff. HGB gekürzt wiedergegeben. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht: An die Megaport GmbH, Leipzig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Megaport GmbH, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Megaport GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 10. September 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Hartmut Pfleiderer, Wirtschaftsprüfer Florian Leyser, Wirtschaftsprüfer |
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